Discussion:
"Finnland hat sich das Bildungssystem von der DDR abgeguckt"
(zu alt für eine Antwort)
René
2012-11-27 20:52:54 UTC
Permalink
So lautet ein beliebter Mythos, der auch hier gerne vertreten wird.
Schauen wir mal:

http://www.businessinsider.com/finlands-education-system-best-in-world-2012-11?op=1

Und jetzt mal von "Bildung wird 100% vom Staat bezahlt" abgesehen,
genau welchen Punkt soll sich Finnland von der DDR abgeguckt haben?
Das dezentralisierte Bildungssystem? Lehrplaene, die nur grobe
Richtlinien sind? Wissenschaftliche Faecher auf Klassengroessen von 16
Schuelern beschraenkt?
Peter Veith
2012-11-27 21:17:58 UTC
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Post by René
So lautet ein beliebter Mythos, der auch hier gerne vertreten wird.
http://www.businessinsider.com/finlands-education-system-best-in-world-2012-11?op=1
Wer zu spät kommt ... alles schon entlarvt, siehe:
<http://www.bpb.de/geschichte/zeitgeschichte/deutschlandarchiv/53270/fakten-und-erkenntnisse-keine-mythen>
<http://www.sueddeutsche.de/politik/ddr-legenden-auf-dem-pruefstand-schein-und-sein-1.151150-6>

Den unsterblichen Aufarbeitungsruhm kann sich Herr Wolfgang Lambrecht
mit seinem alles durchdringenden und Margot endgültig fertigmachenden
Artikel: "Von Finnland lernen heißt, von der DDR lernen" ans Revers heften.

Scheint nun "endlich" in Texas angekommen zu sein :-D

Veith
--
Geschichte(n), Strukturen & Bilder der LSK/LV
http://www.DDR-Luftwaffe.de
Peter Veith
2012-11-27 21:36:30 UTC
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Post by Peter Veith
Den unsterblichen Aufarbeitungsruhm kann sich Herr Wolfgang Lambrecht
mit seinem alles durchdringenden und Margot endgültig fertigmachenden
Artikel: "Von Finnland lernen heißt, von der DDR lernen" ans Revers heften.
Wer ist Dr. Wolfgang Lambrecht?

Bis vor kurzen noch »wissenschaftliche Hilfskraft im Ausstellungsprojekt
„Wo studiert? In Chemnitz! 1836–2008“«

Und dann ein paar Artikel später: Geschäftsführer des Internationalen
Universitätszentrums der TU Chemnitz: »Wir ... stehen zur Verfügung,
wenn Studierende und Wissenschaftler in das Ausland gehen oder nach
Chemnitz kommen«

Solche Posten gibt es in meiner Firma auch ... Aus einer Rezension über
eine Arbeit von ihm: »... in dieser abschließenden Analyse rächt sich,
dass Lambrecht an keiner Stelle die für seine Arbeit zentralen Begriffe
„Ideologie“ und „Pragmatismus“ definiert hat. Er benützt sie als
Gegensatzpaar. In der Tradition der Diffamierung des politischen Gegners
wird der Ideologieverdacht vor allem in Bezug auf die DDR formuliert.
Ideologie als Bezeichnung für realitätsfernes Denken, das der
Realpolitik bzw. der Pragmatik gegenüber gestellt wird. Diese eher
umgangssprachlichen Begriffe dienen Lambrecht als analytische Kategorien.«

Links:
<http://www.zeithistorische-forschungen.de/site/40208800/default.aspx#person>
<http://www.tu-chemnitz.de/international/kontakt/director.php>
<http://www.tu-chemnitz.de/international/index.php>
<http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/rezensionen/2008-4-169>

Veith
--
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René
2012-11-27 22:05:34 UTC
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Kannst du _irgend_was ausser dumm plappern?
Peter Veith
2012-11-27 22:17:32 UTC
Permalink
Post by René
Kannst du _irgend_was ausser dumm plappern?
Falsch, muß heißen:
"Kannst du _irgend_was außer dich mit dem Sachverhalten auch
auseinanderzusetzen?"

Ich würde Deine Frage für Dich noch ergänzen: "Ich will doch hier nur
meine »Meinung« absondern, ohne darüber nachzudenken."

BTW Wieder Dienst an der Rezeption?

Veith
--
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Martin Ebert
2012-11-27 23:57:40 UTC
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Post by René
So lautet ein beliebter Mythos, der auch hier gerne vertreten wird.
Tach, später Junge.

Dieses einheitliche (man kann auch sagen gleichmacherische) DDR-
Bildungssystem kam mit der Wende in schwere Kritik:
Frontalunterricht, Wissen einblasen. [1]

Irgendwann später tauchten dann DDR-Verteidiger auf und
kamen damit, dass Margots in der DDR hoch umstrittene Laden
weltweit führend sei - weil ja Finnland die DDR kopiert habe.
Und weltweit *damit* führend sei.

Es dauerte etwas, bis die Wissenschaft sich des Themas annahm,
da wurde dann schnell klar, dass sich Fachressorts verschiedener
Länder besuchten. Schön fanden die DDR-Verteidiger, dass Finnland
die DDR besuchte - da kann man doch begründen, was eigentlich
nicht begründbar ist: Das DDR-Bildungssystem war perfekt.

Das ist leider so nicht haltbar: Und das wundert niemanden wirklich.

Peter, mal kurz zwei Fragen an Dich:
a) Das Pressluft-Abi Markleeberg für künftige Offiziere, was
halten wir denn davon?
b) Hieltest Du es für eine gute Idee, Deinen Sohn im DDR-
Bildungssystem zu haben - vergleichsweise zum heutigen?

[b] ist kritisch: Weil ich nicht nur den Firlefanz wie Stabü ziehen
werde, sondern auch Methodik-Vergleich.
Vielleicht eher nicht öffentlich; ein Weihnachtsmarkt bei Dir
oder mir würde sich anbieten.

[1] Universitär war das DDR-Modell schon vor der Wende unter Kritik.
Ja, in der DDR.

Mt
Peter Veith
2012-11-28 05:49:27 UTC
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Post by Martin Ebert
Irgendwann später tauchten dann DDR-Verteidiger auf
Läßt sich diese Behauptung belegen?

M.E. taucht der DDR-Finnland-Vergleich erst mit "PISA" (2001) auf. Ich
muß tapfer an mich halten, zu "PISA" nichts zu schreiben ... kurz: Ich
glaube nicht, daß das _ursprünglich_ von "DDR-Verteidigern" kam. Belegen
kann ich das zwar auch nicht, aber ich brauche bekanntlich Deine Vorlage
nur zu erschüttern.

Ein Indiz: »Im Zeitungsartikel der F.A.Z. vom Samstag dem 09.02.2002
heißt es auf Seite drei: „[…] die finnische Einheitsschule (nach dem
Modell der DDR-Einheitsschule) […]“. Der Vergleich mit der DDR wird zwar
nur in der Klammer ausgeführt, aber die Behauptung ist auch in diesem
Artikel integriert. In vielen Artikeln die nach der Veröffentlichung der
PISA-Ergebnisse 2001 und nachdem die Finnen mit ihren guten Abschneiden
auf sich aufmerksam gemacht haben, erschienen sind, ist die Bezugnahme
zur DDR allgegenwärtig.«
<http://www.hausarbeiten.de/faecher/vorschau/74252.html>
Post by Martin Ebert
a) Das Pressluft-Abi Markleeberg für künftige Offiziere, was
halten wir denn davon?
Könnte ich ergänzen:
Das Pressluft-Abi für künftige Lehrer, was halten wir denn davon?

Und antworten:
Völlig in Ordnung. Selbst beim Referenzsystem gibt es mehr Möglichkeiten
das Abitur zu machen, als nur Gymnasium.
Post by Martin Ebert
b) Hieltest Du es für eine gute Idee, Deinen Sohn im DDR-
Bildungssystem zu haben - vergleichsweise zum heutigen?
Dafür würde ich "meilenweit" fahren.
Post by Martin Ebert
[b] ist kritisch: Weil ich nicht nur den Firlefanz wie Stabü ziehen
werde, sondern auch Methodik-Vergleich.
Statt "StaBü" haben die heute "PB" und Religion / LER.
Post by Martin Ebert
[1] Universitär war das DDR-Modell schon vor der Wende unter Kritik.
Ein Beleg wäre wie immer von Vorteil. Im Übrigen, die
US-Amerikanisierung des Bildungssystems unter dem Label "Bologna" ist
nur noch gruselig.

Veith
--
Geschichte(n), Strukturen & Bilder der LSK/LV
http://www.DDR-Luftwaffe.de
Peter Veith
2012-11-28 05:54:52 UTC
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Post by Martin Ebert
auch Methodik-Vergleich.
Über das "Insel-Wissen", was heute vermittelt wird, habe ich mich schon
ausgelassen:
<http://groups.google.com/group/de.alt.folklore.ddr/msg/1fdd6d63284b0152>

Weil nicht alle mit Links umgehen können, ein Auszug:

»In meiner DDR-Schule wurde sehr viel Wert auf Zusammenhänge,
Entwicklungen und Vergleiche gelegt. Das hing mit dem Schwerpunkt auf
Vermittlung von "Gesetzmäßigkeiten" zusammen. So ist der
grundsätzliche Zusammenhang, daß der der die Musik bezahlt auch
bestimmt was gespielt wird, banal. Ich kann nicht begreifen, wie das
grundsätzlich bestritten werden kann.

Meine Beobachtung in der BRD-Schule: Es wird ausschließlich Insel-
Wissen vermittelt. Aus den vielen möglichen Themenkomplexen wird ein
Detail herausgepickt und oft bis zum Exzeß und der letzten
Verästelung vermittelt. Und dann geht es zur nächsten "Insel". Der
Zusammenhang entgeht dem Schüler völlig, ist nie Thema und was nicht
gelehrt wird, das "gibt es nicht". Spannend das.«

Veith
--
Geschichte(n), Strukturen & Bilder der LSK/LV
http://www.DDR-Luftwaffe.de
Gerald Endres
2012-11-28 09:33:22 UTC
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Post by Peter Veith
Das hing mit dem Schwerpunkt auf
Vermittlung von "Gesetzmäßigkeiten" zusammen.
Setze statt "Gesetzmäßigkeiten" "Ideologie", und wir haben schon mal
eines der Probleme des DDR-Bildungssystems: Eine bestimmte
Interpretation "objektiver Gesetzmäßigkeit", ein bestimmtes Modell
geesllschaftlicher Zusammenhänge wurde als das einzig wahre
eingepaukt.
Post by Peter Veith
So ist der
grundsätzliche Zusammenhang, daß der der die Musik bezahlt auch
bestimmt was gespielt wird, banal. Ich kann nicht begreifen, wie das
grundsätzlich bestritten werden kann.
Zu diesen eingepaukten "Gesetzmäßigkeiten" gehört zum Beispiel ein
plumper Ökonomismus, der die multikausalen und jeweils oft sehr
verschiedenen Zusammenhänge gesellschaftlicher Phänomene auf ein
banales und meistens unbrauchbares monokausales Erklärungsmuster
reduziert.
Wie erfolgreich diese ideologischen Denkschemata eingepaukt wurden,
kann man unter anderem daran erkennen, dass manche Objekte dieser
Indoktrinierung gar nicht begreifen können, wie man auch anders denken
kann.
Wenn man kompliziertere Interpretationen der Realität nicht
nachvollziehen will und kann, erscheint alles als "Insel" - vor allem
dann, wenn die einzelnen "Inseln" nicht durch eine durchgängiges
Schema verbunden sind, sondern mehrere Interpretationsmuster
besprochen werden.

Ich hätte mich schön bedankt, hätte man meinen Kindern jahrelang eine
simple Weltformel eingebläut. Mir ist lieber, ihnen wird selbständiges
kritisches Denken beigebracht, mit dem sie sich ihre eigenen Wege
zwischen den "Inseln" suchen können.
Torsten Mueller
2012-11-28 10:08:41 UTC
Permalink
Post by Gerald Endres
Ich hätte mich schön bedankt, hätte man meinen Kindern jahrelang eine
simple Weltformel eingebläut. Mir ist lieber, ihnen wird selbständiges
kritisches Denken beigebracht, mit dem sie sich ihre eigenen Wege
zwischen den "Inseln" suchen können.
Alles richtig, schätzens- und begrüßenswert. Ich würde nur nicht den
Eindruck erwecken wollen, Dein Absatz träfe irgendwie auf das Heute oder
auf die "BRD" des Kalten Krieges zu, weder vor noch nach 68.

Jede Zeit und jede Gesellschaft hat ihre Doktrinen, es hat bislang noch
keine ohne gegeben, auch im Westen nicht. Die oberste, sehr kluge
westliche Doktrin - "Kauf Dich blöde!" - ist von praktisch jedem freien
Individuum mit Inbrunst aufgesogen, und gerade von den Jungen, die sich
um Geld keine Rübe machen müssen, Papa hat's ja. Weitere Doktrinen sind
- "Energie spielt keine Rolle",
- "Klar brauch ich ein Auto",
- "Was kümmert mich Bangladesh?"
- "Lifestyle! Lifestyle! Lifestyle!",
- "Ich bin doch nicht blöd."
- "Selbstverständlich hat der Westen recht" und
- "Wir aufrechten Demokraten irren nie".
Vom Einfluß des Christentums (und neuerdings Parawissenschaften) auf
Staat, Recht, Sitte und Bildung einmal ganz zu schweigen.

Gerade jenes kritische Denken im Umgang mit Produkten, Medien, Politik,
Religionen, mit Demokratie- und Fortschrittsglauben ist etwas, das man
auch heute durchaus _nicht_ will. Nur Träumer wollen das, so Idealisten
und Ströbeles. Allen anderen, die nämlich ihre realen Interessen
verfolgen, auf den Märkten, in den Medien, in der Realpolitik, ist
kritisches Denken höchst hinderlich. Die DDR ist damit autoritär
umgegangen, heute hat man andere, nicht weniger effektive Wege.

T.M.
Gerald Endres
2012-11-28 10:44:18 UTC
Permalink
Post by Torsten Mueller
Jede Zeit und jede Gesellschaft hat ihre Doktrinen, es hat bislang noch
keine ohne gegeben, auch im Westen nicht. Die oberste, sehr kluge
westliche Doktrin - "Kauf Dich blöde!" - ist von praktisch jedem freien
Individuum mit Inbrunst aufgesogen, und gerade von den Jungen, die sich
um Geld keine Rübe machen müssen, Papa hat's ja. Weitere Doktrinen sind
[...]

Das Sonderbare ist: In meiner sozialen Umgebung kann ich keine
Dominanz dieser Doktrinen feststellen - Das kann aber auch an dem
Umfeld liegen, in dem ich mich seit Jahrzehnten bewege. Dennoch
scheint mit deine Beobachtung doch ein wenig sehr vereinfachend zu
sein.

Das wirklich Gute ist: Niemand macht mir wirklich Ärger, wenn ich was
anderes von mir gebe. Im Gegenteil: Ich kann sogar meine Brötchen
damit verdienen, auch wenn manche Dödels hier glauben, wer was Böses
gegen die DDR sagt, sei ein begeisterter Verfechter der jetzigen
Verhältnisse.

Gruß
Gerald
Torsten Mueller
2012-11-28 12:15:24 UTC
Permalink
Post by Gerald Endres
Das Sonderbare ist: In meiner sozialen Umgebung kann ich keine
Dominanz dieser Doktrinen feststellen - Das kann aber auch an dem
Umfeld liegen, in dem ich mich seit Jahrzehnten bewege.
Ich weiß. Es ist eine wohlgepflegte Attidüde vieler Bundesbürger (und
ich meine damit nicht einmal unbedingt Dich), sich selbst als über all
das erhaben und resistent hinzustellen, als selbstverständlich allseits
erfahren und weitgereist, als vorausschauend, finanz-, politik- und
wirtschaftskompetent, mündig (wenn schon sonst nicht viel, so doch
wenigstens mündig, aber hallo!), als sicher im Umgang mit den Medien ...

Ich war hingegen, seit ich originale Bundesbürger kennenlernte, oft
überrascht über diese Sicherheit. Ich selbst bin in vielen Dingen längst
nicht so sicher, habe viele Fragen und Zweifel, nicht zuletzt weil ich
das realsozialistische Pferd kotzen und einen Staat mit eigenen Augen
habe zusammenbrechen sehen - der Bundesbürger hat stattdessen einfach
Antworten, nach wie vor, und das ist etwas wirklich sehr Auffälliges und
Merkwürdiges, nämlich Wohlbekanntes: Der einstige, erwiesenermaßen
indoktrinierte DDR-Bürger, ein junger vielleicht, bißchen naiver, ein
FDJler hatte auch immer genügend einfache Antworten. Die kamen
seinerzeit wie aus der Pistole geschossen. Ich kann mich gut daran
erinnern. Aber das beruhte damals auf Unwissenheit, d.h. auf
Unverständnis, selbst und gerade der eigenen Seite gegenüber, auf
unzulässigen Vereinfachungen, auf Phrasen. Aber eben das ist heute
praktisch nicht viel anders.

Es ist schon sehr klug eingerichtet in der westlichen Welt, daß das
Schäfchen nicht merkt, wie vielen und welchen Beeinflussungen es
unterliegt, schon gar nicht wer dahinter steckt und was für Interessen
er damit verfolgt, was es nachplappert, wofür es sogar eintritt.

Es war ein Merkmal der bipolaren Welt damals, daß man immer noch ein
zweites System hatte, zu dem man rüberschauen konnte, das nicht zuletzt
auch Spiegel war. Einen solchen Spiegel gibt's heute nicht mehr, d.h.
aber längst nicht, daß er nicht dringend nötig wäre.

T.M.
Peter Veith
2012-11-28 16:48:59 UTC
Permalink
Post by Torsten Mueller
Weitere Doktrinen sind
- "Energie spielt keine Rolle",
Die RWE - Werbekampagne finde ich am Heftigsten: »Viele denken bei der
Energiewende allein ans Abschalten. Besser wär’s doch, vorwegzugehen und
umzuschalten. Auf intelligente Energie.«
<http://www.vorweggehen.de/landingpage/umschalten_c/>

"Toll": Wer Energie spart (und damit RWEs Profit schmälert) ist doof.
Der Kluge wählt einen neuen Tarif und verbrät weiter (und mehr) Energie.
Gruselig und zum K*tzen.

Aber, da fällt natürlich niemalsnicht jemand darauf rein und RWE
schmeißt die Werbekohle völlig umsonst raus, klar.

Veith
--
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http://www.DDR-Luftwaffe.de
Wolfgang Schwanke
2012-11-28 20:16:24 UTC
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Post by Torsten Mueller
westliche Doktrin - "Kauf Dich blöde!"
- "Energie spielt keine Rolle",
Du musst einen anderen Westen meinen, als den ich kenne. In dem hier
heißt es "Arbeit ist zu teuer", "Gürtel enger schnallen" und "Wer
Energie verbraucht, ist ein Umweltschädling."
--
Tank nur das gute Super rein

http://www.wschwanke.de/ http://www.fotos-aus-der-luft.de/
usenet_20031215 (AT) wschwanke (DOT) de
Peter Veith
2012-11-28 20:36:39 UTC
Permalink
Post by Wolfgang Schwanke
Post by Torsten Mueller
westliche Doktrin - "Kauf Dich blöde!"
- "Energie spielt keine Rolle",
Du musst einen anderen Westen meinen, als den ich kenne.
Ja, Dein "Westen" war nicht nur nur politisch "Westen", er war auch
sonst eine "Selbständige Einheit"
Post by Wolfgang Schwanke
In dem hier
heißt es "Arbeit ist zu teuer", "Gürtel enger schnallen" ...
Darf ich noch "Energie Cottbus" einwerfen, oder wie war das gemeint?

Veith
--
Geschichte(n), Strukturen & Bilder der LSK/LV
http://www.DDR-Luftwaffe.de
k***@front.ru
2012-11-28 19:04:30 UTC
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Post by Gerald Endres
Post by Peter Veith
Das hing mit dem Schwerpunkt auf
Vermittlung von "Gesetzmäßigkeiten" zusammen.
Setze statt "Gesetzmäßigkeiten" "Ideologie", und wir haben schon mal
System haben nicht unbedingt was mit dem Inhalt gemein.
ich dachte soweit können hier alle unterscheiden.
Post by Gerald Endres
Eine bestimmte
Interpretation "objektiver Gesetzmäßigkeit", ein bestimmtes Modell
geesllschaftlicher Zusammenhänge wurde als das einzig wahre
eingepaukt.
Natürlich wollen heute einige selbst die Naturwissenschaften verbiegen. (
Glaube ist alles )
Die halbe Welt lacht schon über uns .
Post by Gerald Endres
Post by Peter Veith
So ist der
grundsätzliche Zusammenhang, daß der der die Musik bezahlt auch
bestimmt was gespielt wird, banal. Ich kann nicht begreifen, wie das
grundsätzlich bestritten werden kann.
Zu diesen eingepaukten "Gesetzmäßigkeiten" gehört zum Beispiel ein
plumper Ökonomismus, der die multikausalen und jeweils oft sehr
verschiedenen Zusammenhänge gesellschaftlicher Phänomene auf ein
banales und meistens unbrauchbares monokausales Erklärungsmuster
reduziert.
Du meinst so
was wie dir ausgestrichenen Stellen im jetzigen Armutsbericht.?
Nee die sind Objektiv so .
Post by Gerald Endres
Wie erfolgreich diese ideologischen Denkschemata eingepaukt wurden,
kann man unter anderem daran erkennen, dass manche Objekte dieser
Indoktrinierung gar nicht begreifen können, wie man auch anders denken
kann.
man kann anders Reden . denken würde ich das nicht nennen.
Post by Gerald Endres
Wenn man kompliziertere Interpretationen der Realität nicht
nachvollziehen will und kann, erscheint alles als "Insel" - vor allem
dann, wenn die einzelnen "Inseln" nicht durch eine durchgängiges
Schema verbunden sind, sondern mehrere Interpretationsmuster
besprochen werden.
Oh du stellst grundsätzlich Philosophien in frage .
Interessant mach weiter.
Post by Gerald Endres
Ich hätte mich schön bedankt, hätte man meinen Kindern jahrelang eine
simple Weltformel eingebläut. Mir ist lieber, ihnen wird selbständiges
kritisches Denken beigebracht, mit dem sie sich ihre eigenen Wege
zwischen den "Inseln" suchen können.
Du willst aber jetzt nicht wirklich deine Postings als selbständig oder
kritisch einstufen.

Aber da du ja eine Weltformel kennst kannst du sie uns ja mitteilen.
--
Irgendwann emulieren wir euch alle.
Frank Stranach
2012-11-28 15:01:42 UTC
Permalink
"Martin Ebert" schrieb
Post by Martin Ebert
(man kann auch sagen gleichmacherische
typisches Propaganda-Geschwafel ohne jeden Sinn und Verstand.

Was soll da "gleichmacherisch" gewesen sein?

Es fand Unterricht statt, im Gegensatz zur Bundes-Schule, wo komplett ein
Schuljahr wegen Faulheit der Lehrer ausfällt.

Es gab keine Analphabeten im Gegensatz zur Bundesschule wo ein riesiger
Prozentsatz nach 10 Jahren aus der Schule kommt und nicht einmal Lesen und
schreiben kann und vom Rechnen wollen wir nicht einmal reden.

Die "Lehrplaene, die nur grobe Richtlinien sind? " gab es auch nicht, es
wurde detailliert vorgegeben und die Lehrbücher waren republikweit
einheitlich und das Material der Lehrer genau darauf abgestimmt.
Der Sinn bestand auch darin, das Fachberater der vorgesetzten Schulbehörde
so genau überprüfen konnten was die Schüler gelernt hatten und ob der Lehrer
das Jahr über, daran gearbeitet hatte.

Hier finden wir mal wieder den verzweifelten Versuch die Dekadenz des
verblödeten Westens schön zu reden.
Martin Ebert
2012-11-28 20:04:32 UTC
Permalink
Post by Frank Stranach
"Martin Ebert" schrieb
Post by Martin Ebert
(man kann auch sagen gleichmacherische
Was soll da "gleichmacherisch" gewesen sein?
Du erklärst es gleich selbst.
Post by Frank Stranach
Es fand Unterricht statt, im Gegensatz zur Bundes-Schule, wo komplett
ein Schuljahr wegen Faulheit der Lehrer ausfällt.
Herr Müller, meintest Du solche Leute mit Deinem Satz von
"erhaben und resistent"?
Post by Frank Stranach
Es gab keine Analphabeten
Du hast eine Ahnung.
Post by Frank Stranach
Die "Lehrplaene, die nur grobe Richtlinien sind? " gab es auch nicht,
es wurde detailliert vorgegeben und die Lehrbücher waren republikweit
einheitlich und das Material der Lehrer genau darauf abgestimmt.
Gleichmacherisch.
Post by Frank Stranach
Hier finden wir mal wieder den verzweifelten Versuch die Dekadenz des
verblödeten Westens schön zu reden.
Der feige DDR-Bürger versteckt sich gern hinter einem imaginären "wir".

Mt
k***@front.ru
2012-11-28 20:26:15 UTC
Permalink
Post by Martin Ebert
Post by Frank Stranach
"Martin Ebert" schrieb
Post by Martin Ebert
(man kann auch sagen gleichmacherische
Was soll da "gleichmacherisch" gewesen sein?
Die "Lehrplaene, die nur grobe Richtlinien sind? " gab es auch nicht,
es wurde detailliert vorgegeben und die Lehrbücher waren republikweit
einheitlich und das Material der Lehrer genau darauf abgestimmt.
Gleichmacherisch.
Natürlich.
Wen man das Überlegene westdeutsche dreistufige Bildungssystem betrachtet.
Da ist es eben nur einer kleinen ausgewählten Elite vorbehalten alles zu
wissen.
Proleten und anderer Abschaum werden klein gehalten. so was dient nun mal
der Sicherheit des Staates.


In der verdammten DDR war es jedem Dödel gestatte alles zu lernen. So was
muss im Interesse des Staates unterbunden werden. Wo kämen wir den Hin wen
jeder Pöbel sofort die Lügen der Regierung durchschauen würde.?
Eventuell kämen die ( das doofe Volk ) auf die Idee so was wie 1989 auch in
der freiheitlichen Bundesrepublik durchzuziehen.
( Gott bewahre uns)
Es ist eigentlich auch völlig egal wie des DDR Bildungssystem war.
§1: Alles was aus dem Osten kommt ist schlecht.
§2 : wen doch mal Abweichungen existieren, tritt automatisch §1 in Kraft .
Post by Martin Ebert
Der feige DDR-Bürger versteckt sich gern hinter einem imaginären "wir".
Wir sind das Volk schon Vergessen ( auch du hast gejubelt)
Post by Martin Ebert
Mt
--
Irgendwann emulieren wir euch alle.
Bernd Ullrich
2012-11-28 20:53:32 UTC
Permalink
"Martin Ebert
[...]
Post by Martin Ebert
Der feige DDR-Bürger versteckt sich gern hinter einem imaginären "wir".
Der feige BRD-Bürger versteckt sich gerne hinter einem "Ich und alle
anderen BRD Bürger diegenauso freiheitlich ticken"...
Dressur ist öffentlich

BU

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