Discussion:
Warum eine Legalisierung von Cannabis problematisch ist
(zu alt für eine Antwort)
halv
1970-01-01 00:00:00 UTC
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https://www.faz.net/aktuell/rhein-main/region-und-hessen/warum-ein
e-legalisierung-von-cannabis-problematisch-ist-16642323.html
--
halv
Gunter Kühne
2020-02-20 07:35:08 UTC
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Post by halv
https://www.faz.net/aktuell/rhein-main/region-und-hessen/warum-ein
e-legalisierung-von-cannabis-problematisch-ist-16642323.html
Was hat das unter DDR zu suchen.
das Problem hatte keiner
Für ALU Chips wollte man das uns sowieso nicht verkaufen.
--
Kleinmut und Stolz, aus diesem Holz
Schuf der Mensch sich am sechsten Tag Gott.
Frank Müller
2020-02-20 08:54:29 UTC
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Post by Gunter Kühne
Post by halv
https://www.faz.net/aktuell/rhein-main/region-und-hessen/warum-ein
e-legalisierung-von-cannabis-problematisch-ist-16642323.html
Was hat das unter DDR zu suchen.
das Problem hatte keiner
Für ALU Chips wollte man das uns sowieso nicht verkaufen.
Bei den vielen Kleingärten in der DDR wäre es sicher kein
Problem gewesen das in einer nicht einsehbaren Ecke mit
anzubauen, aber irgendwie war dafür kein Bedarf da.

Frank
Gunter Kühne
2020-02-20 09:43:35 UTC
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Post by Frank Müller
Post by Gunter Kühne
Post by halv
https://www.faz.net/aktuell/rhein-main/region-und-hessen/warum-ein
e-legalisierung-von-cannabis-problematisch-ist-16642323.html
Was hat das unter DDR zu suchen.
 das Problem hatte keiner
Für ALU Chips wollte man das uns sowieso nicht verkaufen.
Bei den vielen Kleingärten in der DDR wäre es sicher kein
Problem gewesen das in einer nicht einsehbaren Ecke mit
anzubauen, aber irgendwie war dafür kein Bedarf da.
Frank
Stimmt irgendwie.
In meiner Polizeizeit bis 1984 ist mir nur ein Fall in DD mit Rauchgift
bekannt geworden.
Allerdings ging es dabei um Morphium.
( Aus der KH Apotheke in der Induestriestr. verschwunden.)
Wolf gang P u f f e
2020-02-20 10:08:19 UTC
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Post by Frank Müller
Post by Gunter Kühne
Post by halv
https://www.faz.net/aktuell/rhein-main/region-und-hessen/warum-ein
e-legalisierung-von-cannabis-problematisch-ist-16642323.html
Was hat das unter DDR zu suchen.
das Problem hatte keiner
Für ALU Chips wollte man das uns sowieso nicht verkaufen.
Bei den vielen Kleingärten in der DDR wäre es sicher kein
Problem gewesen das in einer nicht einsehbaren Ecke mit
anzubauen, aber irgendwie war dafür kein Bedarf da.
Alkohol hat gereicht, und da waren wir (wie immer!!) Weltspitze. ;-)
https://www.welt.de/geschichte/article126248089/Warum-die-DDR-auch-Suff-Weltmeister-war.html

W.
Frank Müller
2020-02-20 10:42:57 UTC
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Post by Wolf gang P u f f e
Post by Frank Müller
Post by Gunter Kühne
Post by halv
https://www.faz.net/aktuell/rhein-main/region-und-hessen/warum-ein
e-legalisierung-von-cannabis-problematisch-ist-16642323.html
Was hat das unter DDR zu suchen.
das Problem hatte keiner
Für ALU Chips wollte man das uns sowieso nicht verkaufen.
Bei den vielen Kleingärten in der DDR wäre es sicher kein
Problem gewesen das in einer nicht einsehbaren Ecke mit
anzubauen, aber irgendwie war dafür kein Bedarf da.
Alkohol hat gereicht, und da waren wir (wie immer!!) Weltspitze. ;-)
https://www.welt.de/geschichte/article126248089/Warum-die-DDR-auch-Suff-Weltmeister-war.html
In diesen Statistiken fehlt dazu auch noch der Obstwein,
den man meist selber gemacht hat. Bei uns waren das
jährlich um die 50-100 Liter die da entstanden sind.

Frank
Torsten Mueller
2020-02-20 11:38:45 UTC
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In diesen Statistiken fehlt dazu auch noch der Obstwein, den man meist
selber gemacht hat. Bei uns waren das jährlich um die 50-100 Liter die
da entstanden sind.
Die Pulle "Wein" entwickelte sich an lokalen Kompetenzzentren
(Universitäten) quasi zu einer zweiten Währung. Wobei nicht jede
tatsächlich genießbar war, im Sinne von "genießen".

T.M.

P.S.: Die Kameraden im Nachbaraufgang betrieben nach Anleitung einen
sog. schnellen Brüter, bei dem im laufenden Gärprozeß angeblich Gärgut
ausgetauscht werden konnte. Das war aber keine sehr schlaue Idee, wie
sie selpst feststellten, als in einer Nacht mehrere frisch abgefüllte
Flaschen explodierten und das ganze Zimmer versauten. Die
Pasteurisierung der Flaschen wollten sie am nächsten Tag vornehmen.
Wolf gang P u f f e
2020-02-20 11:57:15 UTC
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Post by Frank Müller
Post by Wolf gang P u f f e
Post by Frank Müller
Post by Gunter Kühne
Post by halv
https://www.faz.net/aktuell/rhein-main/region-und-hessen/warum-ein
e-legalisierung-von-cannabis-problematisch-ist-16642323.html
Was hat das unter DDR zu suchen.
das Problem hatte keiner
Für ALU Chips wollte man das uns sowieso nicht verkaufen.
Bei den vielen Kleingärten in der DDR wäre es sicher kein
Problem gewesen das in einer nicht einsehbaren Ecke mit
anzubauen, aber irgendwie war dafür kein Bedarf da.
Alkohol hat gereicht, und da waren wir (wie immer!!) Weltspitze. ;-)
https://www.welt.de/geschichte/article126248089/Warum-die-DDR-auch-Suff-Weltmeister-war.html
In diesen Statistiken fehlt dazu auch noch der Obstwein,
den man meist selber gemacht hat. Bei uns waren das
jährlich um die 50-100 Liter die da entstanden sind.
In den 1000-Kleine-Dinge Läden gabs ja Zubehör für die Vergärung zu
kaufen. Das haben einige auch gemacht.
Aber ob auch schwarz gebrannt wurde, ist mir zumindest nicht bekannt.
Lediglich wurde im Kollegenkreis über Prozesstemperaturen und die
Folgen deren Nicheinhaltung gefachsimpelt. Sicher wird da auch mal ein
Tropfen aus einer "privaten Armatur" gekommen sein.

W.
Frank Müller
2020-02-20 12:18:26 UTC
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Post by Wolf gang P u f f e
Post by Frank Müller
In diesen Statistiken fehlt dazu auch noch der Obstwein,
den man meist selber gemacht hat. Bei uns waren das
jährlich um die 50-100 Liter die da entstanden sind.
In den 1000-Kleine-Dinge Läden gabs ja Zubehör für die Vergärung zu
kaufen. Das haben einige auch gemacht.
Gab ja auch eine gute Anleitung dazu:
http://www.apz-rl.de/112_FH-GE-SS-11/012_up_guppe_2/upload/obstwein
Post by Wolf gang P u f f e
Aber ob auch schwarz gebrannt wurde, ist mir zumindest nicht bekannt.
Mir auch nicht, mir wäre das zu viel Aufwand. Ich hatte es mal
ausgerechnet, da braucht man etwa 10 Liter Wein um daraus
etwa 2,5 Liter 40%igen Branntwein zu machen.
Da trinke ich lieber die 10 Liter Wein und spare mir die Arbeit
das zu brennen...

Frank
Fa.lk.Sc.H.a.de
2020-02-21 14:15:32 UTC
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Post by Frank Müller
Post by Wolf gang P u f f e
Post by Frank Müller
In diesen Statistiken fehlt dazu auch noch der Obstwein,
den man meist selber gemacht hat. Bei uns waren das
jährlich um die 50-100 Liter die da entstanden sind.
In den 1000-Kleine-Dinge Läden gabs ja Zubehör für die Vergärung zu
kaufen. Das haben einige auch gemacht.
http://www.apz-rl.de/112_FH-GE-SS-11/012_up_guppe_2/upload/obstwein
Post by Wolf gang P u f f e
Aber ob auch schwarz gebrannt wurde, ist mir zumindest nicht bekannt.
Mir auch nicht, mir wäre das zu viel Aufwand. Ich hatte es mal
ausgerechnet, da braucht man etwa 10 Liter Wein um daraus
etwa 2,5 Liter 40%igen Branntwein zu machen.
Da trinke ich lieber die 10 Liter Wein und spare mir die Arbeit
das zu brennen...
und es brennt auch nicht so, im Hals.
Chr. Maercker
2020-02-20 16:34:19 UTC
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Post by Wolf gang P u f f e
In den 1000-Kleine-Dinge Läden gabs ja Zubehör für die Vergärung zu
kaufen. Das haben einige auch gemacht.
ACK, war einklich alles zu haben. Erstaunlich genug, gerade mit solchen
Dingen war es oft zum Verzweifeln, irknwas fehlte immer.
Post by Wolf gang P u f f e
Aber ob auch schwarz gebrannt wurde, ist mir zumindest nicht bekannt.
Von NVA-Soldaten wurde das Zwei-Schüssel-Verfahren angewandt. ;-)
Post by Wolf gang P u f f e
Lediglich wurde im Kollegenkreis über Prozesstemperaturen und die
Folgen deren Nicheinhaltung gefachsimpelt. Sicher wird da auch mal ein
Tropfen aus einer "privaten Armatur" gekommen sein.
Ich kenne nur Berichte aus den 1950ern und früher. Es hieß, damals
wurden die guten alten Kohle-Badeöfen zum Brennen verwendet.
--
CU Chr. Maercker.
Martin Ebert
2020-02-20 17:28:15 UTC
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Post by Wolf gang P u f f e
In den 1000-Kleine-Dinge Läden gabs ja Zubehör für die Vergärung zu
kaufen. Das haben einige auch gemacht.
Vor allem private Drogerien: Dort gab es (meist nicht) Gärröhrchen
und Weinhefe. Weinballons waren auch so ein Problem.

Die Eisleber Apfelplantagen sorgten dafür, dass das gesamte
Wohnheim Apfelwein erzeugte, jenseits jeder Statistik. Und
Post by Wolf gang P u f f e
Aber ob auch schwarz gebrannt wurde, ist mir zumindest nicht
bekannt.
In meinem Studentenwohnheim logierten auch die Chemiker. Das
führte dazu, dass es auch Obstler gab, von besten Eisleber
"Grünen Gräßlichen" (Gelber Köstlicher).

Das wird aber die Statistik nicht umgeschubst haben.

Mt
Gunter Kühne
2020-02-20 18:49:25 UTC
Permalink
Post by Martin Ebert
Post by Wolf gang P u f f e
In den 1000-Kleine-Dinge Läden gabs ja Zubehör für die Vergärung zu
kaufen. Das haben einige auch gemacht.
Vor allem private Drogerien: Dort gab es (meist nicht) Gärröhrchen
und Weinhefe. Weinballons waren auch so ein Problem.
Also du musst in einer Komischen Gegend gelebt haben.
Ich habe das Zeugs immer im Haus der 1000 Dinge, seit Mitte der 70 er
bis Mitte 80 er, stehen sehen.
Die komischen Trompetenröhrchen, Behälter bauchig, sowie die Beutel mit
Hefe und verschiedene Korken.
Gummi und Echtkork.
Nur bei den Flaschengrößen muss es Lücken gegeben haben.
Es gab kleine 5 Liter und große 30 Liter die Zwischengrößen waren
Mangelware.
Anders in einen Privaten Samen und Gärtnereigeschäft am Körnerplatz.
Der hatte immer fast alles.
Post by Martin Ebert
Die Eisleber Apfelplantagen sorgten dafür, dass das gesamte
Wohnheim Apfelwein erzeugte, jenseits jeder Statistik. Und
Post by Wolf gang P u f f e
Aber ob auch schwarz gebrannt wurde, ist mir zumindest nicht
bekannt.
In meinem Studentenwohnheim logierten auch die Chemiker. Das
führte dazu, dass es auch Obstler gab, von besten Eisleber
"Grünen Gräßlichen" (Gelber Köstlicher).
Das wird aber die Statistik nicht umgeschubst haben.
Naj ne Promille Stelle verschoben :)
Post by Martin Ebert
Mt
--
Kleinmut und Stolz, aus diesem Holz
Schuf der Mensch sich am sechsten Tag Gott.
Gunter Kühne
2020-02-20 18:56:53 UTC
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Post by Gunter Kühne
Post by Martin Ebert
Post by Wolf gang P u f f e
In den 1000-Kleine-Dinge Läden gabs ja Zubehör für die Vergärung zu
kaufen. Das haben einige auch gemacht.
Vor allem private Drogerien: Dort gab es (meist nicht) Gärröhrchen
und Weinhefe. Weinballons waren auch so ein Problem.
Also du musst in einer Komischen Gegend gelebt haben.
Ich habe das Zeugs immer im Haus der 1000 Dinge, seit Mitte der 70 er
bis Mitte 80 er, stehen sehen.
Die komischen Trompetenröhrchen, Behälter bauchig, sowie die Beutel mit
Hefe und verschiedene Korken.
Gummi und Echtkork.
Nur bei den Flaschengrößen muss es Lücken gegeben haben.
Es gab kleine 5 Liter und große 30 Liter die Zwischengrößen waren
Mangelware.
Anders in einen Privaten Samen und Gärtnereigeschäft am Körnerplatz.
Der hatte immer fast alles.
Post by Martin Ebert
Die Eisleber Apfelplantagen sorgten dafür, dass das gesamte
Wohnheim Apfelwein erzeugte, jenseits jeder Statistik. Und
Post by Wolf gang P u f f e
Aber ob auch schwarz gebrannt wurde, ist mir zumindest nicht
bekannt.
In meinem Studentenwohnheim logierten auch die Chemiker. Das
führte dazu, dass es auch Obstler gab, von besten Eisleber
"Grünen Gräßlichen" (Gelber Köstlicher).
Das wird aber die Statistik nicht umgeschubst haben.
Naj ne Promille Stelle verschoben :)
Post by Martin Ebert
Mt
Ach so solche meine Ich, aber davor gabs welche wo die Tüten viel
Miserabler gedruckt waren und etwas Gelb.

https://www.ebay.de/itm/182519989789
Bernd Ullrich
2020-02-20 19:56:40 UTC
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Post by Gunter Kühne
Post by Martin Ebert
Post by Wolf gang P u f f e
In den 1000-Kleine-Dinge Läden gabs ja Zubehör für die Vergärung zu
kaufen. Das haben einige auch gemacht.
Vor allem private Drogerien: Dort gab es (meist nicht) Gärröhrchen
und Weinhefe. Weinballons waren auch so ein Problem.
Also du musst in einer Komischen Gegend gelebt haben.
Ich habe das Zeugs immer im Haus der 1000 Dinge, seit Mitte der 70 er
bis Mitte 80 er, stehen sehen.
Die komischen Trompetenröhrchen, Behälter bauchig, sowie die Beutel
mit Hefe und verschiedene Korken.
Gummi und Echtkork.
Nur bei den Flaschengrößen muss es Lücken gegeben haben.
Es gab kleine 5 Liter und große 30 Liter die Zwischengrößen waren
Mangelware.
Anders in einen Privaten Samen und Gärtnereigeschäft am Körnerplatz.
Der hatte immer fast alles.
Post by Martin Ebert
Die Eisleber Apfelplantagen sorgten dafür, dass das gesamte
Wohnheim Apfelwein erzeugte, jenseits jeder Statistik. Und
Post by Wolf gang P u f f e
Aber ob auch schwarz gebrannt wurde, ist mir zumindest nicht bekannt.
In meinem Studentenwohnheim logierten auch die Chemiker. Das
führte dazu, dass es auch Obstler gab, von besten Eisleber
"Grünen Gräßlichen" (Gelber Köstlicher).
Das wird aber die Statistik nicht umgeschubst haben.
--------------------------------------------
Post by Gunter Kühne
Naj ne Promille Stelle verschoben :)
In den 40ern und den 50ern hatten die Leute noch Zeit nach der Arbeit
zum Schwarzbrennen, danach kam das Fernsehen auf und fürs Schwarzbrennen
war keine Zeit mehr da.

BU
Bernd Ullrich
2020-02-20 19:50:00 UTC
Permalink
Post by Gunter Kühne
Post by Martin Ebert
Post by Wolf gang P u f f e
In den 1000-Kleine-Dinge Läden gabs ja Zubehör für die Vergärung zu
kaufen. Das haben einige auch gemacht.
Vor allem private Drogerien: Dort gab es (meist nicht) Gärröhrchen
und Weinhefe. Weinballons waren auch so ein Problem.
Also du musst in einer Komischen Gegend gelebt haben.
Ich habe das Zeugs immer im Haus der 1000 Dinge, seit Mitte der 70 er
bis Mitte 80 er, stehen sehen.
Die komischen Trompetenröhrchen, Behälter bauchig, sowie die Beutel mit
Hefe und verschiedene Korken.
Gummi und Echtkork.
------------------------------------
Post by Gunter Kühne
Nur bei den Flaschengrößen muss es Lücken gegeben haben.
Es gab kleine 5 Liter und große 30 Liter die Zwischengrößen waren
Mangelware.
Obstwein zuhause wurde ab den 40ern bis Anfang der 60er angesetzt, an
das Gluckern der Glasröhrchen dort erinnere ich mich noch heute.
In den 70ern wurden Regale für gekaufte Weinflaschen im Keller hingestellt.
Die Matscherei der eigenen Herstellung war den Leuten schon zu aufwendig
und zeitraubent.

BU

BU
Frank Müller
2020-02-20 20:46:29 UTC
Permalink
Obstwein zuhause wurde ab den 40ern bis Anfang der 60er angesetzt, an das
Gluckern der Glasröhrchen dort erinnere ich mich noch heute.
In den 70ern wurden Regale für gekaufte Weinflaschen im Keller hingestellt.
Die Matscherei der eigenen Herstellung war den Leuten schon zu aufwendig
und zeitraubent.
Wird wohl eher damit zusammen gehangen haben daß man
ab den 70er Jahren die Früchte aus den Garten einfach an
die Aufkaufstellen und Verkaufsstellen verkaufen konnte.
Vorher mußte man sie irgendwie selbst verwerten...

Frank
Bernd Ullrich
2020-02-20 23:55:24 UTC
Permalink
Post by Frank Müller
Obstwein zuhause wurde ab den 40ern bis Anfang der 60er angesetzt, an das
Gluckern der Glasröhrchen dort erinnere ich mich noch heute.
In den 70ern wurden Regale für gekaufte Weinflaschen im Keller hingestellt.
Die Matscherei der eigenen Herstellung war den Leuten schon zu aufwendig
und zeitraubent.
------------------------------
Post by Frank Müller
Wird wohl eher damit zusammen gehangen haben daß man
ab den 70er Jahren die Früchte aus den Garten einfach an
die Aufkaufstellen und Verkaufsstellen verkaufen konnte.
Gabs hier nicht so. Das wurde selber aufgegessen.
Post by Frank Müller
Vorher mußte man sie irgendwie selbst verwerten...
Der Aufwand zum veredeln (Obstwein) war zu hoch.

BU
Torsten Mueller
2020-02-21 06:38:13 UTC
Permalink
Post by Martin Ebert
Vor allem private Drogerien: Dort gab es (meist nicht) Gärröhrchen
und Weinhefe. Weinballons waren auch so ein Problem.
Also du musst in einer Komischen Gegend gelebt haben. Ich habe das
Zeugs immer im Haus der 1000 Dinge, seit Mitte der 70 er bis Mitte 80
er, stehen sehen. Die komischen Trompetenröhrchen, Behälter bauchig,
Die Dinger waren zeitweilig so schwer zu bekommen, daß ich meines zu
Studienbeginn von meinem Onkel geschenkt bekam, der es mir mit einigem
"Junge ... Ernst des Lebens ... kann's nicht mit ins Grab nehmen ..."
vermachte. Und ich hab genau dieses bis heute!

T.M.
Veith
2020-02-21 07:38:08 UTC
Permalink
Post by Martin Ebert
Vor allem private Drogerien: Dort gab es (meist nicht) Gärröhrchen
und Weinhefe. Weinballons waren auch so ein Problem.
Also du musst in einer Komischen Gegend gelebt haben. Ich habe das
Zeugs immer im Haus der 1000 Dinge, seit Mitte der 70 er bis Mitte 80
er, stehen sehen. Die komischen Trompetenröhrchen, Behälter bauchig,
Die Dinger waren zeitweilig so schwer zu bekommen, (...)
Das war doch immer so, daß irgendwas, irgendwo, eine gewisse Zeit "schwer zu
bekommen" war. Da machten die "komischen Trompetenröhrchen" keine Ausnahme.
Was ggf. auch daran lag, daß andere diese Dutzendweise im Keller gehortet
hatten, Motto: man weiß ja nie.

Meine Eltern haben regelmäßig aus Kirschen im Weinballon in der Küche "Wein"
gemacht, wobei das ab einem bestimmten Gärungszustand interessant roch.
Das Schönste war das Umfüllen in die Flaschen ... "Verluste" bis zu 50%
waren die Regel :-D

Peter
Fred
2020-02-22 01:35:12 UTC
Permalink
Post by Torsten Mueller
Die Dinger waren zeitweilig so schwer zu bekommen, daß ich meines zu
Studienbeginn von meinem Onkel geschenkt bekam, der es mir mit einigem
"Junge ... Ernst des Lebens ... kann's nicht mit ins Grab nehmen ..."
vermachte. Und ich hab genau dieses bis heute!
Kann mich erinnern, dass wir 4 Stück davon hatten, mein Vater jedoch auf
einen Wattebausch geschworen hat und deswegen nur mit Watte den Weinballon
abschloss. Und alle Flaschen die ich probiert habe, waren tatsächlich ohne
Essiggeschmack. ;-)
Post by Torsten Mueller
T.M.
Byte, Byte
Der Fred
d***@gmail.com
2020-02-22 05:08:53 UTC
Permalink
Post by Fred
Post by Torsten Mueller
Die Dinger waren zeitweilig so schwer zu bekommen, daß ich meines zu
Studienbeginn von meinem Onkel geschenkt bekam, der es mir mit einigem
"Junge ... Ernst des Lebens ... kann's nicht mit ins Grab nehmen ..."
vermachte. Und ich hab genau dieses bis heute!
Kann mich erinnern, dass wir 4 Stück davon hatten, mein Vater jedoch auf
einen Wattebausch geschworen hat und deswegen nur mit Watte den Weinballon
abschloss. Und alle Flaschen die ich probiert habe, waren tatsächlich ohne
Essiggeschmack. ;-)
Ich empfehle dazu immer das hier im Westen völlig unbekannte Standardwerk
zum Obstweinmachen von E. Donath "Obstwein selbst gemacht" welches ich
in Ermangelung eines Westpendants hier schon zigmal kopiert und weitergegeben habe.
Prof. Donath war der Chef des Pillnitzer Instituts für Gartenbau der deutschen Akademie
der Landwirtschaftswissenschaften zu Berlin und ein Kenner der DDR-Möglichkeiten, was sich
in seinem Büchlein wiederspiegelt. Ich habe mehrere Ballons mit Sauerkirschen erfolgreich angesetzt
und die waren bei unseren studentischen >lerngruppenfeten neben selbstgemachte Rumtobt immer der Renner nach Vierpoltheorie und Übertragungstechnik.

Ich besitze zwei Auflagen:
Die eine ist von 1959 (siebente Auflage) vom Fachbuchverlag Leipzig
Die andere ist neuer und grade irgendwem verborgt.

In dieser Kladde wird Ales von der Pieke an erklärt und der Erfolg beim
nachproduzierten ist nahezu gesichert.

https://www.yumpu.com/de/document/view/51802577/obstwein-selbstgemacht-ziltendorf

HTH
BGE
Frank Müller
2020-02-22 09:07:20 UTC
Permalink
Post by d***@gmail.com
Post by Fred
Kann mich erinnern, dass wir 4 Stück davon hatten, mein Vater jedoch auf
einen Wattebausch geschworen hat und deswegen nur mit Watte den
Weinballon abschloss. Und alle Flaschen die ich probiert habe, waren
tatsächlich ohne Essiggeschmack. ;-)
Watte geht zur not auch, nur bekommt man da nicht so gut
mit wenn die Gärung nachläßt. Ich nehme heute immer noch gerne
einen alten Gärtopf zum Wein machen. Der hat oben eine
Wasserrinne, da braucht man weder Gärröhrchen noch Watte,
und es ist garantiert dicht.
Post by d***@gmail.com
Ich empfehle dazu immer das hier im Westen völlig unbekannte Standardwerk
zum Obstweinmachen von E. Donath "Obstwein selbst gemacht" welches ich
in Ermangelung eines Westpendants hier schon zigmal kopiert und weitergegeben habe.
Das Ding ist doch schon seit bestimmt 15 Jahren im Netz.
Aktuell finde ich es unter:
http://www.apz-rl.de/112_FH-GE-SS-11/012_up_guppe_2/upload/obstwein.pdf
Wobei hier einer Anmerkungen reingepfuscht hat.

Frank
d***@gmail.com
2020-02-22 17:23:02 UTC
Permalink
Post by Frank Müller
Post by d***@gmail.com
Post by Fred
Kann mich erinnern, dass wir 4 Stück davon hatten, mein Vater jedoch auf
einen Wattebausch geschworen hat und deswegen nur mit Watte den
Weinballon abschloss. Und alle Flaschen die ich probiert habe, waren
tatsächlich ohne Essiggeschmack. ;-)
Watte geht zur not auch, nur bekommt man da nicht so gut
mit wenn die Gärung nachläßt. Ich nehme heute immer noch gerne
einen alten Gärtopf zum Wein machen. Der hat oben eine
Wasserrinne, da braucht man weder Gärröhrchen noch Watte,
und es ist garantiert dicht.
Post by d***@gmail.com
Ich empfehle dazu immer das hier im Westen völlig unbekannte Standardwerk
zum Obstweinmachen von E. Donath "Obstwein selbst gemacht" welches ich
in Ermangelung eines Westpendants hier schon zigmal kopiert und weitergegeben habe.
Das Ding ist doch schon seit bestimmt 15 Jahren im Netz.
http://www.apz-rl.de/112_FH-GE-SS-11/012_up_guppe_2/upload/obstwein.pdf
Wobei hier einer Anmerkungen reingepfuscht hat.
Frank
Kann sein, daß es im Netz ist, wenn man aber nicht weiß, daß es existiert
sucht man es vielleicht nicht und findet es auch nicht.

BGE

Chr. Maercker
2020-02-21 06:50:23 UTC
Permalink
Post by Martin Ebert
Vor allem private Drogerien: Dort gab es (meist nicht) Gärröhrchen
und Weinhefe. Weinballons waren auch so ein Problem.
Es gab sie nicht regelmäßig, aber man bekam sie. Wobei ich WIMRE einiges
von wem auch immer übernommen hatte.
Post by Martin Ebert
Die Eisleber Apfelplantagen sorgten dafür, dass das gesamte
Wohnheim Apfelwein erzeugte, jenseits jeder Statistik. Und
Bei manchen Studenten der Hochschule meiner Wahl musst man sich fragen,
ob sie Informatstechnik oder Gärungschemie studieren. Die Wohnräume
sahen jedenfalls eher wie Labors aus.
Post by Martin Ebert
In meinem Studentenwohnheim logierten auch die Chemiker. Das
führte dazu, dass es auch Obstler gab, von besten Eisleber
"Grünen Gräßlichen" (Gelber Köstlicher).
alias Grüner Ekliger.
Post by Martin Ebert
Das wird aber die Statistik nicht umgeschubst haben.
Das bischen Selbstgebrannter weniger, beim Obstwein wäre ich mir nicht
so sicher.
--
CU Chr. Maercker.
Florian Ritter
2020-02-20 17:45:31 UTC
Permalink
Post by Wolf gang P u f f e
Post by Frank Müller
Post by Wolf gang P u f f e
Post by Frank Müller
Bei den vielen Kleingärten in der DDR wäre es sicher kein
Problem gewesen das in einer nicht einsehbaren Ecke mit
anzubauen, aber irgendwie war dafür kein Bedarf da.
Ich kann bezeugen, daß in Ostberlin und Umland Hanf angebaut
wurde, solchen Bedarf zu decken. Dazu wurden aus Vogelfutter
die Hanfsamen ausgesammelt und ausgesät. Ich meine aber,
daß die aus den Pflanzen gewonnenen Produkte so gut wie
kein Canabin enthielten.
Auch wurde Haschisch aus Westberlin eingeschmuggelt.
Seeleute brachten auch derlei mit, weswegen in den
Pharmakologien der Univ. Rostock und Greifswald Schränke
mit Vergleichsmustern existierten.
Post by Wolf gang P u f f e
Post by Frank Müller
Post by Wolf gang P u f f e
Alkohol hat gereicht, und da waren wir (wie immer!!) Weltspitze. ;-)
https://www.welt.de/geschichte/article126248089/Warum-die-DDR-auch-Suff-Weltmeister-war.html
In diesen Statistiken fehlt dazu auch noch der Obstwein,
den man meist selber gemacht hat. Bei uns waren das
jährlich um die 50-100 Liter die da entstanden sind.
In den 1000-Kleine-Dinge Läden gabs ja Zubehör für die Vergärung zu
kaufen. Das haben einige auch gemacht.
Theoretisch gab's sowas zu kaufen. Ich wollte im Studentenwohnheim
Apfelwein machen, ließ Äpfel in der Mosterei verarbeiten -
und dann war Gärhefe ausverkauft, da im Herbst alle welche haben wollten.
Ich mußte den Most in einem 50-ltr.-Ballon der sog. wilden
Gärung überlassen - und siehe, es wurde Wein.
In der DDR war nach meiner Kenntnis jegliche Zubereitung
von Reiswein verboten, da kann wohl leicht Amylalkohol,
als Fusel entstehen.
Post by Wolf gang P u f f e
Aber ob auch schwarz gebrannt wurde, ist mir zumindest nicht bekannt.
Lediglich wurde im Kollegenkreis über Prozesstemperaturen und die
Folgen deren Nicheinhaltung gefachsimpelt. Sicher wird da auch mal ein
Tropfen aus einer "privaten Armatur" gekommen sein.
Es wurde schwarz gebrannt, wir haben mal 50 ltr. angemaischte
und wild vergorene Pflaumen abdestilliert. Die Kunst des
Brennens besteht im Setzen der Siedeschnitte, wobei das
Ethanol-Wasser-Azeotrop bei 78 °C übergeht. Vorlauf bis
77 °C, dann Hauptlauf, Endabschaltung der elektrischen
Blasenbeheizung per Kontaktthermometer bei 79 °C.
Das ganze zweimal (doppelt gebrannt) und wir hatten
sehr sauberen Sliwowitz mit über 70 Vol.-% (Bestimmung
mit Aräometer, auch Spindel genannt).

FR
Wolf gang P u f f e
2020-02-20 23:56:00 UTC
Permalink
...
Post by Florian Ritter
Post by Wolf gang P u f f e
Aber ob auch schwarz gebrannt wurde, ist mir zumindest nicht bekannt.
Lediglich wurde im Kollegenkreis über Prozesstemperaturen und die
Folgen deren Nicheinhaltung gefachsimpelt. Sicher wird da auch mal ein
Tropfen aus einer "privaten Armatur" gekommen sein.
Es wurde schwarz gebrannt, wir haben mal 50 ltr. angemaischte
und wild vergorene Pflaumen abdestilliert. Die Kunst des
Brennens besteht im Setzen der Siedeschnitte, wobei das
Ethanol-Wasser-Azeotrop bei 78 °C übergeht. Vorlauf bis
77 °C, dann Hauptlauf, Endabschaltung der elektrischen
Blasenbeheizung per Kontaktthermometer bei 79 °C.
Das ganze zweimal (doppelt gebrannt) und wir hatten
sehr sauberen Sliwowitz mit über 70 Vol.-% (Bestimmung
mit Aräometer, auch Spindel genannt).
FR
Als ich obige Zeilen heute Mittag schrieb, hatte ich noch so gedacht,
da wird sicher auch Herr Ritter hier etwas Technisches beitragen können.

Nachmittag dann dudelte der Deutschlandfunk in meinem Büro so vor sich
hin. Es ging um Alkoholmissbrauch bei Schülern. Es wurde in Statistiken
festgestellt, dass besonders angehende Akademiker dem Alkohol zugetan
sind. ...und ich dachte an meine Zeilen vom Mittag und an dich. ;-)
Hörbeitrag:
https://www.deutschlandfunk.de/echeckup-alkohol-hochschule-entwickelt-online-alkoholtest.680.de.html?dram:article_id=470748

Nun sehe ich, Herr Ritter weiß Bescheid beim Thema.
Fein, alles ist so, wie erwartet! :-D

W.
Veith
2020-02-20 15:24:11 UTC
Permalink
Post by Frank Müller
Post by Wolf gang P u f f e
Alkohol hat gereicht, und da waren wir (wie immer!!) Weltspitze. ;-)
https://www.welt.de/geschichte/article126248089/Warum-die-DDR-auch-Suff-Weltmeister-war.html
In diesen Statistiken fehlt dazu auch noch der Obstwein,
den man meist selber gemacht hat.
ACK

Vor allem aber ein Vergleich mit der BRD unter Beachtung derer süddeutschen
Weintrinker, die ca. 20% am Gesamtkonsum der BRD ausmachen (noch ohne
schwarzgebrannten Obstler), s.a.:
https://ddr-luftwaffe.blogspot.com/2010/10/teufel-alkohol.html

Springer-Propaganda halt.

Statt dessen gilt: "Gängige Vorurteile lassen sich allesamt widerlegen.
Weder wurde in der DDR mehr Alkohol getrunken als im Westen, noch wollten sich
die Ostdeutschen das Leben schön saufen, noch trachtete die Partei- und
Staatsführung danach, den Bürgern mit Schnaps die Wahrnehmung der Realität zu
erschweren."

BTW das Thema hatten wir hier öfters, logo. So auch die Aussagen, daß die "ganz
Harten" sich mittels bestimmter Körner aus dem Vogelfütter berauscht hätten.

Peter
Wolf gang P u f f e
2020-02-21 00:59:07 UTC
Permalink
Post by Veith
Post by Frank Müller
Post by Wolf gang P u f f e
Alkohol hat gereicht, und da waren wir (wie immer!!) Weltspitze. ;-)
https://www.welt.de/geschichte/article126248089/Warum-die-DDR-auch-Suff-Weltmeister-war.html
In diesen Statistiken fehlt dazu auch noch der Obstwein,
den man meist selber gemacht hat.
ACK
Vor allem aber ein Vergleich mit der BRD unter Beachtung derer süddeutschen
Weintrinker, die ca. 20% am Gesamtkonsum der BRD ausmachen (noch ohne
https://ddr-luftwaffe.blogspot.com/2010/10/teufel-alkohol.html
Zitat: "Also in dem Jahr^^^zehnt, als statistisch mehr im Osten als im
Westen gesoffen wurde, kam es zur sog. Wiedervereinigung. Dies erklärt
alles ;-))"

Das fetzt! :-)

W.
Bernd Ullrich
2020-02-20 12:31:02 UTC
Permalink
Post by Wolf gang P u f f e
Post by Frank Müller
Post by Gunter Kühne
Post by halv
https://www.faz.net/aktuell/rhein-main/region-und-hessen/warum-ein
e-legalisierung-von-cannabis-problematisch-ist-16642323.html
Was hat das unter DDR zu suchen.
 das Problem hatte keiner
Für ALU Chips wollte man das uns sowieso nicht verkaufen.
Bei den vielen Kleingärten in der DDR wäre es sicher kein
Problem gewesen das in einer nicht einsehbaren Ecke mit
anzubauen, aber irgendwie war dafür kein Bedarf da.
Alkohol hat gereicht, und da waren wir (wie immer!!) Weltspitze. ;-)
https://www.welt.de/geschichte/article126248089/Warum-die-DDR-auch-Suff-Weltmeister-war.html
"© Axel Springer SE. Alle Rechte vorbehalten", muss ja stimmen...

Born der Weisheit ebends, die verwechseln immer noch vorsätzlich die
Menge der hergestellten Alkololika mit den der im Inland verbrauchten Menge

BU
Florian Ritter
2020-02-20 18:34:27 UTC
Permalink
Post by Wolf gang P u f f e
Alkohol hat gereicht, und da waren wir (wie immer!!) Weltspitze. ;-)
https://www.welt.de/geschichte/article126248089/Warum-die-DDR-auch-Suff-Weltmeister-war.html
Also ick finde det nich schön, wenn solche feindlich-nejative
Elemente wie Puffe mir meine DDR madig machen wollen, wo wir
Werktätije doch dieses Subjekt eine jute Ausbildung ha'm sukommen
lassen, wa. Et is ooch unverständlich, det der Bengel uff
unkwallefessierte Hetze von den Klassenfeind, der nich davor
zurückjeschreckt hat, uff unsan friedliebenden Staat Kruse
Missels su richten, wa, det der Nixnutz uff sowat rinfallen tut.
Wie isset nu bloß su fassen - FR
Wolf gang P u f f e
2020-02-21 00:38:50 UTC
Permalink
Post by Florian Ritter
Post by Wolf gang P u f f e
Alkohol hat gereicht, und da waren wir (wie immer!!) Weltspitze. ;-)
https://www.welt.de/geschichte/article126248089/Warum-die-DDR-auch-Suff-Weltmeister-war.html
Also ick finde det nich schön, wenn solche feindlich-nejative
Elemente wie Puffe mir meine DDR madig machen wollen, wo wir
Werktätije doch dieses Subjekt eine jute Ausbildung ha'm sukommen
lassen, wa. Et is ooch unverständlich, det der Bengel uff
unkwallefessierte Hetze von den Klassenfeind, der nich davor
zurückjeschreckt hat, uff unsan friedliebenden Staat Kruse
Missels su richten, wa, det der Nixnutz uff sowat rinfallen tut.
Wie isset nu bloß su fassen - FR
Nu rech dich ma nich so off, weil uns der Westen den Weltmeister im
Alkoholkonsum nachsagt.

Wir hab es auch nicht anders gemacht.
Wie die tägliche Wasserstandsmeldungen und Tauchtiefen im Radio, hat das
ND über die Drogentoten im Westen berichtet.

Beispiele:
https://www.nd-archiv.de/ausgabe/1977-02-17
"In sieben Tagen 7 Drogentote in Westberlin"

https://www.nd-archiv.de/ausgabe/1982-03-12
"Bonn. 360 Menschen haben in der BRD 1981 ihre Rauschgiftsucht mit dem
Leben bezahlen müssen,..."

https://www.nd-archiv.de/ausgabe/1984-01-05
"Frankfurt (Main): 41 Drogentote "

https://www.nd-archiv.de/ausgabe/1984-02-18
"Bern. 144 Menschen starben im vergangenen Jahr in der Schweiz an
Drogenmißbrauch"

https://www.nd-archiv.de/ausgabe/1987-11-19
"Bonn (ADN). In der BRD sind in den ersten zehn Monaten 351 Menschen
durch Rauschgift gestorben"

https://www.nd-archiv.de/ausgabe/1987-10-27
"In den ersten zehn Monaten dieses Jahres starben in Italien 356
Menschen an Drogen..."

https://www.nd-archiv.de/ausgabe/1989-02-25
"Im vergangenen Jahr hat es in der Bundesrepublik weit über 600
Drogentote gegeben"

https://www.nd-archiv.de/ausgabe/1989-10-24
"Wien (ADN). Mit rund 1000 wird die Anzahl der Drogentoten in der BRD in
diesem Jahr einen traurigen Rekord erreichen."

W.
Chr. Maercker
2020-02-21 06:44:58 UTC
Permalink
Post by Frank Müller
Bei den vielen Kleingärten in der DDR wäre es sicher kein
Problem gewesen das in einer nicht einsehbaren Ecke mit
anzubauen, aber irgendwie war dafür kein Bedarf da.
Auf so manchem Blumenbeet stand sogar Schlafmohn. Und mir ist kein Fall
bekannt, dass daraus illegal Opium gewonnen wurde. Wie das mit Hanf
geregelt war, weiß ich nicht, hab aber nie welchen in Kleingärten gesichtet.
--
CU Chr. Maercker.
Chr. Maercker
2020-02-20 11:29:20 UTC
Permalink
Gunter Kühne wrote:
[Cannabis]
Post by Gunter Kühne
Was hat das unter DDR zu suchen.
 das Problem hatte keiner
Für ALU Chips wollte man das uns sowieso nicht verkaufen.
Wer wusste, wo es wächst, konnte in die Sowjetunion fahren und dort
sammeln. Aber am besten den Stoff direkt vor Ort aufrauchen, die
sowjetischen Grenzkontrollen waren nicht ohne. Aitmatov hat in
"Richtstatt" auf diese Möglichkeit hingewiesen, nur nicht verraten, wo.
--
CU Chr. Maercker.
Fred
2020-02-21 02:48:45 UTC
Permalink
Post by Gunter Kühne
Was hat das unter DDR zu suchen.
das Problem hatte keiner
Für ALU Chips wollte man das uns sowieso nicht verkaufen.
Sehe ich nicht ganz so. Klar gab es wenige, die es konsumierten, am meisten
zur Leipziger Messe, evtl. auch gegen Westgeld.
Ich denke für viele, gerade aus der Szene war es schlicht zu *teuer*,
weshalb auf einheimisches zurück gegriffen wurde, neben Alkohol, waren es
vor allem Pilze und Stechapfel.
Post by Gunter Kühne
--
Kleinmut und Stolz, aus diesem Holz
Schuf der Mensch sich am sechsten Tag Gott.
Byte, Byte
Der Fred
Wolf gang P u f f e
2020-02-21 09:56:13 UTC
Permalink
Post by Fred
Post by Gunter Kühne
Was hat das unter DDR zu suchen.
das Problem hatte keiner
Für ALU Chips wollte man das uns sowieso nicht verkaufen.
Sehe ich nicht ganz so. Klar gab es wenige, die es konsumierten, am meisten
zur Leipziger Messe, evtl. auch gegen Westgeld. Ich denke für viele,
gerade aus der Szene war es schlicht zu *teuer*,
weshalb auf einheimisches zurück gegriffen wurde, neben Alkohol, waren es
vor allem Pilze und Stechapfel.
Stichwort Pilze.
Im Roman Kruso wird sehr schön beschrieben, wie Aussteiger, Studenten
und abtrünnige Persönlichkeiten als Schwarzurlauber im Sommer 1989
auf Hiddensee so zurecht kommen.
Einer der Typen hat diese Szene auf der Insel ein bisschen in seiner
Obhut und kümmert sich um Schlafplätze und Versorgung dieser.
Es wird im Buch beschrieben, wie aus dem Abfluss der Spühlküche eines
Restaurants von Saisonarbeitern ein "Lurch" geborgen wurde, ein wohl
Jahre altes, meterlanges Gebilde aus glibbrigen Essensresten, langen
Haaren und Fett.
Dieses als "Lurch" bezeichnete Objekt wurde sorgsam im Wald vergraben,
da es nahrhaft ist und für die Zucht gewisser bewusstseinserweiterender
Pilze und Kräuter dienen sollte, welche wiederum vom oben genannten
Kreise gern konsumiert wurden.

https://www.pnn.de/kultur/kruso-am-hans-otto-theater-potsdam-aus-dem-trauma-wird-kein-traum/21456186.html
Zitat:"...als Kruso und Ed einen schwammigen Lurch beerdigen, der den
Abfluss verstopft, und als es um die Pilze geht, die der
geheimnisvollen Suppe, mit der Kruso sie alle verköstigt..."

Das Buch (keine leichte Lektüre!) beschreibt solcher Kleinigkeiten
detailreicher, als der danach gedrehte Film.

W.
Bernd Ullrich
2020-02-21 12:13:46 UTC
Permalink
Post by Wolf gang P u f f e
Post by Fred
Post by Gunter Kühne
Was hat das unter DDR zu suchen.
 das Problem hatte keiner
Für ALU Chips wollte man das uns sowieso nicht verkaufen.
Sehe ich nicht ganz so. Klar gab es wenige, die es konsumierten, am meisten
zur Leipziger Messe, evtl. auch gegen Westgeld. Ich denke für viele,
gerade aus der Szene war es schlicht zu *teuer*,
weshalb auf einheimisches zurück gegriffen wurde, neben Alkohol, waren es
vor allem Pilze und Stechapfel.
Stichwort Pilze.
Im Roman Kruso wird sehr schön beschrieben, wie Aussteiger, Studenten
und abtrünnige Persönlichkeiten als Schwarzurlauber im Sommer 1989
auf Hiddensee so zurecht kommen.
Einer der Typen hat diese Szene auf der Insel ein bisschen in seiner
Obhut und kümmert sich um Schlafplätze und Versorgung dieser.
Es wird im Buch beschrieben, wie aus dem Abfluss der Spühlküche eines
Restaurants von Saisonarbeitern ein "Lurch" geborgen wurde, ein wohl
Jahre altes, meterlanges Gebilde aus glibbrigen Essensresten, langen
Haaren und Fett.
Dieses als "Lurch" bezeichnete Objekt wurde sorgsam im Wald vergraben,
da es nahrhaft ist und für die Zucht gewisser bewusstseinserweiterender
Pilze und Kräuter dienen sollte, welche wiederum vom oben genannten
Kreise gern konsumiert wurden.
https://www.pnn.de/kultur/kruso-am-hans-otto-theater-potsdam-aus-dem-trauma-wird-kein-traum/21456186.html
Zitat:"...als Kruso und Ed einen schwammigen Lurch beerdigen, der den
Abfluss verstopft, und als es um die Pilze geht, die der
geheimnisvollen Suppe, mit der Kruso sie alle verköstigt..."
Das waren bestimmt die gleichen Leute die den Lack von "Westwagen" mit
Rasierklingen abgekratzt und danach in der Pfeife geraucht hatten von
wegen "Weite Welt Erfahrung".
Post by Wolf gang P u f f e
Das Buch (keine leichte Lektüre!) beschreibt solcher Kleinigkeiten
detailreicher, als der danach gedrehte Film.
BU
Torsten Mueller
2020-02-21 12:14:05 UTC
Permalink
Post by Wolf gang P u f f e
Stichwort Pilze.
Im Roman Kruso wird sehr schön beschrieben, wie Aussteiger, Studenten
und abtrünnige Persönlichkeiten als Schwarzurlauber im Sommer 1989
auf Hiddensee so zurecht kommen.
Ein "Schwarzurlauber" ist offenbar sowas wie ein "Schwarzfahrer". oder
ist dieses Wort irgendwie definiert?
Post by Wolf gang P u f f e
Einer der Typen hat diese Szene auf der Insel ein bisschen in seiner
Obhut und kümmert sich um Schlafplätze und Versorgung dieser.
Es wird im Buch beschrieben, wie aus dem Abfluss der Spühlküche eines
Restaurants von Saisonarbeitern ein "Lurch" geborgen wurde, ein wohl
Jahre altes, meterlanges Gebilde aus glibbrigen Essensresten, langen
Haaren und Fett.
Dieses als "Lurch" bezeichnete Objekt wurde sorgsam im Wald vergraben,
da es nahrhaft ist und für die Zucht gewisser bewusstseinserweiterender
Pilze und Kräuter dienen sollte, welche wiederum vom oben genannten
Kreise gern konsumiert wurden.
https://www.pnn.de/kultur/kruso-am-hans-otto-theater-potsdam-aus-dem-trauma-wird-kein-traum/21456186.html
Zitat:"...als Kruso und Ed einen schwammigen Lurch beerdigen, der den
Abfluss verstopft, und als es um die Pilze geht, die der
geheimnisvollen Suppe, mit der Kruso sie alle verköstigt..."
Das Buch (keine leichte Lektüre!) beschreibt solcher Kleinigkeiten
detailreicher, als der danach gedrehte Film.
Mag sein. Es könnte sich allerdings auch um ein ziemlich schlichtes
Hirngespinnst handeln, wer weiß das schon so genau? - Einer, der etwas
nicht mit eigenen Augen gesehen hat, kann einen, der irgendeine
Behauptung aufstellt, schwer widerlegen. Wenn sich zu letzterem dann
noch ein zweiter gesellt, ist es fast unmöglich, dann ist eine
historische Wahrheit mit Beweiskraft entstanden, alle heute wesentlichen
Instanzen (Riverboat, brisant, ZDFhistory usw.) wissen das.

T.M.
Bernd Ullrich
2020-02-21 12:45:27 UTC
Permalink
Am 21.02.2020 um 13:14 schrieb Torsten Mueller:


[...]
Post by Torsten Mueller
Mag sein. Es könnte sich allerdings auch um ein ziemlich schlichtes
Hirngespinnst handeln, wer weiß das schon so genau? - Einer, der etwas
nicht mit eigenen Augen gesehen hat, kann einen, der irgendeine
Behauptung aufstellt, schwer widerlegen. Wenn sich zu letzterem dann
noch ein zweiter gesellt, ist es fast unmöglich, dann ist eine
historische Wahrheit mit Beweiskraft entstanden, alle heute wesentlichen
Instanzen (Riverboat, brisant, ZDFhistory usw.) wissen das.
Das Ritterlein hast du vergessen.

BU
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