Discussion:
Genus, Sexus et al.
(zu alt für eine Antwort)
Peter Veith
2018-06-10 08:58:35 UTC
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Raw Message
In der DDR war das generische Maskulinum Ausdruck der
Geschlechtergleichheit in allen Berufen.
Ja,
deshalb zeichnete z.B. Margot Honecker auch explizit: "Der Minister für
Volksbildung M. Honecker".
Was interssiert den Hörer oder Leser, ob der LKW-Fahrer ein Mann
oder eine Frau ist? Hauptsache, er kann seinen Job.
Exakt.
Das gilt für Krankenschwestern ebenso. Und wenn es im konkreten Pfleger
Rudolf ist, fühlt er sich regelmäßig nicht diskriminiert, daß ich
eigentlich eine Schwester erwartet hatte.
Und wenn es in irgendeinem Zusammenhang mal wichtig sein könnte, muss
mans halt dazusagen. Dass das im PC-Deutsch nicht so ist, zeigt doch
eher, dass man an den alten Rollenklischees festhalten will statt sie
abzuschaffen.
Das ist das Kuriose, plötzlich spielt das Geschlecht eine Rolle (wo es
vorher unerheblich war).

Hinweis:
Wegen dem 1. Absatz de.alt.folklore.ddr einbezogen und Followup dorthin.

Veith
--
"Der Westen hat, und das ist ein so alter Trick, die Moral eingeführt,
um über Politik nicht reden zu müssen." (ronald m. schernikau)
http://www.DDR-LUFTWAFFE.de
Matthias Opatz
2018-06-10 09:48:50 UTC
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Raw Message
Post by Peter Veith
In der DDR war das generische Maskulinum Ausdruck der
Geschlechtergleichheit in allen Berufen.
Ja,
deshalb zeichnete z.B. Margot Honecker auch explizit: "Der Minister für
Volksbildung M. Honecker".
Das ist heute das englischsprachige Modell. Actress und waitress sind out.
Es gibt tendenziell nur noch actor, und wenn's sein muß: female actor.

Matthias
Lars Bräsicke
2018-06-10 12:41:46 UTC
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Raw Message
Post by Peter Veith
In der DDR war das generische Maskulinum Ausdruck der
Geschlechtergleichheit in allen Berufen.
Ja,
deshalb zeichnete z.B. Margot Honecker auch explizit: "Der Minister für
Volksbildung M. Honecker".
Ein nicht gerade leuchtend positives Beispiel, dem zu folgen ich doch
einige Schwierigkeiten habe.
Peter Veith
2018-06-10 13:12:27 UTC
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Raw Message
Post by Lars Bräsicke
Post by Peter Veith
In der DDR war das generische Maskulinum Ausdruck der
Geschlechtergleichheit in allen Berufen.
Ja,
deshalb zeichnete z.B. Margot Honecker auch explizit: "Der Minister für
Volksbildung M. Honecker".
Ein nicht gerade leuchtend positives Beispiel, dem zu folgen ich doch
einige Schwierigkeiten habe.
Wir einigen uns im ersten Schritt darauf, daß "in der DDR das generische
Maskulinum Ausdruck der Geschlechtergleichheit in allen Berufen" war.

Im weiteren Schritt stellen wir fest, daß (m.W.) Frau Honecker der
einzige weibliche Minister, mithin das einzige Beispiel auf dieser Ebene
war. Ob nun "leuchtend" und "positiv" könnte somit dahingestellt bleiben.

Ich meine, auch auf geringeren Ebenen galt das Gesagte analog (dem 8.
März mal ausgenommen).

Veith
--
"Wessen sollen wir uns rühmen, wenn nicht der DDR" Peter Hacks.
http://www.DDR-LUFTWAFFE.de
wolfgang sch
2018-06-14 05:37:35 UTC
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Raw Message
Post by Peter Veith
Wir einigen uns im ersten Schritt darauf, daß "in der DDR das generische
Maskulinum Ausdruck der Geschlechtergleichheit in allen Berufen" war.
Nein du hast das behauptet, von Zustimmung oder gar Einigung war wenig
zu lesen. Ich denke nicht dass dieser Sprachgebrauch eine politische
Botschaft enthielt, sondern halte es für wahrscheinlicher dass es der
überkommene deutsche Sprachgebrauch ist, evtl. mit Weiterentwicklung
damals bereits bestehender Trends zur Entsexualisierung.
--
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Peter Veith
2018-06-17 09:18:52 UTC
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Raw Message
Post by wolfgang sch
Post by Peter Veith
Wir einigen uns im ersten Schritt darauf, daß "in der DDR das generische
Maskulinum Ausdruck der Geschlechtergleichheit in allen Berufen" war.
Nein du hast das behauptet, von Zustimmung oder gar Einigung war wenig
zu lesen.
Das "wir" schloß Dich naheliegend nicht mit ein.
Post by wolfgang sch
Ich denke nicht dass dieser Sprachgebrauch eine politische
Botschaft enthielt, ...
Richtig, im Gegensatz zu heute.
Post by wolfgang sch
sondern halte es für wahrscheinlicher dass es der
überkommene deutsche Sprachgebrauch ist, ...
Sofern Du "überkommen" i.S. von "althergebracht" meintest, kann ich das
unterschreiben. Hieran wurde - erstaunlicherweise - in der DDR nicht
ideologisch herumgedoktert.
Post by wolfgang sch
... evtl. mit Weiterentwicklung
damals bereits bestehender Trends zur Entsexualisierung.
Welcher "damals bereits bestehender Trends zur Entsexualisierung"?
Könntest Du das näher ausführen?

Followup nach dafd wieder gesetzt.

Veith
--
Lieber Reich ins Heim, als heim ins Reich!
http://ddr-luftwaffe.blogspot.com
wolfgang sch
2018-06-19 18:32:22 UTC
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Raw Message
Post by Peter Veith
Post by wolfgang sch
... evtl. mit Weiterentwicklung
damals bereits bestehender Trends zur Entsexualisierung.
Welcher "damals bereits bestehender Trends zur Entsexualisierung"?
Könntest Du das näher ausführen?
Die Genus-Sexus-Kongruenz (Übereinstimmung von grammatischem und
natürlichem Geschlecht) scheint im Indogermanischen nicht vorhanden
gewesen zu sein, sondern hat sich nachträglich in einigen
Tochersprachen entwickelt, so auch im Germanischen. Sie war nie
vollständig, und im Deutschen ist sie seit Jahrhunderten im Rückzug
begriffen. Die PC-Welle der 1980er/90er Jahre in den deutschsprachigen
Ländern westlich der Mauer hat diesen Rückzug vielleicht unterbrochen,
aber in der DDR vorm Mauerfall war dieser Prozess noch voll im Gange.
--
Currently listening:


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Peter Veith
2018-06-19 20:21:38 UTC
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Raw Message
Post by wolfgang sch
Post by Peter Veith
Welcher "damals bereits bestehender Trends zur Entsexualisierung"?
Könntest Du das näher ausführen?
Die Genus-Sexus-Kongruenz (Übereinstimmung von grammatischem und
natürlichem Geschlecht) ... im Deutschen ist sie seit Jahrhunderten
im Rückzug begriffen. Die PC-Welle der 1980er/90er Jahre in den
deutschsprachigen Ländern westlich der Mauer hat diesen Rückzug
vielleicht unterbrochen, aber in der DDR vorm Mauerfall war dieser
Prozess noch voll im Gange.
Das habe ich leider nicht verstanden:

Die Übereinstimmung ist grundsätzlich auf dem Rückzug, d.h. aus "die"
Frau und "der" Rammler wird irgendwann, ggf. "der" Frau, "die" Rammler
oder irgendwas anderes.

Dies war in der DDR noch im vollen Gange, während ausgerechnet PC-Sprech
dies im Westen ab den 1980er unterbrach.

Klingt unlogisch und nie gehört.

Veith
--
Lieber Reich ins Heim, als heim ins Reich!
http://ddr-luftwaffe.blogspot.com
wolfgang sch
2018-06-19 21:53:04 UTC
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Raw Message
Post by Peter Veith
Post by wolfgang sch
Post by Peter Veith
Welcher "damals bereits bestehender Trends zur Entsexualisierung"?
Könntest Du das näher ausführen?
Die Genus-Sexus-Kongruenz (Übereinstimmung von grammatischem und
natürlichem Geschlecht) ... im Deutschen ist sie seit Jahrhunderten
im Rückzug begriffen. Die PC-Welle der 1980er/90er Jahre in den
deutschsprachigen Ländern westlich der Mauer hat diesen Rückzug
vielleicht unterbrochen, aber in der DDR vorm Mauerfall war dieser
Prozess noch voll im Gange.
Die Übereinstimmung ist grundsätzlich auf dem Rückzug, d.h. aus "die"
Frau und "der" Rammler wird irgendwann, ggf. "der" Frau, "die" Rammler
oder irgendwas anderes.
Nein, sondern: "Der Lehrer" kann auch eine Frau bezeichnen und das wird
nicht als falsch oder widersinnig empfunden. Diesen Trend gab es schon
im Sprachgebrauch noch vor der deutschen Teilung, möglicherweise hat
sich das in der DDR-Ära aber noch verstärkt.
Post by Peter Veith
Dies war in der DDR noch im vollen Gange, während ausgerechnet PC-Sprech
dies im Westen ab den 1980er unterbrach.
PC-"Vorschriften" besagen, eine Frau dürfe nicht als "Lehrer"
bezeichnet werden, sondern es müsse auf jeden Fall "Lehrerin" heißen.
Früher war auch im Westen beides möglich, aber inzwischen ist das
westdeutsche Sprachgefühl dahingehend verschoben. dass "Lehrer" für
eine Frau als falsch empfunden wird; und zwar stärker im Singular als
im Plural. Das verschobene Sprachgefühl ist eine Folge von PC-Sprech,
inzwischen auch weit außerhalb politisch-korrekter Kreise und ohne
deren Motivation.
--
Currently listening: http://youtu.be/ZyBFxjmJPqk

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usenet_20031215 (AT) wschwanke (DOT) de
Christian Weisgerber
2018-06-19 20:56:40 UTC
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Raw Message
Post by wolfgang sch
Die Genus-Sexus-Kongruenz (Übereinstimmung von grammatischem und
natürlichem Geschlecht) scheint im Indogermanischen nicht vorhanden
gewesen zu sein, sondern hat sich nachträglich in einigen
Tochersprachen entwickelt, so auch im Germanischen.
Soweit ich weiß, ist das im Deutschen erhaltene System so auch in
den klassischen indogermanischen Sprachen anzutreffen wie Latein,
Griechisch, Sanskrit. Man kann das mit Fug und Recht indogermanisch
nennen.

Buddelt man tiefer, stößt man auf das Problem, dass Urindogermanisch
keinen festen Sprachstand bezeichnet. Zwischen der ersten Abspaltung
eines Zweigs der indogermanischen Sprachfamilie (Anatolisch) und
der Spaltung der letzten Zweige (Balto-Slawisch und Indo-Iranisch?)
liegt eine beträchtliche Zeitspanne, vielleicht ein Jahrtausend,
in der sich die Sprache natürlich weiterentwickelt hat.
Post by wolfgang sch
Sie war nie vollständig, und im Deutschen ist sie seit Jahrhunderten
im Rückzug begriffen.
Für diesen Rückzug hätte ich dann doch gerne Belege.
--
Christian "naddy" Weisgerber ***@mips.inka.de
wolfgang sch
2018-06-19 21:54:36 UTC
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Raw Message
Post by Christian Weisgerber
Post by wolfgang sch
Sie war nie vollständig, und im Deutschen ist sie seit Jahrhunderten
im Rückzug begriffen.
Für diesen Rückzug hätte ich dann doch gerne Belege.
Um ganz ehrlich zu sein hab ich das mal wo gelesen und erinnere mich
nicht wo. Es schien mir, dass es in desd mal sowas wie Konsens war.
--
Currently listening: http://youtu.be/ZyBFxjmJPqk

http://www.wschwanke.de/ http://www.fotos-aus-der-luft.de/

usenet_20031215 (AT) wschwanke (DOT) de
Helmut Richter
2018-06-19 21:54:42 UTC
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Raw Message
Post by Christian Weisgerber
Post by wolfgang sch
Die Genus-Sexus-Kongruenz (Übereinstimmung von grammatischem und
natürlichem Geschlecht) scheint im Indogermanischen nicht vorhanden
gewesen zu sein, sondern hat sich nachträglich in einigen
Tochersprachen entwickelt, so auch im Germanischen.
[...]
Sie war nie vollständig, und im Deutschen ist sie seit Jahrhunderten
im Rückzug begriffen.
Die Genus-Sexus-Kongruenz (Übereinstimmung von grammatischem und natürlichem
Geschlecht) *kann* es nur für geschlechtsspezifische Wörter geben, denn
generische haben kein natürliches Geschlecht – welches denn auch? Und bei
den spezifischen sehe ich nach wie vor eine starke Kongruenz mit so wenigen
Ausnahmen, dass es kaum über die Zeit wesentlich mehr geworden sein können.

Gemeint ist wohl eher die geschlechterdifferenzierende Sprechweise, d.h. die
Vermeidung von generischen Wörtern zugunsten der ständigen Nennung des
biologischen Geschlechts bei Menschen, nicht bei Tieren. Die war wohl schon
mal ausgeprägter als in den ersten 3/4 des zwanzigsten Jahrhqundert, und hat
dann in W-Deutschland eine Renaissance in den 1970er/80er Jahren erlebt.
Post by Christian Weisgerber
Für diesen Rückzug hätte ich dann doch gerne Belege.
Für den Rückzug kenne ich nur einzelne Beispiele (romantische Schilderungen
von "Zwergen und Zwerginnen", das Wort "Gästin"), ob es wirklich ein
genereller Rückzugstrend ist, weiß ich nicht. Es erschiene mir aber logisch
aus der gesellschaftlichen Entwicklung, wo das Geschlecht immer weniger die
Biografie determiniert und infolgedessen immer weniger erwähnenswert ist.

--
Helmut Richter
Detlef Meißner
2018-06-20 06:22:01 UTC
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Raw Message
Post by Christian Weisgerber
Post by wolfgang sch
Die Genus-Sexus-Kongruenz (Übereinstimmung von grammatischem und
natürlichem Geschlecht) scheint im Indogermanischen nicht vorhanden
gewesen zu sein, sondern hat sich nachträglich in einigen
Tochersprachen entwickelt, so auch im Germanischen.
Soweit ich weiß, ist das im Deutschen erhaltene System so auch in
den klassischen indogermanischen Sprachen anzutreffen wie Latein,
Griechisch, Sanskrit. Man kann das mit Fug und Recht indogermanisch
nennen.
Buddelt man tiefer, stößt man auf das Problem, dass Urindogermanisch
^^^^^^^^^^^^^^
Hier las ich "urindogmatisch".
Passt zum Thema der aktuellen Diskussion. -)

Detlef

Martin Ebert
2018-06-10 20:04:43 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Peter Veith
In der DDR war das generische Maskulinum Ausdruck der
Geschlechtergleichheit in allen Berufen.
Ja,
deshalb zeichnete z.B. Margot Honecker auch explizit: "Der Minister für
Volksbildung M. Honecker".
Ein nicht gerade leuchtend positives Beispiel, dem zu folgen ich doch einige Schwierigkeiten habe.
Gut, dann Frau Professor Meyer.

Mt
Lars Gebauer
2018-06-10 15:50:00 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Peter Veith
Und wenn es in irgendeinem Zusammenhang mal wichtig sein könnte, muss
mans halt dazusagen. Dass das im PC-Deutsch nicht so ist, zeigt doch
eher, dass man an den alten Rollenklischees festhalten will statt sie
abzuschaffen.
Das ist das Kuriose, plötzlich spielt das Geschlecht eine Rolle (wo es
vorher unerheblich war).
Ach, so kurios ist das gar nicht. Es ist eher eine ganz simple Taktik:
Wenn man merkt, daß man mit den eigenen Sachargumenten (sofern
überhaupt vorhanden) keinen Blumentopf gewinnen wird, dann kann man
versuchen, auf diesem Wege eine weitere Metaebene in die Diskussion
einzuführen. Da der "Gegner" oftmals auf eine derartige Komödie nicht
vorbereitet war/ist, hat man dann gewisse Chancen, die Diskussion doch
noch zu "gewinnen". Zwar nicht auf der Sachebene - aber eben durch den
Publikumspreis. Das ist zwar ziemlicher Käse - denn "richtig" oder
"falsch" wird nicht durch Zustimmung entschieden - aber man kann
durchaus darauf spekulieren, daß ein Teil des Publikums den
Hütchenspielertrick nicht bemerkt.
Diedrich Ehlerding
2018-06-10 18:40:49 UTC
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Raw Message
Post by Peter Veith
In der DDR war das generische Maskulinum Ausdruck der
Geschlechtergleichheit in allen Berufen.
Ja,
deshalb zeichnete z.B. Margot Honecker auch explizit: "Der Minister für
Volksbildung M. Honecker".#
Und in den USA ist es geradezu verpönt, wenn eine Schauspielerin als
"actress" bezeichnet wird; sie iost selbstverständlich "actor".

Das generische Maskulinum scheint also nur in .de diskriminierend zu sein,
im Mutterland der politischen Korrektheit hingegen hochgradig erwünscht zu
sein.
--
pgp-Key (RSA) 1024/09B8C0BD
fingerprint = 2C 49 FF B2 C4 66 2D 93 6F A1 FF 10 16 59 96 F3
HTML-Mail wird ungeleſen entſorgt.
Oliver Sprenger de Montes
2018-06-10 20:31:25 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Diedrich Ehlerding
Und in den USA ist es geradezu verpönt, wenn eine Schauspielerin als
"actress" bezeichnet wird; sie iost selbstverständlich "actor".
Das generische Maskulinum scheint also nur in .de diskriminierend zu sein,
im Mutterland der politischen Korrektheit hingegen hochgradig erwünscht zu
sein.
Jüngst sah ich aber selbst hier beginnende Auswüchse von Genderwahn: „… y
estoy buscando un-a profesor-a en Bogotá …“

Eine Seuche.

LG,
--
Oliver Sprenger de Montes
In Kolumbien lebender Trollallergiker
Ihr guter Stern auf allen Straßen
http://instagram.com/maninbenz
René Marquardt
2018-06-11 19:10:10 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Diedrich Ehlerding
Und in den USA ist es geradezu verpönt, wenn eine Schauspielerin als
"actress" bezeichnet wird; sie iost selbstverständlich "actor".
Quark. Mit Soße.

Beispiel:

https://www.google.com/search?q=Zazie+Beetz+actress
Matthias Opatz
2018-06-11 22:35:20 UTC
Permalink
Raw Message
Post by René Marquardt
Post by Diedrich Ehlerding
Und in den USA ist es geradezu verpönt, wenn eine Schauspielerin als
"actress" bezeichnet wird; sie iost selbstverständlich "actor".
Quark. Mit Soße.
https://www.google.com/search?q=Zazie+Beetz+actress
Der Wandel ist noch nicht abgeschlossen, aber im Gange (deswegen schrieb
ich weiter oben "tendenziell"). Allein schon die Debatten, die um die
Verwendung geführt werden, sprechen für sich - die gab es vor 30 Jahren
kaum.

<https://www.thestage.co.uk/opinion/2017/mark-shenton-actor-actress/>
Weitere:
<https://www.google.de/search?q="female+actor">

Matthias
René Marquardt
2018-06-11 23:48:58 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Matthias Opatz
Post by René Marquardt
Post by Diedrich Ehlerding
Und in den USA ist es geradezu verpönt, wenn eine Schauspielerin als
"actress" bezeichnet wird; sie iost selbstverständlich "actor".
Quark. Mit Soße.
https://www.google.com/search?q=Zazie+Beetz+actress
Der Wandel ist noch nicht abgeschlossen, aber im Gange (deswegen schrieb
ich weiter oben "tendenziell"). Allein schon die Debatten, die um die
Verwendung geführt werden, sprechen für sich - die gab es vor 30 Jahren
kaum.
Gegeben hats Unsinn schon vor 30 Jahren. Es blieb uns, mangels
Internet, aber erspart, davon zu hören.

Grade auf Wikipedia sind sonst immer die "fortschrittlichsten"
Marotten zu finden, und dort wird "actress" verwendet.

Frauen finden das Adjektiv "female" übrigens auch nicht so toll,
weil es so nach "Schauspieler, aber weiblich" klingt, als
ob es Karnickelinnen wären.
Post by Matthias Opatz
<https://www.thestage.co.uk/opinion/2017/mark-shenton-actor-actress/>
Sprachen wir nicht eben noch von den USA? Was bringst du mir da
co.uk Seiten an?
Post by Matthias Opatz
<https://www.google.de/search?q="female+actor">
Der Artikel hier ist auch schon wieder 10 Jahre alt, aber immerhin
aus der L.A. Times:

http://articles.latimes.com/2009/jan/18/entertainment/ca-actress18
Matthias Opatz
2018-06-12 09:26:12 UTC
Permalink
Raw Message
Post by René Marquardt
Post by Matthias Opatz
<https://www.thestage.co.uk/opinion/2017/mark-shenton-actor-actress/>
Sprachen wir nicht eben noch von den USA? Was bringst du mir da
co.uk Seiten an?
Ich hatte mich ursprünglich nur über "englischsprachig" geäußert.
Wobei in dem Artikel die prominenteste Actor-Verfechterin Amerikanerin ist.

Wir sprechen uns einfach in 20, 30 Jahren wieder (wenn wir das dann noch
können).

Matthias
René Marquardt
2018-06-12 18:52:50 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Matthias Opatz
Post by René Marquardt
Post by Matthias Opatz
<https://www.thestage.co.uk/opinion/2017/mark-shenton-actor-actress/>
Sprachen wir nicht eben noch von den USA? Was bringst du mir da
co.uk Seiten an?
Ich hatte mich ursprünglich nur über "englischsprachig" geäußert.
Wobei in dem Artikel die prominenteste Actor-Verfechterin Amerikanerin ist.
Wir sprechen uns einfach in 20, 30 Jahren wieder (wenn wir das dann noch
können).
Matthias
In 20, 30 Jahren, wird wieder alles komplett auf dem Kopf stehen, und
wer zum weiblichem Flugbegleiter dann nicht korrekt "Saftschubse" sagt,
ist ein sexistisches Schwein :D
Torsten Mueller
2018-06-13 04:42:53 UTC
Permalink
Raw Message
Post by René Marquardt
In 20, 30 Jahren, wird wieder alles komplett auf dem Kopf stehen, und
wer zum weiblichem Flugbegleiter dann nicht korrekt "Saftschubse"
sagt, ist ein sexistisches Schwein :D
Wie heißen eigentlich die männlichen Saftschubsen, wenn man's mit der
correctness nicht so genau nimmt?

T.M.
Veith
2018-06-13 08:11:16 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Torsten Mueller
Wie heißen eigentlich die männlichen Saftschubsen, wenn man's mit der
correctness nicht so genau nimmt?
"Meister",
die Anrede kommt in jeder Branche gut ;)

Peter
Paul
2018-06-13 13:24:08 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Veith
Post by Torsten Mueller
Wie heißen eigentlich die männlichen Saftschubsen, wenn man's mit der
correctness nicht so genau nimmt?
"Meister",
die Anrede kommt in jeder Branche gut ;)
Peter
Klar, und verteuert Deine Handwerkerrechnung automatisch um mindestens
50%. Warum? Weil dann der Geselle als Meister in der Rechnung auftaucht
und der Lehrling als Facharbeiter.

Im Handwerk werden die "Meister-Anreder" nur milde belächelt. Das sind
aber in der Regel auch Typen mit zwei linken Händen und an jeder Hand
fünf Daumen, Typen die kein Bild ordentlich aufgehängt bekommen, keine
Deckenlampe anschließen können und den Wasserhahn wenn er tropft solange
immer fester anbrummen bis der endgültig über den Jordan ist.

Paule
--
Eine richtig gute Anti-Malware-Lösung?
30 Tage kostenlos und ohne Risiko testen?
https://www.emsisoft.com/de/software/antimalware/?id=5716961
Veith
2018-06-13 15:22:58 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Paul
Post by Veith
Post by Torsten Mueller
Wie heißen eigentlich die männlichen Saftschubsen, wenn man's mit der
correctness nicht so genau nimmt?
"Meister",
die Anrede kommt in jeder Branche gut ;)
Im Handwerk werden die "Meister-Anreder" nur milde belächelt.
Es ging um "Saftschubsen". Ich würde mir so eine schnoddrige Art gegenüber
einem Handwerker nie erlauben.

Peter
Torsten Mueller
2018-06-13 16:03:03 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Veith
Post by Paul
Im Handwerk werden die "Meister-Anreder" nur milde belächelt.
Es ging um "Saftschubsen". Ich würde mir so eine schnoddrige Art
gegenüber einem Handwerker nie erlauben.
Ich würde nie eine Saftschubse mit "Meister" anreden.

T.M.
Peter Veith
2018-06-13 20:04:49 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Torsten Mueller
Post by Veith
Post by Paul
Im Handwerk werden die "Meister-Anreder" nur milde belächelt.
Es ging um "Saftschubsen". Ich würde mir so eine schnoddrige Art
gegenüber einem Handwerker nie erlauben.
Ich würde nie eine Saftschubse mit "Meister" anreden.
Es ging konkret um *männliche* Saftschubsen, Jeses!

"Hey, Meister" Kommense mal her, ich brauche noch einen Drink" Ob es
klappt, steht natürlich auf einem anderen Blatt. War nur ein Vorschlag
mit Smiley.

Aber wer liest schon noch gründlich.

Veith
--
"Die Gesellschaft war richtig - nur nicht stark genug" - Täve Schur
http://ddr-luftwaffe.blogspot.com
wolfgang sch
2018-06-14 05:43:15 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Peter Veith
Post by Torsten Mueller
Post by Veith
Post by Paul
Im Handwerk werden die "Meister-Anreder" nur milde belächelt.
Es ging um "Saftschubsen". Ich würde mir so eine schnoddrige Art
gegenüber einem Handwerker nie erlauben.
Ich würde nie eine Saftschubse mit "Meister" anreden.
Es ging konkret um *männliche* Saftschubsen, Jeses!
Die eigentliche Aufgabe der Flugbegleiter und -innen ist ja, dass sie
dich im Fall einer Notlandung retten. Das basiert auf irgendeiner
internationalen Vereinbarung von 193x oder so. Die Sache mit dem
Tomatensaft und den Rubbellosen ist nur dafür, dass es ihnen in der
Zeit zwischen den Abstürzen nicht langweilig wird.

"Saftschubse" ist deshalb eigentlich ne falsche Bezeichnung. Es müsste
heißen "Lebensretter, der zwischendurch auch Saft verkauft".
--
Currently listening: http://youtu.be/GNk-uXH9mos

http://www.wschwanke.de/ http://www.fotos-aus-der-luft.de/

usenet_20031215 (AT) wschwanke (DOT) de
Torsten Mueller
2018-06-14 07:52:08 UTC
Permalink
Raw Message
Post by wolfgang sch
Die eigentliche Aufgabe der Flugbegleiter und -innen ist ja, dass sie
dich im Fall einer Notlandung retten.
Das mag ich vielleicht auf meinem letzten Fluch mit der Aeroflot noch
für möglich gehalten haben (1990, Il-86), denn diese Damen dort hätten
die Notlandung im Bedarfsfalle wahrscheinlich auch selber machen können.
Bei sämtlichen heute fliegenden Airlines hab ich da meine allergrößten
ßweifel. Sein wir mal ehrlich: Flugbegleiterinnen sind primär dazu da,
dem trotz 100jähriger technischer Entwicklung noch immer höchst unbequem
eingezwängten männlichen alten Sack ein schönes Bild und ggf. paar
Erfrischungen zu bieten. Und weil es jetzt auch paar vielfliegende
Frauen gibt, gibt's notwendigerweise auch paar Kerle, die das machen. Um
Retten o.ä. geht's da nur am Rande.

T.M.
Daniel Krebs
2018-06-14 17:03:43 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Torsten Mueller
Post by wolfgang sch
Die eigentliche Aufgabe der Flugbegleiter und -innen ist ja, dass sie
dich im Fall einer Notlandung retten.
Das mag ich vielleicht auf meinem letzten Fluch mit der Aeroflot noch
für möglich gehalten haben (1990, Il-86), denn diese Damen dort hätten
die Notlandung im Bedarfsfalle wahrscheinlich auch selber machen können.
Bei sämtlichen heute fliegenden Airlines hab ich da meine allergrößten
ßweifel. Sein wir mal ehrlich: Flugbegleiterinnen sind primär dazu da,
dem trotz 100jähriger technischer Entwicklung noch immer höchst unbequem
eingezwängten männlichen alten Sack ein schönes Bild und ggf. paar
Erfrischungen zu bieten. Und weil es jetzt auch paar vielfliegende
Frauen gibt, gibt's notwendigerweise auch paar Kerle, die das machen. Um
Retten o.ä. geht's da nur am Rande.
Hat jemand noch in Erinnerung, was Klaus Kinski über Stewardessen
geschrieben hat?
Daniel
--
"die abschaffung der komputer: wir fordern sie, machtvoll.
Komputer sind scheiße ... ich möchte gerne wieder vor den riesigen
Listen sitzen und menschlich sein. menschlich und uneffektiv!"
Ronald M. Schernikau
Carsten Thumulla
2018-06-14 10:15:35 UTC
Permalink
Raw Message
Post by wolfgang sch
"Saftschubse" ist deshalb eigentlich ne falsche Bezeichnung. Es müsste
heißen "Lebensretter, der zwischendurch auch Saft verkauft".
Also schubsen die Saftsäcke ausm Fluchzeuch und zwischendurch nur Saft


ct
Matthias Opatz
2018-06-13 19:22:05 UTC
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Raw Message
Post by Paul
Im Handwerk werden die "Meister-Anreder" nur milde belächelt. Das sind
aber in der Regel auch Typen mit zwei linken Händen
Man kanns auch übertreiben. "Meister" als Anrede ist einfach
umgangssprachlich-salopp. Nicht mehr und nicht weniger.

Matthias
René Marquardt
2018-06-13 11:45:27 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Torsten Mueller
Post by René Marquardt
In 20, 30 Jahren, wird wieder alles komplett auf dem Kopf stehen, und
wer zum weiblichem Flugbegleiter dann nicht korrekt "Saftschubse"
sagt, ist ein sexistisches Schwein :D
Wie heißen eigentlich die männlichen Saftschubsen, wenn man's mit der
correctness nicht so genau nimmt?
"Hey Junge/garcon/boy."
Guido Grohmann
2018-06-13 18:20:18 UTC
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Post by Torsten Mueller
Post by René Marquardt
In 20, 30 Jahren, wird wieder alles komplett auf dem Kopf stehen, und
wer zum weiblichem Flugbegleiter dann nicht korrekt "Saftschubse"
sagt, ist ein sexistisches Schwein :D
Wie heißen eigentlich die männlichen Saftschubsen, wenn man's mit der
correctness nicht so genau nimmt?
Saftschubser?

Guido
Wolf gang P u f f e
2018-06-13 22:18:54 UTC
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Post by Guido Grohmann
Post by Torsten Mueller
Post by René Marquardt
In 20, 30 Jahren, wird wieder alles komplett auf dem Kopf stehen, und
wer zum weiblichem Flugbegleiter dann nicht korrekt "Saftschubse"
sagt, ist ein sexistisches Schwein :D
Wie heißen eigentlich die männlichen Saftschubsen, wenn man's mit der
correctness nicht so genau nimmt?
Saftschubser?
"Genosse Saftschubser"
gunter Kühne
2018-06-14 11:00:43 UTC
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Post by Wolf gang P u f f e
Post by Guido Grohmann
Post by Torsten Mueller
Post by René Marquardt
In 20, 30 Jahren, wird wieder alles komplett auf dem Kopf stehen, und
wer zum weiblichem Flugbegleiter dann nicht korrekt "Saftschubse"
sagt, ist ein sexistisches Schwein :D
Wie heißen eigentlich die männlichen Saftschubsen, wenn man's mit der
correctness nicht so genau nimmt?
Saftschubser?
"Genosse Saftschubser"
Nur bei soz. Fluggesellschaften. ;-)
Florian Ritter
2018-06-16 19:19:54 UTC
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Post by Torsten Mueller
Post by René Marquardt
In 20, 30 Jahren, wird wieder alles komplett auf dem Kopf stehen, und
wer zum weiblichem Flugbegleiter dann nicht korrekt "Saftschubse"
sagt, ist ein sexistisches Schwein :D
Wie heißen eigentlich die männlichen Saftschubsen, wenn man's mit der
correctness nicht so genau nimmt?
Servierschwuchtel, weeß doch jedet Vorschulkind - FR
René Marquardt
2018-06-17 00:52:56 UTC
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Post by Florian Ritter
Post by Torsten Mueller
Post by René Marquardt
In 20, 30 Jahren, wird wieder alles komplett auf dem Kopf stehen, und
wer zum weiblichem Flugbegleiter dann nicht korrekt "Saftschubse"
sagt, ist ein sexistisches Schwein :D
Wie heißen eigentlich die männlichen Saftschubsen, wenn man's mit der
correctness nicht so genau nimmt?
Servierschwuchtel, weeß doch jedet Vorschulkind - FR
Na also, wenn ihm genügend Zeit lassen und ein oder 12 Hinweise geben,
dann kommts doch!
Torsten Mueller
2018-06-17 08:33:03 UTC
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Post by René Marquardt
Post by Florian Ritter
Post by Torsten Mueller
Post by René Marquardt
In 20, 30 Jahren, wird wieder alles komplett auf dem Kopf stehen, und
wer zum weiblichem Flugbegleiter dann nicht korrekt "Saftschubse"
sagt, ist ein sexistisches Schwein :D
Wie heißen eigentlich die männlichen Saftschubsen, wenn man's mit der
correctness nicht so genau nimmt?
Servierschwuchtel, weeß doch jedet Vorschulkind - FR
Na also, wenn ihm genügend Zeit lassen und ein oder 12 Hinweise geben,
dann kommts doch!
Der schnellsten einer isser nich.

T.M.
Florian Ritter
2018-06-18 11:53:47 UTC
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Post by Torsten Mueller
Post by René Marquardt
Post by Torsten Mueller
Wie heißen eigentlich die männlichen Saftschubsen, wenn man's mit der
correctness nicht so genau nimmt?
Servierschwuchtel, weeß doch jedet Vorschulkind.
Na also, wenn ihm genügend Zeit lassen und ein oder 12 Hinweise geben,
dann kommts doch!
Der schnellsten einer isser nich.
Euch werd ick ooch noch lernen, da werd'ta Euch umkieken - FR
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