Discussion:
Kredite und Waehrungsumstellung
(zu alt für eine Antwort)
Ingo G Becker
2007-11-01 22:33:10 UTC
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Hallo Brüder und Schwestern aus dem Osten,

vor längerer Zeit habe ich hier mal gelesen, dass es bei Girokonten in der
DDR keine Überziehungskredite gab oder dass ein Konto eben keinen
Minus-Saldo haben konnte oder durfte.

Gab es von Seiten von Banken denn sowas wie Kredite oder Darlehn? (Ich
meine jetzt keine privaten Sachen).
Und wenn ja, wurden die 1990 genauso auf DM umgestellt wie Guthaben?
Knut Ochdorf
2007-11-01 22:55:36 UTC
Permalink
Post by Ingo G Becker
vor längerer Zeit habe ich hier mal gelesen, dass es bei Girokonten in der
DDR keine Überziehungskredite gab oder dass ein Konto eben keinen
Minus-Saldo haben konnte oder durfte.
So kenne ich es auch.
Post by Ingo G Becker
Gab es von Seiten von Banken denn sowas wie Kredite oder Darlehn? (Ich
meine jetzt keine privaten Sachen).
Klar, berühmtestes Beispiel ist ja der Ehekredit, aber auch für Hausbau
usw. gab es Kredite.
Post by Ingo G Becker
Und wenn ja, wurden die 1990 genauso auf DM umgestellt wie Guthaben?
Genau.

Knut
gunter kuehne
2007-11-02 07:14:30 UTC
Permalink
Post by Ingo G Becker
Hallo Brüder und Schwestern aus dem Osten,
vor längerer Zeit habe ich hier mal gelesen, dass es bei Girokonten in der
DDR keine Überziehungskredite gab oder dass ein Konto eben keinen
Minus-Saldo haben konnte oder durfte.
Stimmt Überziehung war nicht.
Post by Ingo G Becker
Gab es von Seiten von Banken denn sowas wie Kredite oder Darlehn? (Ich
meine jetzt keine privaten Sachen).
Kredite für Handwerker Hausbau u.s.w. ja .
Und auch Ehekredit.
Aber Kredite waren in der DDR immer Zweckgebunden.
Du bekamst kein Geld . sondern ne Kontonummer und dort durftest du dir das
entsprechende Kaufen.
Post by Ingo G Becker
Und wenn ja, wurden die 1990 genauso auf DM umgestellt wie Guthaben?
Nein. 1:2 Private 1:3 Firmen
( Den 5000,Mark Bonus 1:1 gabs nur für Lebende Personen, wen du das Meinst)
Gunter
--
Wichtige Mail an bastler100atarcorde
Andre Sokolew
2007-11-03 00:59:15 UTC
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Post by gunter kuehne
Aber Kredite waren in der DDR immer Zweckgebunden.
Nicht nur Ehekredit.

Es gab auch - befristet - Kredite als Parteitagsinitiative oder so.
Ich erinnere mich, dass wir unseren ersten Farbfernseher Chromat bei solch
einer Sonderaktion gekauft haben, anders hätten wir ihn damals nicht
bezahlen können. Diese Aktionen galten aber nur für ein bestimmtes
Zeitfenster und immer nur für bestimmte Produkte.

Kleiner Gag am Rande: Wir wollten unbedingt einen reinen SECAM-Fernseher
haben, das ging aber nicht. Ich habe sogar den Hersteller, das
"Fernsehgerätewerk Stassfurt" angeschrieben, und darauf verwiesen, dass der
Fernseher für öffentliche Einrichtungen wie Schulen, NVA-Kasernen etc. als
reine SECAM-Version geliefert wird, und bekam prompt zur Antwort, dass ich
mich mit meinem Wunsch an den Handel wenden soll. Das Kaufhaus behauptete
aber steif und fest, dass der Hersteller für Privatkunden keine Gräte ohne
PAL-Dekoder (eine Steckplatine für 600 Euro) für Westfernsehen in Farbe
ausliefern würde.

Da wir für die beiden DDR-Programme nur eine Zimmerantenne gebraucht hatten,
mussten wir natürlich nun auch noch eine Antennenbau-Firma beauftragen, die
uns Antennen auf dem Dach für ARD (stabil) und ZDF (fast immer ansehlich)
installierten.

Andre
gunter kuehne
2007-11-03 09:10:45 UTC
Permalink
Post by Andre Sokolew
Post by gunter kuehne
Aber Kredite waren in der DDR immer Zweckgebunden.
Nicht nur Ehekredit.
Es gab auch - befristet - Kredite als Parteitagsinitiative oder so.
Ich erinnere mich, dass wir unseren ersten Farbfernseher Chromat bei solch
einer Sonderaktion gekauft haben, anders hätten wir ihn damals nicht
bezahlen können. Diese Aktionen galten aber nur für ein bestimmtes
Zeitfenster und immer nur für bestimmte Produkte.
Kleiner Gag am Rande: Wir wollten unbedingt einen reinen SECAM-Fernseher
haben, das ging aber nicht. Ich habe sogar den Hersteller, das
"Fernsehgerätewerk Stassfurt" angeschrieben, und darauf verwiesen, dass
der Fernseher für öffentliche Einrichtungen wie Schulen, NVA-Kasernen etc.
als reine SECAM-Version geliefert wird, und bekam prompt zur Antwort, dass
ich mich mit meinem Wunsch an den Handel wenden soll. Das Kaufhaus
behauptete aber steif und fest, dass der Hersteller für Privatkunden keine
Gräte ohne PAL-Dekoder (eine Steckplatine für 600 Euro) für Westfernsehen
in Farbe ausliefern würde.
Da wir für die beiden DDR-Programme nur eine Zimmerantenne gebraucht
hatten, mussten wir natürlich nun auch noch eine Antennenbau-Firma
beauftragen, die uns Antennen auf dem Dach für ARD (stabil) und ZDF (fast
immer ansehlich) installierten.
Andre
Das meinte ich mit Zweckgebunden.
Es gab immer mal Aktionen wo man gerät a ( chromat ) oder eben Waschmaschine
von nur dem Typ oder ähnliches auf Kredit bekam.
Aber dann nur Zweckgebunden für dieses Produkt. Nicht wie in der BRD wo man
Geld bekam und es sich dann Kaufte . (Ausnahme Ehekredit dort bekamst du
ne Art Schecks, konntest damit aber auch nicht alles Kaufen)
Übrigens den Chromat in reiner secam Ausführung wurde ab und an in DD
angeboten.
( Haben einen Solchen für Schwiegermutter gekauft , aber nicht in der Stadt
sowas bekamst du nur am Rande)
Übrigens habe ich damals öfter die Erfahrung gemacht das man gesuchte
Produkte lieber außerhalb von Stadtzentren kaufen sollte . dort habe ich
fast immer Bekommen was ich wollte)
Gunter
--
Wichtige Mail an bastler100atarcorde
Ronald Konschak
2007-11-03 09:50:09 UTC
Permalink
Post by gunter kuehne
Post by Andre Sokolew
der Fernseher für öffentliche Einrichtungen wie Schulen, NVA-Kasernen etc.
als reine SECAM-Version geliefert wird, und bekam prompt zur Antwort, dass
ich mich mit meinem Wunsch an den Handel wenden soll. Das Kaufhaus
behauptete aber steif und fest, dass der Hersteller für Privatkunden keine
Gräte ohne PAL-Dekoder (eine Steckplatine für 600 Euro) für Westfernsehen
^^^^^^^^
Mitunter war man damals seiner Zeit doch ein wenig voraus :-)
Post by gunter kuehne
Übrigens habe ich damals öfter die Erfahrung gemacht das man gesuchte
Produkte lieber außerhalb von Stadtzentren kaufen sollte . dort habe ich
fast immer Bekommen was ich wollte)
Dito. Auch Kreisstädte waren oft Ziel der Schatzsuche. Das lag daran,
daß man dort viele Privatläden hatte, die ihr Angebot nicht an Plänen,
sondern mehr am Bedarf orientieren konnten. Natürlich spielte die
Flüsterpropaganda dabei eine nicht unerhebliche Rolle. Man mußte
wissen, wer welche Lieferbeziehungen hatte und wann bestimmte
Dinge in die Läden kamen.

Ronald.
--
Es gibt keine andere Demokratie weltweit, in der die Bürger
so wenig zu sagen haben wie in Deutschland.
Hans-Olaf Henkel, Manager und ehem. BDI-Vorsitzender
Andre Sokolew
2007-11-03 19:32:31 UTC
Permalink
Post by Ronald Konschak
Post by Andre Sokolew
PAL-Dekoder (eine Steckplatine für 600 Euro) für Westfernsehen
Mitunter war man damals seiner Zeit doch ein wenig voraus :-)
Sorry, das muss natürlich "Mark der DDR" heißen. Die Zahl stimmt immerhin.
Mir taten damals 600 "Ostmark" jedenfalls mehr weh als ich heute über 600
Euro nachdenken würde...

Andre
Matthias Lütticke
2007-11-03 22:51:14 UTC
Permalink
Andre Sokolew schrieb
Post by Andre Sokolew
Post by Ronald Konschak
Post by Andre Sokolew
PAL-Dekoder (eine Steckplatine für 600 Euro) für Westfernsehen
Mitunter war man damals seiner Zeit doch ein wenig voraus :-)
Sorry, das muss natürlich "Mark der DDR" heißen. Die Zahl stimmt immerhin.
Mir taten damals 600 "Ostmark" jedenfalls mehr weh als ich heute über 600
Euro nachdenken würde...
Es gibt aber Menschen, bei denen ist das andersrum.
--
Schönen Tag ***@tthias
Traumferienwohnung
Urlaub in der Sächsischen Schweiz
http://www.ferienhaus-protze.de/
Andre Sokolew
2007-11-04 00:27:58 UTC
Permalink
Post by Matthias Lütticke
Post by Andre Sokolew
Mir taten damals 600 "Ostmark" jedenfalls mehr weh als ich heute über 600
Euro nachdenken würde...
Es gibt aber Menschen, bei denen ist das andersrum.
Das weiß ich auch.

Andre
Kai Poehlmann
2007-11-04 11:04:58 UTC
Permalink
Moin!
Post by Matthias Lütticke
Post by Andre Sokolew
Sorry, das muss natürlich "Mark der DDR" heißen. Die Zahl stimmt immerhin.
Mir taten damals 600 "Ostmark" jedenfalls mehr weh als ich heute über 600
Euro nachdenken würde...
Es gibt aber Menschen, bei denen ist das andersrum.
1 M entsprach etwa 0,14 DM, das sind ca. 0,07 Euro. Somit entsprachen
600 "Ostmark" ca 56 Euro...

Kai
Andre Sokolew
2007-11-04 11:17:28 UTC
Permalink
Post by Kai Poehlmann
1 M entsprach etwa 0,14 DM, das sind ca. 0,07 Euro. Somit entsprachen
600 "Ostmark" ca 56 Euro...
Du meinst 42 Euro? Da hast Du ca. aber sehr großzügig ausgelegt.
Abgesehen davon ist diese Umrechnung purer Quatsch.

Andre
Kai Poehlmann
2007-11-04 11:46:00 UTC
Permalink
Moin!
Post by Andre Sokolew
Post by Kai Poehlmann
1 M entsprach etwa 0,14 DM, das sind ca. 0,07 Euro. Somit entsprachen
600 "Ostmark" ca 56 Euro...
Du meinst 42 Euro? Da hast Du ca. aber sehr großzügig ausgelegt.
Ja, meine ich. Vorm Frühstück sollte man nicht rechnen... :-)
Post by Andre Sokolew
Abgesehen davon ist diese Umrechnung purer Quatsch.
Jein. Es feht nur der Inflationsausgleich.

Kai
Gerald Endres
2007-11-04 11:21:12 UTC
Permalink
Post by Kai Poehlmann
1 M entsprach etwa 0,14 DM, das sind ca. 0,07 Euro. Somit entsprachen
600 "Ostmark" ca 56 Euro...
Solche Umrechnungen sind immer irreführend. Da gab es einmal die
offiziellen Wechselkurse, dann die inoffiziellen. Die Kaufkraft kann
man auch nicht in einem festen Kurs umrechnen. Was kostete ein Haus,
ein Videorekorder, ein Laib Brot, ein Bier in der Kneipe, ein
Schnitzel beim Metzger und in der Gaststätte.

Mir fällt da immer eine Nachbarin in Kleinmachnow ein, die sich
scheiden ließ und dabei von ihrem Ehemann gnadenlos über den Tisch
gezogen wurde:
Sie bekam das Haus mit 1000 qm Garten (ca. 20 000 M wert), er den
nagelneuen Wartburg (ca. 50 000). Das war im Frühsommer 1989.

Gruß
Gerald
--
Die großen Kriminalfälle - Der Schmücker-Mord
ein Dokumentarfilm von Ute Bönnen und Gerald Endres
Freitag, 9.November, um 20:15 Uhr in 3SAT
http://www.boen-end.de
Uwe Schickedanz
2007-11-04 12:05:10 UTC
Permalink
Post by Gerald Endres
Sie bekam das Haus mit 1000 qm Garten (ca. 20 000 M wert), er den
nagelneuen Wartburg (ca. 50 000). Das war im Frühsommer 1989.
Der wird sich schön geärgert haben. ;)

Gruß Uwe
--
Die Sicherheiten des Westens
- Gewerkschaftsfürsorge, Flächentarif, lineare Arbeitsbiographien, Sesshaftigkeit -
sind im Osten längst der Einzelkämpfer-Anthropologie gewichen.
Christoph Dieckmann
Gert Schulze
2007-11-05 10:54:42 UTC
Permalink
Post by Uwe Schickedanz
Post by Gerald Endres
Sie bekam das Haus mit 1000 qm Garten (ca. 20 000 M wert), er den
nagelneuen Wartburg (ca. 50 000). Das war im Frühsommer 1989.
Der wird sich schön geärgert haben. ;)
Das ist in _Kleinmachnow_ passiert. Der hat sich totgelacht, als dann
der Alteigentümer seine Ex exmittiert hat. ;)

--
Grüße
Gert
Gerald Endres
2007-11-05 19:41:45 UTC
Permalink
Post by Gert Schulze
Das ist in _Kleinmachnow_ passiert. Der hat sich totgelacht, als dann
der Alteigentümer seine Ex exmittiert hat. ;)
Es gab keinen. Das war alter Familienbesitz des Ehemanns.

(Die Immobilienverhältnisse in Kleinmachnow werden sowieso meistens
sehr falsch dargestellt)

Gruß
Gerald
--
Die großen Kriminalfälle - Der Schmücker-Mord
ein Dokumentarfilm von Ute Bönnen und Gerald Endres
Freitag, 9.November, um 20:15 Uhr in 3SAT
http://www.boen-end.de
Gert Schulze
2007-11-06 08:20:00 UTC
Permalink
Post by Gerald Endres
Post by Gert Schulze
Das ist in _Kleinmachnow_ passiert. Der hat sich totgelacht, als dann
der Alteigentümer seine Ex exmittiert hat. ;)
Es gab keinen. Das war alter Familienbesitz des Ehemanns.
(Die Immobilienverhältnisse in Kleinmachnow werden sowieso meistens
sehr falsch dargestellt)
Es hätte aber eine gute Fortsetzung der Geschichte ergeben.
--
Grüße
Gert
Kai Poehlmann
2007-11-04 11:52:09 UTC
Permalink
Moin!
Post by Gerald Endres
Mir fällt da immer eine Nachbarin in Kleinmachnow ein, die sich
scheiden ließ und dabei von ihrem Ehemann gnadenlos über den Tisch
Sie bekam das Haus mit 1000 qm Garten (ca. 20 000 M wert), er den
nagelneuen Wartburg (ca. 50 000). Das war im Frühsommer 1989.
Warum muss ich da an
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denken?

Kai
Andre Sokolew
2007-11-07 20:32:54 UTC
Permalink
Post by Kai Poehlmann
Warum muss ich da an
http://www.heise.de/ct/schlagseite/02/17/gross.jpg
denken?
Unglaubwürdig...
Ein Atari mit 128 MB Arbeitsspeicher 1983?

Andre
Kai Poehlmann
2007-11-07 21:06:36 UTC
Permalink
Moin!
Post by Andre Sokolew
Post by Kai Poehlmann
Warum muss ich da an
http://www.heise.de/ct/schlagseite/02/17/gross.jpg
denken?
Unglaubwürdig...
Ein Atari mit 128 MB Arbeitsspeicher 1983?
Deshalb auch der exorbitante Preis!

Kai
Dirk Moebius
2007-11-04 14:10:59 UTC
Permalink
Post by Gerald Endres
Post by Kai Poehlmann
1 M entsprach etwa 0,14 DM, das sind ca. 0,07 Euro. Somit entsprachen
600 "Ostmark" ca 56 Euro...
Solche Umrechnungen sind immer irreführend. Da gab es einmal die
offiziellen Wechselkurse, dann die inoffiziellen. Die Kaufkraft kann
man auch nicht in einem festen Kurs umrechnen. Was kostete ein Haus,
ein Videorekorder, ein Laib Brot, ein Bier in der Kneipe, ein
Schnitzel beim Metzger und in der Gaststätte.
Mir fällt da immer eine Nachbarin in Kleinmachnow ein, die sich
scheiden ließ und dabei von ihrem Ehemann gnadenlos über den Tisch
Sie bekam das Haus mit 1000 qm Garten (ca. 20 000 M wert), er den
nagelneuen Wartburg (ca. 50 000). Das war im Frühsommer 1989.
Dumm gelaufen :-)
Bernd Ullrich
2007-11-04 14:41:09 UTC
Permalink
"Gerald Endres"
[...]
Post by Gerald Endres
Mir fällt da immer eine Nachbarin in Kleinmachnow ein, die sich
scheiden ließ und dabei von ihrem Ehemann gnadenlos über den Tisch
Sie bekam das Haus mit 1000 qm Garten (ca. 20 000 M wert), er den
nagelneuen Wartburg (ca. 50 000). Das war im Frühsommer 1989.
1000 qm halten länger als ein Wartburg.

BU
Torsten Mueller
2007-11-05 11:24:14 UTC
Permalink
Post by Gerald Endres
Sie bekam das Haus mit 1000 qm Garten (ca. 20 000 M wert), er den
nagelneuen Wartburg (ca. 50 000). Das war im Frühsommer 1989.
Bei Zahlen mit vielen Nullen muß ich immer lachen.

T.M.
--
Ihr wißt wenig vom Lauf der Welt. (Don Quixote de la Mancha)
Dirk Moebius
2007-11-04 14:03:58 UTC
Permalink
Post by Kai Poehlmann
Moin!
Post by Matthias Lütticke
Post by Andre Sokolew
Sorry, das muss natürlich "Mark der DDR" heißen. Die Zahl stimmt immerhin.
Mir taten damals 600 "Ostmark" jedenfalls mehr weh als ich heute über 600
Euro nachdenken würde...
Es gibt aber Menschen, bei denen ist das andersrum.
1 M entsprach etwa 0,14 DM, das sind ca. 0,07 Euro. Somit entsprachen
600 "Ostmark" ca 56 Euro...
Vielleicht versuchste mal den Vergleich der Kaufkraft, anstatt nur die
BRD-"Wahrheiten" nachzuplappern.

600 DDR-Mark waren ein halbes Jahr Miete - bei einer besseren Wohnung -
oder ein ganzes Jahr, bei einer billigeren. mit 600 Euro kommst Du mit
etwas Glueck ueber einen Monat.
Knut Ochdorf
2007-11-04 15:47:51 UTC
Permalink
Post by Dirk Moebius
600 DDR-Mark waren ein halbes Jahr Miete - bei einer besseren Wohnung -
oder ein ganzes Jahr, bei einer billigeren. mit 600 Euro kommst Du mit
etwas Glueck ueber einen Monat.
Und das mache jetzt mal mit einem Farbfernseher...

Knut
gunter kuehne
2007-11-04 16:18:44 UTC
Permalink
Post by Knut Ochdorf
Post by Dirk Moebius
600 DDR-Mark waren ein halbes Jahr Miete - bei einer besseren Wohnung -
oder ein ganzes Jahr, bei einer billigeren. mit 600 Euro kommst Du mit
etwas Glueck ueber einen Monat.
Und das mache jetzt mal mit einem Farbfernseher...
Knut
Miete bezahle ich aber jeden Monat . mein Farbfernseher Made in GDR hat paar
Jahre gehalten.
( also der Meiner Eltern von 1996 Dez. bis zur Wende und dann Verschrottet
wegen nicht Pal)
Stimmt heute könnte ich mir so ein Billiggerät jeden Monat kaufen doch
warum??
Gunter
--
Wichtige Mail an bastler100atarcorde
Juergen Schulz
2007-11-04 16:32:46 UTC
Permalink
Post by gunter kuehne
Miete bezahle ich aber jeden Monat . mein Farbfernseher Made in GDR hat paar
Jahre gehalten.
( also der Meiner Eltern von 1996 Dez. bis zur Wende
^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^

Huch, ein Zeitreisender.
Post by gunter kuehne
und dann Verschrottet wegen nicht Pal)
Stimmt heute könnte ich mir so ein Billiggerät jeden Monat kaufen doch
warum??
Um ihn vor der Wende mit Gewinn wieder zu verkaufen?

SCNR

Jürgen
gunter kuehne
2007-11-04 19:25:55 UTC
Permalink
Post by Juergen Schulz
Post by gunter kuehne
Miete bezahle ich aber jeden Monat . mein Farbfernseher Made in GDR hat
paar Jahre gehalten.
( also der Meiner Eltern von 1996 Dez. bis zur Wende
^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^
Huch, ein Zeitreisender.
Upd aber die Antwort war gut :)
Nein ich meinte 1969
Post by Juergen Schulz
Post by gunter kuehne
und dann Verschrottet wegen nicht Pal)
Stimmt heute könnte ich mir so ein Billiggerät jeden Monat kaufen doch
warum??
Um ihn vor der Wende mit Gewinn wieder zu verkaufen?
SCNR
Jürgen
Du weißt was kommt ?
erzähl :)
gunter
--
Wichtige Mail an bastler100atarcorde
Knut Ochdorf
2007-11-04 16:43:14 UTC
Permalink
Post by gunter kuehne
Miete bezahle ich aber jeden Monat .
Es ist schon klar, aber es sollte ja auch nur ausdrücken, daß Vergleiche
an bestimmten Dingen immer hinken.
Post by gunter kuehne
mein Farbfernseher Made in GDR hat paar Jahre gehalten.
Meiner läuft heute noch.
Post by gunter kuehne
Stimmt heute könnte ich mir so ein Billiggerät jeden Monat kaufen doch
warum??
Weil er schon wieder kaputt gegangen ist???

Knut
Peter Huyoff
2007-11-04 22:13:08 UTC
Permalink
Post by Knut Ochdorf
Post by Dirk Moebius
600 DDR-Mark waren ein halbes Jahr Miete - bei einer besseren Wohnung -
oder ein ganzes Jahr, bei einer billigeren. mit 600 Euro kommst Du mit
etwas Glueck ueber einen Monat.
Und das mache jetzt mal mit einem Farbfernseher...
Oder mit einem Faltboot...

Grüße, Peter
Wolfgang Schwanke
2007-11-05 11:07:54 UTC
Permalink
Post by Dirk Moebius
Post by Kai Poehlmann
1 M entsprach etwa 0,14 DM, das sind ca. 0,07 Euro. Somit entsprachen
600 "Ostmark" ca 56 Euro...
Vielleicht versuchste mal den Vergleich der Kaufkraft, anstatt nur die
BRD-"Wahrheiten" nachzuplappern.
In einer propagandistischen BRD-Veröffentlichung hatten wir in der
Schule die Umrechnung einzelner Waren auf Arbeitsstunden/minuten im
Vergleich BRD/DDR. Währungseinheiten wurden gleich weggelassen. Ich
müsste das noch da haben, jemand Interesse an einzelnen Werten?
--
Lütfen ekrana dokununuz


http://www.wschwanke.de/ usenet_20031215 (AT) wschwanke (DOT) de
Wolfgang Schwanke
2007-11-05 16:41:42 UTC
Permalink
Post by Wolfgang Schwanke
In einer propagandistischen BRD-Veröffentlichung hatten wir in der
Schule die Umrechnung einzelner Waren auf Arbeitsstunden/minuten im
Vergleich BRD/DDR. Währungseinheiten wurden gleich weggelassen. Ich
müsste das noch da haben, jemand Interesse an einzelnen Werten?
Das Angebot muss ich leider zurücknehmen. Die VÖ, wo ich glaubte das
gesehen zu haben, enthält doch nur Preise und Einkommen in
Währungseinheiten. Eine Liste mit Arbeitsminuten hab ich auch irgendwo,
aber das muss dann ein anderes Buch sein, das ich vermutlich irgendwo
im Keller rumliegen habe ...
--
Lütfen ekrana dokununuz


http://www.wschwanke.de/ usenet_20031215 (AT) wschwanke (DOT) de
Ulf Gutschmidt
2007-11-05 07:57:43 UTC
Permalink
Post by Kai Poehlmann
Moin!
Post by Matthias Lütticke
Post by Andre Sokolew
Sorry, das muss natürlich "Mark der DDR" heißen. Die Zahl stimmt immerhin.
Mir taten damals 600 "Ostmark" jedenfalls mehr weh als ich heute über 600
Euro nachdenken würde...
Es gibt aber Menschen, bei denen ist das andersrum.
1 M entsprach etwa 0,14 DM, das sind ca. 0,07 Euro. Somit entsprachen
600 "Ostmark" ca 56 Euro...
Diese dümmliche Rechnung können nur Vollidioten (oder aber der
Klassenfeind) aufmachen.
Ich (und mit mir wohl so ziemlich alle Studenten der DDR) habe von 160
Mark Stipendium ganz hervorragend einen Monat lang leben können.
Die Umrechner sollen mir das bitteschön mal mit der aus den Fingern
gesogenen Eurosumme vormachen. Das folgerichtige Verhungern wäre die
richtige Strafe.

UG
Kai Poehlmann
2007-11-05 17:52:00 UTC
Permalink
Moin!
Post by Ulf Gutschmidt
Diese dümmliche Rechnung können nur Vollidioten (oder aber der
Klassenfeind) aufmachen.
Ahja.
Post by Ulf Gutschmidt
Ich (und mit mir wohl so ziemlich alle Studenten der DDR) habe von 160
Mark Stipendium ganz hervorragend einen Monat lang leben können.
Es gab auch in Westdeutschland Zeiten, in denen man von 160 DM Bafög
gut leben konnte....
Post by Ulf Gutschmidt
Die Umrechner sollen mir das bitteschön mal mit der aus den Fingern
gesogenen Eurosumme vormachen. Das folgerichtige Verhungern wäre die
richtige Strafe.
Zeitschiene?

Es darf die indirekte Subvention nicht vergessen werden.

Kai
Gerald Endres
2007-11-03 11:30:07 UTC
Permalink
Post by gunter kuehne
Übrigens den Chromat in reiner secam Ausführung wurde ab und an in DD
angeboten.
Das war ja in Dresden wegen der beschränkten Empfangsmöglichkeuten
("Tal der Ahnungslosen") auch sinnvoll.
Mir wurde aber auch erzählt, dass die Versorgung mit Fernsehgeräten in
Dresden häufig besser als im Rest der Republik gewesen sein soll. Da
wurde dann angeblich öfters die Dresderner Verwandschaft losgeschickt.
Vielleicht war aber auch nur die Nachfrage - wegen der beschränkten
Empfangsmöglichkeiten - geringer als anderswo.

Gruß
Gerald
--
http://www.boen-end.de
gunter kuehne
2007-11-03 17:10:49 UTC
Permalink
Post by Gerald Endres
Post by gunter kuehne
Übrigens den Chromat in reiner secam Ausführung wurde ab und an in DD
angeboten.
Das war ja in Dresden wegen der beschränkten Empfangsmöglichkeuten
("Tal der Ahnungslosen") auch sinnvoll.
Mir wurde aber auch erzählt, dass die Versorgung mit Fernsehgeräten in
Dresden häufig besser als im Rest der Republik gewesen sein soll. Da
wurde dann angeblich öfters die Dresderner Verwandschaft losgeschickt.
Vielleicht war aber auch nur die Nachfrage - wegen der beschränkten
Empfangsmöglichkeiten - geringer als anderswo.
Gruß
Gerald
Ich kenne es so : Die Berliner Potsamer u.s.w. kamen nach Dresden weil hier
die mit dem pal Decoder teilweise wie Blei in den Regalen standen.
( keiner wollte die ca 600 oken mehr ausgeben.)
Wo dann die ersten Schüsseln aufkamen änderte sich die Meinung
schlagartig :)
ein Schelm wer schlimmes denkt.
Gruß Gunter

Na Grippe kuriert ??
--
Wichtige Mail an bastler100atarcorde
Gerald Endres
2007-11-03 18:12:07 UTC
Permalink
Post by gunter kuehne
Na Grippe kuriert ??
Alles ok.

Gruß
Gerald
--
Die großen Kriminalfälle - Der Schmücker-Mord
ein Dokumentarfilm von Ute Bönnen und Gerald Endres
Freitag, 9.November, um 20:15 Uhr in 3SAT
http://www.boen-end.de
Frank Nitzschner
2007-11-03 19:41:38 UTC
Permalink
Post by gunter kuehne
Ich kenne es so : Die Berliner Potsamer u.s.w. kamen nach Dresden
weil hier die mit dem pal Decoder teilweise wie Blei in den Regalen
standen. ( keiner wollte die ca 600 oken mehr ausgeben.)
Nun ja, auch die KC gaben nur PAL-Bunt aus..

Grüsse
Frank
Guido Grohmann
2007-11-04 14:29:45 UTC
Permalink
Post by Frank Nitzschner
Post by gunter kuehne
Ich kenne es so : Die Berliner Potsamer u.s.w. kamen nach Dresden
weil hier die mit dem pal Decoder teilweise wie Blei in den Regalen
standen. ( keiner wollte die ca 600 oken mehr ausgeben.)
Nun ja, auch die KC gaben nur PAL-Bunt aus..
und da die UHF-Modulatoren da drin so richtig Murks sind, wurden nicht
wenige Fernseher (4000er, seltenst 3000er) mit einem RGB-Eingang
nachgerüstet.

Guido
Mona B.
2007-11-04 13:55:28 UTC
Permalink
Post by Gerald Endres
Das war ja in Dresden wegen der beschränkten Empfangsmöglichkeuten
("Tal der Ahnungslosen") auch sinnvoll.
Mir wurde aber auch erzählt, dass die Versorgung mit Fernsehgeräten in
Dresden häufig besser als im Rest der Republik gewesen sein soll. Da
wurde dann angeblich öfters die Dresderner Verwandschaft losgeschickt.
Vielleicht war aber auch nur die Nachfrage - wegen der beschränkten
Empfangsmöglichkeiten - geringer als anderswo.
Gruß
Gerald
Das wüsst ich aber... :-)
Mitte der achtziger Jahre schleppte mein Mann einen COLORTRON von Berlin
nach Dresden, da die "Farbfernsehgeräteversorgung" in DD absolut
unzureichend war. Zugegeben, er nutzte die Deutsche Reichsbahn, doch es
war eine Schinderei.

Grüße aus Dresden
Mona
gunter kuehne
2007-11-04 16:16:05 UTC
Permalink
Post by Mona B.
Post by Gerald Endres
Das war ja in Dresden wegen der beschränkten Empfangsmöglichkeuten
("Tal der Ahnungslosen") auch sinnvoll.
Mir wurde aber auch erzählt, dass die Versorgung mit Fernsehgeräten in
Dresden häufig besser als im Rest der Republik gewesen sein soll. Da
wurde dann angeblich öfters die Dresderner Verwandschaft losgeschickt.
Vielleicht war aber auch nur die Nachfrage - wegen der beschränkten
Empfangsmöglichkeiten - geringer als anderswo.
Gruß
Gerald
Das wüsst ich aber... :-)
Mitte der achtziger Jahre schleppte mein Mann einen COLORTRON von Berlin
nach Dresden, da die "Farbfernsehgeräteversorgung" in DD absolut
unzureichend war. Zugegeben, er nutzte die Deutsche Reichsbahn, doch es
war eine Schinderei.
Grüße aus Dresden
Mona
Ich bin 1956 in Dresden geboren worden und habe da bis 1993 gelebt.
Das du in der Innenstadt keinen Fernseher bekamst war fast ( nein nicht den
gesamten) Zeitraum normal.
Aber z.B. auf der Leonhard Str. in Dresden Neustadt standen immer paar rum.
Wenn du aber ein Ordentliches Tonbandgerät gesucht hättest hätte ich dich
nach Großenhain oder Dipps gejagt.
Warum diese Streuungen da waren ist ein Phänomen das damals nicht und heute
überhaupt nicht zu klären ist.
Noch ne Anmerkung. Meine Mutter war in Dresden die Vorsitzende der Arbeiter
und Bauerninspektion.
die haben immer mal wieder Probiert herauszufinden wie es zu sowas kommt..
Die warscheinlichste Ursache ist der ( Falsche ) Schlüssel nach dem solche
Geräte verteilt wurden.
Gunter
--
Wichtige Mail an bastler100atarcorde
Florian Ritter
2007-11-04 18:59:53 UTC
Permalink
Post by gunter kuehne
Das du in der Innenstadt keinen Fernseher bekamst war fast ( nein nicht den
gesamten) Zeitraum normal.
Aber z.B. auf der Leonhard Str. in Dresden Neustadt standen immer paar rum.
Wenn du aber ein Ordentliches Tonbandgerät gesucht hättest hätte ich dich
nach Großenhain oder Dipps gejagt.
Warum diese Streuungen da waren ist ein Phänomen das damals nicht und
heute überhaupt nicht zu klären ist.
Noch ne Anmerkung. Meine Mutter war in Dresden die Vorsitzende der Arbeiter
und Bauerninspektion.
die haben immer mal wieder Probiert herauszufinden wie es zu sowas kommt..
Die warscheinlichste Ursache ist der ( Falsche ) Schlüssel nach dem solche
Geräte verteilt wurden.
Die tatsächliche Ursache heißt: Planwirtschaft - FR
gunter kuehne
2007-11-04 19:23:11 UTC
Permalink
Post by Florian Ritter
Post by gunter kuehne
Das du in der Innenstadt keinen Fernseher bekamst war fast ( nein nicht den
gesamten) Zeitraum normal.
Aber z.B. auf der Leonhard Str. in Dresden Neustadt standen immer paar
rum. Wenn du aber ein Ordentliches Tonbandgerät gesucht hättest hätte ich
dich nach Großenhain oder Dipps gejagt.
Warum diese Streuungen da waren ist ein Phänomen das damals nicht und
heute überhaupt nicht zu klären ist.
Noch ne Anmerkung. Meine Mutter war in Dresden die Vorsitzende der
Arbeiter und Bauerninspektion.
die haben immer mal wieder Probiert herauszufinden wie es zu sowas kommt..
Die warscheinlichste Ursache ist der ( Falsche ) Schlüssel nach dem
solche Geräte verteilt wurden.
Die tatsächliche Ursache heißt: Planwirtschaft - FR
Man kann immer einfache und Komplizierte Lösungen anstreben.
Aber die Ideologie muss ja irgendwie siegen ( währe ja Quatsch wen man
wirklich die Tatsachen ergründen wollte )
also auch auf beiden Seiten.
Gunter
--
Wichtige Mail an bastler100atarcorde
Bernd Ullrich
2007-11-04 21:59:37 UTC
Permalink
"Florian Ritter" ...
gunter kuehne schrieb:

..[...]
Post by gunter kuehne
Die warscheinlichste Ursache ist der ( Falsche ) Schlüssel nach dem solche
Geräte verteilt wurden.
Die tatsächliche Ursache heißt: Planwirtschaft - FR

Die tatsächliche Ursache heißt: unfähig zur Planwirtschaft\der s.g.
subjektive Faktor.

Du darfst aber deine Feindbilder weiter pflegen.

BU
Mona B.
2007-11-04 20:12:25 UTC
Permalink
Post by gunter kuehne
Post by Mona B.
Post by Gerald Endres
Das war ja in Dresden wegen der beschränkten Empfangsmöglichkeuten
("Tal der Ahnungslosen") auch sinnvoll.
Mir wurde aber auch erzählt, dass die Versorgung mit Fernsehgeräten in
Dresden häufig besser als im Rest der Republik gewesen sein soll. Da
wurde dann angeblich öfters die Dresderner Verwandschaft losgeschickt.
Vielleicht war aber auch nur die Nachfrage - wegen der beschränkten
Empfangsmöglichkeiten - geringer als anderswo.
Gruß
Gerald
Das wüsst ich aber... :-)
Mitte der achtziger Jahre schleppte mein Mann einen COLORTRON von Berlin
nach Dresden, da die "Farbfernsehgeräteversorgung" in DD absolut
unzureichend war. Zugegeben, er nutzte die Deutsche Reichsbahn, doch es
war eine Schinderei.
Grüße aus Dresden
Mona
Ich bin 1956 in Dresden geboren worden und habe da bis 1993 gelebt.
Das du in der Innenstadt keinen Fernseher bekamst war fast ( nein nicht den
gesamten) Zeitraum normal.
Aber z.B. auf der Leonhard Str. in Dresden Neustadt standen immer paar rum.
Wenn du aber ein Ordentliches Tonbandgerät gesucht hättest hätte ich dich
nach Großenhain oder Dipps gejagt.
Warum diese Streuungen da waren ist ein Phänomen das damals nicht und heute
überhaupt nicht zu klären ist.
Noch ne Anmerkung. Meine Mutter war in Dresden die Vorsitzende der Arbeiter
und Bauerninspektion.
die haben immer mal wieder Probiert herauszufinden wie es zu sowas kommt..
Die warscheinlichste Ursache ist der ( Falsche ) Schlüssel nach dem solche
Geräte verteilt wurden.
Gunter
Hallo, Gunter,
gut zu wissen, WO es damals WAS gab.... :-), ich hätte Dich vor 21
Jahren kennen sollen. Aber die Schei.... Planwirtschaft funktionierte in
keinster Weise.
Gruß aus Dresden, wo ich noch immer wohne.
Mona
Ulf Gutschmidt
2007-11-03 15:31:23 UTC
Permalink
Post by gunter kuehne
Übrigens habe ich damals öfter die Erfahrung gemacht das man gesuchte
Produkte lieber außerhalb von Stadtzentren kaufen sollte . dort habe ich
fast immer Bekommen was ich wollte)
Wir haben gerne in Dömitz gespielt, das war im Grenzgebiet, und der
RFT-Laden war immer proppenvoll mit Raritäten - kein Wunder, kam ja kaum
jemand hin.

UG
Kai Garlipp
2007-11-06 22:47:27 UTC
Permalink
Post by Ulf Gutschmidt
Wir haben gerne in Dömitz gespielt, das war im Grenzgebiet,
Dömitz war aber m.E. für jedermann offen, auch wenn es unmittelbar an der Grenze
lag. Oder habt ihr einen besonderen Passierschein gebraucht um dorthin fahren zu
können?
Post by Ulf Gutschmidt
und der
RFT-Laden war immer proppenvoll mit Raritäten - kein Wunder, kam ja kaum
jemand hin.
Dömitz lag halt abseits vom Durchgangsverkehr, denn das Umland war entweder
Westen oder Grenzgebiet.

Bye Kai
Martin Ebert
2007-11-07 01:22:21 UTC
Permalink
Post by Kai Garlipp
Post by Ulf Gutschmidt
Wir haben gerne in Dömitz gespielt, das war im Grenzgebiet,
Dömitz war aber m.E. für jedermann offen,
Ggf nicht zu jeder Zeit: Es hat mal eine Umgliederung
des Grenzgebiets gegeben. Da fielen einige Orte dann
heraus. Benneckenstein ist mir erinnerlich.

Ja, dieses Thema hatten wir auch schon.
Du suchst selbst?

Mt
Kai-Uwe Thiessenhusen
2007-11-07 01:29:33 UTC
Permalink
Post by Martin Ebert
Post by Kai Garlipp
Post by Ulf Gutschmidt
Wir haben gerne in Dömitz gespielt, das war im Grenzgebiet,
Dömitz war aber m.E. für jedermann offen,
Ggf nicht zu jeder Zeit: Es hat mal eine Umgliederung
des Grenzgebiets gegeben. Da fielen einige Orte dann
heraus. Benneckenstein ist mir erinnerlich.
Ja, und auch Dömitz fiel in diese Klasse. Muß Mitte der 70er gewesen
sein. Als Ulf da muszierte, war es jedenfalls kein echtes Grenzgebiet mehr.

-kut
Ulf Gutschmidt
2007-11-07 13:03:15 UTC
Permalink
Post by Kai-Uwe Thiessenhusen
Post by Martin Ebert
Post by Kai Garlipp
Post by Ulf Gutschmidt
Wir haben gerne in Dömitz gespielt, das war im Grenzgebiet,
Dömitz war aber m.E. für jedermann offen,
Ggf nicht zu jeder Zeit: Es hat mal eine Umgliederung
des Grenzgebiets gegeben. Da fielen einige Orte dann
heraus. Benneckenstein ist mir erinnerlich.
Ja, und auch Dömitz fiel in diese Klasse. Muß Mitte der 70er gewesen
sein. Als Ulf da muszierte, war es jedenfalls kein echtes Grenzgebiet mehr.
Langsam fällt der Groschen. Passierschein braucht man für Schönberg und
Schwanheide.
Hab ich die Story schon erzählt, wie wir mal kurze Zeit auf der
Transitautobahn verhaftet wurden?

UG
Torsten Mueller
2007-11-07 14:16:08 UTC
Permalink
Post by Ulf Gutschmidt
Post by Kai-Uwe Thiessenhusen
Ja, und auch Dömitz fiel in diese Klasse. Muß Mitte der 70er
gewesen sein. Als Ulf da muszierte, war es jedenfalls kein echtes
Grenzgebiet mehr.
Langsam fällt der Groschen. Passierschein braucht man für Schönberg
und Schwanheide.
Aber Ulf! Heute nicht mehr! Du kannst einfach so hin - irre, nich?

T.M.
--
Ihr wißt wenig vom Lauf der Welt. (Don Quixote de la Mancha)
Ulf Gutschmidt
2007-11-07 14:24:48 UTC
Permalink
Post by Torsten Mueller
Post by Ulf Gutschmidt
Post by Kai-Uwe Thiessenhusen
Ja, und auch Dömitz fiel in diese Klasse. Muß Mitte der 70er
gewesen sein. Als Ulf da muszierte, war es jedenfalls kein echtes
Grenzgebiet mehr.
Langsam fällt der Groschen. Passierschein braucht man für Schönberg
und Schwanheide.
Aber Ulf! Heute nicht mehr! Du kannst einfach so hin - irre, nich?
Will ich aber gar nicht.
Übrigens habe ich eben eine google-Verschwörung aufgedeckt, als ich mir
das Gebiet mal bei google-maps angeschaut habe: Man verschweigt den Ort
Salzgitter. Da steckt bestimmt die Stasi dahinter, wegen der
Dokumentationsstelle über das DDR-Unrecht!

UG
Matthias Opatz
2007-11-07 14:46:02 UTC
Permalink
Post by Ulf Gutschmidt
Übrigens habe ich eben eine google-Verschwörung aufgedeckt, als ich mir
das Gebiet mal bei google-maps angeschaut habe: Man verschweigt den Ort
Salzgitter.
Naja, ein Ort (im Sinne von Platz) ist salzgitter ja nie gewesen.
Nimm 10 Städte und 20 Dörfer, mache eine Gemeinde daraus und gib
ihr einen Namen, der keiner der 30 Ortsnamen ist. Ja, wo ist der
Ort denn nun?

Solche Konstellationen sind der Alptraum aller Routenplaner- und
Tomtombenutzer.

Matthias
--
Doch mit dem Kopf kann sie machen, was sie will. Denn der Kopf hat immer
frei dabei. Der baut Geschichten und Schlösser in der Still, und die zeigt
sie mir am Abend, wenn sie will, und hat dann auch ihre Hände wieder frei!

==== Bitte bei Mailantwort Großbuchstaben aus Reply-Adresse löschen! ====
Martin Ebert
2007-11-07 22:42:55 UTC
Permalink
Post by Matthias Opatz
Post by Ulf Gutschmidt
Übrigens habe ich eben eine google-Verschwörung aufgedeckt, als ich mir
das Gebiet mal bei google-maps angeschaut habe: Man verschweigt den Ort
Salzgitter.
Naja, ein Ort (im Sinne von Platz) ist salzgitter ja nie gewesen.
Nimm 10 Städte und 20 Dörfer, mache eine Gemeinde daraus und gib
ihr einen Namen, der keiner der 30 Ortsnamen ist. Ja, wo ist der
Ort denn nun?
Wir müssen da auch mal ganz dringend über die Namensfindung von
Salzgitter und Wolfsburg reden ... <s>
Schade, schade - ist offtopic.
Post by Matthias Opatz
Solche Konstellationen sind der Alptraum aller Routenplaner- und
Tomtombenutzer.
Viel Spass in MecPomm.
Und nördliches Brandenburg. - Eine Pest, einzuweisen in *.unmut

Mt
Patrick Bonacker
2007-11-08 09:01:30 UTC
Permalink
Hallo,
Post by Martin Ebert
Post by Matthias Opatz
Solche Konstellationen sind der Alptraum aller Routenplaner- und
Tomtombenutzer.
Viel Spass in MecPomm.
Oh ja, alle einschlägigen Navigeräte behaupten, ich würde in "Dreetz"
wohnen. Der Name ist komplett erfunden, das hieß niemals so. Unser
eigentlicher Ort befindet sich dagegen angeblich mitten in einem
unbewohnten Wald 2 km entfernt ("Sie haben das Ziel erreicht.")

Patrick
Kai-Uwe Thiessenhusen
2007-11-09 00:02:01 UTC
Permalink
Post by Patrick Bonacker
Oh ja, alle einschlägigen Navigeräte behaupten, ich würde in "Dreetz"
wohnen. Der Name ist komplett erfunden, das hieß niemals so. Unser
eigentlicher Ort befindet sich dagegen angeblich mitten in einem
unbewohnten Wald 2 km entfernt ("Sie haben das Ziel erreicht.")
Seit über 10 Jahren gängige Folklore im Potsdamer Raum ist die
Geschichte von dem Fahrer eines hochklassigen Wagens, damals, also Mitte
der 90er, mit einem Navisystem ausgestattet, das ihn bei Caputh samt
seinem Gefährt in die Havel lenkte, nicht erkennend, daß dort der Flúß
ansonsten üblicherweise mittels einer gerade am anderen Ufer liegenden
Fähre überquert wird.

-kut
Martin Ebert
2007-11-09 01:45:59 UTC
Permalink
Post by Kai-Uwe Thiessenhusen
Oh ja, alle einschlägigen Navigeräte behaupten, ...
Seit über 10 Jahren gängige Folklore im Potsdamer Raum ist die
Geschichte von dem Fahrer eines hochklassigen Wagens, damals, also Mitte
der 90er, mit einem Navisystem ausgestattet, das ihn bei Caputh samt
seinem Gefährt in die Havel lenkte, nicht erkennend, daß dort der Flúß
ansonsten üblicherweise mittels einer gerade am anderen Ufer liegenden
Fähre überquert wird.
Der Herr Jauch hatte diesen "Vorfall" vor Jahrhunderten als Thema.
Die angetraute Steuerersparnis des Lenkers war in der Sendung anwesend,
bestätigte das alles auch.

Stutzig machten mich zwei Dinge:
1) Warum war der Gatte der Beifahrerin (der hat den BMW rein
gefahren!) nicht in Jauchs Sendung?

2) Wo im Land Brandenburg gibt die PKW-Anfahrt das eigentlich real
her? - Mir fällt da in BRB nur eine einige Fähre ein. Ok, ich
kenne nicht alle.

BTW: Das Thema ist grundsätzlich eher traurig. Vor wenigen Jahren
hat ein Rentner-Opa seinen Enkel und drei Enkel-Kumpels zum Sport-
Training gefahren. Kleine Kinder, Grundschule.
Fähre. PKW rollt in den Fluss - dummerweise Elbe.
Zwei gerettet - aber leider auch zwei Tote - Kinder.

Mt
Boris Gerlach
2007-11-09 03:35:52 UTC
Permalink
Martin Ebert schrieb:

[...]
Post by Martin Ebert
Post by Kai-Uwe Thiessenhusen
Seit über 10 Jahren gängige Folklore im Potsdamer Raum ist die
Geschichte von dem Fahrer eines hochklassigen Wagens, damals, also Mitte
der 90er, mit einem Navisystem ausgestattet, das ihn bei Caputh samt
seinem Gefährt in die Havel lenkte, nicht erkennend, daß dort der Flúß
ansonsten üblicherweise mittels einer gerade am anderen Ufer liegenden
Fähre überquert wird.
[...]
Post by Martin Ebert
2) Wo im Land Brandenburg gibt die PKW-Anfahrt das eigentlich real
her? - Mir fällt da in BRB nur eine einige Fähre ein. Ok, ich
kenne nicht alle.
Bei Ketzin?

http://an-der-faehre.de/haus02.htm

BGE
Gerald Endres
2007-11-09 04:56:34 UTC
Permalink
Post by Martin Ebert
2) Wo im Land Brandenburg gibt die PKW-Anfahrt das eigentlich real
her? - Mir fällt da in BRB nur eine einige Fähre ein. Ok, ich
kenne nicht alle.
Die Stelle in Google-Earth:
52°20'50.63" N
12°59'07.57" O

Ich kenne die Fähre, und die Geschichte kommt mir sehr glaubwürdig
vor: Tatsächlich war in den üblichen Karten damals keine Fähre,
sondern eine simple Fortsetzung der Straße, also eine Brücke,
eingezeichnet.
Ich selbst war darauf reingefallen, als ich zum ersten mal dahin kam:
Es war schon Abend, und auf meiner Karte war eine praktische Abkürzung
meines Wegs zu sehen. Als ich sie fuhr, stand ich plötzlich an der
Fähre, und der Fährmann machte gerade ein Päuschen im Caputher
Fährhaus (da gabs damals übrigens guten Aal grün, wie ich später
feststellte). Er ging allerdings relativ bald an die Arbeit. Die
erwartete Zeitersparnis durch die Abkürzung war natürlich dahin.

Gruß
Gerald
--
Die großen Kriminalfälle - Der Schmücker-Mord
ein Dokumentarfilm von Ute Bönnen und Gerald Endres
Freitag, 9.November, um 20:15 Uhr in 3SAT
http://www.boen-end.de
Gerald Endres
2007-11-09 07:36:40 UTC
Permalink
Post by Gerald Endres
52°20'50.63" N
12°59'07.57" O
Nuja, geht auch einfacher: ""Geltower Chaussee, Caputh" eingeben.

Gruß
Gerald
--
Die großen Kriminalfälle - Der Schmücker-Mord
ein Dokumentarfilm von Ute Bönnen und Gerald Endres
Freitag, 9.November, um 20:15 Uhr in 3SAT
http://www.boen-end.de
Kai-Uwe Thiessenhusen
2007-11-09 09:27:40 UTC
Permalink
Post by Martin Ebert
Post by Kai-Uwe Thiessenhusen
Oh ja, alle einschlägigen Navigeräte behaupten, ...
Seit über 10 Jahren gängige Folklore im Potsdamer Raum ist die
Geschichte von dem Fahrer eines hochklassigen Wagens, damals, also Mitte
der 90er, mit einem Navisystem ausgestattet, das ihn bei Caputh samt
seinem Gefährt in die Havel lenkte, nicht erkennend, daß dort der Flúß
ansonsten üblicherweise mittels einer gerade am anderen Ufer liegenden
Fähre überquert wird.
2) Wo im Land Brandenburg gibt die PKW-Anfahrt das eigentlich real
her? -
Den Ortsnamen sagte ich doch; mittlerweile haben es schon einige ganz
genau genannt.
Post by Martin Ebert
Mir fällt da in BRB nur eine einige Fähre ein. Ok, ich
kenne nicht alle.
Gibt einige: noch einige andere Havelfähren, Elbfähren in Lenzen und
Mühlberg (letztere gerade dabei, durch eine Brücke abgelöst zu werden).

-kut
Martin Ebert
2007-11-09 22:36:59 UTC
Permalink
Post by Kai-Uwe Thiessenhusen
Post by Martin Ebert
Mir fällt da in BRB nur eine einige Fähre ein. Ok, ich
kenne nicht alle.
Ich bezog mich auf die reale Möglichkeit, einen 5er bis
Dachoberkante zu versenken inkl. Anfahrt dorthin.
Post by Kai-Uwe Thiessenhusen
Gibt einige: noch einige andere Havelfähren,
Müssen wir ja nicht hier weiter verhandeln: Ich habe das
Fährenoverlay von POI-Warner verbrochen. Leider fehlen
da noch welche der kleineren Flüsse ...
Post by Kai-Uwe Thiessenhusen
Elbfähren (...) Mühlberg (letztere gerade dabei, durch
eine Brücke abgelöst zu werden).
Ich bin dort vorbeigefahren. Aber ich habe beim besten
Willen nicht verstanden, was die da eigentlich anbinden
soll. Da sind doch nur Dorfstraßen beidseits der Elbe.
Und eine Vorleistung für die A16 kann es nicht sein,
weil offensichtlich nur zweispurig.

Mt
Kai-Uwe Thiessenhusen
2007-11-09 00:10:49 UTC
Permalink
Post by Martin Ebert
Post by Matthias Opatz
Naja, ein Ort (im Sinne von Platz) ist salzgitter ja nie gewesen.
Nimm 10 Städte und 20 Dörfer, mache eine Gemeinde daraus und gib
ihr einen Namen, der keiner der 30 Ortsnamen ist. Ja, wo ist der
Ort denn nun?
Wir müssen da auch mal ganz dringend über die Namensfindung von
Salzgitter und Wolfsburg reden ... <s>
In *beiden* Fällen ist der Ortsname seit dem 14. Jahrhundert verbreitet.

-ku "Wolfsburg ist 'ne grüne Stadt
Die einiges zu bieten hat
Ein Schloß, ein Werk, das Arbeit gibt
Und einen See, den jeder liebt
Nach kurzer Zeit merkt jeder schnell
Das schönste doch ist unser VfL" t
Martin Ebert
2007-11-09 02:05:55 UTC
Permalink
Post by Kai-Uwe Thiessenhusen
Post by Martin Ebert
Wir müssen da auch mal ganz dringend über die Namensfindung von
Salzgitter und Wolfsburg reden ... <s>
In *beiden* Fällen ist der Ortsname seit dem 14. Jahrhundert verbreitet.
Wovon träumst Du sonst so?

In dem einen Fall hat das mit "ich möchte Meier heißen" zu tun,
in dem anderen Fall damit, dass die Stadt erst nach Kriegsende
einen Namen verordnet bekam.

Zwar gehört das wirklich nicht in dafd - erlaube mir aber
trotzdem die Frage: Ist Dir das wirklich unbekannt?

Mt
Kai-Uwe Thiessenhusen
2007-11-09 09:00:57 UTC
Permalink
Post by Martin Ebert
Post by Kai-Uwe Thiessenhusen
Post by Martin Ebert
Wir müssen da auch mal ganz dringend über die Namensfindung von
Salzgitter und Wolfsburg reden ... <s>
In *beiden* Fällen ist der Ortsname seit dem 14. Jahrhundert verbreitet.
Wovon träumst Du sonst so?
Davon, daß man hier nicht irgendwelche Verschwörungstheorien verbreitet,
sondern vor dem Schreiben wenigstens mal, beispielsweise in Wikipedia,
nachliest.

Auch im Kursbuch von 1929 finden sich *beide* Namen. Wolfsburg hatte
einen Doppelnamen mit dem heute natürlich in der Stadt aufgegangenem
Rothenfelde; Salzgitter war das heutige Salzgitter Bad.

Ob: daf.ddr: Wolfsburg hat ein Planetarium von Ulrich Müther;
gerüchterweise war dessen Bau der Anlaß für die Lieferung der VW-Golf in
die DDR.

-kut
Juergen Schulz
2007-11-09 13:08:18 UTC
Permalink
Post by Kai-Uwe Thiessenhusen
Davon, daß man hier nicht irgendwelche Verschwörungstheorien verbreitet,
sondern vor dem Schreiben wenigstens mal, beispielsweise in Wikipedia,
nachliest.
Wirklich _gelesen_ hast du das aber auch nicht, oder? Wolfsburg war
zunächst der Name der dortigen Burg und eines Wohnplatzes. Mal ein
Zitat aus der von dir angegebenen Quelle:

Zitat:
1302 wurde _die_ Wolfsburg als Sitz des Adelsgeschlechts derer von
Bartensleben erstmals urkundlich erwähnt. 1372 folgte die erste
urkundliche Erwähnung der Burg Neuhaus.

Am 26. Mai 1938 wurde der Grundstein für das Volkswagenwerk auf der
Nordseite des Mittellandkanals gelegt, wo der KdF-Wagen und später
der VW Käfer gebaut wurde. Um die nötigen Arbeiter unterzubringen,
sollte in unmittelbarer Nähe eine neue Stadt entstehen. Daher wurde
mit Wirkung vom 1. Juli 1938 durch Verordnung des Oberpräsidenten der
Regierung zu Lüneburg die „Stadt des KdF-Wagens bei Fallersleben“ im
Landkreis Gifhorn durch Vereinigung der Gemeinden Rothehof-Rothenfelde
und Heßlingen _(einschließlich des Wohnplatzes Wolfsburg)_ sowie einzelner
Grundstücke der Gemeinden Mörse (Gemarkungen Mörse, Hattorf und Barnstorf),
Sandkamp, Fallersleben und Hattorf, alle zum Landkreis Gifhorn gehörig,
gebildet. Das Zentrum der neuen Stadt sollte auf der Gemarkung Heßlingen
entstehen.

...

Am 25. Mai 1945 wurde auf Weisung der britischen Besatzungsmacht die Stadt
in „Wolfsburg“ umbenannt.[2] Damit erhielt sie ihren endgültigen Namen
nach dem gleichnamigen Schloss bzw. Wohnplatz an der Aller.

...

Eingemeindungen
Mit Wirkung vom 1. Juli 1938 wurden die Gemeinden Rothehof-Rothenfelde
und Heßlingen (einschließlich des Wohnplatzes Wolfsburg) mit insgesamt
857 Einwohnern sowie zahlreiche Flurstücke der Gemeinden Mörse
(Gemarkungen Mörse, Hattorf und Barnstorf), Sandkamp, Fallersleben und
Hattorf (damals alle Landkreis Gifhorn) zur „Stadt des KdF-Wagens“
vereinigt, 1945 wurde sie in „Stadt Wolfsburg“ umbenannt. 1951 verließ
sie den Landkreis Gifhorn und wurde kreisfrei.

/Zitat

Jürgen
Kai-Uwe Thiessenhusen
2007-11-09 15:01:24 UTC
Permalink
Post by Juergen Schulz
Post by Kai-Uwe Thiessenhusen
Davon, daß man hier nicht irgendwelche Verschwörungstheorien
verbreitet, sondern vor dem Schreiben wenigstens mal, beispielsweise
in Wikipedia, nachliest.
Wirklich _gelesen_ hast du das aber auch nicht, oder? Wolfsburg war
zunächst der Name der dortigen Burg und eines Wohnplatzes.
Und wo ist der Widerspruch zu meiner Aussage? Meine war, daß der
*Ortsname* seit langem gebräuchlich war (also nicht etwa, wie gerne
kolportiert, eine Nazierfindung von wegen Führer=Wolf war). Daß es dort
vorher keinen wirklich bedeutenden Ort gegeben hat, ist doch klar. Und
wie gesagt, der Bahnhof hieß seit 1928 bis nach Kriegsende
Rothenfelde-Wolfsburg.

-kut
Juergen Schulz
2007-11-09 15:16:04 UTC
Permalink
Post by Kai-Uwe Thiessenhusen
Post by Juergen Schulz
Post by Kai-Uwe Thiessenhusen
Davon, daß man hier nicht irgendwelche Verschwörungstheorien
verbreitet, sondern vor dem Schreiben wenigstens mal, beispielsweise
in Wikipedia, nachliest.
Wirklich _gelesen_ hast du das aber auch nicht, oder? Wolfsburg war
zunächst der Name der dortigen Burg und eines Wohnplatzes.
Und wo ist der Widerspruch zu meiner Aussage? Meine war, daß der
*Ortsname* seit langem gebräuchlich war (also nicht etwa, wie gerne
kolportiert, eine Nazierfindung von wegen Führer=Wolf war).
Das stand hier ja gar nicht zur Diskussion.
Post by Kai-Uwe Thiessenhusen
Daß es dort
vorher keinen wirklich bedeutenden Ort gegeben hat, ist doch klar.
Am ehesten noch Fallersleben.
Post by Kai-Uwe Thiessenhusen
Und wie gesagt, der Bahnhof hieß seit 1928 bis nach Kriegsende
Rothenfelde-Wolfsburg.
Ja. Wolfsburg nach der Wolfsburg, nicht nach dem Wohnplatz. Wolfsburg
war kein eigenständiger Ort, noch nicht mal ein Weiler. Und er gehörte
bis 1938 auch nicht zu Rothenfelde, sondern zu Heßlingen. Und hier
Post by Kai-Uwe Thiessenhusen
Post by Juergen Schulz
Das Zentrum der neuen Stadt sollte auf der Gemarkung Heßlingen
entstehen.
Jürgen
Kai-Uwe Thiessenhusen
2007-11-09 15:44:48 UTC
Permalink
Post by Juergen Schulz
Post by Kai-Uwe Thiessenhusen
Und wo ist der Widerspruch zu meiner Aussage? Meine war, daß der
*Ortsname* seit langem gebräuchlich war (also nicht etwa, wie gerne
kolportiert, eine Nazierfindung von wegen Führer=Wolf war).
Das stand hier ja gar nicht zur Diskussion.
M.E. schon.
Post by Juergen Schulz
Post by Kai-Uwe Thiessenhusen
Daß es dort vorher keinen wirklich bedeutenden Ort gegeben hat, ist
doch klar.
Am ehesten noch Fallersleben.
Aber der lag zwar in der Nähe, aber bis 1972 außerhalb.
Post by Juergen Schulz
Post by Kai-Uwe Thiessenhusen
Und wie gesagt, der Bahnhof hieß seit 1928 bis nach Kriegsende
Rothenfelde-Wolfsburg.
Ja. Wolfsburg nach der Wolfsburg, nicht nach dem Wohnplatz. Wolfsburg
war kein eigenständiger Ort, noch nicht mal ein Weiler.
Es hatte im 18. Jahrhundert Kirche, Schloß und ca. 25 Häuser, ähnlich
blieb es anscheinend bis zum Werkbau.

-kut
Torsten Jerzembeck
2007-11-09 17:33:45 UTC
Permalink
Post by Kai-Uwe Thiessenhusen
Und wie gesagt, der Bahnhof hieß seit 1928 bis nach Kriegsende
Rothenfelde-Wolfsburg.
Die Umbenennung muß ziemlich kurz nach Kriegsende erfolgt sein. Im
Jahresfahrplan 1994/45 heißt der Bahnhof noch Rothenfelde-Wolfsburg
(siehe <Loading Image...>), im Oktober
1948 bereits Wolfsburg (ohne Rothenfelde). Quelle für letzteres ist das
mir vorliegende "Reichsbahn-Kursbuch amerikanisches/britisches/
französisches Besatzungsgebiet, Jahresfahrplan 1948/49, Winterabschnitt,
gültig vom 3. Okt. 1948 an".

debh: Kriegen wir das noch genauer eingegrenzt? Wenn ich noch in Münster
wäre, würde ich in der Unibibliothek in die dort vorhandenen Vorgänger-
ausgaben meines Exemplars schauen.

dafd: Das Kursbuch von 1948 enthält auf Seite 1 unterhalb des Inhalts-
verzeichnisses den unschuldigen Satz "Fernverbindungen des sowjetischen
Besatzungsgebietes werden aus technischen Gründen später herausgegeben".

Beste Grüße aus Bad Cannstatt,

=ToJe=

(F'up nach de.etc.bahn.historisch gesetzt.)
--
Torsten Jerzembeck * Oberschlesische Str. 61 * D-70374 Stuttgart
Exil-Westfale * PGP: B74DB58D * MIME welcome * Generation Tux
Martin Ebert
2007-11-09 22:46:21 UTC
Permalink
Post by Kai-Uwe Thiessenhusen
Und wo ist der Widerspruch zu meiner Aussage? Meine war, daß der
*Ortsname* seit langem gebräuchlich war (also nicht etwa, wie gerne
kolportiert, eine Nazierfindung von wegen Führer=Wolf war). Daß es dort
vorher keinen wirklich bedeutenden Ort gegeben hat, ist doch klar. Und
wie gesagt, der Bahnhof hieß seit 1928 bis nach Kriegsende
Rothenfelde-Wolfsburg.
Kai-Uwe,
es tut mir wirklich leid. Du möchtest Dich da bitte von einem
grundsätzlichen Irrtum trennen - und von wikipedia gleich mit.

Die fragliche Stadt wurde 1938 als "Stadt des KdF-Wagens bei
Fallersleben" gegründet. Diesen Fakt kannst Du jetzt zur
Kenntnis nehmen - oder wegen mir auch nicht.

1945 fand die britische Besatzungsmacht diesen Namen nicht
so sehr schön und erzwang eine Umbenennung - also zu Wolfsburg.

Ich meine, dass dem eine Abstimmung mit verschiedenen Versionen
voraus ging (Fallersleben?) - Quelle finde ich leider nicht.

Übrigens hat die fragliche Stadt eine eigene Homepage ... ;-)

Mt

Patrick Bonacker
2007-11-09 13:33:02 UTC
Permalink
Hallo,

on Fri, 09 Nov 2007 10:00:57 +0100, Kai-Uwe Thiessenhusen
Post by Kai-Uwe Thiessenhusen
Ob: daf.ddr: Wolfsburg hat ein Planetarium von Ulrich Müther;
gerüchterweise war dessen Bau der Anlaß für die Lieferung der VW-Golf in
die DDR.
Hatten wir neulich erst: bei einer Werkstour in Wolfsburg, wird
erzählt, dass die DDR für die Golf mehrere Großpressen an das VW-Werk
lieferte, die dort auch heute noch in Betrieb und inkl. WMW-Logo zu
sehen sind.

Aber vermutlich wurden einfach verschiedene Dinge geliefert. 10.000
Golf (oder wieviele das waren) sind ja auch kein Pappenstiel...

Patrick
Ulf Gutschmidt
2007-11-09 13:30:15 UTC
Permalink
Post by Kai-Uwe Thiessenhusen
Post by Martin Ebert
Post by Kai-Uwe Thiessenhusen
Post by Martin Ebert
Wir müssen da auch mal ganz dringend über die Namensfindung von
Salzgitter und Wolfsburg reden ... <s>
In *beiden* Fällen ist der Ortsname seit dem 14. Jahrhundert verbreitet.
Wovon träumst Du sonst so?
Davon, daß man hier nicht irgendwelche Verschwörungstheorien verbreitet,
sondern vor dem Schreiben wenigstens mal, beispielsweise in Wikipedia,
nachliest.
Ich fand es einfach witzig, daß bei google-maps "Salzgitter" einfach nur
"Gitter" heißt. Da muß aber jemand verdammt gepennt haben.

UG
Patrick Bonacker
2007-11-07 21:35:03 UTC
Permalink
Hallo,
Post by Ulf Gutschmidt
Langsam fällt der Groschen. Passierschein braucht man für Schönberg und
Schwanheide.
Nein, Schönberg war offen; Passierschein brauchte man für Selmstorf
und Dassow. Die Kontrollstelle aus Richtung Schönberg war kurz vor der
Mülldeponie, die aus Richtung Grevesmühlen auf dem Berg vor Dassow.
Die dafür angelegten zusätzlichen Spuren sind noch vorhanden bzw.
deren ehemalige Lage erkennbar.

Bin mir aber ziemlich sicher, dass man schon darauf achtete, wer so
alles in Schönberg aus dem Zug stieg...

Schwanheide ist gut möglich, bin mir aber nicht sicher.

Patrick
Kai-Uwe Thiessenhusen
2007-11-09 00:04:20 UTC
Permalink
Post by Patrick Bonacker
Nein, Schönberg war offen; Passierschein brauchte man für Selmstorf
und Dassow. Die Kontrollstelle aus Richtung Schönberg war kurz vor der
Mülldeponie, die aus Richtung Grevesmühlen auf dem Berg vor Dassow.
Die dafür angelegten zusätzlichen Spuren sind noch vorhanden bzw.
deren ehemalige Lage erkennbar.
Bin mir aber ziemlich sicher, dass man schon darauf achtete, wer so
alles in Schönberg aus dem Zug stieg...
Jau. Hab dort zweimal einen Kommilitonen besucht, dessen Eltern dort
wohnten. Man durfte, aber es wurde kontrolliert.
Post by Patrick Bonacker
Schwanheide ist gut möglich, bin mir aber nicht sicher.
Dahin durfte man nicht ohne Passierschein. Nach Boizenburg schon. Von
den DDR-Grenzbahnhofsorten Ri. BRD war allerdings in den 80ern
Marienborn ohne Passierschein erreichbar.

-kut
Martin Ebert
2007-11-09 01:59:04 UTC
Permalink
Post by Kai-Uwe Thiessenhusen
Post by Patrick Bonacker
Nein, Schönberg war offen;
Bin mir aber ziemlich sicher, dass man schon darauf achtete, wer so
alles in Schönberg aus dem Zug stieg...
Jau. Hab dort zweimal einen Kommilitonen besucht, dessen Eltern dort
wohnten. Man durfte, aber es wurde kontrolliert.
Das Ganze nannte sich Vorfeldkontrolle.

Schon vor dem eigentlichen Grenzgebiet wurde der Reisestrom
selektiv geprüft.

Die Trapo stiefelte durch den Zug und achtete auf Besonderheiten.
Also (z.B.) junge Männer ohne Gepäck.

Heute kann man sich das gar nicht mehr so recht vorstellen (und
die nächste Generation noch weniger): Ich bin relativ oft nach
Wernigerode gereist, da ich dort eine Verwandte hatte.

Im D-Zug war es üblich, dass zwischen Halberstadt und Wernigerode
die Trapo durchkam - und unklare Subjekte einer hochnotpeinlichen
öffentlichen Befragung unterzog:

* Ihren Personalausweis bitte.
* Wohin?
* Was wollen Sie dort?
* Einlade-Person genau?
* Wie lange?
* Welche Straße im Ort?
* Hausnummer?
* Sachen Se mal Nebenstraßen?

Real wurden die meisten "Grenzverletzer" genau durch diese "Vor-
feldmaßnahme" herausgefischt. Die haben sich durch mangelnde
Ortskenntnis SOWIE erkennbare ANGST-Unsicherheit verraten.

Möchte Mt meinen.
Martin Ebert
2007-11-07 22:44:46 UTC
Permalink
Post by Ulf Gutschmidt
Hab ich die Story schon erzählt, wie wir mal kurze Zeit auf der
Transitautobahn verhaftet wurden?
Selbst wenn man Dich bittet, diese zu verschweigen:
Du hörst ja eh nie. ;-)

Mach aber bitte einen neuen Thread auf.
(ich erzähl dann folgend, wie das Autobahn-MfS so drauf war ...)

Mt
Eva2
2007-11-02 16:26:40 UTC
Permalink
Hi @all,

"Eigentlich" gab es keine Überziehung. Wenn doch, kam ein mehr oder weniger
böser Brief von der Sparkasse.
Weiß ich, das war in meiner "Sturm- und Drangzeit"...:-)

Zur Währungsumstellung habe ich mein Girokonto deftig überzogen, u.a. um
mein Sparbuch auf die 8000 Mark aufzufüllen.
Ergebnis:
-Schulden halbiert
-Guthaben 1:1

Ich betrachte mich dennoch als "kleinen Fisch"...

Jörg
Jörg Schwenke
2007-11-02 16:28:24 UTC
Permalink
Sorry, war falsches Konto...:-)

J
Claus E Beyer
2007-11-07 17:30:47 UTC
Permalink
Post by Eva2
"Eigentlich" gab es keine Überziehung. Wenn doch, kam ein mehr oder
weniger böser Brief von der Sparkasse.
Weiß ich, das war in meiner "Sturm- und Drangzeit"...:-)
Zur Währungsumstellung habe ich mein Girokonto deftig überzogen, u.a.
um mein Sparbuch auf die 8000 Mark aufzufüllen.
-Schulden halbiert
-Guthaben 1:1
8000 M? - Das verstehe ich nicht.

War es nicht wie folgt bei der Umstellung von Mark(DDR) auf DM(BRD)?:

Personen bis 18 J. alt: (1:1 bis 2000 M, 1:2 für den Rest)
Erwachsene: (1:1 bis 4000 M, 1:2 für den Rest)
Rentner: (1:1 bis 6000 M, 1:2 für den Rest)

Claus
Juergen Schulz
2007-11-07 18:35:41 UTC
Permalink
Post by Claus E Beyer
8000 M? - Das verstehe ich nicht.
Personen bis 18 J. alt: (1:1 bis 2000 M, 1:2 für den Rest)
Erwachsene: (1:1 bis 4000 M, 1:2 für den Rest)
Ehepaar? 2 x 4000M = 8000M

Jürgen
Gert Schulze
2007-11-07 20:19:07 UTC
Permalink
Post by Juergen Schulz
Post by Claus E Beyer
8000 M? - Das verstehe ich nicht.
Schließe mich der Frage an.
Post by Juergen Schulz
Post by Claus E Beyer
Personen bis 18 J. alt: (1:1 bis 2000 M, 1:2 für den Rest)
Erwachsene: (1:1 bis 4000 M, 1:2 für den Rest)
Ehepaar? 2 x 4000M = 8000M
Nein. Jede Person brauchte ein eigenes Konto, so auch meine damals
achtmonatige jüngste Tochter.

--
Grüße
Gert
Martin Ebert
2007-11-07 22:49:49 UTC
Permalink
Post by Gert Schulze
Post by Juergen Schulz
Post by Claus E Beyer
8000 M? - Das verstehe ich nicht.
Schließe mich der Frage an.
Post by Juergen Schulz
Post by Claus E Beyer
Personen bis 18 J. alt: (1:1 bis 2000 M, 1:2 für den Rest)
Erwachsene: (1:1 bis 4000 M, 1:2 für den Rest)
Ehepaar? 2 x 4000M = 8000M
Nein. Jede Person brauchte ein eigenes Konto, so auch meine damals
achtmonatige jüngste Tochter.
Ich halte Deinen Schluss für nicht zulässig.

Die Holde und ich hatten nur ein Girokonto. Und wir haben die
Freigrenzen wirklich komplett 1:1 umgerubelt.

Es muss also möglich gewesen sein.

BTW habe ich irgendwo noch einen unausgefüllten Umstellungsantrag.
Wenn ich den finde, sollte ich ihn dringend der Nachwelt online
stellen.

Mt
Gert Schulze
2007-11-08 08:45:44 UTC
Permalink
Post by Martin Ebert
Post by Gert Schulze
Post by Juergen Schulz
Post by Claus E Beyer
8000 M? - Das verstehe ich nicht.
Schließe mich der Frage an.
Post by Juergen Schulz
Post by Claus E Beyer
Personen bis 18 J. alt: (1:1 bis 2000 M, 1:2 für den Rest)
Erwachsene: (1:1 bis 4000 M, 1:2 für den Rest)
Ehepaar? 2 x 4000M = 8000M
Nein. Jede Person brauchte ein eigenes Konto, so auch meine damals
achtmonatige jüngste Tochter.
Ich halte Deinen Schluss für nicht zulässig.
Die Holde und ich hatten nur ein Girokonto. Und wir haben die
Freigrenzen wirklich komplett 1:1 umgerubelt.
Es muss also möglich gewesen sein.
BTW habe ich irgendwo noch einen unausgefüllten Umstellungsantrag.
Wenn ich den finde, sollte ich ihn dringend der Nachwelt online
stellen.
Wäre verdienstvoll. Jedoch war es mit den Kinderlein wirklich so, daß jedes
ein eigenes Konto brauchte. Die Sparbücher habe ich heute noch.
--
Grüße
Gert
Martin Ebert
2007-11-09 01:36:12 UTC
Permalink
Post by Gert Schulze
Post by Martin Ebert
Die Holde und ich hatten nur ein Girokonto. Und wir haben die
Freigrenzen wirklich komplett 1:1 umgerubelt.
Es muss also möglich gewesen sein.
Wegen des Hinweises auf Sparbücher werde ich deutlich
unsicher. - Allerdings möchte ich auch weiterhin meinen, dass
die Holde und ich die Kohle wirklich über nur _ein_ Girokonto
umgerubelt haben - das ist meine deutliche Erinnerung.
Post by Gert Schulze
Post by Martin Ebert
BTW habe ich irgendwo noch einen unausgefüllten Umstellungsantrag.
Wenn ich den finde, sollte ich ihn dringend der Nachwelt online
stellen.
Die Formulare (A4, Rückseite imho mit Belehrungen) wurden fallweise
ausgeteilt. Möchte ich meinen jedenfalls: Ich erinnere mich deutlich,
dass ich recht stolz war, ein nicht ausgefülltes Exemplar "gestemmt"
zu haben: Mir war damals (schon) klar, dass das mal eine zeitge-
schichtliche Dimension bekommen würde.

Vor etwa einem Jahr ist mir das Formular wieder in die Hände ge-
fallen - es existiert also noch bei mir. Gern möchte ich aller-
dings mitteilen, dass ich nicht neben der toten DDR schlafe: Es
gibt wichtigeres im Leben.
Post by Gert Schulze
Wäre verdienstvoll. Jedoch war es mit den Kinderlein wirklich so, daß jedes
ein eigenes Konto brauchte. Die Sparbücher habe ich heute noch.
Wenn mir das Formular in die Hände fällt: Dann kommt das online.

Mt
Boris Gerlach
2007-11-09 03:33:30 UTC
Permalink
Post by Martin Ebert
Post by Martin Ebert
Die Holde und ich hatten nur ein Girokonto. Und wir haben die
Freigrenzen wirklich komplett 1:1 umgerubelt.
Es muss also möglich gewesen sein.
Wegen des Hinweises auf Sparbücher werde ich deutlich
unsicher. - Allerdings möchte ich auch weiterhin meinen, dass
die Holde und ich die Kohle wirklich über nur _ein_ Girokonto
umgerubelt haben - das ist meine deutliche Erinnerung.
Ein Konto für das Ehepaar, Ein Konto je Kind.

So erinnere ich mich auch.

Und da auch mir die geschichtliche Dimension...
hab ich nicht nur das erste abgeschnittene Haarbüschel meiner
Tochter ins Fotoalbum geklebt, sondern auch dieses Sparbuch.
Es besteht nämlich nur aus einem Faltzettel. Farbe leicht rosa.

Vorne steht "Sparbuch der Sparkassen der DDR" drauf.

Drinnen sehe ich

31.05.1990 eine (Mark) Haben
07.06.1990 zweitausendundeine (Mark) Haben

------------------------------------
UMSTELLUNGSGUTHABEN
lt. Abrechnung 1.7.1990 DM: 2002,58
------------------------------------

01.08.1990 zweitausendundzwei Mark 58/hundert
29.08 1990 fünfzig (Mark) haben

Himmelkreuzdietürken: Die 50 DM sind da heute noch drauf.

BGE
Gert Schulze
2007-11-09 10:11:53 UTC
Permalink
Post by Boris Gerlach
Post by Martin Ebert
Post by Martin Ebert
Die Holde und ich hatten nur ein Girokonto. Und wir haben die
Freigrenzen wirklich komplett 1:1 umgerubelt.
Es muss also möglich gewesen sein.
Wegen des Hinweises auf Sparbücher werde ich deutlich
unsicher. - Allerdings möchte ich auch weiterhin meinen, dass
die Holde und ich die Kohle wirklich über nur _ein_ Girokonto
umgerubelt haben - das ist meine deutliche Erinnerung.
Ein Konto für das Ehepaar, Ein Konto je Kind.
So erinnere ich mich auch.
Und da auch mir die geschichtliche Dimension...
hab ich nicht nur das erste abgeschnittene Haarbüschel meiner
Tochter ins Fotoalbum geklebt, sondern auch dieses Sparbuch.
Es besteht nämlich nur aus einem Faltzettel. Farbe leicht rosa.
Vorne steht "Sparbuch der Sparkassen der DDR" drauf.
Drinnen sehe ich
31.05.1990 eine (Mark) Haben
07.06.1990 zweitausendundeine (Mark) Haben
------------------------------------
UMSTELLUNGSGUTHABEN
lt. Abrechnung 1.7.1990 DM: 2002,58
------------------------------------
01.08.1990 zweitausendundzwei Mark 58/hundert
29.08 1990 fünfzig (Mark) haben
Da bist Du ja offenbar auch so ein Opfer der Zinsen. Auf dem Konto
einer meiner Töchter lagen am 25. Juni 2000 Mark. Unmittelbar vor der
Umstellung wurden die Zinsen eingetragen. Die haben die 2000 Mark 1:1
getauscht, das was drüber war gnadenlos 1:2. Das waren die
unbeachteten Zinsen.

--
Grüße
Gert
Martin Schade
2007-11-05 19:53:42 UTC
Permalink
Post by Ingo G Becker
Hallo Brüder und Schwestern aus dem Osten,
vor längerer Zeit habe ich hier mal gelesen, dass es bei Girokonten in der
DDR keine Überziehungskredite gab oder dass ein Konto eben keinen
Minus-Saldo haben konnte oder durfte.
Gab es von Seiten von Banken denn sowas wie Kredite oder Darlehn? (Ich
meine jetzt keine privaten Sachen).
Und wenn ja, wurden die 1990 genauso auf DM umgestellt wie Guthaben?
Ich habe damals gehört, daß man ein Magnetkartensystem einführen wolle, um
die Kontenüberziehungen in den Griff zu bekommen. Geld habe ich meist per
Scheck geholt, da ich eine Nebenwohnung hatte und zur Banköffnungszeit kaum
am Hauptwohnsitz war, und die Sparkasse am Nebenwohnsitzort mir kein Konto
eröffnen wollte.Wenn ich den Scheck vorgelegt hatte, dann blätterte die Dame
erst mehrere Listen durch, um nach die Nummern gesperrter Schecks zu
vergleichen. Das Geld hat man auch oft (meist) bei der Post geholt; ich habe
auch mal gesehen, daß jemand beim Fahrkartenschalter einen Scheck gegen
Bargeld eingelöst hat. Im Prinzip hätte man jede Menge Schecks einlösen und
sich damit Kredit verschaffen können, gemerkt hätten die's erst Monate
später. Ich weiß nur nicht, wozu ...

Gemacht haben's anscheinend ettliche Leute. Mir hat auch mal jemand erzählt,
er habe gesehen, wie jemand mit der Bankangestellten gestritten hat, weil
die meinte, das Konto sei überzogen, und kein Geld herausrücke wollte.

Grüße, Martin Schade
Mirko Dziadzka
2007-11-06 15:07:37 UTC
Permalink
Post by Martin Schade
Ich habe damals gehört, daß man ein Magnetkartensystem einführen wolle, um
Wollte? Ich hatte eine "Geldkarte" zum Geldabheben am Automaten. Muß
bei meiner Sparkasse (Berlin) irgendwann nach '85 und vor '89 eingeführt
worden sein. Davor immer nur Geld am Schalter geholt. Schecks zum
Geldausgeben gingen aber immer noch.

Mirko
Patrick Bonacker
2007-11-06 19:24:35 UTC
Permalink
Hallo,

on Tue, 6 Nov 2007 16:07:37 +0100, Mirko Dziadzka
Post by Mirko Dziadzka
Post by Martin Schade
Ich habe damals gehört, daß man ein Magnetkartensystem einführen wolle, um
Wollte? Ich hatte eine "Geldkarte" zum Geldabheben am Automaten. Muß
bei meiner Sparkasse (Berlin) irgendwann nach '85 und vor '89 eingeführt
worden sein. Davor immer nur Geld am Schalter geholt. Schecks zum
Geldausgeben gingen aber immer noch.
Mirko
Ack, gab es in Rostock auch (Hauptpost?). Aber das Thema hatten wir
schon mal, WIMRE.

Patrick
Kai Garlipp
2007-11-06 22:50:03 UTC
Permalink
Post by Patrick Bonacker
Post by Mirko Dziadzka
Post by Martin Schade
Ich habe damals gehört, daß man ein Magnetkartensystem einführen wolle, um
Wollte? Ich hatte eine "Geldkarte" zum Geldabheben am Automaten. Muß
bei meiner Sparkasse (Berlin) irgendwann nach '85 und vor '89 eingeführt
worden sein. Davor immer nur Geld am Schalter geholt. Schecks zum
Geldausgeben gingen aber immer noch.
Ack, gab es in Rostock auch (Hauptpost?).
Bei der Sparkasse war IIRC zumindest bei der Filiale in der Leninallee ein
derartiger Geldautomat.
Post by Patrick Bonacker
Aber das Thema hatten wir schon mal, WIMRE.
Welches Thema hatten wir denn noch nicht. :-)

Bye Kai
Martin Ebert
2007-11-07 01:12:48 UTC
Permalink
Post by Mirko Dziadzka
Post by Martin Schade
Ich habe damals gehört, daß man ein Magnetkartensystem einführen wolle,
Wollte? Ich hatte eine "Geldkarte" zum Geldabheben am Automaten.
So sah das dann aus:
http://www.ddr-wissen.de/wiki/ddr.pl?Geldkarte

Übrigens danke ich einem dafd-Teilnehmer sehr: Er stellte mir
seine Geldkarte zur Verfügung und erlaubte zudem, das die
Schwärzungen der Abbildung nur minimal sind - authentisch also.

Hier lang: http://www.ddr-wissen.de/wiki/ddr.pl?Geldkarte

Mt
Martin Ebert
2007-11-07 01:19:40 UTC
Permalink
Post by Ingo G Becker
vor längerer Zeit habe ich hier mal gelesen, dass es bei Girokonten in der
DDR keine Überziehungskredite gab
Wie schon erörtet: Scheckeinlösungen.

Ich braver DDR-Bürger stand am Schalter der örtlichen Sparkasse.
Damals war es ja nicht so mit dem Datenschutz - es waren sehr
viele Schalter, alle in Front.

Links neben mir -ich werde es nie vergessen- wedelte jemand
mit einem Kontoauszug rum (Girokonto) - auf dem es nicht nur
schwarze ESER-Drucke gab - sondern auch rote.

Bei den roten Eindrucken im Kontoauszug stand ein "-" davor.
Es ging da um kleine Beträge: Meine Erinnerung säuselt mir was
von 30M oder 40M entgegen.

Ich hab den Mann damals halt nicht gefragt, ob er mir seinen
Kontoauszug für den Scanner gibt - mal abgesehen davon, dass
damals Scanner noch gar nicht erfunden waren.

So bleibt nur meine (allerdings sehr lebendige) Erinnerung.

Mt
Bernd Ullrich
2007-11-07 04:56:35 UTC
Permalink
"Martin Ebert" #
[...]
Post by Martin Ebert
Ich hab den Mann damals halt nicht gefragt, ob er mir seinen
Kontoauszug für den Scanner gibt - mal abgesehen davon, dass
damals Scanner noch gar nicht erfunden waren.
Wann ungefähr standest du in der Sparkasse?

BU
Ulf Gutschmidt
2007-11-07 14:06:41 UTC
Permalink
Post by Martin Ebert
Post by Ingo G Becker
vor längerer Zeit habe ich hier mal gelesen, dass es bei Girokonten in der
DDR keine Überziehungskredite gab
Wie schon erörtet: Scheckeinlösungen.
Ich braver DDR-Bürger stand am Schalter der örtlichen Sparkasse.
Damals war es ja nicht so mit dem Datenschutz - es waren sehr
viele Schalter, alle in Front.
Links neben mir -ich werde es nie vergessen- wedelte jemand
mit einem Kontoauszug rum (Girokonto) - auf dem es nicht nur
schwarze ESER-Drucke gab - sondern auch rote.
Bei den roten Eindrucken im Kontoauszug stand ein "-" davor.
Es ging da um kleine Beträge: Meine Erinnerung säuselt mir was
von 30M oder 40M entgegen.
Ich müßte im Keller einen Kontoauszug mit einer vierstelligen Minussumme
herumliegen haben, definitiv _nicht_ rot gedruckt.
Man mußte das Minus sehr, sehr schnell ausgleichen, ansonsten wurde es
strafrechtlich verfolgt, man verstand da keinen Spaß.

UG
Gert Schulze
2007-11-07 14:34:00 UTC
Permalink
Post by Ulf Gutschmidt
Post by Martin Ebert
Ich braver DDR-Bürger stand am Schalter der örtlichen Sparkasse.
Damals war es ja nicht so mit dem Datenschutz - es waren sehr
viele Schalter, alle in Front.
Links neben mir -ich werde es nie vergessen- wedelte jemand
mit einem Kontoauszug rum (Girokonto) - auf dem es nicht nur
schwarze ESER-Drucke gab - sondern auch rote.
Bei den roten Eindrucken im Kontoauszug stand ein "-" davor.
Es ging da um kleine Beträge: Meine Erinnerung säuselt mir was
von 30M oder 40M entgegen.
Ich müßte im Keller einen Kontoauszug mit einer vierstelligen Minussumme
herumliegen haben, definitiv _nicht_ rot gedruckt.
Man mußte das Minus sehr, sehr schnell ausgleichen, ansonsten wurde es
strafrechtlich verfolgt, man verstand da keinen Spaß.
Mich haben sie mal hinbestellt (Sparkasse). Ansonsten kamen bei
Überziehungen die Auszüge per Post. Mit rotem Kuli war der Kontostand
unterstrichen und "Bitte (ofort) ausgleichen" dazugeschrieben. Was
rotgedrucktes hab ich nicht in Erinnerung.

--
Grüße
Gert
Martin Ebert
2007-11-07 22:38:38 UTC
Permalink
Post by Ulf Gutschmidt
Post by Martin Ebert
Bei den roten Eindrucken im Kontoauszug stand ein "-" davor.
Es ging da um kleine Beträge: Meine Erinnerung säuselt mir was
von 30M oder 40M entgegen.
Ich müßte im Keller einen Kontoauszug mit einer vierstelligen Minussumme
herumliegen haben, definitiv _nicht_ rot gedruckt.
Du warst Pleite? <vbg>

Neh, im Ernst mal:
Das war wirklich rot. Und ich habe bis heute nicht verstanden,
wie man das eigentlich mit einem IBM-Banddrucker hinkriegt.

Mt
Boris Gerlach
2007-11-08 03:19:58 UTC
Permalink
Post by Martin Ebert
Post by Ulf Gutschmidt
Post by Martin Ebert
Bei den roten Eindrucken im Kontoauszug stand ein "-" davor.
Es ging da um kleine Beträge: Meine Erinnerung säuselt mir was
von 30M oder 40M entgegen.
Ich müßte im Keller einen Kontoauszug mit einer vierstelligen Minussumme
herumliegen haben, definitiv _nicht_ rot gedruckt.
Du warst Pleite? <vbg>
Das war wirklich rot. Und ich habe bis heute nicht verstanden,
wie man das eigentlich mit einem IBM-Banddrucker hinkriegt.
Mt
Ich hab nur einmal einen roten Kontoauszug bekommen. Das war im
Westen, als mir meine Bank meine Kreditsumme fürs Haus
überwiesen hatte.

BGE
ggg
2007-11-09 18:06:05 UTC
Permalink
Post by Martin Ebert
Post by Kai-Uwe Thiessenhusen
Post by Patrick Bonacker
Nein, Schönberg war offen;
Bin mir aber ziemlich sicher, dass man schon darauf achtete, wer so
alles in Schönberg aus dem Zug stieg...
Jau. Hab dort zweimal einen Kommilitonen besucht, dessen Eltern dort
wohnten. Man durfte, aber es wurde kontrolliert.
Das Ganze nannte sich Vorfeldkontrolle.
Schon vor dem eigentlichen Grenzgebiet wurde der Reisestrom
selektiv geprüft.
Die Trapo stiefelte durch den Zug und achtete auf Besonderheiten.
Also (z.B.) junge Männer ohne Gepäck.
Heute kann man sich das gar nicht mehr so recht vorstellen (und
die nächste Generation noch weniger): Ich bin relativ oft nach
Wernigerode gereist, da ich dort eine Verwandte hatte.
Im D-Zug war es üblich, dass zwischen Halberstadt und Wernigerode
die Trapo durchkam - und unklare Subjekte einer hochnotpeinlichen
* Ihren Personalausweis bitte.
* Wohin?
* Was wollen Sie dort?
* Einlade-Person genau?
* Wie lange?
* Welche Straße im Ort?
* Hausnummer?
* Sachen Se mal Nebenstraßen?
Wieviel Geld haben Sie bei sich?
--
Günter Grübler,
Zürich,
CH
Gunter Kuehne
2007-11-09 19:42:51 UTC
Permalink
Post by ggg
Post by Martin Ebert
Post by Kai-Uwe Thiessenhusen
Post by Patrick Bonacker
Nein, Schönberg war offen;
Bin mir aber ziemlich sicher, dass man schon darauf achtete, wer so
alles in Schönberg aus dem Zug stieg...
Jau. Hab dort zweimal einen Kommilitonen besucht, dessen Eltern dort
wohnten. Man durfte, aber es wurde kontrolliert.
Das Ganze nannte sich Vorfeldkontrolle.
Schon vor dem eigentlichen Grenzgebiet wurde der Reisestrom
selektiv geprüft.
Die Trapo stiefelte durch den Zug und achtete auf Besonderheiten.
Also (z.B.) junge Männer ohne Gepäck.
Heute kann man sich das gar nicht mehr so recht vorstellen (und
die nächste Generation noch weniger): Ich bin relativ oft nach
Wernigerode gereist, da ich dort eine Verwandte hatte.
Im D-Zug war es üblich, dass zwischen Halberstadt und Wernigerode
die Trapo durchkam - und unklare Subjekte einer hochnotpeinlichen
* Ihren Personalausweis bitte.
* Wohin?
* Was wollen Sie dort?
* Einlade-Person genau?
* Wie lange?
* Welche Straße im Ort?
* Hausnummer?
* Sachen Se mal Nebenstraßen?
Wieviel Geld haben Sie bei sich?
Die frage km nur wen dir jemand ein Ticket verkaufen wollte.
Post by ggg
--
Günter Grübler,
Zürich,
CH
Gunter
--
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