(zu alt für eine Antwort)
"Geheimnisvolle Orte - Unter dem Pflaster von Berlin
Steffen Buhr
2007-10-05 15:22:38 UTC
Post by Gerald Endres
Auch der Rest der Nord-Südbahn unter Ostberlin wurde meines Wissens
dann nicht mehr von der Reichsbahn betrieben,
Doch, denn bei Bahns wird zwischen Betrieb (der Infrastruktur) und
Verkehr unterschieden. Der Tunnel wurde im Abschnitt unter Ostberlin von
der Anlagenmeisterei der DR betrieben, einer Truppe, die nur für solche
Grenzbereiche da war.
Post by Gerald Endres
da fuhren BVGer. Anders
Richtig.

Gruß
Steffen
--
Schluß mit der Rechtschreibdeform!
Warum? -> http://www.heide-kuhlmann.de/ma_frame.html (nicht meine Seite)
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Steffen Buhr
2007-10-05 15:31:07 UTC
Post by Wolfgang Schwanke
Post by Andrew Price
Bei meinem ersten Besuch in Berlin im August 1977, gab es
Geländerreste und einen geschlossenen Abgang noch zu sehen, draußen,
neben dem "Tränenpalast". Als ich einige Jahre später wieder nach
Berlin kam (1983 oder 1984), waren sie nicht mehr zu finden.
Könnte sein dass das der Eingang zur unterirdischen S-Bahn war. Einen U-
Bahn-Eingang gibt es dort nicht in der Nähe.
Einen S-Bahneingang gibt es am Reichstagufer und einen der U-Bahn an der
Friedrichstraße, beide sind durch den Fußgängertunnel miteinander
verbunden. Der der U-Bahn war aber komplett verschlossen und nicht mehr
zu erkennen, der der S-Bahn wimre hinter der (Blech-?) Einzäunung des
Geländes um den Tränenpalast verschwunden.

Gruß
Steffen
--
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Gerald Endres
2007-10-05 15:41:31 UTC
Post by Steffen Buhr
Doch, denn bei Bahns wird zwischen Betrieb (der Infrastruktur) und
Verkehr unterschieden. Der Tunnel wurde im Abschnitt unter Ostberlin von
der Anlagenmeisterei der DR betrieben, einer Truppe, die nur für solche
Grenzbereiche da war.
Die hatten ihren Betrieb auch am Nordbahnhof?

Gruß
Gerald
--
http://www.boen-end.de
Gerald Endres
2007-10-05 15:41:31 UTC
Post by Christoph Maercker
Das ist die oberirdische Linie, die heute wieder zwischen Ost- und
Westkreuz durchgängig verläuft, oder? Das hieße, die Linie war damals
einfach "nur" am Bhf Friedrichstr. unterbrochen.
Genau, da war Endstation, und der Westler konnte auf die Nordsüdbahn,
in die U-Bahn und auf dem Westbahnsteig in die Fernbahn umsteigen (Da
bekam man zum Beispiel noch einen Sitzplatz im Zug nach Köln). Und
unten auf de, U-Bahnsteig gab's noch einen Intershop.

Gruß
Gerald
--
http://www.boen-end.de
Steffen Buhr
2007-10-05 15:44:03 UTC
Post by Christoph Maercker
Die Linie, die nord-Südwärts unter der Friedrichstraße hindurchführte,
Na also, kennst Du doch.
Post by Christoph Maercker
Waren noch weitere Linien in Betrieb, die streckenweise jenseits der
Mauer verliefen? Oberirdisch ist mir keine bekannt.
Der Bf Wollankstraße und je ein kurzes Stück davor und dahinter befinden
sich auf Pankower Gebiet.

Gruß
Steffen
--
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Steffen Buhr
2007-10-05 15:44:02 UTC
Post by Christoph Maercker
Post by Steffen Buhr
Unfug, man kam ja garnicht erst in die Tunnel hinein, denn alles war
verrammelt, die Luftschächte zugeschweißt.
In ganz Berlin also überall, wo U-Bahnen fuhren?
Ja, ausgenommen die Türen zum Postentausch. Das bezieht sich allerdings
nur auf diese "Transit"-Linien unter Ostberlin.
Post by Christoph Maercker
An unterirdische
S-Bahnstrecken im Osten kann ich mich gar nicht erinnern. Gab's davon
auch welche?
Ja, Humboldthain - Nordbahnhof - Friedrichstraße - Anhalter Bf -
Großgörschenstraße / Yorkstraße. Etwa 4/5 davon liegen im Ostteil.

Gruß
steffen
--
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Steffen Buhr
2007-10-05 15:47:42 UTC
Post by Gerald Endres
Die hatten ihren Betrieb auch am Nordbahnhof?
Ja, weiß aber nicht, ob das immer so war.

Gruß
Steffen
--
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Steffen Buhr
2007-10-05 15:52:41 UTC
Post by Christoph Maercker
Waren noch weitere Linien in Betrieb, die streckenweise jenseits der
Mauer verliefen? Oberirdisch ist mir keine bekannt.
Noch einen vergessen, der Bf Borholmer Straße liegt im (ehemaligen)
Bezirk Prenzlauer Berg.

Gruß
Steffen
--
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Dirk Moebius
2007-10-06 15:58:19 UTC
Post by Wolfgang Schwanke
Post by Dirk Moebius
Post by Matthias Opatz
Post by Dirk Moebius
Die S-Bahn gehoerte ja auch der Reichsbahn, war also, nach DDR-Lesart,
"unser". Deshalb waren, wie auch noch im Stadtplan von 1989, selbst
die Bahnhoefe auf Westgebiet noch eingezeichnet.
Hingen nicht bis - hm, geschätzt:- 1980 noch Netzpläne von ganz
Berlin in S-Bahnen und auf S-Bahnhöfen?
Moeglicherweise in WB. Im Ostteil waren die Linien zwar eingezeichnet,
die durch WB hindurchliefen, aber nicht die Bahnhoefe.
Dieser hier http://www.schmalspurbahn.de/netze/Netz_1983_klein.gif
okay, dann taeuschte mich meine Erinnerung.


Dirk
Kai-Uwe Thiessenhusen
2007-10-08 15:49:57 UTC
Post by Steffen Buhr
Post by Christoph Maercker
Waren noch weitere Linien in Betrieb, die streckenweise jenseits der
Mauer verliefen? Oberirdisch ist mir keine bekannt.
Der Bf Wollankstraße und je ein kurzes Stück davor und dahinter befinden
sich auf Pankower Gebiet.
Aber nicht jenseits der Mauer.

D.h., aus daf.ddr Sicht natürlich schon, wie ganz Westberlin auch. ;-)

-kut
Kai-Uwe Thiessenhusen
2007-10-08 16:00:12 UTC
Post by Kai Garlipp
Was tauchte ab 1984 eigentlich noch im Kursbuch der Reichsbahn auf, das vorher
die ganzen Strecken im Westberliner Netz mit dem kompletten Fahrplanangebot
auflistete? Nur noch der Rumpf der von der Reichsbahn betrieben wurde (Anhalter
Bahnhof - Gesundbrunnen und Friedrichstraße - Lehrter Stadtbahnhof) oder gar
nichts mehr?
1984/85- 1988/89 im Binnenverkehrskursbuch:
"Abfahrt und Ankunft der S-Bahn in Bln Friedrichstr. in und aus Richtung
Lehrter Stadtbf. ((Berlin/West)" (so abgekürzt, wie es hier steht).

Nicht mehr.


1989/90 im Binnenverkehrskursbuch gar nichts mehr, die Tabelle rutschte
in Auslandskursbuch.

-kut
Kai-Uwe Thiessenhusen
2007-10-08 16:10:16 UTC
Post by Wolfgang Schwanke
Post by Kai-Uwe Thiessenhusen
Gerade dessen Spur im Bahnsteigboden war ja der Anlass, daß der
DDR-Öffentlichkeit über diese Bahnen berichtet wurde. "Stadtmitte
umsteigen" von Heinz Knobloch.
Ich meine mich zu erinnern, dass da ein Fahrkartenhäuschen draufstand?
Auf meinem Buch? Das weise ich von mir, man kann es noch gut lesen. ;-)

"Wer aber beim Verlassen des Bahnhofes die Augen niederschlägt, kann an
der Verfärbung des Fußbodens erkennen, daß ein etwa wohnzimmergroßes
Quadrat sich abhebt vom übrigen Untergrund. Das ist kein Anlaß zur
Unruhe. Der Beton hält. Wir stehen auf festem Grund; wahrscheinlich ist
der Beton gut. Nur die Verfärbung müßte stutzig machen. Zögert niemand
vor dem Fleck im Boden, der aussieht wie feucht oder wie noch nicht
getrocknet.
Aber wozu? Wir sind hier nicht auf dem Parkett von Edgar Allan Poe
gelandet, unter dem die Leiche eines alten Mannes verborgen liegt. das
verräterische Herz klopft hier nicht... Jede Erinnerung schön
zugemauert. ... Sind die Sympathien beim Finder, oder bei dem, der sich
geirrt hat mit dem Verstecken für die Ewigkeit... "

Auch aus heutiger Sicht ein bemerkenswerter Text.

-kut
Knut Ochdorf
2007-10-08 16:52:50 UTC
Post by Kai-Uwe Thiessenhusen
Post by Steffen Buhr
Der Bf Wollankstraße und je ein kurzes Stück davor und dahinter befinden
sich auf Pankower Gebiet.
Aber nicht jenseits der Mauer.
Wobei hier die westliche Stützmauer gemeint ist. Wenn man auf dem
Bahnsteig stand, befand man sich eigentlich auf dem Territorium der DDR.
Post by Kai-Uwe Thiessenhusen
D.h., aus daf.ddr Sicht natürlich schon, wie ganz Westberlin auch. ;-)
Ganz Westberlin gehörte auch aus daf.ddr Sicht nicht zu Pankow. :-)

Knut
Wolfgang Schwanke
2007-10-09 09:17:17 UTC
Post by Kai-Uwe Thiessenhusen
Post by Wolfgang Schwanke
Post by Kai-Uwe Thiessenhusen
Gerade dessen Spur im Bahnsteigboden war ja der Anlass, daß der
DDR-Öffentlichkeit über diese Bahnen berichtet wurde. "Stadtmitte
umsteigen" von Heinz Knobloch.
Ich meine mich zu erinnern, dass da ein Fahrkartenhäuschen draufstand?
Auf meinem Buch? Das weise ich von mir, man kann es noch gut lesen. ;-)
"Wer aber beim Verlassen des Bahnhofes die Augen niederschlägt, kann an
der Verfärbung des Fußbodens erkennen, daß ein etwa wohnzimmergroßes
Quadrat sich abhebt vom übrigen Untergrund.
Wann hat der das geschrieben? Ein Fahrkartenhäuschen stand IIRC 1988/89
in dem Dreh auf dieser Fußbodenplatte drauf.

Gruß
--
Le lectores comprende le textos sin studio previe.

http://www.wschwanke.de/ usenet_20031215 (AT) wschwanke (DOT) de
Steffen Buhr
2007-10-09 16:07:30 UTC
Post by Kai-Uwe Thiessenhusen
Auch aus heutiger Sicht ein bemerkenswerter Text.
Jo, schon der Titel regte ja zum nachdenken an. Hat mich damals schon
etwas erstaunt, das ist ja nicht erst 89 erschienen.

Gruß
Steffen
--
Schluß mit der Rechtschreibdeform!
Warum? -> http://www.heide-kuhlmann.de/ma_frame.html (nicht meine Seite)
Alte Signal- u. Stellwerkstechnik: http://www.blocksignal.de/
bcc gehen ungelesen nach /dev/tonne
Steffen Buhr
2007-10-09 16:07:31 UTC
Knut Ochdorf meinte:

[S-Bf Wollankstraße]
Post by Knut Ochdorf
Wobei hier die westliche Stützmauer gemeint ist. Wenn man auf dem
Bahnsteig stand, befand man sich eigentlich auf dem Territorium der DDR.
Nö, in Ostberlin.

Gruß
Steffen
--
Schluß mit der Rechtschreibdeform!
Warum? -> http://www.heide-kuhlmann.de/ma_frame.html (nicht meine Seite)
Alte Signal- u. Stellwerkstechnik: http://www.blocksignal.de/
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Kai-Uwe Thiessenhusen
2007-10-10 21:59:44 UTC
Post by Wolfgang Schwanke
Post by Kai-Uwe Thiessenhusen
"Wer aber beim Verlassen des Bahnhofes die Augen niederschlägt, kann an
der Verfärbung des Fußbodens erkennen, daß ein etwa wohnzimmergroßes
Quadrat sich abhebt vom übrigen Untergrund.
Wann hat der das geschrieben?
In meiner Ausgabe (4. Auflage 1990) steht: (C) Buchverlag Der Morgen, 1982.

-kut

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