Discussion:
Eine sinnvolle Maßnahme
Add Reply
Achim Ebeling
2021-01-11 09:10:40 UTC
Antworten
Permalink
Uwe Brandl, Präsident des Bayerischen Gemeindetags, hält den ab heute
coronabedingt geltenden 15-Kilometer-Bewegungsradius für schwer
kontrollierbar.

Als Alternative schlägt der Abensberger Bürgermeister vor,
Bewegungsprofile aus Handys auszulesen.

Er meint:
"Wir könnten heute Bewegungsprofile aus den Handys auslesen und auf
diese Weise sehr treffsicher feststellen,
wo sich die Menschen aufhalten.
Wir müssen uns halt jetzt entscheiden, was wichtiger ist, der
Gesundheitsschutz oder der Datenschutz."

Mal ganz abgesehen wer das machen soll...
--
Bis denne
Achim
Uwe Schickedanz
2021-01-11 15:29:39 UTC
Antworten
Permalink
Post by Achim Ebeling
Uwe Brandl, Präsident des Bayerischen Gemeindetags, hält den ab heute
coronabedingt geltenden 15-Kilometer-Bewegungsradius für schwer
kontrollierbar.
Als Alternative schlägt der Abensberger Bürgermeister vor,
Bewegungsprofile aus Handys auszulesen.
"Wir könnten heute Bewegungsprofile aus den Handys auslesen und auf
diese Weise sehr treffsicher feststellen,
wo sich die Menschen aufhalten.
Wir müssen uns halt jetzt entscheiden, was wichtiger ist, der
Gesundheitsschutz oder der Datenschutz."
Mal ganz abgesehen wer das machen soll...
Das macht ein Computerprogramm. Alles was du brauchst, ist
Rechenleistung und Serverkapazität sowie etwas Programmieraufwand.


Gruß Uwe
--
Das Dilemma der DDR: 16 Mio. Widerstandskämpfer wurden von
16 Mio. Stasispitzeln überwacht.
=== http://www.sicherheitslampe.de ===
Achim Ebeling
2021-01-11 16:45:24 UTC
Antworten
Permalink
Post by Uwe Schickedanz
Post by Achim Ebeling
Uwe Brandl, Präsident des Bayerischen Gemeindetags, hält den ab heute
coronabedingt geltenden 15-Kilometer-Bewegungsradius für schwer
kontrollierbar.
Als Alternative schlägt der Abensberger Bürgermeister vor,
Bewegungsprofile aus Handys auszulesen.
"Wir könnten heute Bewegungsprofile aus den Handys auslesen und auf
diese Weise sehr treffsicher feststellen,
wo sich die Menschen aufhalten.
Wir müssen uns halt jetzt entscheiden, was wichtiger ist, der
Gesundheitsschutz oder der Datenschutz."
Mal ganz abgesehen wer das machen soll...
Das macht ein Computerprogramm.
Nun, dass das keiner mit Stift, Zirkel, Dreieck und Telefonbuch macht,
ist sogar mir als Ziege klar.
Post by Uwe Schickedanz
Alles was du brauchst,
sind Daten.
Richtig, vom Einwohnermeldeamt und von den Telefongesellschaften.

Und hier wird es schon schwierig alles unter einen Hut zu bekommen.

Noch gibt es da keinen Datenabgleich.
Noch nicht.
Post by Uwe Schickedanz
Rechenleistung und Serverkapazität sowie etwas Programmieraufwand.
Dies sollte das geringere Übel sein, wird ja schon im Kleinen gemacht.
Und funktioniert sehr gut.

Nur eine flächendeckende Überwachung lässt sich damit auch nicht
bewerkstelligen.
Da hat wohl einer nicht bis zum Ende gedacht.
Oder überhaupt nicht darüber nachgedacht was er da von sich gibt.
--
Bis denne
Achim
Arno Welzel
2021-01-15 13:00:23 UTC
Antworten
Permalink
Achim Ebeling:

[Bewegungsprofile von Handys und Smartphones]
Post by Achim Ebeling
Nur eine flächendeckende Überwachung lässt sich damit auch nicht
bewerkstelligen.
Sofern man davon ausgeht, dass nicht jeder Mensch mit Handy oder
Smarpthone unterwegs ist - ja, dann ist das nicht flächendeckend.
Ansonsten wäre es rein technisch grundsätzlich lösbar, auch die
Bewegungsdazen von 100 Mio. Endgeräte zu verfolgen.

Was die Provider ohnehin schon sammeln, hat Malte Spitz von schon vor
vielen Jahren aufgezeigt:

<https://www.zeit.de/datenschutz/malte-spitz-vorratsdaten>
--
Arno Welzel
https://arnowelzel.de
Peter Veith
2021-01-15 13:46:57 UTC
Antworten
Permalink
Post by Arno Welzel
[Bewegungsprofile von Handys und Smartphones]
Post by Achim Ebeling
Nur eine flächendeckende Überwachung lässt sich damit auch nicht
bewerkstelligen.
Sofern man davon ausgeht, dass nicht jeder Mensch mit Handy oder
Smarpthone unterwegs ist - ja, dann ist das nicht flächendeckend.
Ansonsten wäre es rein technisch grundsätzlich lösbar, auch die
Bewegungsdazen von 100 Mio. Endgeräte zu verfolgen.
Was die Provider ohnehin schon sammeln, hat Malte Spitz von schon vor
<https://www.zeit.de/datenschutz/malte-spitz-vorratsdaten>
Eine ziemlich alte Diskussion, oder?!

Mobilfunkdaten kommen – eigentlich logo – vom Statistischen Bundesamt:
https://www.destatis.de/DE/Service/EXDAT/Datensaetze/mobilitaetsindikatoren-mobilfunkdaten.html

Offene Nutzer u.a.:
https://interaktiv.tagesspiegel.de/lab/corona-fast-so-viele-reisen-wie-vor-der-pandemie/

So kann man sich - seit Jahren - eine andere Auswertungsmöglichkeit bei
den „Organen“ auch für die Handys vorstellen:

Überwachung der Flugzeuge (mit aktiven Transponder)
https://www.flightradar24.com

Überwachung der Schiffe (mit aktiven Transponder):
https://www.marinetraffic.com

Die Überwachung für Autos finde ich auf die Schnelle nicht.

Ach ja, die Stasi war ein Waisenknabe dagegen, wir hatten doch nüscht!
HINT
Peter
Wolf gang P u f f e
2021-01-15 19:38:55 UTC
Antworten
Permalink
Post by Peter Veith
Post by Arno Welzel
[Bewegungsprofile von Handys und Smartphones]
Post by Achim Ebeling
Nur eine flächendeckende Überwachung lässt sich damit auch nicht
bewerkstelligen.
Sofern man davon ausgeht, dass nicht jeder Mensch mit Handy oder
Smarpthone unterwegs ist - ja, dann ist das nicht flächendeckend.
Ansonsten wäre es rein technisch grundsätzlich lösbar, auch die
Bewegungsdazen von 100 Mio. Endgeräte zu verfolgen.
Was die Provider ohnehin schon sammeln, hat Malte Spitz von schon vor
<https://www.zeit.de/datenschutz/malte-spitz-vorratsdaten>
Eine ziemlich alte Diskussion, oder?!
https://www.destatis.de/DE/Service/EXDAT/Datensaetze/mobilitaetsindikatoren-mobilfunkdaten.html
https://interaktiv.tagesspiegel.de/lab/corona-fast-so-viele-reisen-wie-vor-der-pandemie/
So kann man sich - seit Jahren - eine andere Auswertungsmöglichkeit bei
Überwachung der Flugzeuge (mit aktiven Transponder)
https://www.flightradar24.com
https://www.marinetraffic.com
Die Überwachung für Autos finde ich auf die Schnelle nicht.
Ach ja, die Stasi war ein Waisenknabe dagegen, wir hatten doch nüscht!
Na aber...
Immerhin hatten wir doch ein mächtiges Mikroelektronikprogramm!
Und das wurde vom MfS überwacht und unterstützt.
Ich will mir nicht ausmahlen, was aus dem MfS geworden wäre, wenn
die Arbeit eher Früchte getragen hätte.
Peter Veith
2021-01-16 08:29:51 UTC
Antworten
Permalink
Post by Wolf gang P u f f e
Post by Peter Veith
Ach ja, die Stasi war ein Waisenknabe dagegen, wir hatten doch nüscht!
Na aber...
Immerhin hatten wir doch ein mächtiges Mikroelektronikprogramm!
Und das wurde vom MfS überwacht und unterstützt.
Ich will mir nicht ausmahlen, was aus dem MfS geworden wäre, wenn
die Arbeit eher Früchte getragen hätte.
Völlig richtig:
Uns hat ein wesentliches Element der Evolution gefehlt: Zeit!

Veith
--
Dem Frieden verpflichtet:
http://www.DDR-Luftwaffe.de
Bernd Ullrich
2021-01-16 10:24:03 UTC
Antworten
Permalink
Post by Peter Veith
Post by Wolf gang P u f f e
Post by Peter Veith
Ach ja, die Stasi war ein Waisenknabe dagegen, wir hatten doch nüscht!
------------------------------------------
Post by Peter Veith
Post by Wolf gang P u f f e
Na aber...
Immerhin hatten wir doch ein mächtiges Mikroelektronikprogramm!
Und das wurde vom MfS überwacht und unterstützt.
Ich will mir nicht ausmahlen, was aus dem MfS geworden wäre, wenn
die Arbeit eher Früchte getragen hätte.
-----------------------------
Post by Peter Veith
Uns hat ein wesentliches Element der Evolution gefehlt: Zeit!
Zeit war genug da, Sie wurde nur nicht genutzt.

BU
Peter Veith
2021-01-16 12:30:21 UTC
Antworten
Permalink
Post by Bernd Ullrich
Post by Peter Veith
Uns hat ein wesentliches Element der Evolution gefehlt: Zeit!
Zeit war genug da, Sie wurde nur nicht genutzt.
Für das, was bis Anfang 1980 erreicht wurde, d'accor. Und das trotz
absolut beschissener Ausgangslage.

Ansonsten schaue Dir mal an, wie langer der Kapitalismus - nebst
politischen Überbau - benötigt hat, sich in D-Land durchzusetzen.
Weltweit gibt es immer noch feudale Strukturen.

Neee, aus Sicht der "Evolution" eine viel zu kurze zeit.

Veith
--
Dem Frieden verpflichtet:
http://www.DDR-Luftwaffe.de
Bernd Ullrich
2021-01-16 12:50:16 UTC
Antworten
Permalink
Post by Peter Veith
Post by Bernd Ullrich
Post by Peter Veith
Uns hat ein wesentliches Element der Evolution gefehlt: Zeit!
Zeit war genug da, Sie wurde nur nicht genutzt.
Für das, was bis Anfang 1980 erreicht wurde, d'accor. Und das trotz
absolut beschissener Ausgangslage.
Ansonsten schaue Dir mal an, wie langer der Kapitalismus - nebst
politischen Überbau - benötigt hat, sich in D-Land durchzusetzen.
Weltweit gibt es immer noch feudale Strukturen.
--------------------------------
Post by Peter Veith
Neee, aus Sicht der "Evolution" eine viel zu kurze zeit.
Veith
Zeit war genug, das Ganze wurde nur nicht knallhart durchgezogen.

Bis 88 war ich in einer Abteilung tätig in der die Chefs praktisch nur
noch damit beschäftigt waren ihre Söhne\Schwanzlutscher als
NSW-Reisekader zu installieren.

Die sollten wenigstens "Richtiges Geld" bekommen.

"Der Pappa hat Verdienste, wieso soll ich noch arbeitem?"

Das war so.

BU
Gunter Kühne
2021-01-16 16:17:54 UTC
Antworten
Permalink
Post by Bernd Ullrich
Post by Peter Veith
Post by Bernd Ullrich
Post by Peter Veith
Uns hat ein wesentliches Element der Evolution gefehlt: Zeit!
Zeit war genug da, Sie wurde nur nicht genutzt.
Für das, was bis Anfang 1980 erreicht wurde, d'accor. Und das trotz
absolut beschissener Ausgangslage.
Ansonsten schaue Dir mal an, wie langer der Kapitalismus - nebst
politischen Überbau - benötigt hat, sich in D-Land durchzusetzen.
Weltweit gibt es immer noch feudale Strukturen.
--------------------------------
Post by Peter Veith
Neee, aus Sicht der "Evolution" eine viel zu kurze zeit.
Veith
Zeit war genug, das Ganze wurde nur nicht knallhart durchgezogen.
Bis 88 war ich in einer Abteilung tätig in der die Chefs praktisch nur
noch damit beschäftigt waren ihre Söhne\Schwanzlutscher  als
NSW-Reisekader zu installieren.
Die sollten wenigstens "Richtiges Geld" bekommen.
"Der Pappa hat Verdienste, wieso soll ich noch arbeitem?"
Das war so.
BU
Das ist aber zum Teil heute noch so.
--
Kleinmut und Stolz, aus diesem Holz
Schuf der Mensch sich am sechsten Tag Gott.
Bernd Ullrich
2021-01-16 16:31:23 UTC
Antworten
Permalink
Post by Gunter Kühne
Post by Bernd Ullrich
Post by Peter Veith
Post by Bernd Ullrich
Post by Peter Veith
Uns hat ein wesentliches Element der Evolution gefehlt: Zeit!
Zeit war genug da, Sie wurde nur nicht genutzt.
Für das, was bis Anfang 1980 erreicht wurde, d'accor. Und das trotz
absolut beschissener Ausgangslage.
Ansonsten schaue Dir mal an, wie langer der Kapitalismus - nebst
politischen Überbau - benötigt hat, sich in D-Land durchzusetzen.
Weltweit gibt es immer noch feudale Strukturen.
--------------------------------
Post by Peter Veith
Neee, aus Sicht der "Evolution" eine viel zu kurze zeit.
Veith
Zeit war genug, das Ganze wurde nur nicht knallhart durchgezogen.
Bis 88 war ich in einer Abteilung tätig in der die Chefs praktisch nur
noch damit beschäftigt waren ihre Söhne\Schwanzlutscher  als
NSW-Reisekader zu installieren.
Die sollten wenigstens "Richtiges Geld" bekommen.
"Der Pappa hat Verdienste, wieso soll ich noch arbeitem?"
Das war so.
BU
Das ist aber zum Teil heute noch so.
Möglich.
Versiffte Sippenwirtschaft gibbetz immer und überall...

BU
Bernd Schwegmann
2021-01-17 19:19:38 UTC
Antworten
Permalink
Post by Peter Veith
Post by Wolf gang P u f f e
Immerhin hatten wir doch ein mächtiges Mikroelektronikprogramm!
Und das wurde vom MfS überwacht und unterstützt.
Ich will mir nicht ausmahlen, was aus dem MfS geworden wäre, wenn
die Arbeit eher Früchte getragen hätte.
Uns hat ein wesentliches Element der Evolution gefehlt: Zeit!
Auch die Jahreszeiten, Frühling, Sommer, Herbst und Winter, sowie Regen
Schnee, Frost, und Nebel sabotierten den Aufbau des Sozismus!
Wenn das doch nur die KLassiker geahnt hätten...

SCNR
BS+

Ronald Konschak
2021-01-16 08:40:12 UTC
Antworten
Permalink
Post by Wolf gang P u f f e
Immerhin hatten wir doch ein mächtiges Mikroelektronikprogramm!
Und das wurde vom MfS überwacht und unterstützt.
Ich will mir nicht ausmahlen, was aus dem MfS geworden wäre, wenn
die Arbeit eher Früchte getragen hätte.
Das MfS selbst hatte es nicht nötig, mit Geräten aus DDR-
Produktion zu arbeiten, und wenn, dann waren die Geräte aus
importierten Teilen gebaut. Eine derart engmaschige
Überwachungs- und Abhörstruktur, wie sie heute existiert,
war in der DDR deshalb nicht vorhanden, weil die dafür
notwendigen Kommunikatonsmittel fehlten. Es gab kein
Mobilfunknetz, Datennetze waren für private Zwecke nicht
zugänglich. Das Telefonnetz der DDR wurde mit 400 Tonband-
geräten überwacht. Mehr war nicht notwendig.

Ronald.
--
Glaub nichts solange es nicht öffentlich bestritten wurde!
Wolf gang P u f f e
2021-01-16 09:33:16 UTC
Antworten
Permalink
Post by Ronald Konschak
Post by Wolf gang P u f f e
Immerhin hatten wir doch ein mächtiges Mikroelektronikprogramm!
Und das wurde vom MfS überwacht und unterstützt.
Ich will mir nicht ausmahlen, was aus dem MfS geworden wäre, wenn
die Arbeit eher Früchte getragen hätte.
Das MfS selbst hatte es nicht nötig, mit Geräten aus DDR-
Produktion zu arbeiten, und wenn, dann waren die Geräte aus
importierten Teilen gebaut. Eine derart engmaschige
Überwachungs- und Abhörstruktur, wie sie heute existiert,
war in der DDR deshalb nicht vorhanden, weil die dafür
notwendigen Kommunikatonsmittel fehlten. Es gab kein
Mobilfunknetz, Datennetze waren für private Zwecke nicht
zugänglich. Das Telefonnetz der DDR wurde mit 400 Tonband-
geräten überwacht. Mehr war nicht notwendig.
Ein Mehr wäre aber immer schön gewesen, auch fürs MfS.
Und die selbst produzierte Technik hätte keine Devisen gekostet.
Hunderte Tonbänder abzuhören, Inhalte zu schreiben und auszuwerten
war extremer Personalaufwand und Zeitverlust.
Heute kann die Spracherkennung die gesprochenen Worte in einem Raume
augenblicklich den Personen zuordnen und in Klartext abspeichern.
Die sich daraus ergebenden einfachen und schnellen Suchmöglichkeiten
sind unvorstellbar.
Und der Hammer ist, die Leute bezahlen und pflegen ihre Wanzen und
Abhörtechnik auch noch selber, sorgen dafür, dass alle Optionen auch
permanent online sind...
Ich glaube, selbst Milke hätte sich damals sowas nicht erträumen können.
Ronald Konschak
2021-01-16 12:06:51 UTC
Antworten
Permalink
Post by Wolf gang P u f f e
Post by Ronald Konschak
Post by Wolf gang P u f f e
Immerhin hatten wir doch ein mächtiges Mikroelektronikprogramm!
Und das wurde vom MfS überwacht und unterstützt.
Ich will mir nicht ausmahlen, was aus dem MfS geworden wäre, wenn
die Arbeit eher Früchte getragen hätte.
Das MfS selbst hatte es nicht nötig, mit Geräten aus DDR-
Produktion zu arbeiten, und wenn, dann waren die Geräte aus
importierten Teilen gebaut. Eine derart engmaschige
Überwachungs- und Abhörstruktur, wie sie heute existiert,
war in der DDR deshalb nicht vorhanden, weil die dafür
notwendigen Kommunikatonsmittel fehlten. Es gab kein
Mobilfunknetz, Datennetze waren für private Zwecke nicht
zugänglich. Das Telefonnetz der DDR wurde mit 400 Tonband-
geräten überwacht. Mehr war nicht notwendig.
Ein Mehr wäre aber immer schön gewesen, auch fürs MfS.
Und die selbst produzierte Technik hätte keine Devisen gekostet.
Sicher hat man das, was mit eigenen Mitteln machbar war, auch
mit eigenen Mitteln gebaut. Das MfS schwamm ja auch nicht im
Geld, schon garnicht im Westgeld. Bekannt ist aber auch, dass
es über Tarnfirmen im NSW jede Menge Spezialtechnik beschaffte.
Wenn nicht da, dann über befreundete Geheimdienste. In dem
Tread "Operation Rubikon" erwähnte ich z.B., dass die
Entschlüsselungsgeräte der Schweizer Firma Crypto AG aus Kuba
kamen. Das dürfte auch den einen oder anderen Dollar gekostet
haben, denn die hatten das Zeug ja auch nicht in Havanna auf'm
Flohmarkt gekauft.

Kurz nach der Wende besuchte ich in Dresden eine Villa an
der Fischhausstraße. (Für Ortsunkundige: 500 m entfernt war die
Bezirksverwaltung des MfS) Die fiel schon äußerlich mit seltsamen
Antennengebilden auf dem Dach auf. Drin gab es Technik vom
feinsten. Allerdings waren EKD 500 und Empfänger 2170 die einzigen
Geräte, die eindeutig als RFT-Geräte erkennbar waren.
Post by Wolf gang P u f f e
Und der Hammer ist, die Leute bezahlen und pflegen ihre Wanzen und
Abhörtechnik auch noch selber, sorgen dafür, dass alle Optionen auch
permanent online sind...
Ich glaube, selbst Milke hätte sich damals sowas nicht erträumen können.
Was sagt uns das? Mit den Mitteln der Täuschung und Verführung
ist mehr zu erreichen als mit der tollsten Abhörtechnik. Man
lässt die Industrie die Infrastruktur schaffen, macht Propaganda
(Hurra! Überall erreichbar! Freiheit! Freiheit! Freiheit!), und
muss dann nur noch hier und da ein Kabel anstecken. Danach können
es sich die Schlapphüte im Bürosessel bequem machen und per
Mausklick jeden Telefonkunden orten und abhören. Nix mehr mit
stundenlang in fremden Wohnungen oder auf Dachböden lauern und
Buletten fressen. Man fürchtet beim BKA schon um die Gesundheit
der Mitarbeiter. Grunddiagnose: Bewegungsmangel.

Ronald.
--
Glaub nichts solange es nicht öffentlich bestritten wurde!
Gunter Kühne
2021-01-16 16:28:18 UTC
Antworten
Permalink
Post by Ronald Konschak
Post by Wolf gang P u f f e
Post by Ronald Konschak
Post by Wolf gang P u f f e
Immerhin hatten wir doch ein mächtiges Mikroelektronikprogramm!
Und das wurde vom MfS überwacht und unterstützt.
Ich will mir nicht ausmahlen, was aus dem MfS geworden wäre, wenn
die Arbeit eher Früchte getragen hätte.
Das MfS selbst hatte es nicht nötig, mit Geräten aus DDR-
Produktion zu arbeiten, und wenn, dann waren die Geräte aus
importierten Teilen gebaut. Eine derart engmaschige
Überwachungs- und Abhörstruktur, wie sie heute existiert,
war in der DDR deshalb nicht vorhanden, weil die dafür
notwendigen Kommunikatonsmittel fehlten. Es gab kein
Mobilfunknetz, Datennetze waren für private Zwecke nicht
zugänglich. Das Telefonnetz der DDR wurde mit 400 Tonband-
geräten überwacht. Mehr war nicht notwendig.
Ein Mehr wäre aber immer schön gewesen, auch fürs MfS.
Und die selbst produzierte Technik hätte keine Devisen gekostet.
Sicher hat man das, was mit eigenen Mitteln machbar war, auch
mit eigenen Mitteln gebaut. Das MfS schwamm ja auch nicht im
Geld, schon garnicht im Westgeld. Bekannt ist aber auch, dass
es über Tarnfirmen im NSW jede Menge Spezialtechnik beschaffte.
Wenn nicht da, dann über befreundete Geheimdienste. In dem
Tread "Operation Rubikon" erwähnte ich z.B., dass die
Entschlüsselungsgeräte der Schweizer Firma Crypto AG aus Kuba
kamen. Das dürfte auch den einen oder anderen Dollar gekostet
haben, denn die hatten das Zeug ja auch nicht in Havanna auf'm
Flohmarkt gekauft.
Kurz nach der Wende besuchte ich in Dresden eine Villa an
der Fischhausstraße. (Für Ortsunkundige: 500 m entfernt war die
Bezirksverwaltung des MfS) Die fiel schon äußerlich mit seltsamen
Antennengebilden auf dem Dach auf. Drin gab es Technik vom
feinsten. Allerdings waren EKD 500 und Empfänger 2170 die einzigen
Geräte, die eindeutig als RFT-Geräte erkennbar waren.
Oh die Herren von der Funküberwachung. Naja die haben wir auf der
Momsenstrasse mal richtig geärgert. Ja da kam auch nichts Offiziell.
Der Herr der damals den Hut auf hat ist ja vor paar Jahren gestorben.
DM2 ML dürfte dir ja was sagen.
Post by Ronald Konschak
Post by Wolf gang P u f f e
Und der Hammer ist, die Leute bezahlen und pflegen ihre Wanzen und
Abhörtechnik auch noch selber, sorgen dafür, dass alle Optionen auch
permanent online sind...
Ich glaube, selbst Milke hätte sich damals sowas nicht erträumen können.
Was sagt uns das? Mit den Mitteln der Täuschung und Verführung
ist mehr zu erreichen als mit der tollsten Abhörtechnik. Man
lässt die Industrie die Infrastruktur schaffen, macht Propaganda
(Hurra! Überall erreichbar! Freiheit! Freiheit! Freiheit!), und
muss dann nur noch hier und da ein Kabel anstecken. Danach können
es sich die Schlapphüte im Bürosessel bequem machen und per
Mausklick jeden Telefonkunden orten und abhören. Nix mehr mit
stundenlang in fremden Wohnungen oder auf Dachböden lauern und
Buletten fressen. Man fürchtet beim BKA schon um die Gesundheit
der Mitarbeiter. Grunddiagnose: Bewegungsmangel.
Ronald.
Übertrieben aber ist was dran. Selbst Telefon abhören, war ja für Horch
und guck nicht soo einfach,
Bei der uralt Analogtechnik die zum großen Teil da im Einsatz war.
Man konnte mit Zuordnung eigentlich nur Endstellen abhören.
Ich hatte mich Anfang der 80 er ja deswegen mal mit meinen V0 in den
Haaren. (freundschaftlich)
--
Kleinmut und Stolz, aus diesem Holz
Schuf der Mensch sich am sechsten Tag Gott.
Wolf gang P u f f e
2021-01-16 16:54:55 UTC
Antworten
Permalink
Post by Ronald Konschak
Post by Wolf gang P u f f e
Post by Ronald Konschak
Post by Wolf gang P u f f e
Immerhin hatten wir doch ein mächtiges Mikroelektronikprogramm!
Und das wurde vom MfS überwacht und unterstützt.
Ich will mir nicht ausmahlen, was aus dem MfS geworden wäre, wenn
die Arbeit eher Früchte getragen hätte.
Das MfS selbst hatte es nicht nötig, mit Geräten aus DDR-
Produktion zu arbeiten, und wenn, dann waren die Geräte aus
importierten Teilen gebaut. Eine derart engmaschige
Überwachungs- und Abhörstruktur, wie sie heute existiert,
war in der DDR deshalb nicht vorhanden, weil die dafür
notwendigen Kommunikatonsmittel fehlten. Es gab kein
Mobilfunknetz, Datennetze waren für private Zwecke nicht
zugänglich. Das Telefonnetz der DDR wurde mit 400 Tonband-
geräten überwacht. Mehr war nicht notwendig.
Ein Mehr wäre aber immer schön gewesen, auch fürs MfS.
Und die selbst produzierte Technik hätte keine Devisen gekostet.
Sicher hat man das, was mit eigenen Mitteln machbar war, auch
mit eigenen Mitteln gebaut. Das MfS schwamm ja auch nicht im
Geld, schon garnicht im Westgeld. Bekannt ist aber auch, dass
es über Tarnfirmen im NSW jede Menge Spezialtechnik beschaffte.
Wenn nicht da, dann über befreundete Geheimdienste. In dem
Tread "Operation Rubikon" erwähnte ich z.B., dass die
Entschlüsselungsgeräte der Schweizer Firma Crypto AG aus Kuba
kamen. Das dürfte auch den einen oder anderen Dollar gekostet
haben, denn die hatten das Zeug ja auch nicht in Havanna auf'm
Flohmarkt gekauft.
Crypto AG?
Na da hat sich wohl das MfS ein ganz krankes Pferd in Punkto
Verschlüsslungstechnik in den Stall geholt?
Dir ist der Fall Crypto AG bekannt?
Da liefen vor 2(?) Jahren mal zwei ähnliche Dokus dazu im TV.
Einmal die Doku für Deutschland und eine für die Schweiz.
Da wurde die Crypto AG und ihre Verstrickungen mit Geheimdiensten
und Regierungen beleuchtet. Wer hat was wann gewusst und wer hat wie
die Hintertüren in die Technik einbauen lassen können.
Ronald Konschak
2021-01-16 17:41:08 UTC
Antworten
Permalink
Post by Wolf gang P u f f e
Crypto AG?
Na da hat sich wohl das MfS ein ganz krankes Pferd in Punkto
Verschlüsslungstechnik in den Stall geholt?
Dir ist der Fall Crypto AG bekannt?
Es war im Jahr null neuer Zeitrechnung, vier Tage vor dem
ersten Lockdown, als wir uns hierzugruppe darüber unterhielten.
Das MfS brauchte die Geräte nicht für die eigene Kommunikation,
sondern um die mitgehörten Funksprüche der NATO zu entschlüsseln.

Ronald.
--
Glaub nichts solange es nicht öffentlich bestritten wurde!
Wolf gang P u f f e
2021-01-16 18:26:41 UTC
Antworten
Permalink
Post by Ronald Konschak
Post by Wolf gang P u f f e
Crypto AG?
Na da hat sich wohl das MfS ein ganz krankes Pferd in Punkto
Verschlüsslungstechnik in den Stall geholt?
Dir ist der Fall Crypto AG bekannt?
Es war im Jahr null neuer Zeitrechnung, vier Tage vor dem
ersten Lockdown, als wir uns hierzugruppe darüber unterhielten.
Das MfS brauchte die Geräte nicht für die eigene Kommunikation,
sondern um die mitgehörten Funksprüche der NATO zu entschlüsseln.
Entweder hab ich das verpasst oder ich konnte tatsächlich mal was
vergessen. ;-)
Ronald Konschak
2021-01-16 18:42:46 UTC
Antworten
Permalink
Post by Wolf gang P u f f e
Post by Ronald Konschak
Post by Wolf gang P u f f e
Crypto AG?
Na da hat sich wohl das MfS ein ganz krankes Pferd in Punkto
Verschlüsslungstechnik in den Stall geholt?
Dir ist der Fall Crypto AG bekannt?
Es war im Jahr null neuer Zeitrechnung, vier Tage vor dem
ersten Lockdown, als wir uns hierzugruppe darüber unterhielten.
Das MfS brauchte die Geräte nicht für die eigene Kommunikation,
sondern um die mitgehörten Funksprüche der NATO zu entschlüsseln.
Entweder hab ich das verpasst oder ich konnte tatsächlich mal was
vergessen. ;-)
Du selbst hast 4 Beiträge in diesen Thread geschrieben. Wie hieß
Alzheimer mit Vornamen? Weißte nich? Siehste, so geht das los. ;-)

Ronald.
--
Glaub nichts solange es nicht öffentlich bestritten wurde!
Wolf gang P u f f e
2021-01-16 19:25:25 UTC
Antworten
Permalink
Post by Ronald Konschak
Post by Wolf gang P u f f e
Post by Ronald Konschak
Post by Wolf gang P u f f e
Crypto AG?
Na da hat sich wohl das MfS ein ganz krankes Pferd in Punkto
Verschlüsslungstechnik in den Stall geholt?
Dir ist der Fall Crypto AG bekannt?
Es war im Jahr null neuer Zeitrechnung, vier Tage vor dem
ersten Lockdown, als wir uns hierzugruppe darüber unterhielten.
Das MfS brauchte die Geräte nicht für die eigene Kommunikation,
sondern um die mitgehörten Funksprüche der NATO zu entschlüsseln.
Entweder hab ich das verpasst oder ich konnte tatsächlich mal was
vergessen. ;-)
Du selbst hast 4 Beiträge in diesen Thread geschrieben. Wie hieß
Alzheimer mit Vornamen? Weißte nich? Siehste, so geht das los. ;-)
Echt jetzt? Du machst mir Angst. :-)
Bernd Ullrich
2021-01-16 18:55:42 UTC
Antworten
Permalink
Post by Wolf gang P u f f e
Post by Ronald Konschak
Post by Wolf gang P u f f e
Post by Ronald Konschak
Post by Wolf gang P u f f e
Immerhin hatten wir doch ein mächtiges Mikroelektronikprogramm!
Und das wurde vom MfS überwacht und unterstützt.
Ich will mir nicht ausmahlen, was aus dem MfS geworden wäre, wenn
die Arbeit eher Früchte getragen hätte.
Das MfS selbst hatte es nicht nötig, mit Geräten aus DDR-
Produktion zu arbeiten, und wenn, dann waren die Geräte aus
importierten Teilen gebaut. Eine derart engmaschige
Überwachungs- und Abhörstruktur, wie sie heute existiert,
war in der DDR deshalb nicht vorhanden, weil die dafür
notwendigen Kommunikatonsmittel fehlten. Es gab kein
Mobilfunknetz, Datennetze waren für private Zwecke nicht
zugänglich. Das Telefonnetz der DDR wurde mit 400 Tonband-
geräten überwacht. Mehr war nicht notwendig.
Ein Mehr wäre aber immer schön gewesen, auch fürs MfS.
Und die selbst produzierte Technik hätte keine Devisen gekostet.
Sicher hat man das, was mit eigenen Mitteln machbar war, auch
mit eigenen Mitteln gebaut. Das MfS schwamm ja auch nicht im
Geld, schon garnicht im Westgeld. Bekannt ist aber auch, dass
es über Tarnfirmen im NSW jede Menge Spezialtechnik beschaffte.
Wenn nicht da, dann über befreundete Geheimdienste. In dem
Tread "Operation Rubikon" erwähnte ich z.B., dass die
Entschlüsselungsgeräte der Schweizer Firma Crypto AG aus Kuba
kamen. Das dürfte auch den einen oder anderen Dollar gekostet
haben, denn die hatten das Zeug ja auch nicht in Havanna auf'm
Flohmarkt gekauft.
-----------------
Post by Wolf gang P u f f e
Crypto AG?
Na da hat sich wohl das MfS ein ganz krankes Pferd in Punkto
Verschlüsslungstechnik in den Stall geholt?
Dir ist der Fall Crypto AG bekannt?
Da liefen vor 2(?) Jahren mal zwei ähnliche Dokus dazu im TV.
Einmal die Doku für Deutschland und eine für die Schweiz.
Da wurde die Crypto AG und ihre Verstrickungen mit Geheimdiensten
und Regierungen beleuchtet. Wer hat was wann gewusst und wer hat wie
die Hintertüren in die Technik einbauen lassen können.
Das war schon seit Jahrzehnten bekannt, wie in einer Doku steht war dort
Aljoscha aktiv.
Lars Gebauer
2021-01-16 12:27:17 UTC
Antworten
Permalink
Post by Wolf gang P u f f e
Post by Ronald Konschak
Das MfS selbst hatte es nicht nötig, mit Geräten aus DDR-
Produktion zu arbeiten, und wenn, dann waren die Geräte aus
importierten Teilen gebaut. Eine derart engmaschige
Überwachungs- und Abhörstruktur, wie sie heute existiert,
war in der DDR deshalb nicht vorhanden, weil die dafür
notwendigen Kommunikatonsmittel fehlten. Es gab kein
Mobilfunknetz, Datennetze waren für private Zwecke nicht
zugänglich. Das Telefonnetz der DDR wurde mit 400 Tonband-
geräten überwacht. Mehr war nicht notwendig.
Ein Mehr wäre aber immer schön gewesen, auch fürs MfS.
Wer weiß.

Bekanntlich sammelte das MfS wortwörtlich "alles". Operativ wichtige
Informationen aber auch Unmengen von Klatsch, Tratsch und bloßem Gerede.
Das führte dazu, daß das MfS praktisch in der eigenen Informationsflut
zu ersaufen drohte. Immer mehr Personal mußte aufgewendet werden, um
Informationen auszuwerten, aufzubereiten, zu klassifizieren und
zugänglich zu machen. Das behinderte oft mehr als es nützte. Und ein
Ende war nicht abzusehen.

Das führte ab Anfang der 80er zu großen Diskussionen innerhalb des MfS.
Die unspezifizierte Sammelwut sollte eingeschränkt werden, man solle
sich doch auf operationell relevante Daten beschränken.

Afaik war diese Diskussion bis zum Ende des MfS nicht beendet.
Post by Wolf gang P u f f e
Und die selbst produzierte Technik hätte keine Devisen gekostet.
Hunderte Tonbänder abzuhören, Inhalte zu schreiben und auszuwerten
war extremer Personalaufwand und Zeitverlust.
Ja, siehe oben. Operativ nutzbare Informationen waren immer öfter unter
reinem Informationsmüll verborgen und somit nicht nutzbar.
Post by Wolf gang P u f f e
Heute kann die Spracherkennung die gesprochenen Worte in einem Raume
augenblicklich den Personen zuordnen und in Klartext abspeichern.
Das beendet dieses Problem nicht sondern schiebt es nur auf eine andere
Ebene. Das Problem bleibt.

Zu viele Informationen sind auch nicht besser, als keine Informationen.
Post by Wolf gang P u f f e
Ich glaube, selbst Milke hätte sich damals sowas nicht erträumen können.
Der Genosse Minister war halt noch alte Schule. Die interessante Frage
ist, wie es unter senem Nachfolger ausgesehen hätte.
--
Wenn Du denkst es geht nicht blöder, kommt ein Spruch von Markus Söder.
Gunter Kühne
2021-01-16 16:33:07 UTC
Antworten
Permalink
Post by Lars Gebauer
Post by Wolf gang P u f f e
Post by Ronald Konschak
Das MfS selbst hatte es nicht nötig, mit Geräten aus DDR-
Produktion zu arbeiten, und wenn, dann waren die Geräte aus
importierten Teilen gebaut. Eine derart engmaschige
Überwachungs- und Abhörstruktur, wie sie heute existiert,
war in der DDR deshalb nicht vorhanden, weil die dafür
notwendigen Kommunikatonsmittel fehlten. Es gab kein
Mobilfunknetz, Datennetze waren für private Zwecke nicht
zugänglich. Das Telefonnetz der DDR wurde mit 400 Tonband-
geräten überwacht. Mehr war nicht notwendig.
Ein Mehr wäre aber immer schön gewesen, auch fürs MfS.
Wer weiß.
Bekanntlich sammelte das MfS wortwörtlich "alles". Operativ wichtige
Informationen aber auch Unmengen von Klatsch, Tratsch und bloßem Gerede.
Das führte dazu, daß das MfS praktisch in der eigenen Informationsflut
zu ersaufen drohte. Immer mehr Personal mußte aufgewendet werden, um
Informationen auszuwerten, aufzubereiten, zu klassifizieren und
zugänglich zu machen. Das behinderte oft mehr als es nützte. Und ein
Ende war nicht abzusehen.
Teilweise hat das sogar die Aufklärung schwerer Straftaten verhindert.
Das MFS wollte ja meist alles vom MDI aber selten ist da was zurück
gekommen.
Post by Lars Gebauer
Das führte ab Anfang der 80er zu großen Diskussionen innerhalb des MfS.
Die unspezifizierte Sammelwut sollte eingeschränkt werden, man solle
sich doch auf operationell relevante Daten beschränken.
Afaik war diese Diskussion bis zum Ende des MfS nicht beendet.
Jaja aber da war die Front geteilt.
Post by Lars Gebauer
Post by Wolf gang P u f f e
Und die selbst produzierte Technik hätte keine Devisen gekostet.
Hunderte Tonbänder abzuhören, Inhalte zu schreiben und auszuwerten
war extremer Personalaufwand und Zeitverlust.
Ja, siehe oben. Operativ nutzbare Informationen waren immer öfter unter
reinem Informationsmüll verborgen und somit nicht nutzbar.
Manche waren einfach auch Müll.
Post by Lars Gebauer
Post by Wolf gang P u f f e
Heute kann die Spracherkennung die gesprochenen Worte in einem Raume
augenblicklich den Personen zuordnen und in Klartext abspeichern.
Das beendet dieses Problem nicht sondern schiebt es nur auf eine andere
Ebene. Das Problem bleibt.
Zu viele Informationen sind auch nicht besser, als keine Informationen.
Post by Wolf gang P u f f e
Ich glaube, selbst Milke hätte sich damals sowas nicht erträumen können.
Der Genosse Minister war halt noch alte Schule. Die interessante Frage
ist, wie es unter senem Nachfolger ausgesehen hätte.
Die andere wäre, wer das sein sollte.
--
Kleinmut und Stolz, aus diesem Holz
Schuf der Mensch sich am sechsten Tag Gott.
Uwe Schickedanz
2021-01-17 08:18:05 UTC
Antworten
Permalink
Post by Lars Gebauer
Die unspezifizierte Sammelwut sollte eingeschränkt werden, man solle
sich doch auf operationell relevante Daten beschränken.
...
Post by Lars Gebauer
Ja, siehe oben. Operativ nutzbare Informationen waren immer öfter unter
reinem Informationsmüll verborgen und somit nicht nutzbar.
Post by Wolf gang P u f f e
Heute kann die Spracherkennung die gesprochenen Worte in einem Raume
augenblicklich den Personen zuordnen und in Klartext abspeichern.
Das beendet dieses Problem nicht sondern schiebt es nur auf eine andere
Ebene. Das Problem bleibt.
Diese andere Ebene heißt KI.

Ob man das nun mag oder nicht, für moralisch fragwürdig oder rechtlich
bedenklich halten mag - egal.

Was technisch möglich ist, wird früher oder später gemacht.

Wir steuern ganz klar auf eine Orwellsche Gesellschaft zu, nur mit dem
Unterschied, daß statt Menschen Maschinen entscheiden werden, wer
einen Verstoß begangen hat.

Gruß Uwe
--
Das Dilemma der DDR: 16 Mio. Widerstandskämpfer wurden von
16 Mio. Stasispitzeln überwacht.
=== http://www.sicherheitslampe.de ===
Lars Gebauer
2021-01-17 11:02:33 UTC
Antworten
Permalink
Post by Uwe Schickedanz
Post by Lars Gebauer
Post by Wolf gang P u f f e
Heute kann die Spracherkennung die gesprochenen Worte in einem Raume
augenblicklich den Personen zuordnen und in Klartext abspeichern.
Das beendet dieses Problem nicht sondern schiebt es nur auf eine andere
Ebene. Das Problem bleibt.
Diese andere Ebene heißt KI.
Ja. KI, dieses Zirkusäffchen, daß seit 50 Jahren durch die Manege
gezerrt wird, ohne jemals ein applauswürdiges Kunststück gezeigt zu
haben. Welches nichtsdestotrotz von Schwätzern und Politikern als die
leuchtende Zukunft des Zirkus gepriesen wird.
Post by Uwe Schickedanz
Was technisch möglich ist, wird früher oder später gemacht.
Ja. Und da stellt sich die alles entscheidende Frage: Kann KI überhaupt
funktionieren?

Und auf diese entscheidende Frage gibt es sogar eine Antwort:

"Wenn es funktioniert, ist es keine KI mehr." (Diese Antwort ist
übrigens auch 50 Jahre alt.)
--
Wenn Du denkst es geht nicht blöder, kommt ein Spruch von Markus Söder.
Arno Welzel
2021-01-17 16:39:47 UTC
Antworten
Permalink
Post by Lars Gebauer
Post by Uwe Schickedanz
Post by Lars Gebauer
Post by Wolf gang P u f f e
Heute kann die Spracherkennung die gesprochenen Worte in einem Raume
augenblicklich den Personen zuordnen und in Klartext abspeichern.
Das beendet dieses Problem nicht sondern schiebt es nur auf eine andere
Ebene. Das Problem bleibt.
Diese andere Ebene heißt KI.
Ja. KI, dieses Zirkusäffchen, daß seit 50 Jahren durch die Manege
gezerrt wird, ohne jemals ein applauswürdiges Kunststück gezeigt zu
haben. Welches nichtsdestotrotz von Schwätzern und Politikern als die
leuchtende Zukunft des Zirkus gepriesen wird.
Man darf halt nicht den Fehler machen, "KI" als ein System zu verstehen,
dass sich seiner selbst bewusst ist.

"KI" wird bereits großflächig eingesetzt, u.A. mit Systemen wie diesen
hier: <https://www.nvidia.com/de-de/deep-learning-ai/>

Aber das haz auch Herr Kurzweil nicht verstanden, der immer noch davon
fantasiert, dass wir den Tag der Singularität erleben werden, an dem von
uns geschaffene Maschinen eines Tages ein eigenes Bewusstsein haben
werden. In sofern gebe ich Weizenbaum recht, dass viele Leute in der IT
die Möglichkeiten grandios überschätzen und dabei gar nicht merken, dass
Wirtschaft und Militär das durchaus für ihre Zwecke zu nutzen wissen.
--
Arno Welzel
https://arnowelzel.de
Wolf gang P u f f e
2021-01-17 09:32:17 UTC
Antworten
Permalink
Post by Lars Gebauer
Post by Wolf gang P u f f e
Post by Ronald Konschak
Das MfS selbst hatte es nicht nötig, mit Geräten aus DDR-
Produktion zu arbeiten, und wenn, dann waren die Geräte aus
importierten Teilen gebaut. Eine derart engmaschige
Überwachungs- und Abhörstruktur, wie sie heute existiert,
war in der DDR deshalb nicht vorhanden, weil die dafür
notwendigen Kommunikatonsmittel fehlten. Es gab kein
Mobilfunknetz, Datennetze waren für private Zwecke nicht
zugänglich. Das Telefonnetz der DDR wurde mit 400 Tonband-
geräten überwacht. Mehr war nicht notwendig.
Ein Mehr wäre aber immer schön gewesen, auch fürs MfS.
Wer weiß.
Bekanntlich sammelte das MfS wortwörtlich "alles". Operativ wichtige
Informationen aber auch Unmengen von Klatsch, Tratsch und bloßem Gerede.
Das führte dazu, daß das MfS praktisch in der eigenen Informationsflut
zu ersaufen drohte. Immer mehr Personal mußte aufgewendet werden, um
Informationen auszuwerten, aufzubereiten, zu klassifizieren und
zugänglich zu machen. Das behinderte oft mehr als es nützte. Und ein
Ende war nicht abzusehen.
Das führte ab Anfang der 80er zu großen Diskussionen innerhalb des MfS.
Die unspezifizierte Sammelwut sollte eingeschränkt werden, man solle
sich doch auf operationell relevante Daten beschränken.
Afaik war diese Diskussion bis zum Ende des MfS nicht beendet.
Post by Wolf gang P u f f e
Und die selbst produzierte Technik hätte keine Devisen gekostet.
Hunderte Tonbänder abzuhören, Inhalte zu schreiben und auszuwerten
war extremer Personalaufwand und Zeitverlust.
Ja, siehe oben. Operativ nutzbare Informationen waren immer öfter unter
reinem Informationsmüll verborgen und somit nicht nutzbar.
Post by Wolf gang P u f f e
Heute kann die Spracherkennung die gesprochenen Worte in einem Raume
augenblicklich den Personen zuordnen und in Klartext abspeichern.
Das beendet dieses Problem nicht sondern schiebt es nur auf eine andere
Ebene. Das Problem bleibt.
Zu viele Informationen sind auch nicht besser, als keine Informationen.
Die Ebenen zum Schieben sind auf der einen Seite aber begrenzt durch
die Anzahl zu überwachender Menschen.
Im Gegensatz dazu sind noch sehr viele Ebnen zum Schieben bei den
Speichermöglichkeiten und der Such- und Auswertegeschwindigkeit
vorhanden.
Bei letzterem ist noch so viel Luft nach oben, trotz der neu
hinzukommenden Überwachungsmöglichkeiten.
Ich sehe eher, dass das Problem heute deutlich kleiner geworden ist und
diese Tendenz kehrt sich vorläufig noch nicht um.
Lars Gebauer
2021-01-17 10:47:25 UTC
Antworten
Permalink
Post by Wolf gang P u f f e
Post by Lars Gebauer
Post by Wolf gang P u f f e
Heute kann die Spracherkennung die gesprochenen Worte in einem Raume
augenblicklich den Personen zuordnen und in Klartext abspeichern.
Das beendet dieses Problem nicht sondern schiebt es nur auf eine andere
Ebene. Das Problem bleibt.
Zu viele Informationen sind auch nicht besser, als keine Informationen.
Die Ebenen zum Schieben sind auf der einen Seite aber begrenzt durch
die Anzahl zu überwachender Menschen.
Im Gegensatz dazu sind noch sehr viele Ebnen zum Schieben bei den
Speichermöglichkeiten und der Such- und Auswertegeschwindigkeit
vorhanden.
Bei letzterem ist noch so viel Luft nach oben, trotz der neu
hinzukommenden Überwachungsmöglichkeiten.
Ich sehe eher, dass das Problem heute deutlich kleiner geworden ist und
diese Tendenz kehrt sich vorläufig noch nicht um.
Nein, das ist ein Trugschluß. "Viel hilft viel" gilt, wie so oft, auch
hier nicht. Je mehr Du über einen Menschen weißt, desto mehr kriegst Du
eigentlich nur mit, wie /wenig/ Du doch über ihn weißt. Dein Bild von
ihm wird immer widersprüchlicher. (Das ist völlig normal - Menschen
*sind* widersprüchlich.)

Dem Menschen gelingt es dennoch oft ganz gut, dieses Dilemma
aufzulösen. Er verläßt sich einfach auf Instinkt und Gefühl. Das führt
ihn zwar manchmal ebenso in die Irre - dennoch hat er oft ein weitgehend
zutreffendes Bild.

Irgendeiner, wie hoch auch immer, entwickelten Maschine wirst Du das
nicht beibringen können. Die sammelt einfach nur Informationen - ohne in
der Lage zu sein, diese auch einigermaßen zutreffend zu bewerten. Und
ohne diese Bewertung sind alle Informationen gleich gewichtet. Dann hast
Du wieder relevante Informationen, die unter Bergen von irrelevantem
Müll verborgen sind.
--
Wenn Du denkst es geht nicht blöder, kommt ein Spruch von Markus Söder.
Peter Veith
2021-01-17 11:05:01 UTC
Antworten
Permalink
Post by Lars Gebauer
Dem Menschen gelingt es dennoch oft ganz gut, dieses Dilemma
aufzulösen. Er verläßt sich einfach auf Instinkt und Gefühl. Das
führt ihn zwar manchmal ebenso in die Irre - dennoch hat er oft ein
weitgehend zutreffendes Bild.
Nun, zum einem ist dann die Überwachung stark personalintensiv (aka
teuer) und zum anderen stark belastet von Vorurteilen (gegen andere
Kulturen, politische Ansichten, Lebensentscheidungen etc.)
Post by Lars Gebauer
Irgendeiner, wie hoch auch immer, entwickelten Maschine wirst Du das
nicht beibringen können.
Vorurteile / blinde Flecke zu eliminieren, ist ebenfalls eine
Teilaufgabe der maschinellen Überwachung.
Post by Lars Gebauer
Die sammelt einfach nur Informationen - ohne in der Lage zu sein,
diese auch einigermaßen zutreffend zu bewerten. Und ohne diese
Bewertung sind alle Informationen gleich gewichtet.
Die (generelle) Wichtung erfolgt vorab durch Fachleute.

Ich weiß ja nicht, inwieweit Du mal an der Entwicklung von
Risiko-Management-Systemen (RMS) mitgewirkt hast ....

... also, als erstes sammelst Du Kennziffern. Die werden schon in
Basisversionen eines RMS einige tausend sein. Diese werden hierarchisch
nach Relevanz in einzelne Gruppen (ggf. 2 oder 3) zusammengefaßt, schon
hast Du unterschiedliche Wichtungen.

Ebenfalls mußt Du redundante Kennziffern zusammenfassen oder geeignet
verknüpfen. So wird ein Dauerkranker (Kz 08158) häufige Arztbesuche
(47128) haben ... diese haben dann z.B. eine "8" am Ende.

Auf die Basisversion Deines RMS setzt Du dann natürlich noch
Spezialversionen auf, die sich an der der jeweiligen Zielgruppe orientieren.
Post by Lars Gebauer
Dann hast Du wieder relevante Informationen, die unter Bergen von
irrelevantem Müll verborgen sind.
Nun ja, wird das Netz zu engmaschig, gibt es zu wenig Treffer und wirft
regelmäßig die gleichen - längst überprüften - Kandidaten aus. Zu
weitmaschig nähert es sich rasant der Zufallsauswahl an.

Letzteres nennt man "Willkür".

Veith
--
Das Interesse des Einzelnen hat "hinter dem überragenden Interesse der
Allgemeinheit an Schutz von Leben und Gesundheit der Bevölkerung sowie
der Sicherung medizinischer Kapazitäten zurückzustehen", VG NI, 2020
http://www.DDR-Luftwaffe.de
Bernd Ullrich
2021-01-16 10:58:28 UTC
Antworten
Permalink
Post by Peter Veith
Post by Arno Welzel
[Bewegungsprofile von Handys und Smartphones]
Post by Achim Ebeling
Nur eine flächendeckende Überwachung lässt sich damit auch nicht
bewerkstelligen.
Sofern man davon ausgeht, dass nicht jeder Mensch mit Handy oder
Smarpthone unterwegs ist - ja, dann ist das nicht flächendeckend.
Ansonsten wäre es rein technisch grundsätzlich lösbar, auch die
Bewegungsdazen von 100 Mio. Endgeräte zu verfolgen.
Was die Provider ohnehin schon sammeln, hat Malte Spitz von schon vor
<https://www.zeit.de/datenschutz/malte-spitz-vorratsdaten>
Eine ziemlich alte Diskussion, oder?!
https://www.destatis.de/DE/Service/EXDAT/Datensaetze/mobilitaetsindikatoren-mobilfunkdaten.html
-----------------------------------------------------------------------------------
Post by Peter Veith
https://interaktiv.tagesspiegel.de/lab/corona-fast-so-viele-reisen-wie-vor-der-pandemie/
So kann man sich - seit Jahren - eine andere Auswertungsmöglichkeit bei
Überwachung der Flugzeuge (mit aktiven Transponder)
https://www.flightradar24.com
https://www.marinetraffic.com
Wichtiges wird nicht öffentlich überwacht und ist auch nicht öffentlich
zugänglich.
Post by Peter Veith
Die Überwachung für Autos finde ich auf die Schnelle nicht.
https://www.webfleet.com/de_de/webfleet/lp/x/gps-ueberwachung/?cid=7011O000003JVU0&msclkid=c2c02a9c4a9f18e642ec4a9e8f36eb78&utm_source=bing&utm_medium=cpc&utm_campaign=DE%20-%20SE-NB_Vehicle%20Tracking%20-%20Longtail%20%5BDESKTOP%5D&utm_term=%2Bauto%20%2B%C3%BCberwachung&utm_content=NB_des_Vehicle%20Tracking%20-%20UBERWACHUNG%20-%20Longtail%20%5BEM%5D%5BMBM%5D%20auto%20%C3%BCberwachung
Post by Peter Veith
Ach ja, die Stasi war ein Waisenknabe dagegen, wir hatten doch nüscht!
HINT
Peter
Mir hatten genug, die Unfähigkeit das einzusetzen war stärker.

BU
Peter Veith
2021-01-16 12:33:22 UTC
Antworten
Permalink
Post by Bernd Ullrich
Mir hatten genug, die Unfähigkeit das einzusetzen war stärker.
ACK

"Erst sich der Macht rühmen, und sie dann nicht einsetze, pfui Deibel!."
- sinngemäß aus dem 1. Thälmann-Film.

Veith
--
"Die Gesellschaft war richtig - nur nicht stark genug" - Täve Schur
http://ddr-luftwaffe.blogspot.com
Bernd Ullrich
2021-01-16 13:03:29 UTC
Antworten
Permalink
Post by Peter Veith
Post by Bernd Ullrich
Mir hatten genug, die Unfähigkeit das einzusetzen war stärker.
ACK
"Erst sich der Macht rühmen, und sie dann nicht einsetze, pfui Deibel!."
- sinngemäß aus dem 1. Thälmann-Film.
Veith
Genau.

BU
Lesen Sie weiter auf narkive:
Loading...