Discussion:
ASMW - war DDR-Haushaltsgeraete
(zu alt für eine Antwort)
Wilhelm Ernst
2018-07-30 15:41:03 UTC
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Moins!

Die ausufernde Schreiberei nebenan hat mich inspiriert, mal die Frage zu
stellen, ob hier noch jemand die obige Abkürzung richtig aussprechen
kann und weiß, was dort gemacht wurde.
Vielleicht ist hier auch noch jemand, der aus eigenem Erleben in der
Geräteentwicklung mit diesem ASMW zu tun hatte.

Vielleicht löst sich dann der Nebel über dem Geheimnis, weshalb etliche
Konsumgüter aus der DDR heute noch fehlerfrei funktionieren.
(Hinweis: Geräte bundesdeutscher Hersteller aus diesem Zeitraum sind
durchaus und häufig auch sehr langlebig. Haben aber ein paar
systembedingte Mängel - z.B. "moderne" Ta-Kondensatoren, die deutlich
kurzlebiger sind als uralte Frolyt-Elkos...und kurzlebigere
Design-Elemente).
Dann erübrigt sich auch der literarische Kunstgriff, Produktqualität mit
Mangelsyndromen erklären zu müssen.

Man kann ja nicht alles selber machen:-)
Willi
--
Wer die Vergangenheit kontrolliert, kontrolliert die Zukunft.
Wer die Gegenwart kontrolliert, kontrolliert die Vergangenheit.
Orwell "1984", Buch 1, Kap.3
Matthias Opatz
2018-07-30 16:25:10 UTC
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Post by Wilhelm Ernst
Die ausufernde Schreiberei nebenan hat mich inspiriert, mal die Frage zu
stellen, ob hier noch jemand die obige Abkürzung richtig aussprechen
kann
Amt für Standardisierung, Meßwesen und Warenprüfung?
Chr. Maercker
2018-07-31 06:41:32 UTC
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Post by Matthias Opatz
Post by Wilhelm Ernst
Die ausufernde Schreiberei nebenan hat mich inspiriert, mal die Frage zu
stellen, ob hier noch jemand die obige Abkürzung richtig aussprechen
kann
Amt für Standardisierung, Meßwesen und Warenprüfung?
Ja:
https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsches_Amt_f%C3%BCr_Ma%C3%9F_und_Gewicht

Waren Gütekontrolleure in der DDR übrigens dem eigenen Betrieb
unterstellt oder (auch?) dem ASMW?
--
CU Chr. Maercker.
Wilhelm Ernst
2018-07-31 19:25:38 UTC
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Am Tue, 31 Jul 2018 08:41:32 +0200hat "Chr. Maercker"
Post by Chr. Maercker
Post by Matthias Opatz
Post by Wilhelm Ernst
Die ausufernde Schreiberei nebenan hat mich inspiriert, mal die Frage zu
stellen, ob hier noch jemand die obige Abkürzung richtig aussprechen
kann
Amt für Standardisierung, Meßwesen und Warenprüfung?
https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsches_Amt_f%C3%BCr_Ma%C3%9F_und_Gewicht
Waren Gütekontrolleure in der DDR übrigens dem eigenen Betrieb
unterstellt oder (auch?) dem ASMW?
Schon ganz gut.
Und das hängt davon ab...
Qualitätskontrolle war in der soz. Warenproduktion ein Arbeitsgang mit
Wertschöpfungsanteil. Jeder Industriebetrieb hatte also eine eigene
TKO/Qualitätskontrolle stufig im Fertigungsprozess eingegliedert. Die
hat er bezahlt. Die war dem Leitungsgremium unterstellt bzw. Teil des
Leitungsgremiums. Nach außen führte sie aber eigene (Fach-)Beziehungen
zur TKO des übergeordneten Organs (Kombinat/VVB).
Von dort wurde sie angeleitet und kontrolliert. Das Ganze war - je nach
Art des Betriebes - natürlich durchaus sehr unterschiedlich organisiert.
Und häufig hatten die Mitglieder der Leitungsgremien unterschiedliche
Wertungen und Sichtweisen auf diese Fragen.
Wichtig war der Plan WuT, in dem Qualitätsziele fixiert wurden und Wege
zu ihrer Erreichung.
Je nach Planungsebene war das u.U. bis auf ASMW- und Min.WuT-Ebene
hochgezogen.
Wenn dort aufgrund der Analyse des Wettbewerbs oder der eigenen
Forschungen entschieden wurde, dieses oder jenes Material einzusetzen
oder dieses bzw. jeneTechnologie zu entwickeln oder einzusetzen, dann
wurde das in die entsprechenden Planungsschritte verpackt und auch von
TKO bzw. ASMW in oberster Ebene geprüft, bewertet usw.
In der Elektronik betraf das unendlich viele und unterschiedliche
Materialthemen von Spezialchemie bis hin zur Einführung gefüllter
Thermoplaste bei Haushaltsgeräten...

Manches davon findet man heute noch oder es wird wiederentdeckt, nachdem
die ideologische Scheuklappen abgefault sind.
Und etliches war nicht wettbewerbsfähig oder überflüssig.
Aber immer daran denken - die Fertigungstiefe war bei uns mehrfach
tiefer als heutzutage. Nicht immer sinnvoll begründet.
Es steckte aber im Ergebnis viel mehr eigenes KnowHow im Produkt, als
heute üblich. Ob das gut oder schlecht ist, hängt von der individuellen
Sichtweise ab.

So, wo sind nun die anderen Wissenden?
Alle schon tot oder auf Ibiza?
Willi
René Marquardt
2018-07-31 19:30:10 UTC
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Post by Wilhelm Ernst
Manches davon findet man heute noch oder es wird wiederentdeckt, nachdem
die ideologische Scheuklappen abgefault sind.
Und etliches war nicht wettbewerbsfähig oder überflüssig.
Aber immer daran denken - die Fertigungstiefe war bei uns mehrfach
tiefer als heutzutage. Nicht immer sinnvoll begründet.
Es steckte aber im Ergebnis viel mehr eigenes KnowHow im Produkt, als
heute üblich. Ob das gut oder schlecht ist, hängt von der individuellen
Sichtweise ab.
Ja, ISO 9000 haben wir auf jeden Fall schon zu DDR-Zeiten gemacht,
nur nannten wir das Rationalisierung, und "schreib' dir auf, was
du zu tun hast, und wenn du dich nicht dran haeltst, gibts
auf die Fresse."
Bernd Ullrich
2018-07-31 20:43:30 UTC
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Post by René Marquardt
Post by Wilhelm Ernst
Manches davon findet man heute noch oder es wird wiederentdeckt, nachdem
die ideologische Scheuklappen abgefault sind.
Und etliches war nicht wettbewerbsfähig oder überflüssig.
Aber immer daran denken - die Fertigungstiefe war bei uns mehrfach
tiefer als heutzutage. Nicht immer sinnvoll begründet.
Es steckte aber im Ergebnis viel mehr eigenes KnowHow im Produkt, als
heute üblich. Ob das gut oder schlecht ist, hängt von der individuellen
Sichtweise ab.
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Post by René Marquardt
Ja, ISO 9000 haben wir auf jeden Fall schon zu DDR-Zeiten gemacht,
nur nannten wir das Rationalisierung, und "schreib' dir auf, was
du zu tun hast, und wenn du dich nicht dran haeltst, gibts
auf die Fresse.
"
http://vmrz0100.vm.ruhr-uni-bochum.de/spomedial/content/e866/e2442/e11185/e11486/e11500/e11520/index_ger.html

Seit 87 erst öffentlich, du schreibst Müll...
René Marquardt
2018-07-31 21:22:17 UTC
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Post by Bernd Ullrich
Post by René Marquardt
Post by Wilhelm Ernst
Manches davon findet man heute noch oder es wird wiederentdeckt, nachdem
die ideologische Scheuklappen abgefault sind.
Und etliches war nicht wettbewerbsfähig oder überflüssig.
Aber immer daran denken - die Fertigungstiefe war bei uns mehrfach
tiefer als heutzutage. Nicht immer sinnvoll begründet.
Es steckte aber im Ergebnis viel mehr eigenes KnowHow im Produkt, als
heute üblich. Ob das gut oder schlecht ist, hängt von der individuellen
Sichtweise ab.
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Post by René Marquardt
Ja, ISO 9000 haben wir auf jeden Fall schon zu DDR-Zeiten gemacht,
nur nannten wir das Rationalisierung, und "schreib' dir auf, was
du zu tun hast, und wenn du dich nicht dran haeltst, gibts
auf die Fresse.
"
http://vmrz0100.vm.ruhr-uni-bochum.de/spomedial/content/e866/e2442/e11185/e11486/e11500/e11520/index_ger.html
Seit 87 erst öffentlich, du schreibst Müll...
Du kannst nicht lesen, Herr Müllmann! Da sagte ich doch:
ISO 9000 wurde in den 90ern und 00ern als was ganz tolles feines
eingeführt, und in der DDR "hamma das schon imma so gemacht!"
Hieß nur nicht so.
Bernd Ullrich
2018-07-31 22:43:10 UTC
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Post by René Marquardt
Post by Bernd Ullrich
Post by René Marquardt
Post by Wilhelm Ernst
Manches davon findet man heute noch oder es wird wiederentdeckt, nachdem
die ideologische Scheuklappen abgefault sind.
Und etliches war nicht wettbewerbsfähig oder überflüssig.
Aber immer daran denken - die Fertigungstiefe war bei uns mehrfach
tiefer als heutzutage. Nicht immer sinnvoll begründet.
Es steckte aber im Ergebnis viel mehr eigenes KnowHow im Produkt, als
heute üblich. Ob das gut oder schlecht ist, hängt von der individuellen
Sichtweise ab.
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Post by René Marquardt
Ja, ISO 9000 haben wir auf jeden Fall schon zu DDR-Zeiten gemacht,
nur nannten wir das Rationalisierung, und "schreib' dir auf, was
du zu tun hast, und wenn du dich nicht dran haeltst, gibts
auf die Fresse.
http://vmrz0100.vm.ruhr-uni-bochum.de/spomedial/content/e866/e2442/e11185/e11486/e11500/e11520/index_ger.html
Seit 87 erst öffentlich, du schreibst Müll...
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Post by René Marquardt
ISO 9000 wurde in den 90ern und 00ern als was ganz tolles feines
eingeführt, und in der DDR "hamma das schon imma so gemacht!"
Hieß nur nicht so.
Immer noch ganz falsch, du verstehst das System nicht.

BU
René Marquardt
2018-07-31 22:55:57 UTC
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Post by Bernd Ullrich
Post by René Marquardt
Post by Bernd Ullrich
Post by René Marquardt
Post by Wilhelm Ernst
Manches davon findet man heute noch oder es wird wiederentdeckt, nachdem
die ideologische Scheuklappen abgefault sind.
Und etliches war nicht wettbewerbsfähig oder überflüssig.
Aber immer daran denken - die Fertigungstiefe war bei uns mehrfach
tiefer als heutzutage. Nicht immer sinnvoll begründet.
Es steckte aber im Ergebnis viel mehr eigenes KnowHow im Produkt, als
heute üblich. Ob das gut oder schlecht ist, hängt von der individuellen
Sichtweise ab.
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Post by René Marquardt
Ja, ISO 9000 haben wir auf jeden Fall schon zu DDR-Zeiten gemacht,
nur nannten wir das Rationalisierung, und "schreib' dir auf, was
du zu tun hast, und wenn du dich nicht dran haeltst, gibts
auf die Fresse.
http://vmrz0100.vm.ruhr-uni-bochum.de/spomedial/content/e866/e2442/e11185/e11486/e11500/e11520/index_ger.html
Seit 87 erst öffentlich, du schreibst Müll...
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Post by René Marquardt
ISO 9000 wurde in den 90ern und 00ern als was ganz tolles feines
eingeführt, und in der DDR "hamma das schon imma so gemacht!"
Hieß nur nicht so.
Immer noch ganz falsch, du verstehst das System nicht.
BU
Das System ist: wir gucken uns den Produktionsvorgang an,
suchen nach Rationalisierungsmaßnahmen, dokumentieren
das, und ab sofort wird sich daran gehalten, sonst gibts in
die Fresse. Ab und zu kommt mal einer vorbei und checkt.
Fragen?
Bernd Ullrich
2018-07-31 23:10:54 UTC
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Post by René Marquardt
Post by Bernd Ullrich
Post by René Marquardt
Post by Bernd Ullrich
Post by René Marquardt
Post by Wilhelm Ernst
Manches davon findet man heute noch oder es wird wiederentdeckt, nachdem
die ideologische Scheuklappen abgefault sind.
Und etliches war nicht wettbewerbsfähig oder überflüssig.
Aber immer daran denken - die Fertigungstiefe war bei uns mehrfach
tiefer als heutzutage. Nicht immer sinnvoll begründet.
Es steckte aber im Ergebnis viel mehr eigenes KnowHow im Produkt, als
heute üblich. Ob das gut oder schlecht ist, hängt von der individuellen
Sichtweise ab.
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Post by René Marquardt
Ja, ISO 9000 haben wir auf jeden Fall schon zu DDR-Zeiten gemacht,
nur nannten wir das Rationalisierung, und "schreib' dir auf, was
du zu tun hast, und wenn du dich nicht dran haeltst, gibts
auf die Fresse.
http://vmrz0100.vm.ruhr-uni-bochum.de/spomedial/content/e866/e2442/e11185/e11486/e11500/e11520/index_ger.html
Seit 87 erst öffentlich, du schreibst Müll...
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Post by René Marquardt
ISO 9000 wurde in den 90ern und 00ern als was ganz tolles feines
eingeführt, und in der DDR "hamma das schon imma so gemacht!"
Hieß nur nicht so.
Immer noch ganz falsch, du verstehst das System nicht.
BU
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Post by René Marquardt
Das System ist: wir gucken uns den Produktionsvorgang an,
suchen nach Rationalisierungsmaßnahmen, dokumentieren
das, und ab sofort wird sich daran gehalten, sonst gibts in
die Fresse. Ab und zu kommt mal einer vorbei und checkt.
Fragen?
Immer noch falsch...du hast den Link nicht gelesen...
Gunter Kühne
2018-08-02 15:16:02 UTC
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Post by Bernd Ullrich
Post by René Marquardt
Post by Wilhelm Ernst
Manches davon findet man heute noch oder es wird wiederentdeckt, nachdem
die ideologische Scheuklappen abgefault sind.
Und etliches war nicht wettbewerbsfähig oder überflüssig.
Aber immer daran denken - die Fertigungstiefe war bei uns mehrfach
tiefer als heutzutage. Nicht immer sinnvoll begründet.
Es steckte aber im Ergebnis viel mehr eigenes KnowHow im Produkt, als
heute üblich. Ob das gut oder schlecht ist, hängt von der individuellen
Sichtweise ab.
------------------------------------------
Post by René Marquardt
Ja, ISO 9000 haben wir auf jeden Fall schon zu DDR-Zeiten gemacht,
nur nannten wir das Rationalisierung, und "schreib' dir auf, was
du zu tun hast, und wenn du dich nicht dran haeltst, gibts
auf die Fresse.
"
http://vmrz0100.vm.ruhr-uni-bochum.de/spomedial/content/e866/e2442/e11185/e11486/e11500/e11520/index_ger.html
Seit 87 erst öffentlich, du schreibst Müll...
Fürn Westen.
In der ddr war sowas ja in der TGL mit geregelt.
Fast mit gleichen Wortlaut.
Erinnert mich bissel daran wie in meiner alten Fa. unbedingt KAIZEN
eingeführt werden sollte.
Kam mir bekannt vor ist einfach nur Basssow
--
Kleinmut und Stolz, aus diesem Holz
Schuf der Mensch sich am sechsten Tag Gott.
(http://de.allreadable.com/d803Jttx)
Bernd Ullrich
2018-08-02 15:36:20 UTC
Permalink
Raw Message
Am 02.08.2018 um 17:16 schrieb Gunter Kühne:

[...]
Post by Gunter Kühne
In der ddr war sowas ja in der TGL mit geregelt.
Fast mit gleichen Wortlaut.
[...]

https://de.wikipedia.org/wiki/Technische_Normen,_G%C3%BCtevorschriften_und_Lieferbedingungen

"Die TGL-Standards waren - im Gegensatz zur DIN-Norm in der
Bundesrepublik Deutschland - Vorschrift mit Gesetzescharakter und galten
nicht nur als Empfehlung. Sie wurden in Gesetzblatt-Sonderdrucken,
TGL-Taschenbüchern und in Zeitschriften veröffentlicht. Für die gesamte
Volkswirtschaft galten die DDR-Standards und die Fachbereich-Standards;
für die jeweiligen Betriebe galten die Werk-Standards.[1]

Zuständig für die Standards war eine staatliche Behörde mit Sitz in
Berlin-Köpenick. Diese wurde 1946 als Deutsches Amt für Maß und Gewicht
(DAMG) gegründet, 1961 in Deutsches Amt für Meßwesen (DAM), 1964 in
Deutsches Amt für Meßwesen und Warenprüfung (DAMW) und 1971 in Amt für
Standardisierung, Meßwesen und Warenprüfung (ASMW) umbenannt.

1990 wurde das ASMW durch das Deutsche Institut für Normung (DIN)
übernommen. "

Staatlich ist eine völlig andere Miete als Privatverein.

BU
Martin Ebert
2018-08-01 01:18:58 UTC
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Post by Chr. Maercker
Post by Matthias Opatz
Amt für Standardisierung, Meßwesen und Warenprüfung?
Waren Gütekontrolleure in der DDR übrigens dem eigenen Betrieb
unterstellt oder (auch?) dem ASMW?
Die TKO (Technische Kontrollorganisation) waren Abteilungen der
Betriebe und Kombinate.

Das ASMW war eher eine staatliche Aufsichtsbehörde und nicht-
mal klein. Wenn mir recht ist, waren der auch die Eichämter
zusortiert. Aber dazu wird uns Professore Ritter gleich einen
seiner Großonkel zitieren können.

Die Allwissende meint, dass Du die Verordnung über die Entwicklung
und Sicherung der Erzeugnisse vom 1. Dezember 1983 (GBl I/1983
Nr. 37 S. 405) und die Anordnung über die Technische Kontroll-
organisation in den Kombinaten und Betrieben vom 21. März 1986
(GBl I/1986 Nr. 12 S. 159) in einer Bibliothek einsehen solltest.

Mt
Florian Ritter
2018-08-19 11:59:55 UTC
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Raw Message
Post by Martin Ebert
Post by Chr. Maercker
Post by Matthias Opatz
Amt für Standardisierung, Meßwesen und Warenprüfung?
Waren Gütekontrolleure in der DDR übrigens dem eigenen Betrieb
unterstellt oder (auch?) dem ASMW?
Die TKO (Technische Kontrollorganisation) waren Abteilungen der
Betriebe und Kombinate.
Das ASMW war eher eine staatliche Aufsichtsbehörde und nicht-
mal klein. Wenn mir recht ist, waren der auch die Eichämter
zusortiert. Aber dazu wird uns Professore Ritter gleich einen
seiner Großonkel zitieren können.
Jibt, Eberten, glei' 'n Satz warme Ohren. Wennste vaschtehst,
wat ick meenen tu, wa.

Im Zuge des Aufbaus eines florierenden Gebrauchtwagenhandels fand
mein Kompagnon auf einem Schrottplatz einen Azetylenentwickler,
einen riesigen Apparat, wohl aus dem Brückenbau. Den setzte jener instand
und ließ ihn beim ASMW prüfen, was anstandslos geschah und mit einer
Plombe am Gerät testiert wurde.
Ca-Karbid holte ich in einem Baubetrieb, da lag das Zeug in einem
Schuppen einfach so auf dem Boden rum und wurde mir in Eimer
geschaufelt, Bezahlung lehnte mein Konfident ab - so richtig
DDR-Verhältnisse.

FR

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