Discussion:
[dpa] Die DEFA-Filme waren furchtbar
(zu alt für eine Antwort)
Gerd Chalupecky
2008-12-11 10:49:19 UTC
Permalink
*Empörung über Schlöndorffs Äußerung zur DEFA*

Berlin (dpa) - Einen Sturm der Entrüstung hat der Regisseur Volker
Schlöndorff («Die Blechtrommel») mit seiner Äußerung «Die DEFA-Filme
waren furchtbar» ausgelöst.

In einem von der DEFA-Stiftung und dem Progress-Filmverleih verfassten
Offenen Brief, der von 120 Regisseuren und Schauspielern unterzeichnet
ist, wird dem Oscar- Preisträger Unkenntnis und «mangelnder Respekt»
gegenüber den DEFA- Filmen vorgeworfen, wie vom Verleih am Mittwoch
mitgeteilt wurde. Zu den Unterzeichnern gehören Regisseure wie Andreas
Dresen und Kurt Maetzig sowie Schauspieler wie Hilmar Thate, Angelica
Domröse, Armin Mueller-Stahl, Jutta Hoffmann, Eva-Maria Hagen und
Michael Gwisdek.

Schlöndorff, der nach dem Ende der DDR einige Jahre auch Studiochef auf
dem früheren UFA- und DEFA-Gelände in Babelsberg war, hatte sich in
einem am 2. Dezember von der «Märkischen Allgemeinen» veröffentlichten
Gespräch am Rande von Dreharbeiten entsprechend geäußert. Er will das,
wie er in einem nachträglichen Leserbrief betont, als «groteske
Übertreibung» verstanden wissen.

Er habe damit die Ablehnung der damaligen Filmemacher des jungen
deutschen Films in den 60er Jahren im Westen gemeint, die sich wie er
mehr an der Nouvelle Vague (Neue Welle) des französischen Films
orientiert hätten. Erst nach der Wende habe er «großartige Filme» wie
«Ich war 19», «Jakob der Lügner» oder «Ecke Schönhauser» kennengelernt.
Tatsache sei aber, dass auch diese Filme im Westen seinerzeit nicht
angekommen seien, was ihm auch seine Arbeit als Studiochef in Babelsberg
nicht erleichtert habe.

In dem Protestbrief wird darauf hingewiesen, dass bis 1990 mehr als 10
000 DEFA-Filme entstanden seien, die «heute weltweit geschätzter Teil
des deutsch-deutschen Filmerbes» seien. So befänden sich zum Beispiel
zehn DEFA-Filme auf der Liste der «100 besten Filme aller Zeiten». Die
DEFA-Kinderfilme zählten zu den besten Kinderfilmen ihrer Zeit. Das New
Yorker Museum of Modern Art (MoMA) habe den DEFA-Filmen eine große
Retrospektive gewidmet. Auf der Berlinale seien weit über 130 DEFA-Filme
gelaufen, von denen fünf mit dem Silbernen Bären und einer mit dem
Goldenen Bären ausgezeichnet worden seien.

© Berliner Morgenpost
erschienen am 11.12.2008 um 10:37 Uhr
Gerald Endres
2008-12-11 12:09:54 UTC
Permalink
Post by Gerd Chalupecky
In dem Protestbrief wird darauf hingewiesen, dass bis 1990 mehr als 10
000 DEFA-Filme entstanden seien, die «heute weltweit geschätzter Teil
des deutsch-deutschen Filmerbes» seien.
Na, da jongliert doch jemand etwas kühn mit den Zahlen. 250 Filme pro
Jahr? Da wäre die DDR schon früher pleite gewesen.
Meines Wissens waren es rund 700 Spielfilme, Dokumentarfilme sicher
mehr, aber die sind wahrscheinlich nicht gemeint, und wenn doch, dann
kommen dennoch sicher nicht 10 000 Filme zusammen. Außerdem war der
größte Teil der Dokumentarfilme tatsächlich "furchtbar".

Also, wenn dann sollte man über die 700 (?) Spielfilme reden. Und da
ist ein Pauschalurteil auch Quatsch. Es gab die bekannten tollen Filme
und - wie überall - eine große Menge Ramsch.
Wobei ich im großen Ganzen die DDR Filme stilistisch und inhaltlich
doch recht betulich finde. "Furchtbar" ist da das falsche Wort. Mir
fiele ein viel schlimmeres ein: nett.

Gruß
Gerald
--
http://www.boen-end.de
Holger Kunadt
2008-12-11 12:33:23 UTC
Permalink
Post by Gerald Endres
Post by Gerd Chalupecky
In dem Protestbrief wird darauf hingewiesen, dass bis 1990 mehr als 10
000 DEFA-Filme entstanden seien, die «heute weltweit geschätzter Teil
des deutsch-deutschen Filmerbes» seien.
Na, da jongliert doch jemand etwas kühn mit den Zahlen. 250 Filme pro
Jahr? Da wäre die DDR schon früher pleite gewesen.
Meines Wissens waren es rund 700 Spielfilme
Vielleicht haut er auch einfach das DDR-Fernsehen mit auf die Masse
drauf ...

Qno
--
»Kisuaheli wird sich bereits kurze Zeit nach Einführung der
Rechtschreibreform als deutsche Amtssprache durchsetzen.«
TERRAsse, das Alternativwelt-Magazin
http://www.urania-dresden.de/terrasse/orthogra.htm
Torsten Mueller
2008-12-11 13:02:16 UTC
Permalink
Post by Gerald Endres
Na, da jongliert doch jemand etwas kühn mit den Zahlen. 250 Filme
pro Jahr? Da wäre die DDR schon früher pleite gewesen.
Mal nicht tiefstapeln. Allein schon die ganzen Folgen "Archiv des
Todes" ...
Post by Gerald Endres
Außerdem war der größte Teil der Dokumentarfilme tatsächlich
"furchtbar".
Nicht zu vergessen der größte Teil der Spielfilme und Serien. (Ich hör
schon das Raunen.) Ja, Müll! Oft kein bißchen besser als die
Schwarzwaldklinik. Man verdrängt es mit den Jahren. Wenn ich nur an
diese ebenso entsetzlichen wie endlosen Agrarflieger-, Zahnarzt- und
Straßenbahnfahrerinnenserien denke ... Und was ist in gerader Linie
draus geworden? - Der Schandarzt. Wirkliche Glanzlichter waren genauso
selten wie heute, und das liegt auch in der Natur der Sache.

T. "Schwester, 'Polizeihund Muchtar' bitte, ja, gleich intravenös!" M.

P.S.: Den Zartmann und den Köfer hab ich gefressen, echt jetz. Der
Hoppe war als Indianerschlächter gelegentlich ganz erbaulich.
Gerald Endres
2008-12-11 13:12:18 UTC
Permalink
Post by Torsten Mueller
Wenn ich nur an
diese ebenso entsetzlichen wie endlosen Agrarflieger-, Zahnarzt- und
Straßenbahnfahrerinnenserien denke ...
Da muss ich die DEFA in Schutz nehmen. An solchen Serien war ja wohl
der Fernsehfunk schuld.

Aber die DEFA hatte schon auch ihre Tiefpunkte. Ich habe neulich
versucht, "Reise ins Ehebett" (1966) zu sehen. Länger als 10 Minuten
konnte ich nicht durchhalten.

Gruß
Gerald
--
http://www.boen-end.de
Torsten Mueller
2008-12-11 14:11:52 UTC
Permalink
Post by Gerald Endres
Da muss ich die DEFA in Schutz nehmen. An solchen Serien war ja wohl
der Fernsehfunk schuld.
Du meinst das Fernsehen der DDR. Ist ja richtig. Aber ich bezweifle,
daß die DEFA tatsächlich nennenswert besser war, insbesondere in den
80ern, von ein paar früheren Glanzlichtern abgesehen. Das käme mal auf
eine unvoreingenommen Untersuchung an. Selbst bei anerkannten
Heiligtümern - Indianerfilmen - sind trotz allen oft konstatierten
Anspruchs nicht selten erstaunliche Dürftigkeiten in Handlung und
Dramaturgie auszumachen, von lumpigem Englisch mal ganz abgesehen ...
Wer diesbezüglich ein Beispiel möchte: "Weiße Wölfe".

T.M.
--
Ihr wißt wenig vom Lauf der Welt. (Don Quixote de la Mancha)
Rainer Lüdike
2008-12-11 15:24:20 UTC
Permalink
Post by Gerald Endres
Post by Torsten Mueller
Wenn ich nur an
diese ebenso entsetzlichen wie endlosen Agrarflieger-, Zahnarzt- und
Straßenbahnfahrerinnenserien denke ...
Da muss ich die DEFA in Schutz nehmen. An solchen Serien war ja wohl
der Fernsehfunk schuld.
Aber die DEFA hatte schon auch ihre Tiefpunkte. Ich habe neulich
versucht, "Reise ins Ehebett" (1966) zu sehen. Länger als 10 Minuten
konnte ich nicht durchhalten.
Gruß
Gerald
Siehst du, genau das ist mir bei der "Blechtrommel" passiert. Sind nun
alle Schlöndorff-Filme schlecht?
Was soll so eine pauschale Aussage. Ich behaupte, er will ablenken, das
er die Verantwortung für die
DEFA übernommen hatte und sie gegen die Wand gefahren hat.

Rainer
Gerald Endres
2008-12-11 17:11:57 UTC
Permalink
Post by Rainer Lüdike
Siehst du, genau das ist mir bei der "Blechtrommel" passiert.
Zwischen "Reise ins Ehebett" und der "Blechtrommel" sehe ich einen
himmelweiten qualitativen Unterschied.
Wenn du dagegen die Blechtrommel so unerträglich fandst, dann sind die
Qualitätskriterien, die du an Filme anlegst, in meinen Augen, nunja,
zumindest dikussionswürdig.
Post by Rainer Lüdike
Sind nun alle Schlöndorff-Filme schlecht?
Was soll so eine pauschale Aussage.
Hat irgendjemand behauptet, wegen eines schlechten Films seien alle
DEFA-Filme schlecht? Wogegen argumentierst du hier eigentlich?
Post by Rainer Lüdike
Ich behaupte, er will ablenken, das
er die Verantwortung für die
DEFA übernommen hatte und sie gegen die Wand gefahren hat.
Hat er das? Du scheinst mir nicht nur ungeahnte Qualitätskriterien,
sondern auch noch eine ziemlich neue Kinogeschichte einzuführen.

Er war Leiter des ehemaligen Studiogeländes der DEFA in Babelsberg.

Gruß
Gerald
--
http://www.boen-end.de
Martin Ebert
2008-12-11 18:04:37 UTC
Permalink
Post by Gerald Endres
Hat irgendjemand behauptet, wegen eines schlechten Films seien alle
DEFA-Filme schlecht?
Sieht so aus.

Zitat:
Berlin (dpa) - Einen Sturm der Entrüstung hat der Regisseur Volker
Schlöndorff («Die Blechtrommel») mit seiner Äußerung «Die DEFA-Filme
waren furchtbar» ausgelöst.

Mt
Rainer Lüdike
2008-12-11 19:02:03 UTC
Permalink
Post by Gerald Endres
Post by Rainer Lüdike
Siehst du, genau das ist mir bei der "Blechtrommel" passiert.
Zwischen "Reise ins Ehebett" und der "Blechtrommel" sehe ich einen
himmelweiten qualitativen Unterschied.
Wenn du dagegen die Blechtrommel so unerträglich fandst, dann sind die
Qualitätskriterien, die du an Filme anlegst, in meinen Augen, nunja,
zumindest dikussionswürdig.
Ich treffe keine qualitativen Aussagen sondern schildere mein Empfinden.
Post by Gerald Endres
Post by Rainer Lüdike
Sind nun alle Schlöndorff-Filme schlecht?
Was soll so eine pauschale Aussage.
Hat irgendjemand behauptet, wegen eines schlechten Films seien alle
DEFA-Filme schlecht? Wogegen argumentierst du hier eigentlich?
Wenn du das Subjekt betrachtest kommst du vielleicht darauf.
Post by Gerald Endres
Post by Rainer Lüdike
Ich behaupte, er will ablenken, das
er die Verantwortung für die
DEFA übernommen hatte und sie gegen die Wand gefahren hat.
statt dessen hätte ich auch auf sein übersteigertes Geltungsbewusstsein
verweisen können.

Rainer
Post by Gerald Endres
Hat er das? Du scheinst mir nicht nur ungeahnte Qualitätskriterien,
sondern auch noch eine ziemlich neue Kinogeschichte einzuführen.
Er war Leiter des ehemaligen Studiogeländes der DEFA in Babelsberg.
Gruß
Gerald
Wolfgang Schwanke
2008-12-11 20:40:15 UTC
Permalink
Post by Torsten Mueller
Wenn ich nur an
diese ebenso entsetzlichen wie endlosen Agrarflieger-, Zahnarzt- und
Straßenbahnfahrerinnenserien denke ...
Ich find die zum Teil eigentlich ganz nett ...
--
Ein Stück weit den Hut aufhaben heißt gut aufgestellt sein.


http://www.wschwanke.de/ usenet_20031215 (AT) wschwanke (DOT) de
Torsten Mueller
2008-12-12 08:45:29 UTC
Permalink
Post by Wolfgang Schwanke
Wenn ich nur an diese ebenso entsetzlichen wie endlosen
Agrarflieger-, Zahnarzt- und Straßenbahnfahrerinnenserien denke
...
Ich find die zum Teil eigentlich ganz nett ...
Das Problem ist, wenn man den Zartmann erst als Seemann, dann als
Agragflieger (wieviele gab es davon in der DDR???), dann als
Widerstandskämpfer, dann als Mörder in einem Polizeiruf sieht - daß er
wohl nie in einem anständigen Indianerfilm mitgespielt hat, ist mir
ein Rätsel - dann wird es irgendwie unglaubwürdig, und man hat diesen
Eindruck bereits, bevor er überhaupt das erste Wort gesagt hat. Der
Name "Zartmann" ist nur eine Variable. Dabei hatte die DDR durchaus
genügend Schauspieler ...

Ich will mich nicht pauschal gegen das Genre äußern. Es gab sicher
sogar dort Highlights, "Zur See", um es mal auszusprechen (aber das
war historisch gesehen noch ein Vorläufer), und die Tschechen haben
Ende der 70er, Anfang der 80er auch einigen Anspruch gehabt, woraufhin
man vermutlich in der DDR erst auf den Trichter kam. Die später vom
Fernsehen quasi-industriell produzierten Serien waren allerdings
nichts weiter als seicht und billig.

T.M.
--
Ihr wißt wenig vom Lauf der Welt. (Don Quixote de la Mancha)
Hartmut Lehmann
2008-12-12 10:43:45 UTC
Permalink
Post by Torsten Mueller
Wenn ich nur an diese ebenso entsetzlichen wie endlosen
Agrarflieger-, Zahnarzt- und Straßenbahnfahrerinnenserien denke
...
Ich will mich nicht pauschal gegen das Genre äußern. Es gab sicher
sogar dort Highlights, "Zur See", um es mal auszusprechen (aber das
war historisch gesehen noch ein Vorläufer), und die Tschechen haben
Ende der 70er, Anfang der 80er auch einigen Anspruch gehabt, woraufhin
man vermutlich in der DDR erst auf den Trichter kam. Die später vom
Fernsehen quasi-industriell produzierten Serien waren allerdings
nichts weiter als seicht und billig.
Wo, in aller Welt, sind sie das nicht? Serien haben nun mal nur die
Aufgabe, Sendezeit zu füllen und ggf. das Bedürfniss der Zuschauer nach
einem überschaubaren Personenkreis in überschaubarer Kulisse mit
vorhersehbarer Handlung (und wenn es das allgemeine "Komissar löst Fall"
ist) zu befriedigen. Das mit relativ knappen Drehzeiten (muss ja jede
Woche eine neue Folge kommen) und relativ knappem Budget. Was will man
da erwarten? Das berühmte handaufgezogenen Salzwiesenlamm im Döner zu
einsfuffzich? Das DFF hat das Problem gelöst wie alle Sendeanstalten der
sog. "freien Welt" auch- nur das hier (in dafd) von einigen
Mitdiskutanten offensichtlich von einer DDR- Institution a priori
verlangt wird, dass sie alles wesentlich besser und anspruchsvoller zu
erledigen hat(te), als analoge westliche Institutionen um in ihrem Tun
gerechtfertigt zu sein. Worin, bitte sind das "Traumschiff" besser als
"Zur See", der "Tatort" besser als "Polizeiruf 110" (O.k., George gegen
Borgelt ist etwas unfair zu vergleichen), die "Schwarzwildklinik" (pun
intended) besser als "Zahn um Zahn"?
Im Allgemeinen war und ist bei mir die Halbwertszeit zwischen Beginn
einer Serie und Betätigen der Kanalumschaltung bei West- wie Ostserien
in etwa gleich lang.

Hartmut
René
2008-12-12 17:05:42 UTC
Permalink
Post by Hartmut Lehmann
Worin, bitte sind das "Traumschiff" besser als
"Zur See", der "Tatort" besser als "Polizeiruf 110" (O.k., George gegen
Borgelt ist etwas unfair zu vergleichen), die "Schwarzwildklinik" (pun
intended) besser als "Zahn um Zahn"?
DAS hat nun wirklich keiner behauptet.
--
My dick became self-aware at 2:14am EDT August 29, 1997.
Wolfgang Schwanke
2008-12-12 19:14:01 UTC
Permalink
Post by Torsten Mueller
Post by Wolfgang Schwanke
Wenn ich nur an diese ebenso entsetzlichen wie endlosen
Agrarflieger-, Zahnarzt- und Straßenbahnfahrerinnenserien denke
...
Ich find die zum Teil eigentlich ganz nett ...
Das Problem ist, wenn man den Zartmann erst als Seemann, dann als
Agragflieger (wieviele gab es davon in der DDR???),
Vermutlich überproportional im Vergleich zu anderen Ländern.
Post by Torsten Mueller
dann als
Widerstandskämpfer, dann als Mörder in einem Polizeiruf sieht - daß er
wohl nie in einem anständigen Indianerfilm mitgespielt hat, ist mir
ein Rätsel - dann wird es irgendwie unglaubwürdig, und man hat diesen
Eindruck bereits, bevor er überhaupt das erste Wort gesagt hat.
In westdeutschen TV-Serien werden auch immer dieselben 15 oder 20
Schauspieler in den Hauptrollen verwendet.
--
La musica ideas portara
y siempre continuara

http://www.wschwanke.de/ usenet_20031215 (AT) wschwanke (DOT) de
Andreas Henicke
2008-12-12 19:26:39 UTC
Permalink
Post by Wolfgang Schwanke
In westdeutschen TV-Serien werden auch immer dieselben 15 oder 20
Schauspieler in den Hauptrollen verwendet.
... und Veronika Ferres.

Gruß, Andreas.
--
Any sufficiently advanced technology is indistinguishable from magic.
- Arthur C. Clarke
Selin Glowe
2008-12-12 23:38:37 UTC
Permalink
Post by Wolfgang Schwanke
In westdeutschen TV-Serien werden auch immer dieselben 15 oder 20
Schauspieler in den Hauptrollen verwendet.
Hat doch Pfitzmann mal nach der Wende zum Ausdruck gebracht: Endlich mal ein
paar andere Visagen!
k***@aol.com
2008-12-13 00:18:00 UTC
Permalink
Post by Torsten Mueller
Post by Torsten Mueller
Wenn ich nur an
diese ebenso entsetzlichen wie endlosen Agrarflieger-, Zahnarzt- und
Straßenbahnfahrerinnenserien denke ...
"Zahn um Zahn" ist aber mit elektronischer Bildaufzeichnung produziert
worden. Das müßte ergo das Fernsehen selber gemacht haben, denn das
DEFA-Spielfilmstudio drehte wohl ausnahmslos auf Film, und da wohl
immer auf 35 mm.

Was bei den von der DEFA gedrehten Fernsehserien aber sehr auffällt
ist die im Gegensatz zu den "richtigen" Filmen geradezu billige,
plumpe Bildgestaltung. Man schaue sich z.B. die Beleuchtung der
Atelierszenen an. Ödeste Hellmacherei!
Post by Torsten Mueller
P.S.: Den Zartmann und den Köfer hab ich gefressen, echt jetz.
"Die Staatsmacht spielt immer der Zartmann. Der is' so schön positiv."
(Helga Hahnemann)
Frank Markopoulos
2008-12-11 18:05:00 UTC
Permalink
Post by Gerald Endres
Meines Wissens waren es rund 700 Spielfilme, Dokumentarfilme sicher
mehr, aber die sind wahrscheinlich nicht gemeint,
Aber sicher doch!
Post by Gerald Endres
und wenn doch, dann kommen dennoch sicher nicht 10 000 Filme zusammen.
Allein ca. 30 Jahre "Der Augenzeuge", roundabout je 50/Jahr ... rechne
selbst. :-) (Und in der "Hochzeit" des "Augenzeugen" gab's *zwei*
Ausgaben pro Woche und die WIMRE noch jeweils als "Hauptstadt"- und
"Provinz"-Edition.)

Dann haben die wohl auch alle Produktionen des DFF bzw. Fernsehen der
DDR unter "DEFA" subsumiert.
Post by Gerald Endres
Außerdem war der
größte Teil der Dokumentarfilme tatsächlich "furchtbar".
Also, wenn dann sollte man über die 700 (?) Spielfilme reden. Und da
ist ein Pauschalurteil auch Quatsch. Es gab die bekannten tollen
Filme und - wie überall - eine große Menge Ramsch.
Als Zeitdokumente sind selbst die "Ramsch"-Filmchen heute "Kult". :-)
Post by Gerald Endres
Wobei ich im großen Ganzen die DDR Filme stilistisch und inhaltlich
doch recht betulich finde. "Furchtbar" ist da das falsche Wort. Mir
fiele ein viel schlimmeres ein: nett.
Sehtip: "Der Untertan" (für mich der beste "deutsche" Nachkriegsfilm
überhaupt). Oder "Die Abenteuer des Werner Holt" (noch _vor_ Wickis "Die
Brücke" der beste "deutsche" Antikriegsfilm). Einfach mal exemplarisch
in den Raum gesprochen.

Natürlich kann selbst "Coming Out" (für mich auch so'n DEFA-Superklassi-
ker) _nicht_ mit Fassbinders "Faustrecht der Freiheit" mithalten, klar.
Aber das _will_ Carow ja auch angesichts des _völlig_ anderen gesell-
schaftlichen Umfeldes gar nicht wirklich.

Aber trotzdem: Die genannten DEFA-Filme sind allesamt großes Kino. GANZ
großes Kino! Ohne Wenn und Aber...
Post by Gerald Endres
Gruß
Gerald
So long...
__
|_
| rank aus/(das) B(a)erl(e)in - weder richtig arm, noch wirklich sexy. ;-)
--
Polizisten sind ausgebildete Menschentotmacher im Staatsauftrag - überall!
*Alexis, wir werden Dich niemals vergessen - Du wirst noch gerächt werden!*
Mein Motto: "Einziger Grund, warum ich kein Kommunist bin: die Kommunisten.
Der Grund, warum ich kein Christ bin: das Christentum." -Karlheinz Deschner
k***@aol.com
2008-12-13 00:08:43 UTC
Permalink
Post by Gerald Endres
Post by Gerd Chalupecky
In dem Protestbrief wird darauf hingewiesen, dass bis 1990 mehr als 10
000 DEFA-Filme entstanden seien, die «heute weltweit geschätzter Teil
des deutsch-deutschen Filmerbes» seien.
Na, da jongliert doch jemand etwas kühn mit den Zahlen. 250 Filme pro
Jahr? Da wäre die DDR schon früher pleite gewesen.
Meines Wissens waren es rund 700 Spielfilme, Dokumentarfilme sicher
mehr, aber die sind wahrscheinlich nicht gemeint, und wenn doch, dann
kommen dennoch sicher nicht 10 000 Filme zusammen.
Die Zahl könnte hinkommen, wenn man sämtliche DEFA-Produktionen
addiert. Zum Beispiel wurden 1989 im DEFA-Dokumentarfilmstudio allein
schon 206 Abendgrüße für das Fernsehen gedreht.

Etwa 700 Spielfilme für das Lichtspielwesen (sprich Kinoeinsatz)
stimmt auf jeden Fall.

MfG
Rainer Lüdike
2008-12-11 12:20:36 UTC
Permalink
Post by Gerd Chalupecky
*Empörung über Schlöndorffs Äußerung zur DEFA*
Berlin (dpa) - Einen Sturm der Entrüstung hat der Regisseur Volker
Schlöndorff («Die Blechtrommel») mit seiner Äußerung «Die DEFA-Filme
waren furchtbar» ausgelöst.
In einem von der DEFA-Stiftung und dem Progress-Filmverleih verfassten
Offenen Brief, der von 120 Regisseuren und Schauspielern unterzeichnet
ist, wird dem Oscar- Preisträger Unkenntnis und «mangelnder Respekt»
gegenüber den DEFA- Filmen vorgeworfen, wie vom Verleih am Mittwoch
mitgeteilt wurde. Zu den Unterzeichnern gehören Regisseure wie Andreas
Dresen und Kurt Maetzig sowie Schauspieler wie Hilmar Thate, Angelica
Domröse, Armin Mueller-Stahl, Jutta Hoffmann, Eva-Maria Hagen und
Michael Gwisdek.
Schlöndorff, der nach dem Ende der DDR einige Jahre auch Studiochef auf
dem früheren UFA- und DEFA-Gelände in Babelsberg war, hatte sich in
einem am 2. Dezember von der «Märkischen Allgemeinen» veröffentlichten
Gespräch am Rande von Dreharbeiten entsprechend geäußert. Er will das,
wie er in einem nachträglichen Leserbrief betont, als «groteske
Übertreibung» verstanden wissen.
Er habe damit die Ablehnung der damaligen Filmemacher des jungen
deutschen Films in den 60er Jahren im Westen gemeint, die sich wie er
mehr an der Nouvelle Vague (Neue Welle) des französischen Films
orientiert hätten. Erst nach der Wende habe er «großartige Filme» wie
«Ich war 19», «Jakob der Lügner» oder «Ecke Schönhauser» kennengelernt.
Tatsache sei aber, dass auch diese Filme im Westen seinerzeit nicht
angekommen seien, was ihm auch seine Arbeit als Studiochef in Babelsberg
nicht erleichtert habe.
In dem Protestbrief wird darauf hingewiesen, dass bis 1990 mehr als 10
000 DEFA-Filme entstanden seien, die «heute weltweit geschätzter Teil
des deutsch-deutschen Filmerbes» seien. So befänden sich zum Beispiel
zehn DEFA-Filme auf der Liste der «100 besten Filme aller Zeiten». Die
DEFA-Kinderfilme zählten zu den besten Kinderfilmen ihrer Zeit. Das New
Yorker Museum of Modern Art (MoMA) habe den DEFA-Filmen eine große
Retrospektive gewidmet. Auf der Berlinale seien weit über 130 DEFA-Filme
gelaufen, von denen fünf mit dem Silbernen Bären und einer mit dem
Goldenen Bären ausgezeichnet worden seien.
© Berliner Morgenpost
erschienen am 11.12.2008 um 10:37 Uhr
Wieder ein Schuss in den Ofen. In blindem Hass solidarisiert ein Wessi
die Bürger der DDR.
Warum?
René
2008-12-11 13:30:54 UTC
Permalink
Post by Rainer Lüdike
bis 1990 mehr als 10000 DEFA-Filme entstanden
zehn DEFA-Filme auf der Liste der «100 besten Filme aller Zeiten».
fünf mit dem Silbernen Bären und einer mit dem
Goldenen Bären ausgezeichnet
Wieder ein Schuss in den Ofen. In blindem Hass solidarisiert ein Wessi
die Bürger der DDR.
Warum?
Blinden Hass? Ich bezweifle mal fieserweise die Zahlen nicht.

Also "mehr als 10.000 Filme", darunter weniger als 20, die gut bis
ausgezeichnet waren?
--
Wikipedia is a huge silo of pop trivia, and perhaps the world's
largest, most distributed bureaucracy - mostly manned by a casual staff
of teenagers and the unemployed.
Andreas Viehrig
2008-12-11 20:31:10 UTC
Permalink
Post by René
Post by Rainer Lüdike
bis 1990 mehr als 10000 DEFA-Filme entstanden
zehn DEFA-Filme auf der Liste der «100 besten Filme aller Zeiten».
fünf mit dem Silbernen Bären und einer mit dem
Goldenen Bären ausgezeichnet
Wieder ein Schuss in den Ofen. In blindem Hass solidarisiert ein Wessi
die Bürger der DDR.
Warum?
Blinden Hass? Ich bezweifle mal fieserweise die Zahlen nicht.
Also "mehr als 10.000 Filme", darunter weniger als 20, die gut bis
ausgezeichnet waren?
Aber natürlich. Allein schon all die wundervollen Kunstwerke mit Peter
Alexander sind jedes einzelne um Dimensionen beeindruckender als der ganze
Ossi-Kram zusammen. Notfalls kann das halt befohlen werden.

Andi
--
"De Wampn is koa Brauareig'schwür net, dös is a Feinkostgöwölbe."

[Schauspieler und Kabarettist Andreas Giebel zu seiner Figur]
René
2008-12-11 22:04:10 UTC
Permalink
Post by Andreas Viehrig
Post by René
Post by Rainer Lüdike
bis 1990 mehr als 10000 DEFA-Filme entstanden
zehn DEFA-Filme auf der Liste der «100 besten Filme aller Zeiten».
fünf mit dem Silbernen Bären und einer mit dem
Goldenen Bären ausgezeichnet
Wieder ein Schuss in den Ofen. In blindem Hass solidarisiert ein Wessi
die Bürger der DDR.
Warum?
Blinden Hass? Ich bezweifle mal fieserweise die Zahlen nicht.
Also "mehr als 10.000 Filme", darunter weniger als 20, die gut bis
ausgezeichnet waren?
Aber natürlich. Allein schon all die wundervollen Kunstwerke mit Peter
Alexander sind jedes einzelne um Dimensionen beeindruckender als der ganze
Ossi-Kram zusammen. Notfalls kann das halt befohlen werden.
Peter wer jetzt?

Aber sagen wir mal, ein "Boot", ein "High Noon", ein "Casablanca" und
ein "M - Eine Stadt sucht einen Mörder" _sind_ der Tat besser als der
ganze DEFA-Dreck zusammen.
Ich muss mir nicht aus Nostalgie die Zone schön malen. Sie WAR dreckig,
grau und langweilig von Wandlitz bis zum Plattenbau.
--
Ich werde diesen Faden nicht lesen, er ist zerkratzt!
Andreas Viehrig
2008-12-11 22:35:40 UTC
Permalink
Post by René
Aber sagen wir mal, ein "Boot", ein "High Noon", ein "Casablanca" und
ein "M - Eine Stadt sucht einen Mörder" _sind_ der Tat besser als der
ganze DEFA-Dreck zusammen.
Wie konntest Du nur Roy Black unterschlagen?
Post by René
Ich muss mir nicht aus Nostalgie die Zone schön malen.
Könntest Du das denn überhaupt? Die ergreifende Phantasie eines Wessis
Deiner Couleur reicht doch sonst höchstens für ein Klingelton-Abo.
Post by René
Sie WAR dreckig,
grau und langweilig von Wandlitz bis zum Plattenbau.
Klar, Papi, Du mußt's ja wissen.

Andi
--
"Wenn Du mal irgendwann im Leben angekommen sein solltest, was ich
angesichts Deines Dummschwalles nicht glaube, solltest Du eines lernen: Es
ist egal, ob uns Erich Honecker, Adolf Hitler oder Angela Merkel regiert."
Detlef Bosau in <f4426o$12jm$***@geiz-ist-geil.priv.at>
René
2008-12-11 22:43:07 UTC
Permalink
Weinen tut hier nur einer, und das bist du.
Post by Andreas Viehrig
Post by René
Aber sagen wir mal, ein "Boot", ein "High Noon", ein "Casablanca" und
ein "M - Eine Stadt sucht einen Mörder" _sind_ der Tat besser als der
ganze DEFA-Dreck zusammen.
Wie konntest Du nur Roy Black unterschlagen?
Post by René
Ich muss mir nicht aus Nostalgie die Zone schön malen.
Könntest Du das denn überhaupt? Die ergreifende Phantasie eines Wessis
Deiner Couleur reicht doch sonst höchstens für ein Klingelton-Abo.
Wessi? Und dann auch noch "meiner Coleur"? Woll ein Ei am Laufen, wie
der gewerbliche Arbeitnehmer Ritter sagen würde?
Post by Andreas Viehrig
Post by René
Sie WAR dreckig,
grau und langweilig von Wandlitz bis zum Plattenbau.
Klar, Papi, Du mußt's ja wissen.
Aus erster Hand.
--
Wikipedia is a huge silo of pop trivia, and perhaps the world's
largest, most distributed bureaucracy - mostly manned by a casual staff
of teenagers and the unemployed.
Andreas Viehrig
2008-12-11 22:57:23 UTC
Permalink
Post by René
Wessi? Und dann auch noch "meiner Coleur"?
Ach, etwa nicht? Dann bist Du also einer jener armseligen Ossis, die mit
Blindheit geschlagen sind? Na ja, vielleicht entwickelt sich Dein Blick für
die Ambivalenzen des Lebens ja noch, wenn Du mal erwachsen werden
solltest...

Andi
--
Post by René
... die anusnyme Papiertütenfraktion mit ihren phantasierten
Schreckgespenstern, die allesamt dem Schäubleschen Gruselkabinett
entsprungen sein könnten.
[Bernd Nawothnigs definiert sehr zutreffend Anonymlinge]
René
2008-12-11 23:13:53 UTC
Permalink
Post by Andreas Viehrig
Post by René
Wessi? Und dann auch noch "meiner Coleur"?
Ach, etwa nicht? Dann bist Du also einer jener armseligen Ossis, die mit
Blindheit geschlagen sind?
Rate ruhig weiter, da kommst du nie in deinem jämmerlichen Leben drauf,
daß es Menschen gibt, die sich nicht nur dadurch definieren, auf
welchen Misthaufen sie zuerst gekackt haben.
--
To learn more about our 24-Hour Phone Phobia Program, please call us at
1-800-828-7484.
Andreas Viehrig
2008-12-12 16:15:12 UTC
Permalink
Post by René
Rate ruhig weiter, da kommst du nie in deinem jämmerlichen Leben drauf,
daß es Menschen gibt, die sich nicht nur dadurch definieren, auf
welchen Misthaufen sie zuerst gekackt haben.
So so, Du definierst Dich also nicht dadurch, auf welchen Misthaufen Du
_zuerst_ gekackt hast, sondern Du definierst Dich /nur/ dadurch, _daß_ Du
auf Misthaufen kackst.

Welche bedauernswerte Ecke ist das denn, wo diese /Kultur/ "gepflegt" wird
und wo Du herkommst? Es erklärt sich dann natürlich quasi von selbst und
ist nur allzu verständlich, daß Du "die Zone" insofern ausschließlich als
"dreckig, grau und langweilig" wahrnehmen konntest und noch nicht einmal im
Nachhinein zu weiterer Differenzierung imstande bist.

Andi
--
Eine degenerierte Dumpfbacke der BayernLB will vermitteln, daß "Topmanager"
"naturgemäß" Dumpfbacken sind und daher eben Milliarden versenken _müssen_:
"..., daß wir einen relativ hohen Anteil an Trippeläjj- und Dabbeläjj-
Papieren haben. Eine Garantie ist das natürlich nicht..."
Hartmut Lehmann
2008-12-12 07:52:26 UTC
Permalink
(...)
Post by René
Aber natürlich. Allein schon all die wundervollen Kunstwerke mit Peter
Alexander sind jedes einzelne um Dimensionen beeindruckender als der ganze
Ossi-Kram zusammen. Notfalls kann das halt befohlen werden.
Peter wer jetzt?
Unwichtig. Muss man nicht kennen.
Post by René
Aber sagen wir mal, ein "Boot", ein "High Noon", ein "Casablanca" und
ein "M - Eine Stadt sucht einen Mörder" _sind_ der Tat besser als der
ganze DEFA-Dreck zusammen.
Sicher. Du hast Dir ja in generösem Rundumschlag aus fast vierzig Jahren
(1942-1981) Weltfilmproduktion vier absolute Highlights des
Mainstreamkinos herausgesucht, um sie mit der Produktion einer Filmfirma
eines Landes, das, obwohl zugegebenermaßen die größte DDR der Welt*,
lediglich einen Fliegenschiß auf dem Globus ausmacht(e), zu vergleichen.
Wie fair. Wie objektiv.

Wir wollen mal ganz davon absehen, dass in einem nicht ganz
unwichtigen** Genre, dem Kinder- und Jugendfilm, der DEFA weltweit
bestenfalls noch die Tschechen (einzelne Highlights besonders in
Skandinavien und z.T. in Frankreich zugegeben) das Wasser reichen
konnten: "Untertan" und "Werner Holt" sind schon genannt worden, ich
möchte zumindestens noch "Die Mörder sind unter uns", "Ikarus", "Karbid
und Sauerampfer" und -schlagt mich, es ist nun einmal die bittersüßeste,
dabei gleichzeitig unsentimentalste Liebesgeschichte die ich kenne, von
einigen -wirklich- genialen Schnitten und Einstellungen mal ganz
abgesehen- "Die Legende von Paul und Paula" hinzufügen. Und Carow hätte
definitiv -nicht- aufstehen müssen, wenn Fassbinder oder Wenders den
Saal betreten hätten. Bei Schlöndorff schon gar nicht.
Über das Thema "Indianerfilme" will ich gar nicht reden, das ist ein
Genre das in der DDR praktisch neu erfunden worden ist (nein, "Western"
und "Karl-May-Verfilmungen" sind etwas anderes und das "praktisch" steht
auch nur da, weil es bereits vorher sehr vereinzelte Filme diese
Themenkreises gab: "Geronimo" und die kanadischen "Lederstrumpf"-
Verfilmungen fallen mir da ein, aber nie in dieser Dichte und mit der
historischen und ethnologischen Genauigkeit wie zumindestens die ersten
drei Indianerfilme der DEFA)."Little Big Man" war übrigens später.
Post by René
Ich muss mir nicht aus Nostalgie die Zone schön malen. Sie WAR dreckig,
grau und langweilig von Wandlitz bis zum Plattenbau.
Wie wahr. Glücklicherweise war Deine "Zone" nur eine Untermenge "meiner"
DDR. Wenn auch keine verschwindende. (Und nein, der Rest bestand nicht
nur aus Stasi, Trabbi, FKK und Broiler, wie uns das die einschlägigenen
Samstagabendshows (TM) weismachen wollen. Nicht mal hauptsächlich.)

Hartmut

*Fröhlichkeitsanzeiger sind auf Nachfrage in handelsüblicher Menge
kostenfrei beim Autor beziehbar.
**Um genau zu sein: Das IMHO wichtigste, weil geschmacksbildende Genre:
Wer als Kind schlecht abgefilmtes, lausig vertontes Laientheater als Maß
für "Filmkunst" vorgesetzt bekommt, ist später auch für die Bildsprache
eines Lang, Murnau, Wenders, Fassbinder (um nur die bekannteren
(West)deutschen zu nennen, von internationalen Größen wie Tarkowski,
Szabó, Antonioni... gar nicht zu reden) verloren. Auf die Rezeption von
Bumskomödien, Western, Lederhosen- Heimat- und Actionfilmen hat das
natürlich keinen kassenschädigenden Einfluss- im Gegenteil.
René
2008-12-12 17:18:22 UTC
Permalink
Post by Hartmut Lehmann
(...)
Post by René
Aber natürlich. Allein schon all die wundervollen Kunstwerke mit Peter
Alexander sind jedes einzelne um Dimensionen beeindruckender als der ganze
Ossi-Kram zusammen. Notfalls kann das halt befohlen werden.
Peter wer jetzt?
Unwichtig. Muss man nicht kennen.
Post by René
Aber sagen wir mal, ein "Boot", ein "High Noon", ein "Casablanca" und
ein "M - Eine Stadt sucht einen Mörder" _sind_ der Tat besser als der
ganze DEFA-Dreck zusammen.
Sicher. Du hast Dir ja in generösem Rundumschlag aus fast vierzig Jahren
(1942-1981) Weltfilmproduktion vier absolute Highlights des
Mainstreamkinos herausgesucht, um sie mit der Produktion einer Filmfirma
eines Landes, das, obwohl zugegebenermaßen die größte DDR der Welt*,
lediglich einen Fliegenschiß auf dem Globus ausmacht(e), zu vergleichen.
Wie fair. Wie objektiv.
Vierzig Jahre sind vierzig Jahre. Ich hätte auch vierzig Jahre rein
deutscher Filmgeschichte nehmen können. Sagen wir: Metropolis, Leni's
Olympia-Film, Das Boot, und Der Himmel über Berlin.
--
"We were somewhere around Rivendell when the drugs began to take hold..."
Hunter S. Tolkien
Patrick Bonacker
2008-12-14 08:44:26 UTC
Permalink
Hallo,
Post by René
Vierzig Jahre sind vierzig Jahre. Ich hätte auch vierzig Jahre rein
deutscher Filmgeschichte nehmen können. Sagen wir: Metropolis, Leni's
Olympia-Film, Das Boot, und Der Himmel über Berlin.
Das waren jetzt aber weit über 40 Jahre. Und du überbewertest "Das
Boot", imho.

Patrick
René
2008-12-14 13:45:57 UTC
Permalink
On 2008-12-14 02:44:26 -0600, Patrick Bonacker
Post by Patrick Bonacker
Hallo,
Post by René
Vierzig Jahre sind vierzig Jahre. Ich hätte auch vierzig Jahre rein
deutscher Filmgeschichte nehmen können. Sagen wir: Metropolis, Leni's
Olympia-Film, Das Boot, und Der Himmel über Berlin.
Das waren jetzt aber weit über 40 Jahre.
Habe faulerweise nicht nachgeguckt ;)
Post by Patrick Bonacker
Und du überbewertest "Das Boot", imho.
Finde ich nicht :)
--
I invented a microwave crematory. Way faster, but as it turns out you
have to punch holes in them first. Found that out the hard way.
Wolfgang Schwanke
2008-12-14 13:56:59 UTC
Permalink
Post by René
Post by Patrick Bonacker
Und du überbewertest "Das Boot", imho.
Finde ich nicht :)
"Das Boot" passt sowieso nicht in die Reihe, weil es eigentlich eine TV-
Produktion ist, eine mehrteilige Serie (was man heute "Miniserie"
nennt). Die Kinofassung ist ein gekürzter Zusammenschnitt aus den
TV-Episoden.
--
Letzter Bahnhof in Berlin-West!

http://www.wschwanke.de/ usenet_20031215 (AT) wschwanke (DOT) de
Martin Ebert
2008-12-12 00:59:06 UTC
Permalink
Post by Andreas Viehrig
Aber natürlich. Allein schon all die wundervollen Kunstwerke mit Peter
Alexander sind jedes einzelne um Dimensionen beeindruckender als der ganze
Ossi-Kram zusammen. Notfalls kann das halt befohlen werden.
Mich deucht, dass es eine weiteres Loch aus der Politik-Gruppe gibt.

Mt
Ulf Gutschmidt
2008-12-12 18:26:30 UTC
Permalink
Post by Rainer Lüdike
Wieder ein Schuss in den Ofen. In blindem Hass solidarisiert ein Wessi
die Bürger der DDR.
Warum?
Weil die BRD-Bürger die faschistische "Herrenrassenideologie" 1:1
übernommen haben, und das bis heute ausleben müssen?

UG
Rainer Lüdike
2008-12-12 19:03:51 UTC
Permalink
Post by Ulf Gutschmidt
Post by Rainer Lüdike
Wieder ein Schuss in den Ofen. In blindem Hass solidarisiert ein
Wessi die Bürger der DDR.
Warum?
Weil die BRD-Bürger die faschistische "Herrenrassenideologie" 1:1
übernommen haben, und das bis heute ausleben müssen?
UG
Einspruch - Ich kenne auch ein paar Vernünftige.
Es sind die Erfolglosen, sich selbst Überschätzenden bzw. Dummen jeder
Gesellschaft.

Rainer
Selin Glowe
2008-12-12 23:39:47 UTC
Permalink
Post by Rainer Lüdike
Es sind die Erfolglosen, sich selbst Überschätzenden bzw. Dummen jeder
Gesellschaft.
Jaaa, aber die Mehrheit stellen genau die ...
Andreas Henicke
2008-12-11 22:19:20 UTC
Permalink
Post by Gerd Chalupecky
*Empörung über Schlöndorffs Äußerung zur DEFA*
Ausgerechnet Schlöndorff. Was stört die Deutsche Eiche wenn sich...

Gruß, Andreas.
--
Any sufficiently advanced technology is indistinguishable from magic.
- Arthur C. Clarke
Selin Glowe
2008-12-11 22:42:19 UTC
Permalink
"Gerd Chalupecky" <***@privacy.net> schrieb

«Die DEFA-Filme waren furchtbar»

«Das unsichtbare Visier» war richtig gut, und dazu auch noch wahr!

;-)
André Grafe
2008-12-12 00:40:09 UTC
Permalink
Post by Selin Glowe
«Die DEFA-Filme waren furchtbar»
«Das unsichtbare Visier» war richtig gut, und dazu auch noch wahr!
;-)
Aber nicht von der DEFA, also Babelsberg, sondern aus Adlershof. Obwohl
das nicht so weit auseinander liegt ist es doch ein riesen Unterschied.

MFG André
--
André Grafe
01239Dresden 51°00'27.10 N 13°47'43.02 E
http://setiathome.berkeley.edu/view_profile.php?userid=8745429
Rainer Borchmann
2008-12-12 03:01:36 UTC
Permalink
"André Grafe" <***@ewt-net.de> schrieb
Aber nicht von der DEFA, also Babelsberg, sondern aus Adlershof. Obwohl
das nicht so weit auseinander liegt ist es doch ein riesen Unterschied.

Na "Vier Hunde und ein Panzersoldat" und der "Kapitän vom
Tenkesberg" wurden ja auch nur paar hundert KM weiter gedreht. ;-)
k***@web.de
2008-12-12 06:37:54 UTC
Permalink
"...Die (die DEFA-Filme) liefen damals in Paris, wo ich studierte,
nur im Kino der kommunistischen Partei. Wir sind da reingegangen und
haben gelacht..."

http://www.tagesspiegel.de/kultur/kino/Volker-Schloendorff-Defa;art137,2681825

Als hier noch Osten war, habe ich kaum Defa-Filme geguckt, sie
entsprachen eben nicht der gefühlten Lebenswirklichkeit, weil sie doch
Wichtiges wie das Eingesperrtsein in der DDR ausblenden mußten; als
lächerlich habe ich sie damals auch oft empfunden. Heute sehe ich das
anders, wenn ich alte Polizeirufe anschaue, fällt mir oft die gute
Kameraführung auf. Die Kamera bewegt sich genauso mit, wie bei
französischen Filmen der damaligen Zeit, die Schwenks stören aber
überhaupt nicht und werden als normal empfunden, der Zuschauer ist
mittendrin. Insofern ist gerade der Vorwurf Schlöndorffs, sie (die
Westfilmemacher) hätten sich damals an der Novelle vague orientiert
(und die Ossis seien eben hinterher) nicht gerechtfertigt. Wo sie
durften, waren sie auf der Höhe der Zeit. Alles IMHO.
Gruß kai
Antonia H.
2008-12-12 14:54:38 UTC
Permalink
..... sie
entsprachen eben nicht der gefühlten Lebenswirklichkeit, weil sie doch
Wichtiges wie das Eingesperrtsein in der DDR ausblenden mußten; als
lächerlich habe ich sie damals auch oft empfunden.
Diese Aussage kann ich voll unterstreichen. Nur möchte ich diese
Meinung auf die sogenannten damaligen *Gegenwarts(spiel)filme* beschränken.

Gruß
Antonia
k***@web.de
2008-12-12 15:51:29 UTC
Permalink
Diese Aussage kann ich voll unterstreichen.  Nur möchte ich diese
Meinung auf die sogenannten damaligen *Gegenwarts(spiel)filme* >beschränken.
Ja, die meinte ich natürlich auch.
Andreas Viehrig
2008-12-12 16:19:30 UTC
Permalink
Post by Antonia H.
..... sie
entsprachen eben nicht der gefühlten Lebenswirklichkeit, weil sie doch
Wichtiges wie das Eingesperrtsein in der DDR ausblenden mußten; als
lächerlich habe ich sie damals auch oft empfunden.
Diese Aussage kann ich voll unterstreichen. Nur möchte ich diese
Meinung auf die sogenannten damaligen *Gegenwarts(spiel)filme* beschränken.
Das gilt für jede Diktatur, also auch für die bundesdeutsche. Im übrigen
war das zwar ein Mangel der DDR-Filme, rechtfertigt aber keineswegs eine
generelle Aburteilung nach dem Muster des Threadthemas.

Andi
--
"Die Menschen interessieren sich mehr für die
Schweinefleischpreise als für die Politik."
Mit /ganz ehrlichem Erstaunen/ entdeckt ein deutscher
Reporter in China, worin Chinesen den Deutschen gleichen.
k***@web.de
2008-12-12 16:47:21 UTC
Permalink
Post by Andreas Viehrig
Das gilt für jede Diktatur, also auch für die bundesdeutsche.
Ist hier ja OT: Aber wenn es unter Freiheit der Kunst firmiert, darfst
du heute alles machen. Der Unterschied zur DDR ist riesig.
Post by Andreas Viehrig
Im übrigen war das zwar ein Mangel der DDR-Filme, rechtfertigt aber keineswegs eine
generelle Aburteilung nach dem Muster des Threadthemas.
So ist es.
Selin Glowe
2008-12-12 17:07:05 UTC
Permalink
Post by k***@web.de
Ist hier ja OT: Aber wenn es unter Freiheit der Kunst firmiert, darfst
du heute alles machen.
Aber es zwingt Dich keiner etwas richtig zu machen ....

Wo ist eigentlich der Unterschied zwischen Schwester Agnes und Dr. Kleist
(oder wie der heissst)?

Rentnerfernsehen, nur die Fahrzeuge sind heute beindruckender.
k***@web.de
2008-12-12 17:21:11 UTC
Permalink
Post by Selin Glowe
Post by k***@web.de
Ist hier ja OT: Aber wenn es unter Freiheit der Kunst firmiert, darfst
du heute alles machen.
Aber es zwingt Dich keiner etwas richtig zu machen ....
Naja, darum ging's ja nicht...
Post by Selin Glowe
Wo ist eigentlich der Unterschied zwischen Schwester Agnes und Dr. Kleist
(oder wie der heissst)?
Kleist ist schmieriger.
Selin Glowe
2008-12-12 17:41:17 UTC
Permalink
Post by k***@web.de
Post by Selin Glowe
Aber es zwingt Dich keiner etwas richtig zu machen ....
Naja, darum ging's ja nicht...
is aber wichtich
Post by k***@web.de
Post by Selin Glowe
Wo ist eigentlich der Unterschied zwischen Schwester Agnes und Dr. Kleist
(oder wie der heissst)?
Kleist ist schmieriger.
k.a. ich habe mir beides nicht angesehen
k***@web.de
2008-12-12 21:39:48 UTC
Permalink
Post by Selin Glowe
Post by k***@web.de
Post by Selin Glowe
Aber es zwingt Dich keiner etwas richtig zu machen ....
Naja, darum ging's ja nicht...
is aber wichtich
Nee, am Thema vorbei, es ging um die Gängelung aus politischen Gründen
in der DDR und nicht um heute. Das heute weniger politischer Zwang
herrscht, hast du allerdings richtig erkannt. Im Hinblick auf das
Thema hier ist das, was du als wichtig erachtest, aber irrelevant.
Post by Selin Glowe
Post by k***@web.de
Kleist ist schmieriger.
k.a. ich habe mir beides nicht angesehen
Ich verpasse garantiert keine einzige Folge.
Andreas Henicke
2008-12-12 18:45:18 UTC
Permalink
Post by k***@web.de
Ist hier ja OT: Aber wenn es unter Freiheit der Kunst firmiert, darfst
du heute alles machen. Der Unterschied zur DDR ist riesig.
Und warum ist die Kunst dann heute stromlinienförmiger?

Gruß, Andreas.
--
Any sufficiently advanced technology is indistinguishable from magic.
- Arthur C. Clarke
Ronald Konschak
2008-12-12 21:21:47 UTC
Permalink
Post by Andreas Henicke
Post by k***@web.de
Ist hier ja OT: Aber wenn es unter Freiheit der Kunst firmiert, darfst
du heute alles machen. Der Unterschied zur DDR ist riesig.
Und warum ist die Kunst dann heute stromlinienförmiger?
Das ist eine Frage der Wahrnehmung. In der DDR gab es unbeachtete
und ausgegrenzte Künstler, und das ist heute nicht viel anders.
Heute ist es mehr eine Frage der Medienpräsenz, ob ein Künstler
erfolgreich ist oder nicht. "Stromlinienförmige" Kunst steigert
Quoten, deshalb bekommt der unbedarfte Konsument dieselbe
vorgesetzt. Man muß sich selbst bemühen, um sich abseits des
kommerziellen Kunstbetriebes sein Erlebnis zu verschaffen. Nur
die Bedingungen dafür sind heute weniger konspirativ.

Ronald.
--
Kein Lied ist uns zu laut, damit Dresden bleibt
zum zweiten Mal erbaut für unsre Kinder
Kein Lied ist uns zu laut, damit die Erde nie zerfällt
wie damals unsre Stadt zerfiel.
k***@web.de
2008-12-12 21:53:53 UTC
Permalink
Post by Andreas Henicke
Post by k***@web.de
Ist hier ja OT: Aber wenn es unter Freiheit der Kunst firmiert, darfst
du heute alles machen. Der Unterschied zur DDR ist riesig.
Und warum ist die Kunst dann heute stromlinienförmiger?
Obwohl mir da sicher die Kompetenz fehlt, kann ich das trotzdem so
nicht erkennen. In der DDR wurde jede kleine Rockband verboten wegen
irgendwelcher Lappalien. Vor einiger Zeit im Radio gehört von der Band
Eruption: Da hatte der Sänger doch die Ansage gemacht, sie seien nicht
"Iraptschen" aus Jamaica (damals bekannt), sondern Eruption aus
Deutschland. Das war's dann mit weiteren Konzerten.
Andreas Henicke
2008-12-12 22:27:08 UTC
Permalink
Wenn ich heute so durch SWRHRBAYERNANTENNE zappe... Die Kraft des Windes
schleift unscheinbar aber stetig ganze Berge weg. Die unsichtbare Hand
des Marktes sollte von den Apologeten der Freiheit redlicherweise nicht
vergessen werden.

Gruß, Andreas.
--
Any sufficiently advanced technology is indistinguishable from magic.
- Arthur C. Clarke
René
2008-12-12 23:02:54 UTC
Permalink
Post by Andreas Henicke
Wenn ich heute so durch SWRHRBAYERNANTENNE zappe...
...dann biste selber schuld. Bei McDonald's fressen gehen, und dann
jammern, daß es dort nur Fast Food gibt, ist auch nichts anderes.
--
You who are wicked, evil and mean
I'm the nastiest creep you've ever seen!
Come one, come all, put up a fight
I'll pound your butts with Green Lantern's light!
Andreas Henicke
2008-12-12 23:32:26 UTC
Permalink
Post by René
...dann biste selber schuld. Bei McDonald's fressen gehen, und dann
jammern, daß es dort nur Fast Food gibt, ist auch nichts anderes.
Gibts denn was anderes? Immer nur HR<Chopin Klaviersonate Nr. 2 op 35>2
ist auch nicht das Wahre. Die scheinbare Vielfalt besteht aus Burger
King gegen McDonalds, oder eben SWR3 gegen HR3.

Gruß, Andreas.
--
Any sufficiently advanced technology is indistinguishable from magic.
- Arthur C. Clarke
René
2008-12-13 13:02:18 UTC
Permalink
Post by Andreas Henicke
Post by René
...dann biste selber schuld. Bei McDonald's fressen gehen, und dann
jammern, daß es dort nur Fast Food gibt, ist auch nichts anderes.
Gibts denn was anderes? Immer nur HR<Chopin Klaviersonate Nr. 2 op 35>2
ist auch nicht das Wahre. Die scheinbare Vielfalt besteht aus Burger
King gegen McDonalds, oder eben SWR3 gegen HR3.
Man kann z.B. auch auf einem Landstraßenparkplatz in der Weite
Russlands Lammschaschlyk gebraten bekommen. Oder einen klasse Burger
und Zubehör, der tatsächlich nach Essbarem schmeckt, in einem Nest in
Texas. Authentische mexikanische Küche in der mex. Würfelbude gegenüber.
--
I invented a microwave crematory. Way faster, but as it turns out you
have to punch holes in them first. Found that out the hard way.
Florian Ritter
2008-12-14 16:43:13 UTC
Permalink
Post by René
Post by Andreas Henicke
Post by René
...dann biste selber schuld. Bei McDonald's fressen gehen, und dann
jammern, daß es dort nur Fast Food gibt, ist auch nichts anderes.
Gibts denn was anderes? Immer nur HR<Chopin Klaviersonate Nr. 2 op 35>2
ist auch nicht das Wahre. Die scheinbare Vielfalt besteht aus Burger
King gegen McDonalds, oder eben SWR3 gegen HR3.
Man kann z.B. auch auf einem Landstraßenparkplatz in der Weite
Russlands Lammschaschlyk gebraten bekommen.
Du weißt viel ...
Post by René
Oder einen klasse Burger und Zubehör, der tatsächlich nach Essbarem schmeckt, in einem Nest in Texas.
... wenn nicht gar zuviel.
Post by René
Authentische mexikanische Küche in der mex.Würfelbude gegenüber.
Ach, das Haus Dir gegenüber ist auch eine mexikanische Würfelbude? Die
Verslummung Eures Städtels scheint an Rasanz zu gewinnen.

Ich kann nur stammelnd versichern, daß Mex-Fraß indegustabel ist.

Und alles schaut bewundernd bald
Den Ritter an und bald den Drachen
René
2008-12-14 17:47:50 UTC
Permalink
Post by Florian Ritter
Post by René
Post by Andreas Henicke
Post by René
...dann biste selber schuld. Bei McDonald's fressen gehen, und dann
jammern, daß es dort nur Fast Food gibt, ist auch nichts anderes.
Gibts denn was anderes? Immer nur HR<Chopin Klaviersonate Nr. 2 op 35>2
ist auch nicht das Wahre. Die scheinbare Vielfalt besteht aus Burger
King gegen McDonalds, oder eben SWR3 gegen HR3.
Man kann z.B. auch auf einem Landstraßenparkplatz in der Weite
Russlands Lammschaschlyk gebraten bekommen.
Du weißt viel ...
Post by René
Oder einen klasse Burger und Zubehör, der tatsächlich nach Essbarem
schmeckt, in einem Nest in Texas.
... wenn nicht gar zuviel.
Post by René
Authentische mexikanische Küche in der mex.Würfelbude gegenüber.
Ach, das Haus Dir gegenüber ist auch eine mexikanische Würfelbude? Die
Verslummung Eures Städtels scheint an Rasanz zu gewinnen.
Ach, es ist ein Graus. Drum bin ich vor einigen Wochen auch aus der
Metropole Marshall in das Städtchen (Städtchen, bitte. Nicht Städtel.
Die Synagoguen-Türe befindet sich mittlerweile in der Asservaten-Kammer
des örtl. Museums, und auf dem Gelände steht eine
Polizei-und-Feuerwache, sowie ein Hühnergrill im Besitz einer Firma aus
Dubai) Tatum gezogen.
Post by Florian Ritter
Ich kann nur stammelnd versichern, daß Mex-Fraß indegustabel ist.
Dann haste noch nix gescheites gehabt. Weg von den Ketten, und ab ins
barrio, wo die echten mex. Würfelbuden sind.
--
You can fool most people some of the time, and some people most of the
time. That's sufficient for most purposes.
k***@web.de
2008-12-13 13:27:50 UTC
Permalink
Post by Andreas Henicke
Wenn ich heute so durch SWRHRBAYERNANTENNE zappe... Die Kraft des Windes
schleift unscheinbar aber stetig ganze Berge weg.  Die unsichtbare Hand
des Marktes sollte von den Apologeten der Freiheit redlicherweise nicht
vergessen werden.
Wer macht das denn? Du kannst heute viel mehr auch anspruchsvolles
konsumieren, wenn du willst, auf ARTE, 3sat, D-Radio, da werden,
zugegeben mitten in der Nacht, ständig neue Musiker bspw. vorgestellt.
Ich kann mir heute alle Chabrol-Filme oder Truffaut bei Amazon
bestellen und mich damit beschäftigen. Oder mit der DEFA.
Ich verstehe nicht, daß man nicht differenzierend mit dem Thema
umgeht. Ich hatte die DEFA gerade verteidigt mit dem Hinweis, dass sie
konnten, wenn sie durften. Oft schienen sie aber eben sehr
reglementiert zu werden.
Andreas Henicke
2008-12-13 19:37:38 UTC
Permalink
Post by k***@web.de
Ich hatte die DEFA gerade verteidigt mit dem Hinweis, dass sie
konnten, wenn sie durften. Oft schienen sie aber eben sehr
reglementiert zu werden.
Heute dürfen sie und es kommt wenig. Und wenn geht es im Krieg um die
Aufmerksamkeit unter.

Gruß, Andreas.
--
Any sufficiently advanced technology is indistinguishable from magic.
- Arthur C. Clarke
Max M. aus T.
2008-12-13 10:54:50 UTC
Permalink
Post by k***@web.de
Post by Andreas Viehrig
Das gilt für jede Diktatur, also auch für die bundesdeutsche.
Ist hier ja OT: Aber wenn es unter Freiheit der Kunst firmiert, darfst
du heute alles machen. Der Unterschied zur DDR ist riesig.
Freiheit der Kunst hin und Freiheit der Kunst her.

In welcher Form sich die Kunst auch äußern mag; sie hat Ihre Ursache doch in
der individuellen, persönlichen Reflektion von Wünschen, Ideen und
Bedürfnissen, auf der Grundlage einer augenblicklich erlebten Situation
innerhalb einer Gesellschaft.

Sicher ist wohl auch, dass sie zweckbestimmt ist.

Im Idealfall bringt sie uns, durch ihre spezielle Sichtweise, im
persönlichen Leben ein Stück weiter, indem sie uns mögliche andere
Sichtweisen eröffnet, uns zeigt, wie was wirklich ist oder uns in eine
besonders gefärbte Stimmung versetzt.

Auch wenn die künstlerischen Anschauungen und die Ästhetik dem ständigen
Wandel der Zeiten unterworfen sind - jemandem jedoch, in Angst und Schrecken
zu versetzen oder ihn gefügig machen zu wollen, noch mehr gesellschaftlichen
Drangsal erdulden zu können, indem man ihm Lügengeschichten oder
Hirngespinnste über die gesellschaftliche Wirklichkeit auftischt ist keine
Kunst, sondern eine Schweinerei.

Da hört, für mich, die Freiheit der Kunst auf.
Post by k***@web.de
Im übrigen war das zwar ein Mangel der DDR-Filme, ...
Vielleicht wars ja auch nur die andere Sichtweise der DDR (bzw. des sog.
Soz.) auf die Kunst ansich.
Post by k***@web.de
... rechtfertigt aber keineswegs eine generelle Aburteilung
nach dem Muster des Threadthemas.
So ist es.
Genau ;-)
k***@web.de
2008-12-13 13:16:17 UTC
Permalink
Post by Max M. aus T.
der individuellen, persönlichen Reflektion von Wünschen, Ideen und
Bedürfnissen, auf der Grundlage einer augenblicklich erlebten Situation
innerhalb einer Gesellschaft.
Genau dies durfte sie ja nur teilweise in der DDR, wesentliche
Bestandteile des Lebens mußten ausgeblendet werden.
Post by Max M. aus T.
jemandem jedoch, in Angst und Schrecken
zu versetzen oder ihn gefügig machen zu wollen, noch mehr >gesellschaftlichen Drangsal erdulden zu können, indem man ihm >Lügengeschichten oder Hirngespinnste über die gesellschaftliche >Wirklichkeit auftischt ist keine Kunst, sondern eine Schweinerei.
Na und; es hat hier niemand behauptet, daß das, was du beschreibst,
Kunst sei. Die hat wohl immer mit Wahrheit zu tun.
Max M. aus T.
2008-12-13 09:34:17 UTC
Permalink
..... sie
entsprachen eben nicht der gefühlten Lebenswirklichkeit, weil sie doch
Wichtiges wie das Eingesperrtsein in der DDR ausblenden mußten; als
lächerlich habe ich sie damals auch oft empfunden.
Diese Aussage kann ich voll unterstreichen. Nur möchte ich diese Meinung
auf die sogenannten damaligen *Gegenwarts(spiel)filme* beschränken.
Antonia
War die Serie: "Drei Panzersoldaten und ein Hund" eigentlich von der DEFA???

Ach so - besonders abartig fand ich die Produkte des "DEFA-Studios für
Synchronisation" - alle Dialoge und Geräusche nur im schalltoten Raum
aufzunehmen und auch genauso auf die Tonspur zu brennen.
Frank Nitzschner
2008-12-13 09:40:12 UTC
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Post by Max M. aus T.
War die Serie: "Drei Panzersoldaten und ein Hund" eigentlich von der DEFA???
Nein. Und die Serie "Vier Panzersoldaten und ein Hund" auch nicht.

SC"Scharik, faß"NR

Frank
Max M. aus T.
2008-12-13 11:22:02 UTC
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Post by Frank Nitzschner
Post by Max M. aus T.
War die Serie: "Drei Panzersoldaten und ein Hund" eigentlich von der DEFA???
Nein. Und die Serie "Vier Panzersoldaten und ein Hund" auch nicht.
SC"Scharik, faß"NR
Frank
War den überhaupt soviel Platz in 'nem T34 (war das wohl?)
Aber, neben dem "Fahrer", dem "Kommandanten" und dem "LadeHugo" war
wohl -glaube ich - noch der "SchmierMaxe" mit onboard... naja und eben der
Hund...oder so.
Was mir noch in Erinnerung ist, war, dass die mal das Kanonenrohr mit 'ner
einfachen Eisensäge gekürzt haben und dass die Deutschen (damals - spielte
ja im 2.WK) immer nur als total verblödet dargestellt wurden...Demnach
müssten wir alle von verblödeten Trotteln abstammen (?-)...LOL..
Peter Veith
2008-12-13 11:52:52 UTC
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Post by Max M. aus T.
müssten wir alle von verblödeten Trotteln abstammen (?-)...LOL..
Ja, es hat sich auch nichts geändert, leider.

Veith
--
Strukturen, Bilder & Geschichte(n) der LSK/LV
http://www.DDR-LUFTWAFFE.de
Ulf Gutschmidt
2008-12-13 11:34:12 UTC
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Post by Max M. aus T.
Was mir noch in Erinnerung ist, war, dass die mal das Kanonenrohr mit 'ner
einfachen Eisensäge gekürzt haben und dass die Deutschen (damals - spielte
ja im 2.WK) immer nur als total verblödet dargestellt wurden...Demnach
müssten wir alle von verblödeten Trotteln abstammen (?-)...LOL..
Du wärst das beste Beispiel für die Richtigkeit der These.

UG
Juergen Schulz
2008-12-13 12:10:34 UTC
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Post by Max M. aus T.
Post by Frank Nitzschner
Post by Max M. aus T.
War die Serie: "Drei Panzersoldaten und ein Hund" eigentlich von der DEFA???
Nein. Und die Serie "Vier Panzersoldaten und ein Hund" auch nicht.
SC"Scharik, faß"NR
Frank
War den überhaupt soviel Platz in 'nem T34 (war das wohl?)
Aber, neben dem "Fahrer", dem "Kommandanten" und dem "LadeHugo" war
wohl -glaube ich - noch der "SchmierMaxe" mit onboard... naja und eben der
Hund...oder so.
Damals hatten die Panzer meist noch fünf Mann Besatzung. Kommandant, Fahrer,
Richtschütze, Ladeschütze und Funker. Funkgeräte waren noch etwas aufwändiger
zu bedienen. Daneben hatte dieser Funker auch noch das Blenden-MG im Fahrzeug-
bug zu bedienen. War nicht nur beim T34 so, sondern auch bei den deutschen
und amerikanischen Panzern so.
Post by Max M. aus T.
Was mir noch in Erinnerung ist, war, dass die mal das Kanonenrohr mit 'ner
einfachen Eisensäge gekürzt haben und dass die Deutschen (damals - spielte
ja im 2.WK) immer nur als total verblödet dargestellt wurden...Demnach
müssten wir alle von verblödeten Trotteln abstammen (?-)...LOL..
Da kannst du dir fast alle Produktionen zu dem Thema ansehen. Ein aktuelles
Beispiel ist der Amerikanische Film "Saving Private Ryan". Wenn die Wehrmachts-
soldaten so blöde gewesen wären, wie dort dargestellt, hätte man den Private
Ryan ja wohl nicht retten müssen.

Jürgen
Torsten Mueller
2008-12-13 15:18:27 UTC
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Post by Juergen Schulz
Damals hatten die Panzer meist noch fünf Mann Besatzung. Kommandant,
Fahrer, Richtschütze, Ladeschütze und Funker. Funkgeräte waren noch
etwas aufwändiger zu bedienen. Daneben hatte dieser Funker auch noch
das Blenden-MG im Fahrzeug- bug zu bedienen. War nicht nur beim T34
so, sondern auch bei den deutschen und amerikanischen Panzern so.
OT: Den fünften Mann im T34 möchte ich bezweifeln. Erstens aus ganz
ernsthaften Platzgründen, zwotens waren Soldaten knapp, drittens war
Technik (Funk) knapp - es hat zeitweilig nicht einmal für einen
Anstrich gereicht, die Dinger sind oft nur mit einer Grundierung
gleich raus an die Front. Der T34 war mit seinen anfänglich 26t ein
mittlerer Panzer (nach heutigen Maßstäben sogar nur ein leichter),
Tiger und Panther (beide 5 Mann) gehörten zu einer anderen
Größenordnung. Ich möchte drum auch daran zweifeln, daß ein
Schäferhund usw.

T.M.
Juergen Schulz
2008-12-13 16:06:16 UTC
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Post by Torsten Mueller
Post by Juergen Schulz
Damals hatten die Panzer meist noch fünf Mann Besatzung. Kommandant,
Fahrer, Richtschütze, Ladeschütze und Funker. Funkgeräte waren noch
etwas aufwändiger zu bedienen. Daneben hatte dieser Funker auch noch
das Blenden-MG im Fahrzeug- bug zu bedienen. War nicht nur beim T34
so, sondern auch bei den deutschen und amerikanischen Panzern so.
OT: Den fünften Mann im T34 möchte ich bezweifeln. Erstens aus ganz
ernsthaften Platzgründen, zwotens waren Soldaten knapp, drittens war
Technik (Funk) knapp - es hat zeitweilig nicht einmal für einen
Anstrich gereicht, die Dinger sind oft nur mit einer Grundierung
gleich raus an die Front. Der T34 war mit seinen anfänglich 26t ein
mittlerer Panzer (nach heutigen Maßstäben sogar nur ein leichter),
Tiger und Panther (beide 5 Mann) gehörten zu einer anderen
Größenordnung. Ich möchte drum auch daran zweifeln, daß ein
Schäferhund usw.
T.M.
Kannst du zweifeln wie du willst. Der in der Serie verwendete T34/85
hatte - im Gegensatz zum T34/76 - fünf Mann Besatzung.
Der T34/76 hatte nur vier Mann, die Aufgaben des Richtschützen wurden
da vom Kommandanten wahrgenommen. Da war der Turm auch wesentlich kleiner.
Da du die Pz V und VI ins Spiel bringst: Auch die deutschen PzKpfWg III
und IV hatten 5 Mann Besatzung. Und die waren mit 15,4t (PzKpfWg III Ausf. A)
bis 25t (PzKpfWg IV Ausf. J) deutlich leichter als der T34.

Das gleiche gilt für die auch von der SU eingesetzten M4 Sherman - Varianten.
Bei einem Gewicht von rund 30t hatten auch die eine fünfköpfige Besatzung.

Dass Funkgeräte bei der CA knapp waren und dass teilweise Fahrzeuge aus
der Werkshalle mit den Monteuren als Besatzung ins Gefecht rollten, ist
mir bekannt. Ich behaupte auch nicht, dass es ohne den fünften Mann nicht
ginge. Ändert nichts daran: Der im Film eingesetzte Panzer war für fünf
Soldaten vorgesehen. Oder eben für 4 plus Hund ;-)

Jürgen
Andreas Viehrig
2008-12-13 14:31:11 UTC
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...Demnach müssten wir alle von verblödeten Trotteln abstammen
(?-)...LOL..
Sei doch froh. So hast Du wenigstens die einmalige Chance, zur ultimativ
erhabensten Leuchte erklärt zu werden...

Andi
--
09.11.1923 - Hitler-Ludendorff-Putsch
09.11.1938 - Reichspogromnacht
09.11.2007 - Ausweitung der TK-Überwachung auf Vorratsdatenspeicherung
k***@aol.com
2008-12-13 00:24:39 UTC
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Post by André Grafe
Post by Selin Glowe
«Das unsichtbare Visier» war richtig gut, und dazu auch noch wahr!
;-)
Aber nicht von der DEFA, also Babelsberg, sondern aus Adlershof.
Durchaus aus Babelsberg, als Auftragsproduktion des Fernsehens.
Zeitweise wurde im DEFA-Spielfilmstudio mehr für das Fernsehen als an
Kinofilmen gearbeitet.
Selin Glowe
2008-12-13 00:28:48 UTC
Permalink
Post by k***@aol.com
Post by André Grafe
Post by Selin Glowe
«Das unsichtbare Visier» war richtig gut, und dazu auch noch wahr!
Aber nicht von der DEFA, also Babelsberg, sondern aus Adlershof.
Durchaus aus Babelsberg, als Auftragsproduktion des Fernsehens.
das dürfte eh massenhaft in Aussen-Schauplätzen gedreht worden sein.
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