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Qualität hat ihren Preis ...
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Chr. Maercker
2021-01-09 23:17:01 UTC
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... dürfte sich aber dennoch lohnen:
<https://de.wikipedia.org/wiki/AKA_electric_RG28>

Heute auf der Wikipedia-Homepage verlinkt.

Ein würdiger Nachfolger dessen, was einst "Deutsche Wertarbeit" genannt
wurde.
--
CU Chr. Maercker.
Jörg Knebel
2021-01-10 07:10:35 UTC
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Post by Chr. Maercker
Ein würdiger Nachfolger dessen, was einst "Deutsche Wertarbeit" genannt
wurde.
Wie es aussieht haben die Pommis sogar noch welche auf Lager:

<https://picclick.co.uk/Made-in-GDR-DDR-Mixer-RG28s-AKA-electric-203241812428.html>
Wolf gang P u f f e
2021-01-10 08:33:05 UTC
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Post by Chr. Maercker
<https://de.wikipedia.org/wiki/AKA_electric_RG28>
Heute auf der Wikipedia-Homepage verlinkt.
Ein würdiger Nachfolger dessen, was einst "Deutsche Wertarbeit" genannt
wurde.
Und es wird feste an der Wikiseite gearbeitet:
"Diese Seite wurde zuletzt am 10. Januar 2021 um 08:27 Uhr bearbeitet."
Uwe Schickedanz
2021-01-10 09:41:55 UTC
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On Sun, 10 Jan 2021 09:33:05 +0100, Wolf gang P u f f e
Post by Wolf gang P u f f e
Post by Chr. Maercker
<https://de.wikipedia.org/wiki/AKA_electric_RG28>
Heute auf der Wikipedia-Homepage verlinkt.
Ein würdiger Nachfolger dessen, was einst "Deutsche Wertarbeit" genannt
wurde.
"Diese Seite wurde zuletzt am 10. Januar 2021 um 08:27 Uhr bearbeitet."
Überraschung: das ist das Prinzip der Wikipedia.

Gruß Uwe
--
Das Dilemma der DDR: 16 Mio. Widerstandskämpfer wurden von
16 Mio. Stasispitzeln überwacht.
=== http://www.sicherheitslampe.de ===
Wolf gang P u f f e
2021-01-10 14:38:19 UTC
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Post by Uwe Schickedanz
On Sun, 10 Jan 2021 09:33:05 +0100, Wolf gang P u f f e
Post by Wolf gang P u f f e
Post by Chr. Maercker
<https://de.wikipedia.org/wiki/AKA_electric_RG28>
Heute auf der Wikipedia-Homepage verlinkt.
Ein würdiger Nachfolger dessen, was einst "Deutsche Wertarbeit" genannt
wurde.
"Diese Seite wurde zuletzt am 10. Januar 2021 um 08:27 Uhr bearbeitet."
Überraschung: das ist das Prinzip der Wikipedia.
Überraschend ist lediglich, dass dieses Produkt seit Jahren regelmäßig
immer wieder in Ost-Dokus im TV ein Thema ist und damit gleichlaufend
auch in Wiki "herumgerührt" wird. ;-)
Seit Jahren, zig Dokus wo dieses RG28 vorkam, auch in Erinnerung eine
endlos lange Sendung, wo eine Frau mir einschläfernder Stimme ihr
Rührgerät vergötterte und WIMRE die ehem. Produktionsstätte aufsuchte
und mit Arbeitern, Kontrolleuren und Entwicklern dieses Gerätes sprach.
Anno 2016: "Kommen Rührgeräte in den Himmel?"
Das hier ist aber nur ein Trailer eines Kinofilmes(!?)
Ich glaube, der komplette Film war irgendwann mal Nachts im TV zu sehen.
https://www.tagesspiegel.de/kultur/doku-ueber-nachhaltigkeit-verliebt-in-rg28/14636598.html
Ansonsten war RG28 bereits 2015 im TV:

Und nun, 2020, etwas öfters, weil sonst durch die Coronakriese nichts
Neues kommt:
https://www.mdr.de/nachrichten/panorama/ddr-ruehrgeraet-mixer-stiftung-warentest-100.html
https://www.mdr.de/tv/programm/sendung903658.html
https://www.ardmediathek.de/mdr/video/umschau/ostdeutsche-kultmarken-im-wendemuseum-in-kalifornien/mdr-fernsehen/Y3JpZDovL21kci5kZS9iZWl0cmFnL2Ntcy8wN2VmZTZhNi0zM2EzLTQ1YzktOGYwOS1lM2QyYWYxOWU4ZTA/
https://www.tagesspiegel.de/kultur/doku-ueber-nachhaltigkeit-verliebt-in-rg28/14636598.html
Ronald Konschak
2021-01-10 08:58:00 UTC
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Post by Chr. Maercker
<https://de.wikipedia.org/wiki/AKA_electric_RG28>
Heute auf der Wikipedia-Homepage verlinkt.
Ein würdiger Nachfolger dessen, was einst "Deutsche Wertarbeit" genannt
wurde.
Ich darf zum wiederholten Mal vermelden, dass sich meine K 109
bester Funktionsfähigkeit bei täglichem Gebrauch erfreut.

Ronald.
--
Glaub nichts solange es nicht öffentlich bestritten wurde!
Achim Ebeling
2021-01-10 10:03:25 UTC
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Post by Ronald Konschak
Post by Chr. Maercker
<https://de.wikipedia.org/wiki/AKA_electric_RG28>
Heute auf der Wikipedia-Homepage verlinkt.
Ein würdiger Nachfolger dessen, was einst "Deutsche Wertarbeit" genannt
wurde.
Ich darf zum wiederholten Mal vermelden, dass sich meine K 109
bester Funktionsfähigkeit bei täglichem Gebrauch erfreut.
Ich weiß es nicht, aber ich könnte mir vorstellen, dass damals noch
keine "Sollbruchstellen" verbaut wurden.
Es wurde auf Langlebigkeit geachtet.
Ich habe hier auch eine Kaffeemühle? "AKA-Mona" in Betrieb.
Und das seid über 20 Jahren.
--
Bis denne
Achim
Frank Möller
2021-01-10 10:29:14 UTC
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Post by Achim Ebeling
Post by Ronald Konschak
Post by Chr. Maercker
<https://de.wikipedia.org/wiki/AKA_electric_RG28>
Heute auf der Wikipedia-Homepage verlinkt.
Ein würdiger Nachfolger dessen, was einst "Deutsche Wertarbeit" genannt
wurde.
Ich darf zum wiederholten Mal vermelden, dass sich meine K 109
bester Funktionsfähigkeit bei täglichem Gebrauch erfreut.
Ich weiß es nicht, aber ich könnte mir vorstellen, dass damals noch
keine "Sollbruchstellen" verbaut wurden.
Doch, das haben sie im Zuge des zunehmenden "Neuererwesens" schon
sukzessive getan, indem z. B. Metallteile durch Plastikgedöns ersetzt
wurden. Diese "Neuerer" haben dann Prämien kassiert und die betreffenden
Produkte wurden zunehmend zu Wegwerfartikeln. Den Begriff "geplante
Obsoleszenz" gab es zwar noch nicht - aber es wurde schon praktiziert.
Post by Achim Ebeling
Es wurde auf Langlebigkeit geachtet.
... für Artikel, die man im Westen (etwa via "Quelle") verkaufen wollte.

--
Peter Veith
2021-01-10 10:42:57 UTC
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Post by Frank Möller
Post by Achim Ebeling
Ich weiß es nicht, aber ich könnte mir vorstellen, dass damals noch
keine "Sollbruchstellen" verbaut wurden.
Doch, das haben sie im Zuge des zunehmenden "Neuererwesens" schon
sukzessive getan,
Negativ.
Post by Frank Möller
indem z. B. Metallteile durch Plastikgedöns ersetzt wurden.
Hier ging es darum, wertvolle Rohstoffe einzusparen.

Daß dadurch Gebrauchseigenschaften flöten gingen, war Kollateralschaden.
Post by Frank Möller
Post by Achim Ebeling
Es wurde auf Langlebigkeit geachtet.
... für Artikel, die man im Westen (etwa via "Quelle") verkaufen wollte.
Ein Zusammenhang wird es nicht direkt gegeben haben.

ZITAT
"Wie kommt es, dass das [DDR-Gerät] so robust ist? Eine Erklärung
findet sich in den Archiven. Die Technischen Normen, Gütevorschriften
und Lieferbedingungen der DDR, kurz TGL, waren gesetzliche Vorgaben.

Das [DDR-Gerät] wurde während seiner Entwicklung laut TGL über Monate
geprüft .... Die Großserienproduktion des [DDR-Geräts] begann erst nach
Jahren Entwicklungszeit. Erst da konnten alle Forderungen der TGL ...
erfüllt werden.

Dementsprechend zuverlässig arbeiten die Geräte bis heute."
http://www.vdi-bb.de/ak/sqp/VDI-SQP/ForumWare_43_2015_1_2_print-2.pdf
(S. 46; Abruf 01.08.2018; Offline)

Veith
--
"Wessen sollen wir uns rühmen, wenn nicht der DDR" Peter Hacks.
http://www.DDR-LUFTWAFFE.de
Frank Möller
2021-01-10 11:00:42 UTC
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Post by Peter Veith
Post by Frank Möller
Post by Achim Ebeling
Ich weiß es nicht, aber ich könnte mir vorstellen, dass damals noch
keine "Sollbruchstellen" verbaut wurden.
Doch, das haben sie im Zuge des zunehmenden "Neuererwesens" schon
sukzessive getan,
Negativ.
Steck Du wieder mal ruhig den Kopf in den märkischen Sand. Paßt scho.
Post by Peter Veith
Post by Frank Möller
indem z. B. Metallteile durch Plastikgedöns ersetzt wurden.
Hier ging es darum, wertvolle Rohstoffe einzusparen.
Das mag einer der Hintergründe sein - und es ändert _nichts_ am Ergebnis.
Post by Peter Veith
Daß dadurch Gebrauchseigenschaften flöten gingen, war Kollateralschaden.
Ach!?
Post by Peter Veith
Post by Frank Möller
Post by Achim Ebeling
Es wurde auf Langlebigkeit geachtet.
... für Artikel, die man im Westen (etwa via "Quelle") verkaufen wollte.
Ein Zusammenhang wird es nicht direkt gegeben haben.
LOL. Es gab teilweise sogar doppelte Qualitätskontrollen für Produkte mit
Zielort "NSW". Man wußte schon, wieso. Wenn man ohnehin nur (zu) wenige
valutazahlende Kundschaft hatte, wollte man wenigstens die bei Laune
halten.

--
Peter Veith
2021-01-10 11:13:28 UTC
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Post by Frank Möller
Post by Peter Veith
Hier ging es darum, wertvolle Rohstoffe einzusparen.
Das mag einer der Hintergründe sein - und es ändert _nichts_ am Ergebnis.
Hey, was habe ich gerade gelernt: Es kommt auf die Motivation an!

Wenn ich meinen Nachbarn verpfeife, weil er bei Oma _und_ Opa zu Besuch
war, dann ist das keine schnöde Denunziation, sondern Dienst an der
Allgemeinheit.

Sofern die Genossen Neuerer wertvolle Rohstoffe einsparten und das
Produkt dann nicht mehr 10 sondern "nur" noch 5 Jahre hielt, dann waren
das - tatsächlich - keine "Sollbruchstellen", das Produkt im Vergleich
zum Westen immer noch "langlebig" und lediglich Kollateralschaden.

Du wolltest nur unsere Produkte nebst Neuererwesen madig machen, pah!

Veith
--
"Wessen sollen wir uns rühmen, wenn nicht der DDR" Peter Hacks.
http://www.DDR-LUFTWAFFE.de
Frank Möller
2021-01-10 11:32:10 UTC
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Post by Peter Veith
Sofern die Genossen Neuerer wertvolle Rohstoffe einsparten und das
Produkt dann nicht mehr 10 sondern "nur" noch 5 Jahre hielt, dann waren
das - tatsächlich - keine "Sollbruchstellen", das Produkt im Vergleich
^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^
Post by Peter Veith
zum Westen immer noch "langlebig"
^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^

<GRÖL>
Post by Peter Veith
und lediglich Kollateralschaden.
Wie gesagt, solcherlei euphemistisches Wiederkäuen ändert nichts am
Sachverhalt.
Post by Peter Veith
Du wolltest nur unsere Produkte nebst Neuererwesen madig machen, pah!
... sagt ausgerechnet ein NVA-Offizier, der "Produktion" zur damaligen Zeit
höchstens aus der "Aktuellen Kamera" kannte.

--
Peter Veith
2021-01-10 11:40:24 UTC
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Post by Frank Möller
<GRÖL>
Wie gesagt, solcherlei euphemistisches Wiederkäuen (...)
... sagt ausgerechnet (...)
Ok, jetzt sind wir wieder beim Wesen und Substanz Deiner Aussage angekommen.

Danke für Dein klares Glaubensbekenntnis.

Veith
--
Non forum sed vitae discimus
http://ddr-luftwaffe.blogspot.com
Frank Möller
2021-01-10 11:47:50 UTC
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Post by Peter Veith
Post by Frank Möller
<GRÖL>
Wie gesagt, solcherlei euphemistisches Wiederkäuen (...)
... sagt ausgerechnet (...)
Ok, jetzt sind wir wieder beim Wesen und Substanz Deiner Aussage angekommen.
Dummerweise kannst Du ja _wieder_ _einmal_ trotz "kreativen Kwotens" nicht
eine einzige Silbe davon entkräften. Ja, Scheiße, gelt?
Post by Peter Veith
Danke für Dein klares Glaubensbekenntnis.
Kärche is neman. Sachen Se ma, aarbeetn Se übbrhaupt?

--
Guido Grohmann
2021-01-10 16:10:12 UTC
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Post by Peter Veith
Das [DDR-Gerät] wurde während seiner Entwicklung laut TGL über Monate
geprüft .... Die Großserienproduktion des [DDR-Geräts] begann erst nach
Jahren Entwicklungszeit. Erst da konnten alle Forderungen der TGL ...
erfüllt werden.
Nunja, es gab auch seinrzeit schon Geräte, die beim Kunden gereift sind.
Der Sternrecorder R160 machte in den ersten beiden Jahren so einige
technische Änderungen durch, weil die Berliner ein paar
Konstruktionsmängel drin hatten. Einen 1972er R160 im Originalzustand zu
bekommen ist heutezutage nicht mehr so einfach, viele wurden mal in
einer Werkstatt umgebaut.

Und dann kamen die Sparmaßnahmen dazu: Papierbeschichtes Gehäuse,
einfachere Henkelbefestigung, schlichteres Gehäuse beim R1612, bedruckte
Gehäuseteile statt geprägter Gehäuseblenden - bei den bedruckten rieb
sich dann irgendwann die Schrift ab.

Guido
Ronald Konschak
2021-01-10 12:05:20 UTC
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Post by Frank Möller
Post by Achim Ebeling
Post by Ronald Konschak
Ich darf zum wiederholten Mal vermelden, dass sich meine K 109
bester Funktionsfähigkeit bei täglichem Gebrauch erfreut.
Ich weiß es nicht, aber ich könnte mir vorstellen, dass damals noch
keine "Sollbruchstellen" verbaut wurden.
Doch, das haben sie im Zuge des zunehmenden "Neuererwesens" schon
sukzessive getan, indem z. B. Metallteile durch Plastikgedöns ersetzt
wurden.
Die Verwendung von Plastwerkstoffen beeinträchtigt die
Lebensdauer kaum. Besagte K 109 besteht zu wenigstens 90 %
aus Plaste. Metall und Keramik wurden nur da verwendet, wo
es aus Gründen der Hitzebeständigkeit notwendig ist.

Die Sollbruchstellen entstehen durch bewusste Unterdimensio-
nierung von Bauteilen. Dabei ist es unerheblich, ob die aus
Plaste oder Metall bestehen. Die dahinterstehende Absicht ist
sicher klar. Dass das Neurerwesen der DDR darauf ausgerichtet
war, die Lebensdauer von Geräten und Maschinen absichtlich zu
verkürzen, ist eine ziemllich absurde Behauptung.

Übrigens: Gedöns hatte wir in der DDR nicht.

Ronald.
--
Glaub nichts solange es nicht öffentlich bestritten wurde!
Frank Möller
2021-01-10 16:46:02 UTC
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Post by Ronald Konschak
Post by Frank Möller
Post by Achim Ebeling
Post by Ronald Konschak
Ich darf zum wiederholten Mal vermelden, dass sich meine K 109
bester Funktionsfähigkeit bei täglichem Gebrauch erfreut.
Ich weiß es nicht, aber ich könnte mir vorstellen, dass damals noch
keine "Sollbruchstellen" verbaut wurden.
Doch, das haben sie im Zuge des zunehmenden "Neuererwesens" schon
sukzessive getan, indem z. B. Metallteile durch Plastikgedöns ersetzt
wurden.
Die Verwendung von Plastwerkstoffen beeinträchtigt die
Lebensdauer kaum.
Du bist schuld! Die vertrockneten Knilche mit dem Rotstift bekommen gerade
erstmals multiple Orgasmen...
Post by Ronald Konschak
Die Sollbruchstellen entstehen durch bewusste Unterdimensio-
nierung von Bauteilen.
Der Ersatz von ehemals langfristig funktionierenden mechanisch belasteten
Metallteilen durch wesentlich kürzer funktionierendes Plastik ist genau
das.
Post by Ronald Konschak
Dabei ist es unerheblich, ob die aus Plaste oder Metall bestehen.
Amen.

--
Frank Nitzschner
2021-01-11 08:09:12 UTC
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Post by Frank Möller
Post by Achim Ebeling
Es wurde auf Langlebigkeit geachtet.
... für Artikel, die man im Westen (etwa via "Quelle") verkaufen wollte.
Und das waren, bis auf den Markennamen, halt die
idendischen Inlandsgeräte. Mal abgesehen von deren
Verfügbarkeit im DDR-Einzelhandel..

Grüsse
Frank
Bernd Ullrich
2021-01-10 10:32:18 UTC
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Post by Achim Ebeling
Post by Ronald Konschak
Post by Chr. Maercker
<https://de.wikipedia.org/wiki/AKA_electric_RG28>
Heute auf der Wikipedia-Homepage verlinkt.
Ein würdiger Nachfolger dessen, was einst "Deutsche Wertarbeit" genannt
wurde.
Ich darf zum wiederholten Mal vermelden, dass sich meine K 109
bester Funktionsfähigkeit bei täglichem Gebrauch erfreut.
Ich weiß es nicht, aber ich könnte mir vorstellen, dass damals noch
keine "Sollbruchstellen" verbaut wurden.
Es wurde auf Langlebigkeit geachtet.
------------------------------
Post by Achim Ebeling
Ich habe hier auch eine Kaffeemühle? "AKA-Mona" in Betrieb.
Und das seid über 20 Jahren.
SWM 4 hier seit den 80ern.

BU
Frank Möller
2021-01-10 11:37:14 UTC
Antworten
Permalink
Post by Bernd Ullrich
Post by Achim Ebeling
Post by Ronald Konschak
Post by Chr. Maercker
<https://de.wikipedia.org/wiki/AKA_electric_RG28>
Heute auf der Wikipedia-Homepage verlinkt.
Ein würdiger Nachfolger dessen, was einst "Deutsche Wertarbeit" genannt
wurde.
Ich darf zum wiederholten Mal vermelden, dass sich meine K 109
bester Funktionsfähigkeit bei täglichem Gebrauch erfreut.
Ich weiß es nicht, aber ich könnte mir vorstellen, dass damals noch
keine "Sollbruchstellen" verbaut wurden.
Es wurde auf Langlebigkeit geachtet.
------------------------------
Post by Achim Ebeling
Ich habe hier auch eine Kaffeemühle? "AKA-Mona" in Betrieb.
Und das seid über 20 Jahren.
SWM 4 hier seit den 80ern.
Und? An solch simplen Schlagmesser-Mühlen geht auch nicht viel kaputt. Da
laufen sogar noch die von KRUPS aus den 60ern. Das ist nix, was man als
sagenhafte Tätärä-Qualität beweihräuchern müßte.

--
Achim Ebeling
2021-01-10 11:53:35 UTC
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Post by Frank Möller
Post by Bernd Ullrich
Post by Achim Ebeling
Post by Ronald Konschak
Post by Chr. Maercker
<https://de.wikipedia.org/wiki/AKA_electric_RG28>
Heute auf der Wikipedia-Homepage verlinkt.
Ein würdiger Nachfolger dessen, was einst "Deutsche Wertarbeit" genannt
wurde.
Ich darf zum wiederholten Mal vermelden, dass sich meine K 109
bester Funktionsfähigkeit bei täglichem Gebrauch erfreut.
Ich weiß es nicht, aber ich könnte mir vorstellen, dass damals noch
keine "Sollbruchstellen" verbaut wurden.
Es wurde auf Langlebigkeit geachtet.
------------------------------
Post by Achim Ebeling
Ich habe hier auch eine Kaffeemühle? "AKA-Mona" in Betrieb.
Und das seid über 20 Jahren.
SWM 4 hier seit den 80ern.
Und? An solch simplen Schlagmesser-Mühlen geht auch nicht viel kaputt. Da
laufen sogar noch die von KRUPS aus den 60ern. Das ist nix, was man als
sagenhafte Tätärä-Qualität beweihräuchern müßte.
Sagt wer?
Ach, der Frank Möller.
Na denn...
--
Bis denne
Achim
Lars Gebauer
2021-01-10 12:16:37 UTC
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Post by Achim Ebeling
Post by Ronald Konschak
Ich darf zum wiederholten Mal vermelden, dass sich meine K 109
bester Funktionsfähigkeit bei täglichem Gebrauch erfreut.
Ich weiß es nicht, aber ich könnte mir vorstellen, dass damals noch
keine "Sollbruchstellen" verbaut wurden.
Tat man damals nicht, tut man heute nicht.
Post by Achim Ebeling
Es wurde auf Langlebigkeit geachtet.
Richtig. Jedes Produkt wird auf eine bestimmte Mindesthaltbarkeit hin
konstruiert. Damals wie heute. Diese Produktzyklen waren "früher"
typischerweise größer als heute.
--
"Astrein!"

--Marie, 21, experimentierfreudig beim Sex im Wald
Christian Winther
2021-01-10 14:43:56 UTC
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Permalink
Am 10.01.2021 um 11:03 schrieb Achim Ebeling:
[...]
Post by Achim Ebeling
Ich weiß es nicht, aber ich könnte mir vorstellen, dass damals noch
keine "Sollbruchstellen" verbaut wurden.
Es wurde auf Langlebigkeit geachtet.
Ich habe hier auch eine Kaffeemühle? "AKA-Mona" in Betrieb.
Und das seid über 20 Jahren.
Es ist IMHO eine Frage der Zielstellung, mit welcher man an die
Entwicklung eines Produktes herangeht und natürlich welche Möglichkeiten
(Material, Technologie, ...) man hat.

Es gab da die Anektode von den NARVA-Ingenieuren, die eine Glühlampe mit
1,5(?)-facher Lebensdauer entwickelt hatten und damit auf einer Messe
auftraten. Von den bundesdeutschen Kollegen bekamen sie dann eine
Antwort in der Art: "... was ewig hält bringt keine Geld ..."

Die DDR hat - wenn irgendwie - möglich wegen ihrer begrenzten Ressourcen
auf Langlebigkeit gesetzt.

Andere Motivation: Minimierung des Service-Aufwandes.

Die Fernschreiber des MWZ wurden 14 Tage im Dauerlauf bei erhöhter
Temparatur und Spannung getestet.
Grund: Provozieren der Frühausfallphase der Elektronik.

Das war billiger als Service-Leute in Größenordnung weltweit rumreisen
zu lassen.

Als im Westen die Ingenieure noch das Sagen hatten wurden auch
langlebige Produkte entwickelt. Die Mercedes Benz der Baureihen z.B.
W123, W124 stehen dafür. Da gab es mal eine Werbung: "... nach 500.000km
wurde zum ersten Mal ein wesentliches Teil an dem Auto gewechselt: Der
Fahrer. ..."

Dann kam irgendwann Herr Lopez und Genossen ...

Und Maßnahmen, welche angeblich dem Umweltschutz dienen:

- Der heutige Nirosta-Stahl (kein Nickel mehr?) in den Geschirrspülern
hält noch ungefähr 5Jahre, je nach Salz-Einsatz. Mein
Siemens-Geschirrspüler aus Mitte der '90ger hat 20 Jahre gehalten und
ist nicht wegen defektem Behälter ersetzt worden.

- bleifreies Lötzinn: Führt im Zusammenhang mit der Erwärung/Abkühlung
der Lötstellen zur Versprödung dieser und dann damit zu kalten
Lötstellen. War vor allem Anfang der 2000er ein großes Problem.
Mittlerweile durch komplexere Lote etwas entschärft.

MfG Christian
Wolf gang P u f f e
2021-01-10 16:01:38 UTC
Antworten
Permalink
Post by Christian Winther
[...]
Post by Achim Ebeling
Ich weiß es nicht, aber ich könnte mir vorstellen, dass damals noch
keine "Sollbruchstellen" verbaut wurden.
Es wurde auf Langlebigkeit geachtet.
Ich habe hier auch eine Kaffeemühle? "AKA-Mona" in Betrieb.
Und das seid über 20 Jahren.
Es ist IMHO eine Frage der Zielstellung, mit welcher man an die
Entwicklung eines Produktes herangeht und natürlich welche Möglichkeiten
(Material, Technologie, ...) man hat.
Es gab da die Anektode von den NARVA-Ingenieuren, die eine Glühlampe mit
1,5(?)-facher Lebensdauer entwickelt hatten und damit auf einer Messe
auftraten. Von den bundesdeutschen Kollegen bekamen sie dann eine
Antwort in der Art: "... was ewig hält bringt keine Geld ..."
Die DDR hat - wenn irgendwie - möglich wegen ihrer begrenzten Ressourcen
auf Langlebigkeit gesetzt.
Ja, das waren die Langlebensdauerlampen mit 2500h Leuchtdauer.
Lustigerweise (zum Thema Sollbruchstellen) ist hier anzumerken, dass
auch diese AHD-Lampen von Narva zwei Sollbruchstellen eingebaut
hatten, die beim Ableben des Glühdrahtes als Sicherung gedacht waren.
Irgendwo in einem anderen Thread hatte ich Fotos von den beiden
"Sollbruchstellen" dieser Narva-Lampen gezeigt.
Loading Image...

Im Gegensatz zu den damals berühmten Lampen aus Bruderland, Marke Elorg,
die mit lautem Knall und Feuerwerk durchs Zimmer fliegen konnten.
Frank Nitzschner
2021-01-11 20:02:18 UTC
Antworten
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Post by Christian Winther
Es ist IMHO eine Frage der Zielstellung, mit welcher man an die
Entwicklung eines Produktes herangeht und natürlich welche Möglichkeiten
(Material, Technologie, ...) man hat.
Bestes Beispiel, IMHO:
https://de.wikipedia.org/wiki/Superfest

Grüsse
Frank
Frank Müller
2021-01-11 20:29:16 UTC
Antworten
Permalink
Post by Frank Nitzschner
Post by Christian Winther
Es ist IMHO eine Frage der Zielstellung, mit welcher man an die
Entwicklung eines Produktes herangeht und natürlich welche Möglichkeiten
(Material, Technologie, ...) man hat.
https://de.wikipedia.org/wiki/Superfest
Das Verfahren wird heute noch bei Handy-Displays
verwendet, aber Trinkgläser macht damit keiner mehr.

Frank
Hans-R. Biermann
2021-01-12 18:24:57 UTC
Antworten
Permalink
Post by Frank Nitzschner
Post by Christian Winther
Es ist IMHO eine Frage der Zielstellung, mit welcher man an die
Entwicklung eines Produktes herangeht und natürlich welche Möglichkeiten
(Material, Technologie, ...) man hat.
https://de.wikipedia.org/wiki/Superfest
"Glasstrukturforschung" hat nix mit organischer Chemie zutun, weshalb es
nach meinem Dafürhalten "Zentralinstitut für anorganische Chemie" heißen
muß - FR
Frank Nitzschner
2021-01-13 18:08:07 UTC
Antworten
Permalink
Post by Hans-R. Biermann
"Glasstrukturforschung" hat nix mit organischer Chemie zutun, weshalb es
nach meinem Dafürhalten "Zentralinstitut für anorganische Chemie" heißen
muß - FR
Ja. Hier steht auch richtig "anorganisch":
https://digitalcosmonaut.com/2020/superfest-ceverit-glass-ddr/

Grüsse
Frank
Arno Welzel
2021-01-10 13:02:36 UTC
Antworten
Permalink
Post by Chr. Maercker
<https://de.wikipedia.org/wiki/AKA_electric_RG28>
Ja - das war noch Haltbarkeit. Aber da waren Begriff wie "Obsoleszenz"
auch noch unbekannt. Heute wird das angehenden Produktdesignern explizit
beigebracht.
Post by Chr. Maercker
Ein würdiger Nachfolger dessen, was einst "Deutsche Wertarbeit" genannt
wurde.
Nachfolger? Nein, eher die Erinnerung daran. Heutzutage gibt es sowas
nicht mehr.
--
Arno Welzel
https://arnowelzel.de
Chr. Maercker
2021-01-11 12:23:35 UTC
Antworten
Permalink
Post by Arno Welzel
Ja - das war noch Haltbarkeit. Aber da waren Begriff wie "Obsoleszenz"
auch noch unbekannt. Heute wird das angehenden Produktdesignern explizit
beigebracht.
In d.r.f. hat vor nicht allzu langer Zeit jemand behauptet, geplante
Obsoleszenz gäbe es nicht. Man würde lediglich dem Umstand Rechnung
tragen, dass z.B. Heimwerker-Maschinen so selten benutzt werden, dass
sie nicht in Profiqualität gefertigt werden müssten. Als Strafe für
derart dreiste Behauptungen schlage ich drei Runden im Shaker eines RG28
vor. ;-)
Post by Arno Welzel
Post by Chr. Maercker
Ein würdiger Nachfolger dessen, was einst "Deutsche Wertarbeit" genannt
wurde.
Nachfolger? Nein, eher die Erinnerung daran. Heutzutage gibt es sowas
nicht mehr.
Das Reich, in dem jener Begriff entstanden ist, war *vor* der DDR.
Ingenieure haben aber noch Jahrenach Untergang des Reichs nach solchen
Grundsätzen konstruiert. Ich bin mir nicht sicher, ob die lange
Haltbarkeit mancher DDR-Geräte durch Weisungen der Partei zustande kam
oder einfach deswegen, weil die Konstrukteure halt von alters her so
gearbeitet haben. Der Parteiführung konnte es aber recht sein, wenn
damit die Nachfrage in Grenzen gehalten werden konnte.
Eher war es umgekehrt: Westdeutsche Firmen, z.B. Neckermann, forderten
von DDR-Betrieben ausdrücklich billige Produkte, die nicht allzu lange
halten. Erzählt wurde das Anfang 1970er z.B. über Plastik-Eimer.
--
CU Chr. Maercker.
Frank Hucklenbroich
2021-01-10 15:03:25 UTC
Antworten
Permalink
Post by Chr. Maercker
<https://de.wikipedia.org/wiki/AKA_electric_RG28>
Heute auf der Wikipedia-Homepage verlinkt.
Ein würdiger Nachfolger dessen, was einst "Deutsche Wertarbeit" genannt
wurde.
Ich bin mir relativ sicher, daß meine Mutter auch so ein Ding im Einsatz
hatte, allerdings war das weiß oder hellgrau.

Zeitschiene 70er Jahre im Westen.

Ich muss beizeiten mal nachfragen, ob das Gerät noch existiert.

Grüße,

Frank
Uwe Schickedanz
2021-01-11 15:25:17 UTC
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On Sun, 10 Jan 2021 16:03:25 +0100, Frank Hucklenbroich
Post by Frank Hucklenbroich
Post by Chr. Maercker
<https://de.wikipedia.org/wiki/AKA_electric_RG28>
Heute auf der Wikipedia-Homepage verlinkt.
Ein würdiger Nachfolger dessen, was einst "Deutsche Wertarbeit" genannt
wurde.
Ich bin mir relativ sicher, daß meine Mutter auch so ein Ding im Einsatz
hatte, allerdings war das weiß oder hellgrau.
Unserer ist orange, aber in der Verwandschaft gibt es auch weiße.


Gruß Uwe
--
Das Dilemma der DDR: 16 Mio. Widerstandskämpfer wurden von
16 Mio. Stasispitzeln überwacht.
=== http://www.sicherheitslampe.de ===
Chr. Maercker
2021-01-11 17:35:46 UTC
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Frank Hucklenbroich wrote:
[AKA RG28]
Post by Frank Hucklenbroich
Ich bin mir relativ sicher, daß meine Mutter auch so ein Ding im Einsatz
hatte, allerdings war das weiß oder hellgrau.
Die Dinger gab es nicht nur in rot.
Post by Frank Hucklenbroich
Zeitschiene 70er Jahre im Westen.
Vermutlich von Quelle, oder?
Post by Frank Hucklenbroich
Ich muss beizeiten mal nachfragen, ob das Gerät noch existiert.
Vor ca. 2 Jahren habe ich bei meinen Eltern einen Mixer entsorgt. Ging
nicht mehr und war vermutlich auch DDR-Produkt, aber kein RG28, es sah
anders aus, zylinderförmiger Korpus.
--
CU Chr. Maercker.
Achim Ebeling
2021-01-11 19:16:44 UTC
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Post by Chr. Maercker
Vermutlich von Quelle, oder?
Ich denke, dass alle Versandhäuser DDR Produkte im Sortiment hatten.
Aber nur die wenigsten Kunden wussten dies.
--
Bis denne
Achim
Chr. Maercker
2021-01-12 11:20:40 UTC
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Post by Achim Ebeling
Ich denke, dass alle Versandhäuser DDR Produkte im Sortiment hatten
Nur nicht alle das gleiche Sortiment. ;-)
Und nicht nur Versand-, sondern z.B. auch Autohäuser. Ein Tranbant 600
kostete Mitte 1960er im West-Katalog um die 3.500,- DM, Wartburg 311
waren entsprechend teurer. Am anderen Ende der Preisskala lag damals
Rolls Royce Phantom V mit 125.000,- DM.
--
CU Chr. Maercker.
René Marquardt
2021-01-12 23:56:39 UTC
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Post by Chr. Maercker
Post by Achim Ebeling
Ich denke, dass alle Versandhäuser DDR Produkte im Sortiment hatten
Nur nicht alle das gleiche Sortiment. ;-)
Und nicht nur Versand-, sondern z.B. auch Autohäuser. Ein Tranbant 600
kostete Mitte 1960er im West-Katalog um die 3.500,- DM, Wartburg 311
waren entsprechend teurer. Am anderen Ende der Preisskala lag damals
Rolls Royce Phantom V mit 125.000,- DM.
Umgerechnet heute also etwa ein gut ausgestatteter Golf. Der Rolls,
nicht der Trabi.
Achim Ebeling
2021-01-13 11:17:49 UTC
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Post by René Marquardt
Post by Chr. Maercker
Nur nicht alle das gleiche Sortiment. ;-)
Und nicht nur Versand-, sondern z.B. auch Autohäuser. Ein Tranbant 600
kostete Mitte 1960er im West-Katalog um die 3.500,- DM, Wartburg 311
waren entsprechend teurer. Am anderen Ende der Preisskala lag damals
Rolls Royce Phantom V mit 125.000,- DM.
Umgerechnet heute also etwa ein gut ausgestatteter Golf. Der Rolls,
nicht der Trabi.
Niemand regt sich heute mehr über die Preise auf.
Man hat sich daran gewöhnt.

Ein "normales" Brötchen für 39 Cent.
Das sind umgerechnet 78 Pfennige!

Ein Brötchen hat ungefähr 50g.
Sind ca. 20 Brötchen auf ein Kilo Mehl.
Wie viel kostet ein Kilo Mehl beim Discounter?
Der Großbäcker bekommt das Mehl günstiger.
--
Bis denne
Achim
Torsten Mueller
2021-01-13 11:22:14 UTC
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Post by Achim Ebeling
Ein "normales" Brötchen für 39 Cent.
Das sind umgerechnet 78 Pfennige!
Ein Brötchen hat ungefähr 50g.
Sind ca. 20 Brötchen auf ein Kilo Mehl.
Wie viel kostet ein Kilo Mehl beim Discounter?
Der Großbäcker bekommt das Mehl günstiger.
Dämliche Milchmädchenrechnungen. Du bezahlst nicht die Rohstoffe! Du
bezahlst ganz wesentlich die Arbeitsleistung, die Miete der
Geschäftsräume, Energie, Lohnnebenkosten, Versicherungen, Transporte +
Transportnebenkosten (wie Kfz-Steuer und Werkstattkosten des
Firmenwagens), nicht zu vergessen: Werbung usw.

T.M.
Peter Veith
2021-01-13 12:06:06 UTC
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Post by Torsten Mueller
Post by Achim Ebeling
Ein "normales" Brötchen für 39 Cent.
Das sind umgerechnet 78 Pfennige!
Ein Brötchen hat ungefähr 50g.
Sind ca. 20 Brötchen auf ein Kilo Mehl.
Wie viel kostet ein Kilo Mehl beim Discounter?
Der Großbäcker bekommt das Mehl günstiger.
Dämliche Milchmädchenrechnungen.
Nicht wirklich.
Post by Torsten Mueller
Du bezahlst nicht die Rohstoffe! Du
bezahlst ganz wesentlich die Arbeitsleistung, die Miete der
Geschäftsräume, Energie, Lohnnebenkosten, Versicherungen, Transporte +
Transportnebenkosten (wie Kfz-Steuer und Werkstattkosten des
Firmenwagens), nicht zu vergessen: Werbung usw.
Und nicht zu vergessen den Unternehmerlohn aka Profit.

Im Übrigen machen Zahlen nur im Vergleich Sinn, das kann in heutiger
Zeit nicht oft genug geschrieben werden. Hier hat Achim zweifellos
indirekt mit den DDR-Preisen verglichen:

In den DDR-Preisen fehlte zweifellos der Profit und zudem flossen
erhebliche staatliche Subventionen in diese Preisbildung ein. Das
fehlt heute. Zudem sind solche Vergleichkalkulationen notwendig:

So schaue ich heute noch mit Entsetzen auf dem Preisanstieg bei
meinen Haarschnitt der Marke "Blinde schwertschwingende Frau":
Von 1,25 Mark auf nunmehr 25,- EUR (fünfundzwandzig) und noch
ohne "Trinkgeld", von dem die Dame regelmäßig "lebt".

Mithin spielte ich schon lange mit dem gedanken, mir einen
Langhaarschneider zuzulegen, die es bereits ab 100,- EUR gibt.
Somit hätte sich dessen Anschaffung bereits in einem Jahr
armortisiert. Nun, Corona machte es notwendig und keine Bilder ;)

Ebenso könnte das Selberbacken von Brötchen nach obigen erwägt
werden.

Peter
Torsten Mueller
2021-01-13 13:22:41 UTC
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Post by Peter Veith
Post by Torsten Mueller
Post by Achim Ebeling
Ein "normales" Brötchen für 39 Cent.
Das sind umgerechnet 78 Pfennige!
Ein Brötchen hat ungefähr 50g.
Sind ca. 20 Brötchen auf ein Kilo Mehl.
Wie viel kostet ein Kilo Mehl beim Discounter?
Der Großbäcker bekommt das Mehl günstiger.
Dämliche Milchmädchenrechnungen.
Nicht wirklich.
Post by Torsten Mueller
Du bezahlst nicht die Rohstoffe! Du bezahlst ganz wesentlich die
Arbeitsleistung, die Miete der Geschäftsräume, Energie,
Lohnnebenkosten, Versicherungen, Transporte + Transportnebenkosten
(wie Kfz-Steuer und Werkstattkosten des Firmenwagens), nicht zu
vergessen: Werbung usw.
Und nicht zu vergessen den Unternehmerlohn aka Profit.
In vielen Kleinbetrieben wie Bäckereien, die noch selber backen, auch
bei vielen Kleinbauern, bleibt an Profit praktisch nix übrig. Das ist
eben so eine Vorstellung, daß da auf den Waren 30 oder 50% Profit drauf
sind, die sich dann ein Fettwanst mit Zigarre, dem das Geld bereits aus
den Taschen quillt, grinsend einsteckt. Kleinbetriebe müssen immer
sehen, daß sie halbwegs über die Runden kommen und nicht durch Ketten,
die mit industrieller Produktion Dumpingpreise anbieten können,
kaputtkonkurrenziert werden. Oft arbeiten Familienmitglieder (aka
Frauen) sogar unentgeltlich und stehen am Lebensende nur mit der
gesetzlichen Grundrente da!
Post by Peter Veith
Im Übrigen machen Zahlen nur im Vergleich Sinn, das kann in heutiger
Zeit nicht oft genug geschrieben werden.
Der erste Vergleich, der hinkt, war der zwischen Cent und Pfennig. 39
Cent sind heute eben nicht 78 Pfennig, das war mal so, vor 18 Jahren. 39
Cent sind eben vielleicht noch 50 Pfenning, wenn überhaupt.
Nee, hat er nicht. Zumindest nicht erkennbar. Es fiel das Wort
"Discounter".
Post by Peter Veith
Mithin spielte ich schon lange mit dem gedanken, mir einen
Langhaarschneider zuzulegen, die es bereits ab 100,- EUR gibt.
Längst probiert. Leider kam das Ding nicht durch meine Wolle durch, so
daß es wegen allgemeiner Unbrauchbarkeit auf den Müllhaufen der
Geschichte geworfen werden mußte. Inzwischen macht $(SIE) es für
umsonst. (Naja, nicht ganz: wenn sie bei mir schneidet, darf sie ihre
eigenen Friseurbesuche auf Haushalt abrechnen. Ja, ein Minusgeschäft,
drum gibt's noch Reparationszahlungen in Form von Pflaumenkuchen.)

T.M.
Achim Ebeling
2021-01-13 13:50:03 UTC
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Post by Torsten Mueller
In vielen Kleinbetrieben wie Bäckereien, die noch selber backen,
Wenn sie man selbst backen würden.
Aber wo gibt es noch den "kleinen" Bäckermeister?
Wo ich wohne nicht.
Sind alles Ketten, und vieles wird vor Ort in der Filiale fertig gebacken.
Post by Torsten Mueller
bei vielen Kleinbauern, bleibt an Profit praktisch nix übrig. Das ist
eben so eine Vorstellung, daß da auf den Waren 30 oder 50% Profit drauf
sind, die sich dann ein Fettwanst mit Zigarre, dem das Geld bereits aus
den Taschen quillt, grinsend einsteckt.
Wo hast Du so was her?
Solche Vorstellungen habe ich nicht.
Post by Torsten Mueller
Kleinbetriebe müssen immer
sehen, daß sie halbwegs über die Runden kommen und nicht durch Ketten,
die mit industrieller Produktion Dumpingpreise anbieten können,
kaputtkonkurrenziert werden. Oft arbeiten Familienmitglieder (aka
Frauen) sogar unentgeltlich und stehen am Lebensende nur mit der
gesetzlichen Grundrente da!
Muss Du mir nicht erzählen, ich kenne, wohl besser kannte, auch den
kleinen Bäckermeister.
Bevor er von den Großen aufgefressen wurde.
Erst Dumpingpreise, und nachdem die Konkurrenz, sprich die kleinen
Bäcker, vom Markt gefegt wurden, langsam aber stetig die Preise erhöhen.
So hat mein Bäcker vor Weihnachten noch mal schnell die Preise erhöht.
Da kann man es dann auf die Mehrwertsteuer schieben.
Oder Preis bleibt gleich, nur das Produkt wird kleiner.

Ich habe fast mein ganzes Leben für die Lebensmittelindustrie gearbeitet.
Mir musst Du nichts erzählen.
Post by Torsten Mueller
Der erste Vergleich, der hinkt, war der zwischen Cent und Pfennig. 39
Cent sind heute eben nicht 78 Pfennig, das war mal so, vor 18 Jahren. 39
Cent sind eben vielleicht noch 50 Pfenning, wenn überhaupt.
Das ist Heute immer noch so.
Geh mal zur Bundesbank.
Post by Torsten Mueller
Nee, hat er nicht. Zumindest nicht erkennbar. Es fiel das Wort
"Discounter".
Aber nur weil ich mein Mehl bei "Netto" und nicht beim Bäcker kaufe.
--
Bis denne
Achim
Peter Veith
2021-01-13 15:55:04 UTC
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Post by Torsten Mueller
Post by Peter Veith
Post by Achim Ebeling
Ein "normales" Brötchen für 39 Cent.
Das sind umgerechnet 78 Pfennige!
<Kostenkalkulation snip>
Post by Torsten Mueller
Post by Peter Veith
Und nicht zu vergessen den Unternehmerlohn aka Profit.
In vielen Kleinbetrieben wie Bäckereien, die noch selber backen, auch
bei vielen Kleinbauern, bleibt an Profit praktisch nix übrig.
Zu den "Bäckern", die auch nichts mehr zu verlieren haben, als ihre Ketten,
hat schon Achim das passende geschrieben.
Post by Torsten Mueller
eben so eine Vorstellung, daß da auf den Waren 30 oder 50% Profit drauf
sind, die sich dann ein Fettwanst mit Zigarre, dem das Geld bereits aus
den Taschen quillt, grinsend einsteckt.
Das ist auch immer so eine Mär, daß der Kapitalist quasi unentgeltlich
schuftet, nur für das Allgemeinwohl, daß hier auch alle reichlich zu essen haben.
Post by Torsten Mueller
Kleinbetriebe müssen immer sehen, daß sie halbwegs über die Runden
kommen
Ich meine, das muß jeder. Und wenn tatsächlich vom "Profit praktisch nix übrig"
bleibt, dann soll der Herr (oder Frau) Unternehmer halt was unternehmen und
sei es zu rationalisieren, die Branche zu wechseln, sich fett aufkaufen zu lassen
oder sich in das Heer der sog. Arbeitnehmer einreihen ... nur nicht rumjammen
bitte (um Staatsknete abzugreifen).
Post by Torsten Mueller
und nicht durch Ketten,
die mit industrieller Produktion Dumpingpreise anbieten können,
kaputtkonkurrenziert werden.
StaBü 8. Klasse: Zunehmende Konzentration des Kapitals, wissen noch?
Post by Torsten Mueller
Oft arbeiten Familienmitglieder (aka
Frauen) sogar unentgeltlich und stehen am Lebensende nur mit der
gesetzlichen Grundrente da!
Selbst- und Fremdausbeutung in Reinkultur und eine freie Lebensentscheidung
... kann man so machen, muß man nicht.
Post by Torsten Mueller
Post by Peter Veith
Im Übrigen machen Zahlen nur im Vergleich Sinn, das kann in heutiger
Zeit nicht oft genug geschrieben werden.
Der erste Vergleich, der hinkt, war der zwischen Cent und Pfennig. 39
Cent sind heute eben nicht 78 Pfennig, das war mal so, vor 18 Jahren. 39
Cent sind eben vielleicht noch 50 Pfenning, wenn überhaupt.
Nunja, ich würde mit DDR-Preisen und -Mark vergleichen und mir die früher
üblichen Schwindelkurse von Dir nicht kaputt machen lassen ;)

Also:
20 Pfennige der DDR für ein Bötchen, macht 4 Westpfennige = 2 Euro-Cent.
Bei Berücksichtigung einer kapitalistischen Inflation wären das heute
_höchstens_ 5 Euro-Cent (fünf) oder 0,05 EUR!

Und jetzt rechne das mal mit Zigaretten oder Benzin, ha! Da hast Du's :-D
Post by Torsten Mueller
Post by Peter Veith
Mithin spielte ich schon lange mit dem gedanken, mir einen
Langhaarschneider zuzulegen, die es bereits ab 100,- EUR gibt.
Längst probiert. Leider kam das Ding nicht durch meine Wolle durch,
Ich habe eher Otto Waalkes - Haare ... bin aber noch in der Erprobung :)

Peter
Lars Gebauer
2021-01-13 16:27:32 UTC
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Post by Peter Veith
Post by Torsten Mueller
eben so eine Vorstellung, daß da auf den Waren 30 oder 50% Profit drauf
sind, die sich dann ein Fettwanst mit Zigarre, dem das Geld bereits aus
den Taschen quillt, grinsend einsteckt.
Das ist auch immer so eine Mär, daß der Kapitalist quasi unentgeltlich
schuftet, nur für das Allgemeinwohl, daß hier auch alle reichlich zu essen haben.
Vor allem ist es eine Mär, daß der Handwerker jetzt auch schon zu den
Kapitalisten zählt.
Post by Peter Veith
Post by Torsten Mueller
Post by Peter Veith
Im Übrigen machen Zahlen nur im Vergleich Sinn, das kann in heutiger
Zeit nicht oft genug geschrieben werden.
Der erste Vergleich, der hinkt, war der zwischen Cent und Pfennig. 39
Cent sind heute eben nicht 78 Pfennig, das war mal so, vor 18 Jahren. 39
Cent sind eben vielleicht noch 50 Pfenning, wenn überhaupt.
Nunja, ich würde mit DDR-Preisen und -Mark vergleichen und mir die früher
üblichen Schwindelkurse von Dir nicht kaputt machen lassen ;)
Der einzig sinnvolle Vergleich ist die aufgewendet Arbeitszeit.
--
"Astrein!"

--Marie, 21, experimentierfreudig beim Sex im Wald
Uwe Schickedanz
2021-01-13 16:37:29 UTC
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Post by Lars Gebauer
Post by Peter Veith
Post by Torsten Mueller
eben so eine Vorstellung, daß da auf den Waren 30 oder 50% Profit drauf
sind, die sich dann ein Fettwanst mit Zigarre, dem das Geld bereits aus
den Taschen quillt, grinsend einsteckt.
Das ist auch immer so eine Mär, daß der Kapitalist quasi unentgeltlich
schuftet, nur für das Allgemeinwohl, daß hier auch alle reichlich zu essen haben.
Vor allem ist es eine Mär, daß der Handwerker jetzt auch schon zu den
Kapitalisten zählt.
Inwiefern?

Eigentum an PM ist das bestimmende Merkmal. Dass es kleine und große
Kapitalisten gibt - geschenkt.
Post by Lars Gebauer
Post by Peter Veith
Post by Torsten Mueller
Post by Peter Veith
Im Übrigen machen Zahlen nur im Vergleich Sinn, das kann in heutiger
Zeit nicht oft genug geschrieben werden.
Der erste Vergleich, der hinkt, war der zwischen Cent und Pfennig. 39
Cent sind heute eben nicht 78 Pfennig, das war mal so, vor 18 Jahren. 39
Cent sind eben vielleicht noch 50 Pfenning, wenn überhaupt.
Nunja, ich würde mit DDR-Preisen und -Mark vergleichen und mir die früher
üblichen Schwindelkurse von Dir nicht kaputt machen lassen ;)
Der einzig sinnvolle Vergleich ist die aufgewendet Arbeitszeit.
Dann müssten die Semmeln heute noch billiger sein als früher.


Gruß Uwe
--
Das Dilemma der DDR: 16 Mio. Widerstandskämpfer wurden von
16 Mio. Stasispitzeln überwacht.
=== http://www.sicherheitslampe.de ===
Lars Gebauer
2021-01-13 16:59:46 UTC
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Post by Uwe Schickedanz
Post by Lars Gebauer
Post by Peter Veith
Post by Torsten Mueller
eben so eine Vorstellung, daß da auf den Waren 30 oder 50% Profit drauf
sind, die sich dann ein Fettwanst mit Zigarre, dem das Geld bereits aus
den Taschen quillt, grinsend einsteckt.
Das ist auch immer so eine Mär, daß der Kapitalist quasi unentgeltlich
schuftet, nur für das Allgemeinwohl, daß hier auch alle reichlich zu essen haben.
Vor allem ist es eine Mär, daß der Handwerker jetzt auch schon zu den
Kapitalisten zählt.
Inwiefern?
Eigentum an PM ist das bestimmende Merkmal. Dass es kleine und große
Kapitalisten gibt - geschenkt.
Du hast bestimmt auch 'n Hammer und 'ne Zange zu Hause, Du Kapitalist.
Post by Uwe Schickedanz
Post by Lars Gebauer
Post by Peter Veith
Nunja, ich würde mit DDR-Preisen und -Mark vergleichen und mir die früher
üblichen Schwindelkurse von Dir nicht kaputt machen lassen ;)
Der einzig sinnvolle Vergleich ist die aufgewendet Arbeitszeit.
Dann müssten die Semmeln heute noch billiger sein als früher.
Vielleicht sind sie das sogar.
--
Wenn Du denkst es geht nicht blöder, kommt ein Spruch von Markus Söder.
Torsten Mueller
2021-01-13 17:00:54 UTC
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Post by Lars Gebauer
Post by Uwe Schickedanz
Eigentum an PM ist das bestimmende Merkmal. Dass es kleine und große
Kapitalisten gibt - geschenkt.
Du hast bestimmt auch 'n Hammer und 'ne Zange zu Hause, Du Kapitalist.
Diese Dinge werden aber erst durch gewerbsmäßiges Produzieren zu PM. Bis
dahin sind es schlicht Werkzeuge in einer Kiste.

T.M.
Uwe Schickedanz
2021-01-13 17:22:57 UTC
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Post by Lars Gebauer
Post by Uwe Schickedanz
Post by Lars Gebauer
Post by Peter Veith
Post by Torsten Mueller
eben so eine Vorstellung, daß da auf den Waren 30 oder 50% Profit drauf
sind, die sich dann ein Fettwanst mit Zigarre, dem das Geld bereits aus
den Taschen quillt, grinsend einsteckt.
Das ist auch immer so eine Mär, daß der Kapitalist quasi unentgeltlich
schuftet, nur für das Allgemeinwohl, daß hier auch alle reichlich zu essen haben.
Vor allem ist es eine Mär, daß der Handwerker jetzt auch schon zu den
Kapitalisten zählt.
Inwiefern?
Eigentum an PM ist das bestimmende Merkmal. Dass es kleine und große
Kapitalisten gibt - geschenkt.
Du hast bestimmt auch 'n Hammer und 'ne Zange zu Hause, Du Kapitalist.
Ich habe sogar ein Gewerbe.
Post by Lars Gebauer
Post by Uwe Schickedanz
Post by Lars Gebauer
Post by Peter Veith
Nunja, ich würde mit DDR-Preisen und -Mark vergleichen und mir die früher
üblichen Schwindelkurse von Dir nicht kaputt machen lassen ;)
Der einzig sinnvolle Vergleich ist die aufgewendet Arbeitszeit.
Dann müssten die Semmeln heute noch billiger sein als früher.
Vielleicht sind sie das sogar.
Gruß Uwe
--
Das Dilemma der DDR: 16 Mio. Widerstandskämpfer wurden von
16 Mio. Stasispitzeln überwacht.
=== http://www.sicherheitslampe.de ===
Lars Gebauer
2021-01-13 17:48:14 UTC
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Post by Uwe Schickedanz
Post by Lars Gebauer
Post by Uwe Schickedanz
Post by Lars Gebauer
Vor allem ist es eine Mär, daß der Handwerker jetzt auch schon zu den
Kapitalisten zählt.
Inwiefern?
Eigentum an PM ist das bestimmende Merkmal. Dass es kleine und große
Kapitalisten gibt - geschenkt.
Du hast bestimmt auch 'n Hammer und 'ne Zange zu Hause, Du Kapitalist.
Ich habe sogar ein Gewerbe.
Noch schlimmer. ;)

Im Ernst: Handwerker, "Solo-Selbständige", Wirte, sonstige (kleine)
Gewerbetreibende, usw.usf. sind ganz klassische Kleinbürger. Sie bilden
damit eine Schicht, die _zwischen_ den Lohnarbeitern und den
Kapitalisten steht.

Manch einem von denen wird der Aufstieg ins Großbürgertum gelingen, den
allermeisten hingegen wird dieses Glück verwehrt bleiben.
--
Wenn Du denkst es geht nicht blöder, kommt ein Spruch von Markus Söder.
Torsten Mueller
2021-01-13 16:46:26 UTC
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Post by Peter Veith
Das ist auch immer so eine Mär, daß der Kapitalist quasi unentgeltlich
schuftet, nur für das Allgemeinwohl, daß hier auch alle reichlich zu essen haben.
Nicht "der Kapitalist". Ich sprach von Klein- d.h. Familienbetrieben,
Soloselbständigen, Freischaffenden. Viele von denen sind tatsächlich
"working poor", selbst als Akademiker. Und das ist sehr ärgerlich, denn
gerade das sind oft intelligente, verantwortungsbewußte Menschen mit
Ideen.

Die Frage ist, ob man die überhaupt Kapitalisten nennen sollte, sie sind
mindestens genauso auch Arbeitskraft. Hier in CH wird diese
Doppelfunktion oft auch rechtlich sichtbar - viele Ein-Mann-Unternehmen
(Architekten, Rechtsanwälte, Notare, Softwareentwickler) sind rechtlich
gesehen eine AG, wobei der einzige Aktionär auch der einzige Angestellte
ist, der sich selbst einen Arbeitsvertrag ausstellt und ein
ordnungsgemäßes Gehalt zahlt. Es gibt sogar AGs, die entlassen ihren
einzigen Angestellten "aus innerbetrieblichen Gründen", so daß dieser
Arbeitslosenhilfe beantragen kann (obwohl er Aktionär bleibt).
Post by Peter Veith
Und wenn tatsächlich vom "Profit praktisch nix übrig" bleibt, dann
soll der Herr (oder Frau) Unternehmer halt was unternehmen und sei es
zu rationalisieren, die Branche zu wechseln, sich fett aufkaufen zu
lassen oder sich in das Heer der sog. Arbeitnehmer einreihen ... nur
nicht rumjammen bitte (um Staatsknete abzugreifen).
Viele junge Bauern, die den Hof vom Vater geerbt haben, hängen sich
einfach in der Scheune auf, nachdem die Eltern tot sind (damit sie's
nicht erleben müssen). Das Wort Bauernsterben kommt ja nicht von
irgendwoher.

https://www.agrarheute.com/land-leben/selbstmorde-landwirten-ursachen-554170

T.M.
Ulf Kutzner
2021-01-13 18:46:06 UTC
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Post by Torsten Mueller
Post by Peter Veith
Das ist auch immer so eine Mär, daß der Kapitalist quasi unentgeltlich
schuftet, nur für das Allgemeinwohl, daß hier auch alle reichlich zu essen haben.
Nicht "der Kapitalist". Ich sprach von Klein- d.h. Familienbetrieben,
Soloselbständigen, Freischaffenden. Viele von denen sind tatsächlich
"working poor", selbst als Akademiker. Und das ist sehr ärgerlich, denn
gerade das sind oft intelligente, verantwortungsbewußte Menschen mit
Ideen.
Die Frage ist, ob man die überhaupt Kapitalisten nennen sollte, sie sind
mindestens genauso auch Arbeitskraft. Hier in CH wird diese
Doppelfunktion oft auch rechtlich sichtbar - viele Ein-Mann-Unternehmen
(Architekten, Rechtsanwälte, Notare, Softwareentwickler) sind rechtlich
gesehen eine AG, wobei der einzige Aktionär auch der einzige Angestellte
ist, der sich selbst einen Arbeitsvertrag ausstellt und ein
ordnungsgemäßes Gehalt zahlt. Es gibt sogar AGs, die entlassen ihren
einzigen Angestellten "aus innerbetrieblichen Gründen", so daß dieser
Arbeitslosenhilfe beantragen kann (obwohl er Aktionär bleibt).
Huch? Hier faselte man von der Ich-AG, und CH hat sie im Gesellschaftsrecht
untergebracht? Hier hat man so kleine Hindernisse wie Mindestkapital,
Notar- und Bilanzpflicht.
Post by Torsten Mueller
Post by Peter Veith
Und wenn tatsächlich vom "Profit praktisch nix übrig" bleibt, dann
soll der Herr (oder Frau) Unternehmer halt was unternehmen und sei es
zu rationalisieren, die Branche zu wechseln, sich fett aufkaufen zu
lassen oder sich in das Heer der sog. Arbeitnehmer einreihen ... nur
nicht rumjammen bitte (um Staatsknete abzugreifen).
Viele junge Bauern, die den Hof vom Vater geerbt haben, hängen sich
einfach in der Scheune auf, nachdem die Eltern tot sind (damit sie's
nicht erleben müssen). Das Wort Bauernsterben kommt ja nicht von
irgendwoher.
Die durften auch mithelfen, statt einen gangbaren Beruf zu lernen?
Ulf Kutzner
2021-01-13 18:49:45 UTC
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Post by Torsten Mueller
Post by Peter Veith
Mithin spielte ich schon lange mit dem gedanken, mir einen
Langhaarschneider zuzulegen, die es bereits ab 100,- EUR gibt.
Längst probiert. Leider kam das Ding nicht durch meine Wolle durch, so
daß es wegen allgemeiner Unbrauchbarkeit auf den Müllhaufen der
Geschichte geworfen werden mußte.
Vor ungefähr 28 Jahren fragten Leute aus Osteuropa hier insbesondere
Hundehaarscheidemaschinen nach. Vielleicht sind die besonders
wuschelgehärtet.
René Marquardt
2021-01-13 22:59:24 UTC
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Post by Torsten Mueller
Post by Peter Veith
Mithin spielte ich schon lange mit dem gedanken, mir einen
Langhaarschneider zuzulegen, die es bereits ab 100,- EUR gibt.
Längst probiert. Leider kam das Ding nicht durch meine Wolle durch, so
daß es wegen allgemeiner Unbrauchbarkeit auf den Müllhaufen der
Geschichte geworfen werden mußte. Inzwischen macht $(SIE) es für
umsonst. (Naja, nicht ganz: wenn sie bei mir schneidet, darf sie ihre
eigenen Friseurbesuche auf Haushalt abrechnen. Ja, ein Minusgeschäft,
drum gibt's noch Reparationszahlungen in Form von Pflaumenkuchen.)
Vielleicht mal beim Versand fuer Dackelbedarf nachfragen. Die haben
Geraete, die saegen durch jede Sorte Haar, Fell, und Pelz.
Peter Blancke
2021-01-14 05:50:41 UTC
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Post by Torsten Mueller
Post by Peter Veith
Mithin spielte ich schon lange mit dem gedanken, mir einen
Langhaarschneider zuzulegen, die es bereits ab 100,- EUR gibt.
Längst probiert. Leider kam das Ding nicht durch meine Wolle
durch,
Dann eventuell doch den Hutmacher konsultieren, einen solchen, der
sich auch mit Filzkappen auskennt.

Gruß,

Peter Blancke
--
Hoc est enim verbum meum!
Ulf Kutzner
2021-01-14 08:18:08 UTC
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Post by Peter Blancke
Post by Torsten Mueller
Post by Peter Veith
Mithin spielte ich schon lange mit dem gedanken, mir einen
Langhaarschneider zuzulegen, die es bereits ab 100,- EUR gibt.
Längst probiert. Leider kam das Ding nicht durch meine Wolle
durch,
Dann eventuell doch den Hutmacher konsultieren, einen solchen, der
sich auch mit Filzkappen auskennt.
Die Österreicher fanden einen Filzhutmacher im Lande, besahen sch seine
Arbeitsschritte und erklärten seine Tätigkeit zum eigenständigen Handwerk
und Ausbildungsberuf.
Wolf gang P u f f e
2021-01-13 16:28:46 UTC
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Post by Peter Veith
So schaue ich heute noch mit Entsetzen auf dem Preisanstieg bei
Von 1,25 Mark auf nunmehr 25,- EUR (fünfundzwandzig) und noch
ohne "Trinkgeld", von dem die Dame regelmäßig "lebt".
Mit der Schneidemaschine einmal rum um die Murmel, sportlicher 4mm
NVA-Schnitt, kam hier im vor Corona 19 Euro und jetzt >30.
Post by Peter Veith
Mithin spielte ich schon lange mit dem gedanken, mir einen
Langhaarschneider zuzulegen, die es bereits ab 100,- EUR gibt.
Somit hätte sich dessen Anschaffung bereits in einem Jahr
armortisiert. Nun, Corona machte es notwendig und keine Bilder ;)
Letztes Jahr im April habe für ca. 150 EUR ein solches Ding gekauft.
Schnurlos, mit japanischem Hochleistungsschnellschnittwerk.
Der brummelt also nicht nur mit Netzfrequenz, wo bei zu schnellen
Bewegungen Aua-Gefahr droht.
Da kein Meister vom Himmel fällt, wurden natürlich auch meine ersten
beiden Haarschnitte noch von den Kollegen bemängelt und bedurften
Nacharbeit. Inzwischen klappt das, sogar fast in den Normzeiten des
Friseurhandwerks.

Und da man nun so richtig fett sparen tut, habe ich mir noch einen
weiteren, aber billigeren Haarschneider als "Backup"-Gerät gekauft,
falls der Gute mal mitten im "Gefecht" verrecken sollte.
Das wäre sonst peinlich!
Peter Veith
2021-01-13 17:32:57 UTC
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Am 13.01.2021 um 17:28 schrieb Wolf gang P u f f e:

[Haarschneidemaschine]
Post by Wolf gang P u f f e
Letztes Jahr im April habe für ca. 150 EUR ein solches Ding gekauft.
Schnurlos, mit japanischem Hochleistungsschnellschnittwerk.
Hast Du einen Namen, Amazon-Link?
Post by Wolf gang P u f f e
Und da man nun so richtig fett sparen tut, habe ich mir noch einen
weiteren, aber billigeren Haarschneider als "Backup"-Gerät gekauft,
falls der Gute mal mitten im "Gefecht" verrecken sollte.
Das wäre sonst peinlich!
Da ist ein ernstes Argument für ein Zweitgerät.

Veith
--
Lieber Reich ins Heim, als heim ins Reich!
http://ddr-luftwaffe.blogspot.com
Achim Ebeling
2021-01-13 17:48:50 UTC
Antworten
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Post by Peter Veith
Post by Wolf gang P u f f e
Und da man nun so richtig fett sparen tut, habe ich mir noch einen
weiteren, aber billigeren Haarschneider als "Backup"-Gerät gekauft,
falls der Gute mal mitten im "Gefecht" verrecken sollte.
Das wäre sonst peinlich!
Da ist ein ernstes Argument für ein Zweitgerät.
Allerdings sollte man aber auch noch einen in stiller Reserve halten,
im Fall der Fälle dass der Zweite auch den Geist auf gibt ;-)

Wenn man aber einen pflegeleichten Haarschnitt bevorzugt, kann man noch
mehr sparen.
--
Bis denne
Achim
Peter Blancke
2021-01-13 18:47:31 UTC
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Post by Peter Veith
[Haarschneidemaschine]
Post by Wolf gang P u f f e
Letztes Jahr im April habe für ca. 150 EUR ein solches Ding
gekauft. Schnurlos, mit japanischem
Hochleistungsschnellschnittwerk.
Hast Du einen Namen,
Zu teuer.

Kauf Dir eine "Moser 1400". Scherprodukte der Fa. Moser werden, wie
mir ein Österreicher Buschenschänkler verriet, auch in der
Schafschur eingesetzt, absolut kräftiges Scherenwerk, robust, liegt
durabel und schwer in der Hand. Und vor allem kein Accubetrieb! Den
braucht kein Mensch.

Habe ich selber im Einsatz, schon beim zweiten Schnitt waren die
Erstehungskosten durch eingesparte Haarschneiderkosten mehr als
raus.
Post by Peter Veith
Amazon-Link?
Den hier:

https://www.amazon.de/Moser-1400-0458-Haarschneider-1400-Netzbetrieb/dp/B002L60XD0/ref=sr_1_5?adgrpid=66422520450&dchild=1&gclid=EAIaIQobChMIztTp0ceZ7gIVG-3tCh2kNg9tEAAYASAAEgJOI_D_BwE&hvadid=391631092775&hvdev=c&hvlocphy=9042806&hvnetw=g&hvqmt=e&hvrand=5934663204196713142&hvtargid=kwd-301587176375&hydadcr=27934_1978096&keywords=haarschneider+moser&qid=1610563264&sr=8-5&tag=googhydr08-21

Nur... Wie kriegen wir das jetzt gruppenkonform auf die DDR gebogen?

Ah... So: Hatte die DDR elektrische Haarschneidemaschinen ähnlich
wie die "Moser" gebaut?

Da hamwas.

Gruß,

Peter Blancke
--
Hoc est enim verbum meum!
Peter Veith
2021-01-13 19:26:42 UTC
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Post by Peter Blancke
DDR elektrische Haarschneidemaschinen
Das wäre wirklich ein gruppenkonformes Thema.

Aber, wir hatten sicher nur die mechanischen, Handmuskelkraft
erforderlichen Haarschneider, oder? :-D

BTW Danke für den Link, wirklich preiswert :)

Veith
--
Lieber Reich ins Heim, als heim ins Reich!
http://ddr-luftwaffe.blogspot.com
Peter Blancke
2021-01-13 19:34:17 UTC
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Post by Peter Veith
BTW Danke für den Link, wirklich preiswert :)
Axiom: Der Schnitt des ersten Selbstversuchs gerät zu kurz. Danach
hat man's raus¹.

Aber Winterzeit: Kein Problem, da wird einfach die gute wollwarme
Bommelmütze übergestülpt.

Gruß,

Peter Blancke

¹ So wurde mir's eben von jenem Buschenschänkler prohezeit und
genauso kam es.
--
Hoc est enim verbum meum!
Ulf Kutzner
2021-01-13 20:12:58 UTC
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Post by Peter Blancke
Post by Peter Veith
BTW Danke für den Link, wirklich preiswert :)
Axiom: Der Schnitt des ersten Selbstversuchs gerät zu kurz.
So bei einem Anverwandten, am Tag des Abflugs zum Auslandspraktikum.
Auf dem Schädel kürzer als die unbearbeiteten Bartstoppeln. Dann fiel auf,
daß von den drei Längeneinstellungen die kürzere eingerastet war.
Hätte man verstellen können, wenn man beizeiten dran gedacht hätte.

Im Zweifel aber kein DDR-Fabrikat, also weder noch.
Achim Ebeling
2021-01-13 21:03:25 UTC
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Post by Ulf Kutzner
So bei einem Anverwandten, am Tag des Abflugs zum Auslandspraktikum.
Auf dem Schädel kürzer als die unbearbeiteten Bartstoppeln. Dann fiel auf,
daß von den drei Längeneinstellungen die kürzere eingerastet war.
Hätte man verstellen können, wenn man beizeiten dran gedacht hätte.
Mut zur Lücke.
Wächst alles nach, also kein Problem.
--
Bis denne
Achim
Carlo XYZ
2021-01-13 22:21:17 UTC
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Post by Peter Blancke
Post by Peter Veith
BTW Danke für den Link, wirklich preiswert :)
Axiom: Der Schnitt des ersten Selbstversuchs gerät zu kurz. Danach
hat man's raus¹.
Habt ihr alle keine Liebhaberinnen?

Oder wenigstens Frauen?
Torsten Mueller
2021-01-14 06:18:03 UTC
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Post by Peter Veith
BTW Danke für den Link, wirklich preiswert :)
Gewiß, auf Amazon ist es wirklich preiswert. Erzähl Du mir mal noch was
über Kapitalismus ...

T.M.
Peter Veith
2021-01-14 07:39:23 UTC
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Post by Torsten Mueller
Post by Peter Veith
BTW Danke für den Link, wirklich preiswert :)
Gewiß, auf Amazon ist es wirklich preiswert. Erzähl Du mir mal noch was
über Kapitalismus ...
Verstehe Deine Anmerkung nicht.

Natürlich muß jeder Wirtschaftsteilnehmer im Kapitalismus das für ihn
günstigste Produkt kaufen. Alles andere ist dämlich. BTW fair gehandelter
Kaffe ist was für Pussy^^^Oberlehrer, die sich ein gutes Gewissen erkaufen
wollen.

Wie hältst Du es eigentlich mit Deinen Oberhemden, die von 16-jährigen
Mädchen in 12/7-Schichten in Kambodscha zu hunderten in Fabrikhallen
zusammengepfercht für 1,- € am Tag zusammengenäht werden?

Oder hast Du noch Vorräte aus dem VEB Kombinat Oberbekleidung Lößnitz
resp. Apoldaer Rundstrickwaren des VEB Thüringer Obertrikotagen?

Peter
Torsten Mueller
2021-01-14 07:54:04 UTC
Antworten
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Post by Peter Veith
Wie hältst Du es eigentlich mit Deinen Oberhemden, die von 16-jährigen
Mädchen in 12/7-Schichten in Kambodscha zu hunderten in Fabrikhallen
zusammengepfercht für 1,- € am Tag zusammengenäht werden?
Die kommen bei mir zumindest nicht von Amazon. Im übrigen hab ich nur
zwei, oder so, keine Ahnung, zehn Jahre lang keins mehr angehabt. Hemden
sind mir zu viel Schlips, also Kapitalistenklasse.
Post by Peter Veith
Oder hast Du noch Vorräte aus dem VEB Kombinat Oberbekleidung Lößnitz
resp. Apoldaer Rundstrickwaren des VEB Thüringer Obertrikotagen?
Hab ich, z.B. Handtücher, mehrere. Immer ein Hingucker. Ich hab ja auch
noch mein Diplom-Jackett, mit dem ich am Ende bei den meisten Prüfungen
war. Ich krieg's zwar (weil es irgendwie eingegangen ist) vorne nicht
mehr zu, aber sein leuchtendes Türkis versprüht noch immer denselben
Jugendmode-Charme, den es Ende der 80er aus seiner wohlgeleiteten
Entwicklungsabteilung mitbekam.

T.M.
Peter Veith
2021-01-14 08:07:58 UTC
Antworten
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Post by Torsten Mueller
Wie hältst Du es eigentlich mit Deinen Oberhemden, (...)
Die kommen bei mir zumindest nicht von Amazon.
Es geht also nur um Deine Befindlichkeiten gegenüber dem feinen
us-amerikanischen Unternehmen. Du mußt da aufpassen, nach 4 Jahren
regierungsoffiziellen Antiamerikanismus, dreht sich der Wind gerade wieder!
Post by Torsten Mueller
Im übrigen hab ich nur zwei, oder so, keine Ahnung, zehn Jahre lang keins
mehr angehabt. Hemden sind mir zu viel Schlips, also Kapitalistenklasse.
Mmhhh, T-Shirt sind mir zu westlich (aber nichts gegen Nickis), zudem sind
die mir zu körperbetont ]8-{D Aber, so ein schicker Anzug, ordentliche Krawatte
.... trage ich gern (derzeit nur viel zu selten).
Post by Torsten Mueller
Oder hast Du noch Vorräte aus dem VEB Kombinat Oberbekleidung Lößnitz
resp. Apoldaer Rundstrickwaren des VEB Thüringer Obertrikotagen?
Hab ich, z.B. Handtücher, mehrere. Immer ein Hingucker.
Ja, richtig. Haben wir auch noch. Vor allem Geschirrhandtücher, die waren wohl
in so einer "Aussteuerkiste" gewesen.
Post by Torsten Mueller
Ich hab ja auch noch mein Diplom-Jackett, mit dem ich am Ende bei den meisten
Prüfungen war. Ich krieg's zwar (weil es irgendwie eingegangen ist) vorne nicht
mehr zu, aber sein leuchtendes Türkis versprüht noch immer denselben
Jugendmode-Charme, den es Ende der 80er aus seiner wohlgeleiteten
Entwicklungsabteilung mitbekam.
Ahhh, die Weiterentwicklung des gern getragenen "Präsent 20" :)

Ich habe noch einen breiten Dederon-Schlips im dezenten Hellblau, gelb abgesetzt.
Das würde gut miteinander harmonieren und der "Spalt" würde überdeckt.

Peter
Torsten Mueller
2021-01-14 08:48:24 UTC
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Aber, so ein schicker Anzug, ordentliche Krawatte .... trage ich gern
(derzeit nur viel zu selten).
Das letzte Mal, daß ich einen Anzug anhatte, war wahrscheinlich im Jahr
2000 bei einer Hochzeit [1]. Ist das "viel zu selten", wenn man sich
nicht mehr erinnern kann?
Ja, richtig. Haben wir auch noch. Vor allem Geschirrhandtücher, die
waren wohl in so einer "Aussteuerkiste" gewesen.
Ich hab auch noch diverse Werkzeuge, Hammer, Zange, Schraubenzieher,
steht irgendwas mit "Smalcalda" druff, einen hölzernen Zollstock
allererster Güte, mit dem $(SIE) des öfteren besorgniserregend
unsachgemäß usw.
Post by Torsten Mueller
Ich hab ja auch noch mein Diplom-Jackett, mit dem ich am Ende bei den
meisten Prüfungen war. Ich krieg's zwar (weil es irgendwie
eingegangen ist) vorne nicht mehr zu, aber sein leuchtendes Türkis
versprüht noch immer denselben Jugendmode-Charme, den es Ende der
80er aus seiner wohlgeleiteten Entwicklungsabteilung mitbekam.
Ich habe noch einen breiten Dederon-Schlips im dezenten Hellblau, gelb
abgesetzt. Das würde gut miteinander harmonieren und der "Spalt" würde
überdeckt.
Deine Ahnung von "Spalt" ist der Realität unangemessen.

T.M.

[1] nee, es war 2002, sehe ich gerade
https://groups.google.com/g/de.alt.talk.unmut/c/I3nx9iIh7yA/m/sjKNvnoFPdMJ
Peter Veith
2021-01-14 09:12:52 UTC
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Post by Torsten Mueller
Aber, so ein schicker Anzug, ordentliche Krawatte .... trage ich gern
(derzeit nur viel zu selten).
Das letzte Mal, daß ich einen Anzug anhatte, war wahrscheinlich im Jahr
2000 bei einer Hochzeit [1]. Ist das "viel zu selten", wenn man sich
nicht mehr erinnern kann?
Neee, meinte, ich brauche das seit ein paar Jahren beruflich nicht mehr und
würde so gekleidet hier ggf. schräg angeguckt. Und da es derzei keine Opernbälle,
Theateraufführungen etc. mehr gibt, bleiben die schicken Sachen halt im
Schrank und werden von Duftseifen eingenebelt.
Post by Torsten Mueller
Ja, richtig. Haben wir auch noch. Vor allem Geschirrhandtücher, die
waren wohl in so einer "Aussteuerkiste" gewesen.
Ich hab auch noch diverse Werkzeuge, Hammer, Zange, Schraubenzieher,
steht irgendwas mit "Smalcalda" druff, einen hölzernen Zollstock
allererster Güte, mit dem $(SIE) des öfteren besorgniserregend
unsachgemäß usw.
Komisch, das lag in unserer Aussteuerkiste nicht.

[zum alten Jackett]
Post by Torsten Mueller
Ich habe noch einen breiten Dederon-Schlips im dezenten Hellblau, gelb
abgesetzt. Das würde gut miteinander harmonieren und der "Spalt" würde
überdeckt.
Deine Ahnung von "Spalt" ist der Realität unangemessen.
Ok, ich habe meine alten Jacketts schon lange entsorgt, ... aber, fällt mir eben
ein, meinen Hochzeitsanzug habe ich noch .... aber der ist auch eingelaufen :(

Jedoch, meine stets einsatzbereit gehaltene Uniform würde beim Gegner einen
duchschlagenden Erfolg erzielen: Er könnte vor Lachen weder schießen und
erst recht nicht treffen ;)

Peter
Ronald Konschak
2021-01-13 20:50:22 UTC
Antworten
Permalink
Post by Peter Blancke
Kauf Dir eine "Moser 1400". Scherprodukte der Fa. Moser werden, wie
mir ein Österreicher Buschenschänkler verriet, auch in der
Schafschur eingesetzt, absolut kräftiges Scherenwerk, robust, liegt
durabel und schwer in der Hand. Und vor allem kein Accubetrieb! Den
braucht kein Mensch.
Genau. Es gibt übrigens Zahnbürsten mit Bluetooth, auch so ein
Quatsch. Bluetooth an der Zahnbürste, das könnte ein Wortwitz
werden.
Post by Peter Blancke
Habe ich selber im Einsatz, schon beim zweiten Schnitt waren die
Erstehungskosten durch eingesparte Haarschneiderkosten mehr als
raus.
Post by Peter Veith
Amazon-Link?
https://www.amazon.de/Moser-1400-0458-Haarschneider-1400-Netzbetrieb/dp/B002L60XD0/ref=sr_1_5?adgrpid=66422520450&dchild=1&gclid=EAIaIQobChMIztTp0ceZ7gIVG-3tCh2kNg9tEAAYASAAEgJOI_D_BwE&hvadid=391631092775&hvdev=c&hvlocphy=9042806&hvnetw=g&hvqmt=e&hvrand=5934663204196713142&hvtargid=kwd-301587176375&hydadcr=27934_1978096&keywords=haarschneider+moser&qid=1610563264&sr=8-5&tag=googhydr08-21
Der Hinweis kam zur rechten Zeit. Mein alter Philips neigte schon
zum Rupfen. Nachdem ich solche Apparate ungern online kaufe,
drohte wegen geschlossener Läden schon Ungemach beim Frisieren.
Man bekommt ja nichtmal ein Paar Schnürsenkel in diesen Zeiten…
Post by Peter Blancke
Nur... Wie kriegen wir das jetzt gruppenkonform auf die DDR gebogen?
Ah... So: Hatte die DDR elektrische Haarschneidemaschinen ähnlich
wie die "Moser" gebaut?
Ich kann mich garnicht erinnern, dass es in der DDR Haarschneide-
maschinen für den Bevölkerungsbedarf gab. Nur Friseure hatten
welche.

Ronald.
--
Glaub nichts solange es nicht öffentlich bestritten wurde!
Frank Nitzschner
2021-01-14 06:00:10 UTC
Antworten
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Post by Ronald Konschak
Ich kann mich garnicht erinnern, dass es in der DDR Haarschneide-
maschinen für den Bevölkerungsbedarf gab. Nur Friseure hatten
welche.
Nö. Da gab es schon was:
Loading Image...
und AKA baute dann später wohl auch noch eine.
Zu uns kam leider immer nur der Wanderfriseur mit so einem Ding:
Loading Image...
Habe ich aus früher Kindheit noch äuserst unangenehm in Erinnerung, es
riss mehr Haare aus als es abschnitt.
Später hat dann die Mutter undd die Frau geschnitten. Da gab es so eine
Schere, eine Hälfte war als Kamm ausgebildet.

Grüsse
Fr*man trägt wieder Ohren*nk
Peter Veith
2021-01-14 07:27:58 UTC
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Post by Frank Nitzschner
https://i.ebayimg.com/00/s/MTIwMFgxNjAw/z/X8YAAOSwWplf9B0I/$_2.JPG
An den hatte ich auch gleich gedacht.

Allerdings ist mir ein praktischer Einsatz nicht erinnerlich, nur von der roten
Spielzeugversion aus Plaste. Vorsorglich: Die gehörte meiner Schwester.

Peter
Torsten Mueller
2021-01-14 06:19:41 UTC
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Mein alter Philips neigte schon zum Rupfen.
Philips neigt eben schon zum Rupfen, wenn er nagelneu ist. Nie wieder
rotierende Messer, sag ich.

T.M.
Lars Gebauer
2021-01-14 09:53:18 UTC
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Post by Ronald Konschak
Post by Peter Blancke
Ah... So: Hatte die DDR elektrische Haarschneidemaschinen ähnlich
wie die "Moser" gebaut?
Ich kann mich garnicht erinnern, dass es in der DDR Haarschneide-
maschinen für den Bevölkerungsbedarf gab. Nur Friseure hatten
welche.
In meinem Heimatort gab es eine kleine Fabrik, welche
Haarschneidemaschinen herstellte. Und Schafschermaschinen. Aber nicht
elektrisch sondern solider Handbetrieb. Die Dinger gingen so gut wie
alle in den Export. Ich denke intensiv über den Namen nach: "Billing"
oder so ähnlich.

Nach der Wende überlegte ich mal ernsthaft, ob und wie ich mir dieses
Fabrikchen unter den Nagel reißen könnte. Das war nämlich die blanke
Messe: Praktisch alles konserviert auf Stand ca. 1930. Nichts jünger.
Fräsmaschinen Baujahr ca. Anfang der 20er, angetrieben durch 2 große
Transmissionswellen längs durch die Halle, an einer Stirnseite ein
mächtiger Klotz von E-Motor. Im Keller wurden die Messer scharf
geschliffen. Dort war es wie in einem Verlies. Funzlige Beleuchtung,
winzige, trübe Fensterchen.

Leider fiel das Fabrikchen einer Erbengemeinschaft zum Opfer. Im Zuge
der Erbauseinandersetzung ging es dann in Flammen auf und brannte bis
auf die Grundmauern nieder. Schade.
--
Wenn Du denkst es geht nicht blöder, kommt ein Spruch von Markus Söder.
René Marquardt
2021-01-13 23:04:39 UTC
Antworten
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Post by Peter Blancke
Nur... Wie kriegen wir das jetzt gruppenkonform auf die DDR gebogen?
Ah... So: Hatte die DDR elektrische Haarschneidemaschinen ähnlich
wie die "Moser" gebaut?
Da hamwas.
Gegenvorschlag: Moser war ebenfalls Hersteller von "Privileg"-Produkten
bei Quelle, nicht nur die DDR-Produzenten. Das war einfach.
Wolf gang P u f f e
2021-01-14 04:17:14 UTC
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Post by Peter Blancke
Post by Peter Veith
[Haarschneidemaschine]
Post by Wolf gang P u f f e
Letztes Jahr im April habe für ca. 150 EUR ein solches Ding
gekauft. Schnurlos, mit japanischem
Hochleistungsschnellschnittwerk.
Hast Du einen Namen,
Zu teuer.
Kauf Dir eine "Moser 1400". Scherprodukte der Fa. Moser werden, wie
mir ein Österreicher Buschenschänkler verriet, auch in der
Schafschur eingesetzt, absolut kräftiges Scherenwerk, robust, liegt
durabel und schwer in der Hand. Und vor allem kein Accubetrieb! Den
braucht kein Mensch.
Wenn man selber vorm Spiegel steht und sich die Haare schneidet, ist
man dankbar, wenn man ein leicht zu rangierendes Modell ohne Kabel in
der Hand hat!
Post by Peter Blancke
Habe ich selber im Einsatz, schon beim zweiten Schnitt waren die
Erstehungskosten durch eingesparte Haarschneiderkosten mehr als
raus.
Post by Peter Veith
Amazon-Link?
https://www.amazon.de/Moser-1400-0458-Haarschneider-1400-Netzbetrieb/dp/B002L60XD0/ref=sr_1_5?adgrpid=66422520450&dchild=1&gclid=EAIaIQobChMIztTp0ceZ7gIVG-3tCh2kNg9tEAAYASAAEgJOI_D_BwE&hvadid=391631092775&hvdev=c&hvlocphy=9042806&hvnetw=g&hvqmt=e&hvrand=5934663204196713142&hvtargid=kwd-301587176375&hydadcr=27934_1978096&keywords=haarschneider+moser&qid=1610563264&sr=8-5&tag=googhydr08-21
Nur... Wie kriegen wir das jetzt gruppenkonform auf die DDR gebogen?
Ah... So: Hatte die DDR elektrische Haarschneidemaschinen ähnlich
wie die "Moser" gebaut?
Der VEB Bergmann Borsig hat nach dem selben Prinzip wie der Moser 1400
gebaut. Einfach eine Spule, die direkt mit 50Hz Netzfrequenz ein Stück
Eisen schwingen lässt, welches über einen Hebel das Scherwerk betätigt.
So funktionierte mein DDR-Gesichtshobel in den 80ern.
Und wehe man bewegte das Ding zu schnell im Gesicht! :-(
Torsten Mueller
2021-01-14 06:24:03 UTC
Antworten
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Post by Wolf gang P u f f e
Der VEB Bergmann Borsig hat nach dem selben Prinzip wie der Moser 1400
gebaut. Einfach eine Spule, die direkt mit 50Hz Netzfrequenz ein Stück
Eisen schwingen lässt, welches über einen Hebel das Scherwerk betätigt.
Mein Sieger 3 liegt noch immer im Keller, als strategische Reserve.
Wobei, elektrisch Rasieren ist auch längst des Teufels und kommt
eigentlich nicht mehr vor. Das sind so Stilblüten des Fortschritts und
Fortschrittsglaubens.

T.M.
Wolf gang P u f f e
2021-01-14 04:09:39 UTC
Antworten
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Post by Peter Veith
[Haarschneidemaschine]
Post by Wolf gang P u f f e
Letztes Jahr im April habe für ca. 150 EUR ein solches Ding gekauft.
Schnurlos, mit japanischem Hochleistungsschnellschnittwerk.
Hast Du einen Namen, Amazon-Link?
Panasonic ER-1611 Gold Edition

Wirklich sehr empfehlenswert.
Ich hatte den bei einem Ebayhandler gekauft.
Hier das normale Modell ohne Gold:
https://www.rasierer-tests.com/haarschneider/panasonic-er-1611-test/
Post by Peter Veith
Post by Wolf gang P u f f e
Und da man nun so richtig fett sparen tut, habe ich mir noch einen
weiteren, aber billigeren Haarschneider als "Backup"-Gerät gekauft,
falls der Gute mal mitten im "Gefecht" verrecken sollte.
Das wäre sonst peinlich!
Da ist ein ernstes Argument für ein Zweitgerät.
Moser 1400 clasic edition

Fürs Selbermachen eher ungeeignet da sehr schwer und nur Netzbetrieb.

https://www.rasierer-tests.com/haarschneider/moser-1400-test/
Chr. Maercker
2021-01-14 08:28:08 UTC
Antworten
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Post by Achim Ebeling
Niemand regt sich heute mehr über die Preise auf.
Je nachdem. Im Gegensatz zu einst regeln sich manche Preise, indem das
Konkurrenzprodukt gekauft wird. Leider hat genau das dazu geführt, dass
heute >> 90% Ramsch verkauft wird. Der kleine Rest ist i.a. wirklich
teuer - und hält dann *hoffentlich*, was der Preis verspricht.
Post by Achim Ebeling
Man hat sich daran gewöhnt.
Und man/frau verdient nicht mehr 400..1.000,- M monatlich wie in den
1960ern.
Post by Achim Ebeling
Ein "normales" Brötchen für 39 Cent.
Das sind umgerechnet 78 Pfennige!
Und trotz dieser im Vergleich zur "guten alten Zeit" horrenden Preise
geben speziell die Deutschen anteilig viel weniger für Lebensmittel aus
als damals. Dafür umso mehr für kurzlebigen Plastikfummel.
Post by Achim Ebeling
Ein Brötchen hat ungefähr 50g.
Sind ca. 20 Brötchen auf ein Kilo Mehl.
Wie viel kostet ein Kilo Mehl beim Discounter?
Dank Agrarsubventionen?
Post by Achim Ebeling
Der Großbäcker bekommt das Mehl günstiger.
Wie teuer wären übrigens Brötchen in der DDR gewesen, ohne staatliche
Stützung? 10 Pf, 20 Pf, ...?
--
CU Chr. Maercker.

Transport + Sport = Radfahren
Peter Veith
2021-01-14 08:53:58 UTC
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Post by Chr. Maercker
Post by Achim Ebeling
Wie viel kostet ein Kilo Mehl beim Discounter?
Dank Agrarsubventionen?
Nö, in einer Marktwirtschaft regelt die Nachfrage (und das Angebot) den Preis.
Subventionen verzerren den Markt lediglich hinsichtlich der Preisuntergrenze.
Kurz: Ja, Dank Agrarsubventionen könnte Mehl beim Discounter billiger sein, als
ohne.

Aber, bevor sich jetzt ein Wohlfühlgefühl ergibt: Die Subventionen der EU dienten
und dienen dem Ziel, die Preise _hochzuschleusen_ ... dafür wurde über Jahrzehnte
fast die Hälfte des EU-Haushaltes verwendet, letztens dürfte es noch 1/3 gewesen
sein. Gegen diese Absenkungen richteten sich die Bauernproteste.
Post by Chr. Maercker
Wie teuer wären übrigens Brötchen in der DDR gewesen, ohne staatliche
Stützung? 10 Pf, 20 Pf, ...?
Gute Frage. Ich habe gelesen, daß ein 1 kg Roggenbrot 52 Pf. der DDR gekostet
hätte, zzgl. 16 Pf. Subvention (d.h. 24%; wie immer das ausgerechnet wurde).

Peter
Lars Gebauer
2021-01-14 09:27:16 UTC
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Post by Peter Veith
Post by Chr. Maercker
Wie teuer wären übrigens Brötchen in der DDR gewesen, ohne staatliche
Stützung? 10 Pf, 20 Pf, ...?
Gute Frage. Ich habe gelesen, daß ein 1 kg Roggenbrot 52 Pf. der DDR gekostet
hätte, zzgl. 16 Pf. Subvention (d.h. 24%; wie immer das ausgerechnet wurde).
Ansatz: Was kostete 1 Sack (50kg) Weizen?
--
Wenn Du denkst es geht nicht blöder, kommt ein Spruch von Markus Söder.
Frank Hucklenbroich
2021-01-12 12:27:10 UTC
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Post by Chr. Maercker
[AKA RG28]
Post by Frank Hucklenbroich
Ich bin mir relativ sicher, daß meine Mutter auch so ein Ding im Einsatz
hatte, allerdings war das weiß oder hellgrau.
Die Dinger gab es nicht nur in rot.
Post by Frank Hucklenbroich
Zeitschiene 70er Jahre im Westen.
Vermutlich von Quelle, oder?
Gut möglich, wobei Quelle zeitweise in der Kölner City auch ein eigenes
Kaufhaus betrieben hat. Das war kein reiner Versandhändler.

Grüße,

Frank
Lars Gebauer
2021-01-12 12:44:10 UTC
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Post by Frank Hucklenbroich
Post by Chr. Maercker
Vermutlich von Quelle, oder?
Gut möglich, wobei Quelle zeitweise in der Kölner City auch ein eigenes
Kaufhaus betrieben hat. Das war kein reiner Versandhändler.
Hier[tm] schossen nach der Wende Quelle-Agenturen wie die Pilze aus dem
Boden. Das waren auch Ladengeschäfte - allerdings mit einem *sehr*
eingeschränkten Angebot. Aber alles, was es dort nicht gab, konnte man
bestellen und abholen.

Und Heerscharen von Sammelbestellerinnen gab es. Alles vorbei. :)
--
"Astrein!"

--Marie, 21, experimentierfreudig beim Sex im Wald
Ulf Kutzner
2021-01-12 15:12:16 UTC
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Post by Lars Gebauer
Post by Frank Hucklenbroich
Post by Chr. Maercker
Vermutlich von Quelle, oder?
Gut möglich, wobei Quelle zeitweise in der Kölner City auch ein eigenes
Kaufhaus betrieben hat. Das war kein reiner Versandhändler.
Hier[tm] schossen nach der Wende Quelle-Agenturen wie die Pilze aus dem
Boden. Das waren auch Ladengeschäfte - allerdings mit einem *sehr*
eingeschränkten Angebot. Aber alles, was es dort nicht gab, konnte man
bestellen und abholen.
Hatte man in den gebrauchten Bundesländern auch vorher.
https://de.wikipedia.org/wiki/Quelle_(Versandhandel)#Warenhäuser
Post by Lars Gebauer
Und Heerscharen von Sammelbestellerinnen gab es.
Dito. Bis hin zur Eröffnung privater Ladengeschäfte für den Kram. https://de.wikipedia.org/wiki/Quelle_(Versandhandel)#Standorte_und_Vertriebskanäle
Wolf gang P u f f e
2021-01-12 15:42:56 UTC
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Post by Lars Gebauer
Post by Frank Hucklenbroich
Post by Chr. Maercker
Vermutlich von Quelle, oder?
Gut möglich, wobei Quelle zeitweise in der Kölner City auch ein eigenes
Kaufhaus betrieben hat. Das war kein reiner Versandhändler.
Hier[tm] schossen nach der Wende Quelle-Agenturen wie die Pilze aus dem
Boden. Das waren auch Ladengeschäfte - allerdings mit einem *sehr*
eingeschränkten Angebot.
Die Läden waren spezialisiert mit ihrem Angebot aus dem Quellesortiment.
Hier z.B. Quelle-Technik ähnlich wie heute Mediamarkt.
Kühlschränke, Waschmaschinen, Fernseher, Videorecorder, Radios,
Kopfhörer, Kaffeemaschinen usw.
Lars Gebauer
2021-01-12 15:58:20 UTC
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Post by Wolf gang P u f f e
Post by Lars Gebauer
Post by Frank Hucklenbroich
Gut möglich, wobei Quelle zeitweise in der Kölner City auch ein eigenes
Kaufhaus betrieben hat. Das war kein reiner Versandhändler.
Hier[tm] schossen nach der Wende Quelle-Agenturen wie die Pilze aus dem
Boden. Das waren auch Ladengeschäfte - allerdings mit einem *sehr*
eingeschränkten Angebot.
Die Läden waren spezialisiert mit ihrem Angebot aus dem Quellesortiment.
Ja, jetzt fällt es mir wieder ein: Ein Kumpel betrieb einen Foto-Quelle.
Post by Wolf gang P u f f e
Hier z.B. Quelle-Technik ähnlich wie heute Mediamarkt.
Kühlschränke, Waschmaschinen, Fernseher, Videorecorder, Radios,
Kopfhörer, Kaffeemaschinen usw.
Aber vieeel kleiner als ein Mediamarkt.
--
"Astrein!"

--Marie, 21, experimentierfreudig beim Sex im Wald
Wolf gang P u f f e
2021-01-12 16:34:58 UTC
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Post by Lars Gebauer
Post by Wolf gang P u f f e
Post by Lars Gebauer
Post by Frank Hucklenbroich
Gut möglich, wobei Quelle zeitweise in der Kölner City auch ein eigenes
Kaufhaus betrieben hat. Das war kein reiner Versandhändler.
Hier[tm] schossen nach der Wende Quelle-Agenturen wie die Pilze aus dem
Boden. Das waren auch Ladengeschäfte - allerdings mit einem *sehr*
eingeschränkten Angebot.
Die Läden waren spezialisiert mit ihrem Angebot aus dem Quellesortiment.
Ja, jetzt fällt es mir wieder ein: Ein Kumpel betrieb einen Foto-Quelle.
Post by Wolf gang P u f f e
Hier z.B. Quelle-Technik ähnlich wie heute Mediamarkt.
Kühlschränke, Waschmaschinen, Fernseher, Videorecorder, Radios,
Kopfhörer, Kaffeemaschinen usw.
Aber vieeel kleiner als ein Mediamarkt.
Ja, statt 999 verschiedene Waschmaschinen gab nur 3 oder 4 Modelle.
Und damals gabs auch noch keine Smartphones, dafür aber CB-Funkzeugs,
wo man mit seinen Kumpels "rumrodschern" also rumqutschen konnte.
Vielleicht erinnert sich noch jemand an Sprüche wie:
"Ne geballte 128 und die ganze Mathematik hoch und runter!" ;-)
...oh Scheiße jetzt reißen mir die Mundwinkel beim Grinsen auf...

W.
Andreas Karrer
2021-01-10 20:55:32 UTC
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Post by Chr. Maercker
<https://de.wikipedia.org/wiki/AKA_electric_RG28>
Heute auf der Wikipedia-Homepage verlinkt.
Ein würdiger Nachfolger dessen, was einst "Deutsche Wertarbeit" genannt
wurde.
Ach nee, Schnelldreher einer Firma, die sich aus dem Staub gemacht hat,
zudem sind die Designer damals einer kurzlebigen Modeströmung "poppige
Farben" aufgesessen ;-)

Meine Mutter benutzt nach wie vor einen Stabmixer von Bamix (in D
"ESGE Zauberstab"), den sie 1955 zur Hochzeit geschenkt bekommen hat.
Mal war der Kippschalter kaputt, mal war das Kabel etwas brüchig,
beides hab ich ersetzt.

Passende Rühr-, Messer- und Taumelscheibenaufsätze kann man immer
noch neu kaufen.

Meiner ist erst etwa 40 Jahre alt.

-----------------------------------

Aber sie Sache ist nicht so einfach. Wirklich solide Bauweise lohnt
sich nur bei Produkten, die am Ende der Entwicklung angelangt sind, und
leider kann man das beim Kauf nicht wirklich beurteilen. Bei einem
Stabmixer oder einem Handrührwerk ist das in der Tat so. Vielleicht
haben die heute einen etwas stärkeren Motor, sind etwas ergonomischer,
leiser, aber im Prinzip dasselbe wie damals und im Gebrauch fast nicht
zu unterscheiden.

Die AEG-Schlagbohrmaschine, die ich 1977 gekauft habe, war eine der
ersten mit elektronischer Drehzahlsteuerung. Aber diese war im Vergleich
zu den heutigen sehr primitiv, die Maschine hatte nur Rechts-, aber keinen
Linkslauf, kein Schnellspannfutter. Das hat die Bosch-Blau-Maschine,
die ich kürzlich gekauft habe, obwohl die AEG noch funktionierte -- ich
hätte sie vor 25 Jahren ersetzen sollen. Hätte ich '77 wissen
können, dass es bald besseres geben wird?

Die Bernina-Nähmaschine, die meine Mutter auf den gleichen
Hochzeitstag bekommen hat, funktioniert ebenfalls noch, und auch zu der
kriegt man noch Ersatzteile und man kann sie reparieren lassen. Aber
die heutigen Maschinen sind wirklich besser. Sie haben einen stärkern
Motor, eine wirkliche Drehzahlregelung (man kann gaaanz langsam nähen,
auch bei dickem Stoff), einen besseren Einfädelmechanismus, die
Fadenspannung lässt sich besser einstellen, oder -- eine ganz
einfache, aber sehr sinnvolle Verbesserung -- sie haben hinter dem
Nähfuss eine kleine Klinge, mit der man Ober- und Unterfaden mit einem
kurzen Handgriff abschneiden kann.

Ausserdem -- eine Low-End-Bernina kostet 1000 EUR, Mittelklasse 2000
EUR. Das Chinateil gibt's im Discounter manchmal für 100 EUR, ganz
anständige Maschinen gibts für 300 EUR. Für viele besteht die
Auswahl dann aus: Eine billige Nähmaschine, oder: keine Nähmaschine.

Kürzlich hab ich einen Wagenheber für 25 EUR gekauft. Das kann keine
gute Qualität sein, aber zumindest 1x hat er funktioniert. Ich weiss,
dass ich den bloss 10-20x benutzen werde, den etwa jedes 2. Mal
wechsle ich die Räder nicht selber, sondern lasse sie in der Werkstatt
auswuchten und wechseln. Hätte ich einen soliden Wagenheber kaufen
sollen, den meine Kinder in 30 Jahren noch verwenden werden? Wenn die
gar kein Auto haben wollen? Was, wenn nächstes Jahr eine EU-Richtlinie
kommt, die Räderwechseln nur in zertifizierten Werkstätten erlaubt?


- Andi
Ulf Kutzner
2021-01-11 18:25:22 UTC
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Post by Andreas Karrer
Post by Chr. Maercker
<https://de.wikipedia.org/wiki/AKA_electric_RG28>
Heute auf der Wikipedia-Homepage verlinkt.
Ein würdiger Nachfolger dessen, was einst "Deutsche Wertarbeit" genannt
wurde.
Ach nee, Schnelldreher einer Firma, die sich aus dem Staub gemacht hat,
zudem sind die Designer damals einer kurzlebigen Modeströmung "poppige
Farben" aufgesessen ;-)
Meine Mutter benutzt nach wie vor einen Stabmixer von Bamix (in D
"ESGE Zauberstab"), den sie 1955 zur Hochzeit geschenkt bekommen hat.
Mal war der Kippschalter kaputt, mal war das Kabel etwas brüchig,
beides hab ich ersetzt.
Passende Rühr-, Messer- und Taumelscheibenaufsätze kann man immer
noch neu kaufen.
Meiner ist erst etwa 40 Jahre alt.
-----------------------------------
Aber sie Sache ist nicht so einfach. Wirklich solide Bauweise lohnt
sich nur bei Produkten, die am Ende der Entwicklung angelangt sind, und
leider kann man das beim Kauf nicht wirklich beurteilen. Bei einem
Stabmixer oder einem Handrührwerk ist das in der Tat so. Vielleicht
haben die heute einen etwas stärkeren Motor, sind etwas ergonomischer,
leiser, aber im Prinzip dasselbe wie damals und im Gebrauch fast nicht
zu unterscheiden.
Es gibt bestimmte Mercedes-Lkw in südlichen Ländern,
die laufen und laufen. Und sowjetische Loktypen, die als
unkaputtbar gelten. Bei anderen Typen hat man nach Jahrzehnten
andere Motoren und Führerstände draufgesetzt, aber die
Rahmen trotz vorgehendem Einsatz im schweren Güterzugdienst
weiterverwendet.
Achim Ebeling
2021-01-11 19:22:36 UTC
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Post by Ulf Kutzner
Es gibt bestimmte Mercedes-Lkw in südlichen Ländern,
die laufen und laufen.
Habe ich oft in Afrika gesehen.
Die mit der runden Schnauze.
Auch andere LKW Typen oder Busse.
Teilweise noch mit Deutscher Aufschrift und Kennzeichen.
--
Bis denne
Achim
Chr. Maercker
2021-01-12 11:24:15 UTC
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Achim Ebeling wrote:
[bestimmte Mercedes-Lkw in südlichen Ländern, die laufen und laufen]
Habe ich oft in Afrika gesehen. Die mit der runden Schnauze.
Auch andere LKW Typen oder Busse.
Teilweise noch mit Deutscher Aufschrift und Kennzeichen.
Umgekehrt ging das Gerücht um, diverse W50 LKW würden in Mozambik im
Treibsand versinken, weil Ersatzteile fehlen. Der W50 war einklich nicht
als unzuverlässig bekannt, aber mit Ersatzteilen war das in der DDR halt
so eine Sache ...
--
CU Chr. Maercker.
Lars Gebauer
2021-01-12 12:03:39 UTC
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Post by Chr. Maercker
Umgekehrt ging das Gerücht um, diverse W50 LKW würden in Mozambik im
Treibsand versinken, weil Ersatzteile fehlen. Der W50 war einklich nicht
als unzuverlässig bekannt, aber mit Ersatzteilen war das in der DDR halt
so eine Sache ...
Ich hatte einen Kollegen, der als Ausbilder in eine Kfz-Werkstatt nach
Mozambik gehen sollte. Irgendein FDJ-Projekt.

Bevor es losging, sprach er von seinen zukünftigen afrikanischen
Kollegen immer sehr aufgeschlossen, freundlich und optimistisch. Als er
zurück kam, war davon keine Rede mehr. Von den Afrikanern, insbesondere
von deren Arbeitsmoral, war er restlos geheilt.

Einige Zeit später ging er in gleicher Funktion nach Vietnam. Die
Vietnamesen lobte er nach seiner Rückkehr über den grünen Klee.
--
"Astrein!"

--Marie, 21, experimentierfreudig beim Sex im Wald
Uwe Schickedanz
2021-01-12 13:36:29 UTC
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Post by Lars Gebauer
Bevor es losging, sprach er von seinen zukünftigen afrikanischen
Kollegen immer sehr aufgeschlossen, freundlich und optimistisch. Als er
zurück kam, war davon keine Rede mehr. Von den Afrikanern, insbesondere
von deren Arbeitsmoral, war er restlos geheilt.
Das hört man von allen, die dort waren.


Gruß Uwe
--
Das Dilemma der DDR: 16 Mio. Widerstandskämpfer wurden von
16 Mio. Stasispitzeln überwacht.
=== http://www.sicherheitslampe.de ===
Lars Gebauer
2021-01-12 17:25:06 UTC
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Post by Uwe Schickedanz
Post by Lars Gebauer
Bevor es losging, sprach er von seinen zukünftigen afrikanischen
Kollegen immer sehr aufgeschlossen, freundlich und optimistisch. Als er
zurück kam, war davon keine Rede mehr. Von den Afrikanern, insbesondere
von deren Arbeitsmoral, war er restlos geheilt.
Das hört man von allen, die dort waren.
Es war insgesamt schon recht lustig. Der Kollege war nicht nur ein guter
Kerl sondern auch ein recht naiver Mensch. Das Gequatsche von
"internationaler Solidarität" & Co. waren für den nicht irgendwelche
Phrasen - der nahm das wirklich ernst. Der zog da wirklich in der
Überzeugung los, er würde denen bei der Überwindung kolonialer Folgen
usw. helfen.

Die (bittere) Realität war dann doch - ernüchternd.

"Wenn sie überhaupt kommen, dann kommen sie wann sie wollen. Dann gehen
sie auch wieder, wann sie wollen. Die klauen wie die Raben. Die kümmern
sich um nichts. Die interessiert nichts. Heute was erklärt, morgen schon
wieder vergessen. Wenn der LKW keinen Sprit mehr hat, tja, dann bleibt
er eben stehen - und wenn es mitten in der Pampa ist und morgen früh nur
noch das Gerippe da steht." Usw.usf.
--
"Astrein!"

--Marie, 21, experimentierfreudig beim Sex im Wald
Chr. Maercker
2021-01-12 15:46:39 UTC
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Post by Lars Gebauer
Ich hatte einen Kollegen, der als Ausbilder in eine Kfz-Werkstatt nach
Mozambik gehen sollte. Irgendein FDJ-Projekt.
Bevor es losging, sprach er von seinen zukünftigen afrikanischen
Kollegen immer sehr aufgeschlossen, freundlich und optimistisch. Als er
zurück kam, war davon keine Rede mehr. Von den Afrikanern, insbesondere
von deren Arbeitsmoral, war er restlos geheilt.
Im Gegensatz zu Arabern werden Afrikaner nicht gleich zornig, wenn man
ihre Arbeitsmoral darlegt. Ein ehem. Kollege hat das zu spüren bekommen,
nachdem er zu einem Syrer(?) sagte:
"Wenn ich sehe, wie du arbeitest, dann weiß ich, warum ihr den Krieg
verloren habt."
Post by Lars Gebauer
Einige Zeit später ging er in gleicher Funktion nach Vietnam. Die
Vietnamesen lobte er nach seiner Rückkehr über den grünen Klee.
In dieser Hinsicht sind die Ost-Asiaten wohl wirklich anders. DDR-Bürger
haben andererseits bzgl. Arbeitsmoral eine Menge von der Sowjetunion
gelernt. ;-)
--
CU Chr. Maercker.
Achim Ebeling
2021-01-12 17:20:17 UTC
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Post by Chr. Maercker
Im Gegensatz zu Arabern werden Afrikaner nicht gleich zornig, wenn man
ihre Arbeitsmoral darlegt.
Ja das ist wohl so, die kann man schon mal zusammen stauchen.
Aber helfen tut's nix.
Die gucken einen nur treu doof an, und machen den selben Fehler
hinterher gleich zweimal.
Mit den Indern ist es nicht besser.
Nur wackeln die noch mit dem Kopf.

Geht aber auch anders.
Ich hatte in Afrika auch Teams die waren sehr gut.
Kamen allerdings aus Marokko.
Post by Chr. Maercker
Ein ehem. Kollege hat das zu spüren bekommen,
"Wenn ich sehe, wie du arbeitest, dann weiß ich, warum ihr den Krieg
verloren habt."
Auch das kann ich bestätigen.
Ich war 2 Jahre in Saudi Arabien.
Auftraggeber waren Ägypter.
Ingenieure, Foremen und die meisten Arbeiter auch Ägypter.
Rest Inder, Pakistani und Philippinos.

Mein Elektriker hatte es mal gewagt Ross und Reiter in einer E-Mail zu
benennen.
Daraufhin musste ich auf den Teppich.
Ja sicher, er hat ja recht, aber man nennt keine Namen.
Kritik war nicht so ihre Sache. Wenn sie in ihre Richtung ging.
Und dann haben sie schneller gelogen als ein Kamel laufen kann.
--
Bis denne
Achim
Chr. Maercker
2021-01-13 16:22:30 UTC
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Post by Achim Ebeling
Ja das ist wohl so, die kann man schon mal zusammen stauchen.
Aber helfen tut's nix.
Die gucken einen nur treu doof an, und machen den selben Fehler
hinterher gleich zweimal.
Ähnliches habe ich von Entwicklungshelfern gehört: solange ein Projekt
von Europäern/Amis/... begleitet wird bzw. selbige vor Ort sind, haben
die Leute mit Feuereifer mitgemacht. Sobald die Ausländer weg waren,
vergammelte die ganze schöne Technik. Das hat wohl Brot für die Welt
u.v.a. auf den Dreh gebracht, nix mehr fertig hinzustellen, sondern
"nur" Werkstätten aufzubauen, wo die ortsansässige Bevolkerung dann
selbst werkelt.
Post by Achim Ebeling
Mit den Indern ist es nicht besser.
Nur wackeln die noch mit dem Kopf.
Dafür haben die Bildungsfernsehen, wo so manches vermittelt wird, z.B.
Solarkocher u.ä.
Post by Achim Ebeling
Geht aber auch anders.
Ich hatte in Afrika auch Teams die waren sehr gut.
Kamen allerdings aus Marokko.
Nordafrika tickt wohl anders als südlich der Sahara.
--
CU Chr. Maercker.
Achim Ebeling
2021-01-12 16:59:06 UTC
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Post by Lars Gebauer
Ich hatte einen Kollegen, der als Ausbilder in eine Kfz-Werkstatt nach
Mozambik gehen sollte. Irgendein FDJ-Projekt.
Bevor es losging, sprach er von seinen zukünftigen afrikanischen
Kollegen immer sehr aufgeschlossen, freundlich und optimistisch.
War bei mir nicht anders.
Bevor ich das erste mal da unten war, hielt ich meine Kollegen, die
schon oft da waren und davon erzählten, für Arschlöscher.
Aber die Realität war viel schlimmer.
Ich bin geheilt, nun bin ich das Arschloch wenn ich von meinen
Erlebnissen erzähle.
Man muss es selbst erlebt haben, sonst glaubt man es nicht.
Post by Lars Gebauer
Als er
zurück kam, war davon keine Rede mehr. Von den Afrikanern, insbesondere
von deren Arbeitsmoral, war er restlos geheilt.
Arbeitsmoral, haben die so was?

Man muss schon ein dickes Fell haben, um da unten zu bestehen.
Die ersten Male habe ich mich auch aufgeregt, aber dann...lass sie
Arbeiten wie sie wollen.
Reg Dich nicht auf.
Ändern kann man sowieso nix.
Nur aufpassen das hinterher alles läuft.
Und wenn sie die Arbeiten 10mal machen.

Aber, wo soll's auch herkommen?
Es fehlt an Bildung.
--
Bis denne
Achim
Chr. Maercker
2021-01-13 16:27:20 UTC
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Permalink
Post by Achim Ebeling
Arbeitsmoral, haben die so was?
Das läuft bzw. (lief?) ja schon in Polen anders als hier: Lieber Feste
feiern als feste arbeiten. Wenn man mit den Folgen aka Mangelwirtschaft
lebt, eine recht lockere Lebensart. Auf etwas andere Art und Weise sagt
man das ja auch Italienern und Franzosen nach.
Post by Achim Ebeling
Aber, wo soll's auch herkommen?
Es fehlt an Bildung.
Liegt es wirklich an mangelnder Bildung oder ist das traditionelle
Lebensweise, nur dann zu arbeiten, wenn man dringend Geld braucht? --


CU Chr. Maercker.
Hans-R. Biermann
2021-01-11 18:56:33 UTC
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Post by Andreas Karrer
Post by Chr. Maercker
Ein würdiger Nachfolger dessen, was einst "Deutsche Wertarbeit" genannt
wurde.
Ach nee, Schnelldreher einer Firma, die sich aus dem Staub gemacht hat
Hä? Dunkel ist Deiner Worte Sinn.
Post by Andreas Karrer
Meine Mutter benutzt nach wie vor einen Stabmixer von Bamix (in D
"ESGE Zauberstab"), den sie 1955 zur Hochzeit geschenkt bekommen hat.
Sowas war zu der Zeit in der DDR unbekannt.
Post by Andreas Karrer
Die AEG-Schlagbohrmaschine, die ich 1977 gekauft habe, war eine der
ersten mit elektronischer Drehzahlsteuerung. Aber diese war im Vergleich
zu den heutigen sehr primitiv, die Maschine hatte nur Rechts-, aber keinen
Linkslauf, kein Schnellspannfutter. Das hat die Bosch-Blau-Maschine
Bosch Blau wird als Profimaschinen beworben, die halten jedoch im
Baustellenbetrieb nicht allzu lange durch. Wir setzen nur noch HILTI ein, von
der Firma beziehen wir auch z.B. Material für Brandschutz (die Norm für
etwa Kabeldurchführungen hat sich geändert, die müssen nachgerüstet
werden), was sich rabattfördernd auswirkt.
Post by Andreas Karrer
Die Bernina-Nähmaschine, die meine Mutter auf den gleichen
Hochzeitstag bekommen hat, funktioniert ebenfalls noch, und auch zu der
kriegt man noch Ersatzteile und man kann sie reparieren lassen. Aber
die heutigen Maschinen sind wirklich besser. Sie haben einen stärkern
Motor, eine wirkliche Drehzahlregelung (man kann gaaanz langsam nähen,
auch bei dickem Stoff), einen besseren Einfädelmechanismus, die
Fadenspannung lässt sich besser einstellen, oder -- eine ganz
einfache, aber sehr sinnvolle Verbesserung -- sie haben hinter dem
Nähfuss eine kleine Klinge, mit der man Ober- und Unterfaden mit einem
kurzen Handgriff abschneiden kann.
Moderner Unfug - ich bevorzuge Maschinen mit Fußantrieb und klassischer
Feinmechanik, hatte schon mehrere mit Langschiffchen, derzeit eine des
Magdeburger Herstellers "Mundlos" mit Rundschiffchen.
Mein chirurgischer Freund hat sich sogar eine Sattler-Nähmaschine beschafft,
nunja, man kann's auch übertreiben - FR
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