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Genderei
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Diedrich Ehlerding
2020-01-12 16:40:06 UTC
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Ist Fidschi als Schimpfwort für Vietnamesen - und
möglicherweise für alle Menschen, die ostasiatisch aussehen
- wirklich eine ausschließlich ostdeutsche Besonderheit?
Ich (Wessi) habe jedenfalls erst in diesem Thread von dieser angeblichen
Verwendung von "Fidschi" gelesen; ich habe darunter immer nur die
gleichnamigen Inseln verstanden.

In der DDR gab es einige Vertragsarbeiter aus Vietnam,
<https://www.mdr.de/zeitreise/vertragsarbeiter-vietnam100.html>
sagt, das sei die größte Gruppe von Ausländern gewesen, also auch am
ehesten die Kandidaten, wenn man denn abwertende Bezeichnungen für
Ausländer erfinden wollte.

Nun ist abwertendes Denken und Sprechen über Ausländer ja nicht ossi-
spezifisch; in Altelfland gab es ähnliche, ebenfalls abwertend gemeinte
Bezeichnungen wie "Spaghettis" für italienische Gastarbeiter. Ich kann mir
gut vorstellen, dass diese Verwendung von "Spaghetti" in Neufünfland
ebenso unbekannt ist wie "Fidschi" als Bezeichnung für Vietnamesen oder
Ostasiaten ind Altelfland.

Ich überweise diese Frage mal an die zuständigen Organe
(de.etc.sprache.ddrsch), schlage aber vor, in desd zu bleiben.
--
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fingerprint = 2983 4D54 E00B 8483 B5B8 C7D1 D36A D663 E6DB 91A4
HTML-Mail wird ungeleſen entſorgt.
d***@gmail.com
2020-01-13 05:53:38 UTC
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Italiener gab es unter den Gastarbeitern in der DDR wenige bis keine.
Ich behaupte mal es gab keine, denn wir in Schwedt hätten sicher welche
gehabt, wenn es welche gegeben hätte. Wir hatten nämlich alle da:

Hauptgruppen:

Vietnamesen (Fidschies genannt arbeiteten in der Schuhfabrik)
Japaner. (Japse genannt im PCK Schwedt)
Jugoslawen. (Jugos genannt Hilfskräfte von den Japanern angeheuert PCK)
Inder (Kein Spitzname gegenwärtig Hilfskräfte der Japaner PCK)
Ungarn. (Kein Spitzname gegenwärtig PCK )
Syrer etc Arab. Raum. (Kannakken genannt weniger in Schwedt als anderswo)
Schwarze jeglicher Schattierung (Neger(Nigger gabs auch etliche aus Moçambique)

Also Kannakke (Kanake) war wohl der Oberbegriff für alles was fremd war.
Neger galt in der DDR seit Ludwig Renns Schulbuch
Neger Nobi als ganz normales Gebrauchswort für
sichtlich negriede [sic] Menschen. Hatte ich in den 70ern noch als Schullektüre.
Wie er da auf dem Nilpferd rumreitet.

https://www.amazon.de/Neger-Nobi-Ludwig-Renn/dp/B0000BMR6V

(Italiener)
Es gab also keine direkte Berührung. Zumal galt Italien als
Sehnsuchtsurlaubsland. "Spaghettis" als abwertende Bezeichnung für
Italiener ist mir aus der Zone nicht geläufig, denn sie waren nicht greifbar
und Italien galt ja als Traumreiseziel auch im Osten.
Die Bezeichnung "Itakker" [sic] kenne ich, aber das war mehr Verballhornung
als Beleidigung oder Herabwürdigung. In der Zone gabs eine große
sprachliche Area für Verballhornungen und Abkürzungen, ähnlich wie in F.
Selten hörte man "Spaghettifresser" oder" Italianos".

BGE
d***@gmail.com
2020-01-13 11:39:41 UTC
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Am Montag, 13. Januar 2020 06:53:39 UTC+1 schrieb Ingrid:

Ich höre grad "Mafiosis" wurde auch gern gesagt.

BGE
s***@googlemail.com
2020-01-13 14:06:15 UTC
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Post by d***@gmail.com
Italiener gab es unter den Gastarbeitern in der DDR wenige bis keine.
Ich behaupte mal es gab keine, denn wir in Schwedt hätten sicher welche
Vietnamesen (Fidschies genannt arbeiteten in der Schuhfabrik)
Japaner. (Japse genannt im PCK Schwedt)
Jugoslawen. (Jugos genannt Hilfskräfte von den Japanern angeheuert PCK)
Inder (Kein Spitzname gegenwärtig Hilfskräfte der Japaner PCK)
Ungarn. (Kein Spitzname gegenwärtig PCK )
Syrer etc Arab. Raum. (Kannakken genannt weniger in Schwedt als anderswo)
Schwarze jeglicher Schattierung (Neger(Nigger gabs auch etliche aus Moçambique)
Also Kannakke (Kanake) war wohl der Oberbegriff für alles was fremd war.
Neger galt in der DDR seit Ludwig Renns Schulbuch
Neger Nobi als ganz normales Gebrauchswort für
sichtlich negriede [sic] Menschen. Hatte ich in den 70ern noch als Schullektüre.
Wie er da auf dem Nilpferd rumreitet.
https://www.amazon.de/Neger-Nobi-Ludwig-Renn/dp/B0000BMR6V
(Italiener)
Es gab also keine direkte Berührung. Zumal galt Italien als
Sehnsuchtsurlaubsland. "Spaghettis" als abwertende Bezeichnung für
Italiener ist mir aus der Zone nicht geläufig, denn sie waren nicht greifbar
und Italien galt ja als Traumreiseziel auch im Osten.
Die Bezeichnung "Itakker" [sic] kenne ich, aber das war mehr Verballhornung
als Beleidigung oder Herabwürdigung. In der Zone gabs eine große
sprachliche Area für Verballhornungen und Abkürzungen, ähnlich wie in F.
Selten hörte man "Spaghettifresser" oder" Italianos".
BGE
Und dann gab es noch Mosies und Kubies.
Gunter Kühne
2020-01-13 14:39:55 UTC
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Post by s***@googlemail.com
Post by d***@gmail.com
Italiener gab es unter den Gastarbeitern in der DDR wenige bis keine.
Ich behaupte mal es gab keine, denn wir in Schwedt hätten sicher welche
Vietnamesen (Fidschies genannt arbeiteten in der Schuhfabrik)
Japaner. (Japse genannt im PCK Schwedt)
Jugoslawen. (Jugos genannt Hilfskräfte von den Japanern angeheuert PCK)
Inder (Kein Spitzname gegenwärtig Hilfskräfte der Japaner PCK)
Ungarn. (Kein Spitzname gegenwärtig PCK )
Syrer etc Arab. Raum. (Kannakken genannt weniger in Schwedt als anderswo)
Schwarze jeglicher Schattierung (Neger(Nigger gabs auch etliche aus Moçambique)
Also Kannakke (Kanake) war wohl der Oberbegriff für alles was fremd war.
Neger galt in der DDR seit Ludwig Renns Schulbuch
Neger Nobi als ganz normales Gebrauchswort für
sichtlich negriede [sic] Menschen. Hatte ich in den 70ern noch als Schullektüre.
Wie er da auf dem Nilpferd rumreitet.
https://www.amazon.de/Neger-Nobi-Ludwig-Renn/dp/B0000BMR6V
(Italiener)
Es gab also keine direkte Berührung. Zumal galt Italien als
Sehnsuchtsurlaubsland. "Spaghettis" als abwertende Bezeichnung für
Italiener ist mir aus der Zone nicht geläufig, denn sie waren nicht greifbar
und Italien galt ja als Traumreiseziel auch im Osten.
Die Bezeichnung "Itakker" [sic] kenne ich, aber das war mehr Verballhornung
als Beleidigung oder Herabwürdigung. In der Zone gabs eine große
sprachliche Area für Verballhornungen und Abkürzungen, ähnlich wie in F.
Selten hörte man "Spaghettifresser" oder" Italianos".
BGE
Und dann gab es noch Mosies und Kubies.
Die Ungarn wurden im Dresdner Raum auch gerne als Paprikas oder Pustas
bezeichnet.
Wobei in dd auch bis zu tausend Libyer von Gaddafis Gnaden da waren.
Bezeichnung siehe Oben.
--
Kleinmut und Stolz, aus diesem Holz
Schuf der Mensch sich am sechsten Tag Gott.
Chr. Maercker
2020-01-13 15:01:58 UTC
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Post by s***@googlemail.com
Und dann gab es noch Mosies und Kubies.
Das Schimpfwort für die Vietnamesen schrieb sich übrigens Vitschies. Und
Spaghetti- bzw. Makkaronifresser waren inne DDR nicht unbekannt, evtl.
stammen diese Bezeichnungen schon aus Kaisers Zeiten.
--
CU Chr. Maercker.
Frank Nitzschner
2020-01-15 17:19:03 UTC
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Post by Chr. Maercker
Das Schimpfwort für die Vietnamesen schrieb sich übrigens Vitschies. Und
Spaghetti- bzw. Makkaronifresser waren inne DDR nicht unbekannt, evtl.
stammen diese Bezeichnungen schon aus Kaisers Zeiten.
Im Gegensatz zu "Kanaken", welches ich erst aus heutigen Tagen kenne,
wurden die übrigen Bezeichnungen IMHO als (adjektivlose) Bezeichnungen
durchaus nicht abwertend oder als Schimpfwörter in der DDR gebraucht.
Hier schlug eher der allgemeine Aküfi zu. "Vietnamesischer
Vertragsarbeiter" o.Ä. war einfach zu sperrig.
Ausserdem war die PC noch nicht erfunden, es sagte einem halt niemand,
das man bestimmte Begriffe nicht benützen dürfe.
Und wenn einem die LandingZone in der Disko vom Ali entführt wurde,
dann wurde die Kurzfom von Algerier eben noch mit "dreckig", "faul" und
"stinkender" ergänzt. Aber auch das sagte mehr über den Sprecher aus,
als über den so Bezeichneten. Und auch sonst war nicht viel anders, die
Prügeleien im Dresdner LiGa waren halt nur etwas internationaler..
Bei der DR waren auch Polen als Vertragsarbeiter im Bauzug eingesetzt,
- es ging das Gerücht, zur MdN bekämen die pro Tag eine DM. (so um '85/86)
Jedenfalls habe ich nie jemanden härter im Schotter arbeiten sehen als
diese Truppe. Mal abgesehen vom Zug Sowjetsoldaten welcher im Bf Bad
Schandau mitarbeitete. Um einen 8m Vorsignalmast zu stellen brauchten
die 15 Jungs etwa 5 min, wir vier SFMer hätten den ganzen
Vormittag benötigt.

Grüsse
Frank
Chr. Maercker
2020-01-17 11:58:13 UTC
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Post by Frank Nitzschner
Im Gegensatz zu "Kanaken", welches ich erst aus heutigen Tagen kenne,
wurden die übrigen Bezeichnungen IMHO als (adjektivlose) Bezeichnungen
durchaus nicht abwertend oder als Schimpfwörter in der DDR gebraucht.
"Vietschi" wurde im Raum Halle häufig abwertend gebraucht. Angeblich
kauften die in den Kaufhallen alles weg etc. Ausgerechnet dort habe ich
die gar nicht allzu oft gesehen.

Ach ja, "Hottentotten" hat es ebenfalls aus Kaisers Zeiten in die DDR -
und Alt-BRD - geschafft.
Post by Frank Nitzschner
Hier schlug eher der allgemeine Aküfi zu. "Vietnamesischer
Vertragsarbeiter" o.Ä. war einfach zu sperrig.
So ähnlich wie heute Azubi, "Lehrling" bedurfte keiner Abkürzung. ;-)
Post by Frank Nitzschner
Ausserdem war die PC noch nicht erfunden, es sagte einem halt niemand,
das man bestimmte Begriffe nicht benützen dürfe.
Oh das wurde uns sehr wohl gesagt, sowohl von den Eltern als auch von
Lehrern, Vorgesetzten, ...
Es waren nur andere Worte, die tabu waren, darunter eines der
meistgebrauchten, aber unanständigen deutschen Schimpfwörter, welches
auch Ausländer mit ansonsten rudimentären Deutsch-Kenntnissen fast immer
kennen.
Post by Frank Nitzschner
Und wenn einem die LandingZone in der Disko vom Ali entführt wurde,
dann wurde die Kurzfom von Algerier eben noch mit "dreckig", "faul" und
"stinkender" ergänzt. Aber auch das sagte mehr über den Sprecher aus,
als über den so Bezeichneten. Und auch sonst war nicht viel anders, die
Prügeleien im Dresdner LiGa waren halt nur etwas internationaler..
Bei der DR waren auch Polen als Vertragsarbeiter im Bauzug eingesetzt,
- es ging das Gerücht, zur MdN bekämen die pro Tag eine DM. (so um '85/86)
Jedenfalls habe ich nie jemanden härter im Schotter arbeiten sehen als
diese Truppe. Mal abgesehen vom Zug Sowjetsoldaten welcher im Bf Bad
Schandau mitarbeitete. Um einen 8m Vorsignalmast zu stellen brauchten
die 15 Jungs etwa 5 min, wir vier SFMer hätten den ganzen
Vormittag benötigt.
In ihrem eigenen Land habe ich die Polen wesentlich geruhsamer arbeiten
sehen - und sogar etwas für diese A...Ruhe beneidet. Bei denen galt
ähnlich wie in Russland leben und arbeiten - in dieser Reihenfolge. In
Deutschland ist das umgekehrt:
- Erst die arbeit, dann das Vergnügen
- Wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen
- Arbeit macht das Leben süß
- Arbeit unterscheidet Menschen von Tieren (angebl. lt. Engels)
- ...
--
CU Chr. Maercker.
Frank Möller
2020-01-17 14:28:04 UTC
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Post by Chr. Maercker
Post by Frank Nitzschner
Hier schlug eher der allgemeine Aküfi zu. "Vietnamesischer
Vertragsarbeiter" o.Ä. war einfach zu sperrig.
So ähnlich wie heute Azubi, "Lehrling" bedurfte keiner Abkürzung. ;-)
Ein Lehrling war "der Stift", mehrere waren "die Stifte".

--
Markus Ermert
2020-01-17 12:24:39 UTC
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Post by Frank Nitzschner
wurden die übrigen Bezeichnungen IMHO als (adjektivlose) Bezeichnungen
durchaus nicht abwertend oder als Schimpfwörter in der DDR gebraucht.
Polacken, Kubbis, Mosis, Russen, Iwan, Erdnüsse, Brikett, Fidschis ...

Die dermaßen kreative und inflationäre Verwendung solcher Spitznamen für
Gruppen Fremder deutet auf zwei Dinge hin:

Man grenzt sich kollektiv gegen Andersartiges ab und definiert Fremde fast
nur durch deren Volkszugehörigkeit (als ob dies das einzige und stets
entscheidende Persönlichkeitsmerkmal wäre). Individuelle Unterschiede oder
gar Gemeinsamkeiten mit einem selbst interessieren wenig bis gar nicht.

Solch eine Kommunikation findet in der Regel nicht im Dialog und nicht auf
Augenhöhe statt: „Die da (hinten)“. Es wird über und nicht mit geredet.

Beides korrespondiert mit der SED-Ideologie, Fremdes und Andersartiges,
nicht ins (vermeintliche) Kollektiv zu marginalisieren und auszugrenzen.

Eines der Ergebnisse ist Fremdenskepsis bis Fremdenfeindlichkeit.
Post by Frank Nitzschner
Hier schlug eher der allgemeine Aküfi zu. "Vietnamesischer
Vertragsarbeiter" o.Ä. war einfach zu sperrig.
Warum nicht einfach Vietnamesen? Oder, in vielen Kontexten: Ho, Chi und
Minh oder Familie Nguyen, wenn man drüber spricht?
Post by Frank Nitzschner
Bei der DR waren auch Polen als Vertragsarbeiter im Bauzug eingesetzt,
- es ging das Gerücht, zur MdN bekämen die pro Tag eine DM. (so um '85/86)
Jedenfalls habe ich nie jemanden härter im Schotter arbeiten sehen als
diese Truppe.
Die Rede vom faulen Polen, der nur klaut, ist eh übler Rassismus.
Markus Ermert
2020-01-17 12:28:48 UTC
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Post by Markus Ermert
Beides korrespondiert mit der SED-Ideologie, Fremdes und Andersartiges,
nicht ins (vermeintliche) Kollektiv zu marginalisieren und auszugrenzen.
Das fehlt nach „Kollektiv“ ein „passendes“.
Veith
2020-01-17 13:02:17 UTC
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Die (...) Verwendung solcher Spitznamen für
Man grenzt sich kollektiv gegen Andersartiges ab und definiert Fremde fast
nur durch deren Volkszugehörigkeit (als ob dies das einzige und stets
entscheidende Persönlichkeitsmerkmal wäre). Individuelle Unterschiede oder
gar Gemeinsamkeiten mit einem selbst interessieren wenig bis gar nicht.
Ja, insoweit "alles normal" ... was man gut oder schlecht finden mag. Ich würde
statt "Volkszugehörigkeit" (der Begriff wurde zu gruppenkonforment Zeiten nicht
verwendet) auf eine "vergleichbare Kultur" abstellen:

Fremde Sitten / Äußerlichkeiten fallen halt auf und werden tatsächlich über
"Individuelle Unterschiede oder gar Gemeinsamkeiten" gestellt.
Beides korrespondiert mit der SED-Ideologie, Fremdes und Andersartiges,
nicht ins (vermeintliche) Kollektiv [passendes] zu marginalisieren und
auszugrenzen.
Quatsch.

"Die Freundschaft mit ..." wurde immer, im Kindergarten beginnend, hochgehalten
und betraf nicht nur die Völker der großen Sowjetunion (natürlich zwangsweise).

Die Krisenperiode 1987 - 1992 mal außen vor.

Aufgrund weniger praktischer Erfahrungen, klatschten aber schonmal früher bspw.
Algerier auf Deutsche, ich schrieb bereits.
Post by Frank Nitzschner
Hier schlug eher der allgemeine Aküfi zu. "Vietnamesischer
Vertragsarbeiter" o.Ä. war einfach zu sperrig.
Warum nicht einfach Vietnamesen?
"Vietnamesen" war üblich, insbesondere, wenn man sich bei ihnen eine Jeans
nähen lies. "Vietschi" war End- / Krisenphase resp. auf bestimmtes Miljöh
beschränkt.

Ich kenne die massenhafte Verwendung dieses Begriffes erst ab 1990, i.S. von
"Habe ich beim Vietschi auf dem Markt gekauft.", kennengelernt.
Post by Frank Nitzschner
Bei der DR waren auch Polen als Vertragsarbeiter im Bauzug eingesetzt,
- es ging das Gerücht, zur MdN bekämen die pro Tag eine DM. (so um '85/86)
Jedenfalls habe ich nie jemanden härter im Schotter arbeiten sehen als
diese Truppe.
Die Rede vom faulen Polen, der nur klaut, ist eh übler Rassismus.
»"Kaum gestohlen, schon in Polen" reimte der damalige Pressesprecher der
*Bundesregierung* in der Bild-Zeitung in Zusammenhang mit einem Autodiebstahl
und ebnete damit einem weiteren der jetzt gängigen Polenbilder den Weg in die
Öffentlichkeit.«[1]

BTW Manche Gerüchte waren offenbar wahr: »Ende der Achtziger Jahre des letzten
Jahrhunderts wurde das negative Image dann dadurch verstärkt, dass Polen in der
DDR subventionierte Waren, vor allem Lebensmittel, aufkauften um sie in
Westberlin weiterzuverkaufen.« [2]

Und im Westen nichts Neues: »Von der polnischen Wirtschaft, von der
unbeschreiblichen Unreinlichkeit, Faulheit, Besoffenheit und Untauglichkeit
aller Dienstboten, von ungeheuren Teuerung aller Sachen, Brot und Fleisch
ausgenommen, welches dafür aber auch sehr schlecht ist, [...] von der Insolvenz
der Handwerker, ihrer über alle Beschreibung elenden Arbeit, endlich von der
Zufriedenheit der Polaken mit ihrem eigenen Misthaufen, und ihrer Anhänglichkeit
an ihren Vaterländischen Sitten« schrieb der Georg Forster bereits 1787 [3]

[1] https://www.ssoar.info/ssoar/bitstream/handle/document/29050/ssoar-2010-gatzke-polenbild_in_deutschland_wandel_und.pdf S. 25
[2] a.o.a.O., S. 24
[3] a.o.a.O., S. 34

Für Streber sei noch empfohlen:
https://www.raa-mv.de/sites/default/files/Probleme-mit-Polen.pdf

Peter
Markus Ermert
2020-01-17 13:51:56 UTC
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Post by Veith
Die (...) Verwendung solcher Spitznamen für
Man grenzt sich kollektiv gegen Andersartiges ab und definiert Fremde fast
nur durch deren Volkszugehörigkeit (als ob dies das einzige und stets
entscheidende Persönlichkeitsmerkmal wäre). Individuelle Unterschiede oder
gar Gemeinsamkeiten mit einem selbst interessieren wenig bis gar nicht.
Ja, insoweit "alles normal" ... was man gut oder schlecht finden mag. Ich würde
statt "Volkszugehörigkeit" (der Begriff wurde zu gruppenkonforment Zeiten nicht
Fremde Sitten / Äußerlichkeiten fallen halt auf und werden tatsächlich über
"Individuelle Unterschiede oder gar Gemeinsamkeiten" gestellt.
Ja, aber die Tatsache, dass sie existieren und auffallen, muss man nicht
bei JEDER Erwähnung ausdrücken. Tut man ja auch bei anderen auffallenden
Merkmalen nicht.

Warum aber beim Merkmal „vergleichbare Kultur“? Antwort: Weil man diese
entweder nicht mag, sie nicht respektiert oder mit deren Trägern nicht in
näheren Kontakt auf Augenhöhe treten will. Oder alles drei.
Post by Veith
Beides korrespondiert mit der SED-Ideologie, Fremdes und Andersartiges,
nicht ins (vermeintliche) Kollektiv [passendes] zu marginalisieren und
auszugrenzen.
Quatsch.
"Die Freundschaft mit ..." wurde immer, im Kindergarten beginnend, hochgehalten
Ach ...

Das war wie mit dem Antifaschismus: Problemlösung per Deklaration. In dem
man schlicht sagte, „wir sind die besseren, weil wir das System, das
Faschismus und Nationalismus gebar, abgeschafft haben“, ersparte man den
Individuen die unbequeme Frage, inwieweit auch persönliche Werte und
Verhaltensmuster involviert waren. Folge: Diese tickten in den Köpfen und
im Alltag weiter, viel viel mehr und ungestörter als im Westen.

Einer der Hauptgründe für die größere Anfälligkeit für Rechtsextremismus
und Fremdenfeindlichkeit im Osten. Aus Sicht der SED-Ideologie ein riesiger
Misserfolg der DDR.
Post by Veith
und betraf nicht nur die Völker der großen Sowjetunion (natürlich zwangsweise).
"Vietnamesen" war üblich, insbesondere, wenn man sich bei ihnen eine Jeans
nähen lies.
Ja, wie man auch „zum Italiener“ Pizzaessen geht. Man kann aber trotzdem
seine Nachbarn Luigi und Paolo oder Familie Tozzj nennen und nicht stets
und immer „die Italiener“ - wenn man sie ernst nimmt und den persönlichen
Kontakt zu ihnen als gewöhnlichen Teil des Alltags begreift. Letzteres war
in der DDR die Ausnahme und ist auch heute noch im Osten viel seltener als
im Westen. Und das schlägt sich auch im Sprachgebrauch nieder.
Chr. Maercker
2020-01-17 14:37:41 UTC
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Post by Veith
"Die Freundschaft mit ..." wurde immer, im Kindergarten beginnend, hochgehalten
und betraf nicht nur die Völker der großen Sowjetunion (natürlich zwangsweise).
Es wurde viel drüber geschwätzt, aber selten praktiziert. Wie denn auch,
angesichts derart begrenzter Kontaktmöglichkeiten?
Post by Veith
»"Kaum gestohlen, schon in Polen" reimte der damalige Pressesprecher der
*Bundesregierung* in der Bild-Zeitung in Zusammenhang mit einem Autodiebstahl
und ebnete damit einem weiteren der jetzt gängigen Polenbilder den Weg in die
Öffentlichkeit.«[1]
In der DDR wurde dieses kleptomanische Image ebenfalls gepflegt.
Einziger Unterschied: die Russen wurden mit einbezogen.
Post by Veith
BTW Manche Gerüchte waren offenbar wahr: »Ende der Achtziger Jahre des letzten
Jahrhunderts wurde das negative Image dann dadurch verstärkt, dass Polen in der
DDR subventionierte Waren, vor allem Lebensmittel, aufkauften um sie in
Westberlin weiterzuverkaufen.« [2]
Die Hamsterkäufe begannen viel früher, so etwa 1970, als die
Visafreiheit für DDR, CSSR und VR Polen eingeführt wurde. Damals für
polnischen Eigenbedarf, was nicht ausschließt, dass auf den dortigen
Binnenmärkten weiterverhökert wurde.
Post by Veith
Und im Westen nichts Neues: »Von der polnischen Wirtschaft, von der
unbeschreiblichen Unreinlichkeit, Faulheit, Besoffenheit und Untauglichkeit
aller Dienstboten, von ungeheuren Teuerung aller Sachen, Brot und Fleisch
ausgenommen, welches dafür aber auch sehr schlecht ...
... und im Falle Fleisch nicht vorhanden ist ... [1]

Woher kenne ich das nur? Ach ja, aus der DDR. Gern gepflegte Klischees
dort, nicht dort erfunden, sondern das Reich überdauert, in *beiden*
deutschen Staaten. Im Osten also auch nix Neues.

[1] Warum hatte nochmal die DDR Rosenkohl nach Polen exportiert?
--
CU Chr. Maercker.
Frank Möller
2020-01-17 14:47:08 UTC
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Post by Chr. Maercker
Post by Veith
»"Kaum gestohlen, schon in Polen" reimte der damalige Pressesprecher der
*Bundesregierung* in der Bild-Zeitung in Zusammenhang mit einem Autodiebstahl
und ebnete damit einem weiteren der jetzt gängigen Polenbilder den Weg in die
Öffentlichkeit.«[1]
In der DDR wurde dieses kleptomanische Image ebenfalls gepflegt.
Ein Kollege war mit Famulie und Auto mal in Polen auf dem Zeltplatz.
Morgens war die Karre auf Ziegelsteinen aufgebockt. "Zufällig" kam dann
einer vorbei, der fragte, ob er vielleicht 4 Räder mit Reifen kaufen wolle.
Er hat mißmutig zugestimmt. Die Räder und Reifen, die dann kamen, waren
tiptop. Es waren ja auch seine eigenen...

--
Gunter Kühne
2020-01-17 15:06:27 UTC
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Post by Frank Möller
Post by Chr. Maercker
Post by Veith
»"Kaum gestohlen, schon in Polen" reimte der damalige Pressesprecher der
*Bundesregierung* in der Bild-Zeitung in Zusammenhang mit einem Autodiebstahl
und ebnete damit einem weiteren der jetzt gängigen Polenbilder den Weg in die
Öffentlichkeit.«[1]
In der DDR wurde dieses kleptomanische Image ebenfalls gepflegt.
Ein Kollege war mit Famulie und Auto mal in Polen auf dem Zeltplatz.
Morgens war die Karre auf Ziegelsteinen aufgebockt. "Zufällig" kam dann
einer vorbei, der fragte, ob er vielleicht 4 Räder mit Reifen kaufen wolle.
Er hat mißmutig zugestimmt. Die Räder und Reifen, die dann kamen, waren
tiptop. Es waren ja auch seine eigenen...
Komisch die Geschichte habe ich auch schon mal gehört.
jaja die DDR war klein da kannte jeder jeden.
--
Kleinmut und Stolz, aus diesem Holz
Schuf der Mensch sich am sechsten Tag Gott.
Guido Grohmann
2020-01-17 15:03:31 UTC
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Post by Markus Ermert
Die Rede vom faulen Polen, der nur klaut, ist eh übler Rassismus.
Blödsinn. Niemand behauptet, daß Polen eine eigene Rasse seien.

Es ist besten(schlimmsten)falls Diskriminierung.

Guido
Martin Ebert
2020-01-17 15:20:43 UTC
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Post by Markus Ermert
Post by Frank Nitzschner
wurden die übrigen Bezeichnungen IMHO als (adjektivlose)
Bezeichnungen durchaus nicht abwertend oder als Schimpfwörter in
der DDR gebraucht.
Die einen sagen so, die anderen so: Mir ist das auf mehreren
Ebenen nicht differenziert genug.

Eine wesentliche Ebene scheint mir übrigens der Ausländeranteil
in der konkreten Region zu sein: Die Masse der Orte hatte einen
Anteil nahe Null. Es gab aber auch Orte mit durchaus messbarem
Ausländeranteil, Boris erwähnte schon Schwedt.

In meinem Ort komme ich auf einen Ausländeranteil von über 10%,
dazu unten.
Post by Markus Ermert
Polacken, Kubbis, Mosis, Russen, Iwan, Erdnüsse, Brikett, Fidschis ...
Zu undifferenziert.

"Den Dreck soll der Bimbo wegfegen" scheint eindeutig. Aber
schon bei "die Freunde" und "der Iwan" ("der Kolja") wird es
schwieriger: Die Soldaten der sowjetischen Armee wurden von
der Mehrheit ja durchaus als Besatzer wahrgenommen. Dort ist
eine Abgrenzung zumindest verständlich.

"Fitschi" ist noch komplexer: Bis zur Wende wurden Vietnamesen
mehrheitlich positiv wahrgenommen und mit diesem Begriff belegt.
In meiner Wahrnehmung änderte sich die Bedeutung mit der Wende:
Die Damen und Herren wurden ausgewiesen, einige wenige blieben
und so manche davon verdienten ihren Lebensunterhalt nun durch
Zigarettenschmuggel. Und "Fitschi" bekam einen anderen Klang.

Über "Japse" und "Ali" müssen wir auch reden, siehe unten.
Post by Markus Ermert
Die dermaßen kreative und inflationäre Verwendung solcher Spitznamen
Man grenzt sich kollektiv gegen Andersartiges ab und definiert Fremde
fast nur durch deren Volkszugehörigkeit (als ob dies das einzige und
stets entscheidende Persönlichkeitsmerkmal wäre). Individuelle
Unterschiede oder gar Gemeinsamkeiten mit einem selbst interessieren
wenig bis gar nicht.
Als erstes ist anzumerken, dass sich dieser Vorwurf gegen
die offizielle DDR richten muss - diese trennte die Ausländer-
gruppen ab und kasernierte sie quasi. Zweitens mag das für einen
Großteil der DDR-Fläche gelten, aber eben nicht generell. Denn
wenigstens für Großstandorte der Chemie wie PCK oder Buna oder
meinen Ort sieht die Welt völlig anders aus:

Nehmen wir meinen Ort mit knapp 50.000 Einwohnern und dem
Jahr 1978. Da haben wir zusätzlich mehr als 10.000 sowjetische
Soldaten, 1.200 Algerier, dazu Ägypter, Kubaner, Angolaner,
Japaner, Schweizer, Ungarn, Tschechen, sicher habe ich fünf
Nationen vergessen.

Ok, bei den sowjetischen Soldaten ziehen wir 8.000 gleich wieder
ab - die kamen eher selten in die Stadt. Aber es bleiben noch
2.000 Offiziere und Ehefrauen.

Und all die Genannten waren wirklich in der Stadt, es gab da
keine Abgrenzung: Jeden von denen konntest Du in der Drogerie
oder Kaufhalle treffen, gar kein Problem.

Tatsächlich kenne ich für die meisten Nationalitäten keine
Abkürzungen, das wird nicht geläufig gewesen sein. Bei den
anderen war es selbstverständlich Abgrenzung - die Frage ist
eher, ob die Vokabel negativ kone... also negativ gemeint war.

Die Japaner von Toyo Engineering waren Ingenieure, das waren
fachlich die Stars. "Japse" war nicht negativ. Auch "Fitschi"
war nicht negativ, deren Fleiß wurde bewundert. Und obwohl
der eine oder andere "Ali" Ärger machte (es gab Prügeleien),
war es mehrheitlich entspannt, "Ali" kein Schimpfwort.

Alles nur mein Ort und nur meine Wahrnehmung.

Ich bestreite andere (sehr hässliche) Wahrnehmungen nicht,
mir geht es um Differenzierung.

Mt
P.S: Als Tramper u.a. mitgenommen von einem Schweizer sowie
einem UAS, zwei sowjetischen Offizieren.
d***@gmail.com
2020-01-13 15:29:10 UTC
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Permalink
Post by s***@googlemail.com
Und dann gab es noch Mosies und Kubies.
Nie gehört.

Wer soll das sein?

Moslems und Kubaner?

drstrange
Frank Nitzschner
2020-01-13 16:32:40 UTC
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Post by d***@gmail.com
Moslems und Kubaner?
^^^^^^^

Mosambikaner.
Die Alis fehlen noch, Algerier.

HTH
Frank
s***@googlemail.com
2020-01-14 15:02:00 UTC
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Post by d***@gmail.com
Post by s***@googlemail.com
Und dann gab es noch Mosies und Kubies.
Nie gehört.
Wer soll das sein?
Moslems und Kubaner?
drstrange
So war es in der DDR
Arbeiter aus Kuba (genannt Kubbis),
Mosis« für mosambikanische (beziehungsweise »Mozis« – je nach Schreibweise des Herkunftslandes Mosambik oder Mozambique)
Achim Ebeling
2020-01-15 04:25:33 UTC
Antworten
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Post by s***@googlemail.com
So war es in der DDR
Arbeiter aus Kuba (genannt Kubbis),
Mosis« für mosambikanische (beziehungsweise »Mozis« – je nach Schreibweise des Herkunftslandes Mosambik oder Mozambique)
Und Ernüsse hießen Kameruner.


Bis denne
Achim
Bernd Ullrich
2020-01-15 11:00:28 UTC
Antworten
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Post by Achim Ebeling
Post by s***@googlemail.com
So war es in der DDR
Arbeiter aus Kuba (genannt Kubbis),
Mosis« für mosambikanische (beziehungsweise »Mozis« – je nach
Schreibweise des Herkunftslandes Mosambik oder Mozambique)
Und Ernüsse hießen Kameruner.
War regional unterschiedlich, in TH waren das Erdnüsse.

BU
Matthias Opatz
2020-01-15 13:05:19 UTC
Antworten
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Post by Achim Ebeling
Und Ernüsse hießen Kameruner.
Daran kann ich mich nicht erinnern. Wohl aber daran, daß sie in meiner
Kindheit auch Negernüsse genannt wurden.

Matthias
Uwe Schickedanz
2020-01-15 16:45:39 UTC
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On Wed, 15 Jan 2020 14:05:19 +0100, Matthias Opatz
Post by Matthias Opatz
Post by Achim Ebeling
Und Ernüsse hießen Kameruner.
Daran kann ich mich nicht erinnern. Wohl aber daran, daß sie in meiner
Kindheit auch Negernüsse genannt wurden.
Kameruner kannte ich, Negernüsse dagegen nicht.

Wobei Kameruner in keinster Weise anstößig ist: die Dinger kamen
früher von dort.
Amerikaner, Nürnberger, Wiener und weißderteufelnochwas gibts ja auch.


Gruß Uwe
--
"Freiheit nur für die Anhänger der Regierung, nur für Mitglieder
einer Partei - mögen sie noch so zahlreich sein - ist keine Freiheit.
Freiheit ist immer nur Freiheit des anders Denkenden."
=== http://www.sicherheitslampe.de ===
Achim Ebeling
2020-01-15 16:55:08 UTC
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Post by Uwe Schickedanz
On Wed, 15 Jan 2020 14:05:19 +0100, Matthias Opatz
Post by Matthias Opatz
Post by Achim Ebeling
Und Ernüsse hießen Kameruner.
Daran kann ich mich nicht erinnern. Wohl aber daran, daß sie in meiner
Kindheit auch Negernüsse genannt wurden.
Kameruner kannte ich, Negernüsse dagegen nicht.
Wobei Kameruner in keinster Weise anstößig ist: die Dinger kamen
früher von dort.
Hat ja auch keiner behauptet.
Post by Uwe Schickedanz
Amerikaner, Nürnberger, Wiener und weißderteufelnochwas gibts ja auch.
"Weißderteufelnochwas" ist mir nicht bekannt, muss eine regionale
Bezeichnung sein,
gab es bei uns nicht.
Aber die Nochgenannten sagen mir was.

Wobei ich schon lange keine Amerikaner mehr gesehen habe.
Gibt's die noch irgendwo?


Bis denne
Achim
Torsten Mueller
2020-01-15 17:03:50 UTC
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Post by Achim Ebeling
Wobei ich schon lange keine Amerikaner mehr gesehen habe.
Gibt's die noch irgendwo?
Es werden grad 35000 Exemplare nach Osten verlegt.

T.M.
Martin Ebert
2020-01-15 19:57:33 UTC
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Post by Torsten Mueller
Post by Achim Ebeling
Wobei ich schon lange keine Amerikaner mehr gesehen habe.
Gibt's die noch irgendwo?
Es werden grad 35000 Exemplare nach Osten verlegt.
Muss man halt auch üben, Landmarsch. Ein Teil wird via A4,
ein anderer Teil via A2 verlegt: Meine Landesstraßenverwaltung
schäumt, denen kommt der Sanierungsplan für die A2 durch-
einander.

Mt
Peter Veith
2020-01-15 20:30:16 UTC
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Post by Martin Ebert
Post by Torsten Mueller
Post by Achim Ebeling
Wobei ich schon lange keine Amerikaner mehr gesehen habe.
Gibt's die noch irgendwo?
Es werden grad 35000 Exemplare nach Osten verlegt.
Muss man halt auch üben, Landmarsch. Ein Teil wird via A4,
ein anderer Teil via A2 verlegt: Meine Landesstraßenverwaltung
schäumt, denen kommt der Sanierungsplan für die A2 durch-
einander.
Ja,

daher wird jetzt viel gejammert, das die Brücken marode seien ... das
stimmt z.T., aber es wurden auch die militärischen Belange beim Straßen-
und vor allem Autobahnbau vernachlässigt:

Die Rollbahnen gen Osten.

Das war in den 1990ern auch verständlich (erst Friedensdividende, dann
Aufbau einer Interventionsarmee), aber wird nun sukzessive getestet und
nachgeholt.

BTW
"Rotierende Bierkästen im Keller sind noch lange kein Alkoholvorrat!"


Veith
--
Dem Frieden verpflichtet:
http://www.DDR-Luftwaffe.de
Ronald Konschak
2020-01-16 05:27:36 UTC
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Post by Peter Veith
Post by Martin Ebert
Post by Torsten Mueller
Post by Achim Ebeling
Wobei ich schon lange keine Amerikaner mehr gesehen habe.
Gibt's die noch irgendwo?
Es werden grad 35000 Exemplare nach Osten verlegt.
Muss man halt auch üben, Landmarsch. Ein Teil wird via A4,
ein anderer Teil via A2 verlegt: Meine Landesstraßenverwaltung
schäumt, denen kommt der Sanierungsplan für die A2 durch-
einander.
Ja,
daher wird jetzt viel gejammert, das die Brücken marode seien ... das
stimmt z.T., aber es wurden auch die militärischen Belange beim Straßen-
Was viel schöner ist: Sie haben die Kapazitäten der Eisenbahn so
weit zerstört, dass keine schnelle Verlegung mehr möglich ist.
Allerdings wundert es mich, dass die erst in Nordseehäfen landen,
um dann mühevoll über Land an die russische Grenze zu rollen.
Entweder sind polnische Häfen nicht in der Lage Truppentransporter
zu entladen, oder die NATO ist sich ihrer Seemacht doch nicht so
sicher, dass sie in der Ostsee operieren will. Dumm ist diese
Nummer auf jeden Fall, denn so zeigt die NATO der russischen
Militärführung, auf welchen Wegen sie aufmarschieren wird.

Ronald.
--
Wer mit der Pistole auf die Vergangenheit schießt,
dem wird die Zukunft mit einer Kanone antworten.

Russisches Sprichwort
Torsten Mueller
2020-01-16 06:14:19 UTC
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Allerdings wundert es mich, dass die erst in Nordseehäfen landen, um
dann mühevoll über Land an die russische Grenze zu rollen. Entweder
sind polnische Häfen nicht in der Lage Truppentransporter zu entladen,
oder die NATO ist sich ihrer Seemacht doch nicht so sicher, dass sie
in der Ostsee operieren will.
Es ist wahrscheinlich, daß Skagerrak, Kattegat, Öresund (oder Storebelt)
und die anschließende Ostsee nicht die primäre Route bilden. Über Land
kannste vergleichsweise gefahrlos und zwar in Masse bis nach Estland
rollen, Straße und Schiene parallel.

T.M.
Veith
2020-01-16 07:36:51 UTC
Antworten
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Post by Torsten Mueller
Allerdings wundert es mich, dass die erst in Nordseehäfen landen, um
dann mühevoll über Land an die russische Grenze zu rollen. Entweder
sind polnische Häfen nicht in der Lage Truppentransporter zu entladen,
oder die NATO ist sich ihrer Seemacht doch nicht so sicher, dass sie
in der Ostsee operieren will.
Es ist wahrscheinlich, daß Skagerrak, Kattegat, Öresund (oder Storebelt)
und die anschließende Ostsee nicht die primäre Route bilden. Über Land
kannste vergleichsweise gefahrlos und zwar in Masse bis nach Estland
rollen, Straße und Schiene parallel.
Das wird jetzt - nach 30 Jahren - getestet.

Die ersten Einschätzungen waren wohl insbesondere in Bezug auf die polnische
Infrastruktur sehr schlecht. Ein kleiner Splitter der Maßnahmen ist auch die
Idee (gemischte) NATO-Geschwader näher an die Ostfront aka ins Beitrittsgebiet
zu verlegen. Da das gegen den 2+4-Vertrag verstoßen würde, werden sie wohl
formal der Bundesluftwaffe unterstehen (müssen).

Aber letztlich bleibt für die USA das alte Problem:

Die fehlende Landverbindung und damit mangelhafter Nachschub für die Ostfront.
Nur ein kapitualtionsbereites Rußland (wie weiland 1987 - 1991) könnte sich
der konventioneller Bedrohung beugen.

Kurz:
Die USA werden mit Kriegsbeginn beginnen ("müssen"), Europa atomar zu vernichten
aka uns.

Es ist das alte "Spiel".
Peter
Veith
2020-01-16 09:00:00 UTC
Antworten
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Die Russen haben doch angeblich diese neuen Hyperschall-Torpedos (...)
"Wunderwaffen" gibt es immer wieder.

Ich habe den Eindruck gewonnen, das Rußland mit dem Syrieneinsatz und bei der
Krimkrise alle militärischen Karten / Fähigkeiten aufgedeckt hat, wie
Küsten-Schiff-Komplexe, Funkelektronischer Kampf und nicht zuletzt die
Fernschlagsfähigkeiten (von Schiffen der Kaspischen Flotille aus Bunker in
Syrien knacken) ... und noch ein bißchen mehr (Show).

So ein Vorsprung (zumal Rußland in Reichweite ihrer Landesgrenzen aggiert und
nicht in Übersee wie die USA) hält nicht ewig. Er hielt aber die USA ab, dort
aktiv gegen russische Streitkräfte vorzugehen (aka 3. Weltkrieg) und - so meine
Hoffnung - begleitet militärisch den Rückzug des Hegemons.

Peter
Torsten Mueller
2020-01-16 09:02:31 UTC
Antworten
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Die Russen haben doch angeblich diese neuen Hyperschall-Torpedos
("Shakval"), vor denen selbst Flugzeugträger nicht sicher sein sollen.
Nix Hyperschall, 200kn werden angegeben, 370 km/h (unter Wasser
wohlgemerkt, also immerhin ...)

Diese neuartigen Hyperschallwaffen, von denen die Presse quatscht, sind
ausnahmslos Raketen.

T.M.
Martin Ebert
2020-01-17 15:41:09 UTC
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Post by Ronald Konschak
Post by Peter Veith
Post by Torsten Mueller
Es werden grad 35000 Exemplare nach Osten verlegt.
Muss man halt auch üben, Landmarsch. Ein Teil wird via A4, ein
anderer Teil via A2 verlegt: Meine Landesstraßenverwaltung
schäumt, denen kommt der Sanierungsplan für die A2 durch-
einander.
daher wird jetzt viel gejammert, das die Brücken marode seien ...
das stimmt z.T., aber es wurden auch die militärischen Belange
Warschauer Pakt:
Bis 1990 wurde über 15 Ost-West-Marschstraßen verlegt, das waren
gerade *nicht* Straßen und Autobahnen. Das weißt Du doch.
Post by Ronald Konschak
Was viel schöner ist: Sie haben die Kapazitäten der Eisenbahn so
weit zerstört, dass keine schnelle Verlegung mehr möglich ist.
Das war auch zu DDR-Zeiten nicht möglich. Die paar Hanseln der
NVA zählen da nicht. Du machst Dir offenbar keine Vorstellung
von der Länge des Marschbandes einer Division.

Wenn die GSSD eine Division verlegen lies, ging das so: Ab TÜP
Lieberose erste Gefechtsübung, dann über Marschstraßen zu den
TÜP Jessen und Jüterbog, wieder Gefechtsübung, dann über Marsch-
straßen zu den TÜP Klietz, Magdeburg - und die NATO wusste nie,
ob die da auch anhalten, denn da waren gern auch mal drei Divisionen
parallel unterwegs.

Wenn die die halbe Autobahn oder gar die Reichsbahn genutzt
hätten, wäre schlagartig alles zusammengebrochen - letztere
hatte schon gut mit dem halbjährlichen Truppenaustausch zu
tun: Ein Teil wurde da über den Luftweg ausgetauscht.
Post by Ronald Konschak
Allerdings wundert es mich, dass die erst in Nordseehäfen landen, um
dann mühevoll über Land an die russische Grenze zu rollen.
Im Falle des Falles geht es abseits der Straße weiter. Also
das Szenario ist schon sinnvoll.

Mt
Torsten Mueller
2020-01-16 06:05:38 UTC
Antworten
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Post by Peter Veith
"Rotierende Bierkästen im Keller sind noch lange kein Alkoholvorrat!"
http://youtu.be/Tv_uP1MWZAg
Solange diese Bühne notorischer Berufslaberer existiert, muß in
Deutschland jedenfalls niemand die Lügen des POTUS zählen.

T.M.
Torsten Mueller
2020-01-16 05:52:21 UTC
Antworten
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Post by Torsten Mueller
Wobei ich schon lange keine Amerikaner mehr gesehen habe. Gibt's die
noch irgendwo?
Es werden grad 35000 Exemplare nach Osten verlegt.
Muss man halt auch üben, Landmarsch. Ein Teil wird via A4, ein anderer
Teil via A2 verlegt: Meine Landesstraßenverwaltung schäumt, denen
kommt der Sanierungsplan für die A2 durch- einander.
Es ist bezeichnend. Während die NVA (von der Sowjetarmee ganz zu
schweigen) auf Autobahnen üblicherweise nicht fuhr (fahren durfte?),
jedenfalls nicht mit Gefechtstechnik, ist es heute selbstverständlich.
Warum auch nicht? Dafür hat sie der Führer schließlich bauen lassen.

T.M.
Gunter Kühne
2020-01-16 12:45:30 UTC
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Post by Torsten Mueller
Post by Torsten Mueller
Wobei ich schon lange keine Amerikaner mehr gesehen habe. Gibt's die
noch irgendwo?
Es werden grad 35000 Exemplare nach Osten verlegt.
Muss man halt auch üben, Landmarsch. Ein Teil wird via A4, ein anderer
Teil via A2 verlegt: Meine Landesstraßenverwaltung schäumt, denen
kommt der Sanierungsplan für die A2 durch- einander.
Es ist bezeichnend. Während die NVA (von der Sowjetarmee ganz zu
schweigen) auf Autobahnen üblicherweise nicht fuhr (fahren durfte?),
jedenfalls nicht mit Gefechtstechnik, ist es heute selbstverständlich.
Warum auch nicht? Dafür hat sie der Führer schließlich bauen lassen.
T.M.
Stimmt das kam vor aber selten.
Meist wurde mittels Eisenbahn befördert.
Allerdings hat man ,zu mindest in DD, ja fast alles geschleift b.z.w.
kaputt bekommen.
Ich vermute mal selbst die Entsprechenden Fahrzeuge sind nicht mehr
ausreichend vorhanden.
Aber ich kann die NATO irgendwie verstehen in dem Zusammenhang das RU
2017 ja mal ein Manöver für die Verlegung großer Truppenteile von Ost
nach West geprobt hat.
Ziel war und ist erreicht worden.
xyZ Man mit Technik innerhalb von 72 Stunden zu verlegen.( 100000)
--
Kleinmut und Stolz, aus diesem Holz
Schuf der Mensch sich am sechsten Tag Gott.
Wolf gang P u f f e
2020-01-16 17:27:06 UTC
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Post by Torsten Mueller
Muss man halt auch üben, Landmarsch. Ein Teil wird via A4, ein anderer
Teil via A2 verlegt: Meine Landesstraßenverwaltung schäumt, denen
kommt der Sanierungsplan für die A2 durch- einander.
Es ist bezeichnend. Während die NVA (von der Sowjetarmee ganz zu
schweigen) auf Autobahnen üblicherweise nicht fuhr (fahren durfte?),
jedenfalls nicht mit Gefechtstechnik, ist es heute selbstverständlich.
Warum auch nicht? Dafür hat sie der Führer schließlich bauen lassen.
Was?
Die NVA hat auf der Autobahn ihre Paraden geübt.

W.
Ronald Konschak
2020-01-16 19:32:23 UTC
Antworten
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Post by Wolf gang P u f f e
Post by Torsten Mueller
Muss man halt auch üben, Landmarsch. Ein Teil wird via A4, ein anderer
Teil via A2 verlegt: Meine Landesstraßenverwaltung schäumt, denen
kommt der Sanierungsplan für die A2 durch- einander.
Es ist bezeichnend. Während die NVA (von der Sowjetarmee ganz zu
schweigen) auf Autobahnen üblicherweise nicht fuhr (fahren durfte?),
jedenfalls nicht mit Gefechtstechnik, ist es heute selbstverständlich.
Warum auch nicht? Dafür hat sie der Führer schließlich bauen lassen.
Was?
Die NVA hat auf der Autobahn ihre Paraden geübt.
Soso.


--
Wer mit der Pistole auf die Vergangenheit schießt,
dem wird die Zukunft mit einer Kanone antworten.

Russisches Sprichwort
Wolf gang P u f f e
2020-01-16 20:52:55 UTC
Antworten
Permalink
Post by Ronald Konschak
Post by Wolf gang P u f f e
Post by Torsten Mueller
Muss man halt auch üben, Landmarsch. Ein Teil wird via A4, ein anderer
Teil via A2 verlegt: Meine Landesstraßenverwaltung schäumt, denen
kommt der Sanierungsplan für die A2 durch- einander.
Es ist bezeichnend. Während die NVA (von der Sowjetarmee ganz zu
schweigen) auf Autobahnen üblicherweise nicht fuhr (fahren durfte?),
jedenfalls nicht mit Gefechtstechnik, ist es heute selbstverständlich.
Warum auch nicht? Dafür hat sie der Führer schließlich bauen lassen.
Was?
Die NVA hat auf der Autobahn ihre Paraden geübt.
Soso.
http://youtu.be/4Xarz4VH60k
Der Autobahnabschnitt ohne Mittelstreifen ist mir auch noch bekannt.
Paul
2020-01-16 22:11:06 UTC
Antworten
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Post by Wolf gang P u f f e
Post by Ronald Konschak
Post by Wolf gang P u f f e
Post by Torsten Mueller
Muss man halt auch üben, Landmarsch. Ein Teil wird via A4, ein anderer
Teil via A2 verlegt: Meine Landesstraßenverwaltung schäumt, denen
kommt der Sanierungsplan für die A2 durch- einander.
Es ist bezeichnend. Während die NVA (von der Sowjetarmee ganz zu
schweigen) auf Autobahnen üblicherweise nicht fuhr (fahren durfte?),
jedenfalls nicht mit Gefechtstechnik, ist es heute selbstverständlich.
Warum auch nicht? Dafür hat sie der Führer schließlich bauen lassen.
Was?
Die NVA hat auf der Autobahn ihre Paraden geübt.
Soso.
http://youtu.be/4Xarz4VH60k
Der Autobahnabschnitt ohne Mittelstreifen ist mir auch noch bekannt.
Da gab es nicht nur einen, davon gab es einige.

Paule
--
Eine richtig gute Anti-Malware-Lösung?
30 Tage kostenlos und ohne Risiko testen?
https://www.emsisoft.com/de/software/antimalware/?id=5716961
Peter Veith
2020-01-17 06:44:39 UTC
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Post by Paul
Post by Wolf gang P u f f e
Der Autobahnabschnitt ohne Mittelstreifen ist mir auch noch bekannt.
Da gab es nicht nur einen, davon gab es einige.
GOTO
https://www.mil-airfields.de/deutschland/ddr-autobahnabschnitt-aba.htm

HINT
Veith
--
Strukturen, Bilder & Geschichte(n) der LSK/LV
http://www.DDR-LUFTWAFFE.de
d***@gmail.com
2020-01-17 05:17:06 UTC
Antworten
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Post by Wolf gang P u f f e
Post by Ronald Konschak
Post by Wolf gang P u f f e
Post by Torsten Mueller
Muss man halt auch üben, Landmarsch. Ein Teil wird via A4, ein anderer
Teil via A2 verlegt: Meine Landesstraßenverwaltung schäumt, denen
kommt der Sanierungsplan für die A2 durch- einander.
Es ist bezeichnend. Während die NVA (von der Sowjetarmee ganz zu
schweigen) auf Autobahnen üblicherweise nicht fuhr (fahren durfte?),
jedenfalls nicht mit Gefechtstechnik, ist es heute selbstverständlich.
Warum auch nicht? Dafür hat sie der Führer schließlich bauen lassen.
Was?
Die NVA hat auf der Autobahn ihre Paraden geübt.
Soso.
http://youtu.be/4Xarz4VH60k
Der Autobahnabschnitt ohne Mittelstreifen ist mir auch noch bekannt.
A9 In Sachsen Anhalt.
War als Landebahn für kleinere Flugzeuge geeignet.

bGE
Gunter Kühne
2020-01-17 11:43:54 UTC
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Post by Wolf gang P u f f e
Post by Ronald Konschak
Post by Wolf gang P u f f e
Post by Torsten Mueller
Muss man halt auch üben, Landmarsch. Ein Teil wird via A4, ein anderer
Teil via A2 verlegt: Meine Landesstraßenverwaltung schäumt, denen
kommt der Sanierungsplan für die A2 durch- einander.
Es ist bezeichnend. Während die NVA (von der Sowjetarmee ganz zu
schweigen) auf Autobahnen üblicherweise nicht fuhr (fahren durfte?),
jedenfalls nicht mit Gefechtstechnik, ist es heute selbstverständlich.
Warum auch nicht? Dafür hat sie der Führer schließlich bauen lassen.
Was?
Die NVA hat auf der Autobahn ihre Paraden geübt.
Soso.
http://youtu.be/4Xarz4VH60k
Der Autobahnabschnitt ohne Mittelstreifen ist mir auch noch bekannt.
Die waren aber zum landen von Veits Mig gedacht :)
--
Kleinmut und Stolz, aus diesem Holz
Schuf der Mensch sich am sechsten Tag Gott.
Torsten Mueller
2020-01-17 08:56:37 UTC
Antworten
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Post by Ronald Konschak
Post by Torsten Mueller
Es ist bezeichnend. Während die NVA (von der Sowjetarmee ganz zu
schweigen) auf Autobahnen üblicherweise nicht fuhr (fahren durfte?),
jedenfalls nicht mit Gefechtstechnik, ist es heute
selbstverständlich. Warum auch nicht? Dafür hat sie der Führer
schließlich bauen lassen.
Was? Die NVA hat auf der Autobahn ihre Paraden geübt.
Soso.
http://youtu.be/4Xarz4VH60k
Selbstverständlich und bekannt.

Dennoch hab ich während meines ruhmreichen Dienstes nie eine Autobahn
befahren, obgleich an solchen im Berliner Raum kein Mangel war, und zwar
nicht nur nicht mit SPW, sondern auch nicht mit LKW. Diese Verlegungen
gingen immer und teils auf beträchtlichen Umwegen über Land, d.h. über
die Dörfer und mitten durch Kleinstädte (Michendorf, Brandenburg,
Rathenow u.ä.), mit Zwischenhalts zum Passierenlassen des aufgestauten
Nachfolgeverkehrs.

T.M.
Frank Möller
2020-01-17 14:11:30 UTC
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Post by Torsten Mueller
Dennoch hab ich während meines ruhmreichen Dienstes nie eine Autobahn
befahren, obgleich an solchen im Berliner Raum kein Mangel war, und zwar
nicht nur nicht mit SPW, sondern auch nicht mit LKW. ...
Das könnte an der besonderen Lage nahe Berlin gelegen haben. Evtl. gab's da
Absprachen mit den Westalliierten in Westberlin oder man wollte sie nicht
verwirren und nicht glauben lassen, "da wäre womöglich was im Anmarsch".

Wir (stationiert in einem auf Landkarten nicht eingetragenen
Mobilmachungsstützpunkt der "Rückwärtigen Dienste" nebst
Raketentreibstofflager in Sachsen) sind jedenfalls ständig sowohl einzeln
als auch in Kolonne mit regulären NVA-B1000 und NVA-W50 über die Autobahnen
durch die halbe Tätärä gerumpelt. Die deftigen Hiebe ins Kreuz hinten auf
den Sitzbänken der Ladefläche der W50 werde ich nicht vergessen.

--
Werner Flügel
2020-01-17 10:51:14 UTC
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Post by Wolf gang P u f f e
Post by Torsten Mueller
Es ist bezeichnend. Während die NVA (von der Sowjetarmee ganz zu
schweigen) auf Autobahnen üblicherweise nicht fuhr (fahren durfte?),
jedenfalls nicht mit Gefechtstechnik, ist es heute selbstverständlich.
??? Wir sind seinerzeit stelbstversändlich von kurz vor Erkner die
Autobahn Richtung Dresden mit SPW zum TÜP bei Groß Köris gefahren.
Post by Wolf gang P u f f e
Die NVA hat auf der Autobahn ihre Paraden geübt.
'81 haben die Grenztruppen ihre Parade anläßlich 20 Jahre Mauer nicht
auf der Autobahn, sondern auf ner ungenutzten Landebahn in Schönefeld geübt.
Torsten Mueller
2020-01-17 11:03:12 UTC
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Post by Werner Flügel
Post by Torsten Mueller
Es ist bezeichnend. Während die NVA (von der Sowjetarmee ganz zu
schweigen) auf Autobahnen üblicherweise nicht fuhr (fahren durfte?),
jedenfalls nicht mit Gefechtstechnik, ist es heute
selbstverständlich.
??? Wir sind seinerzeit stelbstversändlich von kurz vor Erkner die
Autobahn Richtung Dresden mit SPW zum TÜP bei Groß Köris gefahren.
Wann? Das Thema hat möglicherweise wiedermal eine Zeitschiene. Ich rede
vom Ende der 80er Jahre.

T.M.
Gunter Kühne
2020-01-17 11:50:50 UTC
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Post by Torsten Mueller
Post by Werner Flügel
Post by Torsten Mueller
Es ist bezeichnend. Während die NVA (von der Sowjetarmee ganz zu
schweigen) auf Autobahnen üblicherweise nicht fuhr (fahren durfte?),
jedenfalls nicht mit Gefechtstechnik, ist es heute
selbstverständlich.
??? Wir sind seinerzeit stelbstversändlich von kurz vor Erkner die
Autobahn Richtung Dresden mit SPW zum TÜP bei Groß Köris gefahren.
Wann? Das Thema hat möglicherweise wiedermal eine Zeitschiene. Ich rede
vom Ende der 80er Jahre.
T.M.
Also von 78 bis 80 kann ich dir garantieren, das die 8 VPB mit allem (
inkl. SPW) auch Ballern gefahren ist,
über die Autobahn Richtung Berlin.
( Was hatte den die damals für ne Nummer?? Als E55 war sie glaube schon
zu DDR Zeiten Beschildert.
--
Kleinmut und Stolz, aus diesem Holz
Schuf der Mensch sich am sechsten Tag Gott.
Veith
2020-01-17 12:43:05 UTC
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Post by Gunter Kühne
Post by Torsten Mueller
Post by Werner Flügel
Post by Torsten Mueller
Es ist bezeichnend. Während die NVA (von der Sowjetarmee ganz zu
schweigen) auf Autobahnen üblicherweise nicht fuhr (fahren durfte?),
jedenfalls nicht mit Gefechtstechnik, ist es heute
selbstverständlich.
??? Wir sind seinerzeit stelbstversändlich von kurz vor Erkner die
Autobahn Richtung Dresden mit SPW zum TÜP bei Groß Köris gefahren.
Wann? Das Thema hat möglicherweise wiedermal eine Zeitschiene. Ich rede
vom Ende der 80er Jahre.
Also von 78 bis 80 kann ich dir garantieren, das die 8 VPB mit allem (
inkl. SPW) auch Ballern gefahren ist, über die Autobahn Richtung Berlin.
WIMRE war das Befahren (nur) mit *Kettenfahrzeugen* verboten.
Gab es da nicht "Gummiüberzieher" für Ketten? Nicht meine Strecke.

BTW Theoretisch hätte wir auch über die Autobahn schleppen können, wurde aber
aus praktischen Gründen naheliegend nicht gemacht.
Post by Gunter Kühne
( Was hatte den die damals für ne Nummer?? Als E55 war sie glaube schon
zu DDR Zeiten Beschildert.
"A 4", vgl.:
http://www.strassengeschichte.de/Menueoptionen/Geschichte/Organisation/DDR-S/ddrstr.htm

Peter
Gunter Kühne
2020-01-17 13:03:02 UTC
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Post by Veith
Post by Gunter Kühne
Post by Torsten Mueller
Post by Werner Flügel
Post by Torsten Mueller
Es ist bezeichnend. Während die NVA (von der Sowjetarmee ganz zu
schweigen) auf Autobahnen üblicherweise nicht fuhr (fahren durfte?),
jedenfalls nicht mit Gefechtstechnik, ist es heute
selbstverständlich.
??? Wir sind seinerzeit stelbstversändlich von kurz vor Erkner die
Autobahn Richtung Dresden mit SPW zum TÜP bei Groß Köris gefahren.
Wann? Das Thema hat möglicherweise wiedermal eine Zeitschiene. Ich rede
vom Ende der 80er Jahre.
Also von 78 bis 80 kann ich dir garantieren, das die 8 VPB mit allem (
inkl. SPW) auch Ballern gefahren ist, über die Autobahn Richtung Berlin.
WIMRE war das Befahren (nur) mit *Kettenfahrzeugen* verboten.
Gab es da nicht "Gummiüberzieher" für Ketten? Nicht meine Strecke.
Die habe ich nur einmal gesehen.
Bei dem Dresdner Panzerregiment. ( Nummer weiß jemand anderes Besser )
Die durften da Kollone zum Schießplatz üben, über die Bautzner Autobahn(
OK zu der Zeit eher eine Bessere Landstraße über weite Strecken)
Post by Veith
BTW Theoretisch hätte wir auch über die Autobahn schleppen können, wurde aber
aus praktischen Gründen naheliegend nicht gemacht.
Post by Gunter Kühne
( Was hatte den die damals für ne Nummer?? Als E55 war sie glaube schon
zu DDR Zeiten Beschildert.
http://www.strassengeschichte.de/Menueoptionen/Geschichte/Organisation/DDR-S/ddrstr.htm
Danke
--
Kleinmut und Stolz, aus diesem Holz
Schuf der Mensch sich am sechsten Tag Gott.
Torsten Mueller
2020-01-17 13:56:34 UTC
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Post by Veith
Post by Gunter Kühne
Post by Torsten Mueller
Post by Werner Flügel
Post by Torsten Mueller
Es ist bezeichnend. Während die NVA (von der Sowjetarmee ganz zu
schweigen) auf Autobahnen üblicherweise nicht fuhr (fahren
durfte?), jedenfalls nicht mit Gefechtstechnik, ist es heute
selbstverständlich.
??? Wir sind seinerzeit stelbstversändlich von kurz vor Erkner die
Autobahn Richtung Dresden mit SPW zum TÜP bei Groß Köris gefahren.
Wann? Das Thema hat möglicherweise wiedermal eine Zeitschiene. Ich
rede vom Ende der 80er Jahre.
Also von 78 bis 80 kann ich dir garantieren, das die 8 VPB mit allem
( inkl. SPW) auch Ballern gefahren ist, über die Autobahn Richtung
Berlin.
WIMRE war das Befahren (nur) mit *Kettenfahrzeugen* verboten.
Es wird an meinem unberuhigend furchterregenden Äußeren gelegen haben.
Das konnte man zwar zur Not noch (und dann sehr ungern [1]) der eigenen,
an Vieles längst gewöhnten Bevölkerung, nicht aber dem viel
allgemeinerem Publikum auf der stark frequentierten A2 zumuten.

T.M.

[1] Einmal lief wahrscheinlich ein Radlager am SPW heiß, mitten im Ort,
weiterfahren ging nicht mehr. Es qualmte und stank mächtig irgendwo von
unten und der Fahrer riet, doch wenigstens die Gruppe absitzen zu
lassen, bevor die Karre anfängt zu brennen. Nix da, Absitzen im Ort, am
hellichten Tage, so weit kommt's noch ...
Werner Flügel
2020-01-17 11:11:33 UTC
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Post by Torsten Mueller
Post by Werner Flügel
Post by Torsten Mueller
Es ist bezeichnend. Während die NVA (von der Sowjetarmee ganz zu
schweigen) auf Autobahnen üblicherweise nicht fuhr (fahren durfte?),
jedenfalls nicht mit Gefechtstechnik, ist es heute
selbstverständlich.
??? Wir sind seinerzeit stelbstversändlich von kurz vor Erkner die
Autobahn Richtung Dresden mit SPW zum TÜP bei Groß Köris gefahren.
Wann? Das Thema hat möglicherweise wiedermal eine Zeitschiene. Ich rede
vom Ende der 80er Jahre.
Mai 81 - Okt 82
Martin Ebert
2020-01-17 15:54:12 UTC
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Post by Torsten Mueller
Post by Torsten Mueller
Post by Achim Ebeling
Wobei ich schon lange keine Amerikaner mehr gesehen habe.
Gibt's die noch irgendwo?
Es werden grad 35000 Exemplare nach Osten verlegt.
Muss man halt auch üben, Landmarsch. Ein Teil wird via A4, ein
anderer Teil via A2 verlegt: Meine Landesstraßenverwaltung
schäumt, denen kommt der Sanierungsplan für die A2 durch-
einander.
Es ist bezeichnend.
Und zwar an einer sehr lustigen Stelle, ich komme darauf zurück.
Post by Torsten Mueller
Während die NVA (von der Sowjetarmee ganz zu schweigen) auf
Autobahnen üblicherweise nicht fuhr (fahren durfte?),
Wie zählen wir die VP-Bereitschaften, das waren ja auch nicht
sooo wenige? Die Grenztruppen zählen wir auch nicht: Wir haben
durchaus über ABA verlegt.
Post by Torsten Mueller
jedenfalls nicht mit Gefechtstechnik,
Wie schon erörtert, musste die DDR neben dem Straßennetz ein
militärisches Wegenetz vorhalten. Selbiges gibt es heute nicht
mehr.
Post by Torsten Mueller
ist es heute selbstverständlich. Warum auch nicht? Dafür hat sie der
Führer schließlich bauen lassen.
Mal abgesehen davon, dass das historisch falsch ist:
Das normale Bundesstraßennetz ist für Verlegungen nicht
geeignet. Das liegt gar nicht an den Ketten, die sind ja
neuerdings mit Gummis belegt.

Es scheitert an dem Verkehrsberuhigungsgedöhns, diesen
lustigen Verkehrsinseln, die an jedem Ortsanfang stehen!
Vor Jahren gab es mal eine Rückverlegung, ich meine, dass
das westliche Ziel der TÜP Klietz gewesen sei: Die haben
da jede Verkehrsinsel und jeden Bordstein zermanscht.

Mt

Frank Hucklenbroich
2020-01-16 08:41:07 UTC
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Post by Achim Ebeling
Wobei ich schon lange keine Amerikaner mehr gesehen habe.
Gibt's die noch irgendwo?
Bei uns im Kühlschrank liegt ein Päckchen. Der Rewe hat die, allerdings so
Mini-Versionen, da sind drei oder vier im Paket. Unser Sohn ißt die gerne.

Übrigens gibt es da eine klassische Folge der "Sendung mit der Maus", da
geht es um die Namensherkunft. Angeblich heißen die Teile so, weil da
Hirschhornsalz, genannt "Americanum", als Backtreibmittel verwendet wird.

Grüße,

Frank
Veith
2020-01-16 08:51:25 UTC
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Post by Frank Hucklenbroich
Post by Achim Ebeling
Wobei ich schon lange keine Amerikaner mehr gesehen habe.
Gibt's die noch irgendwo?
Bei uns im Kühlschrank liegt ein Päckchen. Der Rewe hat die, allerdings so
Mini-Versionen, da sind drei oder vier im Paket. Unser Sohn ißt die gerne.
Ich haben den Begriff / Namen erst ndW kennengelernt, auch als Späßchen zu
"Ich bin ein Anerikaner".
Post by Frank Hucklenbroich
Übrigens gibt es da eine klassische Folge der "Sendung mit der Maus", da
geht es um die Namensherkunft. Angeblich heißen die Teile so, weil da
Hirschhornsalz, genannt "Americanum", als Backtreibmittel verwendet wird.
Die Sendung hat insoweit noch keinen Eingang in Wikipedia gefunden:
https://de.wikipedia.org/wiki/Hirschhornsalz

Peter
Frank Hucklenbroich
2020-01-16 12:54:07 UTC
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Post by Veith
Post by Frank Hucklenbroich
Post by Achim Ebeling
Wobei ich schon lange keine Amerikaner mehr gesehen habe.
Gibt's die noch irgendwo?
Bei uns im Kühlschrank liegt ein Päckchen. Der Rewe hat die, allerdings so
Mini-Versionen, da sind drei oder vier im Paket. Unser Sohn ißt die gerne.
Ich haben den Begriff / Namen erst ndW kennengelernt, auch als Späßchen zu
"Ich bin ein Anerikaner".
Post by Frank Hucklenbroich
Übrigens gibt es da eine klassische Folge der "Sendung mit der Maus", da
geht es um die Namensherkunft. Angeblich heißen die Teile so, weil da
Hirschhornsalz, genannt "Americanum", als Backtreibmittel verwendet wird.
https://de.wikipedia.org/wiki/Hirschhornsalz
Hier ist es aber erwähnt:

https://de.wikipedia.org/wiki/Amerikaner_(Geb%C3%A4ck)

(nicht die Sendung, aber die Namensherkunft).

Grüße,

Frank
Achim Ebeling
2020-01-15 16:49:21 UTC
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Post by Matthias Opatz
Post by Achim Ebeling
Und Ernüsse hießen Kameruner.
Daran kann ich mich nicht erinnern. Wohl aber daran, daß sie in meiner
Kindheit auch Negernüsse genannt wurden.
Was?!
Nicht Dein Ernst.

Negerküsse sind doch was ganz Anderes, Kerl!


Bis denne
Achim
Matthias Opatz
2020-01-15 18:24:00 UTC
Antworten
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Post by Achim Ebeling
Negerküsse sind doch was ganz Anderes, Kerl!
n

Matthias
Achim Ebeling
2020-01-16 03:20:49 UTC
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Post by Achim Ebeling
Negerküsse sind doch was ganz Anderes, Kerl!
n
Ja, wer lesen kann ist echt im Vorteil.

Asche auf mein graues Haupt.


Bis denne
Achim
Wolf gang P u f f e
2020-01-13 15:30:09 UTC
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Post by d***@gmail.com
Schwarze jeglicher Schattierung (Neger(Nigger gabs auch etliche aus Moçambique)
Bimbos

W.
Achim Ebeling
2020-01-13 16:39:26 UTC
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Post by Wolf gang P u f f e
Schwarze jeglicher Schattierung             (Neger(Nigger gabs auch
etliche aus Moçambique)
Bimbos
Bimbo ist ein englischer Slangausdruck.
Das Lehnwort aus dem Italienischen (Bambino) bezeichnet heute eine meist
attraktive, aber einfältige Frau.

Im Deutschen kann man den Ausdruck mit „Tussi“ oder „dummes Blondchen“
übersetzen.

Der Ausdruck unterlag einem Bedeutungsumschwung und stand vorher für
einen weiblich wirkenden oder verweichlichten Mann.



Und weitere Titel sind zu finden...

Aber es ist nicht der erste englische Ausdruck, welcher im Deutschen
falsch benutzt wird.


Bis denne
Achim
Lars Gebauer
2020-01-13 18:07:00 UTC
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Post by Achim Ebeling
Post by Wolf gang P u f f e
Bimbos
Bimbo ist ein englischer Slangausdruck.
Das Lehnwort aus dem Italienischen (Bambino) bezeichnet heute eine meist
attraktive, aber einfältige Frau.
Bambina.
Wolf gang P u f f e
2020-01-13 18:36:37 UTC
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Post by Lars Gebauer
Post by Achim Ebeling
Post by Wolf gang P u f f e
Bimbos
Bimbo ist ein englischer Slangausdruck.
Das Lehnwort aus dem Italienischen (Bambino) bezeichnet heute eine meist
attraktive, aber einfältige Frau.
Bambina.
Jaaa, außen braun, innen hell.
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Achim Ebeling
2020-01-14 03:41:42 UTC
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Post by Wolf gang P u f f e
Post by Lars Gebauer
Post by Achim Ebeling
Post by Wolf gang P u f f e
Bimbos
Bimbo ist ein englischer Slangausdruck.
Das Lehnwort aus dem Italienischen (Bambino) bezeichnet heute eine meist
attraktive, aber einfältige Frau.
Bambina.
Jaaa, außen braun, innen hell.
https://www.ostprodukte-versand.de/images/products/1262_L.jpg
Was's nich alles gibt, bin sprachlos.


Bis denne
Achim
Frank Hucklenbroich
2020-01-14 09:30:33 UTC
Antworten
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Post by Wolf gang P u f f e
Post by Lars Gebauer
Post by Achim Ebeling
Post by Wolf gang P u f f e
Bimbos
Bimbo ist ein englischer Slangausdruck.
Das Lehnwort aus dem Italienischen (Bambino) bezeichnet heute eine meist
attraktive, aber einfältige Frau.
Bambina.
Jaaa, außen braun, innen hell.
https://www.ostprodukte-versand.de/images/products/1262_L.jpg
Das wären "Oreos". So bezeichnet man im Englischen Schwarze, die so tun als
wären sie weiß ("Oreos" sind außen schwarz und innen weiß).

Grüße,

Frank
Achim Ebeling
2020-01-13 18:21:50 UTC
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https://de.wikipedia.org/wiki/Bimbo
"Bimbo (Ethnophaulismus), eine abwertende Bezeichnung für Personen mit
 dunkler Hautfarbe (engl. darky)"
https://de.wikipedia.org/wiki/Bimbo_(englischer_Slang)

Un nu?


Bis denne
Achim
Wolf gang P u f f e
2020-01-13 18:34:33 UTC
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Post by Achim Ebeling
https://de.wikipedia.org/wiki/Bimbo
"Bimbo (Ethnophaulismus), eine abwertende Bezeichnung für Personen mit
dunkler Hautfarbe (engl. darky)"
https://de.wikipedia.org/wiki/Bimbo_(englischer_Slang)
Un nu?
Bitteschön, du hast Recht. :-)



...aber ich hab Rechter!
Ein großer schwarzer Mann ist kein blondes Dummchen oder Kind.

W. :-D
Achim Ebeling
2020-01-14 03:39:51 UTC
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Post by Wolf gang P u f f e
Post by Achim Ebeling
https://de.wikipedia.org/wiki/Bimbo
"Bimbo (Ethnophaulismus), eine abwertende Bezeichnung für Personen mit
  dunkler Hautfarbe (engl. darky)"
https://de.wikipedia.org/wiki/Bimbo_(englischer_Slang)
Un nu?
Bitteschön, du hast Recht. :-)
...aber ich hab Rechter!
Ein großer schwarzer Mann ist kein blondes Dummchen oder Kind.
So gesehen nich, das stimmt.

Einigen wir uns auf unentschieden, 55% für mich und 40% für Dich.


Bis denne
Achim
Achim Ebeling
2020-01-14 03:50:34 UTC
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Da fällt mir noch ein, einer unser Lehrer hieß bei uns nur "Muslisch".

Er sagte immer zu uns, "Ihr Muselmänner", und das war dann nicht als Lob
gedacht.

Er war aber, für mich, einer der besten Lehrer den ich hatte.

Auf der Skala von 1 bis 10 würde ich ihm gern eine 12 geben.


Bis denne
Achim
Wolf gang P u f f e
2020-01-14 04:09:38 UTC
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Post by Achim Ebeling
Post by Wolf gang P u f f e
Post by Achim Ebeling
https://de.wikipedia.org/wiki/Bimbo
"Bimbo (Ethnophaulismus), eine abwertende Bezeichnung für Personen mit
dunkler Hautfarbe (engl. darky)"
https://de.wikipedia.org/wiki/Bimbo_(englischer_Slang)
Un nu?
Bitteschön, du hast Recht. :-)
...aber ich hab Rechter!
Ein großer schwarzer Mann ist kein blondes Dummchen oder Kind.
So gesehen nich, das stimmt.
Einigen wir uns auf unentschieden, 55% für mich und 40% für Dich.
Da ist doch ein tolles Angebot, Danke!

W.
Chr. Maercker
2020-01-14 08:34:36 UTC
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Post by Achim Ebeling
Bimbo ist ein englischer Slangausdruck.
Kenn ich nur als Name für Affen. ;-)
Post by Achim Ebeling
Das Lehnwort aus dem Italienischen (Bambino) bezeichnet heute eine meist
attraktive, aber einfältige Frau.
Das wäre dann eine Bambina. Bambino hab ich mal als Bezeichnung für
einen Zirkus-Clown gelesen.
Post by Achim Ebeling
Aber es ist nicht der erste englische Ausdruck, welcher im Deutschen
falsch benutzt wird.
Handy.
--
CU Chr. Maercker.
Chr. Maercker
2020-01-14 08:49:57 UTC
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Post by d***@gmail.com
Vietnamesen (Fidschies genannt arbeiteten in der Schuhfabrik)
Japaner. (Japse genannt im PCK Schwedt)
Jugoslawen. (Jugos genannt Hilfskräfte von den Japanern angeheuert PCK)
Inder (Kein Spitzname gegenwärtig Hilfskräfte der Japaner PCK)
Wahrscheinlich nur dort, bin in der DDR kaum jemals Indern begegnet.
Post by d***@gmail.com
Ungarn. (Kein Spitzname gegenwärtig PCK )
Syrer etc Arab. Raum. (Kannakken genannt weniger in Schwedt als anderswo)
Schwarze jeglicher Schattierung (Neger(Nigger gabs auch etliche aus Moçambique)
Polen: Polacken.
Post by d***@gmail.com
Neger galt in der DDR seit Ludwig Renns Schulbuch
Neger Nobi als ganz normales Gebrauchswort
FULL ACK, es bedeutet ja auch nichts anderes als dunkel bzw. schwarz.
Die allzu oft abwertende Verwendung des Wortes rechtfertigt seine
Indexierung keinesfalls, sonst dürften auch "Blondine", "Ostfriese",
"Sachse", "Preiß", "Jude" u.v.a. Begriffe nicht mehr verwendet werden.
Und auch "Polizist", "Ökonom" und "Politiker" müssten auf den Index.
Post by d***@gmail.com
https://www.amazon.de/Neger-Nobi-Ludwig-Renn/dp/B0000BMR6V
(Italiener)
Es gab also keine direkte Berührung. Zumal galt Italien als
Sehnsuchtsurlaubsland. "Spaghettis" als abwertende Bezeichnung für
Italiener ist mir aus der Zone nicht geläufig, denn sie waren nicht greifbar
und Italien galt ja als Traumreiseziel auch im Osten.
Die Bezeichnung "Itakker" [sic] kenne ich, aber das war mehr Verballhornung
als Beleidigung oder Herabwürdigung.
Das war immer so eine Grauzone. Spaghettifresser, Tommy, Ruski oder
Franzmann waren eher im Reich gebräuchlich, in die DDR rübergerettet hat
sich davon einklich nur der Ami.
Post by d***@gmail.com
In der Zone gabs eine große
sprachliche Area für Verballhornungen und Abkürzungen, ähnlich wie in F.
Selten hörte man "Spaghettifresser" oder" Italianos".
Das dürfte eine Teilmenge der politischen Witze gewesen sein, von denen
es seinerzeit viel mehr gab als im heutigen System.
--
CU Chr. Maercker.
Martin Ebert
2020-01-14 22:01:26 UTC
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Post by Chr. Maercker
Das war immer so eine Grauzone. Spaghettifresser, Tommy, Ruski oder
Franzmann waren eher im Reich gebräuchlich, in die DDR rübergerettet hat
sich davon einklich nur der Ami.
Ruski und Iwan für "Sowjetbürger", in meiner Region oft gehört.

Mt
Achim Ebeling
2020-01-15 04:23:03 UTC
Antworten
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Post by Martin Ebert
Post by Chr. Maercker
Das war immer so eine Grauzone. Spaghettifresser, Tommy, Ruski oder
Franzmann waren eher im Reich gebräuchlich, in die DDR rübergerettet hat
sich davon einklich nur der Ami.
Ruski und Iwan für "Sowjetbürger", in meiner Region oft gehört.
Der Russe war immer der Iwan, nie ein Ruski.
So wie der Engländer immer der Tommy war.
US Amerikaner waren auch nur Amis.
Nur für den Schwarzafrikaner gab es verschieden Namen.


Bis denne
Achim
Frank Hucklenbroich
2020-01-15 09:20:00 UTC
Antworten
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Post by Achim Ebeling
Post by Martin Ebert
Post by Chr. Maercker
Das war immer so eine Grauzone. Spaghettifresser, Tommy, Ruski oder
Franzmann waren eher im Reich gebräuchlich, in die DDR rübergerettet hat
sich davon einklich nur der Ami.
Ruski und Iwan für "Sowjetbürger", in meiner Region oft gehört.
Der Russe war immer der Iwan, nie ein Ruski.
So wie der Engländer immer der Tommy war.
US Amerikaner waren auch nur Amis.
Nur für den Schwarzafrikaner gab es verschieden Namen.
Und der Franzose war der "Franzmann". Das war aber auch eher Landserjargon.

"Pimmock" für Osteuropäer (Schlesier?) kenne ich auch noch.

Grüße,

Frank
Wolf gang P u f f e
2020-01-15 18:04:49 UTC
Antworten
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Post by Frank Hucklenbroich
Post by Achim Ebeling
Post by Martin Ebert
Post by Chr. Maercker
Das war immer so eine Grauzone. Spaghettifresser, Tommy, Ruski oder
Franzmann waren eher im Reich gebräuchlich, in die DDR rübergerettet hat
sich davon einklich nur der Ami.
Ruski und Iwan für "Sowjetbürger", in meiner Region oft gehört.
Der Russe war immer der Iwan, nie ein Ruski.
So wie der Engländer immer der Tommy war.
US Amerikaner waren auch nur Amis.
Nur für den Schwarzafrikaner gab es verschieden Namen.
Und der Franzose war der "Franzmann". Das war aber auch eher Landserjargon.
"Pimmock" für Osteuropäer (Schlesier?) kenne ich auch noch.
Hatten wir die Polacken schon?
Martin Ebert
2020-01-15 09:48:55 UTC
Antworten
Permalink
Post by Achim Ebeling
Post by Martin Ebert
Ruski und Iwan für "Sowjetbürger", in meiner Region oft gehört.
Der Russe war immer der Iwan, nie ein Ruski.
So wie der Engländer immer der Tommy war.
US Amerikaner waren auch nur Amis.
Nur für den Schwarzafrikaner gab es verschieden Namen.
Er wagt zu widersprechen?

Mt
Chr. Maercker
2020-01-15 12:06:55 UTC
Antworten
Permalink
Post by Achim Ebeling
Der Russe war immer der Iwan, nie ein Ruski.
ACK, in der DDR wurde "Russki" nur noch selten gebraucht, viel öfter
einfach "Russe(n)".
Post by Achim Ebeling
So wie der Engländer immer der Tommy war.
Aber nicht mehr inne DDR, diese Bezeichnung kenne ich ausschließlich aus
dem Reich.
Post by Achim Ebeling
US Amerikaner waren auch nur Amis.
Nur für den Schwarzafrikaner gab es verschieden Namen.
Weiß gar nicht mehr, was außer Neger sonst noch in der DDR gebräuchlich
war, allenfalls "Afrikaner". Mal abgesehen von reinen Schimpfnamen wie
Bimbos etc.
--
CU Chr. Maercker.
Bernd Ullrich
2020-01-15 14:48:01 UTC
Antworten
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Post by Chr. Maercker
Post by Achim Ebeling
Der Russe war immer der Iwan, nie ein Ruski.
ACK, in der DDR wurde "Russki" nur noch selten gebraucht, viel öfter
einfach "Russe(n)".
Post by Achim Ebeling
So wie der Engländer immer der Tommy war.
Aber nicht mehr inne DDR, diese Bezeichnung kenne ich ausschließlich aus
dem Reich.
Post by Achim Ebeling
US Amerikaner waren auch nur Amis.
Nur für den Schwarzafrikaner gab es verschieden Namen.
Weiß gar nicht mehr, was außer Neger sonst noch in der DDR gebräuchlich
war, allenfalls "Afrikaner". Mal abgesehen von reinen Schimpfnamen wie
Bimbos etc.
Schimpfwort war auch "Brikett".

BU
Gunter Kühne
2020-01-15 16:56:42 UTC
Antworten
Permalink
Post by Bernd Ullrich
Post by Chr. Maercker
Post by Achim Ebeling
Der Russe war immer der Iwan, nie ein Ruski.
ACK, in der DDR wurde "Russki" nur noch selten gebraucht, viel öfter
einfach "Russe(n)".
Post by Achim Ebeling
So wie der Engländer immer der Tommy war.
Aber nicht mehr inne DDR, diese Bezeichnung kenne ich ausschließlich aus
dem Reich.
Post by Achim Ebeling
US Amerikaner waren auch nur Amis.
Nur für den Schwarzafrikaner gab es verschieden Namen.
Weiß gar nicht mehr, was außer Neger sonst noch in der DDR gebräuchlich
war, allenfalls "Afrikaner". Mal abgesehen von reinen Schimpfnamen wie
Bimbos etc.
Schimpfwort war auch "Brikett".
BU
Das kenne ich nun wieder in einem anderen Zusammenhang.
--
Kleinmut und Stolz, aus diesem Holz
Schuf der Mensch sich am sechsten Tag Gott.
Achim Ebeling
2020-01-15 17:24:01 UTC
Antworten
Permalink
Post by Chr. Maercker
Post by Achim Ebeling
Der Russe war immer der Iwan, nie ein Ruski.
ACK, in der DDR wurde "Russki" nur noch selten gebraucht, viel öfter
einfach "Russe(n)".
Ja genau, Russe oder Iwan.
Wobei es dann doch eher Russe denn Iwan war.
Kam vielleicht auch darauf an über was man sprach.
Post by Chr. Maercker
Post by Achim Ebeling
So wie der Engländer immer der Tommy war.
Aber nicht mehr inne DDR, diese Bezeichnung kenne ich ausschließlich aus
dem Reich.
So alt bin ich noch nicht, wenn Du das Dritte meinst.
Aber für uns waren und sind es immer Tommys. Meist.
Post by Chr. Maercker
Weiß gar nicht mehr, was außer Neger sonst noch in der DDR gebräuchlich
war, allenfalls "Afrikaner".
Afrikaner ist aber auch etwas hol, für einen etwas stark
sonnengebräunten Menschen.
Eildiweil, ein Marokkaner z.Bsp. ist auch ein Afrikaner.
Post by Chr. Maercker
Mal abgesehen von reinen Schimpfnamen wie
Bimbos etc.
Der Namen gibt es wohl viele.


Bis denne
Achim
Matthias Opatz
2020-01-15 13:07:51 UTC
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Post by Achim Ebeling
Der Russe war immer der Iwan, nie ein Ruski.
Der Sowjetsoldat (oder Sowjetbürger) war, wenn schon nicht
der Iwan, so doch meist der Russe, auch wenn er Schlitzaugen
hatte oder grusinisch aussah.

Matthias
Chr. Maercker
2020-01-15 12:03:50 UTC
Antworten
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Post by Martin Ebert
Ruski und Iwan für "Sowjetbürger", in meiner Region oft gehört.
Iwan hab wesentlich öfter gehört, soweit nicht von "den Freunden" die
Rede war. Aus dem Raum Berlin kenne ich außerdem "Kamerad Schnürschuh",
keine Ahnung, wie der Begriff entstanden ist, die Russen trugen
Knobelbecher, genau wie deutsche Soldaten.
--
CU Chr. Maercker.
Frank Hucklenbroich
2020-01-15 12:53:27 UTC
Antworten
Permalink
Post by Chr. Maercker
Aus dem Raum Berlin kenne ich außerdem "Kamerad Schnürschuh",
keine Ahnung, wie der Begriff entstanden ist, die Russen trugen
Knobelbecher, genau wie deutsche Soldaten.
Das kenne ich aus dem bayrischen Raum als Bezeichnung für Österreicher, von
der Generation meiner Großeltern, also aus dem Reich.

Grüße,

Frank
Veith
2020-01-15 13:53:09 UTC
Antworten
Permalink
Post by Frank Hucklenbroich
Post by Chr. Maercker
Aus dem Raum Berlin kenne ich außerdem "Kamerad Schnürschuh",
keine Ahnung, wie der Begriff entstanden ist, die Russen trugen
Knobelbecher, genau wie deutsche Soldaten.
Das kenne ich aus dem bayrischen Raum als Bezeichnung für Österreicher, von
der Generation meiner Großeltern, also aus dem Reich.
Auch meine Mutter nannte mich als Kind schon mal (etwas abschätzig)
"Kamerad Schnürschuh". Die Ursache ist banal:


Wer die hohe Sangeskunst meiden möchte, lese hier ein paar Anmerkungen:
https://meinsammelsuriumblog.wordpress.com/2018/07/10/kamerad-schnuerschuh-und-die-zackigen-knobelbecher-mit-hemd-und-ohne-hoeschen-3-1969/

"Musikalisch verantwortlich für diese Knallköpfe die sich 'Kamerad Schnürschuh
und die zackigen Knobelbecher' waren Karl Geithner und Walter Heyer."

BTW auch die Bundeswehr:
https://www.spiegel.de/spiegel/print/d-42928449.html

Peter
Achim Ebeling
2020-01-15 17:09:40 UTC
Antworten
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Post by Veith
https://meinsammelsuriumblog.wordpress.com/2018/07/10/kamerad-schnuerschuh-und-die-zackigen-knobelbecher-mit-hemd-und-ohne-hoeschen-3-1969/
Passt in unsere Gutmenschenzeit, wo doch alles Sexistisch und
Frauenfeindlich ist.
Geht mir aber alles am Anus vorbei.


Bis denne
Achim
Achim Ebeling
2020-01-15 17:01:38 UTC
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Post by Frank Hucklenbroich
Post by Chr. Maercker
Aus dem Raum Berlin kenne ich außerdem "Kamerad Schnürschuh",
keine Ahnung, wie der Begriff entstanden ist, die Russen trugen
Knobelbecher, genau wie deutsche Soldaten.
Das kenne ich aus dem bayrischen Raum als Bezeichnung für Österreicher, von
der Generation meiner Großeltern, also aus dem Reich.
Ja, so alt wird es sein, wenn nicht gar älter.


Bis denne
Achim
Frank Hucklenbroich
2020-01-15 20:04:27 UTC
Antworten
Permalink
Post by Achim Ebeling
Post by Frank Hucklenbroich
Post by Chr. Maercker
Aus dem Raum Berlin kenne ich außerdem "Kamerad Schnürschuh",
keine Ahnung, wie der Begriff entstanden ist, die Russen trugen
Knobelbecher, genau wie deutsche Soldaten.
Das kenne ich aus dem bayrischen Raum als Bezeichnung für Österreicher, von
der Generation meiner Großeltern, also aus dem Reich.
Ja, so alt wird es sein, wenn nicht gar älter.
So wirklich böse ist das ja auch nicht, es ist einfach eine griffige
Bezeichnung.

So wie Herr Mueller seine Miteidgenossen (hierzugruppe?) mitunter als "Urse
und Retos" bezeichnet hat. Wobei ich da die "Regula" vermisse.

Grüße,

Frank
Achim Ebeling
2020-01-15 17:00:22 UTC
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Post by Chr. Maercker
Post by Martin Ebert
Ruski und Iwan für "Sowjetbürger", in meiner Region oft gehört.
Iwan hab wesentlich öfter gehört, soweit nicht von "den Freunden" die
Rede war. Aus dem Raum Berlin kenne ich außerdem "Kamerad Schnürschuh",
keine Ahnung, wie der Begriff entstanden ist, die Russen trugen
Knobelbecher, genau wie deutsche Soldaten.
"Kamerad Schnürschuh" ist aber keine spezielle Bezeichnung für Russen.

Schnürschuhe gab es bei uns auch. Hießen die nicht 08er?
Und zur ersten Geige gab es ja auch keine Knobelbecher.


Bis denne
Achim
Wolf gang P u f f e
2020-01-15 17:17:03 UTC
Antworten
Permalink
Post by Achim Ebeling
Post by Chr. Maercker
Post by Martin Ebert
Ruski und Iwan für "Sowjetbürger", in meiner Region oft gehört.
Iwan hab wesentlich öfter gehört, soweit nicht von "den Freunden" die
Rede war. Aus dem Raum Berlin kenne ich außerdem "Kamerad Schnürschuh",
keine Ahnung, wie der Begriff entstanden ist, die Russen trugen
Knobelbecher, genau wie deutsche Soldaten.
"Kamerad Schnürschuh" ist aber keine spezielle Bezeichnung für Russen.
Kamerad Schnürschuh, würde ich wie Freund Blase oder Keule als eine
allgemeine Anrede ohne irgendeinen Herkunftshintergrund einordnen.

W.
Peter Veith
2020-01-15 17:58:44 UTC
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Post by Wolf gang P u f f e
Kamerad Schnürschuh, würde ich wie Freund Blase oder Keule als eine
allgemeine Anrede ohne irgendeinen Herkunftshintergrund einordnen.
"Kamerad Schnürschuh" wird schon seine Herkunft von den Ösis und WK I
sowie Verbreitung durch die Sangesfreunde in den 1960/1970ern haben.

"Freund Blase" würde ich von der DDR-Synchro der "3 Holzfäller"
verorten, vgl.: https://de.wikipedia.org/wiki/Die_drei_Holzf%C3%A4ller und

"Keule" war zumindest im Saalkreis (sic) die Bezeichnung für den großen
Bruder.

Veith
--
Dem Frieden verpflichtet:
http://www.DDR-Luftwaffe.de
Frank Hucklenbroich
2020-01-15 20:11:40 UTC
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Post by Peter Veith
"Keule" war zumindest im Saalkreis (sic) die Bezeichnung für den großen
Bruder.
Im Westen war das auch die Bezeichnung für eine attraktive Frau, aber vor
meiner Zeit, so in den 60ern wohl.

Ende der 80er hatten wir mal in unserer Band einen Bassisten zum
Vorspielen, der war da Ende 50, und der brachte dann gleich noch eine viel
jüngere Arbeitskollegin mit ("Dat is ne Keule!"), die er uns als
Background-Sängerin andienen wollte. Nach zwei Stunden Fremdschämen war das
Drama vorbei, für beide.

Und ich habe eine Cousine zweiten Grades in Düsseldorf, die ob ihres
ähnlich lautenden Nachnamens auch von jedermann "Keule" genannt wird, wohl
auch in Anspielung an den Slang-Namen für Frauen.

Ist für mich aber altertümlicher Jargon, wie "Knorke" oder "flotte Biene".

Grüße,

Frank
Achim Ebeling
2020-01-16 03:53:01 UTC
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Post by Frank Hucklenbroich
Post by Peter Veith
"Keule" war zumindest im Saalkreis (sic) die Bezeichnung für den großen
Bruder.
Im Westen war das auch die Bezeichnung für eine attraktive Frau, aber vor
meiner Zeit, so in den 60ern wohl.
Nee, da hatten wir andere Bezeichnungen für.

"Keule" war damals das was heute "Alter" ist.

Ey Keule = ey Alter.

Zumindest haben wir es so gebraucht.


Bis denne
Achim
Martin Ebert
2020-01-15 19:59:16 UTC
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Post by Wolf gang P u f f e
Kamerad Schnürschuh, würde ich wie Freund Blase oder Keule als eine
allgemeine Anrede ohne irgendeinen Herkunftshintergrund einordnen.
Soldat Hülsensack - vortreten!

Mt
Uwe Schickedanz
2020-01-15 16:46:51 UTC
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Post by Martin Ebert
Post by Chr. Maercker
Das war immer so eine Grauzone. Spaghettifresser, Tommy, Ruski oder
Franzmann waren eher im Reich gebräuchlich, in die DDR rübergerettet hat
sich davon einklich nur der Ami.
Ruski und Iwan für "Sowjetbürger", in meiner Region oft gehört.
Ich kann mich daran nicht erinnern. Freunde oder Kolja, auf dieser
Ebene.


Gruß Uwe
--
"Freiheit nur für die Anhänger der Regierung, nur für Mitglieder
einer Partei - mögen sie noch so zahlreich sein - ist keine Freiheit.
Freiheit ist immer nur Freiheit des anders Denkenden."
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Peter Veith
2020-01-15 17:24:16 UTC
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Post by Uwe Schickedanz
Post by Martin Ebert
Post by Chr. Maercker
Das war immer so eine Grauzone. Spaghettifresser, Tommy, Ruski oder
Franzmann waren eher im Reich gebräuchlich, in die DDR rübergerettet hat
sich davon einklich nur der Ami.
Ruski und Iwan für "Sowjetbürger", in meiner Region oft gehört.
Ich kann mich daran nicht erinnern. Freunde oder Kolja, auf dieser
Ebene.
Die verschiedenen DDRs, Regionen, Zeiten und zuvörderst Miljöhs ...

... wir sollten auch den Einfluß von Rund- und Fernsehfunk nicht
vergessen, vgl. Beispiel "Kamerad Schnürschuh". So wurde ich als Kind
schon mal "Erschossen wie Robert Blum" :)

Von den hier genannten Slang-Ausdrücken waren zum meiner Zeit und Miljöh
nur "Russe" und "Ami" *gebräuchlich* - Nicht zuletzt aufgrund der Witze
ala "Treffen sich Russe, Ami und Deutscher".

"Viedschi" (sic) war ein abwertender Begriff erst aus der DDR-Endphase,
da die Vietnamesen gewöhnlich als arbeitsam und ruhig galten. Das führte
dazu, daß der "Vietnamese Hu" mit seinem "schäbigen Kiosk" 1992 die
Randalierer in Rostock-Lichtenhagen ungestört versorgen konnte ... er
war keine Konkurrenz auf dem "Sozialmarkt".

Im Nachbarort waren die Algerier unbeliebt: Westgeld, andere Kultur und
Konkurrenten auf dem "Partnermarkt" ... einen Spitznamen hatten die aber
WIMRE nicht.

Es gab immer Versuche Einzelner Begrifflichkeiten einzuführen, wie
"Cops", gar "Flicks" bis zu "Preßkohle" oder "Negerabseilen".
Alltagssprache war das in "meiner Zeit und Miljöh" nicht.

Gut, der "Neger" war gebräuchlich aber unauffällig, da das abwertende
(ungebräuchliche) Wort "Nigger" war.

Veith
--
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Uwe Schickedanz
2020-01-15 17:52:46 UTC
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Post by Peter Veith
Von den hier genannten Slang-Ausdrücken waren zum meiner Zeit und Miljöh
nur "Russe" und "Ami" *gebräuchlich* - Nicht zuletzt aufgrund der Witze
ala "Treffen sich Russe, Ami und Deutscher".
Stimmt, die Witze hatte ich nicht berücksichtigt.

Gruß Uwe
--
"...Erneuter Zwischenfall an der polnisch-chinesischen Grenze..."
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Martin Ebert
2020-01-15 20:02:13 UTC
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Post by Peter Veith
Post by Uwe Schickedanz
Post by Martin Ebert
Ruski und Iwan für "Sowjetbürger", in meiner Region oft gehört.
Ich kann mich daran nicht erinnern. Freunde oder Kolja, auf dieser
Ebene.
Die verschiedenen DDRs, Regionen, Zeiten und zuvörderst Miljöhs ...
Hier wohl sowohl Zeit (Iwan früher, Kolja 1980er Jahre) als
auch Region, hier: Die Stationierungsdichte. Bei mir war einer
der großen Standorte, da waren Linieneinheiten "die Russkis".

Mt
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