Discussion:
Kampf um Opferrente
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Peter Veith
2017-02-26 20:49:36 UTC
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Veronika Fischer kämpft um "ihre" Rente:

https://www.rbb-online.de/panorama/beitrag/av7/ddr-saengerin-veronika-fischer-kaempft-um-rente.html
http://www.berliner-kurier.de/berlin/leute/veronika-fischer--die-spaete-renten-rache-der-ddr-25812232

Unglaublich:
"Honorare für die spätere Rente anzulegen – daran hat doch damals kaum
einer gedacht."

Immerhin kommen noch 350 Euro Rente im Monat heraus: Ausbildung und
Mütterente?

Veith
--
Lieber Reich ins Heim, als heim ins Reich!
http://ddr-luftwaffe.blogspot.com
Bernd Ullrich
2017-02-26 23:03:48 UTC
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Post by Peter Veith
https://www.rbb-online.de/panorama/beitrag/av7/ddr-saengerin-veronika-fischer-kaempft-um-rente.html
http://www.berliner-kurier.de/berlin/leute/veronika-fischer--die-spaete-renten-rache-der-ddr-25812232
"Honorare für die spätere Rente anzulegen – daran hat doch damals kaum
einer gedacht."
Immerhin kommen noch 350 Euro Rente im Monat heraus: Ausbildung und
Mütterente?
Die ist ja schon 81 übergelaufen, hat der niemand erzählt wie der Hase
dort bei das läuft?
Ich wurde erst später übergelaufen und wusste das schon vorher.

BU
Ronald Konschak
2017-02-27 09:25:08 UTC
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Post by Peter Veith
https://www.rbb-online.de/panorama/beitrag/av7/ddr-saengerin-veronika-fischer-kaempft-um-rente.html
http://www.berliner-kurier.de/berlin/leute/veronika-fischer--die-spaete-renten-rache-der-ddr-25812232
"Honorare für die spätere Rente anzulegen – daran hat doch damals kaum
einer gedacht."
Ein Dauerthema, nicht nur für DDR-Künstler. Die BRD lebt bezüglich
ihrer Künstler noch im Mittelalter, als Musikanten und Schauspieler
"fahrendes Volk" waren, und auf unterster sozialer Stufe standen.
Es gibt zwar die Künstlersozialkasse, aber die Zugangsvorausetzungen
kann kaum ein freiberuflicher Künstler erfüllen. Wer nicht unter
die Deutsche-Bank-Armutsgrenze fällt, kann sich eine private Alters-
vorsorge leisten. Der Rest muss sehen, wo er bleibt. Deswegen war
auch der Vergleich mit Helene Fischer daneben. Die muss bestimmt
nicht in die Künstlersozialkasse einzahlen. Ob der Vertrag mit
AMIGA ein besonders unvorteilhafter war, wage ich zu bezweifeln.
Nach meiner Kenntnis war es üblich, ein einmaliges Honorar zu
zahlen, eine Umsatzbeteiligung war nicht vorgesehen. 5000 Mark
waren da auch schon recht ordentlich, ich hörte von Beträgen, die
bei einem Zehntel davon lagen.

Davon abgesehen bedarf das Problem einer generellen Lösung. Kunst
ist kein Luxus. Eine Gesellschaft, die ihre Künstler so behandelt
wie hier gezeigt, darf sich nicht beschweren, wenn Kunst zunehmend
auf DSDS-Niveau stattfindet.

Ronald.
--
Wenn die Wahrheit zu schwach ist, sich zu verteidigen, muß sie zum Angriff
übergehen.
Bertolt Brecht
Matthias Opatz
2017-02-27 10:51:22 UTC
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Post by Ronald Konschak
Ein Dauerthema, nicht nur für DDR-Künstler. Die BRD lebt bezüglich
ihrer Künstler noch im Mittelalter, als Musikanten und Schauspieler
"fahrendes Volk" waren, und auf unterster sozialer Stufe standen.
Woraus schließt Du das? Daß sie sich selber kümmern müssen, anstatt
gleich Honorarabzüge für die gesetzliche Krankenkasse zu bekommen?

Mußten sie das in der DDR nicht auch?
Post by Ronald Konschak
Es gibt zwar die Künstlersozialkasse, aber die Zugangsvorausetzungen
kann kaum ein freiberuflicher Künstler erfüllen.
Das ist Quatsch. Wer davon lebt, erfüllt die Voraussetzungen.

Matthias
Ronald Konschak
2017-02-27 11:37:58 UTC
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Post by Matthias Opatz
Post by Ronald Konschak
Ein Dauerthema, nicht nur für DDR-Künstler. Die BRD lebt bezüglich
ihrer Künstler noch im Mittelalter, als Musikanten und Schauspieler
"fahrendes Volk" waren, und auf unterster sozialer Stufe standen.
Woraus schließt Du das? Daß sie sich selber kümmern müssen, anstatt
gleich Honorarabzüge für die gesetzliche Krankenkasse zu bekommen?
Mußten sie das in der DDR nicht auch?
Deine unsinnigen Fragen und Dein aggressiver Ton sagen mir, dass
Du nichts weißt, und die neoliberalen Doktrin verinnerlicht hast.
Du wirst sie auch im nächsten Posting vortragen.
Post by Matthias Opatz
Post by Ronald Konschak
Es gibt zwar die Künstlersozialkasse, aber die Zugangsvorausetzungen
kann kaum ein freiberuflicher Künstler erfüllen.
Das ist Quatsch. Wer davon lebt, erfüllt die Voraussetzungen.
Korrigiere: Wer davon leben kann. Nach Abzug der Rentenbeiträge.

Ronald.
--
Wenn die Wahrheit zu schwach ist, sich zu verteidigen, muß sie zum Angriff
übergehen.
Bertolt Brecht
René Marquardt
2017-02-27 14:37:16 UTC
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Post by Ronald Konschak
Post by Matthias Opatz
Post by Ronald Konschak
Ein Dauerthema, nicht nur für DDR-Künstler. Die BRD lebt bezüglich
ihrer Künstler noch im Mittelalter, als Musikanten und Schauspieler
"fahrendes Volk" waren, und auf unterster sozialer Stufe standen.
Woraus schließt Du das? Daß sie sich selber kümmern müssen, anstatt
gleich Honorarabzüge für die gesetzliche Krankenkasse zu bekommen?
Mußten sie das in der DDR nicht auch?
Deine unsinnigen Fragen und Dein aggressiver Ton sagen mir, dass
Du nichts weißt, und die neoliberalen Doktrin verinnerlicht hast.
Du wirst sie auch im nächsten Posting vortragen.
Hab den verkannten Künstler gefunden...
Matthias Opatz
2017-02-27 23:42:28 UTC
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Post by Ronald Konschak
Post by Matthias Opatz
Post by Ronald Konschak
Ein Dauerthema, nicht nur für DDR-Künstler. Die BRD lebt bezüglich
ihrer Künstler noch im Mittelalter, als Musikanten und Schauspieler
"fahrendes Volk" waren, und auf unterster sozialer Stufe standen.
Woraus schließt Du das? Daß sie sich selber kümmern müssen, anstatt
gleich Honorarabzüge für die gesetzliche Krankenkasse zu bekommen?
Mußten sie das in der DDR nicht auch?
Deine unsinnigen Fragen
Welche genau? Alle drei?
Post by Ronald Konschak
und Dein aggressiver Ton
Wenn im Zitierten etwas aggressiv ist, damm Deine Agitation über die BRD.
Post by Ronald Konschak
sagen mir, dass
Du nichts weißt, und die neoliberalen Doktrin verinnerlicht hast.
Du wirst sie auch im nächsten Posting vortragen.
Ich trage nichts vor, ich warte auf deine Vortrag. Ich weiß wirklich nicht,
womit Du die obige These vom Mittelalter glaubhaft machen willst.

Matthias
Florian Ritter
2017-02-28 19:38:53 UTC
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Post by Matthias Opatz
Post by Ronald Konschak
Ein Dauerthema, nicht nur für DDR-Künstler. Die BRD lebt bezüglich
ihrer Künstler noch im Mittelalter, als Musikanten und Schauspieler
"fahrendes Volk" waren, und auf unterster sozialer Stufe standen.
Woraus schließt Du das? Daß sie sich selber kümmern müssen, anstatt
gleich Honorarabzüge für die gesetzliche Krankenkasse zu bekommen?
Mußten sie das in der DDR nicht auch?
Nein, mußten sie nicht. Lediglich die aus dem Reich überkommene
Honorarsteuer i.H.v. 20 % war zu entrichten, wie auch bis zu
deren Abschaffung in der BRD (seitdem sind Honorare bei
der Einkommenssteuer zu veranlagen).
Post by Matthias Opatz
Post by Ronald Konschak
Es gibt zwar die Künstlersozialkasse, aber die Zugangsvorausetzungen
kann kaum ein freiberuflicher Künstler erfüllen.
Das ist Quatsch. Wer davon lebt, erfüllt die Voraussetzungen.
Bitte, welche Voraussetzungen?
Dadurch, daß jemand zwangsweise in die KSK einzahlt, erwirbt er
noch keine Ansprüche! Die KSK ist eine eine Mißgeburt,
hauptsächlich ein Apparat, der um seiner selbst willen da ist - FR
René Marquardt
2017-02-28 19:55:05 UTC
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Post by Florian Ritter
Die KSK ist eine eine Mißgeburt,
hauptsächlich ein Apparat, der um seiner selbst willen da ist - FR
Solcherley Institutionen soll es einige geben im Teutschen Lande.
Peter Veith
2017-02-28 20:22:41 UTC
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Am 28.02.2017 um 20:38 schrieb Florian Ritter:

[soziale Absicherung von Künstlern (Sängerinnen)]
Post by Florian Ritter
Nein, mußten sie nicht. Lediglich die aus dem Reich überkommene
Honorarsteuer i.H.v. 20 % war zu entrichten, wie auch bis zu
deren Abschaffung in der BRD (seitdem sind Honorare bei
der Einkommenssteuer zu veranlagen).
Nein, mußten sie nicht.

Seit 1958 unterlagen u.a. hauptberufliche Sängerinnen dem -
steuerbegünstigten - "Jahressteuertarif H".

Die soziale Absicherung war u.a. im Gesetzblatt der DDR, Sonderdruck
Nr. 942 vom 6. Januar 1978 geregelt. Für Künstler der Unterhaltungskunst
war dabei eine Zulassung nach der „Zulassungsordnung Unterhaltungskunst"
erforderlich.

Voraussetzung für die Pflichtversicherung war, daß die Einkünfte
mindestens 900, — Mark im *Kalenderjahr* betrugen.

Als Leistungen der Sozialversicherung wurden für die Freiberufler
garantiert:
— Mindestrente (*wenn* keine Beiträge für die freiwillige Zusatzrente
gezahlt wurden),
— Mütter- und Babyjahr mit bestimmten Tagessätzen,
— sechs bis elf Mark pro Tag im Krankheitsfall.

Für Kunst- und Kulturschaffende wurde bei der freiwilligen
Zusatzrente ein 10%iger Zuschuß aus Mitteln des Ministeriums für Kultur
gezahlt, d.h. die anderen mußten 20% statt 10% zahlen.

GOTO BT-Drucksache 12/21 vom 03.01.1991

Das stärkt die Vermutung, daß Frau Fischer lediglich aus ihren
kurzzeitigen Beitragszahlungen in der DDR (deren "Opfer" sie damit
wurde) einen (geringfügigen) Rentenanspruch generieren konnte.

Veith
--
"Der Westen hat, und das ist ein so alter Trick, die Moral eingeführt,
um über Politik nicht reden zu müssen." (ronald m. schernikau)
http://www.DDR-LUFTWAFFE.de
Matthias Opatz
2017-02-28 20:48:33 UTC
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Post by Florian Ritter
Post by Matthias Opatz
Post by Ronald Konschak
Ein Dauerthema, nicht nur für DDR-Künstler. Die BRD lebt bezüglich
ihrer Künstler noch im Mittelalter, als Musikanten und Schauspieler
"fahrendes Volk" waren, und auf unterster sozialer Stufe standen.
Woraus schließt Du das? Daß sie sich selber kümmern müssen, anstatt
gleich Honorarabzüge für die gesetzliche Krankenkasse zu bekommen?
Mußten sie das in der DDR nicht auch?
Nein, mußten sie nicht.
Und hatten trotzdem medizinische und Rentenleistungen?

Kaum. Nur, wenn sie Beiträge an die Deutsche Versicherungs-Anstalt (später
Staatliche Versicherung der DDR) entrichtet haben. Das hat Frau Fischer
möglicherweise versäumt (hätte sie in der DDR in Relation zu ihren Gagen
eingezahlt, stünde sie jetzt nicht mit 300 Euro da).
Post by Florian Ritter
Lediglich die aus dem Reich überkommene
Honorarsteuer i.H.v. 20 % war zu entrichten, wie auch bis zu
deren Abschaffung in der BRD (seitdem sind Honorare bei
der Einkommenssteuer zu veranlagen).
Steuer ist kein SV-Beittrag, auch nicht in der DDR.
Post by Florian Ritter
Post by Matthias Opatz
Post by Ronald Konschak
Es gibt zwar die Künstlersozialkasse, aber die Zugangsvorausetzungen
kann kaum ein freiberuflicher Künstler erfüllen.
Das ist Quatsch. Wer davon lebt, erfüllt die Voraussetzungen.
Bitte, welche Voraussetzungen?
Publizistische Tätigkeit als Haupterwerb.
Post by Florian Ritter
Dadurch, daß jemand zwangsweise in die KSK einzahlt,
Zwangsweise? In welcher Welt lebst Du denn? Verwechselst Du hier was mit
der Handelskammer?

Fast jeder freie Publizist (im weitesten Sinne, auch Vortragskünstler und
Musiker) ist froh, wenn er da reinkommt. Die legen ganz einfach den
"Arbeitgeberanteil" auf Deine Kranken-, Renten- und Pflegebeiträge drauf.

Statt, sagen wir, 500 Euro an Deine Krankenkasse und die Renten- und
Pflegeversicherung zu zahlen, zahlst Du nur 250 Euro, und zwar an die KSK,
und die KSK bedient die Versicherer mit 500 Euro.
Post by Florian Ritter
erwirbt er
noch keine Ansprüche!
Davon hast Du anscheinend nicht die geringste Ahnung. Er erwirbt Ansprüche
auf die Leistungen seiner Krankenkasse (ausgenommen Privatversicherte)
sowie auf Renten- und Pflegeleistungen. Rente natürlich in Abhängigkeit von
den Einzahlungen. Die Angabe der Einkommenhöe erfolgt vorab durch
Eigenschätzung. Kann jederzeit korrigiert werden und wird fast nie
kontrolliert (bei mir in +20 Jahren einmal). Wer also dort spart, hat im
Moment mehr fürs Bier, aber später weniger für die Rente. So wird das auch
bei Frau Fischer sein.
Post by Florian Ritter
Die KSK ist eine eine Mißgeburt,
hauptsächlich ein Apparat, der um seiner selbst willen da ist
Was konkret hast Du gegen die KSK vorzubringen?

Matthias
Peter Veith
2017-02-28 22:15:00 UTC
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Post by Matthias Opatz
Kaum. Nur, wenn sie Beiträge an die Deutsche Versicherungs-Anstalt (später
Staatliche Versicherung der DDR) entrichtet haben. Das hat Frau Fischer
möglicherweise versäumt (hätte sie in der DDR in Relation zu ihren Gagen
eingezahlt, stünde sie jetzt nicht mit 300 Euro da).
Nicht, wenn sie sich - was anzunehmen ist - auf die Pflichtversicherung
(max. 60,- Mark) im Monat beschränkt hat, dann gab es faktisch Mindestrente.

Paßt beitragsmäßig sogar:
https://ddr-luftwaffe.blogspot.de/2011/09/renten-in-der-ddr.html

Nebenbei waren mit den Pflichtbeiträgen unsere Künstler auch
Krankenversichert (mit Krankengeld und Babyjahr).

Veith
--
Lieber Reich ins Heim, als heim ins Reich!
http://ddr-luftwaffe.blogspot.com
Veith
2017-03-02 09:26:32 UTC
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Permalink
Am Dienstag, 28. Februar 2017 23:15:01 UTC+1 schrieb Ingrid:

[Rentenhöhe]
Post by Peter Veith
Nicht, wenn sie sich - was anzunehmen ist - auf die Pflichtversicherung
(max. 60,- Mark) im Monat beschränkt hat, dann gab es faktisch Mindestrente.
Wie ich schon schrieb: Wir sind *alle* Opfer ... so Frau Fischer:

»"Hätte man mich damals besser bezahlt, ..., hätte ich auch mehr in die
Rentenversicherung einzahlen können und würde heute eine angemessenere Rente
für meine DDR-Arbeitsjahre beziehen", sagt Veronika Fischer dem KURIER.«
Quelle: http://www.berliner-kurier.de/25947902 ©2017

Das bestätigt meine Vermutung: Ohne die DDR hätte sie heute keine Pfenning
Rente ...

Nebenbei ist dieses "einzahlen *können*" schlicht falsch: Sie konnte (in die
FZR einzahlen). Und ich behaupte fröhlich: Ihr EInkommen war auch in der DDR
höher, als das von 90% der Bevölkerung ... die haben aber (meist) FZR
eingezahlt und dies - soweit sie es konnten - nach der Eingliederung in die
BRD fortgesetzt.
Post by Peter Veith
https://ddr-luftwaffe.blogspot.de/2011/09/renten-in-der-ddr.html
Nebenbei waren mit den Pflichtbeiträgen unsere Künstler auch
Krankenversichert (mit Krankengeld und Babyjahr).
Irgenwie schäbig^^^menschlich: Erst das Geld verjuxen und dann rumheulen.

Veith
--
Lieber Reich ins Heim, als heim ins Reich!
http://ddr-luftwaffe.blogspot.com
Veith
2018-10-16 14:14:48 UTC
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Post by Veith
»"Hätte man mich damals besser bezahlt, ..., hätte ich auch mehr in die
Rentenversicherung einzahlen können und würde heute eine angemessenere Rente
für meine DDR-Arbeitsjahre beziehen", sagt Veronika Fischer dem KURIER.«
Quelle: http://www.berliner-kurier.de/25947902 ©2017
Das bestätigt meine Vermutung: Ohne die DDR hätte sie heute keine Pfenning
Rente ...
Veronika Fischer hat ihren Rentenstreit bereits im letzten Jahr verloren[*],
dafür bessert sie ihr Einkommen mit einer wohl nur erweiterten Neuauflage ihres
alten Buches auf:
https://www.amazon.de/Woher-Wohin-Veronika-Fischer/dp/3355018716

Mit Bedauern mußte ich zur Kenntnis nehmen, daß auch Dagmar Frederic seit der
Deutschen Normalität offenbar nicht mehr in die Rentenkasse eingezahlt hatte:

»750 Euro Rente erhalte sie im Monat. "Aber davon könnte ich nicht leben." Sie
verdiene sich mit Auftritten ein Zubrot. Sie werde zum Glück noch für 50
Konzerte im Jahr gebucht ...« Zumindest wird nicht der DDR Schuld gegeben.

BTW Bei ihrem Nachlaßstreit ging es nicht eben um Peanuts.

[*] Es ging Frau Fischer um eine Rehabilitierung nach dem Verwaltungsrechtlichen
Rehabilitierungsgesetz, vgl.:
http://tiny.cc/VG-Berlin

Pe" DDR-Luftwaffe.de "ter
Veith
2018-10-16 14:22:02 UTC
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Permalink
Am Dienstag, 16. Oktober 2018 16:14:49 UTC+2 zitierte Ingrid:

[Dagmar Frederic]
Post by Veith
»750 Euro Rente erhalte sie im Monat. "Aber davon könnte ich nicht leben." Sie
verdiene sich mit Auftritten ein Zubrot. Sie werde zum Glück noch für 50
Konzerte im Jahr gebucht ...« Zumindest wird nicht der DDR Schuld gegeben.
Sorry, Link vergessen: http://tiny.cc/MZ-web

Pe" DDR-Luftwaffe.de "ter
René Marquardt
2018-10-16 21:57:46 UTC
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Permalink
Post by Veith
[Dagmar Frederic]
Post by Veith
»750 Euro Rente erhalte sie im Monat. "Aber davon könnte ich nicht leben." Sie
verdiene sich mit Auftritten ein Zubrot. Sie werde zum Glück noch für 50
Konzerte im Jahr gebucht ...« Zumindest wird nicht der DDR Schuld gegeben.
Sorry, Link vergessen: http://tiny.cc/MZ-web
Passt schon, hat eh kein Aas interessiert.
Achim Ebeling
2018-10-17 06:08:03 UTC
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Post by René Marquardt
Passt schon, hat eh kein Aas interessiert.
Für was sollte sich tote Materie auch interessieren?
Ronald Konschak
2018-10-17 08:40:15 UTC
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Post by René Marquardt
Post by Veith
[Dagmar Frederic]
Post by Veith
»750 Euro Rente erhalte sie im Monat. "Aber davon könnte ich nicht leben." Sie
verdiene sich mit Auftritten ein Zubrot. Sie werde zum Glück noch für 50
Konzerte im Jahr gebucht ...« Zumindest wird nicht der DDR Schuld gegeben.
Sorry, Link vergessen: http://tiny.cc/MZ-web
Passt schon, hat eh kein Aas interessiert.
Ein bemerkenswertes Selbstbild hast du da.

Ronald.
--
Lebe so, dass es Julian Reichelt* missfällt.

* Chefredakteur der BILD-Zeitung
Wolf gang P u f f e
2018-10-17 07:11:18 UTC
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Post by Veith
[Dagmar Frederic]
Post by Veith
»750 Euro Rente erhalte sie im Monat. "Aber davon könnte ich nicht leben." Sie
verdiene sich mit Auftritten ein Zubrot. Sie werde zum Glück noch für 50
Konzerte im Jahr gebucht ...« Zumindest wird nicht der DDR Schuld gegeben.
Sorry, Link vergessen: http://tiny.cc/MZ-web
"Dagmar Frederic Seine Rente reicht dem DDR-Star nicht zum Leben"
Seine?
War Dagmar nicht immer eine Frau?
Also Ihre!

W.
Veith
2018-10-17 07:33:03 UTC
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Post by Wolf gang P u f f e
Post by Veith
[Dagmar Frederic]
http://tiny.cc/MZ-web
"Dagmar Frederic Seine Rente reicht dem DDR-Star nicht zum Leben"
Seine?
War Dagmar nicht immer eine Frau?
Also Ihre!
*Der* Star, also dessen Rente ....

Es ist erstaunlich, das "Star" noch nicht gegendert wurde. Ich denke da immer
automatisch an Männer ;) Ganz schlimm wird es bei "Star und Sternchen" ...
Verniedlichungen betreffen meist das weibliche Geschlecht.

Vorschläge?!
- weibliche und männliche Stars und Sternchen
- Starrinnen und Stare
- Sturnus vulgaris

Pe" DDR-Luftwaffe.de "ter
Torsten Mueller
2018-10-17 08:08:52 UTC
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Post by Wolf gang P u f f e
"Dagmar Frederic Seine Rente reicht dem DDR-Star nicht zum Leben"
Seine?
War Dagmar nicht immer eine Frau?
Nicht immer.

T.M.
Ronald Konschak
2018-10-17 08:38:12 UTC
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Post by Veith
BTW Bei ihrem Nachlaßstreit ging es nicht eben um Peanuts.
Die Spurensuche im Gewebe erbrachte lediglich eine Summe von 170 000 €,
aber keine Hintergründe. Wie kann ich meine Neugier befriedigen?

Ronald.
--
Lebe so, dass es Julian Reichelt* missfällt.

* Chefredakteur der BILD-Zeitung
Veith
2018-10-17 09:35:24 UTC
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Post by Ronald Konschak
Post by Veith
BTW Bei ihrem Nachlaßstreit ging es nicht eben um Peanuts.
Die Spurensuche im Gewebe erbrachte lediglich eine Summe von 170 000 €,
aber keine Hintergründe. Wie kann ich meine Neugier befriedigen?
Über die Anfänge im Fachblatt:
https://www.superillu.de/dagmar-frederic-vor-gericht

Pe" DDR-Luftwaffe.de "ter
Ronald Konschak
2018-10-17 09:58:55 UTC
Antworten
Permalink
Post by Veith
Post by Ronald Konschak
Post by Veith
BTW Bei ihrem Nachlaßstreit ging es nicht eben um Peanuts.
Die Spurensuche im Gewebe erbrachte lediglich eine Summe von 170 000 €,
aber keine Hintergründe. Wie kann ich meine Neugier befriedigen?
https://www.superillu.de/dagmar-frederic-vor-gericht
Ahja, Neid und Missgunst, wie üblich.

Ronald.
--
Lebe so, dass es Julian Reichelt* missfällt.

* Chefredakteur der BILD-Zeitung
Paul
2018-10-17 12:47:47 UTC
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Post by Veith
Post by Ronald Konschak
Post by Veith
BTW Bei ihrem Nachlaßstreit ging es nicht eben um Peanuts.
Die Spurensuche im Gewebe erbrachte lediglich eine Summe von 170 000 €,
aber keine Hintergründe. Wie kann ich meine Neugier befriedigen?
https://www.superillu.de/dagmar-frederic-vor-gericht
Pe" DDR-Luftwaffe.de "ter
Auweia, Dich ekelt es wohl vor gar nichts? Ist Dir echt nichts peinlich?
Also Leute gibt es...

Paule
--
Eine richtig gute Anti-Malware-Lösung?
30 Tage kostenlos und ohne Risiko testen?
https://www.emsisoft.com/de/software/antimalware/?id=5716961
René Marquardt
2018-10-17 13:45:32 UTC
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Post by Paul
Post by Veith
Post by Ronald Konschak
Post by Veith
BTW Bei ihrem Nachlaßstreit ging es nicht eben um Peanuts.
Die Spurensuche im Gewebe erbrachte lediglich eine Summe von 170 000 €,
aber keine Hintergründe. Wie kann ich meine Neugier befriedigen?
https://www.superillu.de/dagmar-frederic-vor-gericht
Pe" DDR-Luftwaffe.de "ter
Auweia, Dich ekelt es wohl vor gar nichts? Ist Dir echt nichts peinlich?
Also Leute gibt es...
Nicht, dass du unrecht haettest, aber koenntest du, wenns nicht
des Layouts wegen eindeutig waere, heute noch Super-Illu, Spiegel,
Stern, und Focus voneinander unterscheiden?
Daniel Krebs
2018-10-22 19:10:42 UTC
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Post by René Marquardt
Post by Paul
Post by Veith
Post by Ronald Konschak
Post by Veith
BTW Bei ihrem Nachlaßstreit ging es nicht eben um Peanuts.
Die Spurensuche im Gewebe erbrachte lediglich eine Summe von 170 000 €,
aber keine Hintergründe. Wie kann ich meine Neugier befriedigen?
https://www.superillu.de/dagmar-frederic-vor-gericht
Pe" DDR-Luftwaffe.de "ter
Auweia, Dich ekelt es wohl vor gar nichts? Ist Dir echt nichts peinlich?
Also Leute gibt es...
Nicht, dass du unrecht haettest, aber koenntest du, wenns nicht
des Layouts wegen eindeutig waere, heute noch Super-Illu, Spiegel,
Stern, und Focus voneinander unterscheiden?
Kann man am Verkaufspreis erkennen.
HTH
Daniel
ps. Du hast die Landlust vergessen.
--
"die abschaffung der komputer: wir fordern sie, machtvoll.
Komputer sind scheiße ... ich möchte gerne wieder vor den riesigen
Listen sitzen und menschlich sein. menschlich und uneffektiv!"
Ronald M. Schernikau
René Marquardt
2018-10-22 21:11:48 UTC
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Post by Daniel Krebs
Post by René Marquardt
Post by Paul
Post by Veith
Post by Ronald Konschak
Post by Veith
BTW Bei ihrem Nachlaßstreit ging es nicht eben um Peanuts.
Die Spurensuche im Gewebe erbrachte lediglich eine Summe von 170 000 €,
aber keine Hintergründe. Wie kann ich meine Neugier befriedigen?
https://www.superillu.de/dagmar-frederic-vor-gericht
Pe" DDR-Luftwaffe.de "ter
Auweia, Dich ekelt es wohl vor gar nichts? Ist Dir echt nichts peinlich?
Also Leute gibt es...
Nicht, dass du unrecht haettest, aber koenntest du, wenns nicht
des Layouts wegen eindeutig waere, heute noch Super-Illu, Spiegel,
Stern, und Focus voneinander unterscheiden?
Kann man am Verkaufspreis erkennen.
HTH
Daniel
ps. Du hast die Landlust vergessen.
Ebenso die Bäckerblume und die Apotheken-Rundschau.
x***@gmail.com
2018-10-23 16:00:11 UTC
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Permalink
Post by René Marquardt
Post by Daniel Krebs
Post by René Marquardt
Nicht, dass du unrecht haettest, aber koenntest du, wenns nicht
des Layouts wegen eindeutig waere, heute noch Super-Illu, Spiegel,
Stern, und Focus voneinander unterscheiden?
Kann man am Verkaufspreis erkennen.
ps. Du hast die Landlust vergessen.
Ebenso die Bäckerblume und die Apotheken-Rundschau.
Nee, solche kostenlose Werbeblättchen sind damit nicht zu
vergleichen. Landlust ist schon ein publizistischer Coup -
mit null Inhalt hat das Blatt jetzt eine Auflage von deutlich
über 1 Mio. pro Heft und damit mehr als der Stern - FR
Frank Hucklenbroich
2018-10-23 09:35:48 UTC
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Post by René Marquardt
Post by Paul
Post by Veith
Post by Ronald Konschak
Post by Veith
BTW Bei ihrem Nachlaßstreit ging es nicht eben um Peanuts.
Die Spurensuche im Gewebe erbrachte lediglich eine Summe von 170 000 €,
aber keine Hintergründe. Wie kann ich meine Neugier befriedigen?
https://www.superillu.de/dagmar-frederic-vor-gericht
Pe" DDR-Luftwaffe.de "ter
Auweia, Dich ekelt es wohl vor gar nichts? Ist Dir echt nichts peinlich?
Also Leute gibt es...
Nicht, dass du unrecht haettest, aber koenntest du, wenns nicht
des Layouts wegen eindeutig waere, heute noch Super-Illu, Spiegel,
Stern, und Focus voneinander unterscheiden?
Zumindest der Focus war von Anfang an dafür bekannt, sehr kurze Artikel
abzudrucken. Da ging selten mal etwas über mehr als zwei Seiten. Fand ich
schon immer blöd.

Der Spiegel war zumindest früher das genaue Gegenteil, da gab es Artiekl,
die waren 10 - 15 Seiten lang, und sehr textlastig.

Im Stern gab es eher viele Bilder (und noch mehr Werbung).

Mag aber sein, daß sich das alles etwas angeglichen hat, ich schon länger
kein Exemplar mehr in Händen gehalten.

Grüße,

Frank
Daniel Krebs
2018-10-24 05:58:33 UTC
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Post by Frank Hucklenbroich
Mag aber sein, daß sich das alles etwas angeglichen hat, ich schon länger
kein Exemplar mehr in Händen gehalten.
Kein Wunder.
Viersuch es mal hiermit:
<https://www.monde-diplomatique.de>
Daniel
--
"die abschaffung der komputer: wir fordern sie, machtvoll.
Komputer sind scheiße ... ich möchte gerne wieder vor den riesigen
Listen sitzen und menschlich sein. menschlich und uneffektiv!"
Ronald M. Schernikau
x***@gmail.com
2018-10-23 15:39:04 UTC
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Post by Matthias Opatz
Post by Ronald Konschak
Ein Dauerthema, nicht nur für DDR-Künstler. Die BRD lebt bezüglich
ihrer Künstler noch im Mittelalter, als Musikanten und Schauspieler
"fahrendes Volk" waren, und auf unterster sozialer Stufe standen.
Woraus schließt Du das? Daß sie sich selber kümmern müssen, anstatt
gleich Honorarabzüge für die gesetzliche Krankenkasse zu bekommen?
Hä, kommst'n jetzt uff Krankenkasse?
Post by Matthias Opatz
Mußten sie das in der DDR nicht auch?
Post by Ronald Konschak
Es gibt zwar die Künstlersozialkasse, aber die Zugangsvorausetzungen
kann kaum ein freiberuflicher Künstler erfüllen.
Das ist Quatsch. Wer davon lebt, erfüllt die Voraussetzungen.
Det gloobst aber ooch nur Du.

Früher war es in Ost und West übrigens so und aus Reichszeiten
tradiert, daß Honorare unabhängig von der Höhe pauschal besteuert
wurden - ich hab da was von 20 % im Hinterkopf.
In der Bundesrepublik ist diese Honorarsteuer, wohl in den 70ern,
abgeschafft worden, was zu deutlich stärkerer Besteuerung
zumindest von höheren Honoraren geführt hat - FR
Peter Veith
2018-10-23 18:32:29 UTC
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Am 23.10.2018 um 17:39 schrieb ***@gmail.com:

[Künstlersozialkasse - West]
Post by x***@gmail.com
Früher war es in Ost und West übrigens so und aus Reichszeiten
tradiert, daß Honorare unabhängig von der Höhe pauschal besteuert
wurden - ich hab da was von 20 % im Hinterkopf.
WIEDERHOLUNG
Post by x***@gmail.com
Seit 1958 unterlagen u.a. hauptberufliche Sängerinnen dem -
steuerbegünstigten - "Jahressteuertarif H".
Die soziale Absicherung war u.a. im Gesetzblatt der DDR, Sonderdruck
Nr. 942 vom 6. Januar 1978 geregelt. Für Künstler der
Unterhaltungskunst war dabei eine Zulassung nach der
„Zulassungsordnung Unterhaltungskunst" erforderlich.
Voraussetzung für die Pflichtversicherung war, daß die Einkünfte
mindestens 900, — Mark im *Kalenderjahr* betrugen.
Als Leistungen der Sozialversicherung wurden für die Freiberufler
— Mindestrente (*wenn* keine Beiträge für die freiwillige Zusatzrente
gezahlt wurden),
— Mütter- und Babyjahr mit bestimmten Tagessätzen,
— sechs bis elf Mark pro Tag im Krankheitsfall.
Für Kunst- und Kulturschaffende wurde bei der freiwilligen
Zusatzrente ein 10%iger Zuschuß aus Mitteln des Ministeriums für
Kultur gezahlt, d.h. die anderen mußten 20% statt 10% zahlen.
GOTO BT-Drucksache 12/21 vom 03.01.1991
HINT
Veith
--
“Where facts are few, experts are many.” by Donald R. Gannon
http://ddr-luftwaffe.blogspot.com
Peter Veith
2017-02-27 17:09:12 UTC
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Post by Ronald Konschak
Post by Peter Veith
https://www.rbb-online.de/panorama/beitrag/av7/ddr-saengerin-veronika-fischer-kaempft-um-rente.html
http://www.berliner-kurier.de/berlin/leute/veronika-fischer--die-spaete-renten-rache-der-ddr-25812232
Unglaublich: "Honorare für die spätere Rente anzulegen – daran hat
doch damals kaum einer gedacht."
Es gibt zwar die Künstlersozialkasse, aber die Zugangsvorausetzungen
kann kaum ein freiberuflicher Künstler erfüllen.
Ich spekuliere auch, daß die 350-EUR-Rente von Frau Fischer, lediglich
auf ihrer DDR-Zeit beruht und sie ab 1981 keine Vorsorge getroffen hat.

Sich dann auf "DDR-Unrecht" zu berufen, hat was.
Post by Ronald Konschak
Ob der Vertrag mit AMIGA ein besonders unvorteilhafter war, wage ich
zu bezweifeln. Nach meiner Kenntnis war es üblich, ein einmaliges
Honorar zu zahlen, eine Umsatzbeteiligung war nicht vorgesehen. 5000
Mark waren da auch schon recht ordentlich, ich hörte von Beträgen,
die bei einem Zehntel davon lagen.
Im DDR-Lexikon heißt es dazu: "Soweit die Honorierung der Künstler nicht
unter Koproduzenten auszuhandeln war, galten in der DDR
Honorarordnungen, die der Bestätigung durch die Ministerien für Kultur
und für Finanzen bedurften. Davon abweichende Sonderregelungen, etwa
die für »Schallplattenmillionäre« wie Güttler und Schreier oder auch für
›Die Puhdys‹ bestehenden Exklusivverträge mit Umsatzbeteiligung, waren
höchst selten."

Über Rentensystem von Unterhaltungskünstlern ist allerdings nichts zu
finden.

Veith
--
Lieber Reich ins Heim, als heim ins Reich!
http://ddr-luftwaffe.blogspot.com
g.kuehne
2017-02-28 07:13:21 UTC
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Post by Peter Veith
Über Rentensystem von Unterhaltungskünstlern ist allerdings nichts zu
Nur soviel dazu mein Vater war Berufsmusiker.
Der hat freiwillig zusätzliche Beträge zur Rentenversicherung
abgeführt.
Man musste schon selbst abgeben. So genau wurde da nicht überwacht.
GK
--
ohne
Florian Ritter
2017-02-28 19:31:56 UTC
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Post by Ronald Konschak
Post by Peter Veith
"Honorare für die spätere Rente anzulegen – daran hat doch damals kaum
einer gedacht."
Es gibt zwar die Künstlersozialkasse, aber die Zugangsvorausetzungen
kann kaum ein freiberuflicher Künstler erfüllen.
Magst Du uns mal die "Zugangsvoraussetzungen" benennen?
Ein Problem ist, daß niemand weiß, was als "künstlerisch"
gilt. Ich habe jahrelang zwangsweise in die KSK einzahlen
müssen wegen Tätigkeit als Redakteur, die als künstlerisch
eingeordnet wird. Der Graubereich ist groß, wie eine
Recherche per Suchmaschine zeigt. Nur mal als Exempel:
Ein zu den schlimmsten Befürchtungen Anlaß gebender
junger Mensch setzt einigermaßen erfolgreich seine Idee um,
für pekuniäre Vergütung Homepages zu gestalten - als
Künstler fühlt er sich dabei keinesfalls. Nach einigen
Jahren flattert ihm ein Schreiben der KSK ins Haus mit
horrenden Nachforderungen, eingeschlossen Strafzahlungen
und Verzugszinsen - dadurch ist er Knall auf Fall insolvent.
Post by Ronald Konschak
Wer nicht unter
die Deutsche-Bank-Armutsgrenze fällt, kann sich eine private Alters-
vorsorge leisten. Der Rest muss sehen, wo er bleibt. Deswegen war
auch der Vergleich mit Helene Fischer daneben. Die muss bestimmt
nicht in die Künstlersozialkasse einzahlen.
Wie kommst'n uff den dürren Zweig? Natürlich muß sie das!

FR
Matthias Opatz
2017-02-28 21:04:46 UTC
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Post by Florian Ritter
Post by Ronald Konschak
Post by Peter Veith
"Honorare für die spätere Rente anzulegen – daran hat doch damals kaum
einer gedacht."
Es gibt zwar die Künstlersozialkasse, aber die Zugangsvorausetzungen
kann kaum ein freiberuflicher Künstler erfüllen.
Magst Du uns mal die "Zugangsvoraussetzungen" benennen?
Ein Problem ist, daß niemand weiß, was als "künstlerisch"
gilt.
Doch, die wissen es haargenau. Hier ist der Tätigkeitkatalog.
<http://www.kuenstlersozialkasse.de/fileadmin/Dokumente/Mediencenter_Unternehmer_Verwerter/Informationsschriften/Info_06_-_Kuenstlerische_publizistische_Taetigkeiten_und_Abgabesaetze.pdf>
Post by Florian Ritter
Ich habe jahrelang zwangsweise in die KSK einzahlen
müssen wegen Tätigkeit als Redakteur, die als künstlerisch
eingeordnet wird.
Was für ein Schmarrn! Ohne selbst gestellten Antrag kommt niemand
in die KSK. Die einzigen, die zwanzsweise zahlen, sind Verwerter
künstlerischer und publizistischer leistungen, wie Verlage, Sender
oder Plattenfirmen.
Post by Florian Ritter
Der Graubereich ist groß, wie eine
Ein zu den schlimmsten Befürchtungen Anlaß gebender
junger Mensch setzt einigermaßen erfolgreich seine Idee um,
für pekuniäre Vergütung Homepages zu gestalten - als
Künstler fühlt er sich dabei keinesfalls. Nach einigen
Jahren flattert ihm ein Schreiben der KSK ins Haus mit
horrenden Nachforderungen, eingeschlossen Strafzahlungen
und Verzugszinsen - dadurch ist er Knall auf Fall insolvent.
Hast Du mal eine belegende Quelle?

Es könnte höchstens sein, daß er keine oder verschwindend geringe Beiträge
zur zB Krankenversicherung bezahlt hat (aber im alle Leistungen zur
verfügung standen, daß ist ja der Sinn einer Solidargemeischaft, wie eine
Krankenklasse eine ist), die hat dann aber festgestellt, daß er anders als
in seinem Status angegeben (was weiß ich, Student) erhebliche Einnahmen
hatte. Dann hat die Krankenkasse jedes recht der Welt, hier nachzubohren,
um die ehrlich einzahlenden zu schützen.
Post by Florian Ritter
Wie kommst'n uff den dürren Zweig? Natürlich muß sie das!
Natürlich muss sie das nicht. Sie kann sich auch privat versichern und
alles selber zahlen. Nur gar nicht zahlen geht nicht.

Matthias
Florian Ritter
2017-03-01 10:48:17 UTC
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Post by Matthias Opatz
Post by Florian Ritter
Ich habe jahrelang zwangsweise in die KSK einzahlen
müssen wegen Tätigkeit als Redakteur, die als künstlerisch
eingeordnet wird.
Was für ein Schmarrn! Ohne selbst gestellten Antrag kommt niemand
in die KSK. Die einzigen, die zwanzsweise zahlen, sind Verwerter
künstlerischer und publizistischer leistungen, wie Verlage, Sender
oder Plattenfirmen.
In die Verlegenheit, einen Antrag zu stellen, kam ich nicht -
die Herausgeber zogen mir vom Honorar den KSK-Beitrag ab und
überwiesen ihn auf deren Kto.

FR
x***@gmail.com
2018-10-23 15:27:43 UTC
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Post by Ronald Konschak
Ein Dauerthema, nicht nur für DDR-Künstler. Die BRD lebt bezüglich
ihrer Künstler noch im Mittelalter, als Musikanten und Schauspieler
"fahrendes Volk" waren, und auf unterster sozialer Stufe standen.
Es gibt zwar die Künstlersozialkasse, aber die Zugangsvorausetzungen
kann kaum ein freiberuflicher Künstler erfüllen. Wer nicht unter
die Deutsche-Bank-Armutsgrenze fällt, kann sich eine private Alters-
vorsorge leisten. Der Rest muss sehen, wo er bleibt. Deswegen war
auch der Vergleich mit Helene Fischer daneben. Die muss bestimmt
nicht in die Künstlersozialkasse einzahlen.
Warum sollte die davon ausgenommen sein?

Die KSK ist ein Unfug, der abgestellt gehört.
Es fängt schon bei der Definition des "Künstlers" an,
wer fällt darunter und wer nicht.
Nehmen wir mal an, ein Schüler gestaltet Websites, bekommt
dafür Vergütungen, macht das dann zu seinem Beruf und nach
10 Jahren flattert ihm ein Schreiben der KSK ins Haus mit
Nachforderungen, da er ja künstlerisch tätig war. Mit Mahngebühren,
Zinsen &cet. in summa ein deutlich vierstelliger Betrag.
So und ähnlich sind von der KSK schon viele in den Ruin getrieben worden.
Und selbst wenn sie die Beiträge entrichtet hätten, so hätten
sie keinerlei Anspruch an die KSK erworben.
Ich habe jahrelang an die KSK abgeführt, denn als Redakteur
galt ich als Künstler. Ich sehe das nicht so, aber das
interessiert niemanden.
Meine Anfrage an die KSK, welchen Anspruch ich nun erworben
hätte, wurde lakonisch beantwortet: gar keinen.

FR
Ronald Konschak
2018-10-24 16:06:16 UTC
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Post by x***@gmail.com
Post by Ronald Konschak
Ein Dauerthema, nicht nur für DDR-Künstler. Die BRD lebt bezüglich
ihrer Künstler noch im Mittelalter, als Musikanten und Schauspieler
"fahrendes Volk" waren, und auf unterster sozialer Stufe standen.
Es gibt zwar die Künstlersozialkasse, aber die Zugangsvorausetzungen
kann kaum ein freiberuflicher Künstler erfüllen. Wer nicht unter
die Deutsche-Bank-Armutsgrenze fällt, kann sich eine private Alters-
vorsorge leisten. Der Rest muss sehen, wo er bleibt. Deswegen war
auch der Vergleich mit Helene Fischer daneben. Die muss bestimmt
nicht in die Künstlersozialkasse einzahlen.
Warum sollte die davon ausgenommen sein?
Weil die von jeder Privatversicherung mit Kusshand genommen wird.
Womit wir bei der grundsätzlichen Perversion des westdeutschen
Rentensystems wären.
--
Lebe so, dass es Julian Reichelt* missfällt.

* Chefredakteur der BILD-Zeitung
Wolf gang P u f f e
2017-02-27 20:39:40 UTC
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Post by Peter Veith
https://www.rbb-online.de/panorama/beitrag/av7/ddr-saengerin-veronika-fischer-kaempft-um-rente.html
http://www.berliner-kurier.de/berlin/leute/veronika-fischer--die-spaete-renten-rache-der-ddr-25812232
"Honorare für die spätere Rente anzulegen – daran hat doch damals kaum
einer gedacht."
Immerhin kommen noch 350 Euro Rente im Monat heraus: Ausbildung und
Mütterente?
Das erinnert mich an "Dieter, Der Film".
Dieter Bohlen zeigt in seinem Trickfilm mehrfach seine Ängste, eines
Tages in der Gosse zu landen. Immer wieder hört er in Gedanken seines
Vaters Worte, stets etwas Geld auf die hohe Kante zu legen.
Auch Drafi Deutscher kommt im Film vor. Der arme jagt in der
Plattenfirma dem letzten Groschen nach, und muss feststellen, da ist
nichts mehr.

Scheinbar ist die schnelle persönliche Pleite im singenden Geschäft kein
spezielles Problem ostdeutscher Künstler.

W.
Peter Veith
2017-02-27 21:32:12 UTC
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Post by Wolf gang P u f f e
Veronika Fischer kämpft um "ihre" Rente: ...
Dieter Bohlen zeigt in seinem Trickfilm mehrfach seine Ängste, eines
Tages in der Gosse zu landen ... Auch Drafi Deutscher kommt im Film
vor.
Scheinbar ist die schnelle persönliche Pleite im singenden Geschäft
kein spezielles Problem ostdeutscher Künstler.
Ja, aber *noch* haben Dieter und Drafi keine Chance an eine
"Wiedergutmachung von Rentennachteilen durch DDR-Unrecht" zu kommen, das
bleibt privilegierten (Ex-) Ossis vorbehalten ... und keine Pfennig
eingezahlt!

Zum Glück wurden aber die Antragsfristen in den Rehabilitierungsgesetzen
(VwRehaG und das BerRehaG) "letztmalig" bis zum 31. Dezember 2019
verlängert.

Puhhhh, wird noch, s.a.:
http://www.bmjv.de/SharedDocs/Downloads/DE/PDF/AbteilungenReferate/VerwaltungsrechtlicheRehabilitierung.pdf

Veith
--
Lieber Reich ins Heim, als heim ins Reich!
http://ddr-luftwaffe.blogspot.com
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