Discussion:
Befahren des Waldes
(zu alt für eine Antwort)
Peter Veith
2021-10-02 12:22:44 UTC
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Ich weiß nicht, ob hier noch jemand liest, aber wie war das Befahren des
Waldes mit Pkw geregelt?

Das Problem wurde mir erst in den 2000ern klar, als mich ein lokaler
Förster auf das Waldgesetz des Landes aufmerksam machte. Demnach darf
Normalo nicht in den Wald fahren, auch wenn es auf Wegen möglich wäre
und nicht explizit mit Ausschilderung verboten ist. So ist es wohl mehr
oder weniger in der ganzen BRD vorgeschrieben und Verstöße kosten Geld.

Zu DDR-Zeiten bin ich regelmäßig mit dem Trabant in Wälder zu
verschiedenen Badestellen gefahren. Da das in der warmen Jahreszeit
geschah, war regelmäßig eine (hohe) _Waldbrandstufe_ und diese verbot es
mir eigentlich nur.

Da ich deshalb auch von Forstmitarbeitern angesprochen wurde, fuhr ich
eben - etwas unbequemer - mit dem Moped, da konnten damals keiner
Nummernschilder aufschreiben .... :)

Veith
--
"Für die Bundesregierung kann ich sagen, dass wir Recht und Gesetz
einhalten wollen werden und da, wo immer das notwendig ist, auch tun"
Angela Merkel, 2018.
http://ddr-luftwaffe.blogspot.com
Bernd Ullrich
2021-10-02 14:26:07 UTC
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Post by Peter Veith
Ich weiß nicht, ob hier noch jemand liest, aber wie war das Befahren des
Waldes mit Pkw geregelt?
Das Problem wurde mir erst in den 2000ern klar, als mich ein lokaler
Förster auf das Waldgesetz des Landes aufmerksam machte. Demnach darf
Normalo nicht in den Wald fahren, auch wenn es auf Wegen möglich wäre
und nicht explizit mit Ausschilderung verboten ist. So ist es wohl mehr
oder weniger in der ganzen BRD vorgeschrieben und Verstöße kosten Geld.
Zu DDR-Zeiten bin ich regelmäßig mit dem Trabant in Wälder zu
verschiedenen Badestellen gefahren. Da das in der warmen Jahreszeit
geschah, war regelmäßig eine (hohe) _Waldbrandstufe_ und diese verbot es
mir eigentlich nur.
Da ich deshalb auch von Forstmitarbeitern angesprochen wurde, fuhr ich
eben - etwas unbequemer - mit dem Moped, da konnten damals keiner
Nummernschilder aufschreiben .... :)
Im Wald ohne "Wald-Weg" gibbetz/gabs keinen öffentlichen Verkehrsraum
für Fahrzeuge.

BU
klaus reile
2021-10-02 14:51:46 UTC
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Am Sat, 2 Oct 2021 16:26:07 +0200
Post by Bernd Ullrich
Post by Peter Veith
Ich weiß nicht, ob hier noch jemand liest, aber wie war das
Befahren des Waldes mit Pkw geregelt?
Das Problem wurde mir erst in den 2000ern klar, als mich ein lokaler
Förster auf das Waldgesetz des Landes aufmerksam machte. Demnach
darf Normalo nicht in den Wald fahren, auch wenn es auf Wegen
möglich wäre und nicht explizit mit Ausschilderung verboten ist. So
ist es wohl mehr oder weniger in der ganzen BRD vorgeschrieben und
Verstöße kosten Geld.
Zu DDR-Zeiten bin ich regelmäßig mit dem Trabant in Wälder zu
verschiedenen Badestellen gefahren. Da das in der warmen Jahreszeit
geschah, war regelmäßig eine (hohe) _Waldbrandstufe_ und diese
verbot es mir eigentlich nur.
Da ich deshalb auch von Forstmitarbeitern angesprochen wurde, fuhr
ich eben - etwas unbequemer - mit dem Moped, da konnten damals
keiner Nummernschilder aufschreiben .... :)
Im Wald ohne "Wald-Weg" gibbetz/gabs keinen öffentlichen Verkehrsraum
für Fahrzeuge.
BU
Hier am Niederrhein handhabt man das folgendermaßen: An Waldwegen, wo
Autofahren möglich wäre, stehen in aller Regel Schilder: Verkehrsverbot
für Fahrzeuge aller Art, ausgenommen Fahrzeuge der Forstwirtschaft.
Es gibt aber auch Wege, die sind bis zu einem grösseren Parkplatz
asphaltiert. Die darf jeder bis zum Parkplatz benutzen und dann zu Fuss
weiter gehen.

Klaus
--
Natürlich hat jeder eine eigene Meinung. Nur weiss auch jeder,
wo diese eigene Meinung herkommt? (Lisa Fitz)

Lieber einen Ort im Grünen als auch nur einen Grünen im Ort
Peter Veith
2021-10-02 17:15:45 UTC
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Post by Bernd Ullrich
Im Wald ohne "Wald-Weg" gibbetz/gabs keinen öffentlichen Verkehrsraum
für Fahrzeuge.
Im Wald _mit_ Waldweg (wie im Ausgangsbeitrag) ist das Befahren für
Normalos in der BRD verboten.

In der DDR war das Befahren von Waldwegen nur im Fall einer
Waldbrandstufe verboten, WIMRE.

Veith
--
"Der Westen hat, und das ist ein so alter Trick, die Moral eingeführt,
um über Politik nicht reden zu müssen." (ronald m. schernikau)
http://www.DDR-LUFTWAFFE.de
Gunter Kühne
2021-10-03 12:54:27 UTC
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Post by Peter Veith
Post by Bernd Ullrich
Im Wald ohne "Wald-Weg" gibbetz/gabs keinen öffentlichen Verkehrsraum
für Fahrzeuge.
Im Wald _mit_ Waldweg (wie im Ausgangsbeitrag) ist das Befahren für
Normalos in der BRD verboten.
In der DDR war das Befahren von Waldwegen nur im Fall einer
Waldbrandstufe verboten, WIMRE.
Veith
Oder wen durch Schilder was anderes festgelegt war. Das gabs häufig
auch. Noch heute sieht man Schilder an manchen Waldwegen die geschätzte
100 Jahre alt sind. ( Noch mit schwarzen Ring)
Ansonsten wen nichts stand durftest du fahren. Damals gabs ja auch noch
unbefestigte Verbindungen der Dörfer untereinander.
Heute sehr selten geworden. Aber es gibt sie noch. Gelbes Schild ohne Rand.
--
Kleinmut und Stolz, aus diesem Holz
Schuf der Mensch sich am sechsten Tag Gott.
Dorothee Hermann
2021-10-02 14:32:53 UTC
Permalink
NG de.soc.umwelt dazugenommen
Post by Peter Veith
Ich weiß nicht, ob hier noch jemand liest, aber wie war das Befahren des
Waldes mit Pkw geregelt?
Ist in Details Sache des jeweiligen Bundeslandes.

Man kann sich aber recht gut kundig machen ("Waldgesetz"), auch wenn man
besondere Sachen wissen will.
In meinem Fall z.B.: Zu welchen Zeiten möglichst auf den Wegen zu
bleiben ist (Schon.- und Jagdzeiten), Nachtwanderungen möglich, Mitnahme
von Hunden, usw.).
https://www.bussgeldkatalog.org/befahren-von-waldwegen/

https://www.bussgeld-info.de/befahren-von-waldwegen/


Bayern z.B.
https://www.dimb.de/fachberatung/die-rechtslage/bayern/

fup d.s.u


Dorothee
Peter Veith
2021-10-02 17:18:05 UTC
Permalink
Post by Dorothee Hermann
Post by Peter Veith
Ich weiß nicht, ob hier noch jemand liest, aber wie war das Befahren des
Waldes mit Pkw geregelt?
Ist in Details Sache des jeweiligen Bundeslandes.
Ja, ich poste aber in dafd ... ich weiß, daß das nicht mehr auffällt.

Kurz: wie war das in der DDR geregelt?
Post by Dorothee Hermann
fup d.s.u
Ignoriert.

Veith
--
"Der Westen hat, und das ist ein so alter Trick, die Moral eingeführt,
um über Politik nicht reden zu müssen." (ronald m. schernikau)
http://www.DDR-LUFTWAFFE.de
Gunter Kühne
2021-10-03 12:57:04 UTC
Permalink
Post by Dorothee Hermann
NG de.soc.umwelt dazugenommen
Post by Peter Veith
Ich weiß nicht, ob hier noch jemand liest, aber wie war das Befahren des
Waldes mit Pkw geregelt?
Ist in Details Sache des jeweiligen Bundeslandes.
Man kann sich aber recht gut kundig machen ("Waldgesetz"), auch wenn man
besondere Sachen wissen will.
In meinem Fall z.B.: Zu welchen Zeiten möglichst auf den Wegen zu
bleiben ist (Schon.- und Jagdzeiten), Nachtwanderungen möglich, Mitnahme
von Hunden, usw.).
https://www.bussgeldkatalog.org/befahren-von-waldwegen/
https://www.bussgeld-info.de/befahren-von-waldwegen/
Bayern z.B.
https://www.dimb.de/fachberatung/die-rechtslage/bayern/
fup d.s.u
Dorothee
Er Fragte nach DDR!!!!
da gabs keine Bundesländer!!
--
Kleinmut und Stolz, aus diesem Holz
Schuf der Mensch sich am sechsten Tag Gott.
Peter Veith
2021-10-03 14:02:11 UTC
Permalink
Post by Gunter Kühne
Post by Dorothee Hermann
Post by Peter Veith
Ich weiß nicht, ob hier noch jemand liest, aber wie war das Befahren des
Waldes mit Pkw geregelt?
Ist in Details Sache des jeweiligen Bundeslandes.
Er Fragte nach DDR!!!!
da gabs keine Bundesländer!!
Ich habe beim Suchen mitbekommen, daß die "Waldgesetze" sowie ein
Rahmengesetz des Bundes dazu eine BRD-Eigenkreation war.

Aus dem Reich hatte Ost und West eine Reihe von Regelungen dazu
übernommen und dann modifiziert. In der DDR wurde diese nicht in ein
Gesetz zusammengefaßt.

Veith
--
"Wessen sollen wir uns rühmen, wenn nicht der DDR" Peter Hacks.
http://www.DDR-LUFTWAFFE.de
Bernd Ullrich
2021-10-03 16:50:53 UTC
Permalink
Post by Peter Veith
Post by Gunter Kühne
Post by Dorothee Hermann
Post by Peter Veith
Ich weiß nicht, ob hier noch jemand liest, aber wie war das Befahren des
Waldes mit Pkw geregelt?
Ist in Details Sache des jeweiligen Bundeslandes.
Er Fragte nach DDR!!!!
da gabs keine Bundesländer!!
Ich habe beim Suchen mitbekommen, daß die "Waldgesetze" sowie ein
Rahmengesetz des Bundes dazu eine BRD-Eigenkreation war.
Aus dem Reich hatte Ost und West eine Reihe von Regelungen dazu
übernommen und dann modifiziert. In der DDR wurde diese nicht in ein
Gesetz zusammengefaßt.
Es wurdeb damals vieles leger gesehen.
Ich bekam hierzuSiedlung erst 2011 einen Bescheid mit Grundbucheintrag
dass der Regenwasserkanal nicht überbaut werden darf. Seit 1935 hatte
das niemand iteressiert.

BU
Chr. Maercker
2021-10-04 13:28:43 UTC
Permalink
Post by Peter Veith
Zu DDR-Zeiten bin ich regelmäßig mit dem Trabant in Wälder zu
verschiedenen Badestellen gefahren. Da das in der warmen Jahreszeit
geschah, war regelmäßig eine (hohe) _Waldbrandstufe_ und diese verbot es
mir eigentlich nur.
Es gibt Fahrwege durch Wälder, die wurden und werden regelmäßig mit Kfz
befahren.
Post by Peter Veith
Da ich deshalb auch von Forstmitarbeitern angesprochen wurde, fuhr ich
eben - etwas unbequemer - mit dem Moped, da konnten damals keiner
Nummernschilder aufschreiben .... :)
WIMRE hatten Waldwege, die nicht befahren werden sollten,
Verbotsschilder (heute Zeichen 250) + Zusatzzeichen "Forstfahrzeuge
frei". Radfahrer wurden i.a. geduldet, obwohl o.g. Verkehrszeichen sie
mit einschließt.

Hat übrigens noch jemand Gutscheine für 1x Sch... im Walde, zu entwerten
beim zuständigen Revierförster? Ewig nicht mehr gesehen. Gelten die noch?
--
CU Chr. Maercker.
Wolf gang P u f f e
2021-10-10 07:47:30 UTC
Permalink
Post by Peter Veith
Ich weiß nicht, ob hier noch jemand liest, aber wie war das Befahren des
Waldes mit Pkw geregelt?
Das Problem wurde mir erst in den 2000ern klar, als mich ein lokaler
Förster auf das Waldgesetz des Landes aufmerksam machte. Demnach darf
Normalo nicht in den Wald fahren, auch wenn es auf Wegen möglich wäre
und nicht explizit mit Ausschilderung verboten ist. So ist es wohl mehr
oder weniger in der ganzen BRD vorgeschrieben und Verstöße kosten Geld.
So ähnlich ist mir das auch in Erinnerung.
Und das scheint bei Feldwegen auf landwirtschaftlich bewirtschafteten
Flächen ähnlich gewesen zu sein.
Früher nahm man da auch zwischen den Dörfern mal fix die kurzen Wege.
Heute lauert da der Anschiss.
Damals (DDR) wurde der Wald wie Volkseigentum verwaltet.
Heute ist er in vielen Teilen Privatbesitz und zu Wald-Genossenschaften
zugehörig.
Hans-R. Biermann
2021-10-11 17:40:41 UTC
Permalink
Post by Wolf gang P u f f e
Damals (DDR) wurde der Wald wie Volkseigentum verwaltet.
Nun ja, nicht jedoch die Wälder, die sich in Kirchenbesitz befanden.
Der kirchliche Immobilienbesitz wurde vom Staat DDR nicht angetastet.
In einem mir bekannten Dorf östlich Berlins pachteten ausgeschlafene
Landwirte Kirchenland - einer baute Futterrüben an, warf die seinen
Paarhufern vor und lieferte pro Jahr an die 20 Jungbullen ab, die
Aufkaufpreise waren derart, daß er das Geld nicht auszugeben imstande
war. Ein anderer baute auf ebenso gepachtetem Land Blumenpflanzen
an und verkaufte die an Ostberliner Stadtbetriebe mit ähnlichem
Erfolg.
In Greifswald verkehrte In Studentenkreisen ein Landwirt, der hatte
ein ganzes Gut von der Pommerschen Landeskirche gepachtet - FR
Peter Veith
2021-10-18 18:32:04 UTC
Permalink
Die Frage, ob man Waldwege befahren darf, ist keine der
Eigentumsverhältnisse, sondern eine des Straßenverkehrs- und
Naturschutzrechts.
Nö, des Waldgesetzes des jeweiligen Bundeslandes ... heute.

Veith
--
"Wessen sollen wir uns rühmen, wenn nicht der DDR" Peter Hacks.
http://www.DDR-LUFTWAFFE.de
Markus Ermert
2021-10-18 18:49:12 UTC
Permalink
Post by Peter Veith
Die Frage, ob man Waldwege befahren darf, ist keine der
Eigentumsverhältnisse, sondern eine des Straßenverkehrs- und
Naturschutzrechts.
Nö, des Waldgesetzes des jeweiligen Bundeslandes ...
Genau. Und darin sind die Verkehrs- und Naturschutzaspekte der Wegenutzung
geregelt, in Thüringen zB in Paragraf 6.

Mit Eigentumsrecht hat das nichts zu tun.
Peter Veith
2021-10-19 05:35:58 UTC
Permalink
Post by Markus Ermert
Post by Peter Veith
Die Frage, ob man Waldwege befahren darf, ist keine der
Eigentumsverhältnisse, sondern eine des Straßenverkehrs- und
Naturschutzrechts.
Nö, des Waldgesetzes des jeweiligen Bundeslandes ...
Genau. Und darin sind die Verkehrs- und Naturschutzaspekte der Wegenutzung
geregelt, in Thüringen zB in Paragraf 6.
Mit Eigentumsrecht hat das nichts zu tun.
Soweit würde ich jetzt nicht gehen.

Daß die Eigentumsverhältnisse sich in Recht und Gesetz widerspiegeln,
sollte Allgemeinwissen sein. darauf bezog sich sicherlich die Einlassung
von Wolfgang P.

Veith
--
"Wessen sollen wir uns rühmen, wenn nicht der DDR" Peter Hacks.
http://www.DDR-LUFTWAFFE.de
Markus Ermert
2021-10-19 20:56:16 UTC
Permalink
Post by Peter Veith
Post by Markus Ermert
Post by Peter Veith
Die Frage, ob man Waldwege befahren darf, ist keine der
Eigentumsverhältnisse, sondern eine des Straßenverkehrs- und
Naturschutzrechts.
Nö, des Waldgesetzes des jeweiligen Bundeslandes ...
Genau. Und darin sind die Verkehrs- und Naturschutzaspekte der Wegenutzung
geregelt, in Thüringen zB in Paragraf 6.
Mit Eigentumsrecht hat das nichts zu tun.
Soweit würde ich jetzt nicht gehen.
Daß die Eigentumsverhältnisse sich in Recht und Gesetz widerspiegeln,
sollte Allgemeinwissen sein.
Der Wald bildet da eine Ausnahme. Die Betretungsrechte sind größtenteils
unabhängig vom Eigentumsstatus. Eigentümer können nicht selber entscheiden,
wen sie in den Wald lassen. Fußgänger müssen sie dulden, Autos können sie
erlauben, sofern naturschützerisch unbedenklich.

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