Discussion:
"Finnland hat sich das Bildungssystem von der DDR abgeguckt"
(zu alt für eine Antwort)
René
2012-11-27 20:52:54 UTC
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So lautet ein beliebter Mythos, der auch hier gerne vertreten wird.
Schauen wir mal:

http://www.businessinsider.com/finlands-education-system-best-in-world-2012-11?op=1

Und jetzt mal von "Bildung wird 100% vom Staat bezahlt" abgesehen,
genau welchen Punkt soll sich Finnland von der DDR abgeguckt haben?
Das dezentralisierte Bildungssystem? Lehrplaene, die nur grobe
Richtlinien sind? Wissenschaftliche Faecher auf Klassengroessen von 16
Schuelern beschraenkt?
Peter Veith
2012-11-27 21:17:58 UTC
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Post by René
So lautet ein beliebter Mythos, der auch hier gerne vertreten wird.
http://www.businessinsider.com/finlands-education-system-best-in-world-2012-11?op=1
Wer zu spät kommt ... alles schon entlarvt, siehe:
<http://www.bpb.de/geschichte/zeitgeschichte/deutschlandarchiv/53270/fakten-und-erkenntnisse-keine-mythen>
<http://www.sueddeutsche.de/politik/ddr-legenden-auf-dem-pruefstand-schein-und-sein-1.151150-6>

Den unsterblichen Aufarbeitungsruhm kann sich Herr Wolfgang Lambrecht
mit seinem alles durchdringenden und Margot endgültig fertigmachenden
Artikel: "Von Finnland lernen heißt, von der DDR lernen" ans Revers heften.

Scheint nun "endlich" in Texas angekommen zu sein :-D

Veith
--
Geschichte(n), Strukturen & Bilder der LSK/LV
http://www.DDR-Luftwaffe.de
Peter Veith
2012-11-27 21:36:30 UTC
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Post by Peter Veith
Den unsterblichen Aufarbeitungsruhm kann sich Herr Wolfgang Lambrecht
mit seinem alles durchdringenden und Margot endgültig fertigmachenden
Artikel: "Von Finnland lernen heißt, von der DDR lernen" ans Revers heften.
Wer ist Dr. Wolfgang Lambrecht?

Bis vor kurzen noch »wissenschaftliche Hilfskraft im Ausstellungsprojekt
„Wo studiert? In Chemnitz! 1836–2008“«

Und dann ein paar Artikel später: Geschäftsführer des Internationalen
Universitätszentrums der TU Chemnitz: »Wir ... stehen zur Verfügung,
wenn Studierende und Wissenschaftler in das Ausland gehen oder nach
Chemnitz kommen«

Solche Posten gibt es in meiner Firma auch ... Aus einer Rezension über
eine Arbeit von ihm: »... in dieser abschließenden Analyse rächt sich,
dass Lambrecht an keiner Stelle die für seine Arbeit zentralen Begriffe
„Ideologie“ und „Pragmatismus“ definiert hat. Er benützt sie als
Gegensatzpaar. In der Tradition der Diffamierung des politischen Gegners
wird der Ideologieverdacht vor allem in Bezug auf die DDR formuliert.
Ideologie als Bezeichnung für realitätsfernes Denken, das der
Realpolitik bzw. der Pragmatik gegenüber gestellt wird. Diese eher
umgangssprachlichen Begriffe dienen Lambrecht als analytische Kategorien.«

Links:
<http://www.zeithistorische-forschungen.de/site/40208800/default.aspx#person>
<http://www.tu-chemnitz.de/international/kontakt/director.php>
<http://www.tu-chemnitz.de/international/index.php>
<http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/rezensionen/2008-4-169>

Veith
--
Geschichte(n), Strukturen & Bilder der LSK/LV
http://www.DDR-Luftwaffe.de
René
2012-11-27 22:05:34 UTC
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Kannst du _irgend_was ausser dumm plappern?
Peter Veith
2012-11-27 22:17:32 UTC
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Post by René
Kannst du _irgend_was ausser dumm plappern?
Falsch, muß heißen:
"Kannst du _irgend_was außer dich mit dem Sachverhalten auch
auseinanderzusetzen?"

Ich würde Deine Frage für Dich noch ergänzen: "Ich will doch hier nur
meine »Meinung« absondern, ohne darüber nachzudenken."

BTW Wieder Dienst an der Rezeption?

Veith
--
Geschichte(n), Strukturen & Bilder der LSK/LV
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René
2012-11-28 22:06:31 UTC
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Post by Peter Veith
Post by René
Kannst du _irgend_was ausser dumm plappern?
"Kannst du _irgend_was außer dich mit dem Sachverhalten auch
auseinanderzusetzen?"
Ich würde Deine Frage für Dich noch ergänzen: "Ich will doch hier nur
meine »Meinung« absondern, ohne darüber nachzudenken."
BTW Wieder Dienst an der Rezeption?
Wir entwickeln uns weiter. Rezeption ist schon lange nicht mehr.
Martin Ebert
2012-11-27 23:57:40 UTC
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Post by René
So lautet ein beliebter Mythos, der auch hier gerne vertreten wird.
Tach, später Junge.

Dieses einheitliche (man kann auch sagen gleichmacherische) DDR-
Bildungssystem kam mit der Wende in schwere Kritik:
Frontalunterricht, Wissen einblasen. [1]

Irgendwann später tauchten dann DDR-Verteidiger auf und
kamen damit, dass Margots in der DDR hoch umstrittene Laden
weltweit führend sei - weil ja Finnland die DDR kopiert habe.
Und weltweit *damit* führend sei.

Es dauerte etwas, bis die Wissenschaft sich des Themas annahm,
da wurde dann schnell klar, dass sich Fachressorts verschiedener
Länder besuchten. Schön fanden die DDR-Verteidiger, dass Finnland
die DDR besuchte - da kann man doch begründen, was eigentlich
nicht begründbar ist: Das DDR-Bildungssystem war perfekt.

Das ist leider so nicht haltbar: Und das wundert niemanden wirklich.

Peter, mal kurz zwei Fragen an Dich:
a) Das Pressluft-Abi Markleeberg für künftige Offiziere, was
halten wir denn davon?
b) Hieltest Du es für eine gute Idee, Deinen Sohn im DDR-
Bildungssystem zu haben - vergleichsweise zum heutigen?

[b] ist kritisch: Weil ich nicht nur den Firlefanz wie Stabü ziehen
werde, sondern auch Methodik-Vergleich.
Vielleicht eher nicht öffentlich; ein Weihnachtsmarkt bei Dir
oder mir würde sich anbieten.

[1] Universitär war das DDR-Modell schon vor der Wende unter Kritik.
Ja, in der DDR.

Mt
Peter Veith
2012-11-28 05:49:27 UTC
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Post by Martin Ebert
Irgendwann später tauchten dann DDR-Verteidiger auf
Läßt sich diese Behauptung belegen?

M.E. taucht der DDR-Finnland-Vergleich erst mit "PISA" (2001) auf. Ich
muß tapfer an mich halten, zu "PISA" nichts zu schreiben ... kurz: Ich
glaube nicht, daß das _ursprünglich_ von "DDR-Verteidigern" kam. Belegen
kann ich das zwar auch nicht, aber ich brauche bekanntlich Deine Vorlage
nur zu erschüttern.

Ein Indiz: »Im Zeitungsartikel der F.A.Z. vom Samstag dem 09.02.2002
heißt es auf Seite drei: „[…] die finnische Einheitsschule (nach dem
Modell der DDR-Einheitsschule) […]“. Der Vergleich mit der DDR wird zwar
nur in der Klammer ausgeführt, aber die Behauptung ist auch in diesem
Artikel integriert. In vielen Artikeln die nach der Veröffentlichung der
PISA-Ergebnisse 2001 und nachdem die Finnen mit ihren guten Abschneiden
auf sich aufmerksam gemacht haben, erschienen sind, ist die Bezugnahme
zur DDR allgegenwärtig.«
<http://www.hausarbeiten.de/faecher/vorschau/74252.html>
Post by Martin Ebert
a) Das Pressluft-Abi Markleeberg für künftige Offiziere, was
halten wir denn davon?
Könnte ich ergänzen:
Das Pressluft-Abi für künftige Lehrer, was halten wir denn davon?

Und antworten:
Völlig in Ordnung. Selbst beim Referenzsystem gibt es mehr Möglichkeiten
das Abitur zu machen, als nur Gymnasium.
Post by Martin Ebert
b) Hieltest Du es für eine gute Idee, Deinen Sohn im DDR-
Bildungssystem zu haben - vergleichsweise zum heutigen?
Dafür würde ich "meilenweit" fahren.
Post by Martin Ebert
[b] ist kritisch: Weil ich nicht nur den Firlefanz wie Stabü ziehen
werde, sondern auch Methodik-Vergleich.
Statt "StaBü" haben die heute "PB" und Religion / LER.
Post by Martin Ebert
[1] Universitär war das DDR-Modell schon vor der Wende unter Kritik.
Ein Beleg wäre wie immer von Vorteil. Im Übrigen, die
US-Amerikanisierung des Bildungssystems unter dem Label "Bologna" ist
nur noch gruselig.

Veith
--
Geschichte(n), Strukturen & Bilder der LSK/LV
http://www.DDR-Luftwaffe.de
Peter Veith
2012-11-28 05:54:52 UTC
Permalink
Post by Martin Ebert
auch Methodik-Vergleich.
Über das "Insel-Wissen", was heute vermittelt wird, habe ich mich schon
ausgelassen:
<http://groups.google.com/group/de.alt.folklore.ddr/msg/1fdd6d63284b0152>

Weil nicht alle mit Links umgehen können, ein Auszug:

»In meiner DDR-Schule wurde sehr viel Wert auf Zusammenhänge,
Entwicklungen und Vergleiche gelegt. Das hing mit dem Schwerpunkt auf
Vermittlung von "Gesetzmäßigkeiten" zusammen. So ist der
grundsätzliche Zusammenhang, daß der der die Musik bezahlt auch
bestimmt was gespielt wird, banal. Ich kann nicht begreifen, wie das
grundsätzlich bestritten werden kann.

Meine Beobachtung in der BRD-Schule: Es wird ausschließlich Insel-
Wissen vermittelt. Aus den vielen möglichen Themenkomplexen wird ein
Detail herausgepickt und oft bis zum Exzeß und der letzten
Verästelung vermittelt. Und dann geht es zur nächsten "Insel". Der
Zusammenhang entgeht dem Schüler völlig, ist nie Thema und was nicht
gelehrt wird, das "gibt es nicht". Spannend das.«

Veith
--
Geschichte(n), Strukturen & Bilder der LSK/LV
http://www.DDR-Luftwaffe.de
Gerald Endres
2012-11-28 09:33:22 UTC
Permalink
Post by Peter Veith
Das hing mit dem Schwerpunkt auf
Vermittlung von "Gesetzmäßigkeiten" zusammen.
Setze statt "Gesetzmäßigkeiten" "Ideologie", und wir haben schon mal
eines der Probleme des DDR-Bildungssystems: Eine bestimmte
Interpretation "objektiver Gesetzmäßigkeit", ein bestimmtes Modell
geesllschaftlicher Zusammenhänge wurde als das einzig wahre
eingepaukt.
Post by Peter Veith
So ist der
grundsätzliche Zusammenhang, daß der der die Musik bezahlt auch
bestimmt was gespielt wird, banal. Ich kann nicht begreifen, wie das
grundsätzlich bestritten werden kann.
Zu diesen eingepaukten "Gesetzmäßigkeiten" gehört zum Beispiel ein
plumper Ökonomismus, der die multikausalen und jeweils oft sehr
verschiedenen Zusammenhänge gesellschaftlicher Phänomene auf ein
banales und meistens unbrauchbares monokausales Erklärungsmuster
reduziert.
Wie erfolgreich diese ideologischen Denkschemata eingepaukt wurden,
kann man unter anderem daran erkennen, dass manche Objekte dieser
Indoktrinierung gar nicht begreifen können, wie man auch anders denken
kann.
Wenn man kompliziertere Interpretationen der Realität nicht
nachvollziehen will und kann, erscheint alles als "Insel" - vor allem
dann, wenn die einzelnen "Inseln" nicht durch eine durchgängiges
Schema verbunden sind, sondern mehrere Interpretationsmuster
besprochen werden.

Ich hätte mich schön bedankt, hätte man meinen Kindern jahrelang eine
simple Weltformel eingebläut. Mir ist lieber, ihnen wird selbständiges
kritisches Denken beigebracht, mit dem sie sich ihre eigenen Wege
zwischen den "Inseln" suchen können.
Torsten Mueller
2012-11-28 10:08:41 UTC
Permalink
Post by Gerald Endres
Ich hätte mich schön bedankt, hätte man meinen Kindern jahrelang eine
simple Weltformel eingebläut. Mir ist lieber, ihnen wird selbständiges
kritisches Denken beigebracht, mit dem sie sich ihre eigenen Wege
zwischen den "Inseln" suchen können.
Alles richtig, schätzens- und begrüßenswert. Ich würde nur nicht den
Eindruck erwecken wollen, Dein Absatz träfe irgendwie auf das Heute oder
auf die "BRD" des Kalten Krieges zu, weder vor noch nach 68.

Jede Zeit und jede Gesellschaft hat ihre Doktrinen, es hat bislang noch
keine ohne gegeben, auch im Westen nicht. Die oberste, sehr kluge
westliche Doktrin - "Kauf Dich blöde!" - ist von praktisch jedem freien
Individuum mit Inbrunst aufgesogen, und gerade von den Jungen, die sich
um Geld keine Rübe machen müssen, Papa hat's ja. Weitere Doktrinen sind
- "Energie spielt keine Rolle",
- "Klar brauch ich ein Auto",
- "Was kümmert mich Bangladesh?"
- "Lifestyle! Lifestyle! Lifestyle!",
- "Ich bin doch nicht blöd."
- "Selbstverständlich hat der Westen recht" und
- "Wir aufrechten Demokraten irren nie".
Vom Einfluß des Christentums (und neuerdings Parawissenschaften) auf
Staat, Recht, Sitte und Bildung einmal ganz zu schweigen.

Gerade jenes kritische Denken im Umgang mit Produkten, Medien, Politik,
Religionen, mit Demokratie- und Fortschrittsglauben ist etwas, das man
auch heute durchaus _nicht_ will. Nur Träumer wollen das, so Idealisten
und Ströbeles. Allen anderen, die nämlich ihre realen Interessen
verfolgen, auf den Märkten, in den Medien, in der Realpolitik, ist
kritisches Denken höchst hinderlich. Die DDR ist damit autoritär
umgegangen, heute hat man andere, nicht weniger effektive Wege.

T.M.
Gerald Endres
2012-11-28 10:44:18 UTC
Permalink
Post by Torsten Mueller
Jede Zeit und jede Gesellschaft hat ihre Doktrinen, es hat bislang noch
keine ohne gegeben, auch im Westen nicht. Die oberste, sehr kluge
westliche Doktrin - "Kauf Dich blöde!" - ist von praktisch jedem freien
Individuum mit Inbrunst aufgesogen, und gerade von den Jungen, die sich
um Geld keine Rübe machen müssen, Papa hat's ja. Weitere Doktrinen sind
[...]

Das Sonderbare ist: In meiner sozialen Umgebung kann ich keine
Dominanz dieser Doktrinen feststellen - Das kann aber auch an dem
Umfeld liegen, in dem ich mich seit Jahrzehnten bewege. Dennoch
scheint mit deine Beobachtung doch ein wenig sehr vereinfachend zu
sein.

Das wirklich Gute ist: Niemand macht mir wirklich Ärger, wenn ich was
anderes von mir gebe. Im Gegenteil: Ich kann sogar meine Brötchen
damit verdienen, auch wenn manche Dödels hier glauben, wer was Böses
gegen die DDR sagt, sei ein begeisterter Verfechter der jetzigen
Verhältnisse.

Gruß
Gerald
Torsten Mueller
2012-11-28 12:15:24 UTC
Permalink
Post by Gerald Endres
Das Sonderbare ist: In meiner sozialen Umgebung kann ich keine
Dominanz dieser Doktrinen feststellen - Das kann aber auch an dem
Umfeld liegen, in dem ich mich seit Jahrzehnten bewege.
Ich weiß. Es ist eine wohlgepflegte Attidüde vieler Bundesbürger (und
ich meine damit nicht einmal unbedingt Dich), sich selbst als über all
das erhaben und resistent hinzustellen, als selbstverständlich allseits
erfahren und weitgereist, als vorausschauend, finanz-, politik- und
wirtschaftskompetent, mündig (wenn schon sonst nicht viel, so doch
wenigstens mündig, aber hallo!), als sicher im Umgang mit den Medien ...

Ich war hingegen, seit ich originale Bundesbürger kennenlernte, oft
überrascht über diese Sicherheit. Ich selbst bin in vielen Dingen längst
nicht so sicher, habe viele Fragen und Zweifel, nicht zuletzt weil ich
das realsozialistische Pferd kotzen und einen Staat mit eigenen Augen
habe zusammenbrechen sehen - der Bundesbürger hat stattdessen einfach
Antworten, nach wie vor, und das ist etwas wirklich sehr Auffälliges und
Merkwürdiges, nämlich Wohlbekanntes: Der einstige, erwiesenermaßen
indoktrinierte DDR-Bürger, ein junger vielleicht, bißchen naiver, ein
FDJler hatte auch immer genügend einfache Antworten. Die kamen
seinerzeit wie aus der Pistole geschossen. Ich kann mich gut daran
erinnern. Aber das beruhte damals auf Unwissenheit, d.h. auf
Unverständnis, selbst und gerade der eigenen Seite gegenüber, auf
unzulässigen Vereinfachungen, auf Phrasen. Aber eben das ist heute
praktisch nicht viel anders.

Es ist schon sehr klug eingerichtet in der westlichen Welt, daß das
Schäfchen nicht merkt, wie vielen und welchen Beeinflussungen es
unterliegt, schon gar nicht wer dahinter steckt und was für Interessen
er damit verfolgt, was es nachplappert, wofür es sogar eintritt.

Es war ein Merkmal der bipolaren Welt damals, daß man immer noch ein
zweites System hatte, zu dem man rüberschauen konnte, das nicht zuletzt
auch Spiegel war. Einen solchen Spiegel gibt's heute nicht mehr, d.h.
aber längst nicht, daß er nicht dringend nötig wäre.

T.M.
Gerald Endres
2012-11-28 21:59:17 UTC
Permalink
Post by Torsten Mueller
nicht zuletzt weil ich
das realsozialistische Pferd kotzen und einen Staat mit eigenen Augen
habe zusammenbrechen sehen -
Darf ich dich daran erinnern, dass dieses Pferd nicht nur für den
DDR-Bürger gekotzt hat. Ich weiß noch gut, wie ich im Sommer '89 eine
Radiosendung für den SR über Kreuzberg gemacht habe, und eines der
Schmankerlin der Sendung war, dass die Westberliner Stadtplaner so
unsäglich dämlich waren, noch immer dafür zu planen, dass irgendwann
die Mauer fallen könnte.
Nebenbei: Unsereins hat Anfang der 70er ganz ernsthaft Wetten darüber
abgeschlossen, wieviele Jahre dieser Kapitalismus noch halten wird.

Also: Mach keine so so große und einmalige Erfahrung aus dem kotzenden
Pferd.
Post by Torsten Mueller
der Bundesbürger hat stattdessen einfach
Antworten, nach wie vor,
Hat er? Das entspricht in keiner Weise meiner Erfahrung. Für typisch
halte ich im Moment eher eine allgemeine Skepsis, aus der wenig folgt,
weil die Alternative fehlt.
Post by Torsten Mueller
Aber das beruhte damals auf Unwissenheit, d.h. auf
Unverständnis, selbst und gerade der eigenen Seite gegenüber, auf
unzulässigen Vereinfachungen, auf Phrasen. Aber eben das ist heute
praktisch nicht viel anders.
Zwischen welchen Menschen lebst du? Willst du dir nicht mal ein
anderes soziales Umfeld suchen?
Post by Torsten Mueller
Es ist schon sehr klug eingerichtet in der westlichen Welt, daß das
Schäfchen nicht merkt, wie vielen und welchen Beeinflussungen es
unterliegt,
Genau mit diesem Wissen lebt das "Schäfchen" schon immer und geht
damit um. Es kann ja auch eine Annonce der RWE sehen, ohne zu glauben,
dass da Gottes Stimme die Wahrheit kundtut. Es haben sich auch viele
zwangsläufig abgewöhnt, Leute für dämlich und manipuliert zu halten,
wenn sie andere Schlüsse als man selbst aus dem widersprüchlichen
Informationsangebot ziehen.

Diese Schopenhauerei aus dem 19. Jahrhundert, die Menge für doof und
unmündig zu halten, sollte man spätestens mit dem Ende der Pubertät
abgelegt haben. Das 20. Jahrhundert hat doch eindrücklich vorgeführt,
dass all die selbsternannten Eliten und Durchblicker in ihrer Anmaßung
alles noch viel schlimmer gemacht haben - am Schlimmsten, wenn die
Menge ihnen nicht in den Arm fiel.
Post by Torsten Mueller
schon gar nicht wer dahinter steckt und was für Interessen
er damit verfolgt, was es nachplappert, wofür es sogar eintritt.
Sonderbar: Ich kenne lauter Leute, die sich darüber viele Gedanken
machen.
Post by Torsten Mueller
Es war ein Merkmal der bipolaren Welt damals, daß man immer noch ein
zweites System hatte, zu dem man rüberschauen konnte, das nicht zuletzt
auch Spiegel war.
Genau das war der Leninismus-Stalinismus nicht. Als Alternative und
Gegenwelt hatte er nach dem zweiten Weltkrieg schnell abgedankt, in
Deutschland eigentlich schon nach dem 17. Juni oder spätestens nach
dem Mauerbau, in der westeuropäischen Linken hat es oft ein bisschen
länger gedauert, da waren Ungarn '56 und die CSSR '68 eher das
endgültige Abkehrseignal. Die Kommunisten waren von da an nur noch
eine bedeutungslose Sekte. Dummerweise haben auch die westdeutschen
Unternehmer im Lauf der 70er Jahre kapiert, dass keine Gefahr mehr
besteht, dass die Leute zum Kommunismus überlaufen - dass man sie
deshalb auch nicht mehr durch Beteiligung am gesellschaftlichen
Wohlstand bei der Stange halten muss.
Post by Torsten Mueller
Einen solchen Spiegel gibt's heute nicht mehr, d.h.
aber längst nicht, daß er nicht dringend nötig wäre.
Die Entwicklung einer Alternative würde aber bedingen, dass man
analysiert, was bei der Moskauer Orthodoxie alles schiefging. Diese
Analyse ist jedoch nicht möglich, wenn man behauptet, dass alles ganz
prima war, und der Untergang nur an den miesen Machenschaften des
Feindes gelegen habe.
Dann könnte man nur die mausetote Leiche wieder als Zombie herumtapern
lassen.

Gruß
Gerald
Peter Veith
2012-11-28 16:48:59 UTC
Permalink
Post by Torsten Mueller
Weitere Doktrinen sind
- "Energie spielt keine Rolle",
Die RWE - Werbekampagne finde ich am Heftigsten: »Viele denken bei der
Energiewende allein ans Abschalten. Besser wär’s doch, vorwegzugehen und
umzuschalten. Auf intelligente Energie.«
<http://www.vorweggehen.de/landingpage/umschalten_c/>

"Toll": Wer Energie spart (und damit RWEs Profit schmälert) ist doof.
Der Kluge wählt einen neuen Tarif und verbrät weiter (und mehr) Energie.
Gruselig und zum K*tzen.

Aber, da fällt natürlich niemalsnicht jemand darauf rein und RWE
schmeißt die Werbekohle völlig umsonst raus, klar.

Veith
--
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http://www.DDR-Luftwaffe.de
Wolfgang Schwanke
2012-11-28 20:16:24 UTC
Permalink
Post by Torsten Mueller
westliche Doktrin - "Kauf Dich blöde!"
- "Energie spielt keine Rolle",
Du musst einen anderen Westen meinen, als den ich kenne. In dem hier
heißt es "Arbeit ist zu teuer", "Gürtel enger schnallen" und "Wer
Energie verbraucht, ist ein Umweltschädling."
--
Tank nur das gute Super rein

http://www.wschwanke.de/ http://www.fotos-aus-der-luft.de/
usenet_20031215 (AT) wschwanke (DOT) de
Peter Veith
2012-11-28 20:36:39 UTC
Permalink
Post by Wolfgang Schwanke
Post by Torsten Mueller
westliche Doktrin - "Kauf Dich blöde!"
- "Energie spielt keine Rolle",
Du musst einen anderen Westen meinen, als den ich kenne.
Ja, Dein "Westen" war nicht nur nur politisch "Westen", er war auch
sonst eine "Selbständige Einheit"
Post by Wolfgang Schwanke
In dem hier
heißt es "Arbeit ist zu teuer", "Gürtel enger schnallen" ...
Darf ich noch "Energie Cottbus" einwerfen, oder wie war das gemeint?

Veith
--
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http://www.DDR-Luftwaffe.de
k***@front.ru
2012-11-28 19:04:30 UTC
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Post by Gerald Endres
Post by Peter Veith
Das hing mit dem Schwerpunkt auf
Vermittlung von "Gesetzmäßigkeiten" zusammen.
Setze statt "Gesetzmäßigkeiten" "Ideologie", und wir haben schon mal
System haben nicht unbedingt was mit dem Inhalt gemein.
ich dachte soweit können hier alle unterscheiden.
Post by Gerald Endres
Eine bestimmte
Interpretation "objektiver Gesetzmäßigkeit", ein bestimmtes Modell
geesllschaftlicher Zusammenhänge wurde als das einzig wahre
eingepaukt.
Natürlich wollen heute einige selbst die Naturwissenschaften verbiegen. (
Glaube ist alles )
Die halbe Welt lacht schon über uns .
Post by Gerald Endres
Post by Peter Veith
So ist der
grundsätzliche Zusammenhang, daß der der die Musik bezahlt auch
bestimmt was gespielt wird, banal. Ich kann nicht begreifen, wie das
grundsätzlich bestritten werden kann.
Zu diesen eingepaukten "Gesetzmäßigkeiten" gehört zum Beispiel ein
plumper Ökonomismus, der die multikausalen und jeweils oft sehr
verschiedenen Zusammenhänge gesellschaftlicher Phänomene auf ein
banales und meistens unbrauchbares monokausales Erklärungsmuster
reduziert.
Du meinst so
was wie dir ausgestrichenen Stellen im jetzigen Armutsbericht.?
Nee die sind Objektiv so .
Post by Gerald Endres
Wie erfolgreich diese ideologischen Denkschemata eingepaukt wurden,
kann man unter anderem daran erkennen, dass manche Objekte dieser
Indoktrinierung gar nicht begreifen können, wie man auch anders denken
kann.
man kann anders Reden . denken würde ich das nicht nennen.
Post by Gerald Endres
Wenn man kompliziertere Interpretationen der Realität nicht
nachvollziehen will und kann, erscheint alles als "Insel" - vor allem
dann, wenn die einzelnen "Inseln" nicht durch eine durchgängiges
Schema verbunden sind, sondern mehrere Interpretationsmuster
besprochen werden.
Oh du stellst grundsätzlich Philosophien in frage .
Interessant mach weiter.
Post by Gerald Endres
Ich hätte mich schön bedankt, hätte man meinen Kindern jahrelang eine
simple Weltformel eingebläut. Mir ist lieber, ihnen wird selbständiges
kritisches Denken beigebracht, mit dem sie sich ihre eigenen Wege
zwischen den "Inseln" suchen können.
Du willst aber jetzt nicht wirklich deine Postings als selbständig oder
kritisch einstufen.

Aber da du ja eine Weltformel kennst kannst du sie uns ja mitteilen.
--
Irgendwann emulieren wir euch alle.
Frank Stranach
2012-11-28 15:01:42 UTC
Permalink
"Martin Ebert" schrieb
Post by Martin Ebert
(man kann auch sagen gleichmacherische
typisches Propaganda-Geschwafel ohne jeden Sinn und Verstand.

Was soll da "gleichmacherisch" gewesen sein?

Es fand Unterricht statt, im Gegensatz zur Bundes-Schule, wo komplett ein
Schuljahr wegen Faulheit der Lehrer ausfällt.

Es gab keine Analphabeten im Gegensatz zur Bundesschule wo ein riesiger
Prozentsatz nach 10 Jahren aus der Schule kommt und nicht einmal Lesen und
schreiben kann und vom Rechnen wollen wir nicht einmal reden.

Die "Lehrplaene, die nur grobe Richtlinien sind? " gab es auch nicht, es
wurde detailliert vorgegeben und die Lehrbücher waren republikweit
einheitlich und das Material der Lehrer genau darauf abgestimmt.
Der Sinn bestand auch darin, das Fachberater der vorgesetzten Schulbehörde
so genau überprüfen konnten was die Schüler gelernt hatten und ob der Lehrer
das Jahr über, daran gearbeitet hatte.

Hier finden wir mal wieder den verzweifelten Versuch die Dekadenz des
verblödeten Westens schön zu reden.
Martin Ebert
2012-11-28 20:04:32 UTC
Permalink
Post by Frank Stranach
"Martin Ebert" schrieb
Post by Martin Ebert
(man kann auch sagen gleichmacherische
Was soll da "gleichmacherisch" gewesen sein?
Du erklärst es gleich selbst.
Post by Frank Stranach
Es fand Unterricht statt, im Gegensatz zur Bundes-Schule, wo komplett
ein Schuljahr wegen Faulheit der Lehrer ausfällt.
Herr Müller, meintest Du solche Leute mit Deinem Satz von
"erhaben und resistent"?
Post by Frank Stranach
Es gab keine Analphabeten
Du hast eine Ahnung.
Post by Frank Stranach
Die "Lehrplaene, die nur grobe Richtlinien sind? " gab es auch nicht,
es wurde detailliert vorgegeben und die Lehrbücher waren republikweit
einheitlich und das Material der Lehrer genau darauf abgestimmt.
Gleichmacherisch.
Post by Frank Stranach
Hier finden wir mal wieder den verzweifelten Versuch die Dekadenz des
verblödeten Westens schön zu reden.
Der feige DDR-Bürger versteckt sich gern hinter einem imaginären "wir".

Mt
k***@front.ru
2012-11-28 20:26:15 UTC
Permalink
Post by Martin Ebert
Post by Frank Stranach
"Martin Ebert" schrieb
Post by Martin Ebert
(man kann auch sagen gleichmacherische
Was soll da "gleichmacherisch" gewesen sein?
Die "Lehrplaene, die nur grobe Richtlinien sind? " gab es auch nicht,
es wurde detailliert vorgegeben und die Lehrbücher waren republikweit
einheitlich und das Material der Lehrer genau darauf abgestimmt.
Gleichmacherisch.
Natürlich.
Wen man das Überlegene westdeutsche dreistufige Bildungssystem betrachtet.
Da ist es eben nur einer kleinen ausgewählten Elite vorbehalten alles zu
wissen.
Proleten und anderer Abschaum werden klein gehalten. so was dient nun mal
der Sicherheit des Staates.


In der verdammten DDR war es jedem Dödel gestatte alles zu lernen. So was
muss im Interesse des Staates unterbunden werden. Wo kämen wir den Hin wen
jeder Pöbel sofort die Lügen der Regierung durchschauen würde.?
Eventuell kämen die ( das doofe Volk ) auf die Idee so was wie 1989 auch in
der freiheitlichen Bundesrepublik durchzuziehen.
( Gott bewahre uns)
Es ist eigentlich auch völlig egal wie des DDR Bildungssystem war.
§1: Alles was aus dem Osten kommt ist schlecht.
§2 : wen doch mal Abweichungen existieren, tritt automatisch §1 in Kraft .
Post by Martin Ebert
Der feige DDR-Bürger versteckt sich gern hinter einem imaginären "wir".
Wir sind das Volk schon Vergessen ( auch du hast gejubelt)
Post by Martin Ebert
Mt
--
Irgendwann emulieren wir euch alle.
René
2012-11-28 22:20:23 UTC
Permalink
 In der verdammten DDR war es jedem Dödel gestatte alles zu lernen.
Ah ah! Wie war das mit der Studienplatzvergabe gleich nochmal? Wer
durfte in der DDR studieren? Unter welchen Voraussetzungen?
Eventuell kämen die ( das doofe Volk ) auf die Idee  so was wie 1989 auch in
der freiheitlichen Bundesrepublik durchzuziehen.
Im Westen ist nicht alles schlecht :P Zum Beispiel willst du doch
sicher nicht behaupten, dass das vereinte Deutschland heute noch
allzuviel mit der dumpfen Nachkriegs-BRD gemein hat?
Es ist eigentlich auch völlig egal wie des DDR Bildungssystem war.
Ich habe diesen Thread nicht angeleiert, um das Bildungssystem der DDR
anzuprangern. Lesen, schreiben, rechnen, Bio und Chemie usw., und
nicht alles fuer bare Muenze zu nehmen, was einem Autoritaetsfiguren
verklickern wollen habe ich da durchaus gelernt. Letzteres war
allerdings vermutlich nicht beabsichtigt. Aber zur Formung der
allseits gebildeten sozialistischen Persoenlichkeit haette wohl mehr
gehoert, als das sture Auswendiglernen nach Schema Feist.

Und zum westdeutschen bzw. heutigen bundesdeutschen Bildungssystem
habe ich mangels Wissen gleich gar keine Aussage gemacht.
André Grafe
2012-11-28 23:37:35 UTC
Permalink
Post by René
Post by k***@front.ru
In der verdammten DDR war es jedem Dödel gestatte alles zu lernen.
Ah ah! Wie war das mit der Studienplatzvergabe gleich nochmal? Wer
durfte in der DDR studieren? Unter welchen Voraussetzungen?
Post by k***@front.ru
Eventuell kämen die ( das doofe Volk ) auf die Idee so was wie 1989 auch in
der freiheitlichen Bundesrepublik durchzuziehen.
Im Westen ist nicht alles schlecht :P Zum Beispiel willst du doch
sicher nicht behaupten, dass das vereinte Deutschland heute noch
allzuviel mit der dumpfen Nachkriegs-BRD gemein hat?
Post by k***@front.ru
Es ist eigentlich auch völlig egal wie des DDR Bildungssystem war.
Ich habe diesen Thread nicht angeleiert, um das Bildungssystem der DDR
anzuprangern. Lesen, schreiben, rechnen, Bio und Chemie usw., und
nicht alles fuer bare Muenze zu nehmen, was einem Autoritaetsfiguren
verklickern wollen habe ich da durchaus gelernt. Letzteres war
allerdings vermutlich nicht beabsichtigt. Aber zur Formung der
allseits gebildeten sozialistischen Persoenlichkeit haette wohl mehr
gehoert, als das sture Auswendiglernen nach Schema Feist.
Und zum westdeutschen bzw. heutigen bundesdeutschen Bildungssystem
habe ich mangels Wissen gleich gar keine Aussage gemacht.
Nun, wenn ich mir so ansehe was meine Nichten und Neffen so auf dem
Gymnasium alles nicht lernen, dann lobe ich mir meine gute alte POS.
Also stures Auswendiglernen nach Schema F habe ich an meiner POS
eigentlich nur in einem Fach erlebt, in Stabü, und da ist es heute in
Reli/Ethik/LER nicht anders. Ich habe auf der POS vor allem zwei Sachen
gelernt, erstens das Lernen, und zweitens das Denken in Zusammenhängen.
Und natürlich habe ich auf der POS viele Grundlagen erhalten, auf denen
ich dann im späteren Leben spielend aufbauen konnte. Natürlich gab es
auch in einigen anderen Fächern außer Stabü Sachen die man einfach
auswendig lernen musste, aber das waren nur die allerwichtigsten
Grundlagen, die man einfach wissen musste. Das 2+2=4 ist musste wohl
jeder irgendwann mal auswendig lernen, das geht einfach nicht anders.

André
--
André Grafe
01239Dresden 51°00'27.10 N 13°47'43.02 E
http://www.boincstats.com/signature/user_117365.gif
Karl Herrenruhe
2012-11-29 00:08:20 UTC
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"André Grafe" schrieb
Das 2+2=4 ist musste wohl jeder irgendwann mal auswendig lernen
Naja, die Wessis lernen da eben jeder was anderes, deswegen sind das auch
alle Individualisten.
k***@front.ru
2012-11-29 03:55:01 UTC
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Post by Karl Herrenruhe
"André Grafe" schrieb
Das 2+2=4 ist musste wohl jeder irgendwann mal auswendig lernen
Naja, die Wessis lernen da eben jeder was anderes, deswegen sind das auch
alle Individualisten.
Genau, jetzt kommen wir der Sache näher.
--
Irgendwann emulieren wir euch alle.
René
2012-11-29 01:37:08 UTC
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Post by André Grafe
Also stures Auswendiglernen nach Schema F habe ich an meiner POS
eigentlich nur in einem Fach erlebt, in Stabü
Und Chemie, und Bio, und Physik, und Russisch, und Englisch, und so
weiter… ihr sollt das Denken gefälligst den Pferden überlassen, die
hamm'nen größer'n Kopp! Das war alles Paukerei, nix "mit dem Schüler
zusammen den Stoff entwickeln" oder mal ne Frage stellen. Vorrattern,
nachlesen, wiederholen.
André Grafe
2012-11-29 02:17:37 UTC
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Post by René
Post by André Grafe
Also stures Auswendiglernen nach Schema F habe ich an meiner POS
eigentlich nur in einem Fach erlebt, in Stabü
Und Chemie, und Bio, und Physik, und Russisch, und Englisch, und so
weiter… ihr sollt das Denken gefälligst den Pferden überlassen, die
hamm'nen größer'n Kopp! Das war alles Paukerei, nix "mit dem Schüler
zusammen den Stoff entwickeln" oder mal ne Frage stellen. Vorrattern,
nachlesen, wiederholen.
Also mal ehrlich, Du musst echt eine seltsame Schule besucht haben,
lauter unfähige Lehrer, das kann ich einfach nicht glauben. Meine
Erfahrungen an der POS waren absolut anders. Gut, in Russisch und
Englisch war natürlich Vokabeln pauken ganz normal, aber wie willst Du
bitteschön sonst eine Fremdsprache unterrichten? Du kannst nicht einfach
alle Schüler für ein Jahr nach Russland oder England schicken um dort
die Sprache unter Muttersprachlern im Alltag zu erlernen. Aber gerade in
den naturwissenschaftlichen Fächern gab es bei uns kein Auswendiglernen,
kein stumpfes Pauken, bei uns gab es fast keine Physik- oder
Chemiestunde ohne Experiment, ohne großen Versuchsaufbau, und selbst in
Bio wurde oft genug experimentiert. Ich denke da gerade an die
Umwandlung von Stärke in Zucker durch Speichel, oh man hatte ich einen
trockenen Mund, das ganze schöne Experiment war versaut weil ich zu
wenig Spucke hatte.Und nein, ich war auf keiner Spezialschule, ich war
auf einer stinknormalen POS, auf der 54.POS in Dresden, auf der
Canalettostraße.

In meinem Bekanntenkreis und auch unter meinen Verwandten gibt es einige
Lehrer, mit DDR-Ausbildung, und die beste Freundin meiner Schwester ist
Lehrerin mit BRD-Ausbildung, ich habe mir von beiden Seiten die
Ausbildung genau beschreiben lassen, also da war die DDR-Ausbildung aber
echt um Klassen besser. So unfähige Lehrer wie sie im Westen an der
Tagesordnung sind waren in der DDR einfach undenkbar. Nicht umsonst
reißen sich die Schulen in den gebrauchten Bundesländern um Lehrer mit
DDR-Ausbildung, als meine Cousine von ihrer Schule in Ostberlin weg
wollte und ihre Fühler in den Westteil Berlins ausstreckte wurde sie mit
lukrativen Angeboten überhäuft, sie hat sich dann das beste ausgesucht.

André
--
André Grafe
01239Dresden 51°00'27.10 N 13°47'43.02 E
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k***@front.ru
2012-11-29 03:58:53 UTC
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Post by René
Post by André Grafe
Also stures Auswendiglernen nach Schema F habe ich an meiner POS
eigentlich nur in einem Fach erlebt, in Stabü
Und Chemie, und Bio, und Physik, und Russisch, und Englisch, und so
weiter… ihr sollt das Denken gefälligst den Pferden überlassen, die
hamm'nen größer'n Kopp! Das war alles Paukerei, nix "mit dem Schüler
zusammen den Stoff entwickeln" oder mal ne Frage stellen. Vorrattern,
nachlesen, wiederholen.
Hä In Chemie und Physik hast du auswendig lernen müssen??
Du musst woanders in die schule gegangen sein.
Vor allem dann solche Fragestellung wie:
Schildern sie das Induktionsprinzip mit eigenen Worten und bringen
Beispiele dafür wo es angewandt wird.
MfG
--
Irgendwann emulieren wir euch alle.
Torsten Mueller
2012-11-29 06:33:29 UTC
Permalink
Post by René
Post by André Grafe
Also stures Auswendiglernen nach Schema F habe ich an meiner POS
eigentlich nur in einem Fach erlebt, in Stabü
Und Chemie, und Bio, und Physik, und Russisch, und Englisch, und so
weiter… ihr sollt das Denken gefälligst den Pferden überlassen, die
hamm'nen größer'n Kopp! Das war alles Paukerei, nix "mit dem Schüler
zusammen den Stoff entwickeln" oder mal ne Frage stellen. Vorrattern,
nachlesen, wiederholen.
Das seh ich überhaupt nicht so. Gerade in den Naturwissenschaften nicht.
Es wird allerdings Unterschiede von Lehrer zu Lehrer, von Schule zu
Schule, übrigens auch sehr von Klasse zu Klasse gegeben haben. Man kann
als Lehrer schlicht nicht mit jeder Klasse alles machen.

T.M.
Vinzent Höfler
2012-11-29 07:04:28 UTC
Permalink
Post by René
Und Chemie, und Bio, und Physik, und
Russisch, und Englisch, und so weiter… ihr
sollt das Denken gefälligst den Pferden
überlassen, die hamm'nen größer'n Kopp! Das
war alles Paukerei, nix "mit dem Schüler
zusammen den Stoff entwickeln" oder mal ne
Frage stellen. Vorrattern, nachlesen,
wiederholen.
Kann ich nicht bestätigen.


Vinzent.
Boris Gerlach
2012-11-29 05:02:59 UTC
Permalink
On 11/29/12 00:37, André Grafe wrote:


[...]
Post by André Grafe
Nun, wenn ich mir so ansehe was meine Nichten und Neffen so auf dem
Gymnasium alles nicht lernen, dann lobe ich mir meine gute alte POS.
Nichten und Neffen? Eigene Brut haste nicht? Das ist nochmal was
anderes. Und mein Nachbar 75 betont immer was er in 4 Jahren Dorfschule
alles so gelernt hat. Fakt ist er hat tatsaechlich ne schoenere
Schreibschrift als ich. Frueher war alles besser.
Post by André Grafe
Also stures Auswendiglernen nach Schema F habe ich an meiner POS
eigentlich nur in einem Fach erlebt, in Stabü, und da ist es heute in
Reli/Ethik/LER nicht anders.
Sehe ich nicht so. Erstens sind diese Faecher in vielen Bundeslaendern
Wahlpflichtfaecher und zweitens, wer will Dir dort nun Schema F
einpauken?? Und mit welchen Machtmitteln? Es gibt keine.
Den Reli Unterricht macht hier teils der oertliche evang. Pfarrer.
Er muss sich allein in unserem kleinen Dorf mit 6 Konfessionen
rumaergern. Nicht die Atheisten und ungetauften Ossis wie wir oder
mit den Moslems sondern mit NeUapostolen, Jehovas Zeugen, Methodisten,
Katholen, Pietisten, und und und.
Wuerde der da Schema F vermitteln wollen wuerde er auf dem Dorfplatz
gelyncht und geteert und gefedert werden. Der muss gaaaanz vorsichtig
sein.
Post by André Grafe
Ich habe auf der POS vor allem zwei Sachen
gelernt, erstens das Lernen, und zweitens das Denken in Zusammenhängen.
Und genau das glaube ich Dir nicht.
Post by André Grafe
Und natürlich habe ich auf der POS viele Grundlagen erhalten, auf denen
ich dann im späteren Leben spielend aufbauen konnte. Natürlich gab es
auch in einigen anderen Fächern außer Stabü Sachen die man einfach
auswendig lernen musste, aber das waren nur die allerwichtigsten
Grundlagen, die man einfach wissen musste. Das 2+2=4 ist musste wohl
jeder irgendwann mal auswendig lernen, das geht einfach nicht anders.
Ich habe die POS als eine engstirnige Zoeglingsanstalt erlebt
in der es drauf an kam das FDJ Hemd in den Hosenbund reinzustecken
damit die Pruefungsnoten besser wuerden. Staendige Gaengelung mit
ideologisierten Lehrern. Klippschule und soz, Katechismus.
Untertanen des soz. Regimes sollten gezuechtet werden.
Das ists was ich da als normalen Umgang dort gesehen habe.
Ich bin froh, dass meine Kinder hier in BaWue das Gymnasium besuchen
und zwar ohne sich vorher bei der Bundeswehr zu mehrjaehrigem
Kriegsdienst verpflichten zu muessen.

BGE
k***@front.ru
2012-11-29 03:53:32 UTC
Permalink
Post by René
Post by k***@front.ru
In der verdammten DDR war es jedem Dödel gestatte alles zu lernen.
Ah ah! Wie war das mit der Studienplatzvergabe gleich nochmal? Wer
durfte in der DDR studieren? Unter welchen Voraussetzungen?
wer das Abi hatte.
Es durfte nur nicht jeder alles studieren.
Meist wurde da nach Leistung gesiebt.
So was schreckliches gibt es ja heute nicht mehr. Da reicht die Brieftasche
vom Vati. nene ist schon klar.
Post by René
Post by k***@front.ru
Eventuell kämen die ( das doofe Volk ) auf die Idee so was wie 1989 auch
in der freiheitlichen Bundesrepublik durchzuziehen.
Im Westen ist nicht alles schlecht :P Zum Beispiel willst du doch
sicher nicht behaupten, dass das vereinte Deutschland heute noch
allzuviel mit der dumpfen Nachkriegs-BRD gemein hat?
Was hat das jetzt damit zu tun??
Selbst die doofe DDR war unter Honni völlig anders als unter dem
Spitzbart.
Post by René
Post by k***@front.ru
Es ist eigentlich auch völlig egal wie des DDR Bildungssystem war.
Ich habe diesen Thread nicht angeleiert, um das Bildungssystem der DDR
anzuprangern. Lesen, schreiben, rechnen, Bio und Chemie usw., und
nicht alles fuer bare Muenze zu nehmen, was einem Autoritaetsfiguren
verklickern wollen habe ich da durchaus gelernt. Letzteres war
allerdings vermutlich nicht beabsichtigt. Aber zur Formung der
allseits gebildeten sozialistischen Persoenlichkeit haette wohl mehr
gehoert, als das sture Auswendiglernen nach Schema Feist.
Ist das bei euch so gewesen.
Ich kann mich an stures auswendig lernen eigentlich nur an Deutsch erinnern.
( Die doofen Gedichte)
Post by René
Und zum westdeutschen bzw. heutigen bundesdeutschen Bildungssystem
habe ich mangels Wissen gleich gar keine Aussage gemacht.
Oh ich sehe hier auch nur Hessen Schuldorf.
Meine Enkel gehen da hin, da bekommt man schon ab und an einiges mit.
Reli ist wichtiger wie Physik. ist ja mal klar.
MfG
--
Irgendwann emulieren wir euch alle.
André Grafe
2012-11-28 23:25:57 UTC
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Post by k***@front.ru
Post by Martin Ebert
Post by Frank Stranach
"Martin Ebert" schrieb
Post by Martin Ebert
(man kann auch sagen gleichmacherische
Was soll da "gleichmacherisch" gewesen sein?
Die "Lehrplaene, die nur grobe Richtlinien sind? " gab es auch nicht,
es wurde detailliert vorgegeben und die Lehrbücher waren republikweit
einheitlich und das Material der Lehrer genau darauf abgestimmt.
Gleichmacherisch.
Natürlich.
Wen man das Überlegene westdeutsche dreistufige Bildungssystem betrachtet.
Da ist es eben nur einer kleinen ausgewählten Elite vorbehalten alles zu
wissen.
Proleten und anderer Abschaum werden klein gehalten. so was dient nun mal
der Sicherheit des Staates.
In der verdammten DDR war es jedem Dödel gestatte alles zu lernen. So was
muss im Interesse des Staates unterbunden werden. Wo kämen wir den Hin wen
jeder Pöbel sofort die Lügen der Regierung durchschauen würde.?
Eventuell kämen die ( das doofe Volk ) auf die Idee so was wie 1989 auch in
der freiheitlichen Bundesrepublik durchzuziehen.
( Gott bewahre uns)
Es ist eigentlich auch völlig egal wie des DDR Bildungssystem war.
§1: Alles was aus dem Osten kommt ist schlecht.
§2 : wen doch mal Abweichungen existieren, tritt automatisch §1 in Kraft .
Post by Martin Ebert
Der feige DDR-Bürger versteckt sich gern hinter einem imaginären "wir".
Wir sind das Volk schon Vergessen ( auch du hast gejubelt)
Nö, doch nicht Martin, der hat bei seiner Grenztruppe das große Zittern
bekommen, wegens die pöhse Konterrevolution. Und dann hat er das große
Zittern bekommen wegens seiner Arbeitsstelle, die ja nun nicht mehr
gebraucht wurde. Aber dann hat er recht bald gemerkt das er nur alles
genau andersherum machen muss wie bisher, außer das Arschkriechen, da
hat sich nix geändert, zum größten Teil waren es ja sogar die selben
Ärsche in die er kriechen musste, und schon war der geborene Opportunist
wieder ein gemachter Mann, der der richtigen Seilschaft angehörte. Ich
wette er hat in der Nacht vom 30.6.90 auf den 1.7.90 um Mitternacht ein
paar Knaller gezündet und mit billigem Schaumwein angestoßen.
Post by k***@front.ru
Post by Martin Ebert
Mt
André
--
André Grafe
01239Dresden 51°00'27.10 N 13°47'43.02 E
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Boris Gerlach
2012-11-29 04:38:37 UTC
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Post by k***@front.ru
Post by Martin Ebert
Post by Frank Stranach
"Martin Ebert" schrieb
Post by Martin Ebert
(man kann auch sagen gleichmacherische
Was soll da "gleichmacherisch" gewesen sein?
Die "Lehrplaene, die nur grobe Richtlinien sind? " gab es auch nicht,
es wurde detailliert vorgegeben und die Lehrbücher waren republikweit
einheitlich und das Material der Lehrer genau darauf abgestimmt.
Gleichmacherisch.
Natürlich.
Wen man das Überlegene westdeutsche dreistufige Bildungssystem betrachtet.
Da ist es eben nur einer kleinen ausgewählten Elite vorbehalten alles zu
wissen.
Ich find das Klasse. Jeder ist anders veranlagt.
Porsche zB. will keine Abiturienten am Band haben.
Die haun ja dann doch wieder ab und wir haben sie
umsonst angelernt. So hat Porsche eine Quote an allen
drei Schularten. 60% Gymmi, 20% Realschule 20% Hauptschule.
(Die Zahlen mussen nicht genau stimmen)
Post by k***@front.ru
Proleten und anderer Abschaum werden klein gehalten. so was dient nun mal
der Sicherheit des Staates.
Fast 50 % aller Schueler machen Abitur hier runten.
Wieviel war das in der DDR??? 5%? Und davon wieviel % NVA und Stasi
und Parteinachwuchs und sonstewas?
Im Gegenteil ich hab nie wieder einen Staat erlebt, der Bildung so als
politische Waffe gesehen haette wie die Zone. "Wenn Du nicht spurst,
darfst Du nicht studieren" oder "Sowas wie Sie wird hier nie studieren"
oder "Ein Soldat mit dieser Einstellung studiert nicht, dafuer sorge
ich persoenlich O-Ton." Major Jeserich. Solche Saetze hast Du also nie
gehoert? Na vielleicht warst Du ja bei Deiner geschliffenen
Ausdrucksweise der, der diese Saetze ausprechen durfte??
Post by k***@front.ru
In der verdammten DDR war es jedem Dödel gestatte alles zu lernen.
Dieser Satz ist unwahr und falsch.
Post by k***@front.ru
So was
muss im Interesse des Staates unterbunden werden. Wo kämen wir den Hin wen
jeder Pöbel sofort die Lügen der Regierung durchschauen würde.?
Genau das fand in der Zone statt. Du verdrehst also die Tatsachen voellig.
Post by k***@front.ru
Eventuell kämen die ( das doofe Volk ) auf die Idee so was wie 1989 auch in
der freiheitlichen Bundesrepublik durchzuziehen.
( Gott bewahre uns)
Es ist eigentlich auch völlig egal wie des DDR Bildungssystem war.
§1: Alles was aus dem Osten kommt ist schlecht.
§2 : wen doch mal Abweichungen existieren, tritt automatisch §1 in Kraft .
Dir ist nicht zu helfen.

BGE
k***@front.ru
2012-11-29 05:19:40 UTC
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Post by Boris Gerlach
Post by k***@front.ru
Post by Martin Ebert
Post by Frank Stranach
"Martin Ebert" schrieb
Post by Martin Ebert
(man kann auch sagen gleichmacherische
Was soll da "gleichmacherisch" gewesen sein?
Die "Lehrplaene, die nur grobe Richtlinien sind? " gab es auch nicht,
es wurde detailliert vorgegeben und die Lehrbücher waren republikweit
einheitlich und das Material der Lehrer genau darauf abgestimmt.
Gleichmacherisch.
Natürlich.
Wen man das Überlegene westdeutsche dreistufige Bildungssystem
betrachtet. Da ist es eben nur einer kleinen ausgewählten Elite
vorbehalten alles zu wissen.
Ich find das Klasse.
Das musst du nicht betonen, das hätten hier fast alle auch so geglaubt.
Post by Boris Gerlach
Jeder ist anders veranlagt.
Porsche zB. will keine Abiturienten am Band haben.
Die haun ja dann doch wieder ab und wir haben sie
umsonst angelernt. So hat Porsche eine Quote an allen
drei Schularten. 60% Gymmi, 20% Realschule 20% Hauptschule.
(Die Zahlen mussen nicht genau stimmen)
Post by k***@front.ru
Proleten und anderer Abschaum werden klein gehalten. so was dient nun
mal der Sicherheit des Staates.
Fast 50 % aller Schueler machen Abitur hier runten.
Wieviel war das in der DDR??? 5%? Und davon wieviel % NVA und Stasi
und Parteinachwuchs und sonstewas?
Im Gegenteil ich hab nie wieder einen Staat erlebt, der Bildung so als
politische Waffe gesehen haette wie die Zone. "Wenn Du nicht spurst,
darfst Du nicht studieren" oder "Sowas wie Sie wird hier nie studieren"
oder "Ein Soldat mit dieser Einstellung studiert nicht, dafuer sorge
ich persoenlich O-Ton." Major Jeserich. Solche Saetze hast Du also nie
gehoert? Na vielleicht warst Du ja bei Deiner geschliffenen
Ausdrucksweise der, der diese Saetze ausprechen durfte??
Ach und da hat man dich studieren lassen?
Irgendwas müssen die ja deiner Meinung nach falsch gemacht haben.
Post by Boris Gerlach
Post by k***@front.ru
In der verdammten DDR war es jedem Dödel gestatte alles zu lernen.
Dieser Satz ist unwahr und falsch.
Du musstest nur gut sein :)
Hehe ich denke du hast Abi und Studium gemacht in der DDR, stimmt das jetzt
nicht mehr oder alles Alptraum?
Post by Boris Gerlach
Post by k***@front.ru
So was
muss im Interesse des Staates unterbunden werden. Wo kämen wir den Hin
wen jeder Pöbel sofort die Lügen der Regierung durchschauen würde.?
Genau das fand in der Zone statt.
Nö, sonst wäre da niemand auf die Straße gegangen.
Niemand hätte nen Ausreiseantrag gestellt, und die Mauertoten hätte es auch
nicht gegeben.
Post by Boris Gerlach
Du verdrehst also die Tatsachen voellig.
Nö das findet jetzt und hier statt.
wen du das nicht merkst??
Post by Boris Gerlach
Post by k***@front.ru
Eventuell kämen die ( das doofe Volk ) auf die Idee so was wie 1989 auch
in der freiheitlichen Bundesrepublik durchzuziehen.
( Gott bewahre uns)
Es ist eigentlich auch völlig egal wie des DDR Bildungssystem war.
§1: Alles was aus dem Osten kommt ist schlecht.
§2 : wen doch mal Abweichungen existieren, tritt automatisch §1 in Kraft .
Dir ist nicht zu helfen.
BGE
Sag mal wirst du für so was bezahlt.
Ernsthaft kann das nicht sein.


gk
--
Irgendwann emulieren wir euch alle.
Boris Gerlach
2012-11-29 05:39:33 UTC
Permalink
Post by k***@front.ru
Post by Boris Gerlach
Post by k***@front.ru
Post by Martin Ebert
Post by Frank Stranach
"Martin Ebert" schrieb
Post by Martin Ebert
(man kann auch sagen gleichmacherische
Was soll da "gleichmacherisch" gewesen sein?
Die "Lehrplaene, die nur grobe Richtlinien sind? " gab es auch nicht,
es wurde detailliert vorgegeben und die Lehrbücher waren republikweit
einheitlich und das Material der Lehrer genau darauf abgestimmt.
Gleichmacherisch.
Natürlich.
Wen man das Überlegene westdeutsche dreistufige Bildungssystem
betrachtet. Da ist es eben nur einer kleinen ausgewählten Elite
vorbehalten alles zu wissen.
Ich find das Klasse.
Das musst du nicht betonen, das hätten hier fast alle auch so geglaubt.
Siehste, verlaessliche politische Einstellung.
Darauf kann man sich verlassen.
Post by k***@front.ru
Post by Boris Gerlach
Jeder ist anders veranlagt.
Porsche zB. will keine Abiturienten am Band haben.
Die haun ja dann doch wieder ab und wir haben sie
umsonst angelernt. So hat Porsche eine Quote an allen
drei Schularten. 60% Gymmi, 20% Realschule 20% Hauptschule.
(Die Zahlen mussen nicht genau stimmen)
Post by k***@front.ru
Proleten und anderer Abschaum werden klein gehalten. so was dient nun
mal der Sicherheit des Staates.
Fast 50 % aller Schueler machen Abitur hier runten.
Wieviel war das in der DDR??? 5%? Und davon wieviel % NVA und Stasi
und Parteinachwuchs und sonstewas?
Im Gegenteil ich hab nie wieder einen Staat erlebt, der Bildung so als
politische Waffe gesehen haette wie die Zone. "Wenn Du nicht spurst,
darfst Du nicht studieren" oder "Sowas wie Sie wird hier nie studieren"
oder "Ein Soldat mit dieser Einstellung studiert nicht, dafuer sorge
ich persoenlich O-Ton." Major Jeserich. Solche Saetze hast Du also nie
gehoert? Na vielleicht warst Du ja bei Deiner geschliffenen
Ausdrucksweise der, der diese Saetze ausprechen durfte??
Ach und da hat man dich studieren lassen?
Irgendwas müssen die ja deiner Meinung nach falsch gemacht haben.
Ja das hab ich hier schonmal erzaehlt wie das kam.
Stichpunkt Schluesseltechnologiekampagne und
katastrophaler Mangel an IT bzw Rechenknechten aka
HW und SW Ingenieuren. Da hatte sogar ich eine Chance
ein dreijaehrihges Fachschulstudium nach der Lehre
und der Armeezeit zu beginnen. Glueck gehabt, dass
da so ein Mangel herrschte. Da mussten se sogar auf mich
zurueckgreifen auch ohne Abitur.
uebrigens im Gegensatz zur POS war diese Fachschule in
Berlin, die dann waehrend meines Studiums zur Fachhochschule
wurde das ganze Gegenteil der POS. Da kamen Leute zusammen,
die Technik studierten. Da hielten sich die Politniks
auffallend zurueck.. Das war die Linie. Obwohl wir auch
Pol Oek hatten und rote Woche und und und. Aber das war
Mitte der 80er nur noch laecherlich.
Post by k***@front.ru
Post by Boris Gerlach
Post by k***@front.ru
In der verdammten DDR war es jedem Dödel gestatte
alles zu lernen.
Dieser Satz ist unwahr und falsch.
Du musstest nur gut sein :)
Nee, Du musstest einer von "denen" sein.
Post by k***@front.ru
Hehe ich denke du hast Abi und Studium gemacht in der DDR,
stimmt das jetzt nicht mehr oder alles Alptraum?
Abi nicht. Fachschule ja.
Post by k***@front.ru
Post by Boris Gerlach
Post by k***@front.ru
So was
muss im Interesse des Staates unterbunden werden.
Wo kämen wir den Hin wen jeder Pöbel sofort die Lügen der
Regierung durchschauen würde.?
Genau das fand in der Zone statt.
Nö, sonst wäre da niemand auf die Straße gegangen.
Niemand hätte nen Ausreiseantrag gestellt, und die Mauertoten
hätte es auch nicht gegeben.
Oh die ganz grosse Keule.
Und das alles wegen dem Bildungssystem?
Post by k***@front.ru
Post by Boris Gerlach
Du verdrehst also die Tatsachen voellig.
Nö das findet jetzt und hier statt.
wen du das nicht merkst??
Das findet hier nicht statt. Punkt.
Und das weisst Du.
Post by k***@front.ru
Sag mal wirst du für so was bezahlt.
Wir hatten doch schon rausgefunden, dass Du hier den 8-Groschen Jungen
gibst. Was soll also diese bloede Bemerkung, nur weil ich ne andere
Meinung habe als Du??

BGE
Vinzent Höfler
2012-11-29 07:08:23 UTC
Permalink
Post by Boris Gerlach
Porsche zB. will keine Abiturienten am Band
haben.
Die haun ja dann doch wieder ab und
werden Frisöse.


Vinzent.

Bernd Ullrich
2012-11-28 20:53:32 UTC
Permalink
"Martin Ebert
[...]
Post by Martin Ebert
Der feige DDR-Bürger versteckt sich gern hinter einem imaginären "wir".
Der feige BRD-Bürger versteckt sich gerne hinter einem "Ich und alle
anderen BRD Bürger diegenauso freiheitlich ticken"...
Dressur ist öffentlich

BU
Peter Veith
2012-11-28 21:18:20 UTC
Permalink
"Martin Ebert [...]
Post by Martin Ebert
Der feige DDR-Bürger versteckt sich gern hinter einem imaginären "wir".
Der feige BRD-Bürger versteckt sich gerne hinter einem "Ich und alle
anderen BRD Bürger diegenauso freiheitlich ticken"...
Dressur ist öffentlich
Mich verwundert der "wir"-Vorwurf. Wir :-D waren doch immer so feige und
haben das Wörtchen *man* verwendet ;)

Übrigens, m.W. wurde aus dem "anonymen" Behördenleiter erst in den
1930er Jahren *der* Polizeipräsident, der Minister etc., in dessen Namen
seine untergebenen stets nur schreiben. Ausgedrückt mit jenen "Im
Auftrag". Das Führer-Prinzip hat sich insoweit in der BRD erhalten.

Am "wir" hätte ich höchsten das "Pluralis Majestatis" bekrittelt, also
ggf. ein "Nicht in meinem Namen".

Veith
--
Geschichte(n), Strukturen & Bilder der LSK/LV
http://www.DDR-Luftwaffe.de
Frank Stranach
2012-11-28 22:27:31 UTC
Permalink
"Martin Ebert" schrieb
Post by Martin Ebert
Der feige DDR-Bürger versteckt sich gern hinter einem imaginären "wir".
Du beweist doch nur mal wider aufs neue, das Du ein völlig verblödetes
dummes Schwein bist!
Lesen Sie weiter auf narkive:
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