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Ungleiches Deutschland
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Peter Veith
2019-05-17 08:47:58 UTC
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»Experten des Instituts für Landes- und Stadtentwicklungsforschung (ILS)
in Dortmund haben im Auftrag der FES untersucht, wie ungleich die
Lebensbedingungen in den 402 Kreisen und kreisfreien Städten sind. Die
Ende April vorgelegte Studie trägt den Titel: „Ungleiches Deutschland –
Sozioökonomischer Disparitätenbericht 2019”.«
https://www.wsws.org/de/articles/2019/05/07/ungl-m07.html

»Die Ursachen der Strukturprobleme sind unterschiedlich. Während die
städtisch geprägten Regionen im Westen des Landes den Bedeutungsverlust
altindustrieller Wirtschaftszweige (z.B. Bergbau und Schwerindustrie) zu
bewältigen haben, sind in den vornehmlich ländlich geprägten Regionen
Ostdeutschlands die Nachwirkungen der deutschen Wiedervereinigung und
des nachfolgenden Zusammenbruchs ganzer Wirtschaftszweige und
Arbeitsmärkte der DDR zu spüren.”

Dies ist eine stark beschönigte Beschreibung der Vernichtung der ehemals
verstaatlichten Industrie in der DDR durch westliche kapitalistische
Konzerne mit Hilfe der Treuhand und der früheren stalinistischen
Bürokratie. Sie zerstörten Millionen Arbeitsplätze, während sie sich
selbst obszön bereicherten.«

Die Studie selbst, man beachte die Geographie auf S. 9 :-D
http://library.fes.de/pdf-files/fes/15400-20190430.pdf

Veith
--
Lieber Reich ins Heim, als heim ins Reich!
http://ddr-luftwaffe.blogspot.com
Martin Ebert
2019-05-17 13:33:56 UTC
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Post by Peter Veith
Die Studie selbst, man beachte die Geographie auf S. 9 :-D
http://library.fes.de/pdf-files/fes/15400-20190430.pdf
Ich habe mir nur diese Grafik angesehen und muss sagen:
Klimaalarm auf anderem Niveau. So ein Quitsch aber auch.

Also da müsste man die Methodik (Flächen zu Einwohnern) sowie
Verteilmechanismen mal näher hinterfragen.

Für's Erste reicht wohl ein Blick auf Dessau, ländlich Nieder-
sachsen und Hessen.

Ab in die Tonne.

Mt
Florian Ritter
2019-05-27 10:30:05 UTC
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Post by Martin Ebert
Post by Peter Veith
Die Studie selbst, man beachte die Geographie auf S. 9 :-D
http://library.fes.de/pdf-files/fes/15400-20190430.pdf
Klimaalarm auf anderem Niveau. So ein Quitsch aber auch.
Du wagst es, Bube, die Weissagungen der schwedischen Pythia
anzuzweifeln? Warte nur, balde...

FR
Veith
2019-05-27 11:39:39 UTC
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Post by Florian Ritter
Post by Martin Ebert
Klimaalarm auf anderem Niveau. So ein Quitsch aber auch.
Du wagst es, Bube, die Weissagungen der schwedischen Pythia
anzuzweifeln? Warte nur, balde...
Die (EU-) Wahlen sind vorbei, die "Grünen" haben ordentlich dazugewonnen,
Kampfziel erreicht ... nun wird alles wieder einschlafen:

"Den Grünen ist das Geschäft mit der Angst am besten gelungen. Sie haben die
Angst vor dem Klimawandel in Zustimmung ummünzen können (...) Diese Ängste
haben gerade im Endspurt des Wahlkampfes die Ängste vor Terror und Kriminalität
übertroffen", CDU-Fraktionschef Burkard Dregger.

<trallala>Und er pries seine Ware. Und er war sehr nett.
Und er stellte sich vor als der große Angstverkäufer Jack!</trallala>

Peter
Veith
2019-07-17 08:39:43 UTC
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Post by Martin Ebert
Post by Peter Veith
Die Studie selbst, man beachte die Geographie auf S. 9 :-D
http://library.fes.de/pdf-files/fes/15400-20190430.pdf
Klimaalarm auf anderem Niveau. So ein Quitsch aber auch.
Ja, ja, ja, immer schön atomisieren.

Es gibt ein neues Suchspiel: "Finde die DDR"
https://heimat.bund.de/atlas/

Mein Favorit:
https://heimat.bund.de/atlas/verfuegbares-einkommen-privater-haushalte/

"In Erwägung, es will euch nicht glücken uns zu schaffen einen guten Lohn ..."

Peter
Torsten Mueller
2019-07-17 09:07:33 UTC
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Post by Veith
https://heimat.bund.de/atlas/verfuegbares-einkommen-privater-haushalte/
Das kommt durch den geringen Anteil an ausländischer Bevölkerung (weiter
unten): wo viele Ausländer wohnen, wohnen auch viele Reiche.

Ich finde übrigens auch gut: wo viel pädagogisches Personal in
Kindertagesstätten sein Unwesen treibt, werden auch viele Straftaten
verübt.

T.M.
Wolf gang P u f f e
2019-07-17 15:44:42 UTC
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Post by Veith
Es gibt ein neues Suchspiel: "Finde die DDR"
https://heimat.bund.de/atlas/
https://heimat.bund.de/atlas/verfuegbares-einkommen-privater-haushalte/
"In Erwägung, es will euch nicht glücken uns zu schaffen einen guten Lohn ..."
Die Karten sagen leider nur die Hälfte dessen aus, was einen so
interessiert.
Z.B. wundert mich etwas:
https://heimat.bund.de/atlas/wahlbeteiligung-bei-der-bundestagswahl-2017/

Da wären solche Karten auch für die schon weiter zurückliegenden Wahlen
interessant.

W.
Veith
2019-07-17 15:56:38 UTC
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Post by Wolf gang P u f f e
Post by Veith
https://heimat.bund.de/atlas/
https://heimat.bund.de/atlas/wahlbeteiligung-bei-der-bundestagswahl-2017/
Da wären solche Karten auch für die schon weiter zurückliegenden Wahlen
interessant.
Auf Länderebene zum selber (schnell mit Excel) basteln:
https://www.wahlrecht.de/ergebnisse/bundestag.htm

Auf Gemeindebene ... ginge sicher auch über die endgültigen Ergebnisse
der Wahlleiter, wäre aber mühsam.

Peter
Veith
2019-07-17 16:00:20 UTC
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Post by Veith
https://www.wahlrecht.de/ergebnisse/bundestag.htm
Nehme ich zurück:
Auf Ländereben kommen nur die jeweiligen Ergebnisse der LT-Wahlen :(

Peter
Wolf gang P u f f e
2019-07-17 16:27:22 UTC
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Post by Veith
Post by Veith
https://www.wahlrecht.de/ergebnisse/bundestag.htm
Auf Ländereben kommen nur die jeweiligen Ergebnisse der LT-Wahlen :(
Hab mich schon gewundert. Diese Seite ist irgendwie chaotisch. :-(

W.
wolfgang sch
2019-07-18 06:09:42 UTC
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Post by Veith
Es gibt ein neues Suchspiel: "Finde die DDR"
https://heimat.bund.de/atlas/
Die DDR-Grenze kann man übrigens schon 1648 finden:

https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Map_of_the_Holy_Roman_Empire_(1618)_-_DE.svg
--
Currently listening:


http://www.wschwanke.de/ http://www.fotos-aus-der-luft.de/

usenet_20031215 (AT) wschwanke (DOT) de
Veith
2019-07-18 09:44:03 UTC
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Post by wolfgang sch
https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Map_of_the_Holy_Roman_Empire_(1618)_-_DE.svg
Nö.

Peter
wolfgang sch
2019-07-20 07:48:19 UTC
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sorry das war die Karte von 1618, egal stimmt für beide.
Post by wolfgang sch
https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Map_of_the_Holy_Roman_Empire_(1
618)_-_DE.svg
Nö.
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--
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http://www.wschwanke.de/ http://www.fotos-aus-der-luft.de/

usenet_20031215 (AT) wschwanke (DOT) de
Peter Veith
2019-07-21 13:01:42 UTC
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Post by wolfgang sch
Nö.
http://www.wschwanke.de/tmp/de_1618_vs_1945.png
Du meinst mit Schlesien und Pommern?!

Was wollten die Russen 1945 auch bloß ein neutrales, friedliches
Deutschland (analog Österreich) ... mit obigen Gebieten (Steinkohle!)
und ohne Reparationen für Gesamtdeutschland wäre die Geschichte etwas
anders verlaufen.

So gesehen ...

Veith
--
Lieber Reich ins Heim, als heim ins Reich!
http://ddr-luftwaffe.blogspot.com
wolfgang sch
2019-07-21 14:07:25 UTC
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Post by Peter Veith
Post by wolfgang sch
Nö.
http://www.wschwanke.de/tmp/de_1618_vs_1945.png
Du meinst mit Schlesien und Pommern?!
Nein, es geht um die innerdeutschen Besatzungsgrenzen. Das Rote ist die
"Map D" der Londoner Vereinbarung zwischen den Alliierten von 1944, auf
der die späteren Besatzungszonen festgelegt wurden. Die Annexion der
Ostgebiete durch Polen wurde erst später beschlossen, deswegen ist sie
in der Karte nicht erfasst.

Die Zonengrenzen wurden genau so umgesetzt wie auf der Karte zu sehen.
Naja fast *)

Aber die Alliierten haben in London nicht einfach nach Schnauze einen
Strich gemalt, sondern sie verwendeten als Grundlage eine Karte mit den
damaligen innerdeutschen Verwaltungsgebieten und haben sich weitgehend
daran gehalten. Die innerdeutschen Verwaltungsgrenzen waren aber selbst
auch nicht vom Himmel gefallen, sondern gingen auf teilweise
Jahrhunderte alte Territorien zurück. Deswegen kann man die späteren
Zonengrenzen - natürlich nur als eine unter vielen Linien - im
Geschichtsatlas schon viel früher finden. 1618 passt es noch nicht
perfekt, aber schon in groben Zügen. Nach dem Wiener Kongress 1816
passt es 1:1, da ist die spätere DDR- Westgrenze exakt drin.

https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Deutscher_Bund.svg

Durch das berühmte Mödlareuth zB geht nicht erst seit 1945 eine Grenze,
sondern bereits seit dem 16. Jahrhundert - damals zwischen den
Grafschaften Bayreuth und Reuß. Das war schon lange vor dem Entstehen
der DDR mal eine richtige Staatsgrenze.

*) Bis auf kleinere Grenzkorrekturen die in der unmittelbaren
Nachkriegszeit noch vorgenommen wurden.

https://de.wikipedia.org/wiki/Wanfrieder_Abkommen#Weitere_Austauschabkomme
n
--
Currently listening: http://youtu.be/DoP5qJZu5V4

http://www.wschwanke.de/ http://www.fotos-aus-der-luft.de/

usenet_20031215 (AT) wschwanke (DOT) de
Quinn C
2019-07-22 13:04:32 UTC
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Post by wolfgang sch
sorry das war die Karte von 1618, egal stimmt für beide.
Post by wolfgang sch
https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Map_of_the_Holy_Roman_Empire_(1
618)_-_DE.svg
Nö.
http://www.wschwanke.de/tmp/de_1618_vs_1945.png
Die Bundesländer sind nicht aus dem Boden gestampft worden, sondern
Reflex der Geschichte, Hat Dich das wirklich überrascht?
--
It gets hot in Raleigh, but Texas! I don't know why anybody
lives here, honestly.
-- Robert C. Wilson, Vortex (novel), p.220
Peter Veith
2019-07-22 18:51:02 UTC
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Post by Quinn C
Post by wolfgang sch
http://www.wschwanke.de/tmp/de_1618_vs_1945.png
Die Bundesländer sind nicht aus dem Boden gestampft worden, sondern
Reflex der Geschichte, Hat Dich das wirklich überrascht?
Die Intension von Wolfgangs Darlegungen hat sich mir auch nicht erschlossen.

Bei der Konturensuche ging es naheliegend um die Auswirkungen der
Einkommens- und Vermögensverteilung, wie:
https://heimat.bund.de/atlas/verfuegbares-einkommen-privater-haushalte/

Veith
--
„America may have put the first man on the moon, but the Soviet Union
sent the first woman, the first Asian man, and the first black man into
orbit — all years before the U.S. would follow suit.“ NY 18.07.2019
http://ddr-luftwaffe.blogspot.com
René Marquardt
2019-07-22 21:26:27 UTC
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Post by Peter Veith
„America may have put the first man on the moon, but the Soviet Union
sent the first woman, the first Asian man, and the first black man into
orbit — all years before the U.S. would follow suit.“ NY 18.07.2019
http://ddr-luftwaffe.blogspot.com
War mir klar, dass du ueber dieses Stoeckchen springen wirst.
Nun schau dir aber mal die Gesamtstatistiken an, wieviel Frauen zB
Astronauten waren und tatsaechlich auch einen Job zu tun hatten,
statt wie Frau Tereschkowa nur Nutzlast zu sein, und wieviele
Frauen zum nichtfliegenden Personal der NASA gehoeren.
Sally Ride hatte zB mehr All-Stunden gesammelt als das gesamte
weibliche Kosmonauten-Korps zusammen.
Veith
2019-07-23 09:18:58 UTC
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Post by René Marquardt
Post by Peter Veith
„America may have put the first man on the moon, but the Soviet Union
sent the first woman, the first Asian man, and the first black man into
orbit — all years before the U.S. would follow suit.“ NY 18.07.2019
War mir klar, dass du ueber dieses Stoeckchen springen wirst.
Ich halte mal fest, die Fakten stimmen.
Post by René Marquardt
Nun schau dir aber mal die Gesamtstatistiken an, ...
Das mache ich exakt dann, wenn die US-Amerikaner wieder eigene Weltraumraketen
(-triebwerke) haben und die erste Frau am dem Mond (sowie der erste Mann auf dem
Mars) war.

Peter
Veith
2019-07-30 07:05:39 UTC
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Post by Peter Veith
Bei der Konturensuche ging es naheliegend um die Auswirkungen der
https://heimat.bund.de/atlas/verfuegbares-einkommen-privater-haushalte/
Die heitere DDR-Suche geht weiter, diesesmal die SPD-nahe FES mit ihrer Studie:
"Ungleiches Deutschland - Sozioökonomischer Disparitätenbericht 2019"
https://www.fes.de/ungleiches-deutschland

Im Detail:
http://library.fes.de/pdf-files/fes/15400-20190528.pdf
http://library.fes.de/pdf-files/fes/15406-20190528.pdf

Mein Lieblingszitat: "Positiv ist, dass (...) durch den hohen Anteil an Frauen,
die in der ehemaligen DDR durch Erwerbstätigkeit Rentenansprüche erworben haben,
die Altersarmut deswegen (noch) gering ausfällt".

Und man schaue sich die Grafiken zur finanzielle Situation gut an, damit
erübrigt sich jedes Geschwätz i.S. von "Aber im Westen gibt es auch
Gegenden die ..." Ja, solche Flecken gibt es, aber ein "Fliegenschiss"
((c) Gauland) im Vergleich.

Über diese derzeitige Offenheit braucht nicht lange gerätselt werden, es ist
Wahlkampfzeit ... was auf den Plakaten (nichtssagend) gelogen wird, wird hier
wieder gut gemacht.

Peter
wolfgang sch
2019-07-22 19:53:13 UTC
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Post by Quinn C
Post by wolfgang sch
http://www.wschwanke.de/tmp/de_1618_vs_1945.png
Die Bundesländer sind nicht aus dem Boden gestampft worden, sondern
Reflex der Geschichte, Hat Dich das wirklich überrascht?
Es hat mich in der 10. Klasse überrascht, auf einer Wandkarte des 17.
Jahrhunderts die DDR-BRD-Grenze zu finden. Der Lehrer zuckte nur mit
den Schultern, ihm war es klar. Seitdem hab ich mich ein bisschen damit
beschäftigt. Da es hier ja ne Folklore-Gruppe ist, dachte ich mir ich
geb das mal zum Besten.
--
Currently listening: http://youtu.be/DoP5qJZu5V4

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usenet_20031215 (AT) wschwanke (DOT) de
wolfgang sch
2019-07-18 06:17:16 UTC
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Post by Veith
https://heimat.bund.de/atlas/verfuegbares-einkommen-privater-haushalte/
"In Erwägung, es will euch nicht glücken uns zu schaffen einen guten Lohn ..."
Gehört das Emsland neuerdings zur DDR? Rosa sind die strukturschwachen
Gebiete. In der Tat gehört fast ganz Ostdeutschland auch dazu, aber das
als Klassenkampf zu interpretieren geht etwas fehl. Es ist die
inkompetente Kohlsche Wirtschaftspolitik, der glaubte 1990 könnte als
Wiederholung von 1948 aufgeführt werden und der "Freie Markt"
vollbringe seine Wunder ohne politisches Zutun. HartzIV kam später,
aber Jobcenter gibt's auch in Westdeutschland.
--
Currently listening: http://youtu.be/DoP5qJZu5V4

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usenet_20031215 (AT) wschwanke (DOT) de
Martin Ebert
2019-08-07 02:48:57 UTC
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Post by Veith
Post by Martin Ebert
Post by Peter Veith
Die Studie selbst, man beachte die Geographie auf S. 9 :-D
http://library.fes.de/pdf-files/fes/15400-20190430.pdf
Klimaalarm auf anderem Niveau. So ein Quitsch aber auch.
Es gibt ein neues Suchspiel: "Finde die DDR"
https://heimat.bund.de/atlas/
Ganz grundsätzlich: Die Metrik ist falsch!

Das gilt für sämtliche Studien, die auf die Ebene Landkreis/
kreisfreie Stadt gehen und nur auf dieser Ebene vergleichen.

Solche Studien (und derer gibt es viele, Bertelsmann und Prognos
sind mir erinnerlich) machen einen systematischen Fehler:

Da nur Landkreise und kreisfreie Städte miteinander verglichen
werden, werden dortige Unterschiede völlig nivelliert:
Im Osten gibt es wegen Gebietsreformen sowohl flächenmäßig als
auch einwohnermäßig riesige Landkreise - im Westen (Bayern) sind
die eher klein.

Das führt zu völlig abstrusen Ergebnissen, wir schauen uns nur
mal die Kreise Teltow-Fläming, Potsdam-Mittelmark und die kreis-
freie Stadt Brandenburg an:

TF und PM haben im Grunde nur Kleinstädte. Dolle geht es denen
nicht. Die Randbereiche beider Landkreise sind Speckgürtel Berlin,
da boomt es ohne Ende. Und das zieht die Farbe des kompletten
Landkreises hoch.

An den von Berlin abgewandten Seiten beider Landkreise ist die
völlige Katastrophe, 30% der Häuser stehen leer.

Nun Landkreis WB: Eine Mittelstadt, die vor Lachen nicht in den
Schlaf kommt - gleichzeitig im Landkreis nur Dörfer, da ist alles
vorbei. Die Dörfer ziehen die Farbe des Landkreises runter und
zwar unter das Niveau von TF und PM.

Und nun vergleichen wir nochmal Wittenberg mit der kreisfreien
Stadt Brandenburg - letztere darf eine eigene Farbe haben. Und
die sieht recht schön aus.

Dabei geht es Brandenburg schlechter als Wittenberg, welches
eine noch schönere Farbe haben müsste, sich aber mit der trüben
Farbe des Landkreises abfinden muss.

Gleiches gilt doch für den Westen: Eine kleinere Gliederung
würde zeigen, dass es in Schleswig-Holstein, Niedersachsen und
Hessen sehr wohl Regionen gibt, da ist alles vorbei - da müsste
eigentlich eine sehr trübe Farbe hin.
Post by Veith
Ja, ja, ja, immer schön atomisieren.
Ok, dann halt andersrum: Wir vergleichen nur die Bundesländer.
Oder nur die Bundesrepublik mit sich selbst, das wäre dann nur
eine Farbe: Ist es so recht?

Mt
Veith
2019-08-07 07:30:03 UTC
Antworten
Permalink
Post by Martin Ebert
Post by Veith
Es gibt ein neues Suchspiel: "Finde die DDR"
https://heimat.bund.de/atlas/
Ganz grundsätzlich: Die Metrik ist falsch!
Das gilt für sämtliche Studien, die auf die Ebene Landkreis/
kreisfreie Stadt gehen und nur auf dieser Ebene vergleichen.
Nö, korrekte "Metrik", Du alter Klassenkämpfer!
Post by Martin Ebert
Da nur Landkreise und kreisfreie Städte miteinander verglichen
Ja, aber Du weißt schon, oder besser Du weißt es in Gegensatz zu allen anderen
sogar sehr genau, daß ...

... Landkreise genau dafür da sind, innerhalb des Kreises für einen Ausgleich
zu sorgen. Dafür kassiert er ja seine Kreisumlage, von den reichen Orten mehr
und von den Armen weniger. Das Geben sollte umgekehrt laufen.
Post by Martin Ebert
Im Osten gibt es wegen Gebietsreformen sowohl flächenmäßig als
auch einwohnermäßig riesige Landkreise - im Westen (Bayern) sind
die eher klein.
Hat eher was mit Einwohner pro qkm und Administrierbarkeit sowie
Wirtschaftlichkeit (Arbeitsanfall,Vertreterregelungen etc.) zu tun.
Kurz: BY kann sich ggf. vereinzelt kleine Verwaltungseinheiten leisten.
Post by Martin Ebert
Das führt zu völlig abstrusen Ergebnissen, wir schauen uns nur
mal die Kreise Teltow-Fläming, Potsdam-Mittelmark und die kreis-
TF und PM haben im Grunde nur Kleinstädte. Dolle geht es denen
nicht. Die Randbereiche beider Landkreise sind Speckgürtel Berlin,
da boomt es ohne Ende. Und das zieht die Farbe des kompletten
Landkreises hoch.
Ja, und alle anderen armen Dörfer der Landkreise profitieren von
Schönefeld & Co.
Post by Martin Ebert
An den von Berlin abgewandten Seiten beider Landkreise ist die
völlige Katastrophe, 30% der Häuser stehen leer.
Ja, daher wurden die brandenburger Kreise bereits ab den 1920ern tortenförmig
ausgerichtet, aka der Provinzteil des Landkreises profitiert vom
Speckgürtelteil. Netter Nebeneffekt: Das Land kann sich weitergehend aus den
Verteilungskämpfen der Kommunen heraushalten.

Alternativ wird auch hin und wieder das "Kokardenprinzip" ins Gespräch
gebracht, wo der Speckgürtel vereint würde und in zwei weiteren Ringen von
Berlin ausgehend die Provinz. Hier müßte aber das Land den Ausgleich schaffen
und die werden sich hüten, über ihre bisherige Rolle hinauszugehen.
Post by Martin Ebert
Nun Landkreis WB: Eine Mittelstadt, die vor Lachen nicht in den
Schlaf kommt - gleichzeitig im Landkreis nur Dörfer, da ist alles
vorbei. Die Dörfer ziehen die Farbe des Landkreises runter und
zwar unter das Niveau von TF und PM.
Was auch sachgerecht ist, den ihr subventioniert (doch hoffentlich) eure
arme Brüder und Schwestern in den armen Dörfern des Landkreises!?
Post by Martin Ebert
Und nun vergleichen wir nochmal Wittenberg mit der kreisfreien
Stadt Brandenburg - letztere darf eine eigene Farbe haben. Und
die sieht recht schön aus.
Dabei geht es Brandenburg schlechter als Wittenberg, welches
eine noch schönere Farbe haben müsste, sich aber mit der trüben
Farbe des Landkreises abfinden muss.
Ja, BBG braucht auch kein Dorf zu stützen (bekommt selbst Subventionen vom
Land), während WB den entsprechenden Mittelabfluß hat.
Post by Martin Ebert
Gleiches gilt doch für den Westen: Eine kleinere Gliederung
würde zeigen, dass es in Schleswig-Holstein, Niedersachsen und
Hessen sehr wohl Regionen gibt, da ist alles vorbei - da müsste
eigentlich eine sehr trübe Farbe hin.
Post by Veith
Ja, ja, ja, immer schön atomisieren.
Ok, dann halt andersrum: Wir vergleichen nur die Bundesländer.
Oder nur die Bundesrepublik mit sich selbst, das wäre dann nur
eine Farbe: Ist es so recht?
Beim Vergleich z.B. mit Polen oder Türkei wäre jeweils eine Farbe völlig
korrekt. Für _weitere_ Details böte sich ein herunterbrechen auf West / Ost
bei den genannten Staaten schon an.

Weitere Detailtiefen, wie Kreise oder gar Orte oder dort sogar "Millionärshügel"
vs. "Bahnhofsviertel", würde die Information beim Staatenvergleich verschleiern
... und das wäre dann auch so gewollt.

Ich behauptze zudem: Selbst bei einem Herunterbrechen der BRD-Karte auf einzelne
Dörfer, würde die "DDR" deutlich hervorstechen. Mit anderen Worten: "Schaut man
sich die Löhne oder das Vermögen an, erkennt man immer noch die Umrisse der
ehemaligen DDR", Christian Görke (Links-Partei).

Ist denn schon wieder Wahlkampf?
Peter
Martin Ebert
2019-08-09 00:47:39 UTC
Antworten
Permalink
Post by Veith
Post by Veith
https://heimat.bund.de/atlas/
Ganz grundsätzlich: Die Metrik ist falsch! Das gilt für sämtliche
Studien, die auf die Ebene Landkreis/ kreisfreie Stadt gehen und
nur auf dieser Ebene vergleichen.
Nö, korrekte "Metrik", Du alter Klassenkämpfer!
Huch - ich?
Post by Veith
Da nur Landkreise und kreisfreie Städte miteinander verglichen
Ja, aber Du weißt schon, oder besser Du weißt es in Gegensatz zu
allen anderen sogar sehr genau, daß ... ... Landkreise genau dafür da
sind, innerhalb des Kreises für einen Ausgleich zu sorgen. Dafür
kassiert er ja seine Kreisumlage, von den reichen Orten mehr und von
den Armen weniger. Das Geben sollte umgekehrt laufen.
Das ist falsch.

Kreise haben Aufgaben zu erfüllen, bei denen die Gemeinden über-
fordert sind: Gesundheitsamt, Veterinäramt, Kat-Schutz, sowas.
Zwecks Begleichung der dem Landkreis dadurch entstehenden Kosten
erhebt der die Kreisumlage.

Nein, da wird nichts umverteilt, wenigstens in meinem Bundesland
nicht - und bei Nachbars kann ich mir das auch nicht vorstellen.

Der Eindruck entsteht dadurch, dass so manche ostdeutsche Landräte
glauben, Politik machen zu müssen und mit vollen Händen Geld der
Kreisumlage ausgeben. Dabei sind die lediglich politisch gewählte
Chefs von Verwaltungen.
Post by Veith
Im Osten gibt es wegen Gebietsreformen sowohl flächenmäßig als
auch einwohnermäßig riesige Landkreise - im Westen (Bayern) sind
die eher klein.
Hat eher was mit Einwohner pro qkm und Administrierbarkeit sowie
Wirtschaftlichkeit (Arbeitsanfall,Vertreterregelungen etc.) zu tun.
Kurz: BY kann sich ggf. vereinzelt kleine Verwaltungseinheiten
leisten.
Nur letzteres, da aber gepaart mit der Erinnerung einer Gebiets-
reform in den 1970er Jahren; das wollen die nicht nochmal.
Post by Veith
Das führt zu völlig abstrusen Ergebnissen, wir schauen uns nur mal
die Kreise Teltow-Fläming, Potsdam-Mittelmark und die kreis- freie
Stadt Brandenburg an: TF und PM haben im Grunde nur Kleinstädte.
Dolle geht es denen nicht. Die Randbereiche beider Landkreise sind
Speckgürtel Berlin, da boomt es ohne Ende. Und das zieht die Farbe
des kompletten Landkreises hoch.
Ja, und alle anderen armen Dörfer der Landkreise profitieren von
Schönefeld & Co.
Quatsch. Bei denen kommt nix an.
Post by Veith
An den von Berlin abgewandten Seiten beider Landkreise ist die
völlige Katastrophe, 30% der Häuser stehen leer.
Ja, daher wurden die brandenburger Kreise bereits ab den 1920ern
tortenförmig ausgerichtet, aka der Provinzteil des Landkreises
profitiert vom Speckgürtelteil. Netter Nebeneffekt: Das Land kann
sich weitergehend aus den Verteilungskämpfen der Kommunen
heraushalten.
Nochmal: Da wird nichts verteilt.
Post by Veith
Nun Landkreis WB: Eine Mittelstadt, die vor Lachen nicht in den
Schlaf kommt - gleichzeitig im Landkreis nur Dörfer, da ist alles
vorbei. Die Dörfer ziehen die Farbe des Landkreises runter und
zwar unter das Niveau von TF und PM.
Was auch sachgerecht ist, den ihr subventioniert (doch hoffentlich)
eure arme Brüder und Schwestern in den armen Dörfern des
Landkreises!?
Das tun wir selbstverständlich nicht, keinen einzigen Cent. Aller-
dings ist die Stadt eine Einpendlerstadt, hier sind die Arbeitsplätze.
Post by Veith
Und nun vergleichen wir nochmal Wittenberg mit der kreisfreien
Stadt Brandenburg - letztere darf eine eigene Farbe haben. Und die
sieht recht schön aus. Dabei geht es Brandenburg schlechter als
Wittenberg, welches eine noch schönere Farbe haben müsste, sich
aber mit der trüben Farbe des Landkreises abfinden muss.
Ja, BBG braucht auch kein Dorf zu stützen (bekommt selbst
Subventionen vom Land), während WB den entsprechenden Mittelabfluß
hat.
Du hast es echt nicht erstanden: "Wir" unterstützen niemanden aus
dem Landkreis. Und Du darfst nochmal lesen: Uns geht es besser als
Stadt Brandenburg - nur sieht man das an der Farbe nicht.
Post by Veith
Ich behauptze zudem: Selbst bei einem Herunterbrechen der BRD-Karte
auf einzelne Dörfer,
LSA hat keine Stadt (bzw Gemeindeverband) kleiner 8.000, das wäre
schon eine sinnvolle Vergleichsgröße.
Post by Veith
würde die "DDR" deutlich hervorstechen.
Nein. Das würde ein interessanter Teppich, insbesondere würdest Du
bei Niedersachsen und Hessen staunen.

Ganz grundsätzlich ist es doch so:
Wir haben gerade eine Phase der Landflucht, die hast Du doch direkt
als Ergebnis vor Deiner Haustür. Die vor Deiner Türe stehen, sind
logischerweise nicht in ihren Dörfern - das kann doch niemanden
wundern! Na klar sterben die Dörfer abseits der großen Straßen in
der Pampa aus, das wird seit dem Jahr 2000 intensiv diskutiert.
Und nun staunen alle wie beim Klimawandel: Huch, ein Starkgewitter!

Nochmals meine Stadt:
Der Landkreis hatte mal 150.000 EW, so um das Jahr 2000. Aktuell
hat er 125.000, weiter sinkende Tendenz. So weit, so schlecht.
Und mittendrin gibt es eine größere Stadt, immer knapp 50.000
hatte und hat. Es läuft.

Und das findet sich in solchen groben Darstellungen nicht. Dieses
Darstellungsproblem sollten alle neuen Länder mit mehreren Gebiets-
reformen haben.

Mt
Peter Veith
2019-08-11 10:35:03 UTC
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Post by Martin Ebert
Post by Veith
Nö, korrekte "Metrik", Du alter Klassenkämpfer!
Huch - ich?
Klar, nur für die "falsche" Klasse.

[Landkreis]
Post by Martin Ebert
Post by Veith
kassiert er ja seine Kreisumlage, von den reichen Orten mehr und
von den Armen weniger. Das Geben sollte umgekehrt laufen.
Das ist falsch.
Nö.

Der Kreis hat einen Finanzbedarf x. Nun schaut er auf die Summe der für
die Gemeinden seines Kreises vom Land festgesetzte Kreisumlagegrundlage
und schlägt auf diese seinen festzulegenden Prozentsatz von z.B. 46,29%,
vgl. § 19 FAG LSA oder § 18 BbgFAG.

Die Kreisumlagegrundlage berechnet sich aus der Summe von allg.
Schlüsselzuweisungen und der Steuerkraft der Gemeinde. In letzteren
fließen Grundsteuer (A u.B) sowie Gewerbesteuer (+ abgeführte
Gewerbesteuerumlage) sowie nicht zuletzt die Steueranteile an der ESt
und USt der Gemeinde ein.

Kurz: arme Gemeinden zahlen wenig Kreisumlage (da die Grundlage niedrig)
und reiche Gemeinden zahlen mehr. So könnte ich mir vorstellen, daß der
LK Dahme-Spreewald nicht unwesentlich von der Gemeinde Schönefeld
finanziert wird.
Post by Martin Ebert
Kreise haben Aufgaben zu erfüllen, bei denen die Gemeinden über-
fordert sind: Gesundheitsamt, Veterinäramt, Kat-Schutz, sowas.
Richtig, wobei die Ansiedlungspolitik (wo welche Ämter angesiedelt
werden / bleiben), Wirtschaftsförderung und Finanzierung von dörflichen
Projekten ausgabenseitig den armen Dörfern hilft.
Post by Martin Ebert
Post by Veith
Ja, und alle anderen armen Dörfer der Landkreise profitieren von
Schönefeld & Co.
Quatsch. Bei denen kommt nix an.
Nö, aber vielleicht habe ich mich auch mißverständlich ausgedrückt. Auch
nach meiner Kenntnis gibt es keinen gemeindlichen Finanzausgleich im
Kreis, gleichwohl profitieren arme Dörfer von einem reichen Kreis.
Post by Martin Ebert
Post by Veith
Was auch sachgerecht ist, den ihr subventioniert (doch
hoffentlich) eure arme Brüder und Schwestern in den armen Dörfern
des Landkreises!?
Das tun wir selbstverständlich nicht, keinen einzigen Cent. Aller-
dings ist die Stadt eine Einpendlerstadt, hier sind die
Arbeitsplätze.
s.o.

In Brandenburg gibt es zudem immer noch das Konzept der "dezentralen
Konzentration". Derzeit gibt es z.B. Pläne, den armen Süden (konkret
Cottbus / SPN) mit mindestens einem Ministerium (MWFK oder / und einem
Lausitzministerium) zu helfen. Bringen würde das neben Arbeitsplätzen
auch über die Zeit mehr Steueranteile und Kaufkraft). Mal sehen, was
davon nach der LT-Wahl übrig bleibt.

Das Problem ist deshalb fatal, da dort die Fallhöhe - für hiesige
Verhältnisse - recht hoch ist:

BTW durch die dort noch existente Energiewirtschaft, haben die Lausitzer
die höchsten Einkommen Brandenburgs je Arbeitnehmer (nicht etwa Potsdam,
wie zu vermuten wäre). Ebenso hatten die Kommunen exorbitant hohe
Gewerbesteuern .... durch die Energiewende (und merkwürdigen
Steuergesetze) hatte z.B. Cottbus extreme Rückforderungen an
Gewerbesteuer zu verkraften und wenn jetzt noch die letzten gut
bezahlten Arbeitsplätze wegbrechen ... ist ein bißchen Kultur hier und
ein Ministerium dort, kein Ersatz.
Post by Martin Ebert
Post by Veith
Ich behaupte zudem: Selbst bei einem Herunterbrechen der BRD-Karte
auf einzelne Dörfer, würde die "DDR" deutlich hervorstechen. Mit
anderen Worten: "Schaut man sich die Löhne oder das Vermögen an,
erkennt man immer noch die Umrisse der ehemaligen DDR", Christian
Görke (Links-Partei).
Nein. Das würde ein interessanter Teppich, insbesondere würdest Du
bei Niedersachsen und Hessen staunen.
Nö, da ich in der Lage bin, einzelne "schlechte" Flecken im Westen mit
den durchgängig "schlechten" Flecken im Osten zu vergleichen. Ich
behaupte sogar, die jetzige Darstellung beschönigt die Lage, da Dörfer
wie Schönefeld die ganze Region - etwas zu unrecht - aufhübschen.
Post by Martin Ebert
Nochmals meine Stadt: Der Landkreis hatte mal 150.000 EW, so um das
Jahr 2000. Aktuell hat er 125.000, weiter sinkende Tendenz. So weit,
so schlecht. Und mittendrin gibt es eine größere Stadt, immer knapp
50.000 hatte und hat. Es läuft.
Ja, s.o.
WB hilft schon seinen notleidenden LK, damit die Lage nicht explodiert.

Wie sagte ein weiser Mann mir mal gegenüber: "Wir machen Projekte zur
ländlichen Förderung nicht aus Altruismus, sondern damit nicht alle zu
uns nach Berlin ziehen." :-D

Veith
--
Lieber Reich ins Heim, als heim ins Reich!
http://ddr-luftwaffe.blogspot.com
d***@gmail.com
2019-07-23 03:48:26 UTC
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Da zeigt sich der Blödsinn in seiner ganzen Pracht nochmal.
Wer in "pressen geboren wurde sollte Kommunist werden, wer
im Königreich Hannover geboren wurde ein Kapitalist.
Wer in Berlin Pankow in der Florastrasse gewohnt hatte sollte
Privateigentum verabscheuen, wer zwei Straßen weiter in
Wedding wohnte der sollte das Privateigentum als höchste aller
Eigentumsformen lobpreisen.

Ich bin eindeutig auf der falschen Seite geboren ich finde
Privateigentum absolut geil. Erst recht Privateigentum an Wohnraum
und auch Privateigentum an Produktionsmitteln.
Denkt dran der ganze Stolz der deutschen Wirtschaft, die Facharbeiter
Ausbildung wird zu 80% vom Mittelstand also fast immer privaten
Familieneigentümern gestemmt. Und nicht von großmäuligen
Großkonzernen die sich dann nur am Pool bedienen wenn die
Ausbildung abgeschlossen wurde.

BGE
d***@gmail.com
2019-07-23 03:49:39 UTC
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Post by d***@gmail.com
Da zeigt sich der Blödsinn in seiner ganzen Pracht nochmal.
Wer in Preussen geboren wurde sollte Kommunist werden, wer
im Königreich Hannover geboren wurde ein Kapitalist.
Wer in Berlin Pankow in der Florastrasse gewohnt hatte sollte
Privateigentum verabscheuen, wer zwei Straßen weiter in
Wedding wohnte der sollte das Privateigentum als höchste aller
Eigentumsformen lobpreisen.
Ich bin eindeutig auf der falschen Seite geboren ich finde
Privateigentum absolut geil. Erst recht Privateigentum an Wohnraum
und auch Privateigentum an Produktionsmitteln.
Denkt dran der ganze Stolz der deutschen Wirtschaft, die Facharbeiter
Ausbildung wird zu 80% vom Mittelstand also fast immer privaten
Familieneigentümern gestemmt. Und nicht von großmäuligen
Großkonzernen die sich dann nur am Pool bedienen wenn die
Ausbildung abgeschlossen wurde.
BGE
Wolf gang P u f f e
2019-07-23 17:02:12 UTC
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Am 23.07.2019 um 05:48 schrieb ***@gmail.com:
...
Post by d***@gmail.com
Denkt dran der ganze Stolz der deutschen Wirtschaft, die Facharbeiter
Ausbildung wird zu 80% vom Mittelstand also fast immer privaten
Familieneigentümern gestemmt. Und nicht von großmäuligen
Großkonzernen die sich dann nur am Pool bedienen wenn die
Ausbildung abgeschlossen wurde.
Dafür sind die kleinere Betriebe die größeren "Ausbeuter".
Wenn denen dann kurz nach der Ausbildung die Leute weglaufen, hält sich
das Mitleid in engen Grenzen.
Eine Stelle in einer großen Firma ist für den kleinen Mann immer ein
finanzieller Gewinn.
Ob die Arbeit in einer größeren Firmenstruktur immer so erquickend ist,
steht auf einem anderen Blatt. Da muss man in der Lage sein, sein
Gehirn mit Arbeitsbeginn auszuschalten.
Zumindest da wo ich es so beobachtet habe und wo der Dunstkreis aus
1. Hand berichtete.

W.
Florian Ritter
2019-07-29 20:23:54 UTC
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Post by Wolf gang P u f f e
Dafür sind die kleinere Betriebe die größeren "Ausbeuter".
Wenn denen dann kurz nach der Ausbildung die Leute weglaufen, hält sich
das Mitleid in engen Grenzen.
Eine Stelle in einer großen Firma ist für den kleinen Mann immer ein
finanzieller Gewinn.
Ob die Arbeit in einer größeren Firmenstruktur immer so erquickend ist,
steht auf einem anderen Blatt. Da muss man in der Lage sein, sein
Gehirn mit Arbeitsbeginn auszuschalten.
Zumindest da wo ich es so beobachtet habe und wo der Dunstkreis aus
1. Hand berichtete.
Da bist Du leider falsch berichtet - glaub's nur, ich war sowohl
in einer Konzernfirma (AKZO Nobel) wie auch Werkleiter bei einem
mittelständischen Unternehmen, dort mußte ich mich um jeden
Dreck kümmern, was im Konzern nicht der Phall war.

FR
Wolf gang P u f f e
2019-07-30 18:17:17 UTC
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Post by Florian Ritter
Post by Wolf gang P u f f e
Dafür sind die kleinere Betriebe die größeren "Ausbeuter".
Wenn denen dann kurz nach der Ausbildung die Leute weglaufen, hält sich
das Mitleid in engen Grenzen.
Eine Stelle in einer großen Firma ist für den kleinen Mann immer ein
finanzieller Gewinn.
Ob die Arbeit in einer größeren Firmenstruktur immer so erquickend ist,
steht auf einem anderen Blatt. Da muss man in der Lage sein, sein
Gehirn mit Arbeitsbeginn auszuschalten.
Zumindest da wo ich es so beobachtet habe und wo der Dunstkreis aus
1. Hand berichtete.
Da bist Du leider falsch berichtet - glaub's nur, ich war sowohl
in einer Konzernfirma (AKZO Nobel) wie auch Werkleiter bei einem
mittelständischen Unternehmen, dort mußte ich mich um jeden
Dreck kümmern, was im Konzern nicht der Phall war.
Also ich bezog mich auf eher untere Berufsgruppen aus der Fertigung.
Aber, Du bestätigst ja schon einen Teil mit Deinen Worten "muße mich
um jeden Dreck kümmern".

In der kleinen Klitsche biste für alles verantwortlich, hast vielleicht
keine Arbeitszeiterfassung, Überstundenabrechnung Fehlanzeige,
Tarifverträge gibt es kaum, keine Zuschläge für Wochenendarbeit, kaum
Sonderzahlung wie Weihnachts+Urlaubsgeld, Urlaubsgewährung ist immer
von der Anwesenheit anderer abhängig.

In einem Weltkonzern haste eher eine geregelte Arbeitszeiten oder/und
eine korrekte Arbeitszeiterfassung, einen eher begrenzten
Aufgabenbereich, meist gelten Tarifverträge für Lohn/Gehalt+Zuschläge
bei Üstunden, Wochenend- und Feiertagsarbeit, mehr Urlaubstage,
ordentliches Weihnachts- oder/und Urlaubsgeld.

Nun, mich kümmerts nicht, aber ich kenne genügend, die das Ohr am
Arbeitsmarkt haben versuchen in größeren betrieblichen Strukturen Fuß
zu fassen. Und ich kenne auch die Meinungen derer, die es geschafft
haben.

W.
Florian Ritter
2019-08-01 12:20:50 UTC
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Post by Wolf gang P u f f e
Post by Florian Ritter
Post by Wolf gang P u f f e
Dafür sind die kleinere Betriebe die größeren "Ausbeuter".
Wenn denen dann kurz nach der Ausbildung die Leute weglaufen, hält sich
das Mitleid in engen Grenzen.
Eine Stelle in einer großen Firma ist für den kleinen Mann immer ein
finanzieller Gewinn.
Ob die Arbeit in einer größeren Firmenstruktur immer so erquickend ist,
steht auf einem anderen Blatt. Da muss man in der Lage sein, sein
Gehirn mit Arbeitsbeginn auszuschalten.
Zumindest da wo ich es so beobachtet habe und wo der Dunstkreis aus
1. Hand berichtete.
Da bist Du leider falsch berichtet - glaub's nur, ich war sowohl
in einer Konzernfirma (AKZO Nobel) wie auch Werkleiter bei einem
mittelständischen Unternehmen, dort mußte ich mich um jeden
Dreck kümmern, was im Konzern nicht der Phall war.
Also ich bezog mich auf eher untere Berufsgruppen aus der Fertigung.
Aber, Du bestätigst ja schon einen Teil mit Deinen Worten "muße mich
um jeden Dreck kümmern".
In der kleinen Klitsche biste für alles verantwortlich, hast vielleicht
keine Arbeitszeiterfassung, Überstundenabrechnung Fehlanzeige,
Tarifverträge gibt es kaum, keine Zuschläge für Wochenendarbeit, kaum
Sonderzahlung wie Weihnachts+Urlaubsgeld, Urlaubsgewährung ist immer
von der Anwesenheit anderer abhängig.
Als Leitender war ich immer immer AT (d.i. außertariflich), da
gibt's keine Überstunden. 13. Monatsgehalt hatte ich immer - die
Reisetätigkeit nervte, etwa wenn ich eine Woche in Athen festsaß.
Post by Wolf gang P u f f e
In einem Weltkonzern haste eher eine geregelte Arbeitszeiten oder/und
eine korrekte Arbeitszeiterfassung, einen eher begrenzten
Aufgabenbereich, meist gelten Tarifverträge für Lohn/Gehalt+Zuschläge
bei Üstunden, Wochenend- und Feiertagsarbeit, mehr Urlaubstage,
ordentliches Weihnachts- oder/und Urlaubsgeld.
Auch dort viel auf Reisen - eine Woche im Zementwerk eine Anlage
anfahren ist wenig erqicklich. Was im Konzern nervt ist das interne
Berichtswesen; auch war ich Projektltr. - unschöne Erinnerung.

FR
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