narkive is for sale. (interested) / (dismiss)
Discussion:
Ufo-Dröhnung (was: Elektro-Toiletten)
(zu alt für eine Antwort)
Frank Möller
2020-03-18 10:30:58 UTC
Permalink
Bei der NVA wurden bisweilen zwei Stricknadeln in einen wassergefüllten
Alu-Topf gehalten bzw. nur eine und der Topf wurde mit dem Null-Leiter
verbunden.
Hast Du das live so erlebt? Ein bißchen weniger "russisch suizidal" war das
nämlich gemeinhin schon, das ging auch auf "deutsch":

Es wurden regelmäßig Bleche "organisiert", denn zumindest beim
Schießtraining wurde am Schießplatz Kommißbrot aus der Dose zur
Erbsenbrühe aus der Feldküche "gereicht", um die Mobilmachungsvorräte
etwas zu rollieren.

Aus den Kommißbrotdosen schnitt man die Böden heraus, nahm zwei von diesen
Bodenblechen und schlug in jedes nahe dem Rand mit einem Nagel ein Loch.
Dann prökelte man noch in jedes Blech in der Mitte ein Loch.

In dem Loch am Rand verdrillte man das abisolierte Ende eines Kabels. Die
Löcher in der Mitte dienten dazu, mit einem Druckknopf eines
Vollschutzanzuges aus "Plaste und Elaste aus Schkopau" beide
Blechdosenböden parallel zu platzieren und auf ca. 1 cm Abstand zu halten.
Wegen dieses Doppelblechs mit Mittelhalter bekam diese Kostruktion den
schönen Namen "Ufo".

War zur Bestromung des Kabels keine Steckdose verfügbar, ging man auf einem
Stuhl stehend an eine Lampenfassung, vorzugsweise auf der Toilette, weil es
dort echte Glühlampenfassungen statt Leuchtstofflampen gab. Ein Zweiter
hielt als Gefäß für das Wasser natürlich ebenfalls irgendwas aus "Plaste
und Elaste aus Schkopau" in die Höhe. Das so erhitzte Wasser schmeckte sehr
"isotonisch".

Die Bleche wollten regelmäßig erneuert werden, denn sie fingen bald an zu
rosten, dann schmeckte das Wasser noch viel "isotonischer".

Aufgebrüht wurde mit dem Wasser Schwarztee, vorzugsweise "Grusinische
Mischung", gerne auch als dritte, vierte oder fünfte Aufbrühung, was mit
dem grusinischen Stoff noch irgendwie am besten ging.

Mit der Inkrementierung der Variable für bereits erfolgte Aufbrühungen
wußten Kenner die Menge des "Altstoffs" passend zu erhöhen und
gleichzeitig nur sehr sparsam "Neustoff" zu ver(sch)wenden.

Das resultierende Gesöff hörte auf den schönen Namen "Dröhnung". Die
Aussage "Wo isn det Ufo? Hier hamm wa noch Stoff für ne Dröhnung!" sorgte
immer wieder für sich aufhellende Mienen.

Ganz Harte gaben sich gelegentlich erst eine Ladung Rasierwasser und
spülten mit "Dröhnung" nach. Kommentar: "Fetzt ein wie n Grog bei Mutti!"

Für weitere Schwärmereien leite ich mal weiter an die Nostalgiegruppe.

--
Gunter Kühne
2020-03-18 10:46:02 UTC
Permalink
Post by Frank Möller
Bei der NVA wurden bisweilen zwei Stricknadeln in einen wassergefüllten
Alu-Topf gehalten bzw. nur eine und der Topf wurde mit dem Null-Leiter
verbunden.
Hast Du das live so erlebt? Ein bißchen weniger "russisch suizidal" war das
Es wurden regelmäßig Bleche "organisiert", denn zumindest beim
Schießtraining wurde am Schießplatz Kommißbrot aus der Dose zur
Erbsenbrühe aus der Feldküche "gereicht", um die Mobilmachungsvorräte
etwas zu rollieren.
Aus den Kommißbrotdosen schnitt man die Böden heraus, nahm zwei von diesen
Bodenblechen und schlug in jedes nahe dem Rand mit einem Nagel ein Loch.
Dann prökelte man noch in jedes Blech in der Mitte ein Loch.
In dem Loch am Rand verdrillte man das abisolierte Ende eines Kabels. Die
Löcher in der Mitte dienten dazu, mit einem Druckknopf eines
Vollschutzanzuges aus "Plaste und Elaste aus Schkopau" beide
Blechdosenböden parallel zu platzieren und auf ca. 1 cm Abstand zu halten.
Wegen dieses Doppelblechs mit Mittelhalter bekam diese Kostruktion den
schönen Namen "Ufo".
War zur Bestromung des Kabels keine Steckdose verfügbar, ging man auf einem
Stuhl stehend an eine Lampenfassung, vorzugsweise auf der Toilette, weil es
dort echte Glühlampenfassungen statt Leuchtstofflampen gab. Ein Zweiter
hielt als Gefäß für das Wasser natürlich ebenfalls irgendwas aus "Plaste
und Elaste aus Schkopau" in die Höhe. Das so erhitzte Wasser schmeckte sehr
"isotonisch".
Die Bleche wollten regelmäßig erneuert werden, denn sie fingen bald an zu
rosten, dann schmeckte das Wasser noch viel "isotonischer".
Aufgebrüht wurde mit dem Wasser Schwarztee, vorzugsweise "Grusinische
Mischung", gerne auch als dritte, vierte oder fünfte Aufbrühung, was mit
dem grusinischen Stoff noch irgendwie am besten ging.
Mit der Inkrementierung der Variable für bereits erfolgte Aufbrühungen
wußten Kenner die Menge des "Altstoffs" passend zu erhöhen und
gleichzeitig nur sehr sparsam "Neustoff" zu ver(sch)wenden.
Das resultierende Gesöff hörte auf den schönen Namen "Dröhnung". Die
Aussage "Wo isn det Ufo? Hier hamm wa noch Stoff für ne Dröhnung!" sorgte
immer wieder für sich aufhellende Mienen.
Ganz Harte gaben sich gelegentlich erst eine Ladung Rasierwasser und
spülten mit "Dröhnung" nach. Kommentar: "Fetzt ein wie n Grog bei Mutti!"
Für weitere Schwärmereien leite ich mal weiter an die Nostalgiegruppe.
Anmerkung .
Es hat wohl unterschiedliche ufos gegeben.
Wir BEPO, benutzten die Schachteln wo die Gelscheiben für die
Schutzmaske drin waren.
Rund und ca 5 cm im Durchmesser.
Der Knopf von der Vollschutzausrüstung diente genau wie beschrieben dem
Abstand der beiden Platten.
Da wir ja Funkstation und Objektvermittlung in der Kompanie hatten war
es eigentlich einfach da 2 Drähte an zulöten nebst passenden
Bananensteckern.

Rst wie beschrieben nur gabs bei uns auch öfter Kaffee türkisch.
In einigen Stuben wurde sogar gefiltert.
Man durfte sich nur nicht erwischen lassen.
Die Vermittlung selbst, hatte das zu meiner Zeit nicht nötig, da eigene
Kaffeemaschine im Werkzeugschrank.
MfG
--
Kleinmut und Stolz, aus diesem Holz
Schuf der Mensch sich am sechsten Tag Gott.
Wolf gang P u f f e
2020-03-18 11:50:02 UTC
Permalink
Post by Gunter Kühne
Post by Frank Möller
Bei der NVA wurden bisweilen zwei Stricknadeln in einen wassergefüllten
Alu-Topf gehalten bzw. nur eine und der Topf wurde mit dem Null-Leiter
verbunden.
Hast Du das live so erlebt? Ein bißchen weniger "russisch suizidal" war das
Es wurden regelmäßig Bleche "organisiert", denn zumindest beim
Schießtraining wurde am Schießplatz Kommißbrot aus der Dose zur
Erbsenbrühe aus der Feldküche "gereicht", um die Mobilmachungsvorräte
etwas zu rollieren.
Aus den Kommißbrotdosen schnitt man die Böden heraus, nahm zwei von diesen
Bodenblechen und schlug in jedes nahe dem Rand mit einem Nagel ein Loch.
Dann prökelte man noch in jedes Blech in der Mitte ein Loch.
In dem Loch am Rand verdrillte man das abisolierte Ende eines Kabels. Die
Löcher in der Mitte dienten dazu, mit einem Druckknopf eines
Vollschutzanzuges aus "Plaste und Elaste aus Schkopau" beide
Blechdosenböden parallel zu platzieren und auf ca. 1 cm Abstand zu halten.
Wegen dieses Doppelblechs mit Mittelhalter bekam diese Kostruktion den
schönen Namen "Ufo".
War zur Bestromung des Kabels keine Steckdose verfügbar, ging man auf einem
Stuhl stehend an eine Lampenfassung, vorzugsweise auf der Toilette, weil es
dort echte Glühlampenfassungen statt Leuchtstofflampen gab. Ein Zweiter
hielt als Gefäß für das Wasser natürlich ebenfalls irgendwas aus "Plaste
und Elaste aus Schkopau" in die Höhe. Das so erhitzte Wasser schmeckte sehr
"isotonisch".
Die Bleche wollten regelmäßig erneuert werden, denn sie fingen bald an zu
rosten, dann schmeckte das Wasser noch viel "isotonischer".
Aufgebrüht wurde mit dem Wasser Schwarztee, vorzugsweise "Grusinische
Mischung", gerne auch als dritte, vierte oder fünfte Aufbrühung, was mit
dem grusinischen Stoff noch irgendwie am besten ging.
Mit der Inkrementierung der Variable für bereits erfolgte Aufbrühungen
wußten Kenner die Menge des "Altstoffs" passend zu erhöhen und
gleichzeitig nur sehr sparsam "Neustoff" zu ver(sch)wenden.
Das resultierende Gesöff hörte auf den schönen Namen "Dröhnung". Die
Aussage "Wo isn det Ufo? Hier hamm wa noch Stoff für ne Dröhnung!" sorgte
immer wieder für sich aufhellende Mienen.
Ganz Harte gaben sich gelegentlich erst eine Ladung Rasierwasser und
spülten mit "Dröhnung" nach. Kommentar: "Fetzt ein wie n Grog bei Mutti!"
Für weitere Schwärmereien leite ich mal weiter an die Nostalgiegruppe.
Anmerkung .
Es hat wohl unterschiedliche ufos gegeben.
Wir BEPO, benutzten die Schachteln wo die Gelscheiben für die
Schutzmaske drin waren.
Rund und ca 5 cm im Durchmesser.
Der Knopf von der Vollschutzausrüstung diente genau wie beschrieben dem
Abstand der beiden Platten.
Es gab auch UFOs aus 2 Rasierklingen und den erwähnten Schutzanzugknopf.
Diese Geräte hatten den Vorteil, in einem Rohr des Bettgestelles
verschwinden zu können, und so eher eine Tiefenkontrolle zu überstehen.

W.
Daniel Krebs
2020-03-18 12:38:01 UTC
Permalink
Post by Wolf gang P u f f e
Post by Gunter Kühne
Post by Frank Möller
Bei der NVA wurden bisweilen zwei Stricknadeln in einen wassergefüllten
Alu-Topf gehalten bzw. nur eine und der Topf wurde mit dem Null-Leiter
verbunden.
Hast Du das live so erlebt? Ein bißchen weniger "russisch suizidal" war das
Es wurden regelmäßig Bleche "organisiert", denn zumindest beim
Schießtraining wurde am Schießplatz Kommißbrot aus der Dose zur
Erbsenbrühe aus der Feldküche "gereicht", um die Mobilmachungsvorräte
etwas zu rollieren.
Aus den Kommißbrotdosen schnitt man die Böden heraus, nahm zwei von diesen
Bodenblechen und schlug in jedes nahe dem Rand mit einem Nagel ein Loch.
Dann prökelte man noch in jedes Blech in der Mitte ein Loch.
In dem Loch am Rand verdrillte man das abisolierte Ende eines Kabels. Die
Löcher in der Mitte dienten dazu, mit einem Druckknopf eines
Vollschutzanzuges aus "Plaste und Elaste aus Schkopau" beide
Blechdosenböden parallel zu platzieren und auf ca. 1 cm Abstand zu halten.
Wegen dieses Doppelblechs mit Mittelhalter bekam diese Kostruktion den
schönen Namen "Ufo".
War zur Bestromung des Kabels keine Steckdose verfügbar, ging man auf einem
Stuhl stehend an eine Lampenfassung, vorzugsweise auf der Toilette, weil es
dort echte Glühlampenfassungen statt Leuchtstofflampen gab. Ein Zweiter
hielt als Gefäß für das Wasser natürlich ebenfalls irgendwas aus "Plaste
und Elaste aus Schkopau" in die Höhe. Das so erhitzte Wasser schmeckte sehr
"isotonisch".
Die Bleche wollten regelmäßig erneuert werden, denn sie fingen bald an zu
rosten, dann schmeckte das Wasser noch viel "isotonischer".
Aufgebrüht wurde mit dem Wasser Schwarztee, vorzugsweise "Grusinische
Mischung", gerne auch als dritte, vierte oder fünfte Aufbrühung, was mit
dem grusinischen Stoff noch irgendwie am besten ging.
Mit der Inkrementierung der Variable für bereits erfolgte Aufbrühungen
wußten Kenner die Menge des "Altstoffs" passend zu erhöhen und
gleichzeitig nur sehr sparsam "Neustoff" zu ver(sch)wenden.
Das resultierende Gesöff hörte auf den schönen Namen "Dröhnung". Die
Aussage "Wo isn det Ufo? Hier hamm wa noch Stoff für ne Dröhnung!" sorgte
immer wieder für sich aufhellende Mienen.
Ganz Harte gaben sich gelegentlich erst eine Ladung Rasierwasser und
spülten mit "Dröhnung" nach. Kommentar: "Fetzt ein wie n Grog bei Mutti!"
Für weitere Schwärmereien leite ich mal weiter an die Nostalgiegruppe.
Anmerkung .
Es hat wohl unterschiedliche ufos gegeben.
Wir BEPO, benutzten die Schachteln wo die Gelscheiben für die
Schutzmaske drin waren.
Rund und ca 5 cm im Durchmesser.
Der Knopf von der Vollschutzausrüstung diente genau wie beschrieben dem
Abstand der beiden Platten.
Es gab auch UFOs aus 2 Rasierklingen und den erwähnten Schutzanzugknopf.
Diese Geräte hatten den Vorteil, in einem Rohr des Bettgestelles
verschwinden zu können, und so eher eine Tiefenkontrolle zu überstehen.
Und erinnert sich noch jemand an Bockwurstufos?
Daniel
--
Hätte man sich rechtzeitig mit den Anagrammen von
Angela Merkel beschäftigt, wäre sie wohl nie
Kanzlerin geworden.
Achim Ebeling
2020-03-18 14:45:12 UTC
Permalink
Post by Daniel Krebs
Und erinnert sich noch jemand an Bockwurstufos?
Meinst Du das Erhitzen einer Bockwurst mittels eines 230V Kabels?

Ja, das haben wir gemacht.
Allerdings in der Sanitätsausbildung. Stromunfälle.


Bis denne
Achim
Gunter Kühne
2020-03-18 14:58:16 UTC
Permalink
Post by Achim Ebeling
Post by Daniel Krebs
Und erinnert sich noch jemand an Bockwurstufos?
Meinst Du das Erhitzen einer Bockwurst mittels eines 230V Kabels?
Ja, das haben wir gemacht.
Allerdings in der Sanitätsausbildung. Stromunfälle.
Bis denne
Achim
Knacker geht besser :)
--
Kleinmut und Stolz, aus diesem Holz
Schuf der Mensch sich am sechsten Tag Gott.
Daniel Krebs
2020-03-18 16:44:25 UTC
Permalink
Post by Achim Ebeling
Post by Daniel Krebs
Und erinnert sich noch jemand an Bockwurstufos?
Meinst Du das Erhitzen einer Bockwurst mittels eines 230V Kabels?
Ja, wobei in den Enden der Wurscht jeweils eine Gabel steckte.
Aber hatten wir damals nicht 220 V?
Daniel
--
Hätte man sich rechtzeitig mit den Anagrammen von
Angela Merkel beschäftigt, wäre sie wohl nie
Kanzlerin geworden.
Achim Ebeling
2020-03-19 01:16:06 UTC
Permalink
Post by Daniel Krebs
Aber hatten wir damals nicht 220 V?
Als wir dies machten, hatten wir schon 230V. Behaupte ich jetzt mal.
War auch nicht in der Republik ;-)


Bis denne
Achim
Gunter Kühne
2020-03-19 05:09:26 UTC
Permalink
Post by Daniel Krebs
Post by Achim Ebeling
Post by Daniel Krebs
Und erinnert sich noch jemand an Bockwurstufos?
Meinst Du das Erhitzen einer Bockwurst mittels eines 230V Kabels?
Ja, wobei in den Enden der Wurscht jeweils eine Gabel steckte.
Aber hatten wir damals nicht 220 V?
Daniel
Die Umstellung ging schon 86 los.
Auch in der DDR
--
Kleinmut und Stolz, aus diesem Holz
Schuf der Mensch sich am sechsten Tag Gott.
Daniel Krebs
2020-03-18 16:44:26 UTC
Permalink
Post by Achim Ebeling
Meinst Du das Erhitzen einer Bockwurst mittels eines 230V Kabels?
Ja, das haben wir gemacht.
Allerdings in der Sanitätsausbildung. Stromunfälle.
Wir haben immer erst mit dem Essen angefangen, wenn die Wurst wieder
stromlos war.

Daniel
--
Hätte man sich rechtzeitig mit den Anagrammen von
Angela Merkel beschäftigt, wäre sie wohl nie
Kanzlerin geworden.
Achim Ebeling
2020-03-19 01:17:31 UTC
Permalink
Post by Daniel Krebs
Post by Achim Ebeling
Allerdings in der Sanitätsausbildung. Stromunfälle.
Wir haben immer erst mit dem Essen angefangen, wenn die Wurst wieder
stromlos war.
Macht durchaus Sinn :-)


Bis denne
Achim
Wolf gang P u f f e
2020-03-19 08:48:26 UTC
Permalink
Post by Achim Ebeling
Post by Daniel Krebs
Und erinnert sich noch jemand an Bockwurstufos?
Meinst Du das Erhitzen einer Bockwurst mittels eines 230V Kabels?
Ja, das haben wir gemacht.
Allerdings in der Sanitätsausbildung. Stromunfälle.
Für derart ungeschickte Hände gab wohl mal offiziell Geräte mit
fast CE und TüV-Zulassung.
Unter "Presto Hot Dogger" findet man Videos bei Youtube.

https://www.youtube.com/results?search_query=presto+hot+dogger

Die Dinger sind aber für 110V gedacht. Bei 230V verkürzen sich die
Zubereitungszeiten!

W.
Ronald Konschak
2020-03-19 09:09:33 UTC
Permalink
Post by Wolf gang P u f f e
Post by Achim Ebeling
Post by Daniel Krebs
Und erinnert sich noch jemand an Bockwurstufos?
Meinst Du das Erhitzen einer Bockwurst mittels eines 230V Kabels?
Ja, das haben wir gemacht.
Allerdings in der Sanitätsausbildung. Stromunfälle.
Für derart ungeschickte Hände gab wohl mal offiziell Geräte mit
fast CE und TüV-Zulassung.
Unter "Presto Hot Dogger" findet man Videos bei Youtube.
https://www.youtube.com/results?search_query=presto+hot+dogger
Die Dinger sind aber für 110V gedacht. Bei 230V verkürzen sich die
Zubereitungszeiten!
...und die Würste platzen heftiger als in dem Video. Amerikanische
Küche halt...

Ronald.
--
Wer mit der Pistole auf die Vergangenheit schießt,
dem wird die Zukunft mit einer Kanone antworten.

Russisches Sprichwort
Wolf gang P u f f e
2020-03-18 23:18:45 UTC
Permalink
Post by Daniel Krebs
Und erinnert sich noch jemand an Bockwurstufos?
Zumindest aus einer Vorführung, nur um das mal gesehen zu haben.
Ansonsten wurde Bowu im Kochtopf erwärmt, so ein hoher Topf mit
eingebautem Heizelement im Boden.
Dieser Spezialtopf war in der BA-Kammer unserer Einheit.
Der BA-Kammerverantwortliche hatte den Schlüssel und somit war
jederzeit Zugriff möglich.

Gerüchteweise habe ich auch mal von gehört, dass die Radar-Leute ihre
Bowu hinter irgendeiner Wartungsklappe mit "Mikrowellen" erwärmt haben
sollen.

W.
Achim Ebeling
2020-03-18 12:41:16 UTC
Permalink
Post by Wolf gang P u f f e
Es gab auch UFOs aus 2 Rasierklingen und den erwähnten Schutzanzugknopf.
So kenne ich dies auch, aber ohne diesen Knopf.


Bis denne
Achim
d***@gmail.com
2020-03-18 17:16:45 UTC
Permalink
Post by Achim Ebeling
Post by Wolf gang P u f f e
Es gab auch UFOs aus 2 Rasierklingen und den erwähnten Schutzanzugknopf.
So kenne ich dies auch, aber ohne diesen Knopf.
Bis denne
Achim
Und wie habt ihr die auf Abstand gehalten?

BGE
Achim Ebeling
2020-03-19 01:12:02 UTC
Permalink
Post by d***@gmail.com
Und wie habt ihr die auf Abstand gehalten?
Kann ich Dir jetzt nicht mehr sagen.
Waren auch nur Demonstrationen um zu zeigen das es funktioniert. Nicht
aus der Notwendigkeit heraus.

Aber den genannten Schutzanzug hatten wir ja nicht.
Den hatte ich nur einmal an, wenn er es denn war.


Bis denne
Achim
d***@gmail.com
2020-03-18 17:16:05 UTC
Permalink
Post by Wolf gang P u f f e
Es gab auch UFOs aus 2 Rasierklingen und den erwähnten Schutzanzugknopf.
Diese Geräte hatten den Vorteil, in einem Rohr des Bettgestelles
verschwinden zu können, und so eher eine Tiefenkontrolle zu überstehen.
Ack und die hielten auch länger.

BGE
d***@gmail.com
2020-03-18 17:05:17 UTC
Permalink
Am Mittwoch, 18. März 2020 11:46:04 UTC+1 schrieb Gunter Kühne:

[...]
Post by Gunter Kühne
Wir BEPO, benutzten die Schachteln wo die Gelscheiben für die
Schutzmaske drin waren.
Rund und ca 5 cm im Durchmesser.
Der Knopf von der Vollschutzausrüstung diente genau wie beschrieben dem
Abstand der beiden Platten.
Da wir ja Funkstation und Objektvermittlung in der Kompanie hatten war
es eigentlich einfach da 2 Drähte an zulöten nebst passenden
Bananensteckern.
So auch bei LSK-LV.

BGE
Daniel Krebs
2020-03-18 17:48:34 UTC
Permalink
Post by Gunter Kühne
Es hat wohl unterschiedliche ufos gegeben.
Wir BEPO, benutzten die Schachteln wo die Gelscheiben für die
Schutzmaske drin waren.
Rund und ca 5 cm im Durchmesser.
Der Knopf von der Vollschutzausrüstung diente genau wie beschrieben dem
Abstand der beiden Platten.
Jo, so kenne ich es auch, oder eben mit Rasierklingen.
Daniel
--
Hätte man sich rechtzeitig mit den Anagrammen von
Angela Merkel beschäftigt, wäre sie wohl nie
Kanzlerin geworden.
Bernd Ullrich
2020-03-18 19:30:18 UTC
Permalink
Post by Daniel Krebs
Post by Gunter Kühne
Es hat wohl unterschiedliche ufos gegeben.
Wir BEPO, benutzten die Schachteln wo die Gelscheiben für die
Schutzmaske drin waren.
Rund und ca 5 cm im Durchmesser.
Der Knopf von der Vollschutzausrüstung diente genau wie beschrieben dem
Abstand der beiden Platten.
Jo, so kenne ich es auch, oder eben mit Rasierklingen.
Daniel
Seer gefährlich, ich hatte im GWD Reisetachsieder mit dem AluTopf.

BU
Chr. Maercker
2020-03-18 11:57:39 UTC
Permalink
Frank Möller wrote:
[Bei der NVA wurden bisweilen zwei Stricknadeln in einen wassergefüllten
Alu-Topf gehalten bzw. nur eine und der Topf wurde mit dem Null-Leiter
verbunden.]

Nannte sich übrigens "Atomino", nach einer Comic-Figur aus Italien, die
es einige Jahre in die "Frösi" geschafft hatte.
Post by Frank Möller
Hast Du das live so erlebt?
Ich kenne nur Berichte davon, ebenso von Destillen mit zwei verschieden
großen Schüsseln, wo in die größere Rotwein gekippt wurde.
Post by Frank Möller
Es wurden regelmäßig Bleche "organisiert", denn zumindest beim
Schießtraining wurde am Schießplatz Kommißbrot aus der Dose zur
Erbsenbrühe aus der Feldküche "gereicht", um die Mobilmachungsvorräte
etwas zu rollieren.
Aus den Kommißbrotdosen schnitt man die Böden heraus, nahm zwei von diesen
Bodenblechen und schlug in jedes nahe dem Rand mit einem Nagel ein Loch.
Dann prökelte man noch in jedes Blech in der Mitte ein Loch.
In dem Loch am Rand verdrillte man das abisolierte Ende eines Kabels. Die
Löcher in der Mitte dienten dazu, mit einem Druckknopf eines
Vollschutzanzuges aus "Plaste und Elaste aus Schkopau" beide
Blechdosenböden parallel zu platzieren und auf ca. 1 cm Abstand zu halten.
Wegen dieses Doppelblechs mit Mittelhalter bekam diese Kostruktion den
schönen Namen "Ufo".
Stimmt die Bezeichnung "UFO" kenne ich auch, nur die Bauanleitung ist
neu. ;-)
Post by Frank Möller
War zur Bestromung des Kabels keine Steckdose verfügbar, ging man auf einem
Stuhl stehend an eine Lampenfassung, vorzugsweise auf der Toilette, weil es
dort echte Glühlampenfassungen statt Leuchtstofflampen gab. Ein Zweiter
hielt als Gefäß für das Wasser natürlich ebenfalls irgendwas aus "Plaste
und Elaste aus Schkopau" in die Höhe. Das so erhitzte Wasser schmeckte sehr
"isotonisch".
Ein Dritter stand angeblich am Sicherungskasten und hielt den Knopf am
Automaten fest.
Post by Frank Möller
Die Bleche wollten regelmäßig erneuert werden, denn sie fingen bald an zu
rosten, dann schmeckte das Wasser noch viel "isotonischer".
Denkbar, das war Elektrolyse pur. Waren Stricknadeln evtl. aus
Edelstahl, so dass nicht soviel Eisen in Lösung ging? Vielleicht wurden
jene Stricknadeln mit der Dederon-Verlängerung verwendet, wegen der
Isolation.
Post by Frank Möller
Aufgebrüht wurde mit dem Wasser Schwarztee, vorzugsweise "Grusinische
Mischung", gerne auch als dritte, vierte oder fünfte Aufbrühung, was mit
dem grusinischen Stoff noch irgendwie am besten ging.
Ah ja, die Gruselmischung. In der UdSSR erhältlich in den Qualitäten,
Perwy, Wischy und Ekstra. Reine Papierpackung, no plastics!
Post by Frank Möller
Mit der Inkrementierung der Variable für bereits erfolgte Aufbrühungen
wußten Kenner die Menge des "Altstoffs" passend zu erhöhen und
gleichzeitig nur sehr sparsam "Neustoff" zu ver(sch)wenden.
Bei Grüntee kenne ich das auch. Der erste Aufguss schmeckt wie gekochter
Tabak, den kippe ich heute noch weg.
Post by Frank Möller
Das resultierende Gesöff hörte auf den schönen Namen "Dröhnung". Die
Aussage "Wo isn det Ufo? Hier hamm wa noch Stoff für ne Dröhnung!" sorgte
immer wieder für sich aufhellende Mienen.
Ganz Harte gaben sich gelegentlich erst eine Ladung Rasierwasser und
spülten mit "Dröhnung" nach. Kommentar: "Fetzt ein wie n Grog bei Mutti!"
Bei uns max. Primasprit, andernorts Laboralk, ganz große Blödiane haben
Methanol verkostet.
--
CU Chr. Maercker.
Daniel Krebs
2020-03-18 16:44:26 UTC
Permalink
Post by Chr. Maercker
ganz große Blödiane haben
Methanol verkostet.
"Trink schneller, es wird schon dunkel!"
--
Hätte man sich rechtzeitig mit den Anagrammen von
Angela Merkel beschäftigt, wäre sie wohl nie
Kanzlerin geworden.
d***@gmail.com
2020-03-18 17:21:03 UTC
Permalink
Post by Daniel Krebs
Post by Chr. Maercker
ganz große Blödiane haben
Methanol verkostet.
"Trink schneller, es wird schon dunkel!"
--
Hätte man sich rechtzeitig mit den Anagrammen von
Angela Merkel beschäftigt, wäre sie wohl nie
Kanzlerin geworden.
TA oder Enteisungssprit durchs Brot geseiht und mit O-Brause (das gelbe Zeug mit Klumpen drin)
gesoffen bis es zu spät war. Oder Tüff oder diesen roten Hustensaft, der hatte immerhin gute 16%.
Fagusan.

Ich hab heute ne Brille.

BGE
Daniel Krebs
2020-03-18 17:48:34 UTC
Permalink
Post by d***@gmail.com
Post by Daniel Krebs
Post by Chr. Maercker
ganz große Blödiane haben
Methanol verkostet.
"Trink schneller, es wird schon dunkel!"
--
Hätte man sich rechtzeitig mit den Anagrammen von
Angela Merkel beschäftigt, wäre sie wohl nie
Kanzlerin geworden.
TA oder Enteisungssprit durchs Brot geseiht und mit O-Brause (das gelbe
Zeug mit Klumpen drin) gesoffen bis es zu spät war. Oder Tüff oder diesen
roten Hustensaft, der hatte immerhin gute 16%. Fagusan.
Jetzt musste ich erstmal überlegen, was Tüff war :-)

Daniel
--
Hätte man sich rechtzeitig mit den Anagrammen von
Angela Merkel beschäftigt, wäre sie wohl nie
Kanzlerin geworden.
Wolf gang P u f f e
2020-03-18 23:34:54 UTC
Permalink
Post by d***@gmail.com
TA oder Enteisungssprit durchs Brot geseiht und mit O-Brause (das gelbe Zeug mit Klumpen drin)
gesoffen bis es zu spät war. Oder Tüff oder diesen roten Hustensaft, der hatte immerhin gute 16%.
Fagusan.
Fagusan, das war doch was zum Schleimlösen.
Das war zwar relativ lecker ;-) aber selbst bei bestimmungsgemäßer
Einnahme überreagierten meine Schleimhäute.
Der Rotz lief mir wie ein armdicker Strahl aus'm Gesicht.
Aber das kann auch mit meiner Allergie zusammen gehangen haben.(?)

W.
Achim Ebeling
2020-03-19 01:30:50 UTC
Permalink
Post by Wolf gang P u f f e
Das war zwar relativ lecker ;-)
Meinst Du das jetzt ernst?

Kerl, es kostete immer Überwindung das Zeug zu konsumieren.
Aber es half.
Ist der beste Hustensaft den ich kenne/kannte.

Bis denne
Achim
Wolf gang P u f f e
2020-03-19 08:28:26 UTC
Permalink
Post by Achim Ebeling
Post by Wolf gang P u f f e
Das war zwar relativ lecker ;-)
Meinst Du das jetzt ernst?
Kerl, es kostete immer Überwindung das Zeug zu konsumieren.
Aber es half.
Ist der beste Hustensaft den ich kenne/kannte.
Ja, ich hab den Geschmack gut ertragen, es gab schlimmers.
z.B. DDR Magentropfen Himpfong, Hingfong oder so ähnlich.
Bernd Ullrich
2020-03-19 10:01:19 UTC
Permalink
Post by Wolf gang P u f f e
Post by Achim Ebeling
Post by Wolf gang P u f f e
Das war zwar relativ lecker ;-)
Meinst Du das jetzt ernst?
Kerl, es kostete immer Überwindung das Zeug zu konsumieren.
Aber es half.
Ist der beste Hustensaft den ich kenne/kannte.
Ja, ich hab den Geschmack gut ertragen, es gab schlimmers.
z.B. DDR Magentropfen Himpfong, Hingfong oder so ähnlich.
Sie Kostverächter Sie...
https://www.hofmannundsommer.de/de/start/unternehmen.html

BU
Achim Ebeling
2020-03-19 12:04:16 UTC
Permalink
Post by Wolf gang P u f f e
Ja, ich hab den Geschmack gut ertragen, es gab schlimmers.
z.B. DDR Magentropfen Himpfong,
Mann, Du haust Dinger raus.
Keine Ahnung wie das geschrieben wird, aber Himpfong klingt gut.

Das war ein Allheilmittel bei uns zu Hause.

Und dann hatte mein Großvater noch "Dreierlee Tropp'n".
Himpfong und die Dreierlee Troppen die wurden verabreicht, aber für was
kann ich nicht mehr sagen.

Und dann hatte mein Großvater noch Bienengift und Zuchsalbe.

Man, waren das Zeiten ;-)

Und es wurde in der Küche "gemuxt".
Darf ich gar nicht dran denken :-)

Wenn Du das alles einem heute erzählst, das glaubt Dir niemand.


Bis denne
Achim
Lars Gebauer
2020-03-19 12:22:38 UTC
Permalink
Post by Achim Ebeling
Und dann hatte mein Großvater noch "Dreierlee Tropp'n".
Himpfong
Hingfong.
Post by Achim Ebeling
und die Dreierlee Troppen die wurden verabreicht, aber für was
kann ich nicht mehr sagen.
Hingfong und Dreierlei-Tropfen waren Universalmedizinen. Die hatten
enorme psychologische Wirkungen.

Fast so wie Baldrian-Tropfen.
Post by Achim Ebeling
Und dann hatte mein Großvater noch Bienengift und Zuchsalbe.
Beides sehr sinnvoll.
Post by Achim Ebeling
Und es wurde in der Küche "gemuxt".
Was war in Eurer Küche los?!
--
Gemeinsam Hand in Hand - Menschenkette gegen das Corona-Virus
Achim Ebeling
2020-03-19 13:30:23 UTC
Permalink
Post by Lars Gebauer
Post by Achim Ebeling
Und es wurde in der Küche "gemuxt".
Was war in Eurer Küche los?!
Kennst Du das nicht?
Mux war eine Flüssigkeit in einer Flasche gegen Fliegen.
Da war so ein Zersteuber dran,
Achim Ebeling
2020-03-19 13:36:42 UTC
Permalink
Post by Achim Ebeling
Post by Lars Gebauer
Post by Achim Ebeling
Und es wurde in der Küche "gemuxt".
Was war in Eurer Küche los?!
Kennst Du das nicht?
Mux war eine Flüssigkeit in einer Flasche gegen Fliegen.
Da war so ein Zersteuber dran,
Falscher Knopf, nu fang ich wieder an :-(

Also:
Kennst Du das nicht?
"Mux" war eine Flüssigkeit in einer Flasche gegen Fliegen.
Da war so ein Zerstäuber dran, damit pustete man das Zeug durch die Gegend.
Diese Tröpfchen Wolke viel natürlich runter, auf alles was nicht
abgedeckt war.
Das störte damals aber keinen.


Bis denne
Achim
Lars Gebauer
2020-03-19 13:59:31 UTC
Permalink
Post by Achim Ebeling
Post by Lars Gebauer
Post by Achim Ebeling
Und es wurde in der Küche "gemuxt".
Was war in Eurer Küche los?!
Kennst Du das nicht?
*Weil ich es kenne*, frage ich.
--
Gemeinsam Hand in Hand - Menschenkette gegen das Corona-Virus
Achim Ebeling
2020-03-20 00:56:06 UTC
Permalink
Post by Lars Gebauer
Post by Achim Ebeling
Kennst Du das nicht?
*Weil ich es kenne*, frage ich.
Ach, es gab schon Fliegen bei uns.
Und mein Großvater hat auch gegen Einzelpersonen...ähm Fliegen Krieg
geführt.
Wir lebten halt auf dem Land.


Bis denne
Achim
Wolf gang P u f f e
2020-03-20 01:33:02 UTC
Permalink
Post by Achim Ebeling
Post by Lars Gebauer
Post by Achim Ebeling
Und es wurde in der Küche "gemuxt".
Was war in Eurer Küche los?!
Kennst Du das nicht?
Mux war eine Flüssigkeit in einer Flasche gegen Fliegen.
Da war so ein Zersteuber dran,
Pfui, du hat eine unappetitliche Küche!
In einer ordentlichen Küche findet man nur Ratten oder Mäuse!

Schauen wir mal in die beste Küche die es gibt, die französische Küche:


Fliegen dagegen sind nur aufm Klo zu finden.
Auch hier bleiben wir in Frankreich.
Man achte auf die Beschreibung des Weges zur Toilette:


W. :-)
Daniel Krebs
2020-03-19 13:11:39 UTC
Permalink
Post by Achim Ebeling
Und dann hatte mein Großvater noch Bienengift und Zuchsalbe.
Und für die Kinder gab es Lebertran.
Uärrchh!
Daniel
--
Hätte man sich rechtzeitig mit den Anagrammen von
Angela Merkel beschäftigt, wäre sie wohl nie
Kanzlerin geworden.
Achim Ebeling
2020-03-19 13:28:44 UTC
Permalink
Post by Daniel Krebs
Post by Achim Ebeling
Und dann hatte mein Großvater noch Bienengift und Zuchsalbe.
Und für die Kinder gab es Lebertran.
Nee, sowas kenne ich nicht.


Bis denne
Achim
Paul
2020-03-19 23:05:27 UTC
Permalink
Post by Daniel Krebs
Post by Achim Ebeling
Und dann hatte mein Großvater noch Bienengift und Zuchsalbe.
Und für die Kinder gab es Lebertran.
Uärrchh!
Daniel
Ich kenne Lebertran nur äußerlich angewendet, bei starkem Sonnenbrand.
Stinkt grässlich, wirkt aber sehr gut.

Paule
--
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Chr. Maercker
2020-03-19 09:50:19 UTC
Permalink
Wolf gang P u f f e wrote:
[Fagusan enthielt 16% Methanol?]
Post by Wolf gang P u f f e
Fagusan, das war doch was zum Schleimlösen.
ACK, ursprünglich war das eine Privatfirma. Die verkaufte den Hustensaft
unter dem Namen "Krefafin" mit dem Untertitel
"Brauns Buchenteer-Präparat"
Als ich Jahre später Buchenholz destilliert habe, roch das genauso wie
jener Hustensaft. Das Destillat unterteilt sich in vier Fraktionen:
- Holzkohle
- Teer
- eine bräunliche Flüssigkeit, Holzgeist genannt und
- brennbares Holzgas, womit in den 1940ern LKW betrieben wurden

Sowohl der Teer als die braune Brühe rochen wie Fagusan.
Post by Wolf gang P u f f e
Das war zwar relativ lecker ;-)
Krefafin alias Fagusan schmeckte so eklig, wie es "Buchenteer" vermuten
lässt. Was Du meinst, ist evtl. Pertussin. Das schmeckte süsslich, es
erinnerte entfernt an Salmiakpastillen.
--
CU Chr. Maercker.
Wolf gang P u f f e
2020-03-19 11:33:12 UTC
Permalink
Post by Chr. Maercker
[Fagusan enthielt 16% Methanol?]
Post by Wolf gang P u f f e
Fagusan, das war doch was zum Schleimlösen.
ACK, ursprünglich war das eine Privatfirma. Die verkaufte den Hustensaft
unter dem Namen "Krefafin" mit dem Untertitel
"Brauns Buchenteer-Präparat"
Als ich Jahre später Buchenholz destilliert habe, roch das genauso wie
- Holzkohle
- Teer
- eine bräunliche Flüssigkeit, Holzgeist genannt und
- brennbares Holzgas, womit in den 1940ern LKW betrieben wurden
Sowohl der Teer als die braune Brühe rochen wie Fagusan.
Post by Wolf gang P u f f e
Das war zwar relativ lecker ;-)
Krefafin alias Fagusan schmeckte so eklig, wie es "Buchenteer" vermuten
lässt. Was Du meinst, ist evtl. Pertussin. Das schmeckte süsslich, es
erinnerte entfernt an Salmiakpastillen.
Nein, den süßlichen kenne ich zwar auch, aber ich meine Fagusan.
Der Begriff Buchenteer war damals irgendwie geläufiger.
Achim Ebeling
2020-03-19 12:06:19 UTC
Permalink
Post by Wolf gang P u f f e
Der Begriff Buchenteer war damals irgendwie geläufiger.
Stimmt, unter dem Namen kenne ich es auch.


Bis denne
Achim
Achim Ebeling
2020-03-19 11:53:16 UTC
Permalink
Post by Chr. Maercker
[Fagusan enthielt 16% Methanol?]
Post by Wolf gang P u f f e
Fagusan, das war doch was zum Schleimlösen.
ACK, ursprünglich war das eine Privatfirma. Die verkaufte den Hustensaft
unter dem Namen "Krefafin"
Ja genau, Krefafin.

Kam Fagusan später?
Hat mir ein Kollege nach der Grenzöffnung mitgebracht.
Aber das was wir zu Hause hatten war Krefafin. Müsste mich schwer irren.


Bis denne
Achim
Chr. Maercker
2020-03-20 06:33:46 UTC
Permalink
Post by Achim Ebeling
Ja genau, Krefafin.
Kam Fagusan später?
Vermutlich eine Umbennennung nach 1973, jenem Jahr, in dem fast alle
noch vorhandenen privaten Produktionsbetriebe verstaatlicht wurden.
--
CU Chr. Maercker.
Daniel Krebs
2020-03-19 13:11:39 UTC
Permalink
Post by Chr. Maercker
Krefafin alias Fagusan schmeckte so eklig, wie es "Buchenteer" vermuten
lässt. Was Du meinst, ist evtl. Pertussin. Das schmeckte süsslich, es
erinnerte entfernt an Salmiakpastillen.
yep
Den Namen Pertussin hatte ich auch vergessen.
Fagusan nicht. Warum wohl...
Daniel
--
Hätte man sich rechtzeitig mit den Anagrammen von
Angela Merkel beschäftigt, wäre sie wohl nie
Kanzlerin geworden.
Achim Ebeling
2020-03-19 01:27:06 UTC
Permalink
...diesen roten Hustensaft, der hatte immerhin gute 16%.
Fagusan.
Da sagst Du was.
Hieß der Hustensaft nicht Fagusan?

Danke für den Zeunspfahl.
Nach dem Namen habe ich schon lange gesucht, kam einfach nicht drauf.

Der Hustensaft war gut, der beste wo gibt.

Erster Löffel, der Husten hat sich erschrocken.
Zweiter Löffel, der Husten dachte sich, wird wohl nicht so schlimm kommen.
Dritter Löffel, Husten sah dass man es ernst meint, verschwand.

Gibt es den noch?
Ich vermisse ihn.
Ich hab heute ne Brille.
Ja ich auch, sogar zwei.
Aber nicht wegen Fagusan, wegen meiner Augen.

Bis denne
Achim
Chr. Maercker
2020-03-20 06:38:52 UTC
Permalink
Achim Ebeling wrote:
[Krefafin alias Fagusan]
Post by Achim Ebeling
Der Hustensaft war gut, der beste wo gibt.
Er wirkte radikaler als das ebenfalls handelsübliche Pertussin - und
Post by Achim Ebeling
Erster Löffel, der Husten hat sich erschrocken.
Zweiter Löffel, der Husten dachte sich, wird wohl nicht so schlimm kommen.
Dritter Löffel, Husten sah dass man es ernst meint, verschwand.
Gibt es den noch?
Holz-Destillate dürften ähnlich krebserregend wirken wie Zigaretten oder
Grillkohle. Habe größte Zweifel, dass so was noch als Arznei zugelassen
würde.
BTW: Ich habe den Eindruck, mit dem Aufkommen von Antibiotika sind
Hustensäfte insgesamt ziemlich aus der Mode gekommen.
--
CU Chr. Maercker.
Lars Gebauer
2020-03-20 07:58:55 UTC
Permalink
Post by Chr. Maercker
BTW: Ich habe den Eindruck, mit dem Aufkommen von Antibiotika sind
Hustensäfte insgesamt ziemlich aus der Mode gekommen.
Antibiotika gegen Husten?
--
Gemeinsam Hand in Hand - Menschenkette gegen das Corona-Virus
Chr. Maercker
2020-03-20 08:09:09 UTC
Permalink
Post by Lars Gebauer
Antibiotika gegen Husten?
Gegen Schnupfen wurden sie WIMRE zeitweise verabreicht.
--
CU Chr. Maercker.
Lars Gebauer
2020-03-20 09:01:53 UTC
Permalink
Post by Chr. Maercker
Post by Lars Gebauer
Antibiotika gegen Husten?
Gegen Schnupfen wurden sie WIMRE zeitweise verabreicht.
Schnupfen ist fast immer ein Rhino-Virus.

Das Problem ist eher, daß Antibiotika in breiten Kreisen der Bevölkerung
als eine Art Wunderwaffe gegen alles und nichts gelten. So von
Haarausfall bis eingeschlafenen Füßen.

Ärzte haben mitunter keine Lust, sich mit quengelnden Patienten
herumzuärgern, geben deswegen nach und verschreiben Antibiotika. Wider
besseren Wissens.

In Folge dessen werden die Dinger gelutscht wie Bonbons. Was zu
erstaunlich hohen Rückständen im Abwasser und unschönen Sachen wie
Resistenzen führt.
--
Gemeinsam Hand in Hand - Menschenkette gegen das Corona-Virus
Chr. Maercker
2020-03-20 12:01:30 UTC
Permalink
Post by Lars Gebauer
Post by Chr. Maercker
Gegen Schnupfen wurden sie WIMRE zeitweise verabreicht.
Schnupfen ist fast immer ein Rhino-Virus.
Ich habe mich schon zu DDR-Zeiten ob solcher Behandlungsmethoden
gewundert. Dass Antibiotika nur gegen Bakterien wirken, war mir damals
noch nicht klar, aber dass es scharfe Waffen sind, die nur gegen
entsprechend gefährliche Infektionskrankheiten eingesetzt werden
sollten, durchaus.
Post by Lars Gebauer
Das Problem ist eher, daß Antibiotika in breiten Kreisen der Bevölkerung
als eine Art Wunderwaffe gegen alles und nichts gelten. So von
Haarausfall bis eingeschlafenen Füßen.
Und dass sie zum Mästen von Viehzeug missbraucht werden, in weitaus
größeren Mengen als in der Medizin.
Post by Lars Gebauer
Ärzte haben mitunter keine Lust, sich mit quengelnden Patienten
herumzuärgern, geben deswegen nach und verschreiben Antibiotika. Wider
besseren Wissens.
ACK, ich gehe davon aus, entsprechende Berichte waren schon in der DDR
mehr als pure Gerüchte. Ein wichtiges "Tatmotiv" hast Du gut beschrieben.
Post by Lars Gebauer
In Folge dessen werden die Dinger gelutscht wie Bonbons. Was zu
erstaunlich hohen Rückständen im Abwasser und unschönen Sachen wie
Resistenzen führt.
Wie stark ist das Zeug einklich in Gülle enthalten, die kubikmeterweise
auf die Felder verteilt wird?
--
CU Chr. Maercker.
Lars Gebauer
2020-03-20 13:54:11 UTC
Permalink
Post by Chr. Maercker
Post by Lars Gebauer
Post by Chr. Maercker
Gegen Schnupfen wurden sie WIMRE zeitweise verabreicht.
Schnupfen ist fast immer ein Rhino-Virus.
Ich habe mich schon zu DDR-Zeiten ob solcher Behandlungsmethoden
gewundert. Dass Antibiotika nur gegen Bakterien wirken, war mir damals
noch nicht klar, aber dass es scharfe Waffen sind, die nur gegen
entsprechend gefährliche Infektionskrankheiten eingesetzt werden
sollten, durchaus.
Es _kann_ Mehrfachinfektionen geben. Bspw. kann sich jemand mit einem
Virus infiziert haben, der sein Immunsystem stark belastet. Kommt in
dieser Situation noch eine bakterielle Infektion *hinzu*, so kann das
fatale Auswirkungen haben. In solchen Fällen sind Antibiotika sinnvoll.
Aber das muß von Fall zu Fall entschieden werden.

Dumm ist nur, daß in diesem Fall beim Patienten oft der Eindruck
entsteht, seine Virusinfektion sei durch das Antibiotikum geheilt worden.
--
Gemeinsam Hand in Hand - Menschenkette gegen das Corona-Virus
Daniel Krebs
2020-03-20 16:04:15 UTC
Permalink
Post by Lars Gebauer
Post by Chr. Maercker
Post by Lars Gebauer
Post by Chr. Maercker
Gegen Schnupfen wurden sie WIMRE zeitweise verabreicht.
Schnupfen ist fast immer ein Rhino-Virus.
Ich habe mich schon zu DDR-Zeiten ob solcher Behandlungsmethoden
gewundert. Dass Antibiotika nur gegen Bakterien wirken, war mir damals
noch nicht klar, aber dass es scharfe Waffen sind, die nur gegen
entsprechend gefährliche Infektionskrankheiten eingesetzt werden
sollten, durchaus.
Es _kann_ Mehrfachinfektionen geben. Bspw. kann sich jemand mit einem
Virus infiziert haben, der sein Immunsystem stark belastet. Kommt in
dieser Situation noch eine bakterielle Infektion *hinzu*, so kann das
fatale Auswirkungen haben.
Das nennt man "opportunistische" Infektionen.
In der BRD ist das mit einer FDP Koalition zu vergleichen.
Daniel
--
Hätte man sich rechtzeitig mit den Anagrammen von
Angela Merkel beschäftigt, wäre sie wohl nie
Kanzlerin geworden.
Paul
2020-03-18 22:42:43 UTC
Permalink
Post by Daniel Krebs
Post by Chr. Maercker
ganz große Blödiane haben
Methanol verkostet.
"Trink schneller, es wird schon dunkel!"
Wir hatten um Ostern 89 rum einen Sondereinsatz in der
Synthesegas-Methanol-Anlage in Leuna, da sind wir gleich zu Anfang über
die Gefahren von Methanol ausführlich belehrt worden. Medizinische
Behandlung bei Methanolvergiftung ist Sauerstoff über Maske und Ethanol
intravenös.

Paule
--
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https://www.emsisoft.com/de/software/antimalware/?id=5716961
Florian Ritter
2020-03-18 17:58:45 UTC
Permalink
Post by Frank Möller
Die Bleche wollten regelmäßig erneuert werden, denn sie fingen bald an zu
rosten, dann schmeckte das Wasser noch viel "isotonischer".
Aufgebrüht wurde mit dem Wasser Schwarztee, vorzugsweise "Grusinische
Mischung"
Der grünen Verpackung halber auch "Laubfrosch" genannt - FR
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