Discussion:
"Finnland hat sich das Bildungssystem von der DDR abgeguckt"
(zu alt für eine Antwort)
René
2012-11-27 20:52:54 UTC
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So lautet ein beliebter Mythos, der auch hier gerne vertreten wird.
Schauen wir mal:

http://www.businessinsider.com/finlands-education-system-best-in-world-2012-11?op=1

Und jetzt mal von "Bildung wird 100% vom Staat bezahlt" abgesehen,
genau welchen Punkt soll sich Finnland von der DDR abgeguckt haben?
Das dezentralisierte Bildungssystem? Lehrplaene, die nur grobe
Richtlinien sind? Wissenschaftliche Faecher auf Klassengroessen von 16
Schuelern beschraenkt?
Peter Veith
2012-11-27 21:17:58 UTC
Permalink
Post by René
So lautet ein beliebter Mythos, der auch hier gerne vertreten wird.
http://www.businessinsider.com/finlands-education-system-best-in-world-2012-11?op=1
Wer zu spät kommt ... alles schon entlarvt, siehe:
<http://www.bpb.de/geschichte/zeitgeschichte/deutschlandarchiv/53270/fakten-und-erkenntnisse-keine-mythen>
<http://www.sueddeutsche.de/politik/ddr-legenden-auf-dem-pruefstand-schein-und-sein-1.151150-6>

Den unsterblichen Aufarbeitungsruhm kann sich Herr Wolfgang Lambrecht
mit seinem alles durchdringenden und Margot endgültig fertigmachenden
Artikel: "Von Finnland lernen heißt, von der DDR lernen" ans Revers heften.

Scheint nun "endlich" in Texas angekommen zu sein :-D

Veith
--
Geschichte(n), Strukturen & Bilder der LSK/LV
http://www.DDR-Luftwaffe.de
Peter Veith
2012-11-27 21:36:30 UTC
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Post by Peter Veith
Den unsterblichen Aufarbeitungsruhm kann sich Herr Wolfgang Lambrecht
mit seinem alles durchdringenden und Margot endgültig fertigmachenden
Artikel: "Von Finnland lernen heißt, von der DDR lernen" ans Revers heften.
Wer ist Dr. Wolfgang Lambrecht?

Bis vor kurzen noch »wissenschaftliche Hilfskraft im Ausstellungsprojekt
„Wo studiert? In Chemnitz! 1836–2008“«

Und dann ein paar Artikel später: Geschäftsführer des Internationalen
Universitätszentrums der TU Chemnitz: »Wir ... stehen zur Verfügung,
wenn Studierende und Wissenschaftler in das Ausland gehen oder nach
Chemnitz kommen«

Solche Posten gibt es in meiner Firma auch ... Aus einer Rezension über
eine Arbeit von ihm: »... in dieser abschließenden Analyse rächt sich,
dass Lambrecht an keiner Stelle die für seine Arbeit zentralen Begriffe
„Ideologie“ und „Pragmatismus“ definiert hat. Er benützt sie als
Gegensatzpaar. In der Tradition der Diffamierung des politischen Gegners
wird der Ideologieverdacht vor allem in Bezug auf die DDR formuliert.
Ideologie als Bezeichnung für realitätsfernes Denken, das der
Realpolitik bzw. der Pragmatik gegenüber gestellt wird. Diese eher
umgangssprachlichen Begriffe dienen Lambrecht als analytische Kategorien.«

Links:
<http://www.zeithistorische-forschungen.de/site/40208800/default.aspx#person>
<http://www.tu-chemnitz.de/international/kontakt/director.php>
<http://www.tu-chemnitz.de/international/index.php>
<http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/rezensionen/2008-4-169>

Veith
--
Geschichte(n), Strukturen & Bilder der LSK/LV
http://www.DDR-Luftwaffe.de
René
2012-11-27 22:05:34 UTC
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Kannst du _irgend_was ausser dumm plappern?
Peter Veith
2012-11-27 22:17:32 UTC
Permalink
Post by René
Kannst du _irgend_was ausser dumm plappern?
Falsch, muß heißen:
"Kannst du _irgend_was außer dich mit dem Sachverhalten auch
auseinanderzusetzen?"

Ich würde Deine Frage für Dich noch ergänzen: "Ich will doch hier nur
meine »Meinung« absondern, ohne darüber nachzudenken."

BTW Wieder Dienst an der Rezeption?

Veith
--
Geschichte(n), Strukturen & Bilder der LSK/LV
http://www.DDR-Luftwaffe.de
René
2012-11-28 22:06:31 UTC
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Post by Peter Veith
Post by René
Kannst du _irgend_was ausser dumm plappern?
"Kannst du _irgend_was außer dich mit dem Sachverhalten auch
auseinanderzusetzen?"
Ich würde Deine Frage für Dich noch ergänzen: "Ich will doch hier nur
meine »Meinung« absondern, ohne darüber nachzudenken."
BTW Wieder Dienst an der Rezeption?
Wir entwickeln uns weiter. Rezeption ist schon lange nicht mehr.
Vinzent Höfler
2012-11-29 07:12:17 UTC
Permalink
Post by René
Wir entwickeln uns weiter. Rezeption ist
schon lange nicht mehr.
Self-Checkin oder nach Asien outgesourct?


Vinzent.
René
2012-11-29 17:28:09 UTC
Permalink
Post by Vinzent Höfler
Post by René
Wir entwickeln uns weiter. Rezeption ist
schon lange nicht mehr.
Self-Checkin oder nach Asien outgesourct?
Vinzent.
Umgesattelt auf IT.
Martin Ebert
2012-11-27 23:57:40 UTC
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Post by René
So lautet ein beliebter Mythos, der auch hier gerne vertreten wird.
Tach, später Junge.

Dieses einheitliche (man kann auch sagen gleichmacherische) DDR-
Bildungssystem kam mit der Wende in schwere Kritik:
Frontalunterricht, Wissen einblasen. [1]

Irgendwann später tauchten dann DDR-Verteidiger auf und
kamen damit, dass Margots in der DDR hoch umstrittene Laden
weltweit führend sei - weil ja Finnland die DDR kopiert habe.
Und weltweit *damit* führend sei.

Es dauerte etwas, bis die Wissenschaft sich des Themas annahm,
da wurde dann schnell klar, dass sich Fachressorts verschiedener
Länder besuchten. Schön fanden die DDR-Verteidiger, dass Finnland
die DDR besuchte - da kann man doch begründen, was eigentlich
nicht begründbar ist: Das DDR-Bildungssystem war perfekt.

Das ist leider so nicht haltbar: Und das wundert niemanden wirklich.

Peter, mal kurz zwei Fragen an Dich:
a) Das Pressluft-Abi Markleeberg für künftige Offiziere, was
halten wir denn davon?
b) Hieltest Du es für eine gute Idee, Deinen Sohn im DDR-
Bildungssystem zu haben - vergleichsweise zum heutigen?

[b] ist kritisch: Weil ich nicht nur den Firlefanz wie Stabü ziehen
werde, sondern auch Methodik-Vergleich.
Vielleicht eher nicht öffentlich; ein Weihnachtsmarkt bei Dir
oder mir würde sich anbieten.

[1] Universitär war das DDR-Modell schon vor der Wende unter Kritik.
Ja, in der DDR.

Mt
Peter Veith
2012-11-28 05:49:27 UTC
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Post by Martin Ebert
Irgendwann später tauchten dann DDR-Verteidiger auf
Läßt sich diese Behauptung belegen?

M.E. taucht der DDR-Finnland-Vergleich erst mit "PISA" (2001) auf. Ich
muß tapfer an mich halten, zu "PISA" nichts zu schreiben ... kurz: Ich
glaube nicht, daß das _ursprünglich_ von "DDR-Verteidigern" kam. Belegen
kann ich das zwar auch nicht, aber ich brauche bekanntlich Deine Vorlage
nur zu erschüttern.

Ein Indiz: »Im Zeitungsartikel der F.A.Z. vom Samstag dem 09.02.2002
heißt es auf Seite drei: „[…] die finnische Einheitsschule (nach dem
Modell der DDR-Einheitsschule) […]“. Der Vergleich mit der DDR wird zwar
nur in der Klammer ausgeführt, aber die Behauptung ist auch in diesem
Artikel integriert. In vielen Artikeln die nach der Veröffentlichung der
PISA-Ergebnisse 2001 und nachdem die Finnen mit ihren guten Abschneiden
auf sich aufmerksam gemacht haben, erschienen sind, ist die Bezugnahme
zur DDR allgegenwärtig.«
<http://www.hausarbeiten.de/faecher/vorschau/74252.html>
Post by Martin Ebert
a) Das Pressluft-Abi Markleeberg für künftige Offiziere, was
halten wir denn davon?
Könnte ich ergänzen:
Das Pressluft-Abi für künftige Lehrer, was halten wir denn davon?

Und antworten:
Völlig in Ordnung. Selbst beim Referenzsystem gibt es mehr Möglichkeiten
das Abitur zu machen, als nur Gymnasium.
Post by Martin Ebert
b) Hieltest Du es für eine gute Idee, Deinen Sohn im DDR-
Bildungssystem zu haben - vergleichsweise zum heutigen?
Dafür würde ich "meilenweit" fahren.
Post by Martin Ebert
[b] ist kritisch: Weil ich nicht nur den Firlefanz wie Stabü ziehen
werde, sondern auch Methodik-Vergleich.
Statt "StaBü" haben die heute "PB" und Religion / LER.
Post by Martin Ebert
[1] Universitär war das DDR-Modell schon vor der Wende unter Kritik.
Ein Beleg wäre wie immer von Vorteil. Im Übrigen, die
US-Amerikanisierung des Bildungssystems unter dem Label "Bologna" ist
nur noch gruselig.

Veith
--
Geschichte(n), Strukturen & Bilder der LSK/LV
http://www.DDR-Luftwaffe.de
Peter Veith
2012-11-28 05:54:52 UTC
Permalink
Post by Martin Ebert
auch Methodik-Vergleich.
Über das "Insel-Wissen", was heute vermittelt wird, habe ich mich schon
ausgelassen:
<http://groups.google.com/group/de.alt.folklore.ddr/msg/1fdd6d63284b0152>

Weil nicht alle mit Links umgehen können, ein Auszug:

»In meiner DDR-Schule wurde sehr viel Wert auf Zusammenhänge,
Entwicklungen und Vergleiche gelegt. Das hing mit dem Schwerpunkt auf
Vermittlung von "Gesetzmäßigkeiten" zusammen. So ist der
grundsätzliche Zusammenhang, daß der der die Musik bezahlt auch
bestimmt was gespielt wird, banal. Ich kann nicht begreifen, wie das
grundsätzlich bestritten werden kann.

Meine Beobachtung in der BRD-Schule: Es wird ausschließlich Insel-
Wissen vermittelt. Aus den vielen möglichen Themenkomplexen wird ein
Detail herausgepickt und oft bis zum Exzeß und der letzten
Verästelung vermittelt. Und dann geht es zur nächsten "Insel". Der
Zusammenhang entgeht dem Schüler völlig, ist nie Thema und was nicht
gelehrt wird, das "gibt es nicht". Spannend das.«

Veith
--
Geschichte(n), Strukturen & Bilder der LSK/LV
http://www.DDR-Luftwaffe.de
Gerald Endres
2012-11-28 09:33:22 UTC
Permalink
Post by Peter Veith
Das hing mit dem Schwerpunkt auf
Vermittlung von "Gesetzmäßigkeiten" zusammen.
Setze statt "Gesetzmäßigkeiten" "Ideologie", und wir haben schon mal
eines der Probleme des DDR-Bildungssystems: Eine bestimmte
Interpretation "objektiver Gesetzmäßigkeit", ein bestimmtes Modell
geesllschaftlicher Zusammenhänge wurde als das einzig wahre
eingepaukt.
Post by Peter Veith
So ist der
grundsätzliche Zusammenhang, daß der der die Musik bezahlt auch
bestimmt was gespielt wird, banal. Ich kann nicht begreifen, wie das
grundsätzlich bestritten werden kann.
Zu diesen eingepaukten "Gesetzmäßigkeiten" gehört zum Beispiel ein
plumper Ökonomismus, der die multikausalen und jeweils oft sehr
verschiedenen Zusammenhänge gesellschaftlicher Phänomene auf ein
banales und meistens unbrauchbares monokausales Erklärungsmuster
reduziert.
Wie erfolgreich diese ideologischen Denkschemata eingepaukt wurden,
kann man unter anderem daran erkennen, dass manche Objekte dieser
Indoktrinierung gar nicht begreifen können, wie man auch anders denken
kann.
Wenn man kompliziertere Interpretationen der Realität nicht
nachvollziehen will und kann, erscheint alles als "Insel" - vor allem
dann, wenn die einzelnen "Inseln" nicht durch eine durchgängiges
Schema verbunden sind, sondern mehrere Interpretationsmuster
besprochen werden.

Ich hätte mich schön bedankt, hätte man meinen Kindern jahrelang eine
simple Weltformel eingebläut. Mir ist lieber, ihnen wird selbständiges
kritisches Denken beigebracht, mit dem sie sich ihre eigenen Wege
zwischen den "Inseln" suchen können.
Torsten Mueller
2012-11-28 10:08:41 UTC
Permalink
Post by Gerald Endres
Ich hätte mich schön bedankt, hätte man meinen Kindern jahrelang eine
simple Weltformel eingebläut. Mir ist lieber, ihnen wird selbständiges
kritisches Denken beigebracht, mit dem sie sich ihre eigenen Wege
zwischen den "Inseln" suchen können.
Alles richtig, schätzens- und begrüßenswert. Ich würde nur nicht den
Eindruck erwecken wollen, Dein Absatz träfe irgendwie auf das Heute oder
auf die "BRD" des Kalten Krieges zu, weder vor noch nach 68.

Jede Zeit und jede Gesellschaft hat ihre Doktrinen, es hat bislang noch
keine ohne gegeben, auch im Westen nicht. Die oberste, sehr kluge
westliche Doktrin - "Kauf Dich blöde!" - ist von praktisch jedem freien
Individuum mit Inbrunst aufgesogen, und gerade von den Jungen, die sich
um Geld keine Rübe machen müssen, Papa hat's ja. Weitere Doktrinen sind
- "Energie spielt keine Rolle",
- "Klar brauch ich ein Auto",
- "Was kümmert mich Bangladesh?"
- "Lifestyle! Lifestyle! Lifestyle!",
- "Ich bin doch nicht blöd."
- "Selbstverständlich hat der Westen recht" und
- "Wir aufrechten Demokraten irren nie".
Vom Einfluß des Christentums (und neuerdings Parawissenschaften) auf
Staat, Recht, Sitte und Bildung einmal ganz zu schweigen.

Gerade jenes kritische Denken im Umgang mit Produkten, Medien, Politik,
Religionen, mit Demokratie- und Fortschrittsglauben ist etwas, das man
auch heute durchaus _nicht_ will. Nur Träumer wollen das, so Idealisten
und Ströbeles. Allen anderen, die nämlich ihre realen Interessen
verfolgen, auf den Märkten, in den Medien, in der Realpolitik, ist
kritisches Denken höchst hinderlich. Die DDR ist damit autoritär
umgegangen, heute hat man andere, nicht weniger effektive Wege.

T.M.
Gerald Endres
2012-11-28 10:44:18 UTC
Permalink
Post by Torsten Mueller
Jede Zeit und jede Gesellschaft hat ihre Doktrinen, es hat bislang noch
keine ohne gegeben, auch im Westen nicht. Die oberste, sehr kluge
westliche Doktrin - "Kauf Dich blöde!" - ist von praktisch jedem freien
Individuum mit Inbrunst aufgesogen, und gerade von den Jungen, die sich
um Geld keine Rübe machen müssen, Papa hat's ja. Weitere Doktrinen sind
[...]

Das Sonderbare ist: In meiner sozialen Umgebung kann ich keine
Dominanz dieser Doktrinen feststellen - Das kann aber auch an dem
Umfeld liegen, in dem ich mich seit Jahrzehnten bewege. Dennoch
scheint mit deine Beobachtung doch ein wenig sehr vereinfachend zu
sein.

Das wirklich Gute ist: Niemand macht mir wirklich Ärger, wenn ich was
anderes von mir gebe. Im Gegenteil: Ich kann sogar meine Brötchen
damit verdienen, auch wenn manche Dödels hier glauben, wer was Böses
gegen die DDR sagt, sei ein begeisterter Verfechter der jetzigen
Verhältnisse.

Gruß
Gerald
Torsten Mueller
2012-11-28 12:15:24 UTC
Permalink
Post by Gerald Endres
Das Sonderbare ist: In meiner sozialen Umgebung kann ich keine
Dominanz dieser Doktrinen feststellen - Das kann aber auch an dem
Umfeld liegen, in dem ich mich seit Jahrzehnten bewege.
Ich weiß. Es ist eine wohlgepflegte Attidüde vieler Bundesbürger (und
ich meine damit nicht einmal unbedingt Dich), sich selbst als über all
das erhaben und resistent hinzustellen, als selbstverständlich allseits
erfahren und weitgereist, als vorausschauend, finanz-, politik- und
wirtschaftskompetent, mündig (wenn schon sonst nicht viel, so doch
wenigstens mündig, aber hallo!), als sicher im Umgang mit den Medien ...

Ich war hingegen, seit ich originale Bundesbürger kennenlernte, oft
überrascht über diese Sicherheit. Ich selbst bin in vielen Dingen längst
nicht so sicher, habe viele Fragen und Zweifel, nicht zuletzt weil ich
das realsozialistische Pferd kotzen und einen Staat mit eigenen Augen
habe zusammenbrechen sehen - der Bundesbürger hat stattdessen einfach
Antworten, nach wie vor, und das ist etwas wirklich sehr Auffälliges und
Merkwürdiges, nämlich Wohlbekanntes: Der einstige, erwiesenermaßen
indoktrinierte DDR-Bürger, ein junger vielleicht, bißchen naiver, ein
FDJler hatte auch immer genügend einfache Antworten. Die kamen
seinerzeit wie aus der Pistole geschossen. Ich kann mich gut daran
erinnern. Aber das beruhte damals auf Unwissenheit, d.h. auf
Unverständnis, selbst und gerade der eigenen Seite gegenüber, auf
unzulässigen Vereinfachungen, auf Phrasen. Aber eben das ist heute
praktisch nicht viel anders.

Es ist schon sehr klug eingerichtet in der westlichen Welt, daß das
Schäfchen nicht merkt, wie vielen und welchen Beeinflussungen es
unterliegt, schon gar nicht wer dahinter steckt und was für Interessen
er damit verfolgt, was es nachplappert, wofür es sogar eintritt.

Es war ein Merkmal der bipolaren Welt damals, daß man immer noch ein
zweites System hatte, zu dem man rüberschauen konnte, das nicht zuletzt
auch Spiegel war. Einen solchen Spiegel gibt's heute nicht mehr, d.h.
aber längst nicht, daß er nicht dringend nötig wäre.

T.M.
Gerald Endres
2012-11-28 21:59:17 UTC
Permalink
Post by Torsten Mueller
nicht zuletzt weil ich
das realsozialistische Pferd kotzen und einen Staat mit eigenen Augen
habe zusammenbrechen sehen -
Darf ich dich daran erinnern, dass dieses Pferd nicht nur für den
DDR-Bürger gekotzt hat. Ich weiß noch gut, wie ich im Sommer '89 eine
Radiosendung für den SR über Kreuzberg gemacht habe, und eines der
Schmankerlin der Sendung war, dass die Westberliner Stadtplaner so
unsäglich dämlich waren, noch immer dafür zu planen, dass irgendwann
die Mauer fallen könnte.
Nebenbei: Unsereins hat Anfang der 70er ganz ernsthaft Wetten darüber
abgeschlossen, wieviele Jahre dieser Kapitalismus noch halten wird.

Also: Mach keine so so große und einmalige Erfahrung aus dem kotzenden
Pferd.
Post by Torsten Mueller
der Bundesbürger hat stattdessen einfach
Antworten, nach wie vor,
Hat er? Das entspricht in keiner Weise meiner Erfahrung. Für typisch
halte ich im Moment eher eine allgemeine Skepsis, aus der wenig folgt,
weil die Alternative fehlt.
Post by Torsten Mueller
Aber das beruhte damals auf Unwissenheit, d.h. auf
Unverständnis, selbst und gerade der eigenen Seite gegenüber, auf
unzulässigen Vereinfachungen, auf Phrasen. Aber eben das ist heute
praktisch nicht viel anders.
Zwischen welchen Menschen lebst du? Willst du dir nicht mal ein
anderes soziales Umfeld suchen?
Post by Torsten Mueller
Es ist schon sehr klug eingerichtet in der westlichen Welt, daß das
Schäfchen nicht merkt, wie vielen und welchen Beeinflussungen es
unterliegt,
Genau mit diesem Wissen lebt das "Schäfchen" schon immer und geht
damit um. Es kann ja auch eine Annonce der RWE sehen, ohne zu glauben,
dass da Gottes Stimme die Wahrheit kundtut. Es haben sich auch viele
zwangsläufig abgewöhnt, Leute für dämlich und manipuliert zu halten,
wenn sie andere Schlüsse als man selbst aus dem widersprüchlichen
Informationsangebot ziehen.

Diese Schopenhauerei aus dem 19. Jahrhundert, die Menge für doof und
unmündig zu halten, sollte man spätestens mit dem Ende der Pubertät
abgelegt haben. Das 20. Jahrhundert hat doch eindrücklich vorgeführt,
dass all die selbsternannten Eliten und Durchblicker in ihrer Anmaßung
alles noch viel schlimmer gemacht haben - am Schlimmsten, wenn die
Menge ihnen nicht in den Arm fiel.
Post by Torsten Mueller
schon gar nicht wer dahinter steckt und was für Interessen
er damit verfolgt, was es nachplappert, wofür es sogar eintritt.
Sonderbar: Ich kenne lauter Leute, die sich darüber viele Gedanken
machen.
Post by Torsten Mueller
Es war ein Merkmal der bipolaren Welt damals, daß man immer noch ein
zweites System hatte, zu dem man rüberschauen konnte, das nicht zuletzt
auch Spiegel war.
Genau das war der Leninismus-Stalinismus nicht. Als Alternative und
Gegenwelt hatte er nach dem zweiten Weltkrieg schnell abgedankt, in
Deutschland eigentlich schon nach dem 17. Juni oder spätestens nach
dem Mauerbau, in der westeuropäischen Linken hat es oft ein bisschen
länger gedauert, da waren Ungarn '56 und die CSSR '68 eher das
endgültige Abkehrseignal. Die Kommunisten waren von da an nur noch
eine bedeutungslose Sekte. Dummerweise haben auch die westdeutschen
Unternehmer im Lauf der 70er Jahre kapiert, dass keine Gefahr mehr
besteht, dass die Leute zum Kommunismus überlaufen - dass man sie
deshalb auch nicht mehr durch Beteiligung am gesellschaftlichen
Wohlstand bei der Stange halten muss.
Post by Torsten Mueller
Einen solchen Spiegel gibt's heute nicht mehr, d.h.
aber längst nicht, daß er nicht dringend nötig wäre.
Die Entwicklung einer Alternative würde aber bedingen, dass man
analysiert, was bei der Moskauer Orthodoxie alles schiefging. Diese
Analyse ist jedoch nicht möglich, wenn man behauptet, dass alles ganz
prima war, und der Untergang nur an den miesen Machenschaften des
Feindes gelegen habe.
Dann könnte man nur die mausetote Leiche wieder als Zombie herumtapern
lassen.

Gruß
Gerald
Torsten Mueller
2012-11-29 08:37:59 UTC
Permalink
Post by Gerald Endres
Darf ich dich daran erinnern, dass dieses Pferd nicht nur für den
DDR-Bürger gekotzt hat.
Darf ich Dich daran erinnern, daß das Pferd im Westen, speziell im
Süden, BaWü und Bayern, durchaus nicht groß gekotzt hat? Bis heute
nicht, Soli hin oder her. Es gibt im Westen durchaus eine ganze Menge
Leute, die können sich bis heute nicht vorstellen, daß ein Staat
zusammenbrechen kann. Das spielt für sie einfach keine Rolle, solange
genug Benzin im Tank der beiden Audis ist. Die DDR sei ja gar kein
richtiger Staat gewesen, kommt dann. (Griechenland wahrscheinlich auch
nicht ...)
Post by Gerald Endres
der Bundesbürger hat stattdessen einfach Antworten, nach wie vor,
Hat er?
Hat er. Ich habe genügend Gelegenheiten, das festzustellen. (Und es ist
bemerkenswerterweise hier in CH durchaus anders, es ist ein speziell
westdeutsches Phänomen.)
Post by Gerald Endres
Das entspricht in keiner Weise meiner Erfahrung.
Du lebst ja im Osten, noch dazu am Rande eines Notstandsgebiets.

Eine wesentliche Ursache für die von mit geschilderte Unwissenheit über
sich selbst, über den eigenen Staat, liegt meiner Ansicht nach im
Wohlstand. In Deutschland hatte man im Westen einen Wohlstand erreicht,
der das Verständnis von Staat, Politik, Wirtschaft, Finanzen praktisch
zum Luxus werden ließ. Es spielte eigentlich keine Rolle mehr, ob man
sich daran beteiligte. Das rächt sich nun bitter, u.a. durch die damals
etablierten politischen Strukturen und Mechanismen. Neuerdings kommt
noch ein ungenügendes Bildungssystem dazu, drum sind die Jungen doppelt
davon gebeutelt.
Post by Gerald Endres
[Das Schäfchen] kann ja auch eine Annonce der RWE sehen, ohne zu
glauben, dass da Gottes Stimme die Wahrheit kundtut. Es haben sich
auch viele zwangsläufig abgewöhnt, Leute für dämlich und manipuliert
zu halten, wenn sie andere Schlüsse als man selbst aus dem
widersprüchlichen Informationsangebot ziehen.
RWE wird, davon bin ich felsenfest überzeugt, Experten mit ihren
Werbekampagnen beauftragen und verdammt viel Geld dafür ausgeben, und
die werden schon sehr genau wissen und auch prüfen, welche Zielgruppe
sie mit welcher Botschaft erreichen können. Die erfolgreiche
Manipulation von Leuten ist eigentlich nur eine Frage der Methodik. Das
hat mit deren Intelligenz nicht einmal viel zu tun.
Post by Gerald Endres
Diese Schopenhauerei aus dem 19. Jahrhundert, die Menge für doof und
unmündig zu halten,
Diesen Gedanken hast Du Dir nun gemerkt. Er ist ja auch stets leicht aus
der Tasche zu ziehen, wann immer er gerade paßt. Und wenn einer erst
einmal als "elitär" entlarvt ist, dann ist das ungefähr so viel wert wie
meinetwegen das Stigma "Sexualverbrecher" (oder "Nazi"), jedenfalls eine
erstklassige Disqualifizierung.

(Argh!!! Germany's Next Top Model erreicht zeitweise Quoten von über
20%! Bohlen schafft sogar über 30% - Wie kann man nur ernsthaft
annehmen, es gäbe verbreitet so etwas wie Hirn?)
Post by Gerald Endres
Es war ein Merkmal der bipolaren Welt damals, daß man immer noch ein
zweites System hatte, zu dem man rüberschauen konnte, das nicht
zuletzt auch Spiegel war.
Genau das war der Leninismus-Stalinismus nicht.
Selbstverständlich war er das. Warum standen Kennedy oder Reagan in der
äußersten Frontstadt Westberlin ausgerechnet da am Brandenburger Tor?
Die Existenz der östlichen Bedrohung war über Jahrzehnte ein wichtiges
Druck- und Disziplinierungsmittel einerseits westlicher Bündnis-,
andererseits auch westdeutscher Innenpolitik, zudem auch ein wichtiger,
identitätsstifter Faktor speziell im eigenen, westdeutschen
Selbstverständnis. Die BILD-Zeitung hat das den Leuten schon
klargemacht. Und wenn ein BRD-Bürger in einer Phase geistiger Labilität
auch nur den geringsten Zweifel daran hatte, braucht er nur einmal das
DDR-Fernsehen einschalten, dann wußte er wieder, wo er hingehört. Na,
wenn das kein brauchbarer Spiegel war?
Post by Gerald Endres
Einen solchen Spiegel gibt's heute nicht mehr, d.h. aber längst
nicht, daß er nicht dringend nötig wäre.
Die Entwicklung einer Alternative würde aber bedingen, dass man
analysiert, was bei der Moskauer Orthodoxie alles schiefging.
Ich rede von einem Spiegel zur Selbstreflexion. Mit "selbst" meine ich
die aktuelle Bundesrepublik. Sie hat keinen solchen Spiegel mehr, es sei
denn andere Staaten (wie beispielsweise ... egal) - Der Journalismus,
dem man gelegentlich eine solche Spiegelfunktion zuschreibt, hat sich
speziell in Deutschland in weiten Teilen selbst davon befreit, er ist
heute eher Teil des Problems.

T.M.
Gerald Endres
2012-11-29 09:07:12 UTC
Permalink
Post by Torsten Mueller
Post by Gerald Endres
Das entspricht in keiner Weise meiner Erfahrung.
Du lebst ja im Osten, noch dazu am Rande eines Notstandsgebiets.
Aufgewachsen in Bayern. Ich kenne diese saturierte Welt.
Simple Frage: Warum sollen sich Leute politisch einen Kopf machen,
wenn sie der Meinung sind, ihnen geht es gut und fast alles läuft gut?
Das mag kurzsichtig sein, ist aber zunächst durchaus vernünftig.
Post by Torsten Mueller
RWE wird, davon bin ich felsenfest überzeugt, Experten mit ihren
Werbekampagnen beauftragen und verdammt viel Geld dafür ausgeben, und
die werden schon sehr genau wissen und auch prüfen, welche Zielgruppe
sie mit welcher Botschaft erreichen können. Die erfolgreiche
Manipulation von Leuten ist eigentlich nur eine Frage der Methodik. Das
hat mit deren Intelligenz nicht einmal viel zu tun.
Das ist ein sehr DDR-typischer Denkfehler: Wenn die Propaganda nur
geschickt genug ist, könne man jeden gewünschen Bewußtseinszustand
erreichen. Und als das Pferd gekotzt hatte, hat man nur festgestellt,
dass die anderen geschicktere Propagandisten waren.
Diese Denkweise ignoriert völlig, dass die Objekte der Propaganda
durchaus selbst denkende und handelnde Subjekte sind.

Die Möglichkeiten der Propagandisten, Spin-Doktoren usw. sind sehr
beschränkt. Der Mensch ist ein eigensinniges Wesen.
Post by Torsten Mueller
(Argh!!! Germany's Next Top Model erreicht zeitweise Quoten von über
20%! Bohlen schafft sogar über 30% - Wie kann man nur ernsthaft
annehmen, es gäbe verbreitet so etwas wie Hirn?)
Ja, die eigensinnigen Leute lassen sich nicht mal von dir und mir und
vielen anderen klugen Leuten erzählen, was Qualitätsfernsehen ist,
sondern schauen sich einfach an, was sie als unterhaltend empfinden.
Post by Torsten Mueller
Die Existenz der östlichen Bedrohung war über Jahrzehnte ein wichtiges
Druck- und Disziplinierungsmittel.
Die Bedrohung war nur noch militärisch, aber nicht mehr politisch. Man
hätte den Menschen auch nicht mit den russischen Panzern drohen
können, wenn sie der Meinung gewesen wären, mit diesen Panzern kämen
ein besseres Gesellschaftssystem und ein angenehmeres Leben - und das
war es, was der Sozialismus einst verprochen hat, und die
sozialistische Propaganda bis zum Schluss versprach

Gruß
Gerald
Torsten Mueller
2012-11-29 09:49:49 UTC
Permalink
Post by Gerald Endres
Diese Denkweise ignoriert völlig, dass die Objekte der Propaganda
durchaus selbst denkende und handelnde Subjekte sind.
Das funktioniert aber doch nur, wenn sie alle zur Entscheidungsfindung
und zur Prüfung ihres Denkens notwendigen Informationen, das, was
Schopenhauer die "Data" nennt, verfügbar haben. Ich staune immer und
immer wieder, daß das heute einfach alles als gegeben vorausgesetzt
wird.

Das ist eben längst (!) nicht der Fall, auch wenn immer schulterklopfend
darauf hingewiesen wird, daß der Zugang zu Informationen nie so gut war
wie heute: neue Rechte zur Einsichtnahme in Dokumente, freie Medien,
Internet usw. Das ist einfach ein unzulässiger Schnellschuß. Das
Internet beispielsweise ist in allererster Linie eine riesengroße
Müllhalde, zudem eine stark von allen Interessierten manipulierte,
insbesondere eine kommerzialisierte. Die Beschaffung von unabhängigen
Informationen, die wirklich etwas taugen, ist nach wie vor äußerst
aufwendig und zeitraubend (und kostspielig!) Was wissen wir denn, was in
Afghanistan wirklich passiert? Und unseren spärlichen selbst
recherchierten Informationen steht dann noch die öffentliche Meinung
entgegen, die heute in Minuten umschlagen kann.

Freies Denken funktioniert insbesondere nicht mehr, wenn wichtige Dinge,
wie beispielsweise Merkels Hinterzimmerpolitik unter Ausschluß jeglicher
Öffentlichkeit stattfinden, und das ist etwas, das meiner Ansicht nach
immer mehr zunimmt.

Was soll also das Einzelindividuum am Ende der Kette, von dem wir ruhig
annehmen, es sei ein gescheites, dann noch frei und selbständig denken?
Wie soll es insbesondere Entscheidungen treffen? - Das sind dann die
Situationen, von denen der Kanzler Schröder sagte, "die Stimmung sei
wichtig", das Bauchgefühl also.

T.M.
Florian Ritter
2012-11-29 11:07:08 UTC
Permalink
Post by Torsten Mueller
Post by Gerald Endres
Diese Denkweise ignoriert völlig, dass die Objekte der Propaganda
durchaus selbst denkende und handelnde Subjekte sind.
Das funktioniert aber doch nur, wenn sie alle zur Entscheidungsfindung
und zur Prüfung ihres Denkens notwendigen Informationen, das, was
Schopenhauer die "Data" nennt, verfügbar haben. Ich staune immer und
immer wieder, daß das heute einfach alles als gegeben vorausgesetzt
wird.
Wieso heute? Der DDRsche gloobte jeden Müll, den ihm die Westwerbung
servierte. Ein Attaché der Ständ. Vertretung in Ostbln. berichtete
mal, daß seine Ostberliner Putzhilfe ihn verschämt darum gebeten
hatte, ihr aus Westbln. irgendwelche Kugeln mitzubringen, die man in
die Waschmaschine mit reingeben sollte.Sie hatte das aus der Werbung,
er hatte noch nie von sowas gehört - FR
Peter Veith
2012-11-28 16:48:59 UTC
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Post by Torsten Mueller
Weitere Doktrinen sind
- "Energie spielt keine Rolle",
Die RWE - Werbekampagne finde ich am Heftigsten: »Viele denken bei der
Energiewende allein ans Abschalten. Besser wär’s doch, vorwegzugehen und
umzuschalten. Auf intelligente Energie.«
<http://www.vorweggehen.de/landingpage/umschalten_c/>

"Toll": Wer Energie spart (und damit RWEs Profit schmälert) ist doof.
Der Kluge wählt einen neuen Tarif und verbrät weiter (und mehr) Energie.
Gruselig und zum K*tzen.

Aber, da fällt natürlich niemalsnicht jemand darauf rein und RWE
schmeißt die Werbekohle völlig umsonst raus, klar.

Veith
--
Geschichte(n), Strukturen & Bilder der LSK/LV
http://www.DDR-Luftwaffe.de
Wolfgang Schwanke
2012-11-28 20:16:24 UTC
Permalink
Post by Torsten Mueller
westliche Doktrin - "Kauf Dich blöde!"
- "Energie spielt keine Rolle",
Du musst einen anderen Westen meinen, als den ich kenne. In dem hier
heißt es "Arbeit ist zu teuer", "Gürtel enger schnallen" und "Wer
Energie verbraucht, ist ein Umweltschädling."
--
Tank nur das gute Super rein

http://www.wschwanke.de/ http://www.fotos-aus-der-luft.de/
usenet_20031215 (AT) wschwanke (DOT) de
Peter Veith
2012-11-28 20:36:39 UTC
Permalink
Post by Wolfgang Schwanke
Post by Torsten Mueller
westliche Doktrin - "Kauf Dich blöde!"
- "Energie spielt keine Rolle",
Du musst einen anderen Westen meinen, als den ich kenne.
Ja, Dein "Westen" war nicht nur nur politisch "Westen", er war auch
sonst eine "Selbständige Einheit"
Post by Wolfgang Schwanke
In dem hier
heißt es "Arbeit ist zu teuer", "Gürtel enger schnallen" ...
Darf ich noch "Energie Cottbus" einwerfen, oder wie war das gemeint?

Veith
--
Geschichte(n), Strukturen & Bilder der LSK/LV
http://www.DDR-Luftwaffe.de
Torsten Mueller
2012-11-29 07:22:48 UTC
Permalink
Post by Wolfgang Schwanke
Post by Torsten Mueller
westliche Doktrin - "Kauf Dich blöde!"
- "Energie spielt keine Rolle",
Du musst einen anderen Westen meinen, als den ich kenne. In dem hier
heißt es "Arbeit ist zu teuer", "Gürtel enger schnallen"
Im deutschen Osten, ja, und ein paar westlichen Niedergangsregionen,
Ruhrgebiet, Saarland und so, unbedeutenden Randgebieten also.
Post by Wolfgang Schwanke
und "Wer Energie verbraucht, ist ein Umweltschädling."
Nö, durchaus nicht. Energie ist etwas, über das man überhaupt nichts
weiß, und auch nicht wissen will. Drum kann man ordentlich drumherum
plappern, Energieeffizienklassen und so. Kein Mensch weiß heute mehr,
was eine Kilowattstunde ist. Energie ist einfach da. Ich hab ne
Stehlampe zu Hause, die hat eine 300W-Birne drin. Ich sag ja, es sei ein
gutes Experiment, Kinder mit nem Fahrrad mit Generator dran mal einen
Liter Wasser zum Kochen bringen zu lassen - da hätte eine ganze
Schulklasse sicher eine ganze Zeitlang zu tun. Aber das tut man nicht,
es _soll_ niemanden interessieren, Du _sollst_ gefälligst verbrauchen!
Das gilt nach wie vor, Energiewende und Glühbirnenverbot hin oder her,
Verbrauch ist und bleibt Bürgerpflicht. Du sollst auch nach wie vor
pendeln, deshalb wird das weiterhin subventioniert. Mit dem Auto
selbstverständlich, drum wird zur Not auch dessen Abwrackung und Neukauf
subventioniert. Das (!) ist Schrödersche Ideologie aus dem VW-Konzern.

Es gibt bis heute kein Verbot beispielsweise von schalterlosen
Netzteilen und Stand-By-Geräten. Man könnte auch über progressive
Energiepreismodelle nachdenken: wer mehr verbraucht, zahlt progressiv
mehr. Man könnte Nachtstrom einführen (wie hier in CH), der deutlich
billiger ist und zu einer besseren Auslastung der Kraftwerke führt. -
Niemand will das.

T.M.
Frank Hucklenbroich
2012-11-29 09:25:22 UTC
Permalink
Post by Torsten Mueller
Post by Wolfgang Schwanke
und "Wer Energie verbraucht, ist ein Umweltschädling."
Nö, durchaus nicht. Energie ist etwas, über das man überhaupt nichts
weiß, und auch nicht wissen will. Drum kann man ordentlich drumherum
plappern, Energieeffizienklassen und so. Kein Mensch weiß heute mehr,
was eine Kilowattstunde ist. Energie ist einfach da. Ich hab ne
Stehlampe zu Hause, die hat eine 300W-Birne drin. Ich sag ja, es sei ein
gutes Experiment, Kinder mit nem Fahrrad mit Generator dran mal einen
Liter Wasser zum Kochen bringen zu lassen - da hätte eine ganze
Schulklasse sicher eine ganze Zeitlang zu tun. Aber das tut man nicht,
es _soll_ niemanden interessieren, Du _sollst_ gefälligst verbrauchen!
Das gilt nach wie vor, Energiewende und Glühbirnenverbot hin oder her,
Verbrauch ist und bleibt Bürgerpflicht.
Das war in den 80ern im Westen aber durchaus anders. Da schwappte die große
Ökowelle, und auch in den Schulen wurden die Kinder darauf gedrillt, daß
Stromverbrauch böse ist. Da gab es dann solche Spiele wie "Ökopoly", und
wir mußten in der Schule Altpapier sammeln (wer am meisten sammelte bekam
einen Preis) und alles mußte möglichst grün und Öko sein. Stichwort
Waldsterben, saurer Regen u.s.w..

Irgendwann hatten die Leute dann wohl die Nase voll davon und haben das
nicht mehr alles geglaubt.
Post by Torsten Mueller
Es gibt bis heute kein Verbot beispielsweise von schalterlosen
Netzteilen und Stand-By-Geräten.
Warts ab, das wird auch noch kommen. Das Glühbirnenverbot ist erst der
Anfang.
Post by Torsten Mueller
Man könnte auch über progressive
Energiepreismodelle nachdenken: wer mehr verbraucht, zahlt progressiv
mehr.
Im Moment ist wohl eher umgekehrt - Mengenrabatt.
Post by Torsten Mueller
Man könnte Nachtstrom einführen (wie hier in CH), der deutlich
billiger ist und zu einer besseren Auslastung der Kraftwerke führt. -
Niemand will das.
CH hat IIRC auch wesentlich mehr Wasserkraftwerke als Deutschland - die
bieten sich natürlich dazu an, als Speicherkraftwerke günstigen Nachstrom
zu produzieren.

Grüße,

Frank
Torsten Mueller
2012-11-29 10:21:31 UTC
Permalink
Post by Frank Hucklenbroich
Post by Torsten Mueller
Man könnte Nachtstrom einführen (wie hier in CH), der deutlich
billiger ist und zu einer besseren Auslastung der Kraftwerke führt.
- Niemand will das.
CH hat IIRC auch wesentlich mehr Wasserkraftwerke als Deutschland -
die bieten sich natürlich dazu an, als Speicherkraftwerke günstigen
Nachstrom zu produzieren.
Die Speicherkraftwerke nutzen den Nachstrom, um das Wasser hochzupumpen.
Die geben nachts keine Energie ab, wohl aber die Kernkraftwerke.

Der Trick mit dem Nachtstrom liegt darin, den Bedarf von Spitzenzeiten
zu senken, dadurch daß bestimmte Energiemengen auf andere Tageszeiten
verlagert werden, wo nicht viel los ist. Das spart tatsächlich
volkswirtschaftlich eine ganze Menge Kapazitäten. In vielen Schweizer
Haushalten läuft beispielsweise die Waschmaschine grundsätzlich nachts.
Der Bürger kann, wenn er sich Mühe gibt, dabei vielleicht ein Drittel
seiner Stromkosten sparen (wohlgemerkt ohne den Verbrauch zu senken!)

T.M.
Frank Hucklenbroich
2012-11-29 13:11:27 UTC
Permalink
Post by Torsten Mueller
Post by Frank Hucklenbroich
CH hat IIRC auch wesentlich mehr Wasserkraftwerke als Deutschland -
die bieten sich natürlich dazu an, als Speicherkraftwerke günstigen
Nachstrom zu produzieren.
Die Speicherkraftwerke nutzen den Nachstrom, um das Wasser hochzupumpen.
Die geben nachts keine Energie ab, wohl aber die Kernkraftwerke.
Der Trick mit dem Nachtstrom liegt darin, den Bedarf von Spitzenzeiten
zu senken, dadurch daß bestimmte Energiemengen auf andere Tageszeiten
verlagert werden, wo nicht viel los ist. Das spart tatsächlich
volkswirtschaftlich eine ganze Menge Kapazitäten. In vielen Schweizer
Haushalten läuft beispielsweise die Waschmaschine grundsätzlich nachts.
Stimmt, ich machte mal Urlaub in einer Ferienwohnung im Berner Oberland, da
gab es "Sperrzeiten", zu denen es für Waschmaschine und Trockner keinen
Strom gab. Das waren die Spitzenzeiten am späten Vormittag/Mittag und am
frühen Abend, wenn die Leute kochen und viel Strom verbrauchen. Speziell
Letzteres fand ich dann doch etwas lästig, wenn man abends nach dem Wandern
seine Klamotten waschen will und gerade dann gibts keinen Strom.
Post by Torsten Mueller
Der Bürger kann, wenn er sich Mühe gibt, dabei vielleicht ein Drittel
seiner Stromkosten sparen (wohlgemerkt ohne den Verbrauch zu senken!)
Das ist durchaus eine clevere Sache.

Grüße,

Frnak
Uwe Schickedanz
2012-11-29 13:50:33 UTC
Permalink
On Thu, 29 Nov 2012 10:25:22 +0100, Frank Hucklenbroich
Post by Frank Hucklenbroich
Da gab es dann solche Spiele wie "Ökopoly", und
wir mußten in der Schule Altpapier sammeln (wer am meisten sammelte bekam
einen Preis)
Tja, wir bekamen Geld.

Gruß Uwe
--
Alle Chinesen, die Tibetisch sprechen und die tibetische
Kultur respektieren, können bleiben, sofern es nicht zu viele
sind. All jene Chinesen, die der Meinung sind, dass Tibeter
stinken, sollten unser Land lieber verlassen. Dalai Lama
Frank Hucklenbroich
2012-11-29 14:33:20 UTC
Permalink
Post by Uwe Schickedanz
On Thu, 29 Nov 2012 10:25:22 +0100, Frank Hucklenbroich
Post by Frank Hucklenbroich
Da gab es dann solche Spiele wie "Ökopoly", und
wir mußten in der Schule Altpapier sammeln (wer am meisten sammelte bekam
einen Preis)
Tja, wir bekamen Geld.
Das bekam vermutlich die Schule. Wir bekamen einen Wandertag oder sowas.

Grüße,

Frank
René
2012-11-29 17:32:49 UTC
Permalink
Post by Frank Hucklenbroich
Post by Uwe Schickedanz
On Thu, 29 Nov 2012 10:25:22 +0100, Frank Hucklenbroich
Post by Frank Hucklenbroich
Da gab es dann solche Spiele wie "Ökopoly", und
wir mußten in der Schule Altpapier sammeln (wer am meisten sammelte bekam
einen Preis)
Tja, wir bekamen Geld.
Das bekam vermutlich die Schule. Wir bekamen einen Wandertag oder sowas.
Grüße,
Frank
Nee. Wir bekamen 30 Pf pro Kilo Zeitungen, und irgendwas um 15
Pfennige fuer Schnapsflaschen. Und Abziehbildchen. Entweder mit
Bollerwagen um die Haeuser ziehen und einsammeln, oder mit
intellektuellen Alkoholikern befreundet sein ;)
Uwe Schickedanz
2012-11-29 17:48:54 UTC
Permalink
Post by René
Post by Frank Hucklenbroich
Post by Uwe Schickedanz
On Thu, 29 Nov 2012 10:25:22 +0100, Frank Hucklenbroich
Post by Frank Hucklenbroich
Da gab es dann solche Spiele wie "Ökopoly", und
wir mußten in der Schule Altpapier sammeln (wer am meisten sammelte bekam
einen Preis)
Tja, wir bekamen Geld.
Das bekam vermutlich die Schule. Wir bekamen einen Wandertag oder sowas.
Grüße,
Frank
Nee. Wir bekamen 30 Pf pro Kilo Zeitungen, und irgendwas um 15
Pfennige fuer Schnapsflaschen. Und Abziehbildchen. Entweder mit
Bollerwagen um die Haeuser ziehen und einsammeln, oder mit
intellektuellen Alkoholikern befreundet sein ;)
Es gab ja auch noch Altstoffsammeln im Rahmen der Pioniergruppe. Das
wäre eher vergleichbar, und hier ging das Geld wohl i.d.R. in die
Gruppenkasse und ein Teil wurde gespendet - genau weiß ichs nicht
mehr.

Gruß Uwe
--
Alle Chinesen, die Tibetisch sprechen und die tibetische
Kultur respektieren, können bleiben, sofern es nicht zu viele
sind. All jene Chinesen, die der Meinung sind, dass Tibeter
stinken, sollten unser Land lieber verlassen. Dalai Lama
Wolfgang Schwanke
2012-11-29 20:02:01 UTC
Permalink
Post by Uwe Schickedanz
On Thu, 29 Nov 2012 10:25:22 +0100, Frank Hucklenbroich
Post by Frank Hucklenbroich
Da gab es dann solche Spiele wie "Ökopoly", und
wir mußten in der Schule Altpapier sammeln (wer am meisten sammelte bekam
einen Preis)
Tja, wir bekamen Geld.
Das ist auch ein Systemunterschied: Im Osten kriegte man für Recycling
Geld, im Westen muss man dafür bezahlen.
--
Tank nur das gute Super rein

http://www.wschwanke.de/ http://www.fotos-aus-der-luft.de/
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René
2012-11-29 17:34:49 UTC
Permalink
Post by Frank Hucklenbroich
CH hat IIRC auch wesentlich mehr Wasserkraftwerke als Deutschland
Die Schweiz ist bekanntlich viel steiler als Deutschland. Ich bin zum
Beispiel mal zum Wasserski-Fahren an den Bodensee, war ueberhaupt gar
kein Gefaelle dort. Alles Beschiss.
Penn Erwin
2012-11-29 17:43:19 UTC
Permalink
Post by René
Post by Frank Hucklenbroich
CH hat IIRC auch wesentlich mehr Wasserkraftwerke als Deutschland
Die Schweiz ist bekanntlich viel steiler als Deutschland. Ich bin zum
Beispiel mal zum Wasserski-Fahren an den Bodensee, war ueberhaupt gar
kein Gefaelle dort. Alles Beschiss.
In Schaffhausen is Gefälle. :-D
--
Erwin
Wolfgang Schwanke
2012-11-29 19:54:02 UTC
Permalink
Post by Frank Hucklenbroich
Das war in den 80ern im Westen aber durchaus anders. Da schwappte die
große Ökowelle, und auch in den Schulen wurden die Kinder darauf
gedrillt, daß Stromverbrauch böse ist. Da gab es dann solche Spiele
wie "Ökopoly", und wir mußten in der Schule Altpapier sammeln (wer am
meisten sammelte bekam einen Preis) und alles mußte möglichst grün und
Öko sein. Stichwort Waldsterben, saurer Regen u.s.w..
Warum schreibst du im Imperfekt?
--
Tank nur das gute Super rein

http://www.wschwanke.de/ http://www.fotos-aus-der-luft.de/
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Florian Ritter
2012-11-29 09:33:26 UTC
Permalink
Post by Torsten Mueller
Es gibt bis heute kein Verbot beispielsweise von schalterlosen
Netzteilen und Stand-By-Geräten. Man könnte auch über progressive
Energiepreismodelle nachdenken: wer mehr verbraucht, zahlt progressiv
mehr. Man könnte Nachtstrom einführen (wie hier in CH), der deutlich
billiger ist und zu einer besseren Auslastung der Kraftwerke führt. -
Niemand will das.
Zuvörderst gehört natürlich diese vollkommen sinn- & nutzlose
Straßenbeleuchtung _sofort_ abgeschafft - FR
Frank Hucklenbroich
2012-11-29 13:13:43 UTC
Permalink
Post by Florian Ritter
Post by Torsten Mueller
Es gibt bis heute kein Verbot beispielsweise von schalterlosen
Netzteilen und Stand-By-Geräten. Man könnte auch über progressive
Energiepreismodelle nachdenken: wer mehr verbraucht, zahlt progressiv
mehr. Man könnte Nachtstrom einführen (wie hier in CH), der deutlich
billiger ist und zu einer besseren Auslastung der Kraftwerke führt. -
Niemand will das.
Zuvörderst gehört natürlich diese vollkommen sinn- & nutzlose
Straßenbeleuchtung _sofort_ abgeschafft - FR
Ist doch längst im Gange. Bei uns in der Straße wurden kürzlich die alten
Peitschenleuchten aus den 70ern durch irgendwelche neuen, modernen, kleinen
Funzeln ersetzt. Mit dem Resultat, daß es nachts fast zappenduster ist,
weil diese Dinger kaum leuchten. Sind wahrscheinlich Stromsparbirnen drin.

Richtig gute Straßenbeleuchtung gibt es eh nur auf belgischen Autobahnen.
Und in Leverkusen.

Grüße,

Frank
Wolfgang Schwanke
2012-11-29 20:01:22 UTC
Permalink
Post by Florian Ritter
Zuvörderst gehört natürlich diese vollkommen sinn- & nutzlose
Straßenbeleuchtung _sofort_ abgeschafft - FR
In Machdeburch gibt es in Wohngebieten unbeleuchtete Straßenzüge. Ich
frag mich ob die da tatsächlich in ihrem Ökowahn "das Klima schützen",
ob die klamme Stadtkasse nicht mehr für den Strom reicht, oder gar für
die Glühbirnen? So oder so ein trauriger Anblick, oder besser
Nicht-Anblick, weil man sieht ja nüscht.
--
Tank nur das gute Super rein

http://www.wschwanke.de/ http://www.fotos-aus-der-luft.de/
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Guido Grohmann
2012-11-29 20:27:12 UTC
Permalink
Post by Wolfgang Schwanke
Post by Florian Ritter
Zuvörderst gehört natürlich diese vollkommen sinn- & nutzlose
Straßenbeleuchtung _sofort_ abgeschafft - FR
In Machdeburch gibt es in Wohngebieten unbeleuchtete Straßenzüge.
Wo denn da (abgesehen vom Ring)?

Guido
Wolfgang Schwanke
2012-11-29 20:33:13 UTC
Permalink
Post by Guido Grohmann
Post by Wolfgang Schwanke
Post by Florian Ritter
Zuvörderst gehört natürlich diese vollkommen sinn- & nutzlose
Straßenbeleuchtung _sofort_ abgeschafft - FR
In Machdeburch gibt es in Wohngebieten unbeleuchtete Straßenzüge.
Wo denn da (abgesehen vom Ring)?
Gesehen im Oktober 2012 im Ortsteil Hopfengarten. Welche Straße(n) weiß
ich nicht genau.
--
Tank nur das gute Super rein

http://www.wschwanke.de/ http://www.fotos-aus-der-luft.de/
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Martin Ebert
2012-11-29 21:04:26 UTC
Permalink
Post by Wolfgang Schwanke
In Machdeburch gibt es in Wohngebieten unbeleuchtete Straßenzüge. Ich
frag mich ob die da tatsächlich in ihrem Ökowahn "das Klima schützen",
ob die klamme Stadtkasse nicht mehr für den Strom reicht,
Letzteres.

Mt
Gerald Endres
2012-11-29 09:38:39 UTC
Permalink
Post by Torsten Mueller
Man könnte Nachtstrom einführen (wie hier in CH), der deutlich
billiger ist und zu einer besseren Auslastung der Kraftwerke führt. -
Niemand will das.
Hatten wir doch schon. Ich erinnere mich gut an die Zeiten, als die
Energieunternehmen elektrische Nachtstromspeicherheizungen
propagierten (Ich habe mal in einer Wohnung mit so einer Heizung
gewohnt). Das war ökologischer Irrsinn, weil die Stromerzeuger nur
ihre Überkapazitäten vermarkten wollten.

Gruß
Gerald
Florian Ritter
2012-11-29 11:02:06 UTC
Permalink
Post by Gerald Endres
Post by Torsten Mueller
Man könnte Nachtstrom einführen (wie hier in CH), der deutlich
billiger ist und zu einer besseren Auslastung der Kraftwerke führt. -
Niemand will das.
Hatten wir doch schon. Ich erinnere mich gut an die Zeiten, als die
Energieunternehmen elektrische Nachtstromspeicherheizungen
propagierten (Ich habe mal in einer Wohnung mit so einer Heizung
gewohnt).
Hatt ich auch mal, Bln.-Grunewald.

Kam mal in ein spärlich erleuchtetes Pensionszimmer im Hunsrück,
knallte meine Reisetasche auf die Gepäckablage und sank todmüse ins
Bett. Nächsten Morgen entpuppte sich die Ablage als Nachtspeicherdings
und die Tasche rauchte schon. Die neue Flasche Rasierwassers wollte
ich unter Kühlen retten, leider sprang die weiße Keramik sofort und
mein Wässerchen entschwand im Abfluß.
Post by Gerald Endres
Das war ökologischer Irrsinn, weil die Stromerzeuger nur
ihre Überkapazitäten vermarkten wollten.
Überkapazitäten, klar - hier wird Endressens mangelhaftige
polytechnische Bildung, scil. Erzeugung elektrischer Energie,
offenbar.
Shame on you - FR
Torsten Mueller
2012-11-29 12:39:43 UTC
Permalink
Post by Florian Ritter
Kam mal in ein spärlich erleuchtetes Pensionszimmer im Hunsrück,
knallte meine Reisetasche auf die Gepäckablage und sank todmüse ins
Bett. Nächsten Morgen entpuppte sich die Ablage als Nachtspeicherdings
und die Tasche rauchte schon. Die neue Flasche Rasierwassers wollte
ich unter Kühlen retten, leider sprang die weiße Keramik sofort und
mein Wässerchen entschwand im Abfluß.
OK, Folklore.

Torsti lepte 1985 im Internat. Altbau, Etagenheizung. Das sah so aus: in
der Mitte ein Raum mit Nachtspeicherofen, rundherum lauter ungeheizte
Räume mit jeweils einer Verbindungstür. Ließ man nachts die Tür auf,
wurde es durchaus wohlig warm.

Das Lehrlingskollektiv war rodeln. Durchnäßte Klamotten und so. Einer
legte drum seine Hose auf den Nachtspeicherofen, welcher gerade sein
Temperaturminimum aufwies, denn es war früher Abend. Dann Abendbrot,
Fernsehglotzen, noch ein bißchen die Schnecken ärgern und dann pennen.
Nachts plötzlich Brandgeruch! Die Hose schoß sofort durch mehrere Hirne,
aber es war schon zu spät. Sie hielt zwar physisch noch zusammen, war
aber bereits stark bröselig und an einigen Stellen schwarz. So, und jetz
besorg mal bis morgen früh um 6 eine neue Hose!

T.M.

P.S.: Später, nach dem Sieg der Imperialisten, wurde übrigens ein Puff
aus dem Internat. Heute ist es eine Ruine. Gut, das war's eigentlich
damals schon.
Wolfgang Schwanke
2012-11-29 19:58:54 UTC
Permalink
Post by Florian Ritter
Kam mal in ein spärlich erleuchtetes Pensionszimmer im Hunsrück,
knallte meine Reisetasche auf die Gepäckablage und sank todmüse ins
Bett. Nächsten Morgen entpuppte sich die Ablage als Nachtspeicherdings
und die Tasche rauchte schon. Die neue Flasche Rasierwassers wollte
ich unter Kühlen retten, leider sprang die weiße Keramik sofort und
mein Wässerchen entschwand im Abfluß.
Si non e vero, e bon trovato. :))
--
Tank nur das gute Super rein

http://www.wschwanke.de/ http://www.fotos-aus-der-luft.de/
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Wolfgang Schwanke
2012-11-29 19:57:48 UTC
Permalink
Post by Gerald Endres
Ich erinnere mich gut an die Zeiten, als die
Energieunternehmen elektrische Nachtstromspeicherheizungen
propagierten (Ich habe mal in einer Wohnung mit so einer Heizung
gewohnt). Das war ökologischer Irrsinn,
Wenn ein Kohleofen durch eine Elektroheizung ersetzt wird, die an einem
Kohlekraftwerk hängt, ist es energetisch natürlich Verschwendung. Es
gibt allerdings einen Komfortzuwachs, und arguably sauberere Luft, weil
das Kraftwerk den Rauch filtert, der Privathaushalt natürlich nicht.
Ist eine Frage der Abwägung, ob es das einem wert ist.

Wenn die Elektroheizung dagegen an einem Atomkraftwerk hängt, kann es
dagegen durchaus ökonomisch sein. Die Feststellung bricht in
Deutschland natürlich gleich mehrere ideologische Tabus, stimmt aber
trotzdem. :)
--
Tank nur das gute Super rein

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Uwe Schickedanz
2012-11-29 20:54:56 UTC
Permalink
Post by Wolfgang Schwanke
Wenn die Elektroheizung dagegen an einem Atomkraftwerk hängt, kann es
dagegen durchaus ökonomisch sein.
Wenn sie an einer Windmühle hängt, auch.

Nur muß man dann heizen, wenn der Wind weht. Und bei Flaute wirds
kalt.

Gruß Uwe
--
Alle Chinesen, die Tibetisch sprechen und die tibetische
Kultur respektieren, können bleiben, sofern es nicht zu viele
sind. All jene Chinesen, die der Meinung sind, dass Tibeter
stinken, sollten unser Land lieber verlassen. Dalai Lama
Wolfgang Schwanke
2012-11-29 21:03:51 UTC
Permalink
Post by Uwe Schickedanz
Post by Wolfgang Schwanke
Wenn die Elektroheizung dagegen an einem Atomkraftwerk hängt, kann es
dagegen durchaus ökonomisch sein.
Wenn sie an einer Windmühle hängt, auch.
Ornee, der Windstrom ist etwa 5 mal so teuer wie der kernige Atomstrom.
Post by Uwe Schickedanz
Nur muß man dann heizen, wenn der Wind weht. Und bei Flaute wirds
kalt.
Gahnichwah. Bei Flaute springt das Kohlekraftwerk ein. Und wenn die
Energiewende vollendet ist, kommt der Strom dann aus Akkus.
--
Tank nur das gute Super rein

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Uwe Schickedanz
2012-11-29 21:08:36 UTC
Permalink
Post by Wolfgang Schwanke
Post by Uwe Schickedanz
Post by Wolfgang Schwanke
Wenn die Elektroheizung dagegen an einem Atomkraftwerk hängt, kann es
dagegen durchaus ökonomisch sein.
Wenn sie an einer Windmühle hängt, auch.
Ornee, der Windstrom ist etwa 5 mal so teuer wie der kernige Atomstrom.
Wenn so ein Windrad erstmal abgeschrieben ist, dann kann man auch
damit billig Strom machen.
Post by Wolfgang Schwanke
Post by Uwe Schickedanz
Nur muß man dann heizen, wenn der Wind weht. Und bei Flaute wirds
kalt.
Gahnichwah. Bei Flaute springt das Kohlekraftwerk ein. Und wenn die
Energiewende vollendet ist, kommt der Strom dann aus Akkus.
;)

Gruß Uwe
--
Alle Chinesen, die Tibetisch sprechen und die tibetische
Kultur respektieren, können bleiben, sofern es nicht zu viele
sind. All jene Chinesen, die der Meinung sind, dass Tibeter
stinken, sollten unser Land lieber verlassen. Dalai Lama
Wolfgang Schwanke
2012-11-29 21:14:06 UTC
Permalink
Post by Uwe Schickedanz
Post by Wolfgang Schwanke
On Thu, 29 Nov 2012 20:57:48 +0100, Wolfgang Schwanke
Post by Wolfgang Schwanke
Wenn die Elektroheizung dagegen an einem Atomkraftwerk hängt, kann es
dagegen durchaus ökonomisch sein.
Wenn sie an einer Windmühle hängt, auch.
Ornee, der Windstrom ist etwa 5 mal so teuer wie der kernige Atomstrom.
Wenn so ein Windrad erstmal abgeschrieben ist, dann kann man auch
damit billig Strom machen.
So ein Windrad hält nicht ewig. Irgendwann ist es schrottreif und muss
dann durch ein neues ersetzt werden. Und das immer wieder in
regelmäßigen Zeitabständen. Die Abschreibungen sind die buchhalterische
Abbildung dieses Fakts. Wie genau die gesetzlichen Abschreibungsfristen
die Lebensdauer der Gerätschaften abbilden, ist von untergeordneter
Bedeutung. Langfristig spielt das für die kWh-Kosten keine Rolle.
--
Tank nur das gute Super rein

http://www.wschwanke.de/ http://www.fotos-aus-der-luft.de/
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Uwe Schickedanz
2012-11-29 21:17:37 UTC
Permalink
Post by Wolfgang Schwanke
Post by Uwe Schickedanz
Post by Wolfgang Schwanke
On Thu, 29 Nov 2012 20:57:48 +0100, Wolfgang Schwanke
Post by Wolfgang Schwanke
Wenn die Elektroheizung dagegen an einem Atomkraftwerk hängt, kann es
dagegen durchaus ökonomisch sein.
Wenn sie an einer Windmühle hängt, auch.
Ornee, der Windstrom ist etwa 5 mal so teuer wie der kernige Atomstrom.
Wenn so ein Windrad erstmal abgeschrieben ist, dann kann man auch
damit billig Strom machen.
So ein Windrad hält nicht ewig. Irgendwann ist es schrottreif und muss
dann durch ein neues ersetzt werden. Und das immer wieder in
regelmäßigen Zeitabständen. Die Abschreibungen sind die buchhalterische
Abbildung dieses Fakts. Wie genau die gesetzlichen Abschreibungsfristen
die Lebensdauer der Gerätschaften abbilden, ist von untergeordneter
Bedeutung. Langfristig spielt das für die kWh-Kosten keine Rolle.
Na Du erst. Ständig wird doch erzählt, was die Energiekonzerne mit den
abgeschriebenen Atomkraftwerken für unverschämte Gewinne einfahren.
Wieso soll das bei Windrädern anders sein?

Gruß Uwe
--
Alle Chinesen, die Tibetisch sprechen und die tibetische
Kultur respektieren, können bleiben, sofern es nicht zu viele
sind. All jene Chinesen, die der Meinung sind, dass Tibeter
stinken, sollten unser Land lieber verlassen. Dalai Lama
Martin Ebert
2012-11-29 21:06:40 UTC
Permalink
Post by Wolfgang Schwanke
Wenn ein Kohleofen durch eine Elektroheizung ersetzt wird, die an einem
Kohlekraftwerk hängt, ist es energetisch natürlich Verschwendung.
Es sind ja mehrere Verfahrenstechniker anwesend, daher
erlaube ich mir, an Deine Aussage ein Fragezeichen zu machen.

Mt
Uwe Schickedanz
2012-11-29 21:13:07 UTC
Permalink
Post by Martin Ebert
Post by Wolfgang Schwanke
Wenn ein Kohleofen durch eine Elektroheizung ersetzt wird, die an einem
Kohlekraftwerk hängt, ist es energetisch natürlich Verschwendung.
Es sind ja mehrere Verfahrenstechniker anwesend, daher
erlaube ich mir, an Deine Aussage ein Fragezeichen zu machen.
Als nicht-Verfahrenstechniker kann man das ganz einfach darauf
reduzieren, wieviel Kohle man verbrennen muß, um die Bude warm zu
halten.

Also Wirkungsgrad Dauerbrandofen oder Schwerkraftheizung vs.
Wirkungsrad Dampfkessel x Wirkungsgrad Turbine x Wirkungsgrad
Umspannwerk x Wirkungsgrad Fernleitung x Wirkungsgrad Umspannwerk x
Wirkungsgrad 230V-Netz x Wirkungsgrad Nachtspeicherofen.

Gruß Uwe
--
Alle Chinesen, die Tibetisch sprechen und die tibetische
Kultur respektieren, können bleiben, sofern es nicht zu viele
sind. All jene Chinesen, die der Meinung sind, dass Tibeter
stinken, sollten unser Land lieber verlassen. Dalai Lama
Guido Grohmann
2012-11-29 17:46:13 UTC
Permalink
Post by Torsten Mueller
Du _sollst_ gefälligst verbrauchen!
Das gilt nach wie vor, Energiewende und Glühbirnenverbot hin oder her,
Verbrauch ist und bleibt Bürgerpflicht.
Nein, du als Privatverbraucher sollst sparen und zusätzlich noch die
Großverbraucher subventionieren. Oder habe ich die
Großverbraucher-Umlage nur falsch verstanden? Außerdem sollst du
konsumieren, konsumieren und konsumieren - sprich doch endlich mal neue
"energiesparende" Geräte kaufen. Weil der Strom wird ja bald für
Elektrofahrräder und Autos gebraucht.

Guido
Martin Ebert
2012-11-29 21:09:12 UTC
Permalink
Post by Guido Grohmann
sprich doch endlich mal neue
"energiesparende" Geräte kaufen.
Die Glühbirne, weiß scho.
Post by Guido Grohmann
Weil der Strom wird ja bald für
Elektrofahrräder und Autos gebraucht.
Letztere gab es schon vor knapp 100 Jahren, marktreif übrigens.
Stellte sich damals als Irrweg heraus.
Aber wem sage ich das.

Mt
Wolfgang Schwanke
2012-11-29 19:53:05 UTC
Permalink
Post by Torsten Mueller
Post by Wolfgang Schwanke
Post by Torsten Mueller
westliche Doktrin - "Kauf Dich blöde!"
- "Energie spielt keine Rolle",
Du musst einen anderen Westen meinen, als den ich kenne. In dem hier
heißt es "Arbeit ist zu teuer", "Gürtel enger schnallen"
Im deutschen Osten, ja, und ein paar westlichen Niedergangsregionen,
Ruhrgebiet, Saarland und so, unbedeutenden Randgebieten also.
Du, eigentlich in der ganzen Republik.
Post by Torsten Mueller
Post by Wolfgang Schwanke
und "Wer Energie verbraucht, ist ein Umweltschädling."
Nö, durchaus nicht.
Doch, sowohl Medien wie Politik wabern irgendwo zwischen Öko-Ideologie
und Rohstoffverknappungsangst.
Post by Torsten Mueller
Kein Mensch weiß heute mehr,
was eine Kilowattstunde ist.
Deswegen kann man die Leute damit auch so gut verarschen. Dass das
passiert, kannst du aber nicht abstreiten.
Post by Torsten Mueller
Es gibt bis heute kein Verbot beispielsweise von schalterlosen
Netzteilen und Stand-By-Geräten.
Und das ist auch gut so. Aber dass sie angefangen haben mit Verboten,
ist dir hoffentlich nicht entgangen.
Post by Torsten Mueller
wer mehr verbraucht, zahlt progressiv
Das ist der feuchte Traum der Ökos und natürlich total hirnrissig. Man
könnte aber auch was anderes machen: Diesen ganzen Ökoquatsch sein
lassen, den Grünen einen Tritt in den Hintern geben, dann ein
riesengroßes UNDO, und im Weiteren dafür sorgen dass der Strom billig
bleibt.
--
Tank nur das gute Super rein

http://www.wschwanke.de/ http://www.fotos-aus-der-luft.de/
usenet_20031215 (AT) wschwanke (DOT) de
k***@front.ru
2012-11-28 19:04:30 UTC
Permalink
Post by Gerald Endres
Post by Peter Veith
Das hing mit dem Schwerpunkt auf
Vermittlung von "Gesetzmäßigkeiten" zusammen.
Setze statt "Gesetzmäßigkeiten" "Ideologie", und wir haben schon mal
System haben nicht unbedingt was mit dem Inhalt gemein.
ich dachte soweit können hier alle unterscheiden.
Post by Gerald Endres
Eine bestimmte
Interpretation "objektiver Gesetzmäßigkeit", ein bestimmtes Modell
geesllschaftlicher Zusammenhänge wurde als das einzig wahre
eingepaukt.
Natürlich wollen heute einige selbst die Naturwissenschaften verbiegen. (
Glaube ist alles )
Die halbe Welt lacht schon über uns .
Post by Gerald Endres
Post by Peter Veith
So ist der
grundsätzliche Zusammenhang, daß der der die Musik bezahlt auch
bestimmt was gespielt wird, banal. Ich kann nicht begreifen, wie das
grundsätzlich bestritten werden kann.
Zu diesen eingepaukten "Gesetzmäßigkeiten" gehört zum Beispiel ein
plumper Ökonomismus, der die multikausalen und jeweils oft sehr
verschiedenen Zusammenhänge gesellschaftlicher Phänomene auf ein
banales und meistens unbrauchbares monokausales Erklärungsmuster
reduziert.
Du meinst so
was wie dir ausgestrichenen Stellen im jetzigen Armutsbericht.?
Nee die sind Objektiv so .
Post by Gerald Endres
Wie erfolgreich diese ideologischen Denkschemata eingepaukt wurden,
kann man unter anderem daran erkennen, dass manche Objekte dieser
Indoktrinierung gar nicht begreifen können, wie man auch anders denken
kann.
man kann anders Reden . denken würde ich das nicht nennen.
Post by Gerald Endres
Wenn man kompliziertere Interpretationen der Realität nicht
nachvollziehen will und kann, erscheint alles als "Insel" - vor allem
dann, wenn die einzelnen "Inseln" nicht durch eine durchgängiges
Schema verbunden sind, sondern mehrere Interpretationsmuster
besprochen werden.
Oh du stellst grundsätzlich Philosophien in frage .
Interessant mach weiter.
Post by Gerald Endres
Ich hätte mich schön bedankt, hätte man meinen Kindern jahrelang eine
simple Weltformel eingebläut. Mir ist lieber, ihnen wird selbständiges
kritisches Denken beigebracht, mit dem sie sich ihre eigenen Wege
zwischen den "Inseln" suchen können.
Du willst aber jetzt nicht wirklich deine Postings als selbständig oder
kritisch einstufen.

Aber da du ja eine Weltformel kennst kannst du sie uns ja mitteilen.
--
Irgendwann emulieren wir euch alle.
Christoph Maercker
2012-11-29 11:59:19 UTC
Permalink
Post by Gerald Endres
Setze statt "Gesetzmäßigkeiten" "Ideologie", und wir haben schon mal
eines der Probleme des DDR-Bildungssystems: Eine bestimmte
Interpretation "objektiver Gesetzmäßigkeit", ein bestimmtes Modell
geesllschaftlicher Zusammenhänge wurde als das einzig wahre
eingepaukt.
Für Deutsch/Geschichte/Stabü lasse ich Deine Interpretation gelten, m.E.
auch für Musik, Bio u.a., aber nicht naturwissenschaftliche Fächer.
Ein Grundgerüst, wie sich Gesellschaftsformationen nach- und
nebeneinander entwickelt haben, fehlt im heutigen Geschichtsunterricht
fast völlig. Das "gute alte" Modell Urgesellschaft ... Kommunismus ist
natürlich primitiv, aber bis zum Kapitalismus ist es zumindest für
Europa nicht falsch. Was in der DDR fehlte, war entweder der Hinweis,
dass die gelehrte Aufneinanderfolge so nur für (West- und Mittel?)Europa
gilt oder aber (evtl. zu umfänglich für Schulstoff) analoge Schemen für
den Rest der Welt.
Post by Gerald Endres
Zu diesen eingepaukten "Gesetzmäßigkeiten" gehört zum Beispiel ein
plumper Ökonomismus, der die multikausalen und jeweils oft sehr
verschiedenen Zusammenhänge gesellschaftlicher Phänomene auf ein
banales und meistens unbrauchbares monokausales Erklärungsmuster
reduziert.
Auch GeWi, wie sich das seinerzeit schimpfte. Das ganze Märchen vom
Sozialismus/Kommunismus und seinen Vorgängern war von Marx/Engels an
viel zu eng auf Europa beschränkt.
Post by Gerald Endres
Wie erfolgreich diese ideologischen Denkschemata eingepaukt wurden,
kann man unter anderem daran erkennen, dass manche Objekte dieser
Indoktrinierung gar nicht begreifen können, wie man auch anders denken
kann.
Wenn man kompliziertere Interpretationen der Realität nicht
nachvollziehen will und kann, erscheint alles als "Insel" - vor allem
dann, wenn die einzelnen "Inseln" nicht durch eine durchgängiges
Schema verbunden sind, sondern mehrere Interpretationsmuster
besprochen werden.
Nein, es mangelt heutzutage auch in naturwissenschaftlichen Fächern an
Systematik. Demgegenüber wird in Deutsch wenigstens in höhreren Klassen
etwas mehr an "Gesetzmäßigkeit" vermittelt, z.B. habe ich eine Art
Checklisten zur Analyse von Dramen u.a. Literatur gesehen. Kann mich
nicht erinnern, dass es dgl. an einer DDR-EOS gab. Dafür aber sehr gut
daran, dass in Mathe/Physik/Chemie solides Überblickswissen vermittelt
wurde.
Post by Gerald Endres
Ich hätte mich schön bedankt, hätte man meinen Kindern jahrelang eine
simple Weltformel eingebläut. Mir ist lieber, ihnen wird selbständiges
kritisches Denken beigebracht, mit dem sie sich ihre eigenen Wege
zwischen den "Inseln" suchen können.
Ob das aktuelle Schulwissen ausgerechnet *das* bringt, wage ich zu
bezweifeln. Vielleicht war es sogar jene zur einzig wahren erklärte
Weltanschauung, die viele Leute in der DDR zum Nachdenken angeregt hat?
Und zwar wengiger wegen ihrer eigenen Qualität, sondern vor allem wegen
ihres Absolutheitsanspruchs? Wenn wie heute pluralistische Weltbilder
bunt durch den Gemüsegarten vermittelt werden, könnte das durchaus zur
Folge haben, dass Jugendliche infolge Reizüberflutung gar nicht mehr
nachdenken, geschweige denn ernsthaft auswählen. Nichts gegen eine
Vielfalt von Weltanschauungen = "Pluralismus", ich gebe nur mal zu
bedenken, dass sie an Schulen vielleicht nicht ganz das bewirken, was
damit beabsichtigt ist.
--
CU Chr. Maercker.

RADWEGE sind TOD-SICHER! Schlaue Füchse fahren Fahrbahn.
Frank Stranach
2012-11-28 15:01:42 UTC
Permalink
"Martin Ebert" schrieb
Post by Martin Ebert
(man kann auch sagen gleichmacherische
typisches Propaganda-Geschwafel ohne jeden Sinn und Verstand.

Was soll da "gleichmacherisch" gewesen sein?

Es fand Unterricht statt, im Gegensatz zur Bundes-Schule, wo komplett ein
Schuljahr wegen Faulheit der Lehrer ausfällt.

Es gab keine Analphabeten im Gegensatz zur Bundesschule wo ein riesiger
Prozentsatz nach 10 Jahren aus der Schule kommt und nicht einmal Lesen und
schreiben kann und vom Rechnen wollen wir nicht einmal reden.

Die "Lehrplaene, die nur grobe Richtlinien sind? " gab es auch nicht, es
wurde detailliert vorgegeben und die Lehrbücher waren republikweit
einheitlich und das Material der Lehrer genau darauf abgestimmt.
Der Sinn bestand auch darin, das Fachberater der vorgesetzten Schulbehörde
so genau überprüfen konnten was die Schüler gelernt hatten und ob der Lehrer
das Jahr über, daran gearbeitet hatte.

Hier finden wir mal wieder den verzweifelten Versuch die Dekadenz des
verblödeten Westens schön zu reden.
Martin Ebert
2012-11-28 20:04:32 UTC
Permalink
Post by Frank Stranach
"Martin Ebert" schrieb
Post by Martin Ebert
(man kann auch sagen gleichmacherische
Was soll da "gleichmacherisch" gewesen sein?
Du erklärst es gleich selbst.
Post by Frank Stranach
Es fand Unterricht statt, im Gegensatz zur Bundes-Schule, wo komplett
ein Schuljahr wegen Faulheit der Lehrer ausfällt.
Herr Müller, meintest Du solche Leute mit Deinem Satz von
"erhaben und resistent"?
Post by Frank Stranach
Es gab keine Analphabeten
Du hast eine Ahnung.
Post by Frank Stranach
Die "Lehrplaene, die nur grobe Richtlinien sind? " gab es auch nicht,
es wurde detailliert vorgegeben und die Lehrbücher waren republikweit
einheitlich und das Material der Lehrer genau darauf abgestimmt.
Gleichmacherisch.
Post by Frank Stranach
Hier finden wir mal wieder den verzweifelten Versuch die Dekadenz des
verblödeten Westens schön zu reden.
Der feige DDR-Bürger versteckt sich gern hinter einem imaginären "wir".

Mt
k***@front.ru
2012-11-28 20:26:15 UTC
Permalink
Post by Martin Ebert
Post by Frank Stranach
"Martin Ebert" schrieb
Post by Martin Ebert
(man kann auch sagen gleichmacherische
Was soll da "gleichmacherisch" gewesen sein?
Die "Lehrplaene, die nur grobe Richtlinien sind? " gab es auch nicht,
es wurde detailliert vorgegeben und die Lehrbücher waren republikweit
einheitlich und das Material der Lehrer genau darauf abgestimmt.
Gleichmacherisch.
Natürlich.
Wen man das Überlegene westdeutsche dreistufige Bildungssystem betrachtet.
Da ist es eben nur einer kleinen ausgewählten Elite vorbehalten alles zu
wissen.
Proleten und anderer Abschaum werden klein gehalten. so was dient nun mal
der Sicherheit des Staates.


In der verdammten DDR war es jedem Dödel gestatte alles zu lernen. So was
muss im Interesse des Staates unterbunden werden. Wo kämen wir den Hin wen
jeder Pöbel sofort die Lügen der Regierung durchschauen würde.?
Eventuell kämen die ( das doofe Volk ) auf die Idee so was wie 1989 auch in
der freiheitlichen Bundesrepublik durchzuziehen.
( Gott bewahre uns)
Es ist eigentlich auch völlig egal wie des DDR Bildungssystem war.
§1: Alles was aus dem Osten kommt ist schlecht.
§2 : wen doch mal Abweichungen existieren, tritt automatisch §1 in Kraft .
Post by Martin Ebert
Der feige DDR-Bürger versteckt sich gern hinter einem imaginären "wir".
Wir sind das Volk schon Vergessen ( auch du hast gejubelt)
Post by Martin Ebert
Mt
--
Irgendwann emulieren wir euch alle.
René
2012-11-28 22:20:23 UTC
Permalink
 In der verdammten DDR war es jedem Dödel gestatte alles zu lernen.
Ah ah! Wie war das mit der Studienplatzvergabe gleich nochmal? Wer
durfte in der DDR studieren? Unter welchen Voraussetzungen?
Eventuell kämen die ( das doofe Volk ) auf die Idee  so was wie 1989 auch in
der freiheitlichen Bundesrepublik durchzuziehen.
Im Westen ist nicht alles schlecht :P Zum Beispiel willst du doch
sicher nicht behaupten, dass das vereinte Deutschland heute noch
allzuviel mit der dumpfen Nachkriegs-BRD gemein hat?
Es ist eigentlich auch völlig egal wie des DDR Bildungssystem war.
Ich habe diesen Thread nicht angeleiert, um das Bildungssystem der DDR
anzuprangern. Lesen, schreiben, rechnen, Bio und Chemie usw., und
nicht alles fuer bare Muenze zu nehmen, was einem Autoritaetsfiguren
verklickern wollen habe ich da durchaus gelernt. Letzteres war
allerdings vermutlich nicht beabsichtigt. Aber zur Formung der
allseits gebildeten sozialistischen Persoenlichkeit haette wohl mehr
gehoert, als das sture Auswendiglernen nach Schema Feist.

Und zum westdeutschen bzw. heutigen bundesdeutschen Bildungssystem
habe ich mangels Wissen gleich gar keine Aussage gemacht.
André Grafe
2012-11-28 23:37:35 UTC
Permalink
Post by René
Post by k***@front.ru
In der verdammten DDR war es jedem Dödel gestatte alles zu lernen.
Ah ah! Wie war das mit der Studienplatzvergabe gleich nochmal? Wer
durfte in der DDR studieren? Unter welchen Voraussetzungen?
Post by k***@front.ru
Eventuell kämen die ( das doofe Volk ) auf die Idee so was wie 1989 auch in
der freiheitlichen Bundesrepublik durchzuziehen.
Im Westen ist nicht alles schlecht :P Zum Beispiel willst du doch
sicher nicht behaupten, dass das vereinte Deutschland heute noch
allzuviel mit der dumpfen Nachkriegs-BRD gemein hat?
Post by k***@front.ru
Es ist eigentlich auch völlig egal wie des DDR Bildungssystem war.
Ich habe diesen Thread nicht angeleiert, um das Bildungssystem der DDR
anzuprangern. Lesen, schreiben, rechnen, Bio und Chemie usw., und
nicht alles fuer bare Muenze zu nehmen, was einem Autoritaetsfiguren
verklickern wollen habe ich da durchaus gelernt. Letzteres war
allerdings vermutlich nicht beabsichtigt. Aber zur Formung der
allseits gebildeten sozialistischen Persoenlichkeit haette wohl mehr
gehoert, als das sture Auswendiglernen nach Schema Feist.
Und zum westdeutschen bzw. heutigen bundesdeutschen Bildungssystem
habe ich mangels Wissen gleich gar keine Aussage gemacht.
Nun, wenn ich mir so ansehe was meine Nichten und Neffen so auf dem
Gymnasium alles nicht lernen, dann lobe ich mir meine gute alte POS.
Also stures Auswendiglernen nach Schema F habe ich an meiner POS
eigentlich nur in einem Fach erlebt, in Stabü, und da ist es heute in
Reli/Ethik/LER nicht anders. Ich habe auf der POS vor allem zwei Sachen
gelernt, erstens das Lernen, und zweitens das Denken in Zusammenhängen.
Und natürlich habe ich auf der POS viele Grundlagen erhalten, auf denen
ich dann im späteren Leben spielend aufbauen konnte. Natürlich gab es
auch in einigen anderen Fächern außer Stabü Sachen die man einfach
auswendig lernen musste, aber das waren nur die allerwichtigsten
Grundlagen, die man einfach wissen musste. Das 2+2=4 ist musste wohl
jeder irgendwann mal auswendig lernen, das geht einfach nicht anders.

André
--
André Grafe
01239Dresden 51°00'27.10 N 13°47'43.02 E
http://www.boincstats.com/signature/user_117365.gif
Karl Herrenruhe
2012-11-29 00:08:20 UTC
Permalink
"André Grafe" schrieb
Das 2+2=4 ist musste wohl jeder irgendwann mal auswendig lernen
Naja, die Wessis lernen da eben jeder was anderes, deswegen sind das auch
alle Individualisten.
k***@front.ru
2012-11-29 03:55:01 UTC
Permalink
Post by Karl Herrenruhe
"André Grafe" schrieb
Das 2+2=4 ist musste wohl jeder irgendwann mal auswendig lernen
Naja, die Wessis lernen da eben jeder was anderes, deswegen sind das auch
alle Individualisten.
Genau, jetzt kommen wir der Sache näher.
--
Irgendwann emulieren wir euch alle.
Lars Gebauer
2012-11-29 12:21:35 UTC
Permalink
Post by Karl Herrenruhe
"André Grafe" schrieb
Das 2+2=4 ist musste wohl jeder irgendwann mal auswendig lernen
Naja, die Wessis lernen da eben jeder was anderes, deswegen sind das auch
alle Individualisten.
Richtig. Und vor allem lernt auch jeder mehrere Ergebnisse, die er dann
bedarfsweise verwenden kann.
René
2012-11-29 01:37:08 UTC
Permalink
Post by André Grafe
Also stures Auswendiglernen nach Schema F habe ich an meiner POS
eigentlich nur in einem Fach erlebt, in Stabü
Und Chemie, und Bio, und Physik, und Russisch, und Englisch, und so
weiter… ihr sollt das Denken gefälligst den Pferden überlassen, die
hamm'nen größer'n Kopp! Das war alles Paukerei, nix "mit dem Schüler
zusammen den Stoff entwickeln" oder mal ne Frage stellen. Vorrattern,
nachlesen, wiederholen.
André Grafe
2012-11-29 02:17:37 UTC
Permalink
Post by René
Post by André Grafe
Also stures Auswendiglernen nach Schema F habe ich an meiner POS
eigentlich nur in einem Fach erlebt, in Stabü
Und Chemie, und Bio, und Physik, und Russisch, und Englisch, und so
weiter… ihr sollt das Denken gefälligst den Pferden überlassen, die
hamm'nen größer'n Kopp! Das war alles Paukerei, nix "mit dem Schüler
zusammen den Stoff entwickeln" oder mal ne Frage stellen. Vorrattern,
nachlesen, wiederholen.
Also mal ehrlich, Du musst echt eine seltsame Schule besucht haben,
lauter unfähige Lehrer, das kann ich einfach nicht glauben. Meine
Erfahrungen an der POS waren absolut anders. Gut, in Russisch und
Englisch war natürlich Vokabeln pauken ganz normal, aber wie willst Du
bitteschön sonst eine Fremdsprache unterrichten? Du kannst nicht einfach
alle Schüler für ein Jahr nach Russland oder England schicken um dort
die Sprache unter Muttersprachlern im Alltag zu erlernen. Aber gerade in
den naturwissenschaftlichen Fächern gab es bei uns kein Auswendiglernen,
kein stumpfes Pauken, bei uns gab es fast keine Physik- oder
Chemiestunde ohne Experiment, ohne großen Versuchsaufbau, und selbst in
Bio wurde oft genug experimentiert. Ich denke da gerade an die
Umwandlung von Stärke in Zucker durch Speichel, oh man hatte ich einen
trockenen Mund, das ganze schöne Experiment war versaut weil ich zu
wenig Spucke hatte.Und nein, ich war auf keiner Spezialschule, ich war
auf einer stinknormalen POS, auf der 54.POS in Dresden, auf der
Canalettostraße.

In meinem Bekanntenkreis und auch unter meinen Verwandten gibt es einige
Lehrer, mit DDR-Ausbildung, und die beste Freundin meiner Schwester ist
Lehrerin mit BRD-Ausbildung, ich habe mir von beiden Seiten die
Ausbildung genau beschreiben lassen, also da war die DDR-Ausbildung aber
echt um Klassen besser. So unfähige Lehrer wie sie im Westen an der
Tagesordnung sind waren in der DDR einfach undenkbar. Nicht umsonst
reißen sich die Schulen in den gebrauchten Bundesländern um Lehrer mit
DDR-Ausbildung, als meine Cousine von ihrer Schule in Ostberlin weg
wollte und ihre Fühler in den Westteil Berlins ausstreckte wurde sie mit
lukrativen Angeboten überhäuft, sie hat sich dann das beste ausgesucht.

André
--
André Grafe
01239Dresden 51°00'27.10 N 13°47'43.02 E
http://www.boincstats.com/signature/user_117365.gif
Udo Axthelm
2012-11-29 08:47:41 UTC
Permalink
Post by André Grafe
In meinem Bekanntenkreis und auch unter meinen Verwandten gibt es einige
Lehrer, mit DDR-Ausbildung, und die beste Freundin meiner Schwester ist
Lehrerin mit BRD-Ausbildung, ich habe mir von beiden Seiten die
Ausbildung genau beschreiben lassen, also da war die DDR-Ausbildung aber
echt um Klassen besser. So unfähige Lehrer wie sie im Westen an der
Tagesordnung sind waren in der DDR einfach undenkbar. Nicht umsonst
reißen sich die Schulen in den gebrauchten Bundesländern um Lehrer mit
DDR-Ausbildung, als meine Cousine von ihrer Schule in Ostberlin weg
wollte und ihre Fühler in den Westteil Berlins ausstreckte wurde sie mit
lukrativen Angeboten überhäuft, sie hat sich dann das beste ausgesucht.
André
Genau ich habe in meiner Verwandschaft drei Lehrerinen die in Beiden
Systemen unterrichtet haben und diese bevorzugen Eindeutig das DDR
Bildungssystem.Sie lehnen vor Allem die Kleinstaaterei im heutigen
Bilddungssystem ab.
Udo
k***@front.ru
2012-11-29 03:58:53 UTC
Permalink
Post by René
Post by André Grafe
Also stures Auswendiglernen nach Schema F habe ich an meiner POS
eigentlich nur in einem Fach erlebt, in Stabü
Und Chemie, und Bio, und Physik, und Russisch, und Englisch, und so
weiter… ihr sollt das Denken gefälligst den Pferden überlassen, die
hamm'nen größer'n Kopp! Das war alles Paukerei, nix "mit dem Schüler
zusammen den Stoff entwickeln" oder mal ne Frage stellen. Vorrattern,
nachlesen, wiederholen.
Hä In Chemie und Physik hast du auswendig lernen müssen??
Du musst woanders in die schule gegangen sein.
Vor allem dann solche Fragestellung wie:
Schildern sie das Induktionsprinzip mit eigenen Worten und bringen
Beispiele dafür wo es angewandt wird.
MfG
--
Irgendwann emulieren wir euch alle.
Torsten Mueller
2012-11-29 06:33:29 UTC
Permalink
Post by René
Post by André Grafe
Also stures Auswendiglernen nach Schema F habe ich an meiner POS
eigentlich nur in einem Fach erlebt, in Stabü
Und Chemie, und Bio, und Physik, und Russisch, und Englisch, und so
weiter… ihr sollt das Denken gefälligst den Pferden überlassen, die
hamm'nen größer'n Kopp! Das war alles Paukerei, nix "mit dem Schüler
zusammen den Stoff entwickeln" oder mal ne Frage stellen. Vorrattern,
nachlesen, wiederholen.
Das seh ich überhaupt nicht so. Gerade in den Naturwissenschaften nicht.
Es wird allerdings Unterschiede von Lehrer zu Lehrer, von Schule zu
Schule, übrigens auch sehr von Klasse zu Klasse gegeben haben. Man kann
als Lehrer schlicht nicht mit jeder Klasse alles machen.

T.M.
Vinzent Höfler
2012-11-29 07:04:28 UTC
Permalink
Post by René
Und Chemie, und Bio, und Physik, und
Russisch, und Englisch, und so weiter… ihr
sollt das Denken gefälligst den Pferden
überlassen, die hamm'nen größer'n Kopp! Das
war alles Paukerei, nix "mit dem Schüler
zusammen den Stoff entwickeln" oder mal ne
Frage stellen. Vorrattern, nachlesen,
wiederholen.
Kann ich nicht bestätigen.


Vinzent.
Uwe Schickedanz
2012-11-29 13:55:33 UTC
Permalink
On Thu, 29 Nov 2012 08:04:28 +0100, Vinzent Höfler
Post by Vinzent Höfler
Post by René
Und Chemie, und Bio, und Physik, und
Russisch, und Englisch, und so weiter… ihr
sollt das Denken gefälligst den Pferden
überlassen, die hamm'nen größer'n Kopp! Das
war alles Paukerei, nix "mit dem Schüler
zusammen den Stoff entwickeln" oder mal ne
Frage stellen. Vorrattern, nachlesen,
wiederholen.
Kann ich nicht bestätigen.
+1


Gruß Uwe
--
Alle Chinesen, die Tibetisch sprechen und die tibetische
Kultur respektieren, können bleiben, sofern es nicht zu viele
sind. All jene Chinesen, die der Meinung sind, dass Tibeter
stinken, sollten unser Land lieber verlassen. Dalai Lama
Boris Gerlach
2012-11-29 05:02:59 UTC
Permalink
On 11/29/12 00:37, André Grafe wrote:


[...]
Post by André Grafe
Nun, wenn ich mir so ansehe was meine Nichten und Neffen so auf dem
Gymnasium alles nicht lernen, dann lobe ich mir meine gute alte POS.
Nichten und Neffen? Eigene Brut haste nicht? Das ist nochmal was
anderes. Und mein Nachbar 75 betont immer was er in 4 Jahren Dorfschule
alles so gelernt hat. Fakt ist er hat tatsaechlich ne schoenere
Schreibschrift als ich. Frueher war alles besser.
Post by André Grafe
Also stures Auswendiglernen nach Schema F habe ich an meiner POS
eigentlich nur in einem Fach erlebt, in Stabü, und da ist es heute in
Reli/Ethik/LER nicht anders.
Sehe ich nicht so. Erstens sind diese Faecher in vielen Bundeslaendern
Wahlpflichtfaecher und zweitens, wer will Dir dort nun Schema F
einpauken?? Und mit welchen Machtmitteln? Es gibt keine.
Den Reli Unterricht macht hier teils der oertliche evang. Pfarrer.
Er muss sich allein in unserem kleinen Dorf mit 6 Konfessionen
rumaergern. Nicht die Atheisten und ungetauften Ossis wie wir oder
mit den Moslems sondern mit NeUapostolen, Jehovas Zeugen, Methodisten,
Katholen, Pietisten, und und und.
Wuerde der da Schema F vermitteln wollen wuerde er auf dem Dorfplatz
gelyncht und geteert und gefedert werden. Der muss gaaaanz vorsichtig
sein.
Post by André Grafe
Ich habe auf der POS vor allem zwei Sachen
gelernt, erstens das Lernen, und zweitens das Denken in Zusammenhängen.
Und genau das glaube ich Dir nicht.
Post by André Grafe
Und natürlich habe ich auf der POS viele Grundlagen erhalten, auf denen
ich dann im späteren Leben spielend aufbauen konnte. Natürlich gab es
auch in einigen anderen Fächern außer Stabü Sachen die man einfach
auswendig lernen musste, aber das waren nur die allerwichtigsten
Grundlagen, die man einfach wissen musste. Das 2+2=4 ist musste wohl
jeder irgendwann mal auswendig lernen, das geht einfach nicht anders.
Ich habe die POS als eine engstirnige Zoeglingsanstalt erlebt
in der es drauf an kam das FDJ Hemd in den Hosenbund reinzustecken
damit die Pruefungsnoten besser wuerden. Staendige Gaengelung mit
ideologisierten Lehrern. Klippschule und soz, Katechismus.
Untertanen des soz. Regimes sollten gezuechtet werden.
Das ists was ich da als normalen Umgang dort gesehen habe.
Ich bin froh, dass meine Kinder hier in BaWue das Gymnasium besuchen
und zwar ohne sich vorher bei der Bundeswehr zu mehrjaehrigem
Kriegsdienst verpflichten zu muessen.

BGE
Gerald Endres
2012-11-29 08:43:11 UTC
Permalink
Post by Boris Gerlach
Ich habe die POS als eine engstirnige Zoeglingsanstalt erlebt
in der es drauf an kam das FDJ Hemd in den Hosenbund reinzustecken
damit die Pruefungsnoten besser wuerden. Staendige Gaengelung mit
ideologisierten Lehrern. Klippschule und soz, Katechismus.
Untertanen des soz. Regimes sollten gezuechtet werden.
Das ists was ich da als normalen Umgang dort gesehen habe.
Ich bin froh, dass meine Kinder hier in BaWue das Gymnasium besuchen
und zwar ohne sich vorher bei der Bundeswehr zu mehrjaehrigem
Kriegsdienst verpflichten zu muessen.
Mir fällt auch auf, dass die Verteidiger der DDR-Schule jedesmal
konsequent nur von Mathe, Biologie, Physik und Chemie reden. Für mich
gehören zu einer soliden Schulbildung aber auch Deutsch*, Geschichte,
Philosophie, Politik, Geografie, Sprachen.
Davon schweigt der Lobredner Höflichkeit - als hätte es nur Stabü
gegeben.

Zeichensetzung, Satzbau und Rechtschreibung vieler, die hier posten,
lassen mich auch erheblich an der Qualität der höheren
DDR-Schulbildung zweifeln. Das kann aber auch daran liegen, dass die
meisten der Poster hier aus der naturwissenschaftlich-technischen
Richtung kommen. Dem Inschenör ist nicht zu schwör, außer der
Grammatik

Gruß
Gerald
Torsten Mueller
2012-11-29 08:57:44 UTC
Permalink
Für mich gehören zu einer soliden Schulbildung aber auch Deutsch*,
Geschichte, Philosophie, Politik, Geografie, Sprachen.
Das Fach Geografie war in der DDR vorbildlich (!) und eigentlich völlig
ideologiefrei. Ich zehre heute noch davon! Der Bundesbürger (auch
Schweizer) kann oft nicht einmal mit den Himmelrichtungen umgehen,
geschweige denn eine Karte vernünftig lesen.
Zeichensetzung, Satzbau und Rechtschreibung vieler, die hier posten,
lassen mich auch erheblich an der Qualität der höheren
DDR-Schulbildung zweifeln. Das kann aber auch daran liegen, dass die
meisten der Poster hier aus der naturwissenschaftlich-technischen
Richtung kommen. Dem Inschenör ist nicht zu schwör, außer der
Grammatik
Das Gegenteil ist der Fall! Ist Dir eigentlich klar, wie streng die
Regeln in der DDR waren? In einem Diktat über anderthalb A4-Seiten gab
es pro Fehler eine ganze Note Abzug. Fünf Fehler und die Fünf stand im
Klassenbuch. Ich ernte heute nur Kopfschütteln, wenn ich das erzähle.

T.M.
Gerald Endres
2012-11-29 09:16:32 UTC
Permalink
Post by Torsten Mueller
Das Gegenteil ist der Fall! Ist Dir eigentlich klar, wie streng die
Regeln in der DDR waren? In einem Diktat über anderthalb A4-Seiten gab
es pro Fehler eine ganze Note Abzug. Fünf Fehler und die Fünf stand im
Klassenbuch. Ich ernte heute nur Kopfschütteln, wenn ich das erzähle.
Und du meinst nicht, das gehört in die Kategorie "Pauken"?

Schlechte Schule erkennt man unter anderem daran, dass sie Fehler
zählt, statt eigenständige Leistungen zu belohnen.

(Ich mit meinem Abitur eines altsprachlichen bayerischen Gymnasiums
konnte auch nicht gleich erkennen, was die Absolventen der
nordrhein-westfälischen reformierten Oberstufe gelernt hatten)

Gruß
Gerald
Torsten Mueller
2012-11-29 10:11:37 UTC
Permalink
Post by Gerald Endres
Post by Torsten Mueller
Das Gegenteil ist der Fall! Ist Dir eigentlich klar, wie streng die
Regeln in der DDR waren? In einem Diktat über anderthalb A4-Seiten
gab es pro Fehler eine ganze Note Abzug. Fünf Fehler und die Fünf
stand im Klassenbuch. Ich ernte heute nur Kopfschütteln, wenn ich
das erzähle.
Und du meinst nicht, das gehört in die Kategorie "Pauken"?
Wie willst Du Rechtschreibung (eine Anhäufung lauter Willkürlichkeiten
also) anders lernen? Man muß ja die Leistung irgendwie bewerten.
Post by Gerald Endres
Schlechte Schule erkennt man unter anderem daran, dass sie Fehler
zählt, statt eigenständige Leistungen zu belohnen.
Ja, aber kreative Rechtschreibung, _ist_ keine eigenständige Leistung.

Eine gute Schule fordert nicht zuletzt eigenständige Leistungen. Und ich
glaube, da braucht sich Margots POS mit ihrem Umfeld (Sportgruppen,
Arbeitsgemeinschaften, MMM-Bewegung usw.) überhaupt nicht zu verstecken.
Die Defizite der POS lagen an anderer Stelle, vor allem in der
ideologischen Verzerrung wichtiger Fächer, vor allem Geschichte und
Staatsbürgerkunde, auch Literatur, sowie dem Fehlen jeglicher
Philosophie [1] und Medienkompetenz.

Was heute oft genannt wird: mangelnde Differenzierung, also daß alle
einheitlich und auch als Kollektiv bis zur 10.Klasse kamen, halte ich
hingegen nicht für einen Mangel. Ich kann nicht sagen, daß ich je eine
Behinderung dadurch gespürt hätte, daß einige nicht nachkamen, ganz im
Gegenteil, die haben ganz wesentlich davon profitiert, daß andere
schneller dachten und paar gescheite Fragen gestellt haben. Und das
zehnjährige Bestehen einer Klasse, oft vorher schon im Kindergarten und
später in Teilen noch weiter an der EOS, war ein großer Gewinn.

T.M.

[1] Und nein, das bißchen Hegel, Feuerbach, Marx, Engels, Lenin schon
nicht mehr - einzelne, immer und immer wieder zitierte Sätze - kann als
philosophisches Fundament nicht bestehen
Marcus Boot
2012-11-29 14:19:27 UTC
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"Torsten Mueller" schrieb
Post by Torsten Mueller
Post by Gerald Endres
Und du meinst nicht, das gehört in die Kategorie "Pauken"?
Wie willst Du Rechtschreibung (eine Anhäufung lauter Willkürlichkeiten
also) anders lernen? Man muß ja die Leistung irgendwie bewerten.
für ihn gibts die neue Rechts-Schreibung
Gerald Endres
2012-11-29 14:59:33 UTC
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Post by Marcus Boot
für ihn gibts die neue Rechts-Schreibung
Weißt du eigentlich, dass der Kult um die korrekte Schreibweise von
Wörtern eine Erfindung der Bourgeoisie ist, die sich damit sowohl vom
Adel, der schrieb, wie es ihm passte, als auch vom dummen Pöbel als
gebildet absetzen wollte?
k***@front.ru
2012-11-29 18:55:36 UTC
Permalink
Post by Gerald Endres
Post by Marcus Boot
für ihn gibts die neue Rechts-Schreibung
Weißt du eigentlich, dass der Kult um die korrekte Schreibweise von
Wörtern eine Erfindung der Bourgeoisie ist, die sich damit sowohl vom
Adel, der schrieb, wie es ihm passte, als auch vom dummen Pöbel als
gebildet absetzen wollte?
Ach das wurde erwähnt .
--
Irgendwann emulieren wir euch alle.
Gerald Endres
2012-11-29 19:39:18 UTC
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Post by Marcus Boot
für ihn gibts die neue Rechts-Schreibung
Du hast was nicht verstanden. Ich bin nicht gegen Rechtschreibung. Sie
ist sinnvoll für die gute Lesbarkeit eines Textes. Ich habe aber
erheblich was dagegen, dass sie in der Schule völlig überbetont und in
der Notengebung überbewertet wird. Rechtschreibung hat nichts mit
Sprachverständnis und Ausdrucksfähigkeit zu tun und ist außerdem sehr
stark eine Sache der Begabung, die sonst wenig mit den intellektuellen
Fähigkeiten eines Kindes zu tun hat. Für die benachteiligten Kinder
heißt das pauken, pauken, pauken, was anderen zufliegt, bis sie dann
auf der schulischen Stufe angekommen sind, auf der keine Diktate mehr
geschrieben werden und die tatsächlichen intellektuellen Fähigkeiten
zählen. Diese Rechtschreibschwäche, wenn's keine Legasthenie ist, gibt
sich übrigens mit der Zeit von selbst. Bis dahin haben aber viele
Kinder in der Schule angeblich vesagt.
Guido Grohmann
2012-11-29 18:25:57 UTC
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Post by Torsten Mueller
Eine gute Schule fordert nicht zuletzt eigenständige Leistungen. Und ich
glaube, da braucht sich Margots POS mit ihrem Umfeld (Sportgruppen,
Arbeitsgemeinschaften, MMM-Bewegung usw.) überhaupt nicht zu verstecken.
Die Defizite der POS lagen an anderer Stelle, vor allem in der
ideologischen Verzerrung wichtiger Fächer, vor allem Geschichte und
Staatsbürgerkunde, auch Literatur, sowie dem Fehlen jeglicher
Philosophie [1] und Medienkompetenz.
Auf den Punkt - genau so sehe ich das auch. Ich sehe übrigens
Staatsbürgerkunde an sich im Nachhinein durchaus als nützliches Fach an.
Post by Torsten Mueller
Was heute oft genannt wird: mangelnde Differenzierung, also daß alle
einheitlich und auch als Kollektiv bis zur 10.Klasse kamen, halte ich
hingegen nicht für einen Mangel. Ich kann nicht sagen, daß ich je eine
Behinderung dadurch gespürt hätte, daß einige nicht nachkamen, ganz im
Gegenteil, die haben ganz wesentlich davon profitiert, daß andere
schneller dachten und paar gescheite Fragen gestellt haben. Und das
zehnjährige Bestehen einer Klasse, oft vorher schon im Kindergarten und
später in Teilen noch weiter an der EOS, war ein großer Gewinn.
Ich muß sagen, daß es doch schon hinderlich war, daß man sich nur 2
Jahre auf das neue Leistungsniveau der Abiturstufe einstellen konnte.
Die frühere Lösung, bei der nach der 8. Klasse selektiert wurde, hätte
ich lieber erlebt. Ich hatte wohl zuviel "Null-Bock-Bremsen" in der
POS-Klasse.

Guido
Xsaver Malloth
2012-11-29 18:27:01 UTC
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"Guido Grohmann" schrieb
Ich muß sagen, daß es doch schon hinderlich war, daß man sich nur 2 Jahre
auf das neue Leistungsniveau der Abiturstufe einstellen konnte.
Es gab auch Berufsausbildung mit Abitur, die mussten da auch durch und es
ging plus Facharbeiterbrief.
Guido Grohmann
2012-11-29 18:46:26 UTC
Permalink
Post by Xsaver Malloth
"Guido Grohmann" schrieb
Post by Guido Grohmann
Ich muß sagen, daß es doch schon hinderlich war, daß man sich nur 2
Jahre auf das neue Leistungsniveau der Abiturstufe einstellen konnte.
Es gab auch Berufsausbildung mit Abitur, die mussten da auch durch und
es ging plus Facharbeiterbrief.
Da wurden aber Abstriche gemacht - die hatten nicht alle Fächer (manche
brauchten sie auch einfach nicht - wie WPA). Und richtig, Beruf mit
Abitur war durchaus härter als das normale Abi.

Guido
Peter Veith
2012-11-29 20:07:31 UTC
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Post by Guido Grohmann
Post by Xsaver Malloth
"Guido Grohmann" schrieb
Post by Guido Grohmann
Ich muß sagen, daß es doch schon hinderlich war, daß man sich nur 2
Jahre auf das neue Leistungsniveau der Abiturstufe einstellen konnte.
Es gab auch Berufsausbildung mit Abitur, die mussten da auch durch und
es ging plus Facharbeiterbrief.
Da wurden aber Abstriche gemacht - die hatten nicht alle Fächer (manche
brauchten sie auch einfach nicht - wie WPA). Und richtig, Beruf mit
Abitur war durchaus härter als das normale Abi.
Nun ja, "wir" :-D hatten bei der BA die fünf-Tage-Woche und sogar
Lehrlingsgeld. Nachteil: Nur Urlaubstage in den Schulferien und da
Urlaubstage weniger als Ferientage waren, mußte an den übrigen Tagen
gearbeitet werden. Das eine Jahr länger (13 statt 12 Schuljahre) wurde
m.W. von keinem als Belastung empfunden.

An Fächern fehlten wohl regelmäßig die gleichen, wie bei der
ein-Jahres-Hochschulreife oder teilw. VHS: Biologie, Musik und Kunst.
Nichts für die Burg Giebichenstein, wie eine Klassenkameradin erfahren
mußte, aber sonst nie ein Problem.

Vereinfacht wurde die spätere Entwicklung dadurch, daß bestimmte
Hochschulen ein "Abo" auf Berufsrichtungen hatten. So sollte die
Absolventen der BBS Kalinin vorrangig an der TU Merseburg studieren,
entsprechend eng war die Kooperation. Vorsorglich: Natürlich war das
kein Zwang, neben den BOB wurde "überall", Sofia inkl., studiert, die
Masse jedoch blieb vor Ort, hier in Merseburg. Das änderte sich erst ab
1990 ...

Als "härter" würde ich die BA gegenüber der EOS nicht bezeichnen, nur
"anders".

[OT - Abi in der BRD]
Hier wurde der Schulstoff von 13 Jahren komplett in 12 Jahre gequetscht,
ohne Abstriche oder Samstagsunterricht! Wer es schafft, ok, wer nicht,
Pech gehabt :(

BTW Das 13. Schuljahr war bei der US-Amerikanisierung des
Bildungssystems als "4." Bachelorjahr gedacht, was wohl die Amis nach
dem letzten Highschooljahr als Orientierungsjahr haben. Das fehlt den
"12-Jährigen" und damit wird ihr Bachelor in GB und USA nicht anerkannt
... Dilettantismus kommt eben immer noch als Krönung oben auf :(

Ob handwerkliche Fähigkeiten, wie Abkanten, Biegen und Brennschneiden
wirklich an einer Universität beigebracht werden müssen, wie heutzutage,
wird nicht nur von mir angezweifelt ... nur, wo sollen die zukünftigen
Maschinenbauer heute sonst Grundkenntnisse darüber erhalten?

Veith
--
Geschichte(n), Strukturen & Bilder der LSK/LV
http://www.DDR-Luftwaffe.de
René
2012-11-29 20:47:48 UTC
Permalink
Post by Peter Veith
[OT - Abi in der BRD]
Hier wurde der Schulstoff von 13 Jahren komplett in 12 Jahre gequetscht,
ohne Abstriche oder Samstagsunterricht! Wer es schafft, ok, wer nicht,
Pech gehabt :(
BTW Das 13. Schuljahr war bei der US-Amerikanisierung des
Bildungssystems als "4." Bachelorjahr gedacht, was wohl die Amis nach
dem letzten Highschooljahr als Orientierungsjahr haben.
Du wirfst da meiner Meinung ganz feste was durcheinander. Oder ich
verstehe dich falsch. Oder das neudeutsche System der hoeheren Bildung
ist beknackter als bisher von mir angenommen. Hier eine huebsche
Grafik:

http://en.wikipedia.org/wiki/File:Education_in_the_United_States.svg

Bachelor gibts in den USA nach Abschluss einer vierjaehrigen College-
Ausbildung.
Boris Gerlach
2012-11-29 20:44:35 UTC
Permalink
"Guido Grohmann" schrieb
Post by Guido Grohmann
Ich muß sagen, daß es doch schon hinderlich war, daß man sich nur 2
Jahre auf das neue Leistungsniveau der Abiturstufe einstellen konnte.
Es gab auch Berufsausbildung mit Abitur, die mussten da auch durch und
es ging plus Facharbeiterbrief.
In einer Stadt wie Schwedt/Oder 54000 Einnwohner gabs genau
zwei dieser Ausbildungsklassen. Eine im PCK und eine
in den VEB Papier und Kartonwerken Schwedt, Das waren also ca
60 Leute. Von jeder der ca 15 Schulen durften da also 4 Leute das
machen. Nun noch wie immer die pol. Durchsiebung und die Beziehungen
und dann weisste ungefaehr, wie Deine Chance stand an sowas
(Beruf mit Abi) ranzukommen. Die war gleich Null fuer Otto Normal.

BGE
k***@front.ru
2012-11-29 18:54:49 UTC
Permalink
Post by Guido Grohmann
Post by Torsten Mueller
Eine gute Schule fordert nicht zuletzt eigenständige Leistungen. Und ich
glaube, da braucht sich Margots POS mit ihrem Umfeld (Sportgruppen,
Arbeitsgemeinschaften, MMM-Bewegung usw.) überhaupt nicht zu verstecken.
Die Defizite der POS lagen an anderer Stelle, vor allem in der
ideologischen Verzerrung wichtiger Fächer, vor allem Geschichte und
Staatsbürgerkunde, auch Literatur, sowie dem Fehlen jeglicher
Philosophie [1] und Medienkompetenz.
Auf den Punkt - genau so sehe ich das auch. Ich sehe übrigens
Staatsbürgerkunde an sich im Nachhinein durchaus als nützliches Fach an.
Post by Torsten Mueller
Was heute oft genannt wird: mangelnde Differenzierung, also daß alle
einheitlich und auch als Kollektiv bis zur 10.Klasse kamen, halte ich
hingegen nicht für einen Mangel. Ich kann nicht sagen, daß ich je eine
Behinderung dadurch gespürt hätte, daß einige nicht nachkamen, ganz im
Gegenteil, die haben ganz wesentlich davon profitiert, daß andere
schneller dachten und paar gescheite Fragen gestellt haben. Und das
zehnjährige Bestehen einer Klasse, oft vorher schon im Kindergarten und
später in Teilen noch weiter an der EOS, war ein großer Gewinn.
Ich muß sagen, daß es doch schon hinderlich war, daß man sich nur 2
Jahre auf das neue Leistungsniveau der Abiturstufe einstellen konnte.
Die frühere Lösung, bei der nach der 8. Klasse selektiert wurde, hätte
ich lieber erlebt. Ich hatte wohl zuviel "Null-Bock-Bremsen" in der
POS-Klasse.
Guido
Stauen, Ist das mal weggefallen?
Also bei uns wurde noch nach der 7. Gewechselt.
Aber im Prinzip konnte man auch nach der 10. Wechseln, es wurde aber
aufgrund des Leistungssprunges nicht empfohlen.

MfG
--
Irgendwann emulieren wir euch alle.
Guido Grohmann
2012-11-29 19:54:17 UTC
Permalink
Post by k***@front.ru
Post by Guido Grohmann
Ich muß sagen, daß es doch schon hinderlich war, daß man sich nur 2
Jahre auf das neue Leistungsniveau der Abiturstufe einstellen konnte.
Die frühere Lösung, bei der nach der 8. Klasse selektiert wurde, hätte
ich lieber erlebt. Ich hatte wohl zuviel "Null-Bock-Bremsen" in der
POS-Klasse.
Guido
Stauen, Ist das mal weggefallen?
Also bei uns wurde noch nach der 7. Gewechselt.
Jetzt verunsicherst du mich etwas. Ich würde sagen, früher waren sie 2
Jahre länger auf der EOS und so komme ich auf die 8, Klasse.
Post by k***@front.ru
Aber im Prinzip konnte man auch nach der 10. Wechseln, es wurde aber
aufgrund des Leistungssprunges nicht empfohlen.
Ja, das war auch möglich.
Post by k***@front.ru
MfG
Uwe Schickedanz
2012-11-29 13:57:07 UTC
Permalink
Post by Gerald Endres
Post by Torsten Mueller
Das Gegenteil ist der Fall! Ist Dir eigentlich klar, wie streng die
Regeln in der DDR waren? In einem Diktat über anderthalb A4-Seiten gab
es pro Fehler eine ganze Note Abzug. Fünf Fehler und die Fünf stand im
Klassenbuch. Ich ernte heute nur Kopfschütteln, wenn ich das erzähle.
Und du meinst nicht, das gehört in die Kategorie "Pauken"?
Schlechte Schule erkennt man unter anderem daran, dass sie Fehler
zählt, statt eigenständige Leistungen zu belohnen.
Eigenständige Leistungen beim Diktat? Wie soll das aussehen?

Gruß Uwe
--
Alle Chinesen, die Tibetisch sprechen und die tibetische
Kultur respektieren, können bleiben, sofern es nicht zu viele
sind. All jene Chinesen, die der Meinung sind, dass Tibeter
stinken, sollten unser Land lieber verlassen. Dalai Lama
Lars Gebauer
2012-11-29 14:17:46 UTC
Permalink
Post by Uwe Schickedanz
Post by Gerald Endres
Post by Torsten Mueller
Das Gegenteil ist der Fall! Ist Dir eigentlich klar, wie streng die
Regeln in der DDR waren? In einem Diktat über anderthalb A4-Seiten gab
es pro Fehler eine ganze Note Abzug. Fünf Fehler und die Fünf stand im
Klassenbuch. Ich ernte heute nur Kopfschütteln, wenn ich das erzähle.
Und du meinst nicht, das gehört in die Kategorie "Pauken"?
Schlechte Schule erkennt man unter anderem daran, dass sie Fehler
zählt, statt eigenständige Leistungen zu belohnen.
Eigenständige Leistungen beim Diktat? Wie soll das aussehen?
Kreative Grammatik und Orthographie sehe ich genug. Extra deswegen gab's
'ne Rechtschreibreform. Das Tanzen des eigenen Namens gehört bestimmt
auch dazu.
Torsten Mueller
2012-11-29 14:46:02 UTC
Permalink
Post by Lars Gebauer
Kreative Grammatik und Orthographie sehe ich genug. Extra deswegen
gab's 'ne Rechtschreibreform.
Die Rechtschreibreform gab's aus Gründen des Profilierungsstrebens
einzelner Weltverbesserer, ohne jede Not, aber mit neuem deutschen
Selbstbewußtsein. Und darin war sie wegweisend. Begünstigend wirkte sich
aus, daß in der zweiten Hälfte der 90er, also nach mehreren Jahren
euphorischer Jetzt-wird-endlich-alles-gut-Dynamik, eine
Diskussionskultur etabliert war, bei der schlicht jeder zu allem seinen
Senf dazuplappern konnte.

Es gibt immer wieder solche Stilbüten. Hier in CH will man laufend die
sog. "Schnürlischrift" (Schreibschrift) abschaffen. Die Kinder lernen
dann entweder in Druckschrift oder in einer merkwürdigen Mischform
schreiben, bis sie den Scheißdreck natürlich irgendwann ganz seinlassen.
Und immer, wenn ein Kanton so ein wirklich sinnloses Experiment
durchgeführt und die Ergebnisse als negativ befunden hat, fängt der
nächste mit diesem Quatsch an. - Das sind typische Wohlstands- und
Luxuserscheinungen, wenn zu viele Kapazitäten da sind und man nicht
weiß, was damit anstellen.

T.M.
Gerald Endres
2012-11-29 14:59:33 UTC
Permalink
Post by Uwe Schickedanz
Eigenständige Leistungen beim Diktat? Wie soll das aussehen?
Verzicht auf Diktatschreiben.
Uwe Schickedanz
2012-11-29 17:22:06 UTC
Permalink
Post by Gerald Endres
Post by Uwe Schickedanz
Eigenständige Leistungen beim Diktat? Wie soll das aussehen?
Verzicht auf Diktatschreiben.
Du bist wohl eher dafür, daß jedes Individuum seine ganz individuelle
Rechtschreibung pflegt?

Gruß Uwe
--
Alle Chinesen, die Tibetisch sprechen und die tibetische
Kultur respektieren, können bleiben, sofern es nicht zu viele
sind. All jene Chinesen, die der Meinung sind, dass Tibeter
stinken, sollten unser Land lieber verlassen. Dalai Lama
Marcus Boot
2012-11-29 17:36:09 UTC
Permalink
"Uwe Schickedanz" schrieb
Post by Uwe Schickedanz
Post by Gerald Endres
Post by Uwe Schickedanz
Eigenständige Leistungen beim Diktat? Wie soll das aussehen?
Verzicht auf Diktatschreiben.
Du bist wohl eher dafür, daß jedes Individuum seine ganz individuelle
Rechtschreibung pflegt?
... seine individuelle Dummheit - jeder hat das Recht ein Idiot zu sein!
k***@front.ru
2012-11-29 18:50:49 UTC
Permalink
Post by Gerald Endres
Post by Torsten Mueller
Das Gegenteil ist der Fall! Ist Dir eigentlich klar, wie streng die
Regeln in der DDR waren? In einem Diktat über anderthalb A4-Seiten gab
es pro Fehler eine ganze Note Abzug. Fünf Fehler und die Fünf stand im
Klassenbuch. Ich ernte heute nur Kopfschütteln, wenn ich das erzähle.
Und du meinst nicht, das gehört in die Kategorie "Pauken"?
Schlechte Schule erkennt man unter anderem daran, dass sie Fehler
zählt, statt eigenständige Leistungen zu belohnen.
was regst du dich dann über die Kommasetzung von anderen auf??
Alles eigene kreative Leistungen. :)
Jaja Vokabeln pauken und noch dazu russisch, war blindes Pauken.

Aber das war eben nixcht alles.
( Nur mal ne frage muss man heutzutage für Fremdsprachen keine Vokabeln
mehr lernen??? macht bestimmt alles Google.
Post by Gerald Endres
(Ich mit meinem Abitur eines altsprachlichen bayerischen Gymnasiums
konnte auch nicht gleich erkennen, was die Absolventen der
nordrhein-westfälischen reformierten Oberstufe gelernt hatten)
Und das findest du gut oder richtig??
Post by Gerald Endres
Gruß
Gerald
MfG
--
Irgendwann emulieren wir euch alle.
Gerald Endres
2012-11-29 20:16:40 UTC
Permalink
Post by k***@front.ru
was regst du dich dann über die Kommasetzung von anderen auf??
Kommasetzung hat was mit dem Verständnis für Sprachstruktur zu tun,
Rechtschreibung kann man nur auswendig lernen, da gibt's nix zu
verstehen.
Florian Ritter
2012-11-29 09:56:06 UTC
Permalink
Post by Torsten Mueller
Post by Gerald Endres
Zeichensetzung, Satzbau und Rechtschreibung vieler, die hier posten,
lassen mich auch erheblich an der Qualität der höheren
DDR-Schulbildung zweifeln. Das kann aber auch daran liegen, dass die
meisten der Poster hier aus der naturwissenschaftlich-technischen
Richtung kommen. Dem Inschenör ist nicht zu schwör, außer der
Grammatik
Das Gegenteil ist der Fall! Ist Dir eigentlich klar, wie streng die
Regeln in der DDR waren? In einem Diktat über anderthalb A4-Seiten gab
es pro Fehler eine ganze Note Abzug. Fünf Fehler und die Fünf stand im
Klassenbuch. Ich ernte heute nur Kopfschütteln, wenn ich das erzähle.
Erzähl'n kannste uns ville, wirst allein via facti widerlegt, indem
die diesgrupps dokumentierten Äußerungen von Absolventen der so
bejubelten Polytechn. Schule mich zweyffeln machen, ob, wenn ja wie,
die Schreibenden die Mittlere Reife erreicht haben - FR
Karl Herrenruhe
2012-11-29 14:21:33 UTC
Permalink
"Florian Ritter" schrieb
Post by Florian Ritter
Erzähl'n kannste uns ville, wirst allein via facti widerlegt, indem
die diesgrupps dokumentierten Äußerungen von Absolventen der so
bejubelten Polytechn. Schule mich zweyffeln machen, ob, wenn ja wie,
die Schreibenden die Mittlere Reife erreicht haben - FR
Es haben etliche Tests bereits nachgewiesen, das die Ossi besser Lesen,
Schreiben und Rechnen konnten als gleichaltrige Wessis, einfach, weil sie es
lernten, wo der Wessi gammelt!
Lars Gebauer
2012-11-29 14:32:47 UTC
Permalink
Post by Karl Herrenruhe
"Florian Ritter" schrieb
Post by Florian Ritter
Erzähl'n kannste uns ville, wirst allein via facti widerlegt, indem
die diesgrupps dokumentierten Äußerungen von Absolventen der so
bejubelten Polytechn. Schule mich zweyffeln machen, ob, wenn ja wie,
die Schreibenden die Mittlere Reife erreicht haben - FR
Es haben etliche Tests bereits nachgewiesen, das die Ossi besser Lesen,
Schreiben und Rechnen konnten als gleichaltrige Wessis, einfach, weil sie es
lernten, wo der Wessi gammelt!
Ach watt. Der Wessi hat da eigenständige Leistungen hervorgebracht.
Marcus Boot
2012-11-29 17:37:04 UTC
Permalink
"Lars Gebauer" schrieb
Post by Lars Gebauer
Ach watt. Der Wessi hat da eigenständige Leistungen hervorgebracht.
... bis zur Mittelstufe in Windeln zu sch... ?
k***@front.ru
2012-11-29 18:46:19 UTC
Permalink
Post by Florian Ritter
Post by Torsten Mueller
Post by Gerald Endres
Zeichensetzung, Satzbau und Rechtschreibung vieler, die hier posten,
lassen mich auch erheblich an der Qualität der höheren
DDR-Schulbildung zweifeln. Das kann aber auch daran liegen, dass die
meisten der Poster hier aus der naturwissenschaftlich-technischen
Richtung kommen. Dem Inschenör ist nicht zu schwör, außer der
Grammatik
Das Gegenteil ist der Fall! Ist Dir eigentlich klar, wie streng die
Regeln in der DDR waren? In einem Diktat über anderthalb A4-Seiten gab
es pro Fehler eine ganze Note Abzug. Fünf Fehler und die Fünf stand im
Klassenbuch. Ich ernte heute nur Kopfschütteln, wenn ich das erzähle.
Erzähl'n kannste uns ville, wirst allein via facti widerlegt, indem
die diesgrupps dokumentierten Äußerungen von Absolventen der so
bejubelten Polytechn. Schule mich zweyffeln machen, ob, wenn ja wie,
die Schreibenden die Mittlere Reife erreicht haben - FR
Ich nehme mal an, das du in der Neuzeit keine Bewerbungen für eine
Facharbeiterlehrstelle lesen musstest.

MfG
--
Irgendwann emulieren wir euch alle.
Xsaver Malloth
2012-11-29 19:05:32 UTC
Permalink
schrieb im Newsbeitrag
Post by k***@front.ru
Ich nehme mal an, das du in der Neuzeit keine Bewerbungen für eine
Facharbeiterlehrstelle lesen musstest.
da reicht eBay - ob das wirklich alles Ausländer sind, die da so gebrochen
Deutsch schreiben?
k***@front.ru
2012-11-29 18:43:39 UTC
Permalink
Post by Torsten Mueller
Für mich gehören zu einer soliden Schulbildung aber auch Deutsch*,
Geschichte, Philosophie, Politik, Geografie, Sprachen.
Das Fach Geografie war in der DDR vorbildlich (!) und eigentlich völlig
ideologiefrei. Ich zehre heute noch davon! Der Bundesbürger (auch
Schweizer) kann oft nicht einmal mit den Himmelrichtungen umgehen,
geschweige denn eine Karte vernünftig lesen.
Zeichensetzung, Satzbau und Rechtschreibung vieler, die hier posten,
lassen mich auch erheblich an der Qualität der höheren
DDR-Schulbildung zweifeln. Das kann aber auch daran liegen, dass die
meisten der Poster hier aus der naturwissenschaftlich-technischen
Richtung kommen. Dem Inschenör ist nicht zu schwör, außer der
Grammatik
Das Gegenteil ist der Fall! Ist Dir eigentlich klar, wie streng die
Regeln in der DDR waren? In einem Diktat über anderthalb A4-Seiten gab
es pro Fehler eine ganze Note Abzug. Fünf Fehler und die Fünf stand im
Klassenbuch. Ich ernte heute nur Kopfschütteln, wenn ich das erzähle.
T.M.
Auf 1000 Wörter ein Fehler war im IFL die Norm um die Prüfung zu Schaffen.
Wir hatten Geo bei unserem Klassenlehrer.
Der hat bei einem Wandertag mal gezeigt wie man eine Karte einnordet.
Bringt heute kaum noch jemand, bekommt man als Antwort warum, habe doch Navi
oder ein Ipad.
Aber generell:
Die Schule in der DDR hieß eben bis zum Abitur
"Politechnisch allgemeinbildende Schule".
Ein abwählen von Fächern war da nicht vorgesehen.

Genau der Teil, das Allgemeinbildende und das Polytechnische hätte den
Finnen ja so gefallen.
Zu mindestens schruben das mehrere Pädagogische Fachzeitungen in der DDR.
( Die lagen am IFL so rum, und man wurde sogar genötigt da einen Blick rein
zu werfen.)
--
Irgendwann emulieren wir euch alle.
Gerald Endres
2012-11-29 20:16:40 UTC
Permalink
Post by k***@front.ru
Genau der Teil, das Allgemeinbildende und das Polytechnische hätte den
Finnen ja so gefallen.
Zu mindestens schruben das mehrere Pädagogische Fachzeitungen in der DDR.
( Die lagen am IFL so rum, und man wurde sogar genötigt da einen Blick rein
zu werfen.)
Ach, dann wissen wir ja endlich, woher das Gerücht kommt, das so gerne
kolpotiert wird. Pädagogische Zeitschriften der DDR haben geschrieben:
"Finnische Delegationen fanden unser Schulwesen toll."
Peter Veith
2012-11-29 20:28:36 UTC
Permalink
Post by Gerald Endres
Post by k***@front.ru
Genau der Teil, das Allgemeinbildende und das Polytechnische hätte den
Finnen ja so gefallen.
Zu mindestens schruben das mehrere Pädagogische Fachzeitungen in der DDR.
( Die lagen am IFL so rum, und man wurde sogar genötigt da einen Blick rein
zu werfen.)
Ach, dann wissen wir ja endlich, woher das Gerücht kommt, das so gerne
"Finnische Delegationen fanden unser Schulwesen toll."
Endlich kommen wir wieder zum wesentlichen Punkt: Stimmt das überhaupt.

ich wiederhole mein "Arbeitspapier" dazu: M.E. taucht der
DDR-Finnland-Vergleich erst mit "PISA" (2001) auf... kurz: Ich glaube
nicht, daß das _ursprünglich_ von "DDR-Verteidigern" kam.

Ein Indiz: »Im Zeitungsartikel der F.A.Z. vom Samstag dem 09.02.2002
heißt es auf Seite drei: „[…] die finnische Einheitsschule (nach dem
Modell der DDR-Einheitsschule) […]“. Der Vergleich mit der DDR wird zwar
nur in der Klammer ausgeführt, aber die Behauptung ist auch in diesem
Artikel integriert. In vielen Artikeln die nach der Veröffentlichung der
PISA-Ergebnisse 2001 und nachdem die Finnen mit ihren guten Abschneiden
auf sich aufmerksam gemacht haben, erschienen sind, ist die Bezugnahme
zur DDR allgegenwärtig.«
<http://www.hausarbeiten.de/faecher/vorschau/74252.html>

Veith
--
Geschichte(n), Strukturen & Bilder der LSK/LV
http://www.DDR-Luftwaffe.de
René
2012-11-29 20:37:58 UTC
Permalink
Genau der Teil,  das Allgemeinbildende und das Polytechnische h tte den
Finnen ja so gefallen.
Zu mindestens schruben das mehrere P dagogische Fachzeitungen in der DDR.
( Die lagen am IFL so rum, und man wurde sogar gen tigt da einen Blick rein
zu werfen.)
Ach, dann wissen wir ja endlich, woher das Ger cht kommt, das so gerne
"Finnische Delegationen fanden unser Schulwesen toll."
"Kolportiert", Herr Sprachwissenschaftler.

http://de.wikipedia.org/wiki/Kolportage

So ist das mit dem Verständnis für Sprachstruktur und so. Gelle?
Uwe Schickedanz
2012-11-29 20:57:32 UTC
Permalink
Post by René
Genau der Teil,  das Allgemeinbildende und das Polytechnische h tte den
Finnen ja so gefallen.
Zu mindestens schruben das mehrere P dagogische Fachzeitungen in der DDR.
( Die lagen am IFL so rum, und man wurde sogar gen tigt da einen Blick rein
zu werfen.)
Ach, dann wissen wir ja endlich, woher das Ger cht kommt, das so gerne
"Finnische Delegationen fanden unser Schulwesen toll."
"Kolportiert", Herr Sprachwissenschaftler.
http://de.wikipedia.org/wiki/Kolportage
So ist das mit dem Verständnis für Sprachstruktur und so. Gelle?
Bestimmt nur ein Fiptehler.

Gruß Uwe
--
Alle Chinesen, die Tibetisch sprechen und die tibetische
Kultur respektieren, können bleiben, sofern es nicht zu viele
sind. All jene Chinesen, die der Meinung sind, dass Tibeter
stinken, sollten unser Land lieber verlassen. Dalai Lama
René
2012-11-29 21:02:56 UTC
Permalink
Post by Uwe Schickedanz
Post by René
Genau der Teil,  das Allgemeinbildende und das Polytechnische h tte den
Finnen ja so gefallen.
Zu mindestens schruben das mehrere P dagogische Fachzeitungen in der DDR.
( Die lagen am IFL so rum, und man wurde sogar gen tigt da einen Blick rein
zu werfen.)
Ach, dann wissen wir ja endlich, woher das Ger cht kommt, das so gerne
"Finnische Delegationen fanden unser Schulwesen toll."
"Kolportiert", Herr Sprachwissenschaftler.
http://de.wikipedia.org/wiki/Kolportage
So ist das mit dem Verständnis für Sprachstruktur und so. Gelle?
Bestimmt nur ein Fiptehler.
Jaaaa, bei Herrn Endres sind so Sache ganz klar nur schusselige
Fihttpfhler, bei anderen zeugt das von niederem interlecktuellen
Niwoh. So ist das naemlich :D
Florian Ritter
2012-11-29 09:50:29 UTC
Permalink
Post by Gerald Endres
Zeichensetzung, Satzbau und Rechtschreibung vieler, die hier posten,
lassen mich auch erheblich an der Qualität der höheren
DDR-Schulbildung zweifeln.
Det ha'ck aber schon vor längerem festjestellt, Alterchen!

Alle Affen plappern nach, wa.

Tragischer als die mangelnde Syntax empfinde ich aber, daß viele hier
Beitragende das ihnen in der DDR-Schule vermittelte Geschichtsbild
perpetuieren, das nur mal beispielsweise die klass. Antike lediglich
als "Sklavenhaltergesellschaft" darstellt: Sie haben nun mal kein
anderes, da wird sich wohl auch nicht viel ändern - FR
René
2012-11-29 17:54:59 UTC
Permalink
Post by Gerald Endres
Mir fällt auch auf, dass die Verteidiger der DDR-Schule jedesmal
konsequent nur von Mathe, Biologie, Physik und Chemie reden. Für mich
gehören zu einer soliden Schulbildung aber auch Deutsch*, Geschichte,
Philosophie, Politik, Geografie, Sprachen.
Davon schweigt der Lobredner Höflichkeit - als hätte es nur Stabü
gegeben.
Deutsch und Geografie waren top. Daran habe ich auch heute nix zu
maekeln. Dass Freund Kuehne eine eher kriselnde Beziehung zur
deutschen Sprache hat, liegt nicht an seiner Schule. Philosophie und
Politik, und zum grossen Teil auch Geschichte koennen wir uns
schenken. Da hing eine Zeitlinie ueber der Tafel, wo es schnurstracks
und pfeilgerade von der Urgesellschaft zur DDR ging. Ganz
gesetzmaessig.

Sprachen erwaehnte ich: Russisch war stures auswendig lernen unnuetzer
Phrasen und Vokabeln. Und genau die wurden abgefragt, und wer
dostopremeltschatyelnosti plappern konnte, hatte schon gewonnen, grob
gesagt. Stures auswendig lernen fing da schon im Kindergarten an, mit
dem kollektiven Absingen von "Pust, saeg da". Das ist natuerlich
sowohl im Privat- als auch im Berufsleben sehr unnnuetz.
Englisch war nicht viel anders. Vokabelndreschen, aber streng nach
Lehrplan aus den 1960ern. Hat mir im Rueckblick mehr geschadet als
genuetzt und ich haette besser gleich selbst von Radio 208 und Louis
L'Amour gelernt. Aber was will man machen ohne Zugriff auf native
speakers als Lehrer?

In diesem Sinne:
Etto Lampa!
Paul Panter
2012-11-29 19:48:22 UTC
Permalink
Post by René
Post by Gerald Endres
Mir fällt auch auf, dass die Verteidiger der DDR-Schule jedesmal
konsequent nur von Mathe, Biologie, Physik und Chemie reden. Für mich
gehören zu einer soliden Schulbildung aber auch Deutsch*, Geschichte,
Philosophie, Politik, Geografie, Sprachen.
Davon schweigt der Lobredner Höflichkeit - als hätte es nur Stabü
gegeben.
Deutsch und Geografie waren top. Daran habe ich auch heute nix zu
maekeln. Dass Freund Kuehne eine eher kriselnde Beziehung zur
deutschen Sprache hat, liegt nicht an seiner Schule. Philosophie und
Politik, und zum grossen Teil auch Geschichte koennen wir uns
schenken. Da hing eine Zeitlinie ueber der Tafel, wo es schnurstracks
und pfeilgerade von der Urgesellschaft zur DDR ging. Ganz
gesetzmaessig.
Sprachen erwaehnte ich: Russisch war stures auswendig lernen unnuetzer
Phrasen und Vokabeln. Und genau die wurden abgefragt, und wer
dostopremeltschatyelnosti plappern konnte, hatte schon gewonnen, grob
gesagt. Stures auswendig lernen fing da schon im Kindergarten an, mit
dem kollektiven Absingen von "Pust, saeg da". Das ist natuerlich
sowohl im Privat- als auch im Berufsleben sehr unnnuetz.
Klar, dagegen ist es natürlich kein stumpfsinniges Auswendiglernen und
im späteren Leben ungemein nützlich wenn die Kindergartenkinder aus
vollem Herzen im ganzen Team "Old McDonald has a Farm" singen, oder gar
Kirchenlieder in Latein.
Es ist natürlich total verwerflich wenn die Kindergartenkinder "Immer
lebe die Sonne, immer lebe die Mamma, immer lebe der Papa" singen, ganz
im Gegensatz dazu wenn sie davon singen wie viele Tiere sich auf der
Farm vom alten Burgerbrater rumtreiben und was die für einen Heidenlärm
veranstalten, oder wenn sie in einer toten Sprache davon singen das der
HERR Frieden bringe. Oder wenn sie auf französisch etwas über die Brücke
von Avignon singen, ohne auch nur ein Wort davon zu verstehen.
Post by René
Englisch war nicht viel anders. Vokabelndreschen, aber streng nach
Lehrplan aus den 1960ern. Hat mir im Rueckblick mehr geschadet als
genuetzt und ich haette besser gleich selbst von Radio 208 und Louis
L'Amour gelernt. Aber was will man machen ohne Zugriff auf native
speakers als Lehrer?
Ach so? In der alten Bundesrepublik wurde der Fremdsprachenunterricht
von Muttersprachlern gegeben? Das wäre mir aber neu, besonders bei
Sprachen wie Latein und Altgriechisch, aber da sollte doch ein Absolvent
eines Altsprachlischen Gymnasiums nähere Auskünfte erteilen können, Herr
Enders ihr Einsatz!

Da fällt mir noch ein, die gute alte Miss Diana Loeser, und Alan Clarke
alias "Tom Young" und die "Peggy" waren aber schon echte
Muttersprachler. "The Boss is busy" oder "Are you a boxer? No I'm a
Rentcollector!" ;)
Post by René
Etto Lampa!
nicht etto sondern eto.
"Nina, Nina tam Kartina, eto Traktor i Motor."

Paule
--
Fliegendes Spaghettimonster das DU bist im Himmel
geheiligt werden deine Anhängsel
Deine Piraten kommen
Deine Soße geschehe
wie im Himmel so auch auf hoher See
Unser täglich Pasta gib uns heute,
Und vergib uns unsere Reiskugeln
Wie auch wir vergeben unseren ... *hustnuschel*
Und führe uns nicht nach Kansas,
Sondern erlöse uns von den Kreationisten
Denn dein ist die Soße
Und der Käse
Und die Fleischklößchen
In Ewigkeit

RAmen
Gerald Endres
2012-11-29 21:03:02 UTC
Permalink
Post by Paul Panter
Ach so? In der alten Bundesrepublik wurde der Fremdsprachenunterricht
von Muttersprachlern gegeben? Das wäre mir aber neu, besonders bei
Sprachen wie Latein und Altgriechisch, aber da sollte doch ein Absolvent
eines Altsprachlischen Gymnasiums nähere Auskünfte erteilen können, Herr
Enders ihr Einsatz!
Natürlich stand Cicero persönlich bei uns an der Tafel, Thukydides
lehrte Geschichte, und Aristophanes sollte eigentlich Griechisch
geben, war aber meistens krank und wurde durch Homer vertreten, bei
dem man nie so recht wusste, was das für einer ist.
Guido Grohmann
2012-11-29 18:14:51 UTC
Permalink
Post by Gerald Endres
Mir fällt auch auf, dass die Verteidiger der DDR-Schule jedesmal
konsequent nur von Mathe, Biologie, Physik und Chemie reden.
Mir fehlen hier noch die weiteren technischen Fächer. Und irgendwie hast
du auch noch Musik und Kunst unterschlagen.
Post by Gerald Endres
Für mich
gehören zu einer soliden Schulbildung aber auch Deutsch*,
Hieß "deutsche Sprache und Literatur". Nun ist die Schul-Literatur
teilweise aus politischen Motiven in den Lehrplan gekommen. Aber die
Sprache selber? Die soll zu kurz gekommen sein?
Post by Gerald Endres
Geschichte,
Kann man Geschichte politisch wertungsfrei vermitteln? Was außer der
politisch motivierte Einflußnahme auf die Lehrpläne bemängelst du denn da?
Post by Gerald Endres
Philosophie,
Fehlte weitestgehend oder wurde schlicht nicht vermittelt.
Post by Gerald Endres
Politik,
In der Schule? Hat mich damals gestört und sollte heute auch
weitestgehend daraus entfernt werden. Ich halte es für wichtig, zu
vermitteln, wer im Staat welche Aufgabe hat. Wenn du das unter Politik
verstehst, ja.
Post by Gerald Endres
Geografie,
Dieses Fach muß ich wohl geträumt haben. Ich habe dieses Fach
abgrundtief gehaßt - es war für mich ein reines Paukfach ohne
praktischen Wert. Wozu bitte braucht man das in dieser epischen Breite?
Post by Gerald Endres
Sprachen.
Die Motivation vieler, Russich zu lernen, hielt sich in Grenzen. Die
Auswahl an Zweitsprachen war zudem sehr eingeengt - es gab meist nur
eine zweite Sprache. Aber wozu brauchte man das damals auch? Heute haben
vielfach die Leute Probleme, die als Zweitsprache französisch hatten.
Unser Englisch-Unterricht war war aufgrund zweier doch sehr motivierter
Lehrer jedoch ziemlich gut - da kann ich nichts bemängeln.
Post by Gerald Endres
Davon schweigt der Lobredner Höflichkeit - als hätte es nur Stabü
gegeben.
Aha, Übrigens, war das keine Politk?
Post by Gerald Endres
Zeichensetzung, Satzbau und Rechtschreibung vieler, die hier posten,
lassen mich auch erheblich an der Qualität der höheren
DDR-Schulbildung zweifeln.
Jawoll! Schöne Schlußfolgerung. Schon mal auf die Idee gekommen, daß das
viele sprachliche Sorgfalt in diesem Medium nicht als notwendig
erachten? Ich bringe ja auch nicht im Anzug den Müll runter.
Post by Gerald Endres
Das kann aber auch daran liegen, dass die
meisten der Poster hier aus der naturwissenschaftlich-technischen
Richtung kommen. Dem Inschenör ist nicht zu schwör, außer der
Grammatik
Ich lese da eine leichte Koketterie mit der eigenen Unbedarftheit auf
diesen Gebieten heraus. Ja, das ist heutzutage schwer in Mode.

Guido
Gerald Endres
2012-11-29 20:16:40 UTC
Permalink
Post by Guido Grohmann
Kann man Geschichte politisch wertungsfrei vermitteln? Was außer der
politisch motivierte Einflußnahme auf die Lehrpläne bemängelst du denn da?
Das völlige Ignorieren geschichtswissenschaftlicher Methodik, das sich
auch in deiner Fragestellung niederschlägt.
Post by Guido Grohmann
Post by Torsten Mueller
Politik,
In der Schule? Hat mich damals gestört und sollte heute auch
weitestgehend daraus entfernt werden. Ich halte es für wichtig, zu
vermitteln, wer im Staat welche Aufgabe hat. Wenn du das unter Politik
verstehst, ja.
Grundlagen politischer Theorie sind was anderes als
Institutionenkunde. Aber solche Grundlagen existierten natürlich nicht
- haben sie dir zum Beispiel mal was von Hobbes oder Locke erzählt -
wenn man das einzig richtige politische Verständnis der Welt ohnehin
hat.
Post by Guido Grohmann
Post by Torsten Mueller
Geografie,
Dieses Fach muß ich wohl geträumt haben. Ich habe dieses Fach
abgrundtief gehaßt - es war für mich ein reines Paukfach ohne
praktischen Wert. Wozu bitte braucht man das in dieser epischen Breite?
Mir ging es im Westen nicht viel anders. Aber das hängt stark vom
jeweiligen Unterricht ab, und ist nach den Beschreibungen meiner
Kinder erheblich sinnvoller und besser geworden.
Post by Guido Grohmann
Post by Torsten Mueller
Davon schweigt der Lobredner Höflichkeit - als hätte es nur Stabü
gegeben.
Aha, Übrigens, war das keine Politk?
Das schon, aber bestimmt nicht mit wissenschaftlicher und
allgemeinbildender Qualität.
Post by Guido Grohmann
Post by Torsten Mueller
Zeichensetzung, Satzbau und Rechtschreibung vieler, die hier posten,
lassen mich auch erheblich an der Qualität der höheren
DDR-Schulbildung zweifeln.
Jawoll! Schöne Schlußfolgerung. Schon mal auf die Idee gekommen, daß das
viele sprachliche Sorgfalt in diesem Medium nicht als notwendig
erachten? Ich bringe ja auch nicht im Anzug den Müll runter.
Ey Alda, wenn ich mich irgand wo schrifdlich äußeren tue, dasnn mache
ich das, so gud isch kann.

Natürlich gibt es hier Flüchtigkeitsfehler. Ich gehöre selbst zu
denjenigen, denen sie oft unterlaufen.

Aber man kann man hier häufig auch andere Fehler beobachten, zum
Beispiel den falschen Anschluss eines Relativesatzes. "Dass" oder
"das" wird konsequent falsch gewählt, das Komma wird ohnehin
weggelassen. Derartige Fehler sprechen für ein grundlegendes
Unverständnis sprachlicher Strukturen. Sie lassen den Schluss zu, dass
der betreffende Schreiber - um in deinem Bild zu bleiben - gar keinen
Anzug hat, ob er jetzt den Müll runterbringt oder zu einer Beerdigung
geht.
Post by Guido Grohmann
Post by Torsten Mueller
Das kann aber auch daran liegen, dass die
meisten der Poster hier aus der naturwissenschaftlich-technischen
Richtung kommen. Dem Inschenör ist nicht zu schwör, außer der
Grammatik
Ich lese da eine leichte Koketterie mit der eigenen Unbedarftheit auf
diesen Gebieten heraus. Ja, das ist heutzutage schwer in Mode.
Nimm mich als Vorreiter dieser Mode. Vielleicht ist auch meine Schule
schuld (siehe oben).

Gruß
Gerald
k***@front.ru
2012-11-29 03:53:32 UTC
Permalink
Post by René
Post by k***@front.ru
In der verdammten DDR war es jedem Dödel gestatte alles zu lernen.
Ah ah! Wie war das mit der Studienplatzvergabe gleich nochmal? Wer
durfte in der DDR studieren? Unter welchen Voraussetzungen?
wer das Abi hatte.
Es durfte nur nicht jeder alles studieren.
Meist wurde da nach Leistung gesiebt.
So was schreckliches gibt es ja heute nicht mehr. Da reicht die Brieftasche
vom Vati. nene ist schon klar.
Post by René
Post by k***@front.ru
Eventuell kämen die ( das doofe Volk ) auf die Idee so was wie 1989 auch
in der freiheitlichen Bundesrepublik durchzuziehen.
Im Westen ist nicht alles schlecht :P Zum Beispiel willst du doch
sicher nicht behaupten, dass das vereinte Deutschland heute noch
allzuviel mit der dumpfen Nachkriegs-BRD gemein hat?
Was hat das jetzt damit zu tun??
Selbst die doofe DDR war unter Honni völlig anders als unter dem
Spitzbart.
Post by René
Post by k***@front.ru
Es ist eigentlich auch völlig egal wie des DDR Bildungssystem war.
Ich habe diesen Thread nicht angeleiert, um das Bildungssystem der DDR
anzuprangern. Lesen, schreiben, rechnen, Bio und Chemie usw., und
nicht alles fuer bare Muenze zu nehmen, was einem Autoritaetsfiguren
verklickern wollen habe ich da durchaus gelernt. Letzteres war
allerdings vermutlich nicht beabsichtigt. Aber zur Formung der
allseits gebildeten sozialistischen Persoenlichkeit haette wohl mehr
gehoert, als das sture Auswendiglernen nach Schema Feist.
Ist das bei euch so gewesen.
Ich kann mich an stures auswendig lernen eigentlich nur an Deutsch erinnern.
( Die doofen Gedichte)
Post by René
Und zum westdeutschen bzw. heutigen bundesdeutschen Bildungssystem
habe ich mangels Wissen gleich gar keine Aussage gemacht.
Oh ich sehe hier auch nur Hessen Schuldorf.
Meine Enkel gehen da hin, da bekommt man schon ab und an einiges mit.
Reli ist wichtiger wie Physik. ist ja mal klar.
MfG
--
Irgendwann emulieren wir euch alle.
Frank Hucklenbroich
2012-11-29 09:43:04 UTC
Permalink
Post by k***@front.ru
Oh ich sehe hier auch nur Hessen Schuldorf.
Meine Enkel gehen da hin, da bekommt man schon ab und an einiges mit.
Reli ist wichtiger wie Physik. ist ja mal klar.
Das kommt aber auch sehr auf die Schule an. Ich ging an ein städtisches
Gymnasium in Köln, dessen Lehrer überwiegend Alt-68er waren. Viele von
denen waren aktive Politiker in Stadt- und Landräten für die SPD und Grüne
(Zeitschiene: 80er Jahre).
Bei uns an der Schule gab es zwar Religionsunterricht, der spielte aber
kaum eine Rolle. Bei unserem damaligem Lehrer haben wir im Unterricht
meistens Skat gespielt, zumindest in der Mittelstufe. Wer nicht zu oft
fehlte hatte seine 3 sicher, wer mal irgendwann eine Hausaufgabe
vorgetragen hatte, bekam eine 2.
In der Oberstufe wurde das dann etwas anspruchsvoller, da mußte jeder pro
Halbjahr mal ein Referat halten. Ich hatte da den Buddhismus als Thema, hab
dazu ein paar Sachen erzählt und hatte meine 15 Punkte(1+) auf dem Zeugnis.
Deshalb haben auch viele Religion nicht abgewählt (kann man ab 14), weil
das ein sicherer Garant für eine gute Note auf dem Zeugnis war.

Das liegt aber sehr an der Schule, wer auf ein erzbischöfliches Gymnasium
ging (gab es auch), der mußte natürlich bibelfest sein. Aber da wurden auch
nur Kinder aus Familien mit einem dementsprechenden Background
hingeschickt.

Grüße,

Frank
Lars Gebauer
2012-11-29 12:19:40 UTC
Permalink
Post by René
Post by k***@front.ru
In der verdammten DDR war es jedem Dödel gestatte alles zu lernen.
Ah ah! Wie war das mit der Studienplatzvergabe gleich nochmal? Wer
durfte in der DDR studieren?
Evangelische Pastorentöchter. Zum Beispiel. (Man hätte wirklich besser
auswählen sollen.)
Karl Herrenruhe
2012-11-29 14:17:29 UTC
Permalink
"Lars Gebauer" schrieb
Post by Lars Gebauer
Post by René
Ah ah! Wie war das mit der Studienplatzvergabe gleich nochmal? Wer
durfte in der DDR studieren?
Evangelische Pastorentöchter. Zum Beispiel. (Man hätte wirklich besser
auswählen sollen.)
wenn Papi kundschaftete konnte man da schon mal ne Ausnahme machen
Lars Gebauer
2012-11-29 14:21:15 UTC
Permalink
Post by Karl Herrenruhe
"Lars Gebauer" schrieb
Post by Lars Gebauer
Post by René
Ah ah! Wie war das mit der Studienplatzvergabe gleich nochmal? Wer
durfte in der DDR studieren?
Evangelische Pastorentöchter. Zum Beispiel. (Man hätte wirklich besser
auswählen sollen.)
wenn Papi kundschaftete konnte man da schon mal ne Ausnahme machen
Ach. Hat er das?
Peter Veith
2012-11-29 16:26:05 UTC
Permalink
Post by Lars Gebauer
Post by Karl Herrenruhe
"Lars Gebauer" schrieb
Post by Lars Gebauer
Post by René
Ah ah! Wie war das mit der Studienplatzvergabe gleich nochmal? Wer
durfte in der DDR studieren?
Evangelische Pastorentöchter. Zum Beispiel. (Man hätte wirklich besser
auswählen sollen.)
wenn Papi kundschaftete konnte man da schon mal ne Ausnahme machen
Ach. Hat er das?
Töchterchen "Erika" angeblich auch ... aber das ist
"Verschwörungstheorie", Motto: Alles Stasi, "Mutti" auch :-D

Veith
--
Geschichte(n), Strukturen & Bilder der LSK/LV
http://www.DDR-Luftwaffe.de
Lars Gebauer
2012-11-29 16:35:32 UTC
Permalink
Post by Peter Veith
Töchterchen "Erika" angeblich auch
Wurde die etwa nicht gegauckt?
Post by Peter Veith
... aber das ist "Verschwörungstheorie", Motto: Alles Stasi, "Mutti"
auch :-D
:)
Peter Veith
2012-11-29 16:39:32 UTC
Permalink
Post by Peter Veith
Töchterchen "Erika" angeblich auch
Müßte eigentlich, würde die anschließende Karriere von Herrn G. mit
erklären ;)

Aber vielleicht war sie - wie angeblich "Larve" - auch einige Zeit
allein mit ihrer Originalakte ... werden wir nie erfahren.

Veith
--
Geschichte(n), Strukturen & Bilder der LSK/LV
http://www.DDR-Luftwaffe.de
Kai Ammon
2012-11-29 17:18:26 UTC
Permalink
Post by Peter Veith
Aber vielleicht war sie - wie angeblich "Larve" - auch einige Zeit
allein mit ihrer Originalakte ... werden wir nie erfahren.
Apropos Akte, bei einem Freund beginnt diese mit Berichten einer Lehrerin
der Unterstufe, hier ging's ja wohl ums Bildungssxstem.
Insgesamt waren sich nach meiner Erfahrung die Lehrer aber ihrer
Verantwortung hinsichtlich des weiteren Lebensweges der Schüler bewußt,
richtige Drecksäcke hab' ich da im Gegensatz zu einem anderen Verein nicht
erlebt.
--
Gruß Kai
Paul Panter
2012-11-29 17:25:53 UTC
Permalink
Post by Lars Gebauer
Post by Karl Herrenruhe
"Lars Gebauer" schrieb
Post by Lars Gebauer
Post by René
Ah ah! Wie war das mit der Studienplatzvergabe gleich nochmal? Wer
durfte in der DDR studieren?
Evangelische Pastorentöchter. Zum Beispiel. (Man hätte wirklich besser
auswählen sollen.)
wenn Papi kundschaftete konnte man da schon mal ne Ausnahme machen
Ach. Hat er das?
Es spricht zumindest bedeutend mehr dafür als dagegen, den Beweis kann
man aber dank Marianne Birthler nicht mehr erbringen, die hat alle Akten
gründlich bereinigt oder an "Mutti" übergeben. Die Akte von Papa Kasner
befindet sich in den Händen der Tochter. Aber die äußerst enge
Zusammenarbeit des Papas mit der Firma ist ausreichend belegt, es ist
nur offen ob er als Mitarbeiter oder als externe Quelle geführt wurde.

Paule
--
Fliegendes Spaghettimonster das DU bist im Himmel
geheiligt werden deine Anhängsel
Deine Piraten kommen
Deine Soße geschehe
wie im Himmel so auch auf hoher See
Unser täglich Pasta gib uns heute,
Und vergib uns unsere Reiskugeln
Wie auch wir vergeben unseren ... *hustnuschel*
Und führe uns nicht nach Kansas,
Sondern erlöse uns von den Kreationisten
Denn dein ist die Soße
Und der Käse
Und die Fleischklößchen
In Ewigkeit

RAmen
k***@front.ru
2012-11-29 19:08:03 UTC
Permalink
Post by Paul Panter
Post by Lars Gebauer
Post by Karl Herrenruhe
"Lars Gebauer" schrieb
Post by Lars Gebauer
Post by René
Ah ah! Wie war das mit der Studienplatzvergabe gleich nochmal? Wer
durfte in der DDR studieren?
Evangelische Pastorentöchter. Zum Beispiel. (Man hätte wirklich besser
auswählen sollen.)
wenn Papi kundschaftete konnte man da schon mal ne Ausnahme machen
Ach. Hat er das?
Es spricht zumindest bedeutend mehr dafür als dagegen, den Beweis kann
man aber dank Marianne Birthler nicht mehr erbringen, die hat alle Akten
gründlich bereinigt oder an "Mutti" übergeben. Die Akte von Papa Kasner
befindet sich in den Händen der Tochter. Aber die äußerst enge
Zusammenarbeit des Papas mit der Firma ist ausreichend belegt, es ist
nur offen ob er als Mitarbeiter oder als externe Quelle geführt wurde.
Paule
Och die Kopien sind in Moskau.
Warum ist die eigentlich immer da so Lammfromm.
Berichte, die nicht aus Deutschen Quellen stammen, berichten über Besuche
meist was anderes wie einheimische Quellen.

MfG
--
Irgendwann emulieren wir euch alle.
Martin Ebert
2012-11-29 21:11:59 UTC
Permalink
Post by k***@front.ru
Post by Paul Panter
Es spricht zumindest bedeutend mehr dafür als dagegen, den Beweis kann
man aber dank Marianne Birthler nicht mehr erbringen, die hat alle Akten
gründlich bereinigt oder an "Mutti" übergeben. Die Akte von Papa Kasner
befindet sich in den Händen der Tochter. Aber die äußerst enge
Zusammenarbeit des Papas mit der Firma ist ausreichend belegt, es ist
nur offen ob er als Mitarbeiter oder als externe Quelle geführt wurde.
Wenn das kein feuchter Traum ist, gibt es sicher
mindestens Aktenzeichen des MfS: Ich höre.
Post by k***@front.ru
Och die Kopien sind in Moskau.
Du musstest auch mal was sagen.

Mt
Guido Grohmann
2012-11-29 18:28:24 UTC
Permalink
Post by Lars Gebauer
Post by René
Post by k***@front.ru
In der verdammten DDR war es jedem Dödel gestatte alles zu lernen.
Ah ah! Wie war das mit der Studienplatzvergabe gleich nochmal? Wer
durfte in der DDR studieren?
Evangelische Pastorentöchter. Zum Beispiel. (Man hätte wirklich besser
auswählen sollen.)
ba-dumm-tsss.

(scnr)

Guido
bandres
2012-11-29 15:53:34 UTC
Permalink
Post by René
Und zum westdeutschen bzw. heutigen bundesdeutschen Bildungssystem
habe ich mangels Wissen gleich gar keine Aussage gemacht.
Ich habe 92-93 in Berlin-Spandau mein Fachabi gemacht. Also bis 75-85
POS und dann nach dem Fall der Mauer das Fachabi.
Ich hab mich nur mit der Mathelehrerin gezofft (übrigens eine die 87
glaube ich rübergemacht ist).
Meine erste Matheklausur war eine glatte 5 und fuer mich der Schnitt es
nicht nach ihrem Schema F zu lernen sondern nach meiner Logik. Dann fing
ich an meinen Mitschülern das "erlernte" zu übersetzen. 2 Türken gab ich
dann nachhilfe und meine letzte Klausur war ne glatte 1.

Für mich war das Bildungssystem darauf ausgelegt Definitionen zu pauken
und an speziellen Problemen zu erlernen. War das Problem dann spaeter
anders standen sofort alle auf dem Schlauch.
Zumindest bei meinem Mathelehrer in der POS kamen öfter Knobelaufgaben
mit der Massgabe, alles was ihr für die Lösung braucht wisst ihr.

Meine Schwester war an der Mathespezialschule in Kleinmachnow. Sie waren
anfang der 90er in Bayern zu einem Wettstreit mit Mathe
Leistungsschülern, da Bayern ja damals Beweise brauchte um das Ostabi
runterzustufen.
Ergebniss war das bei Standardaufgaben sie ungefähr gleichwertig waren.
Bei abstrakten Problemen mit der selbststándigen erarbeitung eines
Lösungsweges zogen die "Ossis" an den Bayern souverän vorbei.

Soweit zu meinen Erfahrungen zu Ost- und Westbildungssystem.

Auch später in der Uni wurden immer wieder Definitionen abgefragt.
Schnelles auswendig hersagen Note 1. Im Gegensatz dazu mit eigenen
Worten erklären und dabei zu lange brauchen Note 2 oder sogar 3.
Guido Grohmann
2012-11-29 18:39:54 UTC
Permalink
Post by bandres
Post by René
Und zum westdeutschen bzw. heutigen bundesdeutschen Bildungssystem
habe ich mangels Wissen gleich gar keine Aussage gemacht.
Ich habe 92-93 in Berlin-Spandau mein Fachabi gemacht. Also bis 75-85
POS und dann nach dem Fall der Mauer das Fachabi.
Ich hab mich nur mit der Mathelehrerin gezofft (übrigens eine die 87
glaube ich rübergemacht ist).
Meine erste Matheklausur war eine glatte 5 und fuer mich der Schnitt es
nicht nach ihrem Schema F zu lernen sondern nach meiner Logik. Dann fing
ich an meinen Mitschülern das "erlernte" zu übersetzen. 2 Türken gab ich
dann nachhilfe und meine letzte Klausur war ne glatte 1.
Für mich war das Bildungssystem darauf ausgelegt Definitionen zu pauken
und an speziellen Problemen zu erlernen. War das Problem dann spaeter
anders standen sofort alle auf dem Schlauch.
Zumindest bei meinem Mathelehrer in der POS kamen öfter Knobelaufgaben
mit der Massgabe, alles was ihr für die Lösung braucht wisst ihr.
Das sieht man sehr gut daran, daß der Dreisatz heute (wieder) gelehrt
wird. Den kann man gut auswendig pauken und damit angeben (wie oft habe
ich gehört: was? du kannst nicht mal den Dreisatz anwenden?).

In der POS wurde dieses Thema ganz anders angegangen - mit
Verhältnisgleichungen. Anstatt einen Satz zu pauken, wurde der
Zusammenhang, die Funktionsweise der Berechnung erklärt. Natürlich haben
das nicht alle in der Klasse verstanden und diese Leute haben dann auch
nur auswendig gelernt. Mit der Prozentrechnung, die ja darauf aufbaut,
verhält sich das ähnlich.

Guido
André Grafe
2012-11-29 19:57:45 UTC
Permalink
Post by Guido Grohmann
Post by bandres
Post by René
Und zum westdeutschen bzw. heutigen bundesdeutschen Bildungssystem
habe ich mangels Wissen gleich gar keine Aussage gemacht.
Ich habe 92-93 in Berlin-Spandau mein Fachabi gemacht. Also bis 75-85
POS und dann nach dem Fall der Mauer das Fachabi.
Ich hab mich nur mit der Mathelehrerin gezofft (übrigens eine die 87
glaube ich rübergemacht ist).
Meine erste Matheklausur war eine glatte 5 und fuer mich der Schnitt es
nicht nach ihrem Schema F zu lernen sondern nach meiner Logik. Dann fing
ich an meinen Mitschülern das "erlernte" zu übersetzen. 2 Türken gab ich
dann nachhilfe und meine letzte Klausur war ne glatte 1.
Für mich war das Bildungssystem darauf ausgelegt Definitionen zu pauken
und an speziellen Problemen zu erlernen. War das Problem dann spaeter
anders standen sofort alle auf dem Schlauch.
Zumindest bei meinem Mathelehrer in der POS kamen öfter Knobelaufgaben
mit der Massgabe, alles was ihr für die Lösung braucht wisst ihr.
Das sieht man sehr gut daran, daß der Dreisatz heute (wieder) gelehrt
wird. Den kann man gut auswendig pauken und damit angeben (wie oft habe
ich gehört: was? du kannst nicht mal den Dreisatz anwenden?).
In der POS wurde dieses Thema ganz anders angegangen - mit
Verhältnisgleichungen. Anstatt einen Satz zu pauken, wurde der
Zusammenhang, die Funktionsweise der Berechnung erklärt. Natürlich haben
das nicht alle in der Klasse verstanden und diese Leute haben dann auch
nur auswendig gelernt. Mit der Prozentrechnung, die ja darauf aufbaut,
verhält sich das ähnlich.
Guido
Erst dieser Tage auf Arbeit war das Pausenthema ein US-Lottogewinn von
425 Millionen, und da wollt dann ein 30-jähriger mal schnell die Zinsen
ausrechnen die so eine Summe bei 5% so bringt, er kam auf 65000! und
wurde noch nicht einmal stuzig, von noch jüngeren Kollegen kam exakt gar
nichts. Aber natürlich glauben diese Leute an Chemtrails, an eine
"Impfverschwörung" und anderen offensichtlichen Schwachsinn, etwa das
WTC7 vom CIA gesprengt wurde.

André
--
André Grafe
01239Dresden 51°00'27.10 N 13°47'43.02 E
http://www.boincstats.com/signature/user_117365.gif
Peter Veith
2012-11-29 20:20:07 UTC
Permalink
[Dreisatz]
In der POS wurde dieses Thema ganz anders angegangen - mit
Verhältnisgleichungen. Anstatt einen Satz zu pauken, wurde der
Zusammenhang, die Funktionsweise der Berechnung erklärt.
Genauso! So wurde bei vielen herangegangen.

Es ist zuzugeben, daß ich mit einem Dreisatz in der Praxis regelmäßig
schneller bin, als erst die Formel passend umzustellen ... aber nur in
Standardsituationen.

Ich schrieb bereits einmal: Mir ist jedoch noch etwas aufgefallen. Im
recht guten Web eines Pfarrers zur "Kirchengeschichte der DDR", siehe:
<http://www.seggeluchbecken.de/kirche/ddr-kirche-2.htm> steht u.a.
folgendes:

»Das ZK der SED beschloß am 19.01.51, daß an den allgemeinbildenden
Schulen und den Universitäten die Lehrinhalte auf das theoretische
Fundament des Marxismus-Leninismus gestellt werden sollen. Damit wurde
eine bestimmte Weltanschauung zur allgemeinverbindlichen Vorgabe für
Theorie und Praxis gemacht. Religiöse oder theologische
Interpretationen der Wirklichkeit wurden abgelehnt, ...«

Das heißt eben nicht nur pro oder contra Religionsunterricht / StaBü,
sondern ein Durchdringen des gesamten Unterrichtsstoffes / Lebens mit
materialistischen Inhalten. Damit wurde stets und ständig - egal in
welchen Fach - auf das Erkennen von Zusammenhängen, Ursache / Wirkung,
Wesen / Erscheinung mehr oder weniger subtil Wert gelegt, wir wurden mit
induktiven und deduktiven Methoden vertraut gemacht ... meine Wessis
erkennen noch nicht einmal die Problemstellung .

Veith
--
Geschichte(n), Strukturen & Bilder der LSK/LV
http://www.DDR-Luftwaffe.de
Uwe Schickedanz
2012-11-29 20:29:02 UTC
Permalink
On Thu, 29 Nov 2012 19:39:54 +0100, Guido Grohmann
Post by Guido Grohmann
Das sieht man sehr gut daran, daß der Dreisatz heute (wieder) gelehrt
wird. Den kann man gut auswendig pauken und damit angeben (wie oft habe
ich gehört: was? du kannst nicht mal den Dreisatz anwenden?).
In der POS wurde dieses Thema ganz anders angegangen - mit
Verhältnisgleichungen. Anstatt einen Satz zu pauken, wurde der
Zusammenhang, die Funktionsweise der Berechnung erklärt.
Ich habe auch Verhältnisgleichungen gelernt (wen wunderts) und als mir
ndW mal ein Schulabsolvent erklärt hat, daß er das anders gelernt habe
und wir uns dann über Dreisatz und Verhältnisgleichungen ausgetauscht
haben, war ich doch sehr verwundert darüber, daß der Dreisatz
einfacher sein soll als eine Verhältnisgleichung.


Gruß Uwe
--
Alle Chinesen, die Tibetisch sprechen und die tibetische
Kultur respektieren, können bleiben, sofern es nicht zu viele
sind. All jene Chinesen, die der Meinung sind, dass Tibeter
stinken, sollten unser Land lieber verlassen. Dalai Lama
André Grafe
2012-11-28 23:25:57 UTC
Permalink
Post by k***@front.ru
Post by Martin Ebert
Post by Frank Stranach
"Martin Ebert" schrieb
Post by Martin Ebert
(man kann auch sagen gleichmacherische
Was soll da "gleichmacherisch" gewesen sein?
Die "Lehrplaene, die nur grobe Richtlinien sind? " gab es auch nicht,
es wurde detailliert vorgegeben und die Lehrbücher waren republikweit
einheitlich und das Material der Lehrer genau darauf abgestimmt.
Gleichmacherisch.
Natürlich.
Wen man das Überlegene westdeutsche dreistufige Bildungssystem betrachtet.
Da ist es eben nur einer kleinen ausgewählten Elite vorbehalten alles zu
wissen.
Proleten und anderer Abschaum werden klein gehalten. so was dient nun mal
der Sicherheit des Staates.
In der verdammten DDR war es jedem Dödel gestatte alles zu lernen. So was
muss im Interesse des Staates unterbunden werden. Wo kämen wir den Hin wen
jeder Pöbel sofort die Lügen der Regierung durchschauen würde.?
Eventuell kämen die ( das doofe Volk ) auf die Idee so was wie 1989 auch in
der freiheitlichen Bundesrepublik durchzuziehen.
( Gott bewahre uns)
Es ist eigentlich auch völlig egal wie des DDR Bildungssystem war.
§1: Alles was aus dem Osten kommt ist schlecht.
§2 : wen doch mal Abweichungen existieren, tritt automatisch §1 in Kraft .
Post by Martin Ebert
Der feige DDR-Bürger versteckt sich gern hinter einem imaginären "wir".
Wir sind das Volk schon Vergessen ( auch du hast gejubelt)
Nö, doch nicht Martin, der hat bei seiner Grenztruppe das große Zittern
bekommen, wegens die pöhse Konterrevolution. Und dann hat er das große
Zittern bekommen wegens seiner Arbeitsstelle, die ja nun nicht mehr
gebraucht wurde. Aber dann hat er recht bald gemerkt das er nur alles
genau andersherum machen muss wie bisher, außer das Arschkriechen, da
hat sich nix geändert, zum größten Teil waren es ja sogar die selben
Ärsche in die er kriechen musste, und schon war der geborene Opportunist
wieder ein gemachter Mann, der der richtigen Seilschaft angehörte. Ich
wette er hat in der Nacht vom 30.6.90 auf den 1.7.90 um Mitternacht ein
paar Knaller gezündet und mit billigem Schaumwein angestoßen.
Post by k***@front.ru
Post by Martin Ebert
Mt
André
--
André Grafe
01239Dresden 51°00'27.10 N 13°47'43.02 E
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Boris Gerlach
2012-11-29 04:38:37 UTC
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Post by k***@front.ru
Post by Martin Ebert
Post by Frank Stranach
"Martin Ebert" schrieb
Post by Martin Ebert
(man kann auch sagen gleichmacherische
Was soll da "gleichmacherisch" gewesen sein?
Die "Lehrplaene, die nur grobe Richtlinien sind? " gab es auch nicht,
es wurde detailliert vorgegeben und die Lehrbücher waren republikweit
einheitlich und das Material der Lehrer genau darauf abgestimmt.
Gleichmacherisch.
Natürlich.
Wen man das Überlegene westdeutsche dreistufige Bildungssystem betrachtet.
Da ist es eben nur einer kleinen ausgewählten Elite vorbehalten alles zu
wissen.
Ich find das Klasse. Jeder ist anders veranlagt.
Porsche zB. will keine Abiturienten am Band haben.
Die haun ja dann doch wieder ab und wir haben sie
umsonst angelernt. So hat Porsche eine Quote an allen
drei Schularten. 60% Gymmi, 20% Realschule 20% Hauptschule.
(Die Zahlen mussen nicht genau stimmen)
Post by k***@front.ru
Proleten und anderer Abschaum werden klein gehalten. so was dient nun mal
der Sicherheit des Staates.
Fast 50 % aller Schueler machen Abitur hier runten.
Wieviel war das in der DDR??? 5%? Und davon wieviel % NVA und Stasi
und Parteinachwuchs und sonstewas?
Im Gegenteil ich hab nie wieder einen Staat erlebt, der Bildung so als
politische Waffe gesehen haette wie die Zone. "Wenn Du nicht spurst,
darfst Du nicht studieren" oder "Sowas wie Sie wird hier nie studieren"
oder "Ein Soldat mit dieser Einstellung studiert nicht, dafuer sorge
ich persoenlich O-Ton." Major Jeserich. Solche Saetze hast Du also nie
gehoert? Na vielleicht warst Du ja bei Deiner geschliffenen
Ausdrucksweise der, der diese Saetze ausprechen durfte??
Post by k***@front.ru
In der verdammten DDR war es jedem Dödel gestatte alles zu lernen.
Dieser Satz ist unwahr und falsch.
Post by k***@front.ru
So was
muss im Interesse des Staates unterbunden werden. Wo kämen wir den Hin wen
jeder Pöbel sofort die Lügen der Regierung durchschauen würde.?
Genau das fand in der Zone statt. Du verdrehst also die Tatsachen voellig.
Post by k***@front.ru
Eventuell kämen die ( das doofe Volk ) auf die Idee so was wie 1989 auch in
der freiheitlichen Bundesrepublik durchzuziehen.
( Gott bewahre uns)
Es ist eigentlich auch völlig egal wie des DDR Bildungssystem war.
§1: Alles was aus dem Osten kommt ist schlecht.
§2 : wen doch mal Abweichungen existieren, tritt automatisch §1 in Kraft .
Dir ist nicht zu helfen.

BGE
k***@front.ru
2012-11-29 05:19:40 UTC
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Post by Boris Gerlach
Post by k***@front.ru
Post by Martin Ebert
Post by Frank Stranach
"Martin Ebert" schrieb
Post by Martin Ebert
(man kann auch sagen gleichmacherische
Was soll da "gleichmacherisch" gewesen sein?
Die "Lehrplaene, die nur grobe Richtlinien sind? " gab es auch nicht,
es wurde detailliert vorgegeben und die Lehrbücher waren republikweit
einheitlich und das Material der Lehrer genau darauf abgestimmt.
Gleichmacherisch.
Natürlich.
Wen man das Überlegene westdeutsche dreistufige Bildungssystem
betrachtet. Da ist es eben nur einer kleinen ausgewählten Elite
vorbehalten alles zu wissen.
Ich find das Klasse.
Das musst du nicht betonen, das hätten hier fast alle auch so geglaubt.
Post by Boris Gerlach
Jeder ist anders veranlagt.
Porsche zB. will keine Abiturienten am Band haben.
Die haun ja dann doch wieder ab und wir haben sie
umsonst angelernt. So hat Porsche eine Quote an allen
drei Schularten. 60% Gymmi, 20% Realschule 20% Hauptschule.
(Die Zahlen mussen nicht genau stimmen)
Post by k***@front.ru
Proleten und anderer Abschaum werden klein gehalten. so was dient nun
mal der Sicherheit des Staates.
Fast 50 % aller Schueler machen Abitur hier runten.
Wieviel war das in der DDR??? 5%? Und davon wieviel % NVA und Stasi
und Parteinachwuchs und sonstewas?
Im Gegenteil ich hab nie wieder einen Staat erlebt, der Bildung so als
politische Waffe gesehen haette wie die Zone. "Wenn Du nicht spurst,
darfst Du nicht studieren" oder "Sowas wie Sie wird hier nie studieren"
oder "Ein Soldat mit dieser Einstellung studiert nicht, dafuer sorge
ich persoenlich O-Ton." Major Jeserich. Solche Saetze hast Du also nie
gehoert? Na vielleicht warst Du ja bei Deiner geschliffenen
Ausdrucksweise der, der diese Saetze ausprechen durfte??
Ach und da hat man dich studieren lassen?
Irgendwas müssen die ja deiner Meinung nach falsch gemacht haben.
Post by Boris Gerlach
Post by k***@front.ru
In der verdammten DDR war es jedem Dödel gestatte alles zu lernen.
Dieser Satz ist unwahr und falsch.
Du musstest nur gut sein :)
Hehe ich denke du hast Abi und Studium gemacht in der DDR, stimmt das jetzt
nicht mehr oder alles Alptraum?
Post by Boris Gerlach
Post by k***@front.ru
So was
muss im Interesse des Staates unterbunden werden. Wo kämen wir den Hin
wen jeder Pöbel sofort die Lügen der Regierung durchschauen würde.?
Genau das fand in der Zone statt.
Nö, sonst wäre da niemand auf die Straße gegangen.
Niemand hätte nen Ausreiseantrag gestellt, und die Mauertoten hätte es auch
nicht gegeben.
Post by Boris Gerlach
Du verdrehst also die Tatsachen voellig.
Nö das findet jetzt und hier statt.
wen du das nicht merkst??
Post by Boris Gerlach
Post by k***@front.ru
Eventuell kämen die ( das doofe Volk ) auf die Idee so was wie 1989 auch
in der freiheitlichen Bundesrepublik durchzuziehen.
( Gott bewahre uns)
Es ist eigentlich auch völlig egal wie des DDR Bildungssystem war.
§1: Alles was aus dem Osten kommt ist schlecht.
§2 : wen doch mal Abweichungen existieren, tritt automatisch §1 in Kraft .
Dir ist nicht zu helfen.
BGE
Sag mal wirst du für so was bezahlt.
Ernsthaft kann das nicht sein.


gk
--
Irgendwann emulieren wir euch alle.
Boris Gerlach
2012-11-29 05:39:33 UTC
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Post by k***@front.ru
Post by Boris Gerlach
Post by k***@front.ru
Post by Martin Ebert
Post by Frank Stranach
"Martin Ebert" schrieb
Post by Martin Ebert
(man kann auch sagen gleichmacherische
Was soll da "gleichmacherisch" gewesen sein?
Die "Lehrplaene, die nur grobe Richtlinien sind? " gab es auch nicht,
es wurde detailliert vorgegeben und die Lehrbücher waren republikweit
einheitlich und das Material der Lehrer genau darauf abgestimmt.
Gleichmacherisch.
Natürlich.
Wen man das Überlegene westdeutsche dreistufige Bildungssystem
betrachtet. Da ist es eben nur einer kleinen ausgewählten Elite
vorbehalten alles zu wissen.
Ich find das Klasse.
Das musst du nicht betonen, das hätten hier fast alle auch so geglaubt.
Siehste, verlaessliche politische Einstellung.
Darauf kann man sich verlassen.
Post by k***@front.ru
Post by Boris Gerlach
Jeder ist anders veranlagt.
Porsche zB. will keine Abiturienten am Band haben.
Die haun ja dann doch wieder ab und wir haben sie
umsonst angelernt. So hat Porsche eine Quote an allen
drei Schularten. 60% Gymmi, 20% Realschule 20% Hauptschule.
(Die Zahlen mussen nicht genau stimmen)
Post by k***@front.ru
Proleten und anderer Abschaum werden klein gehalten. so was dient nun
mal der Sicherheit des Staates.
Fast 50 % aller Schueler machen Abitur hier runten.
Wieviel war das in der DDR??? 5%? Und davon wieviel % NVA und Stasi
und Parteinachwuchs und sonstewas?
Im Gegenteil ich hab nie wieder einen Staat erlebt, der Bildung so als
politische Waffe gesehen haette wie die Zone. "Wenn Du nicht spurst,
darfst Du nicht studieren" oder "Sowas wie Sie wird hier nie studieren"
oder "Ein Soldat mit dieser Einstellung studiert nicht, dafuer sorge
ich persoenlich O-Ton." Major Jeserich. Solche Saetze hast Du also nie
gehoert? Na vielleicht warst Du ja bei Deiner geschliffenen
Ausdrucksweise der, der diese Saetze ausprechen durfte??
Ach und da hat man dich studieren lassen?
Irgendwas müssen die ja deiner Meinung nach falsch gemacht haben.
Ja das hab ich hier schonmal erzaehlt wie das kam.
Stichpunkt Schluesseltechnologiekampagne und
katastrophaler Mangel an IT bzw Rechenknechten aka
HW und SW Ingenieuren. Da hatte sogar ich eine Chance
ein dreijaehrihges Fachschulstudium nach der Lehre
und der Armeezeit zu beginnen. Glueck gehabt, dass
da so ein Mangel herrschte. Da mussten se sogar auf mich
zurueckgreifen auch ohne Abitur.
uebrigens im Gegensatz zur POS war diese Fachschule in
Berlin, die dann waehrend meines Studiums zur Fachhochschule
wurde das ganze Gegenteil der POS. Da kamen Leute zusammen,
die Technik studierten. Da hielten sich die Politniks
auffallend zurueck.. Das war die Linie. Obwohl wir auch
Pol Oek hatten und rote Woche und und und. Aber das war
Mitte der 80er nur noch laecherlich.
Post by k***@front.ru
Post by Boris Gerlach
Post by k***@front.ru
In der verdammten DDR war es jedem Dödel gestatte
alles zu lernen.
Dieser Satz ist unwahr und falsch.
Du musstest nur gut sein :)
Nee, Du musstest einer von "denen" sein.
Post by k***@front.ru
Hehe ich denke du hast Abi und Studium gemacht in der DDR,
stimmt das jetzt nicht mehr oder alles Alptraum?
Abi nicht. Fachschule ja.
Post by k***@front.ru
Post by Boris Gerlach
Post by k***@front.ru
So was
muss im Interesse des Staates unterbunden werden.
Wo kämen wir den Hin wen jeder Pöbel sofort die Lügen der
Regierung durchschauen würde.?
Genau das fand in der Zone statt.
Nö, sonst wäre da niemand auf die Straße gegangen.
Niemand hätte nen Ausreiseantrag gestellt, und die Mauertoten
hätte es auch nicht gegeben.
Oh die ganz grosse Keule.
Und das alles wegen dem Bildungssystem?
Post by k***@front.ru
Post by Boris Gerlach
Du verdrehst also die Tatsachen voellig.
Nö das findet jetzt und hier statt.
wen du das nicht merkst??
Das findet hier nicht statt. Punkt.
Und das weisst Du.
Post by k***@front.ru
Sag mal wirst du für so was bezahlt.
Wir hatten doch schon rausgefunden, dass Du hier den 8-Groschen Jungen
gibst. Was soll also diese bloede Bemerkung, nur weil ich ne andere
Meinung habe als Du??

BGE
Vinzent Höfler
2012-11-29 07:08:23 UTC
Permalink
Post by Boris Gerlach
Porsche zB. will keine Abiturienten am Band
haben.
Die haun ja dann doch wieder ab und
werden Frisöse.


Vinzent.
Christoph Maercker
2012-11-29 12:20:35 UTC
Permalink
Post by Boris Gerlach
Ich find das Klasse. Jeder ist anders veranlagt.
Wobei gerade Finnland, wenn überhaupt etwas aus der DDR, so die
gemeinsame Schule bis zur 8. Klasse übernommen hat. Darauf wurde
jedenfalls beim ersten PISA-Einschlag in der hiesigen Lokalpresse
hingewiesen.
Post by Boris Gerlach
Post by k***@front.ru
Proleten und anderer Abschaum werden klein gehalten. so was dient nun
mal der Sicherheit des Staates.
Fast 50 % aller Schueler machen Abitur hier runten.
ACK, Abi und akadämliche Titel haben sich in den letzten Jahrzehnten
inflationär vergebreitet. Zu Reichs-Zeiten hatte schon ein simpler
"Ing." Seltenheitswert, heute haben unter 30-Jährige schon 'nen "Prof.".
Post by Boris Gerlach
Wieviel war das in der DDR??? 5%? Und davon wieviel % NVA und Stasi
und Parteinachwuchs und sonstewas?
WIMRE was um die 20%, evtl. verwexle ich das aber mit der Gesamtzahl der
Hoch- und Fachschulabsolventen.
Post by Boris Gerlach
Im Gegenteil ich hab nie wieder einen Staat erlebt, der Bildung so als
politische Waffe gesehen haette wie die Zone. "Wenn Du nicht spurst,
darfst Du nicht studieren" oder "Sowas wie Sie wird hier nie studieren"
oder "Ein Soldat mit dieser Einstellung studiert nicht, dafuer sorge
ich persoenlich O-Ton." Major Jeserich.
Gemäßigte Diktaturen zeichnen sich halt dadurch aus, dass sie statt
Leute physisch zu drangslieren, psychische Druckmittel anwenden. In
einem System, dessen Macht nicht auf Privateigentum an PM, sondern auf
Arbeitsteilung (Produktion vs. Planung/Leitung) beruht, ist Bildung
natürlich ein erstklassiges Mittel, um speziell Jugendliche zu
disziplinieren.
Post by Boris Gerlach
Post by k***@front.ru
In der verdammten DDR war es jedem Dödel gestatte alles zu lernen.
Im Prinzip ja, aber nur im Rahmen der "volkswirtschaftlichen
Möglichkeiten". WIMRE stand das sogar so ähnlich in der 1968er Verfassung.
Post by Boris Gerlach
Post by k***@front.ru
So was muss im Interesse des Staates unterbunden werden. Wo kämen wir den Hin
wen jeder Pöbel sofort die Lügen der Regierung durchschauen würde.?
Genau das fand in der Zone statt. Du verdrehst also die Tatsachen voellig.
Nicht ganz: In der DDR waren sich im Gegensatz zum Dritten Reich die
meisten Leute darüber im klaren, dass die offizielle Lehre irgendwie
Schwindel war. Aber nur ganz wenige haben sie wirklich durchschaut oder
gar widerlegen können. Den meisten ging sie einfach am A... ab.
Post by Boris Gerlach
Post by k***@front.ru
Eventuell kämen die ( das doofe Volk ) auf die Idee so was wie 1989
auch in der freiheitlichen Bundesrepublik durchzuziehen.
Wenn das soo eimfach wär ... die Zeit ist ja längst überreif dafür. ;-)
--
CU Chr. Maercker.

Transport + Sport = Radfahren
Gerald Endres
2012-11-29 13:14:24 UTC
Permalink
Post by Christoph Maercker
Wobei gerade Finnland, wenn überhaupt etwas aus der DDR, so die
gemeinsame Schule bis zur 8. Klasse übernommen hat. Darauf wurde
jedenfalls beim ersten PISA-Einschlag in der hiesigen Lokalpresse
hingewiesen.
Was völliger Quatsch ist. Das musste Finnland nicht von der DDR
übernehmen. Dieses Schulssystem ist in extrem vielen Ländern üblich.
Da ist eher das westdeutsche dreigliedrige System mit seiner frühen
Auslese meistens nach der vierten Klasse ein unüblicher (und übrigens
falscher) Sonderweg.

Wer hat's erfunden? Ganz bestimmt nicht die DDR.

Auf solche Ideen müssen bildungspolitische Analphabeten gekommen sein,
die nicht einmal wissen, welches Schulsystem die USA oder England
haben.

Gruß
Gerald
Karl Herrenruhe
2012-11-29 14:14:36 UTC
Permalink
"Gerald Endres" schrieb
Post by Gerald Endres
Was völliger Quatsch ist. Das musste Finnland nicht von der DDR
übernehmen.
aber studieren, weswegen sie auch da waren und es sich angesehen haben.

Das funktioniert aber nur wenn man un-voreingenommen an die Sache rangeht.

Mit dümmlichen Sturköppen geht sowas halt nicht.
Paul Panter
2012-11-29 17:39:06 UTC
Permalink
Am 29.11.2012 14:14, schrieb Gerald Endres:

[SNIP]
Post by Gerald Endres
die nicht einmal wissen, welches Schulsystem die USA oder England
haben.
Die USA und England haben Schulsysteme? Eine echt gewagte Behauptung!
Post by Gerald Endres
Gruß
Gerald
Paule
--
Fliegendes Spaghettimonster das DU bist im Himmel
geheiligt werden deine Anhängsel
Deine Piraten kommen
Deine Soße geschehe
wie im Himmel so auch auf hoher See
Unser täglich Pasta gib uns heute,
Und vergib uns unsere Reiskugeln
Wie auch wir vergeben unseren ... *hustnuschel*
Und führe uns nicht nach Kansas,
Sondern erlöse uns von den Kreationisten
Denn dein ist die Soße
Und der Käse
Und die Fleischklößchen
In Ewigkeit

RAmen
Boris Gerlach
2012-11-29 20:37:03 UTC
Permalink
Post by Paul Panter
[SNIP]
Post by Gerald Endres
die nicht einmal wissen, welches Schulsystem die USA oder England
haben.
Die USA und England haben Schulsysteme? Eine echt gewagte Behauptung!
Post by Gerald Endres
Gruß
Gerald
Paule
Wo kommen denn bloss immer diese ganzen US Nobelpreistreager her??

BGE
Uwe Schickedanz
2012-11-29 14:01:53 UTC
Permalink
On Thu, 29 Nov 2012 05:38:37 +0100, Boris Gerlach
Post by Boris Gerlach
"Ein Soldat mit dieser Einstellung studiert nicht, dafuer sorge
ich persoenlich O-Ton."
Das hat mir auch mal einer versprochen. Als ich wieder zu Hause war,
stellte ich fest, daß die Aussage eines Vorgesetzten im Zivilleben
keine Sau interessiert.

Gruß Uwe
--
Alle Chinesen, die Tibetisch sprechen und die tibetische
Kultur respektieren, können bleiben, sofern es nicht zu viele
sind. All jene Chinesen, die der Meinung sind, dass Tibeter
stinken, sollten unser Land lieber verlassen. Dalai Lama
Karl Herrenruhe
2012-11-29 14:11:34 UTC
Permalink
Post by Boris Gerlach
Fast 50 % aller Schueler machen Abitur hier runten.
Wieviel war das in der DDR??? 5%?
gefühlte 30%

aber klar das bei den Wessis so viele Abi machen müssen.

Die haben nach dem Abi erst die Mathe-Kenntnisse die ein Ossi nach 10 Jahren
POS schon hatte.
Post by Boris Gerlach
Und davon wieviel % NVA und Stasi
in meiner Klasse ehr Null
Uwe Schickedanz
2012-11-29 14:22:40 UTC
Permalink
On Thu, 29 Nov 2012 15:11:34 +0100, "Karl Herrenruhe"
Post by Karl Herrenruhe
aber klar das bei den Wessis so viele Abi machen müssen.
Die haben nach dem Abi erst die Mathe-Kenntnisse die ein Ossi nach 10 Jahren
POS schon hatte.
Ich erinnere mich an einen Lehrling (Vermessungstechniker) mit
Realschulabschluß, der einräumte, eine ihm übertragene Aufgabe nicht
lösen zu können, weil Winkelfunktionen Abiturstoff seien. Vom Satz des
Pythagoras hatte er auch noch nichts gehört.

Wann war das in der POS dran? Siebte oder achte? Ich tendiere zu
ersterem.

Gruß Uwe
--
Alle Chinesen, die Tibetisch sprechen und die tibetische
Kultur respektieren, können bleiben, sofern es nicht zu viele
sind. All jene Chinesen, die der Meinung sind, dass Tibeter
stinken, sollten unser Land lieber verlassen. Dalai Lama
Marcus Boot
2012-11-29 17:45:45 UTC
Permalink
"Uwe Schickedanz" schrieb
Vom Satz des Pythagoras hatte er auch noch nichts gehört.
Alle die Mathe abwählten könne das im Westen nicht, die kennen den nichtmal
dem Namen nach, auch nicht mit UNI-Abschluss. Nur die Technik affinen Wessis
kennen den und können damit umgehen. Einer meiner Chef brach mal in Lachen
aus, weil er dachte ich mache einen Witz, weil ich einen Lösung mit dem Satz
d. P. beschrieb.

Eigentlich braucht man den öfters, wie man ohne auskommt is mir ein Rätzel.
Gerald Endres
2012-11-29 19:39:18 UTC
Permalink
Post by Marcus Boot
Alle die Mathe abwählten könne das im Westen nicht, die kennen den nichtmal
dem Namen nach, auch nicht mit UNI-Abschluss. Nur die Technik affinen Wessis
kennen den und können damit umgehen. Einer meiner Chef brach mal in Lachen
aus, weil er dachte ich mache einen Witz, weil ich einen Lösung mit dem Satz
d. P. beschrieb.
Offensichtlich hast du in deiner Ost-Schule nicht gelernt, dass man
sich kundig machen sollte, bevor man Behauptungen in die Welt setzt.
Ich habe mein Abitur an einem humanistischen Gymnasium gemacht, dessen
Direktor, ein schrulliger Altsprachler, öffentlich erklärte, ein
anständiger Mensch käme mit den vier Grundrechnungsarten durchs Leben.

Dennoch habe ich da den Satz des Pythagoras kennengelernt, und zwar in
der Mittelstufe. Auch heute gilt: Bis jemand zu den Wahlmöglichkeiten
der Oberstufe kommt, hat er diesen Satz längst durchgenommen,
abgesehen davon, dass es mit den Möglichkeiten des "Abwählens" gerade
bei Mathe nicht weit her ist.

Kurz und schlecht: Du hast ohne nähere Kenntnis hier unzutreffende
Stammtischweisheiten verbreitet.
Uwe Schickedanz
2012-11-29 20:41:24 UTC
Permalink
On Thu, 29 Nov 2012 18:45:45 +0100, "Marcus Boot"
Post by Marcus Boot
"Uwe Schickedanz" schrieb
Vom Satz des Pythagoras hatte er auch noch nichts gehört.
Alle die Mathe abwählten...
Deine Lesekompetenz hat deutlich Potential.

Es ging um Realschüler, da is nix mit "abwählen".


Gruß Uwe
--
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Kultur respektieren, können bleiben, sofern es nicht zu viele
sind. All jene Chinesen, die der Meinung sind, dass Tibeter
stinken, sollten unser Land lieber verlassen. Dalai Lama
Martin Ebert
2012-11-29 21:15:23 UTC
Permalink
Am 29.11.2012 18:45, schrieb Marcus Boot:

aioe.org
Gerald Endres
2012-11-29 14:59:33 UTC
Permalink
Post by Karl Herrenruhe
aber klar das bei den Wessis so viele Abi machen müssen.
Die haben nach dem Abi erst die Mathe-Kenntnisse die ein Ossi nach 10 Jahren
POS schon hatte.
Stattdessen erkennen sie einen Relativsatz und wissen, wo ein Komma
gesetzt werden muss.

Gerald
(Manchmal ist ein spelling flame durchaus angemessen)
Lars Gebauer
2012-11-29 15:23:04 UTC
Permalink
Post by Gerald Endres
Post by Karl Herrenruhe
aber klar das bei den Wessis so viele Abi machen müssen.
Die haben nach dem Abi erst die Mathe-Kenntnisse die ein Ossi nach 10 Jahren
POS schon hatte.
Stattdessen erkennen sie einen Relativsatz und wissen, wo ein Komma
gesetzt werden muss.
Gerald
(Manchmal ist ein spelling flame durchaus angemessen)
Dafür wissen sie nicht, wo ein Punkt gesetzt werden muß.
Paul Panter
2012-11-29 17:44:18 UTC
Permalink
Post by Gerald Endres
Post by Karl Herrenruhe
aber klar das bei den Wessis so viele Abi machen müssen.
Die haben nach dem Abi erst die Mathe-Kenntnisse die ein Ossi nach 10 Jahren
POS schon hatte.
Stattdessen erkennen sie einen Relativsatz und wissen, wo ein Komma
gesetzt werden muss.
Gerald
(Manchmal ist ein spelling flame durchaus angemessen)
Oh man, Kommas oder im Ösieland auch Beistriche genannt, jetzt wirds
wirklich peinlich Herr Enders. Sie lassen hier eindeutig den
Korinthenkacker raushängen, etwa auf dem Niveau eines Herrn Glaser aus
dem Mühlviertel, der dürfte Lesern anderer NG ein Begriff sein.

Paule
--
Fliegendes Spaghettimonster das DU bist im Himmel
geheiligt werden deine Anhängsel
Deine Piraten kommen
Deine Soße geschehe
wie im Himmel so auch auf hoher See
Unser täglich Pasta gib uns heute,
Und vergib uns unsere Reiskugeln
Wie auch wir vergeben unseren ... *hustnuschel*
Und führe uns nicht nach Kansas,
Sondern erlöse uns von den Kreationisten
Denn dein ist die Soße
Und der Käse
Und die Fleischklößchen
In Ewigkeit

RAmen
Guido Grohmann
2012-11-29 18:32:30 UTC
Permalink
Post by Karl Herrenruhe
aber klar das bei den Wessis so viele Abi machen müssen.
Die haben nach dem Abi erst die Mathe-Kenntnisse die ein Ossi nach 10
Jahren POS schon hatte.
Da möchte ich starke Zweifel anbringen - man kann Mathe auch abwählen.
Post by Karl Herrenruhe
Post by Boris Gerlach
Und davon wieviel % NVA und Stasi
in meiner Klasse ehr Null
Von 16 Leuten in meiner Abi-Klasse war es genau einer. Außerdem gabs
noch eine, die wollte Medizin studieren und versuchte es über die NVA.

Guido
Peter Veith
2012-11-29 20:23:35 UTC
Permalink
Post by Guido Grohmann
Da möchte ich starke Zweifel anbringen - man kann Mathe auch abwählen.
Das soll sich geändert haben und jenes "mit-Sport-&-Religion-zum-Abitur"
nicht mehr geben, so sagte "man" hier:
<http://groups.google.com/group/de.etc.sprache.deutsch/browse_thread/thread/bb1909d350cf12a/e0accda56a7709da>

Veith
--
Geschichte(n), Strukturen & Bilder der LSK/LV
http://www.DDR-Luftwaffe.de
Wolfgang Schwanke
2012-11-29 21:00:47 UTC
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Post by Peter Veith
Post by Guido Grohmann
Da möchte ich starke Zweifel anbringen - man kann Mathe auch
abwählen.
Das soll sich geändert haben und jenes
"mit-Sport-&-Religion-zum-Abitur" nicht mehr geben,
Das hat es noch nie gegeben. Du baust dir da auch deine Legenden
zusammen.
--
Tank nur das gute Super rein

http://www.wschwanke.de/ http://www.fotos-aus-der-luft.de/
usenet_20031215 (AT) wschwanke (DOT) de
Bernd Ullrich
2012-11-28 20:53:32 UTC
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"Martin Ebert
[...]
Post by Martin Ebert
Der feige DDR-Bürger versteckt sich gern hinter einem imaginären "wir".
Der feige BRD-Bürger versteckt sich gerne hinter einem "Ich und alle
anderen BRD Bürger diegenauso freiheitlich ticken"...
Dressur ist öffentlich

BU
Peter Veith
2012-11-28 21:18:20 UTC
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"Martin Ebert [...]
Post by Martin Ebert
Der feige DDR-Bürger versteckt sich gern hinter einem imaginären "wir".
Der feige BRD-Bürger versteckt sich gerne hinter einem "Ich und alle
anderen BRD Bürger diegenauso freiheitlich ticken"...
Dressur ist öffentlich
Mich verwundert der "wir"-Vorwurf. Wir :-D waren doch immer so feige und
haben das Wörtchen *man* verwendet ;)

Übrigens, m.W. wurde aus dem "anonymen" Behördenleiter erst in den
1930er Jahren *der* Polizeipräsident, der Minister etc., in dessen Namen
seine untergebenen stets nur schreiben. Ausgedrückt mit jenen "Im
Auftrag". Das Führer-Prinzip hat sich insoweit in der BRD erhalten.

Am "wir" hätte ich höchsten das "Pluralis Majestatis" bekrittelt, also
ggf. ein "Nicht in meinem Namen".

Veith
--
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http://www.DDR-Luftwaffe.de
Frank Stranach
2012-11-28 22:27:31 UTC
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"Martin Ebert" schrieb
Post by Martin Ebert
Der feige DDR-Bürger versteckt sich gern hinter einem imaginären "wir".
Du beweist doch nur mal wider aufs neue, das Du ein völlig verblödetes
dummes Schwein bist!
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