narkive is for sale. (interested) / (dismiss)
Discussion:
Rum-Cola & Dean Reed
(zu alt für eine Antwort)
Matthias Opatz
2020-06-09 23:45:43 UTC
Permalink
Bin gerade auf dieses bizarre DDR-Etikett "Rum-Cola" gestoßen:

<Loading Image...>

Sollte das Dean Reed sein auf der Zeichnung?

<Loading Image.../>


Matthias
Martin Ebert
2020-06-10 00:55:07 UTC
Permalink
Rum-Cola sagt mir was. Aber das gab es nur zweitweise und es
scheint mir sehr selten.
Post by Matthias Opatz
<https://pbs.twimg.com/media/D0AN_QYWsAARU8n.jpg>
Ach deswegen. Zahna bei Wittenberg.

Die hatten quasi gegenüber die Likörbude. Da lief teilweise
Gestattungsproduktion Verpoorten unso.

Ich würde mal vermuten, dass die Likörbude (letztens abgewickelt,
die hielt sich lange) damals zu viel Rum hatte und keine Idee.
So könnte das Produkt entstanden sein.
Post by Matthias Opatz
Sollte das Dean Reed sein auf der Zeichnung?
Frag mich lieber was zu Zahna.

Mt
Florian Ritter
2020-06-10 18:56:48 UTC
Permalink
Post by Martin Ebert
Post by Matthias Opatz
<https://pbs.twimg.com/media/D0AN_QYWsAARU8n.jpg>
Ach deswegen. Zahna bei Wittenberg.
Die hatten quasi gegenüber die Likörbude. Da lief teilweise
Gestattungsproduktion Verpoorten unso.
Ich würde mal vermuten, dass die Likörbude (letztens abgewickelt,
die hielt sich lange) damals zu viel Rum hatte und keine Idee.
So könnte das Produkt entstanden sein.
Das glaube ich nicht - in der Brühe war kein Rum,
lediglich vollsynthetisches Rum-Aroma.

FR
Bernd Ullrich
2020-06-10 20:26:06 UTC
Permalink
Post by Florian Ritter
Post by Martin Ebert
Post by Matthias Opatz
<https://pbs.twimg.com/media/D0AN_QYWsAARU8n.jpg>
Ach deswegen. Zahna bei Wittenberg.
Die hatten quasi gegenüber die Likörbude. Da lief teilweise
Gestattungsproduktion Verpoorten unso.
Ich würde mal vermuten, dass die Likörbude (letztens abgewickelt,
die hielt sich lange) damals zu viel Rum hatte und keine Idee.
So könnte das Produkt entstanden sein.
Das glaube ich nicht - in der Brühe war kein Rum,
lediglich vollsynthetisches Rum-Aroma.
HeRum Aroma war alleine zum Drehen nicht geeignet, was soll nach der
ritterlichen Meinung noch drin gewesen sein?
Doch nicht Wodka?

BU
René Marquardt
2020-06-10 21:47:38 UTC
Permalink
Post by Bernd Ullrich
Post by Florian Ritter
Post by Martin Ebert
Post by Matthias Opatz
<https://pbs.twimg.com/media/D0AN_QYWsAARU8n.jpg>
Ach deswegen. Zahna bei Wittenberg.
Die hatten quasi gegenüber die Likörbude. Da lief teilweise
Gestattungsproduktion Verpoorten unso.
Ich würde mal vermuten, dass die Likörbude (letztens abgewickelt,
die hielt sich lange) damals zu viel Rum hatte und keine Idee.
So könnte das Produkt entstanden sein.
Das glaube ich nicht - in der Brühe war kein Rum,
lediglich vollsynthetisches Rum-Aroma.
HeRum Aroma war alleine zum Drehen nicht geeignet, was soll nach der
ritterlichen Meinung noch drin gewesen sein?
Doch nicht Wodka?
Industrie-Alkohol, vermute ich. Wird bei manchen Produkten wie dem
abscheulichen "Skyy Vodka" heute noch so getan. Bleh.
Ronald Konschak
2020-06-11 13:00:59 UTC
Permalink
Post by René Marquardt
Post by Bernd Ullrich
Post by Florian Ritter
Post by Martin Ebert
Post by Matthias Opatz
<https://pbs.twimg.com/media/D0AN_QYWsAARU8n.jpg>
Ach deswegen. Zahna bei Wittenberg.
Die hatten quasi gegenüber die Likörbude. Da lief teilweise
Gestattungsproduktion Verpoorten unso.
Ich würde mal vermuten, dass die Likörbude (letztens abgewickelt,
die hielt sich lange) damals zu viel Rum hatte und keine Idee.
So könnte das Produkt entstanden sein.
Das glaube ich nicht - in der Brühe war kein Rum,
lediglich vollsynthetisches Rum-Aroma.
HeRum Aroma war alleine zum Drehen nicht geeignet, was soll nach der
ritterlichen Meinung noch drin gewesen sein?
Doch nicht Wodka?
Industrie-Alkohol, vermute ich. Wird bei manchen Produkten wie dem
abscheulichen "Skyy Vodka" heute noch so getan. Bleh.
Oder es war einfach nur Rum-Verschnitt. Echter Rum war in der
DDR so selten, den hat man bestimmt nicht in die Cola gemixt.

Obiges Etikett kam mir bekannt vor, und siehe, im Standardwerk
"Vita-Cola & Timms Saurer" ist es auf Seite 49 abgebildet.

Ronald.
--
Erst wenn das letzte Hirn gewaschen, die letzte Menschenwürde gebrochen und
euch die letzte Freiheit genommen wurde, werdet ihr merken, daß man mit
Zeitung lesen, wählen und Steuern zahlen keine Diktatur aufhält.
Achim Ebeling
2020-06-11 15:09:45 UTC
Permalink
Post by Ronald Konschak
Oder es war einfach nur Rum-Verschnitt. Echter Rum war in der
DDR so selten, den hat man bestimmt nicht in die Cola gemixt.
Tante Kugel fand dieses hier:
"...Die bekanntesten Marken wie Asmussen Original oder Hansen Präsident
Rumverschnitt werden nicht nur mit Cola gemischt..."

Man kann also stark davon ausgehen, dass auch in der DDR mit
Rum-Verschnitt gearbeitet wurde.


Bis denne
Achim
Lars Gebauer
2020-06-11 18:15:03 UTC
Permalink
Post by Achim Ebeling
Man kann also stark davon ausgehen, dass auch in der DDR mit
Rum-Verschnitt gearbeitet wurde.
Huh?! - Die 1. Welle meines Lebens erlebte ich im Alter von 13 nach dem
Genuß von (über) 1/2 Flasche Orient-Rum-Verschnitt.
--
"Der Hund hat gerade die Probepackung vegetarisches Futter neben den
Mülleimer gekotzt. Auf Amazon wäre das ★☆☆☆☆"
@the_shootguy
Florian Ritter
2020-06-11 17:27:02 UTC
Permalink
Post by René Marquardt
Post by Bernd Ullrich
Post by Florian Ritter
Das glaube ich nicht - in der Brühe war kein Rum,
lediglich vollsynthetisches Rum-Aroma.
HeRum Aroma war alleine zum Drehen nicht geeignet, was soll nach der
ritterlichen Meinung noch drin gewesen sein?
Doch nicht Wodka?
Industrie-Alkohol, vermute ich. Wird bei manchen Produkten wie dem
abscheulichen "Skyy Vodka" heute noch so getan. Bleh.
Er redet wie er es versteht.
"Industrie-Alkohol" ist kein feststehender Begriff.
Die Spirituosenhersteller verwenden sauberen Gärungssprit
mit 96 Vol.-%
In der DDR gab's aber noch den sog. Karbidsprit, der aus
Ethin (in Volkes Mund Azetylen) hergestellt wurde.
Ethin ist eigentlich ein geruchloses Gas, bei der Herstellung
über das Zwischenprodukt Kalziumkarbid werden jedoch in
geringem Maße Phosphorverbindungen einbezogen, die den
typischen Geruch des DDR-Azetylens verursachten.
Die Verwendung von Karbidsprit zu Trinkzwecken war wegen des
Phosphorgehaltes striktissime verboten, Verstösse dagegen
waren jedoch an der Tagesordnung - FR
Wilhelm Ernst
2020-06-11 17:42:55 UTC
Permalink
Am Thu, 11 Jun 2020 10:27:02 -0700 (PDT)hat Florian Ritter
Post by Florian Ritter
Er redet wie er es versteht.
"Industrie-Alkohol" ist kein feststehender Begriff.
Die Spirituosenhersteller verwenden sauberen Gärungssprit
mit 96 Vol.-%
In der DDR gab's aber noch den sog. Karbidsprit, der aus
Ethin (in Volkes Mund Azetylen) hergestellt wurde.
Ethin ist eigentlich ein geruchloses Gas, bei der Herstellung
über das Zwischenprodukt Kalziumkarbid werden jedoch in
geringem Maße Phosphorverbindungen einbezogen, die den
typischen Geruch des DDR-Azetylens verursachten.
Die Verwendung von Karbidsprit zu Trinkzwecken war wegen des
Phosphorgehaltes striktissime verboten, Verstösse dagegen
waren jedoch an der Tagesordnung - FR
Dottore - ich bitte um den Reaktionsweg von C2H2 zu C2H5OH...
sehr interessiert!
Willi
--
"Ein profitorientiertes Gesundheitswesen ist ein Oxymoron,
ein Widerspruch in sich. In dem Augenblick, in dem die
Fürsorge dem Profit dient, hat sie die wahre Fürsorge verloren."
Bernard Lown, Gründer der Ärztebewegung gegen den Nuklearkrieg
Bernd Ullrich
2020-06-11 18:04:37 UTC
Permalink
Post by Wilhelm Ernst
Am Thu, 11 Jun 2020 10:27:02 -0700 (PDT)hat Florian Ritter
Post by Florian Ritter
Er redet wie er es versteht.
"Industrie-Alkohol" ist kein feststehender Begriff.
Die Spirituosenhersteller verwenden sauberen Gärungssprit
mit 96 Vol.-%
In der DDR gab's aber noch den sog. Karbidsprit, der aus
Ethin (in Volkes Mund Azetylen) hergestellt wurde.
Ethin ist eigentlich ein geruchloses Gas, bei der Herstellung
über das Zwischenprodukt Kalziumkarbid werden jedoch in
geringem Maße Phosphorverbindungen einbezogen, die den
typischen Geruch des DDR-Azetylens verursachten.
Die Verwendung von Karbidsprit zu Trinkzwecken war wegen des
Phosphorgehaltes striktissime verboten, Verstösse dagegen
waren jedoch an der Tagesordnung - FR
Dottore - ich bitte um den Reaktionsweg von C2H2 zu C2H5OH...
sehr interessiert!
Willi
Das gehet nur mit der "Rechten Hand" an der Rute rubbeln..

BU
Martin Ebert
2020-06-12 00:39:19 UTC
Permalink
Es ging um eine Rum-Cola der Brausebude Zahna.
Post by Florian Ritter
Post by René Marquardt
Post by Florian Ritter
Das glaube ich nicht - in der Brühe war kein Rum,
lediglich vollsynthetisches Rum-Aroma.
Das ist gut möglich: Die im gleichen Dörflein Zahna ansässige und
schon erwähnte Likörbude Zahna spielte natürlich mit Aromen, das
war deren Geschäft.
Post by Florian Ritter
Post by René Marquardt
Industrie-Alkohol, vermute ich. Wird bei manchen Produkten wie dem
abscheulichen "Skyy Vodka" heute noch so getan. Bleh.
Wie passend, dass es in 10km entfernten Wittenberg eine Sprit-
Bude gab, die nach der Wende das Bundesfinanzministerium übernahm,
die Bude ist nicht klein ...
Post by Florian Ritter
Er redet wie er es versteht.
"Industrie-Alkohol" ist kein feststehender Begriff.
Die Spirituosenhersteller verwenden sauberen Gärungssprit
mit 96 Vol.-%
Meines Wissens machte das die genannte Spritbude so.
Post by Florian Ritter
In der DDR gab's aber noch den sog. Karbidsprit, der aus
Ethin (in Volkes Mund Azetylen) hergestellt wurde.
Wie passend, dass es in Wittenberg die VEB Stickstoffwerke gab,
die drei Karbidöfen nebst Folgeprodukten betrieb.
Post by Florian Ritter
Ethin ist eigentlich ein geruchloses Gas, bei der Herstellung
über das Zwischenprodukt Kalziumkarbid werden jedoch in
Mir ist im Moment nicht klar, wo Ethin hergestellt worden wäre.
Post by Florian Ritter
geringem Maße Phosphorverbindungen einbezogen, die den
typischen Geruch des DDR-Azetylens verursachten.
Möglicherweise (Achtung: Spekulation) hatten die das Problem
sogar gelöst: Es gab im gleichen Werk ja noch eine Phosphor-
Produktion - also Sachkenntnis war vorhanden.
Post by Florian Ritter
Die Verwendung von Karbidsprit zu Trinkzwecken war wegen des
Phosphorgehaltes striktissime verboten, Verstösse dagegen
waren jedoch an der Tagesordnung - FR
Die Frage ist eher, ob die genannte Spritbude beides parallel
herstellte. Möglich wäre es: Ich wahr Jahre nach der Wende dort
mal zu irgend einem Event eingeladen und fiel fast tot um: Die
Produktion war riesig.

Mt
Chr. Maercker
2020-06-12 05:34:39 UTC
Permalink
Post by Martin Ebert
Wie passend, dass es in 10km entfernten Wittenberg eine Sprit-
Bude gab, die nach der Wende das Bundesfinanzministerium übernahm,
die Bude ist nicht klein ...
Dort kam also jener Kesselwagen her, der lt. Bitterfelder Werkslegende
einst auf dem weit verzweigten Gleisnetz des CKB auf Nimmerwiedersehen
verschwand ...
Glaubhafter ist da schon die Geschichte vom Halleschen Güterbahnhof:
dort sollen eines Tages zwei Fässer rumgestanden haben, die vormals
Industriealkohol enthielten, mit einem Aufkleber "Inhalt verdunstet".
Post by Martin Ebert
Post by Florian Ritter
In der DDR gab's aber noch den sog. Karbidsprit, der aus
Ethin (in Volkes Mund Azetylen) hergestellt wurde.
Wie passend, dass es in Wittenberg die VEB Stickstoffwerke gab,
die drei Karbidöfen nebst Folgeprodukten betrieb.
Mir waren bis heute nur die in Buna bekannt. Nebst dem typischen
"Karbid-Geruch" in der ganzen Gegend rund um das Werk.
Post by Martin Ebert
Post by Florian Ritter
Ethin ist eigentlich ein geruchloses Gas, bei der Herstellung
über das Zwischenprodukt Kalziumkarbid werden jedoch in
Mir ist im Moment nicht klar, wo Ethin hergestellt worden wäre.
Wo oder wie? Das meiste dürfte Buna produziert haben, Grundstoff für
deren berühmten Plaste und Elaste.
Post by Martin Ebert
Post by Florian Ritter
geringem Maße Phosphorverbindungen einbezogen, die den
typischen Geruch des DDR-Azetylens verursachten.
Möglicherweise (Achtung: Spekulation) hatten die das Problem
sogar gelöst: Es gab im gleichen Werk ja noch eine Phosphor-
Produktion - also Sachkenntnis war vorhanden.
bzgl. Reinigung des Alkohols, um ihn trinkbar zu machen? ;-)
--
CU Chr. Maercker.
Martin Ebert
2020-06-13 03:49:59 UTC
Permalink
Post by Chr. Maercker
Wie passend, dass es in 10km entfernten Wittenberg eine Sprit- Bude
gab, die nach der Wende das Bundesfinanzministerium übernahm, die
Bude ist nicht klein ...
Dort kam also jener Kesselwagen her, der lt. Bitterfelder
Werkslegende einst auf dem weit verzweigten Gleisnetz des CKB auf
Nimmerwiedersehen verschwand ...
Die hatten tatsächlich einen Reichsbahnanschluss mit kleiner Dreh-
scheibe. Der einzelne zweiachsige Kesselwagen wurde 90° gedreht
und kam dann in das Werksgelände. Dafür hatten die so eine grüne
Dampfspeicherlok.

Da entlang gab es einen Schleichweg zum Bahnhof, ich bin den ab
und an gegangen: Damit da aus den Kesselwagen nichts abhanden
kommt war (und ist) die WüSt (Wagenübergabestelle) eingezäunt.
Post by Chr. Maercker
Wie passend, dass es in Wittenberg die VEB Stickstoffwerke gab, die
drei Karbidöfen nebst Folgeprodukten betrieb.
Mir waren bis heute nur die in Buna bekannt. Nebst dem typischen
"Karbid-Geruch" in der ganzen Gegend rund um das Werk.
Piesteritz hatte ursprünglich 12 Öfen. Nach dem Krieg waren so
einige wieder in Betrieb. Wann der Ofen 1 (ein Rundofen mit
drei Abstichen) dazu kam, vermag ich nicht zu sagen. Der Rund-
ofen und die Öfen 2 und 3 liefen bis zur Wende. Die anderen
Öfen waren aber auch noch da - einfach so als Ruinen, Herr Veith.
Und es sah genau so aus wie in Buna: 8 Zentimeter Klak/Karbidstaub
auf den Werksstraßen, die umliegenden Dächer alle grau. Der Herr
Veith kann sich kein Bild machen.
Post by Chr. Maercker
Möglicherweise (Achtung: Spekulation) hatten die das Problem sogar
gelöst: Es gab im gleichen Werk ja noch eine Phosphor- Produktion -
also Sachkenntnis war vorhanden.
bzgl. Reinigung des Alkohols, um ihn trinkbar zu machen? ;-)
Was denn sonst.

Mt
Chr. Maercker
2020-06-15 10:33:29 UTC
Permalink
Post by Martin Ebert
Post by Chr. Maercker
Dort kam also jener Kesselwagen her, der lt. Bitterfelder
Werkslegende einst auf dem weit verzweigten Gleisnetz des CKB auf
Nimmerwiedersehen verschwand ...
Die hatten tatsächlich einen Reichsbahnanschluss mit kleiner Dreh-
scheibe. Der einzelne zweiachsige Kesselwagen wurde 90° gedreht
und kam dann in das Werksgelände. Dafür hatten die so eine grüne
Dampfspeicherlok.
War bisher der Meinung, es gab Gleise, die direkt ins CKB führten. 90°-
Drehscheibe kenne ich nur zwischen Hallescher Hafenbahn und
Halle-Hettstedter Eisenbahn, beide seit Jahrzehnten Geschichte.
Post by Martin Ebert
Da entlang gab es einen Schleichweg zum Bahnhof, ich bin den ab
und an gegangen: Damit da aus den Kesselwagen nichts abhanden
kommt war (und ist) die WüSt (Wagenübergabestelle) eingezäunt.
Endlich weiß ich, was dieses WüSt bedeutet. Bekannt war mir nur soviel,
dass es Reichsbahnloks verboten war, weiter als bis zu diesen Schildern
zu fahren.
Post by Martin Ebert
Piesteritz hatte ursprünglich 12 Öfen. Nach dem Krieg waren so
einige wieder in Betrieb. Wann der Ofen 1 (ein Rundofen mit
drei Abstichen) dazu kam, vermag ich nicht zu sagen. Der Rund-
ofen und die Öfen 2 und 3 liefen bis zur Wende. Die anderen
Öfen waren aber auch noch da - einfach so als Ruinen, Herr Veith.
Und es sah genau so aus wie in Buna: 8 Zentimeter Klak/Karbidstaub
auf den Werksstraßen, die umliegenden Dächer alle grau. Der Herr
Veith kann sich kein Bild machen.
... und Fotografieren war verboten. Einzelne Bilder vom CKB hab ich
trotzdem geschossen. :-b

CU Chr. Maercker.
Veith
2020-06-15 11:30:00 UTC
Permalink
Post by Chr. Maercker
Post by Martin Ebert
Öfen waren aber auch noch da - einfach so als Ruinen, Herr Veith.
Hier!
Post by Chr. Maercker
Post by Martin Ebert
Und es sah genau so aus wie in Buna: 8 Zentimeter Klak/Karbidstaub
auf den Werksstraßen, die umliegenden Dächer alle grau. Der Herr
Veith kann sich kein Bild machen.
... und Fotografieren war verboten.
Boha, jetzt kommt das Trauma wieder hoch:

Es sah ja in der anliegenden Ortschaft Schkopau kein Deut besser aus, als
im Werk selbst. Und wie brachial das oben bereits erwähnte Fotografierverbot
durchgesetzt wurde! Überall VoPo und Stasi mit entsicherter Schußwaffe.

Und wem ein Schnappschuß dieser apokalyptischen Szenerie dennoch gelang,
dessen Foto wurde spätestens im VEB Fotolabor aussortiert und der Fotograf
sah einer Auszeit im GULAG^^^Bautzen II entgegen. Natürlich wurden Besitzer
von Laborausstattungen strengstens überwacht und im Übrigen selbst alle
Informelle Mitarbeiter der Stasi.
Post by Chr. Maercker
Einzelne Bilder vom CKB hab ich trotzdem geschossen. :-b
Dachte ich mir's doch.

BTW Wenn ich am Wochenende bei den Omas bin, darf ich mir immer
Kinderfernsehen anschauen. Letzten Sonntagfrüh: Die Herstellung von
Neoprenanzügen. Beim "einzigen Hersteller Deutschlands", der SEDO Chemicals
Neoprene GmbH, Fürstenwalde sieht es noch orginal aus wie damals inne Zone:
Manufaktur vom "feinsten". Die lernen es nie, wie Hightec geht.

So sind die Ausführungen doch gemeint, gell?!

Peter
Chr. Maercker
2020-06-15 14:23:37 UTC
Permalink
Post by Veith
Es sah ja in der anliegenden Ortschaft Schkopau kein Deut besser aus, als
im Werk selbst. Und wie brachial das oben bereits erwähnte Fotografierverbot
durchgesetzt wurde! Überall VoPo und Stasi mit entsicherter Schußwaffe.
Och, ich hab aufgepasst, dass dass keine Uniform in der Nähe war. Die
größere Gefahr waren Hilfs-Tschakos oder MfS in Zivil. Ansonsten weiß
ich, wie "gut" so was kontrolliert wurde. Wenigstens graduelle
Unterschiede zu NVA u.a. Kasernen gab es schon. Und nicht mal dort lief
der Abwehroffz. ständig mit entsicherter Makarov Streife, glaub mir.
Post by Veith
Und wem ein Schnappschuß dieser apokalyptischen Szenerie dennoch gelang,
dessen Foto wurde spätestens im VEB Fotolabor aussortiert und der Fotograf
sah einer Auszeit im GULAG^^^Bautzen II entgegen. Natürlich wurden Besitzer
von Laborausstattungen strengstens überwacht und im Übrigen selbst alle
Informelle Mitarbeiter der Stasi.
Auch diese Möglichkeit wurde bedacht: die Filme wurden privat
entwickelt. Sie hatten einen Besitzer von Laborausstattungen übersehen. :-)
Post by Veith
Post by Chr. Maercker
Einzelne Bilder vom CKB hab ich trotzdem geschossen. :-b
Dachte ich mir's doch.
Hab die Fotos umgehend der NSA verkauft und für die Dollars Kaffee im
Intershop bekommen. :-b
--
CU Chr. Maercker.
Florian Ritter
2020-06-15 17:58:02 UTC
Permalink
Post by Martin Ebert
Post by Chr. Maercker
Dort kam also jener Kesselwagen her, der lt. Bitterfelder
Werkslegende einst auf dem weit verzweigten Gleisnetz des CKB auf
Nimmerwiedersehen verschwand ...
Die hatten tatsächlich einen Reichsbahnanschluss mit kleiner Dreh-
scheibe. Der einzelne zweiachsige Kesselwagen wurde 90° gedreht
und kam dann in das Werksgelände. Dafür hatten die so eine grüne
Dampfspeicherlok.
Kenne ich von Bermann-Borsig, dort Heißdampflok und besorgte den
innerbetrieblichen Schwerlastverkehr.
Der Betrieb lag unmittelbar an der Grenze zu Westberlin, teilweise
waren Hallenwände Sektorengrenze. Eines Tages kaperten Unholde
die Heißdampflok und brachen nach Westberlin durch. Es dauerte etwas,
bis von höheren Stellen erwirkt war, daß die Lok zurückgeholt
werden konnte - FR
Florian Ritter
2020-06-15 17:46:12 UTC
Permalink
Post by Chr. Maercker
Post by Martin Ebert
Post by Florian Ritter
Ethin ist eigentlich ein geruchloses Gas, bei der Herstellung
über das Zwischenprodukt Kalziumkarbid werden jedoch in
Mir ist im Moment nicht klar, wo Ethin hergestellt worden wäre.
Wo oder wie? Das meiste dürfte Buna produziert haben, Grundstoff für
deren berühmten Plaste und Elaste.
In der DDR wurde noch im großen Maßstab die sog. Reppe-Chemie
betrieben, die auf Ethin basierte. In Ludwigshafen soll noch
der fensterlose Reppe-Labortrakt vorhanden sein, in dem die
Verfahren entwickelt wurden - FR
Gunter Kühne
2020-06-16 09:16:23 UTC
Permalink
Post by Florian Ritter
Post by Chr. Maercker
Post by Martin Ebert
Post by Florian Ritter
Ethin ist eigentlich ein geruchloses Gas, bei der Herstellung
über das Zwischenprodukt Kalziumkarbid werden jedoch in
Mir ist im Moment nicht klar, wo Ethin hergestellt worden wäre.
Wo oder wie? Das meiste dürfte Buna produziert haben, Grundstoff für
deren berühmten Plaste und Elaste.
In der DDR wurde noch im großen Maßstab die sog. Reppe-Chemie
betrieben, die auf Ethin basierte. In Ludwigshafen soll noch
der fensterlose Reppe-Labortrakt vorhanden sein, in dem die
Verfahren entwickelt wurden - FR
Und vor Paar Jahren war der sogar noch Funktionstüchtig.
;)
--
Kleinmut und Stolz, aus diesem Holz
Schuf der Mensch sich am sechsten Tag Gott.
Knut Ochdorf
2020-06-12 14:36:17 UTC
Permalink
Post by Martin Ebert
Post by René Marquardt
Industrie-Alkohol, vermute ich. Wird bei manchen Produkten wie dem
abscheulichen "Skyy Vodka" heute noch so getan. Bleh.
Wie passend, dass es in 10km entfernten Wittenberg eine Sprit-
Bude gab, die nach der Wende das Bundesfinanzministerium übernahm,
die Bude ist nicht klein ...
Die Bude in Wittenberg war auch ein Betriebsteil der Likörfabrik Zahna.
Post by Martin Ebert
Die Frage ist eher, ob die genannte Spritbude beides parallel
herstellte. Möglich wäre es: Ich wahr Jahre nach der Wende dort
mal zu irgend einem Event eingeladen und fiel fast tot um: Die
Produktion war riesig.
Zahna stellte in der Tat beides her. Der zweite Hersteller in der DDR
war VEB Gärungschemie Dessau.

Knut
Martin Ebert
2020-06-13 03:58:27 UTC
Permalink
Post by Knut Ochdorf
Post by Martin Ebert
Post by René Marquardt
Industrie-Alkohol, vermute ich. Wird bei manchen Produkten wie
dem abscheulichen "Skyy Vodka" heute noch so getan. Bleh.
Wie passend, dass es in 10km entfernten Wittenberg eine Sprit-
Bude gab, die nach der Wende das Bundesfinanzministerium übernahm,
die Bude ist nicht klein ...
Die Bude in Wittenberg war auch ein Betriebsteil der Likörfabrik Zahna.
Ähhmmm, Moment: Die Spritbude am Bahnhof Wittenberg war Betriebs-
teil der Likörfabrik Zahna?

Mit der Wende hat übrigens das Bundesfinanzministerium die Sprit-
bude ganz fix eingekreiselt und als eigenes Unternehmen weiterbe-
trieben. Bei der letzten Privatisierungswelle wurde die dann ver-
tickert und erfreut sich bester Gesundheit.
Post by Knut Ochdorf
Post by Martin Ebert
Die Frage ist eher, ob die genannte Spritbude beides parallel
herstellte. Möglich wäre es: Ich wahr Jahre nach der Wende dort
mal zu irgend einem Event eingeladen und fiel fast tot um: Die
Produktion war riesig.
Zahna stellte in der Tat beides her.
Ja wohl eher die Spritbude in Wittenberg.

Zahna wurde nach zig Besitzerwechseln vor wenigen Jahren übrigens
geschlossen - da würde ich jemanden kennen, den ich fragen könnte.
Post by Knut Ochdorf
Der zweite Hersteller in der DDR war VEB Gärungschemie Dessau.
Na sowas - die üblichen Verdächtigen alle zusammen: Die Pudding-
bude wiederum hat eine Querverbindung zu VEB Chemiewerk Kapen:
Das sind die mit den Minen und "Selbstschussanlagen" an der Grenze.
Zudem fielen die in unsäglicher Zeit dadurch auf, dass sie Zyklon B
herstellten - war hier auch schon mal Thema.

Knut, ich glaub, ich möchte Dein Archiv sehen.

Mt
Knut Ochdorf
2020-06-13 20:21:40 UTC
Permalink
Post by Martin Ebert
Ähhmmm, Moment: Die Spritbude am Bahnhof Wittenberg war Betriebs-
teil der Likörfabrik Zahna?
Ja. Ich dachte, das wüßtest Du.
https://www.bwagrar.de/Service/Redaktion/Bundesmonopolverwaltung-fuer-Branntwein-BfB-Produktionsbetrieb-Wittenberg-verkauft,QUlEPTMxNTY0OTkmTUlEPTUyNjQy.html

Gehörte bis 1979 zum Getränkekombinat Dessau und danach zum
neugegründeten VEB Kombinat Spirituosen, Wein und Sekt.
Post by Martin Ebert
Mit der Wende hat übrigens das Bundesfinanzministerium die Sprit-
bude ganz fix eingekreiselt und als eigenes Unternehmen weiterbe-
trieben. Bei der letzten Privatisierungswelle wurde die dann ver-
tickert und erfreut sich bester Gesundheit.
Die BfB übernahm 1990 alle Betriebe, die Ethanol herstellten.
Post by Martin Ebert
Post by Knut Ochdorf
Zahna stellte in der Tat beides her.
Ja wohl eher die Spritbude in Wittenberg.
Das ist möglich. Ich habe keine Hinweise, wo nun genau was hergestellt
wurde.
Post by Martin Ebert
Post by Knut Ochdorf
Der zweite Hersteller in der DDR war VEB Gärungschemie Dessau.
Na sowas - die üblichen Verdächtigen alle zusammen: Die Pudding-
Das sind die mit den Minen und "Selbstschussanlagen" an der Grenze.
Zudem fielen die in unsäglicher Zeit dadurch auf, dass sie Zyklon B
herstellten - war hier auch schon mal Thema.
Das erklärt die Produktion von Bariumchlorid in Dessau. Das ging
bestimmt dann u.a. nach Kapen.
Post by Martin Ebert
Knut, ich glaub, ich möchte Dein Archiv sehen.
Woher die plötzliche Neugier?

Knut
Martin Ebert
2020-06-14 02:18:51 UTC
Permalink
Post by Knut Ochdorf
Post by Martin Ebert
Ähhmmm, Moment: Die Spritbude am Bahnhof Wittenberg war Betriebs-
teil der Likörfabrik Zahna?
Ja. Ich dachte, das wüßtest Du.
Nein. Die Spritbude war seit meiner Kindheit da. Auf gleichem
Grundstück (ex Marmeladen Burschutzki (spell?) drückten sich
noch eine Lampenfabrik (ex-geschützte Lampen) und Edeka (ja,
gab es in der DDR) rum. Das war wenig interessant, da sah es
halt aus wie nach dem Krieg ... DDR halt.

[URL]
Post by Knut Ochdorf
Gehörte bis 1979 zum Getränkekombinat Dessau und danach zum
neugegründeten VEB Kombinat Spirituosen, Wein und Sekt.
Wobei anders als in dem Text der Stammbetrieb in Zahna war,
das würde ich mal keck behaupten wollen.
Post by Knut Ochdorf
Post by Martin Ebert
Mit der Wende hat übrigens das Bundesfinanzministerium die Sprit-
bude ganz fix eingekreiselt und als eigenes Unternehmen weiterbe-
trieben. Bei der letzten Privatisierungswelle wurde die dann ver-
tickert und erfreut sich bester Gesundheit.
Die BfB übernahm 1990 alle Betriebe, die Ethanol herstellten.
Das meinte ich anders, ich meinte die Provatisierung zu Brüggemann.
Post by Knut Ochdorf
Post by Martin Ebert
Post by Knut Ochdorf
Zahna stellte in der Tat beides her.
Ja wohl eher die Spritbude in Wittenberg.
Das ist möglich. Ich habe keine Hinweise, wo nun genau was
hergestellt wurde.
Ich bin gleich unterwegs - wenn ich es nicht vergesse, frage ich:
Die Zahnaer Likörbude war IMHO eigentlich nur eine Abmischung.

Die Wittenberger Spritbude hat fröhlich vor sich hindestilliert.
Und macht das auch heute noch.
Post by Knut Ochdorf
Post by Martin Ebert
Post by Knut Ochdorf
Der zweite Hersteller in der DDR war VEB Gärungschemie Dessau.
Na sowas - die üblichen Verdächtigen alle zusammen: Die Pudding-
bude wiederum hat eine Querverbindung zu VEB Chemiewerk Kapen: Das
sind die mit den Minen und "Selbstschussanlagen" an der Grenze.
Zudem fielen die in unsäglicher Zeit dadurch auf, dass sie Zyklon
B herstellten - war hier auch schon mal Thema.
Das erklärt die Produktion von Bariumchlorid in Dessau. Das ging
bestimmt dann u.a. nach Kapen.
Zu dem Komplex habe ich zwei Regionalbücher eines inzwischen ver-
storbenen Herrn, die liegen gescannt und OCR vor. Der machte jeden-
falls die Verbindung zur Puddingbude in Dessau auf.

Chemiewerk Kapen selbst machte jede Art von Minen. Und hatte
schöne Lagerbunker, einige sind noch da. Und ein Hochbunker von
vor 45, das war ja ursprünglich die Muna Kapen. Kurz vor der
Wende leisteten die sich noch ein schickes Containerterminal an
der Bahnstrecke Dessau-Wörlitz.

Deren Chef hat zur Wende richtig große Räder gedreht, so kann
man das sicher öffentlich sagen. Jedenfalls ist das nun der
DESSORA-Park, ein großes Gewerbegebiet.

Direkt angrenzend war die eigentliche Muna, die hatte dann Kolja
als Munitionslager - auch mit Konfektionierung. Und im Lager war
noch ein schickes Sonderwaffenlager - mit Gleisanschluss an die
gleiche Strecke. - Da sind übrigens die Sondertransporte von
Interesse.
Post by Knut Ochdorf
Post by Martin Ebert
Knut, ich glaub, ich möchte Dein Archiv sehen.
Woher die plötzliche Neugier?
Was heißt denn hier "plötzlich"? Spätestens seit dem Thema der
Abtransporte der Sonderwaffen will ich das sehen.

Mt
Knut Ochdorf
2020-06-15 15:05:34 UTC
Permalink
Post by Martin Ebert
Nein. Die Spritbude war seit meiner Kindheit da. Auf gleichem
Grundstück (ex Marmeladen Burschutzki (spell?) drückten sich
noch eine Lampenfabrik (ex-geschützte Lampen) und Edeka (ja,
gab es in der DDR) rum. Das war wenig interessant, da sah es
halt aus wie nach dem Krieg ... DDR halt.
Den VEB Lampenbau Wittenberg habe ich gefunden, die Marmeladenbude
nannte sich Bourzutschky und ging in die Likörfabrik auf. Bei Edeka
staune ich, eine eGmbH ist in der DDR nicht gerade die Regel.
Post by Martin Ebert
Wobei anders als in dem Text der Stammbetrieb in Zahna war,
das würde ich mal keck behaupten wollen.
Da hast Du vollkommen Recht.
Post by Martin Ebert
Die Zahnaer Likörbude war IMHO eigentlich nur eine Abmischung.
Das kann gut möglich sein.
Post by Martin Ebert
Post by Knut Ochdorf
Post by Martin Ebert
Post by Knut Ochdorf
Der zweite Hersteller in der DDR war VEB Gärungschemie Dessau.
Das erklärt die Produktion von Bariumchlorid in Dessau. Das ging
bestimmt dann u.a. nach Kapen.
Zu dem Komplex habe ich zwei Regionalbücher eines inzwischen ver-
storbenen Herrn, die liegen gescannt und OCR vor. Der machte jeden-
falls die Verbindung zur Puddingbude in Dessau auf.
Chemiewerk Kapen selbst machte jede Art von Minen. Und hatte
schöne Lagerbunker, einige sind noch da. Und ein Hochbunker von
vor 45, das war ja ursprünglich die Muna Kapen. Kurz vor der
Wende leisteten die sich noch ein schickes Containerterminal an
der Bahnstrecke Dessau-Wörlitz.
Das Thema hatten wir doch schon mal hier?
Post by Martin Ebert
Direkt angrenzend war die eigentliche Muna, die hatte dann Kolja
als Munitionslager - auch mit Konfektionierung. Und im Lager war
noch ein schickes Sonderwaffenlager - mit Gleisanschluss an die
gleiche Strecke. - Da sind übrigens die Sondertransporte von
Interesse.
Dahin kenne ich nur "normale" Transporte.
Post by Martin Ebert
Post by Knut Ochdorf
Post by Martin Ebert
Knut, ich glaub, ich möchte Dein Archiv sehen.
Woher die plötzliche Neugier?
Was heißt denn hier "plötzlich"? Spätestens seit dem Thema der
Abtransporte der Sonderwaffen will ich das sehen.
Ah. Gerade zu dem Thema habe ich nichts.

Knut
Florian Ritter
2020-06-15 18:08:07 UTC
Permalink
Post by Martin Ebert
Mit der Wende hat übrigens das Bundesfinanzministerium die Sprit-
bude ganz fix eingekreiselt und als eigenes Unternehmen weiterbe-
trieben.
Genauer gesagt war es die Bundesbranntweinmonopolverwaltung.
Post by Martin Ebert
Na sowas - die üblichen Verdächtigen alle zusammen: Die Pudding-
Das sind die mit den Minen und "Selbstschussanlagen" an der Grenze.
Zudem fielen die in unsäglicher Zeit dadurch auf, dass sie Zyklon B
herstellten - war hier auch schon mal Thema.
Aus der Werft Stralsund weiß ich, daß Schiffe mit Gas
von allerhand Getier befreit wurde, auf den dazu gelieferten
Packungen stand zumindest in den 70ern "Zyklon" - FR
Achim Ebeling
2020-06-10 03:39:49 UTC
Permalink
Post by Matthias Opatz
<https://pbs.twimg.com/media/D0AN_QYWsAARU8n.jpg>
Was es nicht alles gibt/gab.
Kannte/kenne ich nicht.
Post by Matthias Opatz
Sollte das Dean Reed sein auf der Zeichnung?
Könnte man meinen.
Post by Matthias Opatz
<https://i.pinimg.com/236x/8d/dd/2a/8ddd2a1d5e07e069ef72f0a1cb94a0d3.jpg/>
"Mit dieser XML-Datei sind anscheinend keine Style-Informationen
verknüpft. Nachfolgend wird die Baum-Ansicht des Dokuments angezeigt."


Bis denne
Achim
Peter Veith
2020-06-10 07:43:26 UTC
Permalink
Post by Achim Ebeling
Post by Matthias Opatz
<https://pbs.twimg.com/media/D0AN_QYWsAARU8n.jpg>
Sollte das Dean Reed sein auf der Zeichnung?
Könnte man meinen.
Sehe ich auch so.

Dean Reed wäre mal wieder ein interessantes Thema, hatten wir nach
meinen Unterlagen seit August 2000 (zwanzig Jahren!) nicht mehr.

Da wird es doch inzwischen Wikipedia-Artikel & Co. geben, mit Stasi,
Unrechtsstaat und so.

Veith
--
Non forum sed vitae discimus
http://ddr-luftwaffe.blogspot.com
Achim Ebeling
2020-06-10 09:08:34 UTC
Permalink
Post by Peter Veith
Dean Reed wäre mal wieder ein interessantes Thema, hatten wir nach
meinen Unterlagen seit August 2000 (zwanzig Jahren!) nicht mehr.
Da wird es doch inzwischen Wikipedia-Artikel & Co. geben, mit Stasi,
Unrechtsstaat und so.
Wie Recht Du doch hast ;-)


Bis denne
Achim
Peter Veith
2020-06-10 10:57:37 UTC
Permalink
Post by Achim Ebeling
Post by Peter Veith
Dean Reed wäre mal wieder ein interessantes Thema, hatten wir nach
meinen Unterlagen seit August 2000 (zwanzig Jahren!) nicht mehr.
Da wird es doch inzwischen Wikipedia-Artikel & Co. geben, mit Stasi,
Unrechtsstaat und so.
Wie Recht Du doch hast ;-)
War ja nicht schwer.

Was ich interessant fand, war sein Einsatz im Libanon: Mit MPi auf der
Flugabwehrbatterie, s.a.:


Veith
--
Non forum sed vitae discimus
http://ddr-luftwaffe.blogspot.com
Wolf gang P u f f e
2020-06-12 11:23:30 UTC
Permalink
Post by Peter Veith
Post by Achim Ebeling
Post by Peter Veith
Dean Reed wäre mal wieder ein interessantes Thema, hatten wir nach
meinen Unterlagen seit August 2000 (zwanzig Jahren!) nicht mehr.
Da wird es doch inzwischen Wikipedia-Artikel & Co. geben, mit Stasi,
Unrechtsstaat und so.
Wie Recht Du doch hast ;-)
War ja nicht schwer.
Was ich interessant fand, war sein Einsatz im Libanon: Mit MPi auf der
http://youtu.be/zyQsebboENI
Das war mir neu. Danke für den Tip!
Wolf gang P u f f e
2020-06-10 09:31:39 UTC
Permalink
Post by Achim Ebeling
Post by Matthias Opatz
<https://pbs.twimg.com/media/D0AN_QYWsAARU8n.jpg>
Was es nicht alles gibt/gab.
Kannte/kenne ich nicht.
Post by Matthias Opatz
Sollte das Dean Reed sein auf der Zeichnung?
Könnte man meinen.
Post by Matthias Opatz
<https://i.pinimg.com/236x/8d/dd/2a/8ddd2a1d5e07e069ef72f0a1cb94a0d3.jpg/>
"Mit dieser XML-Datei sind anscheinend keine Style-Informationen
verknüpft. Nachfolgend wird die Baum-Ansicht des Dokuments angezeigt."
Lösche ma im Link den letzten / weg.
Dann zeigt sich sicher auch dir das Bild.
Achim Ebeling
2020-06-10 10:35:52 UTC
Permalink
Post by Wolf gang P u f f e
Post by Achim Ebeling
Post by Matthias Opatz
<https://i.pinimg.com/236x/8d/dd/2a/8ddd2a1d5e07e069ef72f0a1cb94a0d3.jpg/>
"Mit dieser XML-Datei sind anscheinend keine Style-Informationen
verknüpft. Nachfolgend wird die Baum-Ansicht des Dokuments angezeigt."
Lösche ma im Link den letzten / weg.
Dann zeigt sich sicher auch dir das Bild.
Es geschehen noch Zeichen und Wunder.
Muss'n Dumm doch gesachd wern.


Bis denne
Achim
d***@gmail.com
2020-06-13 10:38:45 UTC
Permalink
Post by Wolf gang P u f f e
Post by Achim Ebeling
Post by Matthias Opatz
<https://pbs.twimg.com/media/D0AN_QYWsAARU8n.jpg>
Was es nicht alles gibt/gab.
Kannte/kenne ich nicht.
Post by Matthias Opatz
Sollte das Dean Reed sein auf der Zeichnung?
Könnte man meinen.
Post by Matthias Opatz
<https://i.pinimg.com/236x/8d/dd/2a/8ddd2a1d5e07e069ef72f0a1cb94a0d3.jpg/>
"Mit dieser XML-Datei sind anscheinend keine Style-Informationen
verknüpft. Nachfolgend wird die Baum-Ansicht des Dokuments angezeigt."
Lösche ma im Link den letzten / weg.
Dann zeigt sich sicher auch dir das Bild.
Auf dem Bild spielt er ne 12 Saitige GUILD. ((Nachbau der Gibson Hummingbird)
Das war so wie Martin oder Washburn von deutschen Instrumentenbauern
aus Graslitz oder Markneukirchen oder Klingenthal begründete Gitarrenfirmen,
die dann in USA sehr erfolgreich waren und Weltruhm erlangten.
Guild war mMn in NYC ansässig.

Der einzige richtige AMI war Fender.
MMn. hatte auch Gibson deutsche Gründer.
Müßte das im Archiv nachschauen.
d***@gmail.com
2020-06-10 06:29:23 UTC
Permalink
Post by Matthias Opatz
<https://pbs.twimg.com/media/D0AN_QYWsAARU8n.jpg>
Sollte das Dean Reed sein auf der Zeichnung?
<https://i.pinimg.com/236x/8d/dd/2a/8ddd2a1d5e07e069ef72f0a1cb94a0d3.jpg/>
Matthias
Ja das muß er sein.
Ich sah den mal mit Honecker zusammen im Walter Ulbricht Stadion
(Stadion der Weltjugend) im Rahmen irgendeines Pfingsttreffens. (1979 etwa)
Da knatterte er mit einem Motorrad der Marke MZ-TS250 in Stadion und fuhr ne
Ehrenrunde. Ohne Helm natürlich. Mit Klampfe aufm Buckel. Das war der vom Etikett.
Ausserdem wer hatte damals schon eine Dreadnought Gitarre
(von der einfachen geraden Kopfplatte her könnte es sogar ne Martin sein.)
Ja das war eine seiner Klampfen.
Der hat doch dann Selbstmord verübt oder? Ist Ihm die Zone letztendlich doch
aufs Gemüt geschlagen? Oder war Renate Blume schuld?


HTH
BGE
Chr. Maercker
2020-06-10 10:35:37 UTC
Permalink
Post by d***@gmail.com
Ja das muß er sein.
Ich sah den mal mit Honecker zusammen im Walter Ulbricht Stadion
(Stadion der Weltjugend) im Rahmen irgendeines Pfingsttreffens. (1979 etwa)
Da knatterte er mit einem Motorrad der Marke MZ-TS250 in Stadion und fuhr ne
Ehrenrunde. Ohne Helm natürlich. Mit Klampfe aufm Buckel. Das war der vom Etikett.
Ausserdem wer hatte damals schon eine Dreadnought Gitarre
(von der einfachen geraden Kopfplatte her könnte es sogar ne Martin sein.)
Ja das war eine seiner Klampfen.
Der hat doch dann Selbstmord verübt oder?
Ja. Aber WIMRE nicht mittels Motorrad.
Post by d***@gmail.com
Ist Ihm die Zone letztendlich doch aufs Gemüt geschlagen?
Oder war Renate Blume schuld?
Möglicherweise beides. Ob Horch & Guck das rausgefunden hat?
BTW: Hatte D.R. Staatsbürgerschaft der DDR angenommen?
--
CU Chr. Maercker.
Florian Ritter
2020-06-10 19:12:12 UTC
Permalink
Post by d***@gmail.com
Post by Matthias Opatz
Sollte das Dean Reed sein auf der Zeichnung?
Ja das muß er sein.
Der hat doch dann Selbstmord verübt oder? Ist Ihm die Zone
letztendlich doch aufs Gemüt geschlagen?
Nach meiner Kenntnis sind die Umstände seines Todes nicht
aufgeklärt worden.
In Stuttgart gab es einen Langzeitstudenten, dessen Eltern
starben kurz nacheinander und er erbte eine große Fabrik.
Er mußte also Knall auf Fall einen Studienabschluß machen
und verteilte die Kapitel seiner Diplomarbeit auf seine
Bekannten, auch mir fiel eins zu.
Als er eines Tages nicht in der Firma erschien, wurde die
Fabrikantenvilla geöffnet und man fand ihn tot in einem Sessel,
ein Jagdgewehr im Arm. Das BKA zog die Ermittlungen an sich,
der Fall wurde aber nie geklärt.
Post by d***@gmail.com
Oder war Renate Blume schuld?
War die Parteisekretärin im PCK?

FR
René Marquardt
2020-06-10 21:57:47 UTC
Permalink
Post by Florian Ritter
Post by d***@gmail.com
Post by Matthias Opatz
Sollte das Dean Reed sein auf der Zeichnung?
Ja das muß er sein.
Der hat doch dann Selbstmord verübt oder? Ist Ihm die Zone
letztendlich doch aufs Gemüt geschlagen?
Nach meiner Kenntnis sind die Umstände seines Todes nicht
aufgeklärt worden.
Ich halte Selbstmord fuer sehr wahrscheinlich, da muss nichts
hinzu gedeutelt zu werden von Stasi oder CIA.
Das Arbeiter- und Bauernparadies war auf Dauer doch nicht
das Gelbe vom Ei, seine Popularitaet im Ost- und Drittweltblock
liess stark nach und auch wenn er bis ans Lebensende seine US-
Staatsbuergerschaft nicht aufgegeben hatte jaehrlich seine
Steuererklaerung ins Land seiner Geburt schickte, in den USA
haette von einem Neustart als roten John Denver keine Rede sein koennen.
Erstens lebte John Denver noch, die Nische war also schon besetzt.
Und zweitens, nach dem Video hier im Thread waere er im guenstigsten Fall
extrem unpopulaer gewesen (siehe Jane Fonda nach ihren Auftritten in
Nordvietnam), und es haette ihm wohl auch gerichtliche Verfolgung gedroht.
Bei der Wahl zwischen abgehalfteter Musikclown in der DDR
und ein Niemand in den USA mit Aussicht auf Knast, sieht der Dorfteich
doch ganz verlockend aus.
Wolf gang P u f f e
2020-06-10 22:25:09 UTC
Permalink
Post by René Marquardt
Post by Florian Ritter
Post by d***@gmail.com
Post by Matthias Opatz
Sollte das Dean Reed sein auf der Zeichnung?
Ja das muß er sein.
Der hat doch dann Selbstmord verübt oder? Ist Ihm die Zone
letztendlich doch aufs Gemüt geschlagen?
Nach meiner Kenntnis sind die Umstände seines Todes nicht
aufgeklärt worden.
Ich halte Selbstmord fuer sehr wahrscheinlich, da muss nichts
hinzu gedeutelt zu werden von Stasi oder CIA.
Das Arbeiter- und Bauernparadies war auf Dauer doch nicht
das Gelbe vom Ei, seine Popularitaet im Ost- und Drittweltblock
liess stark nach und auch wenn er bis ans Lebensende seine US-
Staatsbuergerschaft nicht aufgegeben hatte jaehrlich seine
Steuererklaerung ins Land seiner Geburt schickte, in den USA
haette von einem Neustart als roten John Denver keine Rede sein koennen.
Erstens lebte John Denver noch, die Nische war also schon besetzt.
Und zweitens, nach dem Video hier im Thread waere er im guenstigsten Fall
extrem unpopulaer gewesen (siehe Jane Fonda nach ihren Auftritten in
Nordvietnam), und es haette ihm wohl auch gerichtliche Verfolgung gedroht.
Bei der Wahl zwischen abgehalfteter Musikclown in der DDR
und ein Niemand in den USA mit Aussicht auf Knast, sieht der Dorfteich
doch ganz verlockend aus.
Da kam doch vor vielen Monaten mal eine Doku zum Thema Dean Reed,
wo es zum Schluss auch um die Todesumstände ging.
Ich glaube das war das hier:


W.
Achim Ebeling
2020-06-11 02:56:51 UTC
Permalink
Post by Wolf gang P u f f e
Post by René Marquardt
Post by Florian Ritter
Post by d***@gmail.com
Post by Matthias Opatz
Sollte das Dean Reed sein auf der Zeichnung?
Ja das muß er sein.
Der hat doch dann Selbstmord verübt oder? Ist Ihm die Zone
letztendlich doch aufs Gemüt geschlagen?
Nach meiner Kenntnis sind die Umstände seines Todes nicht
aufgeklärt worden.
Ich halte Selbstmord fuer sehr wahrscheinlich,
Da kam doch vor vielen Monaten mal eine Doku zum Thema Dean Reed,
wo es zum Schluss auch um die Todesumstände ging.
http://youtu.be/_wMW5awjGQc
Wikipedia schreibt:
"...aufgeschnittenen Pulsadern und einer Überdosis Schlaftabletten."

Davon wird in dem Beitrag nichts erwähnt.

Keiner weiß was wirklich passiert ist, niemand war dabei.
Also glaubt man das was man glauben will, wie immer.

Ich persönlich mache mir darüber keine Gedanken.
Dean Reed kannte ich bis dato nur als Sänger, und ich war nicht
abgeneigt ihn zu hören.


Bis denne
Achim
Post by Wolf gang P u f f e
W.
Matthias Opatz
2020-06-11 21:08:53 UTC
Permalink
Post by René Marquardt
Ich halte Selbstmord fuer sehr wahrscheinlich, da muss nichts
hinzu gedeutelt zu werden von Stasi oder CIA.
Das schon, aber daß er keine Abschiedsbotschaft hinterlassen hat,
ist unwahrscheinlich (wenn auch nicht ausgeschlossen). Und diese
Botschaft - wenn sie denn da war - könnte nicht gefallen haben.

Matthias
René Marquardt
2020-06-11 22:14:56 UTC
Permalink
Post by Matthias Opatz
Post by René Marquardt
Ich halte Selbstmord fuer sehr wahrscheinlich, da muss nichts
hinzu gedeutelt zu werden von Stasi oder CIA.
Das schon, aber daß er keine Abschiedsbotschaft hinterlassen hat,
ist unwahrscheinlich (wenn auch nicht ausgeschlossen). Und diese
Botschaft - wenn sie denn da war - könnte nicht gefallen haben.
Es wurde ein 15-seitiger Abschiedsbrief in seinem Lada gefunden,
der vor 15 Jahren oder so auch in einigen deutschen Zeitungen
abgedruckt wurde.
Matthias Opatz
2020-06-11 22:43:38 UTC
Permalink
Post by René Marquardt
Es wurde ein 15-seitiger Abschiedsbrief in seinem Lada gefunden,
der vor 15 Jahren oder so auch in einigen deutschen Zeitungen
abgedruckt wurde.
Tatsache. Ist damals (2004) an mir vorbeigegangen ...

<https://www.deanreed.de/presse/si200432.html>

Matthias
Peter Veith
2020-06-12 07:23:34 UTC
Permalink
Post by Matthias Opatz
Post by René Marquardt
Es wurde ein 15-seitiger Abschiedsbrief in seinem Lada gefunden,
der vor 15 Jahren oder so auch in einigen deutschen Zeitungen
abgedruckt wurde.
Tatsache. Ist damals (2004) an mir vorbeigegangen ...
<https://www.deanreed.de/presse/si200432.html>
Danke, was es alles gibt. Auch das Team treibt weiterhin die
SuperIllu-Frage um:

"(...) wurde er von der Stasi aus dem Weg geräumt, weil er die DDR
wieder verlassen wollte?"

:-D

BTW Im privaten Abschiedsbrief, der an seinen Freund gerichtet war,
wurden die Eheprobleme mit seiner Frau ausführlich darlegt. Er wurde
bereits 1990 von einem Mitarbeiter des MdI für gute DM verkauft und von
der Zeitschrift "Das Blatt" veröffentlicht.

Veith
--
"Der Westen hat, und das ist ein so alter Trick, die Moral eingeführt,
um über Politik nicht reden zu müssen." (ronald m. schernikau)
http://www.DDR-LUFTWAFFE.de
Wolf gang P u f f e
2020-06-12 09:42:37 UTC
Permalink
Post by René Marquardt
Post by Matthias Opatz
Post by René Marquardt
Ich halte Selbstmord fuer sehr wahrscheinlich, da muss nichts
hinzu gedeutelt zu werden von Stasi oder CIA.
Das schon, aber daß er keine Abschiedsbotschaft hinterlassen hat,
ist unwahrscheinlich (wenn auch nicht ausgeschlossen). Und diese
Botschaft - wenn sie denn da war - könnte nicht gefallen haben.
Es wurde ein 15-seitiger Abschiedsbrief in seinem Lada gefunden,
der vor 15 Jahren oder so auch in einigen deutschen Zeitungen
abgedruckt wurde.
Hier zu sehen:
http://youtu.be/_wMW5awjGQc
Peter Veith
2020-06-12 10:01:38 UTC
Permalink
Post by Wolf gang P u f f e
Post by René Marquardt
Es wurde ein 15-seitiger Abschiedsbrief in seinem Lada gefunden,
der vor 15 Jahren oder so auch in einigen deutschen Zeitungen
abgedruckt wurde.
http://youtu.be/_wMW5awjGQc
Danke.

Das die Gründe für Frau und Sohn schwer zu verdauen, vor allem wenn sie
öffentlich sind, ist nachvollziehbar.

Zitat aus der Reed-Website:

"(...) heiratet er Renate Blume, die vorher mit dem Rivalen Gojko liiert
war.

Anscheinend sind beide Männer glücklich, denn auch der "Indianer" äußert
sich im Freundeskreise immer wieder, dass er "jeden Tag eine Kerze zum
Dank dafür anzünde", weil der "Cowboy" ihm "diese Frau abgenommen" hat.«
https://www.deanreed.de/datum/09-20-1990.html

Kinder kommen schwer mit dem Verlust der Eltern klar, insbesondere wenn
sie ungewöhnlich waren. Ist mir mehrfach im Zusammenhang mit meiner
Website untergekommen:

Da "mußte" der tödlich Absturz des Vaters "unbedingt" Folge einer
Heldentat oder wenigstens (erst unlängst) von der Stasi initiiert
gewesen sein, um eine Republikflucht zu verhindern.

Das der Tod schlicht zum Leben gehört, scheint für viele unerträglich zu
sein, vgl. auch "Corona-Krise". Tragisch, ohne Frage.

Veith
--
Dem Frieden verpflichtet:
http://www.DDR-Luftwaffe.de
Torsten Mueller
2020-06-12 10:34:49 UTC
Permalink
Post by Peter Veith
Das die Gründe für Frau und Sohn schwer zu verdauen, vor allem wenn
sie öffentlich sind, ist nachvollziehbar.
[...]
Das der Tod schlicht zum Leben gehört, scheint für viele unerträglich
zu sein, vgl. auch "Corona-Krise". Tragisch, ohne Frage.
Sporzfroind, Du lernst erstmal: "daß" (für Dumpfbratzen "dass") statt
"das" gilt und zwar zwingend ooch am Satzanfang. Auch wenn etwas gleich
klingt, heißt das nicht, daß es das Gleiche oder gar dasselbe ist.

Zwotens handelt es sich hier nicht um den Tod schlechthin, sondern um
Selbstmord oder Mord. Beide Fälle mögen durchaus zurecht für den einen
oder anderen Hinterbliebenen unerträglich sein.

T.M.
Peter Veith
2020-06-12 10:57:22 UTC
Permalink
Post by Torsten Mueller
Post by Peter Veith
Das der Tod schlicht zum Leben gehört, scheint für viele
unerträglich zu sein, vgl. auch "Corona-Krise". Tragisch, ohne
Frage.
Sporzfroind, Du lernst erstmal: "daß" (für Dumpfbratzen "dass")
statt "das" gilt und zwar zwingend ooch am Satzanfang.
Sporzfroind, Du lernst erstmal: Bei persönlicher Anmache nie variieren
und bei der Kritik meiner Kommasetzung bleiben!
Post by Torsten Mueller
Auch wenn etwas gleich klingt, heißt das nicht, daß es das Gleiche
oder gar dasselbe ist.
Zwotens handelt es sich hier nicht um den Tod schlechthin, sondern
um Selbstmord oder Mord. Beide Fälle mögen durchaus zurecht für den
einen oder anderen Hinterbliebenen unerträglich sein.
Sagen wir mal: "_noch_ unerträglicher" sein, dann gibbet es von mir eine
Zustimmung.

BTW Schön wie Du den (zweifellos Stasi-) "Mord" eingeschmuggelt hast :-D

Veith
--
Propaganda ist einfach ein Zurechtrücken des Blickwinkels (Iron Skys)
http://ddr-luftwaffe.blogspot.com
Torsten Mueller
2020-06-12 11:12:54 UTC
Permalink
Post by Peter Veith
BTW Schön wie Du den (zweifellos Stasi-) "Mord" eingeschmuggelt hast :-D
Ein Hineinschmuggeln lag nicht in meiner Absicht. Ich wollte nur alle
diskutierten Fälle abgedeckt haben. Nennen wir es ein "vergleichsweise
unnatürliches Ableben".

T.M.
Markus Ermert
2020-06-15 18:48:21 UTC
Permalink
Post by Florian Ritter
Als er eines Tages nicht in der Firma erschien, wurde die
Fabrikantenvilla geöffnet und man fand ihn tot in einem Sessel,
ein Jagdgewehr im Arm.
Das muss man erst mal können. Ein Oberförster in Oberhof tat dergleichen
vor anderthalb Jahrzehnten an seinem Dienstsitz.
Gunter Kühne
2020-06-16 09:06:59 UTC
Permalink
Post by Markus Ermert
Post by Florian Ritter
Als er eines Tages nicht in der Firma erschien, wurde die
Fabrikantenvilla geöffnet und man fand ihn tot in einem Sessel,
ein Jagdgewehr im Arm.
Das muss man erst mal können. Ein Oberförster in Oberhof tat dergleichen
vor anderthalb Jahrzehnten an seinem Dienstsitz.
Ach was die Ehemals berühmte Fa. Coronet endete auch so.
Aber er ging wenigstens auf die Terrasse dazu , wegen dem Dreck.
--
Kleinmut und Stolz, aus diesem Holz
Schuf der Mensch sich am sechsten Tag Gott.
Florian Ritter
2020-06-18 15:45:29 UTC
Permalink
Post by Markus Ermert
Post by Florian Ritter
Als er eines Tages nicht in der Firma erschien, wurde die
Fabrikantenvilla geöffnet und man fand ihn tot in einem Sessel,
ein Jagdgewehr im Arm.
Das muss man erst mal können. Ein Oberförster in Oberhof tat dergleichen
vor anderthalb Jahrzehnten an seinem Dienstsitz.
Eindeutig Suizid?
Im von mir geschilderten Fall ist das eben nie geklärt worden,
man nahm sogar jemanden aus der Erbfolge in U-Haft - FR

Fred
2020-06-11 00:36:42 UTC
Permalink
Post by d***@gmail.com
Ich sah den mal mit Honecker zusammen im Walter Ulbricht Stadion
(Stadion der Weltjugend) im Rahmen irgendeines Pfingsttreffens. (1979 etwa)
Da knatterte er mit einem Motorrad der Marke MZ-TS250 in Stadion und fuhr ne
Ehrenrunde. Ohne Helm natürlich. Mit Klampfe aufm Buckel. Das war der vom Etikett.
Ich habe ihn damals auch gesehen, als er ziemlich "breit" ankam, wollte den
Bordstein hochfahren und hat sich dabei hingelegt, Alle haben gelacht. Die
Maschine hat er dann am Stadion stehen lassen.
Vielleicht hat er ja eine 2. Maschine bekommen?
Post by d***@gmail.com
Der hat doch dann Selbstmord verübt oder? Ist Ihm die Zone letztendlich doch
aufs Gemüt geschlagen? Oder war Renate Blume schuld?
Hier hieß es, er sei an den Folgen von übermäßigen Alkoholgenuss gestorben.
Wäre ja passend zu RumCola. ;-)
Post by d***@gmail.com
HTH
BGE
--
Byte, Byte
Der Fred
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