Discussion:
DDR Haushaltsgeräte oder warum wird immer gelogen
(zu alt für eine Antwort)
Gunter Kühne
2018-07-28 15:18:23 UTC
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Salve Allerseits.

Mir ist gerade folgender Artikel auf den Bildschirm geraten:
<https://www.t-online.de/leben/id_62366296/warum-alte-elektrogeraete-aus-dem-osten-heute-noch-funktionieren.html>
Eigentlich nicht mal soo Schlecht.
Aber warum schaffen es heutige Junge Journalisten einfach nicht ehrlich
zu Bleiben??
Mit ist gleich zu Anfang folgender Satz in die Nase gestiegen.
Zitat:"Oder er denkt beim Stern-Recorder R 160 an die Musik, die er bei
"Westsendern" wie RIAS (Radio im amerikanischen Sektor) auf Kassetten –
trotz Verbots – mitgeschnitten hat."

Was sollen solche Plumpen Lügen??
Wen ich den Artikel Montag mit auf Arbeit nehme hat die AFD zur nächsten
Wahl wieder paar Stimmen mehr.
Warum kann nicht einfach mal bei den Fakten geblieben werden.
OK das ist ja kein Einzelfall, da will mir ein 30 Jähriger erklären wie
ich gelebt habe.
Manchmal Frage ich mich ob Die überhaupt begreifen was sie anrichten.
meine 3 ct heute .
--
Kleinmut und Stolz, aus diesem Holz
Schuf der Mensch sich am sechsten Tag Gott.
(http://de.allreadable.com/d803Jttx)
Bernd Ullrich
2018-07-28 16:33:56 UTC
Permalink
Post by Gunter Kühne
Salve Allerseits.
<https://www.t-online.de/leben/id_62366296/warum-alte-elektrogeraete-aus-dem-osten-heute-noch-funktionieren.html>
Eigentlich nicht mal soo Schlecht.
Aber warum schaffen es heutige Junge Journalisten einfach nicht ehrlich
zu Bleiben??
Mit ist gleich zu Anfang folgender Satz in die Nase gestiegen.
Zitat:"Oder er denkt beim Stern-Recorder R 160 an die Musik, die er bei
"Westsendern" wie RIAS (Radio im amerikanischen Sektor) auf Kassetten –
trotz Verbots – mitgeschnitten hat."
Was sollen solche Plumpen Lügen??
Wen ich den Artikel Montag mit auf Arbeit nehme hat die AFD zur nächsten
Wahl wieder paar Stimmen mehr.
Warum kann nicht einfach mal bei den Fakten geblieben werden.
OK das ist ja kein Einzelfall, da will mir ein
30 Jähriger erklären wie
ich gelebt habe.
..........................
Post by Gunter Kühne
Manchmal Frage ich mich ob Die überhaupt begreifen was sie anrichten.
meine 3 ct heute .
Zeilenschinder ebend...
ES ist eine Form der Delegitimierung, als nächtes kommt dass alle
gezwungen waren am Mittagessen im Speisesaal der Firma teilzunehmen. In
der Diktatur...

BU
Bernd Ullrich
2018-07-28 16:44:43 UTC
Permalink
Post by Gunter Kühne
Salve Allerseits.
<https://www.t-online.de/leben/id_62366296/warum-alte-elektrogeraete-aus-dem-osten-heute-noch-funktionieren.html>
Eigentlich nicht mal soo Schlecht.
Aber warum schaffen es heutige Junge Journalisten einfach nicht
ehrlich zu Bleiben??
Mit ist gleich zu Anfang folgender Satz in die Nase gestiegen.
Zitat:"Oder er denkt beim Stern-Recorder R 160 an die Musik, die er
bei "Westsendern" wie RIAS (Radio im amerikanischen Sektor) auf
Kassetten – trotz Verbots – mitgeschnitten hat."
Was sollen solche Plumpen Lügen??
Wen ich den Artikel Montag mit auf Arbeit nehme hat die AFD zur
nächsten Wahl wieder paar Stimmen mehr.
Warum kann nicht einfach mal bei den Fakten geblieben werden.
OK das ist ja kein Einzelfall, da will mir ein
30 Jähriger erklären wie ich gelebt habe.
...........................
Post by Gunter Kühne
Manchmal Frage ich mich ob Die überhaupt begreifen was sie anrichten.
meine 3 ct heute .
Zeilenschinder ebend...
ES ist eine Form der Delegitimierung, als nächtes kommt dass alle
gezwungen waren am Mittagessen  im Speisesaal der Firma teilzunehmen. In
der Diktatur...
BU
Das soll von dem Scheiss ablenken, alles eine Frage der Prioritäten...

https://www.stern.de/neon/heimat/wohnen/wohnungsnot-in-berlin--schueler-soll-seinen-balkon-untervermieten-8188524.html

BU
René Marquardt
2018-07-28 18:23:09 UTC
Permalink
Post by Bernd Ullrich
Das soll von dem Scheiss ablenken, alles eine Frage der Prioritäten...
https://www.stern.de/neon/heimat/wohnen/wohnungsnot-in-berlin--schueler-soll-seinen-balkon-untervermieten-8188524.html
Das war jetzt ein doofes Beispiel. Erstens wird dieser Schüler
ohnehin komplett staatlich alimentiert, zweitens hat ja nun
gerade Berlin eine links-linker-am linkesten Regierung.
Paul
2018-07-28 18:38:56 UTC
Permalink
Post by René Marquardt
Post by Bernd Ullrich
Das soll von dem Scheiss ablenken, alles eine Frage der Prioritäten...
https://www.stern.de/neon/heimat/wohnen/wohnungsnot-in-berlin--schueler-soll-seinen-balkon-untervermieten-8188524.html
Das war jetzt ein doofes Beispiel. Erstens wird dieser Schüler
ohnehin komplett staatlich alimentiert, zweitens hat ja nun
gerade Berlin eine links-linker-am linkesten Regierung.
Und was haben die Gerichte mit der Regierung zu tun? Selbst da wo Du
jetzt lebst sollte das eigentlich jedem klar sein.

Paule
--
Eine richtig gute Anti-Malware-Lösung?
30 Tage kostenlos und ohne Risiko testen?
https://www.emsisoft.com/de/software/antimalware/?id=5716961
Jörg Knebel
2018-07-28 22:00:54 UTC
Permalink
Post by Paul
Und was haben die Gerichte mit der Regierung zu tun?
Dachtest Du an "Unabhängigkeit"?
Wenn "JA", dann träum weiter!
Paul
2018-07-28 22:19:41 UTC
Permalink
Post by Jörg Knebel
Post by Paul
Und was haben die Gerichte mit der Regierung zu tun?
Dachtest Du an "Unabhängigkeit"?
Wenn "JA", dann träum weiter!
Wenn ich da an offensichtlich rechte Richter wie "Richter Gnadenlos"
Schill im roten Hamburg denke, dann glaube ich doch richtig zu liegen.

Sicher haben Regierungen immer einen gewissen Einfluss auf die Justiz,
aber bei weitem keinen so großen wie viele gerne behaupten. Ich könnte
das jetzt genauer erklären, aber hier ist der falsche Ort dafür.

Paule
--
Eine richtig gute Anti-Malware-Lösung?
30 Tage kostenlos und ohne Risiko testen?
https://www.emsisoft.com/de/software/antimalware/?id=5716961
Jörg Knebel
2018-07-29 07:50:17 UTC
Permalink
Post by Paul
Sicher haben Regierungen immer einen gewissen Einfluss auf die Justiz,
aber bei weitem keinen so großen wie viele gerne behaupten.
Da bin ich grundsätzlich anderer Meinung.

Aber Du hast Recht, hier ist nicht der Platz das auseinander zu pflücken
und ehrlich gesagt habe ich auch keinen Bock da weiter drüber zu
diskutieren.

Cheers
klaus r.
2018-07-28 17:32:21 UTC
Permalink
Am Sat, 28 Jul 2018 17:18:23 +0200
Post by Gunter Kühne
Salve Allerseits.
<https://www.t-online.de/leben/id_62366296/warum-alte-elektrogeraete-aus-dem-osten-heute-noch-funktionieren.html>
Eigentlich nicht mal soo Schlecht.
Aber warum schaffen es heutige Junge Journalisten einfach nicht
ehrlich zu Bleiben??
Mit ist gleich zu Anfang folgender Satz in die Nase gestiegen.
Zitat:"Oder er denkt beim Stern-Recorder R 160 an die Musik, die er
bei "Westsendern" wie RIAS (Radio im amerikanischen Sektor) auf
Kassetten – trotz Verbots – mitgeschnitten hat."
Also ich könnte ihm antworten, dass wir zu Zeiten der DDR öfter in
Hannover oder Braunschweig Arbeit hatten. Dort haben wir DDR-Radio und
TV empfangen können. Ich habe z.B. Reinhard Lakomy und andere gerne
gehört und auch aufgenommen. Nicht auf einen Stern-Recorder, den gab es
im Westen nicht. Ich hatte einen von Grundig. Und abends nach
Feierabend lief meistens DDR-Fernsehen. Es sei denn, der olle
Karl-Eduard war dran. Dann nicht. So einen hatten wir auch. Der hiess
Gerhard Löwenthal und trieb sein Unwesen beim ZDF.

Klaus
--
Natürlich hat jeder eine eigene Meinung. Nur weiss auch jeder,
wo diese eigene Meinung herkommt? (Lisa Fitz)

Interessante Meinungen auch von http://www.freiewelt.net/
Wolf gang P u f f e
2018-07-28 19:14:03 UTC
Permalink
Post by klaus r.
Am Sat, 28 Jul 2018 17:18:23 +0200
Post by Gunter Kühne
Salve Allerseits.
<https://www.t-online.de/leben/id_62366296/warum-alte-elektrogeraete-aus-dem-osten-heute-noch-funktionieren.html>
Eigentlich nicht mal soo Schlecht.
Aber warum schaffen es heutige Junge Journalisten einfach nicht
ehrlich zu Bleiben??
Mit ist gleich zu Anfang folgender Satz in die Nase gestiegen.
Zitat:"Oder er denkt beim Stern-Recorder R 160 an die Musik, die er
bei "Westsendern" wie RIAS (Radio im amerikanischen Sektor) auf
Kassetten – trotz Verbots – mitgeschnitten hat."
Also ich könnte ihm antworten, dass wir zu Zeiten der DDR öfter in
Hannover oder Braunschweig Arbeit hatten. Dort haben wir DDR-Radio und
TV empfangen können. Ich habe z.B. Reinhard Lakomy und andere gerne
gehört und auch aufgenommen. Nicht auf einen Stern-Recorder, den gab es
im Westen nicht. Ich hatte einen von Grundig. Und abends nach
Feierabend lief meistens DDR-Fernsehen. Es sei denn, der olle
Karl-Eduard war dran. Dann nicht. So einen hatten wir auch. Der hiess
Gerhard Löwenthal und trieb sein Unwesen beim ZDF.
Den R160 gab es wohl im Westen nicht.
Aber andere Stern-Recorder wurden wohl in verschiedenen Designs
nach drüben exportiert. Stichwort "Bruns"

http://www.rft-geraete.de/Wissenswertes

http://www.rft-geraete.de/Exportgeraete

W.
klaus r.
2018-07-28 20:32:19 UTC
Permalink
Am Sat, 28 Jul 2018 21:14:03 +0200
Post by Wolf gang P u f f e
Post by klaus r.
Am Sat, 28 Jul 2018 17:18:23 +0200
Post by Gunter Kühne
Salve Allerseits.
<https://www.t-online.de/leben/id_62366296/warum-alte-elektrogeraete-aus-dem-osten-heute-noch-funktionieren.html>
Eigentlich nicht mal soo Schlecht.
Aber warum schaffen es heutige Junge Journalisten einfach nicht
ehrlich zu Bleiben??
Mit ist gleich zu Anfang folgender Satz in die Nase gestiegen.
Zitat:"Oder er denkt beim Stern-Recorder R 160 an die Musik, die er
bei "Westsendern" wie RIAS (Radio im amerikanischen Sektor) auf
Kassetten – trotz Verbots – mitgeschnitten hat."
Also ich könnte ihm antworten, dass wir zu Zeiten der DDR öfter in
Hannover oder Braunschweig Arbeit hatten. Dort haben wir DDR-Radio
und TV empfangen können. Ich habe z.B. Reinhard Lakomy und andere
gerne gehört und auch aufgenommen. Nicht auf einen Stern-Recorder,
den gab es im Westen nicht. Ich hatte einen von Grundig. Und abends
nach Feierabend lief meistens DDR-Fernsehen. Es sei denn, der olle
Karl-Eduard war dran. Dann nicht. So einen hatten wir auch. Der
hiess Gerhard Löwenthal und trieb sein Unwesen beim ZDF.
Den R160 gab es wohl im Westen nicht.
Aber andere Stern-Recorder wurden wohl in verschiedenen Designs
nach drüben exportiert. Stichwort "Bruns"
http://www.rft-geraete.de/Wissenswertes
http://www.rft-geraete.de/Exportgeraete
W.
Damals war ich erklärter Grundig-Fan. Meine gesamte
Unterhaltungselektronik war von Grundig, jedenfalls solange sie in
Deutschland produzierten. Als sie Produktion u.a. nach Portugal
auslagerten, ab da ging 's bergab.

Quelle verkaufte damals elektrische Geräte unter dem Namen Universum.
Die wurden, glaube ich, europaweit hergestellt. Legendär waren die
Waschmaschinen unter dem Handelsnamen Universum. Die kamen aus Italien.
Allgemein genossen die Geräte einen guten Ruf. In aller Regel waren
Universum-Geräte preiswert und gut, egal wo sie hergestellt wurden.

Klaus
--
Natürlich hat jeder eine eigene Meinung. Nur weiss auch jeder,
wo diese eigene Meinung herkommt? (Lisa Fitz)

Interessante Meinungen auch von http://www.freiewelt.net/
Guido Grohmann
2018-07-29 16:19:42 UTC
Permalink
Post by klaus r.
Nicht auf einen Stern-Recorder, den gab es
im Westen nicht.
Ähm nein. Zwar wurde der erwähnte Stern Recorder R160 meines Wissens
noch nicht in die BRD exportiert, dafür aber die Stern-Radio-Recorder R
4100, KR 450, KR 650 und KR 660, und den SKR 700.

Die meisten Exemplare dürften als Bruns bedruckt worden sein, ich habe
aber auch Geräte ohne Markenbezeichnung, aber mit FTZ-Nummer.

Guido
Werner Flügel
2018-07-31 08:20:24 UTC
Permalink
(...) Und abends nach
Feierabend lief meistens DDR-Fernsehen. Es sei denn, der olle
Karl-Eduard war dran. Dann nicht. So einen hatten wir auch. Der hiess
Gerhard Löwenthal und trieb sein Unwesen beim ZDF.
Da war doch mal was... "Die Milch wird sauer, das Bier wird schal, im
Fernsehen quatscht der Löwenthal..." ;-) IIRC "Floh de Cologne".
wolfgang sch
2018-07-28 19:25:49 UTC
Permalink
Post by Gunter Kühne
Mit ist gleich zu Anfang folgender Satz in die Nase gestiegen.
Zitat:"Oder er denkt beim Stern-Recorder R 160 an die Musik, die er bei
"Westsendern" wie RIAS (Radio im amerikanischen Sektor) auf Kassetten –
trotz Verbots – mitgeschnitten hat."
Was sollen solche Plumpen Lügen??
Es hieß natürlich "Rundfunk im Amerikanischen Sektor".

Ein anderer Fehler ist, dass Rührgeräte aus der DDR nur in ostdeutschen
Haushalten zu finden seien. Ich habe 198x einen "AKA electric R1310" für
DM 9,90 bei Neckermann erstanden, der noch heute gute Dienste tut. Und
laut wikipedia gab es die auch bei Quelle.
Post by Gunter Kühne
Wen ich den Artikel Montag mit auf Arbeit nehme hat die AFD zur
nächsten Wahl wieder paar Stimmen mehr.
Was hat die denn damit zu tun?
--
Currently listening: https://www.youtube.com/watch?v=hLE8EFVHLDY

http://www.wschwanke.de/ http://www.fotos-aus-der-luft.de/

usenet_20031215 (AT) wschwanke (DOT) de
Gunter Kühne
2018-07-29 07:28:44 UTC
Permalink
Post by wolfgang sch
Post by Gunter Kühne
Mit ist gleich zu Anfang folgender Satz in die Nase gestiegen.
Zitat:"Oder er denkt beim Stern-Recorder R 160 an die Musik, die er bei
"Westsendern" wie RIAS (Radio im amerikanischen Sektor) auf Kassetten –
trotz Verbots – mitgeschnitten hat."
Was sollen solche Plumpen Lügen??
Es hieß natürlich "Rundfunk im Amerikanischen Sektor".
Natürlich das du es nicht wahrhaben willst ist klar.
Mir persönlich als Dresdner ist das Mitschneiden von Rias bei einen
Sondereinsatz in Berlin von der SED beigebracht worden.:)
Soviel tum Thema verboten.
Post by wolfgang sch
Ein anderer Fehler ist, dass Rührgeräte aus der DDR nur in ostdeutschen
Haushalten zu finden seien. Ich habe 198x einen "AKA electric R1310" für
DM 9,90 bei Neckermann erstanden, der noch heute gute Dienste tut. Und
laut wikipedia gab es die auch bei Quelle.
Post by Gunter Kühne
Wen ich den Artikel Montag mit auf Arbeit nehme hat die AFD zur
nächsten Wahl wieder paar Stimmen mehr.
Was hat die denn damit zu tun?
Willste ne Simple Antwort??
Die AFD ist die einzige Chance das sich in dem Land was ändert.
Die bisherigen Parteien sind doch seit Jahrzehnten nur mit ihrer Führung
beschäftigt, denen gehen die Probleme der normalen Bevölkerung am A..
vorbei.
Die Gleiche Chance hätte mal die WASG gehabt wen sie sich nicht von
Links hätte vereinnahmen lassen.
Aber das ist wirklich ein weites Thema und passt nicht hier hin da hast
du Recht.
--
Kleinmut und Stolz, aus diesem Holz
Schuf der Mensch sich am sechsten Tag Gott.
(http://de.allreadable.com/d803Jttx)
klaus r.
2018-07-29 07:51:36 UTC
Permalink
Am Sun, 29 Jul 2018 09:28:44 +0200
Post by Gunter Kühne
[...]
Willste ne Simple Antwort??
Die AFD ist die einzige Chance das sich in dem Land was ändert.
Die bisherigen Parteien sind doch seit Jahrzehnten nur mit ihrer
Führung beschäftigt, denen gehen die Probleme der normalen
Bevölkerung am A.. vorbei.
Die Gleiche Chance hätte mal die WASG gehabt wen sie sich nicht von
Links hätte vereinnahmen lassen.
Müsste man dazu nicht erst mal klären, ob die damaligen beiden deutschen
Staaten überhaupt Herr über ihre Entscheidungen waren?

"Es war nur eine etwa 40-minütige Rede vor einem ausgewählten Publikum.
Ihr Inhalt aber hatte es in sich. Finanzminister Wolfgang Schäuble
sagte am Freitag beim European Banking Congress vor 300 Gästen aus der
Bankwirtschaft: „„Und wir in Deutschland sind seit dem 8. Mai 1945 zu
keinem Zeitpunkt mehr voll souverän gewesen.“

https://www.hna.de/politik/eine-rede-brisanz-1501143.html

War es wirklich eine "bedingungslose" Wiedervereinigung? Oder
resultiert vieles was darauf folgte, eben auf die Wiedervereinigung?

Klaus

Klaus
--
Natürlich hat jeder eine eigene Meinung. Nur weiss auch jeder,
wo diese eigene Meinung herkommt? (Lisa Fitz)

Interessante Meinungen auch von http://www.freiewelt.net/
Bernd Ullrich
2018-07-29 09:32:12 UTC
Permalink
Post by Gunter Kühne
Post by wolfgang sch
Post by Gunter Kühne
Mit ist gleich zu Anfang folgender Satz in die Nase gestiegen.
Zitat:"Oder er denkt beim Stern-Recorder R 160 an die Musik, die er bei
"Westsendern" wie RIAS (Radio im amerikanischen Sektor) auf Kassetten –
trotz Verbots – mitgeschnitten hat."
Was sollen solche Plumpen Lügen??
Es hieß natürlich "Rundfunk im Amerikanischen Sektor".
Natürlich das du es nicht wahrhaben willst ist klar.
Mir persönlich als Dresdner ist das Mitschneiden von Rias bei einen
Sondereinsatz in Berlin von der SED beigebracht worden.:)
Soviel tum Thema verboten.
Post by wolfgang sch
Ein anderer Fehler ist, dass Rührgeräte aus der DDR nur in ostdeutschen
Haushalten zu finden seien. Ich habe 198x einen "AKA electric R1310" für
DM 9,90 bei Neckermann erstanden, der noch  heute gute Dienste tut. Und
laut wikipedia gab es die auch bei Quelle.
Post by Gunter Kühne
Wen ich den Artikel Montag mit auf Arbeit nehme hat die AFD zur
nächsten Wahl wieder paar Stimmen mehr.
Was hat die denn damit zu tun?
-------------------------------
Post by Gunter Kühne
Willste ne Simple Antwort??
Die AFD ist die einzige Chance das sich in dem Land was ändert.
Das gleiche wurde von der NSDAP auch erwartet und die Ergebnisse sind
bekannt.
Post by Gunter Kühne
Die bisherigen Parteien sind doch seit Jahrzehnten nur mit ihrer Führung
beschäftigt, denen gehen die Probleme der normalen Bevölkerung am A..
vorbei.
Argumente der NSDAP gleichfalls...


BU
Gunter Kühne
2018-07-29 10:27:50 UTC
Permalink
Post by Bernd Ullrich
Post by Gunter Kühne
Post by wolfgang sch
Post by Gunter Kühne
Mit ist gleich zu Anfang folgender Satz in die Nase gestiegen.
Zitat:"Oder er denkt beim Stern-Recorder R 160 an die Musik, die er bei
"Westsendern" wie RIAS (Radio im amerikanischen Sektor) auf Kassetten –
trotz Verbots – mitgeschnitten hat."
Was sollen solche Plumpen Lügen??
Es hieß natürlich "Rundfunk im Amerikanischen Sektor".
Natürlich das du es nicht wahrhaben willst ist klar.
Mir persönlich als Dresdner ist das Mitschneiden von Rias bei einen
Sondereinsatz in Berlin von der SED beigebracht worden.:)
Soviel tum Thema verboten.
Post by wolfgang sch
Ein anderer Fehler ist, dass Rührgeräte aus der DDR nur in ostdeutschen
Haushalten zu finden seien. Ich habe 198x einen "AKA electric R1310" für
DM 9,90 bei Neckermann erstanden, der noch  heute gute Dienste tut. Und
laut wikipedia gab es die auch bei Quelle.
Post by Gunter Kühne
Wen ich den Artikel Montag mit auf Arbeit nehme hat die AFD zur
nächsten Wahl wieder paar Stimmen mehr.
Was hat die denn damit zu tun?
-------------------------------
Post by Gunter Kühne
Willste ne Simple Antwort??
Die AFD ist die einzige Chance das sich in dem Land was ändert.
Das gleiche wurde von der NSDAP auch erwartet und die Ergebnisse sind
bekannt.
Naja der NSDAP am Nächsten kommt wohl die Grünen nicht die AFD.
Post by Bernd Ullrich
Post by Gunter Kühne
Die bisherigen Parteien sind doch seit Jahrzehnten nur mit ihrer
Führung beschäftigt, denen gehen die Probleme der normalen Bevölkerung
am A.. vorbei.
Argumente der NSDAP gleichfalls...
Nein das waren nicht die Argumente.
Post by Bernd Ullrich
BU
--
Kleinmut und Stolz, aus diesem Holz
Schuf der Mensch sich am sechsten Tag Gott.
(http://de.allreadable.com/d803Jttx)
Bernd Ullrich
2018-07-29 10:45:56 UTC
Permalink
Post by Gunter Kühne
Post by Bernd Ullrich
Post by Gunter Kühne
Post by wolfgang sch
Post by Gunter Kühne
Mit ist gleich zu Anfang folgender Satz in die Nase gestiegen.
Zitat:"Oder er denkt beim Stern-Recorder R 160 an die Musik, die er bei
"Westsendern" wie RIAS (Radio im amerikanischen Sektor) auf Kassetten –
trotz Verbots – mitgeschnitten hat."
Was sollen solche Plumpen Lügen??
Es hieß natürlich "Rundfunk im Amerikanischen Sektor".
Natürlich das du es nicht wahrhaben willst ist klar.
Mir persönlich als Dresdner ist das Mitschneiden von Rias bei einen
Sondereinsatz in Berlin von der SED beigebracht worden.:)
Soviel tum Thema verboten.
Post by wolfgang sch
Ein anderer Fehler ist, dass Rührgeräte aus der DDR nur in ostdeutschen
Haushalten zu finden seien. Ich habe 198x einen "AKA electric R1310" für
DM 9,90 bei Neckermann erstanden, der noch  heute gute Dienste tut. Und
laut wikipedia gab es die auch bei Quelle.
Post by Gunter Kühne
Wen ich den Artikel Montag mit auf Arbeit nehme hat die AFD zur
nächsten Wahl wieder paar Stimmen mehr.
Was hat die denn damit zu tun?
-------------------------------
Post by Gunter Kühne
Willste ne Simple Antwort??
Die AFD ist die einzige Chance das sich in dem Land was ändert.
Das gleiche wurde von der NSDAP auch erwartet und die Ergebnisse sind
bekannt.
Naja der NSDAP am Nächsten kommt wohl die Grünen nicht die AFD.
Post by Bernd Ullrich
Post by Gunter Kühne
Die bisherigen Parteien sind doch seit Jahrzehnten nur mit ihrer
Führung beschäftigt, denen gehen die Probleme der normalen
Bevölkerung am A.. vorbei.
--------------------------------------------
Post by Gunter Kühne
Post by Bernd Ullrich
Argumente der NSDAP gleichfalls...
Nein  das waren nicht die Argumente.
Die "verkrusteten Strukturen" der Weimarer Republik aufzubrechen war
Argument der NSDAP. Dazu wurde der Mythos der "Volksgemeinschaft" benutzt.

BU

BU
wolfgang sch
2018-07-29 10:02:24 UTC
Permalink
Post by Gunter Kühne
Post by wolfgang sch
Post by Gunter Kühne
Mit ist gleich zu Anfang folgender Satz in die Nase gestiegen.
Zitat:"Oder er denkt beim Stern-Recorder R 160 an die Musik, die er
bei "Westsendern" wie RIAS (Radio im amerikanischen Sektor) auf
Kassetten – trotz Verbots – mitgeschnitten hat."
Was sollen solche Plumpen Lügen??
Es hieß natürlich "Rundfunk im Amerikanischen Sektor".
Natürlich das du es nicht wahrhaben willst ist klar.
Was unterstellst du mir da? Ich habe nur zwei weitere Fehler korrigiert.
Post by Gunter Kühne
Die AFD ist die einzige Chance das sich in dem Land was ändert.
Nicht jede Änderung ist eine Verbesserung, das solltest du dabei
bedenken. Korrekte Darstellung der DDR-Geschichte ist allerdings nicht
sehr hoch auf deren Agenda, oder?
Post by Gunter Kühne
Die Gleiche Chance hätte mal die WASG gehabt wen sie sich nicht von
Links hätte vereinnahmen lassen.
Die war von Anfang an links, nicht nur deshalb ein unzutreffender
Vergleich.
--
Currently listening: https://www.youtube.com/watch?v=hLE8EFVHLDY

http://www.wschwanke.de/ http://www.fotos-aus-der-luft.de/

usenet_20031215 (AT) wschwanke (DOT) de
Gunter Kühne
2018-07-29 10:30:42 UTC
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Post by wolfgang sch
Post by Gunter Kühne
Post by wolfgang sch
Post by Gunter Kühne
Mit ist gleich zu Anfang folgender Satz in die Nase gestiegen.
Zitat:"Oder er denkt beim Stern-Recorder R 160 an die Musik, die er
bei "Westsendern" wie RIAS (Radio im amerikanischen Sektor) auf
Kassetten – trotz Verbots – mitgeschnitten hat."
Was sollen solche Plumpen Lügen??
Es hieß natürlich "Rundfunk im Amerikanischen Sektor".
Natürlich das du es nicht wahrhaben willst ist klar.
Was unterstellst du mir da? Ich habe nur zwei weitere Fehler korrigiert.
Post by Gunter Kühne
Die AFD ist die einzige Chance das sich in dem Land was ändert.
Nicht jede Änderung ist eine Verbesserung, das solltest du dabei
bedenken. Korrekte Darstellung der DDR-Geschichte ist allerdings nicht
sehr hoch auf deren Agenda, oder?
Post by Gunter Kühne
Die Gleiche Chance hätte mal die WASG gehabt wen sie sich nicht von
Links hätte vereinnahmen lassen.
Die war von Anfang an links, nicht nur deshalb ein unzutreffender
Vergleich.
War sie nicht Ich war ja schließlich einer der Gründungsmitglieder für
das Gebiet DA-DI.
Sie wurde aber damals in der Presse auch als faschistisches Sammelbecken
dargestellt genau wie die Piraten am Anfang.
Jede neue Partei wird verunglimpft, wen sie über eine Gewisse Größe kommt.
Alles nur Manipuliert.
--
Kleinmut und Stolz, aus diesem Holz
Schuf der Mensch sich am sechsten Tag Gott.
(http://de.allreadable.com/d803Jttx)
Bernd Ullrich
2018-07-29 10:59:20 UTC
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Post by Gunter Kühne
Post by wolfgang sch
Post by Gunter Kühne
Post by wolfgang sch
Post by Gunter Kühne
Mit ist gleich zu Anfang folgender Satz in die Nase gestiegen.
Zitat:"Oder er denkt beim Stern-Recorder R 160 an die Musik, die er
bei "Westsendern" wie RIAS (Radio im amerikanischen Sektor) auf
Kassetten – trotz Verbots – mitgeschnitten hat."
Was sollen solche Plumpen Lügen??
Es hieß natürlich "Rundfunk im Amerikanischen Sektor".
Natürlich das du es nicht wahrhaben willst ist klar.
Was unterstellst du mir da? Ich habe nur zwei weitere Fehler korrigiert.
Post by Gunter Kühne
Die AFD ist die einzige Chance das sich in dem Land was ändert.
Nicht jede Änderung ist eine Verbesserung, das solltest du dabei
bedenken. Korrekte Darstellung der DDR-Geschichte ist allerdings nicht
sehr hoch auf deren Agenda, oder?
Post by Gunter Kühne
Die Gleiche Chance hätte mal die WASG gehabt wen sie sich nicht von
Links hätte vereinnahmen lassen.
Die war von Anfang an links, nicht nur deshalb ein unzutreffender
Vergleich.
War sie nicht Ich war ja schließlich einer der Gründungsmitglieder für
das Gebiet DA-DI.
Sie wurde aber damals in der Presse auch als faschistisches Sammelbecken
dargestellt genau wie die Piraten am Anfang.
 Jede neue Partei wird verunglimpft, wen sie über eine Gewisse Größe
kommt.
 Alles nur Manipuliert.
Slbst erfüllende Pr....
Du wurdest damit "Manipuliert". Frage mal die Spin-doktores wie das
eingerührt wird.

BU
Gunter Kühne
2018-07-29 15:09:07 UTC
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Post by Bernd Ullrich
Post by Gunter Kühne
Post by wolfgang sch
Post by Gunter Kühne
Post by wolfgang sch
Post by Gunter Kühne
Mit ist gleich zu Anfang folgender Satz in die Nase gestiegen.
Zitat:"Oder er denkt beim Stern-Recorder R 160 an die Musik, die er
bei "Westsendern" wie RIAS (Radio im amerikanischen Sektor) auf
Kassetten – trotz Verbots – mitgeschnitten hat."
Was sollen solche Plumpen Lügen??
Es hieß natürlich "Rundfunk im Amerikanischen Sektor".
Natürlich das du es nicht wahrhaben willst ist klar.
Was unterstellst du mir da? Ich habe nur zwei weitere Fehler korrigiert.
Post by Gunter Kühne
Die AFD ist die einzige Chance das sich in dem Land was ändert.
Nicht jede Änderung ist eine Verbesserung, das solltest du dabei
bedenken. Korrekte Darstellung der DDR-Geschichte ist allerdings nicht
sehr hoch auf deren Agenda, oder?
Post by Gunter Kühne
Die Gleiche Chance hätte mal die WASG gehabt wen sie sich nicht von
Links hätte vereinnahmen lassen.
Die war von Anfang an links, nicht nur deshalb ein unzutreffender
Vergleich.
War sie nicht Ich war ja schließlich einer der Gründungsmitglieder für
das Gebiet DA-DI.
Sie wurde aber damals in der Presse auch als faschistisches
Sammelbecken dargestellt genau wie die Piraten am Anfang.
  Jede neue Partei wird verunglimpft, wen sie über eine Gewisse Größe
kommt.
  Alles nur Manipuliert.
Slbst erfüllende Pr....
Du wurdest damit "Manipuliert". Frage mal die Spin-doktores wie das
eingerührt wird.
BU
Na wahrscheinlich auch so.
Mal ein Interessanter Artikel.
<https://www.epochtimes.de/politik/deutschland/hier-lernt-man-zwischen-den-zeilen-zu-lesen-analyse-einer-propagandashow-a2504939.html>
--
Kleinmut und Stolz, aus diesem Holz
Schuf der Mensch sich am sechsten Tag Gott.
(http://de.allreadable.com/d803Jttx)
Frank Hucklenbroich
2018-07-29 15:43:20 UTC
Permalink
Post by wolfgang sch
Ein anderer Fehler ist, dass Rührgeräte aus der DDR nur in ostdeutschen
Haushalten zu finden seien. Ich habe 198x einen "AKA electric R1310" für
DM 9,90 bei Neckermann erstanden, der noch heute gute Dienste tut. Und
laut wikipedia gab es die auch bei Quelle.
Ich habe einen Gitarrenverstärker namens "Kay 30" bei mir im Keller, laut
Typenschild "Made in GDR", erstanden auf einem westdeutschen Flohmarkt vor
ein paar Jahren für 18 Euronen. Ist wohl ein Vermona-Klon und wurde
angeblich auch im Westen verkauft.

Grüße,

Frank
Werner Flügel
2018-07-31 08:29:38 UTC
Permalink
Post by Frank Hucklenbroich
Ich habe einen Gitarrenverstärker namens "Kay 30" bei mir im Keller, laut
Typenschild "Made in GDR", erstanden auf einem westdeutschen Flohmarkt vor
ein paar Jahren für 18 Euronen. Ist wohl ein Vermona-Klon und wurde
angeblich auch im Westen verkauft.
Wirklich "Kay"??? Da gab es in den 70ern in Dresden ein paar Freaks, die
Röhren-Amps gebaut haben, das lief allerdings unter "Lay Selection",
gabs auch als "Lay Vocal". IIRC letzteren hatte ich mal bei einem
Gunter-Rehlig-Konzert (für Nichteingeweihte: er ist der Typ hinter der
Dresdner "Tante Ju") zartrosa aufglühen sehen (waren glaub ich 8 EL34
verbaut). Schöner zu sehen, wie hastig sich son Techniker bewegen kann :)
Veith
2018-07-31 11:21:13 UTC
Permalink
Post by Werner Flügel
Post by Frank Hucklenbroich
Ich habe einen Gitarrenverstärker namens "Kay 30" bei mir im Keller, laut
Typenschild "Made in GDR", ...
Wirklich "Kay"???
Nö, Regent 221
http://de.rec.musik.machen.narkive.com/TsVw2U2M/kay-30-gitarrencombo-made-in-gdr :)

Pe" DDR-Luftwaffe.de "ter
Frank Hucklenbroich
2018-07-31 13:23:37 UTC
Permalink
Post by Veith
Post by Werner Flügel
Post by Frank Hucklenbroich
Ich habe einen Gitarrenverstärker namens "Kay 30" bei mir im Keller, laut
Typenschild "Made in GDR", ...
Wirklich "Kay"???
Nö, Regent 221
http://de.rec.musik.machen.narkive.com/TsVw2U2M/kay-30-gitarrencombo-made-in-gdr :)
Pe" DDR-Luftwaffe.de "ter
Boah, ist das echt schon 9 Jahre her? Mist, ich werd alt!

Grüße,

Frank
Matthias Opatz
2018-07-31 14:34:43 UTC
Permalink
Post by Frank Hucklenbroich
Post by Veith
http://de.rec.musik.machen.narkive.com/TsVw2U2M/kay-30-gitarrencombo-made-in-gdr :)
Boah, ist das echt schon 9 Jahre her? Mist, ich werd alt!
Boach, das ist erst 9 Jahre her, daß Ulf Gutschmidt noch teilgenommen hat?

Kommt mir länger her vor ...

Matthias
Martin Ebert
2018-08-01 01:10:14 UTC
Permalink
Post by Matthias Opatz
Boach, das ist erst 9 Jahre her, daß Ulf Gutschmidt noch teilgenommen
hat? Kommt mir länger her vor ...
Wenn mir recht ist, war Herr Gutzeit nach Schwester Gisela längere
Zeit weg - und kam dann nochmals für ein kurzes Gastspiel vorbei.

Legendär seine Nöhlerei über das bei ihm nicht funktionierende
redp**n.com

Mt
Ronald Konschak
2018-08-01 13:07:13 UTC
Permalink
Post by Martin Ebert
Post by Matthias Opatz
Boach, das ist erst 9 Jahre her, daß Ulf Gutschmidt noch teilgenommen
hat? Kommt mir länger her vor ...
Wenn mir recht ist, war Herr Gutzeit nach Schwester Gisela längere
Zeit weg - und kam dann nochmals für ein kurzes Gastspiel vorbei.
Legendär seine Nöhlerei über das bei ihm nicht funktionierende
redp**n.com
Hat der Herr Gutbrodt nicht die Schwester Monika bei Dr.Tuber mit
seiner Arbeiterfaust beglückt?

Ronald, Demenzverwalter von dafd
--
There are two kinds of conservative voters, the millionaires and the
misguided ones. To find out which one you are, look in your wallet.
Frank Müller
2018-07-28 19:50:02 UTC
Permalink
Post by Gunter Kühne
<https://www.t-online.de/leben/id_62366296/warum-alte-elektrogeraete-aus-dem-osten-heute-noch-funktionieren.html>
Eigentlich nicht mal soo Schlecht.
Aber warum schaffen es heutige Junge Journalisten einfach nicht ehrlich zu
Bleiben??
Mit ist gleich zu Anfang folgender Satz in die Nase gestiegen.
Zitat:"Oder er denkt beim Stern-Recorder R 160 an die Musik, die er bei
"Westsendern" wie RIAS (Radio im amerikanischen Sektor) auf Kassetten –
trotz Verbots – mitgeschnitten hat."
Du weißt doch, die Berichte nach einen Krieg
werden immer von den "Siegern" verfaßt und
für die ist die Welt meist nur schwarz/weiß.

Schließlich gab's in der DDR auch nur zwei
Sorten von Einwohnern, die einen waren bei
der STASI und die anderen hatten mindestens
einen Ausreiseantrag gestellt...

Frank
Chr. Maercker
2018-07-30 10:52:45 UTC
Permalink
Post by Gunter Kühne
Eigentlich nicht mal soo Schlecht.
Aber warum schaffen es heutige Junge Journalisten einfach nicht ehrlich
zu Bleiben??
Mit ist gleich zu Anfang folgender Satz in die Nase gestiegen.
Zitat:"Oder er denkt beim Stern-Recorder R 160 an die Musik, die er bei
"Westsendern" wie RIAS (Radio im amerikanischen Sektor) auf Kassetten –
trotz Verbots – mitgeschnitten hat."
Was sollen solche Plumpen Lügen??
Halte ich eher für das im Westen verbreitete lückenhafte Wissen über die
Zustände in der DDR. Westsender waren zwar "nur" unerwünscht statt
verboten, aber speziell RIAS war dank Störsendern bestenfalls im Raum
Berlin so zu empfangen, dass sich Mitschnitte gelohnt hätten. Andere
Sender mit sehr guter Musik, z.B. NDR II oder HR III waren ab gewisser
Entfernung vom Senderstandort mehr oder weniger verrauscht oder lokal
gestört.
Von Reportern, die schon zu DDR-Zeiten nicht mal die jahrelang
konstanten Preise hiesiger Grundnahrungsmittel wussten (RIAS bzw. SFB),
erwarte ich derart fundierte Kenntnisse nicht.

Interessant finde ich diese Aussage im Artikel:
"... warum halten Ost-Geräte länger als West-Geräte? "Im Westen gab es
seltener Rohstoffknappheit. Da konnte man öfter aus dem Vollen schöpfen."

Dieser Fakt diente DDR-intern gern als Begründung, warum diverse Geräte
gerade *nicht* besonders lange hielten bzw. wichtige Eigenschaften
missen ließen. Dass z.B. die ersten ORWO-Kasseten mechanisch die reine
Katastrophe waren, lag wohl daran, dass es kein Teflon für die Folien im
Gehäuseinneren gab. Auch sonst wurde bekanntlich viel improvisiert und
minderwertige Ersatzstoffe verwendet, oft nicht zum Vorteil der Endprodukte.

"Im Osten dominierte dagegen das Prinzip des Mangels. Es war wichtig,
die Ressourcen möglichst sparsam zu verwenden. Die Geräte sollten so
konzipiert sein, dass sie lange benutzt werden konnten und wenn sie doch
einmal kaputtgingen, musste man sie schnell reparieren können"

War das wirklich Parteiprogramm oder ergab sich das nicht eher einfach
so, rein pragmatisch? In Parteitagsdokumenten ist mir dgl. nicht
aufgefallen, auch anderen Leuten nicht, die selbige seinerzeit
gründlicher zu lesen pflegten.
Ein Teil der Haltbarkeit war ohnehin dem Umstand geschuldet, dass bis in
die 1960er und länger Baupläne und Verarbeitung des untergegangenen
Reiches verwendet wurden. Das wirkte sich auch auf DDR-eigene
Konstruktionen aus, wobei je länger je mehr dies und jenes eingespart
wurde, was z.T. schon damals auf Kosten der Haltbarkeit ging.
--
CU Chr. Maercker.
Lars Gebauer
2018-07-30 17:53:42 UTC
Permalink
Post by Chr. Maercker
"... warum halten Ost-Geräte länger als West-Geräte? "Im Westen gab es
seltener Rohstoffknappheit. Da konnte man öfter aus dem Vollen schöpfen."
Dieser Fakt diente DDR-intern gern als Begründung, warum diverse Geräte
gerade *nicht* besonders lange hielten bzw. wichtige Eigenschaften
missen ließen. Dass z.B. die ersten ORWO-Kasseten mechanisch die reine
Katastrophe waren, lag wohl daran, dass es kein Teflon für die Folien im
Gehäuseinneren gab. Auch sonst wurde bekanntlich viel improvisiert und
minderwertige Ersatzstoffe verwendet, oft nicht zum Vorteil der Endprodukte.
"Im Osten dominierte dagegen das Prinzip des Mangels. Es war wichtig,
die Ressourcen möglichst sparsam zu verwenden. Die Geräte sollten so
konzipiert sein, dass sie lange benutzt werden konnten und wenn sie doch
einmal kaputtgingen, musste man sie schnell reparieren können"
War das wirklich Parteiprogramm oder ergab sich das nicht eher einfach
so, rein pragmatisch?
Das Ziel war "eigentlich" immer, langlebige, hochwertige Konsumgüter
zu produzieren. Wobei die Langlebigkeit sehr oft als Attribut der
Hochwertigkeit gesehen wurde. "Wegwerfgesellschaft" war nicht als
besonders schlau angesehen. An sich kein Wunder, betrachtet man die
Biographien unserer Eltern und Großeltern. Eine (teuren) Fernseher
einfach wegwerfen, nur weil es einen neuen oder "besseren" gab?! -
Mein Großvater hätte mir was gepfiffen! Der hat jeden krummen Nagel
aufgehoben und wieder gerade geklopft. Möbel wurden mit dem Ziel
angeschafft, sie zu vererben. (Und wehe die Kinder (das undankbare
Volk!) wollten die nicht.)

Der (allgemeine) Ressourcenmangel hat in dieser Denke mitgemischt.
Wenn schon knappe Ressourcen verbaut wurden, dann sollte dabei auch
was "gutes" herauskommen.
Post by Chr. Maercker
In Parteitagsdokumenten ist mir dgl. nicht
aufgefallen, auch anderen Leuten nicht, die selbige seinerzeit
gründlicher zu lesen pflegten.
Hm. Von "hochwertiger Konsumgüterproduktion" war doch eigentlich an
allen Ecken und Enden die Rede.
Chr. Maercker
2018-07-31 07:02:25 UTC
Permalink
Lars Gebauer wrote:
[War Haltbarkeit von Produkten Parteiprogramm oder ergab sich das nicht
eher rein pragmatisch?]
Post by Lars Gebauer
Das Ziel war "eigentlich" immer, langlebige, hochwertige Konsumgüter
zu produzieren. Wobei die Langlebigkeit sehr oft als Attribut der
Hochwertigkeit gesehen wurde. "Wegwerfgesellschaft" war nicht als
besonders schlau angesehen.
Ich würde mal so sagen, sie war kaum Thema, weder als Ausdruck
westlicher Dekadenz geschweige denn als Ziel im eigenen System. Kann
mich jedenfalls spontan an keinen Propagandaartikel erinnern, der primär
Ex & Hopp aufs Korn genommen hätte. Und es gibt mir zu denken, warum
ausgerechnet in diese Bresche nicht kräftig reingefeuert wurde.
Post by Lars Gebauer
An sich kein Wunder, betrachtet man die Biographien unserer Eltern und Großeltern.
ACK, die sind noch im Reich groß geworden, die wussten, was Qualität
ist. :-) Das hat an die 30 Jahre nachgewirkt.
Post by Lars Gebauer
Eine (teuren) Fernseher einfach wegwerfen, nur weil es einen neuen oder "besseren" gab?!
Den gab's ja nicht, genauso wenig wie "bessere" Autos. ;-)
Und wenn, dann "limited Edition", so dass sich alte Gerätschaften
allemal gut verkaufen ließen, z.T. sogar mit Gewinn, wie wir wissen.
Post by Lars Gebauer
Mein Großvater hätte mir was gepfiffen!
Meine Eltern auch, wenn ich Murks abgeliefert hätte. Ich gebe besser
nicht wieder, was mein Vater zum Innenleben der Fahrradbeleuchtung aus
Ruhla ab Mitte 1970er gesagt hat. Ähnliches ging mir durch den Kopf,
nachdem ich ein Tesla B90 geöffnet hatte ... gute Mechanik sah zumindest
damals anders aus, z.B. so wie im BG20, ZK246, HBM..., RG... oder in
vielen Industriegeräten.
Abgesehen davon: die damaligen Geräte ließen sich sogar öffnen ...
Post by Lars Gebauer
Der hat jeden krummen Nagel aufgehoben und wieder gerade geklopft.
In Polen kamen die anschließend sogar auf den Markt.
Post by Lars Gebauer
Möbel wurden mit dem Ziel
angeschafft, sie zu vererben. (Und wehe die Kinder (das undankbare
Volk!) wollten die nicht.)
ACK, sogar mit Kleidung war das so.
Post by Lars Gebauer
Der (allgemeine) Ressourcenmangel hat in dieser Denke mitgemischt.
Wenn schon knappe Ressourcen verbaut wurden, dann sollte dabei auch
was "gutes" herauskommen.
Solange es die betr. Ressourcen überhaupt noch gab, ja. Oft fehlten sie
aber völlig und dann wurde z.T. minderwertiger Ersatz verbaut.
Post by Lars Gebauer
Post by Chr. Maercker
In Parteitagsdokumenten ist mir dgl. nicht
aufgefallen, auch anderen Leuten nicht, die selbige seinerzeit
gründlicher zu lesen pflegten.
Hm. Von "hochwertiger Konsumgüterproduktion" war doch eigentlich an
allen Ecken und Enden die Rede.
Mir ist mehr der Begriff "Gebrauchswerterhöhung" in Erinnerung. Wurde
folgerichtig so verstanden, Produkte mit irknwelchen Gimmicks
auszustatten, um sie trotz Preisbindung deutlich teurer verkaufen zu
können. Evtl. tauchte dieser Begriff aber erst auf dem VIII. oder IX.
Parteitag auf, vorher definitiv nicht. Und vorher hatten die Leute noch
den Ehrgeiz, Qualität zu produzieren, wie Du richtig beschreibst.
--
CU Chr. Maercker.
Martin Ebert
2018-08-01 01:11:53 UTC
Permalink
Post by Chr. Maercker
Ich würde mal so sagen, sie war kaum Thema, weder als Ausdruck
westlicher Dekadenz geschweige denn als Ziel im eigenen System. Kann
mich jedenfalls spontan an keinen Propagandaartikel erinnern, der
primär Ex & Hopp aufs Korn genommen hätte.
Ohne das jetzt beweisen zu können:
In meiner Erinnerung wurde die westdeutsche Wegwerfgesellschaft
schon offiziell thematisiert.

Mt
Veith
2018-08-01 08:59:48 UTC
Permalink
Post by Martin Ebert
In meiner Erinnerung wurde die westdeutsche Wegwerfgesellschaft
schon offiziell thematisiert.
Ja,

ich habe aus meiner Zeit als junger Aligator und Propangardist noch so weiße
Hefte, die sich mit dekadenten Erscheinungen des sterbenden, faulenden und vor
allem unglaublich parasitären Wissenschon beschäftigten. Natürlich hat mich
vorrangig die Dekadenz irgendwie angezogen :-D

Jedenfalls stand da teilweise schon damals erkennbar schlecht recherchierter
Unsinn drin, wie in Heftchen von Lothar Bisky über westliche Medien[*].
Aber auch gutes Zeug, immer interessant.

Irgendwann werde ich die mal wieder sichten ... jedenfalls, da gab es auch was
zur Wegwerfgesellschaft. Aber mehr so von Westlinken, i.S. von: In der BRD regt
sich selbst zu diesen - den Klassenkampf nicht unmittelbar berührenden - Punkt
Widerspruch, oder so.

[*] "Geheime Verführer: Geschäft mit Shows, Stars, Reklame, Horror, Sex" und
"The show must go on"

Pe" DDR-Luftwaffe.de "ter
Veith
2018-08-02 07:59:27 UTC
Permalink
Post by Martin Ebert
In meiner Erinnerung wurde die westdeutsche Wegwerfgesellschaft
schon offiziell thematisiert.
Ja, ...
Aber mehr so von Westlinken, i.S. von: In der BRD regt sich selbst zu diesen
- den Klassenkampf nicht unmittelbar berührenden - Punkt Widerspruch, oder so.
Die Aussage den "Klassenkampf nicht unmittelbar berührenden Punkt" stimmt wohl (heutzutage) nicht mehr, denn:

Natürlich war die DDR für

- die Lückenpresse eine Wegwerfgesellschaft:
"Angebissen und weggeworfen: Bei einem ländlichen Fest hat Fotoreporter Uwe
Gerig zu DDR-Zeiten dieses Foto gemacht. Es steht für die Wegwerfgesellschaft,
die aus seiner Sicht auch zum Alltag der DDR gehört - so wie Bilder von
Schlangen vor Geschäften ..."
https://www.tlz.de/web/zgt/leben/detail/-/specific/-2002742768

- die Politischen[*] das Fehlen selbiger der Beweis für Rot = Braun:
"Besonders Autarkieregime wie im Nationalsozialismus oder der DDR förderten die
Wiederverwertung von Altstoffen und häusliche Mülltrennungsprogramme: ..." Noch
dazu war die DDR schlicht zu dämlich: "Die Recyclingmaßnahmen der DDR waren
aber äußerst ineffizient ..."
http://www.umweltunderinnerung.de/index.php/kapitelseiten/oekologische-zeiten/95-muelltrennung

Wir erinnern uns, daß auch eine hohe Kriminalitätsrate der Beweis für eine
freie, demokratische Gesellschaft sei ... paßt wie der Arsch offn Emmer.

[*] Von der Truppe nicht irritieren lassen, Hauptsponsor der Umwelterinnerer
ist offensichtlich der Bund, vor allen das "German Federal Ministry for
Education and Research". http://www.environmentandsociety.org/

Pe" DDR-Luftwaffe.de "ter
Chr. Maercker
2018-08-01 11:00:08 UTC
Permalink
Post by Martin Ebert
In meiner Erinnerung wurde die westdeutsche Wegwerfgesellschaft
schon offiziell thematisiert.
Das bestreite ich nicht. Meiner Erinnerung nach war es aber eher ein
Nebenkriegsschauplatz. Immerhin haben DDR u.a. Ostblockstaaten diese
Entwicklung wenig und widerwillig mitgemacht, weniger aus Einischt in
die Begrenztheit natürlicher Ressourcen als wegen devisenbedingter
Rohstoffknappheit, vermutlich. Oder wurden jemals ìrknwo in Läden von HO
oder Konsum Bierdosen gesichtet?
--
CU Chr. Maercker.
Veith
2018-08-01 13:17:19 UTC
Permalink
Post by Lars Gebauer
Das Ziel war "eigentlich" immer, langlebige, hochwertige Konsumgüter
zu produzieren. Wobei die Langlebigkeit sehr oft als Attribut der
Hochwertigkeit gesehen wurde. ...
Der (allgemeine) Ressourcenmangel hat in dieser Denke mitgemischt.
Wenn schon knappe Ressourcen verbaut wurden, dann sollte dabei auch
was "gutes" herauskommen.
....
Hm. Von "hochwertiger Konsumgüterproduktion" war doch eigentlich an
allen Ecken und Enden die Rede.
ZITAT
"Wie kommt es, dass das [DDR-Gerät] so robust ist? Eine Erklärung findet sich
in den Archiven. Die Technischen Normen, Gütevorschriften und Lieferbedingungen
der DDR, kurz TGL, waren gesetzliche Vorgaben.

Das [DDR-Gerät] wurde während seiner Entwicklung laut TGL über Monate geprüft
... Die Großserienproduktion des [DDR-Geräts] begann erst nach Jahren
Entwicklungszeit. Erst da konnten alle Forderungen der TGL ... erfüllt
werden.

Dementsprechend zuverlässig arbeiten die Geräte bis heute."
http://www.vdi-bb.de/ak/sqp/VDI-SQP/ForumWare_43_2015_1_2_print-2.pdf (S. 46)

Pe" DDR-Luftwaffe.de "ter
René Marquardt
2018-07-31 14:52:31 UTC
Permalink
Post by Gunter Kühne
Mit ist gleich zu Anfang folgender Satz in die Nase gestiegen.
Zitat:"Oder er denkt beim Stern-Recorder R 160 an die Musik, die er bei
"Westsendern" wie RIAS (Radio im amerikanischen Sektor) auf Kassetten –
trotz Verbots – mitgeschnitten hat."
Wir wollen mal festhalten, dass das Hoeren, oder gar Weiterverbreiten
von RIAS-_Meldungen_ in der DDR durchaus mal strengstens bestraft wurde.

Aber nicht mehr zu Zeiten, als der Stern-Rekorder R160 rauskam,
der 1972 erschienen ist.
Veith
2018-08-01 07:59:19 UTC
Permalink
Post by René Marquardt
Wir wollen mal festhalten, dass das Hoeren, oder gar Weiterverbreiten
von RIAS-_Meldungen_ in der DDR durchaus mal strengstens bestraft wurde.
Wir wollen mal festhalten, dass seit Herrn Endres seeligen Zeiten ein Beleg für
diese mit fester Stimme vorgetragenen Behauptung aussteht.

Bei Bestrafungen war regelmäßig mehr, z.B. §§ 98 und 219 StGB-DDR 1968 ... durch
seine "Vermittlerrolle" des RIAS zu US-Geheimdiensten und der Rolle 1953 kann ich
es nicht verdenken.

Pe" DDR-Luftwaffe.de "ter
René Marquardt
2018-08-01 13:33:02 UTC
Permalink
Post by Veith
Post by René Marquardt
Wir wollen mal festhalten, dass das Hoeren, oder gar Weiterverbreiten
von RIAS-_Meldungen_ in der DDR durchaus mal strengstens bestraft wurde.
Wir wollen mal festhalten, dass seit Herrn Endres seeligen Zeiten ein Beleg für
diese mit fester Stimme vorgetragenen Behauptung aussteht.
zB:
Heimliche Leser in der DDR: Kontrolle und Verbreitung unerlaubter Literatur
Siegfried Lokatis
Ch. Links Verlag, 2008
Veith
2018-08-01 14:59:06 UTC
Permalink
Post by René Marquardt
Post by Veith
Post by René Marquardt
Wir wollen mal festhalten, dass das Hoeren, oder gar Weiterverbreiten
von RIAS-_Meldungen_ in der DDR durchaus mal strengstens bestraft wurde.
Wir wollen mal festhalten, dass seit Herrn Endres seeligen Zeiten ein Beleg
für diese mit fester Stimme vorgetragenen Behauptung aussteht.
Heimliche Leser in der DDR: Kontrolle und Verbreitung unerlaubter Literatur
Siegfried Lokatis
Ch. Links Verlag, 2008
Tja, schon bessere Argumentation gelesen. Ok, nicht von Dir.

Es geht in dem Buch ab S. 175 um jenen bereits mehrfach mit Herrn Endres
durchgekauten Fall "Wiebach". Herr Wiebach wurde mitnichten wegen RIAS-hören
oder gar Weiterverbreiten von RIAS-_Meldungen hingerichten, sondern u.a. wegen
Militärspionage.

Der besagte Artikel ist leider besonders tendenziös, wohl auch weil der Autor
Herr Soldat damals RIAS-Redakteur war ... vielleicht kannten er und Herr
Endres sogar. Muß zugeben, letzter hatte besser geschrieben / argumentiert.

Selbst der Deutschlandfunk geht punktuell auf die Militärspionage ein:
https://www.deutschlandfunk.de/vor-50-jahren-stasi-aktion-enten.724.de.html?dram:article_id=98207

Die Urquelle, Herr Fricke, bescheinigte den RIAS-Leuten, Zitat
Wikipedia: "...vermischten ihre journalistische Tätigkeit mit ihrer
nachrichtendienstlichen, wodurch sie ihre Informanten erheblich gefährdeten.
Zudem sollen sie ihre Informanten bedroht haben, wenn sie ihre Zusammenarbeit
beenden wollten." Die Darstellung war ggf. zur Entlastung der Angeklagten
gedacht.

Übrigens, "Der Spiegel" suggiert, Herrn Wiebach wurde wegen "Eintrittskarten"
für "Wer fragt, gewinnt" hingerichtet:
http://www.spiegel.de/spiegel/spiegelgeschichte/d-88536812.html

Aber, immer weiter feste behaupten!
Pe" DDR-Luftwaffe.de "ter
René Marquardt
2018-08-01 15:17:59 UTC
Permalink
Post by Veith
Aber, immer weiter feste behaupten!
Pe" DDR-Luftwaffe.de "ter
Ich verweise auch gerne immer wieder auf die Gerichtsreportagen
des Herrn Rudolf Hirsch, erschienen in Buchform beim
Greifenverlag Rudolstadt als auch wöchentlich in der Wochenpost.
Es wurden Menschen wegen absoluter Nichtigkeiten eingesperrt,
wie "Partys feiern, mit Bohnenkaffee und Transistorradio", und das
kam stolz aus DDR-Quellen.
Peter Veith
2018-08-01 16:50:16 UTC
Permalink
Post by René Marquardt
Post by Veith
Aber, immer weiter feste behaupten!
Ich verweise auch gerne immer wieder auf die Gerichtsreportagen
des Herrn Rudolf Hirsch,
Ich stelle also fest, daß Deine mit fester Stimme vorgetragene
Behauptung "Wir wollen mal festhalten, dass das Hoeren, oder gar
Weiterverbreiten von RIAS-_Meldungen_ in der DDR durchaus mal
strengstens bestraft wurde.."

... mitnichten in dem von Dir angeführten Buch "Heimliche Leser in der
DDR: Kontrolle und Verbreitung unerlaubter Literatur" belegt ist.

Warum hast Du es dann gebracht, wenn Du es nicht gelesen hast?
Post by René Marquardt
erschienen in Buchform beim
Greifenverlag Rudolstadt als auch wöchentlich in der Wochenpost.
Es wurden Menschen wegen absoluter Nichtigkeiten eingesperrt,
wie "Partys feiern, mit Bohnenkaffee und Transistorradio", und das
kam stolz aus DDR-Quellen.
Ich habe bereits MEHRFACH auf die Veroeffentlichungen des DDR-
Gerichtsreporters Rudolf Hirsch verwiesen. Erschienen im Greifenverlag
zu Rudolstadt, also nicht in irgendeiner Dissidentenklitsche, ab 1958.
Durchlesen, und dann kommste mir noch mal mit "da gings nicht um
Lebenswandel", du taube Nuss!#
Damals enthüllte Harry^^^^Rudolf Hirsch noch Schicksale in der
Tripperburg, heute bereits wegen RIAS-hören hingerichtete ... muß
wirklich ein spannendes Buch sein :-D

Vermutlich auf hohem wissenschaftlichen Niveau geschrieben, welche
daneben die Prosa vom exRIAS-Redakteur, Herrn Soldat,
Nobelpreisverdächtig erscheinen lassen könnte.

Schön, daß Du so anspruchsvoll und belesen argumentierst.


BTW Welches seiner Werke meinst Du in Bezug auf RIAS mspzieL:
https://de.wikipedia.org/wiki/Rudolf_Hirsch_(Schriftsteller)#Sachb%C3%BCcher
? Seitenzahlen und ggf. Zitate wären übrigens auch von Vorteil.

Aber, was weiß ich schon.
Veith
--
Es ist nur dann Meinung, wenn sie für Dritten nachvollziehbar,
überprüfbar ist und an den Fakten scheitern kann.
http://ddr-luftwaffe.blogspot.com
René Marquardt
2018-08-01 17:02:33 UTC
Permalink
Post by Peter Veith
Aber, was weiß ich schon.
Nix. Nix weißt du. Nicht einmal den Weg zur nächsten Bücherei.
Lies dir echt mal die gesammelten Gerichtsreportagen von Hirsch
durch, da schlackern dir die Ohren. Müsste man natürlich lesen
können.
Peter Veith
2018-08-01 17:11:04 UTC
Permalink
Post by René Marquardt
Post by Peter Veith
Aber, was weiß ich schon.
Lies dir echt mal die gesammelten Gerichtsreportagen von Hirsch
durch, da schlackern dir die Ohren.
Du hast echt einen Knall:
Lies dir echt mal die gesammelten Werke von Marx durch, da schlackern
dir die Ohren. :-D

Veith
--
Es ist nur dann Meinung, wenn sie für Dritten nachvollziehbar,
überprüfbar ist und an den Fakten scheitern kann.
http://ddr-luftwaffe.blogspot.com
Paul
2018-08-01 17:12:21 UTC
Permalink
Post by René Marquardt
Post by Veith
Aber, immer weiter feste behaupten!
Pe" DDR-Luftwaffe.de "ter
Ich verweise auch gerne immer wieder auf die Gerichtsreportagen
des Herrn Rudolf Hirsch, erschienen in Buchform beim
Greifenverlag Rudolstadt als auch wöchentlich in der Wochenpost.
Es wurden Menschen wegen absoluter Nichtigkeiten eingesperrt,
wie "Partys feiern, mit Bohnenkaffee und Transistorradio", und das
kam stolz aus DDR-Quellen.
Und zu welcher Zeit soll das gewesen sein? Frühe 50er? Ach ne, da gab es
ja noch gar keine Transistorradios. Also wohl eher frühe 60er. Aber das
glaube ich nicht so recht. Walter war zwar arg verklemmt, aber es ging
schon in den 60ern bedeutend lockerer zu in der DDR. Anfang der 80er
lief auf Arbeit im Radio meist der RIAS, in Dresden natürlich über MW.

Aber ich denke Du hast die Reportagen gar nicht verstanden, natürlich
sind die nicht wegen "Partys feiern mit Bohnenkaffee und
Transistorradio" verknackt worden, das diente nur zur verschärften
Schilderung ihres unmoralischen Lebenswandels. Verknackt wurden die
wegen Arbeitsbummelei, wegen gelegentlichen Diebstählen, wegen anderen
Eigentumsdelikten und auch wegen Schlägereien und Randalieren. Und ja,
mitunter auch wegen extrem asozialem Lebenswandel.

Ach ja, heutzutage sind rund ein Drittel der Gefängnisinsassen in Berlin
wegen sogenannter Ersatzfreiheitsstrafen im Knast, wegen Schwarzfahren,
nicht bezahlter Bußgelder und unbezahlten Rechnungen.

Paule
--
Eine richtig gute Anti-Malware-Lösung?
30 Tage kostenlos und ohne Risiko testen?
https://www.emsisoft.com/de/software/antimalware/?id=5716961
René Marquardt
2018-08-02 00:14:01 UTC
Permalink
Post by Paul
Und zu welcher Zeit soll das gewesen sein? Frühe 50er? Ach ne, da gab es
ja noch gar keine Transistorradios. Also wohl eher frühe 60er.
Das erste DDR-Transistorradion war das Sternchen und das kam 1959 raus.
Post by Paul
Aber ich denke Du hast die Reportagen gar nicht verstanden, natürlich
sind die nicht wegen "Partys feiern mit Bohnenkaffee und
Transistorradio" verknackt worden, das diente nur zur verschärften
Schilderung ihres unmoralischen Lebenswandels. Verknackt wurden die
wegen Arbeitsbummelei, wegen gelegentlichen Diebstählen, wegen anderen
Eigentumsdelikten und auch wegen Schlägereien und Randalieren. Und ja,
mitunter auch wegen extrem asozialem Lebenswandel.
Na, wenn die meinst, daß diese Ansicht von dir irgendwie besser sein soll...
Peter Veith
2018-08-02 05:57:30 UTC
Permalink
Post by René Marquardt
Post by Paul
Aber ich denke Du hast die Reportagen gar nicht verstanden, natürlich
sind die nicht wegen "Partys feiern mit Bohnenkaffee und
Transistorradio" verknackt worden, das diente nur zur verschärften
Schilderung ihres unmoralischen Lebenswandels. Verknackt wurden die
wegen Arbeitsbummelei, wegen [der Delikte]
Na, wenn die meinst, daß diese Ansicht von dir irgendwie besser sein soll...
Es geht nicht um "besser", sondern die Wahrheit.

Hier: Niemand wurde (nur) wegen "Hoeren, oder gar Weiterverbreiten von
RIAS-_Meldungen_ in der DDR durchaus mal strengstens bestraft", wie Du
behauptetest.

Leider waren sogar Deine eigenen Belege, nunja, untauglich.

Veith
--
Es ist nur dann Meinung, wenn sie für Dritten nachvollziehbar,
überprüfbar ist und an den Fakten scheitern kann.
http://ddr-luftwaffe.blogspot.com
René Marquardt
2018-08-02 10:50:35 UTC
Permalink
Post by Peter Veith
Post by René Marquardt
Post by Paul
Aber ich denke Du hast die Reportagen gar nicht verstanden, natürlich
sind die nicht wegen "Partys feiern mit Bohnenkaffee und
Transistorradio" verknackt worden, das diente nur zur verschärften
Schilderung ihres unmoralischen Lebenswandels. Verknackt wurden die
wegen Arbeitsbummelei, wegen [der Delikte]
Na, wenn die meinst, daß diese Ansicht von dir irgendwie besser sein soll...
Es geht nicht um "besser", sondern die Wahrheit.
Hier: Niemand wurde (nur) wegen "Hoeren, oder gar Weiterverbreiten von
RIAS-_Meldungen_ in der DDR durchaus mal strengstens bestraft", wie Du
behauptetest.
Leider waren sogar Deine eigenen Belege, nunja, untauglich.
Und das lustige ist, dein krähendes Abstreiten und beharrliches
Ignorieren hältst du tatsächlich für "ich habe ein Argument
souverän gewonnen". Niemand ist so blind wie der, der die
Wahrheit nicht sehen will.
Veith
2018-08-02 11:37:58 UTC
Permalink
Post by René Marquardt
Post by Peter Veith
Leider waren sogar Deine eigenen Belege, nunja, untauglich.
Und das lustige ist, dein krähendes Abstreiten und beharrliches
Ignorieren ...
Ok, sind wir beim argumentum ad hominem angekommen.
Post by René Marquardt
hältst du tatsächlich für "ich habe ein Argument
souverän gewonnen".
Mal losgelöst von der Frage, ob ich tatsächlich Recht habe, habe ich diese
Diskussion i.S. eines Austausches von Argumenten tatsächlich "souverän
gewonnen", s.a. "Eristik".

Gut, gewonnen mangels satisfaktionsfähigen Gegner, aber irgendwas ist immer.
Post by René Marquardt
Niemand ist so blind wie der, der die Wahrheit nicht sehen will.
Ok, Du meinst vermutlich:
"Niemand ist so blind wie der, der *meine* Wahrheit nicht sehen will."

Das wirft die Frage auf, ob es eine absolute Wahrheit gibt oder ob Wahrheit
nicht z.B. nur das ist, was alle glauben ... letzte Variante scheint mir eine
US-Sicht zu sein.

Die Frage, was ist, wenn die Anderen nicht auf "meine Wahrheit" hören wollen,
warf schon die griechchische Mythologie auf. Für Dich - die anderen Leser
wissen worauf ich hinaus will - als Stichwort: "Kassandra".

Ich weiß zudem ehrlich gesagt nicht, seit wann kulturhistorisch in Diskussionen
ein Beweis (hier: Beleg) eingefordert wird und ein kräftiges füßchenaufstampfen
sowie der Verweis auf die eigene Wassersuppe nicht mehr ausreicht.

Vielleicht verbleibt mir im Resturlaub noch Zeit dies zu eruieren. Ich komme
dann unaufgefordert auf Dich "zu".

Pe" DDR-Luftwaffe.de "ter
René Marquardt
2018-08-02 13:18:30 UTC
Permalink
Post by Veith
Post by René Marquardt
Post by Peter Veith
Leider waren sogar Deine eigenen Belege, nunja, untauglich.
Und das lustige ist, dein krähendes Abstreiten und beharrliches
Ignorieren ...
Ok, sind wir beim argumentum ad hominem angekommen.
Nein, damit kann man nur Menschen beleidigen.
Post by Veith
Post by René Marquardt
hältst du tatsächlich für "ich habe ein Argument
souverän gewonnen".
Mal losgelöst von der Frage, ob ich tatsächlich Recht habe,
habe ich diese
Diskussion i.S. eines Austausches von Argumenten tatsächlich "souverän
gewonnen", s.a. "Eristik".
Mit "Die kamen gar nicht wegen RIAS hoeren in den Knast,
sondern das war nur ein Vorwand, um unliebsame Subjekte
wegzusperren, und alle Argumente zum Gegenteil ignoriere ich".
Klasse. Das ist wie mit ner Taube Schach spielen. Die kackt
dir das Brett voll, schmeisst die Figuren um, und denkt, sie
hat mit Argumenten gewonnen.
Paul
2018-08-02 17:43:00 UTC
Permalink
Post by René Marquardt
Post by Veith
Post by René Marquardt
Post by Peter Veith
Leider waren sogar Deine eigenen Belege, nunja, untauglich.
Und das lustige ist, dein krähendes Abstreiten und beharrliches
Ignorieren ...
Ok, sind wir beim argumentum ad hominem angekommen.
Nein, damit kann man nur Menschen beleidigen.
Post by Veith
Post by René Marquardt
hältst du tatsächlich für "ich habe ein Argument
souverän gewonnen".
Mal losgelöst von der Frage, ob ich tatsächlich Recht habe,
habe ich diese
Diskussion i.S. eines Austausches von Argumenten tatsächlich "souverän
gewonnen", s.a. "Eristik".
Mit "Die kamen gar nicht wegen RIAS hoeren in den Knast,
sondern das war nur ein Vorwand, um unliebsame Subjekte
wegzusperren, und alle Argumente zum Gegenteil ignoriere ich".
Da haben wir wieder Dein Problem, es lautet offenbar Verstehendes Lesen.
Keiner hier hat behauptet die wären "unter dem Vorwand ..." verknackt
worden, auch die Gerichtsreportagen auf die Du Dich berufst behaupten
nicht die wären wegen RIAS-hören verknackt worden. Das RIAS-hören wurde
nur am Rande als weiterer Beleg für die "moralische Verkommenheit der
Subjekte" angeführt.
Post by René Marquardt
Klasse. Das ist wie mit ner Taube Schach spielen. Die kackt
dir das Brett voll, schmeisst die Figuren um, und denkt, sie
hat mit Argumenten gewonnen.
Nun ja, die Umwelt prägt den Menschen, mehr muss man in Deinem Falle
wirklich nicht sagen.

Paule
--
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Martin Funder
2018-08-02 13:34:09 UTC
Permalink
Post by Veith
Post by René Marquardt
Niemand ist so blind wie der, der die Wahrheit nicht sehen will.
"Niemand ist so blind wie der, der *meine* Wahrheit nicht sehen will."
oh, wenn ich mir dein diskussionsverhalten bei den lottozahlen anschaue,
dann trifft das eher dich zu. und das bei einem thema, wo die wahrheit
***** keinen ***** klaren klassenstandpunkt benötigt.

mfg, martin
Martin Ebert
2018-08-02 21:25:50 UTC
Permalink
Post by René Marquardt
Post by Peter Veith
Es geht nicht um "besser", sondern die Wahrheit.
Mal schauen.
Post by René Marquardt
Post by Peter Veith
Hier: Niemand wurde (nur) wegen "Hoeren, oder gar Weiterverbreiten von
RIAS-_Meldungen_ in der DDR durchaus mal strengstens bestraft", wie Du
behauptetest.
Leider waren sogar Deine eigenen Belege, nunja, untauglich.
Und das lustige ist, dein krähendes Abstreiten und beharrliches
Ignorieren
Tut er gar nicht. Du bist lediglich in ein rhetorisches Messer
gelaufen.

Der Kern ist sein "nur", verschämt in Klammern. Und damit hat
er tatsächlich irgendwie recht.

Denn das MfS (und über das müssen wir an dieser Stelle reden)
hatte zunächst den Sachverhalt "hört RIAS". Danach gab es zig
Möglichkeiten. Beispielsweise kam das in seine Akte, man weiß
ja nie. Oder wenn er keine Akte hatte in eine Sammel/Vorlaufakte.
Oder man konnte den als IM brauchen, da war auch gut, sowas
zu wissen. Oder man wollte dem Typen eine reinhauen, dann
hieß das weitere Verfahren "Legalisieren von Beweisen".

Dazu muss man wissen, dass das MfS ein Untersuchungsorgan wie
die Polizei war. Allerdings ging es in der DDR auch nicht ohne
legale Beweise und ohne Bezug auf das Strafgesetzbuch. Und da
stand nun mal nichts von "Hören von Feindsendern" drin. Also
hat man geschaut, ob man daraus "feindliche Verbindungsaufnahme"
oder "staatsfeindliche Hetze" machen konnte.

Siehst Du? RIAS hören wurde gar nicht bestraft ...

Mt
P.S: Veith, Du bist fies.
Peter Veith
2018-08-03 06:54:09 UTC
Permalink
Post by Peter Veith
Hier: Niemand wurde (nur) wegen "Hoeren, oder gar
Weiterverbreiten von RIAS-_Meldungen_ in der DDR durchaus mal
strengstens bestraft", wie Du behauptetest.
Der Kern ist sein "nur", verschämt in Klammern. Und damit hat er
tatsächlich irgendwie recht.
Ja und danke.
.... Strafgesetzbuch. Und da stand nun mal nichts von "Hören von
Feindsendern" drin. Also hat man geschaut, ob man daraus "feindliche
Verbindungsaufnahme" oder "staatsfeindliche Hetze" machen konnte.
Zur Motivation der Untersuchungsorgane der Staatsanwaltschaft bzw. deren
einzelnen Mitarbeiter kann ich nicht viel beitragen. Diese wird
unterschiedlich gewesen sein und hat sich im Laufe der Jahre verändert.

Wikipedia bringt es überraschenderweise recht gut mit diesem Artikel
'rüber, auch was die Zielrichtung (2 Jahre nach den Ereignissen von
1953) betrifft:
https://de.wikipedia.org/wiki/RIAS-Ente

Übrigens wird "RIAS hören" nicht selten Beifang gewesen sein.

Bei Prozessen wird immer die Persönlichkeit beleuchtet, schon um das
angemessene Strafmaß für die konkrete Person zu finden. Und dabei spielt
der Medienkonsum schon eine Rolle.

Auch später war es eine Standardfrage, ob und inwieweit der Delinquent
Westfernsehen geschaut hat. Je nach den persönlichen Umständen konnte
das strafverschärfend (gefestigter Staatsfeind) oder mindern (Opfer
westlicher Einflüsse) sein.
Siehst Du? RIAS hören wurde gar nicht bestraft ...
Ja, und es muß erst einmal der Grundsatz festgeklopft werden: Im
Gegensatz zur "großen Zeit" war in der DDR das Hören von "Feindsendern"
weder verboten noch wurde mit dem Tode bestraft.

Ein schlichter Fakt, der penetrant geleugnet wird.
Mt P.S: Veith, Du bist fies.
Ok, manchmal ... "Daumen aufs Auge und Knie auf die Brust!" (Rosa
Luxemburg).

Veith
--
Dem Frieden verpflichtet:
http://www.DDR-Luftwaffe.de
Uwe Schickedanz
2018-08-02 14:27:59 UTC
Permalink
On Wed, 1 Aug 2018 17:14:01 -0700 (PDT), René Marquardt
Post by René Marquardt
Post by Paul
Und zu welcher Zeit soll das gewesen sein? Frühe 50er? Ach ne, da gab es
ja noch gar keine Transistorradios. Also wohl eher frühe 60er.
Das erste DDR-Transistorradion war das Sternchen und das kam 1959 raus.
Das würde ich als Bestätigung werten.

Wobei in Berlin mglw. "Ringelsockenträger mit Kreppschuhen" bereits
zuvor derartige Radios aus dem Westteil besorgten.
Gibts es dazu irgendwelche Reportagen etc. pp.?


Gruß Uwe
--
"Freiheit nur für die Anhänger der Regierung, nur für Mitglieder
einer Partei - mögen sie noch so zahlreich sein - ist keine Freiheit.
Freiheit ist immer nur Freiheit des anders Denkenden."
=== http://www.sicherheitslampe.de ===
Chr. Maercker
2018-08-02 15:02:01 UTC
Permalink
Post by René Marquardt
Ich verweise auch gerne immer wieder auf die Gerichtsreportagen
des Herrn Rudolf Hirsch, erschienen in Buchform beim
Greifenverlag Rudolstadt als auch wöchentlich in der Wochenpost.
... und ebenso in einigen Tageszeitungen. Die Unverhältnismäßigkeit
mancher Urteile ist mir schon damals aufgefallen, wobei das heute nicht
grundlegend anders ist, z.B. werden heute manche Eigentumsdelikte
unverhältnismäßig hoch im Vergleich zu z.T. krassen Tötungsvergehen
bestraft. Wobei die Gerichtsreportagen stets nur Kriminelles zum Inhalt
hatten. Politische Prozesse erschienen in DDR-Blättern nur im Falle von
echter oder vermeintlicher Agententätigkeit/Spionage oder
Nazi-Kriegsverbrechen und dann nicht als simple Gerichtsreportage.
Post by René Marquardt
Es wurden Menschen wegen absoluter Nichtigkeiten eingesperrt,
wie "Partys feiern, mit Bohnenkaffee und Transistorradio", und das
kam stolz aus DDR-Quellen.
Bestrafungen deswegen kann ich bisher nicht belegen, sehr wohl aber,
dass solche "Vergehen" vom MfS emsig erfasst wurden. Was hatte z.B.
vegetarisches Kochen oder Teilnahme an "Mobil ohne Auto" in deren Akten
zu suchen? Es stand beileibe nicht nur in IM-Berichten! Viele IMs haben
möglichst Belangloses in ihre Berichte aufgenommen, aus gutem Grund.
Derlei "Untaten" finden sich aber in Vorgangsakten wieder, mit einem
Unterton, der eindeutig darauf schließen lässt, dass aus dero Sicht was
ganz Böses gemacht wurde.

Die BStU hat leider wenig Relevantes dazu im Online-Angebot bzw. man
muss sehr smart danach suchen.
--
CU Chr. Maercker.
Uwe Schickedanz
2018-08-02 16:03:29 UTC
Permalink
On Thu, 2 Aug 2018 17:02:01 +0200, "Chr. Maercker"
Post by Chr. Maercker
Post by René Marquardt
Es wurden Menschen wegen absoluter Nichtigkeiten eingesperrt,
wie "Partys feiern, mit Bohnenkaffee und Transistorradio", und das
kam stolz aus DDR-Quellen.
Bestrafungen deswegen kann ich bisher nicht belegen, sehr wohl aber,
dass solche "Vergehen" vom MfS emsig erfasst wurden. Was hatte z.B.
vegetarisches Kochen oder Teilnahme an "Mobil ohne Auto" in deren Akten
zu suchen? Es stand beileibe nicht nur in IM-Berichten! Viele IMs haben
möglichst Belangloses in ihre Berichte aufgenommen, aus gutem Grund.
Derlei "Untaten" finden sich aber in Vorgangsakten wieder, mit einem
Unterton, der eindeutig darauf schließen lässt, dass aus dero Sicht was
ganz Böses gemacht wurde.
Das ist ganz einfach: Wellensittich im Spatzenschwarm. Die Masse
spürt, daß der anders ist und daher ist er ihr suspekt.

Wer in der DDR konform mitgeschwommen ist, hatte nie ein Problem.


Gruß Uwe
--
"Freiheit nur für die Anhänger der Regierung, nur für Mitglieder
einer Partei - mögen sie noch so zahlreich sein - ist keine Freiheit.
Freiheit ist immer nur Freiheit des anders Denkenden."
=== http://www.sicherheitslampe.de ===
Martin Ebert
2018-08-02 21:29:50 UTC
Permalink
Post by Uwe Schickedanz
On Thu, 2 Aug 2018 17:02:01 +0200, "Chr. Maercker"
Das ist ganz einfach: Wellensittich im Spatzenschwarm. Die Masse
spürt, daß der anders ist und daher ist er ihr suspekt.
Wer in der DDR konform mitgeschwommen ist, hatte nie ein Problem.
Das glaubst aber auch nur Du.

Falsche Zeit, falscher Ort oder falscher Verwandter gab es
auch in der DDR.

Angenommen, Dein Bruder wäre 1985 über Jugoslawien getürmt.
Glaube mir - Dein Leben wäre ein anderes geworden. Obwohl
Du immer konform mitgeschwommen bist.

Mt
Chr. Maercker
2018-08-03 05:16:05 UTC
Permalink
Martin Ebert wrote:
[Wer in der DDR konform mitgeschwommen ist, hatte nie ein Problem]
Post by Martin Ebert
Das glaubst aber auch nur Du.
Falsche Zeit, falscher Ort oder falscher Verwandter gab es
auch in der DDR.
Im statistischen Mittel würde ich annehmen, stimmt es. Angepasste
Spießer ohne Ausreiseallüren hatten wahrscheinlich die wenigsten
Probleme. Was nicht heißt, gar keine. Das war ja einer der Hauptgründe,
warum Innovationen in der DDR immer seltener wurden, um es mal
vorsichtig auszudrücken.
Post by Martin Ebert
Angenommen, Dein Bruder wäre 1985 über Jugoslawien getürmt.
Glaube mir - Dein Leben wäre ein anderes geworden. Obwohl
Du immer konform mitgeschwommen bist.
z.B.
--
CU Chr. Maercker.
Chr. Maercker
2018-08-03 05:12:54 UTC
Permalink
Post by Uwe Schickedanz
Das ist ganz einfach: Wellensittich im Spatzenschwarm. Die Masse
spürt, daß der anders ist und daher ist er ihr suspekt.
Für Misstrauen durch eben diese Masse ein nachvollziehbarer Grund, für
Überwachung oder gar Zersetzung nicht.
Post by Uwe Schickedanz
Wer in der DDR konform mitgeschwommen ist, hatte nie ein Problem.
FULL ACK, systemkonforme, angepasste, bescheidene Konsumenten mit recht
spießerischen Ansichten waren der Parteiführung liebste Kinder.
--
CU Chr. Maercker.
Peter Veith
2018-08-03 06:01:09 UTC
Permalink
Post by Chr. Maercker
Post by Uwe Schickedanz
Wer in der DDR konform mitgeschwommen ist, hatte nie ein Problem.
Gilt universal für jedes System (solange es existiert).
Post by Chr. Maercker
FULL ACK, systemkonforme, angepasste, bescheidene Konsumenten mit recht
spießerischen Ansichten waren der Parteiführung liebste Kinder.
An dieser durchaus zu weit gefaßten Aussage möchte ich nur einen Begriff
hervorheben: "Konsumenten" ... der outet Dich als Wessi :-D

Veith
--
Lieber Reich ins Heim, als heim ins Reich!
http://ddr-luftwaffe.blogspot.com
Chr. Maercker
2018-08-03 06:48:31 UTC
Permalink
Post by Peter Veith
An dieser durchaus zu weit gefaßten Aussage möchte ich nur einen Begriff
hervorheben: "Konsumenten" ... der outet Dich als Wessi :-D
Steh ich zu. Bitte aber das Attribut "bescheiden" zu beachten.
--
CU Chr. Maercker.
Uwe Schickedanz
2018-08-03 09:04:04 UTC
Permalink
On Fri, 3 Aug 2018 07:12:54 +0200, "Chr. Maercker"
Post by Chr. Maercker
Post by Uwe Schickedanz
Das ist ganz einfach: Wellensittich im Spatzenschwarm. Die Masse
spürt, daß der anders ist und daher ist er ihr suspekt.
Für Misstrauen durch eben diese Masse ein nachvollziehbarer Grund, für
Überwachung oder gar Zersetzung nicht.
Ich habe versucht, den Mechanismus zu verdeutlichen. Da Du nun die
Ausgangslage gesnippt hast, erklär doch mal bitte, wer deswegen
zersetzt wurde. Und zwar _nur_ deswegen. (Ich schreibe das nur nicht
'verschämt' in Klammern.)

Ein Problem bei solchen Darstellungen ist nämlich, daß plakativ
vereinfacht wird, um die Opferrolle zu überhöhen und den pösen Staat
noch pöser aussehen zu lassen. So nach dem Motto: 15 Jahre gelbes
Elend, nur weil man einmal RIAS gehört hat (überspitzt). Diese
Behauptungen halten einer Nachprüfung nie stand.


Gruß Uwe
--
"Freiheit nur für die Anhänger der Regierung, nur für Mitglieder
einer Partei - mögen sie noch so zahlreich sein - ist keine Freiheit.
Freiheit ist immer nur Freiheit des anders Denkenden."
=== http://www.sicherheitslampe.de ===
Peter Veith
2018-08-03 09:32:00 UTC
Permalink
On Fri, 3 Aug 2018 07:12:54 +0200, "Chr. Maercker" [was]
So nach dem Motto: 15 Jahre gelbes Elend, nur weil man einmal RIAS
gehört hat (überspitzt). Diese Behauptungen halten einer Nachprüfung
nie stand.
Ja,
und ich habe mich immer gefragt, warum "sie" es "mir" damit in der
Argumentation so leicht machen.

Der Grund liegt vermutlich schlicht in der Effizienz:

- "meine" Darstellungen haben nicht die Marktmacht, die o.g. Nachprüfung
kann schlicht ignoriert werden.

- die plumpen Behauptungen zielen ausdrücklich nur auf die "doofe
Masse". Für die Anderen gibt es schon subtilere, wissenschaftlichere
Argumentationen bzw. die richten sich im Rahmen ihres höheren sozialen
Status von allein aus (aka Klassenstandpunkt der "Oben").

Beachte:

"Alle Genialität der Aufmachung der Propaganda wird zu keinem Erfolg
führen, wenn nicht ein fundamentaler Grundsatz immer gleich scharf
berücksichtigt wird. Sie hat sich auf wenig zu beschränken und
dieses ewig zu wiederholen. Die Beharrlichkeit ist hier wie bei so
vielem auf der Welt die erste und wichtigste Voraussetzung zum Erfolg."
Adolf Hitler, "Mein Kampf".

Veith
--
"Bei Putsch, kein Umtrunk!" (aus: "Au Service de la France")
http://www.DDR-Luftwaffe.de
Chr. Maercker
2018-08-03 10:59:33 UTC
Permalink
Post by Uwe Schickedanz
Ich habe versucht, den Mechanismus zu verdeutlichen. Da Du nun die
Ausgangslage gesnippt hast, erklär doch mal bitte, wer deswegen
zersetzt wurde. Und zwar _nur_ deswegen. (Ich schreibe das nur nicht
'verschämt' in Klammern.)
Wozu waren z.B. im Ökokreis Magdeburg ständig 2..3 IMs zugegegen, obwohl
dort lediglich vegetarisch gekocht, Solarkocher gebastelt und
schlimmstenfalls eine Anfrage ans Amt für Strahlenschutz wegen AKWs
lanciert wurde, ohne die Westpresse zu informieren, versteht sich? Was
war daran dermaßen staatsgefährdend, dass massiv überwacht werden
musste? Andere Gruppen mit ähnlichem Programm *wurden* zersetzt, das
geht inzwischen aus deren Vorgangsakten hervor.
Post by Uwe Schickedanz
Ein Problem bei solchen Darstellungen ist nämlich, daß plakativ
vereinfacht wird, um die Opferrolle zu überhöhen und den pösen Staat
noch pöser aussehen zu lassen.
Ich behaupte nicht, dass es für sämtliche autonomen Gruppen und deren
Mitglieder in den 1980ern Zersetzungspläne gab. Ich gehe - noch - davon
aus, dass es nur eine Minderheit betraf.
Post by Uwe Schickedanz
So nach dem Motto: 15 Jahre gelbes
Elend, nur weil man einmal RIAS gehört hat (überspitzt). Diese
Behauptungen halten einer Nachprüfung nie stand.
d.h. z.B. Berichte von Leuten, die nur wegen der Teilnahme an einem
Streik am 17.06.1953 eingelocht wurden, sind frei erfunden? Erkläre das
bitte denen, die es berichtet haben. Ich kenne solche Berichte übrigens
nicht erst aus West- bzw. Nachwendemedien: sie kursierten bereits in der
DDR. Ich habe den Leuten damals wie heute beileibe nicht alles geglaubt,
was sie erzählt haben, aber es waren ein paar zuviele und ihre Berichte
waren alle ähnlich. Alles Westagenten und Provokteure, klar doch.
--
CU Chr. Maercker.
Peter Veith
2018-08-03 11:23:29 UTC
Permalink
Post by Chr. Maercker
Wozu waren z.B. im Ökokreis Magdeburg ständig 2..3 IMs zugegegen, obwohl
dort lediglich vegetarisch gekocht, ...
Die IMs hatten auch Hung^^Appetit ...
Post by Chr. Maercker
Andere Gruppen mit ähnlichem Programm *wurden* zersetzt, das
geht inzwischen aus deren Vorgangsakten hervor.
Ja, aber um es mit unserer Marianne Birthler zu sagen:

"Überwachung, 'Zersetzung', Verhöre, Haft - das hatte für die meisten
Menschen in der DDR nichts mit dem eigenen Leben zu tun".
Post by Chr. Maercker
Post by Uwe Schickedanz
So nach dem Motto: 15 Jahre gelbes
Elend, nur weil man einmal RIAS gehört hat (überspitzt). Diese
Behauptungen halten einer Nachprüfung nie stand.
d.h. z.B. Berichte von Leuten, die nur wegen der Teilnahme an einem
Streik am 17.06.1953 eingelocht wurden, ...
Es wird heute gern übersehen, daß der "17. Juni 1953" auch ein
bewaffneter Aufstand war.

Die Aufständischen erstürmten am 17. Juni 1953 zielgerichtet,
organisiert und mit großer Entschlossenheit staatliche Einrichtungen,
SED-Zentralen, Gefängnisse, MfS-Dienststellen sowie VP-Reviere und
VPKAs. Eingenommen wurden u.a. 11 Kreisratsgebäude, 14 Bürgermeisterein,
7 Kreis- und eine Bezirksleitung der SED. Weiterhin wurden 9 Gefängnisse
und 2 Dienstgebäude des MfS sowie 8 Polizeireviere, 4 VPKA und eine
Dienststelle der BDVP erstürmt. Mehr als doppelt soviele Einrichtungen
wurden bedrängt, die Besetzung jedoch verhindert.

Es wurden in der Summe weit mehr als 100 Einrichtungen der DDR
"bedrängt" oder erstürmt. Allein in Berlin gab es dabei 46 verletzte
Polizisten, davon 14 schwer, sowie Zerstörungen im Gesamtwert von über
500.000 Mark. Die Stromversorgung der Großberliner S-Bahn wurde
abgeschaltet und der gesamte S-Bahn-Zugbetrieb eingestellt. In Potsdam
kam es zu einem Anschlag auf ein Erdkabel des Telefonnetzes der KVP.

Zur Ehrenrettung der Arbeiter muß gesagt werden, daß - m.E. in
Anbetracht der gewalttätigen Entwicklung und der Stoßrichtung des
Aufstandes - "allerdings eine ganze Reihe von Fällen nachweisbar [sind;
Veith], wo die Arbeiter ... ihren Ausstand freiwillig beendeten" („Die
getarnte Armee“ S. 329)

http://ddr-luftwaffe.blogspot.com/2008/05/der-17-juni-1953.html

Veith
--
Was heute "farbige Revolution" genannt wird, waren früher "Volksaufstände".
http://ddr-luftwaffe.blogspot.com/
Chr. Maercker
2018-08-03 13:37:51 UTC
Permalink
Post by Peter Veith
"Überwachung, 'Zersetzung', Verhöre, Haft - das hatte für die meisten
Menschen in der DDR nichts mit dem eigenen Leben zu tun".
ACK, eben jene bescheidenen Konsumenten, von denen ich bereits schrieb.
Für die winzige aktive Minderheit war der Aufwand seitens der
zuständigen Organe schon mehr als reichlich. Von der Leitzkauer
Antiatomgruppe wurde z.B. bekannt, dass sich über 30 Stasi-Leute mit ihr
beschäftigt haben, bei schlappen 12 Mitgliedern. :-)
Post by Peter Veith
Post by Chr. Maercker
d.h. z.B. Berichte von Leuten, die nur wegen der Teilnahme an einem
Streik am 17.06.1953 eingelocht wurden, ...
Es wird heute gern übersehen, daß der "17. Juni 1953" auch ein
bewaffneter Aufstand war.
Im konkreten Fall war lediglich von Waffen eines Sowjetsoldaten die
Rede. Und wenn schon Waffen, dann wohl vor allem von sowjetischer Seite
und (K)VP.
Post by Peter Veith
Die Aufständischen erstürmten am 17. Juni 1953 zielgerichtet,
organisiert und mit großer Entschlossenheit staatliche Einrichtungen,
SED-Zentralen, Gefängnisse, MfS-Dienststellen sowie VP-Reviere und
VPKAs. Eingenommen wurden u.a. 11 Kreisratsgebäude, 14 Bürgermeisterein,
7 Kreis- und eine Bezirksleitung der SED. Weiterhin wurden 9 Gefängnisse
und 2 Dienstgebäude des MfS sowie 8 Polizeireviere, 4 VPKA und eine
Dienststelle der BDVP erstürmt. Mehr als doppelt soviele Einrichtungen
wurden bedrängt, die Besetzung jedoch verhindert.
Es wurden in der Summe weit mehr als 100 Einrichtungen der DDR
"bedrängt" oder erstürmt. Allein in Berlin gab es dabei 46 verletzte
Polizisten, davon 14 schwer, sowie Zerstörungen im Gesamtwert von über
500.000 Mark.
Auf der Gegenseite gab es zig Tote.
Post by Peter Veith
Die Stromversorgung der Großberliner S-Bahn wurde
abgeschaltet und der gesamte S-Bahn-Zugbetrieb eingestellt. In Potsdam
kam es zu einem Anschlag auf ein Erdkabel des Telefonnetzes der KVP.
Zur Ehrenrettung der Arbeiter muß gesagt werden, daß - m.E. in
Anbetracht der gewalttätigen Entwicklung und der Stoßrichtung des
Aufstandes - "allerdings eine ganze Reihe von Fällen nachweisbar [sind;
Veith], wo die Arbeiter ... ihren Ausstand freiwillig beendeten" („Die
getarnte Armee“ S. 329)
Könnte glatt von meinem Namensvetter stammen:
<https://de.wikipedia.org/wiki/Georg_Ludwig_Rudolf_Maercker>

In seinem Buch "Vom Kaiserheer zur Reichswehr" finden sich ähnliche
Äußerungen zur Novemberrevolution.
--
CU Chr. Maercker.
Peter Veith
2018-08-03 14:22:09 UTC
Permalink
Post by Chr. Maercker
Post by Peter Veith
"Überwachung, 'Zersetzung', Verhöre, Haft - das hatte für die meisten
Menschen in der DDR nichts mit dem eigenen Leben zu tun".
ACK, eben jene bescheidenen Konsumenten, von denen ich bereits schrieb.
Wähle bitte einen anderen Begriff, "bescheidene Bürger" würde ich z.B.
unterschreiben.
Post by Chr. Maercker
Post by Peter Veith
Post by Chr. Maercker
d.h. z.B. Berichte von Leuten, die nur wegen der Teilnahme an einem
Streik am 17.06.1953 eingelocht wurden, ...
Es wird heute gern übersehen, daß der "17. Juni 1953" auch ein
bewaffneter Aufstand war.
Im konkreten Fall war lediglich von Waffen eines Sowjetsoldaten die
Rede. Und wenn schon Waffen, dann wohl vor allem von sowjetischer Seite
und (K)VP.
Welchen konkreten Fall meinst Du? Sudenburg?
Post by Chr. Maercker
Post by Peter Veith
Allein in Berlin gab es dabei 46 verletzte
Polizisten, davon 14 schwer, sowie Zerstörungen im Gesamtwert von über
500.000 Mark.
Auf der Gegenseite gab es zig Tote.
Bezogen auf Berlin weiß ich nicht. Nach den Phantasiezahlen des Kalten
Krieges (507 Tote) waren es DDR-weit letztlich 30 Aufständische *und
Unbeteiligte* , die unmittelbar während dieser Ereignisse um ihr Leben
kommen oder ihren Verletzungen später erlegen. Dazu paßt auch der
sowjetische Bericht, der von 21 getöteten "Rebellen" ausgeht.
Post by Chr. Maercker
Post by Peter Veith
Zur Ehrenrettung der Arbeiter muß gesagt werden, ... („Die
getarnte Armee“ S. 329)
<https://de.wikipedia.org/wiki/Georg_Ludwig_Rudolf_Maercker>
In seinem Buch "Vom Kaiserheer zur Reichswehr" finden sich ähnliche
Äußerungen zur Novemberrevolution.
Dem sog. Linksverlag irgendwelche DDR-Sympathien nachzusagen, wäre aber
sehr gewagt.

Veith
--
"There’s class warfare, all right, […] but it’s my class, the rich
class, that’s making war, and we’re winning" (Warren Buffett)
http://www.DDR-Luftwaffe.de
Ronald Konschak
2018-08-07 17:10:38 UTC
Permalink
Post by Chr. Maercker
ACK, eben jene bescheidenen Konsumenten, von denen ich bereits schrieb.
Für die winzige aktive Minderheit war der Aufwand seitens der
zuständigen Organe schon mehr als reichlich. Von der Leitzkauer
Antiatomgruppe wurde z.B. bekannt, dass sich über 30 Stasi-Leute mit ihr
beschäftigt haben, bei schlappen 12 Mitgliedern. :-)
Ich habe eben mal den Papierstapel rausgeholt, der sich mit meinem,
ähm, Auftritt¹ vom 14.Januar 2017 auf dem Berliner Wittenbergplatz
befasst. 2 Polizeikommissare, 1 Polizeikommissarin, 1 Polizeimeister,
1 Staatsanwalt, 1 Justizobersekretär, 1 Justizamtsinspektorin,
alles nur für mich. :-) Auch in Sachen Personalaufwand pro Nase lässt
die BRD die DDR weit hinter sich.

Ronald.

¹ https://twitter.com/RonKonschak/status/820320794651873280
--
There are two kinds of conservative voters, the millionaires and the
misguided ones. To find out which one you are, look in your wallet.
Bernd Ullrich
2018-08-02 16:05:09 UTC
Permalink
Post by René Marquardt
Ich verweise auch gerne immer wieder auf die Gerichtsreportagen
des Herrn Rudolf Hirsch, erschienen in Buchform beim
Greifenverlag Rudolstadt als auch wöchentlich in der Wochenpost.
.... und ebenso in einigen Tageszeitungen. Die Unverhältnismäßigkeit
mancher Urteile ist mir schon damals aufgefallen, wobei das heute nicht
grundlegend anders ist, z.B. werden heute manche Eigentumsdelikte
unverhältnismäßig hoch im Vergleich zu z.T. krassen Tötungsvergehen
bestraft. Wobei die Gerichtsreportagen stets nur Kriminelles zum Inhalt
hatten. Politische Prozesse erschienen in DDR-Blättern nur im Falle von
echter oder vermeintlicher Agententätigkeit/Spionage oder
Nazi-Kriegsverbrechen und dann nicht als simple Gerichtsreportage.
Post by René Marquardt
Es wurden Menschen wegen absoluter Nichtigkeiten eingesperrt,
wie "Partys feiern, mit Bohnenkaffee und Transistorradio", und das
kam stolz aus DDR-Quellen.
-------------------------------------------------------
Bestrafungen deswegen kann ich bisher nicht belegen, sehr wohl aber,
dass solche "Vergehen" vom MfS emsig erfasst wurden. Was hatte z.B.
vegetarisches Kochen oder Teilnahme an "Mobil ohne Auto" in deren Akten
zu suchen?
Du hast das mit den Nachrichtentendiensten noch immer nicht verstanden...
Die wollen über ihre Delinquenten _umfassend_ informiert seln. Dazu
gehören auch die von dir aufgeführten Aktivitäten. Dazu gehörte auch das
Wissen über Pilzsammler neben der Transitautobahn.
Es stand beileibe nicht nur in IM-Berichten! Viele IMs haben
möglichst Belangloses in ihre Berichte aufgenommen, aus gutem Grund.
Derlei "Untaten" finden sich aber in Vorgangsakten wieder, mit einem
Unterton, der eindeutig darauf schließen lässt, dass aus dero Sicht was
ganz Böses gemacht wurde.
Das war _Rohmaterial_ was in bestimmten Richtungen ausgewertet wurde.
Selbst die Persönlichkeitsstruktur der IM wurde bei der Auswertung
berücksichtigt.
Die BStU hat leider wenig Relevantes dazu im Online-Angebot bzw. man
muss sehr smart danach suchen.
Logisch...

BU
Chr. Maercker
2018-08-03 05:18:58 UTC
Permalink
Post by Bernd Ullrich
Du hast das mit den Nachrichtentendiensten noch immer nicht verstanden...
Die wollen über ihre Delinquenten _umfassend_ informiert seln. Dazu
gehören auch die von dir aufgeführten Aktivitäten. Dazu gehörte auch das
Wissen über Pilzsammler neben der Transitautobahn.
ACK - die Zahl der Deliquenten des MfS dürfte ca. 16 Mio betragen haben.
--
CU Chr. Maercker.
Uwe Schickedanz
2018-08-03 09:05:02 UTC
Permalink
On Fri, 3 Aug 2018 07:18:58 +0200, "Chr. Maercker"
Post by Chr. Maercker
Post by Bernd Ullrich
Du hast das mit den Nachrichtentendiensten noch immer nicht verstanden...
Die wollen über ihre Delinquenten _umfassend_ informiert seln. Dazu
gehören auch die von dir aufgeführten Aktivitäten. Dazu gehörte auch das
Wissen über Pilzsammler neben der Transitautobahn.
ACK - die Zahl der Deliquenten des MfS dürfte ca. 16 Mio betragen haben.
Du hast die 16 Mio. Widerstandskämpfer vergessen.


Gruß Uwe
--
"Freiheit nur für die Anhänger der Regierung, nur für Mitglieder
einer Partei - mögen sie noch so zahlreich sein - ist keine Freiheit.
Freiheit ist immer nur Freiheit des anders Denkenden."
=== http://www.sicherheitslampe.de ===
Peter Veith
2018-08-03 09:17:03 UTC
Permalink
Post by Uwe Schickedanz
On Fri, 3 Aug 2018 07:18:58 +0200, "Chr. Maercker"
Post by Chr. Maercker
ACK - die Zahl der Deliquenten des MfS dürfte ca. 16 Mio betragen haben.
Du hast die 16 Mio. Widerstandskämpfer vergessen.
Jo, und heute jagen 16 Mio. Opfer die 16 Mio. Stasis.

Veith
--
"Der Westen hat, und das ist ein so alter Trick, die Moral eingeführt,
um über Politik nicht reden zu müssen." (ronald m. schernikau)
http://www.DDR-LUFTWAFFE.de
Bernd Ullrich
2018-08-03 10:43:22 UTC
Permalink
Post by Chr. Maercker
Post by Bernd Ullrich
Du hast das mit den Nachrichtentendiensten noch immer nicht verstanden...
Die wollen über ihre Delinquenten _umfassend_ informiert seln. Dazu
gehören auch die von dir aufgeführten Aktivitäten. Dazu gehörte auch das
Wissen über Pilzsammler neben der Transitautobahn.
ACK - die Zahl der Deliquenten des MfS dürfte ca. 16 Mio betragen haben.
Nonsens, ich habe ausdrücklich von "Deliquenten" geschrieben.
Du trollst...
Chr. Maercker
2018-08-03 11:14:37 UTC
Permalink
Post by Bernd Ullrich
Nonsens, ich habe ausdrücklich von "Deliquenten" geschrieben.
Eben, das MfS hat nicht nur "Deliquenten" überwacht, sondern einen
Großteil der Bevölkerung. Über wieviele Leute Akten angelegt wurden,
kannst Du in den Tätigkeitsberichten der BStU nachlesen. Ohne Anspruch
auf Vollzähligkeit, weil sehr viele Leute gar nicht wissen wollen, was
über sie alles gesammelt wurde. Genau wie heute im Internet.
Post by Bernd Ullrich
Du trollst... BU
--
CU Chr. Maercker.
Lars Gebauer
2018-08-03 13:38:40 UTC
Permalink
Post by Chr. Maercker
Post by Bernd Ullrich
Nonsens, ich habe ausdrücklich von "Deliquenten" geschrieben.
Eben, das MfS hat nicht nur "Deliquenten" überwacht, sondern einen
Großteil der Bevölkerung.
Irgendwie verstehe ich das (Dich?) nicht. (Gut, das mag jetzt nichts
Neues sein.) Denn: Nach dem Selbstverständnis des MfS war es für den
*umfassenden* Schutz der soz. Gesellschaft, Errungenschaften usw.usf.
zuständig. Als Schild & Schwert der Partei - im Auftrag dieser.

Aus diesem Selbstverständnis heraus ergibt sich ganz zwangsläufig, daß
das MfS am liebsten über "alles" (buchstäblich!) informiert wäre. Also
nicht nur über negative (aus Sicht des MfS) sondern auch über positive
Dinge.

Insofern betraf diese "Überwachung" in der Tat die komplette
Gesellschaft; sagt aber erstmal nichts über konkrete Fälle aus.
Post by Chr. Maercker
Über wieviele Leute Akten angelegt wurden,
kannst Du in den Tätigkeitsberichten der BStU nachlesen.
Ja, siehe oben. Das MfS hatte schlicht einen unglaublichen, umfassenden
Informationsbedarf. Aber was ist daran so schlimm furchtbar; was sagt
das /überhaupt/ aus?
Paul
2018-08-03 13:43:05 UTC
Permalink
Post by Chr. Maercker
Post by Bernd Ullrich
Du hast das mit den Nachrichtentendiensten noch immer nicht verstanden...
Die wollen über ihre Delinquenten _umfassend_ informiert seln. Dazu
gehören auch die von dir aufgeführten Aktivitäten. Dazu gehörte auch das
Wissen über Pilzsammler neben der Transitautobahn.
ACK - die Zahl der Deliquenten des MfS dürfte ca. 16 Mio betragen haben.
Nö, nur etwa 4 Millionen DDR-Bürger hatten eine Akte. Ach ja,
bundesdeutsche Dienste hatten mehr Akten über DDR-Bürger. Meine
Schwester wurde 1989 Ende Juli in Gießen ausführlich über berufliche
Tätigkeiten unseres Vaters befragt, nur hatte sie dazu keine Ahnung,
hatte sie nie so richtig im Detail interessiert. Die Befragungen waren
für die bundesdeutschen Dienste recht enttäuschend.

Paule
--
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30 Tage kostenlos und ohne Risiko testen?
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Bernd Ullrich
2018-08-03 15:43:01 UTC
Permalink
Post by Paul
Post by Chr. Maercker
Post by Bernd Ullrich
Du hast das mit den Nachrichtentendiensten noch immer nicht
verstanden...
Die wollen über ihre Delinquenten _umfassend_ informiert seln. Dazu
gehören auch die von dir aufgeführten Aktivitäten. Dazu gehörte auch das
Wissen über Pilzsammler neben der Transitautobahn.
ACK - die Zahl der Deliquenten des MfS dürfte ca. 16 Mio betragen haben.
------------------------------------------
Post by Paul
Nö, nur etwa 4 Millionen DDR-Bürger hatten eine Akte.
Der NixMerker verwechselt das mit der Kaderakte...
Post by Paul
Ach ja,
bundesdeutsche Dienste hatten mehr Akten über DDR-Bürger. Meine
Schwester wurde 1989 Ende Juli in Gießen ausführlich über berufliche
Tätigkeiten unseres Vaters befragt, nur hatte sie dazu keine Ahnung,
hatte sie nie so richtig im Detail interessiert. Die Befragungen waren
für die bundesdeutschen Dienste recht enttäuschend.
Paule
BU
Wolf gang P u f f e
2018-08-02 18:03:31 UTC
Permalink
Post by René Marquardt
Post by Gunter Kühne
Mit ist gleich zu Anfang folgender Satz in die Nase gestiegen.
Zitat:"Oder er denkt beim Stern-Recorder R 160 an die Musik, die er bei
"Westsendern" wie RIAS (Radio im amerikanischen Sektor) auf Kassetten –
trotz Verbots – mitgeschnitten hat."
Wir wollen mal festhalten, dass das Hoeren, oder gar Weiterverbreiten
von RIAS-_Meldungen_ in der DDR durchaus mal strengstens bestraft wurde.
Aber nicht mehr zu Zeiten, als der Stern-Rekorder R160 rauskam,
der 1972 erschienen ist.
Bis Herbst 1989 war das Hören von RIAS und anderen Westsendern
strengstens verboten.
Und zwar während der Wehr^k^k^k^kEhrendienstzeit im Dienst generell,
und nach Dienst zumindest in der Kaserne.

Wo war das eigentlich geregelt? DV 010/0/003?

W.
Gunter Kühne
2018-08-02 18:17:54 UTC
Permalink
Post by Wolf gang P u f f e
Post by René Marquardt
Post by Gunter Kühne
Mit ist gleich zu Anfang folgender Satz in die Nase gestiegen.
Zitat:"Oder er denkt beim Stern-Recorder R 160 an die Musik, die er bei
"Westsendern" wie RIAS (Radio im amerikanischen Sektor) auf Kassetten –
trotz Verbots – mitgeschnitten hat."
Wir wollen mal festhalten, dass das Hoeren, oder gar Weiterverbreiten
von RIAS-_Meldungen_ in der DDR durchaus mal strengstens bestraft wurde.
Aber nicht mehr zu Zeiten, als der Stern-Rekorder R160 rauskam,
der 1972 erschienen ist.
Bis Herbst 1989 war das Hören von RIAS und anderen Westsendern
strengstens verboten.
Und zwar während der Wehr^k^k^k^kEhrendienstzeit im Dienst generell,
und nach Dienst zumindest in der Kaserne.
Wo war das eigentlich geregelt? DV 010/0/003?
W.
Nur für Militärangehörige oder besser für Angehörige der Bewaffneten
Organe.
--
Kleinmut und Stolz, aus diesem Holz
Schuf der Mensch sich am sechsten Tag Gott.
(http://de.allreadable.com/d803Jttx)
Wolf gang P u f f e
2018-08-02 18:26:20 UTC
Permalink
Post by Gunter Kühne
Post by Wolf gang P u f f e
Post by René Marquardt
Post by Gunter Kühne
Mit ist gleich zu Anfang folgender Satz in die Nase gestiegen.
Zitat:"Oder er denkt beim Stern-Recorder R 160 an die Musik, die er bei
"Westsendern" wie RIAS (Radio im amerikanischen Sektor) auf Kassetten –
trotz Verbots – mitgeschnitten hat."
Wir wollen mal festhalten, dass das Hoeren, oder gar Weiterverbreiten
von RIAS-_Meldungen_ in der DDR durchaus mal strengstens bestraft wurde.
Aber nicht mehr zu Zeiten, als der Stern-Rekorder R160 rauskam,
der 1972 erschienen ist.
Bis Herbst 1989 war das Hören von RIAS und anderen Westsendern
strengstens verboten.
Und zwar während der Wehr^k^k^k^kEhrendienstzeit im Dienst generell,
und nach Dienst zumindest in der Kaserne.
Wo war das eigentlich geregelt? DV 010/0/003?
W.
Nur für Militärangehörige oder besser für Angehörige der Bewaffneten
Organe.
Ob das auch für höhere, besonders Offiziersdienstgade galt, weiß ich
nicht. Galt das wirklch uneingeschränkt für ALLE Angehörigen der
bewaffneten Organe?
Martin Ebert
2018-08-02 21:36:18 UTC
Permalink
Post by Wolf gang P u f f e
Post by Wolf gang P u f f e
Wo war das eigentlich geregelt? DV 010/0/003?
Exakt dort.

Für Militärobjekte galt das bis 1989. Für Militärangehörige außerhalb
galt das bis 1988.
Post by Wolf gang P u f f e
[...]
Ob das auch für höhere, besonders Offiziersdienstgade galt, weiß ich
nicht. Galt das wirklch uneingeschränkt für ALLE Angehörigen der
bewaffneten Organe?
Ja. Also mit der Ausnahme des dienstlichen Erfordernisses, d.h.
dass beim MfS die Sache etwas komplexer ist. Und um so komplexer,
je höher der Dienstgrad war ...

Mt
Wolf gang P u f f e
2018-08-04 10:56:16 UTC
Permalink
Post by Martin Ebert
Post by Wolf gang P u f f e
Wo war das eigentlich geregelt? DV 010/0/003?
Exakt dort.
Für Militärobjekte galt das bis 1989. Für Militärangehörige außerhalb
galt das bis 1988.
Wer als BU vor der Kaserne in der Siedlung wohnte war also u.u. besser
dran, als die im LWH untergebrachten.

W.
Peter Veith
2018-08-04 11:15:11 UTC
Permalink
Post by Wolf gang P u f f e
Post by Martin Ebert
Für Militärobjekte galt das bis 1989. Für Militärangehörige außerhalb
galt das bis 1988.
Wer als BU vor der Kaserne in der Siedlung wohnte war also u.u. besser
dran, als die im LWH untergebrachten.
Ich wurde sagen: Ja, das LWH galt - ob innerhalb oder außerhalb der
Kaserne - als Militärobjekt ... frage aber bitte nicht nach der
Rechtsgrundlage.

Veith
--
Dem Frieden verpflichtet:
http://www.DDR-Luftwaffe.de
Martin Funder
2018-08-04 11:26:27 UTC
Permalink
Post by Martin Ebert
Post by Wolf gang P u f f e
Wo war das eigentlich geregelt? DV 010/0/003?
Exakt dort.
Für Militärobjekte galt das bis 1989. Für Militärangehörige außerhalb
galt das bis 1988.
schon witzig... das heißt, man durfte als soldat draußen seine
kofferheule laut auf den rias stellen und in der kaserne nicht?

was war denn der hintergrund dafür? ob man nun von der rias-hetze vor der
kaserne ideologisch verblendet wurde oder drinnen, sollte ja eigentlich
egal sein. wozu dann die unterscheidung?

mfg, martin
Erwin Penn
2018-08-04 13:28:41 UTC
Permalink
Post by Martin Funder
schon witzig... das heißt, man durfte als soldat draußen seine
kofferheule laut auf den rias stellen und in der kaserne nicht?
Sag mal, von deutscher Grammatik hältst du wohl nichts?
--
Grüße Erwin
Martin Ebert
2018-08-04 21:52:16 UTC
Permalink
Post by Martin Funder
Post by Martin Ebert
Für Militärobjekte galt das bis 1989. Für Militärangehörige außerhalb
galt das bis 1988.
schon witzig... das heißt, man durfte als soldat draußen seine
kofferheule laut auf den rias stellen und in der kaserne nicht?
was war denn der hintergrund dafür? ob man nun von der rias-hetze vor der
kaserne ideologisch verblendet wurde oder drinnen, sollte ja eigentlich
egal sein. wozu dann die unterscheidung?
Das dürfte an der DDR-Realität gelegen haben: Zwar waren Berufs-
offiziere oft in Wohnblocks in der Nähe der Kaserne wahnhaft, aber
nicht immer - da bestand kein Zwang.

Und dann kam die Zeit der Gemeinschaftsantennenbauer. Die Herren
Offiziere mussten sich da fernhalten, selbst wenn sie eigentlich
nichts dagegen hatten. Sie isolierten sich und ihre Familien
qasi noch stärker - und fingen an, auf Parteiversammlungen mehr
oder minder laut rumzumaulen.

Aber dazu hat Veith vielleicht noch einen eigenen Bericht.

Mt
Gunter Kühne
2018-08-05 07:02:39 UTC
Permalink
Post by Martin Ebert
Post by Martin Funder
Post by Martin Ebert
Für Militärobjekte galt das bis 1989. Für Militärangehörige außerhalb
galt das bis 1988.
schon witzig... das heißt, man durfte als soldat draußen seine
kofferheule laut auf den rias stellen und in der kaserne nicht?
was war denn der hintergrund dafür? ob man nun von der rias-hetze vor der
kaserne ideologisch verblendet wurde oder drinnen, sollte ja eigentlich
egal sein. wozu dann die unterscheidung?
Das dürfte an der DDR-Realität gelegen haben: Zwar waren Berufs-
offiziere oft in Wohnblocks in der Nähe der Kaserne wahnhaft, aber
nicht immer - da bestand kein Zwang.
Und dann kam die Zeit der Gemeinschaftsantennenbauer. Die Herren
Offiziere mussten sich da fernhalten, selbst wenn sie eigentlich
nichts dagegen hatten. Sie isolierten sich und ihre Familien
qasi noch stärker - und fingen an, auf Parteiversammlungen mehr
oder minder laut rumzumaulen.
Eine vereinfachte Darstellung und in einigen Gegenden bestimmt auch
zutreffend.
Beim MDI in Dresden musste man in einigen Stadtbezirken 1984 anders
vorgehen.
Ich kann nur für Prohlis sprechen da ich damals da gewohnt habe.
Ja und in Prohlis hatten auch viele Schutzpolizisten ihre Wohnung.
( Mehr oder weniger AWG)
Dort schaltete man einfach die Häuser über die bestehende Antennenanlage
zusammen und speiste so pö apö einen Sender nach den anderen ein.
Ein ausschließen war also rein technisch nicht so ohne weiteres möglich.
Niedlich war das Schreiben von Herrn Nyffenegger, was da aufkam.
Die Genossen Angehörigen des MDI sollten freiwillig darauf verzichten
ihre Geräte auf andere Kanäle umzustellen :)
( Wen ich die Kanalbelegung noch hin bekomme.
Am Anfang DDR1 die 10 , die 8 RTL Sat 1 auf 3 und der Alibisender 3SAT
auf 12.. Später kamen noch mehr hinzu)
Und wie gesagt das galt nur für Angehörige der Bewaffneten Organe. Mein
Nachbar vom Zoll behauptete damals, das das bei denen noch lockerer
gesehen wurde.
Zivile Personen wurden zu der Zeit auch nicht wegen Rias belästigt.
wo ich dann sommer 1984 gehen durfte beim MDI und zur Energieversorgung
kam , da kenne ich Werkstätten da lief der RIAS 24 Stunden am Tag auf
Mittelwelle und keiner hat sich daran gestört.

GK
--
Kleinmut und Stolz, aus diesem Holz
Schuf der Mensch sich am sechsten Tag Gott.
(http://de.allreadable.com/d803Jttx)
Paul
2018-08-05 09:01:09 UTC
Permalink
Post by Gunter Kühne
Post by Martin Ebert
Post by Martin Funder
Post by Martin Ebert
Für Militärobjekte galt das bis 1989. Für Militärangehörige außerhalb
galt das bis 1988.
schon witzig... das heißt, man durfte als soldat draußen seine
kofferheule laut auf den rias stellen und in der kaserne nicht?
was war denn der hintergrund dafür? ob man nun von der rias-hetze vor der
kaserne ideologisch verblendet wurde oder drinnen, sollte ja eigentlich
egal sein. wozu dann die unterscheidung?
Das dürfte an der DDR-Realität gelegen haben: Zwar waren Berufs-
offiziere oft in Wohnblocks in der Nähe der Kaserne wahnhaft, aber
nicht immer - da bestand kein Zwang.
Und dann kam die Zeit der Gemeinschaftsantennenbauer. Die Herren
Offiziere mussten sich da fernhalten, selbst wenn sie eigentlich
nichts dagegen hatten. Sie isolierten sich und ihre Familien
qasi noch stärker - und fingen an, auf Parteiversammlungen mehr
oder minder laut rumzumaulen.
Eine vereinfachte Darstellung und in einigen Gegenden bestimmt auch
zutreffend.
Beim MDI in Dresden musste man in einigen Stadtbezirken 1984 anders
vorgehen.
Ich kann nur für Prohlis sprechen da ich damals da gewohnt habe.
Ja und in Prohlis hatten auch viele Schutzpolizisten ihre Wohnung.
( Mehr oder weniger AWG)
Dort schaltete man einfach die Häuser über die bestehende Antennenanlage
zusammen und speiste so pö apö einen Sender nach den anderen ein.
Ein ausschließen war also rein technisch nicht so ohne weiteres möglich.
Niedlich war das Schreiben von Herrn Nyffenegger, was da aufkam.
Die Genossen Angehörigen des MDI sollten freiwillig darauf verzichten
ihre Geräte auf andere Kanäle umzustellen :)
( Wen ich die Kanalbelegung noch hin bekomme.
Am Anfang  DDR1 die 10 , die 8 RTL Sat 1 auf 3 und der Alibisender  3SAT
auf 12.. Später kamen noch mehr hinzu)
Und wie gesagt das galt nur für Angehörige der Bewaffneten Organe. Mein
Nachbar vom Zoll behauptete damals, das das bei denen noch lockerer
gesehen wurde.
Zivile Personen wurden zu der Zeit auch nicht wegen Rias belästigt.
wo ich dann sommer 1984 gehen durfte beim MDI und zur Energieversorgung
kam , da kenne ich Werkstätten da lief der RIAS 24 Stunden am Tag auf
Mittelwelle und keiner hat sich daran gestört.
GK
Sagte ich doch schon, auf Arbeit lief eigentlich immer der RIAS oder der
DLF, egal ob im VEB oder später dann im ZfK.

Paule
--
Eine richtig gute Anti-Malware-Lösung?
30 Tage kostenlos und ohne Risiko testen?
https://www.emsisoft.com/de/software/antimalware/?id=5716961
Peter Veith
2018-08-05 09:15:09 UTC
Permalink
Post by Paul
Sagte ich doch schon, auf Arbeit lief eigentlich immer der RIAS oder der
DLF, egal ob im VEB oder später dann im ZfK.
Die Folgen mußten 1990 dann alle ausbaden.

Da sage einer, Propaganda sei nicht erfolgreich.

Veith
--
"There’s class warfare, all right, […] but it’s my class, the rich
class, that’s making war, and we’re winning" (Warren Buffett)
http://www.DDR-Luftwaffe.de
Bernd Ullrich
2018-08-05 11:29:19 UTC
Permalink
Post by Peter Veith
Post by Paul
Sagte ich doch schon, auf Arbeit lief eigentlich immer der RIAS oder der
DLF, egal ob im VEB oder später dann im ZfK.
Die Folgen mußten 1990 dann alle ausbaden.
Da sage einer, Propaganda sei nicht erfolgreich.
Ja, bunte Putsche.

https://de.sputniknews.com/politik/20180726321721051-prager-fruehling-grund/

"Mit Blick auf die folgenden Umbrüche seit 1989/90 bis heute hob er
hervor: „Wenn wir die ‚weichen‘ Staatsstreiche der letzten Jahrzehnte
nehmen, die zur Restauration bürgerlich-demokratischer, also
kapitalistischer Verhältnisse führten, werden wir nicht nur feststellen,
dass immer die gleichen Kräfte von außen daran mitwirkten. Es lief und
läuft auch alles nach dem gleichen Muster – von Serbien bis zur Ukraine"

BU
Gunter Kühne
2018-08-05 12:11:53 UTC
Permalink
Post by Peter Veith
Post by Paul
Sagte ich doch schon, auf Arbeit lief eigentlich immer der RIAS oder der
DLF, egal ob im VEB oder später dann im ZfK.
Die Folgen mußten 1990 dann alle ausbaden.
Da sage einer, Propaganda sei nicht erfolgreich.
Das hat niemand behauptet. die Ergebnisse sieht man ja jetzt.
Aber schlechte Propaganda kann eben auch mal nach hinten losgehen.
In der Beziehung müssten einige heutzutage gewarnt sein.
Aber seit dem letzen Sieg wird ja viel verschlafen.
Wen ich mich an meine Psychologie Vorlesungen erinnere, ist mir klar das
bei einigen Artikeln mehr das gegenteil erreicht wird.
Mir ist nur nicht klar, ist das Absicht oder Unwissenheit??

GK
--
Kleinmut und Stolz, aus diesem Holz
Schuf der Mensch sich am sechsten Tag Gott.
(http://de.allreadable.com/d803Jttx)
Martin Ebert
2018-08-05 22:52:00 UTC
Permalink
Post by Peter Veith
Post by Paul
Sagte ich doch schon, auf Arbeit lief eigentlich immer der RIAS oder der
DLF, egal ob im VEB oder später dann im ZfK.
Die Folgen mußten 1990 dann alle ausbaden.
Ich fand (und finde) das ziemlich prima. Ich habe da gern gebadet.
Post by Peter Veith
Da sage einer, Propaganda sei nicht erfolgreich.
Der Laden war so marode, dass er in sich zusammenbrach.
Aber das hatten wir schon.

Mt
Bernd Ullrich
2018-08-06 02:15:45 UTC
Permalink
Post by Martin Ebert
Post by Peter Veith
Post by Paul
Sagte ich doch schon, auf Arbeit lief eigentlich immer der RIAS oder der
DLF, egal ob im VEB oder später dann im ZfK.
Die Folgen mußten 1990 dann alle ausbaden.
Ich fand (und finde) das ziemlich prima. Ich habe da gern gebadet.
Post by Peter Veith
Da sage einer, Propaganda sei nicht erfolgreich.
--------------------------------
Post by Martin Ebert
Der Laden war so marode, dass er in sich zusammenbrach.
Hitler hat
selbst in seinem Buch Mein Kampf geschrieben : "Man ging dabei von dem sehr
richtigen Grundsätze aus, daß in der Größe der Lüge immer ein gewisser
Faktor des
Geglaubwertens liegt, da die breite Masse eines Volkes im tiefsten
Grunde ihres
Herzens leichter verdorben als bewußt und absichtlich schlecht sein
wird, mithin bei
der primitiven Einfalt ihres Gemütes einer großen Lüge leichter zum
Opfer fällt als
einer kleinen, da sie selber ja wohl manchmal im kleinen lügt, jedoch
vor zu großen
Lügen sich doch zu sehr schämen würde."

BU
Gunter Kühne
2018-08-06 05:18:55 UTC
Permalink
Post by Martin Ebert
Post by Peter Veith
Post by Paul
Sagte ich doch schon, auf Arbeit lief eigentlich immer der RIAS oder der
DLF, egal ob im VEB oder später dann im ZfK.
Die Folgen mußten 1990 dann alle ausbaden.
Ich fand (und finde) das ziemlich prima. Ich habe da gern gebadet.
Achtung Ironie.
Das wussten wir auch so. der Rest ist dir ja egal
Post by Martin Ebert
Post by Peter Veith
Da sage einer, Propaganda sei nicht erfolgreich.
Der Laden war so marode, dass er in sich zusammenbrach.
Aber das hatten wir schon.
Nach welcher Glaubwürdigen Darstellung.
Wahrscheinlich der der Treuhand.
--
Kleinmut und Stolz, aus diesem Holz
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(http://de.allreadable.com/d803Jttx)
Paul
2018-08-06 14:39:43 UTC
Permalink
Post by Gunter Kühne
Post by Martin Ebert
Post by Peter Veith
Post by Paul
Sagte ich doch schon, auf Arbeit lief eigentlich immer der RIAS oder der
DLF, egal ob im VEB oder später dann im ZfK.
Die Folgen mußten 1990 dann alle ausbaden.
Ich fand (und finde) das ziemlich prima. Ich habe da gern gebadet.
Achtung Ironie.
Das wussten wir auch so. der Rest ist dir ja egal
Post by Martin Ebert
Post by Peter Veith
Da sage einer, Propaganda sei nicht erfolgreich.
Der Laden war so marode, dass er in sich zusammenbrach.
Aber das hatten wir schon.
Nach welcher Glaubwürdigen Darstellung.
Wahrscheinlich der der Treuhand.
Nö Gunther, die meisten Firmen waren wirklich sehr marode, es war nur
ein sehr kleiner Prozentsatz der von der Treuhand kaputt gemacht werden
musste. Aber diese wenigen Firmen hat die Treuhand dafür um so
gründlicher kaputt gemacht.

Und, hat es was genutzt? Nicht wirklich, die Firmen die nicht von der
westlichen Konkurrenz aufgekauft wurden sind heute fast alle moderner
und effektiver als ihre westlichen Pendants.

Paule
--
Eine richtig gute Anti-Malware-Lösung?
30 Tage kostenlos und ohne Risiko testen?
https://www.emsisoft.com/de/software/antimalware/?id=5716961
Gunter Kühne
2018-08-06 15:07:17 UTC
Permalink
Post by Paul
Post by Gunter Kühne
Post by Martin Ebert
Post by Peter Veith
Post by Paul
Sagte ich doch schon, auf Arbeit lief eigentlich immer der RIAS oder der
DLF, egal ob im VEB oder später dann im ZfK.
Die Folgen mußten 1990 dann alle ausbaden.
Ich fand (und finde) das ziemlich prima. Ich habe da gern gebadet.
Achtung Ironie.
Das wussten wir auch so. der Rest ist dir ja egal
Post by Martin Ebert
Post by Peter Veith
Da sage einer, Propaganda sei nicht erfolgreich.
Der Laden war so marode, dass er in sich zusammenbrach.
Aber das hatten wir schon.
Nach welcher Glaubwürdigen Darstellung.
Wahrscheinlich der der Treuhand.
Nö Gunther, die meisten Firmen waren wirklich sehr marode, es war nur
ein sehr kleiner Prozentsatz der von der Treuhand kaputt gemacht werden
musste. Aber diese wenigen Firmen hat die Treuhand dafür um so
gründlicher kaputt gemacht.
Und, hat es was genutzt? Nicht wirklich, die Firmen die nicht von der
westlichen Konkurrenz aufgekauft wurden sind heute fast alle moderner
und effektiver als ihre westlichen Pendants.
Du sagst es selbst.
Die die zeit hatten, und nicht im Blickfeld standen haben sich ganz gut
erholt.
Und die wirklich Großen leben fast alle noch.
Das der Zweig mit der Braunkohle krachen gehen musste war schon zu DDR
Zeiten bekannt.
Das es viele gab die wirklich keine Chance hatten , auch wegen Marode,
und ganze Industriezweige die sowieso, bei Marktwirtschaftlicher Teilung
keine Chance hatten ist unbestritten.( Ich denke da z.B. an die
Textilindustrie.)
Es gab aber eben auch Anderes, super Modern und hohe Wertschöpfung,
wurde sofort eliminiert.
--
Kleinmut und Stolz, aus diesem Holz
Schuf der Mensch sich am sechsten Tag Gott.
(http://de.allreadable.com/d803Jttx)
Peter Veith
2018-08-06 15:20:21 UTC
Permalink
... Marode ...
Damals hatten alle Westpolitiker und -Journalisten einen Schnellehrgang
und wer "marode" am schnellsten und fehlerfrei 10x hintereinander
aufsagen konnte, hatte gewonnen.

Preis: Reise in den "Fernen" Osten mit

- Spitzenkarriere,
- Buschzulage,
- wöchentlichen Heimflug,
- doppelt angerechneter Dienstzeit,
...
- vor ihm kriechenden Ossis und Ossienen,
- dies eine und andere private Immobilienschnäppchen,
...
Es gab aber eben auch Anderes, super Modern und hohe Wertschöpfung,
wurde sofort eliminiert.
Das war doch das Wichtigste:

- Verhinderung einer "nationale Bourgeoisie" der DDR und
- Ausschaltung der Konkurrenz

zum Wohle der westdeutschen Wirtschaft.

Alles andere sind Lebenslügen unserer "Oppositionellen": "Sie" hätten
uns vorm Untergang gerettet ... gut, der eine oder andere hat auch sein
privates Schnäppchen gemacht, das kann ich insoweit zu mindestens verstehen.

Veith
--
Lieber Reich ins Heim, als heim ins Reich!
http://ddr-luftwaffe.blogspot.com
Chr. Maercker
2018-08-06 16:06:10 UTC
Permalink
Post by Gunter Kühne
Die die zeit hatten, und nicht im Blickfeld standen haben sich ganz gut
erholt.
Und die wirklich Großen leben fast alle noch.
Was man so "leben" nennt: vom einstigen Chemiekombinat Bitterfeld ist
z.B. genau ein Werkteil halbwegs erhalten geblieben (Chlor IV). Der Rest
ist komplett überbaut, da steht kaum noch ein Stein auf dem anderen.
In Leuna und Buna ist es ähnlich gelaufen.
Post by Gunter Kühne
Es gab aber eben auch Anderes, super Modern und hohe Wertschöpfung,
wurde sofort eliminiert.
Beispiel?

Mir sind nur Fälle bekannt, wo Angestellte bekannter DDR-Betriebe neue
Firmen gegründet haben, z.B. Systemhäuser in Dresden von ehem.
robotron-Mitarbeitern.
--
CU Chr. Maercker.
Knut Ochdorf
2018-08-06 16:43:13 UTC
Permalink
Post by Chr. Maercker
Post by Gunter Kühne
Es gab aber eben auch Anderes, super Modern und hohe Wertschöpfung,
wurde sofort eliminiert.
Beispiel?
Diverse Kaliwerke oder das Kaltwalzwerk in Oranienburg. Damals das
modernste Werk in Europa. Gleich nach der Übernahme von Krupp nach China
verkauft.

Knut
Martin Ebert
2018-08-06 21:09:32 UTC
Permalink
[DDR-Industrie ein großer Schrotthaufen]
Post by Knut Ochdorf
Post by Chr. Maercker
Post by Gunter Kühne
Es gab aber eben auch Anderes, super Modern und hohe
Wertschöpfung, wurde sofort eliminiert.
Beispiel?
Diverse Kaliwerke
Modern? An welche denkst Du da so?
Post by Knut Ochdorf
oder das Kaltwalzwerk in Oranienburg. Damals das modernste Werk in
Europa.
Voest Alpine - oder von wem kam das?

Im Bereich der chemischen Industrie haben die wirklich modernen
Werke überlebt. Nur gab es davon sehr wenige. Und diese sehr
wenigen waren von "Klassenfeind" gebaut - die DDR hatte auch
keine Innovationskraft mehr.

Mt
Knut Ochdorf
2018-08-07 18:54:44 UTC
Permalink
Post by Martin Ebert
Post by Knut Ochdorf
Diverse Kaliwerke
Modern? An welche denkst Du da so?
Du kennst https://klaustaubert.wordpress.com/2013/07/19/der-kali-deal/ ?
Post by Martin Ebert
Post by Knut Ochdorf
oder das Kaltwalzwerk in Oranienburg. Damals das modernste Werk in
Europa.
Voest Alpine - oder von wem kam das?
Sundwiger Eisenhütte
Post by Martin Ebert
Im Bereich der chemischen Industrie haben die wirklich modernen
Werke überlebt. Nur gab es davon sehr wenige. Und diese sehr
wenigen waren von "Klassenfeind" gebaut - die DDR hatte auch
keine Innovationskraft mehr.
Es galt schon damals das Prinzip der Aufgabenteilung. Warum sollte die
DDR alles selbst machen?

Knut
Martin Ebert
2018-08-07 20:06:34 UTC
Permalink
Post by Knut Ochdorf
Post by Martin Ebert
Modern? An welche denkst Du da so?
Du kennst
https://klaustaubert.wordpress.com/2013/07/19/der-kali-deal/ ?
Ja, wobei da oft vergessen wird, dass Bernburg und Zielitz
bis heute produzieren.

Ich sehe aber nicht, was da bis zur Wende modern gewesen
sein soll.
Post by Knut Ochdorf
Post by Martin Ebert
Im Bereich der chemischen Industrie haben die wirklich modernen
Werke überlebt. Nur gab es davon sehr wenige. Und diese sehr
wenigen waren von "Klassenfeind" gebaut - die DDR hatte auch keine
Innovationskraft mehr.
Es galt schon damals das Prinzip der Aufgabenteilung. Warum sollte
die DDR alles selbst machen?
Und genau da ist der Punkt - sie machte nichts selber. Was sie
selber machte, war verrottet. Oder vom Vorgänger übernommen.

Das vom "Klassenfeind" zugekaufte war modern und hat oft überlebt.

Mt
Knut Ochdorf
2018-08-08 16:48:54 UTC
Permalink
Post by Martin Ebert
Post by Knut Ochdorf
Du kennst
https://klaustaubert.wordpress.com/2013/07/19/der-kali-deal/ ?
Ja, wobei da oft vergessen wird, dass Bernburg und Zielitz
bis heute produzieren.
Ich sehe aber nicht, was da bis zur Wende modern gewesen
sein soll.
Ziellitz war modern, die Südthüringer Werke waren es überwiegend auch.
Nur bei den Mansfelder Werken bin ich mir sicher, daß sie es nicht waren.
Post by Martin Ebert
Post by Knut Ochdorf
Es galt schon damals das Prinzip der Aufgabenteilung. Warum sollte
die DDR alles selbst machen?
Und genau da ist der Punkt - sie machte nichts selber. Was sie
selber machte, war verrottet. Oder vom Vorgänger übernommen.
Kann man auch so nicht sagen. Manches konnte trotz moderner Technik
nicht gegen die fernöstliche Billigkonkurenz halten.
Post by Martin Ebert
Das vom "Klassenfeind" zugekaufte war modern und hat oft überlebt.
Aber eben nicht alle modernen Werke.

Knut
Gunter Kühne
2018-08-06 17:02:39 UTC
Permalink
Post by Chr. Maercker
Post by Gunter Kühne
Die die zeit hatten, und nicht im Blickfeld standen haben sich ganz gut
erholt.
Und die wirklich Großen leben fast alle noch.
Was man so "leben" nennt: vom einstigen Chemiekombinat Bitterfeld ist
z.B. genau ein Werkteil halbwegs erhalten geblieben (Chlor IV). Der Rest
ist komplett überbaut, da steht kaum noch ein Stein auf dem anderen.
In Leuna und Buna ist es ähnlich gelaufen.
Post by Gunter Kühne
Es gab aber eben auch Anderes, super Modern und hohe Wertschöpfung,
wurde sofort eliminiert.
Beispiel?
Ein Betriebsteil von Sachsenwerk.
Ich bin erst seit 2017 wieder zurück.
Aber eine Fa mit dem technischen Stand ist mir bisher auch im Westen
nicht untergekommen.
War ganz in der Nähe von Dresden Prohlis.
Wurde noch 1990 sofort platt gemacht.
Lief so ähnlich wie in Wiesa.
Es währe eine längere Geschichte.
--
Kleinmut und Stolz, aus diesem Holz
Schuf der Mensch sich am sechsten Tag Gott.
(http://de.allreadable.com/d803Jttx)
Bernd Ullrich
2018-08-06 15:07:54 UTC
Permalink
Post by Paul
Post by Gunter Kühne
Post by Martin Ebert
Post by Peter Veith
Post by Paul
Sagte ich doch schon, auf Arbeit lief eigentlich immer der RIAS oder der
DLF, egal ob im VEB oder später dann im ZfK.
Die Folgen mußten 1990 dann alle ausbaden.
Ich fand (und finde) das ziemlich prima. Ich habe da gern gebadet.
Achtung Ironie.
Das wussten wir auch so. der Rest ist dir ja egal
Post by Martin Ebert
Post by Peter Veith
Da sage einer, Propaganda sei nicht erfolgreich.
Der Laden war so marode, dass er in sich zusammenbrach.
Aber das hatten wir schon.
Nach welcher Glaubwürdigen Darstellung.
Wahrscheinlich der der Treuhand.
Nö Gunther, die meisten Firmen waren wirklich sehr marode, es war nur
ein sehr kleiner Prozentsatz der von der Treuhand kaputt gemacht werden
musste. Aber diese wenigen Firmen hat die Treuhand dafür um so
gründlicher kaputt gemacht.
--------------------------------------------
Post by Paul
Und, hat es was genutzt? Nicht wirklich, die Firmen die nicht von der
westlichen Konkurrenz aufgekauft wurden sind heute fast alle moderner
und effektiver als ihre westlichen Pendants.
Welche Firmen die nicht aufgekauft wurden und moderner sind als ihre
"westlichen Pendants" sollen das wohl sein?
Alloholschmieden mal aussen vor.

BU
Paul
2018-08-06 15:29:55 UTC
Permalink
Post by Bernd Ullrich
Post by Paul
Post by Gunter Kühne
Post by Martin Ebert
Post by Peter Veith
Post by Paul
Sagte ich doch schon, auf Arbeit lief eigentlich immer der RIAS oder der
DLF, egal ob im VEB oder später dann im ZfK.
Die Folgen mußten 1990 dann alle ausbaden.
Ich fand (und finde) das ziemlich prima. Ich habe da gern gebadet.
Achtung Ironie.
Das wussten wir auch so. der Rest ist dir ja egal
Post by Martin Ebert
Post by Peter Veith
Da sage einer, Propaganda sei nicht erfolgreich.
Der Laden war so marode, dass er in sich zusammenbrach.
Aber das hatten wir schon.
Nach welcher Glaubwürdigen Darstellung.
Wahrscheinlich der der Treuhand.
Nö Gunther, die meisten Firmen waren wirklich sehr marode, es war nur
ein sehr kleiner Prozentsatz der von der Treuhand kaputt gemacht
werden musste. Aber diese wenigen Firmen hat die Treuhand dafür um so
gründlicher kaputt gemacht.
--------------------------------------------
Post by Paul
Und, hat es was genutzt? Nicht wirklich, die Firmen die nicht von der
westlichen Konkurrenz aufgekauft wurden sind heute fast alle moderner
und effektiver als ihre westlichen Pendants.
Welche Firmen die nicht aufgekauft wurden und moderner sind als ihre
"westlichen Pendants" sollen das wohl sein?
Alloholschmieden mal aussen vor.
BU
Ich kenne da einige, ich bin in sehr vielen Firmen gewesen, sowohl in
den neuen als auch in den gebrauchten Bundesländern. Als Leiharbeiter
kommt man verdammt viel rum, und ich habe von 2005 bis 2015 als
Leiharbeiter gearbeitet. Und viele Firmen im Osten die die Währungsunion
mühsam überlebt haben, haben dann so schnell es nur irgend ging auf
Teufel komm raus modernisiert, während die westliche Konkurrenz so
weiter gewurstelt hat wie bisher. Gerade bei mittelständischen
Unternehmen ist das sehr viel anzutreffen.

Und bei den aufgekauften Firmen sind die Betriebsteile im Osten meist
die modernsten und produktivsten.

Paule
--
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Bernd Ullrich
2018-08-06 16:13:36 UTC
Permalink
Post by Paul
Post by Bernd Ullrich
Post by Paul
Post by Gunter Kühne
Post by Martin Ebert
Post by Peter Veith
Post by Paul
Sagte ich doch schon, auf Arbeit lief eigentlich immer der RIAS oder der
DLF, egal ob im VEB oder später dann im ZfK.
Die Folgen mußten 1990 dann alle ausbaden.
Ich fand (und finde) das ziemlich prima. Ich habe da gern gebadet.
Achtung Ironie.
Das wussten wir auch so. der Rest ist dir ja egal
Post by Martin Ebert
Post by Peter Veith
Da sage einer, Propaganda sei nicht erfolgreich.
Der Laden war so marode, dass er in sich zusammenbrach.
Aber das hatten wir schon.
Nach welcher Glaubwürdigen Darstellung.
Wahrscheinlich der der Treuhand.
Nö Gunther, die meisten Firmen waren wirklich sehr marode, es war nur
ein sehr kleiner Prozentsatz der von der Treuhand kaputt gemacht
werden musste. Aber diese wenigen Firmen hat die Treuhand dafür um so
gründlicher kaputt gemacht.
--------------------------------------------
Post by Paul
Und, hat es was genutzt? Nicht wirklich, die Firmen die nicht von der
westlichen Konkurrenz aufgekauft wurden sind heute fast alle moderner
und effektiver als ihre westlichen Pendants.
Welche Firmen die nicht aufgekauft wurden und moderner sind als ihre
"westlichen Pendants" sollen das wohl sein?
Alloholschmieden mal aussen vor.
BU
-----------------------------------------------------
Post by Paul
Ich kenne da einige, ich bin in sehr vielen Firmen gewesen, sowohl in
den neuen als auch in den gebrauchten Bundesländern. Als Leiharbeiter
kommt man verdammt viel rum, und ich habe von 2005 bis 2015 als
Leiharbeiter gearbeitet. Und viele Firmen im Osten die die Währungsunion
mühsam überlebt haben, haben dann so schnell es nur irgend ging auf
Teufel komm raus modernisiert, während die westliche Konkurrenz so
weiter gewurstelt hat wie bisher. Gerade bei mittelständischen
Unternehmen ist das sehr viel anzutreffen.
Als Leiharbeiter hattest du die Übersicht wem Was tatsächlich
gehört...Respekt.
Post by Paul
Und bei den aufgekauften Firmen sind die Betriebsteile im Osten meist
die modernsten und produktivsten.
Behauptung ohne Beleg.

Meine Frage hast du noch nicht beantwortet.

BU
Gunter Kühne
2018-08-06 17:14:20 UTC
Permalink
Post by Bernd Ullrich
Post by Paul
Post by Gunter Kühne
Post by Martin Ebert
Post by Peter Veith
Post by Paul
Sagte ich doch schon, auf Arbeit lief eigentlich immer der RIAS oder der
DLF, egal ob im VEB oder später dann im ZfK.
Die Folgen mußten 1990 dann alle ausbaden.
Ich fand (und finde) das ziemlich prima. Ich habe da gern gebadet.
Achtung Ironie.
Das wussten wir auch so. der Rest ist dir ja egal
Post by Martin Ebert
Post by Peter Veith
Da sage einer, Propaganda sei nicht erfolgreich.
Der Laden war so marode, dass er in sich zusammenbrach.
Aber das hatten wir schon.
Nach welcher Glaubwürdigen Darstellung.
Wahrscheinlich der der Treuhand.
Nö Gunther, die meisten Firmen waren wirklich sehr marode, es war nur
ein sehr kleiner Prozentsatz der von der Treuhand kaputt gemacht
werden musste. Aber diese wenigen Firmen hat die Treuhand dafür um so
gründlicher kaputt gemacht.
--------------------------------------------
Post by Paul
Und, hat es was genutzt? Nicht wirklich, die Firmen die nicht von der
westlichen Konkurrenz aufgekauft wurden sind heute fast alle moderner
und effektiver als ihre westlichen Pendants.
Welche Firmen die nicht aufgekauft wurden und moderner sind als ihre
"westlichen Pendants" sollen das wohl sein?
Alloholschmieden mal aussen vor.
BU
Weil du Schmiede sagst.
Auf den Laden hätte 1990 kein Mensch gewettet.
Der war sogenannter Schrott.
Deshalb hat die Treuhand ihn in Ruhe gelassen. GMBH mit eigenen
Mitarbeitern gegründet.
Ich kenne einige Giesereien und schmieden in Baden und Hessen und Bayern.
Die können heute mithalten.
http://www.schmie-guss.de
--
Kleinmut und Stolz, aus diesem Holz
Schuf der Mensch sich am sechsten Tag Gott.
(http://de.allreadable.com/d803Jttx)
Chr. Maercker
2018-08-06 15:58:42 UTC
Permalink
Gunter Kühne wrote:
[Der Laden [DDR] war so marode, dass er in sich zusammenbrach]
Post by Gunter Kühne
Nach welcher Glaubwürdigen Darstellung.
Wahrscheinlich der der Treuhand.
Indizien dafür gab es schon Anfang 1970er. R. Bahro schrieb in seiner
"Alternative" sinngemäß, hinter vorgehaltener Hand würden sich selbst
Funktionäre fragen, wieso die Wirtschaft dennoch nicht zusammenbricht.
Andere Leute, darunter Leute, die was von Wirtschaft verstanden [1],
haben sich damals ähnlich geäußert, hinter vorgehaltener Hand, versteht
sich.
[1] z.B. eine Mitarbeiterin der Handelshochschule Halle und der damalige
Prokurist der Firma A. Förster in Löbau.
--
CU Chr. Maercker.
Bernd Ullrich
2018-08-06 16:10:25 UTC
Permalink
Post by Chr. Maercker
[Der Laden [DDR] war so marode, dass er in sich zusammenbrach]
Post by Gunter Kühne
Nach welcher Glaubwürdigen Darstellung.
Wahrscheinlich der der Treuhand.
Indizien dafür gab es schon Anfang 1970er. R. Bahro schrieb in seiner
"Alternative" sinngemäß, hinter vorgehaltener Hand würden sich selbst
Funktionäre fragen, wieso die Wirtschaft dennoch nicht zusammenbricht.
Andere Leute, darunter Leute, die was von Wirtschaft verstanden [1],
haben sich damals ähnlich geäußert, hinter vorgehaltener Hand, versteht
sich.
--------------------------------------------------------------------------
Post by Chr. Maercker
[1] z.B. eine Mitarbeiterin der Handelshochschule Halle und der damalige
Prokurist der Firma A. Förster in Löbau.
Und die beiden hatten die Übersicht...?

BU
Peter Veith
2018-08-06 17:36:57 UTC
Permalink
Post by Bernd Ullrich
Post by Chr. Maercker
Indizien dafür gab es schon Anfang 1970er. R. Bahro schrieb in seiner
"Alternative" sinngemäß, hinter vorgehaltener Hand würden sich selbst
Funktionäre fragen, wieso die Wirtschaft dennoch nicht zusammenbricht.
*Hüstel*

"Bahro" haben wir doch rauf und runter ... Du aber immer noch nicht
gelesen, wenigstens "sinngemäß".
Post by Bernd Ullrich
Post by Chr. Maercker
Andere Leute, darunter Leute, die was von Wirtschaft verstanden [1],
haben sich damals ähnlich geäußert, hinter vorgehaltener Hand, versteht
sich.
--------------------------------------------------------------------------
Post by Chr. Maercker
[1] z.B. eine Mitarbeiterin der Handelshochschule Halle und der damalige
Prokurist der Firma A. Förster in Löbau.
Und die beiden hatten die Übersicht...?
"Nicht doch, sie verstanden was von Kneipe^^^Wirtschaft und haben "sich
damals ähnlich geäußert, hinter vorgehaltener Hand" :-D

Veith
--
Lieber Reich ins Heim, als heim ins Reich!
http://ddr-luftwaffe.blogspot.com
Chr. Maercker
2018-08-07 10:42:22 UTC
Permalink
Post by Bernd Ullrich
Und die beiden hatten die Übersicht...?
Wahrscheinlich mehr als Partei und Regierung, die mit getürkten
Statistiken abgefüttert wurden.
--
CU Chr. Maercker.
Bernd Ullrich
2018-08-07 10:53:49 UTC
Permalink
Post by Chr. Maercker
Post by Bernd Ullrich
Und die beiden hatten die Übersicht...?
------------------------------
Post by Chr. Maercker
Wahrscheinlich mehr als Partei und Regierung, die mit getürkten
Statistiken abgefüttert wurden.
Wahnvorstellung....deinerseits. Zu den "Richtigen Zahlen" hatten die
beiden keinen Zugriff-

BU
Chr. Maercker
2018-08-07 15:53:49 UTC
Permalink
Post by Bernd Ullrich
Wahnvorstellung....deinerseits. Zu den "Richtigen Zahlen" hatten die
beiden keinen Zugriff-
Dito die Genossen Minister + die vom ZK, ausgenommen Gen. Mielke.

Die beiden genannten Personen hatten wenigstens richtige Zahlen für den
jeweils eigenen Laden. :-b
--
CU Chr. Maercker.
Bernd Ullrich
2018-08-07 19:00:01 UTC
Permalink
Post by Chr. Maercker
Post by Bernd Ullrich
Wahnvorstellung....deinerseits. Zu den "Richtigen Zahlen" hatten die
beiden keinen Zugriff-
Dito die Genossen Minister + die vom ZK, ausgenommen Gen. Mielke.
-----------------------------
Post by Chr. Maercker
Die beiden genannten Personen hatten wenigstens richtige Zahlen für den
jeweils eigenen Laden. :-b
Die Maulwürfe wussten dass es in der eigenen kleinen Höhle dunkel ist?
Chr. Maercker
2018-08-08 10:29:36 UTC
Permalink
Post by Bernd Ullrich
Die Maulwürfe wussten dass es in der eigenen kleinen Höhle dunkel ist?
ACK, die Parteibonzen wussten nicht mal das.
--
CU Chr. Maercker.
Bernd Ullrich
2018-08-08 10:52:53 UTC
Permalink
Post by Chr. Maercker
Post by Bernd Ullrich
Die Maulwürfe wussten dass es in der eigenen kleinen Höhle dunkel ist?
ACK, die Parteibonzen wussten nicht mal das.
du trollst...
Chr. Maercker
2018-08-08 15:27:05 UTC
Permalink
Post by Bernd Ullrich
du trollst...
Dito.

--
Lars Gebauer
2018-08-06 17:35:36 UTC
Permalink
Post by Chr. Maercker
[Der Laden [DDR] war so marode, dass er in sich zusammenbrach]
Post by Gunter Kühne
Nach welcher Glaubwürdigen Darstellung.
Wahrscheinlich der der Treuhand.
Indizien dafür gab es schon Anfang 1970er. R. Bahro schrieb in seiner
"Alternative" sinngemäß, hinter vorgehaltener Hand würden sich selbst
Funktionäre fragen, wieso die Wirtschaft dennoch nicht zusammenbricht.
Andere Leute, darunter Leute, die was von Wirtschaft verstanden [1],
haben sich damals ähnlich geäußert, hinter vorgehaltener Hand, versteht
sich.
Ja schon. Aber was hat das eigentlich zu sagen? - Es wundern sich
*immer* irgendwelche Leute, daß der Laden nicht krachen geht. Das war
danals in der DDR so - und das ist heute nicht viel anders. DDR, D,
EU, USA, RU, ... stets und ständig und überall findest Du wen, der vom
Zusammenbruch redet. Und womöglich Bücher darüber schreibt.

Und niemand kennt die alternativen Zeitlinien.
Peter Veith
2018-08-06 17:39:00 UTC
Permalink
Post by Lars Gebauer
R. Bahro schrieb in seiner "Alternative"
Und niemand kennt die alternativen Zeitlinien.
Doch, Bahro! Liest Du nicht mit? ;)

Veith
--
Lieber Reich ins Heim, als heim ins Reich!
http://ddr-luftwaffe.blogspot.com
Matthias Opatz
2018-08-08 11:39:16 UTC
Permalink
Post by Gunter Kühne
Post by Martin Ebert
Der Laden war so marode, dass er in sich zusammenbrach.
Aber das hatten wir schon.
Nach welcher Glaubwürdigen Darstellung.
Wahrscheinlich der der Treuhand.
Mensch Günter, weißt Du wirklich nicht mehr, wie es damals
wirklich war bzw. aussah (ich meine real, nicht in der Zeitung)?

Gelegentlich erscheinen Bildbände mit Bildern aus den 70er und 80er
Jahren. Die Bilder sind mutmaßlich nicht manipuliert.

Welchen Zustand hatte denn die Wohnsubstanz, hatten die betriebe
(von Ausnahmen abgesehen)? Wieviele Produkte waren denn wirklich
weltmarktfähig (und wurden nicht nur mangels Devisen in dieser
Qualität angeboten bzw. von Ostpartner abgenommen) und oder Stand
der Technik dieser Zeit? Wenn man sie hintereinander aufzählt,
vielleicht viele, wenn man dieses "Viele" ins Verhältnis zum
Gesamtwarenmarkt setzt, aber nur wenige.

Daß viele Produkte, wenn möglich, solide produziert waren (und nicht
absichtlich auf Verschleiß), siehe anderer Thread, hatte übrigens
denselben Grund, wenn auch mit einer erfreulichen Wirkung.

Matthias
Gunter Kühne
2018-08-08 13:47:54 UTC
Permalink
Post by Matthias Opatz
Post by Gunter Kühne
Post by Martin Ebert
Der Laden war so marode, dass er in sich zusammenbrach.
Aber das hatten wir schon.
Nach welcher Glaubwürdigen Darstellung.
Wahrscheinlich der der Treuhand.
Mensch Günter, weißt Du wirklich nicht mehr, wie es damals
wirklich war bzw. aussah (ich meine real, nicht in der Zeitung)?
Doch ziemlich genau.
Und auch ich habe noch Fotos auch vom Odenwald 2014
Manches Haus da kann man auch in der DDR 1988 verorten.
Post by Matthias Opatz
Gelegentlich erscheinen Bildbände mit Bildern aus den 70er und 80er
Jahren. Die Bilder sind mutmaßlich nicht manipuliert.
Das streitet keiner Ab.
Post by Matthias Opatz
Welchen Zustand hatte denn die Wohnsubstanz, hatten die betriebe
(von Ausnahmen abgesehen)?
Das war sehr unterschiedlich.
Es gab völlig heruntergewirtschaftete und auch anderes.
Nach deiner darstellung waren ja 1000% Heruntergewirtschaftet.
Kann ja in deiner DDR so gewesen sein.
ich kenne auch andere.

Wieviele Produkte waren denn wirklich
Post by Matthias Opatz
weltmarktfähig (und wurden nicht nur mangels Devisen in dieser
Qualität angeboten bzw. von Ostpartner abgenommen) und oder Stand
der Technik dieser Zeit?
Keine Ahnung.
vielleicht 40 oder 50 %
Warum sind sie dann gekauft worden.??
Warum z.B. schwärmen heute noch Südamerikanische Staatsbahnen von ihren
Dieselloks aus Henningsdorf.
Oder andersrum.
Welches land baut nur Produkte die nur Welt-Marktfähigkeit sind und
wieviel Länder von den Ca 170 sind das??
Es ist immer die Frage Was vergleiche ich mit Was.



Wenn man sie hintereinander aufzählt,
Post by Matthias Opatz
vielleicht viele, wenn man dieses "Viele" ins Verhältnis zum
Gesamtwarenmarkt
Welschen Gesamtw..
Weltweit?? soz untereinander??


setzt, aber nur wenige.
Genaue Zahlen.
Genaue Erzeugnisse.
Im Verhältnis zu was und zu welchen Zeitpunkt.
Post by Matthias Opatz
Daß viele Produkte, wenn möglich, solide produziert waren (und nicht
absichtlich auf Verschleiß), siehe anderer Thread, hatte übrigens
denselben Grund, wenn auch mit einer erfreulichen Wirkung.
Matthias
gk
--
Kleinmut und Stolz, aus diesem Holz
Schuf der Mensch sich am sechsten Tag Gott.
(http://de.allreadable.com/d803Jttx)
Chr. Maercker
2018-08-09 10:58:15 UTC
Permalink
Gunter Kühne wrote:
[Wieviele DDR-Produkte waren wirklich weltmarktfähig?]
Post by Peter Veith
Keine Ahnung.
 vielleicht 40 oder 50 %
Da würde ich weit weniger schätzen. Wobei das kein Kriterium dafür ist,
wie gut die Produkte waren, fast im Gegenteil. Eher schon Kriterium für
den Stand der DDR-Technik.
Post by Peter Veith
Warum sind sie dann gekauft worden.??
Warum z.B. schwärmen heute noch Südamerikanische Staatsbahnen von ihren
Dieselloks aus Henningsdorf.
Weil sie bedeutend länger halten als ihre chinesischen Nachfolger? :-)
Post by Peter Veith
Welches land baut nur Produkte die nur Welt-Marktfähigkeit sind und
wieviel Länder von den Ca 170 sind das??
Die Zahl weltmarktfähiger Produkte könnte durchaus zwischen sagen wir
1..80% schwanken. Hinzu kommt die Frage, wie Rohstoffe und
unverarbeitete landwirtschaftliche Produkte gezählt werden. Russland und
viele Entwicklungsländer kämen z.B. nur dann auf einen guten Wert, wenn
Post by Peter Veith
Es ist immer die Frage Was vergleiche ich mit Was.
FULL ACK - und das dürfte nicht ganz einfach werden mit dem Vergleich.
Post by Peter Veith
Post by Matthias Opatz
Daß viele Produkte, wenn möglich, solide produziert waren (und nicht
absichtlich auf Verschleiß), siehe anderer Thread, hatte übrigens
denselben Grund, wenn auch mit einer erfreulichen Wirkung.
Die Langlebigkeit der Produkte war andererseits eine Ursache, dass sie
technisch veraltet waren, leider.
--
CU Chr. Maercker.
Bernd Ullrich
2018-08-09 12:01:25 UTC
Permalink
Post by Chr. Maercker
[Wieviele DDR-Produkte waren wirklich weltmarktfähig?]
Post by Peter Veith
Keine Ahnung.
 vielleicht 40 oder 50 %
Da würde ich weit weniger schätzen. Wobei das kein Kriterium dafür ist,
wie gut die Produkte waren, fast im Gegenteil. Eher schon Kriterium für
den Stand der DDR-Technik.
Post by Peter Veith
Warum sind sie dann gekauft worden.??
Warum z.B. schwärmen heute noch Südamerikanische Staatsbahnen von ihren
Dieselloks aus Henningsdorf.
Weil sie bedeutend länger halten als ihre chinesischen Nachfolger? :-)
Post by Peter Veith
Welches land baut nur Produkte die nur Welt-Marktfähigkeit sind und
wieviel Länder von den Ca 170 sind das??
Die Zahl weltmarktfähiger Produkte könnte durchaus zwischen sagen wir
1..80% schwanken. Hinzu kommt die Frage, wie Rohstoffe und
unverarbeitete landwirtschaftliche Produkte gezählt werden. Russland und
viele Entwicklungsländer kämen z.B. nur dann auf einen guten Wert, wenn
Post by Peter Veith
Es ist immer die Frage Was vergleiche ich mit Was.
FULL ACK - und das dürfte nicht ganz einfach werden mit dem Vergleich.
Post by Peter Veith
Post by Matthias Opatz
Daß viele Produkte, wenn möglich, solide produziert waren (und nicht
absichtlich auf Verschleiß), siehe anderer Thread, hatte übrigens
denselben Grund, wenn auch mit einer erfreulichen Wirkung.
---------------------------------------------------------------
Post by Chr. Maercker
Die Langlebigkeit der Produkte war andererseits eine Ursache, dass sie
technisch veraltet waren, leider.
Auch absoluter Nonsens, die Produkte "altern" beim Kunden d.h. der Kunde
behält die Maschine nur solange wie sie ihm Nutzen bringt

BU.
Gunter Kühne
2018-08-09 12:52:02 UTC
Permalink
Post by Chr. Maercker
[Wieviele DDR-Produkte waren wirklich weltmarktfähig?]
Post by Peter Veith
Keine Ahnung.
 vielleicht 40 oder 50 %
Da würde ich weit weniger schätzen. Wobei das kein Kriterium dafür ist,
wie gut die Produkte waren, fast im Gegenteil. Eher schon Kriterium für
den Stand der DDR-Technik.
Post by Peter Veith
Warum sind sie dann gekauft worden.??
Warum z.B. schwärmen heute noch Südamerikanische Staatsbahnen von ihren
Dieselloks aus Henningsdorf.
Weil sie bedeutend länger halten als ihre chinesischen Nachfolger? :-)
Post by Peter Veith
Welches land baut nur Produkte die nur Welt-Marktfähigkeit sind und
wieviel Länder von den Ca 170 sind das??
Die Zahl weltmarktfähiger Produkte könnte durchaus zwischen sagen wir
1..80% schwanken. Hinzu kommt die Frage, wie Rohstoffe und
unverarbeitete landwirtschaftliche Produkte gezählt werden. Russland und
viele Entwicklungsländer kämen z.B. nur dann auf einen guten Wert, wenn
Post by Peter Veith
Es ist immer die Frage Was vergleiche ich mit Was.
FULL ACK - und das dürfte nicht ganz einfach werden mit dem Vergleich.
Post by Peter Veith
Post by Matthias Opatz
Daß viele Produkte, wenn möglich, solide produziert waren (und nicht
absichtlich auf Verschleiß), siehe anderer Thread, hatte übrigens
denselben Grund, wenn auch mit einer erfreulichen Wirkung.
Die Langlebigkeit der Produkte war andererseits eine Ursache, dass sie
technisch veraltet waren, leider.
Begründung??
Aber bitte Exakte Zahlen kein gelabere.
Wie gesagt ich war ja bis 2017 in Hessen.
Da habe ich in Firmen die angeblich sooo innovativ und neu sind, super
Verpackungsstrassen gesehen. Wurde als Super neu präsentiert.
Nach dem aufmachen von einigen Schaltschränken kam unten ein kleines
Typenschild ins Sichtfeld.
VEB Nagema Dresden :)
Alls Rückschrittlich ne ist klar :)
Tut mir leid ich habe da wahrscheinlich zu viel auf beiden Seiten
gesehen.So 100:0 wie einige das hier Darstellen ist das nicht.
Schade das man manchmal eben keine Namen nennen darf.
:(
( Es sei den man hat paar gute Anwälte und viel Kleingeld für
Abmahnungen in der Hinterhand.)
--
Kleinmut und Stolz, aus diesem Holz
Schuf der Mensch sich am sechsten Tag Gott.
(http://de.allreadable.com/d803Jttx)
Chr. Maercker
2018-08-09 14:24:32 UTC
Permalink
Gunter Kühne wrote:
[Langlebigkeit von Produkte ist andererseits leider eine Ursache, dass sie
technisch veralten]
 Begründung??
Schon von "moralischem Verschleiß" gehört, also Aussonderung von
Geräten, die eigentlich top funktionieren und nur deswegen rausfliegen,
weil es neuere gibt, die ein paar Gimmicks mehr bieten?
Aber bitte Exakte Zahlen kein gelabere.
Lässt es sich mit Zahlen unterlegen, wenn es heutzutage bewährte
Produkte nach wenigen Jahren einfach nicht mehr zu kaufen gibt?? Im
Konsumgüterbereich liegen wir inzwischen bei 2..10 Jahren, je nach
Produktkategorie.

In der DDR gab es solche Produkte gewöhnlich deswegen nicht, weil die
Nachfrage zu große war. Sie konnten indes grottenalt sein, ich sach nur,
Trabi.
Wie gesagt ich war ja bis 2017 in Hessen.
Da habe ich in Firmen die angeblich sooo innovativ und neu sind, super
Verpackungsstrassen gesehen. Wurde als Super neu präsentiert.
Nach dem aufmachen von einigen Schaltschränken kam unten ein kleines
Typenschild ins Sichtfeld.
VEB Nagema Dresden :)
Wann gesehen und welches Baujahr?
Tut mir leid ich habe da wahrscheinlich zu viel auf beiden Seiten
gesehen.So 100:0 wie einige das hier Darstellen ist das nicht.
Es ist zudem nicht nur eine Frage, wo produziert wurde, sondern wann.
Der o.g. "moralische Verschleiß" hat sich in den letzten Jahrzehnten
enorm beschleunigt. Kapitalismus ist indes eine wichtige (wichtigste?)
Triebkraft für diese Entwicklung, der Realsoz. hat sie eher gebremst.
Dort wurde gekauft, egal wie alt.
--
CU Chr. Maercker.
Lars Gebauer
2018-08-09 14:46:46 UTC
Permalink
Post by Chr. Maercker
[Langlebigkeit von Produkte ist andererseits leider eine Ursache, dass sie
technisch veralten]
 Begründung??
Schon von "moralischem Verschleiß" gehört, also Aussonderung von
Geräten, die eigentlich top funktionieren und nur deswegen rausfliegen,
weil es neuere gibt, die ein paar Gimmicks mehr bieten?
Ja klar. Das betrifft hauptsächlich Konsumgüter.

Investitionsgüter sind da weniger bis gar nicht betroffen.
Post by Chr. Maercker
Lässt es sich mit Zahlen unterlegen, wenn es heutzutage bewährte
Produkte nach wenigen Jahren einfach nicht mehr zu kaufen gibt?? Im
Konsumgüterbereich liegen wir inzwischen bei 2..10 Jahren, je nach
Produktkategorie.
Ja und die Frage stellt sich, ob das wirklich eine sinnvolle
Entwicklung ist. Produktentwicklung geht (zu?) häufig einfach nur in
die Breite - anstatt wirkliche Innovationen hervorzubringen.

Für den Konsumenten ist das natürlich schön: Er hat immer eine
"Auswahl" zwischen pseudo-neuen Produkten - und sein Geld wird nicht
so alt. Er hat immer Gelegenheit, es loszuwerden. Was in der DDR ja
auch so ein Problem war.

Für den Produzenten wird damit ein stetiger Absatz gewährleistet. Was
diesen natürlich auch freut. Und seine shareholders.

Aber die Frage nach dem Sinn bleibt.
Post by Chr. Maercker
In der DDR gab es solche Produkte gewöhnlich deswegen nicht, weil die
Nachfrage zu große war.
Nö. Weil "zu wenig" produziert wurde.
Post by Chr. Maercker
Sie konnten indes grottenalt sein, ich sach nur, Trabi.
Das ist sowieso so ein Thema für sich. Damals wie heute, in West wie
in Ost.
Post by Chr. Maercker
Es ist zudem nicht nur eine Frage, wo produziert wurde, sondern wann.
Der o.g. "moralische Verschleiß" hat sich in den letzten Jahrzehnten
enorm beschleunigt.
Konsum- vs. Investitionsgüter.
Post by Chr. Maercker
Kapitalismus ist indes eine wichtige (wichtigste?)
Triebkraft für diese Entwicklung, der Realsoz. hat sie eher gebremst.
Es stellt sich wieder die Frage nach dem Sinn.
Post by Chr. Maercker
Dort wurde gekauft, egal wie alt.
Ja, weil Geld ausgegeben werden will.
Chr. Maercker
2018-08-10 06:11:45 UTC
Permalink
Post by Lars Gebauer
Ja klar. Das betrifft hauptsächlich Konsumgüter.
Investitionsgüter sind da weniger bis gar nicht betroffen.
Eines der heutigen Haupt-PM, Computer, sind sehr wohl betroffen. Frag
Deine Bank, wie oft die neue PCs/Terminals bekommen. Ich hatte schon um
1995 die Antwort: ca. alle 3..5 Jahre.
Post by Lars Gebauer
Post by Chr. Maercker
Lässt es sich mit Zahlen unterlegen, wenn es heutzutage bewährte
Produkte nach wenigen Jahren einfach nicht mehr zu kaufen gibt?? Im
Konsumgüterbereich liegen wir inzwischen bei 2..10 Jahren, je nach
Produktkategorie.
Ja und die Frage stellt sich, ob das wirklich eine sinnvolle
Entwicklung ist. Produktentwicklung geht (zu?) häufig einfach nur in
die Breite - anstatt wirkliche Innovationen hervorzubringen.
Wobei "Breite" noch zu definieren wäre. Schaut man sich viele
Produktkategorien an, stellt man fest, dass 99% der zugehörigen Produkte
derart ähnliche Eigenschaften haben, dass sie austauschbar sind.
Verlangt man nur wenig mehr, ist der "Markt" plötzlich leer.
Post by Lars Gebauer
Für den Konsumenten ist das natürlich schön: Er hat immer eine
"Auswahl" zwischen pseudo-neuen Produkten - und sein Geld wird nicht
so alt. Er hat immer Gelegenheit, es loszuwerden. Was in der DDR ja
auch so ein Problem war.
Versuche, es mit "Gebrauchswerterhöhung" zu lösen gab es. War schon die
"richtige" Richtung.
Post by Lars Gebauer
Für den Produzenten wird damit ein stetiger Absatz gewährleistet. Was
diesen natürlich auch freut. Und seine shareholders.
Klar. Nur die Natur nicht. Betriebswirte überblicken nur den eigenen
Laden, die Grenzen des Gesamtsystems raffen sie nicht. Deshalb glauben
sie z.B., es gäbe unendliches Wachstum.
Post by Lars Gebauer
Aber die Frage nach dem Sinn bleibt.
Die hat noch nie jemand endgültig und befriedigend beantworten können.
Post by Lars Gebauer
Post by Chr. Maercker
In der DDR gab es solche Produkte gewöhnlich deswegen nicht, weil die
Nachfrage zu große war.
Nö. Weil "zu wenig" produziert wurde.
Wo ist der Unterschied?
Post by Lars Gebauer
Post by Chr. Maercker
Es ist zudem nicht nur eine Frage, wo produziert wurde, sondern wann.
Der o.g. "moralische Verschleiß" hat sich in den letzten Jahrzehnten
enorm beschleunigt.
Konsum- vs. Investitionsgüter.
An Investitionsgütern geht das nicht völlig vorbei, dort geht es
bestenfalls etwas langsamer. Wahrscheinlich nur dann, wenn nicht so
riesige Stückzahlen dahinter stecken wie bei Konsumgütern.
Post by Lars Gebauer
Post by Chr. Maercker
Kapitalismus ist indes eine wichtige (wichtigste?)
Triebkraft für diese Entwicklung, der Realsoz. hat sie eher gebremst.
Es stellt sich wieder die Frage nach dem Sinn.
ACK, die Parteifunktionäre hätten schon in den 1970ern, als die
Warunungen von Club of Rome etc. öffentlich wurden, aus der Not eine
Tugend machen können. Das ging nur deswegen nicht mehr, weil sie das
Vertrauen längst verspielt hatten. Und wegen des großen Bruders
natürlich, der war erst gut zehn Jahre später so weit, zu spät.
--
CU Chr. Maercker.
Lars Gebauer
2018-08-10 06:33:45 UTC
Permalink
Post by Chr. Maercker
Post by Lars Gebauer
Investitionsgüter sind da weniger bis gar nicht betroffen.
Eines der heutigen Haupt-PM, Computer, sind sehr wohl betroffen. Frag
Deine Bank, wie oft die neue PCs/Terminals bekommen. Ich hatte schon um
1995 die Antwort: ca. alle 3..5 Jahre.
Ach PCs. Wie lange halten die Bitfräsen im Keller?

Bleistifte können auch Investitionsgüter sein. Dennoch sind sie kein
Maßstab.
Post by Chr. Maercker
Post by Lars Gebauer
Post by Chr. Maercker
Lässt es sich mit Zahlen unterlegen, wenn es heutzutage bewährte
Produkte nach wenigen Jahren einfach nicht mehr zu kaufen gibt?? Im
Konsumgüterbereich liegen wir inzwischen bei 2..10 Jahren, je nach
Produktkategorie.
Ja und die Frage stellt sich, ob das wirklich eine sinnvolle
Entwicklung ist. Produktentwicklung geht (zu?) häufig einfach nur in
die Breite - anstatt wirkliche Innovationen hervorzubringen.
Wobei "Breite" noch zu definieren wäre. Schaut man sich viele
Produktkategorien an, stellt man fest, dass 99% der zugehörigen Produkte
derart ähnliche Eigenschaften haben, dass sie austauschbar sind.
Genau das ist "Breite".

50 Waschmittel die behaupten, rein, reiner oder noch reiner zu
waschen.
Post by Chr. Maercker
Post by Lars Gebauer
Post by Chr. Maercker
In der DDR gab es solche Produkte gewöhnlich deswegen nicht, weil die
Nachfrage zu große war.
Nö. Weil "zu wenig" produziert wurde.
Wo ist der Unterschied?
Es gab solche Produkte. Es gab nur nicht "genug".
Post by Chr. Maercker
Post by Lars Gebauer
Post by Chr. Maercker
Kapitalismus ist indes eine wichtige (wichtigste?)
Triebkraft für diese Entwicklung, der Realsoz. hat sie eher gebremst.
Es stellt sich wieder die Frage nach dem Sinn.
ACK, die Parteifunktionäre hätten schon in den 1970ern, als die
Warunungen von Club of Rome etc. öffentlich wurden, aus der Not eine
Tugend machen können.
Gütiger Himmel! Wir schreiben 2018. Da sollte man den Quatsch wirklich
nicht mehr ernst nehmen.
Gunter Kühne
2018-08-09 16:14:18 UTC
Permalink
Post by Chr. Maercker
[Langlebigkeit von Produkte ist andererseits leider eine Ursache, dass sie
technisch veralten]
 Begründung??
Schon von "moralischem Verschleiß" gehört, also Aussonderung von
Geräten, die eigentlich top funktionieren und nur deswegen rausfliegen,
weil es neuere gibt, die ein paar Gimmicks mehr bieten?
Aber bitte Exakte Zahlen kein gelabere.
Lässt es sich mit Zahlen unterlegen, wenn es heutzutage bewährte
Produkte nach wenigen Jahren einfach nicht mehr zu kaufen gibt?? Im
Konsumgüterbereich liegen wir inzwischen bei 2..10 Jahren, je nach
Produktkategorie.
In der DDR gab es solche Produkte gewöhnlich deswegen nicht, weil die
Nachfrage zu große war. Sie konnten indes grottenalt sein, ich sach nur,
Trabi.
Wie gesagt ich war ja bis 2017 in Hessen.
Da habe ich in Firmen die angeblich sooo innovativ und neu sind, super
Verpackungsstrassen gesehen. Wurde als Super neu präsentiert.
Nach dem aufmachen von einigen Schaltschränken kam unten ein kleines
Typenschild ins Sichtfeld.
VEB Nagema Dresden :)
Wann gesehen und welches Baujahr?
2012 in Hessen.
Elektroni von denen Nachgerüstet.
Das war mit vielen Dingen so.
Eure ( deine ) Argumente beziehen sich immer nur auf Konsumgüter.
Die sind aber nur ein kleiner Teil der Wirtschaft.
Dazu zählen eben auch ganze Industriewerke. Hydraulik Maschinenbau
komplette Giesereien. Hat z.B. die DDR in Größenordnungen Exportiert..
Werkzeugmaschinenbau.( jajaich weiß mechanisch aus Chemnitz Steuerung
dann illegal von Deckel drangepappt.)

Bis 2017 noch viel im Westen gesehen.
Selbst bei Größen wie Grob oder Mercedes :)
Terosonb Heidelberg hatte 2008 noch Abfüllanlagen von Nagema Dresden.
Steuerung aber Nachgerüstet. Die Hydraulik hat mein damaliger Chef (
nee ich ) umgebaut.
Motoren.
Alles mist in der DDR ich weiß die Motorenserie von Thum wird heute
noch so gebaut und in Massen verkauft.
Steht schön EMW immer noch drauf.
Ist aber heute GmbH nicht mehr VEB.
Oder kaufe die Supermodernen Motoren von AC-Motoren GmbH.
Kommen aus China und werden auf alten DDR Anlagen gebaut heute noch.
sogar die Formen für die Gehäuse sind noch fast Original.
Kann ja sein das das nicht alles Weltspitze ist. wen kümmert das, den
Hauptsache es lässt sich Verkaufen.Und das möglichst gut.

manchmal habe ich den eindruck hier diskutieren nur Schreibtischtäter
die die Industriewelt da draußen noch nie gesehen haben.( nicht nur
durchlaufen sich eben auch mal mit der Technik beschäftigen.)
So ich höre jetzt auf sonst haue ich mich und meinen Chef noch in die
Pfanne offiziell sind wir ein super innovatives Unternehmen nach den
neusten stand der Technik.



gk
--
Kleinmut und Stolz, aus diesem Holz
Schuf der Mensch sich am sechsten Tag Gott.
(http://de.allreadable.com/d803Jttx)
René Marquardt
2018-08-09 16:32:41 UTC
Permalink
Post by Gunter Kühne
Oder kaufe die Supermodernen Motoren von AC-Motoren GmbH.
Kommen aus China und werden auf alten DDR Anlagen gebaut heute noch.
sogar die Formen für die Gehäuse sind noch fast Original.
Kann ja sein das das nicht alles Weltspitze ist. wen kümmert das, den
Hauptsache es lässt sich Verkaufen.Und das möglichst gut.
Wo du ich gerade ohnehin schon thematisch ins ferne Asien begeben hast,
wollen wir dieses nicht unerwaehnt lassen:

https://de.wikipedia.org/wiki/Kaffeekrise_in_der_DDR#Einfluss_auf_die_Kaffeeproduktion_in_Vietnam
Gunter Kühne
2018-08-09 16:54:03 UTC
Permalink
Post by René Marquardt
Post by Gunter Kühne
Oder kaufe die Supermodernen Motoren von AC-Motoren GmbH.
Kommen aus China und werden auf alten DDR Anlagen gebaut heute noch.
sogar die Formen für die Gehäuse sind noch fast Original.
Kann ja sein das das nicht alles Weltspitze ist. wen kümmert das, den
Hauptsache es lässt sich Verkaufen.Und das möglichst gut.
Wo du ich gerade ohnehin schon thematisch ins ferne Asien begeben hast,
https://de.wikipedia.org/wiki/Kaffeekrise_in_der_DDR#Einfluss_auf_die_Kaffeeproduktion_in_Vietnam
Ok ist bekannt. Tschibo muss sich da ne goldene Nase verdient haben.
( Lt Treuhand Protokollen haben die je die DDR Rechte für ein paar
tausend DM da erworben.)
--
Kleinmut und Stolz, aus diesem Holz
Schuf der Mensch sich am sechsten Tag Gott.
(http://de.allreadable.com/d803Jttx)
Bernd Ullrich
2018-08-09 16:44:53 UTC
Permalink
Post by Gunter Kühne
Post by Chr. Maercker
[Langlebigkeit von Produkte ist andererseits leider eine Ursache, dass sie
technisch veralten]
  Begründung??
Schon von "moralischem Verschleiß" gehört, also Aussonderung von
Geräten, die eigentlich top funktionieren und nur deswegen rausfliegen,
weil es neuere gibt, die ein paar Gimmicks mehr bieten?
Aber bitte Exakte Zahlen kein gelabere.
Lässt es sich mit Zahlen unterlegen, wenn es heutzutage bewährte
Produkte nach wenigen Jahren einfach nicht mehr zu kaufen gibt?? Im
Konsumgüterbereich liegen wir inzwischen bei 2..10 Jahren, je nach
Produktkategorie.
In der DDR gab es solche Produkte gewöhnlich deswegen nicht, weil die
Nachfrage zu große war. Sie konnten indes grottenalt sein, ich sach nur,
Trabi.
Wie gesagt ich war ja bis 2017 in Hessen.
Da habe ich in Firmen die angeblich sooo innovativ und neu sind, super
Verpackungsstrassen gesehen. Wurde als Super neu präsentiert.
Nach dem aufmachen von einigen Schaltschränken kam unten ein kleines
Typenschild ins Sichtfeld.
VEB Nagema Dresden :)
Wann gesehen und welches Baujahr?
2012 in Hessen.
Elektroni von denen Nachgerüstet.
Das war mit vielen Dingen so.
Eure ( deine ) Argumente beziehen sich immer nur auf Konsumgüter.
Die sind aber nur ein kleiner Teil der Wirtschaft.
Dazu zählen eben auch ganze Industriewerke. Hydraulik Maschinenbau
komplette Giesereien. Hat z.B. die DDR in Größenordnungen Exportiert..
Werkzeugmaschinenbau.
( jajaich weiß mechanisch aus Chemnitz Steuerung
Post by Gunter Kühne
dann illegal von Deckel drangepappt.)
Oder legal schon bei der Herstellung in der DDR nach Kundenwunsch bei
Erstinbetriebnahme:

Siemens
Haidenhain
Phillips
und andere

alles selber in der Bude gesehen...
Post by Gunter Kühne
Bis 2017 noch viel im Westen gesehen.
Selbst bei Größen wie Grob oder Mercedes :)
Terosonb Heidelberg hatte 2008 noch Abfüllanlagen von Nagema Dresden.
Steuerung aber  Nachgerüstet. Die Hydraulik hat mein damaliger Chef (
nee ich ) umgebaut.
Motoren.
Alles mist in der DDR ich weiß die  Motorenserie von Thum wird heute
noch so gebaut und in Massen verkauft.
Steht schön EMW immer noch drauf.
Ist aber heute GmbH nicht mehr VEB.
Oder kaufe die Supermodernen Motoren von AC-Motoren GmbH.
Kommen aus China und werden auf alten DDR Anlagen gebaut heute noch.
sogar die Formen für die Gehäuse sind noch fast Original.
Kann ja sein das das nicht alles Weltspitze ist. wen kümmert das, den
Hauptsache es lässt sich Verkaufen.Und das möglichst gut.
------------------------------------------------------
Post by Gunter Kühne
manchmal habe ich den eindruck hier diskutieren nur Schreibtischtäter
die die Industriewelt da draußen noch nie gesehen haben.( nicht nur
durchlaufen sich eben auch mal mit der Technik beschäftigen.)
So ich höre jetzt auf sonst haue ich mich und meinen Chef noch in die
Pfanne offiziell sind wir ein super innovatives Unternehmen nach den
neusten stand der Technik.
Der NixMerker ist auf dem Stand der Fahrradtechnik festgebrannt...
Chr. Maercker
2018-08-10 06:27:24 UTC
Permalink
Post by Gunter Kühne
2012 in Hessen.
Elektroni von denen Nachgerüstet.
Aha, ein wichtiges Teil, die Steuerung, also nicht mehr original.
Post by Gunter Kühne
Das war mit vielen Dingen so.
Eure ( deine ) Argumente beziehen sich immer nur auf Konsumgüter.
Nicht ganz: PC sind in dieser Hinsicht z.B. dual use und werden in der
Wirtschaft schneller zu Alteisen als viele Home-PCs. Für das ganze
Zeugs, was gerade unter dem Decknamen IoT über uns dreinschwappt, dürfte
es ebenso zutreffen.
Post by Gunter Kühne
Die sind aber nur ein kleiner Teil der Wirtschaft.
Allerdings der mit den höchsten Stückzahlen.
Post by Gunter Kühne
Dazu zählen eben auch ganze Industriewerke. Hydraulik Maschinenbau
komplette Giesereien. Hat z.B. die DDR in Größenordnungen Exportiert..
Werkzeugmaschinenbau.( jajaich weiß mechanisch aus Chemnitz Steuerung
dann illegal von Deckel drangepappt.)
Bis 2017 noch viel im Westen gesehen.
Selbst bei Größen wie Grob oder Mercedes :)
Terosonb Heidelberg hatte 2008 noch Abfüllanlagen von Nagema Dresden.
Steuerung aber  Nachgerüstet. Die Hydraulik hat mein damaliger Chef (
nee ich ) umgebaut.
Motoren.
Alles mist in der DDR ich weiß die  Motorenserie von Thum wird heute
noch so gebaut und in Massen verkauft.
Steht schön EMW immer noch drauf.
Ist aber heute GmbH nicht mehr VEB.
Oder kaufe die Supermodernen Motoren von AC-Motoren GmbH.
Kommen aus China und werden auf alten DDR Anlagen gebaut heute noch.
Übliche China-"Qualität" oder sind die ausnahmsweise besser?
Post by Gunter Kühne
sogar die Formen für die Gehäuse sind noch fast Original.
Kann ja sein das das nicht alles Weltspitze ist. wen kümmert das, den
Hauptsache es lässt sich Verkaufen.Und das möglichst gut.
manchmal habe ich den eindruck hier diskutieren nur Schreibtischtäter
die die Industriewelt da draußen noch nie gesehen haben.( nicht nur
durchlaufen sich eben auch mal mit der Technik beschäftigen.)
Ja gut, das ist nicht jedem vergönnt. Fertigungsanlagen werden
gelegentlich im TV gezeigt, allen voran KiKa ;-). Was da an Robotern,
automatischen Fertigungsstraßen, ... zu sehen ist, habe ich in der DDR
nicht annähernd zu Gesicht bekommen. Weder in der
Elektro/Elektronikbranche noch in der Chemie noch im Maschinenbau. Ich
spreche jetzt nicht nur von aktuellen Sendungen, sondern etwa ab Mitte
1980er.
Post by Gunter Kühne
So ich höre jetzt auf sonst haue ich mich und meinen Chef noch in die
Pfanne offiziell sind wir ein super innovatives Unternehmen nach den
neusten stand der Technik.
Also so was wie im Fernsehen. Die Mondlandungen wurden wohl wirklich in
der Wüste von Nevada gefilmt. ;-)
--
CU Chr. Maercker.

RADWEGE sind TOD-SICHER! Schlaue Füchse fahren Fahrbahn.
Lars Gebauer
2018-08-10 12:05:15 UTC
Permalink
Post by Chr. Maercker
Post by Gunter Kühne
Die sind aber nur ein kleiner Teil der Wirtschaft.
Allerdings der mit den höchsten Stückzahlen.
Als ob die interessant wären.
Post by Chr. Maercker
Post by Gunter Kühne
manchmal habe ich den eindruck hier diskutieren nur Schreibtischtäter
die die Industriewelt da draußen noch nie gesehen haben.( nicht nur
durchlaufen sich eben auch mal mit der Technik beschäftigen.)
Ja gut, das ist nicht jedem vergönnt. Fertigungsanlagen werden
gelegentlich im TV gezeigt, allen voran KiKa ;-). Was da an Robotern,
automatischen Fertigungsstraßen, ... zu sehen ist, habe ich in der DDR
nicht annähernd zu Gesicht bekommen.
DDR ist ja auch bald 30 Jahre her.
Post by Chr. Maercker
Weder in der
Elektro/Elektronikbranche noch in der Chemie noch im Maschinenbau. Ich
spreche jetzt nicht nur von aktuellen Sendungen, sondern etwa ab Mitte
1980er.
Mitte der 80er kaufte das MEGU Leipzig Robotertechnik aus Italien. Die
hatten sogar schon das, was heute als "künstliche Intelligenz" vertickt
wird.

Rausgeschmissenes Geld.
Wolf gang P u f f e
2018-08-20 11:04:38 UTC
Permalink
Post by Gunter Kühne
Post by Chr. Maercker
[Langlebigkeit von Produkte ist andererseits leider eine Ursache, dass sie
technisch veralten]
Post by Gunter Kühne
Begründung??
Schon von "moralischem Verschleiß" gehört, also Aussonderung von
Geräten, die eigentlich top funktionieren und nur deswegen rausfliegen,
weil es neuere gibt, die ein paar Gimmicks mehr bieten?
Post by Gunter Kühne
Aber bitte Exakte Zahlen kein gelabere.
Lässt es sich mit Zahlen unterlegen, wenn es heutzutage bewährte
Produkte nach wenigen Jahren einfach nicht mehr zu kaufen gibt?? Im
Konsumgüterbereich liegen wir inzwischen bei 2..10 Jahren, je nach
Produktkategorie.
In der DDR gab es solche Produkte gewöhnlich deswegen nicht, weil die
Nachfrage zu große war. Sie konnten indes grottenalt sein, ich sach nur,
Trabi.
Post by Gunter Kühne
Wie gesagt ich war ja bis 2017 in Hessen.
Da habe ich in Firmen die angeblich sooo innovativ und neu sind, super
Verpackungsstrassen gesehen. Wurde als Super neu präsentiert.
Nach dem aufmachen von einigen Schaltschränken kam unten ein kleines
Typenschild ins Sichtfeld.
VEB Nagema Dresden :)
http://www.kombinat-nagema.de/Geschichte/body_geschichte.html
Zitat:
"NAGEMA avanciert Mitte der achtziger Jahre zu einem der
aussenwirtschaftlich rentabelsten DDR-Betriebe. Mit einer
Aussenhandelsrentabilität gegenüber Betriebspreis von 1,83 steht das
Kombinat ganz vorn."
Post by Gunter Kühne
Post by Chr. Maercker
Wann gesehen und welches Baujahr?
2012 in Hessen.
Elektroni von denen Nachgerüstet.
Das war mit vielen Dingen so.
Eure ( deine ) Argumente beziehen sich immer nur auf Konsumgüter.
Die sind aber nur ein kleiner Teil der Wirtschaft.
Dazu zählen eben auch ganze Industriewerke. Hydraulik Maschinenbau
komplette Giesereien. Hat z.B. die DDR in Größenordnungen Exportiert..
Werkzeugmaschinenbau.( jajaich weiß mechanisch aus Chemnitz Steuerung
dann illegal von Deckel drangepappt.)
Interessant, da du Deckel (Friedrich Deckel AG) erwähnst.
Ich selbst habe ca. 2008 in einer Steuerung einer Deckel-Anlage, die
ca. 10 Jahre alt gewesen sein muss, DDR-Elektronik aus dem HFO in Form
von Magnetsensoren entdeckt.
Die gleichen Sensor-ICs, die auch bei "unserem" Exportschlager, dem
Schachcomputer ChessMaster, im Spielfeld eingesetzt wurden.
Siehe "CM": https://de.wikipedia.org/wiki/Schachcomputer_in_der_DDR
Wenn also noch 6 Jahre nach der Wende Bauteile aus DDR-Beständen
verbaut(!) wurden, scheinen die Exporte recht umfangreich gewesen zu
sein.
Wie lange wurden eigentlich ICs mit dem HFO-Logo nach der Wende weiter
produziert?

W.
Martin Ebert
2018-08-20 22:15:33 UTC
Permalink
Post by Wolf gang P u f f e
http://www.kombinat-nagema.de/Geschichte/body_geschichte.html
"NAGEMA avanciert Mitte der achtziger Jahre zu einem der aussenwirtschaftlich rentabelsten DDR-Betriebe. Mit einer Aussenhandelsrentabilität gegenüber Betriebspreis von 1,83 steht das Kombinat ganz vorn."
Nun wäre nur noch zu klären, wie dieser "Betriebspreis" entstand:
Wenn der ausgewürfelt wurde, dann ist die obige Behauptung irrelevant.

Von Interesse sind allein die Herstellungskosten.

Mt
Gunter Kühne
2018-08-21 09:18:33 UTC
Permalink
Post by Martin Ebert
Post by Wolf gang P u f f e
http://www.kombinat-nagema.de/Geschichte/body_geschichte.html
"NAGEMA avanciert Mitte der achtziger Jahre zu einem der aussenwirtschaftlich rentabelsten DDR-Betriebe. Mit einer Aussenhandelsrentabilität gegenüber Betriebspreis von 1,83 steht das Kombinat ganz vorn."
Wenn der ausgewürfelt wurde, dann ist die obige Behauptung irrelevant.
Von Interesse sind allein die Herstellungskosten.
Mt
Oh jetzt staun ich aber.
Warscheinlich ist die Bewertung nach TGL gemeint.
Was anderes ist kaum vorstellbar.
Sozusagen der Quotient aus eingebrachter DDR Mark zum Gewinn in DM.
Zumindest wurde das so gelehrt.
--
Kleinmut und Stolz, aus diesem Holz
Schuf der Mensch sich am sechsten Tag Gott.
(http://de.allreadable.com/d803Jttx)
Martin Ebert
2018-08-21 20:03:17 UTC
Permalink
Post by Gunter Kühne
Post by Martin Ebert
Post by Wolf gang P u f f e
http://www.kombinat-nagema.de/Geschichte/body_geschichte.html
"NAGEMA avanciert Mitte der achtziger Jahre zu einem der aussenwirtschaftlich rentabelsten DDR-Betriebe. Mit einer Aussenhandelsrentabilität gegenüber Betriebspreis von 1,83 steht das Kombinat ganz vorn."
Wenn der ausgewürfelt wurde, dann ist die obige Behauptung irrelevant.
Von Interesse sind allein die Herstellungskosten.
Oh jetzt staun ich aber.
Warscheinlich ist die Bewertung nach TGL gemeint.
Was anderes ist kaum vorstellbar.
Sozusagen der Quotient aus eingebrachter DDR Mark zum Gewinn in DM.
Zumindest wurde das so gelehrt.
Ich darf daran erinnern, dass der Industrieabgabepreis und auch der EVP
ziemlich wenig mit den Herstellungskosten zu tun hatten.

Mt
Knut Ochdorf
2018-08-21 20:09:01 UTC
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Post by Martin Ebert
Ich darf daran erinnern, dass der Industrieabgabepreis und auch der EVP
ziemlich wenig mit den Herstellungskosten zu tun hatten.
Verwechselst Du jetzt IAP und GHP? Die Industrieabgabepreise wurden ja
immer mal geändert und an die tatsächlichen Aufwendungen angepaßt.

Knut
Martin Ebert
2018-08-21 20:16:49 UTC
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Post by Knut Ochdorf
Post by Martin Ebert
Ich darf daran erinnern, dass der Industrieabgabepreis und auch der
EVP ziemlich wenig mit den Herstellungskosten zu tun hatten.
Verwechselst Du jetzt IAP und GHP? Die Industrieabgabepreise wurden
ja immer mal geändert und an die tatsächlichen Aufwendungen
angepaßt.
Ich verwechsle nichts, siehe auch:
<https://books.google.de/books?id=moqSAgAAQBAJ&pg=PA124&lpg=PA124&dq=industrieabgabepreis+ddr&source=bl&ots=pFuWuHTiIm&sig=Es2O3NPBh-tH8wya1uxXvf5_EfI&hl=de&sa=X&ved=2ahUKEwixqOnm-v7cAhWdF8AKHeThBnQQ6AEwAHoECAAQAQ#v=onepage&q=industrieabgabepreis%20ddr&f=false>

Mt
Gunter Kühne
2018-08-22 05:01:27 UTC
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Post by Martin Ebert
Post by Knut Ochdorf
Post by Martin Ebert
Ich darf daran erinnern, dass der Industrieabgabepreis und auch der
EVP ziemlich wenig mit den Herstellungskosten zu tun hatten.
Verwechselst Du jetzt IAP und GHP? Die Industrieabgabepreise wurden
ja immer mal geändert und an die tatsächlichen Aufwendungen
angepaßt.
<https://books.google.de/books?id=moqSAgAAQBAJ&pg=PA124&lpg=PA124&dq=industrieabgabepreis+ddr&source=bl&ots=pFuWuHTiIm&sig=Es2O3NPBh-tH8wya1uxXvf5_EfI&hl=de&sa=X&ved=2ahUKEwixqOnm-v7cAhWdF8AKHeThBnQQ6AEwAHoECAAQAQ#v=onepage&q=industrieabgabepreis%20ddr&f=false>
Mt
Nur mal reingelesen.
Kommt mir vor wie eine Interpretation der Sieger.
Es entspricht nicht den Erklärungen der TGL und nicht den gelehrten
Wissen was uns beigebracht wurde.
Es ist fast alles, im Nachhinein interpretiertes.
Oder anders,
Immer schön die Zeitlinie beachten.(vor 1990 )
--
Kleinmut und Stolz, aus diesem Holz
Schuf der Mensch sich am sechsten Tag Gott.
(http://de.allreadable.com/d803Jttx)
Wilhelm Ernst
2018-08-22 18:35:55 UTC
Permalink
Post by Martin Ebert
Post by Knut Ochdorf
Post by Martin Ebert
Ich darf daran erinnern, dass der Industrieabgabepreis und auch der
EVP ziemlich wenig mit den Herstellungskosten zu tun hatten.
Verwechselst Du jetzt IAP und GHP? Die Industrieabgabepreise wurden
ja immer mal geändert und an die tatsächlichen Aufwendungen
angepaßt.
<https://books.google.de/books?id=moqSAgAAQBAJ&pg=PA124&lpg=PA124&dq=industrieabgabepreis+ddr&source=bl&ots=pFuWuHTiIm&sig=Es2O3NPBh-tH8wya1uxXvf5_EfI&hl=de&sa=X&ved=2ahUKEwixqOnm-v7cAhWdF8AKHeThBnQQ6AEwAHoECAAQAQ#v=onepage&q=industrieabgabepreis%20ddr&f=false>
Mt
Nun ja, diese Quelle ist wohl nicht seriös zu diesem Thema.
Aber wenn es dich beruhigt:
Exportrentabilität wurde aus dem Verhältnis BP (Betriebspreis = ungefähr
Selbstkosten + normativer Gewinn) zu Valutaerlös berechnet. Damit
entfiel die notwendige Produktionsfondsabgabe in dieser Rechnung.
Ja, weshalb sollte ein Maschinen- und Anlagenbauer im NSW-Export keine
Rentabilität > 1 erzielen können? Ich denke, das war recht häufig der
Fall.
Willi
Die Kategorie "Herstellungskosten" war m.W. in der BWL nicht normiert.
IAP ./. Fondsabgaben und ähnlichesIAP (Industrieabgabepreis) berechnet.
Dieser lag auch der Leistungskennziffer IWP (Industrielle
Warenproduktion) zugrunde.
Martin Ebert
2018-08-22 19:14:11 UTC
Permalink
Post by Martin Ebert
Post by Knut Ochdorf
Post by Martin Ebert
Ich darf daran erinnern, dass der Industrieabgabepreis und
auch der EVP ziemlich wenig mit den Herstellungskosten zu tun
hatten.
Verwechselst Du jetzt IAP und GHP? Die Industrieabgabepreise
wurden ja immer mal geändert und an die tatsächlichen
Aufwendungen angepaßt.
<https://books.google.de/books?id=moqSAgAAQBAJ&pg=PA124&lpg=PA124&dq=industrieabgabepreis+ddr&source=bl&ots=pFuWuHTiIm&sig=Es2O3NPBh-tH8wya1uxXvf5_EfI&hl=de&sa=X&ved=2ahUKEwixqOnm-v7cAhWdF8AKHeThBnQQ6AEwAHoECAAQAQ#v=onepage&q=industrieabgabepreis%20ddr&f=false>
Nun ja, diese Quelle ist wohl nicht seriös zu diesem Thema.

Die einen sagen so, die anderen so.
Aber wenn es dich beruhigt: Exportrentabilität wurde aus dem
Verhältnis BP (Betriebspreis = ungefähr Selbstkosten + normativer
Gewinn) zu Valutaerlös berechnet.
Wie halten wir es mit Aabschreibungen? Und wie mit den
allgemeinen Kosten (Verwaltung, Betriebskindergarten usw)?
Damit entfiel die notwendige Produktionsfondsabgabe in dieser
Rechnung.
Aha.
Mit was ist das denn vergleichbar?
Ja, weshalb sollte ein Maschinen- und Anlagenbauer im NSW-Export
keine Rentabilität > 1 erzielen können?
Klar ging das.
Ich denke, das war recht häufig der Fall.
Wenn dem so gewesen wäre, wären diese Buden wie geschnitten
Brot von der Treuhand weggegangen. Aber - war nicht.
Willi Die Kategorie "Herstellungskosten" war m.W. in der BWL nicht
normiert. IAP ./. Fondsabgaben und ähnlichesIAP
(Industrieabgabepreis) berechnet. Dieser lag auch der
Leistungskennziffer IWP (Industrielle Warenproduktion) zugrunde.
Mir ist schon klar, das alle Vergleiche etwas wackeln. Spätestens
bei der Rolle der DDR-Mark in Bezug auf echte Währung. Und das
sah man dann ab 1990 sehr schön - bzw. unschön.

Mt
Bernd Ullrich
2018-08-22 21:17:27 UTC
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Post by Wilhelm Ernst
Post by Martin Ebert
Post by Knut Ochdorf
Post by Martin Ebert
Ich darf daran erinnern, dass der Industrieabgabepreis und
auch der EVP ziemlich wenig mit den Herstellungskosten zu tun
hatten.
Verwechselst Du jetzt IAP und GHP? Die Industrieabgabepreise
wurden ja immer mal geändert und an die tatsächlichen
Aufwendungen angepaßt.
<https://books.google.de/books?id=moqSAgAAQBAJ&pg=PA124&lpg=PA124&dq=industrieabgabepreis+ddr&source=bl&ots=pFuWuHTiIm&sig=Es2O3NPBh-tH8wya1uxXvf5_EfI&hl=de&sa=X&ved=2ahUKEwixqOnm-v7cAhWdF8AKHeThBnQQ6AEwAHoECAAQAQ#v=onepage&q=industrieabgabepreis%20ddr&f=false>
Nun ja, diese Quelle ist wohl nicht seriös zu diesem Thema.
Die einen sagen so, die anderen so.
Aber wenn es dich beruhigt: Exportrentabilität wurde aus dem
Verhältnis BP (Betriebspreis = ungefähr Selbstkosten + normativer
Gewinn) zu Valutaerlös berechnet.
Wie halten wir es mit Aabschreibungen? Und wie mit den
allgemeinen Kosten (Verwaltung, Betriebskindergarten usw)?
Damit entfiel die notwendige Produktionsfondsabgabe in dieser
Rechnung.
Aha.
Mit was ist das denn vergleichbar?
Ja, weshalb sollte ein Maschinen- und Anlagenbauer im NSW-Export
keine Rentabilität > 1 erzielen können?
Klar ging das.
Ich denke, das war recht häufig der Fall.
--------------------------------------------------------
Post by Wilhelm Ernst
Wenn dem so gewesen wäre, wären diese Buden wie geschnitten
Brot von der Treuhand weggegangen. Aber - war nicht.
Dein Denkfehler wie immer ebend, selbt die nur _mögliche_ Konkurrenz
musste durch die Besrwessis mit Hilfe der "Treuhand" ausgeschaltet
werden. Weiter nix...

BU
Jörg Knebel
2018-08-22 23:25:30 UTC
Permalink
Post by Bernd Ullrich
Dein Denkfehler wie immer ebend, selbt die nur _mögliche_ Konkurrenz
musste durch die Besrwessis mit Hilfe der "Treuhand" ausgeschaltet
werden. Weiter nix...
Und wenn Du es diesem merkbefreiten und lernressistenten Vogel noch 100
mal sagen würdest begreift er es doch nicht - Perlen vor die Säue halt.

Cheers
Ronald Konschak
2018-08-22 17:44:50 UTC
Permalink
Post by Knut Ochdorf
Post by Martin Ebert
Ich darf daran erinnern, dass der Industrieabgabepreis und auch der EVP
ziemlich wenig mit den Herstellungskosten zu tun hatten.
Verwechselst Du jetzt IAP und GHP? Die Industrieabgabepreise wurden ja
immer mal geändert und an die tatsächlichen Aufwendungen angepaßt.
Es ging ihm gar nicht um die Sache, er wollte nur in Abrede stellen,
dass ein DDR-Betrieb Gewinne erwirtschaftet haben könnte. Sein
Gebiet ist die Ideologie, nicht die Ökonomie.

Ronald.
--
There are two kinds of conservative voters, the millionaires and the
misguided ones. To find out which one you are, look in your wallet.
Martin Ebert
2018-08-22 19:16:22 UTC
Permalink
Post by Ronald Konschak
Post by Knut Ochdorf
Post by Martin Ebert
Ich darf daran erinnern, dass der Industrieabgabepreis und auch der EVP
ziemlich wenig mit den Herstellungskosten zu tun hatten.
Verwechselst Du jetzt IAP und GHP? Die Industrieabgabepreise wurden ja
immer mal geändert und an die tatsächlichen Aufwendungen angepaßt.
Es ging ihm gar nicht um die Sache, er wollte nur in Abrede stellen,
dass ein DDR-Betrieb Gewinne erwirtschaftet haben könnte. Sein
Gebiet ist die Ideologie, nicht die Ökonomie.
Bei Ideologie meldet sich ja grad der Richtige.

Nimm die DDR-Taschenrechner. Oder DDR-Elektrotechnik und -Elektronik,
die bei Quelle, Neckermann usw. verkauft wurde. Oder Textilien: Du
glaubst doch selbst nicht, dass das rentabel sein konnte.

Mt
Lars Gebauer
2018-08-23 07:08:03 UTC
Permalink
Post by Martin Ebert
Nimm die DDR-Taschenrechner. Oder DDR-Elektrotechnik und -Elektronik,
die bei Quelle, Neckermann usw. verkauft wurde. Oder Textilien: Du
glaubst doch selbst nicht, dass das rentabel sein konnte.
Und wieso nicht? - Mit den Dingern wurden Devisen erwirtschaftet. Die
mit diesen Devisen gekauften Güter waren offensichtlich mehr wert, als
die verkauften Geräte.

Andernfalls gäbe es überhaupt keinen Grund für diesen Handel.
Chr. Maercker
2018-08-23 10:08:19 UTC
Permalink
Post by Lars Gebauer
Und wieso nicht? - Mit den Dingern wurden Devisen erwirtschaftet.
Auch mit > 60.000,- M teuren 8bit-Bürocomputern der Marke raubotron?
Kann ich dazu mal die Kalkulatzion einsehen?
Nur ein Beispiel, zu welchen Preisen Industrieelektronik in der DDR
gehandelt wurde. Und ich nehme stark an, raubotron hatte nicht etwa
50.000,- M Reingewinn pro verkauftem BC. Das waren ja keine Konsumgüter
mit "Gebrauchswerterhöhung", für die beinahe beliebig hohe Summen
verlangt werden konnten, sondern Technik, die in Betrieben verwendet wurde.
Falls die im NSW Abnehmer fanden: zu welchen Preisen und bei welchem
Devisenkurs?
--
CU Chr. Maercker.
Lars Gebauer
2018-08-23 10:16:18 UTC
Permalink
Post by Chr. Maercker
Post by Lars Gebauer
Und wieso nicht? - Mit den Dingern wurden Devisen erwirtschaftet.
Auch mit > 60.000,- M teuren 8bit-Bürocomputern der Marke raubotron?
Wenn diese gegen Devisen verkauft wurden: Natürlich.
Chr. Maercker
2018-08-23 13:59:33 UTC
Permalink
Post by Lars Gebauer
Post by Chr. Maercker
Auch mit > 60.000,- M teuren 8bit-Bürocomputern der Marke raubotron?
Wenn diese gegen Devisen verkauft wurden: Natürlich.
Bei einem Kurs DM/M von 1:5 hätten die Dinger für gut 6.000,- DM
angeboten werden müssen. Mitte 1980er wäre das für 8Bit-Technik schon
recht teuer gewesen. Noch niedrigere DM-Preise wären wohl kaum noch
rentabel zu nennen.
--
CU Chr. Maercker.

RADWEGE sind TOD-SICHER! Schlaue Füchse fahren Fahrbahn.
Lars Gebauer
2018-08-23 15:04:47 UTC
Permalink
Post by Chr. Maercker
Post by Lars Gebauer
Post by Chr. Maercker
Auch mit > 60.000,- M teuren 8bit-Bürocomputern der Marke raubotron?
Wenn diese gegen Devisen verkauft wurden: Natürlich.
Bei einem Kurs DM/M von 1:5 hätten die Dinger für gut 6.000,- DM
angeboten werden müssen. Mitte 1980er wäre das für 8Bit-Technik schon
recht teuer gewesen. Noch niedrigere DM-Preise wären wohl kaum noch
rentabel zu nennen.
Wieso nicht? - Du machst den Fehler, Rentabilität über irgendeinen Preis
zu definieren. Dem ist aber fast nie so. Die Frage ist immer, was mir
das wert ist, was ich für den Verkaufserlös bekommen kann.

(monetary vs. real terms) Auch der "moderne" Handel ist nichts weiter
als ein schnödes Tauschgeschäft.
Chr. Maercker
2018-08-23 15:24:17 UTC
Permalink
Post by Lars Gebauer
Wieso nicht? - Du machst den Fehler, Rentabilität über irgendeinen Preis
zu definieren. Dem ist aber fast nie so. Die Frage ist immer, was mir
das wert ist, was ich für den Verkaufserlös bekommen kann.
Wenn der Herstellungsaufwand für ein Produkt nicht reinkommt, isses
unrentabel. Sogar dann, wenn es sich um heißbegehrte Westprodukte
handelt. Gehe ich recht in der Annahme, dass solche Fehlkalkulationen
ein Teil dessen war, was den wirtschaftlichen Niedergang der DDR
bewirkte? Ich schreibe bewusst nicht "Untergang", weil ich nicht davon
ausgehe, dass die DDR (nur) wegen ökonomischer Probleme verschwand.
Post by Lars Gebauer
(monetary vs. real terms) Auch der "moderne" Handel ist nichts weiter
als ein schnödes Tauschgeschäft.
Nachteilige Geschäfte machen dabei allenfalls so genannte
Entwicklungsländer. Passt aber, die DDR war auf dem "besten" Weg dorthin.
--
CU Chr. Maercker.
Gunter Kühne
2018-08-22 04:54:45 UTC
Permalink
Post by Martin Ebert
Post by Gunter Kühne
Post by Martin Ebert
Post by Wolf gang P u f f e
http://www.kombinat-nagema.de/Geschichte/body_geschichte.html
"NAGEMA avanciert Mitte der achtziger Jahre zu einem der aussenwirtschaftlich rentabelsten DDR-Betriebe. Mit einer Aussenhandelsrentabilität gegenüber Betriebspreis von 1,83 steht das Kombinat ganz vorn."
Wenn der ausgewürfelt wurde, dann ist die obige Behauptung irrelevant.
Von Interesse sind allein die Herstellungskosten.
Oh jetzt staun ich aber.
Warscheinlich ist die Bewertung nach TGL gemeint.
Was anderes ist kaum vorstellbar.
Sozusagen der Quotient aus eingebrachter DDR Mark zum Gewinn in DM.
Zumindest wurde das so gelehrt.
Ich darf daran erinnern, dass der Industrieabgabepreis und auch der EVP
ziemlich wenig mit den Herstellungskosten zu tun hatten.
Mt
Ich darf daran erinnern das das nicht im Zusammenhang steht.
Hast du in allen Vorlesungen dazu Kreide geholt??
Das wurde bei uns ausführlich disskutiert.
--
Kleinmut und Stolz, aus diesem Holz
Schuf der Mensch sich am sechsten Tag Gott.
(http://de.allreadable.com/d803Jttx)
Martin Ebert
2018-08-22 19:29:19 UTC
Permalink
Post by Gunter Kühne
Post by Martin Ebert
Post by Gunter Kühne
Post by Martin Ebert
Post by Wolf gang P u f f e
http://www.kombinat-nagema.de/Geschichte/body_geschichte.html
"NAGEMA avanciert Mitte der achtziger Jahre zu einem der aussenwirtschaftlich rentabelsten DDR-Betriebe. Mit einer Aussenhandelsrentabilität gegenüber Betriebspreis von 1,83 steht das Kombinat ganz vorn."
Wenn der ausgewürfelt wurde, dann ist die obige Behauptung irrelevant.
Von Interesse sind allein die Herstellungskosten.
Oh jetzt staun ich aber.
Warscheinlich ist die Bewertung nach TGL gemeint.
Was anderes ist kaum vorstellbar.
Sozusagen der Quotient aus eingebrachter DDR Mark zum Gewinn in DM.
Zumindest wurde das so gelehrt.
Ich darf daran erinnern, dass der Industrieabgabepreis und auch der EVP
ziemlich wenig mit den Herstellungskosten zu tun hatten.
Ich darf daran erinnern das das nicht im Zusammenhang steht.
Hast du in allen Vorlesungen dazu Kreide geholt??
 Das wurde bei uns ausführlich disskutiert.
Ich habe ja wenig Hoffnung. Aber versuchen kann ich es:

Angenommen, Dein TGL-Betriebspreis für irgend ein Nagema-Dings wäre
1.000 DDR-Mark. Wenn man das dann für 1.830 D-Mark netto verkauft
bekommt, stimmt der erste Teil der Rechnung.

Aber das ist es gar nicht - sondern wir schauen mal, wie (ok, ver-
einfacht) eine Vollkostenrechnung aussieht: Material, Energie, Ab-
schreibungen, Strom, Wasser. Anteilig die Verwaltung, Betriebsschutz,
Betriebskindergarten, Werkswohungen, Kantine usw. Das dividieren
wir durch die Stückzahl der abgesetzten Nagemas-Dings. WENN dann
1.000 DDR-Mark rauskommt, DANN stimmt die Rechnung. Aber nur dann.

Die TGL kann aber die realen Kosten bei Nagema gar nicht wissen -
die TGL ist ja eine Vorgabe - und keine Kostenrechnung.

Wenn nach dem Summenstrich pro Nagema-Dings 2.000 DDR-Mark her-
auskommen (und das ist durchaus möglich), dann hast Du mit Deiner
TGL-Argumentation zwar immer noch recht. Aber wir haben mit
Zitronen gehandelt ...

Mt
Wolf gang P u f f e
2018-08-23 09:07:10 UTC
Permalink
Post by Martin Ebert
Post by Gunter Kühne
Post by Martin Ebert
Post by Wolf gang P u f f e
http://www.kombinat-nagema.de/Geschichte/body_geschichte.html
"NAGEMA avanciert Mitte der achtziger Jahre zu einem der aussenwirtschaftlich rentabelsten DDR-Betriebe. Mit einer Aussenhandelsrentabilität gegenüber Betriebspreis von 1,83 steht das Kombinat ganz vorn."
Wenn der ausgewürfelt wurde, dann ist die obige Behauptung irrelevant.
Von Interesse sind allein die Herstellungskosten.
Oh jetzt staun ich aber.
Warscheinlich ist die Bewertung nach TGL gemeint.
Was anderes ist kaum vorstellbar.
Sozusagen der Quotient aus eingebrachter DDR Mark zum Gewinn in DM.
Zumindest wurde das so gelehrt.
Ich darf daran erinnern, dass der Industrieabgabepreis und auch der EVP
ziemlich wenig mit den Herstellungskosten zu tun hatten.
Wieso hatten?
Ob Plan- oder Marktwirtschaft, der Preis für Privat- und
Geschäftskunden ist *irgendwas*.
Gerechnet wird nur um den Überblick zu haben und die Grenzen zu kennen.

W.
Lars Gebauer
2018-08-09 06:50:41 UTC
Permalink
Post by Matthias Opatz
Gelegentlich erscheinen Bildbände mit Bildern aus den 70er und 80er
Jahren. Die Bilder sind mutmaßlich nicht manipuliert.
Freilich nicht. Die (erfolgreiche) Manipulation beginnt ja bei der
Auswahl.
Post by Matthias Opatz
Welchen Zustand hatte denn die Wohnsubstanz,
Arg durchwachsen. Von unheimlich mies bis ziemlich gut.
Post by Matthias Opatz
hatten die betriebe (von Ausnahmen abgesehen)?
Gut, daß Du die Ausnahmen von vorneherein ausschließt. Sonst hätte man
ja sagen können, daß es neben üblen Buden auch bessere Läden gab. Und
daß sich üble Buden über die Zeit zu besseren Läden entwickelten.
Post by Matthias Opatz
Wieviele Produkte waren denn wirklich weltmarktfähig
Na doch so einige. Andernfalls hätte sie ja der "Weltmarkt" kaum
abgenommen.
Post by Matthias Opatz
(und wurden nicht nur mangels Devisen in dieser
Qualität angeboten bzw. von Ostpartner abgenommen)
Merkwürdiger Satz.
Post by Matthias Opatz
und oder Stand der Technik dieser Zeit?
Auch so einige.
Post by Matthias Opatz
Wenn man sie hintereinander aufzählt,
vielleicht viele, wenn man dieses "Viele" ins Verhältnis zum
Gesamtwarenmarkt setzt, aber nur wenige.
Ja, beliebt. Egal was, wenn man es nur ins "richtige" Verhältnis
setzt, dann kann man alles schlecht aussehen lassen.

(Das wäre dann der 2. Schritt zu einer erfolgreichen Manipulation.)
Post by Matthias Opatz
Daß viele Produkte, wenn möglich, solide produziert waren (und nicht
absichtlich auf Verschleiß), siehe anderer Thread, hatte übrigens
denselben Grund,
Ja? - Welchen denn?
Post by Matthias Opatz
wenn auch mit einer erfreulichen Wirkung.
Ach.
Matthias Opatz
2018-08-09 08:24:22 UTC
Permalink
Post by Lars Gebauer
Post by Matthias Opatz
Daß viele Produkte, wenn möglich, solide produziert waren (und nicht
absichtlich auf Verschleiß), siehe anderer Thread, hatte übrigens
denselben Grund,
Ja? - Welchen denn?
Mangel. Sparsamer Umgang mit Rohstoffen vs. Wegwerfprodukte.

Nicht, daß wir uns falsch vergehen: Sparsamer Umgang mit Rohstoffen
ist eine gute Idee. Hier war er nur nicht ganz freiwillig.

Matthias
Peter Veith
2018-08-02 18:37:50 UTC
Permalink
Post by Wolf gang P u f f e
Bis Herbst 1989 war das Hören von RIAS und anderen Westsendern
strengstens verboten.
Und zwar während der Wehr^k^k^k^kEhrendienstzeit im Dienst generell,
und nach Dienst zumindest in der Kaserne.
Fast :(
Post by Wolf gang P u f f e
Wo war das eigentlich geregelt? DV 010/0/003?
Na, nach der Steilvorlage:
http://ddr-luftwaffe.blogspot.de/2010/02/westfernsehen-in-der-nva.html

Beachte die Veränderungen in der Dienstvorschrift zur "Wachsamkeit und
Geheimhaltung":

[Betraf insofern Berufssoldaten]
»Hinzu kamen politische Auswirkungen, die bereits mit den Änderungen der
DV 010/0/009 im Jahr 1988 hinsichtlich der Erlaubnis, zu Hause
"westliche Medien" empfangen zu dürfen, eingeleitet worden waren.« aus:
"Die verdeckte Division" - Gedanken zur Formierung und Entwicklung der
FO FAFK / FMTFK von Oberst Siegfried Zdebel, S. 79.

Mit den "Wendeereignissen" wurde die Ziffer 339 (5) der
Innendienstvorschrift - wohl bereits am 10. November 1989 - als
Sofortmaßnahme außer Kraft gesetzt bzw. verändert. Die Neueinberufungen
dieses Monats dürften damit die Ersten gewesen sein, welche das volle
Paket (West-) Fernsehen in Empfang nahmen.

Beachte:
https://ddr-luftwaffe.blogspot.com/2012/06/krieg-gegen-kopfe.html

Veith
--
Dem Frieden verpflichtet:
http://www.DDR-Luftwaffe.de
Wolf gang P u f f e
2018-08-02 20:00:22 UTC
Permalink
Post by Peter Veith
Post by Wolf gang P u f f e
Bis Herbst 1989 war das Hören von RIAS und anderen Westsendern
strengstens verboten.
Und zwar während der Wehr^k^k^k^kEhrendienstzeit im Dienst generell,
und nach Dienst zumindest in der Kaserne.
Fast :(
Post by Wolf gang P u f f e
Wo war das eigentlich geregelt? DV 010/0/003?
http://ddr-luftwaffe.blogspot.de/2010/02/westfernsehen-in-der-nva.html
Danke. Im Stillen hatte ich an dich gedacht bei der Frage. ;-)
Post by Peter Veith
Beachte die Veränderungen in der Dienstvorschrift zur "Wachsamkeit und
[Betraf insofern Berufssoldaten]
»Hinzu kamen politische Auswirkungen, die bereits mit den Änderungen der
DV 010/0/009 im Jahr 1988 hinsichtlich der Erlaubnis, zu Hause
"Die verdeckte Division" - Gedanken zur Formierung und Entwicklung der
FO FAFK / FMTFK von Oberst Siegfried Zdebel, S. 79.
Mit den "Wendeereignissen" wurde die Ziffer 339 (5) der
Innendienstvorschrift - wohl bereits am 10. November 1989 - als
Sofortmaßnahme außer Kraft gesetzt bzw. verändert. Die Neueinberufungen
dieses Monats dürften damit die Ersten gewesen sein, welche das volle
Paket (West-) Fernsehen in Empfang nahmen.
Letzteres ist mir bekannt, das habe ich selbst noch "ausgenutzt".
Ich erinnere mich, dass ich irgendwann im Januar 90, die letzten Tage,
meinen Radiorecorder mit in die Kaserne nahm, inklusive einer Kassette.

Da spielte ich dann Abends auf dem "Flur lang" ein Lied, dass ich in den
80ern wie ein blöder im Radio gejagt hatte, weils sehr selten kam.
Hübi: "Das Lied von der Bundeswehr"
https://www.youtube.com/watch?v=ioJoHecGpM4
Ein Spaß! Irre Zeiten! :-D
Post by Peter Veith
https://ddr-luftwaffe.blogspot.com/2012/06/krieg-gegen-kopfe.html
Eine Sauerei! ...aber sehr interessant.

W.
Peter Veith
2018-08-03 06:31:28 UTC
Permalink
Post by Wolf gang P u f f e
Hübi: "Das Lied von der Bundeswehr"
https://www.youtube.com/watch?v=ioJoHecGpM4
Mir war damals nur "Du mußt zur Bundeswehr" resp. "In the army now" bekannt:
https://www.youtube.com/watch?v=n4R3g_EScic

:)

Veith
--
"Der Westen hat, und das ist ein so alter Trick, die Moral eingeführt,
um über Politik nicht reden zu müssen." (ronald m. schernikau)
http://www.DDR-LUFTWAFFE.de
Martin Ebert
2018-08-02 21:37:37 UTC
Permalink
Post by Peter Veith
Post by Wolf gang P u f f e
Wo war das eigentlich geregelt? DV 010/0/003?
http://ddr-luftwaffe.blogspot.de/2010/02/westfernsehen-in-der-nva.html
Grrrr - wieso schreibe ich mir eigentlich die Finger wund?
Ich sollte zuerst alle Beiträge lesen.

Mt
Chr. Maercker
2018-08-03 05:27:04 UTC
Permalink
Post by Peter Veith
Beachte die Veränderungen in der Dienstvorschrift zur "Wachsamkeit und
Online hier: <http://scz.bplaced.net/dv010-0-009.html>
Post by Peter Veith
[Betraf insofern Berufssoldaten]
»Hinzu kamen politische Auswirkungen, die bereits mit den Änderungen der
DV 010/0/009 im Jahr 1988 hinsichtlich der Erlaubnis, zu Hause
"Die verdeckte Division" - Gedanken zur Formierung und Entwicklung der
FO FAFK / FMTFK von Oberst Siegfried Zdebel, S. 79.
Die /009 ist ziemlich lang. An welcher Stelle steht dort was zum Hören
von Westsendern? Ich habe sie kürzlich mit völlig anderem
Themenschwerpunkt überflogen und deshalb nichts dazu gesichtet. Was mir
aber nicht entgangen ist: Irknwann (1990?) wurden die rigiden
Vorschriften betr. Westkontakte gestrichen. Betraf aber vor allem
persönliche Kontakte.
Post by Peter Veith
Mit den "Wendeereignissen" wurde die Ziffer 339 (5) der
Innendienstvorschrift - wohl bereits am 10. November 1989 - als
Sofortmaßnahme außer Kraft gesetzt bzw. verändert.
Dort würde ich so eine Regelung viel eher erwarten.
--
CU Chr. Maercker.
Peter Veith
2018-08-03 06:17:42 UTC
Permalink
Post by Chr. Maercker
Post by Peter Veith
»Hinzu kamen politische Auswirkungen, die bereits mit den Änderungen der
DV 010/0/009 im Jahr 1988 hinsichtlich der Erlaubnis, zu Hause
"Die verdeckte Division" - Gedanken zur Formierung und Entwicklung der
FO FAFK / FMTFK von Oberst Siegfried Zdebel, S. 79.
Die /009 ist ziemlich lang. An welcher Stelle steht dort was zum Hören
von Westsendern?
Keine Ahnung, wie das hergeleitet wurde.

Beachte: Geheimhaltungsvorschriften (in Ost und West) sind selbst wieder
geheim, hier: VVS. Mithin konnten nicht alle diese studieren und die
allerwenigsten werden es getan haben. Schon weil es praktisch nicht
einfach gewesen wäre (Stichwort: VVS-Verantwortlicher).

VVS betraf praktisch bei mir nur Militärtechnik.

Veith
--
Dem Frieden verpflichtet:
http://www.DDR-Luftwaffe.de
Chr. Maercker
2018-08-03 06:57:36 UTC
Permalink
Post by Peter Veith
Keine Ahnung, wie das hergeleitet wurde.
Ich nehme an, aus der /009 überhaupt nicht. Dafür gab es andere,
allgemeinere Vorschriften, z.B. genannte zum Innendienst.
Post by Peter Veith
Beachte: Geheimhaltungsvorschriften (in Ost und West) sind selbst wieder
geheim, hier: VVS.
Für "West" hatte ich kürzlich einige Treffer vom BSI u.a. Einrichtungen
Post by Peter Veith
Mithin konnten nicht alle diese studieren und die
allerwenigsten werden es getan haben. Schon weil es praktisch nicht
einfach gewesen wäre (Stichwort: VVS-Verantwortlicher).
FULL ACK, selbst mit GVS-Verpflichtung kannte ich DV 010/0/009
größtenteils nur vom Hörensagen aka Belehrungen. Gelesen habe ich sie
erstmals vor einigen Tagen, im bereits geposteten URL.
Post by Peter Veith
VVS betraf praktisch bei mir nur Militärtechnik.
In meinem Fall z.T. reichlich belangloses Schriftgut, topografische
Karten, die es heute in jedem gut sortieren Laden gibt bzw. die
Bestandteil ordentlicher Navis sind und - so ziemlich die einzige GVS -
den Alarmplan meiner damaligen Einheit.
--
CU Chr. Maercker.
Peter Veith
2018-08-03 07:10:18 UTC
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Post by Chr. Maercker
Post by Peter Veith
Beachte: Geheimhaltungsvorschriften (in Ost und West) sind selbst
wieder geheim, hier: VVS.
Für "West" hatte ich kürzlich einige Treffer vom BSI u.a.
Einrichtungen betr. Umgang mit VS.
Schon 2 Einschränkungen "kürzlich" und (nur) "VS".
Post by Chr. Maercker
Für "Ost" hast Du recht
und für West, beispielhaft aus diesem Artikel ersichtlich:
http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-41125167.html
Post by Chr. Maercker
Post by Peter Veith
Mithin konnten nicht alle diese studieren und die allerwenigsten
werden es getan haben. Schon weil es praktisch nicht einfach
gewesen wäre (Stichwort: VVS-Verantwortlicher).
FULL ACK, selbst mit GVS-Verpflichtung kannte ich DV 010/0/009
größtenteils nur vom Hörensagen aka Belehrungen. Gelesen habe ich
sie erstmals vor einigen Tagen, im bereits geposteten URL.
Ging mir letztlich genauso. Die Rechtsquelle hat mich damals auch
irgendwie nicht interessiert.
Post by Chr. Maercker
Post by Peter Veith
VVS betraf praktisch bei mir nur Militärtechnik.
In meinem Fall z.T. reichlich belangloses Schriftgut,
Ja, dessen "Brisanz" hätte sich max. aus dem Zusammenlegen aller dieser
Infos ergeben.
Post by Chr. Maercker
topografische Karten, die es heute in jedem gut sortieren Laden gibt
bzw. die Bestandteil ordentlicher Navis sind und
Ja, *heute*.

Das Thema der Geheimhaltungsvorschriften / Verfälschungen für
Kartenmaterial hatten wir hier ebenfalls schon. Sowie deren sukzessiven
Lockerungen ab 1990.
Post by Chr. Maercker
- so ziemlich die einzige GVS - den Alarmplan meiner damaligen
Einheit.
Nun, wobei das sicher so eine Standardgeschichte war.

Veith
--
Dem Frieden verpflichtet:
http://www.DDR-Luftwaffe.de
Chr. Maercker
2018-08-03 11:09:56 UTC
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Post by Peter Veith
Schon 2 Einschränkungen "kürzlich" und (nur) "VS".
Das lag am Suchstring und zufällig war die Abfrage vor wenigen Tagen, so
dass einige Ergebnisse noch im Cache liegen:

<https://bmwi-sicherheitsforum.de/handbuch/text/?fk_menu=14>
<https://www.vs-nfd-handbuch.de/app/download/13119842136/VS-NfD+Handbuch+-+v1.01+-+Published.pdf?t=1496133777>

<https://www.bsi.bund.de/SharedDocs/Downloads/DE/BSI/Sicherheitsberatung/VSA_inkl_Erl_0807_pdf.pdf?__blob=publicationFile&v=1>

...

Wie Du siehst, sind nicht nur VS, sondern auch NfD dabei, aber mit
Peanuts wollte ich nicht kommen.
Post by Peter Veith
Post by Chr. Maercker
FULL ACK, selbst mit GVS-Verpflichtung kannte ich DV 010/0/009
größtenteils nur vom Hörensagen aka Belehrungen. Gelesen habe ich
sie erstmals vor einigen Tagen, im bereits geposteten URL.
Ging mir letztlich genauso. Die Rechtsquelle hat mich damals auch
irgendwie nicht interessiert.
Post by Chr. Maercker
Post by Peter Veith
VVS betraf praktisch bei mir nur Militärtechnik.
In meinem Fall z.T. reichlich belangloses Schriftgut,
Ja, dessen "Brisanz" hätte sich max. aus dem Zusammenlegen aller dieser
Infos ergeben.
Umgekehrt bekamen die Befragungen von Soldaten, die ein BV verbockt
hatten, keine VS-Ecke, obwohl die bisweilen nicht ohne waren.
Post by Peter Veith
Post by Chr. Maercker
topografische Karten, die es heute in jedem gut sortieren Laden gibt
bzw. die Bestandteil ordentlicher Navis sind und
Ja, *heute*.
In der Alt-BRD auch vor 1989 und sogar im Reich waren Messtischblätter
und Generalstabskarten allenfalls NfD. Auf *einigen* Karten, die ich aus
dieser Zeit noch habe, steht NfD drauf, nicht auf allen.
Post by Peter Veith
Post by Chr. Maercker
- so ziemlich die einzige GVS - den Alarmplan meiner damaligen
Einheit.
Nun, wobei das sicher so eine Standardgeschichte war.
Garantiert.

Welchen Geheimhaltungsgrad hatten übrigens die Tarnnamen der
Truppenteile? Die kannten ziemlich viele Leute und gewechselt wurden die
anscheinend nur alle paar Jahre.
--
CU Chr. Maercker.
Peter Veith
2018-08-03 11:44:00 UTC
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Post by Peter Veith
Schon 2 Einschränkungen "kürzlich" und (nur) "VS".
Wie Du siehst, sind nicht nur VS, sondern auch NfD dabei, ...
Ja, heute. Daß nach dem Ende des Kalten Krieges in Mitteleuropa nicht
nur kräftig abgerüstet sondern auch die Geheimhaltung stark
zurückgefahren wurde, sollte Dir nicht entgangen sein.

Mir fehlt zudem ein Abgleich der Bedeutung der jeweiligen
Geheimhaltungsgrade Ost / West.

Bei uns gab es bspw. praktisch nur:
VS ... war "alles" (umgangssprachlich wurde "VVS" als "VS" bezeichnet)
VVS ... lag in speziellen Raum, Zugang nur über VVS-Verantwortlichen
GVS ... w.o. nur deutlich eingeschränkterer Personenkreis
In der Alt-BRD auch vor 1989 und sogar im Reich waren Messtischblätter
und Generalstabskarten allenfalls NfD. Auf *einigen* Karten, die ich aus
dieser Zeit noch habe, steht NfD drauf, nicht auf allen.
Wollemer wirklich die alten Diskussionen zur Verfälschung selbiger
wieder hochziehen? Ansonsten s.o.
Welchen Geheimhaltungsgrad hatten übrigens die Tarnnamen der
Truppenteile? Die kannten ziemlich viele Leute und gewechselt wurden die
anscheinend nur alle paar Jahre.
Keine Ahnung. Dabei ist zu unterstellen, daß einigen hohen
Wissensträgern der NATO durchaus "alles" bekannt war (dito umgekehrt).
Gleichwohl konnten sie dieses Wissen nur begrenzt in den eigenen Reihen
streuen:
- Quellenschutz und
- die andere Seite hätte geändert, was wieder Aufklärungsarbeit
erfordert hätte.

Man muß sich das Praktisch vorstellen:

Das kleine Bäuerlein aus Preschen wird von seinem Westbesuch, der dafür
ein paar DM mehr da läßt, nach der MiG-29 gefragt. Dieser erzählt, daß
bereits seit Herbst rd. ein Dutzend auf dem Flugplatz herumfliegen. Das
Heft "Technische Daten - Erzeugnis 9-12", welches er gefunden hatte,
konnte das Bäuerlein jedoch nicht zur MiG-29 zuordnen und übergibt es
daher nicht. Dumm gelaufen ...

Veith
--
Dem Frieden verpflichtet:
http://www.DDR-Luftwaffe.de
Chr. Maercker
2018-08-03 13:49:23 UTC
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Post by Peter Veith
Ja, heute. Daß nach dem Ende des Kalten Krieges in Mitteleuropa nicht
nur kräftig abgerüstet sondern auch die Geheimhaltung stark
zurückgefahren wurde, sollte Dir nicht entgangen sein.
Mir ist ebensowenig entgangen, dass z.B. an NATO-Fahrzeugen und sogar an
deren Uniformen die Truppenteile ablesbar waren. Schon in den 1970ern,
als so was im Osten noch reichlich geheim war. Nur ein Beispiel von vielen.
Post by Peter Veith
Mir fehlt zudem ein Abgleich der Bedeutung der jeweiligen
Geheimhaltungsgrade Ost / West.
Da hilft Wikipedia / "Geheimhaltungsgrad".
Post by Peter Veith
VS ... war "alles" (umgangssprachlich wurde "VVS" als "VS" bezeichnet)
VVS ... lag in speziellen Raum, Zugang nur über VVS-Verantwortlichen
GVS ... w.o. nur deutlich eingeschränkterer Personenkreis
Hatten die VS-Stellen auch GKDos im Tresor?
Post by Peter Veith
Post by Chr. Maercker
In der Alt-BRD auch vor 1989 und sogar im Reich waren Messtischblätter
und Generalstabskarten allenfalls NfD. Auf *einigen* Karten, die ich aus
dieser Zeit noch habe, steht NfD drauf, nicht auf allen.
Wollemer wirklich die alten Diskussionen zur Verfälschung selbiger
wieder hochziehen? Ansonsten s.o.
Welche Verfälschungen? Die Messtischblätter aus dem Reich waren derart
genau, die konnte ich in ländlichen Gebieten noch in den 1970ern
verwenden! Im Gegesatz zu Schnittmusterbögen aus dem VEB
Landkartenverlag. Die 1:25000der Karten, die ich bei der NVA gesehen
habe, waren genau die gleichen wie zu Reichszeiten, nur überarbeitet und
koloriert und damit übersichtlicher. "Verfälscht" = gespiegelt waren
lediglich Übungskarten z.B. "DDR, Bezirk Strasen" = gespiegelte Karte
von Dresden.
Post by Peter Veith
Post by Chr. Maercker
Welchen Geheimhaltungsgrad hatten übrigens die Tarnnamen der
Truppenteile? Die kannten ziemlich viele Leute und gewechselt wurden die
anscheinend nur alle paar Jahre.
Keine Ahnung. Dabei ist zu unterstellen, daß einigen hohen
Wissensträgern der NATO durchaus "alles" bekannt war (dito umgekehrt).
Davon gehe ich auch aus. Wahrscheinlich konnten sie dort auch unsere
taktischen Nummern den jeweiligen Einheiten zuordnen.
Post by Peter Veith
Gleichwohl konnten sie dieses Wissen nur begrenzt in den eigenen Reihen
- Quellenschutz und
- die andere Seite hätte geändert, was wieder Aufklärungsarbeit
erfordert hätte.
Das kleine Bäuerlein aus Preschen wird von seinem Westbesuch, der dafür
ein paar DM mehr da läßt, nach der MiG-29 gefragt. Dieser erzählt, daß
bereits seit Herbst rd. ein Dutzend auf dem Flugplatz herumfliegen. Das
Heft "Technische Daten - Erzeugnis 9-12", welches er gefunden hatte,
konnte das Bäuerlein jedoch nicht zur MiG-29 zuordnen und übergibt es
daher nicht. Dumm gelaufen ...
Die "Kundschafter" im Westen mussten nicht erst zum Bauern gehen, um
rauszufinden, zu welcher Einheit ein Militärfahrzeug oder Flugzeug
gehört. Es stand dran.
--
CU Chr. Maercker.
Peter Veith
2018-08-03 14:25:41 UTC
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Post by Chr. Maercker
Die "Kundschafter" im Westen mussten nicht erst zum Bauern gehen, um
rauszufinden, zu welcher Einheit ein Militärfahrzeug oder Flugzeug
gehört. Es stand dran.
Dafür hätten Sie auch militärische den Arsch vollgekriegt. Zu dem von
Dir geschriebenen: Extrem viel (unbelegte) Legende.

Der Feind war zwar bitterböse, aber nicht lieb oder blöd.

Veith
--
Dem Frieden verpflichtet:
http://www.DDR-Luftwaffe.de
Martin Ebert
2018-08-03 21:37:48 UTC
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Was meint "bei uns"? In der NVA oder in Deiner Bude hinter Polen?

Als erstes fehlt NfD, praktisch alles war NfD.
Post by Chr. Maercker
Post by Peter Veith
VS ... war "alles" (umgangssprachlich wurde "VVS" als "VS" bezeichnet)
VVS ... lag in speziellen Raum, Zugang nur über VVS-Verantwortlichen
GVS ... w.o. nur deutlich eingeschränkterer Personenkreis
Hatten die VS-Stellen auch GKDos im Tresor?
Natürlich. So einiges aus der Funkerei war GKDos, spätestens
wenn es um die Kommandostabsnetze ging.

Wobei das schon eher wirr war: Ich war ganz offensichtlich
GKDos-berechtigt, ich habe jedenfalls im Rahmen des stationären
Funkdienstes so einiges mit dieser Einstufung gesehen.

Nur hat mich nie jemand über diese Einstufung aufgeklärt,
geschweige denn belehrt.

Mt
Peter Veith
2018-08-04 09:42:20 UTC
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Post by Martin Ebert
Was meint "bei uns"? In der NVA oder in Deiner Bude hinter Polen?
Die "Bude hinter Polen" mit dem damals modernsten Waffensystem, welches
jedem westlichen Jagdflugzeug überlegen war.
Post by Martin Ebert
Als erstes fehlt NfD, praktisch alles war NfD.
Wie schon geschrieben, es ging bei der Technik mit VS los. NfD könnte es
vielleicht in der Schreibstube gegeben haben oder vielleicht waren das
die Diensthefte der UvDs ... hatte ich nichts mit zu tun.
Post by Martin Ebert
Post by Peter Veith
VS ... war "alles" (umgangssprachlich wurde "VVS" als "VS" bezeichnet)
VVS ... lag in speziellen Raum, Zugang nur über VVS-Verantwortlichen
GVS ... w.o. nur deutlich eingeschränkterer Personenkreis
Veith
--
Dem Frieden verpflichtet:
http://www.DDR-Luftwaffe.de
Martin Ebert
2018-08-04 21:58:56 UTC
Permalink
Post by Peter Veith
Post by Martin Ebert
Als erstes fehlt NfD, praktisch alles war NfD.
Wie schon geschrieben, es ging bei der Technik mit VS los. NfD könnte
es vielleicht in der Schreibstube gegeben haben oder
Sämtliche Ausbildungsunterlagen, zumindest mal Funk/Fernschreib.
Post by Peter Veith
vielleicht waren das die Diensthefte der UvDs ...
Ja, auch das. Nachweisheft Waffenkammer.

Man nahm NfD nicht soooo fürchterlich ernst. Es gab da keine
Nachweispflicht, wenn ich recht erinnere. Lediglich durfte das
nicht ins Altpapier sondern musste als sog. militärisches
Schriftgut vernichtet werden.

Mt
Chr. Maercker
2018-08-06 10:17:49 UTC
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Martin Ebert wrote:
[Hatten VS-Stellen auch GKDos im Tresor?]
Post by Martin Ebert
Natürlich. So einiges aus der Funkerei war GKDos, spätestens
wenn es um die Kommandostabsnetze ging.
z.B. die Codes, die der DN benutzt hat, nehme ich an.
Post by Martin Ebert
Wobei das schon eher wirr war: Ich war ganz offensichtlich
GKDos-berechtigt, ich habe jedenfalls im Rahmen des stationären
Funkdienstes so einiges mit dieser Einstufung gesehen.
OK, das klärt meine Frage zu Deiner Dienststellung im Parallelposting
weitgehend. Bei den Funkern auf Regimentsebene habe ich nichts Geheimes
zu Gesicht bekommen. Umso mehr lag nebenan beim DN. Die Funker habe ich
auch kein einziges Mal an der Ausgabe der VS-Stelle gesehen.
Post by Martin Ebert
Nur hat mich nie jemand über diese Einstufung aufgeklärt,
geschweige denn belehrt.
Seeehr seltsam, dass sie das bei der Nachrichtentruppe verpennt haben
sollten.
--
CU Chr. Maercker.
Martin Ebert
2018-08-06 21:12:04 UTC
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Martin Ebert wrote: [Hatten VS-Stellen auch GKDos im Tresor?]
Natürlich. So einiges aus der Funkerei war GKDos, spätestens wenn
es um die Kommandostabsnetze ging.
z.B. die Codes, die der DN benutzt hat, nehme ich an.
Ja. Und Frequenztabellen, TDA und so weiter. Aber auch irgend
welche Anleitungen mit roter Ecke.
Nur hat mich nie jemand über diese Einstufung aufgeklärt,
geschweige denn belehrt.
Seeehr seltsam, dass sie das bei der Nachrichtentruppe verpennt
haben sollten.
Ich habe damals auch die DV 10/9 gelesen, die lag da so rum.

Glaubt mir keiner, ich weiß. Ich kann es auch nicht ändern.

Mt
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