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Nam nam nam
(zu alt für eine Antwort)
Torsten Mueller
2017-08-24 11:47:16 UTC
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Die BZ heute:

http://www.berliner-zeitung.de/gesundheit/expertenrat-warum-wir-oefter-so-essen-sollten-wie-in-der-ddr-28216864?dmcid=f_feed_Berliner+Zeitung

Bemerkenswert ist der Artikel nicht wegen seiner vielen Lobe, sondern
wegen seiner Blindheiten auf allen möglichen Augen.

Die Ernährung in der DDR beruhte wesentlich auf intensivierter
industrieller Landwirtschaft, d.h. auf dem massenhaften Einsatz von
chemischen Düngemitteln sowie Pflanzen- und Insektengiften, dazu auf
Massentierhaltung in Anlagen, die man sich heute gar nicht mehr
vorstellen kann. Direkte Konsequenzen davon waren eine großflächig hohe
Umweltbelastung und eine abnehmende Biodiversität. Drittens beruhte sie
nicht unerheblich auf Lebensmittelchemie, insbesondere um bestimmte
Mängel zu kompensieren. Viertens war schwankende Qualität lange Zeit
weit verbreitet, z.B. beim Bier. Das vorweg.

Mag sein, daß man damals der üblichen Brause weniger Zucker beimischte
als heute. Allerdings gab es sowohl in der Bevölkerung wie auch beim
Staat überhaupt kein Bewußtsein im Umgang mit sog. Süßgetränken, das
entwickelt sich ja heute erst langsam.

Die DDR-Ernährung war zucker- und fettreich, hingegen (dem allgemeinen
Mangel geschuldet) arm an hochwertigen Eiweißen, Gemüsen und Obst, und
zwar selbst im Sommer. Wer einen Artikel unter solch einer Überschrift
schreibt, muß das aussprechen. Ich verstehe ja das Anliegen, das die
Journaille vermitteln will. Eine solche Aussage pauschal zu machen, ist
aber einfach nur hirnrissig und geschichtsfälschend. Und ich behaupte,
die Nachwirkungen sieht man bis heute in dem Teil der ostdeutschen
Bevölkerung, der diese Ernährung unmittelbar über Jahrzehnte erlebt hat
und sich der Gewohnheit folgend teils bis heute so ernährt.

Die Schlagersüßtafel muß ich nicht noch einmal haben. Der Kakaogehalt
von 7% bleibt wohl bei schokoladentafelähnlichen Lebensmitteln
ununterboten. Und nein, das war nicht gut so, das war ein Armutszeugnis.

T.M.
Wilhelm Ernst
2017-08-24 12:47:22 UTC
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Raw Message
Am Thu, 24 Aug 2017 13:47:16 +0200hat Torsten Mueller
Post by Torsten Mueller
Die Ernährung in der DDR beruhte wesentlich auf intensivierter
industrieller Landwirtschaft, d.h. auf dem massenhaften Einsatz von
chemischen Düngemitteln sowie Pflanzen- und Insektengiften, dazu auf
Massentierhaltung in Anlagen, die man sich heute gar nicht mehr
vorstellen kann. Direkte Konsequenzen davon waren eine großflächig hohe
Umweltbelastung und eine abnehmende Biodiversität. Drittens beruhte sie
nicht unerheblich auf Lebensmittelchemie, insbesondere um bestimmte
Mängel zu kompensieren. Viertens war schwankende Qualität lange Zeit
weit verbreitet, z.B. beim Bier. Das vorweg.
Mag sein, daß man damals der üblichen Brause weniger Zucker beimischte
als heute. Allerdings gab es sowohl in der Bevölkerung wie auch beim
Staat überhaupt kein Bewußtsein im Umgang mit sog. Süßgetränken, das
entwickelt sich ja heute erst langsam.
Die DDR-Ernährung war zucker- und fettreich, hingegen (dem allgemeinen
Mangel geschuldet) arm an hochwertigen Eiweißen, Gemüsen und Obst, und
zwar selbst im Sommer. Wer einen Artikel unter solch einer Überschrift
schreibt, muß das aussprechen. Ich verstehe ja das Anliegen, das die
Journaille vermitteln will. Eine solche Aussage pauschal zu machen, ist
aber einfach nur hirnrissig und geschichtsfälschend. Und ich behaupte,
die Nachwirkungen sieht man bis heute in dem Teil der ostdeutschen
Bevölkerung, der diese Ernährung unmittelbar über Jahrzehnte erlebt hat
und sich der Gewohnheit folgend teils bis heute so ernährt.
Die Schlagersüßtafel muß ich nicht noch einmal haben. Der Kakaogehalt
von 7% bleibt wohl bei schokoladentafelähnlichen Lebensmitteln
ununterboten. Und nein, das war nicht gut so, das war ein Armutszeugnis.
Du magst in allen Deinen Argumenten sachlich recht haben, dennoch:

- Nie wieder solch ein wunderbares (Roggen-Misch-)Brot gegessen, wie in
meiner Kindheit/Jugend;
- nie wieder solch wunderbares Schweinefleisch als Geselchtes oder
Schlachteplatte gegessen, wie bei den Bauern in der O/L,
- nie wieder solche Freiland-Tomaten und -Gurken gegessen, wie bei
meinen Bauern;
(Halt: Das türkische Gemüse im Urlaub ist eindeutig besser)
- nie wieder solche Kartoffeln und Bollen (Zwiebeln) gegessen, wie die
in den Ernteeinsätzen '71/'72;...

Und so hat jeder seine eigenen Erinnerungen.

Soweit ich das blicke, ist die Intensität der Landwirtschaft heutzutage
weit höher, als in den Achtzigern in der DDR. Sowohl in der Tier- als
auch in der Pflanzenproduktion. Energieproduktion gabs damals ja noch
nicht als landwirtschaftlichen Erwerbszweig.
Das kann man sowohl auf Personen/kEuro als auch Ertrag pro
Flächeneinheit beziehen.

Willi
--
"Sich in den Konflikt zwischen den Mächtigen und den Machtlosen
nicht einzumischen bedeutet nicht, neutral zu sein, sondern sich
auf die Seite der Mächtigen zu stellen."
Paulo Freire (1921-1997)
gunter Kühne
2017-08-24 13:18:18 UTC
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Raw Message
Post by Torsten Mueller
http://www.berliner-zeitung.de/gesundheit/expertenrat-warum-wir-oefter-so-essen-sollten-wie-in-der-ddr-28216864?dmcid=f_feed_Berliner+Zeitung
Bemerkenswert ist der Artikel nicht wegen seiner vielen Lobe, sondern
wegen seiner Blindheiten auf allen möglichen Augen.
Die Ernährung in der DDR beruhte wesentlich auf intensivierter
industrieller Landwirtschaft, d.h. auf dem massenhaften Einsatz von
chemischen Düngemitteln sowie Pflanzen- und Insektengiften, dazu auf
Massentierhaltung in Anlagen, die man sich heute gar nicht mehr
vorstellen kann. Direkte Konsequenzen davon waren eine großflächig hohe
Umweltbelastung und eine abnehmende Biodiversität. Drittens beruhte sie
nicht unerheblich auf Lebensmittelchemie, insbesondere um bestimmte
Mängel zu kompensieren. Viertens war schwankende Qualität lange Zeit
weit verbreitet, z.B. beim Bier. Das vorweg.
Mag sein, daß man damals der üblichen Brause weniger Zucker beimischte
als heute. Allerdings gab es sowohl in der Bevölkerung wie auch beim
Staat überhaupt kein Bewußtsein im Umgang mit sog. Süßgetränken, das
entwickelt sich ja heute erst langsam.
Die DDR-Ernährung war zucker- und fettreich, hingegen (dem allgemeinen
Mangel geschuldet) arm an hochwertigen Eiweißen, Gemüsen und Obst, und
zwar selbst im Sommer. Wer einen Artikel unter solch einer Überschrift
schreibt, muß das aussprechen. Ich verstehe ja das Anliegen, das die
Journaille vermitteln will. Eine solche Aussage pauschal zu machen, ist
aber einfach nur hirnrissig und geschichtsfälschend. Und ich behaupte,
die Nachwirkungen sieht man bis heute in dem Teil der ostdeutschen
Bevölkerung, der diese Ernährung unmittelbar über Jahrzehnte erlebt hat
und sich der Gewohnheit folgend teils bis heute so ernährt.
Die Schlagersüßtafel muß ich nicht noch einmal haben. Der Kakaogehalt
von 7% bleibt wohl bei schokoladentafelähnlichen Lebensmitteln
ununterboten. Und nein, das war nicht gut so, das war ein Armutszeugnis.
T.M.
Sag mal Glaubst du den Unfug den du verbreitest wirklich??
Oder war das nur Satire.
René Marquardt
2017-08-24 13:46:01 UTC
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Raw Message
Post by gunter Kühne
Sag mal Glaubst du den Unfug den du verbreitest wirklich??
Oder war das nur Satire.
Ich bin ja an Wirres gewöhnt hier, aber was das OP uns sagen sollte,
konnte ich auch nicht entziffern.
gunter Kühne
2017-08-24 14:29:31 UTC
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Raw Message
Post by René Marquardt
Post by gunter Kühne
Sag mal Glaubst du den Unfug den du verbreitest wirklich??
Oder war das nur Satire.
Ich bin ja an Wirres gewöhnt hier, aber was das OP uns sagen sollte,
konnte ich auch nicht entziffern.
Dafür kann keiner was.
Es stimmt eben so nicht.
Mal abgesehen von der "Schlager Süsstafel. Aber das ist ja auch keine
Schokolade :)
Eher das Gegenteil ist der Fall.
Oder der Poster muss in einer anderen DDR gelebt haben als meine Wenigkeit.
DDR Landwirtschaftserzeugnisse waren durch anders Belastet, aber
bestimmt nicht durch zu viel Dünger. Zu mindest nicht hier in der
Region. ( Mittelsachsen).
Dünger war Rahr und teuer. wurde daher nicht so viel verwendet wie
heute wo er immer und überall billig zu bekommen ist.
Dafür haben wir heute Saatgut was nicht mal mehr selbst nachgezogen
werden kann. ( Monsato Patente)
So einseitig wie es dargestellt wurde war es nicht.
Peter Veith
2017-08-24 14:33:36 UTC
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Raw Message
Post by Torsten Mueller
http://www.berliner-zeitung.de/gesundheit/expertenrat-warum-wir-oefter-so-essen-sollten-wie-in-der-ddr-28216864?dmcid=f_feed_Berliner+Zeitung
Die Ernährung in der DDR beruhte wesentlich auf intensivierter
industrieller Landwirtschaft, d.h. auf dem massenhaften Einsatz von
chemischen Düngemitteln sowie Pflanzen- und Insektengiften,
Komm, wir hatten doch nüscht!

Bei uns mußte die LPG noch regelmäßig und in Massen Scheiße aufs Feld
fahren .... ok, damit kann auch überdüngt werden, aber das ganz "Bio" :-D

Im Übrigen wußten die LPG-Bauern noch was von Fruchtfolge und so, was
den Kunstdüngereinsatz reduzierte. Wir hatten doch nüscht, außer
Scheiße, s.o.
Post by Torsten Mueller
dazu auf Massentierhaltung in Anlagen, die man sich heute gar nicht
mehr vorstellen kann.
Glaube ich nicht. Unser Schweinedorf und das Hühner-Kz waren nix gegen
heutige Anlagen. Schon mal wieder in einer solchen gewesen?
Post by Torsten Mueller
Direkte Konsequenzen davon waren eine großflächig hohe
Umweltbelastung und eine abnehmende Biodiversität.
Ach, komm, daß ist so, als wenn ich einen Trabi mit einem Diesel-Golf
vergleiche und deren jeweilige Anzahl ignoriere.
Post by Torsten Mueller
Drittens beruhte sie nicht unerheblich auf Lebensmittelchemie,
insbesondere um bestimmte Mängel zu kompensieren.
Hast Du Dich mal interessiert, wieviel Zusatzstoffe heute in einem
gewöhnlichen Brot sind, nur um es haltbar zu machen ... über 100, z.T.
hochallergen!
Post by Torsten Mueller
Viertens war schwankende Qualität lange Zeit weit verbreitet, z.B.
beim Bier.
Eigentlich hat Rostocker Hafenbräu immer gleich "geschmeckt": Naturtrüb
und schaumgebremst.

Aber auch hier: "Fehlende" Haltbarmachung zugunsten des Geschmacks.
Natürlich nur, weil wir nüscht hatten.
Post by Torsten Mueller
Das vorweg.
Mag sein, daß man damals der üblichen Brause weniger Zucker
beimischte als heute.
Ja.
Post by Torsten Mueller
Allerdings gab es sowohl in der Bevölkerung wie auch beim Staat
überhaupt kein Bewußtsein im Umgang mit sog. Süßgetränken, das
entwickelt sich ja heute erst langsam.
Was brauche ich Süßgetränke - Bewußtsein, wenn ich keine Brause im
Angebot habe, von der eine Flasche meinen Kalorienbedarf am Tag deckt?!

Daß ist so, als ob ich Menschen in der Sahel-Zone mangelndes Bewußtsein
im Umgang mit fettigen Produkten oder fehlende Diätkenntnisse vorwerfen
würde.
Post by Torsten Mueller
Die DDR-Ernährung war zucker- und fettreich, hingegen (dem
allgemeinen Mangel geschuldet) arm an hochwertigen Eiweißen, Gemüsen
und Obst, und zwar selbst im Sommer.
Also, in der langen Nachkriegszeit wurde europaweit zucker- und
fettreich gegessen und insofern gab es auch in der DDR in den 1980ern
ein Umdenken.

Bitte nicht bei der DDR 40 Jahre in einen Topf werfen und dann mit der
BRD 2017 vergleichen!
Post by Torsten Mueller
Wer einen Artikel unter solch einer Überschrift schreibt, muß das
aussprechen.
Und ich behaupte, die Nachwirkungen sieht man bis heute in dem Teil
der ostdeutschen Bevölkerung, der diese Ernährung unmittelbar über
Jahrzehnte erlebt hat und sich der Gewohnheit folgend teils bis
heute so ernährt.
Was?! Mich hat der Westen verfettet!

Wir hatten doch nüscht und wie in dieser NG lang und breit festgehalten,
mußten wir sogar nach "Schinkenspeck" Schlange stehen, natürlich
"stundenlang"!

Ich dachte bis vor kurzen, es sei nur für die Schüler des
Louise-Schroeder-Gymnasium in München (2014) ein *Mangel* der DDR
gewesen: »Frisches Obst und Gemüse gab es nur während der Saison.«
Post by Torsten Mueller
Die Schlagersüßtafel muß ich nicht noch einmal haben. Der Kakaogehalt
von 7% bleibt wohl bei schokoladentafelähnlichen Lebensmitteln
ununterboten. Und nein, das war nicht gut so, das war ein
Armutszeugnis.
Aber die Sammelbilder!!!

Ich habe die Schlagersüßtafel in guter Erinnerung. Die angeblich so edle
"Zartbitter" mag ich nicht. Was sagt das über "gesunde" Ernährung aus?
Welche Schokolade wäre unter *diesem* Aspekt besser gewesen? ;)

Veith
--
"So ist der Krieg das beste Mittel, um die endgültige Katastrophe des
ganzen kapitalistischen Wirtschaftssystems immer wieder
hinauszuschieben”, Ernst Winkler 1952.
http://www.ddr-luftwaffe.de
René Marquardt
2017-08-24 15:06:15 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Peter Veith
Ich habe die Schlagersüßtafel in guter Erinnerung. Die angeblich so edle
"Zartbitter" mag ich nicht. Was sagt das über "gesunde" Ernährung aus?
Das sagt aus, daß man die als Kind einprogrammierten Vorlieben auch
im Erwachsenenalter beibehält.
Boris Gerlach
2017-08-24 16:04:23 UTC
Permalink
Raw Message
Post by René Marquardt
Post by Peter Veith
Ich habe die Schlagersüßtafel in guter Erinnerung. Die angeblich so edle
"Zartbitter" mag ich nicht. Was sagt das über "gesunde" Ernährung aus?
Das sagt aus, daß man die als Kind einprogrammierten Vorlieben auch
im Erwachsenenalter beibehält.
die geschmackliche Prägephase geht bis 16 jahre.
sehr schön zu sehen beim Senf, bei dem das Scheitern
der Widervereinigung [sic] explizit betrachtet werden kann
ansonsten war die Zone reines Biolland. die hatten nicht mal Geld
um Glykol in den Wein zu schütten.
bge
--
jo
Peter Veith
2017-08-24 16:59:58 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Boris Gerlach
ansonsten war die Zone reines Biolland. die hatten nicht mal Geld
um Glykol in den Wein zu schütten.
Und dafür einen (roten) Strich im Kalender :-D

Veith
--
"So ist der Krieg das beste Mittel, um die endgültige Katastrophe des
ganzen kapitalistischen Wirtschaftssystems immer wieder
hinauszuschieben”, Ernst Winkler 1952.
http://www.ddr-luftwaffe.de
Martin Ebert
2017-08-24 20:29:09 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Boris Gerlach
ansonsten war die Zone reines Biolland.
Mit Landwirtschaft und Lebensmittelindustrie hattest Du also nichts zu tun.

Mt
Chr. Maercker
2017-08-25 05:42:13 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Boris Gerlach
die geschmackliche Prägephase geht bis 16 jahre.
sehr schön zu sehen beim Senf, bei dem das Scheitern
der Widervereinigung [sic] explizit betrachtet werden kann
ansonsten war die Zone reines Biolland. die hatten nicht mal Geld
um Glykol in den Wein zu schütten.
Nee, die hatten es einfach nicht nötig, gesoffen wurde das Zeugs so oder
so. Statt dessen wurde Zuckerlösung reingekippt. Immerhin, nicht so
schädlich wie Glykol und westwärts ebenfalls nicht unüblich. Ungarische
Weine scheinen übrigens weniger gepanscht worden zu sein als bulgarische
(Rosentaler Kadarka, Bärenblut!!) oder algerische. Jedenfalls waren die
auffallend trocken. "Dürrnsteiner Nussberg" oder wie das Gesöff damals
hieß, war in Österreich übrigens unbekannt. ;-)
--
CU Chr. Maercker.

Transport + Sport = Radfahren
Wolfgang Schwanke
2017-08-25 05:43:06 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Boris Gerlach
ansonsten war die Zone reines Biolland.
So, was haben denn dann die ganzen Agrarfliegerstaffeln auf den
LPG-Feldern verspritzt?
--
Klänge für Millionen überwinden die Distanzen

http://www.wschwanke.de/ http://www.fotos-aus-der-luft.de/
usenet_20031215 (AT) wschwanke (DOT) de
Peter Veith
2017-08-25 06:57:14 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Wolfgang Schwanke
Post by Boris Gerlach
ansonsten war die Zone reines Biolland.
So, was haben denn dann die ganzen Agrarfliegerstaffeln auf den
LPG-Feldern verspritzt?
Vermutlich das gleiche wie heutzutage: Harn- und Stickstoffdünger, vgl.:
http://www.lvz.de/Region/Delitzsch/Agrarflieger-im-Einsatz-ueber-Nordsachsen

Ansonsten mal die Flugstaffel Meinecke fragen!
https://de.wikipedia.org/wiki/Flugstaffel_Meinecke

Veith
--
"So ist der Krieg das beste Mittel, um die endgültige Katastrophe des
ganzen kapitalistischen Wirtschaftssystems immer wieder
hinauszuschieben”, Ernst Winkler 1952.
http://www.ddr-luftwaffe.de
Chr. Maercker
2017-08-25 11:14:06 UTC
Permalink
Raw Message
Peter Veith wrote:
[was haben die Agrarfliegerstaffeln auf den LPG-Feldern verspritzt?]
Post by Peter Veith
Vermutlich das gleiche wie heutzutage: Harn- und Stickstoffdünger,
Achso, die Pestizide wurden per Hand gestreut.
--
CU Chr. Maercker.
Lars Gebauer
2017-08-25 15:43:29 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Wolfgang Schwanke
Post by Boris Gerlach
ansonsten war die Zone reines Biolland.
So, was haben denn dann die ganzen Agrarfliegerstaffeln auf den
LPG-Feldern verspritzt?
Bio-Glyphosat.
Torsten Mueller
2017-08-24 15:54:37 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Peter Veith
Komm, wir hatten doch nüscht!
Meine Rede.
Post by Peter Veith
Bei uns mußte die LPG noch regelmäßig und in Massen Scheiße aufs Feld
fahren .... ok, damit kann auch überdüngt werden
Man kann damit vor allem Boden und Gewässer mit Nitraten belasten.
Post by Peter Veith
Post by Torsten Mueller
dazu auf Massentierhaltung in Anlagen, die man sich heute gar nicht
mehr vorstellen kann.
Glaube ich nicht. Unser Schweinedorf und das Hühner-Kz waren nix gegen
heutige Anlagen. Schon mal wieder in einer solchen gewesen?
Ich sah zumindest vor paar Tagen das Schweine-KZ (glaub einst 3000
Häftlinge), das ich seinerzeit (1982) persönlich mit aufgebaut habe,
noch in Betrieb, allerdings nur von außen. Keine Ahnung, wieviel da
jetzt drin sind.
Post by Peter Veith
Post by Torsten Mueller
Viertens war schwankende Qualität lange Zeit weit verbreitet, z.B.
beim Bier.
Eigentlich hat Rostocker Hafenbräu immer gleich "geschmeckt": Naturtrüb
und schaumgebremst.
man Gothaer

Beim Arnstädter war's nicht viel anders: den einen Tag top, am nächsten
Tag flop.
Post by Peter Veith
Post by Torsten Mueller
Allerdings gab es sowohl in der Bevölkerung wie auch beim Staat
überhaupt kein Bewußtsein im Umgang mit sog. Süßgetränken, das
entwickelt sich ja heute erst langsam.
Was brauche ich Süßgetränke - Bewußtsein, wenn ich keine Brause im
Angebot habe, von der eine Flasche meinen Kalorienbedarf am Tag deckt?!
Brause gab's immer. OK, das war solche, die unten rot und oben klar war.
Cola gab's auch immer, später Tonic. Was es nicht immer gab, war
Orongschnbärle.
Post by Peter Veith
Post by Torsten Mueller
Die DDR-Ernährung war zucker- und fettreich, hingegen (dem
allgemeinen Mangel geschuldet) arm an hochwertigen Eiweißen, Gemüsen
und Obst, und zwar selbst im Sommer.
Also, in der langen Nachkriegszeit wurde europaweit zucker- und
fettreich gegessen
Ja, aber das macht DDR-Ernährung kein bißchen besser. (Sie soll aber
angeblich besser gewesen sein, sagen diese in den 90ern geborenen
Pappnasen von der BZ pauschal.)
Post by Peter Veith
Ich dachte bis vor kurzen, es sei nur für die Schüler des
Louise-Schroeder-Gymnasium in München (2014) ein *Mangel* der DDR
gewesen: »Frisches Obst und Gemüse gab es nur während der Saison.«
Ja eben nicht einmal das. Ich kann heute Erdbeeren haben, bis ich platze
(wenn Saison ist). In der DDR hat's genau für ein solches Holzkörbchen
gereicht, mit Glück noch für ein zweites, pro Jahr, wohlgemerkt. (Ich
rede von öffentlichem Verkauf in der ostsächsischen Provinz, nicht von
Großstadtkaufhallen oder vom Garten o.ä.) Wie war das mit Tomaten? Mit
Paprika? Damals hat meine Mutter noch den halben Keller voll
Einweckgläser gepackt, damit im Winter bißchen Ost dawar. Warum?

T.M.
René Marquardt
2017-08-24 16:16:36 UTC
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Raw Message
Post by Torsten Mueller
Ja eben nicht einmal das. Ich kann heute Erdbeeren haben, bis ich platze
(wenn Saison ist).
Erdbeersaison ist heutzutage 12 Monate lang. ;)
Post by Torsten Mueller
In der DDR hat's genau für ein solches Holzkörbchen
gereicht, mit Glück noch für ein zweites, pro Jahr, wohlgemerkt. (Ich
rede von öffentlichem Verkauf in der ostsächsischen Provinz, nicht von
Großstadtkaufhallen oder vom Garten o.ä.)
Eine weitere Alternative, bzw. die Option #1 war selber pflücken auf dem Feld
nahe der Stadt. Man konnte sich den Ranzen vollschlagen, und nebenbei das
Körbchen füllen und am Ausgang für Geld abgeben.
Post by Torsten Mueller
Wie war das mit Tomaten?
So selten im Angebot, daß die Tochter einer Bekannten meiner Mutter sprach:
"Wenn wir erst mal im Westen sind, esse ich jeden Tag Tomaten!"
Peter Veith
2017-08-24 17:09:50 UTC
Permalink
Raw Message
Post by René Marquardt
Post by Torsten Mueller
Ja eben nicht einmal das. Ich kann heute Erdbeeren haben, bis ich platze
(wenn Saison ist).
Erdbeersaison ist heutzutage 12 Monate lang. ;)
Ja, diese Händler am Kuh'damm, kurz vor Weihnachten 1989 war schon
"Wahnsinn", gibbet aber auch nicht mehr. Erdbeeren im Winter (fast ein
Buchtitel) gibt es bei REWE nur tiefgefrorene (und bei Mutti früher
eingekocht .... klar, süß aber lecker :) )

Tja, vorbei - für die Masse.
Post by René Marquardt
Post by Torsten Mueller
In der DDR hat's genau für ein solches Holzkörbchen
gereicht, mit Glück noch für ein zweites, pro Jahr, wohlgemerkt. (Ich
rede von öffentlichem Verkauf in der ostsächsischen Provinz, nicht von
Großstadtkaufhallen oder vom Garten o.ä.)
Eine weitere Alternative, bzw. die Option #1 war selber pflücken auf dem Feld
nahe der Stadt. Man konnte sich den Ranzen vollschlagen, und nebenbei das
Körbchen füllen und am Ausgang für Geld abgeben.
Ja, das Stadt / Land - Problem.
Post by René Marquardt
Post by Torsten Mueller
Wie war das mit Tomaten?
"Wenn wir erst mal im Westen sind, esse ich jeden Tag Tomaten!"
Ja, das Stadt / Land - Problem.

<trallala>Dann ...sah durch mein Glas die Tomaten dort auf deinem Tisch.
Die schmeckten nach Pappe, und deine Weiber, die waren frigid.

Und dafür habe ich mein Feuer am Strand gelöscht und mein Lied.</trallala>
s.a. https://www.rosalux.de/fileadmin/rls_uploads/pdfs/177_78Rump.pdf

Veith
--
"So ist der Krieg das beste Mittel, um die endgültige Katastrophe des
ganzen kapitalistischen Wirtschaftssystems immer wieder
hinauszuschieben”, Ernst Winkler 1952.
http://www.ddr-luftwaffe.de
René Marquardt
2017-08-24 17:25:39 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Peter Veith
Post by René Marquardt
Post by Torsten Mueller
Ja eben nicht einmal das. Ich kann heute Erdbeeren haben, bis ich platze
(wenn Saison ist).
Erdbeersaison ist heutzutage 12 Monate lang. ;)
Ja, diese Händler am Kuh'damm, kurz vor Weihnachten 1989 war schon
"Wahnsinn", gibbet aber auch nicht mehr. Erdbeeren im Winter (fast ein
Buchtitel) gibt es bei REWE nur tiefgefrorene (und bei Mutti früher
eingekocht .... klar, süß aber lecker :) )
Tja, vorbei - für die Masse.
Wie, echt?
Post by Peter Veith
Post by René Marquardt
Post by Torsten Mueller
In der DDR hat's genau für ein solches Holzkörbchen
gereicht, mit Glück noch für ein zweites, pro Jahr, wohlgemerkt. (Ich
rede von öffentlichem Verkauf in der ostsächsischen Provinz, nicht von
Großstadtkaufhallen oder vom Garten o.ä.)
Eine weitere Alternative, bzw. die Option #1 war selber pflücken auf dem Feld
nahe der Stadt. Man konnte sich den Ranzen vollschlagen, und nebenbei das
Körbchen füllen und am Ausgang für Geld abgeben.
Ja, das Stadt / Land - Problem.
Post by René Marquardt
Post by Torsten Mueller
Wie war das mit Tomaten?
"Wenn wir erst mal im Westen sind, esse ich jeden Tag Tomaten!"
Ja, das Stadt / Land - Problem.
Es handelt sich in beiden Anekdoten um dieselbe Landstadt :P
Post by Peter Veith
<trallala>Dann ...sah durch mein Glas die Tomaten dort auf deinem Tisch.
Die schmeckten nach Pappe, und deine Weiber, die waren frigid.
Hier in den USA werden alte Sorten, mit Geschmack aber eben nicht
so fotohübsch als "heirloom" (z.B) Tomaten bezeichnet und von
Foodies und Hipsters bevorzugt. Bewahrung alter Sorten steht
übrigens auf Seite 74 des Wahlprogramms der Alternative, hüstel.
Wolfgang Schwanke
2017-08-25 05:47:36 UTC
Permalink
Raw Message
Post by René Marquardt
Post by Peter Veith
Ja, diese Händler am Kuh'damm, kurz vor Weihnachten 1989 war schon
"Wahnsinn", gibbet aber auch nicht mehr. Erdbeeren im Winter (fast ein
Buchtitel) gibt es bei REWE nur tiefgefrorene (und bei Mutti früher
eingekocht .... klar, süß aber lecker :) )
Tja, vorbei - für die Masse.
Wie, echt?
Ich glaube nicht.
Post by René Marquardt
Hier in den USA
Laut Wikipedia wird H-Milch in den USA gekühlt verkauft, weil die
Kunden das sonst nicht akzeptieren würden. Die spinnen die Amis.
--
Klänge für Millionen überwinden die Distanzen

http://www.wschwanke.de/ http://www.fotos-aus-der-luft.de/
usenet_20031215 (AT) wschwanke (DOT) de
René Marquardt
2017-08-25 12:06:59 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Wolfgang Schwanke
Laut Wikipedia wird H-Milch in den USA gekühlt verkauft, weil die
Kunden das sonst nicht akzeptieren würden. Die spinnen die Amis.
Ist das H-Milch? Keine Ahnung, sauf das Zeug nicht, aber kann gerne
mal gucken das nächste Mal.
Wolfgang Schwanke
2017-08-25 12:16:56 UTC
Permalink
Raw Message
Post by René Marquardt
Post by Wolfgang Schwanke
Laut Wikipedia wird H-Milch in den USA gekühlt verkauft, weil die
Kunden das sonst nicht akzeptieren würden. Die spinnen die Amis.
Ist das H-Milch? Keine Ahnung, sauf das Zeug nicht, aber kann gerne
mal gucken das nächste Mal.
In den USA "UHT milk"

"In the American market, consumers are uneasy about consuming milk that
is not delivered under refrigeration, and reluctant to buy it.
To combat this, Parmalat is selling its UHT milk in old-fashioned
containers, unnecessarily sold from the refrigerator aisle."

https://en.wikipedia.org/wiki/Ultra-high-temperature_processing#Worldwide_use

Muss natürlich nicht stimmen.
--
Klänge für Millionen überwinden die Distanzen

http://www.wschwanke.de/ http://www.fotos-aus-der-luft.de/
usenet_20031215 (AT) wschwanke (DOT) de
René Marquardt
2017-08-25 13:18:40 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Wolfgang Schwanke
Post by René Marquardt
Post by Wolfgang Schwanke
Laut Wikipedia wird H-Milch in den USA gekühlt verkauft, weil die
Kunden das sonst nicht akzeptieren würden. Die spinnen die Amis.
Ist das H-Milch? Keine Ahnung, sauf das Zeug nicht, aber kann gerne
mal gucken das nächste Mal.
In den USA "UHT milk"
"In the American market, consumers are uneasy about consuming milk that
is not delivered under refrigeration, and reluctant to buy it.
To combat this, Parmalat is selling its UHT milk in old-fashioned
containers, unnecessarily sold from the refrigerator aisle."
https://en.wikipedia.org/wiki/Ultra-high-temperature_processing#Worldwide_use
Muss natürlich nicht stimmen.
Ach so, jetzte... In den USA ist diese Art der Haltbarkeitmachung völlig unüblich.
Siehe stattdessen: https://en.wikipedia.org/wiki/Pasteurization#Milk
Ronald Konschak
2017-08-24 17:40:08 UTC
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Raw Message
Post by Torsten Mueller
Post by Peter Veith
Komm, wir hatten doch nüscht!
Meine Rede.
Post by Peter Veith
Bei uns mußte die LPG noch regelmäßig und in Massen Scheiße aufs Feld
fahren .... ok, damit kann auch überdüngt werden
Man kann damit vor allem Boden und Gewässer mit Nitraten belasten.
Kann man. Tut man, vor allem heute. Ich weiss nicht, wie Du auf
den Gedanken kommst, die Landwirtschaft der DDR sei intensiver
gewesen als die heutige. Schau Dir die Hektarerträge damals und
heute an. Mit dem Ergebnissen einer LPG würde jeder Landwirt
heute nach einem Jahr pleite gehen. Das hat auch Auswirkungen.
Aktuell drohen uns die Wasserbetriebe mit Teuerung, weil das
Grundwasser so mit Pestiziden und Dünger belastet ist, dass man
Schwierigkeiten mit der Beschaffung von sauberem Wasser hat.
Post by Torsten Mueller
Post by Peter Veith
Post by Torsten Mueller
dazu auf Massentierhaltung in Anlagen, die man sich heute gar nicht
mehr vorstellen kann.
Glaube ich nicht. Unser Schweinedorf und das Hühner-Kz waren nix gegen
heutige Anlagen. Schon mal wieder in einer solchen gewesen?
Ich sah zumindest vor paar Tagen das Schweine-KZ (glaub einst 3000
Häftlinge), das ich seinerzeit (1982) persönlich mit aufgebaut habe,
noch in Betrieb, allerdings nur von außen. Keine Ahnung, wieviel da
jetzt drin sind.
Die großen Anlagen sind fast alle wieder in Betrieb genommen
worden. Selbst das berüchtigte Schweinehochhaus aus dem Jahr
1970. Anhand der Gerüche, die ich bei einer Wanderung entlang
eines Baches bei Hellendorf in der Sächsischen Schweiz in die
Nase bekam behaupte ich, dass die Gülle auch noch denselben
Weg wie damals geht.
Post by Torsten Mueller
Post by Peter Veith
Ich dachte bis vor kurzen, es sei nur für die Schüler des
Louise-Schroeder-Gymnasium in München (2014) ein *Mangel* der DDR
gewesen: »Frisches Obst und Gemüse gab es nur während der Saison.«
Ja eben nicht einmal das. Ich kann heute Erdbeeren haben, bis ich platze
(wenn Saison ist). In der DDR hat's genau für ein solches Holzkörbchen
gereicht, mit Glück noch für ein zweites, pro Jahr, wohlgemerkt. (Ich
rede von öffentlichem Verkauf in der ostsächsischen Provinz, nicht von
Großstadtkaufhallen oder vom Garten o.ä.) Wie war das mit Tomaten? Mit
Paprika? Damals hat meine Mutter noch den halben Keller voll
Einweckgläser gepackt, damit im Winter bißchen Ost dawar. Warum?
Den staatlichen Handel kann man eben nicht als alleinigen
Lieferanten betrachten. In meiner Zeit bei der Reichsbahn
hatte ich z.B. jedes Jahr Frühgemüse, weil ein Kollege ein
beheiztes Gewächshaus betrieb. Sicher gab es im Winter keine
frischen Erdbeeren aus dem Nahen Osten. Umso mehr haben wir
uns auf die Erdbeersaison gefreut. Heute kann ich Erdbeeren
zu jeder Zeit haben, aber ich lasse sie im Laden. Ich esse
lieber die selbstgepflückten Beeren aus dem Wald. Die sind
mehr bio als das Zeug in den gleichnamigen Läden.

Ronald.
--
Wenn die Wahrheit zu schwach ist, sich zu verteidigen, muß sie zum Angriff
übergehen.
Bertolt Brecht
Wolf gang P u f f e
2017-08-24 17:19:06 UTC
Permalink
Raw Message
... Wir hatten doch nüscht, außer
Scheiße, s.o.
Kein Wunder. Ein damaliger Witz besagte ja, dass in den Schlachthöfen
die Schweine und Rinder gesprengt wuerden.
Dabei flog das Fleisch in den Westen, die Knochen in den Osten (Polen)
und die Scheise blieb hier.

W.
Martin Ebert
2017-08-24 20:28:04 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Peter Veith
Post by Torsten Mueller
http://www.berliner-zeitung.de/gesundheit/expertenrat-warum-wir-oefter-so-essen-sollten-wie-in-der-ddr-28216864?dmcid=f_feed_Berliner+Zeitung
Die Ernährung in der DDR beruhte wesentlich auf intensivierter
industrieller Landwirtschaft, d.h. auf dem massenhaften Einsatz von
chemischen Düngemitteln sowie Pflanzen- und Insektengiften,
Bitte nicht bei der DDR 40 Jahre in einen Topf werfen und dann mit der
BRD 2017 vergleichen!
Dies vorausgeschickt - ist Müllers Kritik trotzdem viel zu harmlos.

Mit Kunstdünger und Insektiziden wurde in der DDR regelrecht geaast. Die Kontrollen waren ein Lacher - ich weiß nicht, wie der Artikel auf das Gegenteil kommt.

Mt
gunter Kühne
2017-08-25 02:24:51 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Martin Ebert
Post by Peter Veith
Post by Torsten Mueller
http://www.berliner-zeitung.de/gesundheit/expertenrat-warum-wir-oefter-so-essen-sollten-wie-in-der-ddr-28216864?dmcid=f_feed_Berliner+Zeitung
Die Ernährung in der DDR beruhte wesentlich auf intensivierter
industrieller Landwirtschaft, d.h. auf dem massenhaften Einsatz von
chemischen Düngemitteln sowie Pflanzen- und Insektengiften,
Bitte nicht bei der DDR 40 Jahre in einen Topf werfen und dann mit der
BRD 2017 vergleichen!
Dies vorausgeschickt - ist Müllers Kritik trotzdem viel zu harmlos.
Mit Kunstdünger und Insektiziden wurde in der DDR regelrecht geaast. Die Kontrollen waren ein Lacher - ich weiß nicht, wie der Artikel auf das Gegenteil kommt.
Mt
Weil eben einige genau das Gegenteil erlebt haben.
Kunstdünger.
Das gabs doch nur auf dem Papier.
Es gab Jahrelang keinen. Wir mussten ja Vietnam beliefern.
( zu mindestens von 73 bis 80 )
GK
Chr. Maercker
2017-08-25 05:35:50 UTC
Permalink
Raw Message
gunter Kühne wrote:
[Mit Kunstdünger und Insektiziden wurde in der DDR regelrecht geaast.
... - ich weiß nicht, wie der Artikel auf das Gegenteil kommt.]
Post by gunter Kühne
Weil eben einige genau das Gegenteil erlebt haben.
Kunstdünger.
Das gabs doch nur auf dem Papier.
Es gab Jahrelang keinen. Wir mussten ja Vietnam beliefern.
( zu mindestens von 73 bis 80 )
Für die Zeit vorher und danach kann ich bestätigen, dass Kunstdünger wie
auch Insektizide in rauen Mengen eingesetzt wurden, bis Anfang 1970er
sogar im eigenen Garten. In den 1980ern bekamen Mitarbeiter des CK
Bitterfeld Kalkammonsalpeter u.a. Kunstdünger als Deputat. Und die Läden
für Gartenbedarf stanken regelrecht nach "Delicia", Bi58 & Co.
--
CU Chr. Maercker.

Transport + Sport = Radfahren
gunter Kühne
2017-08-25 10:45:15 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Chr. Maercker
[Mit Kunstdünger und Insektiziden wurde in der DDR regelrecht geaast.
.... - ich weiß nicht, wie der Artikel auf das Gegenteil kommt.]
Post by gunter Kühne
Weil eben einige genau das Gegenteil erlebt haben.
Kunstdünger.
Das gabs doch nur auf dem Papier.
Es gab Jahrelang keinen. Wir mussten ja Vietnam beliefern.
( zu mindestens von 73 bis 80 )
Für die Zeit vorher und danach kann ich bestätigen, dass Kunstdünger wie
auch Insektizide in rauen Mengen eingesetzt wurden, bis Anfang 1970er
sogar im eigenen Garten. In den 1980ern bekamen Mitarbeiter des CK
Bitterfeld Kalkammonsalpeter u.a. Kunstdünger als Deputat. Und die Läden
für Gartenbedarf stanken regelrecht nach "Delicia", Bi58 & Co.
Natürlich wurde das auch benutzt. in Kleingärten warscheinlich noch mehr
als in der wirklichen Landwirtschaft.
Auch da kostete das Geld Zeit und Aufwand.
Freiwillig machte man nicht mehr als Unbedingt sein musste.
ach und heute kann man nicht mal mehr Bier trinken :)
<http://www.t-online.de/leben/id_77080536/glyphosat-im-bier-diese-deutschen-biersorten-sind-belastet.html>
Chr. Maercker
2017-08-25 11:11:37 UTC
Permalink
Raw Message
Post by gunter Kühne
Natürlich wurde das auch benutzt. in Kleingärten warscheinlich noch mehr
als in der wirklichen Landwirtschaft.
Nach dem Motto "viel hilft viel".
Post by gunter Kühne
Auch da kostete das Geld Zeit und Aufwand.
Das wurde in Kauf genommen, zum Lohn gab es ja "schönes" = großes +
wurmfreies Obst und Gemüse.
Post by gunter Kühne
Freiwillig machte man nicht mehr als Unbedingt sein musste.
Was heißt in dem Fall freiwillig? Meines Wissens gab es in
Landwirtschaft und im professionellen Gartenbau Pläne aka Vorschriften,
wie oft und wieviel gespritzt werden musste. Und sieben Spritzungen vor
dem ersten Apfel sind schon allerhand. Und dass bisweilen reichlich
gedüngt bzw. gespritzt wurde, war z.B. in der Bauernpartei offenes
Geheimnis.
Post by gunter Kühne
ach und heute kann man nicht mal mehr Bier trinken :)
<http://www.t-online.de/leben/id_77080536/glyphosat-im-bier-diese-deutschen-biersorten-sind-belastet.html>
Kein Problem, bevor ich die Spitzenreiter trinke, müsste ich kurz vorm
Verdursten sein. ;-)
--
CU Chr. Maercker.

Transport + Sport = Radfahren
Torsten Mueller
2017-08-25 11:40:11 UTC
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Raw Message
Post by gunter Kühne
Post by Chr. Maercker
Für die Zeit vorher und danach kann ich bestätigen, dass Kunstdünger
wie auch Insektizide in rauen Mengen eingesetzt wurden, bis Anfang
1970er sogar im eigenen Garten. In den 1980ern bekamen Mitarbeiter
des CK Bitterfeld Kalkammonsalpeter u.a. Kunstdünger als Deputat. Und
die Läden für Gartenbedarf stanken regelrecht nach "Delicia", Bi58 &
Co.
Natürlich wurde das auch benutzt. in Kleingärten warscheinlich noch
mehr als in der wirklichen Landwirtschaft. Auch da kostete das Geld
Zeit und Aufwand.
Den Aufwand hat ja auch durchaus keiner gescheut. Ich weiß nicht recht,
was Du sagen willst. Die Interflug hat eine eigene "Tochter" (Betrieb
Argrarflug) mit zeitweilig bis zu 280 betriebsbereiten Maschinen
betrieben und Piloten und Mechaniker ausgebildet, um in der
Landwirtschaft Flüge durchführen zu können [1]. Nur Flugzeuge
wohlgemerkt, die Sprühfahrzeuge bzw. Anhänger kommen noch dazu. Gespeist
wurden die durch extra gegründete Agrochemische Zentren (ACZ), die
wesentlich durch das 1979 gebildete Kombinat Agrochemie (Stammsitz in
Piesteritz bei Riesa) beliefert wurden. Dazu gab es eine ganze Reihe
Forschungseinrichtungen, die sich mit dem Thema befaßt haben.

[2] enthält beispielsweise den Satz

In der DDR wurde DDT gegen den Borkenkäfer verwendet. Wegen starken
Befalls der Forste wurden dort 1983/84 insgesamt etwa 600 Tonnen DDT
ausgebracht, was allerdings eine untypisch große Menge war.

T.M.

[1] http://www.luftfahrt-erfurt.de/seite45.htm
[2] http://www.chemie.de/lexikon/DDT.html
Frank Scheffski
2017-08-25 11:49:44 UTC
Permalink
Raw Message
Kombinat Agrochemie (Stammsitz in Piesteritz bei Riesa)
Für exorbitante Werte von "bei" ist das annähernd richtig, ansonsten
schauen wir nochmal in der TK25 AS, wo dieser Stadtteil von
Kleinwittenberg wirklich zu finden ist.

"Bei Riesa" ist das mit dem Cenusil, Nünchr und dann auch mit itz
hinten.

MfG

Frank
Torsten Mueller
2017-08-25 12:14:10 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Frank Scheffski
Kombinat Agrochemie (Stammsitz in Piesteritz bei Riesa)
Für exorbitante Werte von "bei" ist das annähernd richtig, ansonsten
schauen wir nochmal in der TK25 AS, wo dieser Stadtteil von
Kleinwittenberg wirklich zu finden ist.
Ja, sorry, paar Tage nicht mehr dagewesen ... Nünchritz ist bei Riesa.

T.M.
Frank Scheffski
2017-08-25 13:59:30 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Torsten Mueller
Ja, sorry,
Doch nicht desterwegen!
Post by Torsten Mueller
paar Tage nicht mehr dagewesen ... Nünchritz ist bei Riesa.
Du würdest es nicht wiedererkennen.
Man hat ordentlich Geld in die Hand genommen und sich südwärts bis an
die Vorgärten von Merschwitz erweitert.

http://www.fotocommunity.de/photo/wacker-chemiewerk-nuenchritz-allerdings-hakai-fotos/26728648

In der Dämmerung blinkt es auf den Türmen weiß und in der Dunkelheit
sieht man es bis nach Nossen.

Muß den Vergleich mit Piesteritz nicht mehr scheuen.


MfG

Frank
Martin Ebert
2017-08-25 19:52:22 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Torsten Mueller
Den Aufwand hat ja auch durchaus keiner gescheut. Ich weiß nicht recht,
was Du sagen willst. Die Interflug hat eine eigene "Tochter" (Betrieb
Argrarflug) mit zeitweilig bis zu 280 betriebsbereiten Maschinen
betrieben und Piloten und Mechaniker ausgebildet, um in der
Landwirtschaft Flüge durchführen zu können [1]. Nur Flugzeuge
wohlgemerkt, die Sprühfahrzeuge bzw. Anhänger kommen noch dazu. Gespeist
wurden die durch extra gegründete Agrochemische Zentren (ACZ), die
wesentlich durch das 1979 gebildete Kombinat Agrochemie (Stammsitz in
Piesteritz
Bis hierhin alles korrekt.
Post by Torsten Mueller
bei Riesa) beliefert wurden.
Du hast ja nicht alle. Piesteritz bei Lutherstadt Wittenberg; frag
einen, der da gelernt hat.

Kunstdünger war in den 70er Jahren das Aallheilmittel. In den 80er
Jahren änderte sich das teeilweise: Erstens kostet das auch,
zweitens setzte sich sie Erkenntnis durch, dass viel eben nicht
viel hilft.
Post by Torsten Mueller
Dazu gab es eine ganze Reihe
Forschungseinrichtungen, die sich mit dem Thema befaßt haben.
Gehörten teilweise auch zum Kombinat.
Frank Scheffski
2017-08-25 20:24:46 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Martin Ebert
Du hast ja nicht alle.
Sag mal, tut das Not?
Post by Martin Ebert
Piesteritz bei Lutherstadt Wittenberg;
Piesteritz ist seit 1950 Stadtteil von Wittenberg.
Post by Martin Ebert
frag einen, der da gelernt hat.
Ja, mach mal...


Frank
gunter Kühne
2017-08-26 07:18:07 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Torsten Mueller
Post by gunter Kühne
Post by Chr. Maercker
Für die Zeit vorher und danach kann ich bestätigen, dass Kunstdünger
wie auch Insektizide in rauen Mengen eingesetzt wurden, bis Anfang
1970er sogar im eigenen Garten. In den 1980ern bekamen Mitarbeiter
des CK Bitterfeld Kalkammonsalpeter u.a. Kunstdünger als Deputat. Und
die Läden für Gartenbedarf stanken regelrecht nach "Delicia", Bi58 &
Co.
Natürlich wurde das auch benutzt. in Kleingärten warscheinlich noch
mehr als in der wirklichen Landwirtschaft. Auch da kostete das Geld
Zeit und Aufwand.
Den Aufwand hat ja auch durchaus keiner gescheut. Ich weiß nicht recht,
was Du sagen willst. Die Interflug hat eine eigene "Tochter" (Betrieb
Argrarflug) mit zeitweilig bis zu 280 betriebsbereiten Maschinen
betrieben und Piloten und Mechaniker ausgebildet, um in der
Landwirtschaft Flüge durchführen zu können [1]. Nur Flugzeuge
wohlgemerkt, die Sprühfahrzeuge bzw. Anhänger kommen noch dazu. Gespeist
wurden die durch extra gegründete Agrochemische Zentren (ACZ), die
wesentlich durch das 1979 gebildete Kombinat Agrochemie (Stammsitz in
Piesteritz bei Riesa) beliefert wurden. Dazu gab es eine ganze Reihe
Forschungseinrichtungen, die sich mit dem Thema befaßt haben.
[2] enthält beispielsweise den Satz
In der DDR wurde DDT gegen den Borkenkäfer verwendet. Wegen starken
Befalls der Forste wurden dort 1983/84 insgesamt etwa 600 Tonnen DDT
ausgebracht, was allerdings eine untypisch große Menge war.
T.M.
[1] http://www.luftfahrt-erfurt.de/seite45.htm
[2] http://www.chemie.de/lexikon/DDT.html
Ja da hat man aber den Wald besprüht, nicht die Felder.
Es existieren hier von der Noch vorhandenen LPG ( Genossenschaft) noch
Unterlagen.
Da ist nicht von solchen großen Mengen die Rede.
Aber ich treffe ja einige heute Abend beim Grillen.
mal sehen was die dazu sagen.
Übrigens die hiesige Genossenschaft erweitert wieder ihre Stallungen.
dann sind die fast wieder auf der Stückzahl von vor 1990.
Natürlich ist es ein Unterschied ob man Heu mit nen Zetor macht oder so
einen neuen John Deer.
( Klimanlage stereoradio mit USB u.s.w.)
da kann mancher PKW neidisch werden.
Aber es ist eben einfach 40 Jahre einfach miteinander zu vergleichen.
Und das tut ihr.
Torsten Mueller
2017-08-26 07:41:03 UTC
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Raw Message
Post by gunter Kühne
Aber es ist eben einfach 40 Jahre einfach miteinander zu vergleichen.
Und das tut ihr.
Die in der BZ haben das getan, ziemlich dämlich.

T.M.
gunter Kühne
2017-08-26 08:00:34 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Torsten Mueller
Post by gunter Kühne
Aber es ist eben einfach 40 Jahre einfach miteinander zu vergleichen.
Und das tut ihr.
Die in der BZ haben das getan, ziemlich dämlich.
T.M.
Ja, das auch.
Torsten Mueller
2017-08-25 05:04:01 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Martin Ebert
Mit Kunstdünger und Insektiziden wurde in der DDR regelrecht geaast.
Die Kontrollen waren ein Lacher - ich weiß nicht, wie der Artikel auf
das Gegenteil kommt.
Es wird - wie immer - eine regional und zeitlich unterschiedliche
Angelegenheit gewesen sein. Eine LPG, die genug Scheiße hatte, konnte
damit arbeiten. Eine andere mußte auf Kunstdünger setzen. Eine dritte
konnte womöglich sogar darauf verzichten und mußte nur Pestizide [1]
einsetzen. Hängt auch vom Boden ab, und davon, was man anbauen und
erreichen will.

T.M.

[1] Ich war als Student in der Apfelernte am Süßen See. Die Brigadiöse
sagte am ersten Tag "Nicht pflücken und gleich essen, immer waschen!"
und wiederholte das bei jedem, den sie dagegen verstoßen sah.
Wolfgang Schwanke
2017-08-25 05:50:07 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Martin Ebert
Mit Kunstdünger und Insektiziden wurde in der DDR regelrecht geaast.
Das beeinflusst die Qualität nicht.
--
Klänge für Millionen überwinden die Distanzen

http://www.wschwanke.de/ http://www.fotos-aus-der-luft.de/
usenet_20031215 (AT) wschwanke (DOT) de
Martin Ebert
2017-08-25 19:48:17 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Wolfgang Schwanke
Post by Martin Ebert
Mit Kunstdünger und Insektiziden wurde in der DDR regelrecht geaast.
Das beeinflusst die Qualität nicht.
Die der Umwelt schon.

Mt
Wolfgang Schwanke
2017-08-25 05:41:09 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Peter Veith
Bitte nicht bei der DDR 40 Jahre in einen Topf werfen und dann mit der
BRD 2017 vergleichen!
Ein seltener Fall wo ich dir zustimme. Den Fehler hamse schon vor der
Wende gemacht, z.B. beim Naserümpfen über Plattenbausiedlungen, das
bereits in den 80ern im West-TV gängige Münze war.
Post by Peter Veith
Mich hat der Westen verfettet!
Ob's nicht doch am Lebensalter liegt?
Post by Peter Veith
Ich habe die Schlagersüßtafel in guter Erinnerung. Die angeblich so
edle "Zartbitter" mag ich nicht.
In der Süßtafel ist mehr Zucker, klarer Fall.

Übrinx als die vor Jahren wieder in den Supermärkten auftauchte, waren
in der DDR aufgewachsene Kollegen vor Begeisterung hin und weg. Ich hab
sie dann auch mal probiert, aber mir gibt das nichts. Schmeckt wie
Puffreis mit billiger Glasur. Normale Vollmilch schlägt die um Längen,
selbst Noname-Ware. Was ist daran so toll, ist es nur Nostalgie oder
Kindheitserinnerung? Übrigens sagt Wikipedia, dass die heutigen
Inhaltsstoffe anders seien als zu DDR-Zeiten, u.a. sei mehr Kakao drin.
--
Klänge für Millionen überwinden die Distanzen

http://www.wschwanke.de/ http://www.fotos-aus-der-luft.de/
usenet_20031215 (AT) wschwanke (DOT) de
Paul
2017-08-25 14:26:12 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Wolfgang Schwanke
Post by Peter Veith
Bitte nicht bei der DDR 40 Jahre in einen Topf werfen und dann mit der
BRD 2017 vergleichen!
Ein seltener Fall wo ich dir zustimme. Den Fehler hamse schon vor der
Wende gemacht, z.B. beim Naserümpfen über Plattenbausiedlungen, das
bereits in den 80ern im West-TV gängige Münze war.
Post by Peter Veith
Mich hat der Westen verfettet!
Ob's nicht doch am Lebensalter liegt?
Post by Peter Veith
Ich habe die Schlagersüßtafel in guter Erinnerung. Die angeblich so
edle "Zartbitter" mag ich nicht.
In der Süßtafel ist mehr Zucker, klarer Fall.
Übrinx als die vor Jahren wieder in den Supermärkten auftauchte, waren
in der DDR aufgewachsene Kollegen vor Begeisterung hin und weg. Ich hab
sie dann auch mal probiert, aber mir gibt das nichts. Schmeckt wie
Puffreis mit billiger Glasur. Normale Vollmilch schlägt die um Längen,
selbst Noname-Ware. Was ist daran so toll, ist es nur Nostalgie oder
Kindheitserinnerung? Übrigens sagt Wikipedia, dass die heutigen
Inhaltsstoffe anders seien als zu DDR-Zeiten, u.a. sei mehr Kakao drin.
Ich mochte die Schlagersüßtafel auch nicht, habe sie 2 oder 3 mal
probiert und fand sie ungenießbar. Und das obwohl ich den größten Teil
meines Lebens in Dresden zugebracht habe. Aber Bambina fand und finde
ich toll, und die schmeckt heute noch genau so wie damals.

Paule
--
Eine richtig gute Anti-Malware-Lösung?
30 Tage kostenlos und ohne Risiko testen?
http://www.emsisoft.de/de/software/antimalware/?id=5716961
direkter Download:
http://download.emsisoft.com/EmsisoftAntiMalwareSetup_5716961
René Marquardt
2017-08-25 14:34:24 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Paul
Ich mochte die Schlagersüßtafel auch nicht, habe sie 2 oder 3 mal
probiert und fand sie ungenießbar. Und das obwohl ich den größten Teil
meines Lebens in Dresden zugebracht habe. Aber Bambina fand und finde
ich toll, und die schmeckt heute noch genau so wie damals.
Bambina war ja auch mehr so ein Schokoriegel (candy bar) in Tafelform.
Vergleichbar mit Bounty. Muss/te nur die Hülle Schokolade sein und der
Rest Kokosimitat.
Paul
2017-08-25 14:56:11 UTC
Permalink
Raw Message
Post by René Marquardt
Post by Paul
Ich mochte die Schlagersüßtafel auch nicht, habe sie 2 oder 3 mal
probiert und fand sie ungenießbar. Und das obwohl ich den größten Teil
meines Lebens in Dresden zugebracht habe. Aber Bambina fand und finde
ich toll, und die schmeckt heute noch genau so wie damals.
Bambina war ja auch mehr so ein Schokoriegel (candy bar) in Tafelform.
Vergleichbar mit Bounty. Muss/te nur die Hülle Schokolade sein und der
Rest Kokosimitat.
Nix Cocos, zumindest nicht in der originalen Bambina, die war
Vollmilchbutterkaramell mit gerösteter Haselnuss. Später kam dann noch
die Cocostafel in ähnlichem Design hinzu.

Paule
--
Eine richtig gute Anti-Malware-Lösung?
30 Tage kostenlos und ohne Risiko testen?
http://www.emsisoft.de/de/software/antimalware/?id=5716961
direkter Download:
http://download.emsisoft.com/EmsisoftAntiMalwareSetup_5716961
Wolf gang P u f f e
2017-08-24 17:31:32 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Torsten Mueller
Die Schlagersüßtafel muß ich nicht noch einmal haben. Der Kakaogehalt
von 7% bleibt wohl bei schokoladentafelähnlichen Lebensmitteln
ununterboten. Und nein, das war nicht gut so, das war ein Armutszeugnis.
Nach meinem Geschmack war die Schlager-Sußtafel nicht schlecht.
Gut waren die vielen Nüsse, und das Beste war, sie war immer verfügbar!
Bei der Asche habe ich öfters mal so eine Tafel nach dem Mittagessen
verschlungen.

Was ich nicht mochte, waren die Creck Süßtafeln.

W.
Boris Gerlach
2017-08-24 18:09:42 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Wolf gang P u f f e
Post by Torsten Mueller
Die Schlagersüßtafel muß ich nicht noch einmal haben. Der Kakaogehalt
von 7% bleibt wohl bei schokoladentafelähnlichen Lebensmitteln
ununterboten. Und nein, das war nicht gut so, das war ein Armutszeugnis.
Nach meinem Geschmack war die Schlager-Sußtafel nicht schlecht.
Gut waren die vielen Nüsse, und das Beste war, sie war immer verfügbar!
Bei der Asche habe ich öfters mal so eine Tafel nach dem Mittagessen
verschlungen.
Was ich nicht mochte, waren die Creck Süßtafeln.
W.
die mußte ich essen, wegen den Sammelbildern

bge
--
jo
Wolf gang P u f f e
2017-08-24 18:59:35 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Boris Gerlach
Post by Wolf gang P u f f e
Post by Torsten Mueller
Die Schlagersüßtafel muß ich nicht noch einmal haben. Der Kakaogehalt
von 7% bleibt wohl bei schokoladentafelähnlichen Lebensmitteln
ununterboten. Und nein, das war nicht gut so, das war ein Armutszeugnis.
Nach meinem Geschmack war die Schlager-Sußtafel nicht schlecht.
Gut waren die vielen Nüsse, und das Beste war, sie war immer verfügbar!
Bei der Asche habe ich öfters mal so eine Tafel nach dem Mittagessen
verschlungen.
Was ich nicht mochte, waren die Creck Süßtafeln.
W.
die mußte ich essen, wegen den Sammelbildern
Sammelbilder habe ich vom DDR-Kaugummi Big Babaloo, da gabs
Frösi-Bildgeschichten:
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W.
gunter Kühne
2017-08-25 02:27:36 UTC
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Raw Message
Post by Wolf gang P u f f e
Post by Boris Gerlach
Post by Wolf gang P u f f e
Post by Torsten Mueller
Die Schlagersüßtafel muß ich nicht noch einmal haben. Der Kakaogehalt
von 7% bleibt wohl bei schokoladentafelähnlichen Lebensmitteln
ununterboten. Und nein, das war nicht gut so, das war ein
Armutszeugnis.
Nach meinem Geschmack war die Schlager-Sußtafel nicht schlecht.
Gut waren die vielen Nüsse, und das Beste war, sie war immer verfügbar!
Bei der Asche habe ich öfters mal so eine Tafel nach dem Mittagessen
verschlungen.
Was ich nicht mochte, waren die Creck Süßtafeln.
W.
die mußte ich essen, wegen den Sammelbildern
Sammelbilder habe ich vom DDR-Kaugummi Big Babaloo, da gabs
http://www.server-alpha.de/diverses/bb.jpg
W.
Naja das erklärt vieles :)
Ich vermisse z.B. die Salmiakpastillen.
( Ich mochte das Süsse nie)
GK
Bernd Ullrich
2017-08-24 19:14:49 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Boris Gerlach
Post by Wolf gang P u f f e
Post by Torsten Mueller
Die Schlagersüßtafel muß ich nicht noch einmal haben. Der Kakaogehalt
von 7% bleibt wohl bei schokoladentafelähnlichen Lebensmitteln
ununterboten. Und nein, das war nicht gut so, das war ein Armutszeugnis.
Nach meinem Geschmack war die Schlager-Sußtafel nicht schlecht.
Gut waren die vielen Nüsse, und das Beste war, sie war immer verfügbar!
Bei der Asche habe ich öfters mal so eine Tafel nach dem Mittagessen
verschlungen.
Was ich nicht mochte, waren die Creck Süßtafeln.
W.
die mußte ich essen, wegen den Sammelbildern
Opferrente schon beantragt?

BU
Boris Gerlach
2017-08-26 08:06:24 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Bernd Ullrich
Post by Boris Gerlach
Post by Wolf gang P u f f e
Post by Torsten Mueller
Die Schlagersüßtafel muß ich nicht noch einmal haben. Der Kakaogehalt
von 7% bleibt wohl bei schokoladentafelähnlichen Lebensmitteln
ununterboten. Und nein, das war nicht gut so, das war ein Armutszeugnis.
Nach meinem Geschmack war die Schlager-Sußtafel nicht schlecht.
Gut waren die vielen Nüsse, und das Beste war, sie war immer verfügbar!
Bei der Asche habe ich öfters mal so eine Tafel nach dem Mittagessen
verschlungen.
Was ich nicht mochte, waren die Creck Süßtafeln.
W.
die mußte ich essen, wegen den Sammelbildern
Opferrente schon beantragt?
BU
brauch ich nicht. hab genug geld.
bge
--
jo
x***@gmail.com
2017-08-26 09:23:54 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Boris Gerlach
Post by Bernd Ullrich
Post by Boris Gerlach
die mußte ich essen, wegen den Sammelbildern
Opferrente schon beantragt?
brauch ich nicht. hab genug geld.
Ein Schwedter Jung muß naturgesetzlich auf dicke Tasche
machen - FR
Chr. Maercker
2017-08-25 05:29:33 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Torsten Mueller
Die Ernährung in der DDR beruhte wesentlich auf intensivierter
industrieller Landwirtschaft, d.h. auf dem massenhaften Einsatz von
chemischen Düngemitteln sowie Pflanzen- und Insektengiften, dazu auf
Massentierhaltung in Anlagen, die man sich heute gar nicht mehr
vorstellen kann.
Nun ja, es waren nicht solche clean rooms wie heutzutage und vor allem
nicht so technisch perfektioniert. Waren die Haltunsbedingungen damals
wirklich schlechter als heute, z.B. Fläche/Tier etc.?

BTW: Wurde in der DDR einklich Soja aus der "dritten Welt" als
Futtermittel importiert? Kann mir angesichts chronisch knapper Devisen
nicht vorstellen, dass die DDR bei diesem Missbrauch von Ackerland in
großem Stil mitgemischt hat. Allenfalls mit Silage von eigener Scholle.

Direkte Konsequenzen davon waren eine großflächig hohe
Post by Torsten Mueller
Umweltbelastung und eine abnehmende Biodiversität.
Heute kann sie kaum noch abnehmen, weil sie dank Roundup u.a. bereits
minimiert wurde. Wenn gegenüber DDR-Zeiten etwas drastisch abgenommen
hat, dann vor allem die Umweltbelastung durch die Industrie. Unter
anderem deswegen, weil keine mehr da ist bzw. "outsourced" wurde. Wie es
sich bei der Landwirtschaft entwickelt hat, dazu habe ich keine Zahlen.
Mit Nitratbelastungen macht sie ja gerade von sich reden.
Post by Torsten Mueller
Drittens beruhte sie
nicht unerheblich auf Lebensmittelchemie, insbesondere um bestimmte
Mängel zu kompensieren. Viertens war schwankende Qualität lange Zeit
weit verbreitet, z.B. beim Bier. Das vorweg.
ACK, mit einem entscheidenden Unterschied zu heute: der DDR-Handel hatte
es nicht nötig, Lebensmittel zu schönen, gekauft wurde, egal wie das
Zeug aussah. Dadurch fielen etliche Chemikalien weg, die heute dafür
sorgen, das z.B. Wurst monatelang schön rot bleibt. Ganz zu schweigen
von den Millionen Plastikverpackungen. Mein Eindruck ist, die
Lebensmittelchemie der DDR hatte vor allem die Aufgabe, aus möglichst
wenig landwirtschaftlichen Produkten möglichst viel "Lebensmittel" zu
machen. Da wurde mit Erbsmehl & Co. gestreckt, was das Zeug hielt. Allzu
bekannt gewordene Beispiele sind Kaffee-Mix und Schlager-Süßtafel,
letztere sogar mit gewissem Erfolg.
Post by Torsten Mueller
Mag sein, daß man damals der üblichen Brause weniger Zucker beimischte
als heute. Allerdings gab es sowohl in der Bevölkerung wie auch beim
Staat überhaupt kein Bewußtsein im Umgang mit sog. Süßgetränken, das
entwickelt sich ja heute erst langsam.
Was in der DDR für gesund erklärt wurde, richtete sich nach dem
aktuellen Sortiment der Gemüseläden. ;-)
Im Westen entwickelte sich eine kritische Einstellung zu dem ganzen Ex &
Hopp Food auch erst in den 1980ern. Dabei hatten die viel mehr davon als
die DDR.
Post by Torsten Mueller
Die DDR-Ernährung war zucker- und fettreich, hingegen (dem allgemeinen
Mangel geschuldet) arm an hochwertigen Eiweißen, Gemüsen und Obst, und
zwar selbst im Sommer.
Überlebt haben es viele DDR-Insassen dank eigener Schrebergärten. ;-)
Post by Torsten Mueller
Wer einen Artikel unter solch einer Überschrift
schreibt, muß das aussprechen. Ich verstehe ja das Anliegen, das die
Journaille vermitteln will. Eine solche Aussage pauschal zu machen, ist
aber einfach nur hirnrissig und geschichtsfälschend. Und ich behaupte,
die Nachwirkungen sieht man bis heute in dem Teil der ostdeutschen
Bevölkerung, der diese Ernährung unmittelbar über Jahrzehnte erlebt hat
und sich der Gewohnheit folgend teils bis heute so ernährt.
Die Bevölkerung von .de West hat allenfalls 10..20 Jahre früher damit
aufgehört. Die erste Fresswelle war dort in den 1950er durch. Zu der
Zeit gabs in der "Zone" noch Butter auf Marken. Aber irknwie hat es
verdammt lange gedauert, bis die hiesige Bevölkerung bei Dingen wie
Ernähung oder ökologischer Haushaltführung umgelernt hat, den Eindruck
habe ich auch.
Post by Torsten Mueller
Die Schlagersüßtafel muß ich nicht noch einmal haben.
BTW: Gips die nicht sogar wieder?
Post by Torsten Mueller
Kakaogehalt 7% bleibt wohl bei schokoladentafelähnlichen Lebensmitteln
ununterboten. Und nein, das war nicht gut so, das war ein Armutszeugnis.
Schön, dass Du eine Zahl zu meiner obigen These beisteuerst. :-)
--
CU Chr. Maercker.

Transport + Sport = Radfahren
Torsten Mueller
2017-08-25 05:57:23 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Chr. Maercker
Post by Torsten Mueller
Drittens beruhte sie nicht unerheblich auf Lebensmittelchemie,
insbesondere um bestimmte Mängel zu kompensieren.
ACK, mit einem entscheidenden Unterschied zu heute: der DDR-Handel
hatte es nicht nötig, Lebensmittel zu schönen, gekauft wurde, egal wie
das Zeug aussah. Dadurch fielen etliche Chemikalien weg, die heute
dafür sorgen, das z.B. Wurst monatelang schön rot bleibt. Ganz zu
schweigen von den Millionen Plastikverpackungen.
Ja. Insbesondere waren DDR-Lebensmittel auch Gentechnik-frei, was man
heute nicht mehr behaupten kann. Dies kann man aber der DDR nicht als
Vorteil anrechnen, sondern einzig auf den Stand der Technik
zurückführen.

T.M.
Wolfgang Schwanke
2017-08-25 06:01:22 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Torsten Mueller
Insbesondere waren DDR-Lebensmittel auch Gentechnik-frei,
Auch das ist kein Qualitätsmerkmal.
Post by Torsten Mueller
was man heute nicht mehr behaupten kann.
Echt nicht, trotz der Hysterie hierzulande?
--
Klänge für Millionen überwinden die Distanzen

http://www.wschwanke.de/ http://www.fotos-aus-der-luft.de/
usenet_20031215 (AT) wschwanke (DOT) de
Torsten Mueller
2017-08-25 06:22:10 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Wolfgang Schwanke
Post by Torsten Mueller
Insbesondere waren DDR-Lebensmittel auch Gentechnik-frei,
Auch das ist kein Qualitätsmerkmal.
Post by Torsten Mueller
was man heute nicht mehr behaupten kann.
Echt nicht, trotz der Hysterie hierzulande?
Sehr viele heute hergestellte Fleischerzeugnisse (selbst aus kleinen
Betrieben, es muß nicht einmal Massentierhaltung sein) basieren u.a. auf
importiertem Futter mit Soja-Anteilen, die oft gentechnisch verändert
wurden und im Endprodukt nicht mehr deklariert sein müssen. Dieses
zusätzliche Futter ist notwendig, weil einerseits die Weideflächen
schwinden und der Fleischbedarf immer weiter steigt, andererseits weil
dieses Futter höhere Erträge sichert. Die Gentechnik kommt somit
mittelbar in deutsche und europäische Lebensmittel, selbst wenn sie in
Europa in Nahrungsmitteln nicht eingesetzt werden darf.

T.M.
Wolfgang Schwanke
2017-08-25 06:32:22 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Torsten Mueller
Die Gentechnik kommt somit
mittelbar in deutsche und europäische Lebensmittel, selbst wenn sie in
Europa in Nahrungsmitteln nicht eingesetzt werden darf.
Schrecklich
--
Klänge für Millionen überwinden die Distanzen

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Chr. Maercker
2017-08-25 11:05:03 UTC
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Raw Message
Wolfgang Schwanke wrote:
[Gentechnik Lebensmitteln]
Post by Wolfgang Schwanke
Schrecklich
Am wenigsten wegen unmittelbarer oder schleichender Vergiftungsgefahr,
obwohl auch das denkbar wäre. Viel mehr wegen nicht kontrollierbarer
Massenvermehrung veränderter Organismen. Ein Laborunfall bzw. eine
Fehlentwicklung reichen dafür aus. Im Gegensatz zu Atom-GAUs, wo die
Menge des ausgetretenen Materials abschätzbar ist, lässt sich bei
Organismen rein gar nix vorhersagen.
--
CU Chr. Maercker.

Transport + Sport = Radfahren
Wolfgang Schwanke
2017-08-25 11:18:41 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Chr. Maercker
[Gentechnik Lebensmitteln]
Post by Wolfgang Schwanke
Schrecklich
Am wenigsten wegen unmittelbarer oder schleichender Vergiftungsgefahr,
obwohl auch das denkbar wäre. Viel mehr wegen nicht kontrollierbarer
Massenvermehrung veränderter Organismen. Ein Laborunfall bzw. eine
Fehlentwicklung reichen dafür aus. Im Gegensatz zu Atom-GAUs,
:-O Vergiftung, Laborunfall, Atom-GAU. Alle Ökohysterien in einem
Absatz, da hat die Propaganda ganze Arbeit geleistet. :)

*luftrauslass*

Erklär mir worin der prinzipielle Unterschied zur Veränderung des
Erbgutes durch Züchtung besteht, die der Mensch seit Jahrtausenden
betreibt? Warum sagst du dem einen dystopische Bedrohungsszenarien
nach, das andere lässt du unerwähnt?
--
Klänge für Millionen überwinden die Distanzen

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Frank Scheffski
2017-08-25 11:53:28 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Wolfgang Schwanke
Erklär mir worin der prinzipielle Unterschied zur Veränderung des
Erbgutes durch Züchtung besteht, die der Mensch seit Jahrtausenden
betreibt?
Der Gentechniker verändert, was die Natur so nie oder nur in
seltensten Ausnahmefällen, dann aber vermutlich in Verbindung mit
anderen Veränderungen, hinbekommen würde.
Post by Wolfgang Schwanke
Warum sagst du dem einen dystopische Bedrohungsszenarien
nach, das andere lässt du unerwähnt?
Bundes- und Landessortenamt habe ich hier vor der Haustür.
Ich bin mir sicher, die machen da was anderes als Gentechnik.

MfG

Frank
Wolfgang Schwanke
2017-08-25 12:00:02 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Frank Scheffski
Post by Wolfgang Schwanke
Erklär mir worin der prinzipielle Unterschied zur Veränderung des
Erbgutes durch Züchtung besteht, die der Mensch seit Jahrtausenden
betreibt?
Der Gentechniker verändert, was die Natur so nie oder nur in
seltensten Ausnahmefällen, dann aber vermutlich in Verbindung mit
anderen Veränderungen, hinbekommen würde.
Die Natur kriegt das alles auch hin, nur nicht gezielt sondern
zufällig. Bei der Züchtung wartet man die zufälligen Mutationen ab und
selektiert dann die seltenen wünschenswerten aus der Masse der
unerwünschten heraus. Gentechnik beschleunigt den Prozess, indem sie
von vornherein nur gewünschte Mutationen erzeugt. Sonst ist es dasselbe.
--
Klänge für Millionen überwinden die Distanzen

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Torsten Mueller
2017-08-25 12:15:55 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Wolfgang Schwanke
Die Natur kriegt das alles auch hin, nur nicht gezielt sondern
zufällig.
Die Natur macht auch Erdöl. Du würdest das trotzdem nicht gern als
Pflanzenöl verwenden wollen.

T.M.
René Marquardt
2017-08-25 12:17:28 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Torsten Mueller
Post by Wolfgang Schwanke
Die Natur kriegt das alles auch hin, nur nicht gezielt sondern
zufällig.
Die Natur macht auch Erdöl. Du würdest das trotzdem nicht gern als
Pflanzenöl verwenden wollen.
Organisch! Glutenfrei!
gunter Kühne
2017-08-26 07:23:50 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Torsten Mueller
Post by Wolfgang Schwanke
Die Natur kriegt das alles auch hin, nur nicht gezielt sondern
zufällig.
Die Natur macht auch Erdöl. Du würdest das trotzdem nicht gern als
Pflanzenöl verwenden wollen.
T.M.
Aber andersherum geht.
Abgesehen davon, das man auch schon das probiert hat.
( Eiweiße aus Erdöl)
GK
x***@gmail.com
2017-08-26 09:20:43 UTC
Permalink
Raw Message
Post by gunter Kühne
Post by Torsten Mueller
Die Natur macht auch Erdöl. Du würdest das trotzdem nicht gern als
Pflanzenöl verwenden wollen.
Aber andersherum geht.
Abgesehen davon, das man auch schon das probiert hat.
( Eiweiße aus Erdöl)
In Schwedt, war eine der größten Pleiten in der
Wirtschaftsgeschichte der DDR, hat nie funktioniert,
aber niemand wagte es, dem Unfug zu steuern.
Die Anlage wurde dann gleich nach 1990 demontiert - FR
x***@gmail.com
2017-08-26 09:04:59 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Torsten Mueller
Post by Wolfgang Schwanke
Die Natur kriegt das alles auch hin, nur nicht gezielt sondern
zufällig.
Die Natur macht auch Erdöl. Du würdest das trotzdem nicht gern als
Pflanzenöl verwenden wollen.
Paraffin kann man sehr wohl zum Braten verwenden - FR
Frank Scheffski
2017-08-25 13:54:08 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Wolfgang Schwanke
Die Natur kriegt das alles auch hin, nur nicht gezielt sondern
zufällig.
Einspruch, euer Ehren!
Die Gentechniker setzen z.B. auch ganze Sequenzen von Fremd-DNA ein,
das würde nie nicht nimmer nie mal so eben von sich aus passieren.
Nichtmal in Schernobühl.
Post by Wolfgang Schwanke
Bei der Züchtung wartet man die zufälligen Mutationen ab und
selektiert dann die seltenen wünschenswerten aus der Masse der
unerwünschten heraus.
Das ist soweit bekannt.
Post by Wolfgang Schwanke
Gentechnik beschleunigt den Prozess, indem sie
von vornherein nur gewünschte Mutationen erzeugt.
Es wäre naiv, das zu glauben.
Dort wird auch viel ungewünschtes bei rauskommen. Nicht umsonst achtet
man in solchen Laboren auf eine gewisse "Dichtigkeit".
Post by Wolfgang Schwanke
Sonst ist es dasselbe.
Es ist IMHO nicht mal das Gleiche...

MfG

Frank
Chr. Maercker
2017-08-25 14:06:31 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Wolfgang Schwanke
Die Natur kriegt das alles auch hin, nur nicht gezielt sondern
zufällig. Bei der Züchtung wartet man die zufälligen Mutationen ab und
selektiert dann die seltenen wünschenswerten aus der Masse der
unerwünschten heraus.
Schon dabei ist einiges passiert, Artenverdrängung u.a.m.

Gentechnik beschleunigt den Prozess, indem sie
Post by Wolfgang Schwanke
von vornherein nur gewünschte Mutationen erzeugt. Sonst ist es dasselbe.
Was für Mutationen wünschen sich z.B. die Rüstungsindustrie oder
Kriminelle? Oder (wie??) sperren wir die von der immer billiger werdenen
Gen-Technologie aus?
--
CU Chr. Maercker.
Paul
2017-08-25 14:39:30 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Wolfgang Schwanke
Post by Frank Scheffski
Post by Wolfgang Schwanke
Erklär mir worin der prinzipielle Unterschied zur Veränderung des
Erbgutes durch Züchtung besteht, die der Mensch seit Jahrtausenden
betreibt?
Der Gentechniker verändert, was die Natur so nie oder nur in
seltensten Ausnahmefällen, dann aber vermutlich in Verbindung mit
anderen Veränderungen, hinbekommen würde.
Die Natur kriegt das alles auch hin, nur nicht gezielt sondern
zufällig. Bei der Züchtung wartet man die zufälligen Mutationen ab und
selektiert dann die seltenen wünschenswerten aus der Masse der
unerwünschten heraus. Gentechnik beschleunigt den Prozess, indem sie
von vornherein nur gewünschte Mutationen erzeugt. Sonst ist es dasselbe.
Noch nicht mal das, bei der bisher üblichen Gentechnik wird fast
ausschließlich nur die Mutationsrate kräftig erhöht und dann nach der
Auslese die Mutanten mit den gewünschten Eigenschaften in Vitro
vermehrt. Neuerdings versucht man es mit CRISPR-Cas9 gezielt die DNA zu
manipulieren.

Paule
--
Eine richtig gute Anti-Malware-Lösung?
30 Tage kostenlos und ohne Risiko testen?
http://www.emsisoft.de/de/software/antimalware/?id=5716961
direkter Download:
http://download.emsisoft.com/EmsisoftAntiMalwareSetup_5716961
x***@gmail.com
2017-08-26 09:02:29 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Frank Scheffski
Post by Wolfgang Schwanke
Erklär mir worin der prinzipielle Unterschied zur Veränderung des
Erbgutes durch Züchtung besteht, die der Mensch seit Jahrtausenden
betreibt?
Der Gentechniker verändert, was die Natur so nie oder nur in
seltensten Ausnahmefällen, dann aber vermutlich in Verbindung mit
anderen Veränderungen, hinbekommen würde.
In den 50ern und 60ern wurde Saatgut harter Strahlung ausgesetzt
und dann die positiven Mutanten ausgelesen - keiner hat sich
über diese "Gentechnik" aufgeregt.

FR
Chr. Maercker
2017-08-25 14:03:18 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Wolfgang Schwanke
Erklär mir worin der prinzipielle Unterschied zur Veränderung des
Erbgutes durch Züchtung besteht, die der Mensch seit Jahrtausenden
betreibt?
Bei natürlichen Kreuzungen funktioniert z.B. nicht jedwede
DNA-Kombination/Basenfolge, die sich mit Sequenzern zusammensetzen
lässt. Nur ein Beispiel, es dürfte zig weitere Unterschiede geben.
Post by Wolfgang Schwanke
Warum sagst du dem einen dystopische Bedrohungsszenarien
nach, das andere lässt du unerwähnt?
Wieso? Ich habe sowohl Atom- als auch Biounfälle genannt. Was hättest Du
sonst noch gern? Auf den kleinen Unterschied zwischen beiden hat
übrigens kein Geringerer als E. Chargaff hingewiesen. Aber auf einen
verhinderten Nobelpreisträger muss man ja nicht hören.
--
CU Chr. Maercker.

Transport + Sport = Radfahren
Wolfgang Schwanke
2017-08-25 19:38:49 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Chr. Maercker
Post by Wolfgang Schwanke
Warum sagst du dem einen dystopische Bedrohungsszenarien
nach, das andere lässt du unerwähnt?
Wieso? Ich habe sowohl Atom- als auch Biounfälle genannt.
Was hättest Du sonst noch gern?
Die machen da sowas wie Kartoffeln, die beim Pommes-Backen keine
krebserregenden Acrylamide freisetzen - im Gegensatz zu
"Bio"-Kartoffeln, die nämlich krebserregend sind. Was ist dagegen zu
sagen? Und wie kann man das mit "Atom- und Biounfällen" in Verbindung
bringen. Da rastet irgendwas völlig aus.
--
Klänge für Millionen überwinden die Distanzen

http://www.wschwanke.de/ http://www.fotos-aus-der-luft.de/
usenet_20031215 (AT) wschwanke (DOT) de
Chr. Maercker
2017-08-25 11:00:24 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Torsten Mueller
Post by Wolfgang Schwanke
Post by Torsten Mueller
Insbesondere waren DDR-Lebensmittel auch Gentechnik-frei,
Auch das ist kein Qualitätsmerkmal.
Post by Torsten Mueller
was man heute nicht mehr behaupten kann.
Echt nicht, trotz der Hysterie hierzulande?
Sehr viele heute hergestellte Fleischerzeugnisse (selbst aus kleinen
Betrieben, es muß nicht einmal Massentierhaltung sein) basieren u.a. auf
importiertem Futter mit Soja-Anteilen, die oft gentechnisch verändert
wurden und im Endprodukt nicht mehr deklariert sein müssen.
Wer vegetarisch lebt, ist momentan klar im Vorteil.
Post by Torsten Mueller
zusätzliche Futter ist notwendig, weil einerseits die Weideflächen
schwinden und der Fleischbedarf immer weiter steigt,
In Deutschland nicht. Dort ist er in den letzten Jahren WIMRE
zurückgegangen. Trotzdem ist die Produktion gestiegen, alles fürn
Export, fast wie damals inne DDR.

Ohne Raubbau zu betreiben, kann nur soviel Fleisch gegessen werde, wie
Vieh auf Weideland + mit Abfällen durchgefüttert werden kann. Das reicht
dann auch in etwa, um die Ackerflächen ausreichend zu düngen.
--
CU Chr. Maercker.

Transport + Sport = Radfahren
Peter Veith
2017-08-25 12:07:59 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Chr. Maercker
Wer vegetarisch lebt, ist momentan klar im Vorteil.
Die einen sagen so, die anderen so:
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3466124/

Noch dazu, wo das die Zukunft ist: "(Veganes) Essen aus dem 3D-Drucker"
http://diepresse.com/home/alpbach/5274280

Veith
--
Lieber Reich ins Heim, als heim ins Reich!
http://ddr-luftwaffe.blogspot.com
Wolf gang P u f f e
2017-08-25 16:03:05 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Peter Veith
Noch dazu, wo das die Zukunft ist: "(Veganes) Essen aus dem 3D-Drucker"
http://diepresse.com/home/alpbach/5274280
Das erinnert mich an Ende der 70er als "Brust oder Keule" in den
Kinos lief. Lecker! :-)
Hier, nach etwa 1 Minute...


W.
gunter Kühne
2017-08-26 07:27:26 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Wolf gang P u f f e
Post by Peter Veith
Noch dazu, wo das die Zukunft ist: "(Veganes) Essen aus dem 3D-Drucker"
http://diepresse.com/home/alpbach/5274280
Das erinnert mich an Ende der 70er als "Brust oder Keule" in den
Kinos lief. Lecker! :-)
Hier, nach etwa 1 Minute...
http://youtu.be/F20kzWLheXI
W.
Och, was möglich ist sieht man doch in der Ami Serie Heureka.
Da sind wir dann wieder bei der Götterspeise aus Erdöl :)
Martin Ebert
2017-08-25 19:58:07 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Torsten Mueller
Ja. Insbesondere waren DDR-Lebensmittel auch Gentechnik-frei, was man
Von den künftigen Möglichkeiten hat man allerdings geschwärmt. Und mit
Bestrahlung (Kartoffeln) hatte man schon angefangen.

Mt
Kai Garlipp
2017-08-25 09:01:32 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Chr. Maercker
BTW: Wurde in der DDR einklich Soja aus der "dritten Welt" als
Futtermittel importiert?
Kann mir angesichts chronisch knapper Devisen
nicht vorstellen, dass die DDR bei diesem Missbrauch von Ackerland in
großem Stil mitgemischt hat. Allenfalls mit Silage von eigener Scholle.
Silage mit Lupine und anderen Eiweißfrüchten die auf eigenem Boden wachsen.
Post by Chr. Maercker
Direkte Konsequenzen davon waren eine großflächig hohe
Post by Torsten Mueller
Umweltbelastung und eine abnehmende Biodiversität.
Heute kann sie kaum noch abnehmen, weil sie dank Roundup u.a. bereits
minimiert wurde.
Ja. Die Umweltfolgen der Landwirtschaft sind heute größer als zu DDR Zeiten,
einfach weil alles Gift und alle Maschinen verfügbar sind. Und das angebaut wird
was am Markt das meiste Geld erzielt ohne Rücksicht auf Boden, Umwelt etc.
Post by Chr. Maercker
Mein Eindruck ist, die
Lebensmittelchemie der DDR hatte vor allem die Aufgabe, aus möglichst
wenig landwirtschaftlichen Produkten möglichst viel "Lebensmittel" zu
machen. Da wurde mit Erbsmehl & Co. gestreckt, was das Zeug hielt.
Deshalb auch die im Artikel genannte Limo mit weniger Zucker. Nicht wegen der
Gesundheit sondern weil es einfach nicht genügend Zucker gab und der irgendwie
gestreckt werden musste. Also mit künstlichen Süßungsmitteln.
Post by Chr. Maercker
Post by Torsten Mueller
Kakaogehalt 7% bleibt wohl bei schokoladentafelähnlichen Lebensmitteln
ununterboten. Und nein, das war nicht gut so, das war ein Armutszeugnis.
Heute macht man es weil der Kakao zu teuer ist man es irgendwie billiger machen
will. Alles hat an der Grenze des Lebensmittelrechtes und der Deklarationen.

Bye Kai
Martin Ebert
2017-08-25 20:05:26 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Kai Garlipp
Ja. Die Umweltfolgen der Landwirtschaft sind heute größer als zu DDR Zeiten,
Das Gegenteil ist der Fall.
Post by Kai Garlipp
einfach weil alles Gift und alle Maschinen verfügbar sind.
Viele Gifte sind eben nicht mehr verfügbar.

Mt
gunter Kühne
2017-08-26 07:29:02 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Martin Ebert
Post by Kai Garlipp
Ja. Die Umweltfolgen der Landwirtschaft sind heute größer als zu DDR Zeiten,
Das Gegenteil ist der Fall.
Post by Kai Garlipp
einfach weil alles Gift und alle Maschinen verfügbar sind.
Viele Gifte sind eben nicht mehr verfügbar.
Mt
Hauptsache schön Pauschal bleiben.
Oder sollte man lieber Populistisch sagen??
:)
GK
Wolfgang Schwanke
2017-08-25 05:30:21 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Torsten Mueller
Die Ernährung in der DDR beruhte wesentlich auf intensivierter
industrieller Landwirtschaft, d.h. auf dem massenhaften Einsatz von
chemischen Düngemitteln sowie Pflanzen- und Insektengiften,
Nichts davon ist qualitätsmindernd.
Post by Torsten Mueller
dazu auf Massentierhaltung
Ethisch verwerflich, und ich sympathisiere mit der Kritik, aber auch
keine Frage der Nahrungsqualität.
--
Klänge für Millionen überwinden die Distanzen

http://www.wschwanke.de/ http://www.fotos-aus-der-luft.de/
usenet_20031215 (AT) wschwanke (DOT) de
Torsten Mueller
2017-08-25 06:04:18 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Wolfgang Schwanke
Post by Torsten Mueller
Die Ernährung in der DDR beruhte wesentlich auf intensivierter
industrieller Landwirtschaft, d.h. auf dem massenhaften Einsatz von
chemischen Düngemitteln sowie Pflanzen- und Insektengiften,
Nichts davon ist qualitätsmindernd.
Das hab ich nicht behauptet. Aber zu einer umfassenden Betrachtung
gehört auch die der Produktion, und zwar hinsichtlich vielerlei
Kriterien (Umweltverträglichkeit, Wirtschaftlichkeit, ethische
Gesichtspunkte). Es ist einfach albern, ein Kriterium wie "die
Kontrollen waren damals besser" herauszugreifen, darauf basierend eine
Empfehlung abzugeben und alles andere zu ignorieren.

T.M.
Wolfgang Schwanke
2017-08-25 06:14:46 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Torsten Mueller
Post by Wolfgang Schwanke
Post by Torsten Mueller
Die Ernährung in der DDR beruhte wesentlich auf intensivierter
industrieller Landwirtschaft, d.h. auf dem massenhaften Einsatz von
chemischen Düngemitteln sowie Pflanzen- und Insektengiften,
Nichts davon ist qualitätsmindernd.
Das hab ich nicht behauptet. Aber zu einer umfassenden Betrachtung
gehört auch die der Produktion, und zwar hinsichtlich vielerlei
Kriterien (Umweltverträglichkeit, Wirtschaftlichkeit, ethische
Gesichtspunkte).
Das war nicht das Thema des Artikels, den du anfangs verlinkt hast. Da
ging es nur um Qualität der Nahrung. In der heutigen Mentalität wird
das gern vermischt, da wird "Bio" von vielen als Qualitätsmerkmal
angesehen. Nein ist es nicht, es bedeutet nur dass bei der Produktion
die Tabus der Ökofraktion beachtet wurden.
--
Klänge für Millionen überwinden die Distanzen

http://www.wschwanke.de/ http://www.fotos-aus-der-luft.de/
usenet_20031215 (AT) wschwanke (DOT) de
Torsten Mueller
2017-08-25 06:23:57 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Wolfgang Schwanke
Post by Torsten Mueller
Das hab ich nicht behauptet. Aber zu einer umfassenden Betrachtung
gehört auch die der Produktion, und zwar hinsichtlich vielerlei
Kriterien (Umweltverträglichkeit, Wirtschaftlichkeit, ethische
Gesichtspunkte).
Das war nicht das Thema des Artikels, den du anfangs verlinkt hast.
Genau das ist der Kern meiner Kritik an diesem Artikel.

T.M.
Paul
2017-08-25 14:50:40 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Wolfgang Schwanke
Post by Torsten Mueller
Post by Wolfgang Schwanke
Post by Torsten Mueller
Die Ernährung in der DDR beruhte wesentlich auf intensivierter
industrieller Landwirtschaft, d.h. auf dem massenhaften Einsatz von
chemischen Düngemitteln sowie Pflanzen- und Insektengiften,
Nichts davon ist qualitätsmindernd.
Das hab ich nicht behauptet. Aber zu einer umfassenden Betrachtung
gehört auch die der Produktion, und zwar hinsichtlich vielerlei
Kriterien (Umweltverträglichkeit, Wirtschaftlichkeit, ethische
Gesichtspunkte).
Das war nicht das Thema des Artikels, den du anfangs verlinkt hast. Da
ging es nur um Qualität der Nahrung. In der heutigen Mentalität wird
das gern vermischt, da wird "Bio" von vielen als Qualitätsmerkmal
angesehen. Nein ist es nicht, es bedeutet nur dass bei der Produktion
die Tabus der Ökofraktion beachtet wurden.
Wie viel "Bio-Honig" muss wirklich im Glas sein damit "Bio" auf dem
Etikett stehen darf? 20% des Honigs muss zertifiziert sein, der Rest ist
irgendwelcher Billighonig aus China und Co.

Paule
--
Eine richtig gute Anti-Malware-Lösung?
30 Tage kostenlos und ohne Risiko testen?
http://www.emsisoft.de/de/software/antimalware/?id=5716961
direkter Download:
http://download.emsisoft.com/EmsisoftAntiMalwareSetup_5716961
Peter Veith
2017-08-25 14:56:36 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Paul
Wie viel "Bio-Honig" muss wirklich im Glas sein damit "Bio" auf dem
Etikett stehen darf? 20% des Honigs muss zertifiziert sein, der Rest ist
irgendwelcher Billighonig aus China und Co.
Spätestens als "Bio" in den Supermärkten und Discounter auftauchte,
hätte der Letzte mißtrauisch werden müssen.

Veith
--
Lieber Reich ins Heim, als heim ins Reich!
http://ddr-luftwaffe.blogspot.com
Lars Gebauer
2017-08-25 15:40:19 UTC
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Raw Message
Post by Wolfgang Schwanke
Das war nicht das Thema des Artikels, den du anfangs verlinkt hast. Da
ging es nur um Qualität der Nahrung. In der heutigen Mentalität wird
das gern vermischt, da wird "Bio" von vielen als Qualitätsmerkmal
angesehen. Nein ist es nicht, es bedeutet nur dass bei der Produktion
die Tabus der Ökofraktion beachtet wurden.
Gerade dieser Tage erst las ich einen Geschmacksvergleich
verschiedener Cola-Sorten. Durchgeführt von einem Sterne-Koch.

Bei der einen Cola hat er erwähnt, daß diese mit Bio-Mineralwasser
hergestellt werden würde. Ich dachte zuerst, jetzt macht er sich über
seine Leser lustig.

Aber nein. Bio-Mineralwasser gibt es tatsächlich.
René Marquardt
2017-08-25 15:47:07 UTC
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Raw Message
Post by Lars Gebauer
Gerade dieser Tage erst las ich einen Geschmacksvergleich
verschiedener Cola-Sorten. Durchgeführt von einem Sterne-Koch.
Bei der einen Cola hat er erwähnt, daß diese mit Bio-Mineralwasser
hergestellt werden würde. Ich dachte zuerst, jetzt macht er sich über
seine Leser lustig.
Aber nein. Bio-Mineralwasser gibt es tatsächlich.
Bei Cola ist es wohl eher wurscht, ist eh blanke Chemie, aber nimm
mal Evian oder dergleichen (also stilles Wasser) statt Leitungswasser
für deine Kaffeemaschine, und du wirst tatsächlich einen Unterschied
schmecken.
Wolfgang Schwanke
2017-08-25 15:58:11 UTC
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Raw Message
Post by René Marquardt
Post by Lars Gebauer
Aber nein. Bio-Mineralwasser gibt es tatsächlich.
Bei Cola ist es wohl eher wurscht, ist eh blanke Chemie, aber nimm
mal Evian oder dergleichen (also stilles Wasser) statt Leitungswasser
für deine Kaffeemaschine, und du wirst tatsächlich einen Unterschied
schmecken.
Das ist schon klar, man schmeckt die unterschiedliche
Mineralienzusammensetzung im Vergleich zum Leitungswasser. Aber was
kann an Mineralwasser "Bio" sein? Ohne Kunstdünger, Insektizide und
Gentechnik hergestellt?
--
Klänge für Millionen überwinden die Distanzen

http://www.wschwanke.de/ http://www.fotos-aus-der-luft.de/
usenet_20031215 (AT) wschwanke (DOT) de
Paul
2017-08-25 16:12:48 UTC
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Raw Message
Post by René Marquardt
Post by Lars Gebauer
Gerade dieser Tage erst las ich einen Geschmacksvergleich
verschiedener Cola-Sorten. Durchgeführt von einem Sterne-Koch.
Bei der einen Cola hat er erwähnt, daß diese mit Bio-Mineralwasser
hergestellt werden würde. Ich dachte zuerst, jetzt macht er sich über
seine Leser lustig.
Aber nein. Bio-Mineralwasser gibt es tatsächlich.
Bei Cola ist es wohl eher wurscht, ist eh blanke Chemie, aber nimm
mal Evian oder dergleichen (also stilles Wasser) statt Leitungswasser
für deine Kaffeemaschine, und du wirst tatsächlich einen Unterschied
schmecken.
Identischer Nudelsalat, nur unterschiedlich mit geschmacksneutralen
Lebensmittelfarbstoffen gefärbt erzeugt bei fast allen Testpersonen
unterschiedliche Geschmackseindrücke.

Und Deine Aussage zu dem französischen Flaschenwasser sagt höchstens was
über die extrem schlechte Qualität Deines Trinkwassers aus, eventuell
noch einiges zu Deiner Leichtgläubigkeit und Deiner Anfälligkeit für
Scharlatanerie.

Deutsches Trinkwasser unterliegt strengeren Qualitätsanforderungen als
französisches Flaschenwasser.

Paule
--
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René Marquardt
2017-08-25 17:21:17 UTC
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Raw Message
Post by Paul
Post by René Marquardt
Bei Cola ist es wohl eher wurscht, ist eh blanke Chemie, aber nimm
mal Evian oder dergleichen (also stilles Wasser) statt Leitungswasser
für deine Kaffeemaschine, und du wirst tatsächlich einen Unterschied
schmecken.
Identischer Nudelsalat, nur unterschiedlich mit geschmacksneutralen
Lebensmittelfarbstoffen gefärbt erzeugt bei fast allen Testpersonen
unterschiedliche Geschmackseindrücke.
Was hat das womit zu tun? Möchte mir fast einbilden, dieses hättest
du dir aus "Wer stiehlt schon Unterschenkel?" gemerkt.
Post by Paul
Und Deine Aussage zu dem französischen Flaschenwasser sagt höchstens was
über die extrem schlechte Qualität Deines Trinkwassers aus,
Hart und mit einer pikanten Note von Faulschlamm, im Abgang leicht
nach Karpfen schmeckend.
gunter Kühne
2017-08-26 07:39:22 UTC
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Raw Message
Post by René Marquardt
Post by Paul
Post by René Marquardt
Bei Cola ist es wohl eher wurscht, ist eh blanke Chemie, aber nimm
mal Evian oder dergleichen (also stilles Wasser) statt Leitungswasser
für deine Kaffeemaschine, und du wirst tatsächlich einen Unterschied
schmecken.
Identischer Nudelsalat, nur unterschiedlich mit geschmacksneutralen
Lebensmittelfarbstoffen gefärbt erzeugt bei fast allen Testpersonen
unterschiedliche Geschmackseindrücke.
Was hat das womit zu tun? Möchte mir fast einbilden, dieses hättest
du dir aus "Wer stiehlt schon Unterschenkel?" gemerkt.
Dann hätte er das Alaska Wasser erwähnt.( Nur echt aus geschmolzenen
Eisbergen :) )
Post by René Marquardt
Post by Paul
Und Deine Aussage zu dem französischen Flaschenwasser sagt höchstens was
über die extrem schlechte Qualität Deines Trinkwassers aus,
Hart und mit einer pikanten Note von Faulschlamm, im Abgang leicht
nach Karpfen schmeckend.
Kann man so nicht bestätigen.
Aber Voraussetzung ist ja das man weiß wie Karpfen schmeckt.
( Ich esse keinen toten Fisch :) )
Aber egal welche Sorte in Flaschen.
Lass die mal paar Tage im Sommer im Auto liegen,
dann schmecken die alle nach Plastik.
Ob das besser ist ??
Lars Gebauer
2017-08-25 17:47:13 UTC
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Post by René Marquardt
Post by Lars Gebauer
Aber nein. Bio-Mineralwasser gibt es tatsächlich.
Bei Cola ist es wohl eher wurscht, ist eh blanke Chemie, aber nimm
mal Evian oder dergleichen (also stilles Wasser) statt Leitungswasser
für deine Kaffeemaschine, und du wirst tatsächlich einen Unterschied
schmecken.
Verschiedenes Wasser schmeckt verschieden. Das ist doch klar. Aber was
zum Fuchs ist bei Wasser "bio"?
x***@gmail.com
2017-08-26 09:13:11 UTC
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Raw Message
Post by René Marquardt
Post by Lars Gebauer
Aber nein. Bio-Mineralwasser gibt es tatsächlich.
Bei Cola ist es wohl eher wurscht, ist eh blanke Chemie, aber nimm
mal Evian oder dergleichen (also stilles Wasser) statt Leitungswasser
für deine Kaffeemaschine, und du wirst tatsächlich einen Unterschied
schmecken.
Nimm stattdessen Deionat (entionisiertes Wasser), gib eine
Messerspitze Kochsalz und eine Kakaopulver zu und Du wirst
Knöppe machen - FR
Torsten Mueller
2017-08-26 06:53:39 UTC
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Post by Lars Gebauer
Bei der einen Cola hat er erwähnt, daß diese mit Bio-Mineralwasser
hergestellt werden würde. Ich dachte zuerst, jetzt macht er sich über
seine Leser lustig.
Aber nein. Bio-Mineralwasser gibt es tatsächlich.
Logo. Es stammt nicht aus Massentierhaltung, wurde nicht mit Pestiziden
oder Fungiziden behandelt, ohne Kunstdünger aufgezogen und auch nicht
genmodifiziert. Ich finde schon, daß man da durchaus ein Bio-Siegel
vergeben kann.

T.M.

P.S.: Das trifft übrigens auch für guten alten Krupp-Stahl zu.
gunter Kühne
2017-08-26 07:34:25 UTC
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Raw Message
Post by Lars Gebauer
Post by Wolfgang Schwanke
Das war nicht das Thema des Artikels, den du anfangs verlinkt hast. Da
ging es nur um Qualität der Nahrung. In der heutigen Mentalität wird
das gern vermischt, da wird "Bio" von vielen als Qualitätsmerkmal
angesehen. Nein ist es nicht, es bedeutet nur dass bei der Produktion
die Tabus der Ökofraktion beachtet wurden.
Gerade dieser Tage erst las ich einen Geschmacksvergleich
verschiedener Cola-Sorten. Durchgeführt von einem Sterne-Koch.
Bei der einen Cola hat er erwähnt, daß diese mit Bio-Mineralwasser
hergestellt werden würde. Ich dachte zuerst, jetzt macht er sich über
seine Leser lustig.
Aber nein. Bio-Mineralwasser gibt es tatsächlich.
Immer eine Frage der Definition :)
Aber ernsthaft es gibt Gegenden in DE da kommt Mineralwasser aus der
Leitung :) ( Sogar in Bio Qualität. :)
Wolf gang P u f f e
2017-08-26 08:36:39 UTC
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Raw Message
Post by gunter Kühne
Post by Lars Gebauer
Aber nein. Bio-Mineralwasser gibt es tatsächlich.
Immer eine Frage der Definition :)
Aber ernsthaft es gibt Gegenden in DE da kommt Mineralwasser aus der
Leitung :) ( Sogar in Bio Qualität. :)
Und früher (DDR) gab es gegenden, da kam "Milch" aus dem Wasserhahn.
Übelst nach Chlor stinkelndes weißes Wasser.
Hat man das frisch gezapfte eine Weile stehen gelassen, war es klar,
frei vom Chloraroma und geniesbar.

W.
x***@gmail.com
2017-08-26 09:25:54 UTC
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Raw Message
Post by Wolf gang P u f f e
Post by gunter Kühne
Aber ernsthaft es gibt Gegenden in DE da kommt Mineralwasser aus der
Leitung :) ( Sogar in Bio Qualität. :)
Und früher (DDR) gab es gegenden, da kam "Milch" aus dem Wasserhahn.
Übelst nach Chlor stinkelndes weißes Wasser.
Hat man das frisch gezapfte eine Weile stehen gelassen, war es klar,
frei vom Chloraroma und geniesbar.
In einem Nest bei Schwedt an der Oder kam auch schon mal
Benzin aus Wasserhähnen - FR

Chr. Maercker
2017-08-25 11:17:15 UTC
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Post by Wolfgang Schwanke
Nichts davon ist qualitätsmindernd.
Je nachdem, wie Qualität definiert wird. Die einen wollen unbedingt
wurmfreie und große Äpfel, die anderen sind mit mickrigen und
wurmstichigen zufrieden, solange sie frei von HCH, Glyphosat &
Artverwandten sind.
Post by Wolfgang Schwanke
Post by Torsten Mueller
dazu auf Massentierhaltung
Ethisch verwerflich, und ich sympathisiere mit der Kritik, aber auch
keine Frage der Nahrungsqualität.
Nein, nur eine Frage ihrer Zusammensetzung.
--
CU Chr. Maercker.

Transport + Sport = Radfahren
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