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Tarife Stadtverkehr
(zu alt für eine Antwort)
Matthias Opatz
2018-04-29 23:07:41 UTC
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Einheitspreise gab es zumindest im Nahverkehr in der DDR nicht. Fahrten für
Stadtbus- oder Straßenbahnfahrten kosteten mancherorts 25 Pfennig, meist 20
Pfennig, gelegentlich 15 Pfennig. Das billigste, was mir bisher
untergekommen ist, waren die Erfurter Fünferkarten für 60 Pfennig, also 12
Pfennig pro Fahrt. Um so mehr hat mich jetzt dieses Bild verblüfft:

http://www.sbahnfoto.de/details.php?image_id=3448

Für ganze 10 Pfennig in Cottbus mit der Straßenbahn fahren?
Oder sind das Kinderfahrkarten (draufstehen tut's nicht)?

Matthias
Paul
2018-04-29 23:49:38 UTC
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Raw Message
Post by Matthias Opatz
Einheitspreise gab es zumindest im Nahverkehr in der DDR nicht. Fahrten für
Stadtbus- oder Straßenbahnfahrten kosteten mancherorts 25 Pfennig, meist 20
Pfennig, gelegentlich 15 Pfennig. Das billigste, was mir bisher
untergekommen ist, waren die Erfurter Fünferkarten für 60 Pfennig, also 12
http://www.sbahnfoto.de/details.php?image_id=3448
Für ganze 10 Pfennig in Cottbus mit der Straßenbahn fahren?
Oder sind das Kinderfahrkarten (draufstehen tut's nicht)?
Matthias
Ich tippe ganz stark auf Kinderfahrscheine, das Design mit dem weißen
Pfeil auf rotem Grund deutet IMHO darauf hin. Bei Fahrscheinen für
Erwachsene war der Pfeil IMHO rot auf weißem Grund. Zumindest in DD.

Paule
--
Eine richtig gute Anti-Malware-Lösung?
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Gunter Kühne
2018-04-30 07:14:07 UTC
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Raw Message
Post by Paul
Post by Matthias Opatz
Einheitspreise gab es zumindest im Nahverkehr in der DDR nicht. Fahrten für
Stadtbus- oder Straßenbahnfahrten kosteten mancherorts 25 Pfennig, meist 20
Pfennig, gelegentlich 15 Pfennig. Das billigste, was mir bisher
untergekommen ist, waren die Erfurter Fünferkarten für 60 Pfennig, also 12
http://www.sbahnfoto.de/details.php?image_id=3448
Für ganze 10 Pfennig in Cottbus mit der Straßenbahn fahren?
Oder sind das Kinderfahrkarten (draufstehen tut's nicht)?
Matthias
Ich tippe ganz stark auf Kinderfahrscheine, das Design mit dem weißen
Pfeil auf rotem Grund deutet IMHO darauf hin. Bei Fahrscheinen für
Erwachsene war der Pfeil IMHO rot auf weißem Grund. Zumindest in DD.
Paule
Ja es gab aber noch die Grünen zum UTP war da nicht auch -,10 aufgedruckt??
Nico Lubitz
2018-04-30 06:46:25 UTC
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Post by Matthias Opatz
Einheitspreise gab es zumindest im Nahverkehr in der DDR nicht. Fahrten für
Stadtbus- oder Straßenbahnfahrten kosteten mancherorts 25 Pfennig, meist 20
Pfennig, gelegentlich 15 Pfennig.
In Magdeburg Strassenbahn mit 1x Umsteigen 15 Pf. (7er Streifen ne
Mark), Bus 20 Pf., S-Bahn auch 20 Pf.


-nil
--
Stimmt, in 'meinen' fünf Aldis findet sich pro Laden mindestens eine
süße Maus. Manchmal glaube ich echt, daß diese Quotenmäuschen extra
dafür angestellt werden, spitze Lumpen wie mich anzulocken.
Lothar Cezanne in dafa <***@individual.net>
Uwe Schickedanz
2018-04-30 08:37:39 UTC
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On Mon, 30 Apr 2018 01:07:41 +0200, Matthias Opatz
Post by Matthias Opatz
Einheitspreise gab es zumindest im Nahverkehr in der DDR nicht. Fahrten für
Stadtbus- oder Straßenbahnfahrten kosteten mancherorts 25 Pfennig, meist 20
Pfennig, gelegentlich 15 Pfennig. Das billigste, was mir bisher
untergekommen ist, waren die Erfurter Fünferkarten für 60 Pfennig, also 12
http://www.sbahnfoto.de/details.php?image_id=3448
Für ganze 10 Pfennig in Cottbus mit der Straßenbahn fahren?
Oder sind das Kinderfahrkarten (draufstehen tut's nicht)?
Ich kann mich daran erinnern, denn in Zwickau gab es die auch. Wenn
ich jetzt nicht völlig danebenhaue, dann waren die 10er
Kurzfahrscheine ohne Berechtigung zum Umsteigen.

Und bei uns hießen die "Sichtkarten".


Gruß Uwe
--
"Freiheit nur für die Anhänger der Regierung, nur für Mitglieder
einer Partei - mögen sie noch so zahlreich sein - ist keine Freiheit.
Freiheit ist immer nur Freiheit des anders Denkenden."
=== http://www.sicherheitslampe.de ===
Frank Nitzschner
2018-04-30 11:21:15 UTC
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Raw Message
Post by Uwe Schickedanz
Und bei uns hießen die "Sichtkarten".
Sichtkarten waren die Monats- und Wochenkarten.
Diese waren beim Betreten des Fahrzeugs sichtbar
zu zeigen (hochzuhalten).

Grüsse
Frank
Uwe Schickedanz
2018-04-30 19:14:47 UTC
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Raw Message
On Mon, 30 Apr 2018 13:21:15 +0200, Frank Nitzschner
Post by Frank Nitzschner
Post by Uwe Schickedanz
Und bei uns hießen die "Sichtkarten".
Sichtkarten waren die Monats- und Wochenkarten.
Diese waren beim Betreten des Fahrzeugs sichtbar
zu zeigen (hochzuhalten).
Bei Dir vielleicht. In Zwickau und drumrum war es so, wie ich es
schrieb.


Gruß Uwe
--
"Freiheit nur für die Anhänger der Regierung, nur für Mitglieder
einer Partei - mögen sie noch so zahlreich sein - ist keine Freiheit.
Freiheit ist immer nur Freiheit des anders Denkenden."
=== http://www.sicherheitslampe.de ===
René Marquardt
2018-04-30 19:18:31 UTC
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Raw Message
Post by Uwe Schickedanz
On Mon, 30 Apr 2018 13:21:15 +0200, Frank Nitzschner
Post by Frank Nitzschner
Post by Uwe Schickedanz
Und bei uns hießen die "Sichtkarten".
Sichtkarten waren die Monats- und Wochenkarten.
Diese waren beim Betreten des Fahrzeugs sichtbar
zu zeigen (hochzuhalten).
Bei Dir vielleicht. In Zwickau und drumrum war es so, wie ich es
schrieb.
Auch im Kreis Rudolstadt. "Sichtkarten" hiessen die Dinger,
eben WEIl man sie sichtbar hochhielt beim Einstieg in den Bus.
Im Gegensatz zu den "normalen", die entweder eingerissen
oder geknipst wurden.
Lars Gebauer
2018-05-01 10:21:33 UTC
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Raw Message
Post by René Marquardt
Post by Uwe Schickedanz
On Mon, 30 Apr 2018 13:21:15 +0200, Frank Nitzschner
Post by Frank Nitzschner
Post by Uwe Schickedanz
Und bei uns hießen die "Sichtkarten".
Sichtkarten waren die Monats- und Wochenkarten.
Diese waren beim Betreten des Fahrzeugs sichtbar
zu zeigen (hochzuhalten).
Bei Dir vielleicht. In Zwickau und drumrum war es so, wie ich es
schrieb.
Auch im Kreis Rudolstadt. "Sichtkarten" hiessen die Dinger,
eben WEIl man sie sichtbar hochhielt beim Einstieg in den Bus.
Ich hatte zwar nie persönlich damit zu tun aber ich kenne das auch nur
/so/.
Post by René Marquardt
Im Gegensatz zu den "normalen", die entweder eingerissen
oder geknipst wurden.
"Später" auch gestempelt.
Uwe Schickedanz
2018-05-01 16:29:06 UTC
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Raw Message
On Tue, 1 May 2018 10:21:33 -0000 (UTC), Lars Gebauer
Post by Lars Gebauer
Post by René Marquardt
Post by Uwe Schickedanz
On Mon, 30 Apr 2018 13:21:15 +0200, Frank Nitzschner
Post by Frank Nitzschner
Post by Uwe Schickedanz
Und bei uns hießen die "Sichtkarten".
Sichtkarten waren die Monats- und Wochenkarten.
Diese waren beim Betreten des Fahrzeugs sichtbar
zu zeigen (hochzuhalten).
Bei Dir vielleicht. In Zwickau und drumrum war es so, wie ich es
schrieb.
Auch im Kreis Rudolstadt. "Sichtkarten" hiessen die Dinger,
eben WEIl man sie sichtbar hochhielt beim Einstieg in den Bus.
Ich hatte zwar nie persönlich damit zu tun aber ich kenne das auch nur
/so/.
Post by René Marquardt
Im Gegensatz zu den "normalen", die entweder eingerissen
oder geknipst wurden.
"Später" auch gestempelt.
In meiner Kindheit kamen die in einen Holzkasten mit Glasscheibe,
hinter der man sie sehen konnte. Etwa in Briefkastengröße, Schlitz
oben.
Einfach reinwerfen, keine Entwertung oder anderweitige Kontrolle als
die der anderen Fahrgäste.


Gruß Uwe
--
"Freiheit nur für die Anhänger der Regierung, nur für Mitglieder
einer Partei - mögen sie noch so zahlreich sein - ist keine Freiheit.
Freiheit ist immer nur Freiheit des anders Denkenden."
=== http://www.sicherheitslampe.de ===
Matthias Opatz
2018-04-30 11:41:53 UTC
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Post by Uwe Schickedanz
Ich kann mich daran erinnern, denn in Zwickau gab es die auch. Wenn
ich jetzt nicht völlig danebenhaue, dann waren die 10er
Kurzfahrscheine ohne Berechtigung zum Umsteigen.
Und bei uns hießen die "Sichtkarten".
Nee, Sichtkarten ist was anderes. das waren Wochen- oder Monatskarten,
die nicht entwertet (gelocht oder gestempelt) zu werden brauchten.

Vielerort war es erwünscht, Sichtkarten beim Einstieg hochzuhalten,
damit jeder sieht: Der braucht nicht zu stempeln (wer weder stempelt
noch Sichtkarte hochhält, war dann schon mal schwarzfahrverdächtig).

Matthias
Chr. Maercker
2018-04-30 10:23:30 UTC
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Post by Matthias Opatz
Einheitspreise gab es zumindest im Nahverkehr in der DDR nicht. Fahrten für
Stadtbus- oder Straßenbahnfahrten kosteten mancherorts 25 Pfennig, meist 20
Pfennig, gelegentlich 15 Pfennig. Das billigste, was mir bisher
untergekommen ist, waren die Erfurter Fünferkarten für 60 Pfennig, also 12
Halle: Achtfahrtenkarte für 1,- M, macht 12,5 Pf/Fahrt.
Post by Matthias Opatz
http://www.sbahnfoto.de/details.php?image_id=3448
Für ganze 10 Pfennig in Cottbus mit der Straßenbahn fahren?
Möglich wäre es, Cottbus hatte Mitte 1970er WIMRE ganze vier
Straßenbahnlinien und die waren jeweils nicht allzu lang. Halle hatte
neun Linien, einige davon 10..12 km lang, hinzu kam die Überlandbahn.
--
CU Chr. Maercker.
Matthias Opatz
2018-04-30 11:42:39 UTC
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Raw Message
Post by Chr. Maercker
Halle hatte
neun Linien, einige davon 10..12 km lang, hinzu kam die Überlandbahn.
Nach Leuna oder Dürrenberg gab es dann aber auch Überlandtarif.

Matthias
Paul
2018-04-30 11:49:15 UTC
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Raw Message
Post by Matthias Opatz
Post by Chr. Maercker
Halle hatte
neun Linien, einige davon 10..12 km lang, hinzu kam die Überlandbahn.
Nach Leuna oder Dürrenberg gab es dann aber auch Überlandtarif.
Matthias
Und noch 1989 einen Schaffner, selbst noch erlebt.

Paule
--
Eine richtig gute Anti-Malware-Lösung?
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http://download.emsisoft.com/EmsisoftAntiMalwareSetup_5716961
Chr. Maercker
2018-04-30 14:30:53 UTC
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Post by Matthias Opatz
Nach Leuna oder Dürrenberg gab es dann aber auch Überlandtarif.
Yupp, die Achtrfahrtenschnipsel galten nur innerhalb von Halle. Ab
Ammendorf fuhren Schaffner mit.
--
CU Chr. Maercker.
x***@gmail.com
2018-04-30 16:16:28 UTC
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Raw Message
Post by Matthias Opatz
Post by Chr. Maercker
Halle hatte
neun Linien, einige davon 10..12 km lang, hinzu kam die Überlandbahn.
Nach Leuna oder Dürrenberg gab es dann aber auch Überlandtarif.
Bad Dürrenberg bitte, ja, soviel Zeit muß einfach sein - FR
gunter Kühne
2018-05-01 10:00:50 UTC
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Post by Chr. Maercker
Post by Matthias Opatz
Einheitspreise gab es zumindest im Nahverkehr in der DDR nicht. Fahrten für
Stadtbus- oder Straßenbahnfahrten kosteten mancherorts 25 Pfennig, meist 20
Pfennig, gelegentlich 15 Pfennig. Das billigste, was mir bisher
untergekommen ist, waren die Erfurter Fünferkarten für 60 Pfennig, also 12
Halle: Achtfahrtenkarte für 1,- M, macht 12,5 Pf/Fahrt.
Post by Matthias Opatz
http://www.sbahnfoto.de/details.php?image_id=3448
Für ganze 10 Pfennig in Cottbus mit der Straßenbahn fahren?
Möglich wäre es, Cottbus hatte Mitte 1970er WIMRE ganze vier
Straßenbahnlinien und die waren jeweils nicht allzu lang. Halle hatte
neun Linien, einige davon 10..12 km lang, hinzu kam die Überlandbahn.
Na Und km waren in Dresden auch kein Grund.
Die längste war in den 70 ern die Linie 4.
<http://www.stadtwikidd.de/wiki/Linie_4>

Davor gabs auch noch Wilder Mann bis Freital-Heinsberg.
Die dürfte auch nicht viel kürzer gewesen sein.
Die ist aber schon Mitte der 70 er eingestellt worden.
Alls für 20 Pf b.z.w. Kinder für -,10
Oder eigentlich noch weniger.
Man bezahlte für einen 6 er Streifen 2 b.z.w. 1 Mark
Und dann gabs ja noch die Grünen Streifen die wurden für UTP und für
Schulfahrten allgemein ausgegeben.
GK
Dirk Moebius
2018-04-30 14:19:17 UTC
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Post by Matthias Opatz
Einheitspreise gab es zumindest im Nahverkehr in der DDR nicht. Fahrten für
Stadtbus- oder Straßenbahnfahrten kosteten mancherorts 25 Pfennig, meist 20
Pfennig, gelegentlich 15 Pfennig. Das billigste, was mir bisher
untergekommen ist, waren die Erfurter Fünferkarten für 60 Pfennig, also 12
http://www.sbahnfoto.de/details.php?image_id=3448
Für ganze 10 Pfennig in Cottbus mit der Straßenbahn fahren?
Oder sind das Kinderfahrkarten (draufstehen tut's nicht)?
Aus eigener Erinnerung: Cottbus kostete 20 Pfennig für Erwachsene, 10
für Kinder.

Und das ohne Umsteigen...

Dirk
x***@gmail.com
2018-04-30 16:13:45 UTC
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Raw Message
Post by Matthias Opatz
Einheitspreise gab es zumindest im Nahverkehr in der DDR nicht. Fahrten für
Stadtbus- oder Straßenbahnfahrten kosteten mancherorts 25 Pfennig, meist 20
Pfennig, gelegentlich 15 Pfennig. Das billigste, was mir bisher
untergekommen ist, waren die Erfurter Fünferkarten für 60 Pfennig, also 12
Pfennig pro Fahrt.
In Dresden muß es Streifenkarten gegeben haben, die bei Umrechnung
auf den Einzelstreifen einen Betrag mit Zehntelpfennig ergab.
Jedenfalls wurde meine Buchhaltung als Lagerleiter im Erzgebirge (Maxen)
von der Buchhaltung der Akademie revidiert, ich hinzitiert und
mußte einen Betrag in Höhe von 30 oder 40 Pfennigen nachzahlen.
Post by Matthias Opatz
http://www.sbahnfoto.de/details.php?image_id=3448
Für ganze 10 Pfennig in Cottbus mit der Straßenbahn fahren?
Oder sind das Kinderfahrkarten (draufstehen tut's nicht)?
In Ostberlin kostete ein einfache Fahrt für Kinder ebenfalls
zehn Pfennige - FR
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