Discussion:
Bildungsssytem DDR-Finland-West Virginia
(zu alt für eine Antwort)
René
2011-09-01 03:39:53 UTC
Permalink
In DDR-Kreisen wird gerne behauptet, daß sich Finnland das
Bildungssystem der DDR zum Vorbild genommen hat. Ich kann das nicht
beurteilen. Aber jetzt nimmt sich der US-Staat Finnland zum Vorbild:
http://edition.cnn.com/2011/US/08/29/education.wv.finland/index.html?hpt=hp_bn1
Matthias Opatz
2011-09-01 07:43:01 UTC
Permalink
Post by René
In DDR-Kreisen wird gerne behauptet, daß sich Finnland das
Bildungssystem der DDR zum Vorbild genommen hat.
Das sagt auch eine finnfische Lehrerein i. R. so, mit der wir
uns im Urlaub an der Adria angefreundet haben.

Matthias
--
Ist nur 'ne Ahnung aus Ferne und Staub, ich renne quer übers Gleis
und springe auf. Der Schaffner pfeift, und ich bin zum glück drin,
············ in deinem Zug nach Werweißwohin ... ················

= Bitte bei Mailantwort Großbuchstaben aus Reply-Adresse löschen! =
Wolfgang Flottel
2011-09-01 17:59:26 UTC
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"Matthias Opatz" schrieb
Post by Matthias Opatz
Post by René
In DDR-Kreisen wird gerne behauptet, daß sich Finnland das
Bildungssystem der DDR zum Vorbild genommen hat.
Das sagt auch eine finnfische Lehrerein i. R. so, mit der wir
uns im Urlaub an der Adria angefreundet haben.
Ich kenne einen Lehrer, der behauptet die Finnen noch gesehen zu haben,
als sie in der DDR waren und sich das angesehen haben.

Die Finnen haben übrigens damals schon eng. mit dem soz. Lager zusammen
gearbeitet, die hatten sogar russ. Panzer und andere Militärtechnik.
Ergo waren die Berührungsängste wohl nicht so hoch.

Es gibt eigentlich garnicht so gewaltige Maßnahmen für ein besseres
Schulsystem und es kostet auch nicht die Welt.

Man muss nur ein paar mehr Lehrer einsetzen und die auch kontrollieren
ob der Unterricht auch stattfindet und ggf. die unfähigen und faulen
Lehrer entfernen.

Das wars dann schon.
Ronald Konschak
2011-09-01 21:23:13 UTC
Permalink
Wolfgang Flottel <***@stabag.com> schrieb:

[infantiles Geschnatter]

Du könntest mal den flotten Otto machen.
Wolfgang Schwanke
2011-09-01 21:22:08 UTC
Permalink
Post by Wolfgang Flottel
Die Finnen haben übrigens damals schon eng. mit dem soz. Lager zusammen
gearbeitet, die hatten sogar russ. Panzer und andere Militärtechnik.
Ergo waren die Berührungsängste wohl nicht so hoch.
Man könnte beinahe sagen, Finnland war finnlandisiert.
--
Tank nur das gute Super rein

http://www.wschwanke.de/ http://www.fotos-aus-der-luft.de/
usenet_20031215 (AT) wschwanke (DOT) de
Martin Ebert
2011-09-02 00:42:03 UTC
Permalink
[was]
Post by Wolfgang Schwanke
Man könnte beinahe sagen, Finnland war finnlandisiert.
Wogegen man mit Sicherheit sagen kann, dass Du ein erstaunliches
Talent hast mit Trollen reden zu wollen.

Mt
Wolfgang Schwanke
2011-09-02 19:07:43 UTC
Permalink
Post by Martin Ebert
[was]
Post by Wolfgang Schwanke
Man könnte beinahe sagen, Finnland war finnlandisiert.
Wogegen man mit Sicherheit sagen kann, dass Du ein erstaunliches
Talent hast mit Trollen reden zu wollen.
Wenn du deine Netcop-Aktivitäten ein paar Ticks nach unten schrauben
könntest, wäre das sehr angenehm.
--
Tank nur das gute Super rein

http://www.wschwanke.de/ http://www.fotos-aus-der-luft.de/
usenet_20031215 (AT) wschwanke (DOT) de
Frank Hucklenbroich
2011-09-02 09:14:50 UTC
Permalink
Post by Wolfgang Flottel
Die Finnen haben übrigens damals schon eng. mit dem soz. Lager zusammen
gearbeitet, die hatten sogar russ. Panzer und andere Militärtechnik.
Das war umgekehrt genauso. In russischen Krankenhäusern fand man bis Mitte
der 90er Jahre überwiegend finnische Medizintechnik. Ich hatte damals mal
am Rande mit Bestellungen sibirischer Kliniken in Deutschland zu tun, auf
deren "Wunschzetteln" befanden sich überwiegend finnische Gerätschaften (da
mußte man dann erst mal das deutsche Pendant zu finden).

Ich denke mal, daß das mit den Exportbeschränkungen für westliche
Technologie (Cocom-Liste) zu tun hatte, da fielen finnische Geräte
anscheinend nicht drunter (oder keiner hat es kontrolliert).
Post by Wolfgang Flottel
Ergo waren die Berührungsängste wohl nicht so hoch.
ACK.

Grüße,

Frank
Torsten Mueller
2011-09-02 10:29:24 UTC
Permalink
Post by Frank Hucklenbroich
Ich denke mal, daß das mit den Exportbeschränkungen für westliche
Technologie (Cocom-Liste) zu tun hatte, da fielen finnische Geräte
anscheinend nicht drunter (oder keiner hat es kontrolliert).
Finnland ist bis heute kein NATO-Mitglied. Und die Finnen haben, seit
sie erkannt hatten, daß das Sympathisieren mit Hitler [1] ins Verderben
führt, über Jahrzehnte eine Politik tatsächlich friedlicher, entspannter
Koexistenz versucht, mit bescheidenem gegenseitgen Austausch. Helsinki
1975 war in der Hinsicht kein Zufall.

(Dessen ungeachtet findet man entlang der russischen Grenze auch heute
noch eine bemerkenswerte Anzahl verdammt großer Antennen ...)

T.M.

[1] die Finnen haben im Krieg sogar das Hakenkreuz (blau auf weißem
Grund) als offizielles Hoheitsabzeichen benutzt
René
2011-09-02 11:45:52 UTC
Permalink
Post by Torsten Mueller
Post by Frank Hucklenbroich
Ich denke mal, daß das mit den Exportbeschränkungen für westliche
Technologie (Cocom-Liste) zu tun hatte, da fielen finnische Geräte
anscheinend nicht drunter (oder keiner hat es kontrolliert).
Finnland ist bis heute kein NATO-Mitglied. Und die Finnen haben, seit
sie erkannt hatten, daß das Sympathisieren mit Hitler [1] ins Verderben
führt, über Jahrzehnte eine Politik tatsächlich friedlicher, entspannter
Koexistenz versucht, mit bescheidenem gegenseitgen Austausch. Helsinki
1975 war in der Hinsicht kein Zufall.
(Dessen ungeachtet findet man entlang der russischen Grenze auch heute
noch eine bemerkenswerte Anzahl verdammt großer Antennen ...)
T.M.
[1] die Finnen haben im Krieg sogar das Hakenkreuz (blau auf weißem
Grund) als offizielles Hoheitsabzeichen benutzt
Man, ich glaubs doch gar nicht, wie blöde man sein kann!

Daß sich die Finnen neben Russland ganz still und freundlich verhalten
haben, auch Jahrzehnte lang nach dem 2WK, lag ganz einfach daran, daß
sie keine verdammte LUST hatten, sich schon wieder von den Sowjets
überfallen zu lassen. Stichwort Winterkrieg! Finnland sah sich ständig
unter der Pespektive, wie Lettland, Litauen, Estland, und große Teile
Polens dem Sowjetreich einverleibt zu werden. Daß man sich auf
West-Allierte nicht verlassen kann, wenns gegen die Stalin und Nachf.
ging, hatten diese West-Allierten bereits 1940 bewiesen. Also, blieb
nur der andere große Bruder in der Gegend und dem schloss man sich nur
nur zeitweilig und widerwillig an.
Wurde Finnland nach dem 2 WK okkupiert von irgendwelchen der vier
Mächte? Warum wohl nicht? Denk mal darüber nach.

Das Hakenkreuz benutzten die Finnen übrigens schon vor den deutschen Nazis.
Torsten Mueller
2011-09-02 12:26:51 UTC
Permalink
Post by René
Man, ich glaubs doch gar nicht, wie blöde man sein kann!
Hä?
Post by René
Daß sich die Finnen neben Russland ganz still und freundlich verhalten
haben, auch Jahrzehnte lang nach dem 2WK, lag ganz einfach daran, daß
sie keine verdammte LUST hatten, sich schon wieder von den Sowjets
überfallen zu lassen. Stichwort Winterkrieg!
Aber selbstverständlich! Wo ist Dein Problem, Pappnase?

Die Formulierung "mit realistischem Blick auf die eigenen Kräfte" stand
bereits da, ich hab sie wieder weggelöscht, weil der Satz ohenhin schon
lang genug war.

Die Russen haben nach Vertreibung der Nazis aus Finnland zweifellos
sogar ihre Bedingungen gestellt, drum hat Finnland beispielsweise keinen
Eismeerhafen mehr. Dennoch blieb Finnland ein freies Land, im Gegensatz
zu den sog. baltischen Staaten, und eben durchaus nicht in dieser Weise
geknechtet und gezwungen, schon gar nicht zu Lieferungen oder Abnahmen.
Die Finnen fliegen bis heute MiG-29, ich glaube nicht, daß das ein Akt
der Anbiederung (sonst: sofortiger Überfall) ist.
Post by René
Das Hakenkreuz benutzten die Finnen übrigens schon vor den deutschen Nazis.
"von General Mannerheim bestimmt", lesen kann ich auch. Das Hakenkreuz
existierte in der Neuzeit allerdings bereits schon seit vor 1900, die
Nazis kamen etwa 1920 darauf, etwa zeitgleich wie die Finnen (und
Letten). Mannerheim sympathisierte allerdings als rechter, ehemals
zaristischer Offizier offen mit ihnen und ließ sich sogar vom Keitel
persönlich das Ritterkreuz mit Eichenlaub verpassen.

T.M.
René
2011-09-02 13:15:15 UTC
Permalink
Post by Torsten Mueller
Die Finnen fliegen bis heute MiG-29, ich glaube nicht, daß das ein Akt
der Anbiederung (sonst: sofortiger Überfall) ist.
Das Kampfflugzeug der finnischen Luftwaffe ist seit Jahrzehnten die
Boeing F/A-18 Hornet: sieben Zweisitzer und 57 Einsitzer. Ursprünglich
war geplant, ca. 40 westliche Kampfflugzeuge zu kaufen und etwa 20
sowjetische, aber nach dem Zusammenbruch der SU war das nicht mehr
nötig. Die Einsitzer wurden übrigens in Lizenz in Finnland gebaut.
Und ja, ein Schlüsselziel der finnischen Außenpolitik der Ära 1945-1991
war immer, bloß nichts machen, daß den Iwan erschrecken könnte.
Finnland wäre nicht das erste Land gewesen, daß dem Sowjetreich
einverleibt worden wäre.
Post by Torsten Mueller
Post by René
Das Hakenkreuz benutzten die Finnen übrigens schon vor den deutschen Nazis.
"von General Mannerheim bestimmt", lesen kann ich auch.
Keine Ahnung, wo du das gelesen hast. Das zweite Flugzeug der
finnischen Luftwaffe wurde ihr 1918 von Graf von Rosen geschenkt, der
hatte sich das Hakenkreuz schon 1901 als persönliches Wahrzeichen in
sein Handgepäck gravieren lassen, und dementsprechend trug auch das
Flugzeug, eine Morane-Saulnier L, dieses Symbol. Mannerheim hat dieses
Symbol dann zwei Wochen später offiziell gutgeheißen.
Post by Torsten Mueller
Das Hakenkreuz existierte in der Neuzeit allerdings bereits schon seit
vor 1900, die
Nazis kamen etwa 1920 darauf, etwa zeitgleich wie die Finnen (und
Letten). Mannerheim sympathisierte allerdings als rechter, ehemals
zaristischer Offizier offen mit ihnen
Das ist eine sehr unsinnige und falsche Behauptung.
Torsten Mueller
2011-09-02 15:11:07 UTC
Permalink
Post by René
Post by Torsten Mueller
Die Finnen fliegen bis heute MiG-29, ich glaube nicht, daß das ein
Akt der Anbiederung (sonst: sofortiger Überfall) ist.
Das Kampfflugzeug der finnischen Luftwaffe ist seit Jahrzehnten die
Boeing F/A-18 Hornet: sieben Zweisitzer und 57 Einsitzer. Ursprünglich
war geplant, ca. 40 westliche Kampfflugzeuge zu kaufen und etwa 20
sowjetische, aber nach dem Zusammenbruch der SU war das nicht mehr
nötig.
Die Finnen flogen von 1965 bis 1981 unter anderem MiG-21U, US und UM,
bis 1998 auch MiG-21bis. Das sagt die Website der finnischen Air Force.
Meine Information über MiG-29 beruht auf Hörensagen und ist offenbar
nicht haltbar.
Post by René
Post by Torsten Mueller
Post by René
Das Hakenkreuz benutzten die Finnen übrigens schon vor den deutschen Nazis.
"von General Mannerheim bestimmt", lesen kann ich auch.
Keine Ahnung, wo du das gelesen hast.
Wikipedia. Interessant ist, daß das Hakenkreuz offenbar noch immer in
Benutzung ist:
http://www.puolustusvoimat.fi/portal/puolustusvoimat.fi/!ut/p/c5/vZLLcrJAEIWfJQ8Qp2GAcZYI4zBcBAS5bShvAQ0qiXjj6ZO_svgri7iy7LM81f11n2pUoG_t5-dNNe82h_28QRkqtFLDzGETrkh8KBMQhkM1ShVsSypKUQZKGW1vrejf--kWrm78rlyjT3HxTAaRW4io98Ezx3Y8k-xJnPdevLzEixxgSKVkHDLdpB3ZHF--ZxX_aFzWhpYNEvUdbwTCdyEhbiAZHO77IP34_7cNDAVEZM5oPCOYz7S7_f6U_PjwR-mAclSQP9OwVBQ_MI27LApPZJHnsQLliSzt8axRmMScYR-4m1AQzLBMymJVTPET73rsH9qo2Cx2g8tyN4ABkYk6xCAToqhUlTFKi1wmZiVqpo_KOjrJ9Rx3rkfYtak16catU81S_XBavr2-br1PvoiNvPDUfWu3AlfCoCvA-4-x7FT86GX6uI_Cc5UfM8fDnd5I1XCj7sqjOKh6rlir9NJ2xkcX1PbYKVujCqi_DhfLWcNJYvdluEpz1cKLWq7KSdakuZaQnHDdbm6WEmbBmwMJmliH3Rq1u3PLplaf_dJa_wKSG_-S/dl3/d3/L2dBISEvZ0FBIS9nQSEh/?pcid=fccd2b80410c8ff1844eede364705c96

T.M.
René
2011-09-02 15:35:36 UTC
Permalink
Post by Torsten Mueller
Wikipedia. Interessant ist, daß das Hakenkreuz offenbar noch immer in
http://en.wikipedia.org/wiki/Swastika#Finland
Wolfgang Flottel
2011-09-02 19:22:11 UTC
Permalink
"René"
Das zweite Flugzeug der finnischen Luftwaffe wurde ihr 1918 von Graf
von Rosen geschenkt,
bis 1917 war Finnland ein Teil Russlands - bitte nicht übersehen.

Ob Stalin das Recht hatte sich Finnland wieder ein zu verleiben, da
kann man drüber diskutieren, wie über Falkland, Irland, Nordirland,
Korsika ...

Man sollte auch nicht vergessen das bis 1920 alle westl.
Industrieländer Truppen nach Russland geschickt hatten - bis auf
Deutschland, das hatte den Bolschwiken Lenin eingeschleust, finanziert
und dadurch den Ersten Weltkrieg gewonnen.
Uwe Schickedanz
2011-09-02 16:16:21 UTC
Permalink
On Fri, 02 Sep 2011 14:26:51 +0200, Torsten Mueller
Post by Torsten Mueller
Die Finnen fliegen bis heute MiG-29, ich glaube nicht, daß das ein Akt
der Anbiederung (sonst: sofortiger Überfall) ist.
Swiw haben die Finnen nie MiG-29 geflogen. Es gab wohl mal einen
Freundschaftbesuch einer sowjetischen Staffel 1986, der in der
Volksarmee dokumentiert wurde. Dadurch wurde erstmals in der DDR
publik, daß es eine MiG-29 überhaupt gab und der Westen erhielt auf
diese Weise die ersten vernünftigen Fotos der RAM-L.

Gruß Uwe
--
Die Sicherheiten des Westens - Gewerkschaftsfürsorge,
Flächentarif, lineare Arbeitsbiographien, Sesshaftigkeit -
sind im Osten längst der Einzelkämpfer-Anthropologie gewichen.
Christoph Dieckmann === http://www.sicherheitslampe.de ===
Ping of Death MC
2011-09-06 23:41:53 UTC
Permalink
Ein sich "René" nennender Teilnehmer schrieb in
[...] Daß sich die Finnen neben Russland ganz still und freundlich
verhalten haben, auch Jahrzehnte lang nach dem 2WK, lag ganz einfach
daran, daß sie keine verdammte LUST hatten, sich schon wieder von den
Sowjets überfallen zu lassen. Stichwort Winterkrieg! [...]
Aha. Man kann die Russen (Sowjets gibt's ja nicht mehr) also dadurch, daß
man sich still und freundlich verhält, davon abhalten, einen zu überfallen.
Da wünscht man sich doch, alle auf diesem Planeten wären so dezent und
unaufdringlich wie die Russen.
--
Raider heißt jetzt Twix, sonst ändert sich nix.
Todesstrafe gegen notorische Verleumder! In Selbstjustiz!
Ja, richtig, THE C☢☢N
Laurin Klement
2011-09-07 09:14:47 UTC
Permalink
"Ping of Death MC" schrieb
Post by Ping of Death MC
Aha. Man kann die Russen (Sowjets gibt's ja nicht mehr) also dadurch, daß
man sich still und freundlich verhält, davon abhalten, einen zu überfallen.
Nun, die Amis wohl weniger, die hatten Russland (damals als es noch so
hieß) mit 13 Armeen überfallen.
Martin Ebert
2011-09-02 00:38:06 UTC
Permalink
Post by Matthias Opatz
Post by René
In DDR-Kreisen wird gerne behauptet, daß sich Finnland das
Bildungssystem der DDR zum Vorbild genommen hat.
Das sagt auch eine finnfische Lehrerein i. R. so, mit der wir
uns im Urlaub an der Adria angefreundet haben.
Oft gehört, nie bewiesen.
Oder - falls es bewiesen wurde, dann ging das an mir vorbei.

Also es war mal eine finnische Delegation in der DDR und hat sich
das Bildungswesen angeschaut, ok. Wie das abgelaufen sein wird,
kann ich mir übrigens lebhaft vorstellen: Da wurden also einige
potemkinsche Dörfer besichtigt. Ich nehme mal an, auch die Pionier-
republik "Wilhelm Pieck", das war ja DAS Vorzeige-Dingens.
Werden die Finnen sicher auch 1:1 kopiert haben. Klar.

Und einige Zeit später (wann eigentlich, ist das greifbar?) haben
die Finnen wohl eine Bildungsreform gemacht.

Allein daraus kann ich noch keinen Kausalzusammenhang feststellen:
Die Finnen werden ja nicht so blöd gewesen sein, ausschließlich die
DDR zu besuchen. (Welche Länder wurden noch besucht?)

Mir persönlich kommt die Saga immer wie gesundbeten der DDR vor:
Guckt mal, im Bildungswesen waren wir Weltspitze! Sogar besser als die
heutige Weltspitze!

Entschuldigt, ich falle vor Lachen grad um.
Und die DDR-Lehrer die ich kenne - die auch.
(Vielleicht ist das ja an dem einen oder anderen vorbei gegangen:
Ausgerechnet aus dem Bildungswesen selbst gab es harte Kritik am
DDR-Bildungswesen.)

Mt
Wolfgang Flottel
2011-09-02 08:18:55 UTC
Permalink
"Martin Ebert" schrieb
Post by Martin Ebert
Oft gehört, nie bewiesen.
Oder - falls es bewiesen wurde, dann ging das an mir vorbei.
Du würdest es nicht einmal glauben wenn Du über tausende von finnischen
Lehrern in den Schulen stolpern würdest.

Das beste Beispiel für verblödetes West-Bildungssystem bist doch DU!

Die Ossis kennen die Unterschiede, Du müsstest Sie nur fragen.

Aber ein dummer-verblödeter Hetzer wie Du wird es nie begreifen.
Gunter Kühne
2011-09-02 08:38:33 UTC
Permalink
Post by Martin Ebert
Die Finnen werden ja nicht so blöd gewesen sein, ausschließlich die
DDR zu besuchen. (Welche Länder wurden noch besucht?)
Guckt mal, im Bildungswesen waren wir Weltspitze! Sogar besser als die
heutige Weltspitze!
Entschuldigt, ich falle vor Lachen grad um.
Und die DDR-Lehrer die ich kenne - die auch.
Nana So viele scheinst du nicht zu kennen.
Die die ich kenne sind einfach stolz auf ihre solide Ausbildung.
vor allem wen sie beruflich vergleiche ziehen können.
Post by Martin Ebert
Ausgerechnet aus dem Bildungswesen selbst gab es harte Kritik am
DDR-Bildungswesen.)
Kritik sind die Triebkräfte der Entwicklung.
schon vergessen.
Post by Martin Ebert
Mt
Mfg
Martin Ebert
2011-09-02 23:44:29 UTC
Permalink
Post by Gunter Kühne
Post by Martin Ebert
Entschuldigt, ich falle vor Lachen grad um.
Und die DDR-Lehrer die ich kenne - die auch.
Nana So viele scheinst du nicht zu kennen.
Die die ich kenne sind einfach stolz auf ihre solide Ausbildung.
vor allem wen sie beruflich vergleiche ziehen können.
Ach Gunter.

Überlege mal, wo der Unterschied zwischen Qualifikation der Lehrer
und dem Bildungssystem liegen könnte.

Falls Du nicht selbst drauf kommst, frage die Dir bekannten Lehrer.
Die werden Dir auch was zum letzten Pädagogischen Kongress erzählen.

Mt
Hannes Mayer
2011-09-03 07:35:26 UTC
Permalink
"Martin Ebert" schrieb
Post by Martin Ebert
Überlege mal, wo der Unterschied zwischen Qualifikation der Lehrer
und dem Bildungssystem liegen könnte.
Die hohe Analphabeten-Quote der Bundesrepublik sagt wohl genug über das
westdeutsche Bildungssystem aus.

Aus DDR-Sicht ist sowas unvorstellbar, aber Du machst es begreifbar.
Matthias Kohrs
2011-09-03 09:45:47 UTC
Permalink
Post by Hannes Mayer
Die hohe Analphabeten-Quote der Bundesrepublik sagt wohl genug über das
westdeutsche Bildungssystem aus.
Aus DDR-Sicht ist sowas unvorstellbar, aber Du machst es begreifbar.
Ich denke auch daß in der DDR bestimmt die richtigen Zahlen in der
Statistik standen.

CYA! Matthias
Hannes Mayer
2011-09-03 11:43:21 UTC
Permalink
"Matthias Kohrs" schrieb im
Post by Matthias Kohrs
Ich denke auch daß in der DDR bestimmt die richtigen Zahlen in der
Statistik standen.
Da braucht man keine Statistik, es gibt keine Analphabeten in der DDR.
Ganz im Gegenteil, die Schwächeren können oft sogar besser Lesen als
die Intelligenteren - man muss nur Üben - in der Schule - aber das
bringen die faulen westdeutschen Lehrer ja nunmal nicht und damit ist
das Schulsystem, das es durchgehen lässt, unfähig.

Beim Analphabeten ist es nun ganz einfach einen Rückstand zu erkennen,
beim Rechnen ist dies schwieriger. Aber auch da sind die Wessis 40%
schlechter als die Ossis. Den Test haben übrigens CDUler durchgeführt.
Da wird auch klar, warum in so manchen Firmen die Ossis die
mathematischen Aufgaben erledigen müssen, woran Wessis kläglich
scheitern.

Ja, ich weiß, das wollt Ihr Wessis nicht hören, ist aber ganz einfach:
In der heutigen Schule herrscht keine Disziplin, weswegen ein
vernünftiges Arbeiten nicht möglich ist und Ihr deswegen viel verpasst.
Oder wie ein Wessi-Lehrer zugab: Ich passe nur noch auf, das die Bande
kein Feuer legt und die Schule nicht abbrennt - Unterricht mache ich
keinen mehr.

Und JAAA, da wo ich einen schlechten Lehrer hatte, habe ich auch heute
noch Defizite, aber das ist eben in der DDR weit weniger als im Westen
üblich.
Unterrichtsausfall in der DDR - Null
Unterrichtsausfall in der BRD - ein ganze Schuljahr

noch Fragen?
Matthias Kohrs
2011-09-03 14:17:37 UTC
Permalink
Post by Hannes Mayer
noch Fragen?
Die übliche halt, die nach den Belegen.

Ich habe in der Tat noch keinen Ossi kennengelernt der nicht lesen kann,
nur einen dem es aber nicht die Lehrer sondern seine Frau beigebogen
hat. Ich kenne aber auch keinen Wessi der es nicht gelernt hätte,
zumindest keinen der sich mal mit mir darüber unterhalten hätte.

Schnelles googeln ergab

http://www.alphabetisierung.de/presse/presseschau/200000-analphabeten-in-sachsen.html


http://www.fdp-fraktion-brandenburg.de.101nm.host-ing.eu/themen/ausschuesse/bildung-jugend-und-sport/liberale-anfragen/853-analphabeten-im-land-brandenburg.html

http://www.mv-spion.de/themen/news/Analphabetismus-in-Mecklenburg-Vorpommern/2979

http://www.lesezeichen-ev.de/presse/archiv/article/analphabetismus-in-thueringen.html

http://www.vhs-st.de/modules.php?name=News&file=print&sid=581

CYA! Matthias, hat lesen von seiner Schwester gelernt
Gunter Kühne
2011-09-03 14:28:45 UTC
Permalink
Post by Matthias Kohrs
Post by Hannes Mayer
noch Fragen?
Die übliche halt, die nach den Belegen.
Ich habe in der Tat noch keinen Ossi kennengelernt der nicht lesen kann,
nur einen dem es aber nicht die Lehrer sondern seine Frau beigebogen
hat. Ich kenne aber auch keinen Wessi der es nicht gelernt hätte,
zumindest keinen der sich mal mit mir darüber unterhalten hätte.
Schnelles googeln ergab
http://www.alphabetisierung.de/presse/presseschau/200000-analphabeten-in-
sachsen.html
Post by Matthias Kohrs
http://www.fdp-fraktion-brandenburg.de.101nm.host-
ing.eu/themen/ausschuesse/bildung-jugend-und-sport/liberale-anfragen/853-
analphabeten-im-land-brandenburg.html
Post by Matthias Kohrs
http://www.mv-spion.de/themen/news/Analphabetismus-in-Mecklenburg-
Vorpommern/2979
Post by Matthias Kohrs
http://www.lesezeichen-ev.de/presse/archiv/article/analphabetismus-in-
thueringen.html
Post by Matthias Kohrs
http://www.vhs-st.de/modules.php?name=News&file=print&sid=581
CYA! Matthias, hat lesen von seiner Schwester gelernt
Mich würde mal interessieren wie die zu einem Schulabschluß kommen.
So wie in dem Berichten dargestellt.
Gibt es heutzutage keine schriftlichen Prüfungen mehr??

Mfg
Laurin Klement
2011-09-03 15:47:26 UTC
Permalink
"GunterKühne" schrieb
Post by Gunter Kühne
Mich würde mal interessieren wie die zu einem Schulabschluß kommen.
Weil die unfähigen und faulen Lehrer die Prüfungen abnehmen und nicht
mehr, wie in der DDR üblich, durch sogenannte, allgegenwärtige
Fachberater, kontrolliert werden.


Ich hatte auch einen Lehrer, der keinen Unterricht machte - er
off -und wurde bei der Prüfung von Fachberater als faul identifiziert
und entsprechend gemaßregelt.
In der Bundesrep. passiert da garnix.
Ronald Konschak
2011-09-03 15:00:33 UTC
Permalink
Post by Matthias Kohrs
Post by Hannes Mayer
noch Fragen?
Die übliche halt, die nach den Belegen.
Ich habe in der Tat noch keinen Ossi kennengelernt der nicht lesen kann,
nur einen dem es aber nicht die Lehrer sondern seine Frau beigebogen
hat. Ich kenne aber auch keinen Wessi der es nicht gelernt hätte,
zumindest keinen der sich mal mit mir darüber unterhalten hätte.
Schnelles googeln ergab
[...]

Da steht, daß die funktionellen Analphabeten ihre Schwäche
ganz gut verstecken können. Wie will man die denn statistisch
erfassen? Meine Erfahrung mit einem Einzelfall sagt mir auch,
daß das durch langfristige Beobachtung auffällt. Ich kannte
einen, der war Teamleiter in der Fabrik, und fachlich gar
nicht schlecht. Nach Jahren wurde bemerkt, daß er bei vom
Standard abweichenden Texten in den Arbeitspapieren öfters
Mist baute. Er hatte einen Fachschulabschluß.
Post by Matthias Kohrs
CYA! Matthias, hat lesen von seiner Schwester gelernt
Ich konnte schon vor der Schuleinführung ein wenig lesen
und langweilte mich dann in der Schule. Der Erfolg: "Ronald
stört den Unterricht."

Ronald.
Matthias Kohrs
2011-09-03 15:25:31 UTC
Permalink
Post by Ronald Konschak
Post by Matthias Kohrs
CYA! Matthias, hat lesen von seiner Schwester gelernt
Ich konnte schon vor der Schuleinführung ein wenig lesen
und langweilte mich dann in der Schule. Der Erfolg: "Ronald
stört den Unterricht."
Ah, ganz ähnliche Situation: meine Schwester wurde ein Jahr vor mir
eingeschult und hat ihre Erkenntnisse brühwarm an mich weitergegeben.
Während die anderen sich durch die Texte stammelten die ich schon fast
auswendig kannte habe ich solange weiter hinten im Buch was gelesen was
ich noch nicht kannte. Wenn ich aufgerufen wurde war ich völlig
verdattert und auf der falschen Seite, weshalb meine Lehrerin annahm ich
könnte eben noch *nicht* lesen.

CYA! Matthias
Laurin Klement
2011-09-03 15:42:36 UTC
Permalink
"Matthias Kohrs" schrieb
Wenn ich aufgerufen wurde war ich völlig verdattert und auf der
falschen Seite, weshalb meine Lehrerin annahm ich könnte eben noch
*nicht* lesen.
und das ging jahrelang so und keine hat in 13 Schuljahren gemerkt, das
Du doch lesen konntest?

Und die Auswendiglerner haben als schon vor dem Unterricht den
Zauberlehrling auswendig gelernt und so getan als ob sie ihn vorlesen?

janneisklar
Gunter Kühne
2011-09-04 12:28:19 UTC
Permalink
Post by Ronald Konschak
Post by Matthias Kohrs
Post by Hannes Mayer
noch Fragen?
Die übliche halt, die nach den Belegen.
Ich habe in der Tat noch keinen Ossi kennengelernt der nicht lesen kann,
nur einen dem es aber nicht die Lehrer sondern seine Frau beigebogen
hat. Ich kenne aber auch keinen Wessi der es nicht gelernt hätte,
zumindest keinen der sich mal mit mir darüber unterhalten hätte.
Schnelles googeln ergab
[...]
Da steht, daß die funktionellen Analphabeten ihre Schwäche
ganz gut verstecken können. Wie will man die denn statistisch
erfassen? Meine Erfahrung mit einem Einzelfall sagt mir auch,
daß das durch langfristige Beobachtung auffällt. Ich kannte
einen, der war Teamleiter in der Fabrik, und fachlich gar
nicht schlecht. Nach Jahren wurde bemerkt, daß er bei vom
Standard abweichenden Texten in den Arbeitspapieren öfters
Mist baute. Er hatte einen Fachschulabschluß.
Genau das ist der punkt den ich nicht nachvollziehen kann.

ok Hausarbeiten und sowas kann man fälschen. oder schreiben lassen.
aber Schriftliche Prüfungen wo du selbst Sachverhalte analysieren musstest.
Mir fällt da gerade Physikprüfung ein.( Anmerkung a 1)
wir hatten schriftlich u.a. die Frage:
Erklären sie das Induktionsprinzip und erläutern sie die Funktionsweise
eines Transformators.
wie willst du da vorbereitete Sachen machen.
A.:
die frage war vorher nicht bekannt.
jeder dürfte noch die DDR Prüfungsordnung kennen.

Zu Anmerkung a1
mein Rechtschreibprogramm ist bundesdeutsch es kennt nur Musik-
Sport- und Staatsdienstprüfungen. Physik fehlt in der Liste :)
Post by Ronald Konschak
Post by Matthias Kohrs
CYA! Matthias, hat lesen von seiner Schwester gelernt
Ich konnte schon vor der Schuleinführung ein wenig lesen
und langweilte mich dann in der Schule. Der Erfolg: "Ronald
stört den Unterricht."
Ronald.
Das war normal für fast alle die schon bissel lesen konnten.
Die Lehrer müssen schon damals im Elternabend sehr dagegen gewettert haben.


Mfg
Martin Ebert
2011-09-04 23:51:01 UTC
Permalink
Am 04.09.2011 14:28, schrieb Gunter Kühne:

[Analphabeten]
Post by Gunter Kühne
aber Schriftliche Prüfungen wo du selbst Sachverhalte analysieren musstest.
Mir fällt da gerade Physikprüfung ein.( Anmerkung a 1)
Gunter?
Komm mal ganz nah ran. Ich erzähl' Dir jetzt mal was, ganz leise.
Muss ja nicht jeder hören.

Die Abgänger der 8. oder noch niedrigerer Klassen machten keine
schriftlichen Prüfungen. Und die Schüler der Hilfsschulen auch
nicht.

Noch näher bitte:
Was machen wir denn mit geistig behinderten oder sogenannten Grenz-
debilen? Die lassen wir gleich mal bei der Statistik außen vor?
Damit die DDR weiter schön strahlt?
Oder wie stellst Du Dir das vor?

In "20 mal Brandenburg" war übrigens eine recht rührende Geschichte
von zwei Damen mittleren Alters aus dem schönen Lande Brandenburg.
Sie hatten Theatertickets gewonnen und freuten sich, auch hatten sie
etwas Angst: Die Veranstaltung war in dem riesengroßen Berlin.
Wenn man aus einem Dorf kommt, kann man da vor den vielen unbekannten
Dingen wie S-Bahn, U-Bahn, Regionalbahn, Wegweisern usw schon mal
Angst bekommen - erst recht, wenn man Analphabet ist. Der Film be-
gleitete die beiden Damen auf dem Weg.

Mt
Gunter Kühne
2011-09-05 07:31:33 UTC
Permalink
Post by Martin Ebert
[Analphabeten]
Post by Gunter Kühne
aber Schriftliche Prüfungen wo du selbst Sachverhalte analysieren musstest.
Mir fällt da gerade Physikprüfung ein.( Anmerkung a 1)
Gunter?
Komm mal ganz nah ran. Ich erzähl' Dir jetzt mal was, ganz leise.
Muss ja nicht jeder hören.
Die Abgänger der 8. oder noch niedrigerer Klassen machten keine
schriftlichen Prüfungen. Und die Schüler der Hilfsschulen auch
nicht.
also zu unserere Zeit ist von den ganzen 4 klassen der 15.POS eine Person
mit der 8,. entlassen worden.
( Also 4x 32 schüler gegen eine )

Aber es wird bestimmt so sein wie nach der Wahl gestern der Vertreter der
CSU !! eruierte. das 17 Prozent in "meck Pom" keinen Schulabschluß schaffen
liegt an der DDR Mauer und das dort 2 Extremistische Parteien das sagen
haben.
Solche antworten sind völlig schlüssig.
Post by Martin Ebert
Was machen wir denn mit geistig behinderten oder sogenannten Grenz-
debilen? Die lassen wir gleich mal bei der Statistik außen vor?
Damit die DDR weiter schön strahlt?
Oder wie stellst Du Dir das vor?
Ach und das erklärt diese großen zahlen.??

und mit so einem Abschluß kann man eine Fachschule besuchen, so wie hier ja
behauptet.
Interessant.
Post by Martin Ebert
In "20 mal Brandenburg" war übrigens eine recht rührende Geschichte
von zwei Damen mittleren Alters aus dem schönen Lande Brandenburg.
Sie hatten Theatertickets gewonnen und freuten sich, auch hatten sie
etwas Angst: Die Veranstaltung war in dem riesengroßen Berlin.
Wenn man aus einem Dorf kommt, kann man da vor den vielen unbekannten
Dingen wie S-Bahn, U-Bahn, Regionalbahn, Wegweisern usw schon mal
Angst bekommen - erst recht, wenn man Analphabet ist. Der Film be-
gleitete die beiden Damen auf dem Weg.
Mt
Mfg
Martin Ebert
2011-09-07 22:45:04 UTC
Permalink
Post by Gunter Kühne
Post by Martin Ebert
Was machen wir denn mit geistig behinderten oder sogenannten Grenz-
debilen? Die lassen wir gleich mal bei der Statistik außen vor?
Damit die DDR weiter schön strahlt?
Oder wie stellst Du Dir das vor?
Ach und das erklärt diese großen zahlen.??
Was vermischst Du schon wieder?
Du hast behauptet, dass es keine Analphabeten in der DDR gegeben
habe, weil ja alle die mittlere Reife hätten.

Nun sabble nicht strukturlos irgendwas von MecPomm.

Mt
Gunter Kühne
2011-09-08 08:25:03 UTC
Permalink
Post by Martin Ebert
Post by Gunter Kühne
Post by Martin Ebert
Was machen wir denn mit geistig behinderten oder sogenannten Grenz-
debilen? Die lassen wir gleich mal bei der Statistik außen vor?
Damit die DDR weiter schön strahlt?
Oder wie stellst Du Dir das vor?
Ach und das erklärt diese großen zahlen.??
Was vermischst Du schon wieder?
Du hast behauptet, dass es keine Analphabeten in der DDR gegeben
habe, weil ja alle die mittlere Reife hätten.
In der DDR gabs die mittlere reife soso.

natürlich gabs Analphabeten schon durch die zugereisten. ( obwohl da über
die Betriebe viel getan wurde um dies zu ändern)
Aber in dem Fall, wo ich mich gewundert habe, ging es wohl um jemanden der
einen Ing. bzw Meister/Techniker Abschluß hatte und Analphabet war .
und das ist wohl kaum möglich.
Post by Martin Ebert
Nun sabble nicht strukturlos irgendwas von MecPomm.
Mt
In meck pom würden wohl angeblich 17 überhaupt keinen Abschluß haben.(
Bekommen) Lt. aussage der dame Von Links.
Daraufhin wurde der Vertreter der CSU gefragt ( was der mit meeck pom zu
tun hat frage ich mich sowieso)
Und er meinte das liegt alles in der Vergangenheit der Linkspartei und über
haupt die Radikalen sind schuld daran. Auf die Frage der Abschlüsse ging er
gar nicht ein.
Sowas ist auch konsequent logisch.
mfg
Matthias Opatz
2011-09-08 08:53:10 UTC
Permalink
Post by Gunter Kühne
In der DDR gabs die mittlere reife soso.
Klar, gabs's, hieß nur nicht so.

Man muss heutigen jungen Menschen ja auch sagen, dass man auf
dem Gymnasium war (obwohl es eigentlich EOS war), auf einer
Fachhochschule (o. e. e. Ingenieurschule w.) oder dass man im
Verein (o. e. e. BSG w.) Badminton (o. e. e. Federball w.) oder
Aerobic (o. e. e. Popgymnastik w.) betrieben hat. Und dass
meine Mutter Fußbodenbelag hatte (o. e. e. Auslegware w.), und
mein Vater Kontaktlinsen (o. e. e. Haftschelen w.) trug usw.

Matthias
--
Im Wind zerfließen Haare zu einem Regentraum.
Ich höre Worte schweben durch seidenes Papier.
Durch Nebel aus Gedanken kommt Licht von irgendwo.
Unendlich weit: die Sonne

== Bitte bei Mailantwort Großbuchstaben aus Reply-Adresse löschen ==
Lars Gebauer
2011-09-08 09:01:35 UTC
Permalink
Post by Matthias Opatz
Post by Gunter Kühne
In der DDR gabs die mittlere reife soso.
Klar, gabs's, hieß nur nicht so.
Man muss heutigen jungen Menschen ja auch sagen, dass man auf
dem Gymnasium war (obwohl es eigentlich EOS war), auf einer
Fachhochschule (o. e. e. Ingenieurschule w.) oder dass man im
Verein (o. e. e. BSG w.) Badminton (o. e. e. Federball w.) oder
Aerobic (o. e. e. Popgymnastik w.) betrieben hat. Und dass
meine Mutter Fußbodenbelag hatte (o. e. e. Auslegware w.), und
mein Vater Kontaktlinsen (o. e. e. Haftschelen w.) trug usw.
Nein, man muß heutige junge Menschen nicht verdummen.

Man kann ruhig sagen, daß man auf einer POS, EOS usw. usf. war. Und man
kann sogar die daraus möglicherweise resultierenden Fragen beantworten.
Gunter Kühne
2011-09-08 11:56:11 UTC
Permalink
Post by Lars Gebauer
Post by Matthias Opatz
Post by Gunter Kühne
In der DDR gabs die mittlere reife soso.
Klar, gabs's, hieß nur nicht so.
Man muss heutigen jungen Menschen ja auch sagen, dass man auf
dem Gymnasium war (obwohl es eigentlich EOS war), auf einer
Fachhochschule (o. e. e. Ingenieurschule w.) oder dass man im
Verein (o. e. e. BSG w.) Badminton (o. e. e. Federball w.) oder
Aerobic (o. e. e. Popgymnastik w.) betrieben hat. Und dass
meine Mutter Fußbodenbelag hatte (o. e. e. Auslegware w.), und
mein Vater Kontaktlinsen (o. e. e. Haftschelen w.) trug usw.
Nein, man muß heutige junge Menschen nicht verdummen.
Man kann ruhig sagen, daß man auf einer POS, EOS usw. usf. war. Und man
kann sogar die daraus möglicherweise resultierenden Fragen beantworten.
Das sehe ich auch so.

Und Fachschule ing. schule Hochschule heute sind schon Unterschiede.
Martin Ebert
2011-09-08 23:17:49 UTC
Permalink
Post by Gunter Kühne
Und Fachschule ing. schule Hochschule heute sind schon Unterschiede.
Kannst Du die Aussage bitte verständlich wiederholen?

(Du redest über Bildung. Da darf man schon einen klar verständlichen
Satz erwarten.)

Mt
Martin Ebert
2011-09-08 23:15:34 UTC
Permalink
Post by Gunter Kühne
Post by Martin Ebert
Was vermischst Du schon wieder?
Du hast behauptet, dass es keine Analphabeten in der DDR gegeben
habe, weil ja alle die mittlere Reife hätten.
In der DDR gabs die mittlere reife soso.
Du stellst Dir zunehmend ein Armutszeugnis aus.
Der Abschluss der 10. Klasse war die mittlere Reife.
Post by Gunter Kühne
natürlich gabs Analphabeten schon durch die zugereisten. ( obwohl da über
die Betriebe viel getan wurde um dies zu ändern)
Was meinst Du denn jetzt schon wieder?
Ein Ausländer ist doch erstmal kein Analphabet. Oder wie?
Post by Gunter Kühne
Post by Martin Ebert
Nun sabble nicht strukturlos irgendwas von MecPomm.
In meck pom würden wohl angeblich 17 überhaupt keinen Abschluß haben.(
Bekommen) Lt. aussage der dame Von Links.
Und - das wundert Dich?
Seit 20 Jahren türmen dort die Leute. Jeder, der irgendwas kann, geht da
weg. Hamburg usw. bekam 20 Jahre lang die Lehrlinge von dort. Und die
blieben dann auch da wo die Arbeit ist.

Hast Du Dir mal überlegt, was das für MecPomm bedeutet?
Also wer da übrig bleibt? Und trotzdem Kinder hat ...

Diese Zahl 17% (nicht von mir geprüft) würde mich nicht wundern.
Du darfst davon ausgehen, dass diese Zahl noch steigen wird - egal
was Politik da so veranstalten wird.

Gern vergessen wird bei dem Ruf nach der Politik übrigens, dass die
Erziehung zunächst einmal ureigenste Aufgabe der Eltern ist.

Mt
Matthias Opatz
2011-09-08 23:20:18 UTC
Permalink
Post by Martin Ebert
Hast Du Dir mal überlegt, was das für MecPomm bedeutet?
Also wer da übrig bleibt? Und trotzdem Kinder hat ..
Hier wir nicht rumgesarazzient!

Matthias
--
Ach, ihr Vögel was habt ihr euch bloß gedacht, wie konntet ihr dazu
nur schweigen? Und sie lief hinter sieben Berge, lief bis ans Meer.

= Bitte bei Mailantwort Großbuchstaben aus Reply-Adresse löschen. =
Laurin Klement
2011-09-03 15:45:01 UTC
Permalink
"Matthias Kohrs" schrieb im Newsbeitrag
Post by Matthias Kohrs
Schnelles googeln ergab
http://www.alphabetisierung.de/presse/presseschau/200000-analphabeten-in-sachsen.html
von 2006, da hatte der Westen schon 17 Jahre Zeit zu versagen - tja,
wenn man Rechnen könnte hätte man es bemerkt.
Gerald Endres
2011-09-03 16:29:55 UTC
Permalink
"Laurin Klement" <***@coop.at> schrieb:

Ach, der Karl-August von Aioe hat sich schon wieder einen neuen Namen
gekauft.
René
2011-09-03 16:43:58 UTC
Permalink
Post by Gerald Endres
Ach, der Karl-August von Aioe hat sich schon wieder einen neuen Namen
gekauft.
Und zwar den der Skoda-Werke.
Laurin Klement
2011-09-04 10:11:49 UTC
Permalink
"Gerald Endres" schrieb
Ach,
passt Dir wohl nicht, das Dich die OECD für ungebildet erklärt - is
aber so!

Und Du gibst Dir mächtig Mühe es jeden Tag aufs neue zu beweisen.
Martin Ebert
2011-09-04 23:43:32 UTC
Permalink
Am 04.09.2011 12:11, schrieb Laurin Klement:
[was]

Du kriegst hier keinen Fuß auch nur in die Nähe des Teppichs.
Wenn Du das schon wieder vergessen hast, sage ich Dir das
gern nochmals.

Mt
Laurin Klement
2011-09-05 21:49:43 UTC
Permalink
"Martin Ebert"

ist laut OECD dämlich
Frank Hucklenbroich
2011-09-05 11:37:05 UTC
Permalink
Post by Wolfgang Flottel
"Martin Ebert" schrieb
Post by Martin Ebert
Überlege mal, wo der Unterschied zwischen Qualifikation der Lehrer
und dem Bildungssystem liegen könnte.
Die hohe Analphabeten-Quote der Bundesrepublik sagt wohl genug über das
westdeutsche Bildungssystem aus.
Aus DDR-Sicht ist sowas unvorstellbar, aber Du machst es begreifbar.
Wie viele Ausländer gingen denn in der DDR zur Schule, die kein Wort
deutsch verstanden?

In der BRD seit den 1960er Jahren nicht wenige, und die dürften einen
Großteil der Analphabeten stellen, weil es für diese Gruppe keine
entsprechenden Lehrer gab (das waren ja eigentlich "Gastarbeiter", daß
deren Kinder dauerhaft hier wohnen war nicht eingeplant).

Insofern ist es nachvollziehbar, daß die Zahl der Analphabeten in der BRD
höher ist als in der DDR. Mit dem Bildungssystem hat das nur am Rande zu
tun. Würde man die Zahl der Analphabeten mit deutscher Muttersprache
vergleichen, so käme man vermutlich auf ähnliche Quoten.

Grüße,

Frank
Laurin Klement
2011-09-05 14:08:51 UTC
Permalink
"Frank Hucklenbroich" schrieb
Post by Frank Hucklenbroich
Wie viele Ausländer gingen denn in der DDR zur Schule, die kein Wort
deutsch verstanden?
Der Vergleich fand zwischen reinen Deutschen statt, also nix mit
Ausländern. Bundis rechnen schlechter und lesen schlechter - allerdings
wie die Vor-V-Vereinigungs-DDRler.

Die Nach-Vereinigungs-DDRler sind genauso miserabel wie die Bundis. Was
beweist das das Schulsystem nix taugt.

Abgesehen davon müsste ein vernünftiges Schulsystem auch dem
Fremdsprachler vernünftig unterrichten. Ausreden zählen da nicht.
Frank Hucklenbroich
2011-09-05 15:11:24 UTC
Permalink
Post by Laurin Klement
"Frank Hucklenbroich" schrieb
Post by Frank Hucklenbroich
Wie viele Ausländer gingen denn in der DDR zur Schule, die kein Wort
deutsch verstanden?
Der Vergleich fand zwischen reinen Deutschen statt, also nix mit
Ausländern.
Hat man da tatsächlich den Migrationshintergrund rausgerechnet? Oder nur
nach dem Paß geschaut (was nicht unbedingt so viel aussagt)?
Post by Laurin Klement
Bundis rechnen schlechter und lesen schlechter - allerdings
wie die Vor-V-Vereinigungs-DDRler.
Also vergleichen wir hier nicht nur unterschiedliche Bildungssysteme,
sondern auch unterschiedliche Zeitschienen? Immerhin liegen da ja gut 20
Jahre zwischen...
Post by Laurin Klement
Die Nach-Vereinigungs-DDRler sind genauso miserabel wie die Bundis. Was
beweist das das Schulsystem nix taugt.
Oder man hat die DDR-Daten schöngerechnet und setzt jetzt bei den neuen
Untersuchungen schärfere Maßstäbe an. Ist jedenfalls schwierig zu
vergleichen, eine heutige Schülergeneration mit der vor 20 oder 30
Jahren...
Post by Laurin Klement
Abgesehen davon müsste ein vernünftiges Schulsystem auch dem
Fremdsprachler vernünftig unterrichten.
Völlige Zustimmung. Nur hat man das viel zu spät erkannt. Und in der DDR
dürfte sich dieses Problem nicht wirklich gestellt haben, da gab es
schlichtweg keine ausländischen Schulkinder in normalen Schulklassen.

Grüße,

Frank
Gunter Kühne
2011-09-05 15:56:57 UTC
Permalink
Post by Frank Hucklenbroich
Post by Laurin Klement
"Frank Hucklenbroich" schrieb
Post by Frank Hucklenbroich
Wie viele Ausländer gingen denn in der DDR zur Schule, die kein Wort
deutsch verstanden?
Der Vergleich fand zwischen reinen Deutschen statt, also nix mit
Ausländern.
Hat man da tatsächlich den Migrationshintergrund rausgerechnet? Oder nur
nach dem Paß geschaut (was nicht unbedingt so viel aussagt)?
Post by Laurin Klement
Bundis rechnen schlechter und lesen schlechter - allerdings
wie die Vor-V-Vereinigungs-DDRler.
Also vergleichen wir hier nicht nur unterschiedliche Bildungssysteme,
sondern auch unterschiedliche Zeitschienen? Immerhin liegen da ja gut 20
Jahre zwischen...
Post by Laurin Klement
Die Nach-Vereinigungs-DDRler sind genauso miserabel wie die Bundis. Was
beweist das das Schulsystem nix taugt.
Oder man hat die DDR-Daten schöngerechnet und setzt jetzt bei den neuen
Untersuchungen schärfere Maßstäbe an. Ist jedenfalls schwierig zu
vergleichen, eine heutige Schülergeneration mit der vor 20 oder 30
Jahren...
Post by Laurin Klement
Abgesehen davon müsste ein vernünftiges Schulsystem auch dem
Fremdsprachler vernünftig unterrichten.
Völlige Zustimmung. Nur hat man das viel zu spät erkannt. Und in der DDR
dürfte sich dieses Problem nicht wirklich gestellt haben, da gab es
schlichtweg keine ausländischen Schulkinder in normalen Schulklassen.
stimmt nicht ganz wen auch nicht in dem masse wie heute.
Ich denke da in den 70 ern an die Griechen.
Post by Frank Hucklenbroich
Grüße,
Frank
Boris Gerlach
2011-09-05 16:17:30 UTC
Permalink
On 09/05/11 17:56, Gunter Kühne wrote:
DU SOLLST DEM FRANK NICHT HELFEN, DEN TROLL ZU FUETTERN!!

BGE
Laurin Klement
2011-09-05 21:50:09 UTC
Permalink
"Boris Gerlach"

verpiss Dich - Spinner
Boris Gerlach
2011-09-05 16:16:00 UTC
Permalink
Post by Laurin Klement
"Frank Hucklenbroich" schrieb
Post by Frank Hucklenbroich
Wie viele Ausländer gingen denn in der DDR zur Schule, die kein Wort
deutsch verstanden?
Der Vergleich fand zwischen reinen Deutschen statt, also nix mit
Ausländern.
DU SOLLST DEN TROLL NICHT FUETTERN>

BGE
Gunter Kühne
2011-09-05 19:12:37 UTC
Permalink
Post by Boris Gerlach
Post by Laurin Klement
"Frank Hucklenbroich" schrieb
Post by Frank Hucklenbroich
Wie viele Ausländer gingen denn in der DDR zur Schule, die kein Wort
deutsch verstanden?
Der Vergleich fand zwischen reinen Deutschen statt, also nix mit
Ausländern.
DU SOLLST DEN TROLL NICHT FUETTERN>
BGE
jaja iss ja gut.
René
2011-09-05 16:39:02 UTC
Permalink
On 2011-09-05 10:11:24 -0500, Frank Hucklenbroich
Post by Frank Hucklenbroich
Hat man da tatsächlich den Migrationshintergrund rausgerechnet? Oder nur
nach dem Paß geschaut (was nicht unbedingt so viel aussagt)?
Laut einem Urteil des Verwaltungsgerichtshofs Baden-Württemberg in
Mannheim vom Februar 2009 hat ein ausländischer Analphabet in
Deutschland keinen Anspruch darauf, eingebürgert zu werden. Eine
soziale, politische und gesellschaftliche Integration setze die
Möglichkeit voraus, hiesige Medien zu verstehen und mit der deutschen
Bevölkerung zu kommunizieren. Für eine ausreichende Integration sei zu
verlangen, dass er schriftliche Erklärungen, die in seinem Namen
abgegeben werden, zumindest ihrem wesentlichen Inhalt nach
selbstständig auf Richtigkeit überprüfen könne.
http://www.welt.de/politik/article3279294/Analphabeten-haben-kein-Recht-auf-Einbuergerung.html

Davon

abgesehen kann ich dir garantieren, daß es in der DDR auch nicht mehr
oder weniger Analphabeten verschiedener Grade (kann überhaupt nicht
lesen, kann einzelne Worte erkennen, kann einfache Satze verstehen und
seinen Namen schreiben, kann zwar theoretisch lesen und schreiben,
liest aber nicht und das Geschriebene ist ein Witz, etc.) lebten, als
in der BRD.
Es wurde allerdings totgeschwiegen.

http://www.uni-leipzig.de/herder/projekte/alpha/frames/main3_2.5.htm
Uwe Schickedanz
2011-09-05 19:25:21 UTC
Permalink
Post by René
Davon
abgesehen kann ich dir garantieren, daß es in der DDR auch nicht mehr
oder weniger Analphabeten verschiedener Grade (kann überhaupt nicht
lesen, kann einzelne Worte erkennen, kann einfache Satze verstehen und
seinen Namen schreiben, kann zwar theoretisch lesen und schreiben,
liest aber nicht und das Geschriebene ist ein Witz, etc.) lebten, als
in der BRD.
Es wurde allerdings totgeschwiegen.
http://www.uni-leipzig.de/herder/projekte/alpha/frames/main3_2.5.htm
Interessant.

Eine Frage: "Aus der Ermittlung der Hauptgründe(4) des funktionalen
Analphabetimus ging hervor, dass es diesen zwangsläufig auch in der
DDR geben musste."

(4)Gerhard Huck unterscheidet drei Ursachen des funktionalen
Analphabetismus: 1. kulturelle und soziale Faktoren (z. B.: häusliche
Verhältnisse, Zugehörigkeit zur Randgruppe, Armut, Arbeitslosigkeit
etc.) 2. schulische Faktoren (z.B.: negative erfahrungen mit der
Schule, hohe Klassenfrequenz, früher Abgang etc.) und 3. individuelle
Faktoren. I:n: Gerhard Huck, Besondere Bedingungen in den neuen
Bundesländern, in: Werner Stark / Thilo Fitzner / Christopher Schubert
(Hrsg.), Berufliche Bildung und Analphabetismus. Eine Fachtagung.
Evangelische Akademie Bad Boll, Stuttgart 1993, S. 25-28, hier bes. S.
25.

Welche der drei Ursachen treffen für die DDR zu?

Gruß Uwe
--
Die Sicherheiten des Westens - Gewerkschaftsfürsorge,
Flächentarif, lineare Arbeitsbiographien, Sesshaftigkeit -
sind im Osten längst der Einzelkämpfer-Anthropologie gewichen.
Christoph Dieckmann === http://www.sicherheitslampe.de ===
Gunter Kühne
2011-09-05 19:38:53 UTC
Permalink
Post by Gunter Kühne
Post by René
Davon
abgesehen kann ich dir garantieren, daß es in der DDR auch nicht mehr
oder weniger Analphabeten verschiedener Grade (kann überhaupt nicht
lesen, kann einzelne Worte erkennen, kann einfache Satze verstehen und
seinen Namen schreiben, kann zwar theoretisch lesen und schreiben,
liest aber nicht und das Geschriebene ist ein Witz, etc.) lebten, als
in der BRD.
Es wurde allerdings totgeschwiegen.
http://www.uni-leipzig.de/herder/projekte/alpha/frames/main3_2.5.htm
Interessant.
Eine Frage: "Aus der Ermittlung der Hauptgründe(4) des funktionalen
Analphabetimus ging hervor, dass es diesen zwangsläufig auch in der
DDR geben musste."
(4)Gerhard Huck unterscheidet drei Ursachen des funktionalen
Analphabetismus: 1. kulturelle und soziale Faktoren (z. B.: häusliche
Verhältnisse, Zugehörigkeit zur Randgruppe, Armut, Arbeitslosigkeit
etc.) 2. schulische Faktoren (z.B.: negative erfahrungen mit der
Schule, hohe Klassenfrequenz, früher Abgang etc.) und 3. individuelle
Faktoren. I:n: Gerhard Huck, Besondere Bedingungen in den neuen
Bundesländern, in: Werner Stark / Thilo Fitzner / Christopher Schubert
(Hrsg.), Berufliche Bildung und Analphabetismus. Eine Fachtagung.
Evangelische Akademie Bad Boll, Stuttgart 1993, S. 25-28, hier bes. S.
25.
Welche der drei Ursachen treffen für die DDR zu?
Gruß Uwe
Wahrscheinlich alle nur die Wichtung wird wahrscheinlich anders sein.
genaues dazu fehlen wohl die Fakten.
ja es gab welche.
als Polizist und auch später als meister in der Energie habe ich solche
getroffen.
Aber das war definitiv die Minderzahl

Verkorkste Schicksale gabs immer .
Thomas Wedekind
2011-09-05 23:31:09 UTC
Permalink
Am Mon, 05 Sep 2011 21:38:53 +0200 schrieb Gunter Kühne
Post by Gunter Kühne
ja es gab welche.
Über mir wohnte jahrelang einer. Der musste sich Schriftstücke
vorlesen lassen; seine Frau konnte das halbwegs. Im Übrigen wurde da
nicht viel Aufhebens gemacht; es gab eben Leute, die im Lesen und
Schreiben gut, schlecht oder ganz schlecht waren. Die ganz Schlechten
kamen um einen rein körperlichen Beruf nicht herum, der Genannte war
z.B. bei der Müllabfuhr (hinten auf dem Fahrzeug, nicht vorn).
--
Viele Grüße, Thomas
Laurin Klement
2011-09-07 09:16:29 UTC
Permalink
"Thomas Wedekind" schrieb
Post by Thomas Wedekind
Über mir wohnte jahrelang einer.
und der war Baujahr '40 und Vertriebener aus Ostpreussen?
René
2011-09-05 19:56:31 UTC
Permalink
On 2011-09-05 14:25:21 -0500, Uwe Schickedanz
Post by Uwe Schickedanz
Welche der drei Ursachen treffen für die DDR zu?
Familiäres/soziales Umfeld und persönliche Unfähigkeit (wie immer man
das auch p.c. ausdrücken mag) gabs auf jeden Fall als Ursachen. Manchen
ließ sich das mit dem Lesen und Schreiben immerhin zeitweise
eindreschen, aber sobald die raus waren aus der Schule, verpuffte das.
Kann ich ja verstehen, mein Russisch ist heute auch nicht mehr so doll,
und höhere Algebra musste ich "neulich" leider einige teure Kurse
belegen.
Es gibt soviele Methoden, sich trotz effektiven Analphabetismus durchs
Leben zu mogeln, das fällt lange nicht auf, und wenn dann die eine
Regierung, die sich lieber hinstellt und sagt, bei uns ist alles erste
Sahne, tra-la, von einer abgelöst wird, die der Existenz des Problems
nicht verschließt, dann sieht das natürlich für manche so aus, als ob
des Problem von heute auf morgen in Erscheinung tritt und vorher nicht
existierte.
Uwe Schickedanz
2011-09-06 08:14:55 UTC
Permalink
Post by René
On 2011-09-05 14:25:21 -0500, Uwe Schickedanz
Post by Uwe Schickedanz
Welche der drei Ursachen treffen für die DDR zu?
Familiäres/soziales Umfeld und persönliche Unfähigkeit (wie immer man
das auch p.c. ausdrücken mag) gabs auf jeden Fall als Ursachen. Manchen
ließ sich das mit dem Lesen und Schreiben immerhin zeitweise
eindreschen, aber sobald die raus waren aus der Schule, verpuffte das.
Kann ich ja verstehen, mein Russisch ist heute auch nicht mehr so doll,
und höhere Algebra musste ich "neulich" leider einige teure Kurse
belegen.
Es gibt soviele Methoden, sich trotz effektiven Analphabetismus durchs
Leben zu mogeln, das fällt lange nicht auf, und wenn dann die eine
Regierung, die sich lieber hinstellt und sagt, bei uns ist alles erste
Sahne, tra-la, von einer abgelöst wird, die der Existenz des Problems
nicht verschließt, dann sieht das natürlich für manche so aus, als ob
des Problem von heute auf morgen in Erscheinung tritt und vorher nicht
existierte.
Interessant ist ja die Beweisführung durch Implikation. "Aus...ging
hervor, dass...geben mußte."
"Aus dem Nichttragen des Winkelements durch den Jugendfreund M. ging
hervor, daß er eine negativ-feindliche EInstellung haben mußte." So
etwa?
Man kann es zwar nicht sehen, hören, riechen oder schmecken, es _muß_
aber da sein.

Schon anhand dieser einen Aussage stelle ich dem Artikel die
Wissenschaftlichkeit in Abrede.

Damit will ich allerdings nicht das Vorhandensein von Analphabeten in
Abrede stellen. Nur eben die Beweisführung ist keine.

Kulturelle und soziale Faktoren:
* häusliche Verhältnisse: die gab es natürlich auch in der DDR
* Randgruppe: eher nicht
* Armut, Arbeitslosigkeit: brauchen wir nicht drüber reden

Schulische Faktoren:
* negative Erfahrungen: da müßte man genauer Wissen,was Hr. Huck
darunter versteht, Antipathie gegen Lehrer wohl eher nicht, vermute
ich
* hohe Klassenfrequenz: Klassen über 27-28 Schüler sollten die
Ausnahme gewesen sein, Tendenziell abnehmend, in meinem Jahrgang waren
wir 2 Klassen á 21-22 Schüler; an anderen Schulen war das
ebenso/ähnlich. Als meine Mutter (Jg. 43) zur Schule ging, lag die
Klassenstärke mehr bei <30 Schüler (außerdem auf'm Dorf).
* früher Abgang: aus meiner Klasse ging genau einer mit der achten ab,
der hatte zu dem Zeitpunkt aber auch schon 10 Schuljahre voll und der
war ganz gewiß kein Analphabet, vielleicht nicht ganz so intelligent
und etwas faul. Das deckt sich mit dem, was Gunter berichtete.

Zusammenfassend bleiben als mögliche Gründe die häuslichen
Verhältnisse, mglw. negative Erfahrungen mit der Schule (was immer das
sein mag im Einzelfall) und individuelle Faktoren. Ich vermute mal,
das unter letzteres die ganzen "neurologischen Störungen der Schreib-
und Lesefähigkeit" und Behinderungen fallen.

Wenn wir jetzt mal die Behinderten ausklammern (denn wohl niemand wird
ernsthaft von einem Menschen mit schwerem Down-Syndrom verlangen,
lesen und schreiben zu können), dann bleiben die häuslichen
Verhältnisse und diese ominösne negativen Erfahrungen. Und ich
behaupte jetzt mal, daß niemand, der in der DDR zur Schule ging,
_allein_ aus diesen Gründen Anaplhabet werden oder bleiben mußte.

Anders stellt sich das Problem dar, wenn man die Behinderten mit
einbezieht. Je nach Anwendung verschiedener Kriterien kann sich da die
Anzahl der Analphabeten schlagartig mit der Übernahme bundesdeutscher
Regelungen erhöht haben.
Meine Mutter war Erzieherin und später, zu BRD-Zeiten, Lehrerin an
einer Förderschule für geistig Behinderte. Daher weiß ich, das nach
1990 die ganze Methodik und Didaktik komplett umgestellt wurde und
damit auch Ergebnisse erzielt wurden, die man vorher teilweise für
nicht ereichbar hielt. Ob allerdings je einer von den leichteren
Fällen noch so gut Lesen und Schreiben gelernt hat, um nicht mehr als
Analphabet zu gelten, wage ich zu bezweifeln.

Gruß Uwe
--
Die Sicherheiten des Westens - Gewerkschaftsfürsorge,
Flächentarif, lineare Arbeitsbiographien, Sesshaftigkeit -
sind im Osten längst der Einzelkämpfer-Anthropologie gewichen.
Christoph Dieckmann === http://www.sicherheitslampe.de ===
Peter Veith
2011-09-06 06:56:26 UTC
Permalink
On 5 Sep., 21:25, Uwe Schickedanz wrote: <snip>

Ein seltsamer Thread, aber welcher hier nicht ;-)

Zum Thema "Finnland hat sich beim Bildungssystem an der DDR
orientiert" stimme ich den Fachleuten vion Wikipedia zu: »Als die
deutsche Presse 2001, nach Veröffentlichung der ersten PISA-
Ergebnisse, auf das finnische Bildungssystem aufmerksam wurde, wurden
diese Reformen der 1960er und 70er Jahre teilweise als Übernahme des
Schulsystems der DDR dargestellt.«

Warum die BRD-Qualitätsmedien das taten, entzieht sich meiner
Kenntnis. Vielleicht sollten in Hinblick auf das schlechte Abschneiden
der BRD, die Erfolge Finnlands diskreditiert werden ... nur in
Ostalgiekreisen ging die Rechnung nicht auf.
Post by Uwe Schickedanz
Eine Frage: "Aus der Ermittlung der Hauptgründe(4) des funktionalen
Analphabetimus ging hervor, dass es diesen zwangsläufig auch in der
DDR geben musste."
(4)Gerhard Huck unterscheidet drei Ursachen des funktionalen
Analphabetismus: 1. kulturelle und soziale Faktoren (z. B.: häusliche
Verhältnisse, Zugehörigkeit zur Randgruppe, Armut, Arbeitslosigkeit
etc.) 2. schulische Faktoren (z.B.: negative erfahrungen mit der
Schule, hohe Klassenfrequenz, früher Abgang etc.) und 3. individuelle
Faktoren. I:n: Gerhard Huck, Besondere Bedingungen in den neuen
Bundesländern, in: Werner Stark / Thilo Fitzner / Christopher Schubert
(Hrsg.), Berufliche Bildung und Analphabetismus. Eine Fachtagung.
Evangelische Akademie Bad Boll, Stuttgart 1993, S. 25-28, hier bes. S.
25.
Welche der drei Ursachen treffen für die DDR zu?
"Stasi", ganz klar :-D

Es gibt allerdings neurologische Störungen der Schreib- und
Lesefähigkeit, die es auch in der DDR gab und so gut wie nichts mit
dem Bildungssystem zu tun haben. Die Menschen sind schlicht "krank".
Durch diese NG habe ich jedoch erfahren, daß es ebenfalls
"ideologische" Einschränkungenm der Lesefähigkeit gibt, denn man muß
lesen nicht nur können, sondern auch wollen (Stichwort:
Aufmerksamkeitsökonomie).

Pe"DDR-Luftwaffe.de"ter
Laurin Klement
2011-09-05 21:47:07 UTC
Permalink
"René" schrieb
Post by René
abgesehen kann ich dir garantieren, daß es in der DDR auch nicht mehr
oder weniger Analphabeten verschiedener Grade (kann überhaupt nicht
lesen, kann einzelne Worte erkennen, kann einfache Satze verstehen
und seinen Namen schreiben, kann zwar theoretisch lesen und
schreiben, liest aber nicht und das Geschriebene ist ein Witz, etc.)
lebten, als in der BRD.
Schwachsinn - wer in der DDR eine normale Schule besuchte konnte
vollständige Lesen und Schreiben
http://www.uni-leipzig.de/herder/projekte/alpha/frames/main3_2.5.htm

da steht auch das sie keien gefunden haben
Gerald Endres
2011-09-05 22:28:03 UTC
Permalink
"Laurin Klement" <***@coop.at> schrieb:

Und wieder demonstriert uns Klaus-Bärbelchen, was es gelernt hat.
Post by Laurin Klement
Schwachsinn - wer in der DDR eine normale Schule besuchte konnte
^
Komma
Post by Laurin Klement
vollständige Lesen und Schreiben
^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^
Das kann noch als verschluderte Korrektur einer anderen
Satzkonstruktion durchgehen.
Post by Laurin Klement
da steht auch das sie keien gefunden haben
^ ^ ^ ^^^^^ ^
groß Komma dass keine Punkt

Übertreibst du jetzt absichtlich mit deinen Fehlern, Schätzchen?

Jedenfalls solltest du uns noch ein bißchen mehr darüber erzählen, wie
man auf der DDR-Schule "vollständige Lesen und Schreiben" ohne
störende Kommata lernte.
Torsten Mueller
2011-09-06 05:03:19 UTC
Permalink
Davon abgesehen kann ich dir garantieren, daß es in der DDR auch nicht
mehr oder weniger Analphabeten verschiedener Grade (kann überhaupt
nicht lesen, kann einzelne Worte erkennen, kann einfache Satze
verstehen und seinen Namen schreiben, kann zwar theoretisch lesen und
schreiben, liest aber nicht und das Geschriebene ist ein Witz, etc.)
lebten, als in der BRD. Es wurde allerdings totgeschwiegen.
Ich finde, es gibt schon einen Unterschied. In der DDR wurden diese
Grundfähigkeiten zumindest gefordert, zehn volle Jahre lang für jeden.
Nämlich weil ein Individuum, das dessen nicht mächtig ist, sein Leben
lang ein schwieriges Dasein fristen und dem Staat, der unter
Arbeitskräftemangel litt, auf der Tasche liegen würde. Das hieß einmal
"asozial" und war geächtet.

Das ist heute kein Argument mehr, im Gegenteil. Einer, der heute nicht
Lesen kann, ist schlicht irrelevant. Er kann mit seinem bißchen Hartz IV
immer noch ein brauchbarer Kunde sein, also seiner Bürgerpflicht
nachgehen und seine Bringeschuld abliefern. Er kann sogar, wenn er die
Fahrprüfung vor 40 Jahren mal geschafft hat, auf deutschen Autobahnen
autofahren. Und es spielt keine Rolle mehr, wieviele das sind. Die
wirtschaftliche Leistungsfähigkeit ist so hoch, daß die Gesellschaft sie
trägt, selbst wenn es Millionen sind. Man designt dann eben die Produkte
auch dementsprechend und gestaltet die Preise so, daß es akzeptabel ist.

T.M.
Martin Ebert
2011-09-07 22:51:59 UTC
Permalink
Post by Torsten Mueller
Ich finde, es gibt schon einen Unterschied. In der DDR wurden diese
Grundfähigkeiten zumindest gefordert, zehn volle Jahre lang für jeden.
Das ist doch so nicht richtig. Genau die Fraglichen wurden in Hilfs-
schulen bzw. geschützte Werkstätten abgeschoben. Weg von Deiner Sicht.

Mt
Peter Veith
2011-09-08 05:44:30 UTC
Permalink
Post by Martin Ebert
Post by Torsten Mueller
Ich finde, es gibt schon einen Unterschied. In der DDR wurden diese
Grundfähigkeiten zumindest gefordert, zehn volle Jahre lang für jeden.
Das ist doch so nicht richtig. Genau die Fraglichen wurden in Hilfs-
schulen bzw. geschützte Werkstätten abgeschoben. Weg von Deiner Sicht.
Torsten hat nach meiner Erfahrung schlicht recht:

Früher wurde jeder "Dödel" zu Lasten der Leistungsstärkeren
durchgeschleift, Lernpatenschaften "befohlen" und jeder Lichblick
belohnt. Also, der Lernschwache wurde belohnt, nicht der Lernpate.
Hilfsschule muß schon ein ganz harter Fall gewesen sein und
"geschützte Werkstätten" kenne ich erst ndW.

Heute interessieren die Lernerfolge der Kinder höchstens deren Eltern.
Ich kenne sogar einen Legastheniker, der das Abitur macht, Dank
"Nachteilsausgleich", wie "Notenschutz". Ist für alle Beteiligten
schön bequem ... da tut mir fast der zukünftige "Arbeitgeber" leid.

Pe"DDR-Luftwaffe.de"ter
Matthias Opatz
2011-09-08 08:54:51 UTC
Permalink
Post by Peter Veith
Ich kenne sogar einen Legastheniker, der das Abitur macht, Dank
"Nachteilsausgleich", wie "Notenschutz". Ist für alle Beteiligten
schön bequem ... da tut mir fast der zukünftige "Arbeitgeber" leid
Du weißt anscheinend nicht, was Legastheniker sind. Die können sehr
helle und fleißig sein.

Matthias
--
Herrliche Berge - das sind Gegner nach unserem Herzen.
Gefährliche Berge machen Lust und machen Schmerzen.
Und Mut und Tod werden Brüder vor dem Gipfel.
Und Mut und Tod steigen mit an unserem Seil.

== Bitte bei Mailantwort Großbuchstaben aus Reply-Adresse löschen ==
Peter Veith
2011-09-08 11:52:38 UTC
Permalink
Post by Matthias Opatz
Post by Peter Veith
Ich kenne sogar einen Legastheniker, der das Abitur macht, Dank
"Nachteilsausgleich", wie "Notenschutz". Ist für alle Beteiligten
schön bequem ... da tut mir fast der zukünftige "Arbeitgeber" leid
Du weißt anscheinend nicht, was Legastheniker sind. Die können sehr
helle und fleißig sein.
Wo habe ich das in Abrede gestellt?!

Wie jemand mit solchen Problemen nach der Reifeprüfung allerdings ein
Studium bewältigen will, wird Dein Geheimnis bleiben. Dazu gehört nach
meiner bescheidenen Meinung und Erfahrung sehr viel Selbststudium, was
lesen zwingend voraussetzt. Und ab einer bestimmten Position kann ich
zwar selbst heute noch einer Sekretärin diktieren, aber da mußt man
erst einmal hinkommen. Bis dahin heißt es, selber schreiben und M$Word
und Google geben die Rechtschreibung vor :-D

Aber, da heute das Abitur schon "nicht selten" Voraussetzung ist, um
nur Frisöse zu werden, hat vermutlich der "Nachteilsausgleich" auch
was gutes.

Ich setzte noch eines drauf: "Nicht wenige" die heute als *niker oder
Irgendwas-Syndrom-Kinder bezeichnet, eingestuft und gefördert werden,
sind schlicht faul und dumm. Für das elterliche Versagen eine schöne
Ausrede, für die Lehrer bequem und für den Rest der Klasse eine Plage.

Da lob ich mir die frühzeitige Selektion durch Gymnasien heutzutage,
wenn nicht gerade (s.o.) ... das war ein Fehler der DDR, alle - oft
seit der Kinderkrippe - bis zur 8. bzw. 10. Klasse in einem
Klassenverbund zu lassen. Die Dummen sind nicht wirklich schlauer
geworden und die Lernstärkeren hat es behindert.

Pe"DDR-Luftwaffe.de"ter
Knut Ochdorf
2011-09-08 12:40:00 UTC
Permalink
Post by Peter Veith
Aber, da heute das Abitur schon "nicht selten" Voraussetzung ist, um
nur Frisöse zu werden, hat vermutlich der "Nachteilsausgleich" auch
was gutes.
Genau.
Post by Peter Veith
Ich setzte noch eines drauf: "Nicht wenige" die heute als *niker oder
Irgendwas-Syndrom-Kinder bezeichnet, eingestuft und gefördert werden,
sind schlicht faul und dumm. Für das elterliche Versagen eine schöne
Ausrede, für die Lehrer bequem und für den Rest der Klasse eine Plage.
Das ist Quatsch. Hast Du schon einmal mitbekommen, welchen Aufwand es
bedeutet, bis so etwas auch nur anerkannt wird, da spreche ich nicht
einmal von einer Förderung. Und solche Kinder sind für die Lehrer alles
andere als bequem, weil da meist zusätzliche Arbeit dahintersteckt. Das
solche Kinder für den Rest der Klasse eine Plage sind, kann ich auch
nicht nachvollziehen.
Post by Peter Veith
Da lob ich mir die frühzeitige Selektion durch Gymnasien heutzutage,
wenn nicht gerade (s.o.) ... das war ein Fehler der DDR, alle - oft
seit der Kinderkrippe - bis zur 8. bzw. 10. Klasse in einem
Klassenverbund zu lassen. Die Dummen sind nicht wirklich schlauer
geworden und die Lernstärkeren hat es behindert.
Warum soll das ein Fehler gewesen sein? Du gibst ja selbst zu, daß die
Dummen etwas schlauer geworden sind.

Ich habe auch die Erfahrung gemacht, daß es auch etwas für die
Lernstärkeren gebracht hat: Sie mußten lernen ihr Wissen an andere
weiterzugeben. Das festigt einerseits den eigenen Wissenstand und
andererseits lernt man, wie man etwas fachliches auch so von sich gibt,
daß es andere auch verstehen.

Knut
Martin Ebert
2011-09-08 23:27:42 UTC
Permalink
Post by Knut Ochdorf
Post by Peter Veith
Da lob ich mir die frühzeitige Selektion durch Gymnasien heutzutage,
wenn nicht gerade (s.o.) ... das war ein Fehler der DDR, alle - oft
seit der Kinderkrippe - bis zur 8. bzw. 10. Klasse in einem
Klassenverbund zu lassen. Die Dummen sind nicht wirklich schlauer
geworden und die Lernstärkeren hat es behindert.
Warum soll das ein Fehler gewesen sein?
Weil eine Gesellschaft das nicht aus Spaß an der Freude macht.
Selbstredend benötigt man Eliten in allen Sparten. Mal ist es
opportun, das zu sagen. Mal nicht. Momentan eher nicht.
Post by Knut Ochdorf
Ich habe auch die Erfahrung gemacht, daß es auch etwas für die
Lernstärkeren gebracht hat: Sie mußten lernen ihr Wissen an andere
weiterzugeben.
Womit wir sofort bei der aktuellen Bildungspolitik sind.
Die Antipoden sind frühzeitige Selektion vs. gemeinsames Lernen.
Derzeit ist das Pendel deutlich bei letzterem: Die UN fordert,
sämtliche (auch geistig behinderte) Schüler gemeinsam zu unterrichten.
Und zwar die gesamte Zeit.

Ich will das alles nicht bewerten; beide Seiten haben gute Argumente.
Lediglich meine Erfahrungen (eigene sowie Kinder) sind da eher auf
der Seite von Peter.

Mt
Matthias Kohrs
2011-09-08 21:01:29 UTC
Permalink
Post by Peter Veith
Post by Matthias Opatz
Du weißt anscheinend nicht, was Legastheniker sind. Die können sehr
helle und fleißig sein.
Wo habe ich das in Abrede gestellt?!
Wie jemand mit solchen Problemen nach der Reifeprüfung allerdings ein
Studium bewältigen will, wird Dein Geheimnis bleiben.
Jürgen Fliege fällt mir spontan ein.

CYA! Matthias
Martin Ebert
2011-09-08 23:28:34 UTC
Permalink
Post by Matthias Kohrs
Post by Peter Veith
Post by Matthias Opatz
Du weißt anscheinend nicht, was Legastheniker sind. Die können sehr
helle und fleißig sein.
Wo habe ich das in Abrede gestellt?!
Wie jemand mit solchen Problemen nach der Reifeprüfung allerdings ein
Studium bewältigen will, wird Dein Geheimnis bleiben.
Jürgen Fliege fällt mir spontan ein.
Es juckt mich deutlich in den Fingern ...

Mt
Matthias Opatz
2011-09-08 22:16:01 UTC
Permalink
Post by Peter Veith
Wie jemand mit solchen Problemen nach der Reifeprüfung allerdings ein
Studium bewältigen will, wird Dein Geheimnis bleiben
Geheimnis? Keineswegs.

Denen stehen noch ganz andere Wege offen. Sogar Schriftsteller (Agatha
Christie, Jules Verne), Biologe (Darwin), Physiker (Einstein) oder
Präsident der Vereinigten Staaten (Kennedy, Bush).

Matthias
--
Als ich wie der Himmel war, überm Rosenstrauch, setzte mancher sich
und sprach: Rosen blühen auch! Ach wie ist der Himmel blank, keiner
kam darauf. Fiel mein Regen auf die Bank, standen alle Leute auf.

= Bitte bei Mailantwort Großbuchstaben aus Reply-Adresse löschen. =
Martin Ebert
2011-09-08 23:22:53 UTC
Permalink
Post by Peter Veith
Post by Matthias Opatz
Du weißt anscheinend nicht, was Legastheniker sind. Die können sehr
helle und fleißig sein.
Wie jemand mit solchen Problemen nach der Reifeprüfung allerdings ein
Studium bewältigen will, wird Dein Geheimnis bleiben.
Eher Deins.
Das sind oft strenge Logiker. Also das, was man beispielsweise in
Informatik braucht.

Mt
Gerald Endres
2011-09-08 09:17:08 UTC
Permalink
Post by Peter Veith
Heute interessieren die Lernerfolge der Kinder höchstens deren Eltern.
Ich kenne sogar einen Legastheniker, der das Abitur macht, Dank
"Nachteilsausgleich", wie "Notenschutz". Ist für alle Beteiligten
schön bequem ... da tut mir fast der zukünftige "Arbeitgeber" leid.
Ich kenne sogar einen hier in dafd, der nicht weiß, was ein
Legastheniker ist, und wie klug diese Leute trotz Rechtschreibschwäche
sein können.

Gruß
Gerald
Martin Ebert
2011-09-08 23:30:59 UTC
Permalink
und wie klug diese Leute trotz Rechtschreibschwäche sein können.
Die hiesig anwesenden mit Rechtschreibschwäche kannst Du kaum
meinen; da mangelt es an Klugheit. Meinjanur.

Mt
Martin Ebert
2011-09-08 23:20:32 UTC
Permalink
Post by Peter Veith
Post by Martin Ebert
Post by Torsten Mueller
Ich finde, es gibt schon einen Unterschied. In der DDR wurden diese
Grundfähigkeiten zumindest gefordert, zehn volle Jahre lang für jeden.
Das ist doch so nicht richtig. Genau die Fraglichen wurden in Hilfs-
schulen bzw. geschützte Werkstätten abgeschoben. Weg von Deiner Sicht.
Früher wurde jeder "Dödel" zu Lasten der Leistungsstärkeren
durchgeschleift, Lernpatenschaften "befohlen" und jeder Lichblick
belohnt. Also, der Lernschwache wurde belohnt, nicht der Lernpate.
Das ist ohne Frage.
Post by Peter Veith
Hilfsschule muß schon ein ganz harter Fall gewesen sein und
Es ging um angeblich in der DDR nicht vorhandenen Analphabetismus;
an der Stelle ist der Hinweis also richtig.
Post by Peter Veith
"geschützte Werkstätten" kenne ich erst ndW.
Ich weiß. Das hieß irgendwie anders, ich komme leider nicht darauf.
Werkstätten mit Betreuung für nicht schulfähige geistig Behinderte
meine ich.

Mt
Boris Gerlach
2011-09-09 03:51:18 UTC
Permalink
Post by Martin Ebert
Post by Peter Veith
"geschützte Werkstätten" kenne ich erst ndW.
Ack,
Post by Martin Ebert
Ich weiß. Das hieß irgendwie anders, ich komme leider nicht darauf.
Werkstätten mit Betreuung für nicht schulfähige geistig Behinderte
meine ich.
Behindertenwerkstatt?

BGE
Gunter Kühne
2011-09-08 08:32:08 UTC
Permalink
Post by Martin Ebert
Post by Torsten Mueller
Ich finde, es gibt schon einen Unterschied. In der DDR wurden diese
Grundfähigkeiten zumindest gefordert, zehn volle Jahre lang für jeden.
Das ist doch so nicht richtig. Genau die Fraglichen wurden in Hilfs-
schulen bzw. geschützte Werkstätten abgeschoben. Weg von Deiner Sicht.
Mt
soo viele Hilfsschulen gabs gar nicht.
Geschützte Werksstätten konntest du an einer Hand abzählen.
Und selbst in solchen Instituten wie Großschweidnitz war man bestrebt
einfache Lese und Schreibarbeiten zu lehren.
( war st du mal da?? hast du dich selbst überzeugt oder nur nachplappern.)


Mfg
Martin Ebert
2011-09-08 23:34:21 UTC
Permalink
Post by Gunter Kühne
Post by Martin Ebert
Das ist doch so nicht richtig. Genau die Fraglichen wurden in Hilfs-
schulen bzw. geschützte Werkstätten abgeschoben. Weg von Deiner Sicht.
soo viele Hilfsschulen gabs gar nicht.
Nur in jeder Kreisstadt.
Post by Gunter Kühne
Geschützte Werksstätten konntest du an einer Hand abzählen.
Willst Du jetzt sagen, dass die anderen geistig Behinderten einfach so
weggesperrt wurden?
Da liegst Du übrigens nicht so ganz falsch: Die Kirchen haben sich wohl
ab den 80er Jahren bemüht, neue Werkstätten aufzumachen. Der Staat DDR
hielt sich da mehr oder minder raus.
Post by Gunter Kühne
( war st du mal da?? hast du dich selbst überzeugt oder nur nachplappern.)
Erzähle mir nichts von Dingen, die Du selbst nicht verstehst.

Mt
René
2011-09-09 01:46:58 UTC
Permalink
Post by Martin Ebert
Willst Du jetzt sagen, dass die anderen geistig Behinderten einfach so
weggesperrt wurden?
Nee, die kamen zur VauPe.
Gerald Endres
2011-09-09 07:02:55 UTC
Permalink
Post by René
Post by Martin Ebert
Willst Du jetzt sagen, dass die anderen geistig Behinderten einfach so
weggesperrt wurden?
Nee, die kamen zur VauPe.
Beim Lesen alter Polizeiprotokolle fängt man an, das ernsthaft zu
erwägen.

Aber weißt du schon das Neueste? Die Volkspolizisten sollen künftig
immer zu dritt auf Streife gehen: Einer kann schreiben, einer kann
lesen, und der dritte passt auf die beiden Intellektuellen auf,

Gruß
Gerald
--
http://www.boen-end.de
Vinzent Hoefler
2011-09-08 12:43:55 UTC
Permalink
Post by Martin Ebert
Post by Torsten Mueller
Ich finde, es gibt schon einen Unterschied. In der DDR wurden diese
Grundf=C3=A4higkeiten zumindest gefordert, zehn volle Jahre lang f=C3=
=BCr jeden.
Post by Martin Ebert
Das ist doch so nicht richtig. Genau die Fraglichen wurden in Hilfs-
schulen bzw. gesch=C3=BCtzte Werkst=C3=A4tten abgeschoben. Weg von Dei=
ner Sicht.

In Anbetracht dessen, da=C3=9F meine Oma Sonderschullehrerin in genauso =
einer
Schule war, war zumindest bei mir nix mit weg von Deiner Sicht. Und ihre=

Sch=C3=BCler konnten durchaus lesen.


Vinzent.

-- =

f u cn rd ths, u cn gt a gd jb n cmptr prgrmmng.
Gunter Kühne
2011-09-08 16:11:31 UTC
Permalink
Post by Martin Ebert
Post by Torsten Mueller
Ich finde, es gibt schon einen Unterschied. In der DDR wurden diese
Grundfähigkeiten zumindest gefordert, zehn volle Jahre lang für jeden.
Das ist doch so nicht richtig. Genau die Fraglichen wurden in Hilfs-
schulen bzw. geschützte Werkstätten abgeschoben. Weg von Deiner Sicht.
In Anbetracht dessen, daß meine Oma Sonderschullehrerin in genauso einer
Schule war, war zumindest bei mir nix mit weg von Deiner Sicht. Und ihre
Schüler konnten durchaus lesen.
Vinzent.
Spinnst du, du kannst doch hier den Leuten nicht einfach so mit Fakten
kommen.
Womöglich behauptest du noch mit Blick auf eine alte Statistik das in der
bösen DDR jeder Sonderschüler registriert wurde.
Also wen ihr sowas noch habt, sofort Verbrennen.
Das passt unseren allwissenden Verteidigern der echten Demokratie nicht so
recht ins Zugs.

Besser währe jetzt gewesen du hättest behauptet alle DDR Bürger konnten
nicht lesen und schreiben. und nur die sich zur freiheitlichen
demokratischen Grundordnung bekennen sind die Ausnahmen.


MfG


Achtung dieses Posting kann Ironie enthalten.
Karl Friedrich Siebert
2011-09-08 16:27:09 UTC
Permalink
Post by Gunter Kühne
Achtung dieses Posting kann Ironie enthalten.
Nur gut, dass du es dazu geschrieben hast, sonst hätte man es nicht
gemerkt. 8-)
--
Gruß
Karl Friedrich
Florian Ritter
2011-09-08 23:06:36 UTC
Permalink
Post by Karl Friedrich Siebert
Post by Gunter Kühne
Achtung dieses Posting kann Ironie enthalten.
Nur gut, dass du es dazu geschrieben hast, sonst hätte man es nicht
gemerkt. 8-)
Kühne ist ein schöner Beweis für die These, nach der der Behinderte
den Ehrgeiz entwickelt, gerade im Bereich seiner Behinderung zu
exzellieren.

Ein ander Ding: Viele Leute sind sich nicht bewußt, wie sie sprechen.
Ich hielt in München Vorlesung und ließ sich in der ersten Stunde
jeden Teilnehmer vorstellen. Einer begann, ich unterbrach ihn und
sprach: Öha, ein Berliner! Der drauf: Wat'n, wat'n, hört man det?

FR
Bernd Ullrich
2011-09-08 22:36:08 UTC
Permalink
"Gunter Kühne"
[...]
Post by Gunter Kühne
Besser währe jetzt gewesen du hättest behauptet alle DDR Bürger konnten
nicht lesen und schreiben. und nur die sich zur freiheitlichen
demokratischen Grundordnung bekennen sind die Ausnahmen.
also nur die evangelischen und katholischen werteträger,
und deren söhne und töchter..


BU
Martin Ebert
2011-09-08 23:42:37 UTC
Permalink
Post by Martin Ebert
Post by Torsten Mueller
Ich finde, es gibt schon einen Unterschied. In der DDR wurden diese
Grundfähigkeiten zumindest gefordert, zehn volle Jahre lang für jeden.
Das ist doch so nicht richtig. Genau die Fraglichen wurden in Hilfs-
schulen bzw. geschützte Werkstätten abgeschoben. Weg von Deiner Sicht.
In Anbetracht dessen, daß meine Oma Sonderschullehrerin in genauso einer
Schule war, war zumindest bei mir nix mit weg von Deiner Sicht. Und ihre
Schüler konnten durchaus lesen.
Wir sollten differenzierter betrachten. Lies bitte den Satz von Torsten,
oben. Es ging um die Behauptung, dass es in der DDR keinen
Analphabetismus gegeben habe. Weil alle Schüler 10 Klassen uswusf.

Ohne Frage war das Ziel der Sonderschulen, die Schüler möglichst optimal
zu fördern, das ist nicht umstritten.

Die Behauptung, dass jeder Sonderschüler dann lesen und schreiben
konnte: Die wäre kritisch zu hinterfragen. Kannst Du Deine Oma dazu
noch befragen? Denn nach meinem Wissensstand sah das schon anders aus.

Mt
Matthias Opatz
2011-09-08 23:53:23 UTC
Permalink
Post by Martin Ebert
Wir sollten differenzierter betrachten. Lies bitte den Satz von Torsten,
oben. Es ging um die Behauptung, dass es in der DDR keinen
Analphabetismus gegeben habe. Weil alle Schüler 10 Klassen uswusf.
Unter ziehenden Artisten war partieller Anaplphabetismus nicht selten.
Ich kenne einen Fall aus Thüringen: Ein erfolgreicher, gestandener Mann.
Prkatisch sah das so aus: Er konnte natürlich seinen Namen und
seine Anschrift schreiben (oder soll man malen sagen)? Er kannte auch
alle (oder so ziemlich alle) Buchstaben, ist aber mit dieser Kenntnis
umgegangen wie ein Erstklässler (mühsames Buchstabieren). Unbekannte
Orts- und Richtungsschilder aus dem fahrenden Auto lesen - keine Chance.

In Gesellschaft hat er es deshalb vermieden zu lesen, es sei denn,
er /wusste/ was dort steht. In Situationen, wo es unverhofft drauf
ankam, fehlte dummerweise gerade die richtige Brille. Ich glaube,
der kam damit bei den allermeisten durch.

Matthias
--
Doch als Scott an den Südpol kam, da stand schon Amundsens Fahne fein
·· Da brach der Frost von draußen her ihm tief in das Herz hinein. ··
···· Kein Petroleum half mehr, und kein Denken an Frau und Kind. ····
···· Und erfrorn mit ihm sind vier Mann im ewigen Eis und Wind! ·····

== Bitte bei Mailantwort Großbuchstaben aus Reply-Adresse löschen! ==
René
2011-09-09 01:49:08 UTC
Permalink
Post by Matthias Opatz
In Gesellschaft hat er es deshalb vermieden zu lesen, es sei denn,
er /wusste/ was dort steht. In Situationen, wo es unverhofft drauf
ankam, fehlte dummerweise gerade die richtige Brille.
Oder beim Schreiben "Hier, schreib du das in deiner Handschrift auf,
meine Sauklaue kann eh keiner lesen."
Laurin Klement
2011-09-05 21:43:13 UTC
Permalink
"Frank Hucklenbroich" schrieb
Post by Frank Hucklenbroich
Hat man da tatsächlich den Migrationshintergrund rausgerechnet? Oder nur
nach dem Paß geschaut (was nicht unbedingt so viel aussagt)?
in der Gegend gibts kaum Ausländer
Post by Frank Hucklenbroich
Also vergleichen wir hier nicht nur unterschiedliche Bildungssysteme,
sondern auch unterschiedliche Zeitschienen? Immerhin liegen da ja gut 20
Jahre zwischen...
und was haben die 20 Jahre mit Mathe zu tun?
Post by Frank Hucklenbroich
Oder man hat die DDR-Daten schöngerechnet
es waren dieselben Lehrer und die in der CDU und in der DDR
benachteiligt
Post by Frank Hucklenbroich
Post by Laurin Klement
Abgesehen davon müsste ein vernünftiges Schulsystem auch dem
Fremdsprachler vernünftig unterrichten.
Völlige Zustimmung. Nur hat man das viel zu spät erkannt. Und in der DDR
dürfte sich dieses Problem nicht wirklich gestellt haben, da gab es
schlichtweg keine ausländischen Schulkinder in normalen Schulklassen.
im Vergleich auch nicht
Boris Gerlach
2011-09-05 16:15:11 UTC
Permalink
"Frank Hucklenbroich" schrieb
Post by Frank Hucklenbroich
Wie viele Ausländer gingen denn in der DDR zur Schule, die kein Wort
deutsch verstanden?
Der Vergleich fand zwischen reinen Deutschen statt, also nix mit
Ausländern. Bundis rechnen schlechter und lesen schlechter - allerdings
wie die Vor-V-Vereinigungs-DDRler.
Hier muss ein als wie hin Du Penner!
Die Nach-Vereinigungs-DDRler sind genauso miserabel wie die Bundis. Was
beweist das das Schulsystem nix taugt.
Abgesehen davon müsste ein vernünftiges Schulsystem auch dem
Fremdsprachler vernünftig unterrichten. Ausreden zählen da nicht.
Gerald Endres
2011-09-05 21:58:07 UTC
Permalink
Funktionaler Analphabetismus ist ein komplizierter Begriff mit einer
Grauzone, die durch recht willkürliche Definitionen bestimmt wird.
Nehmen wir unser Klaus-Bärbelchen, das angeblich DDR-Bildung genossen
hat, und uns, wenn das stimmt, das Fehlschlagen dieser
Bildungsbemühungen demonstriert
Die folgenden Zitate stammen von Klaus Bärbel.
Post by Laurin Klement
Der Vergleich fand zwischen reinen Deutschen statt, also nix mit
^^^^^^
Zwischen sauber gewaschenen Deutschen, oder was will Klaus-Bärbelchen
uns sagen? Das ist ein Ausdrucksfehler, wie er bei unbeholfenem Umgang
mit Sprache vorkommt.
Post by Laurin Klement
Ausländern. Bundis rechnen schlechter und lesen schlechter - allerdings
wie die Vor-V-Vereinigungs-DDRler.
^^^
"als" muss das heißen. Das ist kein Vertipper, sondern ein Beispiel
mangelnder Sprachbeherrschung.
Post by Laurin Klement
Die Nach-Vereinigungs-DDRler sind genauso miserabel wie die Bundis. Was
beweist das das Schulsystem nix taugt.
^^^^^^^^
Hier gehören natürlich ein Komma und "dass" hin. Auf jeden Fall taugt
die Schule nichts, in der Klaus-Bärbel schreiben lernte.
Post by Laurin Klement
Abgesehen davon müsste ein vernünftiges Schulsystem auch dem
^^^
Post by Laurin Klement
Fremdsprachler vernünftig unterrichten. Ausreden zählen da nicht.
Das könnte ein Vertipper sein. Vielleicht ist es aber auch die
notorische Akkusativ-Dativ-Schwäche der Brandenburger und Berliner.

Würde gegen Lese- und Schreibschwäche eine Medizin verkauft, hätte die
Pharma-Industrie längst dafür gesorgt, dass eine Unfähigkeit wie die
von Klaus-Bärbel als eine Form des Analphabetismus definiert worden
wäre.

Apropos Klaus-Bärbel: Vor Kurzem hatte ich noch vor, gar nicht auf ihn
zu reagieren, aber jetzt zeigt er auf auf so herzerfrischende Weise
seine Inkompetenz, egal worüber er schreibt, dass ich meine Haltung
ihm gegenüber korrigieren muss. Ein bißchen Spass muss auch in dafd
sein.

Es ist doch auch sehr niedlich, wenn Klaus-Bärbelchen wieder mal mit
einem neuen Namen in dafd herumhüpft und glaubt, die Erwachsenen
erkennen ihn nicht wieder.

Gruß
Gerald
Matthias Opatz
2011-09-05 23:04:29 UTC
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Post by Gerald Endres
Funktionaler Analphabetismus
An das Stammpersonal: Könnte ihr *bitte* ALLE mal aufhören,
auf diese Deppen zu reagieren? Der reinste Kindergarten hier.

Matthias
--
Das Mädel sagt: „Bitte, nicht doch hier drin, der Fahrer sieht
im Spiegel zu uns her.“ --- Auf alten Gleisen fährt die Bahn.

Bitte bei Mailantwort Großbuchstaben aus Reply-Adresse löschen.
Laurin Klement
2011-09-06 07:50:53 UTC
Permalink
"Matthias Opatz" schrieb
Post by Matthias Opatz
Der reinste Kindergarten hier.
... Dank Stammpersonal, den OECD-Opfern
Boris Gerlach
2011-09-05 16:13:37 UTC
Permalink
Post by Wolfgang Flottel
"Martin Ebert" schrieb
Post by Martin Ebert
Überlege mal, wo der Unterschied zwischen Qualifikation der Lehrer
und dem Bildungssystem liegen könnte.
Die hohe Analphabeten-Quote der Bundesrepublik sagt wohl genug über das
westdeutsche Bildungssystem aus.
Aus DDR-Sicht ist sowas unvorstellbar, aber Du machst es begreifbar.
DU SOLLST DEN TROLL NICHT FUETTERN

BGE
Gunter Kühne
2011-09-03 08:38:37 UTC
Permalink
Post by Martin Ebert
Post by Gunter Kühne
Post by Martin Ebert
Entschuldigt, ich falle vor Lachen grad um.
Und die DDR-Lehrer die ich kenne - die auch.
Nana So viele scheinst du nicht zu kennen.
Die die ich kenne sind einfach stolz auf ihre solide Ausbildung.
vor allem wen sie beruflich vergleiche ziehen können.
Ach Gunter.
Überlege mal, wo der Unterschied zwischen Qualifikation der Lehrer
und dem Bildungssystem liegen könnte.
Als Techniker müsste ich dich wohl so auslegen:
das du Behauptest mit schlecht qualifizierten Lehren ein gutes
Bildungssystem hinzubekommen.
Möglich:
Die Frage jedoch:
Für wen oder was Gut.??

So nun noch mal den letzten Satz langsam:
Einige, die heute z.B. in der Schweiz noch in der Branche tätig sind, haben
konkret gesagt das sie die Unterschiede erst so richtig begriffen haben als
sie auch diese Seite kennengelernt haben.
Heute sagen einige von ihnen das Gemaule damals war maulen auf hohen
Niveau, wen man das mit dem Istzustand vergleicht.
Post by Martin Ebert
Falls Du nicht selbst drauf kommst, frage die Dir bekannten Lehrer.
Die werden Dir auch was zum letzten Pädagogischen Kongress erzählen.
Mt
Widersprüche sind die Triebkräfte der Entwicklung.
Keiner hat ja je behauptet, das es nicht noch besser ging.
Aber es wurde noch ihrer aussage schlechter.
Mfg
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