Discussion:
Ruhla-Uhren aus der DDR
(zu alt für eine Antwort)
klaus reile
2020-12-11 09:34:22 UTC
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Zu dem hiesigen thread über Casio-Uhren fällt mir ein: Ich war noch
nicht lange im Westen und kaufte aus nostalgischen Gründen bei Quelle
oder Neckermann eine Uhr aus Ruhla. Die sah gut aus, ging aber nur
einen Tag. Man tauschte mir die Uhr anstandslos um. Gegen eine, die es
auch nicht viel länger tat. Dann gab man mir den Kaufpreis zurück.
Eigentlich hatten Uhren aus Ruhla doch einen guten Ruf. Ein später
gekaufter Reisewecker von der Grösse einer Streichholzschachtel auch
von Ruhla begleitete mich viele Jahre. So kleine Wecker gab es meines
Wissens im Westen damals nicht.

Klaus
--
Natürlich hat jeder eine eigene Meinung. Nur weiss auch jeder,
wo diese eigene Meinung herkommt? (Lisa Fitz)

Glaube wenig. Hinterfrage alles. Denke selbst.
Achim Ebeling
2020-12-11 11:38:15 UTC
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Post by klaus reile
Ein später
gekaufter Reisewecker von der Grösse einer Streichholzschachtel auch
von Ruhla begleitete mich viele Jahre. So kleine Wecker gab es meines
Wissens im Westen damals nicht.
Wann war das, und was war das für ein Wecker?

Ich hatte einen "Sumatic" von meiner Brigade zum Geburtstag geschenkt
bekommen.
Den hatte ich auch noch im freien Teil Deutschlands in Gebrauch.
Als er den Geist aufgab, konnte ihn hier (im freien Teil Deutschlands)
leider niemand reparieren.
Schade, war ein sehr gutes Teil.
--
Bis denne
Achim
klaus reile
2020-12-11 12:00:39 UTC
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On Fri, 11 Dec 2020 12:38:15 +0100
Post by Achim Ebeling
Post by klaus reile
Ein später
gekaufter Reisewecker von der Grösse einer Streichholzschachtel auch
von Ruhla begleitete mich viele Jahre. So kleine Wecker gab es
meines Wissens im Westen damals nicht.
Wann war das, und was war das für ein Wecker?
Das muss so etwa Anfang der 70er gewesen sein. Wenn ich mich recht
erinnere, war in ein streichholzschachtelgrosses viereckiges Gehäuse
eine Art Armbanduhr (natürlich ohne Armband) eingebaut die man auch mit
der Hand aufziehen und stellen musste. Und ich meine, es war eine
Ruhlaer Uhr. Wie das Teil insgesamt hiess, weiss ich heute nicht mehr.

Klaus

Ups, hab' gerade mal geguckt, wenn der hier etwa die Grösse hatte,
könnte es so einer gewesen sein:

https://www.ddr-museum.de/fr/collection/objects/1021791
Post by Achim Ebeling
Ich hatte einen "Sumatic" von meiner Brigade zum Geburtstag geschenkt
bekommen.
Den hatte ich auch noch im freien Teil Deutschlands in Gebrauch.
Als er den Geist aufgab, konnte ihn hier (im freien Teil
Deutschlands) leider niemand reparieren.
Schade, war ein sehr gutes Teil.
--
Bis denne
Achim
--
Natürlich hat jeder eine eigene Meinung. Nur weiss auch jeder,
wo diese eigene Meinung herkommt? (Lisa Fitz)

Glaube wenig. Hinterfrage alles. Denke selbst.
Peter Veith
2020-12-11 12:45:11 UTC
Permalink
Post by Achim Ebeling
Den hatte ich auch noch im freien Teil Deutschlands in Gebrauch.
Als er den Geist aufgab, konnte ihn hier (im freien Teil Deutschlands)
Ok, dann springe ich mal über das von dir mehrfach hingehaltenen Stöckchen:

Welchen Teil meinst Du mit dem "freien Teil Deutschlands"? Also, frei von was
und von wem? BTW Die Amis mit ihren Atomwaffen sind immer noch hier.

<trallala>Deutschland wird dann erst frei und schön,
wenn Ost und West zusammensteh'n
und Friedensfahnen weh'n</trallala>

Peter
Achim Ebeling
2020-12-11 14:47:21 UTC
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Post by Peter Veith
Post by Achim Ebeling
Den hatte ich auch noch im freien Teil Deutschlands in Gebrauch.
Als er den Geist aufgab, konnte ihn hier (im freien Teil Deutschlands)
Welchen Teil meinst Du mit dem "freien Teil Deutschlands"?
Nun, die bundesrepublik Deutschland bezeichnete sich doch immer als den
freien Teil Deutschlands.
Das dieses Deutschland bis heute nicht so ganz frei ist, lassen wir mal
beiseite.

Übrigens, die Bundesrepublik Deutschland durfte damals nicht mit "BRD"
abgekürzt werden.
Wenn schon dennschon nur als "BR-Deutschland".
--
Bis denne
Achim
Frank Hucklenbroich
2020-12-14 13:26:01 UTC
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Post by Achim Ebeling
Übrigens, die Bundesrepublik Deutschland durfte damals nicht mit "BRD"
abgekürzt werden.
Wenn schon dennschon nur als "BR-Deutschland".
"Durfte nicht" ist sicher übertrieben. In manchen Bereichen, z.B. im Sport,
war das schon üblich.

Es wurde aber in der Presse möglichst vermieden.

Grüße,

Frank
Peter Veith
2020-12-14 13:41:29 UTC
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Post by Frank Hucklenbroich
Post by Achim Ebeling
Übrigens, die Bundesrepublik Deutschland durfte damals nicht mit "BRD"
abgekürzt werden.
Wenn schon dennschon nur als "BR-Deutschland".
"Durfte nicht" ist sicher übertrieben.
Negativ.

Erst ab den 1970ern (Grundlagenvertrag) lockerte sich das Regime.
Da gibt es viele Aufsätze / Artikel aus den 1990ern zum Thema.
Post by Frank Hucklenbroich
In manchen Bereichen, z.B. im Sport, war das schon üblich.
Gerade da wurde ein harter Kampf um "GER" oder "FRG" geführt ...
"GDR" war keinThema.
Post by Frank Hucklenbroich
Es wurde aber in der Presse möglichst vermieden.
Es gab und es gibt Sprachregelungen für und bei der Presse, im
Öffentlichen Bereich (Schulen!) sogar in Form von ministeriellen Erlassen
... und da muß sich der Beschäftigte schon dran halten.

Peter
F.K.Siebert
2020-12-14 13:56:22 UTC
Permalink
Post by Peter Veith
Es gab und es gibt Sprachregelungen für und bei der Presse, im
Öffentlichen Bereich (Schulen!) sogar in Form von ministeriellen Erlassen
... und da muß sich der Beschäftigte schon dran halten.
Peter
Das ist Unsinn!

Das wäre gegen die Pressefreiheit und das Grundgesetz.
--
Gruß
F.K.
Frank Möller
2020-12-14 14:02:34 UTC
Permalink
Post by F.K.Siebert
Post by Peter Veith
Es gab und es gibt Sprachregelungen für und bei der Presse, im
Öffentlichen Bereich (Schulen!) sogar in Form von ministeriellen Erlassen
... und da muß sich der Beschäftigte schon dran halten.
Das ist Unsinn!
Das wäre gegen die Pressefreiheit und das Grundgesetz.
LOL.

--
Torsten Mueller
2020-12-14 14:08:35 UTC
Permalink
Post by F.K.Siebert
Post by Peter Veith
Es gab und es gibt Sprachregelungen für und bei der Presse, im
Öffentlichen Bereich (Schulen!) sogar in Form von ministeriellen Erlassen
... und da muß sich der Beschäftigte schon dran halten.
Das ist Unsinn!
Das wäre gegen die Pressefreiheit und das Grundgesetz.
Du möchtest vielleicht einmal hier weiterlesen:

https://www.publicomag.com/2019/02/sie-werden-geframt-von-ihrer-ard/

Oder wenn Du's seriöser magst (Qualitätspresse):

https://www.sueddeutsche.de/medien/ard-framing-manual-rundfunkbeitrag-sprache-1.4335445

T.M.
Frank Möller
2020-12-14 16:44:33 UTC
Permalink
Post by Torsten Mueller
Post by F.K.Siebert
Post by Peter Veith
Es gab und es gibt Sprachregelungen für und bei der Presse, im
Öffentlichen Bereich (Schulen!) sogar in Form von ministeriellen Erlassen
... und da muß sich der Beschäftigte schon dran halten.
Das ist Unsinn!
Das wäre gegen die Pressefreiheit und das Grundgesetz.
https://www.publicomag.com/2019/02/sie-werden-geframt-von-ihrer-ard/
https://www.sueddeutsche.de/medien/ard-framing-manual-rundfunkbeitrag-sprache-1.4335445
Das gab es auch schon _vor_ diesem Pamphlet, z. B. hat man schon von Anfang
an, mit der Zeit mehr und mehr und letztlich so lange von
"Hartz-IV-Empfängern" gesprochen, daß heute praktisch unisono und
inzwischen auch von Vertretern der "Linken" dieser Begriff verwendet wird.

Vorher hat man noch Begriffe wie "Hartz-IV-Betroffene", "ALG-II-Betroffene"
oder wenigstens "Hartz-IV-Bezieher" verwendet.

Außerdem kommt noch diese sog. "leichte Sprache" oder "einfache Sprache"
hinzu, die die sich vor ein paar Jahren selber verordnet haben.

Angefangen hat das z. B. damit, daß in Müllsendungen AKA "Brisant" nur noch
eine einzige Zeitform, nämlich der Präsenz, verwendet wurde: "In
<Ortschaft> fällt heute morgen ein Baum um und erschlägt 3 Menschen." Da
war das Ereignis aber längst Geschichte und man hätte das Präteritum oder
das Perfekt verwenden _müssen_.

Diese gezielte Sprachvergewaltigung ist inzwischen auch in sämtlichen
Nachrichtensendungen angekommen.

Zur Zeit kommt aktuell noch ein exponentieller Ausbau des Genderwahns dazu:
"... sagen Expert <deutlich hörbares Doppelleerzeichen> innen, daß ...

--
René Marquardt
2020-12-14 23:10:07 UTC
Permalink
Post by Frank Möller
Angefangen hat das z. B. damit, daß in Müllsendungen AKA "Brisant" nur noch
eine einzige Zeitform, nämlich der Präsenz, verwendet wurde: "In
<Ortschaft> fällt heute morgen ein Baum um und erschlägt 3 Menschen." Da
war das Ereignis aber längst Geschichte und man hätte das Präteritum oder
das Perfekt verwenden _müssen_.
Diese gezielte Sprachvergewaltigung ist inzwischen auch in sämtlichen
Nachrichtensendungen angekommen.
Ob das bei Brisant angefangen hat, weiss ich nicht. Aber auf den Sack
geht es mir sehr. Auch in gedruckten Nachrichtenerzeugnissen und bei
Wikipaedium sowieso. "Am zwoelfzehnten Dingsember kommt vor 342 Jahren
der bekannte Rittersmann Hansi auf die Welt." Neeeeeein! Es kam, oder
besser noch er ist auf die Welt gekommen.
Achim Ebeling
2020-12-14 14:26:37 UTC
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Post by F.K.Siebert
Post by Peter Veith
Es gab und es gibt Sprachregelungen für und bei der Presse, im
Öffentlichen Bereich (Schulen!) sogar in Form von ministeriellen Erlassen
... und da muß sich der Beschäftigte schon dran halten.
Peter
Das ist Unsinn!
Das wäre gegen die Pressefreiheit und das Grundgesetz.
Schuldigung, wenn ich einen Lachkrampf bekomme :-)
Wer reinigt nun meinen Monitor?
--
Bis denne
Achim
F.K.Siebert
2020-12-14 14:57:23 UTC
Permalink
Post by Achim Ebeling
Post by F.K.Siebert
Post by Peter Veith
Es gab und es gibt Sprachregelungen für und bei der Presse, im
Öffentlichen Bereich (Schulen!) sogar in Form von ministeriellen Erlassen
... und da muß sich der Beschäftigte schon dran halten.
Peter
Das ist Unsinn!
Das wäre gegen die Pressefreiheit und das Grundgesetz.
Schuldigung, wenn ich einen Lachkrampf bekomme :-)
...dann möge dir dein verlogenes Lachen im Halse stecken bleiben.
--
Gruß
F.K.
Gunter Kühne
2020-12-14 15:40:38 UTC
Permalink
Post by F.K.Siebert
Post by Achim Ebeling
Post by F.K.Siebert
Post by Peter Veith
Es gab und es gibt Sprachregelungen für und bei der Presse, im
Öffentlichen Bereich (Schulen!) sogar in Form von ministeriellen Erlassen
... und da muß sich der Beschäftigte schon dran halten.
Peter
Das ist Unsinn!
Das wäre gegen die Pressefreiheit und das Grundgesetz.
Schuldigung, wenn ich einen Lachkrampf bekomme :-)
...dann möge dir dein verlogenes Lachen im Halse stecken bleiben.
Aha der Typische Menschenfreund. :)
--
Kleinmut und Stolz, aus diesem Holz
Schuf der Mensch sich am sechsten Tag Gott.
Achim Ebeling
2020-12-14 15:48:39 UTC
Permalink
...möge dir dein verlogenes Lachen im Halse stecken bleiben.
Da muss ich Dich leider enttäuschen, dies wird es bestimmt nicht tun, ho
ho, ho...
--
Bis denne
Achim
Peter Veith
2020-12-14 20:01:09 UTC
Permalink
Post by F.K.Siebert
Post by Peter Veith
Es gab und es gibt Sprachregelungen für und bei der Presse, im
Öffentlichen Bereich (Schulen!) sogar in Form von ministeriellen Erlassen
... und da muß sich der Beschäftigte schon dran halten.
Das ist Unsinn!
Nun ja, vom allgemeinen Gelächter hast Du gelesen. Für Deine
Allgemeinbildung, etwas NG-Recycling von mir:

In den Westmedien wurde das "kommunistische Abkürzl BRD" erst seit 1989
offiziell zulässig, mit folgenden Artikeln:

* "Das Wortungeheuer BRD - Unverhofftes Glück im Staatsexamen"
Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 23.3.1989, S. 16

* "Wilhelm Grewe hat nicht den Begriff 'BRD' eingeführt"
Seltsames Preisausschreiben einer Gesellschaft für deutsche Sprache, Die
Welt vom 2.9.1989, S. 2

Beide sind von Prof. Dr. Dr. h.c. Friedrich-Christian Schroeder, Uni
Regensburg. Dazu kommt noch:

* "Bezeichnungen für 'Deutschland' in den Zeiten der 'Wende'" von Ute
Röding-Lange

Besonders hat mir im letzteren Aufsatz folgender Satz gefallen: "In der
westdeutschen Pressespache hat es sich eingebürgert, fast völlig auf das
Kürzel BRD zu verzichten." .... _eingebürgert_ :)

Interessant ist, daß die "Einbürgerung" des Verzichts wohl ein
verordneter Verzicht war. So sei zwischen 1949 bis 1952 "BRD" sowohl
eine gebräuchliche bürokratische und lexikongraphische Abkürzung
gewesen. Bereits 1963 hat sich jedoch der Bundesverteidigungsminister
dagegen gewandt und 1974 die "Regierungschefs von Bund und Länder".

"Aus diesem Anlaß weise ich nochmals ausdrücklich darauf hin, daß die
Regierungschefs des Bundes und der Länder es für wünschenswert halten,
daß im amtlichen Sprachgebrauch keine Abkürzungen, sondern die nach dem
Grundgesetz volle Bezeichnung "Bundesrepublik Deutschland" verwendet
wird." RdErl. vom 4. Oktober 1976, NBl. KM. Schl.-H. S. 274,
http://www.schulrecht-sh.de/texte/b/brd.htm [offline]

Ob die entsprechenden Verwaltungserlasse inzwischen offiziell aufgehoben
sind, entzieht sich meiner Kenntnis. Noch heute ist in der
BRD-Verwaltung das Kürzel jedoch unzulässig.

BTW Die DDR hieß jedenfalls "Soffjettzone", "SBZ", "Zone" und für
Intellektuelle "Nullum". Erst mit dem Grundlagenvertrag lockerte sich
das... und BILD strich "bereits" 1989 die Gänsefüßchen. Schließlich war
die BRD lt. BVerfG mit dem Deutschen Reich identisch, lediglich in
seiner territorialen Ausdehnung teilidentisch :-D

Veith
--
Non forum sed vitae discimus
http://ddr-luftwaffe.blogspot.com
Peter Veith
2020-12-14 20:08:46 UTC
Permalink
Post by Peter Veith
* "Bezeichnungen für 'Deutschland' in den Zeiten der 'Wende'" von Ute
Röding-Lange
Hier auszugsweise zu lesen (S. 84)
https://books.google.de/books?id=vgoqqs9l7ikC&printsec=frontcover

HINT
Veith
--
Non forum sed vitae discimus
http://ddr-luftwaffe.blogspot.com
Markus Ermert
2020-12-14 20:39:56 UTC
Permalink
Post by Peter Veith
In den Westmedien wurde das "kommunistische Abkürzl BRD" erst seit 1989
offiziell zulässig
Es war in Medien immer zulässig, nur haben es die meisten vermieden. Die
SED benutzte ja bewusst die Abkürzungen, um den Begriff „Deutschland“ aus
dem Bewusstsein zu tilgen und den Alleinvertretungsanspruch der BRD
sprachlich zu bekämpfen. Das wollte die große Mehrheit der Westdeutschen
nicht unterstützen. Denen klang dieses ganze KDVR, UdSSR, CSSR usw typisch
kommunistisch, also unsympathisch und wenig erstrebenswert. Wer will schon
gerne in dieser Reihe stehen? „Dä-dä-ärr, unser Vaterland!“. Wollte keiner,
war unsexy.

In Schulatlanten der 60er stand noch BRD, zugleich waren die Ostgebiete als
„zzt unter polnischer/sowjetischer Verwaltung“ eingezeichnet mit
gestrichelter Grenze. Nach dem Grundlagenvertrag dann korrekte
Staatsgrenzen, dafür ohne die BRD-Akü.

Der DDR-freundliche Teil der Linken sagte immer BRD, mit abwertendem
Unterton. Was die Konservativen umso mehr ärgerte. Klar, wer will schon
abwertend benannt werden?
Peter Veith
2020-12-14 21:04:35 UTC
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Post by Markus Ermert
Post by Peter Veith
In den Westmedien wurde das "kommunistische Abkürzl BRD" erst seit 1989
offiziell zulässig
Es war in Medien immer zulässig,
Das kannst Du natürlich wie immer gut mit Literatur- und sonstigen
Angaben belegen und / oder verlinken, Danke.
Post by Markus Ermert
nur haben es die meisten vermieden.
Dammich, in der Propaganda nie variieren, wußte der Führer schon. Es
heißt nicht "vermieden", sondern: "In der westdeutschen Pressespache hat
es sich eingebürgert, fast völlig auf das Kürzel BRD zu verzichten."
.... _eingebürgert_ !

Veith
--
Non forum sed vitae discimus
http://ddr-luftwaffe.blogspot.com
Peter Veith
2020-12-14 21:17:38 UTC
Permalink
Post by Peter Veith
Post by Markus Ermert
Post by Peter Veith
In den Westmedien wurde das "kommunistische Abkürzl BRD" erst seit 1989
offiziell zulässig
Es war in Medien immer zulässig,
Das kannst Du natürlich wie immer gut mit Literatur- und sonstigen
Angaben belegen und / oder verlinken, Danke.
Sehe eben, selbst der Stammtisch hat zwischenzeitlich was dazu
aufgeschrieben:
https://de.wikipedia.org/wiki/BRD

Und den Artikel gibt es nun auch online:
https://ids-pub.bsz-bw.de/files/6463/Hellmann_Das_kommunistische_Kuerzel_BRD_1997.pdf

Werde hier mal bei Gelegenheit stöbern:
https://ids-pub.bsz-bw.de/files/1687/Marzahn_Der_Deutschlandbegriff_der_DDR_1979.pdf

Und der Erlaß ist auch wieder Online:
https://www.schulrecht-sh.com/texte/b/brd.htm

Veith
--
Non forum sed vitae discimus
http://ddr-luftwaffe.blogspot.com
Markus Ermert
2020-12-14 21:21:42 UTC
Permalink
Post by Peter Veith
Post by Markus Ermert
Post by Peter Veith
In den Westmedien wurde das "kommunistische Abkürzl BRD" erst seit 1989
offiziell zulässig
Es war in Medien immer zulässig,
Das kannst Du natürlich wie immer gut mit Literatur- und sonstigen
Angaben belegen und / oder verlinken, Danke.
Ich kenne es aus eigener Erfahrung, verbringe aber anders als Du nicht
Stunden mit dem Ergoogeln von Links, die Zweifel an meinem Gegenüber nähren
könnten.

Wie so oft verkennst Du, dass in der BRD Regeln und Gebräuche anders als in
der SED-Diktatur wirkten. Es konnte etwas von der Regierung unerwünscht und
in manchen Bereichen verboten sein und trotzdem zugleich problemlos getan
werden, wenn man es denn wollte. Pluralismus, Parallelität,
Mulitkulturalismus, Liberalität und Bürgersinn sind halt Fremdworte im
SED-Universum.
wolfgang sch
2020-12-15 06:03:22 UTC
Permalink
Post by Markus Ermert
Wie so oft verkennst Du, dass in der BRD Regeln und Gebräuche anders
als in der SED-Diktatur wirkten. Es konnte etwas von der Regierung
unerwünscht und in manchen Bereichen verboten sein und trotzdem
zugleich problemlos getan werden, wenn man es denn wollte.
Ich begrüße deine Verwendung des Präteritums.
--
Emerging from below past Nollendorfplatz
http://www.wschwanke.de/ http://www.fotos-aus-der-luft.de/
usenet_20031215 (AT) wschwanke (DOT) de
wolfgang sch
2020-12-15 06:02:04 UTC
Permalink
Post by Peter Veith
Post by Markus Ermert
Es war in Medien immer zulässig,
Das kannst Du natürlich wie immer gut mit Literatur- und sonstigen
Angaben belegen und / oder verlinken, Danke.
https://taz.de/Gesamtdeutsche-Unentspanntheit/!1846810/
(Artikel von 1988)

In den Hausblättern der DKP, SEW usw natürlich sowieso.
--
Emerging from below past Nollendorfplatz
http://www.wschwanke.de/ http://www.fotos-aus-der-luft.de/
usenet_20031215 (AT) wschwanke (DOT) de
René Marquardt
2020-12-14 23:11:34 UTC
Permalink
Post by Markus Ermert
Post by Peter Veith
In den Westmedien wurde das "kommunistische Abkürzl BRD" erst seit 1989
offiziell zulässig
Es war in Medien immer zulässig, nur haben es die meisten vermieden. Die
SED benutzte ja bewusst die Abkürzungen, um den Begriff „Deutschland“ aus
dem Bewusstsein zu tilgen
Weswegen ihr Zentralorgan auch das "Neue Deutschland" benamst war.
Markus Ermert
2020-12-14 23:36:01 UTC
Permalink
Post by René Marquardt
Post by Markus Ermert
Post by Peter Veith
In den Westmedien wurde das "kommunistische Abkürzl BRD" erst seit 1989
offiziell zulässig
Es war in Medien immer zulässig, nur haben es die meisten vermieden. Die
SED benutzte ja bewusst die Abkürzungen, um den Begriff „Deutschland“ aus
dem Bewusstsein zu tilgen
Weswegen ihr Zentralorgan auch das "Neue Deutschland" benamst war.
... und damit nochmal welchen Teil des Deutschlands meinte? Ähem.
Wolf gang P u f f e
2020-12-14 22:05:07 UTC
Permalink
Post by Peter Veith
Post by F.K.Siebert
Post by Peter Veith
Es gab und es gibt Sprachregelungen für und bei der Presse, im
Öffentlichen Bereich (Schulen!) sogar in Form von ministeriellen Erlassen
... und da muß sich der Beschäftigte schon dran halten.
Das ist Unsinn!
Nun ja, vom allgemeinen Gelächter hast Du gelesen. Für Deine
In den Westmedien wurde das "kommunistische Abkürzl BRD" erst seit 1989
* "Das Wortungeheuer BRD - Unverhofftes Glück im Staatsexamen"
Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 23.3.1989, S. 16
* "Wilhelm Grewe hat nicht den Begriff 'BRD' eingeführt"
Seltsames Preisausschreiben einer Gesellschaft für deutsche Sprache, Die
Welt vom 2.9.1989, S. 2
Beide sind von Prof. Dr. Dr. h.c. Friedrich-Christian Schroeder, Uni
* "Bezeichnungen für 'Deutschland' in den Zeiten der 'Wende'" von Ute
Röding-Lange
Besonders hat mir im letzteren Aufsatz folgender Satz gefallen: "In der
westdeutschen Pressespache hat es sich eingebürgert, fast völlig auf das
Kürzel BRD zu verzichten." .... _eingebürgert_ :)
Interessant ist, daß die "Einbürgerung" des Verzichts wohl ein
verordneter Verzicht war. So sei zwischen 1949 bis 1952 "BRD" sowohl
eine gebräuchliche bürokratische und lexikongraphische Abkürzung
gewesen. Bereits 1963 hat sich jedoch der Bundesverteidigungsminister
dagegen gewandt und 1974 die "Regierungschefs von Bund und Länder".
"Aus diesem Anlaß weise ich nochmals ausdrücklich darauf hin, daß die
Regierungschefs des Bundes und der Länder es für wünschenswert halten,
daß im amtlichen Sprachgebrauch keine Abkürzungen, sondern die nach dem
Grundgesetz volle Bezeichnung "Bundesrepublik Deutschland" verwendet
wird." RdErl. vom 4. Oktober 1976, NBl. KM. Schl.-H. S. 274,
http://www.schulrecht-sh.de/texte/b/brd.htm [offline]
Ob die entsprechenden Verwaltungserlasse inzwischen offiziell aufgehoben
sind, entzieht sich meiner Kenntnis. Noch heute ist in der
BRD-Verwaltung das Kürzel jedoch unzulässig.
BTW Die DDR hieß jedenfalls "Soffjettzone", "SBZ", "Zone" und für
Intellektuelle "Nullum". Erst mit dem Grundlagenvertrag lockerte sich
das... und BILD strich "bereits" 1989 die Gänsefüßchen. Schließlich war
die BRD lt. BVerfG mit dem Deutschen Reich identisch, lediglich in
seiner territorialen Ausdehnung teilidentisch :-D
Veith
Vielleicht für Dich auch interessant, da Du so recherchiert hast:
https://www.blaetter.de/ausgabe/1991/september/sprachregelung-deutschland-altneu

Hier werden so Begriffe wie DDR, ehemalige DDR, BRD, Deutschland ...usw.
für den Sprachgebrauch nach 1990 geregelt/empfohlen.

W.
Peter Veith
2020-12-15 05:26:04 UTC
Permalink
Post by Wolf gang P u f f e
https://www.blaetter.de/ausgabe/1991/september/sprachregelung-deutschland-altneu
Danke! Kannte ich noch nicht.
Post by Wolf gang P u f f e
Hier werden so Begriffe wie DDR, ehemalige DDR, BRD, Deutschland ...usw.
für den Sprachgebrauch nach 1990 geregelt/empfohlen.
Hübsch: "Bezüglich der für bestimmte Texte erforderlichen dreibuchstabigen
Abkürzungen besteht *kein Anlaß mehr* , ein Kürzel wie BRD (FRG, RFA)
abzulehnen, da sie nach dem Untergang der DDR als Staat und der Herstellung
der Einheit Deutschlands ideologische Gehalte nicht mehr transportieren
und den Fortbestand Deutschlands in Frage zu stellen nicht mehr geeignet sind.

Der Nichtgebrauch des Kürzels BRD ist damit nur noch eine Frage des guten
eschmacks angesichts der jahrelangen ideologischen Behaftetheit im
*separatistischen* Sinne."

Gemeint ist: "Separatistisch" von "Deutschland", was auch im Verbot der
"Spalterflagge" Ausdruck fand.

Von wem war das nochmal gleich, einer "Arbeitsgruppe des Bundesinnenministerium",
so, so. Aber, was die Regierung / Verwaltung so schreibt ....

Peter
Martin Ebert
2020-12-14 22:11:00 UTC
Permalink
Post by Peter Veith
In den Westmedien wurde das "kommunistische Abkürzl BRD" erst seit 1989
Du quatscht einen Blödsinn, das ist nicht auszuhalten. Du
baust Dir Deine eigene Wirklichkeit und hoffst, dass andere
mitziehen.

Die Sache ist ganz einfach:
Für Westdeutschland gab es nur ein Deutschland, bis auf drei
versprengte West-Kommunisten war das Deutschland, nur der Ost-
teil zu der Zeit kommunistisch reagiert.

Niemand in Westdeutschland hatte irgend einen Grund, sich dem
Sprachdiktat der SED zu unterwerfen - man war Deutschland und
lebte in Deutschland.

Niemend konnte oder kann den Medien vorschreiben, wie man dies
oder das benamst, daran ändern auch keine Politikerreden etwas.

Du willst das nur immer so. Und Du willst das anderen einreden.
Bei Kinkel, als der auf irgend einen Kongress forderte, die
DDR zu delegitimieren, die Kanzlerin als die forderte, die MP-
Wahl in Thüringen rückgängig zu machen und jetzt, dass Sprache
befohlen wurde. Alles grober Unfug: Politiker fordern viel,
wenn der Tag lang ist, das gehört zu deren Geschäft.

Mt
René Marquardt
2020-12-14 23:15:54 UTC
Permalink
Post by Martin Ebert
Post by Peter Veith
In den Westmedien wurde das "kommunistische Abkürzl BRD" erst seit 1989
Du quatscht einen Blödsinn, das ist nicht auszuhalten. Du
baust Dir Deine eigene Wirklichkeit und hoffst, dass andere
mitziehen.
Für Westdeutschland gab es nur ein Deutschland, bis auf drei
versprengte West-Kommunisten war das Deutschland, nur der Ost-
teil zu der Zeit kommunistisch reagiert.
Bzw. der Osten fand im Bewusstsein der juengeren Generationen nicht
statt und war, wenn nicht Westpolen, dann so eine Art kommunistisches
Ostliechtenstein.
Markus Ermert
2020-12-14 23:44:08 UTC
Permalink
Post by René Marquardt
Post by Martin Ebert
Post by Peter Veith
In den Westmedien wurde das "kommunistische Abkürzl BRD" erst seit 1989
Du quatscht einen Blödsinn, das ist nicht auszuhalten. Du
baust Dir Deine eigene Wirklichkeit und hoffst, dass andere
mitziehen.
Für Westdeutschland gab es nur ein Deutschland, bis auf drei
versprengte West-Kommunisten war das Deutschland, nur der Ost-
teil zu der Zeit kommunistisch reagiert.
Bzw. der Osten fand im Bewusstsein der juengeren Generationen nicht
statt und war, wenn nicht Westpolen, dann so eine Art kommunistisches
Ostliechtenstein.
Die DDR war im westdeutschen Bewusstsein viel unbedeutender, als es sich
viele SED-Fans heute selber weismachen. So was wie Systemkonkurrenz oder
-vergleich war für die meisten keine Kategorie. Die diesbezüglichen
Anstrengungen der DDR fand man putzig bis schräg, wenn man sie überhaupt
wahrnahm, etwa im Sport. Es war halt sonnenklar, wer das bessere Los
gezogen hatte, da brauchte es für die meisten keine Propaganda. Das werden
die Veiths dieser Welt nie verstehen, weil sie Bewusstsein nur als von oben
gesteuert bzw steuerbar erfahren haben und diese Diktaturerfahrung einfach
auf eine Nichtdiktatur übertragen.
Peter Veith
2020-12-15 05:19:52 UTC
Permalink
Post by Martin Ebert
Post by Peter Veith
In den Westmedien wurde das "kommunistische Abkürzl BRD" erst seit 1989
offiziell zulässig, mit folgenden Artikeln: (...)
Du quatscht einen Blödsinn, das ist nicht auszuhalten. Du
baust Dir Deine eigene Wirklichkeit und hoffst, dass andere
mitziehen.
Also, die Abkürzung "BRD" war in Westdeutschland durchgängig usus (oder
auch nicht), ohne jede Vorschriften und Reglementierung? Mmmhhh "eigene
Wirklichkeit" und so.
Post by Martin Ebert
Für Westdeutschland gab es nur ein Deutschland,
In den (gewillkürten) Grenzen von 1937, korrekt. Bedauerlicherweise auch
territorial nur teilidentisch, da neben dem Geltungsbereich des Grundgesetzes
und der SBZ, noch rd. 1/3 des Reichsgebietes unter polnischer und russicher
Verwaltung stand.

Ja, so war das. Erst 1990 wurde klammheimlich auf 1/3 von "Deutschland"
verzichtet. Und nicht nur den Vertriebenenverbänden war das aufgefallen.
Post by Martin Ebert
Niemend konnte oder kann den Medien vorschreiben, wie man dies
oder das benamst, daran ändern auch keine Politikerreden etwas.
Du machts Dich lächerlich.
Post by Martin Ebert
Bei Kinkel, als der auf irgend einen Kongress forderte, die
DDR zu delegitimieren, die Kanzlerin als die forderte, die MP-
Wahl in Thüringen rückgängig zu machen und jetzt, dass Sprache
befohlen wurde. Alles grober Unfug: Politiker fordern viel,
wenn der Tag lang ist, das gehört zu deren Geschäft.
Gerald, Du?

Peter
wolfgang sch
2020-12-15 05:58:02 UTC
Permalink
Post by Peter Veith
Interessant ist, daß die "Einbürgerung" des Verzichts wohl ein
verordneter Verzicht war.
Wer sollte das wie verordnen. Es gab ja Publikationen, die "BRD"
schrieben.
Post by Peter Veith
"Aus diesem Anlaß weise ich nochmals ausdrücklich darauf hin, daß die
Regierungschefs des Bundes und der Länder es für wünschenswert halten,
daß im amtlichen Sprachgebrauch keine Abkürzungen, sondern die nach dem
Grundgesetz volle Bezeichnung "Bundesrepublik Deutschland" verwendet
wird."
Ja für den Behördengebrauch, absolut. Aber vorher schriebst du von der
Presse. Die haben überwiegend freiwillig nicht "BRD" geschrieben, aber
manche eben doch.
--
Emerging from below past Nollendorfplatz
http://www.wschwanke.de/ http://www.fotos-aus-der-luft.de/
usenet_20031215 (AT) wschwanke (DOT) de
F.K.Siebert
2020-12-14 13:51:54 UTC
Permalink
Post by Frank Hucklenbroich
Post by Achim Ebeling
Übrigens, die Bundesrepublik Deutschland durfte damals nicht mit "BRD"
abgekürzt werden.
Wenn schon dennschon nur als "BR-Deutschland".
"Durfte nicht" ist sicher übertrieben. In manchen Bereichen, z.B. im Sport,
war das schon üblich.
Es wurde aber in der Presse möglichst vermieden.
Nur von den Springer-Zeitungen.
--
Gruß
F.K.
Frank Hucklenbroich
2020-12-14 15:23:55 UTC
Permalink
Post by F.K.Siebert
Post by Frank Hucklenbroich
Post by Achim Ebeling
Übrigens, die Bundesrepublik Deutschland durfte damals nicht mit "BRD"
abgekürzt werden.
Wenn schon dennschon nur als "BR-Deutschland".
"Durfte nicht" ist sicher übertrieben. In manchen Bereichen, z.B. im Sport,
war das schon üblich.
Es wurde aber in der Presse möglichst vermieden.
Nur von den Springer-Zeitungen.
Die haben ja auch konsequent die DDR in Gänsefüßchen gesetzt. Und bis in
die 70er hinein wohl sogar 'sog. "DDR"' geschrieben.

Grüße,

Frank
Achim Ebeling
2020-12-14 15:40:56 UTC
Permalink
Post by Frank Hucklenbroich
Und bis in
die 70er hinein wohl sogar 'sog. "DDR"' geschrieben.
Wird das heute nicht auch noch so gemacht?
Das mit der "sogenannten DDR".

Also so viel hat sich wahrlich nicht geändert.
--
Bis denne
Achim
Torsten Mueller
2020-12-14 15:47:34 UTC
Permalink
Wird das heute nicht auch noch so gemacht? Das mit der "sogenannten
DDR".
Heute heißt es "ehemalig", meistens falsch verwendet, aber für den
Zuhörer ist klar, da war was, was ist egal, aber das ist jetz nich mehr,
gut so.

Man sagt lustigerweise niemals, auch auf ZDFhistory nicht, "ehemaliges
Großdeutsches Reich", "ehemalige Wehrmacht" oder "ehemalige Waffen-SS".

T.M.
Wolf gang P u f f e
2020-12-14 18:44:10 UTC
Permalink
Post by Torsten Mueller
Man sagt lustigerweise niemals, auch auf ZDFhistory nicht, "ehemaliges
Großdeutsches Reich", "ehemalige Wehrmacht" oder "ehemalige Waffen-SS".
Aber beim Wetterbericht im ZDF war wohl 2007 das letzte mal vom
Deutschen Reich die Rede:
https://www.youtube.com/watch?v=1d_9jDTv_ww
Torsten Mueller
2020-12-14 13:57:12 UTC
Permalink
Post by Frank Hucklenbroich
Post by Achim Ebeling
Übrigens, die Bundesrepublik Deutschland durfte damals nicht mit
"BRD" abgekürzt werden. Wenn schon dennschon nur als
"BR-Deutschland".
"Durfte nicht" ist sicher übertrieben. In manchen Bereichen, z.B. im
Sport, war das schon üblich.
Im Sport (insbesondere wenn er aus der "BRD" kam, beispielsweise bei der
Vierschanzentournee) war "GER" üblich, anläßlich dessen Heinz-Florian
regelmäßig auf die darin innewohnende Unrechtmäßigkeit hingewiesen hat.
Später stand bei Olympia auch "FRG" da.

T.M.
Achim Ebeling
2020-12-14 14:24:22 UTC
Permalink
Post by Frank Hucklenbroich
Post by Achim Ebeling
Übrigens, die Bundesrepublik Deutschland durfte damals nicht mit "BRD"
abgekürzt werden.
Wenn schon dennschon nur als "BR-Deutschland".
"Durfte nicht" ist sicher übertrieben. In manchen Bereichen, z.B. im Sport,
war das schon üblich.
Es wurde aber in der Presse möglichst vermieden.
Hast Recht, Gesetz war es nicht.
Wer es aber machte, stellte sich gegen das System.
Auch gab es eine Zeit, in der man die USA nicht kritisieren durfte.
So wie Heute Israel.
--
Bis denne
Achim
Frank Hucklenbroich
2020-12-14 15:29:19 UTC
Permalink
Post by Achim Ebeling
Post by Frank Hucklenbroich
Post by Achim Ebeling
Übrigens, die Bundesrepublik Deutschland durfte damals nicht mit "BRD"
abgekürzt werden.
Wenn schon dennschon nur als "BR-Deutschland".
"Durfte nicht" ist sicher übertrieben. In manchen Bereichen, z.B. im Sport,
war das schon üblich.
Es wurde aber in der Presse möglichst vermieden.
Hast Recht, Gesetz war es nicht.
Wer es aber machte, stellte sich gegen das System.
Richtig, die Linken verwendeten konsequent "BRD", auch die RAF und deren
Sympathisantenumfeld (die sagten übrigens auch nicht "Err-A-Eff" sondern
"Raff").
Post by Achim Ebeling
Auch gab es eine Zeit, in der man die USA nicht kritisieren durfte.
Das galt aber immer nur für Teile der Gesellschaft. Die ganze
Friedensbewegung und alles was da dran hing hat die USA immer offen
kritisiert, die 68er auch, spätenstens seit dem Vietnamkrieg war das in
vielen Kreisen (Studenten, etc.) fast schon Mainstream.
Post by Achim Ebeling
So wie Heute Israel.
Auch hier kommt es auf die Kreise an, die Linken hatten durchaus offene
Sympathien für die PLO und Arafat (so wurden auf Demos gerne diese karierte
"Pali-Tücher" getragen, was im übertragenen Sinne auch ein Statement gegen
den Staat Israel war).

Grüße,

Frank
Torsten Mueller
2020-12-11 18:04:54 UTC
Permalink
Post by Achim Ebeling
Den hatte ich auch noch im freien Teil Deutschlands in Gebrauch.
Als er den Geist aufgab, konnte ihn hier (im freien Teil Deutschlands)
Äh ... in welchem Teil nochmal?

T.M.
Frank Möller
2020-12-11 18:25:12 UTC
Permalink
Post by Torsten Mueller
Post by Achim Ebeling
Den hatte ich auch noch im freien Teil Deutschlands in Gebrauch.
Als er den Geist aufgab, konnte ihn hier (im freien Teil Deutschlands)
Äh ... in welchem Teil nochmal?
Na, bei dem Typen mit der schwarz-weiß-roten Flagge und dem Adler drauf,
weiß man doch...

--
Tim Loeber
2020-12-13 12:50:20 UTC
Permalink
Post by Achim Ebeling
Post by klaus reile
Ein später
gekaufter Reisewecker von der Grösse einer Streichholzschachtel auch
von Ruhla begleitete mich viele Jahre. So kleine Wecker gab es meines
Wissens im Westen damals nicht.
Wann war das, und was war das für ein Wecker?
Ich hatte einen "Sumatic" von meiner Brigade zum Geburtstag geschenkt
bekommen.
Den hatte ich auch noch im freien Teil Deutschlands in Gebrauch.
Als er den Geist aufgab, konnte ihn hier (im freien Teil Deutschlands)
Oh, ein Reichsbürger!
Achim Ebeling
2020-12-13 13:40:35 UTC
Permalink
Post by Tim Loeber
Oh, ein Reichsbürger!
Aber sonst sagt der Arzt Du darfst alles essen?
Trotzdem solltest Du Dich einmal gründlich untersuchen lassen.
Obenherum!
--
Bis denne
Achim
René Marquardt
2020-12-11 12:43:59 UTC
Permalink
... So kleine Wecker gab es meines
Wissens im Westen damals nicht.
https://hartmut.homelinux.org/Diverses/Reisewecker/Reisewecker.html
klaus reile
2020-12-11 13:03:32 UTC
Permalink
On Fri, 11 Dec 2020 06:43:59 -0600
Post by René Marquardt
... So kleine Wecker gab es meines
Wissens im Westen damals nicht.
https://hartmut.homelinux.org/Diverses/Reisewecker/Reisewecker.html
Boah, und sogar mit Radio. Habe ich aber nie hier gesehen. Jedenfalls
nicht bewusst.

Klaus
--
Natürlich hat jeder eine eigene Meinung. Nur weiss auch jeder,
wo diese eigene Meinung herkommt? (Lisa Fitz)

Glaube wenig. Hinterfrage alles. Denke selbst.
Achim Ebeling
2020-12-11 15:06:55 UTC
Permalink
Post by klaus reile
On Fri, 11 Dec 2020 06:43:59 -0600
Post by René Marquardt
... So kleine Wecker gab es meines
Wissens im Westen damals nicht.
https://hartmut.homelinux.org/Diverses/Reisewecker/Reisewecker.html
Boah, und sogar mit Radio. Habe ich aber nie hier gesehen.
Der war auch nicht von "hier", der kam ja aus dem Westen.

Aber ein Freund hatte damals in den Sechzigern auch ein kleines Radio an
dem eine Uhr angesteckt werden konnte.
Fabrikat, keine Ahnung. Stern Radio?
Jedenfalls war das Teil auch sehr klein.
Hatte es immer mit am Badeteich.
--
Bis denne
Achim
Guido Grohmann
2020-12-11 15:25:00 UTC
Permalink
Post by Achim Ebeling
Aber ein Freund hatte damals in den Sechzigern auch ein kleines Radio an
dem eine Uhr angesteckt werden konnte.
Fabrikat, keine Ahnung. Stern Radio?
Jedenfalls war das Teil auch sehr klein.
Hatte es immer mit am Badeteich.
T100 bis T103, mit der Schaltuhr TZ10. So verdammt klein war das aber
nicht.

Guido
Achim Ebeling
2020-12-11 15:33:52 UTC
Permalink
Post by Guido Grohmann
Post by Achim Ebeling
Aber ein Freund hatte damals in den Sechzigern auch ein kleines Radio
an dem eine Uhr angesteckt werden konnte.
Fabrikat, keine Ahnung. Stern Radio?
Jedenfalls war das Teil auch sehr klein.
Hatte es immer mit am Badeteich.
T100 bis T103, mit der Schaltuhr TZ10. So verdammt klein war das aber
nicht.
Ja gut, die Erinnerung kann trüben.
--
Bis denne
Achim
Martin Ebert
2020-12-11 15:31:15 UTC
Permalink
Post by klaus reile
Eigentlich hatten Uhren aus Ruhla doch einen guten Ruf.
Waaaaas? Belieben zu scherzen?

Was man da so als Uhr oder Wecker kaufen konnte, war
Schrott. Nicht von ungefähr war der Witz, dass Ruhla-
Uhren zwei Steine hätten: Einen zum drunterlegen,
einen zum draufhauen.

Mt
klaus reile
2020-12-11 15:40:08 UTC
Permalink
On Fri, 11 Dec 2020 16:31:15 +0100
Post by Martin Ebert
Post by klaus reile
Eigentlich hatten Uhren aus Ruhla doch einen guten Ruf.
Waaaaas? Belieben zu scherzen?
Was man da so als Uhr oder Wecker kaufen konnte, war
Schrott. Nicht von ungefähr war der Witz, dass Ruhla-
Uhren zwei Steine hätten: Einen zum drunterlegen,
einen zum draufhauen.
Mt
Nach mehr als 50 Jahren wird man ja wohl noch mal einen Witz machen
dürfen, oder ;) Dann war die von mir gekaufte Armbanduhr also die Regel
und nicht die Ausnahme?

Klaus
--
Natürlich hat jeder eine eigene Meinung. Nur weiss auch jeder,
wo diese eigene Meinung herkommt? (Lisa Fitz)

Glaube wenig. Hinterfrage alles. Denke selbst.
Wilhelm Ernst
2020-12-11 16:14:57 UTC
Permalink
Post by klaus reile
Nach mehr als 50 Jahren wird man ja wohl noch mal einen Witz machen
dürfen, oder ;) Dann war die von mir gekaufte Armbanduhr also die Regel
und nicht die Ausnahme?
Nun ja, uns Martin kannst Du nicht immer ernst nehmen, aber den Witz gab
es real.
Die Armbanduhren von Ruhla - und darum gings hier ja - hatten das Werk
Kaliber 24, waren steinlos und wurden ab irgendwann Anfang 70er
vollautomatisch in großer Masse gefertigt. Geringer Preis, große
Variantenvielfalt, normative Laufzeit des Werks 12...24 Monate für die
angegebene Ganggenauigkeit (wimre 1min/12h?). Dann sollte es gewechselt
werden.
Kal.24 war auch im Sumatic verbaut.
Mit anderen Werken von Ruhla (und den daraus gefertigten Uhren) sah das
z.T. ganz anders aus.
Aber als Spitzenprodukt galten die Automatik-Werke aus Glashütte. Meins
läuft heute noch und nach ein paar Tagen Nutzung auch wieder recht
genau.
Willi
--
Wer sich seiner Vergangenheit nicht erinnert, ist dazu verdammt,
sie zu wiederholen.
Jorge Augustín Nicolás Ruiz de Santayana (1863-1952)
Martin Ebert
2020-12-11 17:04:28 UTC
Permalink
Post by Wilhelm Ernst
Die Armbanduhren von Ruhla - und darum gings hier ja - hatten das
Werk Kaliber 24, waren steinlos und wurden ab irgendwann Anfang 70er
vollautomatisch in großer Masse gefertigt.
Und so war dann auch die Qualität.
Post by Wilhelm Ernst
Aber als Spitzenprodukt galten die Automatik-Werke aus Glashütte.
Um die ging es nicht.

Mt
klaus reile
2020-12-11 18:17:58 UTC
Permalink
On Fri, 11 Dec 2020 17:14:57 +0100
Am Fri, 11 Dec 2020 16:40:08 +0100hat klaus reile
Post by klaus reile
Nach mehr als 50 Jahren wird man ja wohl noch mal einen Witz machen
dürfen, oder ;) Dann war die von mir gekaufte Armbanduhr also die
Regel und nicht die Ausnahme?
Nun ja, uns Martin kannst Du nicht immer ernst nehmen, aber den Witz
gab es real.
Die Armbanduhren von Ruhla - und darum gings hier ja - hatten das Werk
Kaliber 24, waren steinlos und wurden ab irgendwann Anfang 70er
vollautomatisch in großer Masse gefertigt. Geringer Preis, große
Variantenvielfalt, normative Laufzeit des Werks 12...24 Monate für die
angegebene Ganggenauigkeit (wimre 1min/12h?). Dann sollte es
gewechselt werden.
Kal.24 war auch im Sumatic verbaut.
Mit anderen Werken von Ruhla (und den daraus gefertigten Uhren) sah
das z.T. ganz anders aus.
Aber als Spitzenprodukt galten die Automatik-Werke aus Glashütte.
Meins läuft heute noch und nach ein paar Tagen Nutzung auch wieder
recht genau.
Willi
Das könnte in etwa hinkommen, mit Anfang der 70er, da muss der Roboter
wohl einen schlechten Tag gehabt haben. Bei der ganzen Charge. Der
Wecker hingegen lief ganz gut.
Zur Jugendweihe bekam ich damals eine russische Armbanduhr. Die lief
sehr gut und auch sehr genau. Wie die hiess weiss ich heute nicht mehr.
Aus meiner Erinnerung das einzige Manko: Sie war nicht sehr
wasserdicht. Also eigentlich überhaupt nicht. War sie aber wieder
trocken, lief sie als wäre nichts gewesen.

Klaus
--
Natürlich hat jeder eine eigene Meinung. Nur weiss auch jeder,
wo diese eigene Meinung herkommt? (Lisa Fitz)

Glaube wenig. Hinterfrage alles. Denke selbst.
René Marquardt
2020-12-11 22:38:56 UTC
Permalink
Post by Wilhelm Ernst
Die Armbanduhren von Ruhla - und darum gings hier ja - hatten das Werk
Kaliber 24, waren steinlos und wurden ab irgendwann Anfang 70er
vollautomatisch in großer Masse gefertigt. Geringer Preis, große
Variantenvielfalt, normative Laufzeit des Werks 12...24 Monate für die
angegebene Ganggenauigkeit (wimre 1min/12h?). Dann sollte es gewechselt
werden.
Siehste, und meine Poljot von 1978 laeuft heute noch.
Frank Nitzschner
2020-12-12 07:34:13 UTC
Permalink
Post by René Marquardt
Siehste, und meine Poljot von 1978 laeuft heute noch.
Etwa auch zur 78'er Jugendweihe bekommen?
Meine schon flache восток tut es seither auch immer noch,
nur ein neues Glas war mal fällig.

Grüsse
Frank
Wolf gang P u f f e
2020-12-12 09:28:32 UTC
Permalink
Post by Frank Nitzschner
Post by René Marquardt
Siehste, und meine Poljot von 1978 laeuft heute noch.
Etwa auch zur 78'er Jugendweihe bekommen?
Meine schon flache восток tut es seither auch immer noch,
nur ein neues Glas war mal fällig.
Zur Juchendweie gabs bei mir eine Q&Q Quarz mit Digitalanzeige.
Als das Westpacket kam war ich grad im Ferienlager an der Ostsee und
konnte es kaum erwarten....
Achim Ebeling
2020-12-12 09:30:46 UTC
Permalink
Post by Wolf gang P u f f e
Post by Frank Nitzschner
Post by René Marquardt
Siehste, und meine Poljot von 1978 laeuft heute noch.
Etwa auch zur 78'er Jugendweihe bekommen?
Meine schon flache восток tut es seither auch immer noch,
nur ein neues Glas war mal fällig.
Zur Juchendweie gabs bei mir eine Q&Q Quarz mit Digitalanzeige.
Als das Westpacket kam war ich grad im Ferienlager an der Ostsee und
konnte es kaum erwarten....
Bei mir gab's ein Buch, "Weltall Erde Mensch".
Und Grußkarten mit Inhalt.
--
Bis denne
Achim
Wolf gang P u f f e
2020-12-12 10:06:19 UTC
Permalink
Post by Achim Ebeling
Post by Wolf gang P u f f e
Post by Frank Nitzschner
Post by René Marquardt
Siehste, und meine Poljot von 1978 laeuft heute noch.
Etwa auch zur 78'er Jugendweihe bekommen?
Meine schon flache восток tut es seither auch immer noch,
nur ein neues Glas war mal fällig.
Zur Juchendweie gabs bei mir eine Q&Q Quarz mit Digitalanzeige.
Als das Westpacket kam war ich grad im Ferienlager an der Ostsee und
konnte es kaum erwarten....
Bei mir gab's ein Buch, "Weltall Erde Mensch".
Und Grußkarten mit Inhalt.
Offiziell, von der Schule gabs zu meiner Zeit "Der Sozialismus, deine Welt".
Achim Ebeling
2020-12-12 10:42:41 UTC
Permalink
Post by Wolf gang P u f f e
Post by Achim Ebeling
Post by Wolf gang P u f f e
Post by Frank Nitzschner
Post by René Marquardt
Siehste, und meine Poljot von 1978 laeuft heute noch.
Etwa auch zur 78'er Jugendweihe bekommen?
Meine schon flache восток tut es seither auch immer noch,
nur ein neues Glas war mal fällig.
Zur Juchendweie gabs bei mir eine Q&Q Quarz mit Digitalanzeige.
Als das Westpacket kam war ich grad im Ferienlager an der Ostsee und
konnte es kaum erwarten....
Bei mir gab's ein Buch, "Weltall Erde Mensch".
Und Grußkarten mit Inhalt.
Offiziell, von der Schule gabs zu meiner Zeit "Der Sozialismus, deine Welt".
Dies Buch kenne ich nicht.
Mein Buch fand ich damals sehr interessant.
--
Bis denne
Achim
René Marquardt
2020-12-12 11:16:25 UTC
Permalink
Post by Achim Ebeling
Post by Wolf gang P u f f e
Post by Achim Ebeling
Post by Wolf gang P u f f e
Post by Frank Nitzschner
Post by René Marquardt
Siehste, und meine Poljot von 1978 laeuft heute noch.
Etwa auch zur 78'er Jugendweihe bekommen?
Meine schon flache восток tut es seither auch immer noch,
nur ein neues Glas war mal fällig.
Zur Juchendweie gabs bei mir eine Q&Q Quarz mit Digitalanzeige.
Als das Westpacket kam war ich grad im Ferienlager an der Ostsee und
konnte es kaum erwarten....
Bei mir gab's ein Buch, "Weltall Erde Mensch".
Und Grußkarten mit Inhalt.
Offiziell, von der Schule gabs zu meiner Zeit "Der Sozialismus, deine Welt".
Dies Buch kenne ich nicht.
Mein Buch fand ich damals sehr interessant.
https://de.wikipedia.org/wiki/Der_Sozialismus,_Deine_Welt
Frank Möller
2020-12-12 11:28:23 UTC
Permalink
Post by René Marquardt
Post by Achim Ebeling
Post by Wolf gang P u f f e
Post by Achim Ebeling
Post by Wolf gang P u f f e
Zur Juchendweie gabs bei mir eine Q&Q Quarz mit Digitalanzeige.
Als das Westpacket kam war ich grad im Ferienlager an der Ostsee und
konnte es kaum erwarten....
Bei mir gab's ein Buch, "Weltall Erde Mensch".
Und Grußkarten mit Inhalt.
Offiziell, von der Schule gabs zu meiner Zeit "Der Sozialismus, deine Welt".
Dies Buch kenne ich nicht.
Mein Buch fand ich damals sehr interessant.
https://de.wikipedia.org/wiki/Der_Sozialismus,_Deine_Welt
Bei uns gab's eine Ausgabe der Verfassung. Die war dann IIRC auch in
StaBüKu dran.

Bevor ich später abgehauen bin, habe ich ausgemistet und u. a. dieses
"Werk" im antiquarischen Bücherankauf vertickt. Die haben mir doch
tatsächlich 1 Mark dafür gezahlt. ;-]

--
Achim Ebeling
2020-12-12 12:09:56 UTC
Permalink
Post by Frank Möller
Bei uns gab's eine Ausgabe der Verfassung. Die war dann IIRC auch in
StaBüKu dran.
Ich behaupte mal, das ich dies Büchlein nie in den Händen gehalten habe.

Ab wann gab es Staatsbürgerkunde?
Ich kann mich daran nicht erinnern, auch in der Berufsschule nicht.

Zwei Ereignisse sind mir erinnerlich.
In der Berufsschule war einmal eine Werbeveranstaltung der NVA, da kam
ein Offizier in unsere Klasse.
Und während des Prager Frühlings war eine "Informationsveranstaltung" in
unserm Betrieb.
Hatte morgens, auf dem Weg zur Arbeit, die Kolonnen in Richtung Süden
fahren sehen.

Ansonsten kann ich mich nicht daran erinnern, in irgendeiner Form
speziell berieselt worden zu sein.
--
Bis denne
Achim
Frank Möller
2020-12-12 14:33:35 UTC
Permalink
Post by Achim Ebeling
Post by Frank Möller
Bei uns gab's eine Ausgabe der Verfassung. Die war dann IIRC auch in
StaBüKu dran.
Ich behaupte mal, das ich dies Büchlein nie in den Händen gehalten habe.
Ab wann gab es Staatsbürgerkunde?
"Zu meiner Zeit" in den 70ern gab es das schon, IIRC ab der 8. Klasse.

Da war dann auch ich mal dran, eine sog. "Presseschau" über die aktuellen
Meldungen der letzten Tage aus verschiedenen Tageszeitungen
zusammenzutragen und "gegenüberzustellen".

Ich kann mich erinnern, daß das einer der ersten Fälle war, bei denen mir
die Gleichschaltung dieser Zeitungen und die Belanglosikeit der überall
gleichen Meldungen bewußt auffiel, sofern die etwas "wichtiger" waren und
über lokalen Kleinstpipifax hinausgingen. Bis weit in den Abend hinein habe
ich über diesen Zeitungen gesessen und krampfhaft irgendwas und irgendwie
zu finden versucht, was bei der Präsentation nicht zwangsläufig vollkommen
langweilig rüberkommen mußte.

Kurz danach war ich nach einem "UTP" auf dem Heimweg und ich weiß heute
noch, wo ich da gerade war und um welche Ecke ich bog, als es mich wie ein
Blitz durchfuhr: "Ich werde in diesem Land sicher nicht alt."

--
Wolf gang P u f f e
2020-12-12 12:18:45 UTC
Permalink
Post by Achim Ebeling
Post by Wolf gang P u f f e
Post by Achim Ebeling
Post by Wolf gang P u f f e
Post by Frank Nitzschner
Post by René Marquardt
Siehste, und meine Poljot von 1978 laeuft heute noch.
Etwa auch zur 78'er Jugendweihe bekommen?
Meine schon flache восток tut es seither auch immer noch,
nur ein neues Glas war mal fällig.
Zur Juchendweie gabs bei mir eine Q&Q Quarz mit Digitalanzeige.
Als das Westpacket kam war ich grad im Ferienlager an der Ostsee und
konnte es kaum erwarten....
Bei mir gab's ein Buch, "Weltall Erde Mensch".
Und Grußkarten mit Inhalt.
Offiziell, von der Schule gabs zu meiner Zeit "Der Sozialismus, deine Welt".
Dies Buch kenne ich nicht.
Mein Buch fand ich damals sehr interessant.
"Interessant" war in der Zeit das Buch "Denkst Du schon an Liebe?" :-)
Torsten Mueller
2020-12-12 15:48:38 UTC
Permalink
Post by Wolf gang P u f f e
Post by Achim Ebeling
Dies Buch kenne ich nicht.
Mein Buch fand ich damals sehr interessant.
"Interessant" war in der Zeit das Buch "Denkst Du schon an Liebe?" :-)
Schweineigel elende!

T.M.

P.S.: Der Unterzeichnete muß sich heute noch darüber befremden, daß sein
Banknachbar, welcher ziemlich durchtrieben usw., die Prakikantin, die
nichtsahnend bei uns eine Biologiestunde zum Thema "Mikroskopieren" gab,
zu uns an den Platz rief. Irgendetwas stimme bei uns nicht, ob sie mal
schauen könnte. Sie trat dann von vorn an unsere Bank heran, jedesmal
wieder, um durch unser Mikroskop zu schauen, das eben selbiger Lümmel
extra so präpariert hatte, daß man praktisch nur Müll sehen konnte. Sie
beugte sich dann vor, äugte durch das Okular und sah, daß sie nichts
sah, allerdings sahen er und ich in dem Moment ein ganz neues Universum.
Sie begann dann, an dem Mikroskop herumzuhantieren, eine ganze Zeitlang,
immer konzentriert das Auge am Okular. Ich muß sagen, ich habe diese
Praktikantinnen immer gemocht.
Wolf gang P u f f e
2020-12-12 17:27:02 UTC
Permalink
Post by Torsten Mueller
Post by Wolf gang P u f f e
Post by Achim Ebeling
Dies Buch kenne ich nicht.
Mein Buch fand ich damals sehr interessant.
"Interessant" war in der Zeit das Buch "Denkst Du schon an Liebe?" :-)
Schweineigel elende!
T.M.
P.S.: Der Unterzeichnete muß sich heute noch darüber befremden, daß sein
Banknachbar, welcher ziemlich durchtrieben usw., die Prakikantin, die
nichtsahnend bei uns eine Biologiestunde zum Thema "Mikroskopieren" gab,
zu uns an den Platz rief. Irgendetwas stimme bei uns nicht, ob sie mal
schauen könnte. Sie trat dann von vorn an unsere Bank heran, jedesmal
wieder, um durch unser Mikroskop zu schauen, das eben selbiger Lümmel
extra so präpariert hatte, daß man praktisch nur Müll sehen konnte. Sie
beugte sich dann vor, äugte durch das Okular und sah, daß sie nichts
sah, allerdings sahen er und ich in dem Moment ein ganz neues Universum.
Sie begann dann, an dem Mikroskop herumzuhantieren, eine ganze Zeitlang,
immer konzentriert das Auge am Okular. Ich muß sagen, ich habe diese
Praktikantinnen immer gemocht.
"Irgendetwas stimme bei uns nicht..." :-)
René Marquardt
2020-12-12 10:45:12 UTC
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Post by Frank Nitzschner
Post by René Marquardt
Siehste, und meine Poljot von 1978 laeuft heute noch.
Etwa auch zur 78'er Jugendweihe bekommen?
Nein, die hat sich der Opa zu Weihnachten gewuenscht und in der ersten
Januar-Woche ist er gestorben. Wir erinnern uns, Katastrophenwinter 78/79.
Wolf gang P u f f e
2020-12-12 12:22:11 UTC
Permalink
Post by René Marquardt
Post by Frank Nitzschner
Post by René Marquardt
Siehste, und meine Poljot von 1978 laeuft heute noch.
Etwa auch zur 78'er Jugendweihe bekommen?
Nein, die hat sich der Opa zu Weihnachten gewuenscht und in der ersten
Januar-Woche ist er gestorben. Wir erinnern uns, Katastrophenwinter 78/79.
So auch hier, ... gestorben. Mir erinnerlich, Anfang Januar 79
verzögerten sich die Bestattungen wegen argen Bodenfrost.
Frank Möller
2020-12-11 17:34:11 UTC
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Post by klaus reile
Post by Martin Ebert
Was man da so als Uhr oder Wecker kaufen konnte, war
Schrott. Nicht von ungefähr war der Witz, dass Ruhla-
Uhren zwei Steine hätten: Einen zum drunterlegen,
einen zum draufhauen.
Nach mehr als 50 Jahren wird man ja wohl noch mal einen Witz machen
dürfen, oder ;) Dann war die von mir gekaufte Armbanduhr also die Regel
und nicht die Ausnahme?
Sicher nicht, siehe auch news:***@m-id.net.gr.vu vom
4.12., 16:55 Uhr.

Bei Weckern und Uhren dieser Größe (etwa Schachuhren) war das ein bißchen
anders. Da konnten z. B. starke Federn für die Unruhen verbaut werden, die
die Fertigungsungenauigkeiten etwas ausgleichen konnten.

--
René Marquardt
2020-12-11 22:37:40 UTC
Permalink
Post by klaus reile
Nach mehr als 50 Jahren wird man ja wohl noch mal einen Witz machen
dürfen, oder ;) Dann war die von mir gekaufte Armbanduhr also die Regel
und nicht die Ausnahme?
Ruhla Uhren: gehen nach, wie vor!
Ruhla Uhren, wasserdicht! Rein gehts Wasser, aber raus nicht!
Ruhle Uhren, mit den zwei Steinen: einen zum drauflegen, einen zum
draufhauen.
Chr. Maercker
2020-12-14 16:40:24 UTC
Permalink
Post by klaus reile
Nach mehr als 50 Jahren wird man ja wohl noch mal einen Witz machen
dürfen, oder ;) Dann war die von mir gekaufte Armbanduhr also die Regel
und nicht die Ausnahme?
Möglich. Relativ gut liefen die billigen Taschenuhren. Die kosteten
WIMRE 10,- oder 20,- M. Die Ganggenauigkeit entsprach dem, was man von
mechanischen Uhren erwarten kann, kaputt gegangen sind sie so schnell
nicht. Heutiges Elektronik-Gedöns macht schneller den Abflug,
--
CU Chr. Maercker.
klaus reile
2020-12-14 19:01:39 UTC
Permalink
Am Mon, 14 Dec 2020 17:40:24 +0100
Post by Chr. Maercker
Post by klaus reile
Nach mehr als 50 Jahren wird man ja wohl noch mal einen Witz machen
dürfen, oder ;) Dann war die von mir gekaufte Armbanduhr also die
Regel und nicht die Ausnahme?
Möglich. Relativ gut liefen die billigen Taschenuhren. Die kosteten
WIMRE 10,- oder 20,- M. Die Ganggenauigkeit entsprach dem, was man von
mechanischen Uhren erwarten kann, kaputt gegangen sind sie so schnell
nicht. Heutiges Elektronik-Gedöns macht schneller den Abflug,
Noch einen Satz für alle Fans:
Um die 1980 schenkte mir meine Frau eine Omega Speedmaster. Die billige
Uhr aus Ruhla war nicht schlechter als die teure aus der Schweiz. Ich
habe die Uhr mindestens 3x ins Werk eingeschickt. Für den Preis der
Reparaturen hätte ich etwa 5-8 neue Seikos bekommen. Die Omega liegt
seit 35 Jahren im Schrank. Die Seiko trage ich noch heute.
Den Rang der schlechtesten jemals gekauften Uhren: Platz 1 Omega, Platz
2 Ruhla, Platz 3 die russische Militäruhr. Wobei die Omega und die
Russenuhr bis heute gehen. Zwar nie richtig, aber immerhin. Eine
Anmerkung zur Russenuhr: Sowjetische Bekannte erzählten mir damals (als
ich die Uhr schon gekauft hatte), die Uhren, die nicht im Laden verkauft
werden, werden in aller Regel von Angestellten der Fabrik in Teilen nach
draussen geschleppt, zusammengebaut und dann verscherbelt.

Klaus
--
Natürlich hat jeder eine eigene Meinung. Nur weiss auch jeder,
wo diese eigene Meinung herkommt? (Lisa Fitz)

Glaube wenig. Hinterfrage alles. Denke selbst.
René Marquardt
2020-12-14 23:18:28 UTC
Permalink
Post by klaus reile
Um die 1980 schenkte mir meine Frau eine Omega Speedmaster. Die billige
Uhr aus Ruhla war nicht schlechter als die teure aus der Schweiz. Ich
habe die Uhr mindestens 3x ins Werk eingeschickt. Für den Preis der
Reparaturen hätte ich etwa 5-8 neue Seikos bekommen. Die Omega liegt
seit 35 Jahren im Schrank. Die Seiko trage ich noch heute.
Den Rang der schlechtesten jemals gekauften Uhren: Platz 1 Omega, Platz
2 Ruhla, Platz 3 die russische Militäruhr. Wobei die Omega und die
Russenuhr bis heute gehen. Zwar nie richtig, aber immerhin. Eine
Anmerkung zur Russenuhr: Sowjetische Bekannte erzählten mir damals (als
ich die Uhr schon gekauft hatte), die Uhren, die nicht im Laden verkauft
werden, werden in aller Regel von Angestellten der Fabrik in Teilen nach
draussen geschleppt, zusammengebaut und dann verscherbelt.
Ich schicke dir gerne meine wunderbare Seiko 5 zu, wenn du mir dir
greusliche Omega ueberlassen willst.
René Marquardt
2020-12-14 23:18:41 UTC
Permalink
Post by klaus reile
Um die 1980 schenkte mir meine Frau eine Omega Speedmaster. Die billige
Uhr aus Ruhla war nicht schlechter als die teure aus der Schweiz. Ich
habe die Uhr mindestens 3x ins Werk eingeschickt. Für den Preis der
Reparaturen hätte ich etwa 5-8 neue Seikos bekommen. Die Omega liegt
seit 35 Jahren im Schrank. Die Seiko trage ich noch heute.
Den Rang der schlechtesten jemals gekauften Uhren: Platz 1 Omega, Platz
2 Ruhla, Platz 3 die russische Militäruhr. Wobei die Omega und die
Russenuhr bis heute gehen. Zwar nie richtig, aber immerhin. Eine
Anmerkung zur Russenuhr: Sowjetische Bekannte erzählten mir damals (als
ich die Uhr schon gekauft hatte), die Uhren, die nicht im Laden verkauft
werden, werden in aller Regel von Angestellten der Fabrik in Teilen nach
draussen geschleppt, zusammengebaut und dann verscherbelt.
Ich schicke dir gerne meine wunderbare Seiko 5 zu, wenn du mir dir
greusliche Omega ueberlassen willst.
Torsten Mueller
2020-12-11 18:10:39 UTC
Permalink
Einen zum drunterlegen, einen zum draufhauen.
Das Lustige ist ja, daß es tatsächlich Ruhla-Kaliber mit nur zwei
Steinen gab. - Ehrlich, die hätte man eigentlich auch noch usw.

T.M.
Torsten Mueller
2020-12-11 18:02:06 UTC
Permalink
Post by klaus reile
Eigentlich hatten Uhren aus Ruhla doch einen guten Ruf.
Hatten sie? Du meinst Ruhla-Uhren, die schnellsten Uhren der Welt?

T.M.
klaus reile
2020-12-11 18:40:24 UTC
Permalink
On Fri, 11 Dec 2020 19:02:06 +0100
Post by Torsten Mueller
Post by klaus reile
Eigentlich hatten Uhren aus Ruhla doch einen guten Ruf.
Hatten sie? Du meinst Ruhla-Uhren, die schnellsten Uhren der Welt?
T.M.
Die schnellsten kann nicht. Die habe ich in der Sowjetunion gekauft. In
einer Woche schaffte die es locker sich selbst zu überholen. Eine sehr
schön aussehende Marineuhr. Navigieren würde ich mit dem Dingen aber
nicht. Wie gesagt, sieht aber gut aus.

Klaus
--
Natürlich hat jeder eine eigene Meinung. Nur weiss auch jeder,
wo diese eigene Meinung herkommt? (Lisa Fitz)

Glaube wenig. Hinterfrage alles. Denke selbst.
Licht und Liebe
2020-12-14 21:31:18 UTC
Permalink
Post by klaus reile
Zu dem hiesigen thread über Casio-Uhren fällt mir ein: Ich war noch
nicht lange im Westen und kaufte aus nostalgischen Gründen bei Quelle
oder Neckermann eine Uhr aus Ruhla. Die sah gut aus, ging aber nur
einen Tag. Man tauschte mir die Uhr anstandslos um. Gegen eine, die es
auch nicht viel länger tat. Dann gab man mir den Kaufpreis zurück.
Eigentlich hatten Uhren aus Ruhla doch einen guten Ruf.
Einfach: Auch Quartz-Uhren aus Ruhla mußte man jeden Tag aufziehen.

Lili
--
Ruhla-Uhr'n sind wasserdicht,
rein kann's Wasser,
raus kann's nicht!
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