Discussion:
"Zwangsverkauf" von Grundstuecken
(zu alt für eine Antwort)
Veith
2020-06-16 09:26:56 UTC
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Boha, da tobt der Mob, da hetzt die Lückenpresse:

Eine Frau Borchardt von der sozialdemokratischen Partei "Die Linke" ist im
äußerst schwergewichtigen Bundesland MeckPom eine von mehreren
Verfassungsricher*_Innen geworden.

Die akteuille Sau: Bereicherung an einer Immobilie, vgl.:
https://www.focus.de/_id_12094881.html
https://www.tichyseinblick.de/kolumnen/alexander-wallasch-heute/hat-sich-borchardt-an-eigentum-von-ddr-gegnern-bereichert/

Neben den unvorteilhaften Fotos fällt der undeutliche Sachverhalt auf:

- da wollten welche vor 1989 in die BRD ausreisen,
- "normalerweise wäre deren Hauseigentum dann an die Gemeinde gefallen"(?),
- die Bürgermeisterin, Frau Borchardt, hätte das Haus "übernommen" (Entgelt?),
- Verkauf 09/1989 an die Gemeinde für 18.000 M (zweifellos Taxpreis; Gewinn?),
- Umrubelung in DM zum "Umtauschkurs" - es wohl um 9.000 DM.

Schon das "an die Gemeidne gefallen" weckt Zweifel. Ich kenne nur die heutige
Redewendung "Zwangsverkauf". UnsMartin schreibt dazu: "Die Ausreise wurden den
Antragstellern meist sehr kurzfristig (über Nacht) bekannt gegeben, was zu einer besonderen Form der Vermögensverschleuderung führte. Der Besitz
attraktiver Immobilien konnte die Ausreise wesentlich beschleunigen. Der
Grundbesitz wurde dann an verdiente Genossen zum Spottpreis weiterveräußert.",
https://www.unrechtsstaat-wissen.de/wiki/ddr.pl?Ausreiseantrag

:-D

M.W. lief Immobilienverkauf offiziell *immer* über den Taxpreis nach den
Bodenrichtwerten aus dem Jahr 1936. Das "unter der Hand" regelmäßig das
Doppelte oder Dreifache gezahlt wurde, ist mir bekannt. Mithin:

"Vermögensverschleuderung" = Taxpreis = 18.000 M

Warum und für wieviel Frau Borchardt da was "übernahm" ist zumindest
merkwürden.

Weiß jemand konkret (oder gerüchtel), wie die Ausreise bei Immobilienbesitz
ablief:
- Haus unentgeltlich weg an die Gemeinde,
- Haus blieb, Eigentümer im Westen und hatte nichts von, Gemeinde sicherte,
- "Vermögensverschleuderung" / Taxpreis oder
- 100.000M - immobilie für 5.000 M + Ausreise?

Pe"Fragen eines Lesenden"ter
Martin Funder
2020-06-16 10:17:20 UTC
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Post by Veith
Weiß jemand konkret (oder gerüchtel), wie die Ausreise bei Immobilienbesitz
- Haus unentgeltlich weg an die Gemeinde,
- Haus blieb, Eigentümer im Westen und hatte nichts von, Gemeinde sicherte,
- "Vermögensverschleuderung" / Taxpreis oder
- 100.000M - immobilie für 5.000 M + Ausreise?
was mir nicht einleuchtet: leute, die schon vor der wende im westen
wohnten und im osten immobilien hatten, behielten diese doch ganz
regulär. das war z.b. ein üblicher fall in der umgebung von berlin, wo
viele westberliner ein grundstück hatten. das wurde dann von der
gemeinde verwaltet (verpachtet etc.), befand sich aber weiterhin in
ihrem besitz.

warum sollte man für ausreisende eine andere regelung haben?

mfg, martin
Veith
2020-06-16 11:19:34 UTC
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Post by Martin Funder
Post by Veith
Weiß jemand konkret (oder gerüchtel), wie die Ausreise bei Immobilienbesitz
- Haus unentgeltlich weg an die Gemeinde,
- Haus blieb, Eigentümer im Westen und hatte nichts von, Gemeinde sicherte,
- "Vermögensverschleuderung" / Taxpreis oder
- 100.000M - immobilie für 5.000 M + Ausreise?
was mir nicht einleuchtet: leute, die schon vor der wende im westen
wohnten und im osten immobilien hatten, behielten diese doch ganz
regulär. das war z.b. ein üblicher fall in der umgebung von berlin, wo
viele westberliner ein grundstück hatten. das wurde dann von der
gemeinde verwaltet (verpachtet etc.), befand sich aber weiterhin in
ihrem besitz.
Ja.
Post by Martin Funder
warum sollte man für ausreisende eine andere regelung haben?
Nun, den psychischen Druck darf man nicht vergessen, schließlich wolte der
Staat die Aussiedlerzahlen (sehr) gering halten.

Dazu kamen ggf. Aktivitäten der Antragsteller, um ihre Ausreise zu
beschleunigen. Dazu zählten Briefe an ARD / ZDF, öffentliche Provokationen
etc., um zumindest als Unruhestifter abgeschoben zu werden. Die bekannte
Kehrseite war, ggf. wegen staatsfeindlicher Verbindungsaufnahme,
Verächtlichmachung der staatlichen Ordnung et al im Knast zu landen.

Das von unsMartin beschriebene "über Nacht" waren z.B. 1,5 Monate, vgl.:
https://books.google.de/books?id=8iIFK3R2nW8C&pg=PA239

Für die Ausfuhr von Möbeln und Kunstwerken bedurfte es einer
Unbedenklichkeitsbescheinigung, wie ich lesen durfte. Der Bargeldtransfer war
zweifellos eingeschränkt, aber sogar Versicherungsgelder wurden ausgezahlt.
Vielleicht verblieb "übriges Geld" auch auf einem DDR-Konto und über dies
konnte nur etwas umständlich verfügt werden?

Aber zum Fall "Immobilienbesitz":

*Vielleicht* wurden dem Eigentümer auch gesagt: Entweder du verkaufst zum
normalen, offiziellen Taxpreis oder die Gemeinde verwaltet das Gebäude und
die Jahresrechung an dich sieht dann so aus:

Verwaltungskosten = 3.000 M
Mieteinnahmen = 400 M
Verlust = 2.600M, zahlbar bis ...

Und wenn Schulden (mit Zinsen) i.H. des Taxpreises aufgelaufen waren, im o.g.
Fall nach rd. 7 Jahren ... tataaa!

Dann würde das Angebot o.g. Bürgermeisterin Sinn machen. Frage bliebe, wieviel
Gewinn sie damit gemacht hätte.

Aber, wie gesacht, nur Spekulatius. Wissende vor!
Peter
Martin Funder
2020-06-16 14:56:11 UTC
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Post by Veith
Post by Martin Funder
Post by Veith
Weiß jemand konkret (oder gerüchtel), wie die Ausreise bei Immobilienbesitz
- Haus unentgeltlich weg an die Gemeinde,
- Haus blieb, Eigentümer im Westen und hatte nichts von, Gemeinde sicherte,
- "Vermögensverschleuderung" / Taxpreis oder
- 100.000M - immobilie für 5.000 M + Ausreise?
was mir nicht einleuchtet: leute, die schon vor der wende im westen
wohnten und im osten immobilien hatten, behielten diese doch ganz
regulär. das war z.b. ein üblicher fall in der umgebung von berlin, wo
viele westberliner ein grundstück hatten. das wurde dann von der
gemeinde verwaltet (verpachtet etc.), befand sich aber weiterhin in
ihrem besitz.
Ja.
Post by Martin Funder
warum sollte man für ausreisende eine andere regelung haben?
Nun, den psychischen Druck darf man nicht vergessen, schließlich wolte der
Staat die Aussiedlerzahlen (sehr) gering halten.
ob mit oder ohne verkauf: die immobilie wäre für den ausreisenden in
beiden fällen nicht mehr nutzbar. es scheint mir da etwas weit
hergeholt, dass man auf diese weise mehr begeisterung für den aufbau der
entwickelten sozialistischen gesellschaft wecken konnte.
Post by Veith
Dazu kamen ggf. Aktivitäten der Antragsteller, um ihre Ausreise zu
beschleunigen. Dazu zählten Briefe an ARD / ZDF, öffentliche Provokationen
etc., um zumindest als Unruhestifter abgeschoben zu werden. Die bekannte
Kehrseite war, ggf. wegen staatsfeindlicher Verbindungsaufnahme,
Verächtlichmachung der staatlichen Ordnung et al im Knast zu landen.
was hat das mit den immobilien zu tun?
Post by Veith
Für die Ausfuhr von Möbeln und Kunstwerken bedurfte es einer
Unbedenklichkeitsbescheinigung, wie ich lesen durfte. Der Bargeldtransfer war
zweifellos eingeschränkt, aber sogar Versicherungsgelder wurden ausgezahlt.
Vielleicht verblieb "übriges Geld" auch auf einem DDR-Konto und über dies
konnte nur etwas umständlich verfügt werden?
es geht ja offensichtlich nicht um ausfuhr.
Post by Veith
*Vielleicht* wurden dem Eigentümer auch gesagt: Entweder du verkaufst zum
normalen, offiziellen Taxpreis oder die Gemeinde verwaltet das Gebäude und
Verwaltungskosten = 3.000 M
Mieteinnahmen = 400 M
Verlust = 2.600M, zahlbar bis ...
Und wenn Schulden (mit Zinsen) i.H. des Taxpreises aufgelaufen waren, im o.g.
Fall nach rd. 7 Jahren ... tataaa!
warum sollten die ständigen verwaltungskosten für die immobilie eines
ausreisenden höher sein als für einen, der schon immer im westen war?

mfg, martin
Ronald Konschak
2020-06-16 15:02:21 UTC
Permalink
Martin Funder <***@gmx.net> schrieb:

[Gelaber]
Post by Martin Funder
warum sollten die ständigen verwaltungskosten für die immobilie eines
ausreisenden höher sein als für einen, der schon immer im westen war?
Ihre Shifttaste ist kaputt.

Ronald.
--
Erst wenn das letzte Hirn gewaschen, die letzte Menschenwürde gebrochen und
euch die letzte Freiheit genommen wurde, werdet ihr merken, daß man mit
Zeitung lesen, wählen und Steuern zahlen keine Diktatur aufhält.
Wolf gang P u f f e
2020-06-16 15:46:18 UTC
Permalink
Post by Ronald Konschak
[Gelaber]
Post by Martin Funder
warum sollten die ständigen verwaltungskosten für die immobilie eines
ausreisenden höher sein als für einen, der schon immer im westen war?
Ihre Shifttaste ist kaputt.
dann wäre aber das ? sehr umständlich zu erzeugen gewesen.
Knut Ochdorf
2020-06-16 16:06:08 UTC
Permalink
Post by Wolf gang P u f f e
Post by Ronald Konschak
Ihre Shifttaste ist kaputt.
dann wäre aber das ? sehr umständlich zu erzeugen gewesen.
Umständlich? ALT-Taste und 63 sind doch einfach.
Veith
2020-06-17 11:30:22 UTC
Permalink
Post by Martin Funder
Post by Veith
Verwaltungskosten = 3.000 M
Mieteinnahmen = 400 M
Verlust = 2.600M, zahlbar bis ...
Und wenn Schulden (mit Zinsen) i.H. des Taxpreises aufgelaufen waren, im
o.g. Fall nach rd. 7 Jahren ... tataaa!
warum sollten die ständigen verwaltungskosten für die immobilie eines
ausreisenden höher sein ...
Nun, die hier von mir vereinfachend als "Verwaltungskosten" bezeichneten
Kosten werden auch stark vom baulichen Zustand und Verwendung der Immobilie
sowie der jeweiligen, anlaßbezogenen und natürlich höchst subjektiven
Bewertung abgehangen haben.

Für vor Ort durch Gemeinde / KWV ggf. für nowendig erachtete Instandsetzung,
Um- und Ausbau sowie Modernisierung mußte natürlich der Eigentümer aufkommen.
Notfalls mußte ein Zwangskredit aufgenommen werden, der selbstverständlich,
nebst Zinsen, wieder dem Eigentümer in Rechnung gestellt wurde.

Auf der anderen Seite standen die - heutzutage geradezu als Abscheulich
anzusehenden - Niedrigsmieten.
Post by Martin Funder
... als für einen, der schon immer im westen war?
Lief eigenlich nicht anders, nur daß bei Gartengrundstücken oder Ackerflächen
ggf. weniger Modernisierungsbedarf gelten gemacht werden konnte :-D In den
1980ern soll die bitterböse DDR sogar auf die Idee gekommen sein, den
Westeigentümern kostendeckende Preise anzurechnen, d.h. ohne die in der DDR
üblicherweise geltenden Subventionen. Dies natürlich nur um sich die Immobilien
selbst unter den schmutzigen Nagel, wissenschon.

Peter
René Marquardt
2020-06-16 23:32:25 UTC
Permalink
Post by Veith
Nun, den psychischen Druck darf man nicht vergessen, schließlich wolte der
Staat die Aussiedlerzahlen (sehr) gering halten.
Wollte der das? Es ist doch immer schoen, wenn man sich der Unbequemsten
auf bequeme Weise entledigen kann, und wenn dann noch etws Profit dabei
heraus springt, um so besser. Und da wurden gerne auch Menschen, deren
Eigentum sich der Staat einkrallen wollte, kriminalisiert.

Aber meines Wissens fielen Immobilien nicht "an die Gemeinde", sondern
wurden von der jeweiligen lokalen Variante der Kommunalen Wohnungsverwaltung
bewirtschaftet.
Knut Ochdorf
2020-06-17 01:49:30 UTC
Permalink
Post by René Marquardt
Aber meines Wissens fielen Immobilien nicht "an die Gemeinde", sondern
wurden von der jeweiligen lokalen Variante der Kommunalen Wohnungsverwaltung
bewirtschaftet.
Bewirtschaftet von der KWV wurden auch die Grundstücke auch von denen,
die im Westen lebten, aber ihr Grundstück behalten hatten. Daher sagt
eine Bewirtschaftung durch die KWV nichts über den Eigentümer aus. Das
kann hier eben auch die Gemeinde sein.
Veith
2020-06-17 06:16:36 UTC
Permalink
Daher sagt eine Bewirtschaftung durch die KWV nichts über den Eigentümer aus.
Das kann hier eben auch die Gemeinde sein.
Ja,
leider "dünner" Sachverhalt.

Peter
Knut Ochdorf
2020-06-17 19:23:46 UTC
Permalink
Post by Veith
Daher sagt eine Bewirtschaftung durch die KWV nichts über den Eigentümer aus.
Das kann hier eben auch die Gemeinde sein.
Ja,
leider "dünner" Sachverhalt.
Klar. Ich wohne auch in einem Haus, was zu DDR-Zeiten durch die KWV
verwaltet wurde. Erst nach der Wende erfuhren die Mieter, daß das Haus
von der KWV nur zwangsverwaltet wurde und der Eigentümer in Franken lebte.
Bernd Ullrich
2020-06-17 20:14:09 UTC
Permalink
Post by Knut Ochdorf
Post by Veith
Daher sagt eine Bewirtschaftung durch die KWV nichts über den Eigentümer aus.
Das kann hier eben auch die Gemeinde sein.
Ja,
leider "dünner" Sachverhalt.
-----------------------------------------------------------------
Post by Knut Ochdorf
Klar. Ich wohne auch in einem Haus, was zu DDR-Zeiten durch die KWV
verwaltet wurde. Erst nach der Wende erfuhren die Mieter, daß das Haus
--------------------------------------------------------------------------------------------------------
Post by Knut Ochdorf
von der KWV nur zwangsverwaltet wurde und der Eigentümer in Franken lebte.
Das ist in den beiden Sachen so nicht nicht korrekt. (verwaltet) und
(Eigentümer).

Im Treppenhaus unten war ein Schild das darauf hinwies dass die Hütte
von der KWV verwaltet wurde mit Telefon Nr. und Anschrift.

Der Eigentümer war dort nicht aufgeführt. Das war
verboten. Datenschutz.

BU
Veith
2020-06-17 06:15:33 UTC
Permalink
Post by René Marquardt
Post by Veith
Nun, den psychischen Druck darf man nicht vergessen, schließlich wolte der
Staat die Aussiedlerzahlen (sehr) gering halten.
Wollte der das?
Ja.
Post by René Marquardt
Es ist doch immer schoen, wenn man sich der Unbequemsten
auf bequeme Weise entledigen kann,
Eigentlich ja, wäre auch meine favorisierte Variante gewesen.
Gerüchten zufolge handelt(e) Kuba regelmäßg in Schüben so.
Post by René Marquardt
und wenn dann noch etws Profit dabei
heraus springt, um so besser. Und da wurden gerne auch Menschen, deren
Eigentum sich der Staat einkrallen wollte, kriminalisiert.
Das erinert wieder fatal an unsBoris gefühlten Enteignungen. Hier fehlen
Fallzahlen und konkrete Beispiele mit nachvollziehbaren Sachverhalt.

MMn ist das nur Umklappen eigener "Sozialisierung".

Peter
Lars Gebauer
2020-06-17 09:47:08 UTC
Permalink
Post by René Marquardt
und wenn dann noch etws Profit dabei
heraus springt, um so besser. Und da wurden gerne auch Menschen, deren
Eigentum sich der Staat einkrallen wollte, kriminalisiert.
Dürfte stark davon abhängig gewesen sein, um welche Art Eigentum es sich
gehandelt hat.

Münzen, Briefmarken, Antiquitäten, ... die sich auf dem internationalen
Kunstmarkt gut versilbern ließen? - Eventuell schon. Aber Immoblien? -
Doch eher nur in Ausnahmefällen.
--
"Nimm dir den Becher, Knabe! Es ist besser, trunken als tot am Boden zu
liegen."
Florian Ritter
2020-06-18 15:56:08 UTC
Permalink
Post by René Marquardt
Post by Veith
Nun, den psychischen Druck darf man nicht vergessen, schließlich wolte der
Staat die Aussiedlerzahlen (sehr) gering halten.
Wollte der das? Es ist doch immer schoen, wenn man sich der Unbequemsten
auf bequeme Weise entledigen kann, und wenn dann noch etws Profit dabei
heraus springt, um so besser. Und da wurden gerne auch Menschen, deren
Eigentum sich der Staat einkrallen wollte, kriminalisiert.
Aber meines Wissens fielen Immobilien nicht "an die Gemeinde", sondern
wurden von der jeweiligen lokalen Variante der Kommunalen Wohnungsverwaltung
bewirtschaftet.
Also in Ostberlin wurden in Westbesitz befindliche Immobilien
mitnichten von den KWVen, vielmehr von einer privaten Firma
verwaltet (die Firma gibt's noch).

FR
d***@gmail.com
2020-06-19 05:18:23 UTC
Permalink
Post by Florian Ritter
Post by René Marquardt
Post by Veith
Nun, den psychischen Druck darf man nicht vergessen, schließlich wolte der
Staat die Aussiedlerzahlen (sehr) gering halten.
Wollte der das? Es ist doch immer schoen, wenn man sich der Unbequemsten
auf bequeme Weise entledigen kann, und wenn dann noch etws Profit dabei
heraus springt, um so besser. Und da wurden gerne auch Menschen, deren
Eigentum sich der Staat einkrallen wollte, kriminalisiert.
Aber meines Wissens fielen Immobilien nicht "an die Gemeinde", sondern
wurden von der jeweiligen lokalen Variante der Kommunalen Wohnungsverwaltung
bewirtschaftet.
Also in Ostberlin wurden in Westbesitz befindliche Immobilien
mitnichten von den KWVen, vielmehr von einer privaten Firma
verwaltet (die Firma gibt's noch).
FR
Alscher hieß diese Firma.

BGE
gunter kühne
2020-06-19 06:32:34 UTC
Permalink
Post by Florian Ritter
Post by René Marquardt
Post by Veith
Nun, den psychischen Druck darf man nicht vergessen, schließlich wolte der
Staat die Aussiedlerzahlen (sehr) gering halten.
Wollte der das? Es ist doch immer schoen, wenn man sich der Unbequemsten
auf bequeme Weise entledigen kann, und wenn dann noch etws Profit dabei
heraus springt, um so besser. Und da wurden gerne auch Menschen, deren
Eigentum sich der Staat einkrallen wollte, kriminalisiert.
Aber meines Wissens fielen Immobilien nicht "an die Gemeinde", sondern
wurden von der jeweiligen lokalen Variante der Kommunalen Wohnungsverwaltung
bewirtschaftet.
Also in Ostberlin wurden in Westbesitz befindliche Immobilien
mitnichten von den KWVen, vielmehr von einer privaten Firma
verwaltet (die Firma gibt's noch).
FR
Gabs in Dresden auch, die hausten auf dem weißen Hirsch.
Bei Einfamielenhäusern, lief das in Radebeul bei meiner Verwandtschaft,
anders.
( Zeitpunkt 1984)

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