Discussion:
Fundsache: Getränkepreise Gaststätte Preisstufe 1
(zu alt für eine Antwort)
Matthias Opatz
2017-11-14 22:23:38 UTC
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Raw Message
Bin hier über die Preisanordnung für Gaststätten, Preisstufe 1, gestolpert:
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:-)

Matthias
René Marquardt
2017-11-14 23:22:07 UTC
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Raw Message
Post by Matthias Opatz
<https://www.forum-thueringen.de/galerie/bilder/bild-694.jpg>
:-)
Draußen nur Kännchen!!
x***@gmail.com
2017-11-15 16:35:15 UTC
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Post by Matthias Opatz
<https://www.forum-thueringen.de/galerie/bilder/bild-694.jpg>
Das ist eine Preisliste, keine Preisanordnung.
Die Preisanordnungen (PAO) waren im Gesetzblatt d. DDR Anfang
der 50er veröffentlicht worden (und das war ja das Irre).

FR
Bernd Ullrich
2017-11-15 18:38:41 UTC
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Raw Message
Post by x***@gmail.com
Post by Matthias Opatz
<https://www.forum-thueringen.de/galerie/bilder/bild-694.jpg>
Das ist eine Preisliste, keine Preisanordnung.
Die Preisanordnungen (PAO) waren im Gesetzblatt d. DDR Anfang
der 50er veröffentlicht worden (und das war ja das Irre).
Wofür steht dort oben was von PAO?
Du bist so schlau und weisst das?
Markus Ermert
2017-11-16 10:59:43 UTC
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Post by Matthias Opatz
<https://www.forum-thueringen.de/galerie/bilder/bild-694.jpg>
Sechs Qualitätsstufen beim Branntwein, Respekt! Ab welcher erreichte er
denn wenigstens Osborne-Niveau? Ich habe immer nur Weinbrand bestellt und
wahrscheinlich den billigsten zum höchsten Preis bekommen.

Klasse ist natürlich auch der Heißwasserzuschlag. Von Eiswürfelzuschlag ist
allerdings nicht die Rede.

6,5 Gramm Kaffee: Hatte denn jede Kneipe eine Präzisionswaage? ;)
x***@gmail.com
2017-11-16 16:00:54 UTC
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Raw Message
Post by Markus Ermert
Post by Matthias Opatz
<https://www.forum-thueringen.de/galerie/bilder/bild-694.jpg>
Sechs Qualitätsstufen beim Branntwein, Respekt! Ab welcher erreichte er
denn wenigstens Osborne-Niveau? Ich habe immer nur Weinbrand bestellt und
wahrscheinlich den billigsten zum höchsten Preis bekommen.
Der billigste war Weinbrandverschnitt, mindestens Osborn-Kvalitnost
hatte solche wie Armenischer oder Grusinischer.
Post by Markus Ermert
Klasse ist natürlich auch der Heißwasserzuschlag.
Vor Jahren kam in der FAZ eine Meldung nach der eine junge Mutti
im Restaurant des Nürnberger Hauptbahnhofes heißes Wasser zum
Wärmen der Babynahrung verlangte und mit dem Preis eines Kännchens
Tee beaufschlagt wurde (damal 5 DM), was darob ergrimmte
Oberlehrer zum Verfassen von Leserzuschriften veranlaßte.
Post by Markus Ermert
Von Eiswürfelzuschlag ist allerdings nicht die Rede.
Der Eiswürfel war der DDR-Gastronmie systemfremd.
Post by Markus Ermert
6,5 Gramm Kaffee: Hatte denn jede Kneipe eine Präzisionswaage? ;)
Es war irrerweise so gesetzlich vorgegeben - FR
René Marquardt
2017-11-16 16:10:02 UTC
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Raw Message
Post by x***@gmail.com
Post by Markus Ermert
6,5 Gramm Kaffee: Hatte denn jede Kneipe eine Präzisionswaage? ;)
Es war irrerweise so gesetzlich vorgegeben - FR
6,5 Gramm entsprechen einem gehäuften Teelöffel, und
Messlöffel wirds wohl auch in der DDR gegeben haben.
Markus Ermert
2017-11-17 15:16:47 UTC
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Raw Message
Post by René Marquardt
6,5 Gramm entsprechen einem gehäuften Teelöffel, und
Messlöffel wirds wohl auch in der DDR gegeben haben
...und hoffentlich Eingeitsmahlgrade, -bohnensorten und -röstverfahren.
Aber auch mit ist die Nachkommastelle doch gewagt.

BTW, noch blöder sind die heute teils üblichen Kaffeeverbrauchsstatistiken
in Litern.
Lars Gebauer
2017-11-17 15:21:10 UTC
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Post by Markus Ermert
Post by René Marquardt
6,5 Gramm entsprechen einem gehäuften Teelöffel, und
Messlöffel wirds wohl auch in der DDR gegeben haben
...und hoffentlich Eingeitsmahlgrade, -bohnensorten und -röstverfahren.
Aber auch mit ist die Nachkommastelle doch gewagt.
Und wieso? - Das war einfach die Kalkulationsgrundlage. Der
Durchschnitt.
Markus Ermert
2017-11-17 17:50:08 UTC
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Post by Lars Gebauer
Post by Markus Ermert
...und hoffentlich Eingeitsmahlgrade, -bohnensorten und -röstverfahren.
Aber auch mit ist die Nachkommastelle doch gewagt.
Und wieso?
Weil das eine Genauigkeit suggeriert, die weder machbar noch nötig ist. Und
weil das jeder weiß und weil 6,5 kein typischer Bruchteil ist wie 0,33 oder
0,25, wirkt es leicht albern.

Ungefähr so wie das „gegen 17.24 Uhr“ in heutigen Polizeiberichten.
René Marquardt
2017-11-17 18:02:49 UTC
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Raw Message
Post by Markus Ermert
Post by Lars Gebauer
Post by Markus Ermert
...und hoffentlich Eingeitsmahlgrade, -bohnensorten und -röstverfahren.
Aber auch mit ist die Nachkommastelle doch gewagt.
Und wieso?
Weil das eine Genauigkeit suggeriert, die weder machbar noch nötig ist. Und
weil das jeder weiß und weil 6,5 kein typischer Bruchteil ist wie 0,33 oder
0,25, wirkt es leicht albern.
Du denkst zu kompliziert. Aus der 125-Gramm-Packung lassen sich
20 (schöne runde Zahl) Tassen Kaffee bereiten, das kommt auf 6,25
Gramm pro Tasse. Na, runden wir das mal ein bissel auf, sonst regt
sich der Genosse Ermert 50 Jahre später noch mehr auf...
Lars Gebauer
2017-11-17 18:32:36 UTC
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Raw Message
Post by Markus Ermert
Post by Lars Gebauer
Post by Markus Ermert
...und hoffentlich Eingeitsmahlgrade, -bohnensorten und -röstverfahren.
Aber auch mit ist die Nachkommastelle doch gewagt.
Und wieso?
Weil das eine Genauigkeit suggeriert, die weder machbar noch nötig ist.
Das war, wie geschrieben, der Durchschnitt als Kalkulationsgrundlage.
Kaum ein Lokal hat jeden Kaffee einzeln gekocht. Die hatten auch schon
Kaffeemaschinen. Da kam eine bestimmte Menge Kaffee rein und eine
bestimmte Anzahl Tassen heraus. Wenn der Wirt nicht betrogen hat, dann
dürfte das sogar *ziemlich* genau gestimmt haben.

Ich kann mich an irgendeine Karte erinnern, da waren sogar sämtliche
wesentlichen Kalkulationsgrundlagen aller Speisen aufgeführt. Weiß
aber nicht mehr, wann & wo das war.
Post by Markus Ermert
Und weil das jeder weiß
Hihi. Der ist gut! (Das, was "jeder weiß", ist sehr oft nur
hanebüchener Blödsinn.)
Post by Markus Ermert
Ungefähr so wie das „gegen 17.24 Uhr“ in heutigen Polizeiberichten.
Da - und nicht nur da - sind seltsame Formulierungen mittlerweile
große Mode.

Auch in einer bekannten Südthüringer Tageszeitung las ich vor nicht
allzu langer Zeit etwas von einem "Toten" (der irgendwo gefunden oder
geborgen wurde), der "vermutlich tot" war. - Häh?!
Markus Ermert
2017-11-18 08:18:05 UTC
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Raw Message
Post by Lars Gebauer
. Da kam eine bestimmte Menge Kaffee rein und eine
bestimmte Anzahl Tassen heraus. Wenn der Wirt nicht betrogen hat, dann
dürfte das sogar *ziemlich* genau gestimmt haben.
Klingt logisch, wenn man 19 Tassen pro Packung annimmt. Bei 20 hätte man
bestimmt auf 6 Gramm abgerundet.
Post by Lars Gebauer
Post by Markus Ermert
Ungefähr so wie das „gegen 17.24 Uhr“ in heutigen Polizeiberichten.
Da - und nicht nur da - sind seltsame Formulierungen mittlerweile
große Mode.
In Polizeiberichten ist das schon seit vielen Jahrzehnten so. Leider eben
keine Mode.
Post by Lars Gebauer
Auch in einer bekannten Südthüringer Tageszeitung las ich vor nicht
allzu langer Zeit etwas von einem "Toten" (der irgendwo gefunden oder
geborgen wurde), der "vermutlich tot" war. - Häh?!
Her mit Datum und Ausgabe, das gehört in den Hohl- oder Eulenspiegel!
Guido Grohmann
2017-11-18 08:47:24 UTC
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Raw Message
Post by Lars Gebauer
Auch in einer bekannten Südthüringer Tageszeitung las ich vor nicht
allzu langer Zeit etwas von einem "Toten" (der irgendwo gefunden oder
geborgen wurde), der "vermutlich tot" war. - Häh?!
Na denn laß mal sehen. Man liest oft Formulierungen wie "ist vermutlich
schon seit x Tagen/Stunden tot".

Guido
Lars Gebauer
2017-11-18 11:44:58 UTC
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Raw Message
Post by Guido Grohmann
Post by Lars Gebauer
Auch in einer bekannten Südthüringer Tageszeitung las ich vor nicht
allzu langer Zeit etwas von einem "Toten" (der irgendwo gefunden oder
geborgen wurde), der "vermutlich tot" war. - Häh?!
Na denn laß mal sehen.
Wenn ich es denn (wieder-)finden würde ...
Post by Guido Grohmann
Man liest oft Formulierungen wie "ist vermutlich
schon seit x Tagen/Stunden tot".
Ja klar. Aber das was ich oben schrieb, das stand schon genau so da.
Genau die seltsame Formulierung war der Grund, warum ich mich noch daran
erinnere.
Paul
2017-11-18 19:27:08 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Lars Gebauer
Post by Guido Grohmann
Post by Lars Gebauer
Auch in einer bekannten Südthüringer Tageszeitung las ich vor nicht
allzu langer Zeit etwas von einem "Toten" (der irgendwo gefunden oder
geborgen wurde), der "vermutlich tot" war. - Häh?!
Na denn laß mal sehen.
Wenn ich es denn (wieder-)finden würde ...
Post by Guido Grohmann
Man liest oft Formulierungen wie "ist vermutlich
schon seit x Tagen/Stunden tot".
Ja klar. Aber das was ich oben schrieb, das stand schon genau so da.
Genau die seltsame Formulierung war der Grund, warum ich mich noch daran
erinnere.
Ist doch ganz einfach zu erklären, der Praktikant musste die Meldung
schreiben und ist dabei mindestens 3 bis 5 mal gestört worden, etwa
wegen frischen Kaffee ansetzen, oder ähnlichem. Und dann ist es wirklich
kein Wunder wenn die Formulierung etwas durcheinander gerät. Das
eigentliche Problem ist doch das heute niemand mehr Korrektur liest,
früher war das spätestens der Setzer der solche Schnitzer ausbügelte.
Heute tippt der Praktikant den Artikel direkt in das Layout, da schlägt
dann noch die automatische Rechtschreibkorrektur zu, das Ergebnis kann
man tagtäglich in den Tageszeitungen lesen.

Paule
--
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g.kuehne
2017-11-19 03:52:15 UTC
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Raw Message
On Sat, 18 Nov 2017 09:47:24 +0100, Guido Grohmann
Post by Guido Grohmann
Na denn laß mal sehen. Man liest oft Formulierungen wie "ist
vermutl=
Post by Guido Grohmann
ich
schon seit x Tagen/Stunden tot".
Macht aus polizeilicher Sicht Sinn.
Tot isser da erst, wen der Schein unterschrieben ist.
GK
--
ohne
René Marquardt
2017-11-17 15:23:20 UTC
Permalink
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Post by Markus Ermert
Post by René Marquardt
6,5 Gramm entsprechen einem gehäuften Teelöffel, und
Messlöffel wirds wohl auch in der DDR gegeben haben
...und hoffentlich Eingeitsmahlgrade, -bohnensorten und -röstverfahren.
Wir sprechen von der DDR. Da war ALLES "Einheits-".
Post by Markus Ermert
Aber auch mit ist die Nachkommastelle doch gewagt.
Ich bestehe darauf: die hamm nen Messloeffel genommen, und der
fasste halt nun mal 6,5 Gramm im Durchschnitt.
Markus Ermert
2017-11-17 15:09:54 UTC
Permalink
Raw Message
Post by x***@gmail.com
Der billigste war Weinbrandverschnitt
Der war in der in Rede stehenden Lokal aber schon Stufe 2 von 6.
„Trinkbranntwein“ war wohl selbst zum Verschneiden ungeeignet.
Post by x***@gmail.com
Vor Jahren kam in der FAZ eine Meldung nach der eine junge Mutti
Mutter. Bitte.
Post by x***@gmail.com
Der Eiswürfel war der DDR-Gastronmie systemfremd.
Wo Du‘s sagst ... kann mich auch nicht erinnern. Das ganze süße Mixzeugs
wurde zimmerwarm oder maximal kellerkühl getrunken.
Lars Gebauer
2017-11-17 15:19:35 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Markus Ermert
Post by x***@gmail.com
Der Eiswürfel war der DDR-Gastronmie systemfremd.
Wo Du‘s sagst ... kann mich auch nicht erinnern. Das ganze süße Mixzeugs
wurde zimmerwarm oder maximal kellerkühl getrunken.
Bist Du nur in Kaschemmen verkehrt?
x***@gmail.com
2017-11-17 16:06:50 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Markus Ermert
Post by x***@gmail.com
Der billigste war Weinbrandverschnitt
Der war in der in Rede stehenden Lokal aber schon Stufe 2 von 6.
Satz vielleicht nochmal leicht zu befeilen.
Es bleibt dabei: Verschnitt war die billigste weinbrandähnliche
Spirituose. "Verschnitt spezial" mir völlig unbekannt.
Post by Markus Ermert
„Trinkbranntwein“ war wohl selbst zum Verschneiden ungeeignet.
Ich habe als Student in Greifswald gekellnert und kenne
"Trinkbranntwein" von keiner Getränkekarte. Auch macht mich
stutzen, daß Korn und Wodka zum gleichen Preis feil waren.
In Greifswald war Wodka überall deutlich teurer, was dem
Beschiß Thür und Thor öffnete.

Im übrigen möchte ich die unsägliche Bundesbranntweinmonopolverwaltung
in den Diskurs einbringen.
Post by Markus Ermert
Post by x***@gmail.com
Vor Jahren kam in der FAZ eine Meldung nach der eine junge Mutti
Mutter. Bitte.
Wahnsinnig, mich korrigieren?
Post by Markus Ermert
Post by x***@gmail.com
Der Eiswürfel war der DDR-Gastronmie systemfremd.
Wo Du‘s sagst ... kann mich auch nicht erinnern. Das ganze süße Mixzeugs
wurde zimmerwarm oder maximal kellerkühl getrunken.
Nun, junger Freund, Weiß- und Schaumweine kamen schon aus
der Kühlung unter dem Schanktische - FR
Lars Gebauer
2017-11-17 17:45:24 UTC
Permalink
Raw Message
Post by x***@gmail.com
Post by Markus Ermert
„Trinkbranntwein“ war wohl selbst zum Verschneiden ungeeignet.
Aber gut zum Mischen geeignet.
Post by x***@gmail.com
Ich habe als Student in Greifswald gekellnert und kenne
"Trinkbranntwein" von keiner Getränkekarte.
Bergmannsschnaps (um diesen handelt es sich) stand ja auch nie auf
einer Karte.
Markus Ermert
2017-11-17 17:52:36 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Lars Gebauer
Post by x***@gmail.com
kenne
"Trinkbranntwein" von keiner Getränkekarte.
Bergmannsschnaps (um diesen handelt es sich) stand ja auch nie auf
einer Karte.
Aber auf der hier gezeigten steht er eben doch. Also offenbar übertriebene
Ehrlichkeit. ;)
Uwe Schickedanz
2017-11-18 19:27:34 UTC
Permalink
Raw Message
On Fri, 17 Nov 2017 17:45:24 -0000 (UTC), Lars Gebauer
Post by Lars Gebauer
Post by x***@gmail.com
Post by Markus Ermert
„Trinkbranntwein“ war wohl selbst zum Verschneiden ungeeignet.
Aber gut zum Mischen geeignet.
Post by x***@gmail.com
Ich habe als Student in Greifswald gekellnert und kenne
"Trinkbranntwein" von keiner Getränkekarte.
Bergmannsschnaps (um diesen handelt es sich) stand ja auch nie auf
einer Karte.
Bergmannsschnaps ist zwar Trinkbranntwein, doch nicht jeder
Trinkbranntwein ist Bergmannsschnaps.

SWIW ist z.B. Klarer Juwel auch ein Trinkbranntwein gewesen.


Gruß Uwe
--
"Freiheit nur für die Anhänger der Regierung, nur für Mitglieder
einer Partei - mögen sie noch so zahlreich sein - ist keine Freiheit.
Freiheit ist immer nur Freiheit des anders Denkenden."
=== http://www.sicherheitslampe.de ===
Matthias Opatz
2017-11-17 23:58:21 UTC
Permalink
Raw Message
Post by x***@gmail.com
Ich habe als Student in Greifswald gekellnert und kenne
"Trinkbranntwein" von keiner Getränkekarte.
In der Karte stand in der Regel, was auf dem Etikett stand.
Also die herstellervariable Sorte.

Trinkbranntwein war der DDR-übliche Gattungsfachbegriff für
einfachen Klaren (soll ich mal die TGL raussuchen?). Das
stand manchmal auf dem Etikett, nicht immer. Guxtu:

<Loading Image...>
<Loading Image...>
<Loading Image...>
<Loading Image...>

Beim akzisefreien für Bergarbeiter war der Gattungsbegriff der Haupttitel,
weil es da keine Markenware gab. Aber Trinkbranntwein war nicht nur der.

Mit wohligem Schaudern erinnere ich mich eines Eishockeynachmittags
im bitterkalten Crimmitschauer Sahnpark, bei dem wir zu dritt eine Flasche
Hohnsteiner Trinkbranntwein geleert haben (und auf dem Banner stand:
"Bei Kälte, Wind und Schnee - wir stehn auf KVD!"). War'n schöner Tag! :-)

Matthias
Boris Gerlach
2017-11-18 05:45:28 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Matthias Opatz
Post by x***@gmail.com
Ich habe als Student in Greifswald gekellnert und kenne
"Trinkbranntwein" von keiner Getränkekarte.
In der Karte stand in der Regel, was auf dem Etikett stand.
Also die herstellervariable Sorte.
Trinkbranntwein war der DDR-übliche Gattungsfachbegriff für
einfachen Klaren (soll ich mal die TGL raussuchen?). Das
stand manchmal auf dem Etikett, nicht immer.
Genau. Bergmannsdeputat hieß "*STEUERFREIER* Trinkbranntwein"
Alle 11 Mark (3/4 Liter) Klaren waren normale Trinkbranntweine.

BGE
--
Thank you President Trump: You make Europe great again!
Markus Ermert
2017-11-18 08:41:40 UTC
Permalink
Raw Message
Post by x***@gmail.com
Post by Markus Ermert
Mutter. Bitte.
Wahnsinnig, mich korrigieren?
Niemals. Vorschlag des staunenden Rezensenten. Verfasser öffentlicher
Sprachkunstwerke mit Fangemeinde müssen damit rechnen.
Post by x***@gmail.com
Nun, junger Freund, Weiß- und Schaumweine kamen schon aus
der Kühlung unter dem Schanktische
Da wäre ich mir für die Provinz keineswegs sicher. Auch in westdeutschen
Biergegenden wurden der Kröver Nacktarsch oder das Trittenheimer Altärchen
durchaus oft zimmerwarm serviert. Weißwein in der DDR habe ich mir
allerdings nicht antun wollen, daher fehlt die persönliche
Temperaturerfahrung.
x***@gmail.com
2017-11-18 13:39:24 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Markus Ermert
Post by x***@gmail.com
Wahnsinnig, mich korrigieren?
Niemals. Vorschlag des staunenden Rezensenten. Verfasser öffentlicher
Sprachkunstwerke mit Fangemeinde müssen damit rechnen.
Post by x***@gmail.com
Nun, junger Freund, Weiß- und Schaumweine kamen schon aus
der Kühlung unter dem Schanktische
Da wäre ich mir für die Provinz keineswegs sicher.
Für's Greifswalder Theatercafé kann ich's aus Eigenem bezeugen.
Auch für den dortigen Ratskeller, wenn auch dort der Umsatz
an Weinähnlichem gegen null ging. Und der Korn, auch Klarer
genannt, mußte immer gekühlt sein, wollte der Schankkellner
nicht wecke op Muhl riskieren.
Post by Markus Ermert
Auch in westdeutschen
Biergegenden wurden der Kröver Nacktarsch oder das Trittenheimer Altärchen
durchaus oft zimmerwarm serviert. Weißwein in der DDR habe ich mir
allerdings nicht antun wollen, daher fehlt die persönliche
Temperaturerfahrung.
Der ungarische Weißwein "Lindenblättriger" war durchaus
trinkbar. Und in der Ostberliner "Altberliner Weinstube"
(Nicolaiviertel, auch Honies Disneyland genannt) gab's
um relativ Geringes Tokajer, ungekühlt wie es sich gehört - FR
Boris Gerlach
2017-11-18 16:57:02 UTC
Permalink
Raw Message
Am 18.11.2017 um 14:39 schrieb ***@gmail.com:

[...]
Post by x***@gmail.com
Der ungarische Weißwein "Lindenblättriger"
Debrö
Post by x***@gmail.com
war durchaus
trinkbar. Und in der Ostberliner "Altberliner Weinstube"
(Nicolaiviertel, auch Honies Disneyland genannt) gab's
um relativ Geringes Tokajer, ungekühlt wie es sich gehört
FR

Wieviele Butten hatte den der dort ausgeschenkte Tokayer?
Also ich mal da war ndW erzählten mir die Ungarn freimütig
die Zone hätte immer nur die mindere Qualität also keinen
Aszu sondern nur den normalen szamorodni (wie gewachsen)
bekommen..

BTW:
Bei Dimta im Dreimädelhaus in Niederschönhausen kostete
das Bier am Tresen 41 Pfennig. Wollte man es am Tisch trinken,
kostete es 43 Pfennig WIMRE. Also geringfügig teurer.

Gabs das noch woanders so?

BGE
--
Thank you President Trump: You make Europe great again!
x***@gmail.com
2017-11-18 18:49:38 UTC
Permalink
Raw Message
Am Samstag, 18. November 2017 17:57:03 UTC+1 schrieb Boris Gerlach:

[...]
Post by Boris Gerlach
Post by x***@gmail.com
Und in der Ostberliner "Altberliner Weinstube"
(Nicolaiviertel, auch Honies Disneyland genannt) gab's
um relativ Geringes Tokajer, ungekühlt wie es sich gehört
Wieviele Butten hatte den der dort ausgeschenkte Tokayer?
Weeß ick nüsch mehr.
Post by Boris Gerlach
Also ich mal da war ndW erzählten mir die Ungarn freimütig
die Zone hätte immer nur die mindere Qualität also keinen
Aszu sondern nur den normalen szamorodni (wie gewachsen)
bekommen..
Dieses ist gewißlich Blödsinn.
Post by Boris Gerlach
Bei Dimta im Dreimädelhaus in Niederschönhausen kostete
das Bier am Tresen 41 Pfennig. Wollte man es am Tisch trinken,
kostete es 43 Pfennig WIMRE. Also geringfügig teurer.
Dimter, würde ich schreiben, also Uhland-Eck, da sind wir
schon als Schüler der Friedr. List-Schule rein - das war'n
Laden! Da hing noch ein Spielautomat aus den 20er Jahren.
Werner Blut wurde dort abends verpflegt, der hatte eine
Autowerkstatt schräg gegenüber der Friedenskirche. Und
darinnen stand eine große hydraulische Presse - wenn man
vergammelte Baugruppen (zB Antrieb und Bremstrommel) damit
trennen ließ, wurde man gefragt: Welchet Teil broochst'n?
Damit der Werner bei Bedarf Entlastungsbohrungen niederbringen
konnte. Er rechnete "Maschinenstunden" ab, wenn er abends um
sechs was in die Presse legte und morgens um sieben wieder
rausnahm, dann waren das 13 Maschinenstunden, echt irre.
Da es sich aber nur um ein paar Ostpfennige handelte, war das
okay.
Post by Boris Gerlach
Gabs das noch woanders so?
Im Hotel Greifswalder Hof kostete das Glas Bier unabhängig
vom Konsumationsort 51 Pfennige - FR
Matthias Opatz
2017-11-19 12:14:09 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Boris Gerlach
die Zone hätte immer nur die mindere Qualität also keinen
Aszu sondern nur den normalen szamorodni (wie gewachsen)
bekommen..
Es gab beide.

Matthias
Boris Gerlach
2017-11-19 12:43:27 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Matthias Opatz
Post by Boris Gerlach
die Zone hätte immer nur die mindere Qualität also keinen
Aszu sondern nur den normalen szamorodni (wie gewachsen)
bekommen..
Es gab beide.
Matthias
Azszu gabs bis sechs (fünf) Buttons
Also szamorodni, dann 1 Button .... 5 Buttons.
Also "Beide" ist schonmal falsch.
Genau wie es nicht nur edelsueß und scharf
beim ungarischen Paprika gibt sondern 7 Sorten,
aber diese beiden Sorten nur in der normalen DDR verkauft
wurden Der mit 5 Buttons, den gabs in kleinen sto Gramm Flaschen
in Tokay. Als ich da war 1994, sah ich sowas zum ersten Mal.
Mag sein, daß Genosse Ritter und Genosse Honecker
zusammen mal mit 5 Buttonis Aszu getrunken hatten.
In der Zone für uns also Ottonormal gabs nicht den Süßen
sondern den trockenen Tokaier.

BGE
--
Thank you President Trump: You make Europe great again!
x***@gmail.com
2017-11-19 13:27:55 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Boris Gerlach
Post by Matthias Opatz
Post by Boris Gerlach
die Zone hätte immer nur die mindere Qualität also keinen
Aszu sondern nur den normalen szamorodni (wie gewachsen) bekommen..
Es gab beide.
Azszu gabs bis sechs (fünf) Buttons
Dreht Gerlach wieder an den Knöpfen?
Post by Boris Gerlach
Also szamorodni, dann 1 Button .... 5 Buttons.
Also "Beide" ist schonmal falsch.
[...]
Post by Boris Gerlach
Der mit 5 Buttons, den gabs in kleinen sto Gramm Flaschen
in Tokay. Als ich da war 1994, sah ich sowas zum ersten Mal.
Das ist "Essenz" - da sieht man wieder, was beim Knöpfedrehen
rauskommt.
Post by Boris Gerlach
Mag sein, daß Genosse Ritter und Genosse Honecker
zusammen mal mit 5 Buttonis Aszu getrunken hatten.
In der Zone für uns also Ottonormal gabs nicht den Süßen
sondern den trockenen Tokaier.
Für solche wie Gerlachen wurde im Kulturhaus Schwedt stets
ein Fläschchen Rosentaler Kadarka lagernd gehalten - FR
Boris Gerlach
2017-11-19 13:57:51 UTC
Permalink
Raw Message
Post by x***@gmail.com
Für solche wie Gerlachen wurde im Kulturhaus Schwedt stets
ein Fläschchen Rosentaler Kadarka lagernd gehalten - FR
Kanalwärts gibts dorten heutzutage im Kulturhaus eine Bar.
Geöffnet ab 20,00 Uhr wer vorher kommt muß Football schauen.
In der wird Wodka mit Gurkenscheiben kredenzt.
Hatte gerade wieder das Vergnügen vor 2 Wochen als ich
dort in der Zone die Wohnung meiner Mutter aufgab die
unten am Kanal nur 100 mtr von jener Spelunke entfernt
wohnte.Damit hat sich das Kapitel Gerlach in Schwedt
1964 - 2017 erledigt.

BGE
--
Thank you President Trump: You make Europe great again!
x***@gmail.com
2017-11-19 16:51:17 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Boris Gerlach
Post by x***@gmail.com
Für solche wie Gerlachen wurde im Kulturhaus Schwedt stets
ein Fläschchen Rosentaler Kadarka lagernd gehalten.
Kanalwärts gibts dorten heutzutage im Kulturhaus eine Bar.
Geöffnet ab 20,00 Uhr wer vorher kommt muß Football schauen.
In der wird Wodka mit Gurkenscheiben kredenzt.
Ick werd varickt - in der Perle der Uckermark hält de
Globallesierung Inzuch!
Post by Boris Gerlach
Hatte gerade wieder das Vergnügen vor 2 Wochen als ich
dort in der Zone die Wohnung meiner Mutter aufgab die
unten am Kanal nur 100 mtr von jener Spelunke entfernt
wohnte.Damit hat sich das Kapitel Gerlach in Schwedt
1964 - 2017 erledigt.
Mein Beileid!
Hatten in jener Gegend nicht ein paar Altbauten überlebt?
In einem solchen hatte ich mal einen Greifswalder Kommilitonen
abgeholt zu einem Wochenende in Pommern. Die Möblierung
seines Zimmers bestand im wesentlichen aus einem Büroschrank
mit Holzlamellenroleaux - es wird wohl nicht wirklich
erstaunen, daß das Stück einen Inventaraufkleber des PCKs
trug. Der Mann hatte den Sittich seiner Vermieterin in
temporärer Pflege, zu dessen Versorgung er, ohne den Käfig zu
öffnen, einen halben Liter Wasser und ein Pfund Vogelfutter
gab, jenen in den Schrank stellte und mit erheblichem
Gepolter die Jalousie runterknallen ließ.
Tja, Leuteln, man muß sich eben nur zu helfen wissen - FR
Bernd Ullrich
2017-11-19 18:44:07 UTC
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Raw Message
Am 19.11.2017 um 17:51 schrieb ***@gmail.com:
[...]
Post by x***@gmail.com
Mein Beileid!
Hatten in jener Gegend nicht ein paar Altbauten überlebt?
In einem solchen hatte ich mal einen Greifswalder Kommilitonen
abgeholt zu einem Wochenende in Pommern. Die Möblierung
seines Zimmers bestand im wesentlichen aus einem Büroschrank
mit Holzlamellenroleaux - es wird wohl nicht wirklich
erstaunen, daß das Stück einen Inventaraufkleber des PCKs
trug. Der Mann hatte den Sittich seiner Vermieterin in
temporärer Pflege, zu dessen Versorgung er, ohne den Käfig zu
öffnen, einen halben Liter Wasser und ein Pfund Vogelfutter
gab, jenen in den Schrank stellte und mit erheblichem
Gepolter die Jalousie runterknallen ließ.
Tja, Leuteln, man muß sich eben nur zu helfen wissen - FR
Erzähl mal, wie ist es im Schrank?

BU
Boris Gerlach
2017-11-19 18:57:21 UTC
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Raw Message
Post by x***@gmail.com
Post by Boris Gerlach
Post by x***@gmail.com
Für solche wie Gerlachen wurde im Kulturhaus Schwedt stets
ein Fläschchen Rosentaler Kadarka lagernd gehalten.
Kanalwärts gibts dorten heutzutage im Kulturhaus eine Bar.
Geöffnet ab 20,00 Uhr wer vorher kommt muß Football schauen.
In der wird Wodka mit Gurkenscheiben kredenzt.
Ick werd varickt - in der Perle der Uckermark hält de
Globallesierung Inzuch!
Das Restaurant "Perle der Uckermark" brannte irgendwann
vor der Jahrtausendwende ab. Ob danach dort nochmal
was geöffnet wurde, ?? Eher nicht.
Aber in Polen hatte ich letztens nochmal 2 große Zywiec
Bier, Flaki Suppe und eine 350gr Bruehwurst, alles zusammen
für 7 Euro. Also die Schwedter sind privilegiert.
Die können aus Ihrer Stütze richtig was rausholen.
Post by x***@gmail.com
Post by Boris Gerlach
Hatte gerade wieder das Vergnügen vor 2 Wochen als ich
dort in der Zone die Wohnung meiner Mutter aufgab die
unten am Kanal nur 100 mtr von jener Spelunke entfernt
wohnte.Damit hat sich das Kapitel Gerlach in Schwedt
1964 - 2017 erledigt.
Mein Beileid!
Hatten in jener Gegend nicht ein paar Altbauten überlebt?
Nach der Zerstörung gabs in Schwedt nur noch eine Handvoll
Einwohner. Irgendwo las ich mal von 27 Stücker. Ein Stadtviertel,
der "Flinkenberg" hatte die Zerstörung überstanden und ist nun
eines der wenigen Altbaugebiete in Schwedt.

Weitere Altbauten in der Berliner Strasse früher Ernst Thälmann Str.
und dem Gelände hinter dem Bahnhof "Am Kniebusch".
Die "Quelle" scheint wieder neu aufgebaut zu werden.

Da wo früher Honecker überm Sofa hing und regelmäßig:
"Was macht der Hund auf dem Sofa?" skandiert wurde, ist heute eine
veritable Baugrube.

Preisstufe 1 wird sich nicht halten lassen.
Ebenso wie bei Trümmerkutte in Berlin in der Kastanienallee
Ecke Oderberger.
Post by x***@gmail.com
In einem solchen hatte ich mal einen Greifswalder Kommilitonen
abgeholt zu einem Wochenende in Pommern. Die Möblierung
seines Zimmers bestand im wesentlichen aus einem Büroschrank
mit Holzlamellenroleaux - es wird wohl nicht wirklich
erstaunen, daß das Stück einen Inventaraufkleber des PCKs
trug. Der Mann hatte den Sittich seiner Vermieterin in
temporärer Pflege, zu dessen Versorgung er, ohne den Käfig zu
öffnen, einen halben Liter Wasser und ein Pfund Vogelfutter
gab, jenen in den Schrank stellte und mit erheblichem
Gepolter die Jalousie runterknallen ließ.
Tja, Leuteln, man muß sich eben nur zu helfen wissen - FR
Jo.
BGE
--
Thank you President Trump: You make Europe great again!
x***@gmail.com
2017-11-20 15:53:48 UTC
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Raw Message
Post by Boris Gerlach
Post by x***@gmail.com
Post by Boris Gerlach
Kanalwärts gibts dorten heutzutage im Kulturhaus eine Bar.
Geöffnet ab 20,00 Uhr wer vorher kommt muß Football schauen.
In der wird Wodka mit Gurkenscheiben kredenzt.
Ick werd varickt - in der Perle der Uckermark hält de
Globallesierung Inzuch!
Das Restaurant "Perle der Uckermark" brannte irgendwann
vor der Jahrtausendwende ab. Ob danach dort nochmal
was geöffnet wurde, ?? Eher nicht.
Du bist mir viel zu blöde, ehrlich mal.
Post by Boris Gerlach
Aber in Polen hatte ich letztens nochmal 2 große Zywiec
Bier, Flaki Suppe und eine 350gr Bruehwurst, alles zusammen
Flaki sind Flecken?
Post by Boris Gerlach
für 7 Euro. Also die Schwedter sind privilegiert.
Die können aus Ihrer Stütze richtig was rausholen.
Gibt's am rechten Ufer der Oder einen Polenmarkt oder
mußtest Du für dieses lukullische Erlebnis bis Königsberg
i.d. Neumark fahren?
Post by Boris Gerlach
Post by x***@gmail.com
Post by Boris Gerlach
Hatte gerade wieder das Vergnügen vor 2 Wochen als ich
dort in der Zone die Wohnung meiner Mutter aufgab die
unten am Kanal nur 100 mtr von jener Spelunke entfernt
wohnte.Damit hat sich das Kapitel Gerlach in Schwedt
1964 - 2017 erledigt.
Hatten in jener Gegend nicht ein paar Altbauten überlebt?
Nach der Zerstörung gabs in Schwedt nur noch eine Handvoll
Einwohner. Irgendwo las ich mal von 27 Stücker. Ein Stadtviertel,
der "Flinkenberg" hatte die Zerstörung überstanden und ist nun
eines der wenigen Altbaugebiete in Schwedt.
Weitere Altbauten in der Berliner Strasse früher Ernst Thälmann Str.
und dem Gelände hinter dem Bahnhof "Am Kniebusch".
Die "Quelle" scheint wieder neu aufgebaut zu werden.
Mir nur die wenig galanten Kneipen "Neu-Delhi" und "Bangladesch"
im WK 7 bekannt, und "Plock" zum Speisen.
Übrigens sei der Kantinenverpflegung im PCK lobende Erwähnung
getan.
Post by Boris Gerlach
"Was macht der Hund auf dem Sofa?" skandiert wurde, ist heute eine
veritable Baugrube.
Preisstufe 1 wird sich nicht halten lassen.
Ebenso wie bei Trümmerkutte in Berlin in der Kastanienallee
Ecke Oderberger.
Ist mir 1 Begriff, war aber nie drin, die Berichte von
Insidern verlockten mich nicht - FR
Boris Gerlach
2017-11-20 17:35:34 UTC
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Raw Message
Post by x***@gmail.com
Post by Boris Gerlach
Post by x***@gmail.com
Post by Boris Gerlach
Kanalwärts gibts dorten heutzutage im Kulturhaus eine Bar.
Geöffnet ab 20,00 Uhr wer vorher kommt muß Football schauen.
In der wird Wodka mit Gurkenscheiben kredenzt.
Ick werd varickt - in der Perle der Uckermark hält de
Globallesierung Inzuch!
Das Restaurant "Perle der Uckermark" brannte irgendwann
vor der Jahrtausendwende ab. Ob danach dort nochmal
was geöffnet wurde, ?? Eher nicht.
Du bist mir viel zu blöde, ehrlich mal.
Leck mich...
Post by x***@gmail.com
Post by Boris Gerlach
Aber in Polen hatte ich letztens nochmal 2 große Zywiec
Bier, Flaki Suppe und eine 350gr Bruehwurst, alles zusammen
Flaki sind Flecken?
Kutteln und die Kuttelsuppe der Polen kann sich ohne weiteres
messen mit Tripes de Caen durch das ich letztens durchfuhr
als ich nach Irland unterwegs war.
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Post by Boris Gerlach
für 7 Euro. Also die Schwedter sind privilegiert.
Die können aus Ihrer Stütze richtig was rausholen.
Gibt's am rechten Ufer der Oder einen Polenmarkt oder
mußtest Du für dieses lukullische Erlebnis bis Königsberg
i.d. Neumark fahren?
Nein. Die 15 km kannste sparen. Direkt in Nieder Kränich
(Krajnik Dolny) gibts alles was der Sparer und Schnäppchenjäger
haben will Nutten, Schnaps, Zigaretten Carwash, Fisch
polnische Pilze, Wurst, Bier etc.
Post by x***@gmail.com
Post by Boris Gerlach
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Post by Boris Gerlach
Hatte gerade wieder das Vergnügen vor 2 Wochen als ich
dort in der Zone die Wohnung meiner Mutter aufgab die
unten am Kanal nur 100 mtr von jener Spelunke entfernt
wohnte.Damit hat sich das Kapitel Gerlach in Schwedt
1964 - 2017 erledigt.
Hatten in jener Gegend nicht ein paar Altbauten überlebt?
Nach der Zerstörung gabs in Schwedt nur noch eine Handvoll
Einwohner. Irgendwo las ich mal von 27 Stücker. Ein Stadtviertel,
der "Flinkenberg" hatte die Zerstörung überstanden und ist nun
eines der wenigen Altbaugebiete in Schwedt.
Weitere Altbauten in der Berliner Strasse früher Ernst Thälmann Str.
und dem Gelände hinter dem Bahnhof "Am Kniebusch".
Die "Quelle" scheint wieder neu aufgebaut zu werden.
Mir nur die wenig galanten Kneipen "Neu-Delhi" und "Bangladesch"
im WK 7 bekannt, und "Plock" zum Speisen.
Du warst halt damals schon ein Assi und bist es geblieben.
Bangla und andere Kneipen waren Überbleibsel der ersten
Aufbaujahre der Schwedter als Melting Pott der DDR.
So wie Quelle Oderland oder der "Pickel" (Pikant) eine
Schichtkneipe, die früh um sechse aufmachte und Bier ausschenkte
für die Schichtler des PCK oder der Pappenbude.
Und da trafen wir uns natürlich auch, die Assis und Hippies,
der Auswurf der soz. Gesellschaft.

Der Jachthof (Jägerhof) in der Vierradener Str. hat sich wohl
als einzige Lokalität gehalten und zum Geheimtip kulinarischer
Genüsse entwickelt. Dreiklang, Centa etc gibts nicht mehr.
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Übrigens sei der Kantinenverpflegung im PCK lobende Erwähnung
getan.
Da gabs richtig gute Sachen neben dem umfangreichen warm/kalt
Frühstücksangebot gabs bis zu sechs Essen in den verschiedenen
Kantinen vom Tanklager bis zur Hauptkantine am Werktor.
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Post by Boris Gerlach
"Was macht der Hund auf dem Sofa?" skandiert wurde, ist heute eine
veritable Baugrube.
Preisstufe 1 wird sich nicht halten lassen.
Ebenso wie bei Trümmerkutte in Berlin in der Kastanienallee
Ecke Oderberger.
Ist mir 1 Begriff, war aber nie drin, die Berichte von
Insidern verlockten mich nicht - FR
Da kam ich mal als Student rein und das erste was mit dort
entgegentönte war ein freuntliches:

Willste gleich wat uffe Fresse oder erst nachher?

BGE
--
Thank you President Trump: You make Europe great again!
x***@gmail.com
2017-11-20 20:14:34 UTC
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Post by Boris Gerlach
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Post by Boris Gerlach
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Ick werd varickt - in der Perle der Uckermark hält de
Globallesierung Inzuch!
Das Restaurant "Perle der Uckermark" brannte irgendwann
vor der Jahrtausendwende ab. Ob danach dort nochmal
was geöffnet wurde, ?? Eher nicht.
Du bist mir viel zu blöde, ehrlich mal.
Leck mich...
Kleena Arsch is schnell jeleckt, wa...
Post by Boris Gerlach
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Post by Boris Gerlach
Aber in Polen hatte ich letztens nochmal 2 große Zywiec
Bier, Flaki Suppe und eine 350gr Bruehwurst, alles zusammen
Flaki sind Flecken?
Kutteln und die Kuttelsuppe der Polen kann sich ohne weiteres
messen mit Tripes de Caen durch das ich letztens durchfuhr
als ich nach Irland unterwegs war.
Also jut, einjen wa uns uff Kuttelfleck - nüscht für mir.
Im KaDeWe gibt's auch zu horrendem Preis französ.
Lungenhaschee - habe per Einwurf in den Kundenbriefkasten
bekanntgegeben, sie möchten ein Glas weniger bestellen,
ich würde keins erwerben.
Post by Boris Gerlach
Post by x***@gmail.com
Gibt's am rechten Ufer der Oder einen Polenmarkt oder
mußtest Du für dieses lukullische Erlebnis bis Königsberg
i.d. Neumark fahren?
Nein. Die 15 km kannste sparen. Direkt in Nieder Kränich
(Krajnik Dolny) gibts alles was der Sparer und Schnäppchenjäger
haben will Nutten, Schnaps, Zigaretten Carwash, Fisch
polnische Pilze, Wurst, Bier etc.
Von geschäftlichem Aufenthalt in Rußland (ich auf Transporters
Ladefläche - schweig nur still, mein Herze) kommend (der russ.-poln.
Grenzübergang hätte in jeden Bond-Film gepaßt, die russ. Posten
bettelten uns um Bier, "Marlboro", Geld an, bekamen eine Tafel
Schokolade) morgens Polenmarkt bei Stettin: Weizenmischbrot,
Schweinefilet als geräucherter Kassler, Butter, Käse, Kaffee,
alles erste Sorte - ein Frühstück, das in die Erlebnisgalerie
aufgenommen wurde.
Post by Boris Gerlach
Post by x***@gmail.com
Mir nur die wenig galanten Kneipen "Neu-Delhi" und "Bangladesch"
im WK 7 bekannt, und "Plock" zum Speisen.
Du warst halt damals schon ein Assi und bist es geblieben.
Ick bin nu ma jerne Assi und kann damit umjehn.
Post by Boris Gerlach
Bangla und andere Kneipen waren Überbleibsel der ersten
Aufbaujahre der Schwedter als Melting Pott der DDR.
So wie Quelle Oderland oder der "Pickel" (Pikant) eine
Schichtkneipe, die früh um sechse aufmachte und Bier ausschenkte
für die Schichtler des PCK oder der Pappenbude.
Und da trafen wir uns natürlich auch, die Assis und Hippies,
der Auswurf der soz. Gesellschaft.
Wir waren eigentlich sehr früh losgezogen, bei der DHZ
Buchholzer Str. (dürftest Du kennen) einen Gebrauchtwagen zu
erstehen, landeten aber gegen neune erfolglos in einer ähnlich
gearteten Kneipe in Friedrichshain. Es dauerte eine Weile bis
wir begriffen, was da ablief: Das in der Nacht Geklaute wurde
verkloppt. Statt mit einem Auto zogen wir dann mit etlichen
Kartons Ketchup (und das in der großen Ketchupkrise) von hinnen.
Post by Boris Gerlach
Post by x***@gmail.com
Übrigens sei der Kantinenverpflegung im PCK lobende Erwähnung
getan.
Da gabs richtig gute Sachen [...]
Besonders wennste den Greifswalder Mensafraß gewohnt warst.
Post by Boris Gerlach
Post by x***@gmail.com
Post by Boris Gerlach
Ebenso wie bei Trümmerkutte in Berlin in der Kastanienallee
Ecke Oderberger.
Ist mir 1 Begriff, war aber nie drin, die Berichte von
Insidern verlockten mich nicht.
Da kam ich mal als Student rein und das erste was mit dort
Willste gleich wat uffe Fresse oder erst nachher?
Juhnkes Bierbar in der Warschauer war aber ooch nich schlecht.
Das Mitglied der Schriftstellerverbandes der DDR, J. Pfeiffer,
bewegte sich unverkennbar schwankend den langen Tresen entlang
auf unseren Tisch zu, was den Kellner, gelernter Maurer, zum
laustark in den Raum gestellten Statement veranlaßte:
Wat suchst'n du hier, 'n jestrijen Tach oder wat? Raus!

FR
Martin Ebert
2017-11-21 23:01:37 UTC
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Raw Message
Post by Boris Gerlach
Post by x***@gmail.com
Gibt's am rechten Ufer der Oder einen Polenmarkt oder
mußtest Du für dieses lukullische Erlebnis bis Königsberg
i.d. Neumark fahren?
Nein. Die 15 km kannste sparen. Direkt in Nieder Kränich
(Krajnik Dolny) gibts alles was der Sparer und Schnäppchenjäger
haben will Nutten, Schnaps, Zigaretten Carwash, Fisch
polnische Pilze, Wurst, Bier etc.
Der Markt war letztens ein Schatten seiner selbst.

Und Königsberg/N. hat gar keinen. Und sieht auch sonst
gruselig aus.

Mt
Boris Gerlach
2017-11-22 04:25:10 UTC
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Raw Message
Post by Martin Ebert
Post by Boris Gerlach
Post by x***@gmail.com
Gibt's am rechten Ufer der Oder einen Polenmarkt oder
mußtest Du für dieses lukullische Erlebnis bis Königsberg
i.d. Neumark fahren?
Nein. Die 15 km kannste sparen. Direkt in Nieder Kränich
(Krajnik Dolny) gibts alles was der Sparer und Schnäppchenjäger
haben will Nutten, Schnaps, Zigaretten Carwash, Fisch
polnische Pilze, Wurst, Bier etc.
Der Markt war letztens ein Schatten seiner selbst.
Markt ist nicht mehr nötig und wird kaum besucht.
Alles was man braucht gibts direkt in den Geschäften
um die Oderbrücke herum. Großer Markt dann in Stettin.
Post by Martin Ebert
Und Königsberg/N. hat gar keinen. Und sieht auch sonst
gruselig aus.
Mt
Man muss erstmal durch den Nuttengürtel durch, bis man überhaupt
in die Stadt reinkommt. Die Mädels stehen da rum bei Minusgraden,
im Wald versteckt der Wohnwagen, der Lude macht sichs fein im
Nightclub. So! sieht Kapitalismus aus. Nicht! Wenn bei VW statt für
die 35 h Woche nun für die 28 h Woche bei vollem Lohnausgleich
"gekämpft" wird.

BGE
--
Thank you President Trump: You make Europe great again!
Chr. Maercker
2017-11-20 11:45:26 UTC
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Raw Message
Post by Boris Gerlach
Also ich mal da war ndW erzählten mir die Ungarn freimütig
die Zone hätte immer nur die mindere Qualität also keinen
Aszu sondern nur den normalen szamorodni (wie gewachsen)
bekommen..
Umgekehrt kenne ich die Aussage eines Interhotel-Kellners, ungarische
Weine wären die einzigen ungepanschten gewesen. Bulgarien, Algerien,
Österrreich ... alles mit reichlich Flüssigzucker. Diethylenglykol & Co.
waren erst drin, nachdem es im Westen unverkäuflich geworden war. In der
DDR waren Schönungsmittel überflüssig, dort wurde alles gesoffen, was
schön süß war, Flüssigzucker genügte also. ;-)
--
Duck & wech Chr. Maercker.
wolfgang sch
2017-11-20 11:52:10 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Chr. Maercker
Umgekehrt kenne ich die Aussage eines Interhotel-Kellners, ungarische
Weine wären die einzigen ungepanschten gewesen. Bulgarien, Algerien,
Österrreich ... alles mit reichlich Flüssigzucker.
Trockene Weine kannte der wohl nicht?
--
Klänge für Millionen überwinden die Distanzen

http://www.wschwanke.de/ http://www.fotos-aus-der-luft.de/
usenet_20031215 (AT) wschwanke (DOT) de
Chr. Maercker
2017-11-20 17:05:10 UTC
Permalink
Raw Message
Post by wolfgang sch
Trockene Weine kannte der wohl nicht?
Doch, ungarische. :-)
--
CU Chr. Maercker.
x***@gmail.com
2017-11-20 16:08:15 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Chr. Maercker
Post by Boris Gerlach
Also ich mal da war ndW erzählten mir die Ungarn freimütig
die Zone hätte immer nur die mindere Qualität also keinen
Aszu sondern nur den normalen szamorodni (wie gewachsen)
bekommen..
Umgekehrt kenne ich die Aussage eines Interhotel-Kellners, ungarische
Weine wären die einzigen ungepanschten gewesen.
In Restaurants der Interhotels war auch stets Elbwein verfügbar,
ich meine "Meißner Domherr", trinkbar, aber leider auch ein Cuvée,
also auf einen Standardgeschmack abgemischt - FR
Chr. Maercker
2017-11-20 17:06:31 UTC
Permalink
Raw Message
Post by x***@gmail.com
In Restaurants der Interhotels war auch stets Elbwein verfügbar,
ich meine "Meißner Domherr", trinkbar, aber leider auch ein Cuvée,
also auf einen Standardgeschmack abgemischt - FR
Stimmt, die Hausmarke hatte ich vergessen, die gabs ja nur an exklusiven
Orten.
--
CU Chr. Maercker.
Chr. Maercker
2017-11-20 11:48:09 UTC
Permalink
Raw Message
Szamorodni ist normaler Weißwein, Aszú ist Ausbruchwein, da ist schon
mal die HErstellung ganz anders, also nicht dasselbe in anderer Qualität.
Kann mich auch nicht daran erinnern, dass es Aszú hier gegeben hätte.
Auch die "normalen" Sorten wie Lindenblättriger oder Grauburgunder
(Szürke barát) schmeckten hier schwach im Vergleich zu dem, was man in
Ungarn mit fast demselben Etikett bekam.
Würde Boris Gerlachs Behauptung bestätigen. Wie war das übrigens bei
Rotwein, Erlauer Stierblut bzw. Villaner Burgunder? Die waren
vergleichsweise trocken, Zuckerbrühe war also eher keine drin. Ganz im
Gegensatz zu Bärenblut etc. ...
--
CU Chr. Maercker.
Paul
2017-11-20 23:22:23 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Chr. Maercker
Szamorodni ist normaler Weißwein, Aszú ist Ausbruchwein, da ist schon
mal die HErstellung ganz anders, also nicht dasselbe in anderer Qualität.
Kann mich auch nicht daran erinnern, dass es Aszú hier gegeben hätte.
Auch die "normalen" Sorten wie Lindenblättriger oder Grauburgunder
(Szürke barát) schmeckten hier schwach im Vergleich zu dem, was man in
Ungarn mit fast demselben Etikett bekam.
Würde Boris Gerlachs Behauptung bestätigen. Wie war das übrigens bei
Rotwein, Erlauer Stierblut bzw. Villaner Burgunder? Die waren
vergleichsweise trocken, Zuckerbrühe war also eher keine drin. Ganz im
Gegensatz zu Bärenblut etc. ...
Der Kenner bevorzugte ungarischen Pinot Noire. Der war richtig gut. Da
gab es auch noch den rumänischen Pinot Noire, der konnte aber absolut
nicht mithalten. Egri Bikaver war eher Rohstoff für Glühwein.

Paule
--
Eine richtig gute Anti-Malware-Lösung?
30 Tage kostenlos und ohne Risiko testen?
http://www.emsisoft.de/de/software/antimalware/?id=5716961
direkter Download:
http://download.emsisoft.com/EmsisoftAntiMalwareSetup_5716961
Chr. Maercker
2017-11-21 14:58:29 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Paul
Der Kenner bevorzugte ungarischen Pinot Noire. Der war richtig gut. Da
gab es auch noch den rumänischen Pinot Noire, der konnte aber absolut
nicht mithalten. Egri Bikaver war eher Rohstoff für Glühwein.
Der ja, Villany Burgunder schmeckte auch pur. Eine Zeitlang gab es den
regelmäßig zu kaufen.
--
CU Chr. Maercker.
Paul
2017-11-18 19:39:45 UTC
Permalink
Raw Message
Post by x***@gmail.com
Post by Markus Ermert
Post by x***@gmail.com
Wahnsinnig, mich korrigieren?
Niemals. Vorschlag des staunenden Rezensenten. Verfasser öffentlicher
Sprachkunstwerke mit Fangemeinde müssen damit rechnen.
Post by x***@gmail.com
Nun, junger Freund, Weiß- und Schaumweine kamen schon aus
der Kühlung unter dem Schanktische
Da wäre ich mir für die Provinz keineswegs sicher.
Für's Greifswalder Theatercafé kann ich's aus Eigenem bezeugen.
Auch für den dortigen Ratskeller, wenn auch dort der Umsatz
an Weinähnlichem gegen null ging. Und der Korn, auch Klarer
genannt, mußte immer gekühlt sein, wollte der Schankkellner
nicht wecke op Muhl riskieren.
Post by Markus Ermert
Auch in westdeutschen
Biergegenden wurden der Kröver Nacktarsch oder das Trittenheimer Altärchen
durchaus oft zimmerwarm serviert. Weißwein in der DDR habe ich mir
allerdings nicht antun wollen, daher fehlt die persönliche
Temperaturerfahrung.
Der ungarische Weißwein "Lindenblättriger" war durchaus
trinkbar. Und in der Ostberliner "Altberliner Weinstube"
(Nicolaiviertel, auch Honies Disneyland genannt) gab's
um relativ Geringes Tokajer, ungekühlt wie es sich gehört - FR
Ist Dir das nicht peinlich hier völliges Versagen in Sachen Weinkultur
zu demonstrieren? Du bist ja ein ausgesprochener Banause. Vollkommen
jenseits jeglicher Kultur, schlimmer als Lumpenproletariat.

Paule
--
Eine richtig gute Anti-Malware-Lösung?
30 Tage kostenlos und ohne Risiko testen?
http://www.emsisoft.de/de/software/antimalware/?id=5716961
direkter Download:
http://download.emsisoft.com/EmsisoftAntiMalwareSetup_5716961
x***@gmail.com
2017-11-20 15:55:59 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Paul
Post by x***@gmail.com
Der ungarische Weißwein "Lindenblättriger" war durchaus
trinkbar. Und in der Ostberliner "Altberliner Weinstube"
(Nicolaiviertel, auch Honies Disneyland genannt) gab's
um relativ Geringes Tokajer, ungekühlt wie es sich gehört.
Ist Dir das nicht peinlich hier völliges Versagen in Sachen Weinkultur
zu demonstrieren? Du bist ja ein ausgesprochener Banause. Vollkommen
jenseits jeglicher Kultur, schlimmer als Lumpenproletariat.
Also ick bin jerne Proll - FR
Uwe Schickedanz
2017-11-18 19:29:55 UTC
Permalink
Raw Message
On 18 Nov 2017 08:41:40 GMT, Markus Ermert
Post by Markus Ermert
Post by x***@gmail.com
Post by Markus Ermert
Mutter. Bitte.
Wahnsinnig, mich korrigieren?
Niemals. Vorschlag des staunenden Rezensenten. Verfasser öffentlicher
Sprachkunstwerke mit Fangemeinde müssen damit rechnen.
Mutti ist generischer DDR-Sprachgebrauch.
APropos: auf irgendeinem Verblödungssender läuft gerade "Wenn Mutti
früh zur Arbeit geht - waren die Frauen in der DDR wirklich
gleichberechtigt?"


Gruß Uwe
--
"Freiheit nur für die Anhänger der Regierung, nur für Mitglieder
einer Partei - mögen sie noch so zahlreich sein - ist keine Freiheit.
Freiheit ist immer nur Freiheit des anders Denkenden."
=== http://www.sicherheitslampe.de ===
Markus Ermert
2017-11-20 05:36:36 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Uwe Schickedanz
On 18 Nov 2017 08:41:40 GMT, Markus Ermert
Mutti ist generischer DDR-Sprachgebrauch.
Ebent.
Post by Uwe Schickedanz
APropos: auf irgendeinem Verblödungssender läuft gerade "Wenn Mutti
früh zur Arbeit geht - waren die Frauen in der DDR wirklich
gleichberechtigt?"
Geht auch in böse. Gedicht von Wiglaf Droste (*Westfalen, wohnhaft
Leipzig), frühe 90er:

„Wenn ostdeutsche Frauen
Sich Mode trauen
Dann wird aus Mutti
Ganz schnell mal Nutti“
x***@gmail.com
2017-11-20 16:02:45 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Uwe Schickedanz
Post by Markus Ermert
Post by x***@gmail.com
Post by Markus Ermert
Mutter. Bitte.
Wahnsinnig, mich korrigieren?
Niemals. Vorschlag des staunenden Rezensenten. Verfasser öffentlicher
Sprachkunstwerke mit Fangemeinde müssen damit rechnen.
Bitte, was bin ich denn neben meinem Werk, ein Nichts, ein Nullum!
Post by Uwe Schickedanz
Mutti ist generischer DDR-Sprachgebrauch.
Es war ziemlich ätzend, wenn Bierbäuchige ihre Frau mit Mutti
ansprachen.
Post by Uwe Schickedanz
APropos: auf irgendeinem Verblödungssender läuft gerade "Wenn Mutti
früh zur Arbeit geht - waren die Frauen in der DDR wirklich
gleichberechtigt?"
"Wenn Mutti früh zur Arbeit geht" kommt mir irgendwie bekannt
vor - erste Zeile eines Liedes?

FR
René Marquardt
2017-11-20 16:13:16 UTC
Permalink
Raw Message
Post by x***@gmail.com
"Wenn Mutti früh zur Arbeit geht" kommt mir irgendwie bekannt
vor - erste Zeile eines Liedes?
FR

Torsten Mueller
2017-11-20 17:13:09 UTC
Permalink
Raw Message
Post by René Marquardt
"Wenn Mutti früh zur Arbeit geht" kommt mir irgendwie bekannt vor -
erste Zeile eines Liedes?
http://youtu.be/69ajzuNYitM
Das kennsch ja gor no ni!

Ist aber auch selten dämlich. Und außerdem voll sexistisch.

T.M.
Boris Gerlach
2017-11-20 17:39:33 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Torsten Mueller
Post by René Marquardt
"Wenn Mutti früh zur Arbeit geht" kommt mir irgendwie bekannt vor -
erste Zeile eines Liedes?
http://youtu.be/69ajzuNYitM
Das kennsch ja gor no ni!
Dafür bist Du auch zu jung.
Post by Torsten Mueller
Ist aber auch selten dämlich. Und außerdem voll sexistisch.
So wie wir Ossis.

BGE
Post by Torsten Mueller
T.M.
--
Thank you President Trump: You make Europe great again!
Martin Ebert
2017-11-21 00:57:11 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Torsten Mueller
Post by René Marquardt
"Wenn Mutti früh zur Arbeit geht" kommt mir irgendwie bekannt vor -
erste Zeile eines Liedes?
http://youtu.be/69ajzuNYitM
Das kennsch ja gor no ni!
Das war DER Kindergartenhit der 1960er Jahre.

Mt
Boris Gerlach
2017-11-21 04:57:15 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Martin Ebert
Post by Torsten Mueller
Post by René Marquardt
"Wenn Mutti früh zur Arbeit geht" kommt mir irgendwie bekannt vor -
erste Zeile eines Liedes?
http://youtu.be/69ajzuNYitM
Das kennsch ja gor no ni!
Das war DER Kindergartenhit der 1960er Jahre.
Mt
Wurde auch gern verballhornt:

Wenn Mutti früh zur Arbeit geht dann bleibe ich zuhaus.
Im Kühlschrank steht ne Flasche Schnaps die sauf ich auch gleich aus.

ebenso wie:

Hans-Jürgen steht am Schilderhaus und sagt zu dem Soldaten:
Leck mich am Arsch Du dumme Sau, auf mich kannst lange warten.

etc. etc
--
Thank you President Trump: You make Europe great again!
Torsten Mueller
2017-11-21 06:20:54 UTC
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Post by Martin Ebert
Post by Torsten Mueller
Post by René Marquardt
http://youtu.be/69ajzuNYitM
Das kennsch ja gor no ni!
Das war DER Kindergartenhit der 1960er Jahre.
Ich kam eben wahrscheinlich erst im Jahre 71 in den Kindergarten. Und
ich muß außerdem voller Dankbarkeit sagen, daß die Erzieherinnen in
meinem Kindergarten (die Chefin war sogar eine Frau Oberst) es mit dem
Singen nicht so hatten, stattdessen eher mit Grimmscher Literatur und
auch der bildenden Kunst, weswegen ich heute noch eine dicke Mappe mit
allerhöchst aufschlußreichen Kinderzeichnungen besitze. Der Kindergarten
war drum für mich eine sehr glückliche Zeit. Von gesungener Dämlichkeit
wurde ich hingegen in Margots Schule kalt erwischt, die es in nur
wenigen Jahren fertiggebracht hat, mir dieses fürs ganze Leben
konsequent zu verleiden, und zwar obwohl ich alles andere als
unmusikalisch bin.

T.M.
x***@gmail.com
2017-11-21 10:51:59 UTC
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Post by Torsten Mueller
Post by Martin Ebert
Post by Torsten Mueller
Das kennsch ja gor no ni!
Das war DER Kindergartenhit der 1960er Jahre.
Ich kam eben wahrscheinlich erst im Jahre 71 in den Kindergarten. Und
ich muß außerdem voller Dankbarkeit sagen, daß die Erzieherinnen in
meinem Kindergarten (die Chefin war sogar eine Frau Oberst) es mit dem
Singen nicht so hatten, stattdessen eher mit Grimmscher Literatur und
auch der bildenden Kunst, weswegen ich heute noch eine dicke Mappe mit
allerhöchst aufschlußreichen Kinderzeichnungen besitze. Der Kindergarten
war drum für mich eine sehr glückliche Zeit. Von gesungener Dämlichkeit
wurde ich hingegen in Margots Schule kalt erwischt, die es in nur
wenigen Jahren fertiggebracht hat, mir dieses fürs ganze Leben
konsequent zu verleiden, und zwar obwohl ich alles andere als
unmusikalisch bin.
Wenn einige hundert Greifswalder Studenten das Lettow-Vorbeck-Lied
"Wie oft sind wir geschritten auf schmalem Negerpfad" intonierten,
dann, so sage ich, dann war das schon ein Erleben der besonderen
Art - FR
René Marquardt
2017-11-21 15:11:29 UTC
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Post by x***@gmail.com
Wenn einige hundert Greifswalder Studenten das Lettow-Vorbeck-Lied
"Wie oft sind wir geschritten auf schmalem Negerpfad" intonierten,
dann, so sage ich, dann war das schon ein Erleben der besonderen
Art - FR
Na, wenn ich hier den schmalen Negerpfad beschreiten würde,
die täten mir aber was erzählen... Obwohl, die ganz kleine hat
mich ja ins Herz geschlossen, seit ich ihr mit einem aecht
deutschen Tempo den Rotz von der Backe wischte.
René Marquardt
2017-11-21 15:14:23 UTC
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Post by Torsten Mueller
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Post by René Marquardt
http://youtu.be/69ajzuNYitM
Das kennsch ja gor no ni!
Das war DER Kindergartenhit der 1960er Jahre.
Ich kam eben wahrscheinlich erst im Jahre 71 in den Kindergarten. Und
ich muß außerdem voller Dankbarkeit sagen, daß die Erzieherinnen in
meinem Kindergarten (die Chefin war sogar eine Frau Oberst) es mit dem
Singen nicht so hatten, stattdessen eher mit Grimmscher Literatur und
auch der bildenden Kunst...
Also uns wurde das alles eingetrimmt. Das Russenlied mit der Sonne,
und auch andere Lieder, deren Texte, wenn diese auch, anders als
das Russenlied, auf deutsch waren, uns trotzdem unerschlossen blieben.
Auswendig daher quietschen mussten wir sie trotzdem.
Torsten Mueller
2017-11-21 15:47:27 UTC
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Post by René Marquardt
Post by Torsten Mueller
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Post by Torsten Mueller
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http://youtu.be/69ajzuNYitM
Das kennsch ja gor no ni!
Das war DER Kindergartenhit der 1960er Jahre.
Ich kam eben wahrscheinlich erst im Jahre 71 in den Kindergarten. Und
ich muß außerdem voller Dankbarkeit sagen, daß die Erzieherinnen in
meinem Kindergarten (die Chefin war sogar eine Frau Oberst) es mit
dem Singen nicht so hatten, stattdessen eher mit Grimmscher Literatur
und auch der bildenden Kunst...
Also uns wurde das alles eingetrimmt.
Es wurde eben jeder anders gequält. Das haben sich ja diese
Bolschewisten damals schon so ausgedacht, daß wir heute eben keine
Vergleiche ziehen können ... Diversifizierung.
Post by René Marquardt
Das Russenlied mit der Sonne,
"Immer lebe die Mutti." Und der der Papi nicht, oder was? Voll
sexistisch.

T.M.
René Marquardt
2017-11-21 15:54:33 UTC
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Post by Torsten Mueller
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Post by René Marquardt
http://youtu.be/69ajzuNYitM
Das kennsch ja gor no ni!
Das war DER Kindergartenhit der 1960er Jahre.
Ich kam eben wahrscheinlich erst im Jahre 71 in den Kindergarten. Und
ich muß außerdem voller Dankbarkeit sagen, daß die Erzieherinnen in
meinem Kindergarten (die Chefin war sogar eine Frau Oberst) es mit
dem Singen nicht so hatten, stattdessen eher mit Grimmscher Literatur
und auch der bildenden Kunst...
Also uns wurde das alles eingetrimmt.
Es wurde eben jeder anders gequält. Das haben sich ja diese
Bolschewisten damals schon so ausgedacht, daß wir heute eben keine
Vergleiche ziehen können ... Diversifizierung.
Post by René Marquardt
Das Russenlied mit der Sonne,
"Immer lebe die Mutti." Und der der Papi nicht, oder was? Voll
sexistisch.
Das war doch selbstver Symbolismus. Die Mutti war die liebende,
fürsorgende Partei. /s
Torsten Mueller
2017-11-21 16:18:52 UTC
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Post by René Marquardt
Post by Torsten Mueller
Post by René Marquardt
Das Russenlied mit der Sonne,
"Immer lebe die Mutti." Und der der Papi nicht, oder was? Voll
sexistisch.
Das war doch selbstver Symbolismus. Die Mutti war die liebende,
fürsorgende Partei. /s
Ach, und der Papi [1], was war der? Nur raus mit der Sprache.

Die Liebende und Fürsorgende war im Übrichen eine ganz andere Partei,
Sporzfreund. Daß ich das hier erst erklären muß!

T.M.

[1] https://i.chzbgr.com/full/5680830464/h45BCE6FC
René Marquardt
2017-11-21 16:23:57 UTC
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Post by Torsten Mueller
Post by René Marquardt
Post by Torsten Mueller
Post by René Marquardt
Das Russenlied mit der Sonne,
"Immer lebe die Mutti." Und der der Papi nicht, oder was? Voll
sexistisch.
Das war doch selbstver Symbolismus. Die Mutti war die liebende,
fürsorgende Partei. /s
Ach, und der Papi [1], was war der? Nur raus mit der Sprache.
Die Liebende und Fürsorgende war im Übrichen eine ganz andere Partei,
Sporzfreund. Daß ich das hier erst erklären muß!
Und wenn ich dann wieder frage, "so so, welche denn?", wie
damals, als man mir nahe legte, doch in "die" Partei einzutreten,
ist gleich wieder Polen offen. Zweimal fall ich da nicht drauf rein!
Wolf gang P u f f e
2017-11-21 17:34:50 UTC
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Post by Torsten Mueller
Post by René Marquardt
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Post by René Marquardt
Das Russenlied mit der Sonne,
"Immer lebe die Mutti." Und der der Papi nicht, oder was? Voll
sexistisch.
Das war doch selbstver Symbolismus. Die Mutti war die liebende,
fürsorgende Partei. /s
Ach, und der Papi [1], was war der? Nur raus mit der Sprache.
Die Liebende und Fürsorgende war im Übrichen eine ganz andere Partei,
Sporzfreund. Daß ich das hier erst erklären muß!
Zitat Louis Fürnberg:
Sie hat uns alles gegeben,
Sonne und Wind und sie geizte nie.
Und wo sie war, war das Leben,
Und was wir sind, sind wir durch sie.
Sie hat uns niemals verlassen,
Wenn die Welt fast erfror, war uns warm.
Uns führte die Mutter der Massen,
Es trug uns ihr mächtiger Arm.

Die Partei, die Partei, ...

Hier zum Mitsingen:


W.
Wolf gang P u f f e
2017-11-21 17:19:50 UTC
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Post by Torsten Mueller
Post by Martin Ebert
Post by Torsten Mueller
Post by René Marquardt
http://youtu.be/69ajzuNYitM
Das kennsch ja gor no ni!
Das war DER Kindergartenhit der 1960er Jahre.
Ich kam eben wahrscheinlich erst im Jahre 71 in den Kindergarten. Und
ich muß außerdem voller Dankbarkeit sagen, daß die Erzieherinnen in
meinem Kindergarten (die Chefin war sogar eine Frau Oberst) es mit dem
Singen nicht so hatten, stattdessen eher mit Grimmscher Literatur und
auch der bildenden Kunst, weswegen ich heute noch eine dicke Mappe mit
allerhöchst aufschlußreichen Kinderzeichnungen besitze. Der Kindergarten
war drum für mich eine sehr glückliche Zeit. Von gesungener Dämlichkeit
wurde ich hingegen in Margots Schule kalt erwischt, die es in nur
wenigen Jahren fertiggebracht hat, mir dieses fürs ganze Leben
konsequent zu verleiden, und zwar obwohl ich alles andere als
unmusikalisch bin.
Bei uns war 69 oder 70 das Bummi-Lied der Hit.
"Kam ein kleiner Teddybär aus dem Spielzeuglande her..."
Mit dem Lied hatte ich auch so eine schwabbelige schwarze Schallfolie
für den Plattenspieler.

W.
x***@gmail.com
2017-11-20 19:27:34 UTC
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Post by René Marquardt
Post by x***@gmail.com
"Wenn Mutti früh zur Arbeit geht" kommt mir irgendwie bekannt
vor - erste Zeile eines Liedes?
http://youtu.be/69ajzuNYitM
Auf der nach unten offenen Abartigkeitsskala wird der
Hervorbringung das Prädikat "besonders bescheuert"
zuerkannt - FR
René Marquardt
2017-11-20 19:45:16 UTC
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Raw Message
Post by x***@gmail.com
Post by René Marquardt
Post by x***@gmail.com
"Wenn Mutti früh zur Arbeit geht" kommt mir irgendwie bekannt
vor - erste Zeile eines Liedes?
http://youtu.be/69ajzuNYitM
Auf der nach unten offenen Abartigkeitsskala wird der
Hervorbringung das Prädikat "besonders bescheuert"
zuerkannt - FR
Das war doch noch nicht einmal das gruseligste dieser Werke.
Ein audiovisuelles Gesamtprodukt der staden Jahresendzeit
in der sozialistischen Gemeinschaft auf deutschem Boden,
welches leider auch einige Gesangsnummern enthält, ist
der DEFA-Gruselfilm "Der Weihnachtsmann heißt Willi",
überboten in seiner deprimierenden, dystopischen Darstellung
einer gescheiterten Gesellschaft eigentlich nur von
"The Road."
Markus Ermert
2017-11-21 05:23:22 UTC
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Post by René Marquardt
Post by x***@gmail.com
"Wenn Mutti früh zur Arbeit geht" kommt mir irgendwie bekannt
vor - erste Zeile eines Liedes?
FR
http://youtu.be/69ajzuNYitM
Kindersprache. Zur diskutablen Stilfrage wird die Mutti in der
Schriftsprache, dritte Person, nichtanverwandter erwachsener Autor.
Matthias Opatz
2017-11-17 23:42:39 UTC
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Post by Markus Ermert
Post by x***@gmail.com
Vor Jahren kam in der FAZ eine Meldung nach der eine junge Mutti
Mutter. Bitte.
Was ist denn der Unterschied?

Inhaltlich, meine ich, nicht in der Stilebene. Bei nichtwörtlicher
Wiedergabe darfst Du die Stilebene getrost dem Erzähler überlassen.

Matthias
Markus Ermert
2017-11-18 08:34:35 UTC
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Post by Matthias Opatz
Post by Markus Ermert
Post by x***@gmail.com
Vor Jahren kam in der FAZ eine Meldung nach der eine junge Mutti
Mutter. Bitte.
Was ist denn der Unterschied?
Inhaltlich, meine ich, nicht in der Stilebene.
Kein Unterschied. Auch zwischen Polizeibericht und Bullenbericht gibt es
keinen. Oder zwischen Matthias und Matze, Gaststätte und Kneipe, Flugzeug
und Flieger, Großvater und Opi, Tanzboden und Dancefloor, Lebenspartner und
Schatzi, Speiseeinrichtung und Kantine. Und nun?
Post by Matthias Opatz
Bei nichtwörtlicher
Wiedergabe darfst Du die Stilebene getrost dem Erzähler überlassen.
Das ist ja sogar in unserer Verfassung garantiert. Von Internetdiskussionen
oder harmlosen kleinen Sticheleien am Rande steht da allerdings nichts. Hm.
Das wird doch wohl nicht verboten sein?

Ich wage trotzdem eine Erläuterung der Meinungsäußerung: Der Verfasser ist
doch gerade weltberühmt für die gar wunderbaren Stilebenen, die er in
seinen Werken erklimmt. Mutti passt da nun überhaupt nicht rein, meint der
Rezensent.

Alternative Antwort zu Mutti und 6,5 Gramm:

Wieviele [Achtung, gruppenspezifische Abwandlung eines geklauten Witzes]
Ostdeutsche braucht es, um eine Glühbirne einzudrehen?

Einen. Wir sind effizient und haben keinen Humor.
Chr. Maercker
2017-11-20 11:50:30 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Markus Ermert
Der war in der in Rede stehenden Lokal aber schon Stufe 2 von 6.
„Trinkbranntwein“ war wohl selbst zum Verschneiden ungeeignet.
Dass Trinkbranntwein überhaupt auf einer Speisekarte stand, deutet auf
ein ziemliches Alter des vorgestellten Exemplars, mind. frühe 1960er.
Solange ich lesen kann, habe ich so was nie auf einer Speisekarte
gefunden, eher schon auf gewissen Flaschen, die "Kumpeltod" enthielten.
--
CU Chr. Maercker.
Uwe Schickedanz
2017-11-20 14:26:52 UTC
Permalink
Raw Message
On Mon, 20 Nov 2017 12:50:30 +0100, "Chr. Maercker"
Post by Chr. Maercker
Post by Markus Ermert
Der war in der in Rede stehenden Lokal aber schon Stufe 2 von 6.
„Trinkbranntwein“ war wohl selbst zum Verschneiden ungeeignet.
Dass Trinkbranntwein überhaupt auf einer Speisekarte stand, deutet auf
ein ziemliches Alter des vorgestellten Exemplars, mind. frühe 1960er.
Solange ich lesen kann, habe ich so was nie auf einer Speisekarte
gefunden, eher schon auf gewissen Flaschen, die "Kumpeltod" enthielten.
Getränkepreistafel <> Speisekarte.


Gruß Uwe
--
"Freiheit nur für die Anhänger der Regierung, nur für Mitglieder
einer Partei - mögen sie noch so zahlreich sein - ist keine Freiheit.
Freiheit ist immer nur Freiheit des anders Denkenden."
=== http://www.sicherheitslampe.de ===
Chr. Maercker
2017-11-20 17:08:23 UTC
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Raw Message
Post by Uwe Schickedanz
Getränkepreistafel <> Speisekarte.
Mag sein, aber Getränkepreistafeln waren für Gaststätten gedacht. Warum
sollte dort was draufstehen, was nirgends angeboten wurde?
--
CU Chr. Maercker.
Matthias Opatz
2017-11-20 23:09:18 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Chr. Maercker
Post by Uwe Schickedanz
Getränkepreistafel <> Speisekarte.
Mag sein, aber Getränkepreistafeln waren für Gaststätten gedacht. Warum
sollte dort was draufstehen, was nirgends angeboten wurde?
Naja, die Perisordnung kann nur den Gattungsbegriff vorgeben, zu dem
TGL-genormte Ausprägungen verschiedener Marken gehörten. Deren Namen
standen auf den Karten (also konkret Klarer Juwel, und nicht unkonkret
Trinkbranntwein).

Matthias
Martin Ebert
2017-11-21 00:58:34 UTC
Permalink
Raw Message
Naja, die Perisordnung kann nur den Gattungsbegriff ...
Au weia.

Bin ich der Einzige, der da jetzt etwas anderes las?

Mt
René Marquardt
2017-11-21 01:05:35 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Martin Ebert
Naja, die Perisordnung kann nur den Gattungsbegriff ...
Au weia.
Bin ich der Einzige, der da jetzt etwas anderes las?
Nö. Keming war schon immer ein Problem im Layout.
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