Discussion:
Kaliumpermanganat
Add Reply
Peter Veith
2020-11-11 10:03:49 UTC
Antworten
Permalink
In der Nachbargroup werden derzeit u.a. üble Streiche beschrieben, die in
Kindertagen gespielt worden seien.

Da viel mir ein, dass mein Vater kurzeitig Bäder mit dem Zusatz von
Kaliumpermanganat nahm. Ein möglicher Hintergrund (akute Entzündung der
Haut) wird hier beschrieben:
https://www.hautinfo.at/artikel/wissenswertes/sensible-haut/wohltuende-badezusaetze-fuer-die-sensible-haut.html

Klassenkameraden meinten damals, sie (nicht ich!) hätten dieses auch auf
das Autodach von Lehrer Unbeliebt gestreut, was dem Lack nicht gut getan
hätte. Zudem könne das Pulver als Klumpen auch mit dem Luftgewehr aus
sicherer Entfernung erschossen werden.

Hat schon Mal jemand davon gehört: Streiche mit Kaliumpermanganat?

Peter
Wolf gang P u f f e
2020-11-11 11:07:33 UTC
Antworten
Permalink
Post by Peter Veith
In der Nachbargroup werden derzeit u.a. üble Streiche beschrieben, die in
Kindertagen gespielt worden seien.
...
Post by Peter Veith
Hat schon Mal jemand davon gehört: Streiche mit Kaliumpermanganat?
Dieses Kaliumpermanganat war jedenfalls immer mal im Gerede.
Gerüchteweise gehört, dass damit mal das Wasser eines Springbrunnen
intensiv eingefärbt wurde.

W.
Ronald Konschak
2020-11-11 11:09:38 UTC
Antworten
Permalink
Post by Peter Veith
In der Nachbargroup werden derzeit u.a. üble Streiche beschrieben, die in
Kindertagen gespielt worden seien.
[...]
Post by Peter Veith
Klassenkameraden meinten damals, sie (nicht ich!) hätten dieses auch auf
das Autodach von Lehrer Unbeliebt gestreut, was dem Lack nicht gut getan
hätte. Zudem könne das Pulver als Klumpen auch mit dem Luftgewehr aus
sicherer Entfernung erschossen werden.
Hat schon Mal jemand davon gehört: Streiche mit Kaliumpermanganat?
Kaliumpermanganat ist zunächst ein starkes Oxidationsmittel. Man
kann damit Knaller herstellen, z.B. indem man es mit abgeriebenen
Streichholzkuppen und gemahlener Holzkohle mischt. Ich praktizierte
dies mit einem Nietzieher und einem passenden Nagel, der als
Schlagbolzen diente.

Zu den Farbeffekten zählt auch, dass es bei Hitze zu einem hellen
Pulver zerfällt, um dann in wässriger Lösung wieder violett zu
werden. Damit kann man jemandem unbemerkt die Klamotten versauen,
weil die Färbung erst beim Waschen eintritt.

Die Kombination beider Reaktionen habe ich während meiner
Tätigkeit als Anlagenfahrer im Leiterplattenwerk Dresden erleben
dürfen. An der Anlage wurden die Dämpfe, welche über den bis zu
80 °C warmen Bädern entstanden, direkt über dem Badspiegel
abgesaugt. Darunter war auch ein Bad aus übersättigter Kalium-
permanganatlösung. Diese bildete Schaum, der in die Absaugung
gelangte, und sich in dem auf dem Hallendach befindlichen
Filter absetzte. Eines Tages war die Konzentration hoch genug,
dass das KMnO₄ mit den übrigen Agenzien im Filterstaub reagieren
konnte, und es gab eine leichte Verpuffung. Deren Produkte
gelangten zusammen mit abgelöstem kristallinem KMnO₄ in den
Sauglüfter und somit ins Freie. Die Folge war ein
unregelmäßiges Muster aus violetten und dunkelroten Punkten
auf den vor der Halle geparkten Pkw.

Ronald.
--
Alter Schwede! (regimekritische Redewendung aus dem Jahr 2020)
Chr. Maercker
2020-11-12 11:55:35 UTC
Antworten
Permalink
Post by Ronald Konschak
Kaliumpermanganat ist zunächst ein starkes Oxidationsmittel. Man
kann damit Knaller herstellen, z.B. indem man es mit abgeriebenen
Streichholzkuppen und gemahlener Holzkohle mischt. Ich praktizierte
dies mit einem Nietzieher und einem passenden Nagel, der als
Schlagbolzen diente.
Eine entsprechende Rezeptur stand sogar in dem DDR-Buch "Chemie selbst
erlebt", WIMRE eine Mixtur mit Magnesium. --


CU Chr. Maercker.
Peter Veith
2020-11-12 12:19:26 UTC
Antworten
Permalink
Post by Chr. Maercker
Post by Ronald Konschak
Kaliumpermanganat ist zunächst ein starkes Oxidationsmittel. Man
kann damit Knaller herstellen, z.B. indem man es mit abgeriebenen
Streichholzkuppen und gemahlener Holzkohle mischt. Ich praktizierte
dies mit einem Nietzieher und einem passenden Nagel, der als
Schlagbolzen diente.
Eine entsprechende Rezeptur stand sogar in dem DDR-Buch "Chemie selbst
erlebt", WIMRE eine Mixtur mit Magnesium. --
Das Buch erzielt vielleicht deshalb gerade auf Amazon Traumpreise ;)

Fällt mir ein, mein Chemiebaukasten müßte noch auf dem Boden liegen.

Veith
--
Lieber Reich ins Heim, als heim ins Reich!
http://ddr-luftwaffe.blogspot.com
Torsten Mueller
2020-11-12 12:40:33 UTC
Antworten
Permalink
[Chemie selbst erlebt]
Das Buch erzielt vielleicht deshalb gerade auf Amazon Traumpreise ;)
Da sitzt doch längst der Verfassungsschutz drauf und giert nur darauf,
sabbernd, daß einer das kauft. Verdächtig ist, wer lebt.
Fällt mir ein, mein Chemiebaukasten müßte noch auf dem Boden liegen.
Der war doch immer gleich leer. Mein Kumpel hatte so einen, den ich ihm
gekauft hatte, nachdem ich 14 war und er noch nicht. Ich mußte Ausweis
zeigen. Nach einer Woche waren die wesentlichen Substanzen aufgebraucht.

Nicht so bei meinem Elektronik-Baukasten. Den habe ich heute noch, und
es löst noch heute dieselbe Verblüffung bei Unkundigen aus, mit wie
wenig Zeugs man ein funktionsfähiges AM-Radio bauen kann. Nur eben, es
gibt kaum noch Sender, und die, die's noch gibt, will man nicht hören.

Uffm Fluchplatz hattense übrigens damals Anfang der 80er eine
Sprechfunkanlage, die zeitweilig so stark durchdrückte, daß ich nicht
einmal einen ordnungsgemäßen Schwingkreis brauchte. Der offene Eingang
eines Verstärkers mit zwei, drei Transistoren reichte aus, das Signal
wurde an der ersten Stufe wild demoduliert, die NF weiterverstärkt.

Cool war, daß man mit diesem Baukasten auch mehrere AM-Sender bauen
konnte. Die Reichweite war groß genug, um damit durch zwei Zimmerwände
hindurch in das Mittelwellenradio meiner Mutter einzudringen, die in der
Küche das Abendbrot machte. Ob ich das gewesen sei. "Nö, wie denn??"

Diese Selbst-erlebt-Reihe war übrigens sehr gelungen, auch didaktisch.
Daß ich im Alter von zehn Jahren solche Bücher zur Verfügung hatte, hat
letztendlich mein ganzes Leben geprägt.

Im Übrigen: gähn.

T.M.
Guido Grohmann
2020-11-12 17:51:07 UTC
Antworten
Permalink
Post by Torsten Mueller
Uffm Fluchplatz hattense übrigens damals Anfang der 80er eine
Sprechfunkanlage, die zeitweilig so stark durchdrückte, daß ich nicht
einmal einen ordnungsgemäßen Schwingkreis brauchte. Der offene Eingang
eines Verstärkers mit zwei, drei Transistoren reichte aus, das Signal
wurde an der ersten Stufe wild demoduliert, die NF weiterverstärkt.
Och, MIttlelwellenradio bekam man als Beigabe, wenn man bei einem
Verstärkereingang die Schirmung weggelassen hat.

Ich hatte auch so einen Baukasten und irgendwann auch den
Detektorempfänger aufgebaut. Ich hab dann auch mit der Schaltung
experimentiert, ausprobiert was passiert, wenn ich beispielsweise die
Diode weglasse oder umpole oder den Kondensator zum Kurzschluß der HF
weglasse. Um den Ortssender zu hören, konnte ich den Schwingkreis(!)
weglassen - es reichte eine Diode und wimre noch ein Kondensator
parallel zum Kopfhörer.
Post by Torsten Mueller
Cool war, daß man mit diesem Baukasten auch mehrere AM-Sender bauen
konnte. Die Reichweite war groß genug, um damit durch zwei Zimmerwände
hindurch in das Mittelwellenradio meiner Mutter einzudringen, die in der
Küche das Abendbrot machte. Ob ich das gewesen sei. "Nö, wie denn??"
Mit dem Kurzwellensender kam man wesentlich weiter, wenn man
(unerlaubterweise) die Teleskopantenne des angeschlossenen Radios mit
verwendete. Diese wirkte nicht nur bei UKW, auch bei KW.

Guido
Ronald Konschak
2020-11-12 21:04:24 UTC
Antworten
Permalink
Post by Torsten Mueller
Cool war, daß man mit diesem Baukasten auch mehrere AM-Sender bauen
konnte. Die Reichweite war groß genug, um damit durch zwei Zimmerwände
hindurch in das Mittelwellenradio meiner Mutter einzudringen, die in der
Küche das Abendbrot machte. Ob ich das gewesen sei. "Nö, wie denn??"
AOL

Wobei ich das auf dem Dachboden getestet habe, mit 50 m Draht als
Antenne dran. Das ist zwar immernoch zu wenig, aber es reichte
durchs ganze Haus und über den Hof. Das habe ich mit dem Kofferradio
geprüft, während am, naja Oszillator, Sender will ich es nicht
gleich nennen, eine Schallplatte von den Puhdys tönte.

Einmal kam einer die Straße lang, mit Kopfhörern auf dem Kopf und
einem langen Stiel in der Hand, an dessen Ende sich ein dicker
Zylinder befand. Es packte mich das Entsetzen, obwohl ich gerade
nicht sendete. Später hat mir dann einer verraten, dass das ein
Kabelsuchgerät für Telefonkabel ist. Ich war also noch nicht
aufgeflogen mit meinen paar Milliwatt auf Mittelwelle.

Ronald.
--
Alter Schwede! (regimekritische Redewendung aus dem Jahr 2020)
Torsten Mueller
2020-11-13 07:25:58 UTC
Antworten
Permalink
Post by Ronald Konschak
Post by Torsten Mueller
konnte. Die Reichweite war groß genug, um damit durch zwei Zimmerwände
hindurch in das Mittelwellenradio meiner Mutter einzudringen, die in der
Küche das Abendbrot machte. Ob ich das gewesen sei. "Nö, wie denn??"
AOL
Wobei ich das auf dem Dachboden getestet habe, mit 50 m Draht als
Antenne dran.
Logo, ich hab den Draht immer aus dem Fenster hängen lassen, vom ersten
Stock, das gab mindestens 5...6m.

Irre, was es alles gegeben hat:
https://www.kinder-technik.de/baukasten-fur-kinder/polytronic/

Mit richtigen Schaltkreisen, nie gesehen!, offenbar so TTL-Zeugs, wobei
dann ja auch noch die 5V-Stromversorgung zu klären wäre. Aber offenbar
war das geklärt. Das Handbuch Teil 5
https://www.kinder-technik.de/ddr-polytronic-schul-baukasten-als-pdf-handbuch/
nennt weiter hinten, wo die TTL-Schaltungen kommen, systematisch 6V.

Der Tüp hier ist cool, der hat sich sogar einen Röhrenfassung gebaut:
http://www.jogis-roehrenbude.de/Roehren-Geschichtliches/Polytronik-Baukasten/PolyTronic.htm

T.M.
Frank Müller
2020-11-13 09:02:06 UTC
Antworten
Permalink
Post by Torsten Mueller
https://www.kinder-technik.de/baukasten-fur-kinder/polytronic/
Mit richtigen Schaltkreisen, nie gesehen!, offenbar so TTL-Zeugs, wobei
dann ja auch noch die 5V-Stromversorgung zu klären wäre. Aber offenbar
war das geklärt. Das Handbuch Teil 5
https://www.kinder-technik.de/ddr-polytronic-schul-baukasten-als-pdf-handbuch/
nennt weiter hinten, wo die TTL-Schaltungen kommen, systematisch 6V.
Das was da gezeigt wird ist aber kein Kinderspielzeug, sondern
die Ausführung für den Schulunterricht. Das wurde damals in der
DDR im Schulfach ESP und in Berufsschulen benutzt und war so nie
im freien Handel.

Frank
Torsten Mueller
2020-11-13 11:20:37 UTC
Antworten
Permalink
Post by Torsten Mueller
https://www.kinder-technik.de/ddr-polytronic-schul-baukasten-als-pdf-handbuch/
Das was da gezeigt wird ist aber kein Kinderspielzeug, sondern die
Ausführung für den Schulunterricht.
Ja, hab's gelesen. Aber nie gesehen! Ich, der ich hier so ziemlich der
Jüngste bin, bin wahrscheinlich dafür zu alt. Mein letztes Jahr ESP muß
1984 gewesen sein.

T.M.
Guido Grohmann
2020-11-13 15:32:38 UTC
Antworten
Permalink
Post by Torsten Mueller
Post by Torsten Mueller
https://www.kinder-technik.de/ddr-polytronic-schul-baukasten-als-pdf-handbuch/
Das was da gezeigt wird ist aber kein Kinderspielzeug, sondern die
Ausführung für den Schulunterricht.
Ja, hab's gelesen. Aber nie gesehen! Ich, der ich hier so ziemlich der
Jüngste bin, bin wahrscheinlich dafür zu alt. Mein letztes Jahr ESP muß
1984 gewesen sein.
Ich überlege gerade, wie lange es ESP gab, bis zur 9. Klasse? Wir hatten
Digitalschaltunen zwar in ESP, aber diese Baukästen gabs bei uns nicht.
Der Lehrer hat aber so etwas ähnliches in groß im Unterricht verwendet.

Es könnte auch daran gelegen haben, daß unser PTZ zu der Zeit umgebaut
wurde und wir in einer Schule ersatzweise normale Unterrichtsräume dafür
benutzt haben.

Guido
Wolf gang P u f f e
2020-11-13 10:48:45 UTC
Antworten
Permalink
Am 12.11.2020 um 22:04 schrieb Ronald Konschak:

[Sender selbst gebaut]
Post by Ronald Konschak
Einmal kam einer die Straße lang, mit Kopfhörern auf dem Kopf und
einem langen Stiel in der Hand, an dessen Ende sich ein dicker
Zylinder befand. Es packte mich das Entsetzen, obwohl ich gerade
nicht sendete. Später hat mir dann einer verraten, dass das ein
Kabelsuchgerät für Telefonkabel ist. Ich war also noch nicht
aufgeflogen mit meinen paar Milliwatt auf Mittelwelle.
Ein Kumpel hatte mir eine Schaltung für einen sehr einfachen UKW-Sender
zukommen lassen, die angeblich aus einer Zeitschrift von drüben stammte.
Ein Transistor als NF-Pegelheber (konnte man auch weglassen) und einer
für die HF-Erzeugung und Modulation, total einfach.
Ich Blödmann schieb einen Brief an die Postdirektion mit Sitz in Gera,
Ernst-Toller-Str. und bat um Genehmigung diesen "Prüfsender" bauen zu
dürfen. Die Antwort kam relativ schnell und mir wurde erklärt, dass ich
das so nicht bauen dürfe und auch nicht genehmigt werden kann.
Aber im Rahmen der GST gäbe es aber Möglichkeiten, Sender für
Amateurfunk und Modellfernsteuerungen selber zu bauen. Ich sollte mich
an die nächste GST-Kreisorganisation wenden.

Nix da.
Das Ding war natürlich schon längst fertig und die Musik vom
Kassettenrecorder lies sich gerade noch im Rauschen durch 5 Etagen im
Keller mit einem Radio hören.
Das wars dann auch schon mit der Freude am Senden.
Noch ein oder zwei mal wurden die Nachbarn geärgert, wenn die ihr Radio
zu laut hatten, ansonsten interessierte mich der Sender nicht mehr.

W.
Florian Ritter
2020-11-13 20:35:29 UTC
Antworten
Permalink
Post by Ronald Konschak
Einmal kam einer die Straße lang, mit Kopfhörern auf dem Kopf und
einem langen Stiel in der Hand, an dessen Ende sich ein dicker
Zylinder befand. Es packte mich das Entsetzen, obwohl ich gerade
nicht sendete. Später hat mir dann einer verraten, dass das ein
Kabelsuchgerät für Telefonkabel ist. Ich war also noch nicht
aufgeflogen mit meinen paar Milliwatt auf Mittelwelle.
In Greifswald hatte ein Physiker einen Radiosender gebaut, mit einer
Senderröhre, die irre viel Strom fraß. Irgendein Student in einem anderen
Wohnheim fühlte sich dadurch gestört und brachte die Sache zur Anzeige.
Der Betreiber des Senders war danach schnell ermittelt, wurde zwangsexmatrikuliert
und bekam Arbeitsplatzbindung als Treckerfahrer in einer LPG - FR
Chr. Maercker
2020-11-13 13:42:03 UTC
Antworten
Permalink
Torsten Mueller wrote:
[Chemie selbst erlebt]
Post by Torsten Mueller
Post by Peter Veith
Das Buch erzielt vielleicht deshalb gerade auf Amazon Traumpreise ;)
Da sitzt doch längst der Verfassungsschutz drauf und giert nur darauf,
sabbernd, daß einer das kauft. Verdächtig ist, wer lebt.
Ob die uralte Kinderbücher aus der DDR lesen? Sind doch völlig
uninteressant. ;-)
--
CU Chr. Maercker.
Florian Ritter
2020-11-13 20:45:37 UTC
Antworten
Permalink
[Chemie selbst erlebt]
Post by Torsten Mueller
Post by Peter Veith
Das Buch erzielt vielleicht deshalb gerade auf Amazon Traumpreise ;)
Da sitzt doch längst der Verfassungsschutz drauf und giert nur darauf,
sabbernd, daß einer das kauft. Verdächtig ist, wer lebt.
Ob die uralte Kinderbücher aus der DDR lesen? Sind doch völlig
uninteressant. ;-)
Viel interessanter ist
Römpp, Chemische Experimente die gelingen,
und zwar die Ausgabe von 1937, die auch Handbuch des kleinen Sprengstoffchemikers
genannt werden könnte. War in der Ostberliner Stadtbücherei ohne weiteres
entleihbar - FR
Chr. Maercker
2020-11-16 12:25:00 UTC
Antworten
Permalink
Florian Ritter wrote:
[Chemie selbst erlebt]
Post by Florian Ritter
Viel interessanter ist
Römpp, Chemische Experimente die gelingen,
und zwar die Ausgabe von 1937, die auch Handbuch des kleinen Sprengstoffchemikers
genannt werden könnte. War in der Ostberliner Stadtbücherei ohne weiteres
entleihbar
Letzeres lässt natürlich aufhorchen, allzu viele Bücher aus dem 3. Reich
betraf das WIMRE nicht. Hab aber nie ernsthaft nach so altem Kram in
öffentlichen Bibliotheken gesucht, davon hatten meine Eltern grad genug.

Aber denk nicht, Kaliumpermanganat-basierendes Knallzeugs wäre das
einzige gewesen, was in "Chemie selbst erlebt" zu finden war. Meines
Erinnerung nach fehlten nur die Kochrezepte ab TNT aufwärts. Und es
waren keine Bauanleitungen für Zünder, Zündschnüre usw drin.
--
CU Chr. Maercker.
Ronald Konschak
2020-11-16 15:02:36 UTC
Antworten
Permalink
[Chemie selbst erlebt]
Post by Florian Ritter
Viel interessanter ist
Römpp, Chemische Experimente die gelingen,
und zwar die Ausgabe von 1937, die auch Handbuch des kleinen Sprengstoffchemikers
genannt werden könnte. War in der Ostberliner Stadtbücherei ohne weiteres
entleihbar
Letzeres lässt natürlich aufhorchen, allzu viele Bücher aus dem 3. Reich
betraf das WIMRE nicht.
Scheint aber bei ideologisch unverdächtigen Themen nicht unüblich
gewesen zu sein. Mir ist mal ein Buch über Graphologie aus dieser
Zeit in die Finger gekommen. Es fiel auf, dass die Titelseite
aus neuerem Papier war. Vermutlich waren auf dem Original Kreuze
drauf.

Ronald.
--
Alter Schwede! (regimekritische Redewendung aus dem Jahr 2020)
Werner Flügel
2020-11-13 10:27:37 UTC
Antworten
Permalink
Post by Chr. Maercker
Eine entsprechende Rezeptur stand sogar in dem DDR-Buch "Chemie selbst
erlebt", WIMRE eine Mixtur mit Magnesium. --
Seinerzeit getestet (ohne irnkwelche Bücher) und für gut befunden... :)
Wunderkerzen eigneten sich hervorragend als Zündschnur. Wenn es auf dem
Schulhof KABUMM! machte, war ich längst auf der anderen Seite...
Wolf gang P u f f e
2020-11-13 11:15:12 UTC
Antworten
Permalink
Post by Werner Flügel
Post by Chr. Maercker
Eine entsprechende Rezeptur stand sogar in dem DDR-Buch "Chemie selbst
erlebt", WIMRE eine Mixtur mit Magnesium. --
Seinerzeit getestet (ohne irnkwelche Bücher) und für gut befunden... :)
Wunderkerzen eigneten sich hervorragend als Zündschnur. Wenn es auf dem
Schulhof KABUMM! machte, war ich längst auf der anderen Seite...
:-D
Und hat es was genützt? ...also in Chemie gute Noten gehabt? ;-)
Werner Flügel
2020-11-13 12:01:00 UTC
Antworten
Permalink
Post by Wolf gang P u f f e
Post by Werner Flügel
Post by Chr. Maercker
Eine entsprechende Rezeptur stand sogar in dem DDR-Buch "Chemie selbst
erlebt", WIMRE eine Mixtur mit Magnesium. --
Seinerzeit getestet (ohne irnkwelche Bücher) und für gut befunden... :)
Wunderkerzen eigneten sich hervorragend als Zündschnur. Wenn es auf dem
Schulhof KABUMM! machte, war ich längst auf der anderen Seite...
:-D
Und hat es was genützt? ...also in Chemie gute Noten gehabt? ;-)
...in allen naturwissenschaftlichen Fächern :-P

Lustig war auch, als unser Chemieraum mal neues Parkett bekommen sollte.
Natürlich durften Kids aus der Oberstufe (weil vertrauenswürdig und
verantwortungsbewußt) die Bude leerräumen. Wir haben das teils wörtlich
genommen :) Metallisches Natrium kommt gut, wenn es in nen Springbrunnen
geworfen wird...
Frank Hucklenbroich
2020-11-13 14:25:50 UTC
Antworten
Permalink
Post by Werner Flügel
Metallisches Natrium kommt gut, wenn es in nen Springbrunnen
geworfen wird...
Damit hat unser Chemielehrer mal den frisch renovierten Chemiesaal
"verschönert". Er machte das klassische "Wir geben Natrium ins
Wasser"-Experiment, wobei er wohl die Menge etwas zu großzügig bemessen
hatte. Jedenfalls flog das Zeug geradewegs an die schneeweiße Decke über
seinem Pult, und kokelte da zur Belustigung der Schülerschaft munter vor
sich hin. Der dicke schwarze Fleck war dort noch Jahre später zu bestaunen.

Fortan wusste ich, woran ich bei diesem Chemielehrer war und habe es
vorgezogen, etwas Abstand zu seinem Pult zu halten und mich auf die
hinteren Bänke verzogen. Und das war gut so, denn ein paar Jahre später in
der Oberstufe ist ihm bei einem Experiment ein Schlauch abgeplatzt und hat
heiße Schwefelsäure verspritzt. Einer der Streber in der ersten Reihe bekam
ein paar Tropfen davon ab, zum Glück war er Brillenträger, so daß es bei
ein paar kleinen runden Narben nahe am Auge blieb, und einem völlig
durchlöcherten Wollpullover.

Konsequenzen hatte das für den Lehrer keine, er ging vor einigen Jahren in
den wohlverdienten Ruhestand.

Grüße,

Frank
Uwe Naumann
2020-11-13 19:14:14 UTC
Antworten
Permalink
Post by Frank Hucklenbroich
Damit hat unser Chemielehrer mal den frisch renovierten Chemiesaal
"verschönert". Er machte das klassische "Wir geben Natrium ins
Wasser"-Experiment, wobei er wohl die Menge etwas zu großzügig bemessen
hatte. Jedenfalls flog das Zeug geradewegs an die schneeweiße Decke über
seinem Pult, und kokelte da zur Belustigung der Schülerschaft munter vor
sich hin. Der dicke schwarze Fleck war dort noch Jahre später zu bestaunen.
Unserer auch. Frisch renoviertes Chemie-Kabinett. O-Ton: Der Chemiker
arbeitet mit kleinsten Mengen! Sprachs, nahm den 5cm langen
Natriumriegel aus dem Lagerbehältnis, schnitt 1cm ab, legte diesen
zurück ins Behältnis, und warf die 4cm ins Wasser. Kawumm! Decke und
Wände vollgesaut, Renovierung für die Katz...
--
Gruss Uwe

---------- cut here with a very sharp knife ----------

Uwe Naumann eMail: uwe[at]vieledinge[dot]de
Web: https://www.vieledinge.de https://www.swllog.de
Meine unnötige Bilderflut: https://fotos.vieledinge.de
Wolf gang P u f f e
2020-11-13 21:48:28 UTC
Antworten
Permalink
Post by Uwe Naumann
Post by Frank Hucklenbroich
Damit hat unser Chemielehrer mal den frisch renovierten Chemiesaal
"verschönert". Er machte das klassische "Wir geben Natrium ins
Wasser"-Experiment, wobei er wohl die Menge etwas zu großzügig bemessen
hatte. Jedenfalls flog das Zeug geradewegs an die schneeweiße Decke über
seinem Pult, und kokelte da zur Belustigung der Schülerschaft munter vor
sich hin. Der dicke schwarze Fleck war dort noch Jahre später zu bestaunen.
Unserer auch. Frisch renoviertes Chemie-Kabinett. O-Ton: Der Chemiker
arbeitet mit kleinsten Mengen! Sprachs, nahm den 5cm langen
Natriumriegel aus dem Lagerbehältnis, schnitt 1cm ab, legte diesen
zurück ins Behältnis, und warf die 4cm ins Wasser. Kawumm! Decke und
Wände vollgesaut, Renovierung für die Katz...
Bei uns lief diese Vorführung vernünftig ab, dennoch beeindruckend.
Eine runde Glasschale mit H2O gefüllt stand auf dem Lehrertisch, darin
schwamm ein rundes Kaffeefilterpapier und dann schnitt die Lehrerin
vorsichtig vom großen in Wachs gegossenen Klumpen Na ein Spänchen
ab und verschmierte sorgfältig die Schnittwunde am Na-Klumpen.
Als der dann auf das Filterpapier gelegt war, begann der grell
funkelnde und knisternde Breakdance im Wasserglas.
Frank Hucklenbroich
2020-11-14 13:56:56 UTC
Antworten
Permalink
Post by Wolf gang P u f f e
Post by Uwe Naumann
Post by Frank Hucklenbroich
Damit hat unser Chemielehrer mal den frisch renovierten Chemiesaal
"verschönert". Er machte das klassische "Wir geben Natrium ins
Wasser"-Experiment, wobei er wohl die Menge etwas zu großzügig bemessen
hatte. Jedenfalls flog das Zeug geradewegs an die schneeweiße Decke über
seinem Pult, und kokelte da zur Belustigung der Schülerschaft munter vor
sich hin. Der dicke schwarze Fleck war dort noch Jahre später zu bestaunen.
Unserer auch. Frisch renoviertes Chemie-Kabinett.
Sagte man das so in der DDR, "Kabinett"?

Das erinnert mich an einen Job zu Studentenzeiten, wo eine Klinik in Tomsk
in Deutschland Medizintechnik bestellen wollte. Wer auch immer das
übersetzt hatte, es waren recht merkwürdige Wortschöpfüngen dabei.

Ich erinnere mich noch an ein "ophtalmologisches Kabinett", gemeint war so
ein Arbeitsplatz für Augenärzte, wo man Sehtests machen kann.
Post by Wolf gang P u f f e
Post by Uwe Naumann
O-Ton: Der Chemiker
arbeitet mit kleinsten Mengen! Sprachs, nahm den 5cm langen
Natriumriegel aus dem Lagerbehältnis, schnitt 1cm ab, legte diesen
zurück ins Behältnis, und warf die 4cm ins Wasser. Kawumm! Decke und
Wände vollgesaut, Renovierung für die Katz...
Bei uns lief diese Vorführung vernünftig ab, dennoch beeindruckend.
Eine runde Glasschale mit H2O gefüllt stand auf dem Lehrertisch, darin
schwamm ein rundes Kaffeefilterpapier und dann schnitt die Lehrerin
vorsichtig vom großen in Wachs gegossenen Klumpen Na ein Spänchen
ab und verschmierte sorgfältig die Schnittwunde am Na-Klumpen.
Als der dann auf das Filterpapier gelegt war, begann der grell
funkelnde und knisternde Breakdance im Wasserglas.
In Wachs gegossen kenne ich das nicht, bei uns schwamm das Na in einer
Flüssigkeit in einer Art Marmeladenglas mit Schraubdeckel.

Grüße,

Frank
Lars Gebauer
2020-11-14 14:33:13 UTC
Antworten
Permalink
Post by Frank Hucklenbroich
Post by Uwe Naumann
Unserer auch. Frisch renoviertes Chemie-Kabinett.
Sagte man das so in der DDR, "Kabinett"?
An meiner Schule nicht. Da war das der Chemie-Raum. Und es gab auch
einen Erdkunde-, einen Physik- und einen Biologie-Raum.

Aber das kann an anderen DDR-Schulen durchaus anders gewesen sein.
Post by Frank Hucklenbroich
In Wachs gegossen kenne ich das nicht, bei uns schwamm das Na in einer
Flüssigkeit in einer Art Marmeladenglas mit Schraubdeckel.
Iirc war das Gefäß mit Petroleum gefüllt.
--
"Nachdem wir das Ziel endgültig aus den Augen verloren hatten,
verdoppelten wir unsere Anstrengungen."
--Mark Twain
Torsten Mueller
2020-11-14 16:06:26 UTC
Antworten
Permalink
Post by Lars Gebauer
Post by Frank Hucklenbroich
Post by Uwe Naumann
Unserer auch. Frisch renoviertes Chemie-Kabinett.
Sagte man das so in der DDR, "Kabinett"?
An meiner Schule nicht. Da war das der Chemie-Raum. Und es gab auch
einen Erdkunde-, einen Physik- und einen Biologie-Raum.
Ja, aber beispielsweise "Sprachkabinett" war üblich, wenn dieses mit so
Kopfhörern, Mikrophonen und Einzelplätzen ausgestattet war. Gab's wohl
kaum an einfachen Schulen, aber an der Uni gab's offiziell ein
Sprachkabinett.

Hat übrigens nie was getaugt. Die Hälfte der Kopfhörer war immer kaputt
und die andere Hälfte der Mikrophone. Nach zwei Versuchen wurde der
restliche Unterricht des Jahres auf herkömmliche Art durchgeführt, d.h.
ohne jede Technik.

Und nicht zu vergessen das "Computerkabinett" an der Berufsschule, wo
die KC85 standen!

T.M.
Peter Veith
2020-11-14 16:52:56 UTC
Antworten
Permalink
Ja, aber beispielsweise "Sprachkabinett" war üblich, (...)
Und nicht zu vergessen das "Computerkabinett" (...)
Exakt.

Könnte die Bezeichnung "Kabinett" aus dem Russischem stammen?

Veith
--
Lieber Reich ins Heim, als heim ins Reich!
http://ddr-luftwaffe.blogspot.com
Torsten Mueller
2020-11-14 17:13:43 UTC
Antworten
Permalink
Post by Peter Veith
Ja, aber beispielsweise "Sprachkabinett" war üblich, (...)
Und nicht zu vergessen das "Computerkabinett" (...)
Exakt.
Könnte die Bezeichnung "Kabinett" aus dem Russischem stammen?
So wie "Regime"? Wäre möglich.

T.M.
Ronald Konschak
2020-11-16 15:11:19 UTC
Antworten
Permalink
Post by Torsten Mueller
Post by Peter Veith
Ja, aber beispielsweise "Sprachkabinett" war üblich, (...)
Und nicht zu vergessen das "Computerkabinett" (...)
Exakt.
Könnte die Bezeichnung "Kabinett" aus dem Russischem stammen?
So wie "Regime"? Wäre möglich.
Es kommt aus dem Französischen. "Cabine" - Zimmer, "cabinet"-
Büro, Kanzlei aber auch Klosett.

Ronald.
--
Alter Schwede! (regimekritische Redewendung aus dem Jahr 2020)
Torsten Mueller
2020-11-17 05:59:52 UTC
Antworten
Permalink
Post by Torsten Mueller
Post by Peter Veith
Könnte die Bezeichnung "Kabinett" aus dem Russischem stammen?
So wie "Regime"? Wäre möglich.
Es kommt aus dem Französischen. "Cabine" - Zimmer, "cabinet"- Büro,
Kanzlei aber auch Klosett.
Selbstverständlich. Aber es gibt Worte, die haben in ihrer täglichen
Benutzung und gewohnten Bedeutung einen Umweg genommen. In der DDR
betraf das oft das Russische.

Schonmal drüber nachgedacht, warum es in Kasernen immer einen MedPunkt
und nicht etwa eine Krankenstation gab? Russisch, lustigerweise vorher
dem Deutschen entlehnt. Das Wort MedPunkt zeigt die typische russische
Art, ein Kunstwort aus Silben zusammenzusetzen, genau wie bei Gazprom.

Das Wort Kabinett in der Bedeutung "spezialisiertes Klassenzimmer"
stammt nicht unwahrscheinlich ebenfalls aus dem Russischen. Zumindest
zeigt LEO eine lange Liste von Bedeutungen:

https://dict.leo.org/russisch-deutsch/%D0%BA%D0%B0%D0%B1%D0%B8%D0%BD%D0%B5%CC%81%D1%82

T.M.
Bernd Ullrich
2020-11-17 06:30:09 UTC
Antworten
Permalink
Post by Torsten Mueller
Post by Torsten Mueller
Post by Peter Veith
Könnte die Bezeichnung "Kabinett" aus dem Russischem stammen?
So wie "Regime"? Wäre möglich.
Es kommt aus dem Französischen. "Cabine" - Zimmer, "cabinet"- Büro,
Kanzlei aber auch Klosett.
Selbstverständlich. Aber es gibt Worte, die haben in ihrer täglichen
Benutzung und gewohnten Bedeutung einen Umweg genommen. In der DDR
betraf das oft das Russische.
Schonmal drüber nachgedacht, warum es in Kasernen immer einen MedPunkt
und nicht etwa eine Krankenstation gab? Russisch, lustigerweise vorher
dem Deutschen entlehnt. Das Wort MedPunkt zeigt die typische russische
Art, ein Kunstwort aus Silben zusammenzusetzen, genau wie bei Gazprom.
-----------------------------
Post by Torsten Mueller
Das Wort Kabinett in der Bedeutung "spezialisiertes Klassenzimmer"
stammt nicht unwahrscheinlich ebenfalls aus dem Russischen. Zumindest
Bestimmt _vorher_ aus dem Französischen...
Post by Torsten Mueller
https://dict.leo.org/russisch-deutsch/%D0%BA%D0%B0%D0%B1%D0%B8%D0%BD%D0%B5%CC%81%D1%82
T.M.
BU
Ronald Konschak
2020-11-17 15:21:04 UTC
Antworten
Permalink
Post by Torsten Mueller
Schonmal drüber nachgedacht, warum es in Kasernen immer einen MedPunkt
und nicht etwa eine Krankenstation gab?
Was Wunder. Die NVA war unter Anleitung der Sowjetarmee entstanden.
Von der Volksbildung der DDR würde ich das nicht behaupten.
Post by Torsten Mueller
Russisch, lustigerweise vorher
dem Deutschen entlehnt. Das Wort MedPunkt zeigt die typische russische
Art, ein Kunstwort aus Silben zusammenzusetzen, genau wie bei Gazprom.
Man wird über die Herkunft der Worte шлагбаум und маршрут neu
nachdenken müssen. ;-)

Ronald.
--
Alter Schwede! (regimekritische Redewendung aus dem Jahr 2020)
Torsten Mueller
2020-11-17 16:10:03 UTC
Antworten
Permalink
Post by Ronald Konschak
Man wird über die Herkunft der Worte шлагбаум und маршрут neu
nachdenken müssen. ;-)
Französisch, was sonst?

T.M.
Wolf gang P u f f e
2020-11-17 17:11:33 UTC
Antworten
Permalink
Post by Ronald Konschak
Man wird über die Herkunft der Worte шлагбаум und маршрут neu
nachdenken müssen. ;-)
Mich hat früher im Russischuntericht парикмахерская fasziniert.
Bei solchen Vokabeln brauchte kein Wörterbuch.
Ronald Konschak
2020-11-17 20:11:04 UTC
Antworten
Permalink
Post by Wolf gang P u f f e
Post by Ronald Konschak
Man wird über die Herkunft der Worte шлагбаум und маршрут neu
nachdenken müssen. ;-)
Mich hat früher im Russischuntericht парикмахерская fasziniert.
Bei solchen Vokabeln brauchte kein Wörterbuch.
Dann wird Dir бюстгалтер sicher auch gefallen.

Ronald.
--
Alter Schwede! (regimekritische Redewendung aus dem Jahr 2020)
Wolf gang P u f f e
2020-11-18 14:47:14 UTC
Antworten
Permalink
Post by Ronald Konschak
Post by Wolf gang P u f f e
Post by Ronald Konschak
Man wird über die Herkunft der Worte шлагбаум und маршрут neu
nachdenken müssen. ;-)
Mich hat früher im Russischuntericht парикмахерская fasziniert.
Bei solchen Vokabeln brauchte kein Wörterbuch.
Dann wird Dir бюстгалтер sicher auch gefallen.
Ähm, die Vokabel ist mir neu, aber googel lies mich grinsen. :-)
René Marquardt
2020-11-17 23:07:41 UTC
Antworten
Permalink
Post by Wolf gang P u f f e
Post by Ronald Konschak
Man wird über die Herkunft der Worte шлагбаум und маршрут neu
nachdenken müssen. ;-)
Mich hat früher im Russischuntericht парикмахерская fasziniert.
Bei solchen Vokabeln brauchte kein Wörterbuch.
парикмахерская und достопримечательности hat wohl jeder noch
in Erinnerung vom Russischunt
Wolf gang P u f f e
2020-11-18 15:02:29 UTC
Antworten
Permalink
... достопримечательности
Russisch mündliche Prüfung, Thema: Erzählen sie 5 Sätze über Moskau
Wenn man die достопримечательности von Moskau in einzelnen Sätzen
nannte, kam man auf deutlich >5 Sätze. :-))
Martin Schade
2020-11-18 16:24:26 UTC
Antworten
Permalink
Post by Wolf gang P u f f e
Russisch mündliche Prüfung, Thema: Erzählen sie 5 Sätze über Moskau
Wenn man die ????????????????????? von Moskau in einzelnen Sätzen
nannte, kam man auf deutlich >5 Sätze. :-))
Neuerdings haben sie dort ein Воображариум.

Grüße, Martin Schade
Frank Hucklenbroich
2020-11-16 10:21:24 UTC
Antworten
Permalink
Post by Torsten Mueller
Post by Lars Gebauer
Post by Frank Hucklenbroich
Post by Uwe Naumann
Unserer auch. Frisch renoviertes Chemie-Kabinett.
Sagte man das so in der DDR, "Kabinett"?
An meiner Schule nicht. Da war das der Chemie-Raum. Und es gab auch
einen Erdkunde-, einen Physik- und einen Biologie-Raum.
Ja, aber beispielsweise "Sprachkabinett" war üblich, wenn dieses mit so
Kopfhörern, Mikrophonen und Einzelplätzen ausgestattet war. Gab's wohl
kaum an einfachen Schulen, aber an der Uni gab's offiziell ein
Sprachkabinett.
Sowas hatten wir auf dem Gymnasium, bei uns hieß das "Sprachlabor". Das war
irgendwann Anfang der 80er Jahre mal für viel Geld angeschafft worden, und
wurde nie benutzt. Am "Tag der offenen Tür" wurde das bisweilen stolz
vorgezeigt, ansonsten bin ich da während meiner Schulzeit nie drin gewesen.
Post by Torsten Mueller
Hat übrigens nie was getaugt. Die Hälfte der Kopfhörer war immer kaputt
und die andere Hälfte der Mikrophone.
Ganz genau, die Technik war ständig kaputt, und irgendwie fühlte sich dafür
wohl auch niemand zuständig.

Grüße,

Frank
Wolf gang P u f f e
2020-11-14 18:21:26 UTC
Antworten
Permalink
Post by Frank Hucklenbroich
Post by Uwe Naumann
Unserer auch. Frisch renoviertes Chemie-Kabinett.
Sagte man das so in der DDR, "Kabinett"?
In der POS wurden WIMRE die Fachräume (Bio, Chemie, Physik und Musik)
auch als Fachkabinette bezeichnet. Also alle die Räume, wo spezielles
Technik installiert war, wie Gas- und Wasseranschluss für Experimente
oder das hohe Klavier auf dem Podest.
Ohne Kabinett in der Bezeichnung gab es noch die speziellen
Unterrichtsräume Werken-I und Werken-II.
Werken-I, auch Werken-Holz genannt, für den Werken-Unterrhicht der
Unterstufe, wo meist mit Holz gebastelt wurde.
Werken-II, auch Werken Metall, war für die Oberstufe. Hier waren
massive Schraubstöcke an den Werkbänken für die Metallbearbeitung.
Chr. Maercker
2020-11-16 12:31:18 UTC
Antworten
Permalink
Post by Frank Hucklenbroich
Damit hat unser Chemielehrer mal den frisch renovierten Chemiesaal
"verschönert". Er machte das klassische "Wir geben Natrium ins
Wasser"-Experiment, wobei er wohl die Menge etwas zu großzügig bemessen
hatte. Jedenfalls flog das Zeug geradewegs an die schneeweiße Decke über
seinem Pult, und kokelte da zur Belustigung der Schülerschaft munter vor
sich hin. Der dicke schwarze Fleck war dort noch Jahre später zu bestaunen.
Hat aber mit gelber Flamme gebrannt, oder? Nicht dass Euer Lehrer aus
Versehen Kalium genommen hat. Damit passiert so was recht schnell,
brennt dann aber violett.
Post by Frank Hucklenbroich
Fortan wusste ich, woran ich bei diesem Chemielehrer war und habe es
vorgezogen, etwas Abstand zu seinem Pult zu halten und mich auf die
hinteren Bänke verzogen. Und das war gut so, denn ein paar Jahre später in
der Oberstufe ist ihm bei einem Experiment ein Schlauch abgeplatzt und hat
heiße Schwefelsäure verspritzt. Einer der Streber in der ersten Reihe bekam
ein paar Tropfen davon ab, zum Glück war er Brillenträger, so daß es bei
ein paar kleinen runden Narben nahe am Auge blieb, und einem völlig
durchlöcherten Wollpullover.
Aua. Beim Chemiehandel Halle wurde 98%ige Schwefelsäure in einem Tank
gebunkert. Also flugs eine Literflasche organisiert, Seil an den
Flaschenhals geknotet und im Tank versenkt. Der Strick war am nächsten
Morgen nicht zerfressen, sondern verkohlt ...
Post by Frank Hucklenbroich
Konsequenzen hatte das für den Lehrer keine, er ging vor einigen Jahren in
den wohlverdienten Ruhestand.
Immerhin, er hat es bis zum Rentenalter geschafft. Mit Giften war er
vielleicht vorsichtiger. :-)
--
CU Chr. Maercker.
Torsten Mueller
2020-11-16 12:49:32 UTC
Antworten
Permalink
Post by Frank Hucklenbroich
Damit hat unser Chemielehrer mal den frisch renovierten Chemiesaal
"verschönert". Er machte das klassische "Wir geben Natrium ins
Wasser"-Experiment,
Flecken gab's in jedem Chemieraum. Sie waren mal da, dann mal eine
Zeitlang nicht, dann andere, dann die wieder nicht usw. Mal an der
Decke, mal an einer Seitenwand, mal auf dem Fußboden, das waren immer
die hartnäckigsten, die waren auch meist eingebrannt.

T.M.
Torsten Mueller
2020-11-13 11:29:21 UTC
Antworten
Permalink
Post by Werner Flügel
Seinerzeit getestet (ohne irnkwelche Bücher) und für gut befunden...
:) Wunderkerzen eigneten sich hervorragend als Zündschnur. Wenn es auf
dem Schulhof KABUMM! machte, war ich längst auf der anderen Seite...
In meinem Fall war wahrscheinlich die Chemielehrerin nicht weit. Die
hatte ein faible für das Erzeugen von eindrücklichen Situationen.

Sie hat beispielsweise mal auf dem Schulhof zwei Stahlstücke
aluminothermisch zusammengeschweißt. Dann war die Stunde zu Ende und das
Ding mindestens noch rotglühend. Also mußten zwei verdiente und
besonders verantwortungsvolle (!) Schüler die ganze Hofpause hindurch
Wachehalten und herumspringendes Gesox verscheuchen. ("Es gibt hier
überhaupt nichts zu sehen!")

T.M.
Wilhelm Ernst
2020-11-11 19:46:29 UTC
Antworten
Permalink
Post by Peter Veith
In der Nachbargroup werden derzeit u.a. üble Streiche beschrieben, die in
Kindertagen gespielt worden seien.
Da viel mir ein, dass mein Vater kurzeitig Bäder mit dem Zusatz von
Kaliumpermanganat nahm. Ein möglicher Hintergrund (akute Entzündung der
https://www.hautinfo.at/artikel/wissenswertes/sensible-haut/wohltuende-badezusaetze-fuer-die-sensible-haut.html
Klassenkameraden meinten damals, sie (nicht ich!) hätten dieses auch auf
das Autodach von Lehrer Unbeliebt gestreut, was dem Lack nicht gut getan
hätte. Zudem könne das Pulver als Klumpen auch mit dem Luftgewehr aus
sicherer Entfernung erschossen werden.
Hat schon Mal jemand davon gehört: Streiche mit Kaliumpermanganat?
Zeitschien 60'er:
Blitzlichtpulver (ja, das gabs damals in kleinen Tütchen mit Zündschnur)
zusammen mit KMnO4 gemischt (ca. 2:1) gab ein tolles Knallergemisch in
Papp-/Glasrohren, gezündet mit Wunderkerze.
Damit hatte man ein paar Sekunden Fluchtweg...
Willi
--
Wer sich seiner Vergangenheit nicht erinnert, ist dazu verdammt,
sie zu wiederholen.
Jorge Augustín Nicolás Ruiz de Santayana (1863-1952)
Tim Loeber
2020-11-11 20:35:16 UTC
Antworten
Permalink
Post by Peter Veith
In der Nachbargroup werden derzeit u.a. üble Streiche beschrieben, die in
Kindertagen gespielt worden seien.
Da viel mir ein, dass mein Vater kurzeitig Bäder mit dem Zusatz von
Kaliumpermanganat nahm. Ein möglicher Hintergrund (akute Entzündung der
https://www.hautinfo.at/artikel/wissenswertes/sensible-haut/wohltuende-badezusaetze-fuer-die-sensible-haut.html
Klassenkameraden meinten damals, sie (nicht ich!) hätten dieses auch auf
das Autodach von Lehrer Unbeliebt gestreut, was dem Lack nicht gut getan
hätte. Zudem könne das Pulver als Klumpen auch mit dem Luftgewehr aus
sicherer Entfernung erschossen werden.
Hat schon Mal jemand davon gehört: Streiche mit Kaliumpermanganat?
Ja mit irgendwas gemischt, auf ein kleines Holzbrett und dann drauf
gespuckt, dann fing das an zu qualmen, das dann den bach runter treiben
lassen.
Sah cool aus.
Matthias Kohrs
2020-11-20 14:43:43 UTC
Antworten
Permalink
Post by Peter Veith
Hat schon Mal jemand davon gehört: Streiche mit Kaliumpermanganat?
Das ist jedenfalls nicht DDR-spezifisch.

In den 1980ern gab's in Ludwigsburg am Marktplatz vier Apotheken. Einmal
reihum, immer die gleiche Diskussion:

"?"
"Braucht meine Mutter zum gurgeln."
"Wieso 20g? Wir haben's 10g-weise abgepackt, dmait kann man ein Leben
lang gurgeln."
"Sie hat aber gesagt 20."

Vielseitiges Zeug das.

Beliebt auch in Verbindung mit Glyzerin. Nur draussen. Siehe Youtube.

Für Modellbauer gibt's so kleine Lackdöschen, die verbesserten den
Effekt noch.

Vom Kosmos-Verlag gab's früher eine Buchreihe, "Anorganische Chemie im
Haushalt" und so ähnlich, die waren sehr ergiebig. Wie man mit
Hausmitteln Thermit herstellt und solche Sachen standen da drin.

CYA! Matthias

Loading...