Discussion:
"Geheimnisvolle Orte - Unter dem Pflaster von Berlin
(zu alt für eine Antwort)
Siegfried Traenkner
2007-10-03 02:40:23 UTC
Moin,

wach ist sicher noch keiner, sitze an der Funkstation . Manche
raren Stationen erreicht man halt nur, wenn man die Matratze
schont.

Also, die Doku von Ute und Gerald war spannend, informativ,
wissenswert und objektiv. Bin nicht eingeschlafen!

Interessant, dass der S-Bahn Betrieb trotz "antifaschistischem
Schutzwall" noch funktionierte und Linien Westberlins den
Ostteil unterquerten. Hatte immer gedacht, dass diese lahm gelegt
worden sind.
Wurden diese nicht auch zur Kundschafterschleusung ( Agenten)
eingesetzt? Verließ nicht W. Stiller ( Offz. MSF) auf diesem Wege
Ostberlin?

Interessieren würde es mich, wo die Spielszenen gedreht worden?
Der Rest an Filmaterial war sicher `ne große Fleißarbeit,
vorhandenes Material zu sichten und zu verwerten.

S.
Boris Gerlach
2007-10-03 03:15:15 UTC
Post by Siegfried Traenkner
Moin,
wach ist sicher noch keiner, sitze an der Funkstation .
Da sei Dir mal nicht so sicher.
Die Feind schläft nie. ;-)
Post by Siegfried Traenkner
Also, die Doku von Ute und Gerald war spannend, informativ,
wissenswert und objektiv. Bin nicht eingeschlafen!
Interessant, dass der S-Bahn Betrieb (U-Bahn BGE) trotz "antifaschistischem
Schutzwall" noch funktionierte und Linien Westberlins den
Ostteil unterquerten. Hatte immer gedacht, dass diese lahm gelegt
worden sind.
Aber der Grenzer übertieb. Natürlich wußten alle davon.
Auch die jungen Leute erfuhren es von den älteren.
Es gab alte Stadtpläne. Ich hatte einen z.B. noch mit der
S-Bahnhaltestelle "Zentralviehhof", da war alles eingezeichnet.
Viele meiner Berliner Bekannten hatten sich "Falk" Pläne,
diese Pläne mit diesem besonderen Faltmechanismus besorgt.
Der ganze Spuk ging ja auch nur 28 Jahre.Da konnte über
Generationen nichts verloren gehen.
Aber das unten angeblich nicht geschossen werden durfte,
war mir auch neu. Da kannste mal sehn wie die Jungens zusammengehalten
haben und immer noch zusammenhalten.
Post by Siegfried Traenkner
Wurden diese nicht auch zur Kundschafterschleusung ( Agenten)
eingesetzt? Verließ nicht W. Stiller ( Offz. MSF) auf diesem Wege
Ostberlin?
Stiller ging WIMRE direkt über eine Agentenschleuse am Bhf.
Friedrichstraße.
Post by Siegfried Traenkner
Interessieren würde es mich, wo die Spielszenen gedreht worden?
Der Rest an Filmaterial war sicher `ne große Fleißarbeit,
vorhandenes Material zu sichten und zu verwerten.
Ich hatte lt Vorankündigung einen Bericht über unterirdische
Anlagen an sich erwartet und nicht so speziell zum Tunnelbau
und dem ganzen Ost-West Gedöhns.
Ich meine nämlich, schonmal eine sehr ausführliche Doku
zum Thema Tunnelbau gesehen zu haben.

BGE
Siegfried Traenkner
2007-10-03 06:08:59 UTC
Post by Boris Gerlach
Post by Siegfried Traenkner
Moin,
wach ist sicher noch keiner, sitze an der Funkstation .
Da sei Dir mal nicht so sicher.
Die Feind schläft nie. ;-)
Hi...

schnipp...
Post by Boris Gerlach
Ich meine nämlich, schonmal eine sehr ausführliche Doku
zum Thema Tunnelbau gesehen zu haben.
Du irrst nicht, diese umfangreiche Dou habe ich auch gesehen,
deshalb war ich gespannt, was Gerald bringen würde.

Sig
Kai-Uwe Thiessenhusen
2007-10-03 06:18:06 UTC
Post by Boris Gerlach
Post by Siegfried Traenkner
Interessant, dass der S-Bahn Betrieb (U-Bahn BGE) trotz
"antifaschistischem
Schutzwall" noch funktionierte und Linien Westberlins den
Ostteil unterquerten. Hatte immer gedacht, dass diese lahm gelegt
worden sind.
Aber der Grenzer übertieb. Natürlich wußten alle davon.
Auch die jungen Leute erfuhren es von den älteren.
Es gab alte Stadtpläne. Ich hatte einen z.B. noch mit der
S-Bahnhaltestelle "Zentralviehhof", da war alles eingezeichnet.
Und ja, die unterirdische S-Bahn war auch auf den DDR-Stadtplänen
eingezeichnet, die U-Bahnen nicht.

Nebenbei, "Zentralviehhof" gab es bis in die 70er.
Post by Boris Gerlach
Aber das unten angeblich nicht geschossen werden durfte,
war mir auch neu. Da kannste mal sehn wie die Jungens zusammengehalten
haben und immer noch zusammenhalten.
Vielleicht stimmt das ja auch. Von wegen Eindruck auf die Westler machen
und so.
Post by Boris Gerlach
Post by Siegfried Traenkner
Wurden diese nicht auch zur Kundschafterschleusung ( Agenten)
eingesetzt? Verließ nicht W. Stiller ( Offz. MSF) auf diesem Wege
Ostberlin?
Stiller ging WIMRE direkt über eine Agentenschleuse am Bhf.
Friedrichstraße.
Jau. Über die Tunnel wurde m.W. niemand geschleust. WOzu auch, wenn es
den Bf. Friedrichstr. gab?

-kut
Dirk Moebius
2007-10-04 06:38:07 UTC
Post by Kai-Uwe Thiessenhusen
Post by Boris Gerlach
Post by Siegfried Traenkner
Interessant, dass der S-Bahn Betrieb (U-Bahn BGE) trotz "antifaschistischem
Schutzwall" noch funktionierte und Linien Westberlins den
Ostteil unterquerten. Hatte immer gedacht, dass diese lahm gelegt
worden sind.
Aber der Grenzer übertieb. Natürlich wußten alle davon.
Auch die jungen Leute erfuhren es von den älteren.
Es gab alte Stadtpläne. Ich hatte einen z.B. noch mit der
S-Bahnhaltestelle "Zentralviehhof", da war alles eingezeichnet.
Und ja, die unterirdische S-Bahn war auch auf den DDR-Stadtplänen
eingezeichnet, die U-Bahnen nicht.
Die S-Bahn gehoerte ja auch der Reichsbahn, war also, nach DDR-Lesart,
"unser". Deshalb waren, wie auch noch im Stadtplan von 1989, selbst
die Bahnhoefe auf Westgebiet noch eingezeichnet.

<http://www.alt-berlin.info/cgi/stp/lana.pl?nr=7&gr=7&klick_navigator=?14,126>
Post by Kai-Uwe Thiessenhusen
Post by Boris Gerlach
Post by Siegfried Traenkner
Wurden diese nicht auch zur Kundschafterschleusung ( Agenten)
eingesetzt? Verließ nicht W. Stiller ( Offz. MSF) auf diesem Wege
Ostberlin?
Stiller ging WIMRE direkt über eine Agentenschleuse am Bhf.
Friedrichstraße.
Jau. Über die Tunnel wurde m.W. niemand geschleust. WOzu auch, wenn es den
Bf. Friedrichstr. gab?
Wenn man erst mal im Bahnhof drin war - und da gabs sicher kleine, gut
verschlossene Tueren, dann war das eigentlich kein Problem - von der
Nord-Sued-Bahn zur U6 ging es ohne jede Kontrollen durch die suedliche
Halle.
Problematisch haetten da nur die - sporadisch kontrollierenden Zoellner
auf den ersten Westberliner Bahnhoefen sein koennen.


Dirk
Matthias Opatz
2007-10-04 07:46:48 UTC
Post by Dirk Moebius
Die S-Bahn gehoerte ja auch der Reichsbahn, war also, nach DDR-Lesart,
"unser". Deshalb waren, wie auch noch im Stadtplan von 1989, selbst
die Bahnhoefe auf Westgebiet noch eingezeichnet.
Hingen nicht bis - hm, geschätzt:- 1980 noch Netzpläne von ganz
Berlin in S-Bahnen und auf S-Bahnhöfen?

Matthias
--
Abschied heißt doch auch Weitergehn. Tränen hat die Trauer, aber auch
das Glück. Komm gut an, nicht zurück. Wandersmann, komm gut an - geh!

== Bitte bei Mailantwort Großbuchstaben aus Reply-Adresse löschen. ==
Wolfgang Schwanke
2007-10-04 12:21:35 UTC
Post by Matthias Opatz
Post by Dirk Moebius
Die S-Bahn gehoerte ja auch der Reichsbahn, war also, nach DDR-Lesart,
"unser". Deshalb waren, wie auch noch im Stadtplan von 1989, selbst
die Bahnhoefe auf Westgebiet noch eingezeichnet.
Hingen nicht bis - hm, geschätzt:- 1980 noch Netzpläne von ganz
Berlin in S-Bahnen und auf S-Bahnhöfen?
Ja, die Zäsur war 1984 (Übernahme des West-Berliner Teilnetzes durch
die West-BVG). Es gab aber vorher auch schon Ost-Berliner Teilnetzpläne
parallel zu den Gesamt-Berlinern.

Gruß
--
Aprosdoketon, das (gr.): unerwartet gebrauchtes Fremdwort.

http://www.wschwanke.de/ usenet_20031215 (AT) wschwanke (DOT) de
Dirk Moebius
2007-10-05 06:41:54 UTC
Post by Matthias Opatz
Post by Dirk Moebius
Die S-Bahn gehoerte ja auch der Reichsbahn, war also, nach DDR-Lesart,
"unser". Deshalb waren, wie auch noch im Stadtplan von 1989, selbst
die Bahnhoefe auf Westgebiet noch eingezeichnet.
Hingen nicht bis - hm, geschätzt:- 1980 noch Netzpläne von ganz
Berlin in S-Bahnen und auf S-Bahnhöfen?
Moeglicherweise in WB. Im Ostteil waren die Linien zwar eingezeichnet,
die durch WB hindurchliefen, aber nicht die Bahnhoefe.


Dirk
Wolfgang Schwanke
2007-10-05 06:59:31 UTC
Post by Dirk Moebius
Post by Matthias Opatz
Post by Dirk Moebius
Die S-Bahn gehoerte ja auch der Reichsbahn, war also, nach DDR-Lesart,
"unser". Deshalb waren, wie auch noch im Stadtplan von 1989, selbst
die Bahnhoefe auf Westgebiet noch eingezeichnet.
Hingen nicht bis - hm, geschätzt:- 1980 noch Netzpläne von ganz
Berlin in S-Bahnen und auf S-Bahnhöfen?
Moeglicherweise in WB. Im Ostteil waren die Linien zwar eingezeichnet,
die durch WB hindurchliefen, aber nicht die Bahnhoefe.
Dieser hier Loading Image...
hing m.E. auch im Osten.
--
fish on a line
learns to live on dry land
thrown back in the water to drown
we drown
Dirk Moebius
2007-10-06 15:58:18 UTC
Post by Wolfgang Schwanke
Post by Dirk Moebius
Post by Matthias Opatz
Post by Dirk Moebius
Die S-Bahn gehoerte ja auch der Reichsbahn, war also, nach DDR-Lesart,
"unser". Deshalb waren, wie auch noch im Stadtplan von 1989, selbst
die Bahnhoefe auf Westgebiet noch eingezeichnet.
Hingen nicht bis - hm, geschätzt:- 1980 noch Netzpläne von ganz
Berlin in S-Bahnen und auf S-Bahnhöfen?
Moeglicherweise in WB. Im Ostteil waren die Linien zwar eingezeichnet,
die durch WB hindurchliefen, aber nicht die Bahnhoefe.
Dieser hier http://www.schmalspurbahn.de/netze/Netz_1983_klein.gif
okay, dann taeuschte mich meine Erinnerung.


Dirk
Knut Ochdorf
2007-10-05 07:00:20 UTC
Post by Dirk Moebius
Post by Matthias Opatz
Hingen nicht bis - hm, geschätzt:- 1980 noch Netzpläne von ganz
Berlin in S-Bahnen und auf S-Bahnhöfen?
Moeglicherweise in WB. Im Ostteil waren die Linien zwar eingezeichnet,
die durch WB hindurchliefen, aber nicht die Bahnhoefe.
Dirk meinte die Netzspinnen, die in der Tat bis 80 das gesamte Berliner
S-Bahnnetz (grüne Linien) zeigten. 1980 sollte dann sogar eine farbige
Netzspinne für ganz Berlin herauskommen die durch die folgenden
Ereignisse überholt wurde.

Knut
Boris Gerlach
2007-10-05 10:01:01 UTC
Post by Knut Ochdorf
Post by Dirk Moebius
Post by Matthias Opatz
Hingen nicht bis - hm, geschätzt:- 1980 noch Netzpläne von ganz
Berlin in S-Bahnen und auf S-Bahnhöfen?
Moeglicherweise in WB. Im Ostteil waren die Linien zwar eingezeichnet,
die durch WB hindurchliefen, aber nicht die Bahnhoefe.
Dirk meinte die Netzspinnen, die in der Tat bis 80 das gesamte Berliner
S-Bahnnetz (grüne Linien) zeigten. 1980 sollte dann sogar eine farbige
Netzspinne für ganz Berlin herauskommen die durch die folgenden
Ereignisse überholt wurde.
1980 sollte was rauskommen und war bis 1989 nicht draußen?

BGE
Kai Garlipp
2007-10-05 11:18:23 UTC
Post by Boris Gerlach
Post by Knut Ochdorf
Dirk meinte die Netzspinnen, die in der Tat bis 80 das gesamte
Berliner S-Bahnnetz (grüne Linien) zeigten. 1980 sollte dann sogar
eine farbige Netzspinne für ganz Berlin herauskommen die durch die
folgenden Ereignisse überholt wurde.
1980 sollte was rauskommen und war bis 1989 nicht draußen?
Weil es dazwischen zwei Ereignisse in Westberlin gab. Zuerst den Streik bei der
S-Bahn und den damit verbundenen dauerhaften Betriebseinstellungen auf etlichen
Strecken im Westberliner Netz (1980). Und dann erfolgte 1984 die Übergabe der
Betriebsrechte der S-Bahn in Westberlin an die BVG. Damit gab es dann diese
Strecken für die Reichsbahn nicht mehr.

Was tauchte ab 1984 eigentlich noch im Kursbuch der Reichsbahn auf, das vorher
die ganzen Strecken im Westberliner Netz mit dem kompletten Fahrplanangebot
auflistete? Nur noch der Rumpf der von der Reichsbahn betrieben wurde (Anhalter
Bahnhof - Gesundbrunnen und Friedrichstraße - Lehrter Stadtbahnhof) oder gar
nichts mehr?

Bye Kai
Gerald Endres
2007-10-05 13:25:54 UTC
Post by Kai Garlipp
Was tauchte ab 1984 eigentlich noch im Kursbuch der Reichsbahn auf, das vorher
die ganzen Strecken im Westberliner Netz mit dem kompletten Fahrplanangebot
auflistete? Nur noch der Rumpf der von der Reichsbahn betrieben wurde (Anhalter
Bahnhof - Gesundbrunnen und Friedrichstraße - Lehrter Stadtbahnhof) oder gar
nichts mehr?
Auch der Rest der Nord-Südbahn unter Ostberlin wurde meines Wissens
dann nicht mehr von der Reichsbahn betrieben, da fuhren BVGer. Anders
war das bis zur Wende bei der Stadtbahn von Lehrter Bahnhof bis
Friedrichststaße. Auf dem Lehrter Bahnhof war Fahrerwechsel, da stieg
der BVGer aus und der Reichsbahner ein, auf dem Rückweg dann
umgekehrt.

Eine Trennung gab es aber auch zu Reichsbahnzeiten: Die reine
Westlinie Wannsee-Anhalter Bahnhof befuhren West-Reichsbahner, auf
der Nord-Süd-Linie unter Ostberlin fuhren Ost-Reichsbahner, die am
Nordbahnhof jeweils bei Schichtbeginn und -ende durch eine spezielle
GÜST gehen mussten.
Diese Zugführer bekamen auch für jede Schicht ein paar DM.
Ursprünglich war das für den Fall gedacht, dass der Zug liegen bleibt
und der Fahrer mit der BVG nach Ostberlin zurückfahren muss. Aber wie
das Geld ausgeben?
An der Endstation Lichtenrade hatte der Zug ein paar Minuten Pause,
und ganz in der Nähe war ein Woolworth. Das war zwar eigentlich nicht
erlaubt, aber da konnte man hin, weil das Bahnhofspersonal Bescheid
gab, wenn irgend ein Aufpasser auf dem Bahnhof war. Die Zeit war
jedoch knapp. Also lief das so: Einmal nur rein und kucken. Bei der
nächsten Tour dann ganz schnell rein und kaufen. Das Kassenpersonal
und viele Kunden kannten das schon und duldeten es, dass sich ein
S-Bahner an der Kasse eilig vordrängelte.
Vieles lief natürlich auch über West-Kollegen.

Gruß
Gerald
--
http://www.boen-end.de
Steffen Buhr
2007-10-05 15:22:06 UTC
Post by Gerald Endres
Auch der Rest der Nord-Südbahn unter Ostberlin wurde meines Wissens
dann nicht mehr von der Reichsbahn betrieben,
Doch, denn bei Bahns wird zwischen Betrieb (der Infrastruktur) und
Verkehr unterschieden. Der Tunnel wurde im Abschnitt unter Ostberlin von
der Anlagenmeisterei der DR betrieben, einer Truppe, die nur für solche
Grenzbereiche da war.
Post by Gerald Endres
da fuhren BVGer. Anders
Richtig.

Gruß
Steffen
--
Schluß mit der Rechtschreibdeform!
Warum? -> http://www.heide-kuhlmann.de/ma_frame.html (nicht meine Seite)
Alte Signal- u. Stellwerkstechnik: http://www.blocksignal.de/
bcc gehen ungelesen nach /dev/tonne
Gerald Endres
2007-10-05 15:41:31 UTC
Post by Steffen Buhr
Doch, denn bei Bahns wird zwischen Betrieb (der Infrastruktur) und
Verkehr unterschieden. Der Tunnel wurde im Abschnitt unter Ostberlin von
der Anlagenmeisterei der DR betrieben, einer Truppe, die nur für solche
Grenzbereiche da war.
Die hatten ihren Betrieb auch am Nordbahnhof?

Gruß
Gerald
--
http://www.boen-end.de
Steffen Buhr
2007-10-05 15:47:18 UTC
Post by Gerald Endres
Die hatten ihren Betrieb auch am Nordbahnhof?
Ja, weiß aber nicht, ob das immer so war.

Gruß
Steffen
--
Schluß mit der Rechtschreibdeform!
Warum? -> http://www.heide-kuhlmann.de/ma_frame.html (nicht meine Seite)
Alte Signal- u. Stellwerkstechnik: http://www.blocksignal.de/
bcc gehen ungelesen nach /dev/tonne
Kai-Uwe Thiessenhusen
2007-10-08 16:00:12 UTC
Post by Kai Garlipp
Was tauchte ab 1984 eigentlich noch im Kursbuch der Reichsbahn auf, das vorher
die ganzen Strecken im Westberliner Netz mit dem kompletten Fahrplanangebot
auflistete? Nur noch der Rumpf der von der Reichsbahn betrieben wurde (Anhalter
Bahnhof - Gesundbrunnen und Friedrichstraße - Lehrter Stadtbahnhof) oder gar
nichts mehr?
1984/85- 1988/89 im Binnenverkehrskursbuch:
"Abfahrt und Ankunft der S-Bahn in Bln Friedrichstr. in und aus Richtung
Lehrter Stadtbf. ((Berlin/West)" (so abgekürzt, wie es hier steht).

Nicht mehr.


1989/90 im Binnenverkehrskursbuch gar nichts mehr, die Tabelle rutschte
in Auslandskursbuch.

-kut
Gernot Zander
2007-10-03 07:26:39 UTC
Hi,
Post by Boris Gerlach
Aber der Grenzer übertieb. Natürlich wußten alle davon.
Auch die jungen Leute erfuhren es von den älteren.
Bzw. sahen die noch stehenden Geländer der Abgänge, z.B. Ecke Invaliden-/
Chausseestr., und gehört hat man die Züge ja auch, z.B. aus den
Luftschächten.
Post by Boris Gerlach
Es gab alte Stadtpläne. Ich hatte einen z.B. noch mit der
S-Bahnhaltestelle "Zentralviehhof", da war alles eingezeichnet.
Viele meiner Berliner Bekannten hatten sich "Falk" Pläne,
diese Pläne mit diesem besonderen Faltmechanismus besorgt.
Mir fiel ein Würfelspiel "Wir fahren U-Bahn" in die Finger,
von ca. 1950 oder so, im Prinzip "Mensch-ärgere-dich-nicht",
nur mit den U-Bahn-Linien als Spur der Steine:-) Leider
habe ich es nicht mehr.

mfg.
Gernot
--
<***@gmx.de> (Gernot Zander) www.kabelmax.de *Keine Mailkopien bitte!*
Wenn ich mir was wünschen dürfte, möcht' ich etwas glücklich sein,
denn wenn ich gar zu glücklich wäre hätt' ich Heimweh nach dem Traurigsein.
(Rio Reiser)
Wolfgang Schwanke
2007-10-03 12:25:19 UTC
Post by Gernot Zander
Hi,
Post by Boris Gerlach
Aber der Grenzer übertieb. Natürlich wußten alle davon.
Auch die jungen Leute erfuhren es von den älteren.
Bzw. sahen die noch stehenden Geländer der Abgänge, z.B. Ecke
Invaliden-/ Chausseestr.,
Die Ecke kenn ich grad nich, aber andere solche Bahnhöfe waren in den
80er Jahren weitgehend unkenntlich. Man musste schon wissen, dass da
was ist. Erinnere mich dunkel, da Mülltonnen zum Abholen stehen gesehen
zu haben.

Der Abgang zur U8 am Alex war zugekachelt mit Fliesen in exakt
derselben Farbe wie im Rest des Bahnhofs. Völlig unkenntlich. Ähnlich
der Verbindungstunnel in Stadtmitte.
Post by Gernot Zander
und gehört hat man die Züge ja auch, z.B.
aus den Luftschächten.
Aber um die Verbindung herzustellen, dass das eine West-Bahn ist,
musste man Hintergrundwissen haben.

Gruß
--
__o
http://www.wschwanke.de/ _'\<,_ C'est le tour de
France!
(_)/ (_)
Gernot Zander
2007-10-03 21:29:04 UTC
Hi,
Post by Wolfgang Schwanke
Post by Gernot Zander
Bzw. sahen die noch stehenden Geländer der Abgänge, z.B. Ecke
Invaliden-/ Chausseestr.,
Die Ecke kenn ich grad nich, aber andere solche Bahnhöfe waren in den
80er Jahren weitgehend unkenntlich. Man musste schon wissen, dass da
was ist.
Also ich rede auch von den 80ern, wo ich da studiert habe.
Der Bahnhof Zinnowitzer Str. hatte zwar keine Treppen mehr,
aber das Geländer um den Abgang herum stand noch da. Ich musste
da jeden 2. Tag über die Straße... Ebenso Oranienburger Tor,
glaube ich. Auf dem Mittelstreifen.
Genauso war es WIMRE beim U6-Zugang Stadtmitte und/oder
Französische Str.
Auf dem Bahnsteig Brünnowitzjacke hat man auch die Übergänge
zur U8 gesehen, und Rosenthaler Platz war wohl auch
noch einer (also das Geländer um die Treppe herum).
Mir ist auch so, als wenn Friedrichstr. auf dem S-Bahnsteig
so ein "zuer" Abgang war, mind. eine Betonplatte, wo man sich
ausrechnen konnte, was drunter war, aber ich glaube, auch da
waren noch Geländerreste.

Da es die gleichen Abgänge mit Geländer um die Treppe auch
auf den anderen, zugänglichen Linien gab, war eigentlich klar,
dass es sich um U-Bahn-Abgänge handeln musste. Und wenn dann
noch Geräusche einer fahrenden U-Bahn zu hören sind...
Die Nummern, die wusste ich natürlich nicht und sie waren
mir auch egal, auch mit Linienführungen hatte ich nix am
Hut, weil ich den Westteil ja gar nicht kannte.

Ein Bekannter erzählte mir vom Lindentunnel, der wohl bei
Kampfgruppen-Übungen mit LKW durchfahren wurde. Er meinte,
man könne von da bis zum Palast durchfahren. Ob das stimmt,
weiß ich aber nicht.

mfg.
Gernot
--
<***@gmx.de> (Gernot Zander) www.kabelmax.de *Keine Mailkopien bitte!*
Urlaub bedeutet, dass du nicht in der Firma am Computer sitzt, sondern dich
von zu Hause einloggen musst. (Jürgen Exner)
Dirk Moebius
2007-10-04 06:43:23 UTC
Post by Gernot Zander
Ein Bekannter erzählte mir vom Lindentunnel, der wohl bei
Kampfgruppen-Übungen mit LKW durchfahren wurde. Er meinte,
man könne von da bis zum Palast durchfahren. Ob das stimmt,
weiß ich aber nicht.
Das stimmt m.E. nicht, der Lindentunnel ging nicht unter der
Spree hindurch, sondern verlief komplett auf der westlichen
Seite. Eine Spree-Unterfuehrung zum PdR waere technisch auch
enorm aufwendig gewesen.

Naeheres dazu auf den gut gepflegten Seiten des Unterwelten e.V.
http://www.berliner-unterwelten.de/002/c/dat_lindentunnel/content.htm


Dirk
Wolfgang Schwanke
2007-10-04 12:20:36 UTC
Post by Gernot Zander
Also ich rede auch von den 80ern, wo ich da studiert habe.
Der Bahnhof Zinnowitzer Str. hatte zwar keine Treppen mehr,
aber das Geländer um den Abgang herum stand noch da.
Ah an diese Geländer erinnere ich mich nicht mehr.
Post by Gernot Zander
Mir ist auch so, als wenn Friedrichstr. auf dem S-Bahnsteig
so ein "zuer" Abgang war, mind. eine Betonplatte,
Hmm, es gibt eigentlich keinen direkten Zugang vom oberen S-Bahnsteig
zu irgendeinem der Tunnelbahnsteige. Vielleicht erinnerst Du Dich an
irgendwas anderes.
Post by Gernot Zander
Ein Bekannter erzählte mir vom Lindentunnel, der wohl bei
Kampfgruppen-Übungen mit LKW durchfahren wurde. Er meinte,
man könne von da bis zum Palast durchfahren. Ob das stimmt,
weiß ich aber nicht.
Der Lindentunnel war ein ehemaliger Straßenbahntunnel, der quer zu
Unter den Linden ging. Der kam direkt an der gegenüberliegenden Seite
raus. Ist inzwischen zugeschüttet.

Gruß
--
Aprosdoketon, das (gr.): unerwartet gebrauchtes Fremdwort.

http://www.wschwanke.de/ usenet_20031215 (AT) wschwanke (DOT) de
Gernot Zander
2007-10-04 14:09:26 UTC
Hi,
Post by Wolfgang Schwanke
Der Lindentunnel war ein ehemaliger Straßenbahntunnel, der quer zu
Unter den Linden ging. Der kam direkt an der gegenüberliegenden Seite
raus. Ist inzwischen zugeschüttet.
Unter dem Bebelplatz ist doch jetzt Tiefgarage - haben die nicht
einfach den Anfang des Lindentunnels dafür genommen? Die Rampe
müsste doch ungefähr gepasst haben...

mfg.
Gernot
--
<***@gmx.de> (Gernot Zander) www.kabelmax.de *Keine Mailkopien bitte!*
Ich bin in keinem Punkte Ihrer Meinung, aber ich werde mein Leben lang
dafür kämpfen, daß Sie Ihre Meinung äußern dürfen. (Voltaire)
Kai Garlipp
2007-10-05 07:03:57 UTC
Post by Gernot Zander
Unter dem Bebelplatz ist doch jetzt Tiefgarage - haben die nicht
einfach den Anfang des Lindentunnels dafür genommen?
Nein. Die Bauarbeiten die vor ein paar Jahren am Lindentunnel stattfanden
dienten alleine der Tunnelsanierung des immer noch vorhandenen Bauwerkes. Es ist
billiger die Tunnelreste zu sanieren als diese zuzuschütten.

Die im Bereich der Tiefgarage noch vorhanden gewesenen Reste des Lindentunnels
wurden beim Bau entfernt.
Post by Gernot Zander
Die Rampe müsste doch ungefähr gepasst haben...
Auch das nicht. Vergleiche mal die Abbildungen
http://www.berliner-verkehrsseiten.de/strab/Strecken/Lindentunnel/lindentunnel.html
mit den vorhandenen Zu- und Abfahrten der Garage. Die Rampe für den
Straßenbahntunnel war mitten auf dem Bebelplatz, die heutigenZufahrten sind im
Bereich der Behrenstraße.

Verbunden ist aber die Tiefgarage noch mit dem Lindentunnel, da durch den Tunnel
ein Luftkanal für Abluft der Garage verläuft.

Bye Kai
Knut Ochdorf
2007-10-05 08:08:30 UTC
Post by Kai Garlipp
Nein. Die Bauarbeiten die vor ein paar Jahren am Lindentunnel stattfanden
dienten alleine der Tunnelsanierung des immer noch vorhandenen Bauwerkes. Es ist
billiger die Tunnelreste zu sanieren als diese zuzuschütten.
Definitiv zugeschüttet wurde vor ein paar Jahren die nördliche Tunnelrampe.

Knut
Steffen Buhr
2007-10-04 15:30:38 UTC
Post by Gernot Zander
Auf dem Bahnsteig Brünnowitzjacke hat man auch die Übergänge
Auf dem Bahnsteig war kein besonderer Übergang zur U-Bahn, denn die sind
(wieder) unten in der Halle und auf dem Vorplatz an der Holzmarktstraße.
Letzterer allerdings immernoch geschlossen. Der Abgang in Bahnsteigmitte
wurde geschlossen, weil man den Raum darunter für andere Zwecke benötigte.
Post by Gernot Zander
zur U8 gesehen, und Rosenthaler Platz war wohl auch
noch einer (also das Geländer um die Treppe herum).
Kann mich an keinen erinnern, bei dem zwar noch das Geländer aber keine
Treppe mehr da war. War das aufgefüllt?
Post by Gernot Zander
Mir ist auch so, als wenn Friedrichstr. auf dem S-Bahnsteig
so ein "zuer" Abgang war, mind. eine Betonplatte, wo man sich
ausrechnen konnte, was drunter war, aber ich glaube, auch da
waren noch Geländerreste.
Das Geländer war wimre nicht mehr da. Der Abgang vom Bahnsteig war aber
wohl nur deswegen geschlossen, weil die Zwischenebene darunter Teil des
abgesperrten Bereichs geworden war, in dem sich die "Organe"
breitgemacht hatten. Ein geschlossener U-Bahneingang war im südöstlichen
Eingang vor dem Eingang zum Postamt, so eine unmotivierte Betonfläche,
wimre noch mit Geländer auf einer Seite.
Post by Gernot Zander
Ein Bekannter erzählte mir vom Lindentunnel, der wohl bei
Kampfgruppen-Übungen mit LKW durchfahren wurde. Er meinte,
man könne von da bis zum Palast durchfahren. Ob das stimmt,
weiß ich aber nicht.
Stimmt nicht, der Straba-Tunnel ging mit zwei Ästen nur bis zur
Behrenstraße, denn er sollte nur die Linden unterqueren. Durchfahren
ging auch nicht mehr, weil die südlichen Rampen schon vor Jahrzehnten
verfüllt wurden.

Gruß
Steffen
--
Schluß mit der Rechtschreibdeform!
Warum? -> http://www.heide-kuhlmann.de/ma_frame.html (nicht meine Seite)
Alte Signal- u. Stellwerkstechnik: http://www.blocksignal.de/
bcc gehen ungelesen nach /dev/tonne
Andrew Price
2007-10-04 17:49:06 UTC
On Thu, 04 Oct 2007 17:30:38 +0200, Steffen Buhr
<***@blocksignal.de> wrote:

[---]
Post by Steffen Buhr
Das Geländer war wimre nicht mehr da. Der Abgang vom Bahnsteig war aber
wohl nur deswegen geschlossen, weil die Zwischenebene darunter Teil des
abgesperrten Bereichs geworden war, in dem sich die "Organe"
breitgemacht hatten. Ein geschlossener U-Bahneingang war im südöstlichen
Eingang vor dem Eingang zum Postamt, so eine unmotivierte Betonfläche,
wimre noch mit Geländer auf einer Seite.
Bei meinem ersten Besuch in Berlin im August 1977, gab es
Geländerreste und einen geschlossenen Abgang noch zu sehen, draußen,
neben dem "Tränenpalast". Als ich einige Jahre später wieder nach
Berlin kam (1983 oder 1984), waren sie nicht mehr zu finden.
Wolfgang Schwanke
2007-10-05 02:15:45 UTC
Post by Andrew Price
Bei meinem ersten Besuch in Berlin im August 1977, gab es
Geländerreste und einen geschlossenen Abgang noch zu sehen, draußen,
neben dem "Tränenpalast". Als ich einige Jahre später wieder nach
Berlin kam (1983 oder 1984), waren sie nicht mehr zu finden.
Könnte sein dass das der Eingang zur unterirdischen S-Bahn war. Einen U-
Bahn-Eingang gibt es dort nicht in der Nähe.

Gruß
--
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Steffen Buhr
2007-10-05 15:30:43 UTC
Post by Wolfgang Schwanke
Post by Andrew Price
Bei meinem ersten Besuch in Berlin im August 1977, gab es
Geländerreste und einen geschlossenen Abgang noch zu sehen, draußen,
neben dem "Tränenpalast". Als ich einige Jahre später wieder nach
Berlin kam (1983 oder 1984), waren sie nicht mehr zu finden.
Könnte sein dass das der Eingang zur unterirdischen S-Bahn war. Einen U-
Bahn-Eingang gibt es dort nicht in der Nähe.
Einen S-Bahneingang gibt es am Reichstagufer und einen der U-Bahn an der
Friedrichstraße, beide sind durch den Fußgängertunnel miteinander
verbunden. Der der U-Bahn war aber komplett verschlossen und nicht mehr
zu erkennen, der der S-Bahn wimre hinter der (Blech-?) Einzäunung des
Geländes um den Tränenpalast verschwunden.

Gruß
Steffen
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Steffen Buhr
2007-10-04 15:30:53 UTC
Post by Wolfgang Schwanke
Post by Gernot Zander
Bzw. sahen die noch stehenden Geländer der Abgänge, z.B. Ecke
Invaliden-/ Chausseestr.,
Die Ecke kenn ich grad nich, aber andere solche Bahnhöfe waren in den
80er Jahren weitgehend unkenntlich. Man musste schon wissen, dass da
Wimre waren bis auf Heinrich-Heine-Straße, wo der einzige noch sichtbare
Eingang in der Hausfassade in der Köpenicker Str. war, und vor allem
Unter den Linden, wo drei Abgänge völlig "unsichtbar" gemacht wurden und
auf dem vierten so eine unscheinbare Wachbude stand, die anderen S- und
U-Bahnhöfe gut zu erkennen. Bei Weinmeisterstraße bin ich mir aber nicht
sicher, wurde da einer der Eingange durch einen Neubau überbaut?
Post by Wolfgang Schwanke
Der Abgang zur U8 am Alex war zugekachelt mit Fliesen in exakt
derselben Farbe wie im Rest des Bahnhofs. Völlig unkenntlich. Ähnlich
Keine Fliesen, nur recht glatter Putz mit aufgemalten Fugen, Fliesen
warn wohl grad alle ;-) Auf einer Seite war eine recht breite Metalltür
mit Wechselsprechanlage, wohl für den Postentausch.
Post by Wolfgang Schwanke
der Verbindungstunnel in Stadtmitte.
Der schon, aber die Zugänge in der Friedrichstraße waren noch da.

Gruß
Steffen
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Kai-Uwe Thiessenhusen
2007-10-04 16:17:39 UTC
Post by Steffen Buhr
Post by Wolfgang Schwanke
Die Ecke kenn ich grad nich, aber andere solche Bahnhöfe waren in den
80er Jahren weitgehend unkenntlich. Man musste schon wissen, dass da
Wimre waren bis auf Heinrich-Heine-Straße, wo der einzige noch sichtbare
Eingang in der Hausfassade in der Köpenicker Str. war, und vor allem
Unter den Linden, wo drei Abgänge völlig "unsichtbar" gemacht wurden und
auf dem vierten so eine unscheinbare Wachbude stand, die anderen S- und
U-Bahnhöfe gut zu erkennen. Bei Weinmeisterstraße bin ich mir aber nicht
sicher, wurde da einer der Eingange durch einen Neubau überbaut?
Ja, an der Nordostseite. (Deswegen kam IIRC der Ostausgang dort erst
etliche Zeit nach der Wiedereröffnung des Bahnhofes)
Den Westausgang konnte man aber erahnen.
Post by Steffen Buhr
Post by Wolfgang Schwanke
der Verbindungstunnel in Stadtmitte.
Der schon,
Gerade dessen Spur im Bahnsteigboden war ja der Anlass, daß der
DDR-Öffentlichkeit über diese Bahnen berichtet wurde. "Stadtmitte
umsteigen" von Heinz Knobloch.

-kut
Wolfgang Schwanke
2007-10-05 02:24:12 UTC
Post by Kai-Uwe Thiessenhusen
Post by Steffen Buhr
Post by Wolfgang Schwanke
der Verbindungstunnel in Stadtmitte.
Der schon,
Gerade dessen Spur im Bahnsteigboden war ja der Anlass, daß der
DDR-Öffentlichkeit über diese Bahnen berichtet wurde. "Stadtmitte
umsteigen" von Heinz Knobloch.
Ich meine mich zu erinnern, dass da ein Fahrkartenhäuschen draufstand?

Gruß
--
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Kai-Uwe Thiessenhusen
2007-10-08 16:10:16 UTC
Post by Wolfgang Schwanke
Post by Kai-Uwe Thiessenhusen
Gerade dessen Spur im Bahnsteigboden war ja der Anlass, daß der
DDR-Öffentlichkeit über diese Bahnen berichtet wurde. "Stadtmitte
umsteigen" von Heinz Knobloch.
Ich meine mich zu erinnern, dass da ein Fahrkartenhäuschen draufstand?
Auf meinem Buch? Das weise ich von mir, man kann es noch gut lesen. ;-)

"Wer aber beim Verlassen des Bahnhofes die Augen niederschlägt, kann an
der Verfärbung des Fußbodens erkennen, daß ein etwa wohnzimmergroßes
Quadrat sich abhebt vom übrigen Untergrund. Das ist kein Anlaß zur
Unruhe. Der Beton hält. Wir stehen auf festem Grund; wahrscheinlich ist
der Beton gut. Nur die Verfärbung müßte stutzig machen. Zögert niemand
vor dem Fleck im Boden, der aussieht wie feucht oder wie noch nicht
getrocknet.
Aber wozu? Wir sind hier nicht auf dem Parkett von Edgar Allan Poe
gelandet, unter dem die Leiche eines alten Mannes verborgen liegt. das
verräterische Herz klopft hier nicht... Jede Erinnerung schön
zugemauert. ... Sind die Sympathien beim Finder, oder bei dem, der sich
geirrt hat mit dem Verstecken für die Ewigkeit... "

Auch aus heutiger Sicht ein bemerkenswerter Text.

-kut
Wolfgang Schwanke
2007-10-09 09:17:17 UTC
Post by Kai-Uwe Thiessenhusen
Post by Wolfgang Schwanke
Post by Kai-Uwe Thiessenhusen
Gerade dessen Spur im Bahnsteigboden war ja der Anlass, daß der
DDR-Öffentlichkeit über diese Bahnen berichtet wurde. "Stadtmitte
umsteigen" von Heinz Knobloch.
Ich meine mich zu erinnern, dass da ein Fahrkartenhäuschen draufstand?
Auf meinem Buch? Das weise ich von mir, man kann es noch gut lesen. ;-)
"Wer aber beim Verlassen des Bahnhofes die Augen niederschlägt, kann an
der Verfärbung des Fußbodens erkennen, daß ein etwa wohnzimmergroßes
Quadrat sich abhebt vom übrigen Untergrund.
Wann hat der das geschrieben? Ein Fahrkartenhäuschen stand IIRC 1988/89
in dem Dreh auf dieser Fußbodenplatte drauf.

Gruß
--
Le lectores comprende le textos sin studio previe.

http://www.wschwanke.de/ usenet_20031215 (AT) wschwanke (DOT) de
Kai-Uwe Thiessenhusen
2007-10-10 21:59:44 UTC
Post by Wolfgang Schwanke
Post by Kai-Uwe Thiessenhusen
"Wer aber beim Verlassen des Bahnhofes die Augen niederschlägt, kann an
der Verfärbung des Fußbodens erkennen, daß ein etwa wohnzimmergroßes
Quadrat sich abhebt vom übrigen Untergrund.
Wann hat der das geschrieben?
In meiner Ausgabe (4. Auflage 1990) steht: (C) Buchverlag Der Morgen, 1982.

-kut

Steffen Buhr
2007-10-09 07:25:01 UTC
Post by Kai-Uwe Thiessenhusen
Auch aus heutiger Sicht ein bemerkenswerter Text.
Jo, schon der Titel regte ja zum nachdenken an. Hat mich damals schon
etwas erstaunt, das ist ja nicht erst 89 erschienen.

Gruß
Steffen
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Knut Ochdorf
2007-10-03 08:50:27 UTC
Post by Boris Gerlach
Aber der Grenzer übertieb. Natürlich wußten alle davon.
Na alle wußten nicht davon. Ich hatte mal Mitte der 80er Jahre einem
Schulfreund am Bahnhof Jannowitzbrücke erklärt, das das rumpeln und die
Luftbewegung von einer U-Bahn kommt. Er wollte das erst mir nicht glauben.
Post by Boris Gerlach
Auch die jungen Leute erfuhren es von den älteren.
Oder aus dem Westfernsehen.
Post by Boris Gerlach
Es gab alte Stadtpläne. Ich hatte einen z.B. noch mit der
S-Bahnhaltestelle "Zentralviehhof", da war alles eingezeichnet.
In den DDR-Stadtplänen war die unterirdische S-Bahnlinie noch bis 1984
eingezeichnet.
Post by Boris Gerlach
Aber das unten angeblich nicht geschossen werden durfte,
war mir auch neu. Da kannste mal sehn wie die Jungens zusammengehalten
haben und immer noch zusammenhalten.
Liest Du kein dafddr? Das Thema "Schießbefehl" war da ausführlich
behandelt wurden, auch daß im Tunnel nicht geschossen werden durfte.
Post by Boris Gerlach
Ich hatte lt Vorankündigung einen Bericht über unterirdische
Anlagen an sich erwartet und nicht so speziell zum Tunnelbau
und dem ganzen Ost-West Gedöhns.
Ich meine nämlich, schonmal eine sehr ausführliche Doku
zum Thema Tunnelbau gesehen zu haben.
Lief WIMRE unter dem gleichen Titel.

Knut
mueding
2007-10-03 15:20:27 UTC
Post by Knut Ochdorf
Post by Boris Gerlach
Aber das unten angeblich nicht geschossen werden durfte,
war mir auch neu. Da kannste mal sehn wie die Jungens zusammengehalten
haben und immer noch zusammenhalten.
Liest Du kein dafddr? Das Thema "Schießbefehl" war da ausführlich
behandelt wurden, auch daß im Tunnel nicht geschossen werden durfte.
Tja, leider hatte ich zu DDR-Zeiten keinen Zugang zu einem Internet und
selbst über die "Feindmedien" gabs dazu keine Informationen. Ansonsten
hätte es gerade über diesen Weg massig Fluchtaktionen (weil ohne
Lebensgefahr) gegeben.
Insofern war dies vermutlich eines der wenigen wirklich echten Geheimnisse
in der DDR.
--
mueding
***@web.de
----------------------
"Erscheint nicht oft irr und wirr, was wahr ist?"
Jurij Brezan
Steffen Buhr
2007-10-04 15:31:04 UTC
mueding meinte:

[in den S- u. U-Bahntunneln wurde nicht geschossen]
Post by mueding
Tja, leider hatte ich zu DDR-Zeiten keinen Zugang zu einem Internet und
selbst über die "Feindmedien" gabs dazu keine Informationen. Ansonsten
hätte es gerade über diesen Weg massig Fluchtaktionen (weil ohne
Lebensgefahr) gegeben.
Unfug, man kam ja garnicht erst in die Tunnel hinein, denn alles war
verrammelt, die Luftschächte zugeschweißt. Die einzigen, bei denen ich
noch gewisse Möglichkeiten sehe, waren die BVBer, die z.B. unten am Alex
untergebracht waren und sich dort auskannten.
Post by mueding
Insofern war dies vermutlich eines der wenigen wirklich echten Geheimnisse
in der DDR.
Nö, man mußte nur mal hinsehen und ein wenig Literatur gabs auch ...

Gruß
Steffen
--
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Christoph Maercker
2007-10-05 14:17:33 UTC
Post by Steffen Buhr
Unfug, man kam ja garnicht erst in die Tunnel hinein, denn alles war
verrammelt, die Luftschächte zugeschweißt.
In ganz Berlin also überall, wo U-Bahnen fuhren? An unterirdische
S-Bahnstrecken im Osten kann ich mich gar nicht erinnern. Gab's davon
auch welche?
--
CU Christoph Maercker.
Kai Garlipp
2007-10-05 15:13:35 UTC
Post by Christoph Maercker
Post by Steffen Buhr
Unfug, man kam ja garnicht erst in die Tunnel hinein, denn alles war
verrammelt, die Luftschächte zugeschweißt.
In ganz Berlin also überall, wo U-Bahnen fuhren?
Das bezieht sich nur auf die Strecken die im Transit durch Ostberlin hindurch
gingen. Auf den reinen Ost-Strecken war nichts verrammelt auch nicht auf den
Strecken im Westen.
Post by Christoph Maercker
An unterirdische
S-Bahnstrecken im Osten kann ich mich gar nicht erinnern. Gab's davon
auch welche?
Natürlich, aber auch nur im "Transit" (Nordbahnhof - Potsdamer Platz) und
deshalb für den normalen Ostler unzugänglich.

Bye Kai
Steffen Buhr
2007-10-05 15:38:49 UTC
Post by Christoph Maercker
Post by Steffen Buhr
Unfug, man kam ja garnicht erst in die Tunnel hinein, denn alles war
verrammelt, die Luftschächte zugeschweißt.
In ganz Berlin also überall, wo U-Bahnen fuhren?
Ja, ausgenommen die Türen zum Postentausch. Das bezieht sich allerdings
nur auf diese "Transit"-Linien unter Ostberlin.
Post by Christoph Maercker
An unterirdische
S-Bahnstrecken im Osten kann ich mich gar nicht erinnern. Gab's davon
auch welche?
Ja, Humboldthain - Nordbahnhof - Friedrichstraße - Anhalter Bf -
Großgörschenstraße / Yorkstraße. Etwa 4/5 davon liegen im Ostteil.

Gruß
steffen
--
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Gerald Endres
2007-10-03 06:33:15 UTC
Post by Siegfried Traenkner
Wurden diese nicht auch zur Kundschafterschleusung ( Agenten)
eingesetzt? Verließ nicht W. Stiller ( Offz. MSF) auf diesem Wege
Ostberlin?
Es gab einen"Westteil" des Bahnhofs Friedrichstraße. Da war eine GÜST,
über die man in die DDR einreisen konnte, außerdem war das ein
Umsteigebahnhof, auf dem sich zwei (West-)S-Bahnlinien und eine U-Bahn
kreuzten. Auf diesem Bahnhof lief nicht nur ein eingespieltes System
der Schleusungen, darüber wurde auch der meiste Kontakt mit Agenten im
Westen abgewickelt. Die Agenten kamen auf diesem Weg mal kurz in die
DDR oder - noch öfter - trafen sie sich mit ihrem Agentenführer
einfach auf dem Westbahnsteig. Das hieß, dass die Agentenführer des
MfS von da auch mal schnell nach Westberlin fahren konnten, Kaffee für
Tante Erne holen, oder eben abhauen, - wie Stiller.

Gruß
Gerald
--
http://www.boen-end.de
Peter Blancke
2007-10-03 07:35:52 UTC
Post by Siegfried Traenkner
Interessant, dass der S-Bahn Betrieb trotz "antifaschistischem
Schutzwall" noch funktionierte und Linien Westberlins den Ostteil
unterquerten. Hatte immer gedacht, dass diese lahm gelegt worden
sind.
Nein, das waren sie nicht. Ich bin dort selber auf den Westlinien
gefahren, etwa 1972 auf einem Schulausflug. Uns wurde das gesagt:
Jetzt geht es unter der "DDR" durch. Bei angestrengtem Hinausschauen
konnte man ungenutztte Bahnhoefe sehen, oft war auch irgend jemand
zu sehen, der dort offensichtlich aufpaszte, dasz sich auszer der
Bahn und den Ratten nichts durch die Tunnel bewegte.
Post by Siegfried Traenkner
Der Rest an Filmaterial war sicher `ne große Fleißarbeit,
vorhandenes Material zu sichten und zu verwerten.
Das ist eines der wenigen Momente, wo ich es bedauere, meinen
Fernseher vor 13 Jahren weggegeben zu haben. Na, ich werde
irgendwoher schon einen Mitschnitt bekommen. Bin gespannt...

Schoenen "Feiertag" allerseits!

Grusz,

Peter Blancke
--
Hoc est enim verbum meum!
Andrew Price
2007-10-03 17:25:45 UTC
Post by Peter Blancke
Post by Siegfried Traenkner
Der Rest an Filmaterial war sicher `ne große Fleißarbeit,
vorhandenes Material zu sichten und zu verwerten.
Das ist eines der wenigen Momente, wo ich es bedauere, meinen
Fernseher vor 13 Jahren weggegeben zu haben.
Und ich, daß ich keinen Zugang zum deutschen Fernsehen habe.
Wolfgang Schwanke
2007-10-03 12:21:18 UTC
Post by Siegfried Traenkner
Interessant, dass der S-Bahn Betrieb trotz "antifaschistischem
Schutzwall" noch funktionierte und Linien Westberlins den
Ostteil unterquerten. Hatte immer gedacht, dass diese lahm gelegt
worden sind.
Die meisten grenzüberschreitenden U- und S-Bahnlinien sind zwei- (oder
in manchen Fällen noch mehr) geteilt worden, mit einem stillgelegten
Stück zwischen letztem West- und erstem Ostbahnhof. 2 U- und 1
S-Bahnlinie blieben jedoch "ganz", fuhren von West nach West durch Ost,
ohne Halt.
Post by Siegfried Traenkner
Wurden diese nicht auch zur Kundschafterschleusung ( Agenten)
eingesetzt?
Zwei davon hielten Friedrichstraße, dort ja. Sonst nicht, wie auch?

Gruß
--
__o
http://www.wschwanke.de/ _'\<,_ C'est le tour de
France!
(_)/ (_)
Martin Ebert
2007-10-04 20:42:32 UTC
Post by Siegfried Traenkner
Also, die Doku von Ute und Gerald war spannend, informativ,
wissenswert und objektiv. Bin nicht eingeschlafen!
Da ich an einem Ort ohne Fernsehapparat war möchte ich fragen,
ob jemand mir seine DVD-Kopie leihen mag.

Kontakt bitte per Mail. Danke.

Mt
Christoph Maercker
2007-10-05 10:31:09 UTC
Post by Siegfried Traenkner
wach ist sicher noch keiner, sitze an der Funkstation .
raren Stationen erreicht man halt nur, wenn man die Matratze
schont.
ACK. Seit es das Internet gibt, tue ich mir das aber nicht mehr an. Zu
DDR-Zeiten war BC-DXing für mich *das* Tor zur Welt schlechthin.
Post by Siegfried Traenkner
Interessant, dass der S-Bahn Betrieb trotz "antifaschistischem
Schutzwall" noch funktionierte und Linien Westberlins den
Ostteil unterquerten. Hatte immer gedacht, dass diese lahm gelegt
worden sind.
Die Linie, die nord-Südwärts unter der Friedrichstraße hindurchführte,
blieb auf jeden Fall in Betrieb. Meines Wissens wurde die auch von den
wenigen DDR-Bürgern genutzt, die nach Westberlin reisen durften.
Waren noch weitere Linien in Betrieb, die streckenweise jenseits der
Mauer verliefen? Oberirdisch ist mir keine bekannt.
Die S-Bahnlinien bei Treptow und vor allem gegenüber vom Bahnhof
Gesundbrunnen führten allerdings hart an der Mauer entlang.
Post by Siegfried Traenkner
Wurden diese nicht auch zur Kundschafterschleusung ( Agenten)
eingesetzt? Verließ nicht W. Stiller ( Offz. MSF) auf diesem Wege
Ostberlin?
Anfang...Mitte 1990er Jahre hat die S-Bahnlinie unter der Friedrichstr.
wirklich noch wie in einem Agententhriller ausgesehen. Eher aber wie ein
Museum, dort hingen noch Original-Plakate aus den 1950er herum. Bin nur
einmal dort durchgefahren, das war damals Erlebnistour pur.
--
CU Christoph Maercker.

Transport + Sport = Radfahren
Gerald Endres
2007-10-05 13:25:54 UTC
Post by Christoph Maercker
Die Linie, die nord-Südwärts unter der Friedrichstraße hindurchführte,
blieb auf jeden Fall in Betrieb. Meines Wissens wurde die auch von den
wenigen DDR-Bürgern genutzt, die nach Westberlin reisen durften.
Waren noch weitere Linien in Betrieb, die streckenweise jenseits der
Mauer verliefen? Oberirdisch ist mir keine bekannt.
Die S-Bahnlinien bei Treptow und vor allem gegenüber vom Bahnhof
Gesundbrunnen führten allerdings hart an der Mauer entlang.
Und die Linie Friedrichstraße - Zoo über Lehrter Bahnhof. Beliebt bei
den Obdachlosen vom Bahnhof Zoo, weil mam so am schnellsten den
billigen Sprit (da gabs noch was Billigeres als Norhäuser) im
Intershop holen konnte.

Gruß
Gerald
--
http://www.boen-end.de
Christoph Maercker
2007-10-05 14:14:24 UTC
Post by Gerald Endres
Und die Linie Friedrichstraße - Zoo über Lehrter Bahnhof. Beliebt bei
den Obdachlosen vom Bahnhof Zoo, weil mam so am schnellsten den
billigen Sprit (da gabs noch was Billigeres als Norhäuser) im
Intershop holen konnte.
Das ist die oberirdische Linie, die heute wieder zwischen Ost- und
Westkreuz durchgängig verläuft, oder? Das hieße, die Linie war damals
einfach "nur" am Bhf Friedrichstr. unterbrochen.
--
CU Christoph Maercker.
Gerald Endres
2007-10-05 15:41:31 UTC
Post by Christoph Maercker
Das ist die oberirdische Linie, die heute wieder zwischen Ost- und
Westkreuz durchgängig verläuft, oder? Das hieße, die Linie war damals
einfach "nur" am Bhf Friedrichstr. unterbrochen.
Genau, da war Endstation, und der Westler konnte auf die Nordsüdbahn,
in die U-Bahn und auf dem Westbahnsteig in die Fernbahn umsteigen (Da
bekam man zum Beispiel noch einen Sitzplatz im Zug nach Köln). Und
unten auf de, U-Bahnsteig gab's noch einen Intershop.

Gruß
Gerald
--
http://www.boen-end.de
Steffen Buhr
2007-10-05 15:42:42 UTC
Post by Christoph Maercker
Die Linie, die nord-Südwärts unter der Friedrichstraße hindurchführte,
Na also, kennst Du doch.
Post by Christoph Maercker
Waren noch weitere Linien in Betrieb, die streckenweise jenseits der
Mauer verliefen? Oberirdisch ist mir keine bekannt.
Der Bf Wollankstraße und je ein kurzes Stück davor und dahinter befinden
sich auf Pankower Gebiet.

Gruß
Steffen
--
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Kai-Uwe Thiessenhusen
2007-10-08 15:49:57 UTC
Post by Steffen Buhr
Post by Christoph Maercker
Waren noch weitere Linien in Betrieb, die streckenweise jenseits der
Mauer verliefen? Oberirdisch ist mir keine bekannt.
Der Bf Wollankstraße und je ein kurzes Stück davor und dahinter befinden
sich auf Pankower Gebiet.
Aber nicht jenseits der Mauer.

D.h., aus daf.ddr Sicht natürlich schon, wie ganz Westberlin auch. ;-)

-kut
Knut Ochdorf
2007-10-08 16:52:50 UTC
Post by Kai-Uwe Thiessenhusen
Post by Steffen Buhr
Der Bf Wollankstraße und je ein kurzes Stück davor und dahinter befinden
sich auf Pankower Gebiet.
Aber nicht jenseits der Mauer.
Wobei hier die westliche Stützmauer gemeint ist. Wenn man auf dem
Bahnsteig stand, befand man sich eigentlich auf dem Territorium der DDR.
Post by Kai-Uwe Thiessenhusen
D.h., aus daf.ddr Sicht natürlich schon, wie ganz Westberlin auch. ;-)
Ganz Westberlin gehörte auch aus daf.ddr Sicht nicht zu Pankow. :-)

Knut
Steffen Buhr
2007-10-09 07:25:56 UTC
Knut Ochdorf meinte:

[S-Bf Wollankstraße]
Post by Knut Ochdorf
Wobei hier die westliche Stützmauer gemeint ist. Wenn man auf dem
Bahnsteig stand, befand man sich eigentlich auf dem Territorium der DDR.
Nö, in Ostberlin.

Gruß
Steffen
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Steffen Buhr
2007-10-05 15:52:18 UTC
Post by Christoph Maercker
Waren noch weitere Linien in Betrieb, die streckenweise jenseits der
Mauer verliefen? Oberirdisch ist mir keine bekannt.
Noch einen vergessen, der Bf Borholmer Straße liegt im (ehemaligen)
Bezirk Prenzlauer Berg.

Gruß
Steffen
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