Discussion:
Ruhla-Uhren aus der DDR
(zu alt für eine Antwort)
klaus reile
2020-12-11 09:34:22 UTC
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Zu dem hiesigen thread über Casio-Uhren fällt mir ein: Ich war noch
nicht lange im Westen und kaufte aus nostalgischen Gründen bei Quelle
oder Neckermann eine Uhr aus Ruhla. Die sah gut aus, ging aber nur
einen Tag. Man tauschte mir die Uhr anstandslos um. Gegen eine, die es
auch nicht viel länger tat. Dann gab man mir den Kaufpreis zurück.
Eigentlich hatten Uhren aus Ruhla doch einen guten Ruf. Ein später
gekaufter Reisewecker von der Grösse einer Streichholzschachtel auch
von Ruhla begleitete mich viele Jahre. So kleine Wecker gab es meines
Wissens im Westen damals nicht.

Klaus
--
Natürlich hat jeder eine eigene Meinung. Nur weiss auch jeder,
wo diese eigene Meinung herkommt? (Lisa Fitz)

Glaube wenig. Hinterfrage alles. Denke selbst.
Achim Ebeling
2020-12-11 11:38:15 UTC
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Post by klaus reile
Ein später
gekaufter Reisewecker von der Grösse einer Streichholzschachtel auch
von Ruhla begleitete mich viele Jahre. So kleine Wecker gab es meines
Wissens im Westen damals nicht.
Wann war das, und was war das für ein Wecker?

Ich hatte einen "Sumatic" von meiner Brigade zum Geburtstag geschenkt
bekommen.
Den hatte ich auch noch im freien Teil Deutschlands in Gebrauch.
Als er den Geist aufgab, konnte ihn hier (im freien Teil Deutschlands)
leider niemand reparieren.
Schade, war ein sehr gutes Teil.
--
Bis denne
Achim
klaus reile
2020-12-11 12:00:39 UTC
Permalink
On Fri, 11 Dec 2020 12:38:15 +0100
Post by Achim Ebeling
Post by klaus reile
Ein später
gekaufter Reisewecker von der Grösse einer Streichholzschachtel auch
von Ruhla begleitete mich viele Jahre. So kleine Wecker gab es
meines Wissens im Westen damals nicht.
Wann war das, und was war das für ein Wecker?
Das muss so etwa Anfang der 70er gewesen sein. Wenn ich mich recht
erinnere, war in ein streichholzschachtelgrosses viereckiges Gehäuse
eine Art Armbanduhr (natürlich ohne Armband) eingebaut die man auch mit
der Hand aufziehen und stellen musste. Und ich meine, es war eine
Ruhlaer Uhr. Wie das Teil insgesamt hiess, weiss ich heute nicht mehr.

Klaus

Ups, hab' gerade mal geguckt, wenn der hier etwa die Grösse hatte,
könnte es so einer gewesen sein:

https://www.ddr-museum.de/fr/collection/objects/1021791
Post by Achim Ebeling
Ich hatte einen "Sumatic" von meiner Brigade zum Geburtstag geschenkt
bekommen.
Den hatte ich auch noch im freien Teil Deutschlands in Gebrauch.
Als er den Geist aufgab, konnte ihn hier (im freien Teil
Deutschlands) leider niemand reparieren.
Schade, war ein sehr gutes Teil.
--
Bis denne
Achim
--
Natürlich hat jeder eine eigene Meinung. Nur weiss auch jeder,
wo diese eigene Meinung herkommt? (Lisa Fitz)

Glaube wenig. Hinterfrage alles. Denke selbst.
Peter Veith
2020-12-11 12:45:11 UTC
Permalink
Post by Achim Ebeling
Den hatte ich auch noch im freien Teil Deutschlands in Gebrauch.
Als er den Geist aufgab, konnte ihn hier (im freien Teil Deutschlands)
Ok, dann springe ich mal über das von dir mehrfach hingehaltenen Stöckchen:

Welchen Teil meinst Du mit dem "freien Teil Deutschlands"? Also, frei von was
und von wem? BTW Die Amis mit ihren Atomwaffen sind immer noch hier.

<trallala>Deutschland wird dann erst frei und schön,
wenn Ost und West zusammensteh'n
und Friedensfahnen weh'n</trallala>

Peter
Achim Ebeling
2020-12-11 14:47:21 UTC
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Post by Peter Veith
Post by Achim Ebeling
Den hatte ich auch noch im freien Teil Deutschlands in Gebrauch.
Als er den Geist aufgab, konnte ihn hier (im freien Teil Deutschlands)
Welchen Teil meinst Du mit dem "freien Teil Deutschlands"?
Nun, die bundesrepublik Deutschland bezeichnete sich doch immer als den
freien Teil Deutschlands.
Das dieses Deutschland bis heute nicht so ganz frei ist, lassen wir mal
beiseite.

Übrigens, die Bundesrepublik Deutschland durfte damals nicht mit "BRD"
abgekürzt werden.
Wenn schon dennschon nur als "BR-Deutschland".
--
Bis denne
Achim
Frank Hucklenbroich
2020-12-14 13:26:01 UTC
Permalink
Post by Achim Ebeling
Übrigens, die Bundesrepublik Deutschland durfte damals nicht mit "BRD"
abgekürzt werden.
Wenn schon dennschon nur als "BR-Deutschland".
"Durfte nicht" ist sicher übertrieben. In manchen Bereichen, z.B. im Sport,
war das schon üblich.

Es wurde aber in der Presse möglichst vermieden.

Grüße,

Frank
Peter Veith
2020-12-14 13:41:29 UTC
Permalink
Post by Frank Hucklenbroich
Post by Achim Ebeling
Übrigens, die Bundesrepublik Deutschland durfte damals nicht mit "BRD"
abgekürzt werden.
Wenn schon dennschon nur als "BR-Deutschland".
"Durfte nicht" ist sicher übertrieben.
Negativ.

Erst ab den 1970ern (Grundlagenvertrag) lockerte sich das Regime.
Da gibt es viele Aufsätze / Artikel aus den 1990ern zum Thema.
Post by Frank Hucklenbroich
In manchen Bereichen, z.B. im Sport, war das schon üblich.
Gerade da wurde ein harter Kampf um "GER" oder "FRG" geführt ...
"GDR" war keinThema.
Post by Frank Hucklenbroich
Es wurde aber in der Presse möglichst vermieden.
Es gab und es gibt Sprachregelungen für und bei der Presse, im
Öffentlichen Bereich (Schulen!) sogar in Form von ministeriellen Erlassen
... und da muß sich der Beschäftigte schon dran halten.

Peter
F.K.Siebert
2020-12-14 13:56:22 UTC
Permalink
Post by Peter Veith
Es gab und es gibt Sprachregelungen für und bei der Presse, im
Öffentlichen Bereich (Schulen!) sogar in Form von ministeriellen Erlassen
... und da muß sich der Beschäftigte schon dran halten.
Peter
Das ist Unsinn!

Das wäre gegen die Pressefreiheit und das Grundgesetz.
--
Gruß
F.K.
Frank Möller
2020-12-14 14:02:34 UTC
Permalink
Post by F.K.Siebert
Post by Peter Veith
Es gab und es gibt Sprachregelungen für und bei der Presse, im
Öffentlichen Bereich (Schulen!) sogar in Form von ministeriellen Erlassen
... und da muß sich der Beschäftigte schon dran halten.
Das ist Unsinn!
Das wäre gegen die Pressefreiheit und das Grundgesetz.
LOL.

--
Torsten Mueller
2020-12-14 14:08:35 UTC
Permalink
Post by F.K.Siebert
Post by Peter Veith
Es gab und es gibt Sprachregelungen für und bei der Presse, im
Öffentlichen Bereich (Schulen!) sogar in Form von ministeriellen Erlassen
... und da muß sich der Beschäftigte schon dran halten.
Das ist Unsinn!
Das wäre gegen die Pressefreiheit und das Grundgesetz.
Du möchtest vielleicht einmal hier weiterlesen:

https://www.publicomag.com/2019/02/sie-werden-geframt-von-ihrer-ard/

Oder wenn Du's seriöser magst (Qualitätspresse):

https://www.sueddeutsche.de/medien/ard-framing-manual-rundfunkbeitrag-sprache-1.4335445

T.M.
Frank Möller
2020-12-14 16:44:33 UTC
Permalink
Post by Torsten Mueller
Post by F.K.Siebert
Post by Peter Veith
Es gab und es gibt Sprachregelungen für und bei der Presse, im
Öffentlichen Bereich (Schulen!) sogar in Form von ministeriellen Erlassen
... und da muß sich der Beschäftigte schon dran halten.
Das ist Unsinn!
Das wäre gegen die Pressefreiheit und das Grundgesetz.
https://www.publicomag.com/2019/02/sie-werden-geframt-von-ihrer-ard/
https://www.sueddeutsche.de/medien/ard-framing-manual-rundfunkbeitrag-sprache-1.4335445
Das gab es auch schon _vor_ diesem Pamphlet, z. B. hat man schon von Anfang
an, mit der Zeit mehr und mehr und letztlich so lange von
"Hartz-IV-Empfängern" gesprochen, daß heute praktisch unisono und
inzwischen auch von Vertretern der "Linken" dieser Begriff verwendet wird.

Vorher hat man noch Begriffe wie "Hartz-IV-Betroffene", "ALG-II-Betroffene"
oder wenigstens "Hartz-IV-Bezieher" verwendet.

Außerdem kommt noch diese sog. "leichte Sprache" oder "einfache Sprache"
hinzu, die die sich vor ein paar Jahren selber verordnet haben.

Angefangen hat das z. B. damit, daß in Müllsendungen AKA "Brisant" nur noch
eine einzige Zeitform, nämlich der Präsenz, verwendet wurde: "In
<Ortschaft> fällt heute morgen ein Baum um und erschlägt 3 Menschen." Da
war das Ereignis aber längst Geschichte und man hätte das Präteritum oder
das Perfekt verwenden _müssen_.

Diese gezielte Sprachvergewaltigung ist inzwischen auch in sämtlichen
Nachrichtensendungen angekommen.

Zur Zeit kommt aktuell noch ein exponentieller Ausbau des Genderwahns dazu:
"... sagen Expert <deutlich hörbares Doppelleerzeichen> innen, daß ...

--
René Marquardt
2020-12-14 23:10:07 UTC
Permalink
Post by Frank Möller
Angefangen hat das z. B. damit, daß in Müllsendungen AKA "Brisant" nur noch
eine einzige Zeitform, nämlich der Präsenz, verwendet wurde: "In
<Ortschaft> fällt heute morgen ein Baum um und erschlägt 3 Menschen." Da
war das Ereignis aber längst Geschichte und man hätte das Präteritum oder
das Perfekt verwenden _müssen_.
Diese gezielte Sprachvergewaltigung ist inzwischen auch in sämtlichen
Nachrichtensendungen angekommen.
Ob das bei Brisant angefangen hat, weiss ich nicht. Aber auf den Sack
geht es mir sehr. Auch in gedruckten Nachrichtenerzeugnissen und bei
Wikipaedium sowieso. "Am zwoelfzehnten Dingsember kommt vor 342 Jahren
der bekannte Rittersmann Hansi auf die Welt." Neeeeeein! Es kam, oder
besser noch er ist auf die Welt gekommen.
Frank Möller
2020-12-15 06:17:37 UTC
Permalink
Post by René Marquardt
Post by Frank Möller
Angefangen hat das z. B. damit, daß in Müllsendungen AKA "Brisant" nur noch
eine einzige Zeitform, nämlich der Präsenz, verwendet wurde: "In
<Ortschaft> fällt heute morgen ein Baum um und erschlägt 3 Menschen." Da
war das Ereignis aber längst Geschichte und man hätte das Präteritum oder
das Perfekt verwenden _müssen_.
Diese gezielte Sprachvergewaltigung ist inzwischen auch in sämtlichen
Nachrichtensendungen angekommen.
Ob das bei Brisant angefangen hat, weiss ich nicht.
Aber ich. ;-]
Post by René Marquardt
Aber auf den Sack geht es mir sehr. Auch in gedruckten
Nachrichtenerzeugnissen und bei Wikipaedium sowieso. "Am zwoelfzehnten
Dingsember kommt vor 342 Jahren der bekannte Rittersmann Hansi auf die
Welt." Neeeeeein! Es kam, oder besser noch er ist auf die Welt gekommen.
--
Torsten Mueller
2020-12-15 07:27:22 UTC
Permalink
Post by Frank Möller
Post by Torsten Mueller
https://www.publicomag.com/2019/02/sie-werden-geframt-von-ihrer-ard/
https://www.sueddeutsche.de/medien/ard-framing-manual-rundfunkbeitrag-sprache-1.4335445
Das gab es auch schon _vor_ diesem Pamphlet,
Ja, aber dieses auch von Verantwortlichen nicht mehr bestrittene
Framework ist ein Beweis. Und Herr Siebert hat's nicht so mit einfach so
geäußerten Meinungen, das kann ja jeder.
Post by Frank Möller
Angefangen hat das z. B. damit, daß in Müllsendungen AKA "Brisant" nur
noch eine einzige Zeitform, nämlich der Präsenz, verwendet wurde: "In
<Ortschaft> fällt heute morgen ein Baum um und erschlägt 3 Menschen."
Da war das Ereignis aber längst Geschichte und man hätte das
Präteritum oder das Perfekt verwenden _müssen_.
Ich schrub vor Jahren einen rant dazu. Der brisant-Satz, den ich zum
Anlaß nahm, lautete sinngemäß "Am Samstag bringt ein Mann in
Castrup-Rauxel seine Frau und seine vier Kinder um." Klares Futur, denn
heute war nicht Samstag, also hätte die Polizeit noch einschreiten
können. Ich bekam daraufhin da in sprache.deutsch eine ordnungsgemäße
Belehrung darüber, wie wichtig diese extra neu entwickelte vor allem
journalistisch genutzte Schwachsinnsform sei, um Erzähltes noch
erzählter zu machen. Und natürlich hatte das auch bereits einen Namen.
Sprache verändere sich, ah, das hatte ich vergessen, Falsches ensteht
aus Richtigem durch Veränderung, und das ist dann gut und richtig so.

T.M.
Martin Ebert
2020-12-15 21:46:38 UTC
Permalink
Post by Torsten Mueller
Ich schrub vor Jahren einen rant dazu. Der brisant-Satz, den ich zum
Anlaß nahm, lautete sinngemäß "Am Samstag bringt ein Mann in
Castrup-Rauxel seine Frau und seine vier Kinder um." Klares Futur, denn
Klingt nach Protokoll-Deutsch.

Der Praktikant hat den Polizeibericht 1:1 übernommen.

Mt
Achim Ebeling
2020-12-14 14:26:37 UTC
Permalink
Post by F.K.Siebert
Post by Peter Veith
Es gab und es gibt Sprachregelungen für und bei der Presse, im
Öffentlichen Bereich (Schulen!) sogar in Form von ministeriellen Erlassen
... und da muß sich der Beschäftigte schon dran halten.
Peter
Das ist Unsinn!
Das wäre gegen die Pressefreiheit und das Grundgesetz.
Schuldigung, wenn ich einen Lachkrampf bekomme :-)
Wer reinigt nun meinen Monitor?
--
Bis denne
Achim
F.K.Siebert
2020-12-14 14:57:23 UTC
Permalink
Post by Achim Ebeling
Post by F.K.Siebert
Post by Peter Veith
Es gab und es gibt Sprachregelungen für und bei der Presse, im
Öffentlichen Bereich (Schulen!) sogar in Form von ministeriellen Erlassen
... und da muß sich der Beschäftigte schon dran halten.
Peter
Das ist Unsinn!
Das wäre gegen die Pressefreiheit und das Grundgesetz.
Schuldigung, wenn ich einen Lachkrampf bekomme :-)
...dann möge dir dein verlogenes Lachen im Halse stecken bleiben.
--
Gruß
F.K.
Gunter Kühne
2020-12-14 15:40:38 UTC
Permalink
Post by F.K.Siebert
Post by Achim Ebeling
Post by F.K.Siebert
Post by Peter Veith
Es gab und es gibt Sprachregelungen für und bei der Presse, im
Öffentlichen Bereich (Schulen!) sogar in Form von ministeriellen Erlassen
... und da muß sich der Beschäftigte schon dran halten.
Peter
Das ist Unsinn!
Das wäre gegen die Pressefreiheit und das Grundgesetz.
Schuldigung, wenn ich einen Lachkrampf bekomme :-)
...dann möge dir dein verlogenes Lachen im Halse stecken bleiben.
Aha der Typische Menschenfreund. :)
--
Kleinmut und Stolz, aus diesem Holz
Schuf der Mensch sich am sechsten Tag Gott.
Achim Ebeling
2020-12-14 15:48:39 UTC
Permalink
...möge dir dein verlogenes Lachen im Halse stecken bleiben.
Da muss ich Dich leider enttäuschen, dies wird es bestimmt nicht tun, ho
ho, ho...
--
Bis denne
Achim
Peter Veith
2020-12-14 20:01:09 UTC
Permalink
Post by F.K.Siebert
Post by Peter Veith
Es gab und es gibt Sprachregelungen für und bei der Presse, im
Öffentlichen Bereich (Schulen!) sogar in Form von ministeriellen Erlassen
... und da muß sich der Beschäftigte schon dran halten.
Das ist Unsinn!
Nun ja, vom allgemeinen Gelächter hast Du gelesen. Für Deine
Allgemeinbildung, etwas NG-Recycling von mir:

In den Westmedien wurde das "kommunistische Abkürzl BRD" erst seit 1989
offiziell zulässig, mit folgenden Artikeln:

* "Das Wortungeheuer BRD - Unverhofftes Glück im Staatsexamen"
Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 23.3.1989, S. 16

* "Wilhelm Grewe hat nicht den Begriff 'BRD' eingeführt"
Seltsames Preisausschreiben einer Gesellschaft für deutsche Sprache, Die
Welt vom 2.9.1989, S. 2

Beide sind von Prof. Dr. Dr. h.c. Friedrich-Christian Schroeder, Uni
Regensburg. Dazu kommt noch:

* "Bezeichnungen für 'Deutschland' in den Zeiten der 'Wende'" von Ute
Röding-Lange

Besonders hat mir im letzteren Aufsatz folgender Satz gefallen: "In der
westdeutschen Pressespache hat es sich eingebürgert, fast völlig auf das
Kürzel BRD zu verzichten." .... _eingebürgert_ :)

Interessant ist, daß die "Einbürgerung" des Verzichts wohl ein
verordneter Verzicht war. So sei zwischen 1949 bis 1952 "BRD" sowohl
eine gebräuchliche bürokratische und lexikongraphische Abkürzung
gewesen. Bereits 1963 hat sich jedoch der Bundesverteidigungsminister
dagegen gewandt und 1974 die "Regierungschefs von Bund und Länder".

"Aus diesem Anlaß weise ich nochmals ausdrücklich darauf hin, daß die
Regierungschefs des Bundes und der Länder es für wünschenswert halten,
daß im amtlichen Sprachgebrauch keine Abkürzungen, sondern die nach dem
Grundgesetz volle Bezeichnung "Bundesrepublik Deutschland" verwendet
wird." RdErl. vom 4. Oktober 1976, NBl. KM. Schl.-H. S. 274,
http://www.schulrecht-sh.de/texte/b/brd.htm [offline]

Ob die entsprechenden Verwaltungserlasse inzwischen offiziell aufgehoben
sind, entzieht sich meiner Kenntnis. Noch heute ist in der
BRD-Verwaltung das Kürzel jedoch unzulässig.

BTW Die DDR hieß jedenfalls "Soffjettzone", "SBZ", "Zone" und für
Intellektuelle "Nullum". Erst mit dem Grundlagenvertrag lockerte sich
das... und BILD strich "bereits" 1989 die Gänsefüßchen. Schließlich war
die BRD lt. BVerfG mit dem Deutschen Reich identisch, lediglich in
seiner territorialen Ausdehnung teilidentisch :-D

Veith
--
Non forum sed vitae discimus
http://ddr-luftwaffe.blogspot.com
Peter Veith
2020-12-14 20:08:46 UTC
Permalink
Post by Peter Veith
* "Bezeichnungen für 'Deutschland' in den Zeiten der 'Wende'" von Ute
Röding-Lange
Hier auszugsweise zu lesen (S. 84)
https://books.google.de/books?id=vgoqqs9l7ikC&printsec=frontcover

HINT
Veith
--
Non forum sed vitae discimus
http://ddr-luftwaffe.blogspot.com
Markus Ermert
2020-12-14 20:39:56 UTC
Permalink
Post by Peter Veith
In den Westmedien wurde das "kommunistische Abkürzl BRD" erst seit 1989
offiziell zulässig
Es war in Medien immer zulässig, nur haben es die meisten vermieden. Die
SED benutzte ja bewusst die Abkürzungen, um den Begriff „Deutschland“ aus
dem Bewusstsein zu tilgen und den Alleinvertretungsanspruch der BRD
sprachlich zu bekämpfen. Das wollte die große Mehrheit der Westdeutschen
nicht unterstützen. Denen klang dieses ganze KDVR, UdSSR, CSSR usw typisch
kommunistisch, also unsympathisch und wenig erstrebenswert. Wer will schon
gerne in dieser Reihe stehen? „Dä-dä-ärr, unser Vaterland!“. Wollte keiner,
war unsexy.

In Schulatlanten der 60er stand noch BRD, zugleich waren die Ostgebiete als
„zzt unter polnischer/sowjetischer Verwaltung“ eingezeichnet mit
gestrichelter Grenze. Nach dem Grundlagenvertrag dann korrekte
Staatsgrenzen, dafür ohne die BRD-Akü.

Der DDR-freundliche Teil der Linken sagte immer BRD, mit abwertendem
Unterton. Was die Konservativen umso mehr ärgerte. Klar, wer will schon
abwertend benannt werden?
Peter Veith
2020-12-14 21:04:35 UTC
Permalink
Post by Markus Ermert
Post by Peter Veith
In den Westmedien wurde das "kommunistische Abkürzl BRD" erst seit 1989
offiziell zulässig
Es war in Medien immer zulässig,
Das kannst Du natürlich wie immer gut mit Literatur- und sonstigen
Angaben belegen und / oder verlinken, Danke.
Post by Markus Ermert
nur haben es die meisten vermieden.
Dammich, in der Propaganda nie variieren, wußte der Führer schon. Es
heißt nicht "vermieden", sondern: "In der westdeutschen Pressespache hat
es sich eingebürgert, fast völlig auf das Kürzel BRD zu verzichten."
.... _eingebürgert_ !

Veith
--
Non forum sed vitae discimus
http://ddr-luftwaffe.blogspot.com
Peter Veith
2020-12-14 21:17:38 UTC
Permalink
Post by Peter Veith
Post by Markus Ermert
Post by Peter Veith
In den Westmedien wurde das "kommunistische Abkürzl BRD" erst seit 1989
offiziell zulässig
Es war in Medien immer zulässig,
Das kannst Du natürlich wie immer gut mit Literatur- und sonstigen
Angaben belegen und / oder verlinken, Danke.
Sehe eben, selbst der Stammtisch hat zwischenzeitlich was dazu
aufgeschrieben:
https://de.wikipedia.org/wiki/BRD

Und den Artikel gibt es nun auch online:
https://ids-pub.bsz-bw.de/files/6463/Hellmann_Das_kommunistische_Kuerzel_BRD_1997.pdf

Werde hier mal bei Gelegenheit stöbern:
https://ids-pub.bsz-bw.de/files/1687/Marzahn_Der_Deutschlandbegriff_der_DDR_1979.pdf

Und der Erlaß ist auch wieder Online:
https://www.schulrecht-sh.com/texte/b/brd.htm

Veith
--
Non forum sed vitae discimus
http://ddr-luftwaffe.blogspot.com
Markus Ermert
2020-12-14 21:21:42 UTC
Permalink
Post by Peter Veith
Post by Markus Ermert
Post by Peter Veith
In den Westmedien wurde das "kommunistische Abkürzl BRD" erst seit 1989
offiziell zulässig
Es war in Medien immer zulässig,
Das kannst Du natürlich wie immer gut mit Literatur- und sonstigen
Angaben belegen und / oder verlinken, Danke.
Ich kenne es aus eigener Erfahrung, verbringe aber anders als Du nicht
Stunden mit dem Ergoogeln von Links, die Zweifel an meinem Gegenüber nähren
könnten.

Wie so oft verkennst Du, dass in der BRD Regeln und Gebräuche anders als in
der SED-Diktatur wirkten. Es konnte etwas von der Regierung unerwünscht und
in manchen Bereichen verboten sein und trotzdem zugleich problemlos getan
werden, wenn man es denn wollte. Pluralismus, Parallelität,
Mulitkulturalismus, Liberalität und Bürgersinn sind halt Fremdworte im
SED-Universum.
wolfgang sch
2020-12-15 06:03:22 UTC
Permalink
Post by Markus Ermert
Wie so oft verkennst Du, dass in der BRD Regeln und Gebräuche anders
als in der SED-Diktatur wirkten. Es konnte etwas von der Regierung
unerwünscht und in manchen Bereichen verboten sein und trotzdem
zugleich problemlos getan werden, wenn man es denn wollte.
Ich begrüße deine Verwendung des Präteritums.
--
Emerging from below past Nollendorfplatz
http://www.wschwanke.de/ http://www.fotos-aus-der-luft.de/
usenet_20031215 (AT) wschwanke (DOT) de
Markus Ermert
2020-12-15 06:34:33 UTC
Permalink
Post by wolfgang sch
Post by Markus Ermert
Wie so oft verkennst Du, dass in der BRD Regeln und Gebräuche anders
als in der SED-Diktatur wirkten. Es konnte etwas von der Regierung
unerwünscht und in manchen Bereichen verboten sein und trotzdem
zugleich problemlos getan werden, wenn man es denn wollte.
Ich begrüße deine Verwendung des Präteritums.
Manchmal ist man dann doch beinahe geneigt, der Hufeisentheorie
zuzustimmen. Doch das Hufeisen fällt bei so viel Kopfschütteln über die
fortschreitende AfDisierung und Querdenkerisation vieler potenziell zu
Klügerem fähigen Köpfe wieder ab.
wolfgang sch
2020-12-15 06:40:15 UTC
Permalink
Post by Markus Ermert
Post by wolfgang sch
Post by Markus Ermert
Wie so oft verkennst Du, dass in der BRD Regeln und Gebräuche anders
als in der SED-Diktatur wirkten. Es konnte etwas von der Regierung
unerwünscht und in manchen Bereichen verboten sein und trotzdem
zugleich problemlos getan werden, wenn man es denn wollte.
Ich begrüße deine Verwendung des Präteritums.
Manchmal ist man dann doch beinahe geneigt, der Hufeisentheorie
zuzustimmen. Doch das Hufeisen fällt bei so viel Kopfschütteln über die
fortschreitende AfDisierung und Querdenkerisation vieler potenziell zu
Klügerem fähigen Köpfe wieder ab.
Dass du ab morgen nicht mehr als 5 Personen treffen darfst und kein
Wegebier dabeihaben darfst, ist "fortschreitende AfDisierung"? :)

Von wegen "Es konnte etwas von der Regierung unerwünscht und in manchen
Bereichen verboten sein und trotzdem zugleich problemlos getan werden,
wenn man es denn wollte".

Das war einmal, min Jung.
--
Emerging from below past Nollendorfplatz
http://www.wschwanke.de/ http://www.fotos-aus-der-luft.de/
usenet_20031215 (AT) wschwanke (DOT) de
Markus Ermert
2020-12-15 08:19:27 UTC
Permalink
Post by wolfgang sch
Post by Markus Ermert
Manchmal ist man dann doch beinahe geneigt, der Hufeisentheorie
zuzustimmen. Doch das Hufeisen fällt bei so viel Kopfschütteln über die
fortschreitende AfDisierung und Querdenkerisation vieler potenziell zu
Klügerem fähigen Köpfe wieder ab.
Dass du ab morgen nicht mehr als 5 Personen treffen darfst und kein
Wegebier dabeihaben darfst, ist "fortschreitende AfDisierung"? :)
Nein, auch weil es definierte Ausnahmen gibt.

Und dass dieser Abzählreim im privaten Alltag zu 99 Prozent nicht
kontrolliert wird, weiß auch jeder. Es ist ein in ein theoretisches Verbot
gegossener scharfer Appell.

Und ja, die Aufregung darüber spiegelt die fortschreitende AfDisierung
wider, korrekt.

Wegebiere werden immer mal wieder verboten, in Zügen oder auf bestimmten
öffentlichen Plätzen, immer mit konkretem Ziel und aus einem Grund. Den
kann man immer anders werten, Güterabwägungen sind nie objektiv. Aka
Demokratie.
Post by wolfgang sch
Von wegen "Es konnte etwas von der Regierung unerwünscht und in manchen
Bereichen verboten sein und trotzdem zugleich problemlos getan werden,
wenn man es denn wollte".
Das war einmal, min Jung.
Dein Bier darfst Du weiterhin trinken, keine Angst. Du darfst auch in die
Welt reisen oder daheim Leute einladen. Nur Spreader-Events auf Kosten
Dritter darfst Du nicht organisieren oder besuchen. Schlimme Diktatur.
wolfgang sch
2020-12-15 08:36:59 UTC
Permalink
Es ist ein in ein theoretisches Verbot gegossener scharfer Appell.
Hoffentlich hast du Recht, aber IMHO gibt es für Optimismus wenig
Anlass. Es "riecht" eher danach, dass eine neue Blockwart-Kultur im
Entstehen ist.
immer mit konkretem Ziel und aus einem Grund
Das ist bei allen Übergriffen aller autoritären Regime so.
Schön dass du mitdenkst.
Du darfst auch in die Welt reisen
Unter Androhung von uU prohibitiven Sanktionen, wenn mein Reiseziel in
einem der roten Gebiete liegt:

Loading Image...

Noch weitergehende Reisebeschränkungen ins In- und Auslans hat sich die
Regierung inzwischen legalisieren lassen. Wait for it.
Nur Spreader-Events auf Kosten Dritter darfst Du nicht organisieren
oder besuchen.
Unter welche Definition u.a. regierungskritische Demonstrationen
fallen. Rein zufällig natürlich.

OnT-Gedankenexperiment: Wie hätten es bundesdeutsche Medien
kommentiert, wenn solches in der DDR gemacht worden wäre?
Schlimme Diktatur.
Ich nehme Wetten an, ob die Bundestagswahl 2021 "wegen Corona"
"verschoben" wird. Eine Wette die ich sehr gern verliere.
--
Emerging from below past Nollendorfplatz
http://www.wschwanke.de/ http://www.fotos-aus-der-luft.de/
usenet_20031215 (AT) wschwanke (DOT) de
Markus Ermert
2020-12-15 09:29:06 UTC
Permalink
Post by wolfgang sch
Es ist ein in ein theoretisches Verbot gegossener scharfer Appell.
Hoffentlich hast du Recht, aber IMHO gibt es für Optimismus wenig
Anlass. Es "riecht" eher danach, dass eine neue Blockwart-Kultur im
Entstehen ist.
Ja, die droht tatsächlich mit wachsendem Einfluss der AfD. Wehret den
Anfängen.
Post by wolfgang sch
immer mit konkretem Ziel und aus einem Grund
Das ist bei allen Übergriffen aller autoritären Regime so.
Schön dass du mitdenkst.
Das ist bei allen Gesellschaftsformen so, die nicht nur das Recht des
Stärkeren, sondern auch das Allgemeinwohl im Blick haben. Rechten und
Rechtsliberalen ist das natürlich ein Graus.
Post by wolfgang sch
Du darfst auch in die Welt reisen
Unter Androhung von uU prohibitiven Sanktionen, wenn mein Reiseziel in
5 bis max 10 Tage Quarantäne, die niemand kontrolliert. Halte ich nicht für
prohibitiv, sondern für angemessen.

Das Problem ist eher umgekehrt, dass andere Staaten wegen der laschen
deutschen, österr. usw. Regeln einen nicht reinlassen.
Post by wolfgang sch
Unter welche Definition u.a. regierungskritische Demonstrationen
fallen. Rein zufällig natürlich.
So ein Quatsch. Sie finden täglich statt. Das ist so einer der Punkte, wo
man am Verstand der Querdenker und Diktatursager verzweifelt.
Post by wolfgang sch
OnT-Gedankenexperiment: Wie hätten es bundesdeutsche Medien
kommentiert, wenn solches in der DDR gemacht worden wäre?
Wenn die Pandemie hier wie dort geherrscht hätte: Nicht negativ.

Es ist ja ein Charakteristikum von Corona, dass die Maßnahmen weltweit
unabhängig vom politischen System getroffen werden. Selbst RT fällt es
schwer, das in sein Weltbild einzuordnen.
Post by wolfgang sch
Schlimme Diktatur.
Ich nehme Wetten an, ob die Bundestagswahl 2021 "wegen Corona"
"verschoben" wird. Eine Wette die ich sehr gern verliere.
Ich wette 100 Euro, dass nicht. Es sei denn, die Zahlen potenzieren sich
so, dass schlicht Personal fehlt.
wolfgang sch
2020-12-15 10:14:25 UTC
Permalink
Post by Markus Ermert
Post by wolfgang sch
Ich nehme Wetten an, ob die Bundestagswahl 2021 "wegen Corona"
"verschoben" wird. Eine Wette die ich sehr gern verliere.
Ich wette 100 Euro, dass nicht. Es sei denn, die Zahlen potenzieren
sich so, dass schlicht Personal fehlt.
Dein zweiter Satz entspricht genau meiner Vorhersage (als Vorwand
natürlich). Deswegen kann ich die Wette in der Form nicht annehmen :)
--
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Markus Ermert
2020-12-15 11:19:51 UTC
Permalink
Post by wolfgang sch
Post by Markus Ermert
Post by wolfgang sch
Ich nehme Wetten an, ob die Bundestagswahl 2021 "wegen Corona"
"verschoben" wird. Eine Wette die ich sehr gern verliere.
Ich wette 100 Euro, dass nicht. Es sei denn, die Zahlen potenzieren
sich so, dass schlicht Personal fehlt.
Dein zweiter Satz entspricht genau meiner Vorhersage (als Vorwand
natürlich).
Ist klar, wenn die Hälfte der Wahlhelfer in Quarantäne ist, ist das nur ein
Vorwand. Was sonst? Die ganze Quarantäneregeln dienen bekanntlich nur dazu,
das Wahlrecht auszuhebeln. Damit man nicht wie in den USA Briefwahlstimmen
fälschen muss.
Post by wolfgang sch
Deswegen kann ich die Wette in der Form nicht annehmen :)
Feigling.
Heinz Tauer
2020-12-15 11:41:35 UTC
Permalink
Post by Markus Ermert
Post by wolfgang sch
Post by Markus Ermert
Post by wolfgang sch
Ich nehme Wetten an, ob die Bundestagswahl 2021 "wegen Corona"
"verschoben" wird. Eine Wette die ich sehr gern verliere.
Ich wette 100 Euro, dass nicht. Es sei denn, die Zahlen potenzieren
sich so, dass schlicht Personal fehlt.
Dein zweiter Satz entspricht genau meiner Vorhersage (als Vorwand
natürlich).
Ist klar, wenn die Hälfte der Wahlhelfer in Quarantäne ist, ist das nur ein
Vorwand. Was sonst? Die ganze Quarantäneregeln dienen bekanntlich nur dazu,
das Wahlrecht auszuhebeln. Damit man nicht wie in den USA Briefwahlstimmen
fälschen muss.
Post by wolfgang sch
Deswegen kann ich die Wette in der Form nicht annehmen :)
Feigling.
Diese Braun-angehauchten Herrschaften widersprechen sich doch laufend
selbst und verdrehen solange die Wahrheit, bis es in ihre krude
Ideologie passt.
--
Heinz
wolfgang sch
2020-12-15 13:20:34 UTC
Permalink
Post by Markus Ermert
Post by wolfgang sch
Deswegen kann ich die Wette in der Form nicht annehmen :)
Feigling.
Deine Zusatzbedingung bedeutet dass du die Wette gewinnen würdest egal
was passiert. Lass sie weg und wir haben einen Deal.
--
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René Marquardt
2020-12-15 23:45:20 UTC
Permalink
Post by Markus Ermert
Ist klar, wenn die Hälfte der Wahlhelfer in Quarantäne ist, ist das nur ein
Vorwand. Was sonst? Die ganze Quarantäneregeln dienen bekanntlich nur dazu,
das Wahlrecht auszuhebeln. Damit man nicht wie in den USA Briefwahlstimmen
fälschen muss.
Fehlt da ein /s oder was?
Markus Ermert
2020-12-16 21:30:54 UTC
Permalink
Post by René Marquardt
Post by Markus Ermert
Ist klar, wenn die Hälfte der Wahlhelfer in Quarantäne ist, ist das nur ein
Vorwand. Was sonst? Die ganze Quarantäneregeln dienen bekanntlich nur dazu,
das Wahlrecht auszuhebeln. Damit man nicht wie in den USA Briefwahlstimmen
fälschen muss.
Fehlt da ein /s oder was?
Wo soll ein s fehlen?
René Marquardt
2020-12-16 22:43:26 UTC
Permalink
Post by Markus Ermert
Post by René Marquardt
Post by Markus Ermert
Ist klar, wenn die Hälfte der Wahlhelfer in Quarantäne ist, ist das nur ein
Vorwand. Was sonst? Die ganze Quarantäneregeln dienen bekanntlich nur dazu,
das Wahlrecht auszuhebeln. Damit man nicht wie in den USA Briefwahlstimmen
fälschen muss.
Fehlt da ein /s oder was?
Wo soll ein s fehlen?
Du meinst das also ernst?
Markus Ermert
2020-12-17 07:08:31 UTC
Permalink
Post by René Marquardt
Post by Markus Ermert
Post by René Marquardt
Post by Markus Ermert
Ist klar, wenn die Hälfte der Wahlhelfer in Quarantäne ist, ist das nur ein
Vorwand. Was sonst? Die ganze Quarantäneregeln dienen bekanntlich nur dazu,
das Wahlrecht auszuhebeln. Damit man nicht wie in den USA Briefwahlstimmen
fälschen muss.
Fehlt da ein /s oder was?
Wo soll ein s fehlen?
Du meinst das also ernst?
Die Ironie meine ich ernst, ja. Und die beiden Verschwörungstheoretiker,
die da von unter Vorwand verschobenen Bundestagswahlen oder manipulierten
Briefwahlstimmen reden, meinen das leider auch ernst. Das sind die Momente,
wo man am Fortschritt der Menschheit zweifelt. Tröstlich, dass der eine
von beiden wenigstens keinen Ant-Gender-Tic hat, dafür aber genügend Geld
für riskante Wetten.
Uwe Schickedanz
2020-12-17 15:03:46 UTC
Permalink
On 17 Dec 2020 07:08:31 GMT, Markus Ermert
Post by Markus Ermert
Post by René Marquardt
Post by Markus Ermert
Post by René Marquardt
Post by Markus Ermert
Ist klar, wenn die Hälfte der Wahlhelfer in Quarantäne ist, ist das nur ein
Vorwand. Was sonst? Die ganze Quarantäneregeln dienen bekanntlich nur dazu,
das Wahlrecht auszuhebeln. Damit man nicht wie in den USA Briefwahlstimmen
fälschen muss.
Fehlt da ein /s oder was?
Wo soll ein s fehlen?
Du meinst das also ernst?
Die Ironie meine ich ernst, ja. Und die beiden Verschwörungstheoretiker,
die da von unter Vorwand verschobenen Bundestagswahlen oder manipulierten
Briefwahlstimmen reden, meinen das leider auch ernst. Das sind die Momente,
wo man am Fortschritt der Menschheit zweifelt. Tröstlich, dass der eine
von beiden wenigstens keinen Ant-Gender-Tic hat, dafür aber genügend Geld
für riskante Wetten.
https://docplayer.org/194990627-Verschiebung-der-bundestagswahl-verfassungsrechtliche-aspekte-und-konsequenzen.html



Gruß Uwe
--
Das Dilemma der DDR: 16 Mio. Widerstandskämpfer wurden von
16 Mio. Stasispitzeln überwacht.
=== http://www.sicherheitslampe.de ===
wolfgang sch
2020-12-17 18:10:30 UTC
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On 17 Dec 2020 07:08:31 GMT, Markus Ermert
Post by Uwe Schickedanz
Post by Markus Ermert
Die Ironie meine ich ernst, ja. Und die beiden
Verschwörungstheoretiker, die da von unter Vorwand verschobenen
Bundestagswahlen oder manipulierten Briefwahlstimmen reden, meinen das
leider auch ernst. Das sind die Momente, wo man am Fortschritt der
Menschheit zweifelt.
Die APO, mit der du mutmaßlich sympathisierst, hat in den 1960er Jahren
wegen viel milderer Grundrechtseinschränkungen als den jetzigen einen
neuen Faschismus heraufziehen sehen und dagegen Randale gemacht
Distanzierst du dich nunmehr von denen, bezeichnest du sie als
Verschwörungstheoretiker?

Wieder eine deiner Logik-Zwickmühlen. Inhaltlich ist kein relevanter
Unterschied, es ist mehr das unterschiedliche gefühlte Image, welches
zu den zweierlei Standards in gewissen Kreisen führt. Aber Image ist
eben kein harter Fakt, den man argumentativ verteidigen kann. Also
schimpft man lieber rum.
Post by Uwe Schickedanz
https://docplayer.org/194990627-Verschiebung-der-bundestagswahl-verfassu
ngsrechtliche-aspekte-und-konsequenzen.html
Gibt es auch als Direktlink.

https://www.bundestag.de/resource/blob/724178/8593f24b7291881f0c24c676c6b8697b/WD-3-183-20-pdf-data.pdf
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wolfgang sch
2020-12-16 04:41:49 UTC
Permalink
Post by Markus Ermert
Post by wolfgang sch
Post by Markus Ermert
Post by wolfgang sch
Ich nehme Wetten an, ob die Bundestagswahl 2021 "wegen Corona"
"verschoben" wird. Eine Wette die ich sehr gern verliere.
Ich wette 100 Euro, dass nicht. Es sei denn, die Zahlen potenzieren
sich so, dass schlicht Personal fehlt.
Dein zweiter Satz entspricht genau meiner Vorhersage (als Vorwand
natürlich).
Ist klar, wenn die Hälfte der Wahlhelfer in Quarantäne ist, ist das nur
ein Vorwand. Was sonst?
Aussetzung von Wahlen wäre ein Verfassungsbruch und das Ende der
Demokratie. Du hast mich mit deiner vorauseilenden Rechtfertigung
wirklich erschreckt, denn du hast genau das Szenario ausformuliert das
ich befürchte. Natürlich gehört zu meiner Befürchtung auch, dass
Imstrommitschwimmer das alles befürworten würden.
Post by Markus Ermert
Post by wolfgang sch
Deswegen kann ich die Wette in der Form nicht annehmen :)
Feigling.
Du wettest dass A oder Nicht-A passiert. Wer darauf einginge wäre schön
doof.
--
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Markus Ermert
2020-12-16 21:30:53 UTC
Permalink
Post by wolfgang sch
Post by Markus Ermert
Post by wolfgang sch
Post by Markus Ermert
Post by wolfgang sch
Ich nehme Wetten an, ob die Bundestagswahl 2021 "wegen Corona"
"verschoben" wird. Eine Wette die ich sehr gern verliere.
Ich wette 100 Euro, dass nicht. Es sei denn, die Zahlen potenzieren
sich so, dass schlicht Personal fehlt.
Dein zweiter Satz entspricht genau meiner Vorhersage (als Vorwand
natürlich).
Ist klar, wenn die Hälfte der Wahlhelfer in Quarantäne ist, ist das nur
ein Vorwand. Was sonst?
Aussetzung von Wahlen wäre ein Verfassungsbruch und das Ende der
Demokratie. Du hast mich mit deiner vorauseilenden Rechtfertigung
wirklich erschreckt, denn du hast genau das Szenario ausformuliert das
ich befürchte. Natürlich gehört zu meiner Befürchtung auch, dass
Imstrommitschwimmer das alles befürworten würden.
Spannend. Ein Verschwörungstheoretiker live bei der Arbeit, hat man nicht
jeden Tag. Wie ich merke, glaubst Du selbst an Dein Konstrukt und baust es
bei Kritik noch robuster aus. Bewährtes Prinzip, beliebt bei
Erweckungspredigern, SED-Fans und Aluhutträgern gleichermaßen.

Es wird keine Verschiebung geben, wenn sie vermeidbar ist. So wie es jetzt
eine CDU-Vorsitzendenwahl gibt. 100 Prozent.
Post by wolfgang sch
Post by Markus Ermert
Post by wolfgang sch
Deswegen kann ich die Wette in der Form nicht annehmen :)
Feigling.
Du wettest dass A oder Nicht-A passiert. Wer darauf einginge wäre schön
doof.
Typisch hermetische VT-Argumentation. In diesem Fall sogar verbunden mit
Geiz oder Risikoarmut.

Bei einer 7-Tage-Inzidenz von 100.000 wird sie nicht stattfinden. Bei 1.000
schon.
wolfgang sch
2020-12-16 21:47:31 UTC
Permalink
Post by Markus Ermert
Post by wolfgang sch
Post by Markus Ermert
Post by wolfgang sch
Deswegen kann ich die Wette in der Form nicht annehmen :)
Feigling.
Du wettest dass A oder Nicht-A passiert. Wer darauf einginge wäre
schön doof.
Typisch hermetische VT-Argumentation. In diesem Fall sogar verbunden
mit Geiz oder Risikoarmut.
Markus, der Feigling bist du, verbunden mit schwerer Logikinsuffizienz.
Schimpf mit dir selber:

Du hast mein Wettangebot ausgeschlagen und in eins umgewandelt das du
nicht verlieren kannst: "Entweder die Wahl wird wegen Corona verschoben
oder nicht". Das stimmt immer, egal was passiert. Ich könnte dir das
Geld sofort überweisen, wir müssten nicht bis nächstes Jahr abwarten.

Du hast manchmal solche schweren Unlogik-Schübe. Geisteswissenschaftler
vermutlich.
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Markus Ermert
2020-12-17 07:26:54 UTC
Permalink
Post by wolfgang sch
Du hast mein Wettangebot ausgeschlagen und in eins umgewandelt das du
nicht verlieren kannst: "Entweder die Wahl wird wegen Corona verschoben
oder nicht". Das stimmt immer, egal was passiert.
„Wetten, dass mein Haus 100 Jahre stehen bleibt?Jedenfalls solange nicht
Erdbeben und Feuersbrunst zusammenkommen.“
„Ja, aber in meinen Telegram-Gruppen sagen sie, dass rauchende Dinosaurier
genau das auslösen werden.“
„Es wird keine rauchenden Dinosaurier geben. Und die Zigarettenpackung im
Keller des Naturkundemuseums ist kein Beweis, dass doch.“
„Das kannst Du aber nicht beweisen, das Museum wird es natürlich nicht
zugeben. Deine Wette ist ein Trick.“
Post by wolfgang sch
Du hast manchmal solche schweren Unlogik-Schübe. Geisteswissenschaftler
vermutlich.
Da die Logik Teil der Geisteswissenschaften ist, nehme ich das mal als
kleinen Scherz am Rande.
Martin Ebert
2020-12-15 13:38:19 UTC
Permalink
Post by wolfgang sch
Post by Markus Ermert
Post by wolfgang sch
Ich nehme Wetten an, ob die Bundestagswahl 2021 "wegen Corona"
"verschoben" wird. Eine Wette die ich sehr gern verliere.
Ich wette 100 Euro, dass nicht. Es sei denn, die Zahlen potenzieren
sich so, dass schlicht Personal fehlt.
Dein zweiter Satz entspricht genau meiner Vorhersage (als Vorwand
natürlich). Deswegen kann ich die Wette in der Form nicht annehmen :)
Gut das ich mal einen kennenlerne: Wie fühlt man sich so
als Weltverschwörer?

Mt
wolfgang sch
2020-12-15 06:02:04 UTC
Permalink
Post by Peter Veith
Post by Markus Ermert
Es war in Medien immer zulässig,
Das kannst Du natürlich wie immer gut mit Literatur- und sonstigen
Angaben belegen und / oder verlinken, Danke.
https://taz.de/Gesamtdeutsche-Unentspanntheit/!1846810/
(Artikel von 1988)

In den Hausblättern der DKP, SEW usw natürlich sowieso.
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René Marquardt
2020-12-14 23:11:34 UTC
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Post by Markus Ermert
Post by Peter Veith
In den Westmedien wurde das "kommunistische Abkürzl BRD" erst seit 1989
offiziell zulässig
Es war in Medien immer zulässig, nur haben es die meisten vermieden. Die
SED benutzte ja bewusst die Abkürzungen, um den Begriff „Deutschland“ aus
dem Bewusstsein zu tilgen
Weswegen ihr Zentralorgan auch das "Neue Deutschland" benamst war.
Markus Ermert
2020-12-14 23:36:01 UTC
Permalink
Post by René Marquardt
Post by Markus Ermert
Post by Peter Veith
In den Westmedien wurde das "kommunistische Abkürzl BRD" erst seit 1989
offiziell zulässig
Es war in Medien immer zulässig, nur haben es die meisten vermieden. Die
SED benutzte ja bewusst die Abkürzungen, um den Begriff „Deutschland“ aus
dem Bewusstsein zu tilgen
Weswegen ihr Zentralorgan auch das "Neue Deutschland" benamst war.
... und damit nochmal welchen Teil des Deutschlands meinte? Ähem.
wolfgang sch
2020-12-15 06:12:48 UTC
Permalink
Post by René Marquardt
Post by Markus Ermert
Die
SED benutzte ja bewusst die Abkürzungen, um den Begriff „Deutschland“ aus
dem Bewusstsein zu tilgen
Weswegen ihr Zentralorgan auch das "Neue Deutschland" benamst war.
Das war ein Überbleibsel aus einer früheren Zeit als die DDR sich noch
gesamtdeutsch gegeben hatte. Es gab bekanntlich noch andere solche
Überbleibsel, nicht zuletzt die Eigennamen der DDR und der SED selbst.
--
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Chr. Maercker
2020-12-17 14:04:12 UTC
Permalink
Post by René Marquardt
Post by Markus Ermert
Es war in Medien immer zulässig, nur haben es die meisten vermieden. Die
SED benutzte ja bewusst die Abkürzungen, um den Begriff „Deutschland“ aus
dem Bewusstsein zu tilgen
Weswegen ihr Zentralorgan auch das "Neue Deutschland" benamst war.
Einer der seltenen Fälle, wo sie den Namen beibehalten haben, aus jenen
Zeiten, wo Ulbricht & Co. noch von einem realsozialistischen
Gesamtdeutschland träumten. Ähnliches gab es auch bei Straßennamen:
sowohl in Berlin als auch in Halle (vermutlich auch in weiteren Städten)
gab es Straßen, mit deutschen Namen tschechischer Städte, z.B. Brünner,
Königgrätzer, Reichenberger Olmützer Str., ... Wurde nie geändert.

BTW: Vielleicht hätten sie das ND ja in "Alte DDR" umbenennen sollen? :-)
--
CU Chr. Maercker.
Lars Gebauer
2020-12-17 14:41:13 UTC
Permalink
Post by Chr. Maercker
BTW: Vielleicht hätten sie das ND ja in "Alte DDR" umbenennen sollen? :-)
In einem meiner Lieblingsbücher besaß der Protagonist Uwe (er lebte in
der DDR) ein Faltboot. Weil er meinte, daß auch ein Faltboot einen Namen
haben müsse, pinselte er "Deutschland" auf das Boot.

Eines Tages nahm ihn der Parteisekretär beiseite und meinte, ob er denn
den Namen passend fände, das sei doch reaktionär, diese Zeiten seien
doch vorbei usw.usf.

Uwe bot ihm an, das Boot in "Neues Deutschland" umzubenennen.

Einige Zeit später setzte Uwe sich in die BRD ab und lebte in Hamburg.
Nachdem er sich ein bisschen Geld gesprt hatte kaufte er sich wieder ein
Boot, trat einem Jacht-Club bei und nannte sein Boot im Andenken an das
Faltboot "Deutschland II".

Nun war aber sein Boot das kleinste und schäbigste Boot von allen, die
noch im Jacht-Club lagen. Eines Tages nahm ihn der Jacht-Club-Chef
beiseite und meinte, ob er denn den Namen passend fände. Das billigste
Boot, das schäbigste Boot - und dann so einen Namen.

Uwe bot ihm an, das Boot in "Armes Deutschland" umzubenennen.
--
"Nachdem wir das Ziel endgültig aus den Augen verloren hatten,
verdoppelten wir unsere Anstrengungen."
--Mark Twain
Wolf gang P u f f e
2020-12-14 22:05:07 UTC
Permalink
Post by Peter Veith
Post by F.K.Siebert
Post by Peter Veith
Es gab und es gibt Sprachregelungen für und bei der Presse, im
Öffentlichen Bereich (Schulen!) sogar in Form von ministeriellen Erlassen
... und da muß sich der Beschäftigte schon dran halten.
Das ist Unsinn!
Nun ja, vom allgemeinen Gelächter hast Du gelesen. Für Deine
In den Westmedien wurde das "kommunistische Abkürzl BRD" erst seit 1989
* "Das Wortungeheuer BRD - Unverhofftes Glück im Staatsexamen"
Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 23.3.1989, S. 16
* "Wilhelm Grewe hat nicht den Begriff 'BRD' eingeführt"
Seltsames Preisausschreiben einer Gesellschaft für deutsche Sprache, Die
Welt vom 2.9.1989, S. 2
Beide sind von Prof. Dr. Dr. h.c. Friedrich-Christian Schroeder, Uni
* "Bezeichnungen für 'Deutschland' in den Zeiten der 'Wende'" von Ute
Röding-Lange
Besonders hat mir im letzteren Aufsatz folgender Satz gefallen: "In der
westdeutschen Pressespache hat es sich eingebürgert, fast völlig auf das
Kürzel BRD zu verzichten." .... _eingebürgert_ :)
Interessant ist, daß die "Einbürgerung" des Verzichts wohl ein
verordneter Verzicht war. So sei zwischen 1949 bis 1952 "BRD" sowohl
eine gebräuchliche bürokratische und lexikongraphische Abkürzung
gewesen. Bereits 1963 hat sich jedoch der Bundesverteidigungsminister
dagegen gewandt und 1974 die "Regierungschefs von Bund und Länder".
"Aus diesem Anlaß weise ich nochmals ausdrücklich darauf hin, daß die
Regierungschefs des Bundes und der Länder es für wünschenswert halten,
daß im amtlichen Sprachgebrauch keine Abkürzungen, sondern die nach dem
Grundgesetz volle Bezeichnung "Bundesrepublik Deutschland" verwendet
wird." RdErl. vom 4. Oktober 1976, NBl. KM. Schl.-H. S. 274,
http://www.schulrecht-sh.de/texte/b/brd.htm [offline]
Ob die entsprechenden Verwaltungserlasse inzwischen offiziell aufgehoben
sind, entzieht sich meiner Kenntnis. Noch heute ist in der
BRD-Verwaltung das Kürzel jedoch unzulässig.
BTW Die DDR hieß jedenfalls "Soffjettzone", "SBZ", "Zone" und für
Intellektuelle "Nullum". Erst mit dem Grundlagenvertrag lockerte sich
das... und BILD strich "bereits" 1989 die Gänsefüßchen. Schließlich war
die BRD lt. BVerfG mit dem Deutschen Reich identisch, lediglich in
seiner territorialen Ausdehnung teilidentisch :-D
Veith
Vielleicht für Dich auch interessant, da Du so recherchiert hast:
https://www.blaetter.de/ausgabe/1991/september/sprachregelung-deutschland-altneu

Hier werden so Begriffe wie DDR, ehemalige DDR, BRD, Deutschland ...usw.
für den Sprachgebrauch nach 1990 geregelt/empfohlen.

W.
Peter Veith
2020-12-15 05:26:04 UTC
Permalink
Post by Wolf gang P u f f e
https://www.blaetter.de/ausgabe/1991/september/sprachregelung-deutschland-altneu
Danke! Kannte ich noch nicht.
Post by Wolf gang P u f f e
Hier werden so Begriffe wie DDR, ehemalige DDR, BRD, Deutschland ...usw.
für den Sprachgebrauch nach 1990 geregelt/empfohlen.
Hübsch: "Bezüglich der für bestimmte Texte erforderlichen dreibuchstabigen
Abkürzungen besteht *kein Anlaß mehr* , ein Kürzel wie BRD (FRG, RFA)
abzulehnen, da sie nach dem Untergang der DDR als Staat und der Herstellung
der Einheit Deutschlands ideologische Gehalte nicht mehr transportieren
und den Fortbestand Deutschlands in Frage zu stellen nicht mehr geeignet sind.

Der Nichtgebrauch des Kürzels BRD ist damit nur noch eine Frage des guten
eschmacks angesichts der jahrelangen ideologischen Behaftetheit im
*separatistischen* Sinne."

Gemeint ist: "Separatistisch" von "Deutschland", was auch im Verbot der
"Spalterflagge" Ausdruck fand.

Von wem war das nochmal gleich, einer "Arbeitsgruppe des Bundesinnenministerium",
so, so. Aber, was die Regierung / Verwaltung so schreibt ....

Peter
Martin Ebert
2020-12-14 22:11:00 UTC
Permalink
Post by Peter Veith
In den Westmedien wurde das "kommunistische Abkürzl BRD" erst seit 1989
Du quatscht einen Blödsinn, das ist nicht auszuhalten. Du
baust Dir Deine eigene Wirklichkeit und hoffst, dass andere
mitziehen.

Die Sache ist ganz einfach:
Für Westdeutschland gab es nur ein Deutschland, bis auf drei
versprengte West-Kommunisten war das Deutschland, nur der Ost-
teil zu der Zeit kommunistisch reagiert.

Niemand in Westdeutschland hatte irgend einen Grund, sich dem
Sprachdiktat der SED zu unterwerfen - man war Deutschland und
lebte in Deutschland.

Niemend konnte oder kann den Medien vorschreiben, wie man dies
oder das benamst, daran ändern auch keine Politikerreden etwas.

Du willst das nur immer so. Und Du willst das anderen einreden.
Bei Kinkel, als der auf irgend einen Kongress forderte, die
DDR zu delegitimieren, die Kanzlerin als die forderte, die MP-
Wahl in Thüringen rückgängig zu machen und jetzt, dass Sprache
befohlen wurde. Alles grober Unfug: Politiker fordern viel,
wenn der Tag lang ist, das gehört zu deren Geschäft.

Mt
René Marquardt
2020-12-14 23:15:54 UTC
Permalink
Post by Martin Ebert
Post by Peter Veith
In den Westmedien wurde das "kommunistische Abkürzl BRD" erst seit 1989
Du quatscht einen Blödsinn, das ist nicht auszuhalten. Du
baust Dir Deine eigene Wirklichkeit und hoffst, dass andere
mitziehen.
Für Westdeutschland gab es nur ein Deutschland, bis auf drei
versprengte West-Kommunisten war das Deutschland, nur der Ost-
teil zu der Zeit kommunistisch reagiert.
Bzw. der Osten fand im Bewusstsein der juengeren Generationen nicht
statt und war, wenn nicht Westpolen, dann so eine Art kommunistisches
Ostliechtenstein.
Markus Ermert
2020-12-14 23:44:08 UTC
Permalink
Post by René Marquardt
Post by Martin Ebert
Post by Peter Veith
In den Westmedien wurde das "kommunistische Abkürzl BRD" erst seit 1989
Du quatscht einen Blödsinn, das ist nicht auszuhalten. Du
baust Dir Deine eigene Wirklichkeit und hoffst, dass andere
mitziehen.
Für Westdeutschland gab es nur ein Deutschland, bis auf drei
versprengte West-Kommunisten war das Deutschland, nur der Ost-
teil zu der Zeit kommunistisch reagiert.
Bzw. der Osten fand im Bewusstsein der juengeren Generationen nicht
statt und war, wenn nicht Westpolen, dann so eine Art kommunistisches
Ostliechtenstein.
Die DDR war im westdeutschen Bewusstsein viel unbedeutender, als es sich
viele SED-Fans heute selber weismachen. So was wie Systemkonkurrenz oder
-vergleich war für die meisten keine Kategorie. Die diesbezüglichen
Anstrengungen der DDR fand man putzig bis schräg, wenn man sie überhaupt
wahrnahm, etwa im Sport. Es war halt sonnenklar, wer das bessere Los
gezogen hatte, da brauchte es für die meisten keine Propaganda. Das werden
die Veiths dieser Welt nie verstehen, weil sie Bewusstsein nur als von oben
gesteuert bzw steuerbar erfahren haben und diese Diktaturerfahrung einfach
auf eine Nichtdiktatur übertragen.
Uwe Schickedanz
2020-12-15 16:29:28 UTC
Permalink
On 14 Dec 2020 23:44:08 GMT, Markus Ermert
Post by Markus Ermert
Post by René Marquardt
Post by Martin Ebert
Post by Peter Veith
In den Westmedien wurde das "kommunistische Abkürzl BRD" erst seit 1989
Du quatscht einen Blödsinn, das ist nicht auszuhalten. Du
baust Dir Deine eigene Wirklichkeit und hoffst, dass andere
mitziehen.
Für Westdeutschland gab es nur ein Deutschland, bis auf drei
versprengte West-Kommunisten war das Deutschland, nur der Ost-
teil zu der Zeit kommunistisch reagiert.
Bzw. der Osten fand im Bewusstsein der juengeren Generationen nicht
statt und war, wenn nicht Westpolen, dann so eine Art kommunistisches
Ostliechtenstein.
Die DDR war im westdeutschen Bewusstsein viel unbedeutender, als es sich
viele SED-Fans heute selber weismachen. So was wie Systemkonkurrenz oder
-vergleich war für die meisten keine Kategorie. Die diesbezüglichen
Anstrengungen der DDR fand man putzig bis schräg, wenn man sie überhaupt
wahrnahm, etwa im Sport. Es war halt sonnenklar, wer das bessere Los
gezogen hatte,
Einspruch: den Wessis war (und ist teilweise bis heute) überhaupt
nicht klar, daß sie _überhaupt_ ein Los gezogen hatten. Bzw. es die
Siegermächte für sie getan hatten.

Die halten den Erfolg der BRD und das Wirtschaftswunder echt für
eigenes Verdienst.



Gruß Uwe
--
Das Dilemma der DDR: 16 Mio. Widerstandskämpfer wurden von
16 Mio. Stasispitzeln überwacht.
=== http://www.sicherheitslampe.de ===
Chr. Maercker
2020-12-17 14:17:34 UTC
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Post by Markus Ermert
Post by René Marquardt
Bzw. der Osten fand im Bewusstsein der juengeren Generationen nicht
statt und war, wenn nicht Westpolen, dann so eine Art kommunistisches
Ostliechtenstein.
Manchmal hammer uns wirklich so gefühlt. Aber wir waren und sind ein
kleines zänkisches Bergvolk an der Westgrenze Chinas. ;-)
Post by Markus Ermert
Die DDR war im westdeutschen Bewusstsein viel unbedeutender, als es sich
viele SED-Fans heute selber weismachen.
ACK, so richtig deutlich geworden ist das erst nach 1989.
Post by Markus Ermert
So was wie Systemkonkurrenz oder -vergleich war für die meisten keine Kategorie.
Das wiederum ist verwunderlich, es war ja weit mehr als ein
deutsch-deutsches Problem. *System*-Konkurrenz ist in diesem
Zusammenhang sehr richtig.
Post by Markus Ermert
Anstrengungen der DDR fand man putzig bis schräg, wenn man sie überhaupt
wahrnahm, etwa im Sport. Es war halt sonnenklar, wer das bessere Los
gezogen hatte, da brauchte es für die meisten keine Propaganda.
Daran gab es ost- wie westwärts wenig Zweifel. Ostseitig allerdings
besser begründet, da Informationen sowohl aus Westmedien als auch von
Verwandten etc. und nicht zuletzt handfest als Produkte vorlagen. In der
Alt-BRD scheinen die meisten eher geglaubt als gewusst zu haben, dass es
ihnen besser ging als in der DDR. Das wiederum könnte dadurch passiert
sein, dass die Medien der BRD glaubhafter erschienen als die der DDR.
Was beileibe nicht immer bedeutete, dass die Westmedien näher an der
Wahrheit waren, bestenfalls im statistischen Mittel und/oder scheinbar.


CU Chr. Maercker.
--
CU Chr. Maercker.

RADWEGE sind TOD-SICHER! Schlaue Füchse fahren Fahrbahn.

Transport + Sport = Radfahren
Frank Nitzschner
2020-12-17 16:29:28 UTC
Permalink
Post by Chr. Maercker
Was beileibe nicht immer bedeutete, dass die Westmedien näher an der
Wahrheit waren, bestenfalls im statistischen Mittel und/oder scheinbar.
Wie hieß es so schön: "Die Wahrheit lügt in der Mitte".

Grüsse
Frank
Chr. Maercker
2020-12-17 17:44:29 UTC
Permalink
Post by Frank Nitzschner
Wie hieß es so schön: "Die Wahrheit lügt in der Mitte".
Den Spruch kannte ich noch nicht, aber so oder ähnlich werte ich
Nachrichten jeglicher Herkunft bis heute.
--
CU Chr. Maercker.
wolfgang sch
2020-12-17 18:16:24 UTC
Permalink
Post by Chr. Maercker
Post by Frank Nitzschner
Wie hieß es so schön: "Die Wahrheit lügt in der Mitte".
Den Spruch kannte ich noch nicht, aber so oder ähnlich werte ich
Nachrichten jeglicher Herkunft bis heute.
Davon ist dringend abzuraten.

Wenn A sagt "2 + 2 = 5", und B sagt "2 + 2 = 4", dann ist die richtige
Lösung nicht 4,5.

Natürlich gibt es auch Fälle wo die Wahrheit in der Mitte zwischen zwei
sich widersprechenden Behauptungen liegt, aber nicht regelmäßig.

https://en.wikipedia.org/wiki/Argument_to_moderation
--
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René Marquardt
2020-12-17 22:51:49 UTC
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Post by Chr. Maercker
Post by Markus Ermert
Post by René Marquardt
Bzw. der Osten fand im Bewusstsein der juengeren Generationen nicht
statt und war, wenn nicht Westpolen, dann so eine Art kommunistisches
Ostliechtenstein.
Manchmal hammer uns wirklich so gefühlt. Aber wir waren und sind ein
kleines zänkisches Bergvolk an der Westgrenze Chinas. ;-)
Post by Markus Ermert
Die DDR war im westdeutschen Bewusstsein viel unbedeutender, als es sich
viele SED-Fans heute selber weismachen.
ACK, so richtig deutlich geworden ist das erst nach 1989.
Post by Markus Ermert
So was wie Systemkonkurrenz oder -vergleich war für die meisten keine Kategorie.
Das wiederum ist verwunderlich, es war ja weit mehr als ein
deutsch-deutsches Problem. *System*-Konkurrenz ist in diesem
Zusammenhang sehr richtig.
Post by Markus Ermert
Anstrengungen der DDR fand man putzig bis schräg, wenn man sie überhaupt
wahrnahm, etwa im Sport. Es war halt sonnenklar, wer das bessere Los
gezogen hatte, da brauchte es für die meisten keine Propaganda.
Daran gab es ost- wie westwärts wenig Zweifel. Ostseitig allerdings
besser begründet, da Informationen sowohl aus Westmedien als auch von
Verwandten etc. und nicht zuletzt handfest als Produkte vorlagen. In der
Alt-BRD scheinen die meisten eher geglaubt als gewusst zu haben, dass es
ihnen besser ging als in der DDR. Das wiederum könnte dadurch passiert
sein, dass die Medien der BRD glaubhafter erschienen als die der DDR.
Was beileibe nicht immer bedeutete, dass die Westmedien näher an der
Wahrheit waren, bestenfalls im statistischen Mittel und/oder scheinbar.
Sagen wir mal, man schickt keine Westpakete in den Osten, wenn man
glaubt, dass es denen dort besser ginge.
Die Westpakete wurden uebrigens vom Empfaenger ausgefloeht, mit
Ostprodukten aufgefuellt, und an die bucklige Verwandtschaft im
Polnischen und Tschechischen weitergeschickt. Jedenfalls in meiner
Familie. Hier, halt mal deine Finger auf den Knoten, Junge!
wolfgang sch
2020-12-15 06:13:49 UTC
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Post by René Marquardt
Bzw. der Osten fand im Bewusstsein der juengeren Generationen nicht
statt und war, wenn nicht Westpolen, dann so eine Art kommunistisches
Ostliechtenstein.
Das kommt der Sache leider ziemlich nahe, zumindest für die tiefe
Provinz in Schwaben und Rheinland.
--
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René Marquardt
2020-12-15 12:36:09 UTC
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Post by wolfgang sch
Post by René Marquardt
Bzw. der Osten fand im Bewusstsein der juengeren Generationen nicht
statt und war, wenn nicht Westpolen, dann so eine Art kommunistisches
Ostliechtenstein.
Das kommt der Sache leider ziemlich nahe, zumindest für die tiefe
Provinz in Schwaben und Rheinland.
So auch in Oberbayern, Unterfranken, und Frankfurt, Duesseldorf, Hamburg...
wolfgang sch
2020-12-15 13:21:31 UTC
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Post by René Marquardt
Post by wolfgang sch
Post by René Marquardt
Bzw. der Osten fand im Bewusstsein der juengeren Generationen nicht
statt und war, wenn nicht Westpolen, dann so eine Art kommunistisches
Ostliechtenstein.
Das kommt der Sache leider ziemlich nahe, zumindest für die tiefe
Provinz in Schwaben und Rheinland.
So auch in Oberbayern, Unterfranken, und Frankfurt, Duesseldorf, Hamburg...
Für Oberfranken darf ich es zumindest verneinen :)
--
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Markus Ermert
2020-12-15 20:01:48 UTC
Permalink
Post by René Marquardt
Post by wolfgang sch
Post by René Marquardt
Bzw. der Osten fand im Bewusstsein der juengeren Generationen nicht
statt und war, wenn nicht Westpolen, dann so eine Art kommunistisches
Ostliechtenstein.
Das kommt der Sache leider ziemlich nahe, zumindest für die tiefe
Provinz in Schwaben und Rheinland.
So auch in Oberbayern, Unterfranken, und Frankfurt, Duesseldorf, Hamburg...
Unterfranken passt nicht in die Reihe, da Grenzgebiet. Da gab es sogar ein
aufständisches, militantes Dorf, das mit Rübermachen drohte.
René Marquardt
2020-12-15 22:33:56 UTC
Permalink
Post by Markus Ermert
Post by René Marquardt
Post by wolfgang sch
Post by René Marquardt
Bzw. der Osten fand im Bewusstsein der juengeren Generationen nicht
statt und war, wenn nicht Westpolen, dann so eine Art kommunistisches
Ostliechtenstein.
Das kommt der Sache leider ziemlich nahe, zumindest für die tiefe
Provinz in Schwaben und Rheinland.
So auch in Oberbayern, Unterfranken, und Frankfurt, Duesseldorf, Hamburg...
Unterfranken passt nicht in die Reihe, da Grenzgebiet. Da gab es sogar ein
aufständisches, militantes Dorf, das mit Rübermachen drohte.
Unterfranken passt da sehr wohl rein, denn genau dort wurde ich gefragt,
wie lange ich denn schon in Deutschland sei.
Uwe Schickedanz
2020-12-16 16:03:23 UTC
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On Tue, 15 Dec 2020 16:33:56 -0600, René Marquardt
Post by René Marquardt
Post by Markus Ermert
Post by René Marquardt
Post by wolfgang sch
Post by René Marquardt
Bzw. der Osten fand im Bewusstsein der juengeren Generationen nicht
statt und war, wenn nicht Westpolen, dann so eine Art kommunistisches
Ostliechtenstein.
Das kommt der Sache leider ziemlich nahe, zumindest für die tiefe
Provinz in Schwaben und Rheinland.
So auch in Oberbayern, Unterfranken, und Frankfurt, Duesseldorf, Hamburg...
Unterfranken passt nicht in die Reihe, da Grenzgebiet. Da gab es sogar ein
aufständisches, militantes Dorf, das mit Rübermachen drohte.
Unterfranken passt da sehr wohl rein, denn genau dort wurde ich gefragt,
wie lange ich denn schon in Deutschland sei.
So langsam verstehe ich, warum Du ausgewandert bist. ;)


Gruß Uwe
--
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René Marquardt
2020-12-16 22:44:08 UTC
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Post by Uwe Schickedanz
On Tue, 15 Dec 2020 16:33:56 -0600, René Marquardt
Post by René Marquardt
Post by Markus Ermert
Post by René Marquardt
Post by wolfgang sch
Post by René Marquardt
Bzw. der Osten fand im Bewusstsein der juengeren Generationen nicht
statt und war, wenn nicht Westpolen, dann so eine Art kommunistisches
Ostliechtenstein.
Das kommt der Sache leider ziemlich nahe, zumindest für die tiefe
Provinz in Schwaben und Rheinland.
So auch in Oberbayern, Unterfranken, und Frankfurt, Duesseldorf, Hamburg...
Unterfranken passt nicht in die Reihe, da Grenzgebiet. Da gab es sogar ein
aufständisches, militantes Dorf, das mit Rübermachen drohte.
Unterfranken passt da sehr wohl rein, denn genau dort wurde ich gefragt,
wie lange ich denn schon in Deutschland sei.
So langsam verstehe ich, warum Du ausgewandert bist. ;)
Der Kandidat erhaelt die volle Punktzahl! Und einen Leuchtkeks.
Markus Ermert
2020-12-17 22:21:53 UTC
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Post by René Marquardt
Post by Martin Ebert
Post by Peter Veith
In den Westmedien wurde das "kommunistische Abkürzl BRD" erst seit 1989
Du quatscht einen Blödsinn, das ist nicht auszuhalten. Du
baust Dir Deine eigene Wirklichkeit und hoffst, dass andere
mitziehen.
Für Westdeutschland gab es nur ein Deutschland, bis auf drei
versprengte West-Kommunisten war das Deutschland, nur der Ost-
teil zu der Zeit kommunistisch reagiert.
Bzw. der Osten fand im Bewusstsein der juengeren Generationen nicht
statt und war, wenn nicht Westpolen, dann so eine Art kommunistisches
Ostliechtenstein.
Eher so was wie Grönland oder Färöer. Wer‘s kannte, fragte sich, wie jemand
der Meinung sein konnte, dort, ohne Sommer, Bäume und Gemüse, lebe es sich
besser. Einige fanden es exotisch, ein paar Spinner toll. Und die, die es
ernsthaft als besten Ort der Welt sahen, waren doch eher Witzfiguren.
Allerdings sind Eskimos deutlich sympathischer als grimmige Stasigeneräle.
Und Waltöter irgendwie besser als Mauerschützen.
Peter Veith
2020-12-15 05:19:52 UTC
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Post by Martin Ebert
Post by Peter Veith
In den Westmedien wurde das "kommunistische Abkürzl BRD" erst seit 1989
offiziell zulässig, mit folgenden Artikeln: (...)
Du quatscht einen Blödsinn, das ist nicht auszuhalten. Du
baust Dir Deine eigene Wirklichkeit und hoffst, dass andere
mitziehen.
Also, die Abkürzung "BRD" war in Westdeutschland durchgängig usus (oder
auch nicht), ohne jede Vorschriften und Reglementierung? Mmmhhh "eigene
Wirklichkeit" und so.
Post by Martin Ebert
Für Westdeutschland gab es nur ein Deutschland,
In den (gewillkürten) Grenzen von 1937, korrekt. Bedauerlicherweise auch
territorial nur teilidentisch, da neben dem Geltungsbereich des Grundgesetzes
und der SBZ, noch rd. 1/3 des Reichsgebietes unter polnischer und russicher
Verwaltung stand.

Ja, so war das. Erst 1990 wurde klammheimlich auf 1/3 von "Deutschland"
verzichtet. Und nicht nur den Vertriebenenverbänden war das aufgefallen.
Post by Martin Ebert
Niemend konnte oder kann den Medien vorschreiben, wie man dies
oder das benamst, daran ändern auch keine Politikerreden etwas.
Du machts Dich lächerlich.
Post by Martin Ebert
Bei Kinkel, als der auf irgend einen Kongress forderte, die
DDR zu delegitimieren, die Kanzlerin als die forderte, die MP-
Wahl in Thüringen rückgängig zu machen und jetzt, dass Sprache
befohlen wurde. Alles grober Unfug: Politiker fordern viel,
wenn der Tag lang ist, das gehört zu deren Geschäft.
Gerald, Du?

Peter
wolfgang sch
2020-12-15 06:16:54 UTC
Permalink
Post by Peter Veith
Also, die Abkürzung "BRD" war in Westdeutschland durchgängig usus (oder
auch nicht), ohne jede Vorschriften und Reglementierung?
Nein. Es gab Vorschriften

a) für den behördeninternen Gebrauch, wie du selbst zitiert hast
b) für Schulen (lt wikipedia zumindest in Schleswig-Holstein)

Beide soweit ich weiß ab den frühen 1970er Jahren.

Es gab keine Vorschriften für Medien, Bücher usw. Viele Medien
vermieden "BRD" trotzdem freiwillig, aber nicht alle.
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Peter Veith
2020-12-15 06:23:22 UTC
Permalink
Post by wolfgang sch
Es gab keine Vorschriften für Medien, Bücher usw. Viele Medien
vermieden "BRD" trotzdem freiwillig, aber nicht alle.
:-D
Ja, denn es war eine Frage des "guten Geschmackes", wie ich lernen durfte.

Peter
wolfgang sch
2020-12-15 06:34:44 UTC
Permalink
Post by Peter Veith
Post by wolfgang sch
Es gab keine Vorschriften für Medien, Bücher usw. Viele Medien
vermieden "BRD" trotzdem freiwillig, aber nicht alle.
:-D
Ja, denn es war eine Frage des "guten Geschmackes", wie ich lernen durfte.
Sie wollten nicht in den Geruch geraten, kommunistisch zu sein.
Linkslastige Medien schrieben "BRD", die anderen nicht, so dass man an
der (Nicht-) Verwendung dieser Abkürzung bereits die politische Linie
ablesen konnte die ein Blatt verfolgte - wie eine selbstbestätigende
Prophezeiung. Es war eine Form politischer Korrektheit, lange bevor das
Wort entstand. Aber es gab keine Vorschrift für nichtstaatliche Stellen.
--
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Peter Veith
2020-12-15 07:13:18 UTC
Permalink
Post by wolfgang sch
Post by Peter Veith
Post by wolfgang sch
Es gab keine Vorschriften für Medien, Bücher usw. Viele Medien
vermieden "BRD" trotzdem freiwillig, aber nicht alle.
:-D
Ja, denn es war eine Frage des "guten Geschmackes", wie ich lernen durfte.
Sie wollten nicht in den Geruch geraten, kommunistisch zu sein.
Ja.
Es ging um den Alleinvertretungsanspruch der BRD.
Post by wolfgang sch
Linkslastige Medien schrieben "BRD", die anderen nicht, so dass man an
der (Nicht-) Verwendung dieser Abkürzung bereits die politische Linie
ablesen konnte die ein Blatt verfolgte - wie eine selbstbestätigende
Prophezeiung. Es war eine Form politischer Korrektheit, lange bevor das
Wort entstand.
Ja.
In den Anfängen des Internets suchte ich "linke" Inhalte nicht selten mit der
zusätzlichen Abkürzung "BRD" - gute Trefferzahl.
Post by wolfgang sch
Aber es gab keine Vorschrift für nichtstaatliche Stellen.
Ich halte fest:
- Für staatliche Akteure gab es solche Vorschriften.
- Für dem Staat nahestehende Akteure war es sinnvoll sich an den Vorschriften
"zu orientieren".

BTW Das gleiche Spiel, wie derzeit mit dem RKI. Es kann nicht verklagt werden,
z.B. bestimmte Aussage zu unterlassen, da der Normalbürger im juristischen Sinne
nicht "beschwert" ist, da das quasi Bundesgesundheitsamt nur "Empfehlungen"
ausspreche und verwaltungsinterne Anweisungen mache.

Das gleiche Spiel wie mit der Bundeskanzlerin, die spricht nur dringende Appelle
aus, entscheiden müssen es die Landesregierungen (ggf. noch -Parlamente) oder
der Landrat oder die einzelne KiTa-Leitung. Und Kleindoofi^^^Bundesbürger kann
jetzt nur versuchen, gegen diese "Einscheidung" auf "Obergefreiten-Ebene" einzeln
(und allein) vorzugehen.

Schon irgendwie genial.

Peter
Markus Ermert
2020-12-15 08:12:48 UTC
Permalink
Post by Peter Veith
Post by wolfgang sch
Post by Peter Veith
Post by wolfgang sch
Es gab keine Vorschriften für Medien, Bücher usw. Viele Medien
vermieden "BRD" trotzdem freiwillig, aber nicht alle.
:-D
Ja, denn es war eine Frage des "guten Geschmackes", wie ich lernen durfte.
Sie wollten nicht in den Geruch geraten, kommunistisch zu sein.
Ja.
Es ging um den Alleinvertretungsanspruch der BRD.
Um den auch. Ist auch logisch, das alles hat einen gemeinsamen Grund: Die
Leute wollten nicht so leben wie es die DDR-Bürger mussten. Kein Bock. Das
Land und sein ideologisches, materielles und kulturelles Angebot waren
total unattraktiv. Daher hatte kaum jemand ein Interesse daran, dass die
DDR irgendeinen Einfluss auf sein Leben hat. Der Alleinvertretungsanspruch
half dabei.
Markus Ermert
2020-12-15 06:34:33 UTC
Permalink
Post by Peter Veith
Post by Martin Ebert
Post by Peter Veith
In den Westmedien wurde das "kommunistische Abkürzl BRD" erst seit 1989
offiziell zulässig, mit folgenden Artikeln: (...)
Du quatscht einen Blödsinn, das ist nicht auszuhalten. Du
baust Dir Deine eigene Wirklichkeit und hoffst, dass andere
mitziehen.
Also, die Abkürzung "BRD" war in Westdeutschland durchgängig usus (oder
auch nicht), ohne jede Vorschriften und Reglementierung? Mmmhhh "eigene
Wirklichkeit" und so.
Die Abkürzung mochten 90 Prozent der Westdeutschen nicht, weil sie die DDR
nicht mochten. Die DDR war ein unbeliebter und unsympathischer, im besten
Fall uninteressanter und langweiliger Staat, so gut wie niemand wollte dort
leben oder mit deren Einwohnern tauschen. Diese Haltung der großen Mehrheit
der Westdeutschen spiegelte sich in diversen Dingen wider, wozu auch ein
paar Vorschriften in einigen Amtsbereichen gehörten.

Dass Leute aus freiem Willen sich eine eigene Meinung bilden, ohne dass die
Obrigkeit dies so in die Wege geleitet hat, ist zwar damals wie heute
problemlos zu besichtigen, gebt aber trotzdem in SED-Köpfe nicht hinein.
Martin Ebert
2020-12-15 13:40:58 UTC
Permalink
Post by Peter Veith
Post by Martin Ebert
Post by Peter Veith
In den Westmedien wurde das "kommunistische Abkürzl BRD" erst seit 1989
offiziell zulässig, mit folgenden Artikeln: (...)
Du quatscht einen Blödsinn, das ist nicht auszuhalten. Du
baust Dir Deine eigene Wirklichkeit und hoffst, dass andere
mitziehen.
Also, die Abkürzung "BRD" war in Westdeutschland durchgängig usus (oder
auch nicht), ohne jede Vorschriften und Reglementierung? Mmmhhh "eigene
Wirklichkeit" und so.
Versuche's mal mit lesen: In Westdeutschland hieß es Deutschland.
Nicht weil das jemand regulierte, sondern weil sich die Mehrheit
als Deutschland fühlte.

Du darfst Dich jetzt weiter lächerlich machen.

Mt
Peter Veith
2020-12-15 15:40:16 UTC
Permalink
Post by Martin Ebert
Post by Peter Veith
Also, die Abkürzung "BRD" war in Westdeutschland durchgängig usus (oder
auch nicht), ohne jede Vorschriften und Reglementierung? Mmmhhh "eigene
Wirklichkeit" und so.
Versuche's mal mit lesen: In Westdeutschland hieß es Deutschland.
Nicht weil das jemand regulierte, sondern weil sich die Mehrheit
als Deutschland fühlte.
Richtig, aber nur für die reichliche Hälfte der verbliebenen 2/3 von
Deutschland. Stramme intellektuelle Leistung :-D

Nein, nein, ich weiß: Das ist das Gleiche, wie "Europa" für die EU" oder
"Amerika" für die "USA".

Rein aus dem Gefühl entstanden, wozu die Ministeriellen überhaupt
entsprechende Erlasses absondern mußten, wahrscheinlich weil die nichts
zu tun hatten und dem Gefühl der Bevölkerung^^^der Deutschen schlicht
Ausdruck verleihen wollten.
Post by Martin Ebert
Du darfst Dich jetzt weiter lächerlich machen.
Mann'o'Mann.

Veith
--
"Und diejenige Geschichtsschreibung wird am besten bezahlt, die im Sinn
der Bourgeoisie am besten verfälscht ist", Friedrich Engels.
http://ddr-luftwaffe.blogspot.com
Torsten Mueller
2020-12-15 15:50:34 UTC
Permalink
Post by Peter Veith
Nein, nein, ich weiß: Das ist das Gleiche, wie "Europa" für die EU"
oder "Amerika" für die "USA".
Ich begann in einer angeregten Unterhaltung in Kanada (2008) mal einen
Satz mit "Everywhere in America" und löste damit erhepliches Befremden
aus. Man wollte in der kanadischen Prärie (Drumheller, drei echte
T-Rexe) durchaus nicht irgendwie mit diesem America in Verbindung
gebracht werden. Ob man das in Europa etwa so sehen würde usw. - Ich
wette, die haben sich abends noch zusammengesetzt, "Leute, wir müssen
was tun."

T.M.
wolfgang sch
2020-12-15 16:23:15 UTC
Permalink
Post by Torsten Mueller
Ich begann in einer angeregten Unterhaltung in Kanada (2008) mal einen
Satz mit "Everywhere in America" und löste damit erhepliches Befremden
aus. Man wollte in der kanadischen Prärie (Drumheller, drei echte
T-Rexe) durchaus nicht irgendwie mit diesem America in Verbindung
gebracht werden.
Im englischen Sprachgebrauch betrachtet man Amerika nicht als einen
Kontinent, sondern als zwei getrennte Kontinente Nord- und Südamerika.
Wenn man die gesamte Landmasse zwischen Alaska und Feuerland bezeichnen
will, muss man den Plural verwenden: "The Americas". "America" im
Singular bezeichnet im Englischen ausschließlich die USA. Da möchten
Kanadier natürlich nicht eingemeindet werden.

Dass man diese Landmasse auch als einen Kontinent ansehen kann, und
dass das jeweilige Äquivalent für "Amerika" in der spanischen,
französischen und deutschen Sprach ebendiesen Kontinent bezeichnet (und
nur nebenher auch die USA), ist den meisten englischsprachigen
Nordamerikanern nicht bekannt.
--
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Martin Ebert
2020-12-15 15:55:53 UTC
Permalink
Post by Peter Veith
Rein aus dem Gefühl entstanden, wozu die Ministeriellen überhaupt
entsprechende Erlasses absondern mußten, wahrscheinlich weil die nichts
zu tun hatten und dem Gefühl der Bevölkerung^^^der Deutschen schlicht
Ausdruck verleihen wollten.
Ich weiß ja, dass Du Dich nur dumm stellst. Die Antwort
kannst Du Dir selber geben: Weil in solchen Erlassen die
Einheitlichkeit behördlicher Schriftstücke sichergestellt
wird.

Mt
Peter Veith
2020-12-15 19:28:48 UTC
Permalink
Post by Martin Ebert
Post by Peter Veith
Rein aus dem Gefühl entstanden, wozu die Ministeriellen überhaupt
entsprechende Erlasses absondern mußten, wahrscheinlich weil die nichts
zu tun hatten und dem Gefühl der Bevölkerung^^^der Deutschen schlicht
Ausdruck verleihen wollten.
Ich weiß ja, dass Du Dich nur dumm stellst. Die Antwort
kannst Du Dir selber geben: Weil in solchen Erlassen die
Einheitlichkeit behördlicher Schriftstücke sichergestellt
wird.
In einem föderalen System ...mmmmh. :-D

Veith
--
"If money isn’t loosened up, this sucker could go down," President Bush.
http://ddr-luftwaffe.blogspot.com
Martin Ebert
2020-12-15 20:45:08 UTC
Permalink
Post by Peter Veith
Post by Martin Ebert
Post by Peter Veith
Rein aus dem Gefühl entstanden, wozu die Ministeriellen überhaupt
entsprechende Erlasses absondern mußten, wahrscheinlich weil die nichts
zu tun hatten und dem Gefühl der Bevölkerung^^^der Deutschen schlicht
Ausdruck verleihen wollten.
Ich weiß ja, dass Du Dich nur dumm stellst. Die Antwort
kannst Du Dir selber geben: Weil in solchen Erlassen die
Einheitlichkeit behördlicher Schriftstücke sichergestellt
wird.
In einem föderalen System ...mmmmh. :-D
Ja - und Du weißt das doch genau. Das war nie anders
und ist auch heute nicht anders - tu doch nicht so.

Und nur so kannst Du ja mehrere Erlasse ausgraben ...

Mt
Jörg Knebel
2020-12-15 19:29:19 UTC
Permalink
Post by Martin Ebert
Ich weiß ja, dass Du Dich nur dumm stellst.
Da hat der Veith dann echt einen Vorteil.
Das Ebert braucht sich dafür nicht zu verstellen.
René Marquardt
2020-12-15 23:19:34 UTC
Permalink
Post by Peter Veith
Post by Martin Ebert
Post by Peter Veith
Also, die Abkürzung "BRD" war in Westdeutschland durchgängig usus (oder
auch nicht), ohne jede Vorschriften und Reglementierung? Mmmhhh "eigene
Wirklichkeit" und so.
Versuche's mal mit lesen: In Westdeutschland hieß es Deutschland.
Nicht weil das jemand regulierte, sondern weil sich die Mehrheit
als Deutschland fühlte.
Richtig, aber nur für die reichliche Hälfte der verbliebenen 2/3 von
Deutschland. Stramme intellektuelle Leistung :-D
Nein, nein, ich weiß: Das ist das Gleiche, wie "Europa" für die EU" oder
"Amerika" für die "USA".
Kennst du ein anderes Land mit "Amerika" im Namen?
wolfgang sch
2020-12-16 04:30:07 UTC
Permalink
Post by René Marquardt
Post by Peter Veith
Nein, nein, ich weiß: Das ist das Gleiche, wie "Europa" für die EU" oder
"Amerika" für die "USA".
Kennst du ein anderes Land mit "Amerika" im Namen?
Nach kontinentaleuropäischem Verständnis ist "Amerika" kein Land,
sondern ein Kontinent. Der Grund für den unlogischen Sprachgebrauch in
Nordamerika ist aber ein ganz anderer als "Deutschland" für BRD,
insofern würd ich den Vergleich nicht akzeptieren.
--
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Markus Ermert
2020-12-16 06:44:06 UTC
Permalink
Post by wolfgang sch
Nach kontinentaleuropäischem Verständnis ist "Amerika" kein Land,
sondern ein Kontinent.
Für Erdkundelehrer vielleicht und im Lexikon, in der Praxis aber nicht.
Niemand fühlt sich in Amerika, wenn er in Brasilien ist oder hält Maduro
für einen Amerikaner.

Amerika ist USA, der Rest Süd-, Latein- oder Mittelamerika oder Karibik.
Und die beiden anderen nordamerikanischen Länder Kanada und Mexiko sind
halt Nachbarn der USA.
Peter Veith
2020-12-16 06:59:16 UTC
Permalink
Niemand *fühlt* sich in Amerika, wenn er in Brasilien ist oder hält Maduro
für einen Amerikaner.
Warum wird das wohl so sein?

Letztens habe ich so ein Spielfilm vom Markführer, Hollywood, gesehen, da
sagt ein Mexikaner zu Brad Pitt in Mexiko: "Du bist hier nicht in Amerika".

Und wenn man sowas seit Kindesbeinen hört, dann "fühlt" man auch so.

"Glaube an Dein Gefühl" sagen sie.
Peter
wolfgang sch
2020-12-15 06:11:17 UTC
Permalink
Post by Martin Ebert
Niemand in Westdeutschland hatte irgend einen Grund, sich dem
Sprachdiktat der SED zu unterwerfen - man war Deutschland und
lebte in Deutschland.
Du bist allerdings auch verwirrt.

Die offizielle Eigenbezeichnung war "Bundesrepublik Deutschland". Es
war offiziell verpönt, das abzukürzen, dies allerdings erst seit die
DDR-Medien gegen Ende der 1960er Jahre begannen, "BRD" zu schreiben.

Der im Alltag mancher Westdeutscher übliche Sprachgebrauch
"Deutschland" als Synonym für die BRD zu benutzen, war im Prinzip ein
Zeichen von Ignoranz weil er die DDR begrifflich aus der deutschen
Nation ausgemeindete - und das war definitiv nicht offizielle Linie,
ganz im Gegenteil. Der bundesdeutsche Staat versuchte dagegen
gelegentlich anzugehen:

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(Schild Nähe eines Grenzübergangs Richtung DDR)
--
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Martin Ebert
2020-12-15 13:45:27 UTC
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Martin Ebert
Post by Martin Ebert
Niemand in Westdeutschland hatte irgend einen Grund, sich dem
Sprachdiktat der SED zu unterwerfen - man war Deutschland und
lebte in Deutschland.
Du bist allerdings auch verwirrt.
Wunschtraum.

Übrigens auch so ein Trick: Erst mir widersprechen, um dann
genau das zu sagen, was ich sagte.
https://pbs.twimg.com/media/DOCyzbrW4AgBGPK.jpg
(Schild Nähe eines Grenzübergangs Richtung DDR)
Als ich dieses Schild 1989 erstmals sah, war ich sehr beeindruckt.

Mt
Achim Ebeling
2020-12-15 14:20:46 UTC
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Post by Martin Ebert
Post by wolfgang sch
https://pbs.twimg.com/media/DOCyzbrW4AgBGPK.jpg
(Schild Nähe eines Grenzübergangs Richtung DDR)
Als ich dieses Schild 1989 erstmals sah, war ich sehr beeindruckt.
Und bei wie vielen ist die Euphorie in Trauer und Wut umgeschlagen?
--
Bis denne
Achim
Martin Ebert
2020-12-15 14:33:43 UTC
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Post by Achim Ebeling
Post by Martin Ebert
Post by wolfgang sch
https://pbs.twimg.com/media/DOCyzbrW4AgBGPK.jpg
(Schild Nähe eines Grenzübergangs Richtung DDR)
Als ich dieses Schild 1989 erstmals sah, war ich sehr beeindruckt.
Und bei wie vielen ist die Euphorie in Trauer und Wut umgeschlagen?
Bei den allerwenigsten - die sich allerdings hier in dafd
einreden können, dass sie die Mehrheit seien.

Mt
Gunter Kühne
2020-12-15 15:26:50 UTC
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Post by Martin Ebert
Post by Achim Ebeling
Post by Martin Ebert
Post by wolfgang sch
https://pbs.twimg.com/media/DOCyzbrW4AgBGPK.jpg
(Schild Nähe eines Grenzübergangs Richtung DDR)
Als ich dieses Schild 1989 erstmals sah, war ich sehr beeindruckt.
Und bei wie vielen ist die Euphorie in Trauer und Wut umgeschlagen?
Bei den allerwenigsten - die sich allerdings hier in dafd
einreden können, dass sie die Mehrheit seien.
Mt
Woher willst du! das wissen?
Relotius gefragt?
--
Kleinmut und Stolz, aus diesem Holz
Schuf der Mensch sich am sechsten Tag Gott.
wolfgang sch
2020-12-15 16:46:02 UTC
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Post by Martin Ebert
Martin Ebert
Post by Martin Ebert
Niemand in Westdeutschland hatte irgend einen Grund, sich dem
Sprachdiktat der SED zu unterwerfen - man war Deutschland und
lebte in Deutschland.
Du bist allerdings auch verwirrt.
Wunschtraum.
Wieso sollte ich mir sowas wünschen, wo ich ständig versuche Irrtümer
zu entwirren.
Post by Martin Ebert
Übrigens auch so ein Trick: Erst mir widersprechen, um dann
genau das zu sagen, was ich sagte.
Deine Verwirrung besteht darin dass du verschiedene Sprachebenen
vermischst.

Das Kürzel "BRD" war offiziell ab ca. 1970 verpönt, als
Vermeidungsreaktion darauf dass die DDR um diese Zeit angefangen hatte
es zu verwenden, wegen ihrer veränderten Deutschlandpolitik. (In den
50er und 60er Jahren war "BRD" im Westen absolut gängig und
wohlgelitten gewesen, in der gleichen Zeit hatten offizielle
DDR-Stellen "Westdeutschland" oder "WD" geschrieben).

Offiziell erwünscht war dagegen "Bundesrepublik Deutschland", entweder
ausgeschrieben oder in irgendeiner abgekürzten Form, so zB
"Bundesrepublik", "BRep Dtschld" "BR Deutschland", "BR Dtl" uva, nur
eben nicht "BRD". Die Vermeidungskonstruktionen hatten was unfreiwillig
Komisches.

"Deutschland" als Synonym für "Bundesrepublik Deutschland" war rein
umgangssprachlich in bestimmten Regionen. Offiziell war es UNERWÜNSCHT,
und es war keinesfalls Ausdruck irgendeines politischen Standpunkts. Im
Gegenteil: Die gesamte politische Bildungsarbeit der damaligen BRD war
darauf gerichtet, den Provinzlern klarzumachen dass es noch mehr
Deutschland gab als nur die Gegenden die sie kannten.
Post by Martin Ebert
https://pbs.twimg.com/media/DOCyzbrW4AgBGPK.jpg
(Schild Nähe eines Grenzübergangs Richtung DDR)
Als ich dieses Schild 1989 erstmals sah, war ich sehr beeindruckt.
Dieses Schild war Teil dieser Bildungsarbeit. Seine Zielgruppe waren
diese ignoranten Wessis, und es sollte ihnen mitteilen dass ihr
Sprachgebrauch falsch war. Der Absender war irgendeine offizielle
Stelle, vielleicht die Bundesregierung.
--
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Martin Ebert
2020-12-15 20:53:05 UTC
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Post by wolfgang sch
Post by Martin Ebert
Post by wolfgang sch
https://pbs.twimg.com/media/DOCyzbrW4AgBGPK.jpg
(Schild Nähe eines Grenzübergangs Richtung DDR)
Als ich dieses Schild 1989 erstmals sah, war ich sehr beeindruckt.
Dieses Schild war Teil dieser Bildungsarbeit. Seine Zielgruppe waren
diese ignoranten Wessis, und es sollte ihnen mitteilen dass ihr
Sprachgebrauch falsch war. Der Absender war irgendeine offizielle
Stelle, vielleicht die Bundesregierung.
Und ich Dummerchen dachte, dass man mitteilen wollte, dass
das jetzt kommende Gebiet (auch) Deutschland ist.

Mt
Peter Veith
2020-12-15 21:17:09 UTC
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Post by Martin Ebert
Post by wolfgang sch
Post by Martin Ebert
Post by wolfgang sch
https://pbs.twimg.com/media/DOCyzbrW4AgBGPK.jpg
(Schild Nähe eines Grenzübergangs Richtung DDR)
Als ich dieses Schild 1989 erstmals sah, war ich sehr beeindruckt.
Dieses Schild war Teil dieser Bildungsarbeit. Seine Zielgruppe waren
diese ignoranten Wessis, und es sollte ihnen mitteilen dass ihr
Sprachgebrauch falsch war. Der Absender war irgendeine offizielle
Stelle, vielleicht die Bundesregierung.
Und ich Dummerchen dachte, dass man mitteilen wollte, dass
das jetzt kommende Gebiet (auch) Deutschland ist.
Nun, der arrogante, geBILDete Normalwessi fuhr in den 1980ern
tatsächlich vermeintlich "von Deutschland in die DDR".

Mit den Moskauer Verträgen und dem Grundlagenvertrag hat man ihn bis ca.
1969 unverzichtbare, alltägliche Parolen, wie "Verzicht ist Verrat"
vergessen machen lassen.

Für den waren - soweit er / seine Eltern kein Grundbesitz in den von
Polen und Rußland verwalteten Gebieten resp. in der DDR hatte,
tatsächlich das Geschichtsbewußtsein, nebst dem Anspruch der BRD für
Deutschland in den Grenzen von 1937 zu sprechen, verschütt gegangen.

Da wurde im Interesse der IG-Faben Nachfolge / i.L. etc. schon etwas
staatlich nachgesteuert.

Hat aber mit der BRD-Politik und deren Sprachgebrauch sowie der
Abkürzung "BRD" so gut wie nichts zu tun.

Veith
--
Lieber Reich ins Heim, als heim ins Reich!
http://ddr-luftwaffe.blogspot.com
wolfgang sch
2020-12-16 04:26:35 UTC
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Post by Martin Ebert
Post by wolfgang sch
Post by Martin Ebert
Post by wolfgang sch
https://pbs.twimg.com/media/DOCyzbrW4AgBGPK.jpg
(Schild Nähe eines Grenzübergangs Richtung DDR)
Als ich dieses Schild 1989 erstmals sah, war ich sehr beeindruckt.
Dieses Schild war Teil dieser Bildungsarbeit. Seine Zielgruppe waren
diese ignoranten Wessis, und es sollte ihnen mitteilen dass ihr
Sprachgebrauch falsch war. Der Absender war irgendeine offizielle
Stelle, vielleicht die Bundesregierung.
Und ich Dummerchen dachte, dass man mitteilen wollte, dass
das jetzt kommende Gebiet (auch) Deutschland ist.
Und wo ist jetzt der Widerspruch?
--
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Hans-R. Biermann
2020-12-16 18:51:42 UTC
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Post by Martin Ebert
Post by wolfgang sch
Post by Martin Ebert
Post by wolfgang sch
https://pbs.twimg.com/media/DOCyzbrW4AgBGPK.jpg
(Schild Nähe eines Grenzübergangs Richtung DDR)
Von Hof kommend Richtung Berlin, kurz vor dem Grenzübergang, an dem
ist ein großer Rasthof, ich meine "Frankenwald".
Post by Martin Ebert
Post by wolfgang sch
Post by Martin Ebert
Als ich dieses Schild 1989 erstmals sah, war ich sehr beeindruckt.
Kann ick nachvollssie'n.
Post by Martin Ebert
Post by wolfgang sch
Dieses Schild war Teil dieser Bildungsarbeit. Seine Zielgruppe waren
diese ignoranten Wessis, und es sollte ihnen mitteilen dass ihr
Sprachgebrauch falsch war. Der Absender war irgendeine offizielle
Stelle, vielleicht die Bundesregierung.
Und ich Dummerchen dachte, dass man mitteilen wollte, dass
das jetzt kommende Gebiet (auch) Deutschland ist.
Da solches an nördlicheren Übergängen nicht zu lesen stand, nehme
ich an, die Bayerische Landesregierung hätte das veranlaßt - FR
Wolf gang P u f f e
2020-12-16 15:58:52 UTC
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Post by Martin Ebert
Post by wolfgang sch
https://pbs.twimg.com/media/DOCyzbrW4AgBGPK.jpg
(Schild Nähe eines Grenzübergangs Richtung DDR)
Als ich dieses Schild 1989 erstmals sah, war ich sehr beeindruckt.
Beeindruckt?
Wenn man damals manche Westdeutsche auf einem Parkplatz gesehen hat,
hier z.B. Raststätte Hermsdorfer Kreuz, dann wusste man, warum diese
Schilder im Westen an der Grenze aufgestellt wurden.
Das Benehmen einiger Transitreisender war nämlich unter aller Sau.
Autotür auf, Müll raus und Abfahrt.
Bernd Schwegmann
2020-12-16 21:23:21 UTC
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Post by Wolf gang P u f f e
Post by Martin Ebert
Post by wolfgang sch
https://pbs.twimg.com/media/DOCyzbrW4AgBGPK.jpg
(Schild Nähe eines Grenzübergangs Richtung DDR)
Als ich dieses Schild 1989 erstmals sah, war ich sehr beeindruckt.
Beeindruckt?
Wenn man damals manche Westdeutsche auf einem Parkplatz gesehen hat,
hier z.B. Raststätte Hermsdorfer Kreuz, dann wusste man, warum diese
Schilder im Westen an der Grenze aufgestellt wurden.
Das Benehmen einiger Transitreisender war nämlich unter aller Sau.
Autotür auf, Müll raus und Abfahrt.
Da kann ich dich aber beruhigen: derartiges, rücksichtsloses, asoziales
Verhalten ist heute in allen mir bekannten Großstädten W.Deutschlands
verbreitet. Hierzustadt sind die meisten Recycling-Container mit
Sperr-Sonder & anderem div.Dreck zugestellt. Keine Sonderbehandlung für
Ossis?!.


SC
BS+
Wolf gang P u f f e
2020-12-17 14:58:14 UTC
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Post by Bernd Schwegmann
Post by Wolf gang P u f f e
Post by Martin Ebert
Post by wolfgang sch
https://pbs.twimg.com/media/DOCyzbrW4AgBGPK.jpg
(Schild Nähe eines Grenzübergangs Richtung DDR)
Als ich dieses Schild 1989 erstmals sah, war ich sehr beeindruckt.
Beeindruckt?
Wenn man damals manche Westdeutsche auf einem Parkplatz gesehen hat,
hier z.B. Raststätte Hermsdorfer Kreuz, dann wusste man, warum diese
Schilder im Westen an der Grenze aufgestellt wurden.
Das Benehmen einiger Transitreisender war nämlich unter aller Sau.
Autotür auf, Müll raus und Abfahrt.
Da kann ich dich aber beruhigen: derartiges, rücksichtsloses, asoziales
Verhalten ist heute in allen mir bekannten Großstädten W.Deutschlands
verbreitet. Hierzustadt sind die meisten Recycling-Container mit
Sperr-Sonder & anderem div.Dreck zugestellt. Keine Sonderbehandlung für
Ossis?!.
Heute ist nicht nur W.Deutschland betroffen, auch hier hat sich die
Unsitte bei den Einheimischen verbreitet. Heute flieg der Müll von
McDonalds sogar während der Fahrt durch die Stadt einfach raus.
Die Jugend, sag ich nur.
Die Alten haben ihre elende Brut nicht mehr im Griff.
Unsereins hätte noch eine derartige Schelle gefangen, wenn man nur das
Kaugummi-Papier hätte fallen gelassen, dass einem heute noch der Kopf
schief stünde.

Es war halt nicht alles Schlecht. ;-)

W.
Wilhelm Ernst
2020-12-15 18:06:34 UTC
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Post by Martin Ebert
Du quatscht einen Blödsinn, das ist nicht auszuhalten. Du
baust Dir Deine eigene Wirklichkeit und hoffst, dass andere
mitziehen.
Für Westdeutschland gab es nur ein Deutschland, bis auf drei
versprengte West-Kommunisten war das Deutschland, nur der Ost-
teil zu der Zeit kommunistisch reagiert.
Niemand in Westdeutschland hatte irgend einen Grund, sich dem
Sprachdiktat der SED zu unterwerfen - man war Deutschland und
lebte in Deutschland.
Niemend konnte oder kann den Medien vorschreiben, wie man dies
oder das benamst, daran ändern auch keine Politikerreden etwas.
Ach uns Martin - hübsch!
So folgsam und gläubig, das lob ich mir!
Aus Dir kann noch was werden.
SCNR
Willi
--
Wer die Wahrheit nicht weiß, der ist bloß ein Dummkopf.
Aber wer sie weiß und sie eine Lüge nennt, der ist ein Verbrecher!
Bertolt Brecht
Martin Ebert
2020-12-15 20:57:15 UTC
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Post by Wilhelm Ernst
Post by Martin Ebert
Niemend konnte oder kann den Medien vorschreiben, wie man dies
oder das benamst, daran ändern auch keine Politikerreden etwas.
Ach uns Martin - hübsch!
So folgsam und gläubig, das lob ich mir!
Das wirst Du wohl nie verstehen: Deine DDR-Gläubigkeit ist
offensichtlich so stark, dass Du Dir gar nicht vorstellen
kannst, dass Medien *nicht* angeleitet werden.

Und dann "folgsam und gläubig" schreiben, das ist lustig;
ausgerechnet Du.

Mt
Peter Veith
2020-12-15 21:19:55 UTC
Permalink
Post by Martin Ebert
Post by Wilhelm Ernst
Ach uns Martin - hübsch!
So folgsam und gläubig, das lob ich mir!
Das wirst Du wohl nie verstehen: Deine DDR-Gläubigkeit ist
offensichtlich so stark, dass Du Dir gar nicht vorstellen
kannst, dass Medien *nicht* angeleitet werden.
Wie man gerade sauber sehen kann :-D

So was gleichgeschaltetes <zensiert>

Veith
--
Lieber Reich ins Heim, als heim ins Reich!
http://ddr-luftwaffe.blogspot.com
Lars Gebauer
2020-12-16 09:49:54 UTC
Permalink
Post by Martin Ebert
Post by Wilhelm Ernst
Post by Martin Ebert
Niemend konnte oder kann den Medien vorschreiben, wie man dies
oder das benamst, daran ändern auch keine Politikerreden etwas.
Ach uns Martin - hübsch!
So folgsam und gläubig, das lob ich mir!
Das wirst Du wohl nie verstehen: Deine DDR-Gläubigkeit ist
offensichtlich so stark, dass Du Dir gar nicht vorstellen
kannst, dass Medien *nicht* angeleitet werden.
Definiere mal "angeleitet". Natürlich operiert da niemand auf der Basis
von Befehl und Gehorsam. Das ist klar. Das funktioniert viel subtiler.

Ein Journalist, der irgendwie unangenehm aufgefallen ist, wird eben
nicht mehr zu irgendwelchen Veranstaltungen eingeladen, bekommt keine
exklusiven Interviews mehr, bekommt keine Hintergrundinformationen mehr
zugespielt usw. Es gibt dutzende Möglichkeiten, den zu ärgern und ihm
beruflich das Leben schwer zu machen.

Der wohlgelittene Journalist hingegen bekommt seine Arbeit leicht
gemacht. Er wird bspw. zu Veranstaltungen eingeladen, wird dort anderen
"wichtigen" Leuten vorgestellt, wird in interessante Kreise eingführt,
wird mit "exklusiven" Informationen versorgt, ...

Das ist doch eines der Probleme mit diesem Klüngel aus Journalisten und
Politikern, das sich da "Hauptstadtpresse" nennt. Da herrscht eine Nähe
zwischen Politikern und Journalisten, die jegliche Professionalität
vermissen läßt.

Stell' Dir einen jungen aber "vielversprechenden" Journalisten vor, der
auf diesem Wege ein bisschen gefördert wird, der durch diese Förderung
die Aufmerksamkeit seiner Chefredaktion erlangt, deswegen langsam aber
sicher in der Hierarchie aufsteigt, irgendwann selbst irgendein "Chef"
wird, ... Was glaubst Du, in welchem Sinn und welchem Interesse er dann
selbst seinen Laden führt?
--
"Nachdem wir das Ziel endgültig aus den Augen verloren hatten,
verdoppelten wir unsere Anstrengungen."
--Mark Twain
Hans-R. Biermann
2020-12-16 19:20:41 UTC
Permalink
Post by Lars Gebauer
Der wohlgelittene Journalist hingegen bekommt seine Arbeit leicht
gemacht. Er wird bspw. zu Veranstaltungen eingeladen, wird dort anderen
"wichtigen" Leuten vorgestellt, wird in interessante Kreise eingführt,
wird mit "exklusiven" Informationen versorgt, ...
Aus meiner Zeit als Redakteur kann ich berichten, dass sich auf Veranstaltungen
regelmäßig eine Vorzimmertante, Referentin oder sowas an mich ranmachte und
mir etwa zuwisperte, der Oberbürgermeister gäbe ab 19 Uhr einen Empfang, ich
wäre natürlich eingeladen und händigte mir zwei Einlaßkarten aus.
Bei solchen Empfängen gab's meist ein veritables, mehrgängiges Diner mit
ausgezeichneten Weinen - FR
Torsten Mueller
2020-12-17 05:58:43 UTC
Permalink
Post by Hans-R. Biermann
Aus meiner Zeit als Redakteur
Wahhhh!!!

T.M.
Uwe Schickedanz
2020-12-17 15:05:25 UTC
Permalink
On Thu, 17 Dec 2020 06:58:43 +0100, Torsten Mueller
Post by Torsten Mueller
Post by Hans-R. Biermann
Aus meiner Zeit als Redakteur
Wahhhh!!!
Wandzeitungsredakteur, in der Akademie der Wissenschaften.


Gruß Uwe
--
Das Dilemma der DDR: 16 Mio. Widerstandskämpfer wurden von
16 Mio. Stasispitzeln überwacht.
=== http://www.sicherheitslampe.de ===
Peter Veith
2020-12-17 15:48:43 UTC
Permalink
Post by Uwe Schickedanz
On Thu, 17 Dec 2020 06:58:43 +0100, Torsten Mueller
Post by Torsten Mueller
Post by Hans-R. Biermann
Aus meiner Zeit als Redakteur
Wahhhh!!!
Wandzeitungsredakteur, in der Akademie der Wissenschaften.
Nicht nur das, am 23.11.2013 22:55, schrieb Florian Ritter:

"Selber jahrelang Redakteur (im Nebenerwerb; der Kasus der
Steuerhinterziehung ist mittlerweilen verjährt) und als einziger solcher
auch Chefredakteur gewesen"

Veith
--
"Diese Regeln (…) dürfen nie hinterfragt werden" Hr. Wieler, RKI
http://ddr-luftwaffe.blogspot.com
Torsten Mueller
2020-12-17 16:21:34 UTC
Permalink
Post by Peter Veith
Post by Uwe Schickedanz
Post by Torsten Mueller
Post by Hans-R. Biermann
Aus meiner Zeit als Redakteur
Wahhhh!!!
Wandzeitungsredakteur, in der Akademie der Wissenschaften.
"Selber jahrelang Redakteur (im Nebenerwerb; der Kasus der
Steuerhinterziehung ist mittlerweilen verjährt) und als einziger solcher
auch Chefredakteur gewesen"
Alles andere hätte mich, ehrlich gesagt, überrascht.

T.M.
Wolf gang P u f f e
2020-12-16 16:28:59 UTC
Permalink
Post by Martin Ebert
Post by Wilhelm Ernst
Post by Martin Ebert
Niemend konnte oder kann den Medien vorschreiben, wie man dies
oder das benamst, daran ändern auch keine Politikerreden etwas.
Ach uns Martin - hübsch!
So folgsam und gläubig, das lob ich mir!
Das wirst Du wohl nie verstehen: Deine DDR-Gläubigkeit ist
offensichtlich so stark, dass Du Dir gar nicht vorstellen
kannst, dass Medien *nicht* angeleitet werden.
Und warum tanzen die Medienvertreter immer wieder bei der
Kanzlerin an?
Und warum interessiert sich dafür auch die Oposition, konkret
Die Linke und die Grünen?
Ein Jahr ist es her, wo ich auf Anfragen im Bundestag von beiden
Parteien hingewiesen hatte. Es gab ein oder mehrere Treffen der
Medienvertreter bei der Bundeskanzlerin und die Opposition wollte
wissen, wie oft und was wurde besprochen.
Die Antworten dazu waren sehr allgemein gehalten.
Konkrete Gesprächsinhalte wurden nicht genannt.

Ich zitiere mal mal Auszüge meiner 2 Beiträge von letztem Jahr
Post by Martin Ebert
...
WANN hat sich die Kanzlerin mit WEM von den öffentlich rechtlichen
Medien getroffen, und WELCHE THEMEN wurden dabei erörtert.
Die Webseite von Frau Prof. Monika Grütters (CDU), die als Ministerin
und Beauftragte für Kultur und Medien vermutlich eine Anfrage von Tabea
https://www.monika-gruetters.de/sites/www.monika-gruetters.de/files/docs/ant_160603_termine.pdf
Post by Martin Ebert
Das Geschwärzte gehört vermutlich nicht mehr zum Thema.
Diese Schwärzerei kann zu Verschwörungstheorien führen, wenn man sich
nicht auf die Suche nach dem kompletten Dokument 18/8659 macht.
http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/18/086/1808659.pdf
Hier auf PDF-Seite 7...
Beim DIP Bundestag wird man gleich noch einmal fündig.
Hier eine Anfrage von Frau Dr. Gesine Lötzsch (Linke).
http://dipbt.bundestag.de/dip21.web/bt?rp=http%3A%2F%2Fdipbt.bundestag.de%2Fdip21.web%2FsearchProcedures%2Fsimple_search_list.do%3FselId%3D76054%26method%3Dselect%26offset%3D0%26anzahl%3D20%26sort%3D3%26direction%3Ddesc%26showAllDesc%3Dall
Post by Martin Ebert
http://dipbt.bundestag.de/extrakt/ba/WP18/760/76054.html
http://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/18/091/1809128.pdf
Siehe auch hier im PDF Seite 7...
...
=========================================================
...
Post by Martin Ebert
Post by Wilhelm Ernst
http://dipbt.bundestag.de/extrakt/ba/WP18/760/76054.html
http://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/18/091/1809128.pdf
Siehe auch hier im PDF Seite 7...
Der dort genannte Termin für das Arbeitstreffen mit etlichen
ÖR-Medienvertretern, der 30.9.2015 scheint trotz der vielen geladenen
Leute so unwichtig gewesen zu sein, dass er nicht im Terminkalender
der BK auftaucht.
https://www.bundeskanzlerin.de/bkin-de/angela-merkel/terminkalender/70468!search?formState=eNptj8EKwjAMhl9Fcp7QDVHWmzjv6lU81C4rha2dbaaOsXc3U4YevP0J3_eHDFAqwpNyBiPIATZitRZTqIJvQLqurhMg_0njmEClNNIveoZGZiLNlyKHCwOtMtYpst5NUPAPhlMhEoikAoEUzPiqikhz_a3D0M9D7fVbPv5bbpurpcJyk9MIEjIBfDBgjPs7OtrxK8Z_teing4DPyWlr1WNZMLIoMWoWdRcCWwdluCsdX3PSWY8&sf=70460:m:2015-09
Post by Martin Ebert
https://www.bundeskanzlerin.de/bkin-de/angela-merkel/terminkalender
wolfgang sch
2020-12-15 05:58:02 UTC
Permalink
Post by Peter Veith
Interessant ist, daß die "Einbürgerung" des Verzichts wohl ein
verordneter Verzicht war.
Wer sollte das wie verordnen. Es gab ja Publikationen, die "BRD"
schrieben.
Post by Peter Veith
"Aus diesem Anlaß weise ich nochmals ausdrücklich darauf hin, daß die
Regierungschefs des Bundes und der Länder es für wünschenswert halten,
daß im amtlichen Sprachgebrauch keine Abkürzungen, sondern die nach dem
Grundgesetz volle Bezeichnung "Bundesrepublik Deutschland" verwendet
wird."
Ja für den Behördengebrauch, absolut. Aber vorher schriebst du von der
Presse. Die haben überwiegend freiwillig nicht "BRD" geschrieben, aber
manche eben doch.
--
Emerging from below past Nollendorfplatz
http://www.wschwanke.de/ http://www.fotos-aus-der-luft.de/
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Chr. Maercker
2020-12-17 13:56:45 UTC
Permalink
Post by Peter Veith
Interessant ist, daß die "Einbürgerung" des Verzichts wohl ein
verordneter Verzicht war. So sei zwischen 1949 bis 1952 "BRD" sowohl
eine gebräuchliche bürokratische und lexikongraphische Abkürzung
gewesen. Bereits 1963 hat sich jedoch der Bundesverteidigungsminister
dagegen gewandt und 1974 die "Regierungschefs von Bund und Länder".
Ob die entsprechenden Verwaltungserlasse inzwischen offiziell aufgehoben
sind, entzieht sich meiner Kenntnis. Noch heute ist in der
BRD-Verwaltung das Kürzel jedoch unzulässig.
Das erscheint mir äußerst seltsam: Bis ca. 1970 war in DDR-Medien stets
von "Westdeutschland" oder aber "DBR" (Deutsche Bundesrepublik) die
Rede, nie aber von BRD. Das änderte sich erst nach dem Grundlagenvertrag
und zwar deswgen, weil BRD von Anfang an die offizielle
Staatsbezeichnung der Bundesrepublik (Deutschland) war. Umgekehrt
Post by Peter Veith
BTW Die DDR hieß jedenfalls "Soffjettzone", "SBZ", "Zone"
... zugunsten von "DDR". Mit gewisser Verzögerung, weil es "drüben" halt
Post by Peter Veith
Erst mit dem Grundlagenvertrag lockerte sich das... und BILD strich "bereits" 1989 die Gänsefüßchen.
Klar, dass Springer der letzte war. Auf jeden Fall wurde auf beiden
Seiten die jeweils offizielle Staatsbezeichnung übernommen. Dass die
Westmedien viel lieber von "Deutschland" sprachen, kann also kaum
bedeutet haben, dass "BRD" geradezu verboten gewesen sein soll. Wurde
diese Abkürzung nicht zumindest im diplomatischen Schriftverkehr z.B. in
Verträgen benutzt?
Post by Peter Veith
die BRD lt. BVerfG mit dem Deutschen Reich identisch, lediglich in
seiner territorialen Ausdehnung teilidentisch :-D
Die Reichsbürger haben also recht? Warum werden die bekämpft?
--
CU Chr. Maercker.
Peter Veith
2020-12-17 15:50:17 UTC
Permalink
Post by Chr. Maercker
Post by Peter Veith
die BRD lt. BVerfG mit dem Deutschen Reich identisch, lediglich in
seiner territorialen Ausdehnung teilidentisch :-D
Die Reichsbürger haben also recht?
Insoweit ja.

Veith
--
"Diese Regeln (…) dürfen nie hinterfragt werden" Hr. Wieler, RKI
http://ddr-luftwaffe.blogspot.com
René Marquardt
2020-12-17 22:54:56 UTC
Permalink
Post by Peter Veith
Post by Chr. Maercker
Post by Peter Veith
die BRD lt. BVerfG mit dem Deutschen Reich identisch, lediglich in
seiner territorialen Ausdehnung teilidentisch :-D
Die Reichsbürger haben also recht?
Insoweit ja.
Insoweit, nein. Genau das Gegenteil wird von denen behauptet, naemlich
dass das Deutsche Reich nicht untergegangen ist, und rechtlich NICHT mit
der Bundesrepublik Deutschland identisch sei.
wolfgang sch
2020-12-18 05:18:51 UTC
Permalink
Post by René Marquardt
Post by Peter Veith
Post by Chr. Maercker
Post by Peter Veith
die BRD lt. BVerfG mit dem Deutschen Reich identisch, lediglich in
seiner territorialen Ausdehnung teilidentisch :-D
Die Reichsbürger haben also recht?
Insoweit ja.
Insoweit, nein. Genau das Gegenteil wird von denen behauptet, naemlich
dass das Deutsche Reich nicht untergegangen ist, und rechtlich NICHT mit
der Bundesrepublik Deutschland identisch sei.
Nach meiner oberflächlichen Kenntnis gibt es unterschiedliche
"Reichsbürger"-Fraktionen mit sich gegenseitig widersprechenden
Theorien, von denen keine logisch konsistent ist. Insofern ist es
schwierig, eine zutreffende Zusammenfassung zu schreiben :)
--
Emerging from below past Nollendorfplatz
http://www.wschwanke.de/ http://www.fotos-aus-der-luft.de/
usenet_20031215 (AT) wschwanke (DOT) de
Martin Ebert
2020-12-18 06:32:21 UTC
Permalink
Post by wolfgang sch
Nach meiner oberflächlichen Kenntnis gibt es unterschiedliche
"Reichsbürger"-Fraktionen mit sich gegenseitig widersprechenden
Theorien, von denen keine logisch konsistent ist. Insofern ist es
schwierig, eine zutreffende Zusammenfassung zu schreiben :)
Reichsbürger kann man ganz einfach erkennen:

1) Sie wollen einen Staat auf dem Gebiet oder einem Teil des
Gebiets der Bundesrepublik Deutschland errichten.

2) Sie bestreiten, Reichsbürger zu sein.

BTW geht man nicht fehl in der Annahme, dass das eigentliche
Moment eine finanzielle Unpässlichkeit ist: Dahinter liegt
faktisch immer die Idee, der Abgabenlast zu entfliehen, aber
gleichzeitig in Deutschland zu bleiben.

Mt
Peter Veith
2020-12-18 08:05:10 UTC
Permalink
Post by Martin Ebert
Post by wolfgang sch
Nach meiner oberflächlichen Kenntnis gibt es unterschiedliche
"Reichsbürger"-Fraktionen mit sich gegenseitig widersprechenden
Theorien, von denen keine logisch konsistent ist. Insofern ist es
schwierig, eine zutreffende Zusammenfassung zu schreiben :)
1) Sie wollen einen Staat auf dem Gebiet oder einem Teil des
Gebiets der Bundesrepublik Deutschland errichten.
Eigentlich nicht, sie gehen davon aus, daß das Reich weiter existiert und
"sehen in der Bundesrepublik Deutschland keinen souveränen Staat, weil
er gar nicht existiere." (Reichsbürger-Handbuch 2015)
Post by Martin Ebert
2) Sie bestreiten, Reichsbürger zu sein.
Echt? Trotz eigener Personalausweise und Kfz-Kennzeichen?
Post by Martin Ebert
BTW geht man nicht fehl in der Annahme, dass das eigentliche
Moment eine finanzielle Unpässlichkeit ist: Dahinter liegt
faktisch immer die Idee, der Abgabenlast zu entfliehen, aber
gleichzeitig in Deutschland zu bleiben.
Was sagt das Reichsbürger-Handbuch dazu? Ich zitiere:
"Ziel der meisten 'Reichsbürger'-Anschreiben ist neben dem
Hauptanliegen, keine Steuern zahlen zu wollen bzw. vorgeblich
rechtmäßige Leistungen zu bekommen, immer auch die eigene
'Reichsbürger'-Ideologie zu verbreiten. Dies umfasst auch mehr
oder weniger offenkundige Bezüge zum Nationalsozialismus oder
zu ähnlich gelagerten völkischen Ideen."

Also: Ja, Finanzen aber auch "Bezüge zum Nationalsozialismus"
... damit wäre Deine Aussage verharmlosend und anders eine
Beobachtung durch die 17 Verfassungschutzämter der BRD nicht
gerechtfertigt.

Fast gruppenkonform interessant ist die beurteilung des BVerG-Urteils zum
Grundlagenvertrag: "Ob die Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts
aus dem Jahre 1973 sehr realitätsbezogen war,[Fn] soll nicht thematisiert
werden." Fn: "Sie scheint eher einer nicht (mehr) realitätsbezogenen Regelung
im Grundgesetz geschuldet zu sein."

Weiter gibt es den Hinweis: "Der Völkerrechtler Prof. Bracht aus Marburg
vertrat unter Anknüpfung an die bundesdeutsche Staatsrechtstheorie die
Auffassung, das Deutsche Reich bestehe in den Grenzen vom 31.12.1937
fort und müsse in diesen Grenzen eher früher als später wiederhergestellt
werden. Diese Theorie wird landläufig [heutzutage! Veith] als 'Revanchismus'
bezeichnet."

Meine stehenden Worte dazu: Die BRD hat halt ab etwa 2009 die
2-Staaten-Theorie der DDR stillschweigend übernommen, so wie sie 1990
auf rd. 1/3 des Staatsgebietes "verzichtete".

Signaturreif der Satz im Handbuch:
"Diese Regeln (…) dürfen nie hinterfragt werden"^^^^oppps falscher
Zwischenspeicher, heißt: "Der 'Reichsbürger' benötigt keinen Dialog,
da er über Gewissheit verfügt." :)

Die Handlungsanweisung für die Verwaltung lautet entsprechend:
"Eine inhaltliche Diskussion ist in jedem Falle zu vermeiden!"

Peter
Uwe Schickedanz
2020-12-18 13:05:57 UTC
Permalink
Post by Martin Ebert
Post by wolfgang sch
Nach meiner oberflächlichen Kenntnis gibt es unterschiedliche
"Reichsbürger"-Fraktionen mit sich gegenseitig widersprechenden
Theorien, von denen keine logisch konsistent ist. Insofern ist es
schwierig, eine zutreffende Zusammenfassung zu schreiben :)
1) Sie wollen einen Staat auf dem Gebiet oder einem Teil des
Gebiets der Bundesrepublik Deutschland errichten.
Meinen beschränkten Kenntnissen nach wollen sie genau das nicht, da
ihrer Meinung nach auf diesem Gebiet bereits ein Staat existiert.
Post by Martin Ebert
2) Sie bestreiten, Reichsbürger zu sein.
Das ist möglich; ich kenne keinen persönlich. Die Bezeichnung
"Reichsbürger" dürfte aber - ebenso wie "Klimaleugner" und
"Coronaleugner" ein medialer Kampfbegriff zur Diffamierung der damit
bezeichneten Personen sein; mithin halte ich Deine Aussage für nicht
gänzlich unplausibel.


Gruß Uwe
--
Das Dilemma der DDR: 16 Mio. Widerstandskämpfer wurden von
16 Mio. Stasispitzeln überwacht.
=== http://www.sicherheitslampe.de ===
Lars Gebauer
2020-12-18 13:26:44 UTC
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Post by Uwe Schickedanz
Post by Martin Ebert
Post by wolfgang sch
Nach meiner oberflächlichen Kenntnis gibt es unterschiedliche
"Reichsbürger"-Fraktionen mit sich gegenseitig widersprechenden
Theorien, von denen keine logisch konsistent ist. Insofern ist es
schwierig, eine zutreffende Zusammenfassung zu schreiben :)
1) Sie wollen einen Staat auf dem Gebiet oder einem Teil des
Gebiets der Bundesrepublik Deutschland errichten.
Meinen beschränkten Kenntnissen nach wollen sie genau das nicht, da
ihrer Meinung nach auf diesem Gebiet bereits ein Staat existiert.
Manche wollen das schon. Es gibt da so diverse "Fürstentümer" und
"Königreiche".

Andere sehen sich eher als eine Art provisorische Verwaltung eines unter
alliierter Kontrolle stehenden Gebietes.

Die Szene ist nicht homogen. Gemeinsam ist ihr eigentlich nur, daß die
Rechtmäßigkeit des gegenwärtigen deutschen Staates bestritten wird.
--
"Nachdem wir das Ziel endgültig aus den Augen verloren hatten,
verdoppelten wir unsere Anstrengungen."
--Mark Twain
Uwe Schickedanz
2020-12-18 13:43:52 UTC
Permalink
Post by Lars Gebauer
Post by Uwe Schickedanz
Post by Martin Ebert
Post by wolfgang sch
Nach meiner oberflächlichen Kenntnis gibt es unterschiedliche
"Reichsbürger"-Fraktionen mit sich gegenseitig widersprechenden
Theorien, von denen keine logisch konsistent ist. Insofern ist es
schwierig, eine zutreffende Zusammenfassung zu schreiben :)
1) Sie wollen einen Staat auf dem Gebiet oder einem Teil des
Gebiets der Bundesrepublik Deutschland errichten.
Meinen beschränkten Kenntnissen nach wollen sie genau das nicht, da
ihrer Meinung nach auf diesem Gebiet bereits ein Staat existiert.
Manche wollen das schon. Es gibt da so diverse "Fürstentümer" und
"Königreiche".
Und das sind dann auch Reichsbürger?



Gruß Uwe
--
Das Dilemma der DDR: 16 Mio. Widerstandskämpfer wurden von
16 Mio. Stasispitzeln überwacht.
=== http://www.sicherheitslampe.de ===
Lars Gebauer
2020-12-18 09:57:40 UTC
Permalink
Post by wolfgang sch
Post by René Marquardt
Insoweit, nein. Genau das Gegenteil wird von denen behauptet, naemlich
dass das Deutsche Reich nicht untergegangen ist, und rechtlich NICHT mit
der Bundesrepublik Deutschland identisch sei.
Nach meiner oberflächlichen Kenntnis gibt es unterschiedliche
"Reichsbürger"-Fraktionen mit sich gegenseitig widersprechenden
Theorien, von denen keine logisch konsistent ist.
Das ist richtig.
Post by wolfgang sch
Insofern ist es
schwierig, eine zutreffende Zusammenfassung zu schreiben :)
Die Aussage "Es gibt keinen rechtmäßig existierenden Staat
Bundesrepublik Deutschland" ist eigentlich die einzige Gemeinsamkeit.
Davon ausgehend sind verschiedenste Ableitungen, Ausformungen und
Ausprägungen möglich.
--
"Nachdem wir das Ziel endgültig aus den Augen verloren hatten,
verdoppelten wir unsere Anstrengungen."
--Mark Twain
wolfgang sch
2020-12-17 18:02:50 UTC
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Post by Chr. Maercker
Das erscheint mir äußerst seltsam: Bis ca. 1970 war in DDR-Medien stets
von "Westdeutschland" oder aber "DBR" (Deutsche Bundesrepublik) die
Rede, nie aber von BRD. Das änderte sich erst nach dem
Grundlagenvertrag und zwar deswgen, weil BRD von Anfang an die
offizielle Staatsbezeichnung der Bundesrepublik (Deutschland) war.
Das ist nicht seltsam, wenn man ein Faktum korrigiert und einige
ergänzt.

Nach westlicher Lesart (nach 1970) war die offizielle Bezeichnung
"Bundesrepublik Deutschland", aber nicht in der abgekürzten Form "BRD",
weshalb diese zu meiden sei. Das war natürlich nur ein Vorwand, weil
der eigentliche Grund war dass diese Abkürzung ab diesem Zeitpunkt als
DDR- Sprache empfunden wurde. Deswegen war "BRD" auch erst ungefähr ab
dieser Zeit verpönt.

Aus dem dtv-Atlas deutsche Sprache, Ausgabe 1994 (S. 123):

"Auch der Gebrauch der Abkürzung 'BRD' wurde und wird von verschiedenen
Stellen abgelehnt, weil irgendwann einmal jemand darin ein Wort der DDR
und die von der DDR verfolgten politischen Ziele gesehen hat.
Tatsächlich ist BRD eine Abkürzung, die schon im Juni 1949 (also zwei
Monate nach Inkrafttreten des Grundgesetzes) in einem westdeutschen
juristischen Kommentar verwendet wird; 1950 gilt sie im Kleinen
Brockhaus als 'verbreitet' und 1958 kommt sie selbst in dem vom
Bundesministerium für Gesamtdeutsche Fragen herausgegebenen
Nachschlagewerk 'SBZ von A bis Z', also in bestimmt 'unverdächtiger'
Umgebung vor. Nach der 'Stigmatisierung' dieser Abkürzung war sie
unbefangen nicht mehr zu verwenden, und es wird sicher noch einige Zeit
dauern, bis sie wieder mit der der Frühgeschichte angemessener
Wertfreiheit gebraucht werden wird. Wie sich der Wortschatz der
ehemaligen DDR im vereinigten Deutschland entwickeln wird, bleibt
abzuwarten."
Post by Chr. Maercker
Post by Peter Veith
BTW Die DDR hieß jedenfalls "Soffjettzone", "SBZ", "Zone"
... zugunsten von "DDR".
Dazu im gleichen Buch auf S. 122 eine Grafik für die Änderung der
Verwendungshäufigkeit.
Post by Chr. Maercker
Wurde
diese Abkürzung nicht zumindest im diplomatischen Schriftverkehr z.B.
in Verträgen benutzt?
Nein, wg. so.
--
Emerging from below past Nollendorfplatz
http://www.wschwanke.de/ http://www.fotos-aus-der-luft.de/
usenet_20031215 (AT) wschwanke (DOT) de
F.K.Siebert
2020-12-14 13:51:54 UTC
Permalink
Post by Frank Hucklenbroich
Post by Achim Ebeling
Übrigens, die Bundesrepublik Deutschland durfte damals nicht mit "BRD"
abgekürzt werden.
Wenn schon dennschon nur als "BR-Deutschland".
"Durfte nicht" ist sicher übertrieben. In manchen Bereichen, z.B. im Sport,
war das schon üblich.
Es wurde aber in der Presse möglichst vermieden.
Nur von den Springer-Zeitungen.
--
Gruß
F.K.
Frank Hucklenbroich
2020-12-14 15:23:55 UTC
Permalink
Post by F.K.Siebert
Post by Frank Hucklenbroich
Post by Achim Ebeling
Übrigens, die Bundesrepublik Deutschland durfte damals nicht mit "BRD"
abgekürzt werden.
Wenn schon dennschon nur als "BR-Deutschland".
"Durfte nicht" ist sicher übertrieben. In manchen Bereichen, z.B. im Sport,
war das schon üblich.
Es wurde aber in der Presse möglichst vermieden.
Nur von den Springer-Zeitungen.
Die haben ja auch konsequent die DDR in Gänsefüßchen gesetzt. Und bis in
die 70er hinein wohl sogar 'sog. "DDR"' geschrieben.

Grüße,

Frank
Achim Ebeling
2020-12-14 15:40:56 UTC
Permalink
Post by Frank Hucklenbroich
Und bis in
die 70er hinein wohl sogar 'sog. "DDR"' geschrieben.
Wird das heute nicht auch noch so gemacht?
Das mit der "sogenannten DDR".

Also so viel hat sich wahrlich nicht geändert.
--
Bis denne
Achim
Torsten Mueller
2020-12-14 15:47:34 UTC
Permalink
Wird das heute nicht auch noch so gemacht? Das mit der "sogenannten
DDR".
Heute heißt es "ehemalig", meistens falsch verwendet, aber für den
Zuhörer ist klar, da war was, was ist egal, aber das ist jetz nich mehr,
gut so.

Man sagt lustigerweise niemals, auch auf ZDFhistory nicht, "ehemaliges
Großdeutsches Reich", "ehemalige Wehrmacht" oder "ehemalige Waffen-SS".

T.M.
Wolf gang P u f f e
2020-12-14 18:44:10 UTC
Permalink
Post by Torsten Mueller
Man sagt lustigerweise niemals, auch auf ZDFhistory nicht, "ehemaliges
Großdeutsches Reich", "ehemalige Wehrmacht" oder "ehemalige Waffen-SS".
Aber beim Wetterbericht im ZDF war wohl 2007 das letzte mal vom
Deutschen Reich die Rede:
https://www.youtube.com/watch?v=1d_9jDTv_ww
Torsten Mueller
2020-12-14 13:57:12 UTC
Permalink
Post by Frank Hucklenbroich
Post by Achim Ebeling
Übrigens, die Bundesrepublik Deutschland durfte damals nicht mit
"BRD" abgekürzt werden. Wenn schon dennschon nur als
"BR-Deutschland".
"Durfte nicht" ist sicher übertrieben. In manchen Bereichen, z.B. im
Sport, war das schon üblich.
Im Sport (insbesondere wenn er aus der "BRD" kam, beispielsweise bei der
Vierschanzentournee) war "GER" üblich, anläßlich dessen Heinz-Florian
regelmäßig auf die darin innewohnende Unrechtmäßigkeit hingewiesen hat.
Später stand bei Olympia auch "FRG" da.

T.M.
Achim Ebeling
2020-12-14 14:24:22 UTC
Permalink
Post by Frank Hucklenbroich
Post by Achim Ebeling
Übrigens, die Bundesrepublik Deutschland durfte damals nicht mit "BRD"
abgekürzt werden.
Wenn schon dennschon nur als "BR-Deutschland".
"Durfte nicht" ist sicher übertrieben. In manchen Bereichen, z.B. im Sport,
war das schon üblich.
Es wurde aber in der Presse möglichst vermieden.
Hast Recht, Gesetz war es nicht.
Wer es aber machte, stellte sich gegen das System.
Auch gab es eine Zeit, in der man die USA nicht kritisieren durfte.
So wie Heute Israel.
--
Bis denne
Achim
Frank Hucklenbroich
2020-12-14 15:29:19 UTC
Permalink
Post by Achim Ebeling
Post by Frank Hucklenbroich
Post by Achim Ebeling
Übrigens, die Bundesrepublik Deutschland durfte damals nicht mit "BRD"
abgekürzt werden.
Wenn schon dennschon nur als "BR-Deutschland".
"Durfte nicht" ist sicher übertrieben. In manchen Bereichen, z.B. im Sport,
war das schon üblich.
Es wurde aber in der Presse möglichst vermieden.
Hast Recht, Gesetz war es nicht.
Wer es aber machte, stellte sich gegen das System.
Richtig, die Linken verwendeten konsequent "BRD", auch die RAF und deren
Sympathisantenumfeld (die sagten übrigens auch nicht "Err-A-Eff" sondern
"Raff").
Post by Achim Ebeling
Auch gab es eine Zeit, in der man die USA nicht kritisieren durfte.
Das galt aber immer nur für Teile der Gesellschaft. Die ganze
Friedensbewegung und alles was da dran hing hat die USA immer offen
kritisiert, die 68er auch, spätenstens seit dem Vietnamkrieg war das in
vielen Kreisen (Studenten, etc.) fast schon Mainstream.
Post by Achim Ebeling
So wie Heute Israel.
Auch hier kommt es auf die Kreise an, die Linken hatten durchaus offene
Sympathien für die PLO und Arafat (so wurden auf Demos gerne diese karierte
"Pali-Tücher" getragen, was im übertragenen Sinne auch ein Statement gegen
den Staat Israel war).

Grüße,

Frank
Torsten Mueller
2020-12-11 18:04:54 UTC
Permalink
Post by Achim Ebeling
Den hatte ich auch noch im freien Teil Deutschlands in Gebrauch.
Als er den Geist aufgab, konnte ihn hier (im freien Teil Deutschlands)
Äh ... in welchem Teil nochmal?

T.M.
Frank Möller
2020-12-11 18:25:12 UTC
Permalink
Post by Torsten Mueller
Post by Achim Ebeling
Den hatte ich auch noch im freien Teil Deutschlands in Gebrauch.
Als er den Geist aufgab, konnte ihn hier (im freien Teil Deutschlands)
Äh ... in welchem Teil nochmal?
Na, bei dem Typen mit der schwarz-weiß-roten Flagge und dem Adler drauf,
weiß man doch...

--
Tim Loeber
2020-12-13 12:50:20 UTC
Permalink
Post by Achim Ebeling
Post by klaus reile
Ein später
gekaufter Reisewecker von der Grösse einer Streichholzschachtel auch
von Ruhla begleitete mich viele Jahre. So kleine Wecker gab es meines
Wissens im Westen damals nicht.
Wann war das, und was war das für ein Wecker?
Ich hatte einen "Sumatic" von meiner Brigade zum Geburtstag geschenkt
bekommen.
Den hatte ich auch noch im freien Teil Deutschlands in Gebrauch.
Als er den Geist aufgab, konnte ihn hier (im freien Teil Deutschlands)
Oh, ein Reichsbürger!
Achim Ebeling
2020-12-13 13:40:35 UTC
Permalink
Post by Tim Loeber
Oh, ein Reichsbürger!
Aber sonst sagt der Arzt Du darfst alles essen?
Trotzdem solltest Du Dich einmal gründlich untersuchen lassen.
Obenherum!
--
Bis denne
Achim
René Marquardt
2020-12-11 12:43:59 UTC
Permalink
... So kleine Wecker gab es meines
Wissens im Westen damals nicht.
https://hartmut.homelinux.org/Diverses/Reisewecker/Reisewecker.html
klaus reile
2020-12-11 13:03:32 UTC
Permalink
On Fri, 11 Dec 2020 06:43:59 -0600
Post by René Marquardt
... So kleine Wecker gab es meines
Wissens im Westen damals nicht.
https://hartmut.homelinux.org/Diverses/Reisewecker/Reisewecker.html
Boah, und sogar mit Radio. Habe ich aber nie hier gesehen. Jedenfalls
nicht bewusst.

Klaus
--
Natürlich hat jeder eine eigene Meinung. Nur weiss auch jeder,
wo diese eigene Meinung herkommt? (Lisa Fitz)

Glaube wenig. Hinterfrage alles. Denke selbst.
Achim Ebeling
2020-12-11 15:06:55 UTC
Permalink
Post by klaus reile
On Fri, 11 Dec 2020 06:43:59 -0600
Post by René Marquardt
... So kleine Wecker gab es meines
Wissens im Westen damals nicht.
https://hartmut.homelinux.org/Diverses/Reisewecker/Reisewecker.html
Boah, und sogar mit Radio. Habe ich aber nie hier gesehen.
Der war auch nicht von "hier", der kam ja aus dem Westen.

Aber ein Freund hatte damals in den Sechzigern auch ein kleines Radio an
dem eine Uhr angesteckt werden konnte.
Fabrikat, keine Ahnung. Stern Radio?
Jedenfalls war das Teil auch sehr klein.
Hatte es immer mit am Badeteich.
--
Bis denne
Achim
Guido Grohmann
2020-12-11 15:25:00 UTC
Permalink
Post by Achim Ebeling
Aber ein Freund hatte damals in den Sechzigern auch ein kleines Radio an
dem eine Uhr angesteckt werden konnte.
Fabrikat, keine Ahnung. Stern Radio?
Jedenfalls war das Teil auch sehr klein.
Hatte es immer mit am Badeteich.
T100 bis T103, mit der Schaltuhr TZ10. So verdammt klein war das aber
nicht.

Guido
Achim Ebeling
2020-12-11 15:33:52 UTC
Permalink
Post by Guido Grohmann
Post by Achim Ebeling
Aber ein Freund hatte damals in den Sechzigern auch ein kleines Radio
an dem eine Uhr angesteckt werden konnte.
Fabrikat, keine Ahnung. Stern Radio?
Jedenfalls war das Teil auch sehr klein.
Hatte es immer mit am Badeteich.
T100 bis T103, mit der Schaltuhr TZ10. So verdammt klein war das aber
nicht.
Ja gut, die Erinnerung kann trüben.
--
Bis denne
Achim
Martin Ebert
2020-12-11 15:31:15 UTC
Permalink
Post by klaus reile
Eigentlich hatten Uhren aus Ruhla doch einen guten Ruf.
Waaaaas? Belieben zu scherzen?

Was man da so als Uhr oder Wecker kaufen konnte, war
Schrott. Nicht von ungefähr war der Witz, dass Ruhla-
Uhren zwei Steine hätten: Einen zum drunterlegen,
einen zum draufhauen.

Mt
klaus reile
2020-12-11 15:40:08 UTC
Permalink
On Fri, 11 Dec 2020 16:31:15 +0100
Post by Martin Ebert
Post by klaus reile
Eigentlich hatten Uhren aus Ruhla doch einen guten Ruf.
Waaaaas? Belieben zu scherzen?
Was man da so als Uhr oder Wecker kaufen konnte, war
Schrott. Nicht von ungefähr war der Witz, dass Ruhla-
Uhren zwei Steine hätten: Einen zum drunterlegen,
einen zum draufhauen.
Mt
Nach mehr als 50 Jahren wird man ja wohl noch mal einen Witz machen
dürfen, oder ;) Dann war die von mir gekaufte Armbanduhr also die Regel
und nicht die Ausnahme?

Klaus
--
Natürlich hat jeder eine eigene Meinung. Nur weiss auch jeder,
wo diese eigene Meinung herkommt? (Lisa Fitz)

Glaube wenig. Hinterfrage alles. Denke selbst.
Wilhelm Ernst
2020-12-11 16:14:57 UTC
Permalink
Post by klaus reile
Nach mehr als 50 Jahren wird man ja wohl noch mal einen Witz machen
dürfen, oder ;) Dann war die von mir gekaufte Armbanduhr also die Regel
und nicht die Ausnahme?
Nun ja, uns Martin kannst Du nicht immer ernst nehmen, aber den Witz gab
es real.
Die Armbanduhren von Ruhla - und darum gings hier ja - hatten das Werk
Kaliber 24, waren steinlos und wurden ab irgendwann Anfang 70er
vollautomatisch in großer Masse gefertigt. Geringer Preis, große
Variantenvielfalt, normative Laufzeit des Werks 12...24 Monate für die
angegebene Ganggenauigkeit (wimre 1min/12h?). Dann sollte es gewechselt
werden.
Kal.24 war auch im Sumatic verbaut.
Mit anderen Werken von Ruhla (und den daraus gefertigten Uhren) sah das
z.T. ganz anders aus.
Aber als Spitzenprodukt galten die Automatik-Werke aus Glashütte. Meins
läuft heute noch und nach ein paar Tagen Nutzung auch wieder recht
genau.
Willi
--
Wer sich seiner Vergangenheit nicht erinnert, ist dazu verdammt,
sie zu wiederholen.
Jorge Augustín Nicolás Ruiz de Santayana (1863-1952)
Martin Ebert
2020-12-11 17:04:28 UTC
Permalink
Post by Wilhelm Ernst
Die Armbanduhren von Ruhla - und darum gings hier ja - hatten das
Werk Kaliber 24, waren steinlos und wurden ab irgendwann Anfang 70er
vollautomatisch in großer Masse gefertigt.
Und so war dann auch die Qualität.
Post by Wilhelm Ernst
Aber als Spitzenprodukt galten die Automatik-Werke aus Glashütte.
Um die ging es nicht.

Mt
klaus reile
2020-12-11 18:17:58 UTC
Permalink
On Fri, 11 Dec 2020 17:14:57 +0100
Am Fri, 11 Dec 2020 16:40:08 +0100hat klaus reile
Post by klaus reile
Nach mehr als 50 Jahren wird man ja wohl noch mal einen Witz machen
dürfen, oder ;) Dann war die von mir gekaufte Armbanduhr also die
Regel und nicht die Ausnahme?
Nun ja, uns Martin kannst Du nicht immer ernst nehmen, aber den Witz
gab es real.
Die Armbanduhren von Ruhla - und darum gings hier ja - hatten das Werk
Kaliber 24, waren steinlos und wurden ab irgendwann Anfang 70er
vollautomatisch in großer Masse gefertigt. Geringer Preis, große
Variantenvielfalt, normative Laufzeit des Werks 12...24 Monate für die
angegebene Ganggenauigkeit (wimre 1min/12h?). Dann sollte es
gewechselt werden.
Kal.24 war auch im Sumatic verbaut.
Mit anderen Werken von Ruhla (und den daraus gefertigten Uhren) sah
das z.T. ganz anders aus.
Aber als Spitzenprodukt galten die Automatik-Werke aus Glashütte.
Meins läuft heute noch und nach ein paar Tagen Nutzung auch wieder
recht genau.
Willi
Das könnte in etwa hinkommen, mit Anfang der 70er, da muss der Roboter
wohl einen schlechten Tag gehabt haben. Bei der ganzen Charge. Der
Wecker hingegen lief ganz gut.
Zur Jugendweihe bekam ich damals eine russische Armbanduhr. Die lief
sehr gut und auch sehr genau. Wie die hiess weiss ich heute nicht mehr.
Aus meiner Erinnerung das einzige Manko: Sie war nicht sehr
wasserdicht. Also eigentlich überhaupt nicht. War sie aber wieder
trocken, lief sie als wäre nichts gewesen.

Klaus
--
Natürlich hat jeder eine eigene Meinung. Nur weiss auch jeder,
wo diese eigene Meinung herkommt? (Lisa Fitz)

Glaube wenig. Hinterfrage alles. Denke selbst.
René Marquardt
2020-12-11 22:38:56 UTC
Permalink
Post by Wilhelm Ernst
Die Armbanduhren von Ruhla - und darum gings hier ja - hatten das Werk
Kaliber 24, waren steinlos und wurden ab irgendwann Anfang 70er
vollautomatisch in großer Masse gefertigt. Geringer Preis, große
Variantenvielfalt, normative Laufzeit des Werks 12...24 Monate für die
angegebene Ganggenauigkeit (wimre 1min/12h?). Dann sollte es gewechselt
werden.
Siehste, und meine Poljot von 1978 laeuft heute noch.
Frank Nitzschner
2020-12-12 07:34:13 UTC
Permalink
Post by René Marquardt
Siehste, und meine Poljot von 1978 laeuft heute noch.
Etwa auch zur 78'er Jugendweihe bekommen?
Meine schon flache восток tut es seither auch immer noch,
nur ein neues Glas war mal fällig.

Grüsse
Frank
Wolf gang P u f f e
2020-12-12 09:28:32 UTC
Permalink
Post by Frank Nitzschner
Post by René Marquardt
Siehste, und meine Poljot von 1978 laeuft heute noch.
Etwa auch zur 78'er Jugendweihe bekommen?
Meine schon flache восток tut es seither auch immer noch,
nur ein neues Glas war mal fällig.
Zur Juchendweie gabs bei mir eine Q&Q Quarz mit Digitalanzeige.
Als das Westpacket kam war ich grad im Ferienlager an der Ostsee und
konnte es kaum erwarten....
Achim Ebeling
2020-12-12 09:30:46 UTC
Permalink
Post by Wolf gang P u f f e
Post by Frank Nitzschner
Post by René Marquardt
Siehste, und meine Poljot von 1978 laeuft heute noch.
Etwa auch zur 78'er Jugendweihe bekommen?
Meine schon flache восток tut es seither auch immer noch,
nur ein neues Glas war mal fällig.
Zur Juchendweie gabs bei mir eine Q&Q Quarz mit Digitalanzeige.
Als das Westpacket kam war ich grad im Ferienlager an der Ostsee und
konnte es kaum erwarten....
Bei mir gab's ein Buch, "Weltall Erde Mensch".
Und Grußkarten mit Inhalt.
--
Bis denne
Achim
Wolf gang P u f f e
2020-12-12 10:06:19 UTC
Permalink
Post by Achim Ebeling
Post by Wolf gang P u f f e
Post by Frank Nitzschner
Post by René Marquardt
Siehste, und meine Poljot von 1978 laeuft heute noch.
Etwa auch zur 78'er Jugendweihe bekommen?
Meine schon flache восток tut es seither auch immer noch,
nur ein neues Glas war mal fällig.
Zur Juchendweie gabs bei mir eine Q&Q Quarz mit Digitalanzeige.
Als das Westpacket kam war ich grad im Ferienlager an der Ostsee und
konnte es kaum erwarten....
Bei mir gab's ein Buch, "Weltall Erde Mensch".
Und Grußkarten mit Inhalt.
Offiziell, von der Schule gabs zu meiner Zeit "Der Sozialismus, deine Welt".
Achim Ebeling
2020-12-12 10:42:41 UTC
Permalink
Post by Wolf gang P u f f e
Post by Achim Ebeling
Post by Wolf gang P u f f e
Post by Frank Nitzschner
Post by René Marquardt
Siehste, und meine Poljot von 1978 laeuft heute noch.
Etwa auch zur 78'er Jugendweihe bekommen?
Meine schon flache восток tut es seither auch immer noch,
nur ein neues Glas war mal fällig.
Zur Juchendweie gabs bei mir eine Q&Q Quarz mit Digitalanzeige.
Als das Westpacket kam war ich grad im Ferienlager an der Ostsee und
konnte es kaum erwarten....
Bei mir gab's ein Buch, "Weltall Erde Mensch".
Und Grußkarten mit Inhalt.
Offiziell, von der Schule gabs zu meiner Zeit "Der Sozialismus, deine Welt".
Dies Buch kenne ich nicht.
Mein Buch fand ich damals sehr interessant.
--
Bis denne
Achim
René Marquardt
2020-12-12 11:16:25 UTC
Permalink
Post by Achim Ebeling
Post by Wolf gang P u f f e
Post by Achim Ebeling
Post by Wolf gang P u f f e
Post by Frank Nitzschner
Post by René Marquardt
Siehste, und meine Poljot von 1978 laeuft heute noch.
Etwa auch zur 78'er Jugendweihe bekommen?
Meine schon flache восток tut es seither auch immer noch,
nur ein neues Glas war mal fällig.
Zur Juchendweie gabs bei mir eine Q&Q Quarz mit Digitalanzeige.
Als das Westpacket kam war ich grad im Ferienlager an der Ostsee und
konnte es kaum erwarten....
Bei mir gab's ein Buch, "Weltall Erde Mensch".
Und Grußkarten mit Inhalt.
Offiziell, von der Schule gabs zu meiner Zeit "Der Sozialismus, deine Welt".
Dies Buch kenne ich nicht.
Mein Buch fand ich damals sehr interessant.
https://de.wikipedia.org/wiki/Der_Sozialismus,_Deine_Welt
Frank Möller
2020-12-12 11:28:23 UTC
Permalink
Post by René Marquardt
Post by Achim Ebeling
Post by Wolf gang P u f f e
Post by Achim Ebeling
Post by Wolf gang P u f f e
Zur Juchendweie gabs bei mir eine Q&Q Quarz mit Digitalanzeige.
Als das Westpacket kam war ich grad im Ferienlager an der Ostsee und
konnte es kaum erwarten....
Bei mir gab's ein Buch, "Weltall Erde Mensch".
Und Grußkarten mit Inhalt.
Offiziell, von der Schule gabs zu meiner Zeit "Der Sozialismus, deine Welt".
Dies Buch kenne ich nicht.
Mein Buch fand ich damals sehr interessant.
https://de.wikipedia.org/wiki/Der_Sozialismus,_Deine_Welt
Bei uns gab's eine Ausgabe der Verfassung. Die war dann IIRC auch in
StaBüKu dran.

Bevor ich später abgehauen bin, habe ich ausgemistet und u. a. dieses
"Werk" im antiquarischen Bücherankauf vertickt. Die haben mir doch
tatsächlich 1 Mark dafür gezahlt. ;-]

--
Achim Ebeling
2020-12-12 12:09:56 UTC
Permalink
Post by Frank Möller
Bei uns gab's eine Ausgabe der Verfassung. Die war dann IIRC auch in
StaBüKu dran.
Ich behaupte mal, das ich dies Büchlein nie in den Händen gehalten habe.

Ab wann gab es Staatsbürgerkunde?
Ich kann mich daran nicht erinnern, auch in der Berufsschule nicht.

Zwei Ereignisse sind mir erinnerlich.
In der Berufsschule war einmal eine Werbeveranstaltung der NVA, da kam
ein Offizier in unsere Klasse.
Und während des Prager Frühlings war eine "Informationsveranstaltung" in
unserm Betrieb.
Hatte morgens, auf dem Weg zur Arbeit, die Kolonnen in Richtung Süden
fahren sehen.

Ansonsten kann ich mich nicht daran erinnern, in irgendeiner Form
speziell berieselt worden zu sein.
--
Bis denne
Achim
Frank Möller
2020-12-12 14:33:35 UTC
Permalink
Post by Achim Ebeling
Post by Frank Möller
Bei uns gab's eine Ausgabe der Verfassung. Die war dann IIRC auch in
StaBüKu dran.
Ich behaupte mal, das ich dies Büchlein nie in den Händen gehalten habe.
Ab wann gab es Staatsbürgerkunde?
"Zu meiner Zeit" in den 70ern gab es das schon, IIRC ab der 8. Klasse.

Da war dann auch ich mal dran, eine sog. "Presseschau" über die aktuellen
Meldungen der letzten Tage aus verschiedenen Tageszeitungen
zusammenzutragen und "gegenüberzustellen".

Ich kann mich erinnern, daß das einer der ersten Fälle war, bei denen mir
die Gleichschaltung dieser Zeitungen und die Belanglosikeit der überall
gleichen Meldungen bewußt auffiel, sofern die etwas "wichtiger" waren und
über lokalen Kleinstpipifax hinausgingen. Bis weit in den Abend hinein habe
ich über diesen Zeitungen gesessen und krampfhaft irgendwas und irgendwie
zu finden versucht, was bei der Präsentation nicht zwangsläufig vollkommen
langweilig rüberkommen mußte.

Kurz danach war ich nach einem "UTP" auf dem Heimweg und ich weiß heute
noch, wo ich da gerade war und um welche Ecke ich bog, als es mich wie ein
Blitz durchfuhr: "Ich werde in diesem Land sicher nicht alt."

--
Wolf gang P u f f e
2020-12-12 12:18:45 UTC
Permalink
Post by Achim Ebeling
Post by Wolf gang P u f f e
Post by Achim Ebeling
Post by Wolf gang P u f f e
Post by Frank Nitzschner
Post by René Marquardt
Siehste, und meine Poljot von 1978 laeuft heute noch.
Etwa auch zur 78'er Jugendweihe bekommen?
Meine schon flache восток tut es seither auch immer noch,
nur ein neues Glas war mal fällig.
Zur Juchendweie gabs bei mir eine Q&Q Quarz mit Digitalanzeige.
Als das Westpacket kam war ich grad im Ferienlager an der Ostsee und
konnte es kaum erwarten....
Bei mir gab's ein Buch, "Weltall Erde Mensch".
Und Grußkarten mit Inhalt.
Offiziell, von der Schule gabs zu meiner Zeit "Der Sozialismus, deine Welt".
Dies Buch kenne ich nicht.
Mein Buch fand ich damals sehr interessant.
"Interessant" war in der Zeit das Buch "Denkst Du schon an Liebe?" :-)
Torsten Mueller
2020-12-12 15:48:38 UTC
Permalink
Post by Wolf gang P u f f e
Post by Achim Ebeling
Dies Buch kenne ich nicht.
Mein Buch fand ich damals sehr interessant.
"Interessant" war in der Zeit das Buch "Denkst Du schon an Liebe?" :-)
Schweineigel elende!

T.M.

P.S.: Der Unterzeichnete muß sich heute noch darüber befremden, daß sein
Banknachbar, welcher ziemlich durchtrieben usw., die Prakikantin, die
nichtsahnend bei uns eine Biologiestunde zum Thema "Mikroskopieren" gab,
zu uns an den Platz rief. Irgendetwas stimme bei uns nicht, ob sie mal
schauen könnte. Sie trat dann von vorn an unsere Bank heran, jedesmal
wieder, um durch unser Mikroskop zu schauen, das eben selbiger Lümmel
extra so präpariert hatte, daß man praktisch nur Müll sehen konnte. Sie
beugte sich dann vor, äugte durch das Okular und sah, daß sie nichts
sah, allerdings sahen er und ich in dem Moment ein ganz neues Universum.
Sie begann dann, an dem Mikroskop herumzuhantieren, eine ganze Zeitlang,
immer konzentriert das Auge am Okular. Ich muß sagen, ich habe diese
Praktikantinnen immer gemocht.
Wolf gang P u f f e
2020-12-12 17:27:02 UTC
Permalink
Post by Torsten Mueller
Post by Wolf gang P u f f e
Post by Achim Ebeling
Dies Buch kenne ich nicht.
Mein Buch fand ich damals sehr interessant.
"Interessant" war in der Zeit das Buch "Denkst Du schon an Liebe?" :-)
Schweineigel elende!
T.M.
P.S.: Der Unterzeichnete muß sich heute noch darüber befremden, daß sein
Banknachbar, welcher ziemlich durchtrieben usw., die Prakikantin, die
nichtsahnend bei uns eine Biologiestunde zum Thema "Mikroskopieren" gab,
zu uns an den Platz rief. Irgendetwas stimme bei uns nicht, ob sie mal
schauen könnte. Sie trat dann von vorn an unsere Bank heran, jedesmal
wieder, um durch unser Mikroskop zu schauen, das eben selbiger Lümmel
extra so präpariert hatte, daß man praktisch nur Müll sehen konnte. Sie
beugte sich dann vor, äugte durch das Okular und sah, daß sie nichts
sah, allerdings sahen er und ich in dem Moment ein ganz neues Universum.
Sie begann dann, an dem Mikroskop herumzuhantieren, eine ganze Zeitlang,
immer konzentriert das Auge am Okular. Ich muß sagen, ich habe diese
Praktikantinnen immer gemocht.
"Irgendetwas stimme bei uns nicht..." :-)
René Marquardt
2020-12-12 10:45:12 UTC
Permalink
Post by Frank Nitzschner
Post by René Marquardt
Siehste, und meine Poljot von 1978 laeuft heute noch.
Etwa auch zur 78'er Jugendweihe bekommen?
Nein, die hat sich der Opa zu Weihnachten gewuenscht und in der ersten
Januar-Woche ist er gestorben. Wir erinnern uns, Katastrophenwinter 78/79.
Wolf gang P u f f e
2020-12-12 12:22:11 UTC
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Post by René Marquardt
Post by Frank Nitzschner
Post by René Marquardt
Siehste, und meine Poljot von 1978 laeuft heute noch.
Etwa auch zur 78'er Jugendweihe bekommen?
Nein, die hat sich der Opa zu Weihnachten gewuenscht und in der ersten
Januar-Woche ist er gestorben. Wir erinnern uns, Katastrophenwinter 78/79.
So auch hier, ... gestorben. Mir erinnerlich, Anfang Januar 79
verzögerten sich die Bestattungen wegen argen Bodenfrost.
Frank Möller
2020-12-11 17:34:11 UTC
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Post by klaus reile
Post by Martin Ebert
Was man da so als Uhr oder Wecker kaufen konnte, war
Schrott. Nicht von ungefähr war der Witz, dass Ruhla-
Uhren zwei Steine hätten: Einen zum drunterlegen,
einen zum draufhauen.
Nach mehr als 50 Jahren wird man ja wohl noch mal einen Witz machen
dürfen, oder ;) Dann war die von mir gekaufte Armbanduhr also die Regel
und nicht die Ausnahme?
Sicher nicht, siehe auch news:***@m-id.net.gr.vu vom
4.12., 16:55 Uhr.

Bei Weckern und Uhren dieser Größe (etwa Schachuhren) war das ein bißchen
anders. Da konnten z. B. starke Federn für die Unruhen verbaut werden, die
die Fertigungsungenauigkeiten etwas ausgleichen konnten.

--
René Marquardt
2020-12-11 22:37:40 UTC
Permalink
Post by klaus reile
Nach mehr als 50 Jahren wird man ja wohl noch mal einen Witz machen
dürfen, oder ;) Dann war die von mir gekaufte Armbanduhr also die Regel
und nicht die Ausnahme?
Ruhla Uhren: gehen nach, wie vor!
Ruhla Uhren, wasserdicht! Rein gehts Wasser, aber raus nicht!
Ruhle Uhren, mit den zwei Steinen: einen zum drauflegen, einen zum
draufhauen.
Chr. Maercker
2020-12-14 16:40:24 UTC
Permalink
Post by klaus reile
Nach mehr als 50 Jahren wird man ja wohl noch mal einen Witz machen
dürfen, oder ;) Dann war die von mir gekaufte Armbanduhr also die Regel
und nicht die Ausnahme?
Möglich. Relativ gut liefen die billigen Taschenuhren. Die kosteten
WIMRE 10,- oder 20,- M. Die Ganggenauigkeit entsprach dem, was man von
mechanischen Uhren erwarten kann, kaputt gegangen sind sie so schnell
nicht. Heutiges Elektronik-Gedöns macht schneller den Abflug,
--
CU Chr. Maercker.
klaus reile
2020-12-14 19:01:39 UTC
Permalink
Am Mon, 14 Dec 2020 17:40:24 +0100
Post by Chr. Maercker
Post by klaus reile
Nach mehr als 50 Jahren wird man ja wohl noch mal einen Witz machen
dürfen, oder ;) Dann war die von mir gekaufte Armbanduhr also die
Regel und nicht die Ausnahme?
Möglich. Relativ gut liefen die billigen Taschenuhren. Die kosteten
WIMRE 10,- oder 20,- M. Die Ganggenauigkeit entsprach dem, was man von
mechanischen Uhren erwarten kann, kaputt gegangen sind sie so schnell
nicht. Heutiges Elektronik-Gedöns macht schneller den Abflug,
Noch einen Satz für alle Fans:
Um die 1980 schenkte mir meine Frau eine Omega Speedmaster. Die billige
Uhr aus Ruhla war nicht schlechter als die teure aus der Schweiz. Ich
habe die Uhr mindestens 3x ins Werk eingeschickt. Für den Preis der
Reparaturen hätte ich etwa 5-8 neue Seikos bekommen. Die Omega liegt
seit 35 Jahren im Schrank. Die Seiko trage ich noch heute.
Den Rang der schlechtesten jemals gekauften Uhren: Platz 1 Omega, Platz
2 Ruhla, Platz 3 die russische Militäruhr. Wobei die Omega und die
Russenuhr bis heute gehen. Zwar nie richtig, aber immerhin. Eine
Anmerkung zur Russenuhr: Sowjetische Bekannte erzählten mir damals (als
ich die Uhr schon gekauft hatte), die Uhren, die nicht im Laden verkauft
werden, werden in aller Regel von Angestellten der Fabrik in Teilen nach
draussen geschleppt, zusammengebaut und dann verscherbelt.

Klaus
--
Natürlich hat jeder eine eigene Meinung. Nur weiss auch jeder,
wo diese eigene Meinung herkommt? (Lisa Fitz)

Glaube wenig. Hinterfrage alles. Denke selbst.
René Marquardt
2020-12-14 23:18:28 UTC
Permalink
Post by klaus reile
Um die 1980 schenkte mir meine Frau eine Omega Speedmaster. Die billige
Uhr aus Ruhla war nicht schlechter als die teure aus der Schweiz. Ich
habe die Uhr mindestens 3x ins Werk eingeschickt. Für den Preis der
Reparaturen hätte ich etwa 5-8 neue Seikos bekommen. Die Omega liegt
seit 35 Jahren im Schrank. Die Seiko trage ich noch heute.
Den Rang der schlechtesten jemals gekauften Uhren: Platz 1 Omega, Platz
2 Ruhla, Platz 3 die russische Militäruhr. Wobei die Omega und die
Russenuhr bis heute gehen. Zwar nie richtig, aber immerhin. Eine
Anmerkung zur Russenuhr: Sowjetische Bekannte erzählten mir damals (als
ich die Uhr schon gekauft hatte), die Uhren, die nicht im Laden verkauft
werden, werden in aller Regel von Angestellten der Fabrik in Teilen nach
draussen geschleppt, zusammengebaut und dann verscherbelt.
Ich schicke dir gerne meine wunderbare Seiko 5 zu, wenn du mir dir
greusliche Omega ueberlassen willst.
klaus reile
2020-12-15 08:34:17 UTC
Permalink
Am Mon, 14 Dec 2020 17:18:28 -0600
Post by René Marquardt
Post by klaus reile
Um die 1980 schenkte mir meine Frau eine Omega Speedmaster. Die
billige Uhr aus Ruhla war nicht schlechter als die teure aus der
Schweiz. Ich habe die Uhr mindestens 3x ins Werk eingeschickt. Für
den Preis der Reparaturen hätte ich etwa 5-8 neue Seikos bekommen.
Die Omega liegt seit 35 Jahren im Schrank. Die Seiko trage ich noch
heute. Den Rang der schlechtesten jemals gekauften Uhren: Platz 1
Omega, Platz 2 Ruhla, Platz 3 die russische Militäruhr. Wobei die
Omega und die Russenuhr bis heute gehen. Zwar nie richtig, aber
immerhin. Eine Anmerkung zur Russenuhr: Sowjetische Bekannte
erzählten mir damals (als ich die Uhr schon gekauft hatte), die
Uhren, die nicht im Laden verkauft werden, werden in aller Regel
von Angestellten der Fabrik in Teilen nach draussen geschleppt,
zusammengebaut und dann verscherbelt.
Ich schicke dir gerne meine wunderbare Seiko 5 zu, wenn du mir dir
greusliche Omega ueberlassen willst.
Geht leider nicht. Ist ja ein Geschenk meiner Frau. Ich will nicht mit
dem Nudelholz bekommen.

Klaus
--
Natürlich hat jeder eine eigene Meinung. Nur weiss auch jeder,
wo diese eigene Meinung herkommt? (Lisa Fitz)

Glaube wenig. Hinterfrage alles. Denke selbst.
René Marquardt
2020-12-14 23:18:41 UTC
Permalink
Post by klaus reile
Um die 1980 schenkte mir meine Frau eine Omega Speedmaster. Die billige
Uhr aus Ruhla war nicht schlechter als die teure aus der Schweiz. Ich
habe die Uhr mindestens 3x ins Werk eingeschickt. Für den Preis der
Reparaturen hätte ich etwa 5-8 neue Seikos bekommen. Die Omega liegt
seit 35 Jahren im Schrank. Die Seiko trage ich noch heute.
Den Rang der schlechtesten jemals gekauften Uhren: Platz 1 Omega, Platz
2 Ruhla, Platz 3 die russische Militäruhr. Wobei die Omega und die
Russenuhr bis heute gehen. Zwar nie richtig, aber immerhin. Eine
Anmerkung zur Russenuhr: Sowjetische Bekannte erzählten mir damals (als
ich die Uhr schon gekauft hatte), die Uhren, die nicht im Laden verkauft
werden, werden in aller Regel von Angestellten der Fabrik in Teilen nach
draussen geschleppt, zusammengebaut und dann verscherbelt.
Ich schicke dir gerne meine wunderbare Seiko 5 zu, wenn du mir dir
greusliche Omega ueberlassen willst.
Torsten Mueller
2020-12-15 08:03:01 UTC
Permalink
Post by klaus reile
Den Rang der schlechtesten jemals gekauften Uhren: Platz 1 Omega, Platz
2 Ruhla, Platz 3 die russische Militäruhr.
Sporzfroind, also erstens gab's nicht "die russische Militäruhr", denn
es waren über die Jahre sicher 20 verschiedene Kaliber mit erheblichen
technischen Unterschieden, Qualitäten und Preisen. Zwotens gab's
darunter einige, die in Kriterien wie Robustheit und
Temperaturbeständigkeit bei gleichzeitig einfacher industrieller
Fertigung in den 60er und 70er Jahren Maßstäbe gesetzt haben. Ich habe
hier eine Amfibia [1], Baujahr vielleicht 1968, noch mit den extradicken
Leuchtzeigern, die schnurrt nach wie vor wie eine Eins. Leider können
sie heute bei Wostok nicht mehr an diese Qualität anknüpfen.

T.M.

[1] Loading Image...
klaus reile
2020-12-15 09:28:14 UTC
Permalink
Am Tue, 15 Dec 2020 09:03:01 +0100
Post by Torsten Mueller
Post by klaus reile
Den Rang der schlechtesten jemals gekauften Uhren: Platz 1 Omega,
Platz 2 Ruhla, Platz 3 die russische Militäruhr.
Sporzfroind, also erstens gab's nicht "die russische Militäruhr", denn
es waren über die Jahre sicher 20 verschiedene Kaliber mit erheblichen
technischen Unterschieden, Qualitäten und Preisen. Zwotens gab's
darunter einige, die in Kriterien wie Robustheit und
Temperaturbeständigkeit bei gleichzeitig einfacher industrieller
Fertigung in den 60er und 70er Jahren Maßstäbe gesetzt haben. Ich habe
hier eine Amfibia [1], Baujahr vielleicht 1968, noch mit den
extradicken Leuchtzeigern, die schnurrt nach wie vor wie eine Eins.
Leider können sie heute bei Wostok nicht mehr an diese Qualität
anknüpfen.
T.M.
[1] https://i.ebayimg.com/images/g/DoYAAOSw6LZeaTWQ/s-l300.jpg
Hast Du alles gelesen, was ich zum Erwerb der Uhr schrieb, Kameradski?
Die Uhr, die ich damals kaufte, war anscheinend keine
Original-im-Werk-Zusammengebaute. Was ich damals bezahlte, weiss ich
nicht mehr.

https://www.ebay.de/itm/VOSTOK-Komandirskie-Taucheruhr-200m-Automatik-2416B-420289-russische-Uhr/333170197141?hash=item4d927dc295:g:WosAAOSwbVVfmyqC

Die Uhr, die ich habe hat ein olivgrünes Gummiarmband und eine wacklige
verschraubbare Krone.

Klaus
--
Natürlich hat jeder eine eigene Meinung. Nur weiss auch jeder,
wo diese eigene Meinung herkommt? (Lisa Fitz)

Glaube wenig. Hinterfrage alles. Denke selbst.
Torsten Mueller
2020-12-15 14:27:16 UTC
Permalink
Post by klaus reile
Hast Du alles gelesen, was ich zum Erwerb der Uhr schrieb, Kameradski?
Die Uhr, die ich damals kaufte, war anscheinend keine
Original-im-Werk-Zusammengebaute.
Selbstverständlich werden die ganz überwiegend im Werk zusammengebaut.
Das Werk befindet sich in Tschistopol am Ural. Mag sein, daß mal eine
außerhalb aus Teilen zusammengesetzt wird - dagegen spricht, daß eine
komplette Uhr nur 100 Euro kostet. Es lohnt sich also nicht annähernd.
Es würde auch niemand in einer Ziegelei zerbrochene Ziegelsteine mit
nach Hause nehmen und dort zusammenkleben.
Post by klaus reile
https://www.ebay.de/itm/VOSTOK-Komandirskie-Taucheruhr-200m-Automatik-2416B-420289-russische-Uhr/333170197141?hash=item4d927dc295:g:WosAAOSwbVVfmyqC
Diese Uhr ist eine moderne Wostok Automatik mit dem Kaliber 2415B (Datum
auf 3 Uhr). Über das Kaliber 2415 (das erste neu entwickelte Kaliber
nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion) schrub ich bereits - es hat
mindestens zwei ernsthafte Mängel, denen man in Foren immer wieder
begegnet:

- irgendwann fällt der Handaufzug aus, die Aufzugswelle dreht dann im
Leeren, die Uhr läuft dann nur noch als Automat und man muß sich ggf.
etwas einfallen lassen, sie am Leben zu erhalten (solange man in
üblicher Bewegung ist, ist das kein Problem, aber einer, der
beispielsweise ins Krankenhaus kommt und dort flach liegt, wird es
merken)

- irgendwann drehen die Zeiger mit, während man die Krone festschraubt,
die Uhr ist damit nicht mehr vernünftig zu stellen

Ärgerlich ist insbesondere, daß beide Mängel jetzt mit dem neuen Kaliber
nach ein, zwei Jahren auftreten, während Jahrzehnte alte Exemplare nach
wie vor einwandfrei funktionieren.
Post by klaus reile
Die Uhr, die ich habe hat ein olivgrünes Gummiarmband und eine wacklige
verschraubbare Krone.
Ja, aber diese "wackelige Krone" ist kein Mangel, sondern ein in 50
Jahren gereiftes konstruktives Merkmal aller Amfibias,
hunderttausendfach so ausgeliefert. Diese Krone ist genau so wie sie
sein soll.

T.M.
klaus reile
2020-12-15 14:59:23 UTC
Permalink
On Tue, 15 Dec 2020 15:27:16 +0100
Post by Torsten Mueller
Post by klaus reile
Hast Du alles gelesen, was ich zum Erwerb der Uhr schrieb,
Kameradski? Die Uhr, die ich damals kaufte, war anscheinend keine
Original-im-Werk-Zusammengebaute.
Selbstverständlich werden die ganz überwiegend im Werk zusammengebaut.
Das Werk befindet sich in Tschistopol am Ural. Mag sein, daß mal eine
außerhalb aus Teilen zusammengesetzt wird - dagegen spricht, daß eine
komplette Uhr nur 100 Euro kostet. Es lohnt sich also nicht annähernd.
Es würde auch niemand in einer Ziegelei zerbrochene Ziegelsteine mit
nach Hause nehmen und dort zusammenkleben.
Post by klaus reile
https://www.ebay.de/itm/VOSTOK-Komandirskie-Taucheruhr-200m-Automatik-2416B-420289-russische-Uhr/333170197141?hash=item4d927dc295:g:WosAAOSwbVVfmyqC
Diese Uhr ist eine moderne Wostok Automatik mit dem Kaliber 2415B
(Datum auf 3 Uhr). Über das Kaliber 2415 (das erste neu entwickelte
Kaliber nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion) schrub ich bereits -
es hat mindestens zwei ernsthafte Mängel, denen man in Foren immer
- irgendwann fällt der Handaufzug aus, die Aufzugswelle dreht dann im
Leeren, die Uhr läuft dann nur noch als Automat und man muß sich
ggf. etwas einfallen lassen, sie am Leben zu erhalten (solange man in
üblicher Bewegung ist, ist das kein Problem, aber einer, der
beispielsweise ins Krankenhaus kommt und dort flach liegt, wird es
merken)
- irgendwann drehen die Zeiger mit, während man die Krone
festschraubt, die Uhr ist damit nicht mehr vernünftig zu stellen
Ärgerlich ist insbesondere, daß beide Mängel jetzt mit dem neuen
Kaliber nach ein, zwei Jahren auftreten, während Jahrzehnte alte
Exemplare nach wie vor einwandfrei funktionieren.
Post by klaus reile
Die Uhr, die ich habe hat ein olivgrünes Gummiarmband und eine
wacklige verschraubbare Krone.
Ja, aber diese "wackelige Krone" ist kein Mangel, sondern ein in 50
Jahren gereiftes konstruktives Merkmal aller Amfibias,
hunderttausendfach so ausgeliefert. Diese Krone ist genau so wie sie
sein soll.
T.M.
Die Uhr auf der ebay-Abbildung ist eine Automatik. Das habe ich zu spät
gesehen. Die, die ich habe, ist eine Handaufzug. Gekauft habe ich sie
etwa 1993-95. Später habe ich diese Uhren sehr oft auf dortigen
Flohmärkten, aber auch in deutschen Läden, z.B. in Köln gesehen. Meine
läuft etwas sehr viel zu schnell. Gerade habe ich sie noch mal
aufgezogen. Schaun wir mal.

Ansonsten Danke, dass Du mich an Deinem Wissen teilhaben lässt.

Klaus
--
Natürlich hat jeder eine eigene Meinung. Nur weiss auch jeder,
wo diese eigene Meinung herkommt? (Lisa Fitz)

Lieber einen Ort im Grünen als einen Grünen im Ort
Torsten Mueller
2020-12-15 15:33:36 UTC
Permalink
Post by klaus reile
Die Uhr auf der ebay-Abbildung ist eine Automatik. Das habe ich zu
spät gesehen. Die, die ich habe, ist eine Handaufzug. Gekauft habe ich
sie etwa 1993-95.
Oh. Das ist etwas anderes. In den 90ern gab's wilde Zeiten. Die Betriebe
haben dort oft von Restbeständen gelebt und alles mögliche noch
zusammengebaut. Da haben oft nicht einmal Zifferblatt (da stehen ja
häufig die Steine drauf) und Uhrwerk zusammengepaßt.
Post by klaus reile
Meine läuft etwas sehr viel zu schnell. Gerade habe ich sie noch mal
aufgezogen. Schaun wir mal.
Wenn sie lediglich zu schnell geht, das ist ja nicht der Rede wert. Du
kannst sie hinten öffnen und selbst neu einregulieren. Der drehbare Ring
auf der Rückseite öffnet entgegen dem Uhrzeigersinn. Drinnen ist ein
kleiner Hebel, + und - steht dran. Du schiebst diesen Hebel einen halben
Millimter in eine Richtung und schaust morgen um die gleiche Zeit, wie
sich das auswirkt. Wenn's zu viel war, schiebst den Hebel morgen einen
Viertel Millimeter in die andere Richtung und wartest wieder einen Tag
usw. Viel passieren kann dabei nicht. Du schaffst es aber innerhalb von
zehn Tagen, praktisch jede Uhr auf unter 10s pro Woche einzustellen.
(Das trifft dann zu, wenn sie flach auf dem Tisch liegt. Wenn man sie
trägt, gibt's natürlich noch paar mehr Abweichungen ...)

T.M.
klaus reile
2020-12-15 16:42:08 UTC
Permalink
On Tue, 15 Dec 2020 16:33:36 +0100
Post by Torsten Mueller
Post by klaus reile
Die Uhr auf der ebay-Abbildung ist eine Automatik. Das habe ich zu
spät gesehen. Die, die ich habe, ist eine Handaufzug. Gekauft habe
ich sie etwa 1993-95.
Oh. Das ist etwas anderes. In den 90ern gab's wilde Zeiten. Die
Betriebe haben dort oft von Restbeständen gelebt und alles mögliche
noch zusammengebaut. Da haben oft nicht einmal Zifferblatt (da stehen
ja häufig die Steine drauf) und Uhrwerk zusammengepaßt.
Genau die gleiche wie meine habe ich noch nicht gefunden. Auch wenn es
nur minimalste Unterschiede gibt. Bei meiner ist oben der rote Stern,
dann das geschwungene B für Wostok, das U-Boot, Komanderskie, Zeiger
und Anker. Der Schriftzug unten unter dem Ziffernkranz fehlt hier. Der
Deckel hinten ist schraubbar und hat eine Prägung mit einer auf dem
Meer untergehenden Sonne, unter der noch ein längeres Wort steht. Eine
Nummer o.ä. gibt es nicht.
Post by Torsten Mueller
Post by klaus reile
Meine läuft etwas sehr viel zu schnell. Gerade habe ich sie noch mal
aufgezogen. Schaun wir mal.
Wenn sie lediglich zu schnell geht, das ist ja nicht der Rede wert. Du
kannst sie hinten öffnen und selbst neu einregulieren. Der drehbare
Ring auf der Rückseite öffnet entgegen dem Uhrzeigersinn. Drinnen ist
ein kleiner Hebel, + und - steht dran. Du schiebst diesen Hebel einen
halben Millimter in eine Richtung und schaust morgen um die gleiche
Zeit, wie sich das auswirkt. Wenn's zu viel war, schiebst den Hebel
morgen einen Viertel Millimeter in die andere Richtung und wartest
wieder einen Tag usw. Viel passieren kann dabei nicht. Du schaffst es
aber innerhalb von zehn Tagen, praktisch jede Uhr auf unter 10s pro
Woche einzustellen. (Das trifft dann zu, wenn sie flach auf dem Tisch
liegt. Wenn man sie trägt, gibt's natürlich noch paar mehr
Abweichungen ...)
Nochmals Danke für Deine Hilfe. Ich werde an der Uhr nicht
rumschrauben. Ich lasse sie jetzt laufen, bis sie wieder stehn bleibt
und lege sie zurück auf ihren Platz. Ich behalte sie als Andenken.
Allerdings im Gegensatz zu der Omega als schönes Andenken. Als Andenken
an eine schöne Zeit voller schöner Erlebnisse.

Klaus
--
Natürlich hat jeder eine eigene Meinung. Nur weiss auch jeder,
wo diese eigene Meinung herkommt? (Lisa Fitz)

Lieber einen Ort im Grünen als einen Grünen im Ort
René Marquardt
2020-12-15 22:39:26 UTC
Permalink
Post by Torsten Mueller
- irgendwann fällt der Handaufzug aus, die Aufzugswelle dreht dann im
Leeren, die Uhr läuft dann nur noch als Automat und man muß sich ggf.
etwas einfallen lassen, sie am Leben zu erhalten (solange man in
üblicher Bewegung ist, ist das kein Problem, aber einer, der
beispielsweise ins Krankenhaus kommt und dort flach liegt, wird es
merken)
Dafuer gibt es spezielle Geraete, wenn der Butler mal wieder mit der
Seuche flachliegt:

https://nymag.com/strategist/article/best-watch-winders.html

Und bei bestimmten Modellen von Seiko ist das von Haus aus so, dass man
sie nur per Automatik aufziehen kann und nicht von Hand. Bei denen kann
man auch nicht den Sekundenzeiger festhalten.
Torsten Mueller
2020-12-11 18:10:39 UTC
Permalink
Einen zum drunterlegen, einen zum draufhauen.
Das Lustige ist ja, daß es tatsächlich Ruhla-Kaliber mit nur zwei
Steinen gab. - Ehrlich, die hätte man eigentlich auch noch usw.

T.M.
Torsten Mueller
2020-12-11 18:02:06 UTC
Permalink
Post by klaus reile
Eigentlich hatten Uhren aus Ruhla doch einen guten Ruf.
Hatten sie? Du meinst Ruhla-Uhren, die schnellsten Uhren der Welt?

T.M.
klaus reile
2020-12-11 18:40:24 UTC
Permalink
On Fri, 11 Dec 2020 19:02:06 +0100
Post by Torsten Mueller
Post by klaus reile
Eigentlich hatten Uhren aus Ruhla doch einen guten Ruf.
Hatten sie? Du meinst Ruhla-Uhren, die schnellsten Uhren der Welt?
T.M.
Die schnellsten kann nicht. Die habe ich in der Sowjetunion gekauft. In
einer Woche schaffte die es locker sich selbst zu überholen. Eine sehr
schön aussehende Marineuhr. Navigieren würde ich mit dem Dingen aber
nicht. Wie gesagt, sieht aber gut aus.

Klaus
--
Natürlich hat jeder eine eigene Meinung. Nur weiss auch jeder,
wo diese eigene Meinung herkommt? (Lisa Fitz)

Glaube wenig. Hinterfrage alles. Denke selbst.
Licht und Liebe
2020-12-14 21:31:18 UTC
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Post by klaus reile
Zu dem hiesigen thread über Casio-Uhren fällt mir ein: Ich war noch
nicht lange im Westen und kaufte aus nostalgischen Gründen bei Quelle
oder Neckermann eine Uhr aus Ruhla. Die sah gut aus, ging aber nur
einen Tag. Man tauschte mir die Uhr anstandslos um. Gegen eine, die es
auch nicht viel länger tat. Dann gab man mir den Kaufpreis zurück.
Eigentlich hatten Uhren aus Ruhla doch einen guten Ruf.
Einfach: Auch Quartz-Uhren aus Ruhla mußte man jeden Tag aufziehen.

Lili
--
Ruhla-Uhr'n sind wasserdicht,
rein kann's Wasser,
raus kann's nicht!
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