Discussion:
Ungarische Lehrer in der BRD in den 70ern
(zu alt für eine Antwort)
Frank Hucklenbroich
2018-06-15 20:44:23 UTC
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Hallo,

das Thema hat jetzt nicht direkt mit der DDR zu tun, aber vielleicht weiß
ja trozdem hier jemand etwas zu den Hintergründen.

Als ich Kind war, besuchte ich eine katholische Grundschule in Köln - das
muss man sich jetzt nicht als sehr kirchlich geprägt vorstellen, es wurden
vielleicht mal Weihnachtslieder gesungen und das Martinsfest gefeiert,
ansonsten war das eine ganz normale Schule.

Wir hatten da um das Jahr 1978 ein ungarisches Lehrerpäärchen, die uns im
Musikunterricht unterrichtet haben, wir haben da ungarische Volkslieder auf
deutsch gesungen. Das waren keine offiziellen Lehrer, sondern sowas wie
Gastlehrer, unsere offizielle Musiklehrerin war immer dabei.

Nun frage ich mich, wie die damals an eine westdeutsche Schule kamen. Waren
das irgendwie Dissidenten oder Flüchtlinge, oder durften ungarische Lehrer
hochoffiziell im Westen unterrichen?

Es waren defintiv keine Ungarn, die schon länger in Deutschland lebten. Es
wurde uns zumindest erzählt, daß die für eine zeitlang aus Ungarn nach
Deutschland kommen würden, um an deutschen Schulen zu unterrichten. Gab es
solche Programme?

Vielleicht weiß ja jemand etwas darüber, würde mich doch sehr
interessieren. Ein paar der Lieder kenne ich noch.

Grüße,

Frank
wolfgang sch
2018-06-16 09:01:34 UTC
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Post by Frank Hucklenbroich
Nun frage ich mich, wie die damals an eine westdeutsche Schule kamen.
Waren das irgendwie Dissidenten oder Flüchtlinge, oder durften
ungarische Lehrer hochoffiziell im Westen unterrichen?
Dazu kann ich nichts sagen, aber allgemein die Info dass nicht alle
Ostblock-Staaten Westreisen so restriktiv handhabten wie die DDR.
Polen, CSSR und Ungarn erlaubten ihren Bürgern begrenzte Möglichkeiten
zum Besuch westlicher Länder.
--
Currently listening:


http://www.wschwanke.de/ http://www.fotos-aus-der-luft.de/

usenet_20031215 (AT) wschwanke (DOT) de
Torsten Mueller
2018-06-16 09:20:48 UTC
Permalink
Post by wolfgang sch
Post by Frank Hucklenbroich
Nun frage ich mich, wie die damals an eine westdeutsche Schule kamen.
Waren das irgendwie Dissidenten oder Flüchtlinge, oder durften
ungarische Lehrer hochoffiziell im Westen unterrichen?
Dazu kann ich nichts sagen, aber allgemein die Info dass nicht alle
Ostblock-Staaten Westreisen so restriktiv handhabten wie die DDR.
Polen, CSSR und Ungarn erlaubten ihren Bürgern begrenzte Möglichkeiten
zum Besuch westlicher Länder.
Die meisten Ungarn werden in den 50er Jahren über Österreich oder
Jugoslawien in den Westen gekommen sein. Hier in CH gibt es eine ganze
Reihe ungarischer Namen, nun schon in der zweiten Generation, und wenn
man danach fragt, geht es immer in diese Richtung. Ja, der Vater,
damals, 56 usw.

T.M.
Florian Ritter
2018-06-16 19:02:30 UTC
Permalink
Post by wolfgang sch
Post by Frank Hucklenbroich
Nun frage ich mich, wie die damals an eine westdeutsche Schule kamen.
Waren das irgendwie Dissidenten oder Flüchtlinge, oder durften
ungarische Lehrer hochoffiziell im Westen unterrichen?
Vielleicht unterrichteten sie Kinder von Mitarbeiter der
ungarischen Botschaft in Bonn.
Post by wolfgang sch
Dazu kann ich nichts sagen, aber allgemein die Info dass nicht alle
Die Fürstin Tatjana Metternich (aus einem russischen Fürstenhaus
stammend) leitete im Winter 56/57 im Auftrage des Roten Kreuzes
eine Auffangstelle für ungarische Flüchtlinge am Neusiedler See.
Und ja, die Schweiz hat damals viel von denen aufgenommen.
Mein Onkel Harry Pross, bei dem der früher in dieser Gruppe
beigetragen habende Gerald Endress an der FUB studiert hatte,
war einem Ruf nach St. Gallen gefolgt und hatte dort einen
ungarischen Studenten, dessen Eltern szt. geflüchtet waren,
der weniger durch Studienleistungen von sich reden machte als
vielmehr durch Schwierigkeiten mit der Judikative in Form
der Polizei - FR
Bernd Ullrich
2018-06-16 20:28:11 UTC
Permalink
Am 16.06.2018 um 21:02 schrieb Florian Ritter:
[...]
Post by Florian Ritter
machte als
vielmehr durch Schwierigkeiten mit der Judikative in Form
der Polizei - FR
Die Polizei war ein Teil der Judikative dort?

BU
Peter Veith
2018-06-16 20:34:02 UTC
Permalink
Post by Bernd Ullrich
Post by Florian Ritter
vielmehr durch Schwierigkeiten mit der Judikative in Form
der Polizei - FR
Die Polizei war ein Teil der Judikative dort?
Judge Dredd, logo.

Veith
--
Lieber Reich ins Heim, als heim ins Reich!
http://ddr-luftwaffe.blogspot.com
Bernd Ullrich
2018-06-16 21:49:58 UTC
Permalink
Post by Peter Veith
Post by Bernd Ullrich
Post by Florian Ritter
vielmehr durch Schwierigkeiten mit der Judikative in Form
der Polizei - FR
Die Polizei war ein Teil der Judikative dort?
Judge Dredd, logo.
Veith
https://www.innsalzach24.de/innsalzach/region-burghausen/burghausen-ort481637/todesschuesse-burghausen-sich-staatsanwaltschaft-entschieden-5913453.html

Logo...

BU
René Marquardt
2018-06-17 01:02:07 UTC
Permalink
Post by Bernd Ullrich
Post by Peter Veith
Post by Bernd Ullrich
Post by Florian Ritter
vielmehr durch Schwierigkeiten mit der Judikative in Form
der Polizei - FR
Die Polizei war ein Teil der Judikative dort?
Judge Dredd, logo.
Veith
https://www.innsalzach24.de/innsalzach/region-burghausen/burghausen-ort481637/todesschuesse-burghausen-sich-staatsanwaltschaft-entschieden-5913453.html
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BU
Zeigt sehr schön, daß die Fraaaaaage, ob man dem Täter nicht
hätte in die Beine schießen können, komplett albern ist.
Bernd Ullrich
2018-06-17 06:24:42 UTC
Permalink
Post by René Marquardt
Post by Bernd Ullrich
Post by Peter Veith
Post by Bernd Ullrich
Post by Florian Ritter
vielmehr durch Schwierigkeiten mit der Judikative in Form
der Polizei - FR
Die Polizei war ein Teil der Judikative dort?
Judge Dredd, logo.
Veith
https://www.innsalzach24.de/innsalzach/region-burghausen/burghausen-ort481637/todesschuesse-burghausen-sich-staatsanwaltschaft-entschieden-5913453.html
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BU
---------------------------
Post by René Marquardt
Zeigt sehr schön, daß die Fraaaaaage, ob man dem Täter nicht
hätte in die Beine schießen können, komplett albern ist.
Ganz falsch, wenn festgestellt wurde dass das "Auf der Flucht im
Wohngebiet erschiessen" legal ist nichts albernes dabei.

BU
Peter Veith
2018-06-17 08:37:17 UTC
Permalink
Post by Bernd Ullrich
Post by René Marquardt
Post by Bernd Ullrich
https://www.innsalzach24.de/innsalzach/region-burghausen/burghausen-ort481637/todesschuesse-burghausen-sich-staatsanwaltschaft-entschieden-5913453.html
Schön, verständliche Darstellung des Rechts der Polizei zum
Schußwaffengebrauch.
Post by Bernd Ullrich
Post by René Marquardt
Zeigt sehr schön, daß die Fraaaaaage, ob man dem Täter nicht
hätte in die Beine schießen können, komplett albern ist.
Ganz falsch, wenn festgestellt wurde dass das "Auf der Flucht im
Wohngebiet erschiessen" legal ist nichts albernes dabei.
Es handelt sich um einen Erlaubnistatbestand, d.h. der Polizist hätte
auch nicht schießen *müssen*

Ich habe bei dem Sachvortrag gestutzt, daß der Polizist - nach Versuch
einer Verfolgung, d.h. naheliegend körperlich ausgepumpt und mit
zittriger Hand, - in einem Wohngebiet in der Nähe von Kindern geschossen
hat.

Da war es schon "Glück", daß nur der Flüchtenden in den Rücken^^^^Genick
getroffen wurde.

Merke allerdings:

Der straflose Schußwaffengebrauch auf Grundlage eines
Erlaubnistatbestandes gilt nur für Uniformträger eines Rechtsstaates!
Sofern sich ggf. Jahrzehnte später die gesellschaftlichen Verhältnisse
ändern, könnte der Fall wieder aufgerollt und ganz anders beurteilt /
verurteilt werden.

Veith
--
"Der Westen hat, und das ist ein so alter Trick, die Moral eingeführt,
um über Politik nicht reden zu müssen." (ronald m. schernikau)
http://www.DDR-LUFTWAFFE.de
René Marquardt
2018-06-17 12:45:33 UTC
Permalink
Post by Peter Veith
Post by Bernd Ullrich
Post by René Marquardt
Post by Bernd Ullrich
https://www.innsalzach24.de/innsalzach/region-burghausen/burghausen-ort481637/todesschuesse-burghausen-sich-staatsanwaltschaft-entschieden-5913453.html
Schön, verständliche Darstellung des Rechts der Polizei zum
Schußwaffengebrauch.
Post by Bernd Ullrich
Post by René Marquardt
Zeigt sehr schön, daß die Fraaaaaage, ob man dem Täter nicht
hätte in die Beine schießen können, komplett albern ist.
Ganz falsch, wenn festgestellt wurde dass das "Auf der Flucht im
Wohngebiet erschiessen" legal ist nichts albernes dabei.
Es handelt sich um einen Erlaubnistatbestand, d.h. der Polizist hätte
auch nicht schießen *müssen*
Ich habe bei dem Sachvortrag gestutzt, daß der Polizist - nach Versuch
einer Verfolgung, d.h. naheliegend körperlich ausgepumpt und mit
zittriger Hand, - in einem Wohngebiet in der Nähe von Kindern geschossen
hat.
Da war es schon "Glück", daß nur der Flüchtenden in den Rücken^^^^Genick
getroffen wurde.
Der straflose Schußwaffengebrauch auf Grundlage eines
Erlaubnistatbestandes gilt nur für Uniformträger eines Rechtsstaates!
Sofern sich ggf. Jahrzehnte später die gesellschaftlichen Verhältnisse
ändern, könnte der Fall wieder aufgerollt und ganz anders beurteilt /
verurteilt werden.
Ich meinte dies von der Praktikabilität her, nicht vom moralischen
oder legalen Standpunkt.

Auf einen unbewaffneten Flüchtigen zu schießen, im
Wohngebiet, Kinder als Zeugen anwesend, Zielen angeblich auf
die Beine, die viel kleiner sind und sich schneller bewegen als
der Torso, der einfacher zu treffen ist weil er größer und sich
langsamer bewegt, dann logischerweise die Beine nicht treffen, etc...
das ist schon krass, von allen drei Gesichtspunkten her.

(Aber ein Versuch einer Verfolgung lässt selbst mich nicht
"körperlich ausgepumpt und mit zittriger Hand") ;)
Peter Veith
2018-06-17 13:11:22 UTC
Permalink
Ich meinte dies von der Praktikabilität her, ...
ok,
... Zielen angeblich auf die Beine, ...
Das sit so vorgeschrieben und es wäre töricht, etwas anderes zu
behaupten. Praktisch wird er etwas "nach Unten" gezielt haben.
Dummerweise scheint genau das (i.V. mit nach Oben verreißen) dem
Flüchtenden das Leben gekostet zu haben. Ich hätte hier eher eine
Verletzung durch einen Querschläger erwartet.
die viel kleiner sind und sich schneller bewegen als der Torso, der
einfacher zu treffen ist weil er größer und sich langsamer bewegt,
dann logischerweise die Beine nicht treffen, etc...
"... bis ihn der Schuss aus einer Entfernung von 6,5 bis 10,2 Metern
traf." Auf ein bewegliches Ziel, aus der Entfernung und mit der Pistole
geschossen ... es ist purer Zufall, daß er (sofern kein Kunstschütze)
überhaupt etwas traf und zum Glück keinen Unbeteiligten.

In der Realität (abseits von Filmen und Romanen) ist der Einsatz einer
Pistole / Revolver etwas für den Nahkampf: Etwa 1 Meter vor der
Reichweite (des Messers, Schlägers, der Fäuste) des Gegners.

Ich habe jährlich nur 3 Schuß auf die Klappziele in der NVA geschossen
und es hieß regelmäßig so schön: "Drei Warnschüsse, ein gezielter Wurf".
Ein nächtlicher Zufallstreffer brachte mir die Schützenschnur.

MPi aus der liegenden Position (ebenfalls nur auf ein stillstehendes
Ziel) ist etwas anderes, (nur) hier ergab sich bei kurzen Feuerstößen
eine relativ hohe Treffergenauigkeit.

Veith
--
Dem Frieden verpflichtet:
http://www.DDR-Luftwaffe.de
René Marquardt
2018-06-17 13:37:25 UTC
Permalink
Post by Peter Veith
Ich meinte dies von der Praktikabilität her, ...
ok,
... Zielen angeblich auf die Beine, ...
Das sit so vorgeschrieben und es wäre töricht, etwas anderes zu
behaupten.
Was die deutschen Polizeivorschriften sind, entzieht sich meiner Kenntnis.
Hier schießt man auf den Torso (center of mass).
Post by Peter Veith
Praktisch wird er etwas "nach Unten" gezielt haben.
Dummerweise scheint genau das (i.V. mit nach Oben verreißen) dem
Flüchtenden das Leben gekostet zu haben. Ich hätte hier eher eine
Verletzung durch einen Querschläger erwartet.
Man schießt hier auf den Torso, weil der einfacher zu treffen ist,
und Geschosse, mit denen man sein Ziel verfehlt, nicht einfach
verschwinden, sondern weiterfliegen.
Post by Peter Veith
die viel kleiner sind und sich schneller bewegen als der Torso, der
einfacher zu treffen ist weil er größer und sich langsamer bewegt,
dann logischerweise die Beine nicht treffen, etc...
"... bis ihn der Schuss aus einer Entfernung von 6,5 bis 10,2 Metern
traf." Auf ein bewegliches Ziel, aus der Entfernung und mit der Pistole
geschossen ... es ist purer Zufall, daß er (sofern kein Kunstschütze)
überhaupt etwas traf
Na ja, auf bewegliche Ziele zu schießen ist sooooo kompliziert nicht.
Übe ich fast wöchentlich und ich bin wirklich kein Kunstschütze wie
Rob Munden oder Ed McGivern. Aber mit ner ollen Makarow aus Suhl
fliegende Tontauben erledigen, kein wirkliches Problem: vier
Volltreffer, zwei angeknabberte und zwei verfehlt.
Post by Peter Veith
und zum Glück keinen Unbeteiligten.
Stimmt.
Post by Peter Veith
Ich habe jährlich nur 3 Schuß auf die Klappziele in der NVA geschossen
und es hieß regelmäßig so schön: "Drei Warnschüsse, ein gezielter Wurf".
Ein nächtlicher Zufallstreffer brachte mir die Schützenschnur.
Hörte man oft, als es noch die Wehrpflicht gab, von Bundeswehrsoldaten
über die P1. Dabei ist meine über 75 Jahre alte P.38 eine meiner
genausten Pistolen, nur übertroffen von meinem brandneuen 1911.
Peter Veith
2018-06-17 14:13:38 UTC
Permalink
Post by René Marquardt
Post by Peter Veith
... Zielen angeblich auf die Beine, ...
Das sit so vorgeschrieben und es wäre töricht, etwas anderes zu
behaupten.
Was die deutschen Polizeivorschriften sind, entzieht sich meiner Kenntnis.
Hier schießt man auf den Torso (center of mass).
Mmmhh, Du hast natürlich Recht. In der BRD relativ unterschiedlich und
undeutlich je nach Bundesland geregelt.

In Brandenburg ist z.B. geregelt: "Schußwaffen dürfen gegen Personen nur
gebraucht werden, um angriffs- oder fluchtunfähig zu machen." § 65 Abs.
2 Satz 1 BbgPolG als Ausfluß des Verhältnismäßigkeitsprinzips.

Da impliziert den aus DDR-Zeiten bekannten "Schuß in die unteren
Extremitäten", muß es aber nicht.

Im hier relevanten Baden Württemberg heißt es lediglich: "...Ein Schuß,
der mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit tödlich wirken wird,
ist nur zulässig, wenn ..." § 54 Abs. 2 PolG.

Wie dies praktisch trainiert wird, weiß ich nicht.
Post by René Marquardt
Post by Peter Veith
"... bis ihn der Schuss aus einer Entfernung von 6,5 bis 10,2 Metern
traf." Auf ein bewegliches Ziel, aus der Entfernung und mit der Pistole
geschossen ... es ist purer Zufall, daß er (sofern kein Kunstschütze)
überhaupt etwas traf
Na ja, auf bewegliche Ziele zu schießen ist sooooo kompliziert nicht.
Übe ich fast wöchentlich und ich bin wirklich kein Kunstschütze ...
Zweifellos auch eine Frage des Trainings. Angeblich sollen (normale)
Bundespolizisten mind. 10x im Jahr mit je 15 Schuß üben, in
NRW-Polizisten dagegen nur 4x im Jahr. In anderen Bundesländern sogar
nur 2x ...

... im Anwendungsfall zu wenig. Andererseits sollen - je Einwohner - in
den USA auch ca. 20x mehr Menschen von Polizisten erschossen werden.
Post by René Marquardt
Post by Peter Veith
Ich habe jährlich nur 3 Schuß auf die Klappziele in der NVA geschossen
und es hieß regelmäßig so schön: "Drei Warnschüsse, ein gezielter Wurf".
Ein nächtlicher Zufallstreffer brachte mir die Schützenschnur.
Hörte man oft, als es noch die Wehrpflicht gab, von Bundeswehrsoldaten
über die P1. Dabei ist meine über 75 Jahre alte P.38 eine meiner
genausten Pistolen, nur übertroffen von meinem brandneuen 1911.
Ich meine nicht, daß das vorrangig an der Waffe lag, sondern eher am
(mangelnden) Training. Mein Anwendungsfall wäre sowieso "nur"
Selbstverteidigung gewesen resp. im E-Fall ein Argumentationsverstärker,
um an eine MPi zu gelangen ;)

Veith
--
Strukturen, Bilder & Geschichte(n) der LSK/LV
http://www.DDR-LUFTWAFFE.de
Frank Hucklenbroich
2018-06-18 12:23:05 UTC
Permalink
Post by Peter Veith
Ich meine nicht, daß das vorrangig an der Waffe lag, sondern eher am
(mangelnden) Training. Mein Anwendungsfall wäre sowieso "nur"
Selbstverteidigung gewesen resp. im E-Fall ein Argumentationsverstärker,
um an eine MPi zu gelangen ;)
Hieß das im DDR-Sprachgebrauch "E-Fall"? Im Westen gab es nur den "V-Fall",
und Google meint, E-Fall wäre in der Organisation Gehlen der übliche
Sprachgebrauch gewesen.

Grüße,

Frank
Veith
2018-06-19 07:25:57 UTC
Permalink
Post by Frank Hucklenbroich
Mein Anwendungsfall wäre sowieso "nur" Selbstverteidigung gewesen resp.
im E-Fall ein Argumentationsverstärker, um an eine MPi zu gelangen ;)
Hieß das im DDR-Sprachgebrauch "E-Fall"?
Meistens, in meinem Sprachgebrauch nur, vgl.:
http://www.ddr-wissen.de/wiki/ddr.pl?Verteidigungsfall

Es finden sich Online auch MfS-Dokumente, die diesen Begriff verwenden.
Post by Frank Hucklenbroich
Im Westen gab es nur den "V-Fall",
Der größte Coup der Propaganda war in dem Zusammenhang, die Kriegsministerien
erfolgreich in Verteidigungsministerien umzubenennen.
Post by Frank Hucklenbroich
und Google meint, E-Fall wäre in der
Organisation Gehlen der übliche Sprachgebrauch gewesen.
Beruht auf Freund Wikipedia und dort können oder besser wohl wollen die
Fachleute ihre eigenen Quellen nicht richtig lesen. Verlinkt ist diese Aussage:
https://de.wikipedia.org/wiki/Verteidigungsfall_%28Deutschland%29#cite_note-2

Welche wiederum verweis auf:
http://www.uhk-bnd.de/wp-content/uploads/2013/05/UHK-BND_Bd3_online.pdf#page=17

Dort heißt es in Fn 25: "E-Fall, Abkürzung für *Emergency-Fall* , also Notfall,
gemeint ist der Verteidigungs- bzw. Kriegsfall."

Das heißt, der Generalmajor der Wehrmacht und Generalleutnants der Reserve der
Bundeswehr Reinhard Gehlen hat in dem BND-Vorläufer lediglich die Sprache
seinen neuen Herren "Emergency-Fall" abgekürzt als "E-Fall" verwendet. Wie das
bei seinen alten Herren war?

Ein Zusammenhang mit dem Gebrauch "E-Fall" in der DDR ist hier ausgeschlossen.

Pe" DDR-Luftwaffe.de "ter
g.kuehne
2018-06-22 08:18:21 UTC
Permalink
Post by Veith
Ein Zusammenhang mit dem Gebrauch "E-Fall" in der DDR ist hier
ausgeschloss=

Muss ich wieder sprechen.
Das E Fall bei BEPO und auch Kampfgruppen kommt aus dem Simplen
Muttersprachlichen Deutsch.
Einfach: Ernstfall abgekürzt.
;)
Ja und das war meiner Zeits der übliche Begriff.
--
ohne
Erwin Penn
2018-06-22 08:44:32 UTC
Permalink
Post by g.kuehne
Muss ich wieder sprechen.
Du meinst sicherlich: "muss ich widersprechen"?
--
Grüße Erwin
gunter Kühne
2018-06-22 09:12:37 UTC
Permalink
Post by Erwin Penn
Post by g.kuehne
Muss ich wieder sprechen.
Du meinst sicherlich: "muss ich widersprechen"?
Kam vom Tablett.
Ist diktiert.
Bitte bei Google beschweren.
Und was hattest du zum Thema beizutragen???
GK
Veith
2018-06-22 09:18:42 UTC
Permalink
Post by gunter Kühne
Post by Erwin Penn
Post by g.kuehne
Muss ich wieder sprechen.
Du meinst sicherlich: "muss ich widersprechen"?
Kam vom Tablett.
Du hast doch "wieder gesprochen", ok besser: "wieder geschrieben"!

Und freut mich, wieder etwas von Dir zu hör^^^lesen :)

Pe" DDR-Luftwaffe.de "ter
Erwin Penn
2018-06-22 09:39:55 UTC
Permalink
Post by gunter Kühne
Post by Erwin Penn
Post by g.kuehne
Muss ich wieder sprechen.
Du meinst sicherlich: "muss ich widersprechen"?
Kam vom Tablett.
Ist diktiert.
Bitte bei Google beschweren.
Und was hattest du zum Thema beizutragen???
GK
Falsche Grammatik tut weh.
--
Grüße Erwin
gunter Kühne
2018-06-22 10:09:49 UTC
Permalink
Post by Erwin Penn
Post by gunter Kühne
Post by Erwin Penn
Post by g.kuehne
Muss ich wieder sprechen.
Du meinst sicherlich: "muss ich widersprechen"?
Kam vom Tablett.
Ist diktiert.
Bitte bei Google beschweren.
Und was hattest du zum Thema beizutragen???
GK
Falsche Grammatik tut weh.
Es gibt keine falsche Grammatik.
Aber Thema verfehlt, setzten 5.
Erwin Penn
2018-06-22 11:45:25 UTC
Permalink
Post by gunter Kühne
Post by Erwin Penn
Post by gunter Kühne
Post by Erwin Penn
Post by g.kuehne
Muss ich wieder sprechen.
Du meinst sicherlich: "muss ich widersprechen"?
Kam vom Tablett.
Ist diktiert.
Bitte bei Google beschweren.
Und was hattest du zum Thema beizutragen???
GK
Falsche Grammatik tut weh.
Es gibt keine falsche Grammatik.
Aber Thema verfehlt, setzten 5.
......na gut, dann "Deine Grammatik tut weh"

lass mir doch endlich dass Letzte Wort. 😜
--
Grüße Erwin
Torsten Mueller
2018-06-22 12:16:05 UTC
Permalink
Post by Erwin Penn
Post by gunter Kühne
Post by Erwin Penn
Post by gunter Kühne
Post by Erwin Penn
Du meinst sicherlich: "muss ich widersprechen"?
Kam vom Tablett.
Ist diktiert.
Bitte bei Google beschweren.
Und was hattest du zum Thema beizutragen???
GK
Falsche Grammatik tut weh.
Es gibt keine falsche Grammatik.
Aber Thema verfehlt, setzten 5.
......na gut, dann "Deine Grammatik tut weh"
lass mir doch endlich dass Letzte Wort. 😜
^^^
Wsnds?

Laß gut sein. Es ist erwiesenermaßen sinnlos. Der sich selbst egale
Mensch erlaubt keine Diskussion, es ist ihm komplett egal.

Selbstverständlich ist nicht das Problem schuld an der Misere, sondern
daß es als solches erkannt wird. Gib Dir gefälligst mehr Mühe beim
Lesen, damit eben das nicht passiert!

Oder beschwere Dich halt bei Google, denn da sitzen die wirklich
Verantwortlichen.

Es ist alles gesagt.

T.M.
Wolf gang P u f f e
2018-06-23 16:01:00 UTC
Permalink
Post by gunter Kühne
Post by Erwin Penn
Post by gunter Kühne
Post by Erwin Penn
Post by g.kuehne
Muss ich wieder sprechen.
Du meinst sicherlich: "muss ich widersprechen"?
Kam vom Tablett.
Ist diktiert.
Bitte bei Google beschweren.
Und was hattest du zum Thema beizutragen???
GK
Falsche Grammatik tut weh.
Es gibt keine falsche Grammatik.
Aber Thema verfehlt, setzten 5.
Also zu DDR-Zeiten wurde immer erst die 5 angesagt, dann folgte erst das
Kommando setzen.
Das kannste glauben, ich weiß das ganz genau! ;-)

W.
Gunter Kühne
2018-06-23 19:28:38 UTC
Permalink
Post by Wolf gang P u f f e
Post by gunter Kühne
Post by Erwin Penn
Post by gunter Kühne
Post by Erwin Penn
Post by g.kuehne
Muss ich wieder sprechen.
Du meinst sicherlich: "muss ich widersprechen"?
Kam vom Tablett.
Ist diktiert.
Bitte bei Google beschweren.
Und was hattest du zum Thema beizutragen???
GK
Falsche Grammatik tut weh.
Es gibt keine falsche Grammatik.
  Aber Thema verfehlt, setzten 5.
Also zu DDR-Zeiten wurde immer erst die 5 angesagt, dann folgte erst das
Kommando setzen.
Das kannste glauben, ich weiß das ganz genau! ;-)
W.
So so
Naja kam bei mir selten vor ;)

Veith
2018-06-22 09:16:14 UTC
Permalink
Post by g.kuehne
Das E Fall bei BEPO und auch Kampfgruppen kommt aus dem Simplen
Muttersprachlichen Deutsch.
Einfach: Ernstfall abgekürzt.
Völlig korrekt, in der NVA nicht anders.

Ändern nichts an:
- wurde auch in offziellen Dokumenten verwendet und
- Herr Gehlen leitete es - lt. o.g. Quelle - von "Emergency-Fall" ab.

Die Organisation Gehlen verwandte somit einem US-Ausdruck. Was auf das
Unterstellungsverhältnis hinweist oder eine E-Fall - Identität, sofern bereits
in der Wehrmacht benutzt (3. Reich - Fachleute vor!)?
Post by g.kuehne
Ja und das war meiner Zeits der übliche Begriff.
Pe" DDR-Luftwaffe.de "ter
Martin Ebert
2018-06-22 16:42:00 UTC
Permalink
Post by Veith
Die Organisation Gehlen verwandte somit einem US-Ausdruck. Was auf das
Unterstellungsverhältnis hinweist oder eine E-Fall - Identität, sofern bereits
in der Wehrmacht benutzt (3. Reich - Fachleute vor!)?
Interessante Frage, die wohl mal in desd zu erörtern wäre.

Im Dritten Reich waren Tarnbegriffe häufig einbuchstabig:
C-Stoff, N-Stoff, S-III.

In der DDR wurde der Truppenübungsplatz TÜP angekürzt.
In der BRD wurde selbiger zu TrÜbPl.

Die Frage wäre, ob damit bewusst abgegrenzt wurde.

Mt
Uwe Schickedanz
2018-06-22 16:59:54 UTC
Permalink
Post by Martin Ebert
Post by Veith
Die Organisation Gehlen verwandte somit einem US-Ausdruck. Was auf das
Unterstellungsverhältnis hinweist oder eine E-Fall - Identität, sofern bereits
in der Wehrmacht benutzt (3. Reich - Fachleute vor!)?
Interessante Frage, die wohl mal in desd zu erörtern wäre.
C-Stoff, N-Stoff, S-III.
In der DDR wurde der Truppenübungsplatz TÜP angekürzt.
In der BRD wurde selbiger zu TrÜbPl.
Die Frage wäre, ob damit bewusst abgegrenzt wurde.
Sei einfach froh, daß es nicht Polygon hieß.


Gruß Uwe
--
"Freiheit nur für die Anhänger der Regierung, nur für Mitglieder
einer Partei - mögen sie noch so zahlreich sein - ist keine Freiheit.
Freiheit ist immer nur Freiheit des anders Denkenden."
=== http://www.sicherheitslampe.de ===
Peter Veith
2018-06-23 10:49:43 UTC
Permalink
Post by Martin Ebert
In der DDR wurde der Truppenübungsplatz TÜP angekürzt.
In der BRD wurde selbiger zu TrÜbPl.
Die Frage wäre, ob damit bewusst abgegrenzt wurde.
Lt. Wikipedia zudem:
Österreich "TÜPl" ... und "GÜPl" = Garnisonsübungsplatz

Im 3. Reich wohl:
"Tr.Üb.Pl"

Erstes Fazit:
Unterschiedliche Abkürzungen eher Zufall, d.h. keine bewußte Abgrenzung,
s.a.:

"UvD"

Links:
https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_milit%C3%A4rischer_Abk%C3%BCrzungen
http://www.heinrich-schwenker.italodito.it/dateien/pdf10033.pdf

Veith
--
Dem Frieden verpflichtet:
http://www.DDR-Luftwaffe.de
Gunter Kühne
2018-06-23 10:38:38 UTC
Permalink
Post by Veith
Post by g.kuehne
Das E Fall bei BEPO und auch Kampfgruppen kommt aus dem Simplen
Muttersprachlichen Deutsch.
Einfach: Ernstfall abgekürzt.
Völlig korrekt, in der NVA nicht anders.
- wurde auch in offziellen Dokumenten verwendet und
- Herr Gehlen leitete es - lt. o.g. Quelle - von "Emergency-Fall" ab.
Die Organisation Gehlen verwandte somit einem US-Ausdruck. Was auf das
Unterstellungsverhältnis hinweist oder eine E-Fall - Identität, sofern bereits
in der Wehrmacht benutzt (3. Reich - Fachleute vor!)?
Post by g.kuehne
Ja und das war meiner Zeit der übliche Begriff.
Pe" DDR-Luftwaffe.de "ter
Übrigens noch mal ne Ergänzung dazu.
ich spreche ja von mir :) Also MDI
Da gabs den Begriff sogar in einigen DV s und Anweisungen.
Dort ausgeschrieben als Einsatzfall.
( Z.B. in paar alten Dokumenten von Ligau-Augustusbad zum B-Zug-
Erläuterung für Nichteingeweite, da war die Dienstanfängerschule des MDI
bis ca. 198x, B-Zug=Bereitschaftszug, unterstand dem ODH der jeweiligen
BDVP. Wurde öfter mal angefordert wen Kolja Heimweh hatte. :( )
Peter Veith
2018-06-23 10:58:55 UTC
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Post by Veith
Post by g.kuehne
Das E Fall bei BEPO und auch Kampfgruppen kommt aus dem Simplen
Muttersprachlichen Deutsch.
Einfach: Ernstfall abgekürzt.
Völlig korrekt, in der NVA nicht anders.
.... Also MDI
Da gabs den Begriff sogar in einigen DV s und Anweisungen.
Dort ausgeschrieben als Einsatzfall.
Macht natürlich Sinn, den "Ernstfall" bei der Bullerei ;) als
"Einsatzfall" zu benennen, zumal die Abkürzung "E-Fall" gleich blieb.

Veith
--
Dem Frieden verpflichtet:
http://www.DDR-Luftwaffe.de
Florian Ritter
2018-06-18 12:00:58 UTC
Permalink
Post by René Marquardt
Post by Peter Veith
Ich meinte dies von der Praktikabilität her, ...
... Zielen angeblich auf die Beine, ...
Das sit so vorgeschrieben und es wäre töricht, etwas anderes zu
behaupten.
Was die deutschen Polizeivorschriften sind, entzieht sich meiner Kenntnis.
Hier schießt man auf den Torso (center of mass).
Hinsichtlich des "finalen Rettungsschusses" wurde vom BKA
eine Kommission von Medizinern einberufen und deren Empfehlung,
ich habe es aus erster Hand, lautete: Kopfschuß.
Zum einen ist die Zielperson damit sicher ausgeschaltet,
zum andern hat sie doch einige Überlebenschancen - FR
Frank Hucklenbroich
2018-06-18 12:09:59 UTC
Permalink
Post by Florian Ritter
Post by René Marquardt
Post by Peter Veith
Ich meinte dies von der Praktikabilität her, ...
... Zielen angeblich auf die Beine, ...
Das sit so vorgeschrieben und es wäre töricht, etwas anderes zu
behaupten.
Was die deutschen Polizeivorschriften sind, entzieht sich meiner Kenntnis.
Hier schießt man auf den Torso (center of mass).
Hinsichtlich des "finalen Rettungsschusses" wurde vom BKA
eine Kommission von Medizinern einberufen und deren Empfehlung,
ich habe es aus erster Hand, lautete: Kopfschuß.
Ging es bei "finalen Rettungsschuss" nicht um Geiselnahme-Situationen, bei
denen ein bewaffneter Täter dem Opfer eine Waffe an den Kopf hält? Da gibt
es in der Tat kaum Alternativen. Man will den Täter nicht nur ausschalten,
man will auch verhindert, daß er noch abdrücken kann.
Post by Florian Ritter
Zum einen ist die Zielperson damit sicher ausgeschaltet,
Genau.
Post by Florian Ritter
zum andern hat sie doch einige Überlebenschancen - FR
Bei einem Kopfschuß aus einem Präzisionsgewehr? Eher nicht.

Grüße,

Frank
Florian Ritter
2018-06-19 11:16:37 UTC
Permalink
Post by Frank Hucklenbroich
Post by Florian Ritter
Post by René Marquardt
Was die deutschen Polizeivorschriften sind, entzieht sich meiner Kenntnis.
Hier schießt man auf den Torso (center of mass).
Hinsichtlich des "finalen Rettungsschusses" wurde vom BKA
eine Kommission von Medizinern einberufen und deren Empfehlung,
ich habe es aus erster Hand, lautete: Kopfschuß.
Ging es bei "finalen Rettungsschuss" nicht um Geiselnahme-Situationen, bei
denen ein bewaffneter Täter dem Opfer eine Waffe an den Kopf hält? Da gibt
es in der Tat kaum Alternativen. Man will den Täter nicht nur ausschalten,
man will auch verhindert, daß er noch abdrücken kann.
Und ähnliche Situationen...
Post by Frank Hucklenbroich
Post by Florian Ritter
Zum einen ist die Zielperson damit sicher ausgeschaltet,
Genau.
Post by Florian Ritter
zum andern hat sie doch einige Überlebenschancen.
Bei einem Kopfschuß aus einem Präzisionsgewehr? Eher nicht.
Aber sicher doch - der Nestor der deutschen Neurochirurgie,
Wilh. Tönnis, rettete im II. Kriege unzähligen Soldaten
mit Kopfschuss das Leben durch chirurgischen Eingriff.
Der unbehandelte Kopfschuss ist zu allermeist transportfähig
und so werden solcherart Verwundete aus z.B. Afghanistan
nach Köln-Bonn geflogen, ins Bw-Spital Koblenz gebracht und von einem
mir gut Bekannten chirurgisch behandelt.
Sein erster Kopfschuss war so spektakulär, daß er ihn im
Archiv für Kriminologie publiziert hatte: Einem japan. Studenten
wurde von seiner dito japan. Freundin aus max. 3 m Entf.
mit Pistole Kal. 9 mm ins Jochbein geschossen. Am nächsten
Tag gefunden, ins FU-Klinikum gebracht, operativ behandelt,
konnte er nächsten oder übernächsten Tag bereits mit seinen
Eltern in Japan telefonieren.
Die Täterin wurde Jahre später von Zielfahndern aufgespürt,
auf Hawaii - FR
g.kuehne
2018-06-22 08:12:16 UTC
Permalink
On Mon, 18 Jun 2018 14:09:59 +0200, Frank Hucklenbroich
Post by Frank Hucklenbroich
Bei einem Kopfschuß aus einem Präzisionsgewehr? Eher nicht.
Kommt auf die Munition an.
--
ohne
Bernd Ullrich
2018-06-17 13:58:10 UTC
Permalink
Post by Peter Veith
Post by Bernd Ullrich
Post by René Marquardt
Post by Bernd Ullrich
https://www.innsalzach24.de/innsalzach/region-burghausen/burghausen-ort481637/todesschuesse-burghausen-sich-staatsanwaltschaft-entschieden-5913453.html
Schön, verständliche Darstellung des Rechts der Polizei zum
Schußwaffengebrauch.
Post by Bernd Ullrich
Post by René Marquardt
Zeigt sehr schön, daß die Fraaaaaage, ob man dem Täter nicht
hätte in die Beine schießen können, komplett albern ist.
Ganz falsch, wenn festgestellt wurde dass das "Auf der Flucht im
Wohngebiet erschiessen" legal ist nichts albernes dabei.
Es handelt sich um einen Erlaubnistatbestand, d.h. der Polizist hätte
auch nicht schießen *müssen*
Ich habe bei dem Sachvortrag gestutzt, daß der Polizist - nach Versuch
einer Verfolgung, d.h. naheliegend körperlich ausgepumpt und mit
zittriger Hand, - in einem Wohngebiet in der Nähe von Kindern geschossen
hat.
Da war es schon "Glück", daß nur der Flüchtenden in den Rücken^^^^Genick
getroffen wurde.
------------------------------------
Post by Peter Veith
Der straflose Schußwaffengebrauch auf Grundlage eines
Erlaubnistatbestandes gilt nur für Uniformträger eines Rechtsstaates!
Sofern sich ggf. Jahrzehnte später die gesellschaftlichen Verhältnisse
ändern, könnte der Fall wieder aufgerollt und ganz anders beurteilt /
verurteilt werden.
Veith
Logo.

BU
Sebastian Luettich
2018-06-20 11:09:49 UTC
Permalink
Post by Peter Veith
Post by Bernd Ullrich
Post by Florian Ritter
vielmehr durch Schwierigkeiten mit der Judikative in Form
der Polizei - FR
Die Polizei war ein Teil der Judikative dort?
Judge Dredd, logo.
Der im Übrigen ein Großneffe des Herrn Ritters ist. Mütterlicherseits.


--
Dumm wie Kruppstahl.
Frank Hucklenbroich
2018-06-16 20:56:07 UTC
Permalink
Post by Florian Ritter
Post by wolfgang sch
Post by Frank Hucklenbroich
Nun frage ich mich, wie die damals an eine westdeutsche Schule kamen.
Waren das irgendwie Dissidenten oder Flüchtlinge, oder durften
ungarische Lehrer hochoffiziell im Westen unterrichen?
Vielleicht unterrichteten sie Kinder von Mitarbeiter der
ungarischen Botschaft in Bonn.
Gut möglich. Wir hatten hier in Köln bei uns um die Ecke zwei Hochhäuser
der Sowjetischen Handelmission, das waren wohl KGB-Leute. Die Häuser gibt
es heute noch, und da leben immer noch Russen drin (die in den 90ern
gekommen sind).
Post by Florian Ritter
Post by wolfgang sch
Dazu kann ich nichts sagen, aber allgemein die Info dass nicht alle
Die Fürstin Tatjana Metternich (aus einem russischen Fürstenhaus
stammend) leitete im Winter 56/57 im Auftrage des Roten Kreuzes
eine Auffangstelle für ungarische Flüchtlinge am Neusiedler See.
Und ja, die Schweiz hat damals viel von denen aufgenommen.
Die haben in den 90ern auch viele Ex-Jugoslawen aufgenommen. Die machen
heute wohl den größten Ausländeranteil in der Schweiz aus.
Post by Florian Ritter
Mein Onkel Harry Pross, bei dem der früher in dieser Gruppe
beigetragen habende Gerald Endress an der FUB studiert hatte,
war einem Ruf nach St. Gallen gefolgt und hatte dort einen
ungarischen Studenten, dessen Eltern szt. geflüchtet waren,
der weniger durch Studienleistungen von sich reden machte als
vielmehr durch Schwierigkeiten mit der Judikative in Form
der Polizei - FR
Die habe ich mir in den vergangenen Jahrzehnten zum Glück vom Leibe halten
können. Die "Grenzwachen" haben mir jedoch in Basel so manches Auto
durchsucht. Lustig dann auch die Fahrt vom Berner Oberland nach Ascona, wo
man ein paar Kilometer durch Italien fährt und die haben da multiple
Grenzkontrollen (Polizei, Zoll, Finanzamt, dann wieder schweizer
Grenzwache..., und man weiß nie so recht, wo man anhalten muss).

Grüße,

Frank
Frank Hucklenbroich
2018-06-16 20:46:42 UTC
Permalink
Post by Torsten Mueller
Post by wolfgang sch
Post by Frank Hucklenbroich
Nun frage ich mich, wie die damals an eine westdeutsche Schule kamen.
Waren das irgendwie Dissidenten oder Flüchtlinge, oder durften
ungarische Lehrer hochoffiziell im Westen unterrichen?
Dazu kann ich nichts sagen, aber allgemein die Info dass nicht alle
Ostblock-Staaten Westreisen so restriktiv handhabten wie die DDR.
Polen, CSSR und Ungarn erlaubten ihren Bürgern begrenzte Möglichkeiten
zum Besuch westlicher Länder.
Die meisten Ungarn werden in den 50er Jahren über Österreich oder
Jugoslawien in den Westen gekommen sein.
Das glaube ich in dem Fall nicht, die Lehrer waren um die 30, und sprachen
mit einem recht starken Akzent.
Die lebten sicher noch keine 20 Jahre in der BRD.

Grüße,

Frank
Chr. Maercker
2018-06-16 18:32:15 UTC
Permalink
Post by Frank Hucklenbroich
Wir hatten da um das Jahr 1978 ein ungarisches Lehrerpäärchen, die uns im
Musikunterricht unterrichtet haben, wir haben da ungarische Volkslieder auf
deutsch gesungen. Das waren keine offiziellen Lehrer, sondern sowas wie
Gastlehrer, unsere offizielle Musiklehrerin war immer dabei.
Nun frage ich mich, wie die damals an eine westdeutsche Schule kamen. Waren
das irgendwie Dissidenten oder Flüchtlinge, oder durften ungarische Lehrer
hochoffiziell im Westen unterrichen?
Nein, ungarische Staatsbürger durften im Gegensatz den Insassen der
meisten realsozialistischen Länder in westliche Länder reisen.
Ausgenommen natürlich Jugoslawien.
Post by Frank Hucklenbroich
Es waren defintiv keine Ungarn, die schon länger in Deutschland lebten.
WIMRE bekamen die Ungarn befristete Visa, z.T. für längere Zeiträume.
Post by Frank Hucklenbroich
wurde uns zumindest erzählt, daß die für eine zeitlang aus Ungarn nach
Deutschland kommen würden, um an deutschen Schulen zu unterrichten. Gab es
solche Programme?
In Ungarn lief das meines Wissens nicht über irknwelche partei- oder
regierungsoffizielle Programme. Genaueres zu den Bedingungen für eine
Ausreise ungarischer Staatsbürger habe ich nie erfahren.
--
CU Chr. Maercker.
Florian Ritter
2018-06-23 13:34:56 UTC
Permalink
Post by Chr. Maercker
Post by Frank Hucklenbroich
Nun frage ich mich, wie die damals an eine westdeutsche Schule kamen. Waren
das irgendwie Dissidenten oder Flüchtlinge, oder durften ungarische Lehrer
hochoffiziell im Westen unterrichen?
Nein, ungarische Staatsbürger durften im Gegensatz den Insassen der
meisten realsozialistischen Länder in westliche Länder reisen.
Ich kannte in Budapest einen Donauschwaben, der trieb sich ständig
in Westdtschld. rum und transferierte Computerzeugs nach Ungarn,
davon konnte er gut leben.
Post by Chr. Maercker
Ausgenommen natürlich Jugoslawien.
Wieso nicht nach Südslawien?
Im übrigen gab es an der Grenze einen schwarzen Verkehr - für
100 oder 200 Westmark brachten einen Schlepper durch Weinberge
von Ungarn auf die andere Seite, ich weiß es von einer
Klassenkameradin, die dort studiert hatte und so geflüchtet war - FR
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