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Beileid...
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Jörg Knebel
2020-10-02 20:28:27 UTC
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... zum 30. Jahrestag der Okkupation.

Laut DW-Beitrag (offiziele Quelle?) ist selbst nach 30 Jahren noch nix
zusammenewachsen.
Peter Veith
2020-10-02 20:43:19 UTC
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.... zum 30. Jahrestag der Okkupation.
Nun, die Feierlichkeiten habe auch ihre erheiternden Seiten: "Die
Besucher müssen während der Feierlichkeiten auch im Freien in Teilen der
Potsdamer Innenstadt einen Mund-Nasenschutz tragen."
https://www.rbb24.de/politik/beitrag/2020/09/potsdam-brandenburg-einheitsfeier-30-jahre-festakt-programm.html

Es bietet sich so was an:
https://www.redbubble.com/de/i/maske/30-Jahre-Deutsche-Einheit-Deutschland-von-Victus76/56835293.9G0D8

Ich werde mir morgen den Maskenball absehen und diffamierende Bilder
schießen ... die Symbolik!

:-D

Veith
--
"Sie gaben uns Zettel zum Wählen, Wir gaben die Waffen her, Sie gaben
uns ein Versprechen, Und wir gaben unser Gewehr." Brecht
http://www.DDR-LUFTWAFFE.de
Friedrich Karl Siebert
2020-10-02 22:11:32 UTC
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Post by Peter Veith
.... zum 30. Jahrestag der Okkupation.
Nun, die Feierlichkeiten habe auch ihre erheiternden Seiten: "Die
Besucher müssen während der Feierlichkeiten auch im Freien in Teilen der
Potsdamer Innenstadt einen Mund-Nasenschutz tragen."
https://www.rbb24.de/politik/beitrag/2020/09/potsdam-brandenburg-einheitsfeier-30-jahre-festakt-programm.html
https://www.redbubble.com/de/i/maske/30-Jahre-Deutsche-Einheit-Deutschland-von-Victus76/56835293.9G0D8
Ich werde mir morgen den Maskenball absehen und diffamierende Bilder
schießen ... die Symbolik!
:-D
Veith
Ihr könnt hier noch soviel rummotzen, eure geliebte DDR bekommt ihr
nicht zurück.
--
mit freundlichem Gruß
F.K.
Peter Veith
2020-10-02 22:48:41 UTC
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Post by Friedrich Karl Siebert
Post by Peter Veith
Ich werde mir morgen den Maskenball absehen und diffamierende Bilder
schießen ... die Symbolik!
:-D
Ihr könnt hier noch soviel rummotzen, eure geliebte DDR bekommt ihr
nicht zurück.
Du meinst, die Maske schützt uns^^^dich davor?

Mmmh, ich möchte nichts ausschließen, zumal auch weitgehend hinter der
Maske die Sicherung der Staatsgrenze verstärkt wird:

"Brandenburg baut festen Zaun an Grenze zu Polen"
https://www.rbb24.de/panorama/beitrag/2020/09/asp-zaun-frankfurt-nonnemacher-veterinaeramt.html

Wording: "Seit dem 1. Oktober 2020 gelten wieder umfassend
differenzierte Reise- und Sicherheitshinweise bzw. Reisewarnungen"
https://www.auswaertiges-amt.de/de/ReiseUndSicherheit/covid-19/2296762

Natürlich nur zu unserem Schutz, war 1961 nicht anders wirklichhhhh.

"Keine Atempause, Geschichte wird *gemacht*" (Fehlfarben)
Veith
--
Dem Frieden verpflichtet:
http://www.DDR-Luftwaffe.de
Wolf gang P u f f e
2020-10-03 08:30:20 UTC
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Post by Peter Veith
Mmmh, ich möchte nichts ausschließen, zumal auch weitgehend hinter der
"Brandenburg baut festen Zaun an Grenze zu Polen"
https://www.rbb24.de/panorama/beitrag/2020/09/asp-zaun-frankfurt-nonnemacher-veterinaeramt.html
Vor einem Jahr ergossen sich die Medien mit negativer und einseitiger
Berichterstattung über den 1,4m hohen Grenzzaun, den Dänemark lange vor
dem anrücken der Schweine in Vorraussicht errichtete.
Ein Symbol der Teilung mitten in Europa.
https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/die_reportage/Staatsfeind-Wildschwein,sendung944022.html
https://www.haz.de/Nachrichten/Der-Norden/Zaun-an-der-deutsch-daenischen-Grenze-Ein-Symbol-der-Trennung
Vollkommen sinnlos und mit 1,4m viel zu niedrig um Wildscheine
abzuhalten.
Es wurde nur Leute gezeigt, die diesen Zaun ablehnen und das ganze
negativ sehen. Bauern, die nun Umwege zu ihren Feldern fahren müssen.
Touristenströme, die nur mal Zaun gucken wollen.
https://www.deutschlandfunk.de/schutz-vor-der-schweinepest-irritation-ueber-daenischen.795.de.html?dram:article_id=463675
Im Naturschutzgebiet, nun getrennte Populationen ... usw. usf.
Da war rein gar nichts mehr positives über die Dänen zu Berichten.
https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/die_nordstory/Ein-grenzwertiger-Zaun-Daenemark-macht-dicht,sendung964268.html
https://www.merkur.de/politik/daenemark-baut-zaun-an-grenze-zu-deutschland-minister-zweifelt-an-sinnhaftigkeit-zr-11560747.html
https://www.agrarheute.com/tier/schwein/asp-zaun-daenischen-grenze-steht-kritik-556856
https://www.br.de/nachrichten/deutschland-welt/schweinepest-daenemarks-grenzwertiger-zaun,RkLCNLn
.
.
.
Und jetzt, wo die Schweinepest schon da ist, hampeln die Deutschen an
der polnischen Grenze mit diesen kaum 40cm hohen labilen Netzzäunen rum?
Man kommt vor Lachen nicht mehr zur Ruhe!

W.
gunter kühne
2020-10-03 04:03:55 UTC
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Post by Friedrich Karl Siebert
Post by Peter Veith
.... zum 30. Jahrestag der Okkupation.
Nun, die Feierlichkeiten habe auch ihre erheiternden Seiten: "Die
Besucher müssen während der Feierlichkeiten auch im Freien in Teilen der
Potsdamer Innenstadt einen Mund-Nasenschutz tragen."
https://www.rbb24.de/politik/beitrag/2020/09/potsdam-brandenburg-einheitsfeier-30-jahre-festakt-programm.html
https://www.redbubble.com/de/i/maske/30-Jahre-Deutsche-Einheit-Deutschland-von-Victus76/56835293.9G0D8
Ich werde mir morgen den Maskenball absehen und diffamierende Bilder
schießen ... die Symbolik!
:-D
Veith
Ihr könnt hier noch soviel rummotzen, eure geliebte DDR bekommt ihr
nicht zurück.
Die Alte nicht, aber die Neue ist ja schon fast da :)
Wolf gang P u f f e
2020-10-03 08:02:14 UTC
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Post by gunter kühne
Post by Friedrich Karl Siebert
Post by Peter Veith
.... zum 30. Jahrestag der Okkupation.
Nun, die Feierlichkeiten habe auch ihre erheiternden Seiten: "Die
Besucher müssen während der Feierlichkeiten auch im Freien in Teilen der
Potsdamer Innenstadt einen Mund-Nasenschutz tragen."
https://www.rbb24.de/politik/beitrag/2020/09/potsdam-brandenburg-einheitsfeier-30-jahre-festakt-programm.html
https://www.redbubble.com/de/i/maske/30-Jahre-Deutsche-Einheit-Deutschland-von-Victus76/56835293.9G0D8
Ich werde mir morgen den Maskenball absehen und diffamierende Bilder
schießen ... die Symbolik!
:-D
Veith
Ihr könnt hier noch soviel rummotzen, eure geliebte DDR bekommt ihr
nicht zurück.
Die Alte nicht, aber die Neue ist ja schon fast da :)
Na dann ist Beileid angebracht.
Jörg Knebel
2020-10-03 07:42:56 UTC
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On 03 /10 /2020 at 08:11:32 AEST, "Friedrich Karl Siebert"
Post by Friedrich Karl Siebert
Ihr könnt hier noch soviel rummotzen, eure geliebte DDR bekommt ihr
nicht zurück.
Ich glaube die wollen einfach nun endlich nicht mehr Deutsche zweiter Klasse
behandelt werden - es wundert mich sowieso das es immer noch nicht auf die
Wessifresse gegeben hat.


Ansonsten wünsche ich Dir gute Besserung.
Achim Ebeling
2020-10-03 07:24:52 UTC
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Post by Peter Veith
https://www.redbubble.com/de/i/maske/30-Jahre-Deutsche-Einheit-Deutschland-von-Victus76/56835293.9G0D8
Da bleibe ich lieber zu Hause in meinem Kämmerlein, als mir so einen
Scheiß anzutun.
Post by Peter Veith
Ich werde mir morgen den Maskenball absehen und diffamierende Bilder
schießen ... die Symbolik!
Nee, nee ich bin da nicht dabei, auch nicht als Zaungast.
Mir geht schon das dumme, ähm kluge Gerede im Radio auf meine feinen
chinesischen Seitennerven.
Da muss ich das nicht noch "lebend" erleben.

Feiert Ihr man alle den Untergang der DDR.
Ohne mich.


Bis denne
Achim
klaus reile
2020-10-03 09:35:55 UTC
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Am Fri, 2 Oct 2020 20:28:27 +0000 (UTC)
Post by Jörg Knebel
... zum 30. Jahrestag der Okkupation.
Laut DW-Beitrag (offiziele Quelle?) ist selbst nach 30 Jahren noch nix
zusammenewachsen.
Gestern gab es im MDR und im RBB gleichzeitig eine Sendung zum Thema.

https://www.mdr.de/tv/programm/sendung900706_date-2020-10-02_ipgctx-true_zc-905525cf.html

Wer das gesehen hat, weiss ich nicht. Mir gefiel, was der ehemalige
SPD-Mann, Afghanistankämpfer und jetziges AfD-Mitglied Rene Springer
zum Thema zu sagen hatte. Hut ab. Er sagte es kurz vor Ende der
Sendung, bevor die üblichen Schwaflerinnen und Bescönigerinnen dann zum
Schlusswort ansetzten.

Klaus
--
Natürlich hat jeder eine eigene Meinung. Nur weiss auch jeder,
wo diese eigene Meinung herkommt? (Lisa Fitz)

Interessante Meinungen auch von http://www.freiewelt.net/
Jörg Knebel
2020-10-03 10:55:14 UTC
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Post by klaus reile
Gestern gab es im MDR und im RBB gleichzeitig eine Sendung zum Thema.
Ich gehe davon aus/ hoffe das sich das viele anschauen - ich habe es nicht
getan, weil ich seit langem nicht mal mehr deutscher zweiter Klasse bin
klaus reile
2020-10-03 11:30:09 UTC
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Am Sat, 3 Oct 2020 10:55:14 +0000 (UTC)
Post by Jörg Knebel
Post by klaus reile
Gestern gab es im MDR und im RBB gleichzeitig eine Sendung zum Thema.
Ich gehe davon aus/ hoffe das sich das viele anschauen - ich habe es
nicht getan, weil ich seit langem nicht mal mehr deutscher zweiter
Klasse bin
Interessant fand ich immerhin die dort vorgebrachten Meinungen zum
Thema. Besonders die, der Angepassten.

Warum 2ter Klasse? Warum lassen sich die Leute so klassifizieren?
Die Grenzen waren gerade offen und ich nahm die Chance wahr, das Grab
meiner Grosseltern in Greifswald aufzusuchen. Auf dem dortigen
Wochenmarkt nur Ramschverkäufer aus dem Westen. Auf meine Nachfrage
nach dem Warum bei einem der wenigen örtlichen Anbieter war die Antwort
etwa: Och, die haben ja alle Mercedesse, da können wir ja doch nicht
mithalten. Lassen sich die ehemaligen DDR-Deutschen immer noch so
blenden? Haben sie nach 30 Jahren das System immer noch nicht
durchschaut?

Klaus
--
Natürlich hat jeder eine eigene Meinung. Nur weiss auch jeder,
wo diese eigene Meinung herkommt? (Lisa Fitz)

Glaube wenig. Hinterfrage alles. Denke selbst.
Jörg Knebel
2020-10-03 12:22:46 UTC
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Post by klaus reile
Lassen sich die ehemaligen DDR-Deutschen immer noch so
blenden? Haben sie nach 30 Jahren das System immer noch nicht
durchschaut?
Hihi, ich bin echt die falscheste Person die Du fragen könntest.

Ich habe die Verkommenheit dieser "BRD" schon vor der Okkupation gesehen und
Erfahren und meine Schlüsse gezogen und dann schlußendlich 1997 abgehauen.
Bis dahin habe ich den Okkupanten geschadet wo ich konnte. :o)))


Wie wäre iene Volsabstimmung zur "Vereinigung" in Ost und West audgegangen
wenn mat eine abgehaltewn hätte?
gunter kühne
2020-10-03 12:58:38 UTC
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Post by Jörg Knebel
Post by klaus reile
Lassen sich die ehemaligen DDR-Deutschen immer noch so
blenden? Haben sie nach 30 Jahren das System immer noch nicht
durchschaut?
Hihi, ich bin echt die falscheste Person die Du fragen könntest.
Ich habe die Verkommenheit dieser "BRD" schon vor der Okkupation gesehen und
Erfahren und meine Schlüsse gezogen und dann schlußendlich 1997 abgehauen.
Bis dahin habe ich den Okkupanten geschadet wo ich konnte. :o)))
Wie wäre iene Volsabstimmung zur "Vereinigung" in Ost und West audgegangen
wenn mat eine abgehaltewn hätte?
ICH GLAUBE DAMALS 40:60 für die DDR
Heute dasselbe, nur andersherum. :(
Friedrich Karl Siebert
2020-10-03 13:14:18 UTC
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Post by Jörg Knebel
Post by klaus reile
Lassen sich die ehemaligen DDR-Deutschen immer noch so
blenden? Haben sie nach 30 Jahren das System immer noch nicht
durchschaut?
Hihi, ich bin echt die falscheste Person die Du fragen könntest.
Ich habe die Verkommenheit dieser "BRD" schon vor der Okkupation gesehen und
Erfahren und meine Schlüsse gezogen und dann schlußendlich 1997 abgehauen.
Bis dahin habe ich den Okkupanten geschadet wo ich konnte. :o)))
Wie wäre iene Volsabstimmung zur "Vereinigung" in Ost und West audgegangen
wenn mat eine abgehaltewn hätte?
Es gab doch eine Volksabstimmung - in Form einer freien und geheimen Wahl!

https://de.wikipedia.org/wiki/Volkskammerwahl_1990
--
mit freundlichem Gruß
F.K.
Bernd Ullrich
2020-10-03 14:28:47 UTC
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Post by Friedrich Karl Siebert
Post by Jörg Knebel
Post by klaus reile
Lassen sich die ehemaligen DDR-Deutschen immer noch so
blenden? Haben sie nach 30 Jahren das System immer noch nicht
durchschaut?
Hihi, ich bin echt die falscheste Person die Du fragen könntest.
Ich habe die Verkommenheit dieser "BRD" schon vor der Okkupation gesehen und
Erfahren und meine Schlüsse gezogen und dann schlußendlich 1997 abgehauen.
Bis dahin habe ich den Okkupanten geschadet wo ich konnte. :o)))
Wie wäre iene Volsabstimmung zur "Vereinigung" in Ost und West audgegangen
wenn mat eine abgehaltewn hätte?
------------------
Post by Friedrich Karl Siebert
Es gab doch eine Volksabstimmung - in Form einer freien und geheimen Wahl!
https://de.wikipedia.org/wiki/Volkskammerwahl_1990
Der Tag der Schande...die pot. Verlierer hatten was zu sagen...

BU
Frank Hucklenbroich
2020-10-03 16:09:15 UTC
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Post by Friedrich Karl Siebert
Post by Jörg Knebel
Post by klaus reile
Lassen sich die ehemaligen DDR-Deutschen immer noch so
blenden? Haben sie nach 30 Jahren das System immer noch nicht
durchschaut?
Hihi, ich bin echt die falscheste Person die Du fragen könntest.
Ich habe die Verkommenheit dieser "BRD" schon vor der Okkupation gesehen und
Erfahren und meine Schlüsse gezogen und dann schlußendlich 1997 abgehauen.
Bis dahin habe ich den Okkupanten geschadet wo ich konnte. :o)))
Wie wäre iene Volsabstimmung zur "Vereinigung" in Ost und West audgegangen
wenn mat eine abgehaltewn hätte?
Es gab doch eine Volksabstimmung - in Form einer freien und geheimen Wahl!
https://de.wikipedia.org/wiki/Volkskammerwahl_1990
Aber nicht im Westen, uns hat keiner gefragt.

Vermutlich weil klar war, daß die Antwort "Nein" gewesen wäre.

Den allermeisten Westdeutschen ging die DDR nämlich am Allerwertesten
vorbei. Nur wer Verwandte im Osten hatte, dachte vielleicht anders.
Ansonsten war das für uns Ende der 80er ein ganz fremdes Land.

Grüße,

Frank
wolfgang sch
2020-10-03 17:06:02 UTC
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Permalink
Post by Frank Hucklenbroich
Aber nicht im Westen, uns hat keiner gefragt.
Vermutlich weil klar war, daß die Antwort "Nein" gewesen wäre.
Nein, weil es Verfassungsrang hatte und daher nicht zur Disposition
stand.
Post by Frank Hucklenbroich
Den allermeisten Westdeutschen ging die DDR nämlich am Allerwertesten
vorbei.
Da verallgemeinerst du zu sehr aus der Rheinlandsicht. Ich weiß nicht
wie so eine Volksabstimmung ausgegangen wäre, es ist nicht so eindeutig.
--
Emerging from below past Nollendorfplatz
http://www.wschwanke.de/ http://www.fotos-aus-der-luft.de/
usenet_20031215 (AT) wschwanke (DOT) de
Frank Hucklenbroich
2020-10-03 18:35:03 UTC
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Post by wolfgang sch
Post by Frank Hucklenbroich
Aber nicht im Westen, uns hat keiner gefragt.
Vermutlich weil klar war, daß die Antwort "Nein" gewesen wäre.
Nein, weil es Verfassungsrang hatte und daher nicht zur Disposition
stand.
Das kommt hinzu.
Post by wolfgang sch
Post by Frank Hucklenbroich
Den allermeisten Westdeutschen ging die DDR nämlich am Allerwertesten
vorbei.
Da verallgemeinerst du zu sehr aus der Rheinlandsicht.
Das mag sein, mir waren Holland und Belgien sehr viel näher als die DDR.

In die DDR kamen wir einmal 1986 auf Klassenfahrt, für einen Tag in
Ost-Berlin (während zwei Wochen in Wedding). Das wurde vom westdeutschen
Staat stark bezuschusst, ich glaube, meine Eltern haben damals sowas um die
200 - 300 DM für die zwei Wochen bezahlt, inkl. Zugticket, Unterkunft und
Verpflegung. Im Paket enthalten war der Besuch eines Propagandafilms über
Mauer&DDR in irgendeiner West-Berliner Behörde, ich erinnere mich noch gut
daran, daß der Filmvorführer (ja, da gab es einen Projektor und eine
Filmrolle) den Raum verließ mit dem Kommentar, daß er den Film schon
tausendmal gesehen hätte. Da wurden dann Grenzkontrollen gezeigt, und in
einer Szene ging es um Leute, die Devisen in den Reifen ihrer Autos
schmuggelten, wo die Geldscheine dann am Ende geschreddert waren.

Gibt es diesen Film irgendwo auf Youtube?

Für uns war die DDR ein exotisches, fremdes Land, um 180 Grad anders als
bei uns. Das fing an mit den 20 Mark Zwangsumtausch, und der grotesken
Situation, das Geld an einem Tag kaum ausgeben zu können. Wir waren im
Restaurant essen, haben Würste und Schokolade gekauft (die Würste waren
toll, die Schokolade ungenießbar), das Restgeld haben wir teilweise in
einer Telefonzelle liegen lassen, auf daß sich ein glücklicher Finder
vielleicht noch drüber freut.

Lediglich meine beiden kroatischen Schulkameraden, die Schachspieler waren,
kauften sich einen riesigen Stapel Schachbücher, die spottbillig waren.
Einer der beiden starb 1991 nach dem Abi als Offizier im Jugoslawienkrieg.
Post by wolfgang sch
Ich weiß nicht
wie so eine Volksabstimmung ausgegangen wäre, es ist nicht so eindeutig.
Man hörte damals oft den Spruch "Das müssen wir ja alles mit unseren
Steuergeldern und Renten bezahlen!". Ganz so naiv waren die Leute ja auch
nicht, die haben schon verstanden, daß das alles teuer wird.

So wirklich viel Euphorie war da im Westen nicht. Da hat man eher
Gorbatschow gefeiert, nachdem die Leute Anfang der 1980er Jahre in
ständiger Angst vor dem Atomkrieg lebten (wir mussten in der Schule "Die
letzten Kinder von Schevenborn" lesen, da ging es um einen Atomkrieg, im
Fernsehen lief "The Day after" und "Wenn der Wind weht", die Angst war
real).

Da war dann die Erleichterung groß, daß man Freundschaft mit den Russen
schließt. Es gab da kurzzeitig einen regen Austausch, Alle Pugatschowa trat
mit Udo Lindenberg auf und im Kölner Tanzbrunnen spielten sowjetische
Metal-Bands.

Alles eher so 1988, wenn ich mich recht erinnere.

Grüße,

Frank
wolfgang sch
2020-10-03 22:16:20 UTC
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Post by Frank Hucklenbroich
So wirklich viel Euphorie war da im Westen nicht.
https://www.br.de/nachrichten/franken-89-30-jahre-mauerfall,RVddLaJ

Der Westen ist nicht überall gleich.
--
Emerging from below past Nollendorfplatz
http://www.wschwanke.de/ http://www.fotos-aus-der-luft.de/
usenet_20031215 (AT) wschwanke (DOT) de
Florian Ritter
2020-10-04 10:41:13 UTC
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Post by Frank Hucklenbroich
So wirklich viel Euphorie war da im Westen nicht. Da hat man eher
Ich war Mitgründer (genauer gesagt Wiedergründer, erste Gründung 1918)
des Fördervereins der Universität Greifswald. Davon berichtete ich dem
Referenten eines Vorstands der Automobilbranche und jener trat dem Verein
sofort bei. Er übernahm, nachdem sein Vorstand in den Ruhestand getreten
war, einen Zulieferbetrieb in Mitteldeutschland. Leider war ihm unbekannt,
wie gnadenlos die Automobilkonzerne mit Zulieferern umgehen. Als die
Insolvenz drohte, suizidierte der ehemalige Referent. Also auch für Westler
nicht eitel Sonnenschein.
Post by Frank Hucklenbroich
Gorbatschow gefeiert, nachdem die Leute Anfang der 1980er Jahre in
ständiger Angst vor dem Atomkrieg lebten (wir mussten in der Schule "Die
letzten Kinder von Schevenborn" lesen, da ging es um einen Atomkrieg, im
Fernsehen lief "The Day after" und "Wenn der Wind weht", die Angst war
real).
Da war garnischt real, alles Einbildung. Anfang der 80er war ich in Westberlin
zu einem Ordinationsgottesdienst, da wurde richtig Panik verbreitet, zB sollten
wir alle vielfach "Frieden" vor uns hin sagen, einfach unerträglich - FR
Chr. Maercker
2020-10-05 15:48:18 UTC
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Post by Frank Hucklenbroich
Das mag sein, mir waren Holland und Belgien sehr viel näher als die DDR.
So wie hierzugegend damals die CSSR, Bulgarien oder sogar Aserbaidshan.
Post by Frank Hucklenbroich
In die DDR kamen wir einmal 1986 auf Klassenfahrt, für einen Tag in
Ost-Berlin (während zwei Wochen in Wedding).
Für uns war die DDR ein exotisches, fremdes Land, um 180 Grad anders als
bei uns. Das fing an mit den 20 Mark Zwangsumtausch, und der grotesken
Situation, das Geld an einem Tag kaum ausgeben zu können.
Umgekehrt hat unser limitierter Umtausch von Kronen/Forint/Lewa/... nie
gereicht. Allenfalls Zloty, die konnte man in Polen schwarz tauschen.
Post by Frank Hucklenbroich
Restaurant essen, haben Würste und Schokolade gekauft (die Würste waren
toll, die Schokolade ungenießbar),
FULL ACK. Die Schokolade aus den West-Paketen war damals echte
Gaumenfreude, auch die mit dem Mohren statt der lila Kuh u.a.

BTW: Seit wir hier Westgeld haben, habe ich nirgends mehr
Sarotti-Schokolade gesichtet. Ist die ausgestorben? Der Mohr darf ja nun
eh nicht mehr auf die Verpackung gedruckt werden ...
Post by Frank Hucklenbroich
Lediglich meine beiden kroatischen Schulkameraden, die Schachspieler waren,
kauften sich einen riesigen Stapel Schachbücher, die spottbillig waren.
Noch billiger waren Bücher in der UdSSR bzw. in den ersten Jahren danach.
Post by Frank Hucklenbroich
Einer der beiden starb 1991 nach dem Abi als Offizier im Jugoslawienkrieg.
Ich werde nie begreifen, wozu dieser ewig-gestrige Nationalismus im 21.
Jh. noch gut sein soll. Als ob Adolf nicht genügt hätte. Jugoslawien war
der Anfang davon, abgesehen vom Baltikum, wo es glücklicherweise
unblutig ablief.
Post by Frank Hucklenbroich
Post by wolfgang sch
Ich weiß nicht
wie so eine Volksabstimmung ausgegangen wäre, es ist nicht so eindeutig.
Man hörte damals oft den Spruch "Das müssen wir ja alles mit unseren
Steuergeldern und Renten bezahlen!". Ganz so naiv waren die Leute ja auch
nicht, die haben schon verstanden, daß das alles teuer wird.
Einige DDR-Insassen übrigens ebenfalls. In der Ost-CDU gab es mind. bis
Ende Dez. 1989 jede Menge Leute, die gegen die Einheit waren, weil sie
die Ökonomien beider Systeme für völlig inkompatibel hielten. Wie lange
diese Leute danach noch Parteimitglieder blieben, weiß ich nicht.
Post by Frank Hucklenbroich
So wirklich viel Euphorie war da im Westen nicht. Da hat man eher
Gorbatschow gefeiert, nachdem die Leute Anfang der 1980er Jahre in
ständiger Angst vor dem Atomkrieg lebten
Das war in der DDR nicht anders, jedenfalls bei einem gut Teil jener
2..4% Leute, die aktiv an den Entwicklungen im Herbst 1989 beteiligt
waren. Die deutsche Einheit spielte bis Ende Oktober keinerlei Rolle
innerhalb dieser kleinen Minderheit. Nur konnte die in der kurzen Zeit
und unter damaligen Bedingungen beim besten Willen keinen Gegenentwurf
planen, geschweige denn umsetzen. Klar war nur, dass eine Wirtschaft mit
derart niedrigem Output bei derart hoher Umweltbelastung keine Zukunft
hat und dass es zwischen bürgerlich-demokratischen Freiheiten und
Arbeitsmoral gewisse Zusammenhänge gibt. Und vor allem, dass die
Mittelstreckenraketen weg müssen, die Mr. Trump mit der Kündigung des
INF-Vertrages wieder aus der Mottenkiste zerren möchte.
Post by Frank Hucklenbroich
(wir mussten in der Schule "Die letzten Kinder von Schevenborn" lesen,
da ging es um einen Atomkrieg, im Fernsehen lief "The Day after" und
"Wenn der Wind weht", die Angst war real).
Mir hat gereicht, was ich bei der NVA und in der Zivilverteidigung dazu
gelernt habe. An Filmen habe ich nur "Malvil" von Robert Merle gesehen
und das Buch gelesen. Das ist die eher romantische Variante davon.
Realistischer war der sowjetische Film, der 1988/89 in unseren Kinos
lief, WIMRE hieß er "Tagebuch eines Toten".
--
CU Chr. Maercker.

Transport + Sport = Radfahren
Torsten Mueller
2020-10-06 05:08:57 UTC
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Post by Chr. Maercker
BTW: Seit wir hier Westgeld haben, habe ich nirgends mehr
Sarotti-Schokolade gesichtet. Ist die ausgestorben?
Nein.

T.M.
Gunter Kühne
2020-10-06 05:44:15 UTC
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Post by Chr. Maercker
BTW: Seit wir hier Westgeld haben, habe ich nirgends mehr
Sarotti-Schokolade gesichtet. Ist die ausgestorben?
Nein.
T.M.
Hier beim Nachbarn (CZ) bekommt man die relativ Preiswert.
--
Kleinmut und Stolz, aus diesem Holz
Schuf der Mensch sich am sechsten Tag Gott.
Frank Hucklenbroich
2020-10-06 09:14:13 UTC
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Post by Chr. Maercker
Post by Frank Hucklenbroich
Das mag sein, mir waren Holland und Belgien sehr viel näher als die DDR.
So wie hierzugegend damals die CSSR, Bulgarien oder sogar Aserbaidshan.
Post by Frank Hucklenbroich
In die DDR kamen wir einmal 1986 auf Klassenfahrt, für einen Tag in
Ost-Berlin (während zwei Wochen in Wedding).
Für uns war die DDR ein exotisches, fremdes Land, um 180 Grad anders als
bei uns. Das fing an mit den 20 Mark Zwangsumtausch, und der grotesken
Situation, das Geld an einem Tag kaum ausgeben zu können.
Umgekehrt hat unser limitierter Umtausch von Kronen/Forint/Lewa/... nie
gereicht. Allenfalls Zloty, die konnte man in Polen schwarz tauschen.
Post by Frank Hucklenbroich
Restaurant essen, haben Würste und Schokolade gekauft (die Würste waren
toll, die Schokolade ungenießbar),
FULL ACK. Die Schokolade aus den West-Paketen war damals echte
Gaumenfreude, auch die mit dem Mohren statt der lila Kuh u.a.
BTW: Seit wir hier Westgeld haben, habe ich nirgends mehr
Sarotti-Schokolade gesichtet. Ist die ausgestorben? Der Mohr darf ja nun
eh nicht mehr auf die Verpackung gedruckt werden ...
Sarotti war Stollwerk/Imhoff, die kamen aus Köln. Das große Werk hier in
der Stadt hat Mitte der 80er geschlossen, war danach eine zeitlag besetzt
und wurden dann irgendwann zum (linksalternativen) "Bürgerhaus Stollwerk".

Der Schokoladenfabrikant Imhoff frönte dann eher seinem Hobby, dem
Fußballverein Fortuna Köln in der Südstadt, die damals immer in der 2.
Bundesliga spielten. Nach Imhoffs Tod folgte der Abstieg.

Die Schokolade gibt es noch (auch mit dem stilisierten Mohr), sie hatte
aber zumindest im Westen nie einen guten Ruf, das war eine Billigmarke.

Grüße,

Frank
wolfgang sch
1970-01-01 00:00:00 UTC
Antworten
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Post by Frank Hucklenbroich
Sarotti war Stollwerk/Imhoff, die kamen aus Köln
Nee, Sarotti war ne Berliner Firma. Die ging Ende der 90er Jahre
pleite, und Stollwerck übernahm dann den Markennamen.
--
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Frank Hucklenbroich
2020-10-06 12:30:33 UTC
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Post by wolfgang sch
Post by Frank Hucklenbroich
Sarotti war Stollwerk/Imhoff, die kamen aus Köln
Nee, Sarotti war ne Berliner Firma. Die ging Ende der 90er Jahre
pleite, und Stollwerck übernahm dann den Markennamen.
Ah, okay, ich dachte, die wären immer bei Stollwerck gewesen.

Grüße,

Frank
Martin Ebert
2020-10-09 01:44:16 UTC
Antworten
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Aserbaidshan. Was westlich von Mauer & Steckmetall lag, war mehr weit
Streckmetall.
Umgekehrt hat unser limitierter Umtausch von Kronen/Forint/Lewa/...
nie gereicht. Allenfalls Zloty, die konnte man in Polen schwarz
tauschen.
In der 2. Hälfte der 80er konntest Du Dich in Budapest vor Schwarz-
tauschern gar nicht retten.
BTW: Seit wir hier Westgeld haben, habe ich nirgends mehr
Sarotti-Schokolade gesichtet. Ist die ausgestorben? Der Mohr darf ja
nun eh nicht mehr auf die Verpackung gedruckt werden ...
Sarotti gab es noch nach der Wende. Sprengel (Sammelbilder!) ging
schon vorher den Bach runter.

Wobei die Marke Sprengel noch aktiv genutzt wird.

Mt
Florian Ritter
2020-10-10 18:07:49 UTC
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Post by Martin Ebert
Post by Chr. Maercker
Umgekehrt hat unser limitierter Umtausch von Kronen/Forint/Lewa/...
nie gereicht. Allenfalls Zloty, die konnte man in Polen schwarz
tauschen.
In der 2. Hälfte der 80er konntest Du Dich in Budapest vor Schwarz-
tauschern gar nicht retten.
Wozu brauchten Ungarn die Ostmark? FR
Uwe Schickedanz
2020-10-11 09:53:48 UTC
Antworten
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On Sat, 10 Oct 2020 11:07:49 -0700 (PDT), Florian Ritter
Post by Florian Ritter
Post by Martin Ebert
Post by Chr. Maercker
Umgekehrt hat unser limitierter Umtausch von Kronen/Forint/Lewa/...
nie gereicht. Allenfalls Zloty, die konnte man in Polen schwarz
tauschen.
In der 2. Hälfte der 80er konntest Du Dich in Budapest vor Schwarz-
tauschern gar nicht retten.
Wozu brauchten Ungarn die Ostmark? FR
Um in der DDR das zu kaufen, was es in Ungarn nicht gab.


Gruß Uwe
--
Das Dilemma der DDR: 16 Mio. Widerstandskämpfer wurden von
16 Mio. Stasispitzeln überwacht.
=== http://www.sicherheitslampe.de ===
Florian Ritter
2020-10-11 14:31:08 UTC
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Post by Uwe Schickedanz
Post by Florian Ritter
Post by Martin Ebert
In der 2. Hälfte der 80er konntest Du Dich in Budapest vor Schwarz-
tauschern gar nicht retten.
Wozu brauchten Ungarn die Ostmark?
Um in der DDR das zu kaufen, was es in Ungarn nicht gab.
Und worum soll es sich dabei gehandelt haben? FR
Ronald Konschak
2020-10-11 15:37:27 UTC
Antworten
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Post by Florian Ritter
Post by Uwe Schickedanz
Post by Florian Ritter
Post by Martin Ebert
In der 2. Hälfte der 80er konntest Du Dich in Budapest vor Schwarz-
tauschern gar nicht retten.
Wozu brauchten Ungarn die Ostmark?
Um in der DDR das zu kaufen, was es in Ungarn nicht gab.
Und worum soll es sich dabei gehandelt haben? FR
Kindersachen waren z.B. sehr beliebt. Man konnte in Dresden
beobachten, wie ganze Reisegruppen ausschwärmten, um im
CENTRUM-Warenhaus oder auf der Webergasse so zu tun, als
kennen sie sich nicht.

Ronald.
--
Erst wenn das letzte Hirn gewaschen, die letzte Menschenwürde gebrochen und
euch die letzte Freiheit genommen wurde, werdet ihr merken, daß man mit
Zeitung lesen, wählen und Steuern zahlen keine Diktatur aufhält.
Florian Ritter
2020-10-12 17:05:38 UTC
Antworten
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Post by Ronald Konschak
Post by Florian Ritter
Post by Uwe Schickedanz
Post by Florian Ritter
Wozu brauchten Ungarn die Ostmark?
Um in der DDR das zu kaufen, was es in Ungarn nicht gab.
Und worum soll es sich dabei gehandelt haben?
Kindersachen waren z.B. sehr beliebt. Man konnte in Dresden
beobachten, wie ganze Reisegruppen ausschwärmten, um im
CENTRUM-Warenhaus oder auf der Webergasse so zu tun, als
kennen sie sich nicht.
Derlei war mir nur von Polen bekannt - FR
Peter Veith
2020-10-14 11:07:16 UTC
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Post by Florian Ritter
Post by Ronald Konschak
Post by Florian Ritter
Post by Uwe Schickedanz
Post by Florian Ritter
Wozu brauchten Ungarn die Ostmark?
Um in der DDR das zu kaufen, was es in Ungarn nicht gab.
Und worum soll es sich dabei gehandelt haben?
Kindersachen waren z.B. sehr beliebt. Man konnte in Dresden
beobachten, wie ganze Reisegruppen ausschwärmten, um im
CENTRUM-Warenhaus oder auf der Webergasse so zu tun, als
kennen sie sich nicht.
Derlei war mir nur von Polen bekannt - FR
Und von US-Amerikanern in Uniform.

Hier sah ich sie selbst die Bildbände aus dem Haus des Buches heraustragen.

Von wegen, wir hatten nüscht.
Peter
wolfgang sch
2020-10-15 04:59:30 UTC
Antworten
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Post by Peter Veith
Post by Florian Ritter
Post by Ronald Konschak
Kindersachen waren z.B. sehr beliebt. Man konnte in Dresden
beobachten, wie ganze Reisegruppen ausschwärmten, um im
CENTRUM-Warenhaus oder auf der Webergasse so zu tun, als
kennen sie sich nicht.
Derlei war mir nur von Polen bekannt - FR
Und von US-Amerikanern in Uniform.
Hat aber nen anderen Hintergrund. Für die Amis war der Preis
interessant, die konnten nämlich im Westen 1:5 getauschte Ostmark
mitnehmen ohne erwischt zu werden, weil sie an den alliierten
Grenzübergängen nicht kontrolliert wurden. Da ham die auch Sachen
gekauft die sie im Westen problemlos kriegen konnten, aber halt teurer.
Post by Peter Veith
Hier sah ich sie selbst die Bildbände aus dem Haus des Buches
heraustragen.
Das war auch für Westdeutsche interessant. Bücher und Schallplatten
gehörten zu den wenigen Artikeln, in die es sich lohnte den
Zwangsumtausch zu investieren, auch zum offiziellen Kurs. Zum
Schwarzmarktkurs natürlich erst recht.
--
Emerging from below past Nollendorfplatz
http://www.wschwanke.de/ http://www.fotos-aus-der-luft.de/
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Peter Veith
2020-10-15 07:13:20 UTC
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Post by wolfgang sch
Post by Peter Veith
Post by Florian Ritter
Post by Ronald Konschak
Kindersachen waren z.B. sehr beliebt. Man konnte in Dresden
beobachten, wie ganze Reisegruppen ausschwärmten, um im
CENTRUM-Warenhaus oder auf der Webergasse so zu tun, als
kennen sie sich nicht.
Derlei war mir nur von Polen bekannt
Und von US-Amerikanern in Uniform.
Hat aber nen anderen Hintergrund. Für die Amis war der Preis
interessant, (...).
Logisch ging es um den Preis.
Das betraf ebenfalls die o.g. hochsubventionierten Kindersachen.
Post by wolfgang sch
Da ham die auch Sachen gekauft die sie im Westen problemlos
kriegen konnten, aber halt teurer.
Logisch, Westen, da gibt^^^gab es auch alles.
Post by wolfgang sch
Post by Peter Veith
Hier sah ich sie selbst die Bildbände aus dem Haus des Buches heraustragen.
Das war auch für Westdeutsche interessant. Bücher und Schallplatten
Das einfache Mittagessen in der Gaststätte nicht vergessen.
Post by wolfgang sch
gehörten zu den wenigen Artikeln, in die es sich lohnte den
Zwangsumtausch zu investieren, auch zum offiziellen Kurs. Zum
Schwarzmarktkurs natürlich erst recht.
Fast mal wieder Zeit, sich näher mit den Währungs-Manipulationen des
Westberliner Senates via "Lohnausgleichsverfahren" und "Lohnausgleichskasse"
zu beschäftigen, s.a.:
https://ddr-luftwaffe.blogspot.com/2012/08/grenzganger-und-westgeld.html

Peter
Florian Ritter
2020-10-15 16:39:44 UTC
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Post by wolfgang sch
Post by Peter Veith
Derlei war mir nur von Polen bekannt.
Und von US-Amerikanern in Uniform.
Hat aber nen anderen Hintergrund. Für die Amis war der Preis
interessant, die konnten nämlich im Westen 1:5 getauschte Ostmark
mitnehmen ohne erwischt zu werden, weil sie an den alliierten
Grenzübergängen nicht kontrolliert wurden. Da ham die auch Sachen
gekauft die sie im Westen problemlos kriegen konnten, aber halt teurer.
Ich kann mich nicht erinnern, US-Soldaten in ostberliner Läden
gesehen zu haben. Ich möchte wetten, dass solche in Zehlendorf
für derart Besuche eine Genehmigung einholen mußten, verbunden
mit Belehrung über das Verhalten im Osten.
Post by wolfgang sch
Post by Peter Veith
Hier sah ich sie selbst die Bildbände aus dem Haus des Buches heraustragen.
Das war auch für Westdeutsche interessant. Bücher und Schallplatten
gehörten zu den wenigen Artikeln, in die es sich lohnte den
Zwangsumtausch zu investieren, auch zum offiziellen Kurs. Zum
Schwarzmarktkurs natürlich erst recht.
Die westberliner Wechselstuben nennst Du Schwarzmarkt?

FR
wolfgang sch
2020-10-15 19:38:47 UTC
Antworten
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Post by Florian Ritter
Ich kann mich nicht erinnern, US-Soldaten in ostberliner Läden
gesehen zu haben.
Das haben die aber gemacht, natürlich alle 3 Westalliierten.

https://www.tagesspiegel.de/wissen/us-soldaten-in-ost-berlin-auf-schnaeppchenjagd-beimfeind/22898552.html

https://zeithistorische-forschungen.de/1-2018/5555
Post by Florian Ritter
Ich möchte wetten, dass solche in Zehlendorf
für derart Besuche eine Genehmigung einholen mußten, verbunden
mit Belehrung über das Verhalten im Osten.
Laut der zweiten Seite wurden sie im Gegenteil ermutigt rüberzufahren,
um Präsenz zu zeigen.
Post by Florian Ritter
Die westberliner Wechselstuben nennst Du Schwarzmarkt?
Nee das war eine ungenaue Ausdrucksweise. Natürlich waren die kein
Schwarzmarkt, aber der Kurs dort war der gleiche wie auf dem schwarzen
Markt im Osten.
--
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Martin Ebert
2020-10-15 21:42:47 UTC
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Post by Florian Ritter
Ich kann mich nicht erinnern, US-Soldaten in ostberliner Läden
gesehen zu haben. Ich möchte wetten, dass solche in Zehlendorf
für derart Besuche eine Genehmigung einholen mußten, verbunden
mit Belehrung über das Verhalten im Osten.
Das halte ich gut gut möglich.

US-Soldaten sah man oft mit Bus, die wurden am Alex ausgekippt.
Das sie irgendwelche Sachen gehortet hätten habe ich nie gesehen.
Weiterhin sah man französische Soldaten recht oft in der
Friedrichstraße, teilweise in Restaurants.

Vermutlich gab es die Pflicht, sowjetische und deutsche Soldaten
zu grüßen: Wenn ich da in Uniform lief und mir alliierte Soldaten
entgegen kamen, gab es eigentlich immer die militärische Gruß-
erweisung.

Wir durften nicht zuerst grüßen, hatten aber einen militärischen
Gruß zu erwidern.

Mt
Peter Veith
2020-10-16 06:25:33 UTC
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Post by Martin Ebert
Post by Florian Ritter
Ich kann mich nicht erinnern, US-Soldaten in ostberliner Läden
gesehen zu haben. Ich möchte wetten, dass solche in Zehlendorf
für derart Besuche eine Genehmigung einholen mußten, verbunden
mit Belehrung über das Verhalten im Osten.
Das halte ich gut gut möglich.
US-Soldaten sah man oft mit Bus, die wurden am Alex ausgekippt.
Ja, ich vermute, daß das bei den einfachen Soldaten und Mannschaften
_die_ Ostberlin-Tour analog der westdeutschen Schulklassen war.

Andererseits ist "Kid" - auch "nur" mit Mannschaftsdienstgrad - regelmäßig
vom Teufelsberg mit Kopien der Anlagen nach Berlin, Hauptstadt der DDR
gelatscht, ohne Probleme zu haben. Müßte noch mals nachlesen, ob in
Uniform oder Zivil. Ersteres wäre an der Grenze problemloser gewesen ...
vermutlich so, wie es gerade kam.
Post by Martin Ebert
Das sie irgendwelche Sachen gehortet hätten habe ich nie gesehen.
Also, Bücher habe ich gesehen und von Kindersachen gehört. Das hing
zweifellos vom intellektuellen Reifegrad und Familienstand der Betreffenden
ab :)
Post by Martin Ebert
Vermutlich gab es die Pflicht, sowjetische und deutsche Soldaten
zu grüßen: Wenn ich da in Uniform lief und mir alliierte Soldaten
entgegen kamen, gab es eigentlich immer die militärische Gruß-
erweisung.
In Berlin war ich nur privat und da ich insoweit keine Uniformpflicht
hatte ....

Von der Ostsee wird berichtet, daß die US-Kriegsschiffe den obligatorischen
Flaggengruß nie erwiederten (BRD-Marine ab den 1970ern). Dafür wurde
schonmal die Totenkopfflagge gehißt und mittels selbstgebastelten Galgen
gezeigt, was man mit den Matrosen der Volksmarine zu tun gedenkt.
Post by Martin Ebert
Wir durften nicht zuerst grüßen, hatten aber einen militärischen
Gruß zu erwidern.
Ok, das war regelmäßig Bestandteil von Urlaubsbelehrungen :-D

Peter
Jörg Knebel
2020-10-16 12:46:36 UTC
Antworten
Permalink
Post by Peter Veith
Von der Ostsee wird berichtet, daß die US-Kriegsschiffe den obligatorischen
Flaggengruß nie erwiederten (BRD-Marine ab den 1970ern). Dafür wurde
schonmal die Totenkopfflagge gehißt und mittels selbstgebastelten Galgen
gezeigt, was man mit den Matrosen der Volksmarine zu tun gedenkt
Ich sehe mich gezwungen als ehemaliger Angehöriger der 6.GBK sowie als
hochschuldiplomierter NO der "christlichen Seefahrt" hierzu einen Kommentar
abzugeben.

Während meiner Dienstzeit 81/85 und davon jede dritte Woche von Do bis Fr der
nächsten Woche auf Grenzvorposten, also auf See, ist mir auf der Ostsee
niemals ein Amiblech begegnet und im Gegensatz zur Volksmarine sind wir
wirklich zur See gefahren.

Nur am Rande eine allgemein gültige Characterisierung der VM (nicht nur) aus
meiner Zeit: "Zur See gefahren sind sie wenig, doch im Verholen waren sie
König". - Außerdem haben sie überwiegend die Hafenbecken vollgeschissen.

Verholen: "Die Reihenfolge der Boote im Päckchen an der Pier variieren"

Die allgemeinen Regeln des "guten seemänischen Benehmens" in Bezug auf das
"Flagge dippen" sagen:

Handelsschiff dipped zuerst Kriegsschiff erwiedert "Gruß"

kleines Kriegsschiff dipped vor größerem und dieses erwiedert dann denn
"Gruß"

Hier ist nicht der Platz über den Ursprung und die Bedeutung zu fabulieren,
aber es ist Tradition und hat was mit "Respekt zeigen" zu tun und es wurde
praktiziert als ich auf der G 411, dem 10D der DSR und als 2.NO auf dem
Westboot mit den WessiIdioten fuhr.

Während der Grenzerzeit war das Protokoll "Wir dippen nicht für kein Boot des
"BRD" Militärs/Polizei" aber "antworten" auf alle zivilen Ehrenbezeugungen.

In Bezug auf die Reaktionen der größenwahnsinigen Amis kann ich nix sagen weil
wegen Ermangelung an Presenz nie erlebt, allerdings klingt es als Bestätigung
für die, als die bekannten prasseldummen Primitivlinge.

Aber wie bekannt lößt sich das Problem allein ohne das ein Schuß von Außen
fällt - Diesbezüglich bin ich ein Trump-Fan!
Peter Veith
2020-10-16 19:11:36 UTC
Antworten
Permalink
Post by Jörg Knebel
Post by Peter Veith
Von der Ostsee wird berichtet, daß die US-Kriegsschiffe den
obligatorischen Flaggengruß nie erwiederten (BRD-Marine ab den
1970ern). Dafür wurde schonmal die Totenkopfflagge gehißt und
mittels selbstgebastelten Galgen gezeigt, was man mit den Matrosen
der Volksmarine zu tun gedenkt
Die allgemeinen Regeln des "guten seemänischen Benehmens" in Bezug
<snip> Handelsschiff dipped zuerst Kriegsschiff erwiedert "Gruß"
kleines Kriegsschiff dipped vor größerem und dieses erwiedert dann
denn "Gruß"
<snip> Während der Grenzerzeit war das Protokoll "Wir dippen nicht
für kein Boot des "BRD" Militärs/Polizei" aber "antworten" auf alle
zivilen Ehrenbezeugungen.
In Bezug auf die Reaktionen der größenwahnsinigen Amis kann ich nix
sagen weil wegen Ermangelung an Presenz nie erlebt, allerdings
klingt es als Bestätigung für die, als die bekannten prasseldummen
Primitivlinge.
Das mit dem Galgen war sowowohl BM als Amis, netter Artikel:
https://web.archive.org/web/20070928055124/http://www.dmkn.de/1779/ruestung.nsf/F938E995F6EB1FAAC12570EA0030D8B4/$File/pfeiffer_begegnungen.pdf
Post by Jörg Knebel
Aber wie bekannt lößt sich das Problem allein ohne das ein Schuß von
Außen fällt - Diesbezüglich bin ich ein Trump-Fan!
FullACK

Veith
--
Dem Frieden verpflichtet:
http://www.DDR-Luftwaffe.de
René Marquardt
2020-10-16 22:00:37 UTC
Antworten
Permalink
Post by Peter Veith
FullACK
Na, da haben sich aber zwei Loser gefunden und lieben gelernt.

Jörg Knebel
2020-10-04 03:55:50 UTC
Antworten
Permalink
On 04 /10 /2020 at 00:14:18 AEST, "Friedrich Karl Siebert"
Post by Friedrich Karl Siebert
Volksabstimmung
Vielleicht solltest Du erst mal lernen was eine "Volksabstimmung" ist und das
nicht auf die verkommende Demokratur der "BRD" beschränken.

UNd jetzt: WEGTRETEN!
Friedrich Karl Siebert
2020-10-04 07:13:23 UTC
Antworten
Permalink
Post by Jörg Knebel
On 04 /10 /2020 at 00:14:18 AEST, "Friedrich Karl Siebert"
Post by Friedrich Karl Siebert
Volksabstimmung
Vielleicht solltest Du erst mal lernen was eine "Volksabstimmung" ist und das
nicht auf die verkommende Demokratur der "BRD" beschränken.
UNd jetzt: WEGTRETEN!
Was willst du damit ausdrücken?

Mir scheint, verstehendes Lesen scheint nicht deine Stärke zu sein.
--
mit freundlichem Gruß
F.K.
Jörg Knebel
2020-10-04 10:32:54 UTC
Antworten
Permalink
On 04 /10 /2020 at 18:13:23 AEDT, "Friedrich Karl Siebert"
Dummlall
Danke für die Bestätigung das Du nicht alle Latten am Zaun hast.

EOD
wolfgang sch
2020-10-03 15:24:59 UTC
Antworten
Permalink
Post by Jörg Knebel
Wie wäre iene Volsabstimmung zur "Vereinigung" in Ost und West
audgegangen wenn mat eine abgehaltewn hätte?
In der DDR auf jeden Fall pro. Die Volkskammerwahl 1990 war defacto
eine Volksabstimmung zur Wiedervereinigung. Es war das wichtigste
politische Thema der vorangegangenen Monate, die Wahlbeteiligung war
hoch, und Parteien mit baldiger Vereinigung als wichtigsten
Programmpunkt erhielten eine Mehrheit von über 65%.

Im Westen bin ich mir nicht so sicher. Vermutung: Je näher an der
Grenze desto eher dafür.
--
Emerging from below past Nollendorfplatz
http://www.wschwanke.de/ http://www.fotos-aus-der-luft.de/
usenet_20031215 (AT) wschwanke (DOT) de
Frank Müller
2020-10-03 15:28:58 UTC
Antworten
Permalink
Post by klaus reile
Die Grenzen waren gerade offen und ich nahm die Chance wahr, das Grab
meiner Grosseltern in Greifswald aufzusuchen. Auf dem dortigen
Wochenmarkt nur Ramschverkäufer aus dem Westen. Auf meine Nachfrage
nach dem Warum bei einem der wenigen örtlichen Anbieter war die Antwort
etwa: Och, die haben ja alle Mercedesse, da können wir ja doch nicht
mithalten.
Wie Weltfremd muß man eigentlich sein um so etwas zu
schreiben? Damals, als die Grenzen grade offen waren,
hatten die DDR-Einwohner wichtigeres zu tun, das war
immerhin vor der Währungsunion...

Frank
klaus reile
2020-10-03 16:36:05 UTC
Antworten
Permalink
Am Sat, 3 Oct 2020 17:28:58 +0200
Post by Frank Müller
Post by klaus reile
Die Grenzen waren gerade offen und ich nahm die Chance wahr, das
Grab meiner Grosseltern in Greifswald aufzusuchen. Auf dem dortigen
Wochenmarkt nur Ramschverkäufer aus dem Westen. Auf meine Nachfrage
nach dem Warum bei einem der wenigen örtlichen Anbieter war die
Antwort etwa: Och, die haben ja alle Mercedesse, da können wir ja
doch nicht mithalten.
Wie Weltfremd muß man eigentlich sein um so etwas zu
schreiben? Damals, als die Grenzen grade offen waren,
hatten die DDR-Einwohner wichtigeres zu tun, das war
immerhin vor der Währungsunion...
Frank
Was genau meintest Du jetzt eigentlich? So etwas hier wiederzugeben
oder so etwas zu sagen wie damals die Marktfrau?
Die A20 gab es damals noch nicht. Damals fuhr man über die 105 von
Lübeck Richtung Osten. Auf dieser Landstrasse (sicher auch auf noch
anderen) konnte man sehr genau, besonders morgens ab etwa 04:00 Uhr,
die Probleme der Ostdeutschen beobachten.

Ich gebe zu, statt zu schreiben 'die Grenzen waren gerade offen' hätte
ich besser schreiben sollen 'etwa nach einem halben Jahr der
Grenzöffnung'. Direkt nach Maueröffnung hatten Teile der
DDR-Bevölkerung in der Tat andere Sorgen. Was war das denn nur? Denk
mal nach, vielleicht kommst Du ja selbst drauf. Ich kenne welche, die
machten das sogar mehrmals. Auch ich kann Korinthen kacken.

Klaus
--
Natürlich hat jeder eine eigene Meinung. Nur weiss auch jeder,
wo diese eigene Meinung herkommt? (Lisa Fitz)

Glaube wenig. Hinterfrage alles. Denke selbst.
Frank Müller
2020-10-03 17:07:24 UTC
Antworten
Permalink
Post by klaus reile
Am Sat, 3 Oct 2020 17:28:58 +0200
Post by Frank Müller
Post by klaus reile
Die Grenzen waren gerade offen und ich nahm die Chance wahr, das
Grab meiner Grosseltern in Greifswald aufzusuchen. Auf dem dortigen
Wochenmarkt nur Ramschverkäufer aus dem Westen. Auf meine Nachfrage
nach dem Warum bei einem der wenigen örtlichen Anbieter war die
Antwort etwa: Och, die haben ja alle Mercedesse, da können wir ja
doch nicht mithalten.
Wie Weltfremd muß man eigentlich sein um so etwas zu
schreiben? Damals, als die Grenzen grade offen waren,
hatten die DDR-Einwohner wichtigeres zu tun, das war
immerhin vor der Währungsunion...
Was genau meintest Du jetzt eigentlich?
Das dich das wundert daß auf einen Wochenmarkt in der DDR
kurz nach der Grenzöffnung so wenig einheimische Verkäufer
Post by klaus reile
Post by Frank Müller
Lassen sich die ehemaligen DDR-Deutschen immer noch so blenden?
Ich gebe zu, statt zu schreiben 'die Grenzen waren gerade offen' hätte
ich besser schreiben sollen 'etwa nach einem halben Jahr der
Grenzöffnung'. Direkt nach Maueröffnung hatten Teile der
DDR-Bevölkerung in der Tat andere Sorgen.
Auch 6 Monate nach der Maueröffnung (09.11.1989) war noch
keine Währungsunion (01.07.1990). Was hätten denn die DDR-
Deutschen, die du da wohl vermißt hast, auf den Wochenmarkt
verkaufen sollen?

Frank
klaus reile
2020-10-03 17:32:40 UTC
Antworten
Permalink
Am Sat, 3 Oct 2020 19:07:24 +0200
Post by Frank Müller
Post by klaus reile
Am Sat, 3 Oct 2020 17:28:58 +0200
Post by Frank Müller
Post by klaus reile
Die Grenzen waren gerade offen und ich nahm die Chance wahr, das
Grab meiner Grosseltern in Greifswald aufzusuchen. Auf dem
dortigen Wochenmarkt nur Ramschverkäufer aus dem Westen. Auf
meine Nachfrage nach dem Warum bei einem der wenigen örtlichen
Anbieter war die Antwort etwa: Och, die haben ja alle
Mercedesse, da können wir ja doch nicht mithalten.
Wie Weltfremd muß man eigentlich sein um so etwas zu
schreiben? Damals, als die Grenzen grade offen waren,
hatten die DDR-Einwohner wichtigeres zu tun, das war
immerhin vor der Währungsunion...
Was genau meintest Du jetzt eigentlich?
Das dich das wundert daß auf einen Wochenmarkt in der DDR
kurz nach der Grenzöffnung so wenig einheimische Verkäufer
Post by klaus reile
Post by Frank Müller
Lassen sich die ehemaligen DDR-Deutschen immer noch so blenden?
Ich gebe zu, statt zu schreiben 'die Grenzen waren gerade offen'
hätte ich besser schreiben sollen 'etwa nach einem halben Jahr der
Grenzöffnung'. Direkt nach Maueröffnung hatten Teile der
DDR-Bevölkerung in der Tat andere Sorgen.
Auch 6 Monate nach der Maueröffnung (09.11.1989) war noch
keine Währungsunion (01.07.1990). Was hätten denn die DDR-
Deutschen, die du da wohl vermißt hast, auf den Wochenmarkt
verkaufen sollen?
Frank
Es ist ja nicht so, dass es gar keine ostdeutsche oder örtliche
Marktverkäufer gab. Es gab sie. Sie verkauften einheimische Produkte.
Obst, Gemüse, Blumen und bei uns an der Küste auch Fisch. Also gab es
Möglichkeiten für die Einheimischen. Dabei ist es durchaus
verständlich, wenn nach so langer Planwirtschaft eine gewissen Vorsicht
vor Selbstständigkeit vorhanden war.
Hauptsächlich aber waren Ramschverkäufer aus dem Westen vor Ort. Die
verkauften uralten Ramsch und Ladenhüter, den hier im Westen noch nicht
mal Kick o.ä. verkauft hätten.
Rechnet man allein die Fahrzeit per Auto von Lübeck-Schlutup (Grenze)
bis Greifswald auf der damaligen Möglichkeit L105, muss sich die
Unerfahrenheit der Ostdeutschen immer noch arg gelohnt haben. Ebenso
für Versicherungsvertreter und Gebrauchtwagenhändler.

Klaus
--
Natürlich hat jeder eine eigene Meinung. Nur weiss auch jeder,
wo diese eigene Meinung herkommt? (Lisa Fitz)

Glaube wenig. Hinterfrage alles. Denke selbst.
Frank Hucklenbroich
2020-10-03 18:47:24 UTC
Antworten
Permalink
Post by klaus reile
Rechnet man allein die Fahrzeit per Auto von Lübeck-Schlutup (Grenze)
bis Greifswald auf der damaligen Möglichkeit L105, muss sich die
Unerfahrenheit der Ostdeutschen immer noch arg gelohnt haben. Ebenso
für Versicherungsvertreter und Gebrauchtwagenhändler.
Ich hatte mal eine Arbeitskollegin, die hatte kurz vor der Wende aus Erfurt
rübergemacht (ganz offiziell mit Ausreiseantrag), ihr Mann war Informatiker
und hatte inen gutbezahlten Job. Die hatten sich im Kölner Umland ein
völlig überteuertes Einfamilienhaus andrehen lassen (natürlich finanziert)
und verbrachten den Rest ihrer Jahre damit, irgendwie die Raten
abzubezahlen. Die konnten sich kaum mal einen Urlaub leisten.

Auch da hatten findige Makler deren Unerfahrenheit ausgenutzt.

Hätten die eine Wohnung gemietet, hätten sie gut und sorgenfrei leben
können.

Grüße,

Frank
Achim Ebeling
2020-10-04 09:33:10 UTC
Antworten
Permalink
Post by klaus reile
Es ist ja nicht so, dass es gar keine ostdeutsche oder örtliche
Marktverkäufer gab. Es gab sie. Sie verkauften einheimische Produkte.
Obst, Gemüse, Blumen und bei uns an der Küste auch Fisch. Also gab es
Möglichkeiten für die Einheimischen.
Nur wurden die einheimischen Produkte nicht gekauft.
Es musste aus dem Westen sein.
Egal welcher Schrott, Hauptsache Westen!
In Magdeburg wurden LKWs voll mit abgelaufenem Jogurt verkauft.
Die gingen weg wie warme Semmeln.
Alle Gebrauchtwagenhändler bei uns, haben sich gesund gestoßen.
Die "Ossis" haben Unsummen für die Schrottkarren bezahlt.
Gefühlt jeder ließ seinen neuen Wagen stehen, und wollte einen Westwagen
haben.
Die meisten haben in ihrer Euphorie nicht gemerkt wie sie beschissen
wurden, oder sie wollten es nicht merken.
Das hat sich dann auch nach Jahren beim großen Oder-Hochwasser gezeigt,
wie sie auf den Leim der Versicherungsvertreter gekrochen sind.
Zu Anfangszeit waren die meisten "Ossis" blind und wollten beschissen
werden.
Ihnen sind erst nach und nach die Augen aufgegangen, da war es aber
schon zu spät.

Es ging alles viel zu schnell.
Die Leute hätten mehr Zeit gebraucht.


Bis denne
Achim
klaus reile
2020-10-04 09:57:14 UTC
Antworten
Permalink
Am Sun, 4 Oct 2020 11:33:10 +0200
Post by Achim Ebeling
Post by klaus reile
Es ist ja nicht so, dass es gar keine ostdeutsche oder örtliche
Marktverkäufer gab. Es gab sie. Sie verkauften einheimische
Produkte. Obst, Gemüse, Blumen und bei uns an der Küste auch Fisch.
Also gab es Möglichkeiten für die Einheimischen.
Nur wurden die einheimischen Produkte nicht gekauft.
Es musste aus dem Westen sein.
Egal welcher Schrott, Hauptsache Westen!
In Magdeburg wurden LKWs voll mit abgelaufenem Jogurt verkauft.
Die gingen weg wie warme Semmeln.
Alle Gebrauchtwagenhändler bei uns, haben sich gesund gestoßen.
Die "Ossis" haben Unsummen für die Schrottkarren bezahlt.
Gefühlt jeder ließ seinen neuen Wagen stehen, und wollte einen
Westwagen haben.
Die meisten haben in ihrer Euphorie nicht gemerkt wie sie beschissen
wurden, oder sie wollten es nicht merken.
Das hat sich dann auch nach Jahren beim großen Oder-Hochwasser
gezeigt, wie sie auf den Leim der Versicherungsvertreter gekrochen
sind. Zu Anfangszeit waren die meisten "Ossis" blind und wollten
beschissen werden.
Ihnen sind erst nach und nach die Augen aufgegangen, da war es aber
schon zu spät.
Es ging alles viel zu schnell.
Die Leute hätten mehr Zeit gebraucht.
Bis denne
Achim
Eigentlich war alles wie nach 1945. Die "Kriegsgewinnler" waren die
Ersten, die die Bühne stürmten. Und der Staat war ihnen ein wahrer
Gehilfe in Form der Treuhand.
Wollte man warnen vor dem Unbill der freien Marktwirtschaft, war man
ganz schnell der Besserwessi.

Klaus
--
Natürlich hat jeder eine eigene Meinung. Nur weiss auch jeder,
wo diese eigene Meinung herkommt? (Lisa Fitz)

Glaube wenig. Hinterfrage alles. Denke selbst.
René Marquardt
2020-10-05 11:44:09 UTC
Antworten
Permalink
Post by Achim Ebeling
Post by klaus reile
Es ist ja nicht so, dass es gar keine ostdeutsche oder örtliche
Marktverkäufer gab. Es gab sie. Sie verkauften einheimische Produkte.
Obst, Gemüse, Blumen und bei uns an der Küste auch Fisch. Also gab es
Möglichkeiten für die Einheimischen.
Nur wurden die einheimischen Produkte nicht gekauft.
Es musste aus dem Westen sein.
Egal welcher Schrott, Hauptsache Westen!
In Magdeburg wurden LKWs voll mit abgelaufenem Jogurt verkauft.
Die gingen weg wie warme Semmeln.
Alle Gebrauchtwagenhändler bei uns, haben sich gesund gestoßen.
Die "Ossis" haben Unsummen für die Schrottkarren bezahlt.
Gefühlt jeder ließ seinen neuen Wagen stehen, und wollte einen Westwagen
haben.
Die meisten haben in ihrer Euphorie nicht gemerkt wie sie beschissen
wurden, oder sie wollten es nicht merken.
Das hat sich dann auch nach Jahren beim großen Oder-Hochwasser gezeigt,
wie sie auf den Leim der Versicherungsvertreter gekrochen sind.
Zu Anfangszeit waren die meisten "Ossis" blind und wollten beschissen
werden.
Ihnen sind erst nach und nach die Augen aufgegangen, da war es aber
schon zu spät.
Es ging alles viel zu schnell.
Die Leute hätten mehr Zeit gebraucht.
Mehr Zeit war aber nicht da. Heute weiss man, dass der Anti-Gorbatschow-Putsch
nicht erfolgreich war, aber damals sah man die diversene inner-sowjetischen
militaerischen Ausseinandersetzugen, die anti-Perestroika-Hardliner, die
dann schliesslich eben diesen Putsch anzettelten und konnte nicht sagen, wie
lange der Russe mit sich selbst beschaeftigt sein wuerde, oder wann wieder
ein imperialer Hardliner an die Macht kommen wuerde, wie zB der Dresdener
KGB-Resident.
Da war die sinnvollere Variante schon "scheiss auf Verluste, das ziehen wir
jetzt durch".
Achim Ebeling
2020-10-05 12:13:10 UTC
Antworten
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Post by René Marquardt
Post by Achim Ebeling
Post by klaus reile
Es ist ja nicht so, dass es gar keine ostdeutsche oder örtliche
Marktverkäufer gab. Es gab sie. Sie verkauften einheimische Produkte.
Obst, Gemüse, Blumen und bei uns an der Küste auch Fisch. Also gab es
Möglichkeiten für die Einheimischen.
Nur wurden die einheimischen Produkte nicht gekauft.
Es musste aus dem Westen sein.
Egal welcher Schrott, Hauptsache Westen!
In Magdeburg wurden LKWs voll mit abgelaufenem Jogurt verkauft.
Die gingen weg wie warme Semmeln.
Alle Gebrauchtwagenhändler bei uns, haben sich gesund gestoßen.
Die "Ossis" haben Unsummen für die Schrottkarren bezahlt.
Gefühlt jeder ließ seinen neuen Wagen stehen, und wollte einen Westwagen
haben.
Die meisten haben in ihrer Euphorie nicht gemerkt wie sie beschissen
wurden, oder sie wollten es nicht merken.
Das hat sich dann auch nach Jahren beim großen Oder-Hochwasser gezeigt,
wie sie auf den Leim der Versicherungsvertreter gekrochen sind.
Zu Anfangszeit waren die meisten "Ossis" blind und wollten beschissen
werden.
Ihnen sind erst nach und nach die Augen aufgegangen, da war es aber
schon zu spät.
Es ging alles viel zu schnell.
Die Leute hätten mehr Zeit gebraucht.
Mehr Zeit war aber nicht da. Heute weiss man, dass der Anti-Gorbatschow-Putsch
nicht erfolgreich war, aber damals sah man die diversene inner-sowjetischen
militaerischen Ausseinandersetzugen, die anti-Perestroika-Hardliner, die
dann schliesslich eben diesen Putsch anzettelten und konnte nicht sagen, wie
lange der Russe mit sich selbst beschaeftigt sein wuerde, oder wann wieder
ein imperialer Hardliner an die Macht kommen wuerde, wie zB der Dresdener
KGB-Resident.
Da war die sinnvollere Variante schon "scheiss auf Verluste, das ziehen wir
jetzt durch".
Dann sollte man sich auch nicht beklagen, dass man über den Tisch
gezogen wurde.

Allerdings glaube ich nicht, dass irgendeiner, in den Massen die gen
Westen geströmt sind, an Gorbatschow gedacht hat.
Das waren andere die soweit dachten.


Bis denne
Achim
Frank Möller
2020-10-05 17:59:08 UTC
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Post by René Marquardt
Post by Achim Ebeling
[...]
Ihnen sind erst nach und nach die Augen aufgegangen, da war es aber
schon zu spät.
Es ging alles viel zu schnell.
Die Leute hätten mehr Zeit gebraucht.
Mehr Zeit war aber nicht da.
ACK.
Post by René Marquardt
Heute weiss man, dass der Anti-Gorbatschow-Putsch nicht erfolgreich war,
aber damals sah man die diversene inner-sowjetischen militaerischen
Ausseinandersetzugen ... und konnte nicht sagen, wie lange der Russe mit
sich selbst beschaeftigt sein wuerde, oder wann wieder ein imperialer
Hardliner an die Macht kommen wuerde, wie zB der Dresdener KGB-Resident.
Man muß da gar nicht die "große Glocke der Weltpolitik läuten". Es war
schlicht die Macht des Faktischen, die einen möglichst schnellen Vollzug
von Währungsunion und Wiedervereinigung erzwungen hat.

Beispielsweise gab es bereits im Februar 1990 (!) im Osten einen
grassierenden Ärztemangel, weil diese Leute reihenweise Stellenangebote im
Westen wahrgenommen haben, um _sofort_ als Wendegewinner "was davon zu
haben".

Bei anderen hochqualifizierten Berufsgruppen war es durchaus ähnlich, wenn
auch nicht so krass bzw. nicht so problematisch wie bei den Medizinern.
Post by René Marquardt
Da war die sinnvollere Variante schon "scheiss auf Verluste, das ziehen wir
jetzt durch".
Hätte man es langsam gemacht, hätte es ja ebenfalls Verluste gegeben, aber
zusätzlich ein großflächiges Gefühl, nicht gewollt zu sein und weggeschoben
zu werden. Das machen sich viele, die sich als "abgehängte Wendeverlierer"
verstehen, nicht bewußt. Dennoch hätte man schon einiges anders machen
können - und IMO auch müssen.

--
Peter Veith
2020-10-06 05:50:46 UTC
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Post by René Marquardt
Post by Achim Ebeling
Die Leute hätten mehr Zeit gebraucht.
Mehr Zeit war aber nicht da. Heute weiss man, dass der Anti-Gorbatschow-Putsch
nicht erfolgreich war, aber damals sah man die diversene inner-sowjetischen
militaerischen Ausseinandersetzugen, die anti-Perestroika-Hardliner, die
dann schliesslich eben diesen Putsch anzettelten und konnte nicht sagen, wie
lange der Russe mit sich selbst beschaeftigt sein wuerde, oder wann wieder
ein imperialer Hardliner an die Macht kommen wuerde, wie zB der Dresdener
KGB-Resident.
Das "lustige" daran ist, es gab nie einen Putsch von
"anti-Perestroika-Hardliner".

Diese durchaus naheliegenden Gerüchte wurden von unsGorbi allerdings
gestützt und mit verbreitet um seine desaströse Politik durch Westgeld
zu stützen.

Was es jedoch gab:

- einen Anti-Gorbatschow-Putschversuch von einigen seiner Mitläufer, die
auf die Union gesetzt hatten und nun ihre Fälle davon schwimmen sahen.
Es waren bloße Verteilungkämpfe innerhalb der Gorbatschow-Leute.
https://ddr-luftwaffe.blogspot.com/2010/10/putsch-gegen-die-deutsche-einheit-ii.html


- einen Jelzin-Putsch, der das Parlament zusammenschießen ließ mit > 100
Toten, die Leichen lies er bewußt über eine Woche herumliegen.
Post by René Marquardt
Da war die sinnvollere Variante schon "scheiss auf Verluste, das ziehen wir
jetzt durch".
Ja, haben sie gemacht, mit aller gebotenen Brutalität.

Veith
--
"Es wird keine Straflosigkeit geben, sobald es eine neue Regierung gibt"
Hillary Clinton
http://www.ddr-luftwaffe.de
Frank Hucklenbroich
2020-10-03 16:04:30 UTC
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Post by klaus reile
Am Fri, 2 Oct 2020 20:28:27 +0000 (UTC)
Post by Jörg Knebel
... zum 30. Jahrestag der Okkupation.
Laut DW-Beitrag (offiziele Quelle?) ist selbst nach 30 Jahren noch nix
zusammenewachsen.
Gestern gab es im MDR und im RBB gleichzeitig eine Sendung zum Thema.
https://www.mdr.de/tv/programm/sendung900706_date-2020-10-02_ipgctx-true_zc-905525cf.html
Wer das gesehen hat, weiss ich nicht. Mir gefiel, was der ehemalige
SPD-Mann, Afghanistankämpfer und jetziges AfD-Mitglied Rene Springer
zum Thema zu sagen hatte. Hut ab. Er sagte es kurz vor Ende der
Sendung, bevor die üblichen Schwaflerinnen und Bescönigerinnen dann zum
Schlusswort ansetzten.
Die Doku habe ich auch gesehen (letzte Woche in der ARD), und das war klug
gemacht.

Man hat nämlich nicht, wie sonst üblich, direkt eingeblendet, daß der Mann
in der AfD ist, sondern ihn erst mal lange erzählen lassen, von seinem
Leben und was er so alles gemacht hat.

Das hatte man vorher ja auch schon bei diesem alten Herren so gemacht, der
als Terrorist Jahrzehnte im Gefängnis gesessen hatte. Der kam auch
überraschend symphatisch rüber, dem hätte man den Terroristen nie
zugetraut.

Auch wenn ich von der AfD nun so gar nichts halte, kam der Herr Springer
durchaus authentisch rüber. Er hätte auch in der LINKEN sein können, das
wäre nicht weniger überraschend gewesen.

Insgesamt eine solide gemachte Doku, meiner Meinung nach.

Grüße,

Frank
klaus reile
2020-10-03 16:51:59 UTC
Antworten
Permalink
Am Sat, 3 Oct 2020 18:04:30 +0200
Post by Frank Hucklenbroich
Post by klaus reile
Am Fri, 2 Oct 2020 20:28:27 +0000 (UTC)
Post by Jörg Knebel
... zum 30. Jahrestag der Okkupation.
Laut DW-Beitrag (offiziele Quelle?) ist selbst nach 30 Jahren noch
nix zusammenewachsen.
Gestern gab es im MDR und im RBB gleichzeitig eine Sendung zum Thema.
https://www.mdr.de/tv/programm/sendung900706_date-2020-10-02_ipgctx-true_zc-905525cf.html
Wer das gesehen hat, weiss ich nicht. Mir gefiel, was der ehemalige
SPD-Mann, Afghanistankämpfer und jetziges AfD-Mitglied Rene Springer
zum Thema zu sagen hatte. Hut ab. Er sagte es kurz vor Ende der
Sendung, bevor die üblichen Schwaflerinnen und Bescönigerinnen dann
zum Schlusswort ansetzten.
Die Doku habe ich auch gesehen (letzte Woche in der ARD), und das war
klug gemacht.
Man hat nämlich nicht, wie sonst üblich, direkt eingeblendet, daß der
Mann in der AfD ist, sondern ihn erst mal lange erzählen lassen, von
seinem Leben und was er so alles gemacht hat.
Das hatte man vorher ja auch schon bei diesem alten Herren so
gemacht, der als Terrorist Jahrzehnte im Gefängnis gesessen hatte.
Der kam auch überraschend symphatisch rüber, dem hätte man den
Terroristen nie zugetraut.
Auch wenn ich von der AfD nun so gar nichts halte, kam der Herr
Springer durchaus authentisch rüber. Er hätte auch in der LINKEN sein
können, das wäre nicht weniger überraschend gewesen.
Insgesamt eine solide gemachte Doku, meiner Meinung nach.
Grüße,
Frank
Leider (oder auch nicht) habe ich nicht die ganze Sendung gesehen, kann
ich aber wohl in der Mediathek nachholen.
Normal mag ich die Sendungen zur ehemaligen DDR nicht besonders. Sie
finden immer wieder Leute, die grundsätzlich *alles* schlecht reden
müssen. Ich zappte kurz bevor Rene Springer zu Wort kam da rein und
zappte schnell weiter, als die 2 Damen meinten, das gerade Gesagte in
Frage stellen zu müssen.

Es mag vieles in der DDR im Argen gewesen sein. Aber ich wage zu
behaupten, alles war nicht schlecht. Wohl auch dann nicht, wenn man
sich jetzt alle Mühe gibt, das Gegenteil beweisen zu müssen.

Klaus
--
Natürlich hat jeder eine eigene Meinung. Nur weiss auch jeder,
wo diese eigene Meinung herkommt? (Lisa Fitz)

Glaube wenig. Hinterfrage alles. Denke selbst.
Frank Hucklenbroich
2020-10-03 18:38:43 UTC
Antworten
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Post by klaus reile
Am Sat, 3 Oct 2020 18:04:30 +0200
Post by Frank Hucklenbroich
Post by klaus reile
Am Fri, 2 Oct 2020 20:28:27 +0000 (UTC)
Post by Jörg Knebel
... zum 30. Jahrestag der Okkupation.
Laut DW-Beitrag (offiziele Quelle?) ist selbst nach 30 Jahren noch
nix zusammenewachsen.
Gestern gab es im MDR und im RBB gleichzeitig eine Sendung zum Thema.
https://www.mdr.de/tv/programm/sendung900706_date-2020-10-02_ipgctx-true_zc-905525cf.html
Wer das gesehen hat, weiss ich nicht. Mir gefiel, was der ehemalige
SPD-Mann, Afghanistankämpfer und jetziges AfD-Mitglied Rene Springer
zum Thema zu sagen hatte. Hut ab. Er sagte es kurz vor Ende der
Sendung, bevor die üblichen Schwaflerinnen und Bescönigerinnen dann
zum Schlusswort ansetzten.
Die Doku habe ich auch gesehen (letzte Woche in der ARD), und das war
klug gemacht.
Man hat nämlich nicht, wie sonst üblich, direkt eingeblendet, daß der
Mann in der AfD ist, sondern ihn erst mal lange erzählen lassen, von
seinem Leben und was er so alles gemacht hat.
Das hatte man vorher ja auch schon bei diesem alten Herren so
gemacht, der als Terrorist Jahrzehnte im Gefängnis gesessen hatte.
Der kam auch überraschend symphatisch rüber, dem hätte man den
Terroristen nie zugetraut.
Auch wenn ich von der AfD nun so gar nichts halte, kam der Herr
Springer durchaus authentisch rüber. Er hätte auch in der LINKEN sein
können, das wäre nicht weniger überraschend gewesen.
Insgesamt eine solide gemachte Doku, meiner Meinung nach.
Grüße,
Frank
Leider (oder auch nicht) habe ich nicht die ganze Sendung gesehen, kann
ich aber wohl in der Mediathek nachholen.
Mach das, es lohnt sich!
Post by klaus reile
Normal mag ich die Sendungen zur ehemaligen DDR nicht besonders. Sie
finden immer wieder Leute, die grundsätzlich *alles* schlecht reden
müssen.
Das war hier nicht der Fall, eher der Westen bekam sein Fett weg.

Falls Du Netflix hat, lohnt sich auch die Mini-Serie-Doku zum
Rohwedder-Mord. Da geht es u.a. um die sehr zweifelhafte Rolle der
Treuhand.
Post by klaus reile
Ich zappte kurz bevor Rene Springer zu Wort kam da rein und
zappte schnell weiter, als die 2 Damen meinten, das gerade Gesagte in
Frage stellen zu müssen.
Es mag vieles in der DDR im Argen gewesen sein. Aber ich wage zu
behaupten, alles war nicht schlecht. Wohl auch dann nicht, wenn man
sich jetzt alle Mühe gibt, das Gegenteil beweisen zu müssen.
Genau das tat die Doku nicht, und das fand ich erfrischend anders.

Grüße,

Frank
Frank Möller
2020-10-05 18:47:47 UTC
Antworten
Permalink
Post by Jörg Knebel
... zum 30. Jahrestag der Okkupation.
Wenn sich da tatsächlich welche "erfolgreich" gegen die "Okkupation"
gewehrt hätten, würden sie heute so wohnen:
<Loading Image...>

Das würde selbst den tapfersten Hütern des "antifaschistischen Schutzwalls"
nicht mehr behagen.

--
Jörg Knebel
2020-10-05 20:16:19 UTC
Antworten
Permalink
On 06 /10 /2020 at 05:47:47 AEDT, "Frank Möller"
Post by Frank Möller
Wenn sich da tatsächlich welche "erfolgreich" gegen die "Okkupation"
<https://vimudeap.info/files/images/b/ddr-aussenministerium-berlin-6588.jpg>
Wie kommst Du denn auf diese Idee?

So sieht es immer aus wenn der "Westen" unter der Führung der Ugly States of
Assholes "Demokratie" verteilt.

Vielleicht wären behängte Alleebäume ein mögliches Auskommen gewesen...
René Marquardt
2020-10-05 22:46:55 UTC
Antworten
Permalink
Post by Jörg Knebel
On 06 /10 /2020 at 05:47:47 AEDT, "Frank Möller"
Post by Frank Möller
Wenn sich da tatsächlich welche "erfolgreich" gegen die "Okkupation"
<https://vimudeap.info/files/images/b/ddr-aussenministerium-berlin-6588.jpg>
Wie kommst Du denn auf diese Idee?
So sieht es immer aus wenn der "Westen" unter der Führung der Ugly States of
Assholes "Demokratie" verteilt.
In der DDR gab es nicht ohne Grund den Spruch "Ruinen schaffen ohne Waffen".
Ohne Westunterstuetzung waere der Laden noch frueher zusammengebrochen.
Jörg Knebel
2020-10-05 23:28:40 UTC
Antworten
Permalink
Post by René Marquardt
In der DDR gab es nicht ohne Grund den Spruch "Ruinen schaffen ohne Waffen".
Was meinst Du warum ich u.a. "behangene Alleebäume" vorgeschlagen habe?
Post by René Marquardt
Ohne Westunterstuetzung waere der Laden noch frueher zusammengebrochen.
Damit meinst Du sicher die unzähligen Sanktionen gelle...
wolfgang sch
2020-10-06 03:59:26 UTC
Antworten
Permalink
Post by René Marquardt
In der DDR gab es nicht ohne Grund den Spruch "Ruinen schaffen ohne
Waffen".. Ohne Westunterstuetzung waere der Laden noch frueher
zusammengebrochen.
Aber wer unterstützt uns, wenn wir zusammenbrechen?
--
Emerging from below past Nollendorfplatz
http://www.wschwanke.de/ http://www.fotos-aus-der-luft.de/
usenet_20031215 (AT) wschwanke (DOT) de
Lars Gebauer
2020-10-06 08:56:11 UTC
Antworten
Permalink
Post by René Marquardt
In der DDR gab es nicht ohne Grund den Spruch "Ruinen schaffen ohne Waffen".
Ohne Westunterstuetzung waere der Laden noch frueher zusammengebrochen.
Das ist witzig.

Ich finde es eher erstaunlich, daß sich die DDR *trotz* schlechter
Startbedingungen, laufendem Driss mit "dem Westen" und Unterstützung (in
Form von Embargo-Listen und Co.) 40 Jahre lang halten konnte.
--
"Nachdem wir das Ziel endgültig aus den Augen verloren hatten,
verdoppelten wir unsere Anstrengungen."
--Mark Twain
Peter Veith
2020-10-06 13:58:30 UTC
Antworten
Permalink
Post by Lars Gebauer
Post by René Marquardt
In der DDR gab es nicht ohne Grund den Spruch "Ruinen schaffen ohne Waffen".
Ohne Westunterstuetzung waere der Laden noch frueher zusammengebrochen.
Das ist witzig.
Nein, eine Lebenslüge.
Post by Lars Gebauer
Ich finde es eher erstaunlich, daß sich die DDR *trotz* schlechter
Startbedingungen, laufendem Driss mit "dem Westen" und Unterstützung (in
Form von Embargo-Listen und Co.) 40 Jahre lang halten konnte.
ACK

Es ist zuzugeben, daß Kaiserreich, dessen 150. Jubiläum "wir" nächstes
Jahr feiern und worauf der BuPrä am Samstag so hartnäckig hingewiesen
hat, hat immerhin 47 Jähre geschafft, davon 4 im Schießkrieg.

Veith
--
Lieber Reich ins Heim, als heim ins Reich!
http://ddr-luftwaffe.blogspot.com
Ronald Konschak
2020-10-06 16:27:40 UTC
Antworten
Permalink
Post by Lars Gebauer
Ich finde es eher erstaunlich, daß sich die DDR *trotz* schlechter
Startbedingungen, laufendem Driss mit "dem Westen" und Unterstützung (in
Form von Embargo-Listen und Co.) 40 Jahre lang halten konnte.
Unsere lieben Bruderländer hast Du vergessen. Oft waren sie mehr Klotz
am Bein. Ein Witz:

Die Sowjetunion und China stritten sich bekanntermaßen um ein Stück
Land am Ussuri. Man wollte sich friedlich einigen, die Sowjetunion
sollte das Land haben, aber dafür etwas liefern. Der Genosse Mao
sagte zum Genossen Breschnew, er hätte gern ein Paar Stiefel für
jeden Chinesen. Breschnew stimmte zu. Mao verlangte weiterhin einen
blauen Anzug für jeden Chinesen. Breschnew nickte. Als Drittes sollte
jeder Chinese eine Schale Reis bekommen. Bevor Breschnew etwas sagen
konnte, flüsterte ihm ein Sekretär ins Ohr: Genosse Generalsekretär,
in der DDR wächst kein Reis!

Liebe Redakteure bei ARD und ZDF, das war wirklich ein Witz. Bitte
nicht auf ZDFinfo oder Phönix nacherzählen, als sei er wahr! Erst
nachschlagen: Die Insel im Ussuri ging letztlich an China.

Ronald.
--
Erst wenn das letzte Hirn gewaschen, die letzte Menschenwürde gebrochen und
euch die letzte Freiheit genommen wurde, werdet ihr merken, daß man mit
Zeitung lesen, wählen und Steuern zahlen keine Diktatur aufhält.
Lars Gebauer
2020-10-06 17:19:03 UTC
Antworten
Permalink
Post by Ronald Konschak
Post by Lars Gebauer
Ich finde es eher erstaunlich, daß sich die DDR *trotz* schlechter
Startbedingungen, laufendem Driss mit "dem Westen" und Unterstützung (in
Form von Embargo-Listen und Co.) 40 Jahre lang halten konnte.
Unsere lieben Bruderländer hast Du vergessen. Oft waren sie mehr Klotz
am Bein.
Ich weiß. Ich kenne die "Kooperation" zwischen AWE und Skoda. Die haben
sagenhafte 10 Jahre gebraucht bis sie herausgefunden haben, daß sie
einfach nicht miteinander können. Und ich bin mir sicher, daß das nicht
unbedingt am AWE lag.

Das RGW-Auto war auch so ein totgeborenes Kind.
--
"Nachdem wir das Ziel endgültig aus den Augen verloren hatten,
verdoppelten wir unsere Anstrengungen."
--Mark Twain
Gunter Kühne
2020-10-06 17:47:50 UTC
Antworten
Permalink
Post by Lars Gebauer
Post by Ronald Konschak
Post by Lars Gebauer
Ich finde es eher erstaunlich, daß sich die DDR *trotz* schlechter
Startbedingungen, laufendem Driss mit "dem Westen" und Unterstützung (in
Form von Embargo-Listen und Co.) 40 Jahre lang halten konnte.
Unsere lieben Bruderländer hast Du vergessen. Oft waren sie mehr Klotz
am Bein.
Ich weiß. Ich kenne die "Kooperation" zwischen AWE und Skoda. Die haben
sagenhafte 10 Jahre gebraucht bis sie herausgefunden haben, daß sie
einfach nicht miteinander können. Und ich bin mir sicher, daß das nicht
unbedingt am AWE lag.
Das RGW-Auto war auch so ein totgeborenes Kind.
Aber die Gelenkwellen waren schon fertig :)
--
Kleinmut und Stolz, aus diesem Holz
Schuf der Mensch sich am sechsten Tag Gott.
Bernd Ullrich
2020-10-07 09:52:19 UTC
Antworten
Permalink
Am 06.10.2020 um 19:47 schrieb Gunter Kühne:
[...]
Post by Gunter Kühne
Aber die Gelenkwellen waren schon fertig :)
Gelenkwellen wurden viele gebaut.

"Am 27. April 1983 wurde das Gelenkwellenwerk Zwickau-Mosel(70.000 qm
Gebäude auf 220.000 qm Gelände) fertiggestellt.800.000 Sätze
Gelenkwellen konnten pro Jahr gefertigt werden.Hiervon wurden 85% auf
der Basis des 1978 unterzeichnetenVertrags als Kompensationsgeschäft
nach Frankreichgeliefert. "

https://www.gs-gsa-ig.de/gsa/30%20Jahre%20GSA/30%20Jahre%20DDR%20GSA/gsa.DDR%20Import.htm#:~:text=Parallel%20zu%20diesen%20Gespr%C3%A4chen%20begannen%20in%20der%20DDR,Juli%201978%20begannen%20franz%C3%B6sische%20Firmen%20mit%20den%20Bauarbeiten.

BU
gunter kühne
2020-10-07 09:59:32 UTC
Antworten
Permalink
Post by Bernd Ullrich
[...]
Post by Gunter Kühne
Aber die Gelenkwellen waren schon fertig :)
Gelenkwellen wurden viele gebaut.
"Am 27. April 1983 wurde das Gelenkwellenwerk Zwickau-Mosel(70.000 qm
Gebäude auf  220.000 qm Gelände) fertiggestellt.800.000 Sätze
Gelenkwellen konnten pro Jahr gefertigt werden.Hiervon wurden 85% auf
der Basis des 1978 unterzeichnetenVertrags als Kompensationsgeschäft
nach Frankreichgeliefert. "
https://www.gs-gsa-ig.de/gsa/30%20Jahre%20GSA/30%20Jahre%20DDR%20GSA/gsa.DDR%20Import.htm#:~:text=Parallel%20zu%20diesen%20Gespr%C3%A4chen%20begannen%20in%20der%20DDR,Juli%201978%20begannen%20franz%C3%B6sische%20Firmen%20mit%20den%20Bauarbeiten.
BU
Richtig aber die Modelle und Werkzeuge für das Gemeinsame RGW Auto waren
schon fertig.
Bernd Ullrich
2020-10-07 11:12:30 UTC
Antworten
Permalink
Post by gunter kühne
Post by Bernd Ullrich
[...]
Post by Gunter Kühne
Aber die Gelenkwellen waren schon fertig :)
Gelenkwellen wurden viele gebaut.
"Am 27. April 1983 wurde das Gelenkwellenwerk Zwickau-Mosel(70.000 qm
Gebäude auf  220.000 qm Gelände) fertiggestellt.800.000 Sätze
Gelenkwellen konnten pro Jahr gefertigt werden.Hiervon wurden 85% auf
der Basis des 1978 unterzeichnetenVertrags als Kompensationsgeschäft
nach Frankreichgeliefert. "
https://www.gs-gsa-ig.de/gsa/30%20Jahre%20GSA/30%20Jahre%20DDR%20GSA/gsa.DDR%20Import.htm#:~:text=Parallel%20zu%20diesen%20Gespr%C3%A4chen%20begannen%20in%20der%20DDR,Juli%201978%20begannen%20franz%C3%B6sische%20Firmen%20mit%20den%20Bauarbeiten.
BU
Richtig aber die Modelle und Werkzeuge für das Gemeinsame RGW Auto waren
schon fertig.
Modelle sind nur Fingerübungen.
Welche Werkzeuge sollen das gewesen sei?

BU
Ronald Konschak
2020-10-06 18:22:35 UTC
Antworten
Permalink
Post by Lars Gebauer
Post by Ronald Konschak
Unsere lieben Bruderländer hast Du vergessen. Oft waren sie mehr Klotz
am Bein.
Ich weiß. Ich kenne die "Kooperation" zwischen AWE und Skoda. Die haben
sagenhafte 10 Jahre gebraucht bis sie herausgefunden haben, daß sie
einfach nicht miteinander können. Und ich bin mir sicher, daß das nicht
unbedingt am AWE lag.
Eisenbahner wissen ein Lied davon zu singen. Einer der größten
Tiefschläge war die Aufteilung der Produktion von Diesellokomotiven
auf die RGW-Staaten. Die Loks mit hohen Motorleistungen sollte
die Sowjetunion bauen, die mittleren Rumänien, die kleineren
die DDR. Die BR 119, genannt Ceaușescus Rache, stand mehr in der
Werkstatt als vor den Zügen. Am Ende hat das Raw Cottbus so viele
Teile aus DDR-Produktion darin verbaut, dass es einem Neubau
gleichkam. Trotzdem blieb diese optisch recht eindrucksvolle
Maschine immer ein Sorgenkind.

Bei Elektrolokomotiven hat man dies unterlassen. Einzig die
BR 230 war ein Kooperationsobjekt mit Škoda, welches man als
gelungen bezeichnen darf. Leider kam sie ein bisschen spät,
um noch berühmt zu werden.

Ronald.
--
Erst wenn das letzte Hirn gewaschen, die letzte Menschenwürde gebrochen und
euch die letzte Freiheit genommen wurde, werdet ihr merken, daß man mit
Zeitung lesen, wählen und Steuern zahlen keine Diktatur aufhält.
wolfgang sch
1970-01-01 00:00:00 UTC
Antworten
Permalink
Einer der größten Tiefschläge war die
Aufteilung der Produktion von Diesellokomotiven
auf die RGW-Staaten.

Aber bei Bussen und Straßenbahnen hat die Aufteilung doch ganz gut
funktioniert, oder?
--
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Ronald Konschak
2020-10-06 20:00:40 UTC
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Post by Ronald Konschak
Einer der größten Tiefschläge war die
Aufteilung der Produktion von Diesellokomotiven
auf die RGW-Staaten.
Aber bei Bussen und Straßenbahnen hat die Aufteilung doch ganz gut
funktioniert, oder?
Von Aufteilung würde ich nicht sprechen. ČKD Praha und Ikarus
wurden praktisch Monopolisten. Es bleibt darum Spekulation, ob
das so optimal war. Klar, für den Großstadtverkehr waren die
Tatra-Bahnen ganz gut, aber auf den ländlichen Strecken waren
die Investitionen in neue Bahnkörper und stärkere Stromversor-
gungen unrentabel. Da blieben die Wagen aus Gotha, welche 1967
letztmalig produziert wurden, ohne Konkurrenz. Eine Weiter-
produktion leichter Fahrzeuge in der DDR hätte den Betrieb
solcher Strecken wie nach Pillnitz und Cossebaude in Dresden
wahrscheinlich erhalten können.

Ronald.
--
Erst wenn das letzte Hirn gewaschen, die letzte Menschenwürde gebrochen und
euch die letzte Freiheit genommen wurde, werdet ihr merken, daß man mit
Zeitung lesen, wählen und Steuern zahlen keine Diktatur aufhält.
gunter kühne
2020-10-07 09:28:14 UTC
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Post by Ronald Konschak
Post by Ronald Konschak
Einer der größten Tiefschläge war die
Aufteilung der Produktion von Diesellokomotiven
auf die RGW-Staaten.
Aber bei Bussen und Straßenbahnen hat die Aufteilung doch ganz gut
funktioniert, oder?
Von Aufteilung würde ich nicht sprechen. ČKD Praha und Ikarus
wurden praktisch Monopolisten. Es bleibt darum Spekulation, ob
das so optimal war. Klar, für den Großstadtverkehr waren die
Tatra-Bahnen ganz gut, aber auf den ländlichen Strecken waren
die Investitionen in neue Bahnkörper und stärkere Stromversor-
gungen unrentabel. Da blieben die Wagen aus Gotha, welche 1967
letztmalig produziert wurden, ohne Konkurrenz. Eine Weiter-
produktion leichter Fahrzeuge in der DDR hätte den Betrieb
solcher Strecken wie nach Pillnitz und Cossebaude in Dresden
wahrscheinlich erhalten können.
Ronald.
Pillnitz nur mit ner neuen Brücke. Strassenbahn über blaues Wunder, es
wurde erkannt das da ein schwer zu behebender konstruktionsbedingter
Mangel vorhanden war.
Ronald Konschak
2020-10-07 12:48:00 UTC
Antworten
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Post by gunter kühne
Post by Ronald Konschak
Eine Weiter-
produktion leichter Fahrzeuge in der DDR hätte den Betrieb
solcher Strecken wie nach Pillnitz und Cossebaude in Dresden
wahrscheinlich erhalten können.
Pillnitz nur mit ner neuen Brücke. Strassenbahn über blaues Wunder, es
wurde erkannt das da ein schwer zu behebender konstruktionsbedingter
Mangel vorhanden war.
Warum? Weil die Strecken nach Weinböhla und Pillnitz tatratauglich
ausgebaut wurden, und man danach feststellte, dass die Tatra-Züge
die Brücke kaputtmachen.

Ronald.
--
Erst wenn das letzte Hirn gewaschen, die letzte Menschenwürde gebrochen und
euch die letzte Freiheit genommen wurde, werdet ihr merken, daß man mit
Zeitung lesen, wählen und Steuern zahlen keine Diktatur aufhält.
Gunter Kühne
2020-10-07 20:27:36 UTC
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Post by Ronald Konschak
Post by gunter kühne
Post by Ronald Konschak
Eine Weiter-
produktion leichter Fahrzeuge in der DDR hätte den Betrieb
solcher Strecken wie nach Pillnitz und Cossebaude in Dresden
wahrscheinlich erhalten können.
Pillnitz nur mit ner neuen Brücke. Strassenbahn über blaues Wunder, es
wurde erkannt das da ein schwer zu behebender konstruktionsbedingter
Mangel vorhanden war.
Warum? Weil die Strecken nach Weinböhla und Pillnitz tatratauglich
ausgebaut wurden, und man danach feststellte, dass die Tatra-Züge
die Brücke kaputtmachen.
Ronald.
Mann stellte fest, dass jede Straßenbahn die Brücke kaputt macht.
Sie Schienen waren direkt mit dem Brückenkörper verbunden.
Man hatte damals Sensoren angebracht und ein WB Ing. Büro hatte
messungen unternommen.
Da stellte sich heraus, das selbst ein einzelner Gotha, eine höhere
Belastung für die Brücke darstellt, als 2 40to LKW.
Es war damals in der SZ ein ausführlicher Artikel darüber.
Müsste in gut sortierten Bibliotheken noch zu finden sein.
Übrigens Cossebaude ist bis zum Gleisdreieck ab und an mit Tatra
befahren worden.
--
Kleinmut und Stolz, aus diesem Holz
Schuf der Mensch sich am sechsten Tag Gott.
René Marquardt
2020-10-06 22:16:25 UTC
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Post by Lars Gebauer
Post by Ronald Konschak
Post by Lars Gebauer
Ich finde es eher erstaunlich, daß sich die DDR *trotz* schlechter
Startbedingungen, laufendem Driss mit "dem Westen" und Unterstützung (in
Form von Embargo-Listen und Co.) 40 Jahre lang halten konnte.
Unsere lieben Bruderländer hast Du vergessen. Oft waren sie mehr Klotz
am Bein.
Ich weiß. Ich kenne die "Kooperation" zwischen AWE und Skoda. Die haben
sagenhafte 10 Jahre gebraucht bis sie herausgefunden haben, daß sie
einfach nicht miteinander können. Und ich bin mir sicher, daß das nicht
unbedingt am AWE lag.
Das RGW-Auto war auch so ein totgeborenes Kind.
Die deutschen und tschechischen Wiki-Artikel zum Thema weichen ein bisschen
von einander ab :D
wolfgang sch
2020-10-06 03:58:43 UTC
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Post by Frank Möller
Wenn sich da tatsächlich welche "erfolgreich" gegen die "Okkupation"
<https://vimudeap.info/files/images/b/ddr-aussenministerium-berlin-6588.j
pg>
In der Abriss-Ruine des Außenministeriums?
--
Emerging from below past Nollendorfplatz
http://www.wschwanke.de/ http://www.fotos-aus-der-luft.de/
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Tim Schroeder
2020-10-06 09:44:43 UTC
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Post by Frank Möller
Post by Jörg Knebel
... zum 30. Jahrestag der Okkupation.
Wenn sich da tatsächlich welche "erfolgreich" gegen die "Okkupation"
<https://vimudeap.info/files/images/b/ddr-aussenministerium-berlin-6588.jpg>
Das würde selbst den tapfersten Hütern des "antifaschistischen Schutzwalls"
nicht mehr behagen.
man WBS70, die stehen Heute noch und werden bewohnt.
Frank Möller
2020-10-08 15:42:47 UTC
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Post by Tim Schroeder
Post by Frank Möller
Post by Jörg Knebel
... zum 30. Jahrestag der Okkupation.
Wenn sich da tatsächlich welche "erfolgreich" gegen die "Okkupation"
<https://vimudeap.info/files/images/b/ddr-aussenministerium-berlin-6588.jpg>
Das würde selbst den tapfersten Hütern des "antifaschistischen Schutzwalls"
nicht mehr behagen.
man WBS70, die stehen Heute noch und werden bewohnt.
Davon stehen höchstens noch solche, die nach der Wende generalsaniert
wurden. Die anderen wurden abgerissen.

--
wolfgang sch
1970-01-01 00:00:00 UTC
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Post by Frank Möller
Post by Tim Schroeder
man WBS70, die stehen Heute noch und
werden bewohnt.
Davon stehen höchstens noch solche, die
nach der Wende generalsaniert wurden.
Die anderen wurden abgerissen.
Wegen politischer Fehlentscheidungen, die inzwischen bereut werden.
--
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Frank Möller
2020-10-08 18:22:41 UTC
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Post by wolfgang sch
Post by Frank Möller
Post by Tim Schroeder
man WBS70, die stehen Heute noch und werden bewohnt.
Davon stehen höchstens noch solche, die nach der Wende generalsaniert
wurden. Die anderen wurden abgerissen.
Wegen politischer Fehlentscheidungen, die inzwischen bereut werden.
Schöne Nebelkerze - wie üblich von Dir. Wenn nämlich die, die wg. Deiner
"politischen Fehlentscheidungen" abgerissen wurden, heute noch würden
stehen sollen, hätte man sie ebenfalls längst generalsanieren müssen.

--
wolfgang sch
2020-10-09 06:04:26 UTC
Antworten
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Post by Frank Möller
Post by wolfgang sch
Post by Frank Möller
Post by Tim Schroeder
man WBS70, die stehen Heute noch und werden bewohnt.
Davon stehen höchstens noch solche, die nach der Wende generalsaniert
wurden. Die anderen wurden abgerissen.
Wegen politischer Fehlentscheidungen, die inzwischen bereut werden.
Schöne Nebelkerze - wie üblich von Dir. Wenn nämlich die, die wg. Deiner
"politischen Fehlentscheidungen" abgerissen wurden, heute noch würden
stehen sollen, hätte man sie ebenfalls längst generalsanieren müssen.
Und? Das ist doch besser als gar kein Haus. Die Bevölkerung nimmt zu,
wir brauchen daher mehr Wohnraum. Bestehenden Wohnraum zerstören war
deshalb falsch, ist ja nicht so dass wir im Immobilien-Überfluss leben.
Man kann in Plattenbauten wirklich wohnen, weißt du.

In Westdeutschland wurden übrigens in den 1970er Jahren auch
Plattenbauten errichtet, die sehen nicht viel anders aus als die in der
DDR. Man ist im Westen im späteren Verlauf davon abgekommen. Das hielt
man für "Fortschritt", und hat dann aus dieser Befindlichkeit über die
Plattenbauten im Osten als vermeintlich "überholt" die Nase gerümpft.
Aber vielleicht irrt sich die westliche Journalistenseele da, wäre
nicht das erste Mal.
--
Emerging from below past Nollendorfplatz
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usenet_20031215 (AT) wschwanke (DOT) de
Frank Möller
2020-10-09 09:44:59 UTC
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Post by wolfgang sch
Post by Frank Möller
Post by wolfgang sch
Post by Frank Möller
Post by Tim Schroeder
man WBS70, die stehen Heute noch und werden bewohnt.
Davon stehen höchstens noch solche, die nach der Wende generalsaniert
wurden. Die anderen wurden abgerissen.
Wegen politischer Fehlentscheidungen, die inzwischen bereut werden.
Schöne Nebelkerze - wie üblich von Dir. Wenn nämlich die, die wg. Deiner
"politischen Fehlentscheidungen" abgerissen wurden, heute noch würden
stehen sollen, hätte man sie ebenfalls längst generalsanieren müssen.
Und? Das ist doch besser als gar kein Haus. Die Bevölkerung nimmt zu,
wir brauchen daher mehr Wohnraum. Bestehenden Wohnraum zerstören war
deshalb falsch, ist ja nicht so dass wir im Immobilien-Überfluss leben.
Zu der Zeit, als die Ostplatten abgerissen wurden, gab es enormen Leerstand
wegen anhaltenden Wegzugs der Bevölkerung. Eine Trendumkehr war noch lange
nicht abzusehen, keiner wollte in diese Bunker ziehen. Aber chlor, nach
Direktor Schwanke & Co. hat man angeblich den Leuten ihre schönen Platten
unter dem A**** weggebaggert. Was muß man nehmen, um derartig verblödet zu
werden?
Post by wolfgang sch
Man kann in Plattenbauten wirklich wohnen, weißt du.
Und ich weiß sogar, _wie_ man dort wohnt.

--
Wolf gang P u f f e
2020-10-09 14:21:39 UTC
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Post by wolfgang sch
In Westdeutschland wurden übrigens in den 1970er Jahren auch
Plattenbauten errichtet, die sehen nicht viel anders aus als die in der
DDR.
Wenn die im Westen aussahen wie DDR, dann kamen sie vielleicht auch aus
der DDR. WBS70 in SSH, auch wenns nicht viele waren:
https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/schleswig-holstein_magazin/zeitreise/Zeitreise-Als-DDR-Montagearbeiter-in-Schleswig-Holstein-schufteten,zeitreise2378.html

W.
wolfgang sch
2020-10-10 07:10:45 UTC
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Post by Wolf gang P u f f e
Wenn die im Westen aussahen wie DDR, dann kamen sie vielleicht auch aus
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Hab ich als Kind vorübergehend drin gewohnt, Standort Herne/Ruhrgebiet.
Das Luftbild müsste kurz nach Fertigstellung 1971 oder 72 entstanden
sein. Ist das DDR-Platte?
--
Emerging from below past Nollendorfplatz
http://www.wschwanke.de/ http://www.fotos-aus-der-luft.de/
usenet_20031215 (AT) wschwanke (DOT) de
klaus reile
2020-10-10 07:22:05 UTC
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Am Sat, 10 Oct 2020 07:10:45 -0000 (UTC)
Post by wolfgang sch
Post by Wolf gang P u f f e
Wenn die im Westen aussahen wie DDR, dann kamen sie vielleicht auch
https://mapio.net/images-immo-expose/7893458/bild-8-img-1.jpeg
https://img.waz.de/img/archiv-daten/crop11026639/5243437192-w1200-cv3_2/pan-Pantringshof-See-attached-file-.jpg
Hab ich als Kind vorübergehend drin gewohnt, Standort
Herne/Ruhrgebiet. Das Luftbild müsste kurz nach Fertigstellung 1971
oder 72 entstanden sein. Ist das DDR-Platte?
Die gab's eigentlich, besonders im Ruhrgebiet, überall. In Duisburg hat
man vor ein oder zwei Jahren gerade wieder welche gesprengt.

Klaus
--
Natürlich hat jeder eine eigene Meinung. Nur weiss auch jeder,
wo diese eigene Meinung herkommt? (Lisa Fitz)
Bevor ich mich uffreg, isset mir lieber egal (auch Lisa Fitz)
Wolf gang P u f f e
2020-10-10 09:03:03 UTC
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Post by wolfgang sch
Post by Wolf gang P u f f e
Wenn die im Westen aussahen wie DDR, dann kamen sie vielleicht auch aus
https://mapio.net/images-immo-expose/7893458/bild-8-img-1.jpeg
https://img.waz.de/img/archiv-daten/crop11026639/5243437192-w1200-cv3_2/pan-Pantringshof-See-attached-file-.jpg
Hab ich als Kind vorübergehend drin gewohnt, Standort Herne/Ruhrgebiet.
Das Luftbild müsste kurz nach Fertigstellung 1971 oder 72 entstanden
sein. Ist das DDR-Platte?
Eher nicht.
Das typische Erscheinungsbild des Plattenbaus der 70er Jahre ist
die Klotz- und Kastenbauweise.
Das hat nichts mit DDR-typisch zu tun. Die gabs hüben wie drüben.
Beim Urlaub an der Nordsee stand ich irgendwann mal in Büsum vor
dem berühmten Hochhaus und fühlte mich plötzlich wie Zuhause. ;-)
Da habe ich mich auch gefragt, ob der Architekt aus der DDR kam.
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René Marquardt
2020-10-10 12:09:22 UTC
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Post by Wolf gang P u f f e
Post by wolfgang sch
Post by Wolf gang P u f f e
Wenn die im Westen aussahen wie DDR, dann kamen sie vielleicht auch aus
https://mapio.net/images-immo-expose/7893458/bild-8-img-1.jpeg
https://img.waz.de/img/archiv-daten/crop11026639/5243437192-w1200-cv3_2/pan-Pantringshof-See-attached-file-.jpg
Hab ich als Kind vorübergehend drin gewohnt, Standort Herne/Ruhrgebiet.
Das Luftbild müsste kurz nach Fertigstellung 1971 oder 72 entstanden
sein. Ist das DDR-Platte?
Eher nicht.
Das typische Erscheinungsbild des Plattenbaus der 70er Jahre ist
die Klotz- und Kastenbauweise.
Das hat nichts mit DDR-typisch zu tun. Die gabs hüben wie drüben.
Plattenbau gabs auch bei uns drueben.

https://en.wikipedia.org/wiki/Cabrini%E2%80%93Green_Homes
Tim Schroeder
2020-10-13 04:56:00 UTC
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Post by Frank Möller
Post by wolfgang sch
Post by Frank Möller
Post by Tim Schroeder
man WBS70, die stehen Heute noch und werden bewohnt.
Davon stehen höchstens noch solche, die nach der Wende generalsaniert
wurden. Die anderen wurden abgerissen.
Wegen politischer Fehlentscheidungen, die inzwischen bereut werden.
Schöne Nebelkerze - wie üblich von Dir. Wenn nämlich die, die wg. Deiner
"politischen Fehlentscheidungen" abgerissen wurden, heute noch würden
stehen sollen, hätte man sie ebenfalls längst generalsanieren müssen.
In Dresden Gorbitz stehen Häuser aus den Jahren kurz vor und nach der
Kehre, da hat man Kabel reingelegt und Warmwasserumlaufleitungen
eingebaut, als generalsaniert würde ich das nicht bezeichnen, oder
meinst Du jetzt das auswechseln der Balkonbrüstungen ;-)
Ronald Konschak
2020-10-08 18:03:53 UTC
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Post by wolfgang sch
Post by Frank Möller
Post by Tim Schroeder
man WBS70, die stehen Heute noch und
werden bewohnt.
Davon stehen höchstens noch solche, die
nach der Wende generalsaniert wurden.
Die anderen wurden abgerissen.
Wegen politischer Fehlentscheidungen,
Eine Frage der Perspektive. Die Immobilienhaie z.B. fanden das
ziemlich richtig. Wir erinnern uns: Der Staat ist das
Machtinstrument der ökonomisch herrschenden Klasse.
Post by wolfgang sch
die inzwischen bereut werden.
Reue ist ein Fremdwort in der Politik.

Ronald.
--
Erst wenn das letzte Hirn gewaschen, die letzte Menschenwürde gebrochen und
euch die letzte Freiheit genommen wurde, werdet ihr merken, daß man mit
Zeitung lesen, wählen und Steuern zahlen keine Diktatur aufhält.
Bernd Ullrich
2020-10-08 18:50:13 UTC
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Post by Frank Möller
Post by Tim Schroeder
Post by Frank Möller
Post by Jörg Knebel
... zum 30. Jahrestag der Okkupation.
Wenn sich da tatsächlich welche "erfolgreich" gegen die "Okkupation"
<https://vimudeap.info/files/images/b/ddr-aussenministerium-berlin-6588.jpg>
Das würde selbst den tapfersten Hütern des "antifaschistischen Schutzwalls"
nicht mehr behagen.
man WBS70, die stehen Heute noch und werden bewohnt.
Davon stehen höchstens noch solche, die nach der Wende generalsaniert
wurden. Die anderen wurden abgerissen.
Wohnung ist Ware, um die besser zu verkaufen musss die knapp gehalten
werden.

BU
Peter Veith
2020-10-08 19:29:43 UTC
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Post by Bernd Ullrich
Post by Frank Möller
Post by Tim Schroeder
man WBS70, die stehen Heute noch und werden bewohnt.
Davon stehen höchstens noch solche, die nach der Wende generalsaniert
wurden. Die anderen wurden abgerissen.
Wohnung ist Ware, um die besser zu verkaufen musss die knapp gehalten
werden.
ACK

Der Abriß / die Marktbereinigung / Subventionierung der Kapitalisten
wird zudem mit Steuermitteln gefördert:
https://ddr-luftwaffe.blogspot.com/2010/05/wohnungs-marktregulierung.html

Gilt natürlich für viele "Märkte":
https://ddr-luftwaffe.blogspot.com/2009/01/ballade-von-den-sckeschmeiern.html

Veith
--
"There’s class warfare, all right, […] but it’s my class, the rich
class, that’s making war, and we’re winning" (Warren Buffett)
http://www.DDR-Luftwaffe.de
Frank Möller
2020-10-08 21:13:17 UTC
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Post by Bernd Ullrich
Post by Frank Möller
Post by Tim Schroeder
Post by Frank Möller
Post by Jörg Knebel
... zum 30. Jahrestag der Okkupation.
Wenn sich da tatsächlich welche "erfolgreich" gegen die "Okkupation"
<https://vimudeap.info/files/images/b/ddr-aussenministerium-berlin-6588.jpg>
Das würde selbst den tapfersten Hütern des "antifaschistischen Schutzwalls"
nicht mehr behagen.
man WBS70, die stehen Heute noch und werden bewohnt.
Davon stehen höchstens noch solche, die nach der Wende generalsaniert
wurden. Die anderen wurden abgerissen.
Wohnung ist Ware, um die besser zu verkaufen musss die knapp gehalten
werden.
Chlor, denn sämtliche Promis und Milliardäre geiern ja förmlich danach, das
"Flair" in diesen Prachtbruchbunkern genießen zu dürfen. Die können gar
nicht genug davon kriegen und zahlen 100 Öro pro Quadratmeter - und das pro
Stunde! Ich glaube, gleich mach ich mich ein...

--
gunter kühne
2020-10-08 20:20:31 UTC
Antworten
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Post by Frank Möller
Post by Tim Schroeder
Post by Frank Möller
Post by Jörg Knebel
... zum 30. Jahrestag der Okkupation.
Wenn sich da tatsächlich welche "erfolgreich" gegen die "Okkupation"
<https://vimudeap.info/files/images/b/ddr-aussenministerium-berlin-6588.jpg>
Das würde selbst den tapfersten Hütern des "antifaschistischen Schutzwalls"
nicht mehr behagen.
man WBS70, die stehen Heute noch und werden bewohnt.
Davon stehen höchstens noch solche, die nach der Wende generalsaniert
wurden. Die anderen wurden abgerissen.
Dresden Prohlis steht noch.
Und nicht alle sind saniert worden.
( Oder nur im kleinen Massab)
Tim Schroeder
2020-10-13 04:53:31 UTC
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Post by Frank Möller
Post by Tim Schroeder
Post by Frank Möller
Post by Jörg Knebel
... zum 30. Jahrestag der Okkupation.
Wenn sich da tatsächlich welche "erfolgreich" gegen die "Okkupation"
<https://vimudeap.info/files/images/b/ddr-aussenministerium-berlin-6588.jpg>
Das würde selbst den tapfersten Hütern des "antifaschistischen Schutzwalls"
nicht mehr behagen.
man WBS70, die stehen Heute noch und werden bewohnt.
Davon stehen höchstens noch solche, die nach der Wende generalsaniert
wurden. Die anderen wurden abgerissen.
Dresden "Am Gorbitzbach", unsaniert und bewohnt, weil Preiswert. Auch im
Gebiet Harthaer Straße gibt es noch unsanierte.Es wurde auch abgerissen,
nur bereut man das Heute bitterlich, zumindest in Dresden, die Wohnungen
fehlen. Auch das man 1- und 2- Zimmerwohnungen auf größere umgebaut hat,
bereut man, die sind heutzutage sehr gefragt.
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