Discussion:
GPS-Empfänger in der DDR
Add Reply
Fritz
2019-04-29 16:10:59 UTC
Antworten
Permalink
Wurden in der DDR tatsächlich GPS Empfänger gebaut?
Wenn 'ja' wann?
Welche Geräte und wie hießen diese?
Gibt es Fotos davon?

Hier behauptet D.G. er hätte so etwas gebaut:

From: "Dieter Grosch" <***@t-online.de>
Newsgroups: de.sci.physik
Subject: Re: Sensation: Wir haben ein schwarzes Loch gefunden!
Date: Sun, 14 Apr 2019 16:01:51 +0200n
Doch, denn die Uhren Im Orbit gehen alle gleich und deshalb ist die
im
Signalcode enthaltene Zeit immer die des Satelliten und um die geht es.
Diese werden ausgewertete und relativ zu einander verglichen, und daraus
eine Entfernung berechnest und das kann man auch so machen indem man die
aus der eingegeben Position berechnen lässt (Eichung) und dann nur noch
die Triangulation vergleicht.
Man merkt Sie haben noch nie einen GPS-Empfänger selbst gebaut und
programmiert, was wir kurz vor der Wende mit dem U 880 gemacht haben.
Dieter Grosch www.grosch.homepage.t-online.de
--
Fritz
der Fasching ist nun leider vorbei - trotzdem ein kräftiges Lei Lei! ;-)
René Marquardt
2019-04-29 17:20:26 UTC
Antworten
Permalink
Post by Fritz
Wurden in der DDR tatsächlich GPS Empfänger gebaut?
Wenn 'ja' wann?
Welche Geräte und wie hießen diese?
Gibt es Fotos davon?
Halte ich for groben Unsinn. Siehe Geschichte der GPS-Technologie.
Uwe Schickedanz
2019-04-29 17:50:57 UTC
Antworten
Permalink
On Mon, 29 Apr 2019 10:20:26 -0700 (PDT), René Marquardt
Post by René Marquardt
Post by Fritz
Wurden in der DDR tatsächlich GPS Empfänger gebaut?
Wenn 'ja' wann?
Welche Geräte und wie hießen diese?
Gibt es Fotos davon?
Halte ich for groben Unsinn. Siehe Geschichte der GPS-Technologie.
Ich halte es zumindestens für denkbar.
Post by René Marquardt
In den Ausgaben 2/1993 - 4/1994 (6 Hefte) der "UKW-Berichte" (http://www.ukw-berichte.de/) wurde der Selbstbau eines GPS- & GLONASS-Empfängers beschrieben.
(https://www.mikrocontroller.net/topic/54343)

Das heißt, erstmal war es in den frühen 90ern machbar.

Was man in den 80ern gebraucht hätte, wäre eine Dokumentation der
Signale, eine Antenne und einen Computer, der die Signale auswertet.

Das zu verwirklichen, halte ich für prinzipiell machbar und ein
8-bit-Computer langt völlig.
Man muß sich allerdings von der Idee lösen, das man das Ding
herumtragen kann und es wie ein heutiges Navi oder Handy die Position
in Echtzeit auf einer digitalen Karte anzeigt.



Gruß Uwe
--
"Freiheit nur für die Anhänger der Regierung, nur für Mitglieder
einer Partei - mögen sie noch so zahlreich sein - ist keine Freiheit.
Freiheit ist immer nur Freiheit des anders Denkenden."
=== http://www.sicherheitslampe.de ===
gunter Kühne
2019-04-30 05:58:23 UTC
Antworten
Permalink
Post by Uwe Schickedanz
On Mon, 29 Apr 2019 10:20:26 -0700 (PDT), René Marquardt
Post by René Marquardt
Post by Fritz
Wurden in der DDR tatsächlich GPS Empfänger gebaut?
Wenn 'ja' wann?
Welche Geräte und wie hießen diese?
Gibt es Fotos davon?
Halte ich for groben Unsinn. Siehe Geschichte der GPS-Technologie.
Ich halte es zumindestens für denkbar.
Post by René Marquardt
In den Ausgaben 2/1993 - 4/1994 (6 Hefte) der "UKW-Berichte" (http://www.ukw-berichte.de/) wurde der Selbstbau eines GPS- & GLONASS-Empfängers beschrieben.
(https://www.mikrocontroller.net/topic/54343)
Das heißt, erstmal war es in den frühen 90ern machbar.
Was man in den 80ern gebraucht hätte, wäre eine Dokumentation der
Signale, eine Antenne und einen Computer, der die Signale auswertet.
Das zu verwirklichen, halte ich für prinzipiell machbar und ein
8-bit-Computer langt völlig.
Man muß sich allerdings von der Idee lösen, das man das Ding
herumtragen kann und es wie ein heutiges Navi oder Handy die Position
in Echtzeit auf einer digitalen Karte anzeigt.
Gruß Uwe
Naja mit einem heutigen Navi ist das wahrlich nicht zu vergleichen.
Aber die Signale auswerten und nutzen schon.
Wen ich mich recht erinnere, hatten 1988 die Russen schon Testsateliten
zu Glosnass als Kosmos xyz am Start.

Genaueres müsste man hier erfahren:
http://dl0tud.tu-dresden.de/
Dort nach DM3ML Fragen.
Wen einer genau Bescheid weiß, dann Eike.
--
Kleinmut und Stolz, aus diesem Holz
Schuf der Mensch sich am sechsten Tag Gott.
Ronald Konschak
2019-04-30 12:36:20 UTC
Antworten
Permalink
Post by gunter Kühne
http://dl0tud.tu-dresden.de/
Dort nach DM3ML Fragen.
Wen einer genau Bescheid weiß, dann Eike.
Wird schwierig. Der ist seit sieben Jahren tot.

Ronald.
--
"Ich mag's nicht, wenn Leute Denkschwäche für Ich-Stärke ausgeben. Schreibt
euch den auf, der ist gut!"
Lisa Fitz, Kabarettistin
gunter Kühne
2019-04-30 20:35:46 UTC
Antworten
Permalink
Post by Ronald Konschak
Post by gunter Kühne
http://dl0tud.tu-dresden.de/
Dort nach DM3ML Fragen.
Wen einer genau Bescheid weiß, dann Eike.
Wird schwierig. Der ist seit sieben Jahren tot.
Ronald.
Ach du sch..
Wusste ich nicht.
Naja die Einschläge kommen immer Näher.
Chr. Maercker
2019-04-30 10:59:56 UTC
Antworten
Permalink
Uwe Schickedanz wrote:
[Wurden in der DDR tatsächlich GPS Empfänger gebaut?]

Wenn überhaupt, dann nur Labormuster bzw. Amateurgeräte.
Post by Uwe Schickedanz
Post by René Marquardt
Halte ich for groben Unsinn. Siehe Geschichte der GPS-Technologie.
Ich halte es zumindestens für denkbar.
Was man in den 80ern gebraucht hätte, wäre eine Dokumentation der
Signale, eine Antenne und einen Computer, der die Signale auswertet.
Knackpunkt dürfte in der DDR Gigahertztechnik gewesen sein. Damals war
die noch einigermaßen schwer beherrschbar und Bauelemente waren rar +
teuer(st).
Die zweite Frage ist, ab wann die Amis die zivile Version des GPS offen
gelegt haben.
Post by Uwe Schickedanz
Das zu verwirklichen, halte ich für prinzipiell machbar und ein
8-bit-Computer langt völlig.
ACK, eine Auswertung der Signale mittels Z80-basierendem Controller
halte ich indes für möglich, das System ist so genial, dass Zilog es
heute noch anbietet. Vor wenigen Jahren fand ich jedenfalls noch Doku
zum Z80 bei <http://www.zilog.com>.
Post by Uwe Schickedanz
Man muß sich allerdings von der Idee lösen, das man das Ding
herumtragen kann und es wie ein heutiges Navi oder Handy die Position
in Echtzeit auf einer digitalen Karte anzeigt.
Ein Z80-Controller passt gut in eine Aktentasche, bei einem GHz-Rx mit
damaliger Technik hätte ich gewisse Zweifel. ;-)
--
CU Chr. Maercker.
Frank Hucklenbroich
2019-04-30 13:31:43 UTC
Antworten
Permalink
Post by Chr. Maercker
[Wurden in der DDR tatsächlich GPS Empfänger gebaut?]
Wenn überhaupt, dann nur Labormuster bzw. Amateurgeräte.
Post by Uwe Schickedanz
Post by René Marquardt
Halte ich for groben Unsinn. Siehe Geschichte der GPS-Technologie.
Ich halte es zumindestens für denkbar.
Was man in den 80ern gebraucht hätte, wäre eine Dokumentation der
Signale, eine Antenne und einen Computer, der die Signale auswertet.
Knackpunkt dürfte in der DDR Gigahertztechnik gewesen sein. Damals war
die noch einigermaßen schwer beherrschbar und Bauelemente waren rar +
teuer(st).
Die zweite Frage ist, ab wann die Amis die zivile Version des GPS offen
gelegt haben.
Die ersten Navis fürs Auto kamen 1994 im 750er BMW auf den Markt, das war
"Carin" von Philips. Ich hatte das ab 1995/1996 in meinem Auto (kein 750er
BMW), da gab es das schon als Einbausatz (Gerät im Kofferraum, Bildschirm
am Armaturenbrett).

Also muß GPS schon 1994 als Zivilversion offen gewesen sein, wenn auch mit
minderer Genauigkeit (die genaue Version wurde erst einige Jahre später
zivil freigeschaltet).

Grüße,

Frank
Fritz
2019-04-30 13:50:55 UTC
Antworten
Permalink
Post by Frank Hucklenbroich
Post by Chr. Maercker
[Wurden in der DDR tatsächlich GPS Empfänger gebaut?]
Wenn überhaupt, dann nur Labormuster bzw. Amateurgeräte.
Post by Uwe Schickedanz
Post by René Marquardt
Halte ich for groben Unsinn. Siehe Geschichte der GPS-Technologie.
Ich halte es zumindestens für denkbar.
Was man in den 80ern gebraucht hätte, wäre eine Dokumentation der
Signale, eine Antenne und einen Computer, der die Signale auswertet.
Knackpunkt dürfte in der DDR Gigahertztechnik gewesen sein. Damals war
die noch einigermaßen schwer beherrschbar und Bauelemente waren rar +
teuer(st).
Die zweite Frage ist, ab wann die Amis die zivile Version des GPS offen
gelegt haben.
Die ersten Navis fürs Auto kamen 1994 im 750er BMW auf den Markt, das war
"Carin" von Philips. Ich hatte das ab 1995/1996 in meinem Auto (kein 750er
BMW), da gab es das schon als Einbausatz (Gerät im Kofferraum, Bildschirm
am Armaturenbrett).
Also muß GPS schon 1994 als Zivilversion offen gewesen sein, wenn auch mit
minderer Genauigkeit (die genaue Version wurde erst einige Jahre später
zivil freigeschaltet).
Wie sah dies zum Zeitpunkt der Wende Ende 1989 aus?

Kann es sein dass jemand vor der Wende fähig war so einen
funktionstüchtigen GPS Empfänger zu bauen?

From: "Dieter Grosch" <***@t-online.de>
Newsgroups: de.sci.physik
Subject: Re: Sensation: Wir haben ein schwarzes Loch gefunden!
Date: Sun, 14 Apr 2019 16:01:51 +0200n
Post by Frank Hucklenbroich
Doch, denn die Uhren Im Orbit gehen alle gleich und deshalb ist die
im
Signalcode enthaltene Zeit immer die des Satelliten und um die geht es.
Diese werden ausgewertete und relativ zu einander verglichen, und daraus
eine Entfernung berechnest und das kann man auch so machen indem man die
aus der eingegeben Position berechnen lässt (Eichung) und dann nur noch
die Triangulation vergleicht.
Man merkt Sie haben noch nie einen GPS-Empfänger selbst gebaut und
programmiert, was wir kurz vor der Wende mit dem U 880 gemacht haben.
Dieter Grosch www.grosch.homepage.t-online.de
--
Fritz
der Fasching ist nun leider vorbei - trotzdem ein kräftiges Lei Lei! ;-)
Frank Hucklenbroich
2019-04-30 14:05:14 UTC
Antworten
Permalink
Post by Fritz
Post by Frank Hucklenbroich
Post by Chr. Maercker
[Wurden in der DDR tatsächlich GPS Empfänger gebaut?]
Wenn überhaupt, dann nur Labormuster bzw. Amateurgeräte.
Post by Uwe Schickedanz
Post by René Marquardt
Halte ich for groben Unsinn. Siehe Geschichte der GPS-Technologie.
Ich halte es zumindestens für denkbar.
Was man in den 80ern gebraucht hätte, wäre eine Dokumentation der
Signale, eine Antenne und einen Computer, der die Signale auswertet.
Knackpunkt dürfte in der DDR Gigahertztechnik gewesen sein. Damals war
die noch einigermaßen schwer beherrschbar und Bauelemente waren rar +
teuer(st).
Die zweite Frage ist, ab wann die Amis die zivile Version des GPS offen
gelegt haben.
Die ersten Navis fürs Auto kamen 1994 im 750er BMW auf den Markt, das war
"Carin" von Philips. Ich hatte das ab 1995/1996 in meinem Auto (kein 750er
BMW), da gab es das schon als Einbausatz (Gerät im Kofferraum, Bildschirm
am Armaturenbrett).
Also muß GPS schon 1994 als Zivilversion offen gewesen sein, wenn auch mit
minderer Genauigkeit (die genaue Version wurde erst einige Jahre später
zivil freigeschaltet).
Wie sah dies zum Zeitpunkt der Wende Ende 1989 aus?
Kann es sein dass jemand vor der Wende fähig war so einen
funktionstüchtigen GPS Empfänger zu bauen?
Ich bezweifle das. Siehe:

https://en.wikipedia.org/wiki/GPS_navigation_device

Zitat:

"This new availability of the US military GPS system for civilian use
required a certain technical collaboration with the private sector for some
time, before it could become a commercial reality. In 1989, Magellan
Navigation Inc. unveiled its Magellan NAV 1000, the world’s first
commercial handheld GPS receiver."


Das liest sich für mich so, als wenn das US-Militär da mitspielen musste,
damit zivile GPS-Empfänger entwickelt werden konnten. Vermutlich ist damit
der Signalcode gemeint. Wie soll den jemand ohne Hilfe des Militärs
entschlüsseln?

Ein einzelner Nerd am Rechner hätte das wohl nicht leisten können.
Wohlgemerkt, stand 1989. Weder in der DDR, noch in der BRD.

Grüße,

Frank
Lars Gebauer
2019-04-30 15:20:23 UTC
Antworten
Permalink
Post by Frank Hucklenbroich
Post by Fritz
Kann es sein dass jemand vor der Wende fähig war so einen
funktionstüchtigen GPS Empfänger zu bauen?
https://en.wikipedia.org/wiki/GPS_navigation_device
"This new availability of the US military GPS system for civilian use
required a certain technical collaboration with the private sector for some
time, before it could become a commercial reality. In 1989, Magellan
Navigation Inc. unveiled its Magellan NAV 1000, the world’s first
commercial handheld GPS receiver."
Das liest sich für mich so, als wenn das US-Militär da mitspielen musste,
damit zivile GPS-Empfänger entwickelt werden konnten. Vermutlich ist damit
der Signalcode gemeint. Wie soll den jemand ohne Hilfe des Militärs
entschlüsseln?
KGB, GRU? - Ich weiß es nicht aber es würde mich gar nicht weiter
wundern. - Daß die Amerikaner da irgendwas basteln, dürfte denen
aufgefallen sein. Und dann werden die sich auch bemüht haben
herauszufinden, was das wohl Schönes werden soll.
Frank Hucklenbroich
2019-05-02 11:19:44 UTC
Antworten
Permalink
Post by Lars Gebauer
Post by Frank Hucklenbroich
Post by Fritz
Kann es sein dass jemand vor der Wende fähig war so einen
funktionstüchtigen GPS Empfänger zu bauen?
https://en.wikipedia.org/wiki/GPS_navigation_device
"This new availability of the US military GPS system for civilian use
required a certain technical collaboration with the private sector for some
time, before it could become a commercial reality. In 1989, Magellan
Navigation Inc. unveiled its Magellan NAV 1000, the world’s first
commercial handheld GPS receiver."
Das liest sich für mich so, als wenn das US-Militär da mitspielen musste,
damit zivile GPS-Empfänger entwickelt werden konnten. Vermutlich ist damit
der Signalcode gemeint. Wie soll den jemand ohne Hilfe des Militärs
entschlüsseln?
KGB, GRU? - Ich weiß es nicht aber es würde mich gar nicht weiter
wundern. -
Die bestimmt, ich hatte den Tread aber eher so verstanden, daß auch
"normale" Nerds sowas bauen konnten.

Und die dürften nicht an die Codes herangekommen sein, um die Signale zu
dekodieren.

Grüße,

Frank
Paul
2019-05-02 14:47:06 UTC
Antworten
Permalink
Post by Frank Hucklenbroich
Post by Lars Gebauer
Post by Frank Hucklenbroich
Post by Fritz
Kann es sein dass jemand vor der Wende fähig war so einen
funktionstüchtigen GPS Empfänger zu bauen?
https://en.wikipedia.org/wiki/GPS_navigation_device
"This new availability of the US military GPS system for civilian use
required a certain technical collaboration with the private sector for some
time, before it could become a commercial reality. In 1989, Magellan
Navigation Inc. unveiled its Magellan NAV 1000, the world’s first
commercial handheld GPS receiver."
Das liest sich für mich so, als wenn das US-Militär da mitspielen musste,
damit zivile GPS-Empfänger entwickelt werden konnten. Vermutlich ist damit
der Signalcode gemeint. Wie soll den jemand ohne Hilfe des Militärs
entschlüsseln?
KGB, GRU? - Ich weiß es nicht aber es würde mich gar nicht weiter
wundern. -
Die bestimmt, ich hatte den Tread aber eher so verstanden, daß auch
"normale" Nerds sowas bauen konnten.
Und die dürften nicht an die Codes herangekommen sein, um die Signale zu
dekodieren.
Grüße,
Frank
Die Sache ist die das ein allseits bekannter Crackpott in de.sci.physik
behauptet hat das unter seiner Leitung im VEB Addinol in Lützkendorf
1988/89 ein GPS-Gerät gebaut wurde. Und das das funktioniert hatte. Er
will damit belegen das er das Prinzip von GPS vollständig verstanden
hätte, was er aber nachweislich noch nicht mal im Ansatz hat. Und vor
allem soll das damals ganz offiziell entwickelt und gebaut worden sein,
nicht als Privatprojekt von findigen Bastlern. Aber ohne genaue
Spezifikationen hätte damals wohl niemand in der DDR auch nur den Hauch
einer Chance gehabt die extrem schwachen Signale der GPS-Satelliten auch
nur zu empfangen. Selbst wenn die Codes zur Verfügung gestanden hätten,
hätten die nichts genutzt. Der Empfang der GPS-Signale ist keineswegs
trivial, auch mit heutiger Technik.

Paule
--
Eine richtig gute Anti-Malware-Lösung?
30 Tage kostenlos und ohne Risiko testen?
https://www.emsisoft.com/de/software/antimalware/?id=5716961
Florian Ritter
2019-05-02 18:23:07 UTC
Antworten
Permalink
Post by Paul
Post by Frank Hucklenbroich
Post by Lars Gebauer
KGB, GRU? - Ich weiß es nicht aber es würde mich gar nicht weiter
wundern. -
Die bestimmt, ich hatte den Tread aber eher so verstanden, daß auch
"normale" Nerds sowas bauen konnten.
Und die dürften nicht an die Codes herangekommen sein, um die Signale zu
dekodieren.
Die Sache ist die das ein allseits bekannter Crackpott in de.sci.physik
behauptet hat das unter seiner Leitung im VEB Addinol in Lützkendorf
Die Bude hieß Mineralölwerk, Addinol war Produktname.
Post by Paul
1988/89 ein GPS-Gerät gebaut wurde. Und das das funktioniert hatte.
Ausgerechnet in einer Schmierstoffbude? 'sch gloob's glei - FR

FR
Paul
2019-05-02 19:07:51 UTC
Antworten
Permalink
Post by Florian Ritter
Post by Paul
Post by Frank Hucklenbroich
Post by Lars Gebauer
KGB, GRU? - Ich weiß es nicht aber es würde mich gar nicht weiter
wundern. -
Die bestimmt, ich hatte den Tread aber eher so verstanden, daß auch
"normale" Nerds sowas bauen konnten.
Und die dürften nicht an die Codes herangekommen sein, um die Signale zu
dekodieren.
Die Sache ist die das ein allseits bekannter Crackpott in de.sci.physik
behauptet hat das unter seiner Leitung im VEB Addinol in Lützkendorf
Die Bude hieß Mineralölwerk, Addinol war Produktname.
Hast ja recht.
Post by Florian Ritter
Post by Paul
1988/89 ein GPS-Gerät gebaut wurde. Und das das funktioniert hatte.
Ausgerechnet in einer Schmierstoffbude? 'sch gloob's glei - FR
Eben, die hatten da in Lützkendorf sicher eine kompetente
BMSR-Abteilung, und die haben auch sicher einige sehr interessante
Geräte gebaut und entwickelt, aber ganz sicher nur welche die im
weitesten Sinne in der Produktion oder in der Entwicklung der Produkte
benötigt wurden. Da wurde dann auch gerne mal das Fahrrad zum 5. Mal neu
erfunden, warum auch nicht wenn man dadurch Devisen sparen konnte oder
ein Embargo umgehen? Nur wozu verdammt noch mal sollte man in einer
Schmierstoffbude einen GPS-Empfänger benötigen? Dafür hat ganz sicher
niemand irgendwelche Mittel locker gemacht.

Paule
--
Eine richtig gute Anti-Malware-Lösung?
30 Tage kostenlos und ohne Risiko testen?
https://www.emsisoft.com/de/software/antimalware/?id=5716961
gunter Kühne
2019-05-02 19:52:23 UTC
Antworten
Permalink
Post by Paul
Post by Florian Ritter
Post by Paul
Post by Frank Hucklenbroich
Post by Lars Gebauer
KGB, GRU? - Ich weiß es nicht aber es würde mich gar nicht weiter
wundern. -
Die bestimmt, ich hatte den Tread aber eher so verstanden, daß auch
"normale" Nerds sowas bauen konnten.
Und die dürften nicht an die Codes herangekommen sein, um die Signale zu
dekodieren.
Die Sache ist die das ein allseits bekannter Crackpott in de.sci.physik
behauptet hat das unter seiner Leitung im VEB Addinol in Lützkendorf
Die Bude hieß Mineralölwerk, Addinol war Produktname.
Hast ja recht.
Post by Florian Ritter
Post by Paul
1988/89 ein GPS-Gerät gebaut wurde. Und das das funktioniert hatte.
Ausgerechnet in einer Schmierstoffbude? 'sch gloob's glei - FR
Eben, die hatten da in Lützkendorf sicher eine kompetente
BMSR-Abteilung, und die haben auch sicher einige sehr interessante
Geräte gebaut und entwickelt, aber ganz sicher nur welche die im
weitesten Sinne in der Produktion oder in der Entwicklung der Produkte
benötigt wurden. Da wurde dann auch gerne mal das Fahrrad zum 5. Mal neu
erfunden, warum auch nicht wenn man dadurch Devisen sparen konnte oder
ein Embargo umgehen? Nur wozu verdammt noch mal sollte man in einer
Schmierstoffbude einen GPS-Empfänger benötigen? Dafür hat ganz sicher
niemand irgendwelche Mittel locker gemacht.
Paule
Im letzten Punkt, nein ich gebe dir nicht gerne Recht, aber da. Es ist
Unlogisch.
Damit nicht DDR gemäß.
Martin Ebert
2019-05-03 02:30:31 UTC
Antworten
Permalink
Post by gunter Kühne
Post by Paul
Eben, die hatten da in Lützkendorf sicher
Im letzten Punkt, nein ich gebe dir nicht gerne Recht, aber da. Es
ist Unlogisch. Damit nicht DDR gemäß.
Pahhh - die DDR und Logik.

Ich sage nur Konsumgüterproduktion - wo war da denn bitte
eine Logik?

Natürlich ist vorstellbar, dass OTS im Mineralölwerk eine Ent-
wicklungsabteilung versteckte.

Ok, der Herr, der da gerade Einstein übertrumpfte, scheint mir
nun nicht der seriöseste Zeitzeuge zu sein. Von daher spricht
viel für das Reich der Märchen.

Ich warne aber davor, so etwas für nicht möglich zu halten:
Das war ja gerade der Trick. Es ist nicht ausgeschlossen.

Mt
Fritz
2019-05-03 07:18:02 UTC
Antworten
Permalink
Post by Martin Ebert
Post by gunter Kühne
Post by Paul
Eben, die hatten da in Lützkendorf sicher
Im letzten Punkt, nein ich gebe dir nicht gerne Recht, aber da. Es
ist Unlogisch. Damit nicht DDR gemäß.
Pahhh - die DDR und Logik.
Ich sage nur Konsumgüterproduktion - wo war da denn bitte
eine Logik?
Natürlich ist vorstellbar, dass OTS im Mineralölwerk eine Ent-
wicklungsabteilung versteckte.
Ok, der Herr, der da gerade Einstein übertrumpfte, scheint mir
nun nicht der seriöseste Zeitzeuge zu sein. Von daher spricht
viel für das Reich der Märchen.
Im Osten waren da immer 'Polit-Offiziere' mit im Team, die überwachten.

Kannte ich im Westen von den Russen bei Einschulung und Abnahme von
Maschinen die sie einkauften - zwei Techniker und ein 'Polit-Offizier'
der aufpasste und täglich berichtete.
Post by Martin Ebert
Das war ja gerade der Trick. Es ist nicht ausgeschlossen.
So gesehen wäre es möglich. Öl nur als Tarnung.
--
Fritz
der Fasching ist nun leider vorbei - trotzdem ein kräftiges Lei Lei! ;-)
Martin Ebert
2019-05-06 00:56:29 UTC
Antworten
Permalink
Post by Fritz
Pahhh - die DDR und Logik. Ich sage nur Konsumgüterproduktion - wo
war da denn bitte eine Logik?
Natürlich ist vorstellbar, dass OTS im Mineralölwerk eine Ent-
wicklungsabteilung versteckte.
Im Osten waren da immer 'Polit-Offiziere' mit im Team, die
überwachten.
Erzähl mir mal lieber nix vom Osten. - Ohne das Wollen der
DDR hätte es das Team gar nicht geben.
Post by Fritz
Kannte ich im Westen von den Russen bei Einschulung und Abnahme von
Maschinen die sie einkauften - zwei Techniker und ein
'Polit-Offizier' der aufpasste und täglich berichtete.
Kolja ist nochmal eine andere Baustelle.
Post by Fritz
Ich warne aber davor, so etwas für nicht möglich zu halten: Das war
ja gerade der Trick. Es ist nicht ausgeschlossen.
So gesehen wäre es möglich. Öl nur als Tarnung.
Wobei ich Lützgendorf nun auch nicht als so sehr wahrscheinlich
ansehe. Ich sage lediglich: In der DDR war vieles möglich.

Kurze Frage an Dich: Hast Du irgendwo den Nick AlterFritz?

Mt
gunter Kühne
2019-05-05 20:10:33 UTC
Antworten
Permalink
Post by Martin Ebert
Post by gunter Kühne
Post by Paul
Eben, die hatten da in Lützkendorf sicher
Im letzten Punkt, nein ich gebe dir nicht gerne Recht, aber da. Es
ist Unlogisch. Damit nicht DDR gemäß.
Pahhh - die DDR und Logik.
Ich sage nur Konsumgüterproduktion - wo war da denn bitte
eine Logik?
Naja Definiere Logik.
Einige haben genau darin Logik gesehen.
Post by Martin Ebert
Natürlich ist vorstellbar, dass OTS im Mineralölwerk eine Ent-
wicklungsabteilung versteckte.
Nja : Warschinlichkeit Ja : Nein
20: 80
Post by Martin Ebert
Ok, der Herr, der da gerade Einstein übertrumpfte, scheint mir
nun nicht der seriöseste Zeitzeuge zu sein. Von daher spricht
viel für das Reich der Märchen.
OK an Personen festgemacht.
Post by Martin Ebert
Das war ja gerade der Trick. Es ist nicht ausgeschlossen.
Nein 20 % das es stimmt.
Und da ich bissel Nachdenken durfte.
Fällt mir ein es gab in der J&T mal einen Artikel über Navigation und
das die DSR ihre schiffe nun mit Sattelitiennavigation aussattet.
War 1988 oder 89.
Waren die Dinger Eigebau DDR oder Import trotz Cocom??
Von Geräten wie Navis in PKW hat ja wohl keiner geredet.
Das das alles bissel Größer war, sehe ich als Logisch an.

Meine 3 ct dazu.
Martin Ebert
2019-05-06 00:51:54 UTC
Antworten
Permalink
Post by Martin Ebert
Natürlich ist vorstellbar, dass OTS im Mineralölwerk eine Ent-
wicklungsabteilung versteckte.
Nja : Warschinlichkeit Ja : Nein 20: 80
Würde ich auch so sehen.
Und da ich bissel Nachdenken durfte. Fällt mir ein es gab in der J&T
mal einen Artikel über Navigation und das die DSR ihre schiffe nun
mit Sattelitiennavigation aussattet. War 1988 oder 89.
Mag sein. Höre ich zum ersten Mal, wäre aber logisch.
Waren die Dinger Eigebau DDR oder Import trotz Cocom??
Da würde ich eher an die frühe GLONASS-Version denken wollen.
Genau das war doch auch das sowjetische Problem: Positions-
bestimmung bei Schiffen und U-Booten.

Mt
Bernd Ullrich
2019-05-06 04:53:33 UTC
Antworten
Permalink
Am 05.05.2019 um 22:10 schrieb gunter Kühne:

[...].
Post by gunter Kühne
Und da ich bissel Nachdenken durfte.
Fällt mir ein es gab in der J&T mal einen Artikel über Navigation und
das die DSR ihre schiffe nun mit Sattelitiennavigation aussattet.
War 1988 oder 89.
Waren die Dinger Eigebau DDR oder Import trotz Cocom??
Von Geräten wie Navis in PKW hat ja wohl keiner geredet.
Das das alles bissel Größer war, sehe ich als Logisch an.
Soll (Beschaffung) angeblich wie bei dieser Variante gewesen sein.
Nähere Kenntnisse habe ich aber nicht.
Ob nunr angedacht oder durchgeführt ist mir unklar.

http://www.interflug.biz/Atlantikfluege%20IL62.htm

KS
Frank Hucklenbroich
2019-05-06 09:28:54 UTC
Antworten
Permalink
Post by gunter Kühne
Fällt mir ein es gab in der J&T mal einen Artikel über Navigation und
das die DSR ihre schiffe nun mit Sattelitiennavigation aussattet.
War 1988 oder 89.
Evtl. haben die die älteren "Transit"-Satellitendaten verwendet?

http://www.wikiwand.com/de/Transit_(Satellitensystem)

Die konnten die Position nur zweidimensional bestimmen, also nicht die
Höhe. Was für ein Schiff ja ausreichend ist.

Ansonsten nutzen Schiffe oft das OMEGA-Verfahren zur Navigation, das lief
aber über Funkbaken und nicht per Satellit.

Grüße,

Frank
gunter Kühne
2019-05-02 19:50:28 UTC
Antworten
Permalink
Post by Paul
Post by Frank Hucklenbroich
Post by Lars Gebauer
Post by Frank Hucklenbroich
Post by Fritz
Kann es sein dass jemand vor der Wende fähig war so einen
funktionstüchtigen GPS Empfänger zu bauen?
https://en.wikipedia.org/wiki/GPS_navigation_device
"This new availability of the US military GPS system for civilian use
required a certain technical collaboration with the private sector for some
time, before it could become a commercial reality. In 1989, Magellan
Navigation Inc. unveiled its Magellan NAV 1000, the world’s first
commercial handheld GPS receiver."
Das liest sich für mich so, als wenn das US-Militär da mitspielen musste,
damit zivile GPS-Empfänger entwickelt werden konnten. Vermutlich ist damit
der Signalcode gemeint. Wie soll den jemand ohne Hilfe des Militärs
entschlüsseln?
KGB, GRU? - Ich weiß es nicht aber es würde mich gar nicht weiter
wundern. -
Die bestimmt, ich hatte den Tread aber eher so verstanden, daß auch
"normale" Nerds sowas bauen konnten.
Und die dürften nicht an die Codes herangekommen sein, um die Signale zu
dekodieren.
Grüße,
Frank
Die Sache ist die das ein allseits bekannter Crackpott in de.sci.physik
behauptet hat das unter seiner Leitung im VEB Addinol in Lützkendorf
1988/89 ein GPS-Gerät gebaut wurde.
Sorry, bei der Fa. würde selbst ich Zweifeln.

Und das das funktioniert hatte.  Er
Post by Paul
will damit belegen das er das Prinzip von GPS vollständig verstanden
hätte, was er aber nachweislich noch nicht mal im Ansatz hat. Und vor
allem soll das damals ganz offiziell entwickelt und gebaut worden sein,
nicht als Privatprojekt von findigen Bastlern. Aber ohne genaue
Spezifikationen hätte damals wohl niemand in der DDR auch nur den Hauch
einer Chance gehabt die extrem schwachen Signale der GPS-Satelliten auch
nur zu empfangen.
Das widerum bezweifle ich.

Siehe eben auch die Dinge die eben auch an der Station der TU Dresden
getätigt worden sind.


Selbst wenn die Codes zur Verfügung gestanden hätten,
Post by Paul
hätten die nichts genutzt. Der Empfang der GPS-Signale ist keineswegs
trivial, auch mit heutiger Technik.
Naja

Mein Tipp.
Mal suchen.
https://archiv.funkamateur.de/
Paul
2019-05-02 20:30:39 UTC
Antworten
Permalink
Post by gunter Kühne
Post by Paul
Post by Frank Hucklenbroich
Post by Lars Gebauer
Post by Frank Hucklenbroich
Post by Fritz
Kann es sein dass jemand vor der Wende fähig war so einen
funktionstüchtigen GPS Empfänger zu bauen?
https://en.wikipedia.org/wiki/GPS_navigation_device
"This new availability of the US military GPS system for civilian use
required a certain technical collaboration with the private sector for some
time, before it could become a commercial reality. In 1989, Magellan
Navigation Inc. unveiled its Magellan NAV 1000, the world’s first
commercial handheld GPS receiver."
Das liest sich für mich so, als wenn das US-Militär da mitspielen musste,
damit zivile GPS-Empfänger entwickelt werden konnten. Vermutlich ist damit
der Signalcode gemeint. Wie soll den jemand ohne Hilfe des Militärs
entschlüsseln?
KGB, GRU? - Ich weiß es nicht aber es würde mich gar nicht weiter
wundern. -
Die bestimmt, ich hatte den Tread aber eher so verstanden, daß auch
"normale" Nerds sowas bauen konnten.
Und die dürften nicht an die Codes herangekommen sein, um die Signale zu
dekodieren.
Grüße,
Frank
Die Sache ist die das ein allseits bekannter Crackpott in
de.sci.physik behauptet hat das unter seiner Leitung im VEB Addinol in
Lützkendorf 1988/89 ein GPS-Gerät gebaut wurde.
Sorry, bei der Fa. würde selbst ich Zweifeln.
 Und das das funktioniert hatte.  Er
Post by Paul
will damit belegen das er das Prinzip von GPS vollständig verstanden
hätte, was er aber nachweislich noch nicht mal im Ansatz hat. Und vor
allem soll das damals ganz offiziell entwickelt und gebaut worden
sein, nicht als Privatprojekt von findigen Bastlern. Aber ohne genaue
Spezifikationen hätte damals wohl niemand in der DDR auch nur den
Hauch einer Chance gehabt die extrem schwachen Signale der
GPS-Satelliten auch nur zu empfangen.
Das widerum bezweifle ich.
Siehe eben auch die Dinge die eben auch an der Station der TU Dresden
getätigt worden sind.
In der Mitte der 90er Jahre war im WDR-Computerclub eine Sendung über
GPS, und da sagte Wolfgang Rudolf, der größere und kräftigere der beiden
Wolfgangs, einiges zum Thema Empfang von GPS-Signalen. Die sind so
schwach die verschwinden eigentlich im atmosphärischen Rauschen, wenn Du
nicht die absolut genaue Frequenz und extrem steile Filter hast hast Du
keine Chance die zu entdecken. Das ist eine ganz andere Sache als der
Empfang von Satelliten-TV, da liegt bei der Signalstärke etwa ein Faktor
10-100 Tausend dazwischen.
Die haben in der Sendung auch mikroskopische Aufnahmen von
GPS-Patchantennen gezeigt. Das sind eigentlich Halbleiterchips. Die kann
kein Bastler im Hobbykeller herstellen.

Ich weiß, in der DDR-Chipproduktion sind mitunter seltsame Dinge
geschehen, da tauchten dann in den ungenutzten Randbereichen der Waver
recht komische Sachen auf. Aber Patchantennen brauchen auch eine relativ
große Fläche, damals wohl so rund 5 mal 5 cm.
Post by gunter Kühne
 Selbst wenn die Codes zur Verfügung gestanden hätten,
Post by Paul
hätten die nichts genutzt. Der Empfang der GPS-Signale ist keineswegs
trivial, auch mit heutiger Technik.
Naja
Reine GPS-Navis haben in der Regel Patchantennen, in Smartphones werden
gerne Helixantennen verbaut, die sind kleiner aber nicht so empfindlich.
Den Nachteil gleichen die Smartphones dadurch aus das sie quasi alle
Navigationssysteme abgreifen, auch GLONASS, GALILEO und Beidou. Dadurch
hast Du mehr hoch stehende Satelliten zur Verfügung, mit niedrig
stehenden Satelliten kommen Helixantennen nicht so gut zurecht, das ist
das Feld der Patchantennen.
Post by gunter Kühne
 Mein Tipp.
Mal suchen.
https://archiv.funkamateur.de/
Paule
--
Eine richtig gute Anti-Malware-Lösung?
30 Tage kostenlos und ohne Risiko testen?
https://www.emsisoft.com/de/software/antimalware/?id=5716961
René Marquardt
2019-05-02 22:18:43 UTC
Antworten
Permalink
Post by Paul
In der Mitte der 90er Jahre war im WDR-Computerclub eine Sendung über
GPS, und da sagte Wolfgang Rudolf, der größere und kräftigere der beiden
Wolfgangs, einiges zum Thema Empfang von GPS-Signalen. Die sind so
schwach die verschwinden eigentlich im atmosphärischen Rauschen, wenn Du
nicht die absolut genaue Frequenz und extrem steile Filter hast hast Du
keine Chance die zu entdecken. Das ist eine ganz andere Sache als der
Empfang von Satelliten-TV, da liegt bei der Signalstärke etwa ein Faktor
10-100 Tausend dazwischen.
Noch in Jahren nach der Jahrtausendwende reichte es schon, eine
mit dicht belaubten Baeumen berandete Landstrasse zu befahren, und
man verlor den Kontakt zu den Satelliten, und damals freute man sich
schon, wenn mal vier gleichzeitig zu sehen waren. Das war noch zu Zeiten
des II-Blocks und mit kommerziellen Geraeten, die SiRFstarII-Chipsets
verbaut hatten.
Die GPS-Satelliten sendet mit 27 Watt aus 20Tkm Entfernung, und die Signale
kommen auf der Erde mit -160dBW (decibel Watt) an. Hier dazu ein paar Gleichungen
und Rechensbeispiele:

https://www.e-education.psu.edu/geog862/node/1861
Post by Paul
Die haben in der Sendung auch mikroskopische Aufnahmen von
GPS-Patchantennen gezeigt. Das sind eigentlich Halbleiterchips. Die kann
kein Bastler im Hobbykeller herstellen.
Und die verschluesselten und kuenstlich ungenau gemachten Protokolle aufdroeseln...
Da kommt auch viel von Einstein, Planck und Heisenberg mit ins Spiel...

Dann, wie du ansprichst...
Post by Paul
Ich weiß, in der DDR-Chipproduktion sind mitunter seltsame Dinge
geschehen, da tauchten dann in den ungenutzten Randbereichen der Waver
recht komische Sachen auf. Aber Patchantennen brauchen auch eine relativ
große Fläche, damals wohl so rund 5 mal 5 cm.
... die Herstellung der physischen Komponenten, die man nicht mal eben so
aus dem Klotz feilt.
Post by Paul
Reine GPS-Navis haben in der Regel Patchantennen, in Smartphones werden
gerne Helixantennen verbaut, die sind kleiner aber nicht so empfindlich.
Den Nachteil gleichen die Smartphones dadurch aus das sie quasi alle
Navigationssysteme abgreifen, auch GLONASS, GALILEO und Beidou.
Der grosse Vorteil der Smartphones ist die permanente Datenanbindung,
wo sich das Chipset den aktuellen Satelliten-Almanach jederzeit in
kuerzester Zeit runterladen kann, statt erstmal einen Satelliten finden
zu muessen, den Almanach runterladen, und dann gucken, ob der Rest da ist,
wo sie sein sollen (GPS-Kaltstart).
Ach ja, und die Verbindung zu den Mobilfunktuermen ist natuerlich auch
sehr hilfreich bei der Ortsbestimmung. Die ganzen anderen GPS-Imitate
braucht man da gar nicht ;)
Martin Ebert
2019-05-03 02:47:41 UTC
Antworten
Permalink
Post by René Marquardt
Noch in Jahren nach der Jahrtausendwende reichte es schon, eine
mit dicht belaubten Baeumen berandete Landstrasse zu befahren, und
man verlor den Kontakt zu den Satelliten, und damals freute man sich
Das tut doch nichts zur Sache.

Wenn man (die DDR) so eine Sache experimentell untersucht, dann greift
man sich exakt einen Satelliten. Und schaut dann mal genauer, dass da
so gesendet wird.

MilND (also Verwaltung Aufklärung der NVA) hat von Dessau aus so
ziemlich alles abgegriffen, was möglich war: Deren 10-m-Schüssel
steht noch immer. Und die waren ziemlich stolz darauf - es gab
(oder gibt?) da eine recht kompetente WebSite.

Also ich gehe fest davon aus, dass die auch schauten, was die Amis
da mit GPS anstellten (und die Russen mit Glonass).

Die Frage ist eher, wie (und ob) der Herr Düsentrieb aus dem
Mineralölwerk eine Rolle spielte.

Zur Funkaufklärung der Verwaltung Aufklärung der NVA hier eine
(nicht soo gute) Einführung:
<http://www.militaermuseum-anhalt.de/index.php?option=com_content&view=article&id=57:chronik-der-funkaufklaerung-der-nva&catid=59:geschichtliches&Itemid=67>

Mt
René Marquardt
2019-05-03 11:49:00 UTC
Antworten
Permalink
Post by Martin Ebert
Post by René Marquardt
Noch in Jahren nach der Jahrtausendwende reichte es schon, eine
mit dicht belaubten Baeumen berandete Landstrasse zu befahren, und
man verlor den Kontakt zu den Satelliten, und damals freute man sich
Das tut doch nichts zur Sache.
Doch, tut es, naemlich die Tatsache, dass selbst mit offiziellem,
industriell hergestelltem Geraet das sehr, sehr (noch sechs mal "sehr" schreiben)
schwaechlich ankommende, sich kaum vom Hintergrundrauschen abhebende Signal,
das man ueberhaupt nur empfangen kann, wenn man genau weiss, aus welcher Richtung
und wann es mit der Kraft einer zehntelmillionstel Kerze strahlt,
leicht verloren gehen konnte, und das 20 Jahre NACHDEM der Typ behauptet hat,
dass sie in der DDR aus erhaeltlichen Komponenten was zusammengebastelt haetten.
Post by Martin Ebert
Wenn man (die DDR) so eine Sache experimentell untersucht, dann greift
man sich exakt einen Satelliten. Und schaut dann mal genauer, dass da
so gesendet wird.
Genau die Sache mit dem Signal greifen ist die Crux. Das greifst du nicht
einfach ab.
Post by Martin Ebert
Also ich gehe fest davon aus, dass die auch schauten, was die Amis
da mit GPS anstellten (und die Russen mit Glonass).
Ich gehe fest davon aus, dass sie noch nicht einmal was von GLONASS gehoert hatten.
Uwe Schickedanz
2019-05-03 13:10:30 UTC
Antworten
Permalink
On Fri, 3 May 2019 04:49:00 -0700 (PDT), René Marquardt
Post by René Marquardt
Post by Martin Ebert
Post by René Marquardt
Noch in Jahren nach der Jahrtausendwende reichte es schon, eine
mit dicht belaubten Baeumen berandete Landstrasse zu befahren, und
man verlor den Kontakt zu den Satelliten, und damals freute man sich
Das tut doch nichts zur Sache.
Doch, tut es, naemlich die Tatsache, dass selbst mit offiziellem,
industriell hergestelltem Geraet das sehr, sehr (noch sechs mal "sehr" schreiben)
schwaechlich ankommende, sich kaum vom Hintergrundrauschen abhebende Signal,
das man ueberhaupt nur empfangen kann, wenn man genau weiss, aus welcher Richtung
Beim GPS ist die Richtung mit 'oben' ausreichend beschrieben, man muß
die Antenne nicht nach einem bestimmten Satelliten ausrichten.
Außerdem sind die Bahnen der Satelliten bekannt.
Post by René Marquardt
und wann es mit der Kraft einer zehntelmillionstel Kerze strahlt,
leicht verloren gehen konnte, und das 20 Jahre NACHDEM der Typ behauptet hat,
dass sie in der DDR aus erhaeltlichen Komponenten was zusammengebastelt haetten.
Im übrigen ging es damals vermutlich nicht um mobile Navigation,
sondern um stationäre bzw. quasistationäre Machbarkeit unter
experimentellen Bedingungen.

Ich kann mich noch an die Mitte der 90er erinnern, da lag die
GPS-Vermessung noch in den Kinderschuhen. Eine Punktbestimmung
erforderte mehrstündiges Aufzeichnen, und anschließendes
Postprocessing. Dazu kosteten die Dinger ein mehrfaches dessen, was
heute dafür aufgerufen wirdm und das ist immer noch der Gegenwert
eines Mittelklassewagens.
Das hat dazu geführt, daß sich die Technik nur sehr langsam
durchsetzte, weil man mit terrestrischer Vermessung (Polygonzug mit
Tachymeter) schneller, genauer und billiger war.
Post by René Marquardt
Post by Martin Ebert
Wenn man (die DDR) so eine Sache experimentell untersucht, dann greift
man sich exakt einen Satelliten. Und schaut dann mal genauer, dass da
so gesendet wird.
Genau die Sache mit dem Signal greifen ist die Crux. Das greifst du nicht
einfach ab.
Post by Martin Ebert
Also ich gehe fest davon aus, dass die auch schauten, was die Amis
da mit GPS anstellten (und die Russen mit Glonass).
Ich gehe fest davon aus, dass sie noch nicht einmal was von GLONASS gehoert hatten.
Das hängt davon ab, _was_ das für Leute waren. Ich würde es für MfS
und Anhängsel nicht ausschließen.


Gruß Uwe
--
"Freiheit nur für die Anhänger der Regierung, nur für Mitglieder
einer Partei - mögen sie noch so zahlreich sein - ist keine Freiheit.
Freiheit ist immer nur Freiheit des anders Denkenden."
=== http://www.sicherheitslampe.de ===
Martin Ebert
2019-05-03 18:24:13 UTC
Antworten
Permalink
Post by René Marquardt
Post by Martin Ebert
Wenn man (die DDR) so eine Sache experimentell untersucht, dann
greift man sich exakt einen Satelliten. Und schaut dann mal
genauer, dass da so gesendet wird.
Genau die Sache mit dem Signal greifen ist die Crux. Das greifst du
nicht einfach ab.
Ich nicht. Aber die beiden genannten Truppen.
Post by René Marquardt
Post by Martin Ebert
Also ich gehe fest davon aus, dass die auch schauten, was die Amis
da mit GPS anstellten (und die Russen mit Glonass).
Ich gehe fest davon aus, dass sie noch nicht einmal was von GLONASS gehoert hatten.
Beide waren Geheimdienste. Das war deren Job.

Mt
Paul
2019-05-03 19:32:48 UTC
Antworten
Permalink
Post by Martin Ebert
Post by René Marquardt
Post by Martin Ebert
Wenn man (die DDR) so eine Sache experimentell untersucht, dann
greift man sich exakt einen Satelliten. Und schaut dann mal
genauer, dass da so gesendet wird.
Genau die Sache mit dem Signal greifen ist die Crux. Das greifst du
nicht einfach ab.
Ich nicht. Aber die beiden genannten Truppen.
Nein, die auch nicht. Wenn Du die genaue Frequenz nicht kennst kannst Du
das Signal nicht aus dem Rauschen herausfiltern. Selbst mit heutiger
Technik nicht. Das Signal ist schwächer als das Rauschen, da nützt Dir
auch eine große Antenne nichts.
Post by Martin Ebert
Post by René Marquardt
Post by Martin Ebert
Also ich gehe fest davon aus, dass die auch schauten, was die Amis
da mit GPS anstellten (und die Russen mit Glonass).
Ich gehe fest davon aus, dass sie noch nicht einmal was von GLONASS gehoert hatten.
Beide waren Geheimdienste. Das war deren Job.
Mt
Paule
--
Eine richtig gute Anti-Malware-Lösung?
30 Tage kostenlos und ohne Risiko testen?
https://www.emsisoft.com/de/software/antimalware/?id=5716961
Martin Ebert
2019-05-04 00:49:08 UTC
Antworten
Permalink
Post by Paul
Post by Martin Ebert
Post by René Marquardt
Genau die Sache mit dem Signal greifen ist die Crux. Das greifst du
nicht einfach ab.
Ich nicht. Aber die beiden genannten Truppen.
Nein, die auch nicht. Wenn Du die genaue Frequenz nicht kennst
Du hast es echt nicht verstanden:
Geheimdienst. Frequenz eruieren. Deren Job.
Post by Paul
Post by Martin Ebert
Post by René Marquardt
Post by Martin Ebert
Also ich gehe fest davon aus, dass die auch schauten, was die Amis
da mit GPS anstellten (und die Russen mit Glonass).
Ich gehe fest davon aus, dass sie noch nicht einmal was von GLONASS gehoert hatten.
MilND. Das war das DDR-Pendant zur GRU. Natürlich hatten die.
Denn sie hatten mit der GRU (übrigens funktionell eine Hauptver-
waltung des sowjetischen Generalstabs) genau den Partner.

Mt
Florian Ritter
2019-05-04 13:12:25 UTC
Antworten
Permalink
Post by Martin Ebert
Post by Paul
Post by Martin Ebert
Ich nicht. Aber die beiden genannten Truppen.
Nein, die auch nicht. Wenn Du die genaue Frequenz nicht kennst
Geheimdienst. Frequenz eruieren. Deren Job.
Eruieren? Ding anne Klatsche? Sowas wird operativ-taktisch
erarbeitet. Kinder, ist denn das nun so schwer?

FR
Paul
2019-05-04 17:04:03 UTC
Antworten
Permalink
Post by Martin Ebert
Post by Paul
Post by Martin Ebert
Post by René Marquardt
Genau die Sache mit dem Signal greifen ist die Crux. Das greifst du
nicht einfach ab.
Ich nicht. Aber die beiden genannten Truppen.
Nein, die auch nicht. Wenn Du die genaue Frequenz nicht kennst
Geheimdienst. Frequenz eruieren. Deren Job.
Alles klar, unser Lynx glaubt an den Weihnachtsmann.
Post by Martin Ebert
Post by Paul
Post by Martin Ebert
Post by René Marquardt
Post by Martin Ebert
Also ich gehe fest davon aus, dass die auch schauten, was die Amis
da mit GPS anstellten (und die Russen mit Glonass).
Ich gehe fest davon aus, dass sie noch nicht einmal was von GLONASS gehoert hatten.
MilND. Das war das DDR-Pendant zur GRU. Natürlich hatten die.
Denn sie hatten mit der GRU (übrigens funktionell eine Hauptver-
waltung des sowjetischen Generalstabs) genau den Partner.
Du vergisst etwas ganz entscheidendes, das war keine gleichberechtigte
Partnerschaft. Der GRU hätte noch nicht mal das streng geheime Rezept
der Brotsuppe raus gerückt-
Post by Martin Ebert
Mt
Paule
--
Eine richtig gute Anti-Malware-Lösung?
30 Tage kostenlos und ohne Risiko testen?
https://www.emsisoft.com/de/software/antimalware/?id=5716961
Martin Ebert
2019-05-06 00:57:45 UTC
Antworten
Permalink
Post by Paul
Alles klar, unser Lynx glaubt an den Weihnachtsmann.
Unser André wollte doch erwachsen werden?

Woran scheitert es denn diesmal?

Mt
Torsten Mueller
2019-05-04 14:31:26 UTC
Antworten
Permalink
Das Signal ist schwächer als das Rauschen, da nützt Dir auch eine
große Antenne nichts.
Mit meinen bescheidenen fünf Jahren Nachrichtentechnik erlaube ich mir
zu konstatieren, daß ein Signal, das schwächer ist als das Rauschen,
schlicht kein Signal mehr ist. Es ist gar nichts mehr, außer Müll,
insbesondere ist es auch nicht filterbar oder sowas. Es gibt schlicht
kein Filter, das bei zwei (oder noch mehr) überlagerten
elektromagnetischen Signalen das schwächere erkennt und das stärkere
ausfiltert.

T.M.
René Marquardt
2019-05-04 15:41:20 UTC
Antworten
Permalink
Post by Torsten Mueller
Das Signal ist schwächer als das Rauschen, da nützt Dir auch eine
große Antenne nichts.
Mit meinen bescheidenen fünf Jahren Nachrichtentechnik erlaube ich mir
zu konstatieren, daß ein Signal, das schwächer ist als das Rauschen,
schlicht kein Signal mehr ist. Es ist gar nichts mehr, außer Müll,
insbesondere ist es auch nicht filterbar oder sowas. Es gibt schlicht
kein Filter, das bei zwei (oder noch mehr) überlagerten
elektromagnetischen Signalen das schwächere erkennt und das stärkere
ausfiltert.
Na also, da hats doch noch einer begriffen! Genau DESWEGEN behaupte ich doch,
dass ich es fuer kompletten Bloedsinn halte, dass das jemand zu DDR-Zeiten
mit zusammengebastelter Geraetschaft geschafft haette.

https://www.reddit.com/r/askscience/comments/aefn3t/how_can_a_gps_receiver_manage_to_pick_up_on_a/
d***@gmail.com
2019-05-05 02:37:59 UTC
Antworten
Permalink
Post by Torsten Mueller
Das Signal ist schwächer als das Rauschen, da nützt Dir auch eine
große Antenne nichts.
Mit meinen bescheidenen fünf Jahren Nachrichtentechnik erlaube ich mir
zu konstatieren, daß ein Signal, das schwächer ist als das Rauschen,
schlicht kein Signal mehr ist. Es ist gar nichts mehr, außer Müll,
insbesondere ist es auch nicht filterbar oder sowas. Es gibt schlicht
kein Filter, das bei zwei (oder noch mehr) überlagerten
elektromagnetischen Signalen das schwächere erkennt und das stärkere
ausfiltert.
T.M.
http://tud.qucosa.de/api/qucosa%3A24546/attachment/ATT-0/

bge
Paul
2019-05-05 07:51:15 UTC
Antworten
Permalink
Post by Torsten Mueller
Das Signal ist schwächer als das Rauschen, da nützt Dir auch eine
große Antenne nichts.
Mit meinen bescheidenen fünf Jahren Nachrichtentechnik erlaube ich mir
zu konstatieren, daß ein Signal, das schwächer ist als das Rauschen,
schlicht kein Signal mehr ist. Es ist gar nichts mehr, außer Müll,
insbesondere ist es auch nicht filterbar oder sowas. Es gibt schlicht
kein Filter, das bei zwei (oder noch mehr) überlagerten
elektromagnetischen Signalen das schwächere erkennt und das stärkere
ausfiltert.
T.M.
Das geht schon, aber halt nur wenn Du sehr genau weißt wo und was Du da
zu suchen hast. Und da ist die große Antenne die Lynx Ebert hier immer
wieder anbringt genau der falsche Weg, der Trick besteht in verdammt
vielen winzigen Antennen. Das extrem schwache Signal ist bei allen
diesen winzigen Antennen gleich, das Rauschen ist bei jeder zufällig.
Trivial ist das keineswegs. Das ist weit komplizierter als herkömmliche
Nachrichtentechnik. Wie das genau funktioniert kann ich Dir auch nicht
erklären, aber das es funktioniert weiß ich.

Paule
--
Eine richtig gute Anti-Malware-Lösung?
30 Tage kostenlos und ohne Risiko testen?
https://www.emsisoft.com/de/software/antimalware/?id=5716961
Fritz
2019-05-05 13:34:37 UTC
Antworten
Permalink
Post by Paul
Das geht schon, aber halt nur wenn Du sehr genau weißt wo und was Du da
zu suchen hast. Und da ist die große Antenne die Lynx Ebert hier immer
wieder anbringt genau der falsche Weg, der Trick besteht in verdammt
vielen winzigen Antennen. Das extrem schwache Signal ist bei allen
diesen winzigen Antennen gleich, das Rauschen ist bei jeder zufällig.
Trivial ist das keineswegs. Das ist weit komplizierter als herkömmliche
Nachrichtentechnik. Wie das genau funktioniert kann ich Dir auch nicht
erklären, aber das es funktioniert weiß ich.
Die Falk Navi GPS-Antenne
<https://up.picr.de/35673003aa.jpg>

Falk Navi Innenleben
<https://up.picr.de/35673004tr.jpg>
--
Fritz
der Fasching ist nun leider vorbei - trotzdem ein kräftiges Lei Lei! ;-)
Martin Ebert
2019-05-06 01:05:20 UTC
Antworten
Permalink
Post by Torsten Mueller
Das Signal ist schwächer als das Rauschen, da nützt Dir auch
eine große Antenne nichts.
Das ist eine These, die des Beweises harrt.
Post by Torsten Mueller
Mit meinen bescheidenen fünf Jahren Nachrichtentechnik erlaube ich
mir zu konstatieren, daß ein Signal, das schwächer ist als das
Rauschen, schlicht kein Signal mehr ist.
André hat schon richtig ausgeführt, dass selbst das geht, wenn man
Position und Frequenz hat. Allerdings ist das für reale Anwendungen
eher nicht tauglich.
Und da ist die große Antenne die Lynx Ebert hier immer wieder
anbringt genau der falsche Weg,
Deine Vorstellung von Rauschen scheint mir etwas -wie sage ich es-
kindlich naiv. Ok, dann sage ich es kindgerecht: Du, die ganz
großen Sat-Antennen haben schon einen Sinn. Aber Du darfst gern
mit Deinen süßen kleinen Antennen weiterspielen.
Wie das genau funktioniert kann ich Dir auch nicht erklären, aber
das es funktioniert weiß ich.
Ach so.

Mt
René Marquardt
2019-05-06 01:34:02 UTC
Antworten
Permalink
Post by Martin Ebert
Das Signal ist schwächer als das Rauschen, da nützt Dir auch
eine große Antenne nichts.
Das ist eine These, die des Beweises harrt.
Und da ist die große Antenne die Lynx Ebert hier immer wieder
anbringt genau der falsche Weg,
Deine Vorstellung von Rauschen scheint mir etwas -wie sage ich es-
kindlich naiv. Ok, dann sage ich es kindgerecht: Du, die ganz
großen Sat-Antennen haben schon einen Sinn. Aber Du darfst gern
mit Deinen süßen kleinen Antennen weiterspielen.
Du, warum bissnu imma so?

https://en.wikipedia.org/wiki/Antenna_array
Fritz
2019-05-06 05:53:30 UTC
Antworten
Permalink
Post by René Marquardt
Du, warum bissnu imma so?
https://en.wikipedia.org/wiki/Antenna_array
Das sieht dann real so aus:

Falk Navi Antenne
https://up.picr.de/35673003aa.jpg

Falk Navi Innenleben
https://up.picr.de/35673004tr.jpg
--
Fritz
der Fasching ist nun leider vorbei - trotzdem ein kräftiges Lei Lei! ;-)
Wolf gang P u f f e
2019-05-06 14:25:16 UTC
Antworten
Permalink
Post by Fritz
Post by René Marquardt
Du, warum bissnu imma so?
https://en.wikipedia.org/wiki/Antenna_array
Falk Navi Antenne
https://up.picr.de/35673003aa.jpg
Eine sogenannte "Fraktale Antenne".
https://de.wikipedia.org/wiki/Fraktalantenne
Google-Bildersuche nach Fraktale Antenne zeigt ähnliche Formen.
Diese dürfte mit Sicherheit NICHT die GPS-Antenne sein, da die
Ausrichtung bei Gebrauchslage des Navis im Fahrzeug extrem ungünstig
für den Emfang vom Himmel wäre.
Vermutlich ist die für TMC-Empfang auf UKW. (Verkehrsfunk)
Post by Fritz
Falk Navi Innenleben
https://up.picr.de/35673004tr.jpg
Im Bild ganz links oben (links der schwarzen Fläche) ist eine Platte
senkrecht zur großen Leiterplatte angelötet mit einer leicht bläuliche
Schachtel drauf.
Da würde ich die GPS-Antenne vermuten, da dieses Ding in Gebrauchslage
mit der Fläche zum Himmel zeigt.
Das Ding sollte eine Größe zwischen 1-2cm im Quadrat haben.

W.
Fritz
2019-05-06 16:44:40 UTC
Antworten
Permalink
Post by Wolf gang P u f f e
Post by Fritz
Post by René Marquardt
Du, warum bissnu imma so?
https://en.wikipedia.org/wiki/Antenna_array
Falk Navi Antenne
https://up.picr.de/35673003aa.jpg
Eine sogenannte "Fraktale Antenne".
https://de.wikipedia.org/wiki/Fraktalantenne
Google-Bildersuche nach Fraktale Antenne zeigt ähnliche Formen.
Diese dürfte mit Sicherheit NICHT die GPS-Antenne sein, da die
Ausrichtung bei Gebrauchslage des Navis im Fahrzeug extrem ungünstig
für den Emfang vom Himmel wäre.
Vermutlich ist die für TMC-Empfang auf UKW. (Verkehrsfunk)
Du negierst beharrlich die vorhandene 1,4 m lange Wurfantenne!
Post by Wolf gang P u f f e
Post by Fritz
Falk Navi Innenleben
https://up.picr.de/35673004tr.jpg
Im Bild ganz links oben (links der schwarzen Fläche) ist eine Platte
senkrecht zur großen Leiterplatte angelötet mit einer leicht bläuliche
Schachtel drauf.
Da würde ich die GPS-Antenne vermuten, da dieses Ding in Gebrauchslage
mit der Fläche zum Himmel zeigt.
Das Ding sollte eine Größe zwischen 1-2cm im Quadrat haben.
Wenn du das zusammenklappst, so kommt der Teil der Mäander-Platine wo
EP125... drauf steht hinter dem schwarzen Rechteck zu liegen.
Das schwarze Rechteck neben 'All rights reserved' ist eine
Kontaktfläche, das Gegenstück dazu liegt zwischen dem Schirmgehäuse und
dem SD Slot unterhalb des schwarzen Rechtecks, dass du als GPS Antenne
vermutest. So gesehen gehören die Mäander vermutlich zur GPS Antenne
hinzu. Liegen sie doch zwischen der aktiven Antenne und der
Windschutzscheibe.

Übrigens habe ich grad festgestellt, dass es die Falk Navis nicht mehr
gibt (Navi Firma Pleite)!
Keine neuen Karten mehr, kaputter Akku = Geplante Obsoleszenz - Fall für
den Bauhof Computerschrott.
--
Fritz
der Fasching ist nun leider vorbei - trotzdem ein kräftiges Lei Lei! ;-)
René Marquardt
2019-05-06 17:09:14 UTC
Antworten
Permalink
Post by Fritz
Post by Wolf gang P u f f e
Post by Fritz
Post by René Marquardt
Du, warum bissnu imma so?
https://en.wikipedia.org/wiki/Antenna_array
Falk Navi Antenne
https://up.picr.de/35673003aa.jpg
Eine sogenannte "Fraktale Antenne".
https://de.wikipedia.org/wiki/Fraktalantenne
Google-Bildersuche nach Fraktale Antenne zeigt ähnliche Formen.
Diese dürfte mit Sicherheit NICHT die GPS-Antenne sein, da die
Ausrichtung bei Gebrauchslage des Navis im Fahrzeug extrem ungünstig
für den Emfang vom Himmel wäre.
Vermutlich ist die für TMC-Empfang auf UKW. (Verkehrsfunk)
Du negierst beharrlich die vorhandene 1,4 m lange Wurfantenne!
Eben. Alle meine Navis mit eingebautem RDS/TMC haben dazu eine
eine externe Wurfantenne fuer den UKW-Empfang.
Post by Fritz
Übrigens habe ich grad festgestellt, dass es die Falk Navis nicht mehr
gibt (Navi Firma Pleite)!
Keine neuen Karten mehr, kaputter Akku = Geplante Obsoleszenz - Fall für
den Bauhof Computerschrott.
Na, geplant, pleite zu gehen, haben sie sicher nicht.

https://gpsradler.de/news/aus-fuer-falk-united-navigation-pleite/

Mein von mir festverbautes Navi funktioniert uebrigens seit Beginn
der gegenwaertigen GPS-Epoche (7. April) auch nur noch sporadisch.

Vielleicht versuche ich mal herauszufinden, wo der Fehler liegt und
ob er behebbar ist. Mittlerweile navigiere ich aber per Smartphone von Nokia.
Fritz
2019-05-06 17:16:27 UTC
Antworten
Permalink
Post by René Marquardt
Na, geplant, pleite zu gehen, haben sie sicher nicht.
https://gpsradler.de/news/aus-fuer-falk-united-navigation-pleite/
Mein von mir festverbautes Navi funktioniert uebrigens seit Beginn
der gegenwaertigen GPS-Epoche (7. April) auch nur noch sporadisch.
Vielleicht versuche ich mal herauszufinden, wo der Fehler liegt und
ob er behebbar ist. Mittlerweile navigiere ich aber per Smartphone von Nokia.
Mein Auto hat ein Navi eingebaut und ich bekomme vom Autohändler derzeit
noch gratis Updates.
Der Zweitwagen ohne Navi ist schon länger verkauft.
Und mein Smartphone hat zur Not Google-Maps, Here WeGo, Komoot.
--
Fritz
der Fasching ist nun leider vorbei - trotzdem ein kräftiges Lei Lei! ;-)
Uwe Schickedanz
2019-05-06 17:26:49 UTC
Antworten
Permalink
On Mon, 6 May 2019 10:09:14 -0700 (PDT), René Marquardt
Post by René Marquardt
Mein von mir festverbautes Navi funktioniert uebrigens seit Beginn
der gegenwaertigen GPS-Epoche (7. April) auch nur noch sporadisch.
Ist das das in dem Fahrzeug, von dem du so schwärmtest?

In meinem Beemer (2011) funktioniert es tadellos. Auch mein Tomtom
Rider funzte, bis ich letzte Woche eine Route am PC entwerfen wollte.
Angestöpselt, und der kleine Holländer meinte, es müsse ein Update
gefahren werden.
Bei welchem es sich final aufgehängt hat.


Gruß Uwe
--
"Freiheit nur für die Anhänger der Regierung, nur für Mitglieder
einer Partei - mögen sie noch so zahlreich sein - ist keine Freiheit.
Freiheit ist immer nur Freiheit des anders Denkenden."
=== http://www.sicherheitslampe.de ===
René Marquardt
2019-05-06 18:36:49 UTC
Antworten
Permalink
Post by Uwe Schickedanz
On Mon, 6 May 2019 10:09:14 -0700 (PDT), René Marquardt
Post by René Marquardt
Mein von mir festverbautes Navi funktioniert uebrigens seit Beginn
der gegenwaertigen GPS-Epoche (7. April) auch nur noch sporadisch.
Ist das das in dem Fahrzeug, von dem du so schwärmtest?
Ja, aber da kann ja das Fahrzeug nichts dafuer. Das kam von
der Fabrik mit einem einfach gestrickten Panasonic-Radio, das
mir im Funktionsumfang keineswegs ausgereicht hat ;)
Wolf gang P u f f e
2019-05-06 18:18:35 UTC
Antworten
Permalink
Post by Fritz
Post by Wolf gang P u f f e
Post by Fritz
Post by René Marquardt
Du, warum bissnu imma so?
https://en.wikipedia.org/wiki/Antenna_array
Falk Navi Antenne
https://up.picr.de/35673003aa.jpg
Eine sogenannte "Fraktale Antenne".
https://de.wikipedia.org/wiki/Fraktalantenne
Google-Bildersuche nach Fraktale Antenne zeigt ähnliche Formen.
Diese dürfte mit Sicherheit NICHT die GPS-Antenne sein, da die
Ausrichtung bei Gebrauchslage des Navis im Fahrzeug extrem ungünstig
für den Emfang vom Himmel wäre.
Vermutlich ist die für TMC-Empfang auf UKW. (Verkehrsfunk)
Du negierst beharrlich die vorhandene 1,4 m lange Wurfantenne!
Mag sein, das man die Wurfantenne zusätzlich anstecken kann, wenn man
in rundfunkmäßig schlecht ausgeleuchteten Regionen fährt.
Mich würde auch nicht wundern, wenn diese Antenne für irgendwelche
Funktionen vorgesehen ist, die in deinem Navi nicht aktiviert sind.
z.B. Bluetooth, was bei etwas teureren Geräten für
Freisprecheinrichtung, Kopplung mit Radioanlage oder zum Empfang von
Live-Verkehrsdaten im Zusammenhang mit Smartphone und speziellen Apps
genutzt wird.
U.u. sind die Geräte von der Hardware gleich und unterscheiden sich nur
durch die aufgespielte Software.

Fakt ist (für mich zumindest), eine GPS-Antenne sieht so aus:
https://www.robotshop.com/de/de/eingebettete-gps-antenne-mit-sma-anschluss.html
https://de.rs-online.com/web/p/gps-antennen/7043449/
https://www.emt-versand.de/emtmarken/frsky/zubehoer-und-ersatzteile/ersatzteile/horus-x12s/horus-x12s-gps-antenne
Post by Fritz
Post by Wolf gang P u f f e
Post by Fritz
Falk Navi Innenleben
https://up.picr.de/35673004tr.jpg
Im Bild ganz links oben (links der schwarzen Fläche) ist eine Platte
senkrecht zur großen Leiterplatte angelötet mit einer leicht bläuliche
Schachtel drauf.
Da würde ich die GPS-Antenne vermuten, da dieses Ding in Gebrauchslage
mit der Fläche zum Himmel zeigt.
Das Ding sollte eine Größe zwischen 1-2cm im Quadrat haben.
Wenn du das zusammenklappst, so kommt der Teil der Mäander-Platine wo
EP125... drauf steht hinter dem schwarzen Rechteck zu liegen.
Das schwarze Rechteck neben 'All rights reserved' ist eine
Kontaktfläche, das Gegenstück dazu liegt zwischen dem Schirmgehäuse und
dem SD Slot unterhalb des schwarzen Rechtecks, dass du als GPS Antenne
vermutest. So gesehen gehören die Mäander vermutlich zur GPS Antenne
hinzu. Liegen sie doch zwischen der aktiven Antenne und der
Windschutzscheibe.
Ich denke nicht, dass diese Struktur was mit GPS zu tun hat.

W.
Fritz
2019-05-07 05:41:58 UTC
Antworten
Permalink
Post by Wolf gang P u f f e
Post by Fritz
Wenn du das zusammenklappst, so kommt der Teil der Mäander-Platine wo
EP125... drauf steht hinter dem schwarzen Rechteck zu liegen.
Das schwarze Rechteck neben 'All rights reserved' ist eine
Kontaktfläche, das Gegenstück dazu liegt zwischen dem Schirmgehäuse und
dem SD Slot unterhalb des schwarzen Rechtecks, dass du als GPS Antenne
vermutest. So gesehen gehören die Mäander vermutlich zur GPS Antenne
hinzu. Liegen sie doch zwischen der aktiven Antenne und der
Windschutzscheibe.
Ich denke nicht, dass diese Struktur was mit GPS zu tun hat.
Ich denke schon, da diese zwischen dem GPS Antennen und Empfangsbaustein
und der Außenwelt (Windschutzscheibe) zu liegen kommt. Zusammengesteckt
liegen diese Mäander knapp über den Empfangsbaustein - sind IMHO Teil
des Antennensystems!
--
Fritz
der Fasching ist nun leider vorbei - trotzdem ein kräftiges Lei Lei! ;-)
Frank Scheffski
2019-05-07 07:47:48 UTC
Antworten
Permalink
Post by Fritz
Ich denke schon, da diese zwischen dem GPS Antennen und Empfangsbaustein
und der Außenwelt (Windschutzscheibe) zu liegen kommt.
Google mal nach der Beschriftung auf der großen silbernen Box.
Das ist die TMC-Engine und der Mäander ist die interne Antenne dafür.

Den GPS-Teil hatten wir Dir jetzt schon 2 Mal beschrieben.

MfG

Frank

Torsten Mueller
2019-05-06 05:07:14 UTC
Antworten
Permalink
Post by Martin Ebert
Post by Torsten Mueller
Das Signal ist schwächer als das Rauschen, da nützt Dir auch
eine große Antenne nichts.
Das ist eine These, die des Beweises harrt.
Es ist ja als Vorausgedanke einmal zu erwähnen, daß wir hier über ein
milliardenteures, globales, technisches System reden, das mit dem Zweck
des Funktionierens entwickelt und errichtet worden ist. Wohlgemerkt
primär noch dazu unter Kriegsbedingungen, d.h. auch unter elektronischen
Störmaßnahmen usw. So problematisch darf und kann der Empfang also
prinzipiell nicht sein. Ich sage damit nicht, daß er einfach ist, aber
er ist zumindest mit vergleichsweise einfachen, zivilen Mitteln zu einem
bezahlbaren Preis lösbar.

Nun ist es noch ein Unterschied, ob ein fliegendes Objekt (also ein
Marschflugkörper) mit diesen Satelliten navigiert oder ein am Erdboden
befindliches. Ersteres hat nämlich weit weniger Störungen durch
Reflexionen und Geländeabschattungen. D.h. ein am Boden befindliches
Navigationssystem muß sehr wahrscheinlich weit mehr Aufwand treiben. Vor
allem wird es häufiger Satelliten wechseln bzw. generell mehr
Satellitenverbindungen verwenden, weil nämlich öfter mal einer nicht
sichtbar ist. Drum verwenden heute selbst Sportuhren auch GLONASS,
zusätzlich zu GPS.
Post by Martin Ebert
Post by Torsten Mueller
Mit meinen bescheidenen fünf Jahren Nachrichtentechnik erlaube ich
mir zu konstatieren, daß ein Signal, das schwächer ist als das
Rauschen, schlicht kein Signal mehr ist.
André hat schon richtig ausgeführt, dass selbst das geht, wenn man
Position und Frequenz hat. Allerdings ist das für reale Anwendungen
eher nicht tauglich.
Worüber reden wir denn? Selbstverständlich geht es um reale Anwendungen.

T.M.
Frank Hucklenbroich
2019-05-03 06:56:34 UTC
Antworten
Permalink
Post by Paul
Ich weiß, in der DDR-Chipproduktion sind mitunter seltsame Dinge
geschehen, da tauchten dann in den ungenutzten Randbereichen der Waver
recht komische Sachen auf. Aber Patchantennen brauchen auch eine relativ
große Fläche, damals wohl so rund 5 mal 5 cm.
Kann ich bestätigen, mein erstes Navi im Auto, ein Philips Carin, hatte so
eine Antenne auf dem Armaturenbrett verbaut. Ein etwa 5 x 5 cm großes
Quadrat, ca. 2 cm hoch. Mitte/Ende der 90er war das.

Grüße,

Frank
Fritz
2019-05-03 07:27:45 UTC
Antworten
Permalink
Post by Paul
Reine GPS-Navis haben in der Regel Patchantennen, in Smartphones werden
gerne Helixantennen verbaut, die sind kleiner aber nicht so empfindlich.
Den Nachteil gleichen die Smartphones dadurch aus das sie quasi alle
Navigationssysteme abgreifen, auch GLONASS, GALILEO und Beidou. Dadurch
hast Du mehr hoch stehende Satelliten zur Verfügung, mit niedrig
stehenden Satelliten kommen Helixantennen nicht so gut zurecht, das ist
das Feld der Patchantennen.
In meiner schon älteren Panasonic Lumix DMC-TZ31 ist ebenfalls ein GPS
Empfänger verbaut. Im Haus, wo das Samsung Smartphone GPS noch
einwandfrei empfängt, geht da gar nichts.
--
Fritz
der Fasching ist nun leider vorbei - trotzdem ein kräftiges Lei Lei! ;-)
Uwe Schickedanz
2019-05-03 13:14:38 UTC
Antworten
Permalink
Post by Fritz
Post by Paul
Reine GPS-Navis haben in der Regel Patchantennen, in Smartphones werden
gerne Helixantennen verbaut, die sind kleiner aber nicht so empfindlich.
Den Nachteil gleichen die Smartphones dadurch aus das sie quasi alle
Navigationssysteme abgreifen, auch GLONASS, GALILEO und Beidou. Dadurch
hast Du mehr hoch stehende Satelliten zur Verfügung, mit niedrig
stehenden Satelliten kommen Helixantennen nicht so gut zurecht, das ist
das Feld der Patchantennen.
In meiner schon älteren Panasonic Lumix DMC-TZ31 ist ebenfalls ein GPS
Empfänger verbaut. Im Haus, wo das Samsung Smartphone GPS noch
einwandfrei empfängt, geht da gar nichts.
Dein Smartphone empfängt da auch nichts. Das kombiniert aber WLan- und
Bewegungsinformationen und gaukelt dir so einen Empfang vor, indem es
eine Position auswirft.

Schalte die Standortinformationen ab und sieh, was passiert. Oder
installiere dir eine geeignete App, wie z.B. Android GPS Test.


Gruß Uwe
--
"Freiheit nur für die Anhänger der Regierung, nur für Mitglieder
einer Partei - mögen sie noch so zahlreich sein - ist keine Freiheit.
Freiheit ist immer nur Freiheit des anders Denkenden."
=== http://www.sicherheitslampe.de ===
Fritz
2019-05-03 13:31:11 UTC
Antworten
Permalink
Post by Uwe Schickedanz
Post by Fritz
Post by Paul
Reine GPS-Navis haben in der Regel Patchantennen, in Smartphones werden
gerne Helixantennen verbaut, die sind kleiner aber nicht so empfindlich.
Den Nachteil gleichen die Smartphones dadurch aus das sie quasi alle
Navigationssysteme abgreifen, auch GLONASS, GALILEO und Beidou. Dadurch
hast Du mehr hoch stehende Satelliten zur Verfügung, mit niedrig
stehenden Satelliten kommen Helixantennen nicht so gut zurecht, das ist
das Feld der Patchantennen.
In meiner schon älteren Panasonic Lumix DMC-TZ31 ist ebenfalls ein GPS
Empfänger verbaut. Im Haus, wo das Samsung Smartphone GPS noch
einwandfrei empfängt, geht da gar nichts.
Dein Smartphone empfängt da auch nichts. Das kombiniert aber WLan- und
Bewegungsinformationen und gaukelt dir so einen Empfang vor, indem es
eine Position auswirft.
SmartPhone - kein WLAN, kein Internet aktiv.
Aber im ausgebauten Dachraum - nur Rigips, Holz, Glaswolle und
Dachziegeln (nichts großartig Metallenes) über mir.
Das Samsung Smartphone besteht aus Glas.

Wenn ich bei deaktivierten GPS Google Maps starte, zeigt es die letzte
Position (die irgendwo liegen kann) an - wenn ich nun GPS aktiviere
zeigt es sehr schnell die aktuelle Position an.

Das lässt den Schluss zu, dass GPS tatsächlich empfangen wird.
Post by Uwe Schickedanz
Schalte die Standortinformationen ab und sieh, was passiert. Oder
installiere dir eine geeignete App, wie z.B. Android GPS Test.
'Android GPS Test' bringt in 'Google Apps' eine Menge Treffer, welches
meinst du da genau?
--
Fritz
der Fasching ist nun leider vorbei - trotzdem ein kräftiges Lei Lei! ;-)
Uwe Schickedanz
2019-05-04 07:29:09 UTC
Antworten
Permalink
Post by Fritz
Post by Uwe Schickedanz
Schalte die Standortinformationen ab und sieh, was passiert. Oder
installiere dir eine geeignete App, wie z.B. Android GPS Test.
'Android GPS Test' bringt in 'Google Apps' eine Menge Treffer, welches
meinst du da genau?
Nimm irgendeine, probier ein bischen. Habe gerade festgestellt, daß es
die App, die ich habe, wohl nicht mehr gibt.
(http://www.androits.com/)

Gruß Uwe
--
"Freiheit nur für die Anhänger der Regierung, nur für Mitglieder
einer Partei - mögen sie noch so zahlreich sein - ist keine Freiheit.
Freiheit ist immer nur Freiheit des anders Denkenden."
=== http://www.sicherheitslampe.de ===
Fritz
2019-05-04 16:22:57 UTC
Antworten
Permalink
Post by Uwe Schickedanz
Post by Fritz
Post by Uwe Schickedanz
Schalte die Standortinformationen ab und sieh, was passiert. Oder
installiere dir eine geeignete App, wie z.B. Android GPS Test.
'Android GPS Test' bringt in 'Google Apps' eine Menge Treffer, welches
meinst du da genau?
Nimm irgendeine, probier ein bischen. Habe gerade festgestellt, daß es
die App, die ich habe, wohl nicht mehr gibt.
(http://www.androits.com/)
Ich habe das nun mit Android-Programm 'GPS Status' ermittelt und
A-GPS-Hilfsdaten heruntergeladen. Welche Satelliten sind das jeweils?

<Loading Image...>
<Loading Image...>
<Loading Image...>
--
Fritz
der Fasching ist nun leider vorbei - trotzdem ein kräftiges Lei Lei! ;-)
Uwe Schickedanz
2019-05-05 09:32:27 UTC
Antworten
Permalink
Post by Fritz
Post by Uwe Schickedanz
Post by Fritz
Post by Uwe Schickedanz
Schalte die Standortinformationen ab und sieh, was passiert. Oder
installiere dir eine geeignete App, wie z.B. Android GPS Test.
'Android GPS Test' bringt in 'Google Apps' eine Menge Treffer, welches
meinst du da genau?
Nimm irgendeine, probier ein bischen. Habe gerade festgestellt, daß es
die App, die ich habe, wohl nicht mehr gibt.
(http://www.androits.com/)
Ich habe das nun mit Android-Programm 'GPS Status' ermittelt und
A-GPS-Hilfsdaten heruntergeladen. Welche Satelliten sind das jeweils?
<https://up.picr.de/35676285yr.png>
<https://up.picr.de/35676286yy.png>
<https://up.picr.de/35676287oc.png>
Keine Ahnung, schau mal in die Hilfe.

In der von mir empfohlenen App haben die Sats Flaggensymbole, außerdem
gibt es noch andere Anzeigen, für verschiedene Dinge; u.a.
Signalstärke.


Gruß Uwe
--
"Freiheit nur für die Anhänger der Regierung, nur für Mitglieder
einer Partei - mögen sie noch so zahlreich sein - ist keine Freiheit.
Freiheit ist immer nur Freiheit des anders Denkenden."
=== http://www.sicherheitslampe.de ===
Fritz
2019-05-05 13:32:19 UTC
Antworten
Permalink
Post by Uwe Schickedanz
Post by Fritz
Post by Uwe Schickedanz
Post by Fritz
Post by Uwe Schickedanz
Schalte die Standortinformationen ab und sieh, was passiert. Oder
installiere dir eine geeignete App, wie z.B. Android GPS Test.
'Android GPS Test' bringt in 'Google Apps' eine Menge Treffer, welches
meinst du da genau?
Nimm irgendeine, probier ein bischen. Habe gerade festgestellt, daß es
die App, die ich habe, wohl nicht mehr gibt.
(http://www.androits.com/)
Ich habe das nun mit Android-Programm 'GPS Status' ermittelt und
A-GPS-Hilfsdaten heruntergeladen. Welche Satelliten sind das jeweils?
<https://up.picr.de/35676285yr.png>
<https://up.picr.de/35676286yy.png>
<https://up.picr.de/35676287oc.png>
Keine Ahnung, schau mal in die Hilfe.
In der von mir empfohlenen App haben die Sats Flaggensymbole, außerdem
gibt es noch andere Anzeigen, für verschiedene Dinge; u.a.
Signalstärke.
Ich werd mal in den Android Foren nachfragen!
--
Fritz
der Fasching ist nun leider vorbei - trotzdem ein kräftiges Lei Lei! ;-)
Martin Ebert
2019-05-06 00:47:24 UTC
Antworten
Permalink
Post by Fritz
Ich habe das nun mit Android-Programm 'GPS Status' ermittelt und
A-GPS-Hilfsdaten heruntergeladen. Welche Satelliten sind das
jeweils?
<https://up.picr.de/35676285yr.png>
Ich würde mal raten: GPS und GLONASS.

Ich habe die gleiche App und bei mir werden vier unterschiedliche
Symbole angezeigt (nagelneues Android-One-Handy mit Android-9).

Das ist die Nachfolger-App der von Uwe erwähnten App: Diese hatte
noch eine Listenansicht aus der die einzelnen Satelliten ersicht-
lich waren.

Mt
Fritz
2019-05-06 05:55:47 UTC
Antworten
Permalink
Post by Martin Ebert
Post by Fritz
Ich habe das nun mit Android-Programm 'GPS Status' ermittelt und
A-GPS-Hilfsdaten heruntergeladen. Welche Satelliten sind das
jeweils?
<https://up.picr.de/35676285yr.png>
Ich würde mal raten: GPS und GLONASS.
Mein Handy kann anscheinend nicht mehr empfangen.

Das kreuzt derzeit an Navi Satelliten Systemen über unseren Köpfen:
GPS, GLONASS, GALILEO, SBAS, BEIDOU, QZSS (1).

(1)
<https://play.google.com/store/apps/details?id=com.chartcross.gpstest&hl=de_AT>
--
Fritz
der Fasching ist nun leider vorbei - trotzdem ein kräftiges Lei Lei! ;-)
Uwe Schickedanz
2019-05-06 17:29:02 UTC
Antworten
Permalink
Post by Fritz
Post by Martin Ebert
Post by Fritz
Ich habe das nun mit Android-Programm 'GPS Status' ermittelt und
A-GPS-Hilfsdaten heruntergeladen. Welche Satelliten sind das
jeweils?
<https://up.picr.de/35676285yr.png>
Ich würde mal raten: GPS und GLONASS.
Mein Handy kann anscheinend nicht mehr empfangen.
Das kriegst Du ja ganz einfach raus, wenn Du die technischen Daten
deines Handys gugelst.


Gruß Uwe
--
"Freiheit nur für die Anhänger der Regierung, nur für Mitglieder
einer Partei - mögen sie noch so zahlreich sein - ist keine Freiheit.
Freiheit ist immer nur Freiheit des anders Denkenden."
=== http://www.sicherheitslampe.de ===
Fritz
2019-05-07 05:43:47 UTC
Antworten
Permalink
Post by Uwe Schickedanz
Das kriegst Du ja ganz einfach raus, wenn Du die technischen Daten
deines Handys gugelst.
LOL
Das weiß ich auch ;-)
--
Fritz
der Fasching ist nun leider vorbei - trotzdem ein kräftiges Lei Lei! ;-)
Uwe Schickedanz
2019-05-06 17:27:47 UTC
Antworten
Permalink
Post by Martin Ebert
Post by Fritz
Ich habe das nun mit Android-Programm 'GPS Status' ermittelt und
A-GPS-Hilfsdaten heruntergeladen. Welche Satelliten sind das
jeweils?
<https://up.picr.de/35676285yr.png>
Ich würde mal raten: GPS und GLONASS.
Ich habe die gleiche App und bei mir werden vier unterschiedliche
Symbole angezeigt (nagelneues Android-One-Handy mit Android-9).
Das ist die Nachfolger-App der von Uwe erwähnten App: Diese hatte
noch eine Listenansicht aus der die einzelnen Satelliten ersicht-
lich waren.
Irnkwo wirds ja wohl eine Doku oder wenigstens einen Quick Guide dazu
geben, oder?


Gruß Uwe
--
"Freiheit nur für die Anhänger der Regierung, nur für Mitglieder
einer Partei - mögen sie noch so zahlreich sein - ist keine Freiheit.
Freiheit ist immer nur Freiheit des anders Denkenden."
=== http://www.sicherheitslampe.de ===
Martin Ebert
2019-05-06 18:27:56 UTC
Antworten
Permalink
Post by Uwe Schickedanz
Post by Martin Ebert
Das ist die Nachfolger-App der von Uwe erwähnten App: Diese hatte
noch eine Listenansicht aus der die einzelnen Satelliten ersicht-
lich waren.
Irnkwo wirds ja wohl eine Doku oder wenigstens einen Quick Guide dazu
geben, oder?
Bei Apps? Paaaaah!

Ja, ich habe gesucht - keine da.

Mt
Wolf gang P u f f e
2019-05-03 22:41:22 UTC
Antworten
Permalink
Post by Paul
In der Mitte der 90er Jahre war im WDR-Computerclub eine Sendung über
GPS, und da sagte Wolfgang Rudolf, der größere und kräftigere der beiden
Wolfgangs, einiges zum Thema Empfang von GPS-Signalen. Die sind so
schwach die verschwinden eigentlich im atmosphärischen Rauschen, wenn Du
nicht die absolut genaue Frequenz und extrem steile Filter hast hast Du
keine Chance die zu entdecken. Das ist eine ganz andere Sache als der
Empfang von Satelliten-TV, da liegt bei der Signalstärke etwa ein Faktor
10-100 Tausend dazwischen.
Die haben in der Sendung auch mikroskopische Aufnahmen von
GPS-Patchantennen gezeigt. Das sind eigentlich Halbleiterchips. Die kann
kein Bastler im Hobbykeller herstellen.
Sat-TV empfängt man aus 36TKm Entfernung. Die Sendeleistung der TV-Sats
ist ausgelegt zum Empfang mit relativ großen Antennen.
Sat-Schüsseln sind hier die Regel mit um 60cm Durchmesser.
Die Frequenz liegt bei 10-12 GHz.

GPS empfängt man aus 20TKm Entfernung. Die Sendeleistung ist ausgelegt
für den Empfang mit kleinen portablen Antennen.
Das GPS-L1-Band liegt bei nur 1,3 GHz.

Zum Vergleich:
Jeder KC-85 sendete damals sein Bild auf 0,6 GHz in den heimischen
Fernseher! (UHF-TV-Kanal 36 = 595MHz)
Das normale UHF-TV-Band ging bis Kanal 72 = 880 MHz (0,88 GHz)
Das ist nur rund die Hälfte der von GPS genutzten Frequenz.

Aus meinem Bekanntenkreis bastelten damals einige auf dem Küchentisch
einfache Umsetzer/Konverter, um mit ihren älteren, nicht UHF-tauglichen
TV-Geräten auch das 2. Programm (auch ZDF) sehen zu können. In der DDR
war der höchste TV-Sender bei Löbau auf Kanal 39 um die 600MHz (0,6 GHz)

Man sieht, wie dicht man da schon dran ist.

Die Bandbreite des GPS-Signal beträgt um die 2MHz.
https://de.wikipedia.org/wiki/GNSS-Navigation
Ein TV-Signal hat eine Videobandbreite von 5 MHz, und ein Tonkanal
nur 50KHz. (CCIR-Norm)
Die alten UFT-Sprechfunkgeräte hatten ca. 25KHz Bandbreite.
Also lag GPS auch von der Signalbreite her im gängigen Bereich und
stellt keine Ansprüche an irgendwelche Filter.

Also hat mit Sicherheit zu DDR-Zeiten der Empfang von 1,2 GHz für
"gesellschafliche Bedarfsträger" keine Hürde dargestellt!

W.
René Marquardt
2019-05-03 22:55:58 UTC
Antworten
Permalink
Post by Wolf gang P u f f e
Sat-TV empfängt man aus 36TKm Entfernung. Die Sendeleistung der TV-Sats
ist ausgelegt zum Empfang mit relativ großen Antennen.
Sat-Schüsseln sind hier die Regel mit um 60cm Durchmesser.
Die Frequenz liegt bei 10-12 GHz.
Sendeleistung Astra 1E: 85 Watt
Post by Wolf gang P u f f e
GPS empfängt man aus 20TKm Entfernung. Die Sendeleistung ist ausgelegt
für den Empfang mit kleinen portablen Antennen.
Das GPS-L1-Band liegt bei nur 1,3 GHz.
Sendeleistung GPS-Satelliten: 25,6 Watt.

Was davon ankommt, die Bandbreite
sowie die Frequenzbaender, dazu habe ich weiter oben im Thread Gleichungen
und Rechenbeispiele zitiert.

Davon, dass TV-Sats geostationaer sind und GPS-Sats eben nicht, muss ich
auch nicht noch mal anfangen.
Martin Ebert
2019-05-04 00:56:32 UTC
Antworten
Permalink
Post by René Marquardt
Davon, dass TV-Sats geostationaer sind und GPS-Sats eben nicht, muss ich
auch nicht noch mal anfangen.
Spielt keine Rolle. Den Teil hatte das MfS gut in Griff:
Bei den Bodensensoren auf DDR-Gebiet, die gen Sat Telegramme
schickten, fand das MfS heraus, an welche Satelliten gespielt
wurde.

Und die sowjetischen Satelliten waren eh nicht geostationär,
also den Teil hatten sie (das MfS) drauf.

Mt
Fritz
2019-05-04 07:15:38 UTC
Antworten
Permalink
Post by René Marquardt
Post by Wolf gang P u f f e
Sat-TV empfängt man aus 36TKm Entfernung. Die Sendeleistung der TV-Sats
ist ausgelegt zum Empfang mit relativ großen Antennen.
Sat-Schüsseln sind hier die Regel mit um 60cm Durchmesser.
Die Frequenz liegt bei 10-12 GHz.
Sendeleistung Astra 1E: 85 Watt
Post by Wolf gang P u f f e
GPS empfängt man aus 20TKm Entfernung. Die Sendeleistung ist ausgelegt
für den Empfang mit kleinen portablen Antennen.
Das GPS-L1-Band liegt bei nur 1,3 GHz.
Sendeleistung GPS-Satelliten: 25,6 Watt.
Was davon ankommt, die Bandbreite
sowie die Frequenzbaender, dazu habe ich weiter oben im Thread Gleichungen
und Rechenbeispiele zitiert.
Davon, dass TV-Sats geostationaer sind und GPS-Sats eben nicht, muss ich
auch nicht noch mal anfangen.
Da zufällig mein altes Falk Navi kaputt ist - der Akku defekt - habe ich
einige Bilder vom Innenleben gemacht:

Innere Antenne - diese wird nur an einem einzigen Punkt kontaktiert.
<Loading Image...>
Es gibt noch eine äußere Wurf-Antenne (ca. 1,4m), die IMHO für den
Verkehrsfunk zuständig ist.

Falk Navi Innenleben
<Loading Image...>

Akku
<Loading Image...>

PS: Da der Akku sicherlich nicht grad billig ist und es zudem seit ein
paar Jahren es keine Karten Updates mehr dazu gibt, lohnt sich ein
Akku-Tausch kaum mehr - eigentlich schade. Aber am Smartphone gibt es
GoogleMaps, HERE WeGo, Komoot, usw. im Auto ist auch ein Navi eingebaut.
Und da kommt eine Investition eines Auto SmartPhone Halters günstiger.
--
Fritz
der Fasching ist nun leider vorbei - trotzdem ein kräftiges Lei Lei! ;-)
Frank Scheffski
2019-05-05 22:11:29 UTC
Antworten
Permalink
Post by Fritz
Da zufällig mein altes Falk Navi kaputt ist - der Akku defekt - habe ich
Innere Antenne - diese wird nur an einem einzigen Punkt kontaktiert.
<https://up.picr.de/35673003aa.jpg>
Das ist für UKW/RDS/TMC.
Post by Fritz
Falk Navi Innenleben
<https://up.picr.de/35673004tr.jpg>
Links oben, der kleine graue Block auf der Zusatzplatine, das ist die
GPS-Antenne. Im silbernen Kästchen darunter ist der Empfänger.

MfG

Frank
Fritz
2019-05-06 06:01:28 UTC
Antworten
Permalink
Post by Frank Scheffski
Post by Fritz
Da zufällig mein altes Falk Navi kaputt ist - der Akku defekt - habe ich
Innere Antenne - diese wird nur an einem einzigen Punkt kontaktiert.
<https://up.picr.de/35673003aa.jpg>
Das ist für UKW/RDS/TMC.
Täuscht du dich da nicht?
Für UKW UKW/RDS/TMC gibt es eine etwa 1.4m lange Wurfantenne.
Post by Frank Scheffski
Post by Fritz
Falk Navi Innenleben
<https://up.picr.de/35673004tr.jpg>
Links oben, der kleine graue Block auf der Zusatzplatine, das ist die
GPS-Antenne. Im silbernen Kästchen darunter ist der Empfänger.
Ich halte diese Mäander für die (zusätzliche?) GPS Antenne.
<https://up.picr.de/35673003aa.jpg>

Da für UKW die Wurfantenne vorgesehen ist.
--
Fritz
der Fasching ist nun leider vorbei - trotzdem ein kräftiges Lei Lei! ;-)
Wolf gang P u f f e
2019-05-06 18:39:43 UTC
Antworten
Permalink
Post by Fritz
Falk Navi Innenleben
<https://up.picr.de/35673004tr.jpg>
Akku
<https://up.picr.de/35673002yf.jpg>
PS: Da der Akku sicherlich nicht grad billig ist und es zudem seit ein
paar Jahren es keine Karten Updates mehr dazu gibt, lohnt sich ein
Akku-Tausch kaum mehr - eigentlich schade. Aber am Smartphone gibt es
GoogleMaps, HERE WeGo, Komoot, usw. im Auto ist auch ein Navi eingebaut.
Und da kommt eine Investition eines Auto SmartPhone Halters günstiger.
Akku ausbauen, mechanische Abmessungen ermitteln und sich mit etwas
Zeit hier umsehen:
https://www.reichelt.de/Geraete-Akkus/2/index.html?ACTION=2&LA=514&GROUPID=1022
Entweder unter Rubrik "Lithium-Ionen, Lithium-Polymer sowie NiMh Akkus
für diverse Smartphones und MP3-Player" oder unter Rubrik "Ersatzakkus
in Lithium-Ionen, Lithium-Polymer sowie NiMh Technologie für diverse
PDA-Modelle" suchen.
Lithium sollte es sein, mechanisch muss er passen, die Spannung 3,7V
(nicht 7,xV) muss stimmen. Die mAh-Zahl sollte nicht alle zu sehr
abweichen, ist aber auch nicht kritisch.
Wenn das Anschlusskabel des neuen nicht kompatibel ist, dann kann man
den Stecker vom alten Akku dranfrickeln, wenn man sich mit den
Anschlüssen sicher ist und man weis, wie ein Lötkolben zu handhaben ist.

Wenn das Navi schon sehr sehr alt ist, kann es auch einen weiteren
Fehler haben:
https://www.heise.de/newsticker/meldung/Week-Rollover-Effekt-Probleme-fuer-aeltere-GPS-Geraete-erwartet-4281340.html

W.
Fritz
2019-05-07 05:55:17 UTC
Antworten
Permalink
Post by Wolf gang P u f f e
Akku ausbauen, mechanische Abmessungen ermitteln und sich mit etwas
https://www.reichelt.de/Geraete-Akkus/2/index.html?ACTION=2&LA=514&GROUPID=1022
Entweder unter Rubrik "Lithium-Ionen, Lithium-Polymer sowie NiMh Akkus
für diverse Smartphones und MP3-Player" oder unter Rubrik "Ersatzakkus
in Lithium-Ionen, Lithium-Polymer sowie NiMh Technologie für diverse
PDA-Modelle" suchen.
Lithium sollte es sein, mechanisch muss er passen, die Spannung 3,7V
(nicht 7,xV) muss stimmen. Die mAh-Zahl sollte nicht alle zu sehr
abweichen, ist aber auch nicht kritisch.
Wenn das Anschlusskabel des neuen nicht kompatibel ist, dann kann man
den Stecker vom alten Akku dranfrickeln, wenn man sich mit den
Anschlüssen sicher ist und man weis, wie ein Lötkolben zu handhaben ist.
Wenn das Navi schon sehr sehr alt ist, kann es auch einen weiteren
https://www.heise.de/newsticker/meldung/Week-Rollover-Effekt-Probleme-fuer-aeltere-GPS-Geraete-erwartet-4281340.html
Das Navi ist ein Falk F10 3RD Austria Edition, gekauft Sept. 2010.
Es gibt schon seit längerem keine Karten Updates mehr, auch nicht als es
die Firma Falk-Navigation noch gab. Die letzte Karte war
'Karten-2012-1_F10_F12.exe' - somit unbrauchbar, das sich mittlerweile
viel zu viel geändert hat.

Auch wenn das Navi an USB hängt und ausreichend mit Strom versorgt wird,
bootet es immer wieder neu.
--
Fritz
der Fasching ist nun leider vorbei - trotzdem ein kräftiges Lei Lei! ;-)
Wolf gang P u f f e
2019-05-04 08:47:40 UTC
Antworten
Permalink
Post by René Marquardt
Post by Wolf gang P u f f e
Sat-TV empfängt man aus 36TKm Entfernung. Die Sendeleistung der TV-Sats
ist ausgelegt zum Empfang mit relativ großen Antennen.
Sat-Schüsseln sind hier die Regel mit um 60cm Durchmesser.
Die Frequenz liegt bei 10-12 GHz.
Sendeleistung Astra 1E: 85 Watt
Post by Wolf gang P u f f e
GPS empfängt man aus 20TKm Entfernung. Die Sendeleistung ist ausgelegt
für den Empfang mit kleinen portablen Antennen.
Das GPS-L1-Band liegt bei nur 1,3 GHz.
Sendeleistung GPS-Satelliten: 25,6 Watt.
Was davon ankommt, die Bandbreite
sowie die Frequenzbaender, dazu habe ich weiter oben im Thread Gleichungen
und Rechenbeispiele zitiert.
Davon, dass TV-Sats geostationaer sind und GPS-Sats eben nicht, muss ich
auch nicht noch mal anfangen.
Ob Geostationär oder nicht ist auch nicht relevant.
Es zählt die Entfernung, die Strahlungsleistung an der Antenne des
Satelliten (die den Sendeantennengewinn mit berücksichtigt) und die auf
der Empfängerseite verwendete Antenne.
Bei TV wird auf der Empfängerseite mit billig herstellbaren Schüsseln
gearbeitet, die einen immensen Gewinn haben. Die mechanische Größe ist
egal, da die Antennen stationär benutzt werden und nicht Transportabel
sein müssen. Man kann somit auch billige Signalaufbereitung verwenden.

Bei GPS wird auf der Empfangsseite nur mit kleinen Antennen gearbeitet,
da die Geräte transportabel sein sollen. Bei den kleinen Antennen und
den fast um den Faktor 10 niedrigeren Frequenzen gegenüber SatTV sind
natürlich die Anforderungen an den Empfänger und seine
Signalaufbereitung deutlich höher.
Heute hat man das im Griff.
Damals hatte man es in der DDR vielleicht noch nicht im Griff, also
wird man einfach größere Antennen mit mehr Gewinn verwendet haben.
Antennenbau ist triviale mechanische Arbeit, die man im Griff hatte.
Die Formeln für Antennenkonstruktion in dem Frequenzbereich, waren auch
nichts neues.

W.
Martin Ebert
2019-05-04 00:53:58 UTC
Antworten
Permalink
Post by Wolf gang P u f f e
Also hat mit Sicherheit zu DDR-Zeiten der Empfang von 1,2 GHz für
"gesellschafliche Bedarfsträger" keine Hürde dargestellt!
Natürlich nicht.
Die Sat-Schüssel des FuAR-2 (Funkaufklärungsregiment-2) in Dessau
(real Dienstleister für MilND) gibt es noch. Und die dortigen älteren
Herren erklären freundlich, was damals alles ging.

Etwas OT:
Im untergegangenen NVA-Forum wurde mal die Geschichte mit den
Funksensoren der Gegenseite aufgedröselt: Also wie man die fand
und wie man die Kommunikation teilentschlüsselte. Das war dort
u.a. ein Verweis auf eine Seite im Web, die sollte es noch
geben.

Mt
Wolf gang P u f f e
2019-05-04 08:13:03 UTC
Antworten
Permalink
Post by Martin Ebert
Post by Wolf gang P u f f e
Also hat mit Sicherheit zu DDR-Zeiten der Empfang von 1,2 GHz für
"gesellschafliche Bedarfsträger" keine Hürde dargestellt!
Natürlich nicht.
Die Sat-Schüssel des FuAR-2 (Funkaufklärungsregiment-2) in Dessau
(real Dienstleister für MilND) gibt es noch. Und die dortigen älteren
Herren erklären freundlich, was damals alles ging.
Im untergegangenen NVA-Forum wurde mal die Geschichte mit den
Funksensoren der Gegenseite aufgedröselt: Also wie man die fand
und wie man die Kommunikation teilentschlüsselte. Das war dort
u.a. ein Verweis auf eine Seite im Web, die sollte es noch
geben.
Ja, war ein interessantes Thema.
Dass gabs dazu mal im TV:


W.
Martin Ebert
2019-05-03 02:36:31 UTC
Antworten
Permalink
Post by gunter Kühne
DDR auch nur den Hauch einer Chance gehabt die extrem schwachen
Signale der GPS-Satelliten auch nur zu empfangen.
Das widerum bezweifle ich.
Siehe eben auch die Dinge die eben auch an der Station der TU Dresden
getätigt worden sind.
Ich würde da ganz vorsichtig die Sat-Bodenstation der Verwaltung
Aufklärung (der NVA, vulgo: MilND) in Dessau ins Feld führen wollen.

Wir haben im Grunde zwei, deren berufliches Interesse das war: Das
MfS (hier wohl: OTS) sowie MilND. Mir erzählt niemand, dass das
Thema an denen vorbei lief.

Funkamateure kommen genau dann ins Rennen, wenn das MfS die von
der Leine lies.

Ob da auch irgend eine Tarnorganisation in Lützgendorf am Start war:
Das ist mit bisherigen Informationen nicht seriös zu beurteilen.

Mt
Ronald Konschak
2019-04-30 14:06:23 UTC
Antworten
Permalink
Post by Chr. Maercker
Knackpunkt dürfte in der DDR Gigahertztechnik gewesen sein. Damals war
die noch einigermaßen schwer beherrschbar und Bauelemente waren rar +
teuer(st).
Im Dunstkreis von Robotron Radeberg (vorm. RAFENA) waren einige
Funkamateure schon in den 70ern auf 10 GHz zugange. Ich vermute
mal, die Schottky-Dioden haben sie auf Arbeit abgestaubt.
Post by Chr. Maercker
Ein Z80-Controller passt gut in eine Aktentasche, bei einem GHz-Rx mit
damaliger Technik hätte ich gewisse Zweifel. ;-)
Der GHz-Teil war recht klein. Der arbeitet nach demselben Prinzip wie
ein LNB am Satellitenempfänger. Man braucht nur einen tauglichen
Nachsetzer. Der könnte das Aktentaschenformat allerdings überschreiten.

Ronald.
--
"Ich mag's nicht, wenn Leute Denkschwäche für Ich-Stärke ausgeben. Schreibt
euch den auf, der ist gut!"
Lisa Fitz, Kabarettistin
gunter Kühne
2019-04-30 20:47:25 UTC
Antworten
Permalink
Post by Ronald Konschak
Post by Chr. Maercker
Knackpunkt dürfte in der DDR Gigahertztechnik gewesen sein. Damals war
die noch einigermaßen schwer beherrschbar und Bauelemente waren rar +
teuer(st).
Im Dunstkreis von Robotron Radeberg (vorm. RAFENA) waren einige
Funkamateure schon in den 70ern auf 10 GHz zugange. Ich vermute
mal, die Schottky-Dioden haben sie auf Arbeit abgestaubt.
Naja die erste anerkannte Verbindung in der Ghz Klasse war wohl der
verstorbene mit beteitigt.
Damals vom Lilienstein zum Königstein.( War 1972 oder 73)
Eben unter der O.G. Amateurfunkstation.
Artikel im Archiv des Funkamateurs.( Zeitschrift)
Post by Ronald Konschak
Post by Chr. Maercker
Ein Z80-Controller passt gut in eine Aktentasche, bei einem GHz-Rx mit
damaliger Technik hätte ich gewisse Zweifel. ;-)
Der GHz-Teil war recht klein. Der arbeitet nach demselben Prinzip wie
ein LNB am Satellitenempfänger.
Exakt das Teil wurde damals bei NAGEMA gefräßt.

Man braucht nur einen tauglichen
Post by Ronald Konschak
Nachsetzer. Der könnte das Aktentaschenformat allerdings überschreiten.
Ronald.
Zu den Sateliten.
Die Russen hatten 1988 oder 87 im Rahmen des Kosmosprogrammes auch schon
Versuchssateliten für ein GPS ähnliches System gestartet.
Da war zu der Zeit auch mal ein Artikel im Funkamateur.

Fragt doch einfach mal auf der Station nach.
Die wissen garantiert mehr.
Wolf gang P u f f e
2019-04-30 23:19:03 UTC
Antworten
Permalink
Post by Ronald Konschak
Post by Chr. Maercker
Knackpunkt dürfte in der DDR Gigahertztechnik gewesen sein. Damals war
die noch einigermaßen schwer beherrschbar und Bauelemente waren rar +
teuer(st).
Im Dunstkreis von Robotron Radeberg (vorm. RAFENA) waren einige
Funkamateure schon in den 70ern auf 10 GHz zugange. Ich vermute
mal, die Schottky-Dioden haben sie auf Arbeit abgestaubt.
Post by Chr. Maercker
Ein Z80-Controller passt gut in eine Aktentasche, bei einem GHz-Rx mit
damaliger Technik hätte ich gewisse Zweifel. ;-)
Der GHz-Teil war recht klein. Der arbeitet nach demselben Prinzip wie
ein LNB am Satellitenempfänger. Man braucht nur einen tauglichen
Nachsetzer. Der könnte das Aktentaschenformat allerdings überschreiten.
Ich kenne jemanden, der sich zu DDR-Zeiten seinen Sat-TV Empfangsanlage
selber gebaut hat. Messtechnik war im Betrieb vorhanden und die
kritischen HF-Transistoren, vor allem für die erste Stufe (heute als
LNB bezeichnet) konnten auch innerbetrieblich organisiert werden.
Sat-TV läuft auf Frequenzen um die 10 GHz.
GPS dagegen nur um die 1.7GHz.
Der HF-Teil für GPS sollte also damals schon keine Hürde gewesen sein.

W.
Guido Grohmann
2019-05-01 07:30:14 UTC
Antworten
Permalink
Post by Wolf gang P u f f e
Ich kenne jemanden, der sich zu DDR-Zeiten seinen Sat-TV Empfangsanlage
selber gebaut hat. Messtechnik war im Betrieb vorhanden und die
kritischen HF-Transistoren, vor allem für die erste Stufe (heute als
LNB bezeichnet) konnten auch innerbetrieblich organisiert werden.
Es gibt ein paar einzelne Prototypen von einem Sat-Empfänger im Gehäuse
der Musikanlage HMK200, so als weitere Komponente. Man war auch an
diesem Thema dran.

Guido
René Marquardt
2019-05-01 11:43:32 UTC
Antworten
Permalink
Post by Wolf gang P u f f e
Post by Ronald Konschak
Post by Chr. Maercker
Knackpunkt dürfte in der DDR Gigahertztechnik gewesen sein. Damals war
die noch einigermaßen schwer beherrschbar und Bauelemente waren rar +
teuer(st).
Im Dunstkreis von Robotron Radeberg (vorm. RAFENA) waren einige
Funkamateure schon in den 70ern auf 10 GHz zugange. Ich vermute
mal, die Schottky-Dioden haben sie auf Arbeit abgestaubt.
Post by Chr. Maercker
Ein Z80-Controller passt gut in eine Aktentasche, bei einem GHz-Rx mit
damaliger Technik hätte ich gewisse Zweifel. ;-)
Der GHz-Teil war recht klein. Der arbeitet nach demselben Prinzip wie
ein LNB am Satellitenempfänger. Man braucht nur einen tauglichen
Nachsetzer. Der könnte das Aktentaschenformat allerdings überschreiten.
Ich kenne jemanden, der sich zu DDR-Zeiten seinen Sat-TV Empfangsanlage
selber gebaut hat. Messtechnik war im Betrieb vorhanden und die
kritischen HF-Transistoren, vor allem für die erste Stufe (heute als
LNB bezeichnet) konnten auch innerbetrieblich organisiert werden.
Sat-TV läuft auf Frequenzen um die 10 GHz.
GPS dagegen nur um die 1.7GHz.
Der HF-Teil für GPS sollte also damals schon keine Hürde gewesen sein.
Bleibt immer noch das Problem der Entschluesselung der Signale,
sowie die Tatsache, dass die ersten NICHT-experimentellen GPS-
Satelliten erst ab 1989 gestartet wurden.
Wolf gang P u f f e
2019-05-01 13:37:27 UTC
Antworten
Permalink
Post by René Marquardt
Post by Wolf gang P u f f e
Post by Ronald Konschak
Post by Chr. Maercker
Knackpunkt dürfte in der DDR Gigahertztechnik gewesen sein. Damals war
die noch einigermaßen schwer beherrschbar und Bauelemente waren rar +
teuer(st).
Im Dunstkreis von Robotron Radeberg (vorm. RAFENA) waren einige
Funkamateure schon in den 70ern auf 10 GHz zugange. Ich vermute
mal, die Schottky-Dioden haben sie auf Arbeit abgestaubt.
Post by Chr. Maercker
Ein Z80-Controller passt gut in eine Aktentasche, bei einem GHz-Rx mit
damaliger Technik hätte ich gewisse Zweifel. ;-)
Der GHz-Teil war recht klein. Der arbeitet nach demselben Prinzip wie
ein LNB am Satellitenempfänger. Man braucht nur einen tauglichen
Nachsetzer. Der könnte das Aktentaschenformat allerdings überschreiten.
Ich kenne jemanden, der sich zu DDR-Zeiten seinen Sat-TV Empfangsanlage
selber gebaut hat. Messtechnik war im Betrieb vorhanden und die
kritischen HF-Transistoren, vor allem für die erste Stufe (heute als
LNB bezeichnet) konnten auch innerbetrieblich organisiert werden.
Sat-TV läuft auf Frequenzen um die 10 GHz.
GPS dagegen nur um die 1.7GHz.
Der HF-Teil für GPS sollte also damals schon keine Hürde gewesen sein.
Bleibt immer noch das Problem der Entschluesselung der Signale,
sowie die Tatsache, dass die ersten NICHT-experimentellen GPS-
Satelliten erst ab 1989 gestartet wurden.
1989? Wie konnst Du darauf?
René Marquardt
2019-05-01 15:01:02 UTC
Antworten
Permalink
Post by Wolf gang P u f f e
Post by René Marquardt
Bleibt immer noch das Problem der Entschluesselung der Signale,
sowie die Tatsache, dass die ersten NICHT-experimentellen GPS-
Satelliten erst ab 1989 gestartet wurden.
1989? Wie konnst Du darauf?
https://en.wikipedia.org/wiki/GPS_satellite_blocks#Block_II_satellites
Wolf gang P u f f e
2019-05-01 15:31:37 UTC
Antworten
Permalink
Post by René Marquardt
Post by Wolf gang P u f f e
Post by René Marquardt
Bleibt immer noch das Problem der Entschluesselung der Signale,
sowie die Tatsache, dass die ersten NICHT-experimentellen GPS-
Satelliten erst ab 1989 gestartet wurden.
1989? Wie konnst Du darauf?
https://en.wikipedia.org/wiki/GPS_satellite_blocks#Block_II_satellites
Das war die 2. Generation Satelliten.
Das ganze wurde aber schon vorher genutzt.
https://de.wikipedia.org/wiki/Global_Positioning_System#Geschichte
Zitat:
In Folge des Abschusses von Korean-Air-Lines-Flug 007 kündigte
US-Präsident Reagan am 16. September 1983 an, GPS für den zivilen
Gebrauch freizugeben. 1985 startete der letzte Satellit der ersten
Generation mit einer Atlas-E-Rakete von der Vandenberg-Startrampe
SLC-3W.[8]

W.
Uwe Schickedanz
2019-05-01 16:31:37 UTC
Antworten
Permalink
On Wed, 1 May 2019 17:31:37 +0200, Wolf gang P u f f e
Post by Wolf gang P u f f e
Post by René Marquardt
Post by Wolf gang P u f f e
Post by René Marquardt
Bleibt immer noch das Problem der Entschluesselung der Signale,
sowie die Tatsache, dass die ersten NICHT-experimentellen GPS-
Satelliten erst ab 1989 gestartet wurden.
1989? Wie konnst Du darauf?
https://en.wikipedia.org/wiki/GPS_satellite_blocks#Block_II_satellites
Das war die 2. Generation Satelliten.
Das ganze wurde aber schon vorher genutzt.
https://de.wikipedia.org/wiki/Global_Positioning_System#Geschichte
In Folge des Abschusses von Korean-Air-Lines-Flug 007 kündigte
US-Präsident Reagan am 16. September 1983 an, GPS für den zivilen
Gebrauch freizugeben. 1985 startete der letzte Satellit der ersten
Generation mit einer Atlas-E-Rakete von der Vandenberg-Startrampe
SLC-3W.[8]
Also halten wir fest: die Hardware wäre vorhanden gewesen, der
Knackpunkt war der Code. Ob den Kolja damals schon hatte (und er in
die DDR gelangte), werden wir hier nicht herausfinden.
Also theoretisch möglich.


Gruß Uwe
--
"Freiheit nur für die Anhänger der Regierung, nur für Mitglieder
einer Partei - mögen sie noch so zahlreich sein - ist keine Freiheit.
Freiheit ist immer nur Freiheit des anders Denkenden."
=== http://www.sicherheitslampe.de ===
gunter Kühne
2019-05-01 16:55:35 UTC
Antworten
Permalink
Post by Uwe Schickedanz
On Wed, 1 May 2019 17:31:37 +0200, Wolf gang P u f f e
Post by Wolf gang P u f f e
Post by René Marquardt
Post by Wolf gang P u f f e
Post by René Marquardt
Bleibt immer noch das Problem der Entschluesselung der Signale,
sowie die Tatsache, dass die ersten NICHT-experimentellen GPS-
Satelliten erst ab 1989 gestartet wurden.
1989? Wie konnst Du darauf?
https://en.wikipedia.org/wiki/GPS_satellite_blocks#Block_II_satellites
Das war die 2. Generation Satelliten.
Das ganze wurde aber schon vorher genutzt.
https://de.wikipedia.org/wiki/Global_Positioning_System#Geschichte
In Folge des Abschusses von Korean-Air-Lines-Flug 007 kündigte
US-Präsident Reagan am 16. September 1983 an, GPS für den zivilen
Gebrauch freizugeben. 1985 startete der letzte Satellit der ersten
Generation mit einer Atlas-E-Rakete von der Vandenberg-Startrampe
SLC-3W.[8]
Also halten wir fest: die Hardware wäre vorhanden gewesen, der
Knackpunkt war der Code. Ob den Kolja damals schon hatte (und er in
die DDR gelangte), werden wir hier nicht herausfinden.
Also theoretisch möglich.
Gruß Uwe
Dan Fragt doch einfach bei so großen Klubstationen wie eben von der TU
Dresden.
René Marquardt
2019-05-01 21:51:21 UTC
Antworten
Permalink
Post by Wolf gang P u f f e
Post by René Marquardt
Post by Wolf gang P u f f e
Post by René Marquardt
Bleibt immer noch das Problem der Entschluesselung der Signale,
sowie die Tatsache, dass die ersten NICHT-experimentellen GPS-
Satelliten erst ab 1989 gestartet wurden.
1989? Wie konnst Du darauf?
https://en.wikipedia.org/wiki/GPS_satellite_blocks#Block_II_satellites
Das war die 2. Generation Satelliten.
Das ganze wurde aber schon vorher genutzt.
https://de.wikipedia.org/wiki/Global_Positioning_System#Geschichte
In Folge des Abschusses von Korean-Air-Lines-Flug 007 kündigte
US-Präsident Reagan am 16. September 1983 an, GPS für den zivilen
Gebrauch freizugeben. 1985 startete der letzte Satellit der ersten
Generation mit einer Atlas-E-Rakete von der Vandenberg-Startrampe
SLC-3W.[8]
In 1991, the FAA told the International Civil Aviation Organization that
it would make GPS available for free worldwide on a continuous basis

When Iraq invaded Kuwait in August 1990, GPS was still only partially operational.
Fewer than 20 satellites of the 24-satellite constellation had been launched,
and half of them were experimental units.

https://wilsonquarterly.com/quarterly/summer-2015-an-age-of-connectivity/launching-the-brick-moon-gps-path-from-the-space-race-to-smartphone/
gunter Kühne
2019-05-01 16:40:49 UTC
Antworten
Permalink
Post by Wolf gang P u f f e
Post by Ronald Konschak
Post by Chr. Maercker
Knackpunkt dürfte in der DDR Gigahertztechnik gewesen sein. Damals war
die noch einigermaßen schwer beherrschbar und Bauelemente waren rar +
teuer(st).
Im Dunstkreis von Robotron Radeberg (vorm. RAFENA) waren einige
Funkamateure schon in den 70ern auf 10 GHz zugange. Ich vermute
mal, die Schottky-Dioden haben sie auf Arbeit abgestaubt.
Post by Chr. Maercker
Ein Z80-Controller passt gut in eine Aktentasche, bei einem GHz-Rx mit
damaliger Technik hätte ich gewisse Zweifel. ;-)
Der GHz-Teil war recht klein. Der arbeitet nach demselben Prinzip wie
ein LNB am Satellitenempfänger. Man braucht nur einen tauglichen
Nachsetzer. Der könnte das Aktentaschenformat allerdings überschreiten.
Ich kenne jemanden, der sich zu DDR-Zeiten seinen Sat-TV Empfangsanlage
selber gebaut hat.
Dresden Prohlis war so ein Eigenbau.
Mit dem der die Anlage gebaut hat habe ich ab und an Disko gemacht.


Messtechnik war im Betrieb vorhanden und die
Post by Wolf gang P u f f e
kritischen HF-Transistoren, vor allem für die erste Stufe (heute als
LNB bezeichnet) konnten auch innerbetrieblich organisiert werden.
Bei Thorsten waren die aus der TU.
Oder eben auch zum Teil von Rentnern mit aus den Bösen Westen mitgebracht.
Post by Wolf gang P u f f e
Sat-TV läuft auf Frequenzen um die 10 GHz.
GPS dagegen nur um die 1.7GHz.
Der HF-Teil für GPS sollte also damals schon keine Hürde gewesen sein.
W.
Chr. Maercker
2019-05-02 10:46:07 UTC
Antworten
Permalink
Post by Wolf gang P u f f e
Ich kenne jemanden, der sich zu DDR-Zeiten seinen Sat-TV Empfangsanlage
selber gebaut hat. Messtechnik war im Betrieb vorhanden und die
kritischen HF-Transistoren, vor allem für die erste Stufe (heute als
LNB bezeichnet) konnten auch innerbetrieblich organisiert werden.
Sat-TV läuft auf Frequenzen um die 10 GHz.
GPS dagegen nur um die 1.7GHz.
Der HF-Teil für GPS sollte also damals schon keine Hürde gewesen sein.
... in Betrieben, wo die notwendigen HF-Transistoren quasi von der
Tischkante fielen. Im Amateurbedarf gab es die eher nicht, oder?
--
CU Chr. Maercker.
Wolf gang P u f f e
2019-05-02 11:16:24 UTC
Antworten
Permalink
Post by Wolf gang P u f f e
Ich kenne jemanden, der sich zu DDR-Zeiten seinen Sat-TV Empfangsanlage
selber gebaut hat. Messtechnik war im Betrieb vorhanden und die
kritischen HF-Transistoren, vor allem für die erste Stufe (heute als
LNB bezeichnet) konnten auch innerbetrieblich organisiert werden.
Sat-TV läuft auf Frequenzen um die 10 GHz.
GPS dagegen nur um die 1.7GHz.
Der HF-Teil für GPS sollte also damals schon keine Hürde gewesen sein.
.... in Betrieben, wo die notwendigen HF-Transistoren quasi von der
Tischkante fielen. Im Amateurbedarf gab es die eher nicht, oder?
Richtig. GHz-Bauteile waren Goldstaub.
Beziehungen oder ein Arbeitsplatz an der richtigen Stelle waren für den
Privatmann Voraussetzung.
Was den GPS-Selbstbauer betrifft, liest es sich in d.s.physik so, als
wenn das ein Projekt einer Gruppe und nicht eines "kleinen Mannes" auf
dem privaten Küchentisch war.
Ich denke, hier könnte vielleicht Unterstützung "von oben" einiges
bei der Bauteilebeschaffung erleichtert haben, wenn die das damals als
Forschungsprojekt oder Neuerervorschlag haben laufen lassen.

W.
Fritz
2019-05-02 14:19:30 UTC
Antworten
Permalink
Post by Wolf gang P u f f e
Post by Wolf gang P u f f e
Ich kenne jemanden, der sich zu DDR-Zeiten seinen Sat-TV Empfangsanlage
selber gebaut hat. Messtechnik war im Betrieb vorhanden und die
kritischen HF-Transistoren, vor allem für die erste Stufe (heute als
LNB bezeichnet) konnten auch innerbetrieblich organisiert werden.
Sat-TV läuft auf Frequenzen um die 10 GHz.
GPS dagegen nur um die 1.7GHz.
Der HF-Teil für GPS sollte also damals schon keine Hürde gewesen sein.
.... in Betrieben, wo die notwendigen HF-Transistoren quasi von der
Tischkante fielen. Im Amateurbedarf gab es die eher nicht, oder?
Richtig. GHz-Bauteile waren Goldstaub.
Beziehungen oder ein Arbeitsplatz an der richtigen Stelle waren für den
Privatmann Voraussetzung.
Was den GPS-Selbstbauer betrifft, liest es sich in d.s.physik so, als
wenn das ein Projekt einer Gruppe und nicht eines "kleinen Mannes" auf
dem privaten Küchentisch war.
Ich denke, hier könnte vielleicht Unterstützung "von oben" einiges
bei der Bauteilebeschaffung erleichtert haben, wenn die das damals als
Forschungsprojekt oder Neuerervorschlag haben laufen lassen.
Falls man dem 'Erzähler' D.G. trauen kann. Der hat schon so viele (Crank
/ Crackpot) 'Schnurren' von sich gegeben, dass ihm in d.s.physik niemand
mehr glaubt.

Siehe:
<http://www.grosch.homepage.t-online.de/>
--
Fritz
der Fasching ist nun leider vorbei - trotzdem ein kräftiges Lei Lei! ;-)
Paul
2019-05-02 15:00:51 UTC
Antworten
Permalink
Post by Wolf gang P u f f e
Post by Wolf gang P u f f e
Ich kenne jemanden, der sich zu DDR-Zeiten seinen Sat-TV Empfangsanlage
selber gebaut hat. Messtechnik war im Betrieb vorhanden und die
kritischen HF-Transistoren, vor allem für die erste Stufe (heute als
LNB bezeichnet) konnten auch innerbetrieblich organisiert werden.
Sat-TV läuft auf Frequenzen um die 10 GHz.
GPS dagegen nur um die 1.7GHz.
Der HF-Teil für GPS sollte also damals schon keine Hürde gewesen sein.
.... in Betrieben, wo die notwendigen HF-Transistoren quasi von der
Tischkante fielen. Im Amateurbedarf gab es die eher nicht, oder?
Richtig. GHz-Bauteile waren Goldstaub.
Beziehungen oder ein Arbeitsplatz an der richtigen Stelle waren für den
Privatmann Voraussetzung.
Was den GPS-Selbstbauer betrifft, liest es sich in d.s.physik so, als
wenn das ein Projekt einer Gruppe und nicht eines "kleinen Mannes" auf
dem privaten Küchentisch war.
Ich denke, hier könnte vielleicht Unterstützung "von oben" einiges
bei der Bauteilebeschaffung erleichtert haben, wenn die das damals als
Forschungsprojekt oder Neuerervorschlag haben laufen lassen.
W.
Ich kann mir im VEB Addinol keinerlei Bedarf für ein derartiges Gerät
denken, die haben Schmierstoffe produziert und entwickelt. Und ohne
irgendeinen begründbaren Bedarf gab es in einem Industriebetrieb ganz
einfach keine Mittel für ein solches Projekt. In einem Forschungszentrum
oder -Institut wäre das möglicherweise anders gewesen. Industriebetriebe
haben in der DDR oft dringend benötigte Messgeräte die sie nicht kaufen
konnten selbst entwickelt und gebaut, dafür musste aber immer der
dringende Bedarf nachgewiesen werden. Dann gab es noch die Schiene der
Konsumgüterproduktion, aber für den Sektor wäre ein GPS-Gerät in der DDR
nicht vorstellbar gewesen, da hätte ja jeder klar erkennen können wie
stark die offiziellen Landkarten und Stadtpläne verfälscht waren.

Paule
--
Eine richtig gute Anti-Malware-Lösung?
30 Tage kostenlos und ohne Risiko testen?
https://www.emsisoft.com/de/software/antimalware/?id=5716961
Florian Ritter
2019-05-02 18:34:49 UTC
Antworten
Permalink
Post by Paul
Post by Wolf gang P u f f e
.... in Betrieben, wo die notwendigen HF-Transistoren quasi von der
Tischkante fielen. Im Amateurbedarf gab es die eher nicht, oder?
Richtig. GHz-Bauteile waren Goldstaub.
Ich kann mir im VEB Addinol keinerlei Bedarf für ein derartiges Gerät
denken, die haben Schmierstoffe produziert und entwickelt. Und ohne
irgendeinen begründbaren Bedarf gab es in einem Industriebetrieb ganz
einfach keine Mittel für ein solches Projekt. In einem Forschungszentrum
oder -Institut wäre das möglicherweise anders gewesen.
Dafür kamen in Bln.-Adlershof in Frage: Inst. f. Elektronik (IE),
Zentralinst. f. Elektronik (ZIE), Zentrum f. wissensch. Gerätebau
(ZWG) - FR
Florian Ritter
2019-05-02 18:29:20 UTC
Antworten
Permalink
Post by Wolf gang P u f f e
Post by Wolf gang P u f f e
Der HF-Teil für GPS sollte also damals schon keine Hürde gewesen sein.
.... in Betrieben, wo die notwendigen HF-Transistoren quasi von der
Tischkante fielen. Im Amateurbedarf gab es die eher nicht, oder?
Richtig. GHz-Bauteile waren Goldstaub.
Beziehungen oder ein Arbeitsplatz an der richtigen Stelle waren für den
Privatmann Voraussetzung.
Was den GPS-Selbstbauer betrifft, liest es sich in d.s.physik so, als
wenn das ein Projekt einer Gruppe und nicht eines "kleinen Mannes" auf
dem privaten Küchentisch war.
Ich denke, hier könnte vielleicht Unterstützung "von oben" einiges
bei der Bauteilebeschaffung erleichtert haben, wenn die das damals als
Forschungsprojekt oder Neuerervorschlag haben laufen lassen.
Bei Conrad oder A-Z Elektronik in Westberlin sah man öfter Herren, die
geradezu nach Stasi rochen, größere Bestellungen tätigen - FR
Martin Ebert
2019-05-02 02:20:42 UTC
Antworten
Permalink
Post by Fritz
Wurden in der DDR tatsächlich GPS Empfänger gebaut?
Wenn 'ja' wann?
Welche Geräte und wie hießen diese?
Gibt es Fotos davon?
Das ist tatsächlich nicht auszuschließen.

Tasten wir uns langsam an das Thema: Die erste Frage ist die
Datenquelle. Und Gunter hat recht: In der Phase bis 1990 hatte
die UdSSR deutlich mehr GLONASS-Satelliten in Betrieb als die
USA GPS.

Wer wäre nun in der DDR technisch in der Lage, diese Satelliten-
signale zu empfangen und zu verarbeiten? Im Grunde fällt mir da
nur OTS (operativ-technischer Sektor) des MfS ein. - Die waren
in der Lage, das extrem kurze Telegramm der US-Bodensonden (an
Satellit) vor militärischen Liegenschaften der DDR mitzuschneiden
und teilweise zu entschlüsseln. Dagegen ist die Entschlüsselung
von GPS oder GLONASS ja regelrecht harmlos.

Zu dem in Rede stehenden Herrn kann ich nichts sagen. Möglich
wäre, dass er bewusst oder unbewusst OTS im Sinne eines Dienst-
leisters zuarbeitete.

Tatsächlich möglich wäre auch, dass das MfS Funkamateure (die
wurden gut überwacht) von der Leine lies: Da gab es durchaus einige,
die verschiedenste Satelliten empfingen - Gunters Andeutung geht
in diese Richtung.

Von den Akten von OTS ist nicht viel übrig, da liefen die
Schredder heiß. Und sehr gesprächig sind die alle leider auch
nicht.

Mt
d***@gmail.com
2019-05-02 05:18:26 UTC
Antworten
Permalink
Post by Martin Ebert
Post by Fritz
Wurden in der DDR tatsächlich GPS Empfänger gebaut?
Wenn 'ja' wann?
Welche Geräte und wie hießen diese?
Gibt es Fotos davon?
Das ist tatsächlich nicht auszuschließen.
Tasten wir uns langsam an das Thema: Die erste Frage ist die
Datenquelle. Und Gunter hat recht: In der Phase bis 1990 hatte
die UdSSR deutlich mehr GLONASS-Satelliten in Betrieb als die
USA GPS.
Wer wäre nun in der DDR technisch in der Lage, diese Satelliten-
signale zu empfangen und zu verarbeiten? Im Grunde fällt mir da
nur OTS (operativ-technischer Sektor) des MfS ein. - Die waren
in der Lage, das extrem kurze Telegramm der US-Bodensonden (an
Satellit) vor militärischen Liegenschaften der DDR mitzuschneiden
und teilweise zu entschlüsseln. Dagegen ist die Entschlüsselung
von GPS oder GLONASS ja regelrecht harmlos.
Zu dem in Rede stehenden Herrn kann ich nichts sagen. Möglich
wäre, dass er bewusst oder unbewusst OTS im Sinne eines Dienst-
leisters zuarbeitete.
Tatsächlich möglich wäre auch, dass das MfS Funkamateure (die
wurden gut überwacht) von der Leine lies: Da gab es durchaus einige,
die verschiedenste Satelliten empfingen - Gunters Andeutung geht
in diese Richtung.
Von den Akten von OTS ist nicht viel übrig, da liefen die
Schredder heiß. Und sehr gesprächig sind die alle leider auch
nicht.
Mt
Alles was über 300 MHz war war in der Zone VS.
Das heißt nicht, daß es drüber nix gegeben hätte.
In Pinnow in der Messbude hatten wir extra einen VS
Bereich, in dem die dort Beschäftigten Geräte der
NVA-Nachrichtentechnik oberhalb der 300 MHz
warteten und reparierten.

Erst die zivile Nutzung in Autos und fürs Geocaching
Anfang der 90er mit der zweiten Genauigkeitsstufe
(ca. 3-5 Meter) machte das GPS für die breite Masse
interessant. Ich hörte, das GPS Netz wurde über der
UdSSR/Rußland künstlich verscrambled bzw. ungenau
gemacht um eine vernünftige Nutzung durch die Russen
auszuschließen. Wenn ja, ist das heute noch so??

BGE
Martin Ebert
2019-05-04 01:05:29 UTC
Antworten
Permalink
Post by d***@gmail.com
Post by Martin Ebert
Tasten wir uns langsam an das Thema: Die erste Frage ist die
Datenquelle. Und Gunter hat recht: In der Phase bis 1990 hatte
die UdSSR deutlich mehr GLONASS-Satelliten in Betrieb als die
USA GPS.
Hier steht es.
Post by d***@gmail.com
Post by Martin Ebert
Tatsächlich möglich wäre auch, dass das MfS Funkamateure (die
wurden gut überwacht) von der Leine lies: Da gab es durchaus einige,
die verschiedenste Satelliten empfingen - Gunters Andeutung geht
in diese Richtung.
Hier geht es um die Möglichkeit, dass die DDR sich Dritter (der
Typ da im Mineralölwerk) bediente.
Post by d***@gmail.com
Alles was über 300 MHz war war in der Zone VS.
In der DDR war alles VS. Ich rede hier primär aber über das
MfS und den MilND als Auftraggeber. Und da fallen mir für das
MfS halt OTS und für MilND halt Dessau ein. Ist naheliegend.
Post by d***@gmail.com
Das heißt nicht, daß es drüber nix gegeben hätte.
Alles was ging, haben die auch gemacht. Die haben beispielsweise
das Glasfaser nach Westberlin abgegriffen, ohne zu spleißen!
Die haben so lange mit Biegung experimentiert, bis sie raushatten,
wie viel Grad sie biegen müssten, um ein Sekundärsignal abzugreifen.
Mit diesem Wissen sind sie dann an das echte Kabel und haben in
der Folge alles mitgeschnitten.

Objekt 04/358 - QUELLE 1 - Rhinow

Mt
Loading...