narkive is for sale. (interested) or (dismiss)
Discussion:
Verschiedene Häuser
(zu alt für eine Antwort)
Martin Schade
2019-10-27 16:41:38 UTC
Permalink
Hallo Leute, gelegentlich besichtigen wir die Kirch'gebäude der Umgebung.
Deren Gestaltung entspricht m.E. nicht den heutigen Anforderungen. Aber
diese stehen meistens unter Denkmalsschutz, d.h. eine Veränderung ist nicht
zulässig. Veranstaltungen, die die Leute wirklich interessieren, kann man da
nichtmachen. Manchmal erfahren wir auch, daß so ein Kirchgebäude vor
längerem umgestaltet worden ist, und daß man nicht so recht weiß, welche
Fassung die erhaltenswerte ist.

Nun hat uns unsere Frau Pfarrer einen Ausschnitt aus dem Buch "Nachtzug nach
Lissabon" vorgelesen. Den Text habe ich recht schnell im WWW gefunden:
http://www.werner-friedl.de/Mercier_Lissabon_Leseprobe.htm Beim nachlesen
merkt man aber, daß sie selektiv gelesen hat; sowas habe ich schon öfter
bemerkt.

Richtig ist m.E., daß es einen Ort geben muß, wo man ohne Sorge um die
eigene Position sein Zusammenwirken mit den Mitmenschen von einem höheren
Standpunkt aus betrachten kann. Die religiösen Gebäude sollten m.E. dieser
Ort sein, aber man trifft dort meistens nur Leute, die einer antiquierten
Weltanschauung anhängen und von wirklichen Zusammenhängen keine Ahnung
haben.

Daher denke ich, man sollte das alles neu machen. Aber das hat es ja schon
gegeben: Wir hatten Kulturhäuser mit Bibliothek, Saal mit Bühne usf. Eine
wirkliche Auseinandersetzung mit o.g. bis hin zur Kritik am SED-Regime hat
es da aber auch nicht gegeben. Nach der Wende ist das meistens verfallen und
abgerissen worden.

Die meisten Kirch'gebäude haben den Sozialismus überstanden, obwohl nur noch
wenig Leute zum Gottesdienst gehen.

Grüße, Martin Schade
Wilhelm Ernst
2019-10-28 15:09:40 UTC
Permalink
Am Sun, 27 Oct 2019 17:41:38 +0100hat "Martin Schade"
Post by Martin Schade
Hallo Leute, gelegentlich besichtigen wir die Kirch'gebäude der Umgebung.
Deren Gestaltung entspricht m.E. nicht den heutigen Anforderungen. Aber
diese stehen meistens unter Denkmalsschutz, d.h. eine Veränderung ist nicht
zulässig. Veranstaltungen, die die Leute wirklich interessieren, kann man da
nichtmachen. Manchmal erfahren wir auch, daß so ein Kirchgebäude vor
längerem umgestaltet worden ist, und daß man nicht so recht weiß, welche
Fassung die erhaltenswerte ist.
snip
Post by Martin Schade
Richtig ist m.E., daß es einen Ort geben muß, wo man ohne Sorge um die
eigene Position sein Zusammenwirken mit den Mitmenschen von einem höheren
Standpunkt aus betrachten kann. Die religiösen Gebäude sollten m.E. dieser
Ort sein, aber man trifft dort meistens nur Leute, die einer antiquierten
Weltanschauung anhängen und von wirklichen Zusammenhängen keine Ahnung
haben.
Daher denke ich, man sollte das alles neu machen. Aber das hat es ja schon
gegeben: Wir hatten Kulturhäuser mit Bibliothek, Saal mit Bühne usf. Eine
wirkliche Auseinandersetzung mit o.g. bis hin zur Kritik am SED-Regime hat
es da aber auch nicht gegeben. Nach der Wende ist das meistens verfallen und
abgerissen worden.
Die meisten Kirch'gebäude haben den Sozialismus überstanden, obwohl nur noch
wenig Leute zum Gottesdienst gehen.
Grüße, Martin Schade
Fragen:
- Kirch'gebäude sind geweihte KIrchen - oder?
- Was ist der "höhere Standpunkt" - der kirchliche/christliche?

Dunkel ist Deiner Rede Sinn
Willi
--
Wohltätigkeit ist das Ersäufen des Rechts im Mistloch der Gnade.
Johann Heinrich Pestalozzi (1746-1827)
Chr. Maercker
2019-10-28 15:21:36 UTC
Permalink
Post by Martin Schade
Hallo Leute, gelegentlich besichtigen wir die Kirch'gebäude der
Umgebung. Deren Gestaltung entspricht m.E. nicht den heutigen
Anforderungen.  Aber diese stehen meistens unter Denkmalsschutz, d.h.
eine Veränderung ist nicht zulässig. Veranstaltungen, die die Leute
wirklich interessieren, kann man da nichtmachen. Manchmal erfahren wir
auch, daß so ein Kirchgebäude vor längerem umgestaltet worden ist, und
daß man nicht so recht weiß, welche Fassung die erhaltenswerte ist.
Hier in der Nähe gibt es ein Nobel-Restaurant in einer ehem. Kirche.
Historisch ist der Bau nicht wirklich ein Wertstück, insofern kein Problem.
Die Baseler Stadtkirche wird als eine Art Mehrzweckhalle genutzt, ohne
demkmalpflegerisch bedenkliche Umbauten. Andere Kirchen, z.B. in Halle
und Magdeburg dienen als Konzerthallen.
Post by Martin Schade
Richtig ist m.E., daß es einen Ort geben muß, wo man ohne Sorge um die
eigene Position sein Zusammenwirken mit den Mitmenschen von einem
höheren Standpunkt aus betrachten kann. Die religiösen Gebäude sollten
m.E. dieser Ort sein, aber man trifft dort meistens nur Leute, die einer
antiquierten Weltanschauung anhängen und von wirklichen Zusammenhängen
keine Ahnung haben.
In den Tempeln des Kommunismus war das übrigens zum Schluss recht
ähnlich. ;-)
Post by Martin Schade
Daher denke ich, man sollte das alles neu machen. Aber das hat es ja
schon gegeben: Wir hatten Kulturhäuser mit Bibliothek, Saal mit Bühne
usf. Eine wirkliche Auseinandersetzung mit o.g. bis hin zur Kritik am
SED-Regime hat es da aber auch nicht gegeben. Nach der Wende ist das
meistens verfallen und abgerissen worden.
Darunter etliche, die architekonisch oder kulturhistorisch nicht
besonders wertvoll waren. Einige aber evtl. doch.
Post by Martin Schade
Die meisten Kirch'gebäude haben den Sozialismus überstanden, obwohl nur
noch wenig Leute zum Gottesdienst gehen.
Darunter einige nicht als Gotteshäuser, Beispiele siehe oben. Und wenn
man den (deutschen) Kommunisten etwas hoch anrechnen muss: sie wussten
durchaus zu unterscheiden zwischen historisch wertvollen Bauwerken und
der Religion, die darin ausgeübt wurde. Was freilich nicht verhinderte,
das einige Kirchen gesprengt wurden, die vielleicht noch zu retten
gewesen wären bzw. wie in Leipzig noch intakt waren.
In der UdSSR habe ich ganz andere Sachen gesehen, z.B. ein Kirche, die
zum Sägewerk umfunktioniert worden war etc. War aber von der Bausubstanz
her auch nix wirklich historisch Wertvolles.
--
CU Chr. Maercker.
Bernd Ullrich
2019-10-28 17:12:10 UTC
Permalink
Post by Chr. Maercker
Post by Martin Schade
Hallo Leute, gelegentlich besichtigen wir die Kirch'gebäude der
Umgebung. Deren Gestaltung entspricht m.E. nicht den heutigen
Anforderungen.  Aber diese stehen meistens unter Denkmalsschutz, d.h.
eine Veränderung ist nicht zulässig. Veranstaltungen, die die Leute
wirklich interessieren, kann man da nichtmachen. Manchmal erfahren wir
auch, daß so ein Kirchgebäude vor längerem umgestaltet worden ist, und
daß man nicht so recht weiß, welche Fassung die erhaltenswerte ist.
Hier in der Nähe gibt es ein Nobel-Restaurant in einer ehem. Kirche.
Historisch ist der Bau nicht wirklich ein Wertstück, insofern kein Problem.
Die Baseler Stadtkirche wird als eine Art Mehrzweckhalle genutzt, ohne
demkmalpflegerisch bedenkliche Umbauten. Andere Kirchen, z.B. in Halle
und Magdeburg dienen als Konzerthallen.
Post by Martin Schade
Richtig ist m.E., daß es einen Ort geben muß, wo man ohne Sorge um die
eigene Position sein Zusammenwirken mit den Mitmenschen von einem
höheren Standpunkt aus betrachten kann. Die religiösen Gebäude sollten
m.E. dieser Ort sein, aber man trifft dort meistens nur Leute, die einer
antiquierten Weltanschauung anhängen und von wirklichen Zusammenhängen
keine Ahnung haben.
In den Tempeln des Kommunismus war das übrigens zum Schluss recht
ähnlich. ;-)
Welche Tempel, du schreibst nur Scheisse...
BU
Chr. Maercker
2019-10-29 08:47:11 UTC
Permalink
Post by Bernd Ullrich
Welche Tempel, du schreibst nur Scheisse...
Du hast ja soo recht - mit gotischen Kathedralen kann der Ballast der
Republik es nicht aufnehmen.
--
CU Chr. Maercker.
Bernd Ullrich
2019-10-29 17:30:48 UTC
Permalink
Post by Chr. Maercker
Post by Bernd Ullrich
Welche Tempel, du schreibst nur Scheisse...
Du hast ja soo recht - mit gotischen Kathedralen kann der Ballast der
Republik es nicht aufnehmen.
"gotischen Kathedralen"

Das "Opium des Volkes" hat dir das Gehirn zerlegt...

BU
Martin Schade
2019-10-31 18:18:21 UTC
Permalink
Hallo, da gibt es noch was: Damals (zur Zeit der DDR) ist ein "Relief zum
Gänsekrieg" gemacht worden. Es kam damals in eine neue Vorzeige-Gaststätte
im Schloß. Nach der Wende war diese Gaststätte bald geschlossen, und als das
Schloß saniert werden sollte, kam dieses Relief ins Foyer des Rathauses. Nun
sind dort weitere Büros eingebaut worden, und das Relief mußte dort wieder
weg. Das war allerdings schwierig, denn man hatte es sehr gut mit
Fliesenkleber befestigt. Inzwischen ist es aber an der Wand des
Rathaussaales angebracht worden.

Dinge fest an der Wand zu verankern oder eine Wand zu bemalen sollte
vermieden werden, denn es gibt Schwierigkeiten, wenn man die Wand anders
gestalten will.

Grüße, Martin Schade

Loading...